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Bis spätestens 2030 werden weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land leben. Die Bedeutung von Metropolen wird dementsprechend ökonomisch, politisch und ökologisch nochmal deutlich steigen. Aber was passiert mit unseren Städten, wenn diese immer voller, lauter und wärmer werden? Welche Auswirkungen haben diese Effekte auf uns Menschen? In der neusten Folge des Podcasts „Wissen, wann du willst“ spricht Peer Niehof mit der Umweltpsychologin Dr. Anke Blöbaum darüber, welche Einflüsse Städte auf den Menschen haben und wie unsere Umwelt auf uns wirkt – positiv und negativ. Zudem gibt es Antworten auf die Fragen, welche Lösungsansätze unsere Städte fit für die Zukunft machen und was jeder einzelne Mensch dazu beitragen kann.
Dr. Anke Blöbaum arbeitet seit 2021 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Seit 2019 forscht sie im fächerübergreifenden Projekt „Build4People“ zu einer möglichen nachhaltigen Bau- und Stadtentwicklung in Phnom Penh. Die Landeshauptstadt von Kambodscha zählt zu den am schnellsten wachsenden Metropolen weltweit. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt arbeitet Dr. Anke Blöbaum mit ihrem Team daran, Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung langfristig zu verankern und so die Lebensqualität der Bevölkerung von Phnom Penh zu verbessern.
Die Geschehnisse in der Ukraine machen uns deutlich, dass auch in der heutigen Zeit ein einst friedliches Miteinander in einem verheerenden Krieg enden kann. Denn auch nach Tausenden von Kriegen hat es die Menschheit nur bedingt geschafft, friedlich zusammenzuleben – in vielen Teilen der Welt gibt es Konflikte und Unruhen. Doch warum ist das so? Warum greifen Bevölkerungen in einer vermeintlich aufgeklärten Welt noch immer zu Waffen? Und wie kann verhindert werden, dass der Unmut über Unstimmigkeiten in Gewalt endet? Der Friedens- und Konfliktforscher Prof. Alexander Spencer untersucht genau das in seiner Forschung. In der neuen Ausgabe von „Wissen, wann du willst“ spricht er über den Erfolg von Friedensbündnissen, wie durch Sprache Feindbilder geschaffen werden, welche Rolle Medien dabei spielen und dass Frieden immer Kompromisse auf beiden Seiten erfordert.
Prof. Alexander Spencer ist Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen an der Fakultät für Humanwissenschaften der Uni Magdeburg und Leiter des Master-Studiengangs Peace and Conflict Studies. Nach seinem Studium im Bereich Politik und Internationale Beziehungen hat er sich auf die Terrorismus- und Konfliktforschung spezialisiert und analysiert unter anderem, welche Bedeutung Sprache und Erzählungen bei der Entwicklung von Konflikten haben.
In Deutschland erkranken jährlich rund 500.000 Menschen an Krebs. Etwa die Hälfte stirbt. Damit zählt Krebs zu den häufigsten Todesursachen. Der Chemiker Prof. Dr. Dieter Schinzer forscht mit seinem Team an einem Wirkstoff, der gezielt die Tumorzellen angreift. Mit Hinblick auf den Weltkrebstag am 4. Februar haben wir mit ihm darüber gesprochen, wie seine Forschungsgruppe im Reagenzglas Wirkstoffe gegen Krebs, vegane Impfstoffe oder ein Antibiotikum aus Bakterien herstellen.
Heute zu Gast
Gemeinsam mit seinem Team erschafft der Chemiker Prof. Dr. Dieter Schinzer „Moleküle nach Maß“. Sie bauen Stoffe nach, die bestimmte Organismen in der Natur erzeugen und verbessern diese biologisch so, dass sie für eine klinische Entwicklung genutzt werden können. Die Forschungsarbeit reicht dabei von Naturstoffen wie Disorazol, das zielgerichtet Tumorzellen angreift und in der Krebstherapie eingesetzt werden könnte. Bis hin zu der erstmals gelungenen Herstellung von pharmazeutischen Cholesterol, das ein wesentlicher Teil von mRNA-Impfstoffen ist. 2021 wurde Prof. Schinzer für seine Leistungen auf dem Gebiet der Medikamentenentwicklung mit dem „Forschungspreis der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg“ ausgezeichnet.
