Working With Startups From Science

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Working With Startups From Science episodes

  • Vergiss neue Batterien: Warum das wahre Startup-Potenzial im Stromnetz liegt - Prof. Dr. Julia Kowal | UNIPRENEURS

    Viele angehende Gründer kapitulieren vor der strengen Regulatorik im Energiesektor oder der trägen Verwaltung an Universitäten. In dieser Episode erfährst du, wie du als Deep Tech Startup eigene DIN-Normen erschaffst und warum der Weg zum Erfolg nicht in der Entwicklung der nächsten Super-Batterie, sondern in der Netzintegration liegt.

    Über den Gast:

    Prof. Dr. Julia Kowal ist Professorin für elektrische Energiespeichertechnik an der Technischen Universität Berlin. Sie forscht an der Alterungserkennung und Nutzungsdauer von Batterien und ist eine Schlüsselfigur für studentische Ausgründungen im Bereich der Energiewende, wofür sie im Rahmen der UNIPRENEURS Initiative 2026 ausgezeichnet wurde.

    3 unbezahlbare Learnings aus dieser Folge:

    • Regulatorik ist verhandelbar: Wenn es für deine Technologie noch keine Regeln gibt, schreibe sie selbst. Prof. Kowal teilt das Beispiel eines Spin-offs, das aktiv an der Entwicklung einer fehlenden DIN-Norm mitgewirkt hat, statt sich ausbremsen zu lassen.

  • Das wahre Nadelöhr der Energiewende: Der Markt braucht dringend Startups, die sich nicht nur mit Zellchemie, sondern mit der Bedarfsermittlung und Planung von großen Batterieparks sowie deren Integration in bestehende Stromnetze beschäftigen.

  • Kalkuliere den Faktor "Uni-Bürokratie" ein: Das Einhalten von Vergaberichtlinien bei EXIST-Stipendien kostet Startups in der Frühphase oft ein bis zwei volle Monate. Plane diesen Zeitfresser von Tag 1 realistisch in deine Meilensteine ein.

  • Kapitel & Timecodes:

    00:00:00 Intro & Begrüßung

    00:01:07 Der Antrieb: Warum Prof. Kowal freiwillig studentische Startups betreut
    00:04:39 Von der zähen Uni-Verwaltung zum gemeinsamen Projektantrag
    00:08:14 Gegen den Strom: Wo das wahre Startup-Potenzial in der Energiewende liegt
    00:10:50 Die harte Realität: Warum universitäre Prozesse Gründer ausbremsen
    00:14:33 DIN-Normen hacken: Wie Startups den Markt aktiv selbst regulieren
    00:16:48 Word-Shuffle: Mut, Venture Capital und der Wert der Grundlagenforschung

    Links & Ressourcen:

    • Website: Startups from Science

  • UNIPRENEURS Initiative: unipreneurs.de

  • 18 min
  • 3 radikale Regeln, um Deep-Tech-Startups erfolgreich zu skalieren | Prof. Dr. Achim Kampker | UNIPRENEURS

    Steuergelder fließen in exzellente Forschung – und am Ende landen die Ergebnisse ungenutzt in der Schublade. Diese Episode ist ein Weckruf für alle Forschenden und angehenden Gründer:innen. Du erfährst aus erster Hand, warum eine brillante Erfindung noch lange keine echte Innovation ist und wie du die tödliche Lücke zwischen Universität und freier Wirtschaft, in der so viele Spin-offs scheitern, erfolgreich überwindest.

    Über den Gast:

    Prof. Dr. Achim Kampker ist Gründer und Inhaber des Lehrstuhls Production Engineering of E-Mobility Components an der RWTH Aachen. Er redet nicht nur über Technologietransfer, er setzt ihn um: Als Miterfinder und ehemaliger Geschäftsführer baute er das Elektrofahrzeug StreetScooter erfolgreich auf und brachte visionäre Startups wie Gigabud aus der Forschung in den Markt. Für seine herausragenden Verdienste als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Deep Tech wurde er als UNIPRENEUR 2026 ausgezeichnet.

