Zeitlupe – Der Podcast über Sport und Geschichte

Zeitlupe – Der Podcast über Sport und Geschichte

By L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel StiftungSociety & CultureScienceSocial SciencesHistory
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Zeitlupe – Der Podcast über Sport und Geschichte episodes

  • L.I.S.A. - Berliner Fußball im Nationalsozialismus
    Hunderte Vereine, eine breit aufgestellte Arbeiter­sport­bewe­gung und zahlreiche Spitzen­mann­schaften: Berlin war um 1930 eine absolute Fuß­ball­hoch­burg. Doch wie ver­än­derte sich diese vielfältige Vereinslandschaft nach der national­sozia­lis­tischen Macht­über­nahme 1933? Mit der neuen Ausgabe von „Zeitlupe“ setzen wir unsere Serie zu Fußballvereinen im National­sozia­lis­mus fort, wobei das Hauptaugenmerk diesmal nicht auf einem einzelnen Club liegt, sondern die Entwicklungen im Berliner Fußball insgesamt thematisiert werden. Anhand verschiedener Vereine, darunter des BFC Viktoria 1889, dessen Vorsitzender Otto Colosser von den National­sozia­listen bedroht und aus dem Amt gedrängt wurde, sprechen wir über die Mecha­nis­men der Gleichschaltung im Fußball. Gesprächs­partner ist der Historiker und Politik­wissen­schaft­ler Julian Rieck, der sich intensiv mit der Geschichte des Berliner Fußballs zwischen 1933 und 1945 beschäftigt hat.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_podcast_berlin_fussball_nationalsozialismus
    1 hr 36 min
  • L.I.S.A. - Real Madrid, Barça und Spaniens Fußball unter Franco
    Real Madrid als Klub des Franco-Regimes, der FC Barcelona als Symbol des katalanischen Widerstands: Mit diesem Dualismus wird die Geschichte des spanischen Fußballs häufig erzählt. In dieser Folge von „Zeitlupe“ durchstreifen wir mit dem Historiker Julian Rieck fast 100 Jahre spanischer Fußballgeschichte – vom ersten Clásico 1902 über den Spanischen Bürgerkrieg und die Franco-Diktatur bis zur Transición. Wir widmen uns legendären, aber auch umstrittenen Figuren wie Santiago Bernabéu, Alfredo Di Stéfano und Raimundo Saporta, den politischen Verflechtungen Real Madrids mit dem Franco-Regime und der Frage, welche Rolle der FC Barcelona als vermeintlicher „Widerstandsklub“ im Franquismus tatsächlich spielte. Dabei zeigt sich: Fußball war und ist in Spanien weit mehr als nur Sport.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_real_barca_und_der_spanische_fussball_unter_franco
    1 hr 42 min
  • L.I.S.A. - Wie Judo und Jiu-Jitsu nach Deutschland kamen
    Die Öffnung Japans im späten 19. Jahrhundert bewirkte eine Vielzahl an wechsel­seitigen Einflüssen, die sich in Westeuropa in der Kunst und im Design, aber auch im Sport nieder­schlu­gen: Japanische Kampfkunst­meister präsen­tier­ten in populären Show­kämpfen ihre Techniken. Nach dem Ersten Weltkrieg etablierte sich nicht zuletzt in Deutschland schnell eine Kampfsportszene, die einerseits die Lehren aus Japan adaptierte, aber auch eigene Wege beschritt. Wie wurden Jiu-Jitsu und Judo in der Anfangszeit in Deutschland praktiziert? Und mit welchen Theorien versuchten die Kampfsportpioniere vor dem Hintergrund des auf­kom­men­den nationalistischen und völkischen Denkens ihren Sport als etwas „urdeutsches“ dar­zu­stel­len? Darüber haben wir in der neuen Folge von „Zeitlupe“ mit dem Historiker Dr. Marcus Coesfeld gesprochen.
