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Viele angehende Gründer kapitulieren vor der strengen Regulatorik im Energiesektor oder der trägen Verwaltung an Universitäten. In dieser Episode erfährst du, wie du als Deep Tech Startup eigene DIN-Normen erschaffst und warum der Weg zum Erfolg nicht in der Entwicklung der nächsten Super-Batterie, sondern in der Netzintegration liegt.
Über den Gast:
3 unbezahlbare Learnings aus dieser Folge:
Regulatorik ist verhandelbar: Wenn es für deine Technologie noch keine Regeln gibt, schreibe sie selbst. Prof. Kowal teilt das Beispiel eines Spin-offs, das aktiv an der Entwicklung einer fehlenden DIN-Norm mitgewirkt hat, statt sich ausbremsen zu lassen.
Das wahre Nadelöhr der Energiewende: Der Markt braucht dringend Startups, die sich nicht nur mit Zellchemie, sondern mit der Bedarfsermittlung und Planung von großen Batterieparks sowie deren Integration in bestehende Stromnetze beschäftigen.
Kalkuliere den Faktor "Uni-Bürokratie" ein: Das Einhalten von Vergaberichtlinien bei EXIST-Stipendien kostet Startups in der Frühphase oft ein bis zwei volle Monate. Plane diesen Zeitfresser von Tag 1 realistisch in deine Meilensteine ein.
Kapitel & Timecodes:
00:00:00 Intro & Begrüßung
Links & Ressourcen:
Website: Startups from Science
UNIPRENEURS Initiative: unipreneurs.de
Steuergelder fließen in exzellente Forschung – und am Ende landen die Ergebnisse ungenutzt in der Schublade. Diese Episode ist ein Weckruf für alle Forschenden und angehenden Gründer:innen. Du erfährst aus erster Hand, warum eine brillante Erfindung noch lange keine echte Innovation ist und wie du die tödliche Lücke zwischen Universität und freier Wirtschaft, in der so viele Spin-offs scheitern, erfolgreich überwindest.
Über den Gast:
3 unbezahlbare Learnings aus dieser Folge:
Die "Transrapid"-Strategie für den Technologietransfer: Warum ein einmaliger Wechsel in die Wirtschaft nicht reicht. Prof. Kampker erklärt, warum Gründer:innen dauerhafte Brücken (und keine Einbahnstraßen) bauen müssen, um die Liquiditäts- und Skalierungshürden in Deutschland zu meistern.
Radikale Verantwortungsübergabe: Wie man am Lehrstuhl ein unternehmerisches Mindset erzwingt. Wer Freiheiten will, muss ab Tag 1 Verantwortung übernehmen – inklusive echter Fehlerkultur, bei der der Professor sich nicht wegduckt, sondern sich schützend vor das Team stellt, wenn etwas schiefgeht.
Das "Innovationszonen"-Prinzip: Warum Deutschland nicht zwingend weniger Bürokratie, sondern ein neues Mindset und physische Freiräume braucht, in denen Zukunftstechnologien abseits starrer Regularien sofort ausprobiert werden können.
Kapitel & Timecodes:
00:00:00 Intro & Der wahre Antrieb: Warum Forschung nicht in die Schublade gehört
Links & Ressourcen:
Website: Startups from Science
UNIPRENEURS Initiative: unipreneurs.de
Warum du diese Folge hören solltest:
Über den Gast:
3 unbezahlbare Learnings aus dieser Folge:
Die Beschaffungs-Falle umgehen: Eine einfache Bestellung dauert an der Universität oft sechs bis neun Monate. Prof. Fitzek nutzt Startups gezielt als agile "Speedboote", um Entwicklungszyklen auf einen einzigen Tag (Stichwort: Amazon-Bestellung) zu verkürzen.
Die "Gratis-Arbeit"-Regel: Baue als Deep Tech Startup niemals unbezahlte Demonstratoren für die Großindustrie. Du verbrennst Ressourcen, ohne ein skalierbares Business aufzubauen.
Die Patent-Illusion: Patente sind wichtig für Investoren und das eigene Portfolio, aber überschätze niemals ihre Macht. Prof. Fitzek teilt eine bittere Erfahrung aus Dallas, bei der 50 wasserdichte Kernpatente gegen 1.000 profane "Toaster-Patente" eines Großkonzerns verloren haben.
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Legitimität ist alles (Fake it till you make it): Wie man als winziges Spin-off durch clevere Improvisation (und geliehene Büroschilder) selbst das Top-Management eines Weltkonzerns von sich überzeugt.