    3 unbezahlbare Learnings aus dieser Folge:

    • Die "Transrapid"-Strategie für den Technologietransfer: Warum ein einmaliger Wechsel in die Wirtschaft nicht reicht. Prof. Kampker erklärt, warum Gründer:innen dauerhafte Brücken (und keine Einbahnstraßen) bauen müssen, um die Liquiditäts- und Skalierungshürden in Deutschland zu meistern.

  • Radikale Verantwortungsübergabe: Wie man am Lehrstuhl ein unternehmerisches Mindset erzwingt. Wer Freiheiten will, muss ab Tag 1 Verantwortung übernehmen – inklusive echter Fehlerkultur, bei der der Professor sich nicht wegduckt, sondern sich schützend vor das Team stellt, wenn etwas schiefgeht.

  • Das "Innovationszonen"-Prinzip: Warum Deutschland nicht zwingend weniger Bürokratie, sondern ein neues Mindset und physische Freiräume braucht, in denen Zukunftstechnologien abseits starrer Regularien sofort ausprobiert werden können.

  • Kapitel & Timecodes:

    00:00:00 Intro & Der wahre Antrieb: Warum Forschung nicht in die Schublade gehört

    00:02:30 Vom Kaminofen-Import zur GmbH: Die ersten Schritte ins Entrepreneurship
    00:05:42 Die Bürokratie-Lüge: Warum Ausgründungen in Deutschland an der Skalierung scheitern
    00:10:43 Der Maschinenraum: Radikale Verantwortung und Fehlerkultur am Lehrstuhl
    00:16:27 Zukunftsfrust vs. Zukunftsmut: Warum die Gesellschaft eine neue Vision braucht
    00:24:30 Word-Shuffle: Zweifel, Grundlagenforschung & Pioniergeist

    Links & Ressourcen:

    • Website: Startups from Science

  • UNIPRENEURS Initiative: unipreneurs.de

  • 27 min
  • Vergiss Patente! Die Wahrheit über Uni-Spin-offs – Prof. Dr. Frank Fitzek | UNIPRENEURS

    Warum du diese Folge hören solltest:

    Wenn du denkst, eine universitäre Ausgründung scheitert meist an der Technologie, liegst du falsch. In dieser Folge lernst du, wie du bürokratische Alpträume umschiffst, warum du niemals unbezahlte Demonstratoren für die Großindustrie bauen darfst und weshalb Startups der ultimative Hack sind, um Spitzenforschung überhaupt erst schnell zu machen.

    Über den Gast:

    Prof. Dr. Frank Fitzek ist Inhaber der Deutsche Telekom Professur für Kommunikationsnetze an der TU Dresden und koordiniert den Transferhub 6G Live. Er ist nicht nur ein weltweit anerkannter Experte für 5G, 6G und das taktile Internet, sondern auch ein echter Serien-Gründer. Für sein herausragendes Engagement, Forschende durch Spin-offs zu stärken und Innovationen aus dem Labor in die Wirtschaft zu transferieren, wurde er bei UNIPRENEURS ausgezeichnet.

    3 unbezahlbare Learnings aus dieser Folge:

    • Die Beschaffungs-Falle umgehen: Eine einfache Bestellung dauert an der Universität oft sechs bis neun Monate. Prof. Fitzek nutzt Startups gezielt als agile "Speedboote", um Entwicklungszyklen auf einen einzigen Tag (Stichwort: Amazon-Bestellung) zu verkürzen.

  • Die "Gratis-Arbeit"-Regel: Baue als Deep Tech Startup niemals unbezahlte Demonstratoren für die Großindustrie. Du verbrennst Ressourcen, ohne ein skalierbares Business aufzubauen.

  • Die Patent-Illusion: Patente sind wichtig für Investoren und das eigene Portfolio, aber überschätze niemals ihre Macht. Prof. Fitzek teilt eine bittere Erfahrung aus Dallas, bei der 50 wasserdichte Kernpatente gegen 1.000 profane "Toaster-Patente" eines Großkonzerns verloren haben.