    Der Experte: Dr. Marcus Coesfeld ist seit 2024 Direktor des Museums „Keltenwelt am Glauberg“, einem von zwei Standorten des Archäologischen Landesmuseums Hessen. Der Historiker, Lehrer und Museumspädagoge wurde an der Universität Duisburg-Essen zur Geschichte von Judo und Jiu-Jitsu in Deutschland promoviert. Die Dissertation erschien 2026 unter dem Titel „Japanischer Kampfsport im Deutschen Reich“.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_wie_judo_und_jiu_jitsu_nach_deutschland_kamen
    1 hr 22 min
  • L.I.S.A. - Faszination Sport. Von der Antike bis zur Fußball-WM
    Sportereignisse schaffen immer wieder gemeinschaftsstiftende Erlebnisse und Begegnungen, die lange im Gedächtnis bleiben. Gleichzeitig ist der Sport kein Allheil­mittel: Bisweilen macht er bestehende Bruch­linien und gesell­schaft­liche Spaltungen besonders sichtbar, immer wieder wird er politisch instrumen­ta­li­siert. Worin besteht also die Faszination des Sports? Wie alt ist sie und wie gelingt es dem Sport sich immer wieder gegenüber politischen, wirtschaft­lichen oder reli­giö­sen Logiken zu behaup­ten? Darüber haben wir mit dem Althistoriker und Experten für die Geschichte des antiken Sports Prof. Dr. Christian Mann (Universi­tät Mann­heim) gesprochen: eine Tour de Force durch die Sport­geschichte – vom Sport im antiken Griechen­land bis zu den globalen Sportevents der Gegenwart.
    Diese Podcastfolge wurde im Rahmen des Jubiläums­festes zum 50jährigen Bestehen der Gerda Henkel Stiftung am 18. Juni 2026 vor Publikum aufge­zeich­net.
    Der Experte: Prof. Dr. Christian Mann ist Lehrstuhlinhaber für Alte Geschichte an der Universität Mannheim. Christian Mann erforscht die griechische und römische Geschichte in ihren langen Traditions­­linien, die bis zur heutigen Gesell­schaft reichen. Zu seinen Forschungs­schwer­punk­ten zählen neben der Geschichte der antiken Demo­kratie und Demagogie seit langem die antike Sportgeschichte. Auf diesem Gebiet veröffentlichte er zuletzt die Monographie „Griechische Athleten. Eine Sozialgeschichte“ (2025), die im Rahmen eines Opus Magnum-Stipen­di­ums der Volkswagen­Stiftung entstanden ist. Seit 2022 ist Christian Mann Mitglied des Wissen­schaft­lichen Beirats der Gerda Henkel Stiftung.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_faszination_sport
    47 min
  • L.I.S.A. - Das Ballspiel der Maya
    Mexiko, das zusammen mit Kanada und den USA die Fußball-Welt­meister­schaft 2026 aus­rich­tet, hat eine lange Ballspiel­tradi­tion, die weit über die Zeit der spanischen Erobe­rung hinaus­reicht. Tatsächlich war das Ballspiel eines der wesentlichen verbindenden Elemente aller mesoamerikanischen Kulturen. Die Maya waren geradezu ballspiel­verrückt: Im Maya-Kern­gebiet haben Archäologen mehr als 3.000 Ballspielplätze identifizieren können. Wie und nach welchen Regeln wurde aber auf diesen Plätzen gespielt? Und welche politische und religiöse Bedeutung hatte das Ballspiel für die Maya? Darüber haben wir in der neuen Folge von „Zeitlupe“ mit dem Archäologen und Maya-Experten Dr. Nicolaus Seefeld (Bonn) gesprochen.
    Dr. Nicolaus Seefeld (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) ist Archäologe mit dem Schwerpunkt Mesoamerika. Er ist seit 2018 Leiter eines Forschungsvorhabens zum Massengrab von Uxul und der Funktion ritueller Gewalt in der klassischen Maya-Gesellschaft, das von der Gerda Henkel Stiftung unterstützt wurde.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_maya_ballspiel
    1 hr 7 min
  • L.I.S.A. - Hamburger SV – Fußballvereine im Nationalsozialismus (3)
    Otto „Tull“ Harder und Asbjørn „Assi“ Halvorsen zählten in den 1920er- und 1930er-Jahren zu den großen Legenden des Hamburger SV. Gemeinsam führten sie den Verein 1923 und 1928 zu den ersten Meister­titeln der Vereins­ge­schich­te. Der Norweger Halvorsen galt als einer der ersten auslän­di­schen Stars im deutschen Fußball, während Harder nach Uwe Seeler bis heute der erfolg­reichste Torschütze des HSV ist. Doch mit der Macht­über­nahme der National­sozia­listen trennten sich ihre Wege radikal: Halvorsen verließ Deutschland, Harder wurde KZ-Aufseher. Am Ende des Zweiten Welt­kriegs kreuzten sich die Wege von „Tull“ und „Assi“ 1945 noch einmal – unter völlig veränderten Vorzeichen.
    In dieser Folge von „Zeitlupe“ sprechen wir mit Paula Scholz, Mitarbeiterin der KZ-Gedenk­stätte Neuengamme und Mitglied des „Netz­werks Erinne­rungs­arbeit“, über den Hamburger SV im National­sozia­lis­mus, die Biografien von Harder und Halvorsen sowie die Frage, wie der Verein und die Fan­szene des HSV heute mit diesem dunklen Kapitel der eigenen Geschichte umgehen.
