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Knapp 50 Kilometer windet sich die Alm durch das grüne Almtal in Oberösterreich. Ein rauschendes Flüsschen, das im Almsee entspringt und am Fuße des Toten Gebirges liegt. Der See und seine Kulisse ziehen viele Menschen an. Zum Durchatmen, Baden oder zum Lauschen, wenn das berühmte Echo-Blasen im Zwiegespräch mit den steilen Felswänden zu hören ist. Vier Mitglieder des Musikvereins Grünau spielen im Sommer immer mittwochs für eine halbe Stunde ihre Weisen. „Wie überhaupt Traditionen in dem Bergsteigerdorf eine wichtige Rolle spielen“, sagt der Bürgermeister des gut 2.000 Einwohner zählenden Ortes, Klaus Kramesberger. Seit dem Jahr 2008 ist Grünau im Almtal Mitglied der Bergsteigerdörfer-Initiative des Österreichischen Alpenvereins. Deutlich länger wird in der flächenmäßig größten Gemeinde Oberösterreichs jedoch schon geforscht, auch dank des Nobelpreisträgers Konrad Lorenz. Der Zoologe schlug in den 1970er Jahren am Ufer der Alm seine Forschungsstation auf. Kaum ein anderer Ort ist mehr mit der Erforschung von Graugänsen verbunden. Die Universität Wien hat hier eine Dependance, die eng mit den Menschen in Grünau zusammenarbeitet. Auch mit Fritz Wolf, dem Förster, der die Waldpädagogik nicht nur in Österreich bis heute maßgeblich prägt. Sein Credo: „Waldluft ist ein Trunk zum Einatmen“.
Mehr zu den Bergsteigerdörfern des Alpenvereins: bergsteigerdoerfer.org
Foto zur Folge 2: Karl Redtenbacher
Dieser Podcast entsteht mit freundlicher Unterstützung von Bund und Europäischer Union.
Ein einziger Buchstabe reicht aus, um einem Wort eine völlig andere Bedeutung zu geben. Das Bergsteigerdorf Ginzling in den Zillertaler Alpen etwa. Wird das G mit einem W ersetzt, entsteht das, was der Ort tatsächlich auch ist. Aus Ginzling wird Winzling. Dass hier nicht alles winzig ist, sondern auch Großes gewachsen ist, zeigt Folge 1 der Podcast-Reihe „Wo weniger mehr ist“, eine Initiative der Bergsteigerdörfer im Österreichischen Alpenverein.
Mehr zu den Bergsteigerdörfern des Alpenvereins: bergsteigerdoerfer.org
Foto zur Folge 1: Markus Schweiger
Dieser Podcast entsteht mit freundlicher Unterstützung von Bund und Europäischer Union.
„Mühsam nährt sich das Eichhörnchen". Diese Redensart könnte bei genauer Betrachtung ein Motto der Initiative der Bergsteigerdörfer im Österreichischen Alpenverein sein. In zweierlei Hinsicht. Verbindet man die inzwischen 36 Dörfer auf einer Karte mit einem Stift, erhält man ein Oachkatzl. Und zweitens: Eichhörnchen sind tolle Kletterer, die so manche harte Nuss knacken. Wie die Initiative, die im beschaulichen Ginzling im Herzen der Zillertaler Alpen trotz zahlreicher Hindernisse gegründet wurde.
Gerade einmal 200 Menschen leben in Ginzling. Es ist das letzte Dorf der Zillertalstraße, bevor es nach Italien geht. Ein Ende, das bei genauer Betrachtung auch ein Anfang sein kann. Wie für die Initiative der Bergsteigerdörfer des Österreichischen Alpenvereins. Im Jahr 2008 heben Vertreterinnen und Vertreter von 16 österreichischen Kommunen in Ginzling das Bündnis aus der Taufe. „Seither ist viel geschehen“, erzählt Liliana Dagostin. Sie leitet die Abteilung Raumplanung und Naturschutz beim Österreichischen Alpenverein und betreut mit ihrem Team die Initiative der Bergsteigerdörfer. Sie ist mitverantwortlich dafür, dass es im gesamten Alpenraum inzwischen zahlreiche dieser besonderen Dörfer gibt. „Orte guten Lebens“, wie Dagostin gerne sagt. Für Alenka Smerkolj, die Generalsekretärin der Alpenkonvention, ist die Initiative jedenfalls eine Erfolgsgeschichte. „Die Bergsteigerdörfer sind seit 15 Jahren ein echtes Vorzeigeprojekt, in dem die Grundwerte der Konvention tagtäglich gelebt werden“, findet sie. So sieht es auch Ewald Galle vom Bundesministerium für Umwelt und Innovation. „Eine tolle Geschichte, hinter der allerdings jede Menge Arbeit steckt. Wie auch hinter dem Podcast wo weniger mehr ist".
Unter diesem Titel startet der Österreichische Alpenverein diese Podcastreihe. Jeden Monat mit einer neuen Folge. Prominente Bergsteigerinnen und Bergsteiger wie Gerlinde Kaltenbrunner, Ralf Dujmovits, Walter Laserer, Barbara Zangerl, die Huberbuam oder Simon Messner laden zu einem akustischen Dorfrundgang ein. Begleitet von den Freizeitproduktionen des Osttiroler Entrepreneurs Christof Schett erkunden sie die Dörfer, ihre Traditionen und Besonderheiten. Die Hausberge, das Handwerk, die Herausforderungen. „Wir stellen Fragen, sind neugierig, zeigen Stärken und Schwächen, verbinden Bergdörfer und Bergsteiger*innen. Mein Freund, der Journalist und Autor Jörg Wunram, die Alpinisten und ich malen ein Bild aus Stimmungen, Tönen, Musik und Geräuschen. Ein Hörgemälde“.
**Über die Produzenten
Jörg Wunram: Der preisgekrönte Journalist ist bekennender Bergfex und Strudelvernichter. Seit fast 40 Jahren arbeitet er für große Radiosender und Magazine. „Mit der Reihe zu den Bergsteigerdörfen erfülle ich mir einen lang gehegten Wunsch".
Mehr zu den Bergsteigerdörfern des Alpenvereins: bergsteigerdoerfer.org
Foto zur Folge 0: Naturpark Weißbach
Dieser Podcast entsteht mit freundlicher Unterstützung von Bund und Europäischer Union.
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