  • Kapitel & Timecodes:

    00:00:00 Intro & Begrüßung

    00:01:24 Das schwarze Schaf: Warum Startups 1999 streng geheim waren
    00:04:34 Der Speedboot-Hack: Wie Spin-offs die Forschungs-Bürokratie besiegen
    00:05:34 Die goldene Inkubator-Regel: Keine unbezahlten Demos für die Industrie!
    00:17:03 Steuer-Absurditäten: Schraubendreher-Abschreibungen für Software-Startups?
    00:19:01 Die Wahrheit über Patentschutz im Kampf gegen Konzerne
    00:20:21 Word-Shuffle: Resilienz, Leidenschaft & Publikationsdruck

    Links & Ressourcen:

    • Website: Startups from Science

  • UNIPRENEURS Initiative: unipreneurs.de

  • 23 min
  • Vergiss deine erste Idee! Warum jahrelanges Tüfteln Startups tötet – Prof.Dr. Dennis Steininger | UNIPRENEURS

    Warum du diese Folge hören solltest:

    An Universitäten wird oft jahrelang im stillen Kämmerlein an Patenten getüftelt – doch der Markt ist gnadenlos. In dieser Folge lernst du, warum du dich niemals in deine erste Technologie verlieben darfst, wie du durch Markttests in Höchstgeschwindigkeit Legitimität aufbaust und warum zu viel Erfahrung als Investor manchmal sogar blind für den Erfolg macht.

    Über den Gast:

    Prof. Dr. Dennis Steininger ist Professor für Entrepreneurship an der RPTU Kaiserslautern-Landau und lebt das Konzept des "gründenden Forschers" in Perfektion. Er baute bereits in den späten 90er Jahren ein erfolgreiches SaaS-Unternehmen auf, schaffte den Exit und formt heute als ausgezeichneter UNIPRENEURS-Experte und Business Angel die nächste Generation von Startups aus der Wissenschaft.

    3 unbezahlbare Learnings aus dieser Folge:

    • Legitimität ist alles (Fake it till you make it): Wie man als winziges Spin-off durch clevere Improvisation (und geliehene Büroschilder) selbst das Top-Management eines Weltkonzerns von sich überzeugt.

  • Die "Third Wave" der Ideenfindung: Warum die erste und zweite Geschäftsidee meistens nichts taugen und wie du aus einer 360-Grad-Marktperspektive echte Probleme statt künstlicher Bedarfe identifizierst.

  • Der wichtigste Vertrag an Tag 1: Warum bis zu einem Drittel aller Startups am Team zerbrechen und weshalb ein Budget von 1.000 bis 3.000 Euro für einen anwaltlichen Gesellschaftsvertrag die beste Versicherung für Gründer-Freundschaften ist.

  • Kapitel & Timecodes:

    00:00:00 Intro & Begrüßung

    00:02:47 Vom 15-jährigen Gewerbeanmelder zum Cloud-Pionier
    00:07:35 Anekdote: Wie ein 12qm-Büro einen Weltkonzern täuschte
    00:10:55 Die Uni-Falle: Warum jahrelanges Tüfteln Deep-Tech-Startups tötet
    00:14:13 Die bunte-Socken-Story: Wenn Investoren-Erfahrung blind macht
    00:18:43 Start-Ratschläge: Die "Third Wave" und 360-Grad-Problemanalysen
    00:22:15 Word-Shuffle: Die 51%-Mut-Regel & der rettende Gesellschaftsvertrag

    Links & Ressourcen:

    • Website: Startups from Science

  • UNIPRENEURS Initiative: unipreneurs.de

  • 24 min
  • Wissenschaftskarriere riskanter als Startup Gründung?! – Prof. Dr. Hannes Rothe | UNIPRENEURS

    Warum du diese Folge hören solltest:

    Forschende haben oft panische Angst vor dem Scheitern eines Startups – doch die Wahrscheinlichkeit, eine Professur zu ergattern, ist statistisch gesehen viel geringer. Erfahre in dieser Folge, wie du deine subjektive Risikowahrnehmung umprogrammierst und warum ein einfacher Prototyp heute mehr wert ist als jedes theoretische Slide-Deck.

