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Tims dringender Hinweis an alle Zuhörer: Zum November 2026 ändern sich die Formate für ausgehende SEPA-Überweisungen, Cross-Border-Payments und Kundenlastschriften. Wer nicht umstellt, kann im Worst Case ab November aus dem ERP-System gar nichts mehr automatisch zahlen oder einziehen – manuell in der Bank geht natürlich weiter. Die Banken handhaben es unterschiedlich: Bei manchen ist im November Schicht im Schacht, andere gewähren Karenzzeiten, wieder andere halten die Hand auf und berechnen die Konvertierung alter Strukturen.
Nach kurzem Hitze-Smalltalk (Hamburg endlich unter 20 Grad, Wien noch bei 25) geht's um den SpaceX-Börsengang. Investiert hat keiner von beiden: Fabians Depot steckt komplett in SaaS-Aktien und wartet auf die Trendwende, Tim bleibt „langweilig" bei ETFs. Fabian will sich aber noch das IPO-Prospectus aus Prüfersicht vornehmen – da stünden Bonbons drin, die man in DAX-Lektüre so nicht findet.
Diese Woche bei WTF?! mal was anderes. Fabian war zu Gast bei Julian Molitor im Finance & Data Podcast — und das Gespräch war zu gut, um es euch vorzuenthalten. Finance-Transformation, Forecasting-Bullshit und warum Agents alle toll finden, aber Autonomie dann doch nicht so. Nächste Woche sind Fabian und Tim wieder wie gewohnt für euch am Start. Bis dahin — viel Spaß!
KI macht Finance-Jobs überflüssig – zumindest laut den Leuten, die gerade Finance-Stellen bei Anthropic ausschreiben. Tim und Fabian reden Klartext über die Ironie hinter den großen KI-Versprechen.
Dazu: Warum die Token-Kosten für echte Agent-Setups explodieren und aus „10 Euro pro Nase" schnell eine halbe Million Zusatzkosten pro Developer werden. Was TSMC mit Nvidia-Chips, Gaming-Hardware-Preisen und dem nächsten geopolitischen Bottleneck zu tun hat. Und warum Vibe-Coding tatsächlich funktioniert – wenn man bereit ist, durch das Tal der Tränen zu laufen.
Kein Bla-Bla. Dafür zwei Leute, die ISO-20022-Payment-Codes in Minuten statt Tagen recherchieren und sich fragen, ob die Experimentierphase mit KI wirklich schon vorbei ist.
„SaaS ist tot!" – so schallt es gerade durch die Tech- und VC-Welt. SAP verliert 17% Aktienwert, Workday und Oracle werden abgestraft, und überall heißt es: Vibe-Code dir dein eigenes ERP. Aber stimmt das wirklich?
In dieser Folge nehmen Tim und Fabian die These auseinander. Ein ehemaliger DAX-Vorstand und heutiger VC-Partner sagt: SaaS ist kein Thema mehr. Der Markt reagiert panisch. Aber wenn man genauer hinschaut – wer soll bitte ein ERP mit SOX-Anforderungen, GoBD-Konformität und Auditierbarkeit mal eben mit Claude zusammencoden?
Wir sprechen über:‣ Warum die Aktienkurse der großen ERP-Player gerade einbrechen‣ Die Make-or-Buy-Entscheidung im KI-Zeitalter‣ Für wen Vibe Coding tatsächlich Sinn macht – und für wen nicht‣ Neue Player wie Campfire und Light vs. die etablierten Giganten‣ Fabians Selbstversuch mit OpenClaw – und warum er es wieder abgeschaltet hat
Unser Take: SaaS is dead? Long live SaaS. Die Rechnung, dass sich ein selbstgebautes ERP für die Mehrheit der Unternehmen lohnt, wollen wir erstmal sehen.
In dieser Episode zerlegen wir, warum ERP-Projekte so häufig mittelmäßig bleiben, warum die "eierlegende Wollmilchsau" als Key User ein Mythos ist, und ob Large Accounting Models wirklich die Zukunft sind – oder nur teurer Strom.
Warum scheitern so viele ERP-Projekte?
Nicht an der Technologie. Nicht am Budget. Sondern an Menschen, die jeden Knopf im System ausprobieren müssten – es aber nicht tun.
Tim teilt seine Autodidakt-Philosophie: "Ich habe mir alles beigebracht, indem ich jeden einzelnen Knopf ausprobiert habe. I kid you not." Das Problem: Diese Mentalität ist selten. Fabian schätzt: Nur 5-10% der Key User bringen diese Kombination aus Finance-Wissen und Tech-Neugier mit.
Dazu kommt das Pareto-Prinzip der Beraterwelt: 80% haben keine Ahnung von ihrem Job – und es fällt im Alltag nicht auf. Außer du wirst operiert. Oder dein ERP-Projekt explodiert.
Ein Recruiter brachte es auf den Punkt: "Wenn Sie sich über den Tagesatz vom Profi ärgern – was glauben Sie, wie teuer der Amateur ist?"
Außerdem im Programm:
Plus: Fabian kauft gehebelte Nvidia-Optionen und bereitet sich auf den Mann mit dem Kuckuck-Kleber vor.
Wir lassen uns in dieser Folge einmal thematisch von allen KI Modellen unterstützen, für die noch Subscription-Money da ist. Was ist das Ergebnis?
"Von 1,6 auf 4,3 Milliarden Euro - und warum KI trotzdem nicht alle Probleme löst"
Katharina, SVP Accounting & Tax bei Hugo Boss, hat in 17 Jahren ein explosives Wachstum mitgestaltet und dabei gelernt: Menschen und Prozesse first, Technologie second. In unserem Gespräch erklärt sie, warum Steuerberater auch in 500 Jahren noch gebraucht werden, wie sie vier Generationen im Team führt und warum ihre Tochter sie zur besseren Führungskraft gemacht hat.
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