Der Terminkalender auf Arbeit ist randvoll, das E-Mail-Postfach quillt auch schon über, bei WhatsApp bleiben die Nachrichten unbeantwortet, für die Familie ist zu wendig Zeit und die Freunde bleiben sowieso auf der Strecke. Das ist auf Dauer ganz schön stressig, doch so sieht der Alltag für viele aus. Wie Stress über die gesamte Lebensspanne hinweg Angst, Lernen, Leistung und sogar unser Gedächtnis beeinflussen kann, untersucht Prof. Dr. Dr. Anne Albrecht, Professorin für Neuroanatomie am Institut für Anatomie an der Medizinischen Fakultät. Darüber und warum manche Menschen besser mit Stress umgehen können als andere, wie wir Stress in unserem Alltag begegnen können, warum Work-Life-Balance immer wichtiger wird und ob es bald die Pille gegen Stress geben wird sprach sie in der neuen Ausgabe des Wissenschaftspodcast der Uni Magdeburg „Wissen, wann Du willst.“
Prof. Dr. Dr. Anne Albrecht studierte Humanmedizin und Neurowissenschaften an der Universität Magdeburg und erwarb hier die Titel „Dr. rer. nat.“ und „Dr. med.“ Ihre Forschung konzentriert sich auf das Verständnis der funktionellen Neuroanatomie von Stressanpassung und emotionaler Gedächtnisbildung. Hierbei liegt der Fokus auf der Rolle von Neuropeptiden und sogenannten Interneuronen bei der individuellen Stressverarbeitung in verschiedenen Lebensphasen. Vor allem Mechanismen der Stressresilienz sollen erforscht werden, um die Entstehung von stress-induzierten Störungen wie Angsterkrankungen und Depression besser verstehen zu können.
Egal, ob „Ok Google, sag mir wie das Wetter wird“, „Hey Siri, stelle einen Timer für 15 Minuten“, oder „Alexa, spiele Musik“ – in unserem Alltag ist es vollkommen normal, dass wir mit Sprachassistenten sprechen und diese uns, wenn es gut läuft, auch antworten. Aber die Mensch-Maschine-Beziehung ist noch immer durch Kommunikationsprobleme geprägt, noch viel zu oft fällt der frustrierende Satz: „Das habe ich leider nicht verstanden.“ Wie die Kommunikation zwischen Mensch und Sprachassistent besser gelingen kann, daran forscht Jun.-Prof. Ingo Siegert vom Institut für Informations- und Kommunikationstechnik der Uni Magdeburg. In der neuen Folge „Wissen, wann du willst“ spricht er darüber, wo die Probleme in der Kommunikation liegen, wie Sprachassistenten für Werbung genutzt wurden und ob Alexa und Co. tatsächlich die ganze Zeit mithören.
Jun.-Prof. Dr. Ingo Siegert forscht und lehrt am Institut für Informations- und Kommunikationstechnik an der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik. Er studierte an der Uni Magdeburg Informationstechnologie, 2015 promovierte er und ist seit 2018 Juniorprofessor. Sein Forschungsschwerpunkt liegt unter anderem auf der Mensch-Maschine-Interaktion.Im Rahmen einer seiner Vorlesungen hat er mit Studierenden den Sprachskill „Sprich mit der Uni Magdeburg!“ entwickelt, der bei der Online-Studienorientierung helfen soll.
Warum es kein Leben ohne Angst gibt
Wir alle haben vor irgendetwas Angst: vor Spinnen, Höhe, engen Räumen und vor allem vor unbekannten Dingen – wie einer Impfung mit den neuartigen Corona-Impfstoffen. Es gibt sogar Menschen, die Angst vor Knöpfen haben. Doch wie entstehen Ängste? Wie viel Angst ist normal? Und wie können wir lernen, mit ihr zu leben oder noch besser: sie zu überwinden.
In der neuen Folge „Wissen, wann du willst“ beantworten die Psychologinnen Emily Bauske und Dr. Jeanne Rademacher genau diese Fragen und erklären, warum es sogar gut ist, Angst zu haben und warum ängstliche Menschen bessere Beziehungen führen.
Heute zu Gast
Emily Bauske ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin am Lehrstuhl für Sozial- und Persönlichkeitspsychologie. Sie studierte an der Universität Magdeburg Psychologie mit dem Schwerpunkt Umweltpsychologie. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Verhaltensrelevanz von Meinungsaussagen. Zu Beginn der Corona-Pandemie hat die Nachwuchswissenschaftlerin untersucht, unter welchen Bedingungen die Öffentlichkeit die Maßnahmen der Politik akzeptiert und das eigene Verhalten darauf anpasst.
Als wissenschaftliche Mitarbeiterin forscht und lehrt Dr. Jeanne Rademacher am Lehrstuhl für klinische Entwicklungspsychologie zu den Themenbereichen Identität, Bewältigung kritischer Lebensereignisse sowie klinische Erkrankungen. Auch die Förderung mathematischer Fähigkeiten im Vorschulalter zählt zu ihren Forschungsschwerpunkten.
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Das erleben wir in vielen Momenten unseres Alltags: an der Käsetheke im Supermarkt, beim Kauf eines neuen Autos oder bald auch wieder an der Wahlurne bei der Land- und Bundestagswahl - es gibt bei allem Auswahl im Überfluss. Können wir uns da eigentlich noch entscheiden? Und wollen wir das überhaupt? Prof. Florian Kaiser ist Psychologe und erklärt in der neuen Folge von "Wissen, wann du willst", warum wir die Entscheidung zwischen den vielen grauen Mäusen einfach per Münzwurf treffen können, warum wir trotzig werden, wenn wir keine Wahl haben und was es bedeuten könnte, wenn die Beteiligung an politischen Wahlen gering ist.