    Über den Gast:

    Prof. Dr. Hannes Rothe ist Inhaber des Lehrstuhls für Sustainability and Innovation in Digital Ecosystems an der Universität Duisburg-Essen und leitet das "Place Beyond Bites" Creation Lab. Als frisch ausgezeichneter Preisträger der UNIPRENEURS Initiative brennt er dafür, wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Deep-Tech-Bereich in echte, gesellschaftlich relevante Ausgründungen zu übersetzen, anstatt sie nur in Fachmagazinen verstauben zu lassen.

    3 unbezahlbare Learnings aus dieser Folge:

    • Das Ökosystem entscheidet über B2B-Erfolg: Warum das Ruhrgebiet für Deep-Tech-Startups (MedTech, Energy) durch etablierte Industrie-Netzwerke oft besser geeignet ist als die B2C-Metropole Berlin – und warum Gründer maximal mobil sein müssen.

  • Machen schlägt Planen: Anstatt Monate in Businesspläne und Pitch-Decks zu stecken, sollten angehende Gründer KI- und agentenbasierte Tools nutzen, um innerhalb kürzester Zeit ein Minimum Viable Product (MVP) zu bauen und echtes Kunden-Feedback einzuholen.

  • Der radikale Perspektivwechsel beim Risiko: Die Chance auf eine Professur in der Chemie liegt bei 1-2 Prozent. Das Risiko in der Wissenschaftskarriere ist ungleich höher als eine Startup Gründung, die im schlimmsten Fall nach einem Jahr wertvollste Praxiserfahrung für den Arbeitsmarkt liefert.

  • Kapitel & Timecodes:

    00:00:00 Intro & Begrüßung

    00:01:21 Warum wissenschaftliche Papers wenig Impact haben & der Weg ins Unternehmertum
    00:05:55 Das Geheimnis guter Gründungslehre: Feuer entfachen statt Steuerrecht pauken
    00:09:49 Deep-Tech-Ökosysteme im Vergleich: B2C in Berlin vs. B2B im Ruhrgebiet
    00:16:16 Forderung: Warum Gründungslehre in PhD-Programmen Pflicht werden muss
    00:18:55 Tag-1-Ratschlag: Bau einen Prototypen (statt nur Slide-Decks!)
    00:21:21 Mindset-Shift: Warum die akademische Karriere das größere Risiko ist
    00:24:26 Word-Shuffle: Ungeduld, Bürokratie & Teamdynamik

    Links & Ressourcen:

    • Website: Startups from Science

  • UNIPRENEURS Initiative: unipreneurs.de

  • 26 min
  • Wie aus Labor-Ideen ein Samsung-Exit wird! – Prof. Dr. Stefan Bräse (KIT) | UNIPRENEURS

    Warum du diese Folge hören solltest:

    Die bahnbrechendste Forschung nützt nichts, wenn sie niemand haben will. In dieser Folge erfährst du, warum analytisches Denken allein nicht reicht, um ein erfolgreiches Spin-off zu bauen, und warum die wichtigste Eigenschaft im Gründerteam eine völlig unerwartete ist: Empathie. Wer aus der Wissenschaft erfolgreich gründen will, bekommt hier die Blaupause aus 25 Jahren Erfahrung.

    Über den Gast:

    Prof. Dr. Stefan Bräse ist Professor für organische Chemie am KIT und prägt die Spitzenforschung durch die Verknüpfung von Chemie mit Künstlicher Intelligenz. Doch er ist nicht nur Forscher, sondern ein echter Macher: Bereits vor 25 Jahren gründete er das Spin-off Cynora mit (dessen Patent-Portfolio später an Samsung verkauft wurde) und begleitet seither zahllose Ausgründungen wie Kipu Quantum. Für sein enormes Engagement beim Technologietransfer wurde er als einer der UNIPRENEURS 2026 ausgezeichnet.

    3 unbezahlbare Learnings aus dieser Folge:

    • Patente schlagen Publikationen: Ein starkes Patentportfolio ist das absolute Fundament für Startups in der Chemie. Ohne gewerbliche Schutzrechte gibt es keinen Markterfolg – eine Publikation allein baut kein Unternehmen.

  • Das "orthogonale" Team entscheidet alles: Geld und Raum sind anfängliche Hürden, aber das Team verhindert das Scheitern. Du brauchst Treiber, Analytiker und vor allem empathische Köpfe, um Talente zu rekrutieren (Cynora wuchs so von 3 auf 130 Mitarbeitende).