Die "Third Wave" der Ideenfindung: Warum die erste und zweite Geschäftsidee meistens nichts taugen und wie du aus einer 360-Grad-Marktperspektive echte Probleme statt künstlicher Bedarfe identifizierst.
Der wichtigste Vertrag an Tag 1: Warum bis zu einem Drittel aller Startups am Team zerbrechen und weshalb ein Budget von 1.000 bis 3.000 Euro für einen anwaltlichen Gesellschaftsvertrag die beste Versicherung für Gründer-Freundschaften ist.
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Das Ökosystem entscheidet über B2B-Erfolg: Warum das Ruhrgebiet für Deep-Tech-Startups (MedTech, Energy) durch etablierte Industrie-Netzwerke oft besser geeignet ist als die B2C-Metropole Berlin – und warum Gründer maximal mobil sein müssen.
Machen schlägt Planen: Anstatt Monate in Businesspläne und Pitch-Decks zu stecken, sollten angehende Gründer KI- und agentenbasierte Tools nutzen, um innerhalb kürzester Zeit ein Minimum Viable Product (MVP) zu bauen und echtes Kunden-Feedback einzuholen.
Der radikale Perspektivwechsel beim Risiko: Die Chance auf eine Professur in der Chemie liegt bei 1-2 Prozent. Das Risiko in der Wissenschaftskarriere ist ungleich höher als eine Startup Gründung, die im schlimmsten Fall nach einem Jahr wertvollste Praxiserfahrung für den Arbeitsmarkt liefert.
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Patente schlagen Publikationen: Ein starkes Patentportfolio ist das absolute Fundament für Startups in der Chemie. Ohne gewerbliche Schutzrechte gibt es keinen Markterfolg – eine Publikation allein baut kein Unternehmen.
Das "orthogonale" Team entscheidet alles: Geld und Raum sind anfängliche Hürden, aber das Team verhindert das Scheitern. Du brauchst Treiber, Analytiker und vor allem empathische Köpfe, um Talente zu rekrutieren (Cynora wuchs so von 3 auf 130 Mitarbeitende).
Der brutale Product-Market-Fit: Irgendwann stellt sich nicht mehr die Frage, ob eine Innovation im Labor wissenschaftlich funktioniert. Die einzige Frage lautet: Will der Markt dieses Produkt wirklich haben?
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UNIPRENEURS Initiative: unipreneurs.de
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Der Problem-Solution-Fit in der Forschung: Eine OP-Technik für 24 Patienten im Jahr ist exzellente Wissenschaft, aber kein Business-Case. Lerne, wie Prof. Keeve seine Technologie auf den Markt der dentalen Implantologie (60.000 Zahnärzte) anpasste und eine Ausgründung mit heute 130 Mitarbeitenden schuf.
Die "Robotdog"-Falle: Warum Ingenieure:innen aufhören müssen, dem Chirurgen das Skalpell aus der Hand nehmen zu wollen. Wer Technologie an der Praxis vorbei entwickelt, schadet am Ende dem Patienten.
Der 50-Euro-Schutzschild: Ohne Patentschutz fressen dich Konzerne wie Siemens oder Philips bei lebendigem Leib. Warum das allererste Patent beim DPMA oft nur 50 Euro kostet und wie man strukturierte Brainstormings am Lehrstuhl etabliert.
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UNIPRENEURS Initiative: unipreneurs.de
Glaubst du, dass eine akademische Ausgründung immer bedeutet, sofort sein gesamtes sicheres Leben aufzugeben? Prof. Dr. Olivia Merkel beweist das Gegenteil. In dieser Folge lernst du, wie du IP strategisch im eigenen Start-up behältst, anstatt es einfach an Großkonzerne zu lizenzieren – und wie du dein Team sicher durch das berüchtigte "Valley of Death" der Life-Science-Branche manövrierst.
Über den Gast:
3 unbezahlbare Learnings aus dieser Folge:
Das Filter-Prinzip nutzen: Bootcamps und Uni-Workshops sind nicht nur Theorie, sondern der ultimative Stresstest. Nutze sie, um herauszufinden, ob du die Frustrationstoleranz für den harten Start-up-Alltag wirklich mitbringst.
Risiko minimieren: Gründen muss anfangs nicht existenziell bedrohlich sein. Das RNhale -Team blieb in der Frühphase an der Universität, bis ein EIC Grant die finanzielle Sicherheit für Vollzeitanstellungen im Start-up brachte.
Das "Valley of Death" überleben: Während es in Europa viel präklinisches (Non-Dilutive) Kapital gibt, fehlt oft das große VC-Geld für klinische Phasen. Die Lösung? Entweder bewusst den Schritt in die USA wagen oder als Dienstleistungs-Start-up kluges Bootstrapping betreiben.