Florian Kaiser ist Professor für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Er erforscht unter anderem die individuelle Einstellung und deren Veränderungen sowie die Verhaltenssteuerung und die evidenz-basierte Politikunterstützung. Thematisch fokussiert sich Prof. Kaiser vor allem auf Umweltschutz, Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung, Stress und Gesundheit. Sein Wissen gibt er an Studierende unter anderem in Vorlesungen zur differentiellen und Persönlichkeitspsychologie sowie im Grundlagenmodul Umweltpsychologie weiter.
Dr. Kaiser promovierte 1992 an der Universität Bern (Schweiz) und habilitierte 1999 an der Universität Zürich (Schweiz). Von 1994 bis 1996 war er post-graduierter Stipendiat des Schweizer Nationalfonds an der University of California, Berkeley, und von 1996 bis 1997 an der Universität Trier. Von 1998 bis 2000 war Dr. Kaiser Assistenzprofessor für Mensch-Umwelt-Beziehungen an der Eidgenössisch Technischen Hochschule (ETH) in Zürich. Von 2000 bis 2008 war er Assoziierter Professor für Sozial- und Umweltpsychologie an der Technischen Universität Eindhoven in Eindhoven, Niederlande.
Der Name verheißt Siegesfreude und glanzvolles Leuchten, doch das Coronavirus ist alles andere als das. Seit Monaten hat es weltweit den Alltag von Millionen von Menschen in einer Weise beeinflusst, die bisher für nicht möglich gehalten wurde. In dieser Podcast-Folge wollen wir mit den Mikrobiologen Prof. Achim Kaasch darüber sprechen, was diese eigentlich simplen Strukturen, nichts weiter als eine Kombi aus einem genetischen Code, Proteinen und Fett, so zerstörerisch macht, was wir durch PCR, Antigen oder Schnelltest über sie herausfinden, wie wir sie künftig bekämpfen können und warum ein Zusammenleben mit ihnen dennoch unausweichlich scheint.
Der Mikrobiologe Prof. Achim Kaasch leitet das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene der Uni Magdeburg. Der Mediziner forscht seit Jahren erfolgreich an bakteriellen Infektionen. In seinen Lehrveranstaltungen auf dem Medizinercampus hören die Studierenden aus dem 6. Semester wesentliche Erkenntnisse über verschiedene Aspekte der Mikrobiologie und Virologie. Eigenen Angaben zufolge hat er es in den vergangenen Monaten nicht einen Moment lang bereut, die Virologie zum Beruf gemacht zu haben und wird sich auch weiterhin in Forschung und Lehre diesen winzigen, aber nicht minder wirkungsvollen Strukturen widmen.
The name promises a joy of victory and a promising future, the same cannot be said about the Corona virus. For months, it has been influencing the daily lives of millions of people around the world in ways not previously thought possible. In the current episode of our podcast "Wissen, wann du willst", microbiologist Prof. Dr. Achim Kaasch talks about viruses, tests and what they can reveal about the virus, about vaccines and their mechanisms of action, but also about why it seems that living together with the Corona virus is inevitable.
Microbiologist Prof. Achim Kaasch heads the Institute for Medical Microbiology and Hospital Hygiene at the University of Magdeburg. The physician has been successfully researching bacterial infections for years. In his lectures on the medical campus, students from the 6th semester hear essential insights into various aspects of microbiology and virology. By his own account, he has not regretted for a moment in recent months that he has made virology his profession and will continue to devote his research and teaching to these tiny but no less effective structures.
Lockdown light, Social Distancing oder Hybridsemester – alles Wörter, die wir erst seit kurzer Zeit in unserem Alltag verwenden. Wie schnell sich unsere Sprache verändern kann, wird durch die Corona-Pandemie besonders deutlich. Aber warum ist das so? Warum verändern gesellschaftliche Ereignisse die Art wie wir reden? Und wie können wir durch unsere Worte die Gesellschaft verändern?
Prof. Kersten Roth erforscht mit seinem Team an der Uni Magdeburg unsere Sprache – wie sie sich entwickelt und wie sie gezielt von Medien und der Politik eingesetzt wird. In der neuen Folge „Wissen, wann du willst“ spricht der Linguist über seine Forschung, wie Donald Trump die politische Kommunikation verändert hat und, was die kleinen Botschaften in den Kabinen öffentlicher Toiletten über unsere Verständigung aussagen.
Wir alle vergessen mal etwas. Aber wie viel Vergesslichkeit ist noch normal und ab wann spricht man von einer ernsthaften Demenzerkrankung? Prof. Daniela Dieterich, Sprecherin des Graduiertenkollegs „Die alternde Synapse“ von der Uni Magdeburg, hat mit uns über diese bisher unheilbare Krankheit Alzheimer gesprochen. Sie verrät, wie erste Anzeichen aussehen können und klärt darüber auf, ob „Gehirnjogging“, Sport und gesunde Ernährung die Krankheit tatsächlich aufhalten können.
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