  • Der brutale Product-Market-Fit: Irgendwann stellt sich nicht mehr die Frage, ob eine Innovation im Labor wissenschaftlich funktioniert. Die einzige Frage lautet: Will der Markt dieses Produkt wirklich haben?

  • Kapitel & Timecodes:

    00:00:00 Intro & Begrüßung

    00:01:38 Publikationen vs. Ausgründungen: Der wahre Antrieb der Forschung
    00:05:32 Von der Uni zum Samsung-Exit: Die strategische Rolle von Patenten
    00:08:54 MBA für Forscher: Wie man Gründerpotenziale am Lehrstuhl weckt
    00:14:21 Das orthogonale Team: Warum Deep Tech Startups Empathie brauchen
    00:18:35 Der Zauberstab: Wie VC-Fonds an Hochschulen wirklich funktionieren sollten
    00:19:51 Word-Shuffle: Komfortzone, Elfenbeinturm & Product-Market-Fit

    Links & Ressourcen:

    • Website: Startups from Science

  • UNIPRENEURS Initiative: unipreneurs.de

  • 22 min
  • Warum der Satz "Das klappt nie!" das beste Signal für deine Startup-Idee ist. – Prof. Dr. Erwin Keeve | Charité | UNIPRENEURS

    Warum du diese Folge hören solltest:

    Wenn du glaubst, dass die genialste Technologie automatisch gewinnt, irrst du dich gewaltig. In dieser Episode lernst du, warum 99 % der akademischen Erfindungen niemals den Markt erreichen – und wie du den "Todesbiss" der Nischenmärkte vermeidest, um echte, rettende Innovationen zum Patienten zu bringen.

    Über den Gast:

    Prof. Dr.-Ing. Erwin Keeve leitet das Fachgebiet Chirurgische Navigation und Robotik an der Charité Berlin und ist ein absoluter Ausnahme-Wissenschaftler mit echtem Gründergeist. Als Serien-Gründer (u.a. SiCAT GmbH & Co KG, SCOPIS GmbH) und Investor beweist er seit Jahrzehnten, wie erfolgreicher Technologietransfer funktioniert. Für diese Leistung wurde er 2026 völlig zurecht von der UNIPRENEURS Initiative ausgezeichnet.

    3 unbezahlbare Learnings aus dieser Folge:

    • Der Problem-Solution-Fit in der Forschung: Eine OP-Technik für 24 Patienten im Jahr ist exzellente Wissenschaft, aber kein Business-Case. Lerne, wie Prof. Keeve seine Technologie auf den Markt der dentalen Implantologie (60.000 Zahnärzte) anpasste und eine Ausgründung mit heute 130 Mitarbeitenden schuf.

  • Die "Robotdog"-Falle: Warum Ingenieure:innen aufhören müssen, dem Chirurgen das Skalpell aus der Hand nehmen zu wollen. Wer Technologie an der Praxis vorbei entwickelt, schadet am Ende dem Patienten.

  • Der 50-Euro-Schutzschild: Ohne Patentschutz fressen dich Konzerne wie Siemens oder Philips bei lebendigem Leib. Warum das allererste Patent beim DPMA oft nur 50 Euro kostet und wie man strukturierte Brainstormings am Lehrstuhl etabliert.

  • Kapitel & Timecodes:

    00:00:00 Intro & Begrüßung

    00:01:32 Der Schlüsselmoment: Wie ein Navigations-Prototyp das Leben eines 8-jährigen Jungen rettete
    00:07:08 Vom akademischen Nischenmarkt zum Millionen-Business: Der Pivot in die Dental-Implantologie
    00:09:45 Innovationskultur: Warum eine erste Patentanmeldung oft nur 50 Euro kostet
    00:14:33 MedTech-Falle: Daran scheitern hochqualifizierte Forschende beim Problem-Solution-Fit
    00:19:34 Der fatale Robotik-Fehler: Warum Technologie den Arzt nicht ersetzen darf
    00:21:59 Word-Shuffle: Warum "Das klappt nie" das beste Feedback für Gründer ist