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UNIPRENEURS Initiative: unipreneurs.de
20 Professor:innen, die das Startup-Ökosystem an deutschen Hochschulen revolutionieren, stehen in dieser Episode im absoluten Rampenlicht. Für „Working with Startups from Science“ sind wir direkt vor Ort im Allianzforum Berlin bei der Verleihung der UNIPRENEURS Awards.
Unternehmergeist ist im klassischen Wissenschaftssystem oft noch eine Seltenheit. Umso wichtiger sind die akademischen Vorreiter:innen, die mutige Studierende und Forschende auf ihrem Weg zum eigenen Startup nicht nur in der Theorie unterrichten, sondern aktiv ermutigen und als Mentoren begleiten. Aus über 800 Nominierungen der Gründer-Community wurden heute diejenigen ausgezeichnet, die diesen Gründungsspirit authentisch vorleben.
In diesem Video spreche ich mit zwei zentralen Köpfen hinter dem Event:
Johanna Schwan (Stifterverband): Warum es zwingend Vorbilder an Hochschulen braucht und wie der Stifterverband den Transfer von Ideen als wichtige dritte Säule neben Forschung und Lehre fördert.
Matthias Hilpert (Initiator von UNIPRENEUR): Wie seine eigene Start-up-Erfahrung an der LMU München ihn zu diesem Event inspiriert hat und warum diese Auszeichnung das Potenzial zum „Nobelpreis für Entrepreneurship“ hat.
Kapitel / Timestamps:
0:00 - Willkommen in Berlin: Darum geht es bei den Unipreneurs
0:57 - Johanna Schwan (Stifterverband): Warum Unternehmertum an die Hochschulen gehört
3:21 - Matthias Hilpert (Initiator): Die Vision hinter dem Preis & die Macht von Rollenmodellen
6:51 - Outro & exklusive Ankündigung für die nächsten Wochen
Wir machen weiter: In den kommenden Wochen werden wir alle 20 Preisträger:innen in einer exklusiven Podcast-Serie einzeln interviewen!
Abonniere jetzt den Kanal, um keines der Audio-Profile dieser inspirierenden Professor:innen zu verpassen! 🚀
https://podcast.startupsfromscience.com/
Stell dir vor, du entwickelst eine bahnbrechende Technologie, aber deine eigene Universität verklagt dein Startup auf unglaubliche 400 Millionen Dollar. Genau das passierte 1976 im berühmten Genentech-Fall. Wem gehört deine Forschung also wirklich, wenn es plötzlich um die kommerzielle Verwertung geht?
Für Science-Tech-Gründer ist die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft oft ein Minenfeld. Ignorierst du die Spielregeln des Technologietransfers, riskierst du nicht nur wertvolle Patente durch unbedachte Konferenz-Abstracts, sondern verlierst im schlimmsten Fall die Rechte an deiner eigenen Erfindung. Wer hier Fehler macht, verbaut sich den Weg zur erfolgreichen Ausgründung.
In dieser Episode spreche ich mit Ruth Herzog, die über 28 Jahre lang den Technologietransfer am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) geprägt und aufgebaut hat. Als promovierte Biochemikerin, ehemalige Pharmamanagerin bei Roche und TTO-Pionierin bringt sie die Perspektiven beider Welten zusammen. Sie zeigt uns, wie Wissenschaftler:innen und Tech Transfer Offices erfolgreich kooperieren können, anstatt gegeneinander zu arbeiten.
Das erwartet dich in dieser Episode:
Der Genentech-Krimi: Warum unklare Eigentumsverhältnisse an Universitäten in millionenschweren Klagen enden können und wie du das vermeidest.
Die 30-Prozent-Regel: Wie das Arbeitnehmererfindergesetz funktioniert und warum Erfinder (angelehnt an das US-Modell) oft lukrativ an Erlösen beteiligt werden.
Patent vs. Publikation: Warum bereits ein einziger unbedachter Satz in einem Konferenz-Abstract neuheitsschädlich ist und deine Patente wertlos machen kann.
Die harte Realität: Warum schätzungsweise 90 bis 95 Prozent aller Uni-Erfindungen nie wirtschaftlich angewendet werden.
Spin-off Secrets: Warum externe CEOs und Managementexpertise für den Erfolg von wissenschaftlichen Ausgründungen oft entscheidender sind als die Forscher selbst.
Ressourcen & Links:
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🔗 Mehr Infos zum Arbeitnehmererfindergesetz
🔗 Details zum German Spinoff Framework
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Ressourcen & Links:
Webseite: Working with startups from science
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