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Pfarrer Andreas Zingg, Kirchgemeinde Schlosswil
Auffahrt – Jesus verschwindet „in Himmeluche“. Und mit ihm die Frage: Wo ist Gott eigentlich?
Ist er überall? Im Weltall? In der Kirche? Oder in der Kartonkiste unter der Brücke? Dieser nachdenkliche Beitrag lädt dazu ein, unsere Gottesbilder zu hinterfragen. Vielleicht wohnt Gott im Lachen, in Gesprächen, in Schönheit, in einer mathematischen Formel – oder in einem Windhauch in den Bäumen. Gott hat wohl keinen festen Wohnsitz. Aber er ist da. Mal hier. Mal dort. Oder überall.
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Joel Baumann, Pfarrer in Wyssachen
Der Tempel in Jerusalem – einst das größte Bauwerk seiner Zeit. Groß wie ein Stadtviertel, heilig und unnahbar. Und doch: Als Jesus stirbt, zerreißt der Vorhang im Allerheiligsten. Gott kommt heraus – raus aus der Abgrenzung, hinein in die Welt.
Joel Bollmann erinnert uns daran: Wir müssen nicht mehr zu einem bestimmten Ort pilgern, um Gott zu begegnen. Seit Karfreitag kommt Gott uns entgegen. Wo Vergebung geschieht, ist Gott da.
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Andreas Zingg, Pfarrer im Emmental (Schlosswyl, Oberhünigen und Oberthal)
Stau – wir alle kennen das: auf der Autobahn, im Laden oder im Leben. Andreas Zingg nimmt uns mit in einen Moment des Wartens – und entdeckt dabei Unerwartetes:
Blumen, ein Ahornbäumchen, Farbdetails, die sonst verborgen blieben.
Warten ist nicht verlorene Zeit. Es ist geschenkte Zeit.
Zeit, um den Puls zu senken. Zeit, um zu sehen.
Der Prediger sagt: Alles hat seine Zeit. Auch das Stehen im Stau.
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Kurt Zaugg-Ott, reformierter Theologe aus Bern, unterwegs in Italien
Auf dem Velo über den Splügenpass, hinunter ins Chiavennatal – Kurt Zoggott erlebt den Frühling mit allen Sinnen. Besonders der Gesang der Nachtigall, kräftig, ausdauernd, fast überirdisch, bleibt hängen.
Er erinnert an Franz von Assisi, der im Sonnengesang die Erde als Schwester und Mutter würdigt. Ein poetischer, aber kraftvoller Blick auf unsere grüne Welt, auf das, was lebt, wächst und trägt. „Gelobt seist du, mein Herr, für unsere Schwester Mutter Erde …“
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Toni Zulauf, Emmental / aktuell in Schweden
In Schweden wird es täglich heller. Das Licht kehrt zurück – fast unmerklich, aber spürbar.
Toni Zulauf spürt, wie gut das tut. Und erinnert sich an das Wort von Jesus:
«Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern das Licht des Lebens haben.»
Licht – in der Natur.
Licht – im Gespräch.
Licht – als Zeichen von Gott, dass es weitergeht.
Was ist dein Lichtmoment?
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Rachel Drollinger, Pfarrerin in Biglen
«Es war einmal … und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.»
So enden Märchen. Mit Hoffnung. Mit Happy End.
Rachel Trollinger erzählt, warum sie nur Filme mit gutem Ende mag – und wie sehr sie sich wünscht, dass auch unsere Welt manchmal so wäre.
Aber mitten in all dem Leid hält sie sich an ein Versprechen:
«Denn ich weiss wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides. Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben.» (Jeremia 29,11)
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Andreas Nufer, Kloster Kappel
Heute vor 150 Jahren wurde der Metervertrag unterschrieben. 17 Länder – darunter auch die Schweiz – einigten sich auf gemeinsame Masseinheiten: Meter und Kilo.
Was das mit Glaube und Gemeinschaft zu tun hat?
Sehr viel! Denn wer zusammenleben will, braucht gemeinsame Regeln – nicht nur in der Physik, sondern auch im Geistlichen.
Andreas Nufer erinnert uns daran, dass echte Freiheit nicht bedeutet, alles tun zu dürfen – sondern darin liegt, dass wir uns so begegnen, dass alle frei bleiben können.
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Yvonne Peyer, Buchhändlerin & Laienpredigerin in Ausbildung
Yvonne Peyer erzählt heute, wie das Buch „Unter Heiden – Warum ich trotzdem Christ bleibe“ von Tobias Haberl ihr Herz berührt und ihren Glauben gestärkt hat.
Was passiert, wenn man plötzlich zurückfindet – zu Gott, zur Kirche, zum Glauben?
Und wie erklärt man das in einer Gesellschaft, in der Glaube oft belächelt oder ignoriert wird?
Haberl bleibt ehrlich und lebensnah. Kein verstaubter Dogmatismus, sondern eine Einladung zum Denken, Glauben – und Feiern.
Ein Buch, das Hoffnung macht – auch für die Kirche von morgen.
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Andreas Zingg, Pfarrer im Emmental
Auch Gott war mal müde. Nach der Schöpfung. Auch Jesus war erschöpft – von uns Menschen. Warum also sollten wir nicht müde sein dürfen?
Andreas Zingg spricht ehrlich über das, was uns ausbremst: Müdigkeit. Aber auch darüber, wie sie zum Segen werden kann. Denn: Wer müde ist, kann wieder neu gestärkt werden.
Gott schenkt Kraft – jeden Tag neu.
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Joel Baumann, Pfarrer in Wyssachen
Unsere Lippen – empfindlicher als unsere Fingerspitzen. Mit ihnen sprechen, küssen, trösten, verletzen wir. Und manchmal, wie Jesaja, erkennen wir: Ich bin nicht würdig.
Jesaja sagt: „Ich bin ein Mann mit unreinen Lippen.“ Doch statt Strafe kommt Vergebung.
Ein Engel berührt seine Lippen – und reinigt sie. Gott ruft. Und Jesaja antwortet: Hier bin ich. So spricht Joel Baumann über die Heiligkeit Gottes, über Furcht, aber auch über Berufung und Hoffnung.
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