    Links & Ressourcen:

    • Website: Startups from Science

  • UNIPRENEURS Initiative: unipreneurs.de

  • 26 min
  • Biotech-Gründung ohne Risiko? So geht’s! – Prof. Dr. Olivia Merkel (LMU) | UNIPRENEURS

    Glaubst du, dass eine akademische Ausgründung immer bedeutet, sofort sein gesamtes sicheres Leben aufzugeben? Prof. Dr. Olivia Merkel beweist das Gegenteil. In dieser Folge lernst du, wie du IP strategisch im eigenen Start-up behältst, anstatt es einfach an Großkonzerne zu lizenzieren – und wie du dein Team sicher durch das berüchtigte "Valley of Death" der Life-Science-Branche manövrierst.

    Über den Gast:

    Prof. Dr. Olivia Merkel ist Inhaberin des Lehrstuhls für Drug Delivery an der LMU München und eine absolute Pionierin der RNA-basierten Arzneimittel, deren Spitzenforschung bereits mit vier EIC Grants gewürdigt wurde. Für ihren herausragenden Einsatz im Technologietransfer, ihre Beteiligung an der RNhale GmbH sowie die Initiierung der Projekte Reformulate und ColdEx wurde sie völlig zurecht als UNIPRENEUR 2026 ausgezeichnet.

    3 unbezahlbare Learnings aus dieser Folge:

    • Das Filter-Prinzip nutzen: Bootcamps und Uni-Workshops sind nicht nur Theorie, sondern der ultimative Stresstest. Nutze sie, um herauszufinden, ob du die Frustrationstoleranz für den harten Start-up-Alltag wirklich mitbringst.

  • Risiko minimieren: Gründen muss anfangs nicht existenziell bedrohlich sein. Das RNhale -Team blieb in der Frühphase an der Universität, bis ein EIC Grant die finanzielle Sicherheit für Vollzeitanstellungen im Start-up brachte.

  • Das "Valley of Death" überleben: Während es in Europa viel präklinisches (Non-Dilutive) Kapital gibt, fehlt oft das große VC-Geld für klinische Phasen. Die Lösung? Entweder bewusst den Schritt in die USA wagen oder als Dienstleistungs-Start-up kluges Bootstrapping betreiben.

  • Kapitel & Timecodes:

    00:00:00 Intro & Begrüßung

    00:01:08 Warum Start-ups gründen statt an Big-Pharma zu lizenzieren?
    00:03:45 Die Geburtsstunde der RNA-Sprühtrocknung & Gründung von Rnhil
    00:06:30 Gründen ohne existenzielles Risiko & der Durchbruch durch den EIC-Grant
    00:14:51 Start-up-Kultur am Lehrstuhl: Bootcamps als Belastungstest für angehende Gründer
    00:16:04 Finanzierungsstrategien: So überlebt man das "Valley of Death" in den Life Sciences
    00:18:49 Word-Shuffle: Neugier, Publikationsdruck & das Bauchgefühl bei der Personalsuche

    Links & Ressourcen:

    • Website: Startups from Science

  • UNIPRENEURS Initiative: unipreneurs.de

  • 20 min
  • Der „Nobelpreis für Entrepreneurship“? Vor Ort beim UNIPRENEURS Event in Berlin!

    20 Professor:innen, die das Startup-Ökosystem an deutschen Hochschulen revolutionieren, stehen in dieser Episode im absoluten Rampenlicht. Für „Working with Startups from Science“ sind wir direkt vor Ort im Allianzforum Berlin bei der Verleihung der UNIPRENEURS Awards.

    Unternehmergeist ist im klassischen Wissenschaftssystem oft noch eine Seltenheit. Umso wichtiger sind die akademischen Vorreiter:innen, die mutige Studierende und Forschende auf ihrem Weg zum eigenen Startup nicht nur in der Theorie unterrichten, sondern aktiv ermutigen und als Mentoren begleiten. Aus über 800 Nominierungen der Gründer-Community wurden heute diejenigen ausgezeichnet, die diesen Gründungsspirit authentisch vorleben.

    In diesem Video spreche ich mit zwei zentralen Köpfen hinter dem Event:

    Johanna Schwan (Stifterverband): Warum es zwingend Vorbilder an Hochschulen braucht und wie der Stifterverband den Transfer von Ideen als wichtige dritte Säule neben Forschung und Lehre fördert.

    Matthias Hilpert (Initiator von UNIPRENEUR): Wie seine eigene Start-up-Erfahrung an der LMU München ihn zu diesem Event inspiriert hat und warum diese Auszeichnung das Potenzial zum „Nobelpreis für Entrepreneurship“ hat.

    Kapitel / Timestamps:

    0:00 - Willkommen in Berlin: Darum geht es bei den Unipreneurs

    0:57 - Johanna Schwan (Stifterverband): Warum Unternehmertum an die Hochschulen gehört

    3:21 - Matthias Hilpert (Initiator): Die Vision hinter dem Preis & die Macht von Rollenmodellen

    6:51 - Outro & exklusive Ankündigung für die nächsten Wochen

    Wir machen weiter: In den kommenden Wochen werden wir alle 20 Preisträger:innen in einer exklusiven Podcast-Serie einzeln interviewen!

    Abonniere jetzt den Kanal, um keines der Audio-Profile dieser inspirierenden Professor:innen zu verpassen! 🚀

    https://podcast.startupsfromscience.com/

    8 min
  • Zwei Systeme, zwei Spielregeln. Tech Transfer Offices richtig steuern.

    Stell dir vor, du entwickelst eine bahnbrechende Technologie, aber deine eigene Universität verklagt dein Startup auf unglaubliche 400 Millionen Dollar. Genau das passierte 1976 im berühmten Genentech-Fall. Wem gehört deine Forschung also wirklich, wenn es plötzlich um die kommerzielle Verwertung geht?

    Für Science-Tech-Gründer ist die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft oft ein Minenfeld. Ignorierst du die Spielregeln des Technologietransfers, riskierst du nicht nur wertvolle Patente durch unbedachte Konferenz-Abstracts, sondern verlierst im schlimmsten Fall die Rechte an deiner eigenen Erfindung. Wer hier Fehler macht, verbaut sich den Weg zur erfolgreichen Ausgründung.

    In dieser Episode spreche ich mit Ruth Herzog, die über 28 Jahre lang den Technologietransfer am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) geprägt und aufgebaut hat. Als promovierte Biochemikerin, ehemalige Pharmamanagerin bei Roche und TTO-Pionierin bringt sie die Perspektiven beider Welten zusammen. Sie zeigt uns, wie Wissenschaftler:innen und Tech Transfer Offices erfolgreich kooperieren können, anstatt gegeneinander zu arbeiten.

    Das erwartet dich in dieser Episode:

    • Der Genentech-Krimi: Warum unklare Eigentumsverhältnisse an Universitäten in millionenschweren Klagen enden können und wie du das vermeidest.

  • Die 30-Prozent-Regel: Wie das Arbeitnehmererfindergesetz funktioniert und warum Erfinder (angelehnt an das US-Modell) oft lukrativ an Erlösen beteiligt werden.

  • Patent vs. Publikation: Warum bereits ein einziger unbedachter Satz in einem Konferenz-Abstract neuheitsschädlich ist und deine Patente wertlos machen kann.

  • Die harte Realität: Warum schätzungsweise 90 bis 95 Prozent aller Uni-Erfindungen nie wirtschaftlich angewendet werden.

  • Spin-off Secrets: Warum externe CEOs und Managementexpertise für den Erfolg von wissenschaftlichen Ausgründungen oft entscheidender sind als die Forscher selbst.

  • Ressourcen & Links:

    • 🔗 Vernetze dich mit Ruth Herzog auf LinkedIn

  • 🔗 Mehr Infos zum Arbeitnehmererfindergesetz

  • 🔗 Details zum German Spinoff Framework

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    Ressourcen & Links:

    • Webseite: Working with startups from science

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  • 51 min

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Bereits seit 2019 spüren wir bei 'Working With Startups From Science' genau diese bahnbrechenden Ideen auf. In jeder Folge liefern wir dir den direkten Draht in die Labore und Gründerzentren…