    Die Expertin: Paula Scholz ist wissen­schaft­lich-päda­go­gische Mitarbeiterin in der Abteilung Bildung und Studien­zen­trum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Dort ver­ant­wor­tet sie die Organisation und kon­zep­tio­nel­le Weiter­­ent­wick­lung der Erwachsenen­bildung.
    Die Politologin und Kriminologin begann 2014 als studentische Hilfskraft an der Gedenkstätte und initiierte unter anderem die Sonderausstellung „Hamburger Fußball im National­sozia­lis­mus“. Sie engagiert sich in verschiedenen Kontexten der histo­risch-poli­tischen Bildungs- und Erinnerungs­arbeit, unter ande­rem im „Netzwerk Erinne­rungs­arbeit“ des Hamburger SV. Ihre Master­arbeit widmete sie dem Fußball in der Weimarer Republik.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_hamburger_sv_fussball_nationalsozialismus_hsv
    1 hr 9 min
  • L.I.S.A. - 1. FC Nürnberg – Fußballvereine im Nationalsozialismus (2)
    Anfang der 1930er Jahre ist der 1. FC Nürnberg einer der erfolgreichsten Fußball­vereine Deutschlands und steht für schichten­über­grei­fen­de Fußball­­be­geis­terung und Sportsgeist. Doch ausgerechnet der angesehene Trainer des „Clubs“, Jenő Konrád, wird 1932 zum Opfer einer antisemi­ti­schen Kampagne der lokalen National­sozia­listen. Nicht einmal ein Jahr später wird der Verein den Aus­schluss seiner jüdischen Vereins­mit­glieder be­schließen – und sich Stück für Stück in den Dienst der NS-Herr­schaft stellen. In der neuen Folge von „Zeitlupe“ zeich­nen wir mit dem Zeit­histo­ri­ker Dr. Matthias Braun die Geschichte des 1. FC Nürnberg im National­sozia­lismus nach und blicken auch darauf, wie der „Club“ nach 1945 mit diesem Erbe umging.
    Der Experte: Dr. Mathias Braun ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Geschäfts­bereich Kultur der Stadt Nürnberg und ist dort in der Stabsstelle „Ehemaliges Reichs­partei­tags­gelände Zeppelin­tribüne/ Zeppelinfeld“ tätig. Der Historiker wurde mit einer Biographie des national­sozia­lis­tischen Bürger­meisters von Nürnberg, Willy Liebel, promoviert: Hitlers liebster Bürger­meister. Willy Liebel (1897-1945), Nürnberg 2012.
    Weiterführende Literatur:
    Braun, Matthias: Der 1. FC Nürnberg und die „Stadt der Reichs­partei­tage“ – Verein und national­sozia­lis­tische Kommu­nal­politik, in: Stadt­ar­chive in der Metropol­region Nürnberg (Blog), 14. März 2025, https://stadtarchive-metropolregion-nuernberg.de/der-1-fc-nuernberg-und-die-stadt-der-reichsparteitage-verein-und-nationalsozialistische-kommunalpolitik/.
    Siegler, Bernd: Heulen mit den Wölfen. Der 1. FC Nürnberg und der Ausschluss seiner jüdischen Mitglieder, Fürth 2022.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_nuernberg_fussball_nationalsozialismus
    1 hr 43 min
  • L.I.S.A. - Borussia Dortmund – Fußballvereine im Nationalsozialismus (1)
    Borussia Dortmund ist heute einer der größten Fußballvereine Deutschlands. Bis in die 1930er Jahre spielte der BVB jedoch unterklassig, erst 1936 gelang der Sprung in die erstklassige Gauliga. Prägende Figur dieser Zeit war der Nationalstürmer August Lenz. Ein Jahr nach dem Aufstieg wurde der „blonde August“ Mitglied der NSDAP. Und er war nicht der einzige „Braune“ bei den Schwarz-Gelben: Auch andere Spieler und Funktionäre des BVB waren in das national­sozialistische System verstrickt. Doch wie weit reichte die Loyalität zum Regime? Gemeinsam mit der Dortmunder Historikerin Katharina Wojatzek beleuchten wir das widersprüchliche Bild eines Arbeitervereins im „Dritten Reich“.
    Die Expertin: Katharina Wojatzek studierte Geschichtswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Stadtarchiv Dortmund und arbeitet an einer Dissertation zur „Arisierung“ in Dortmund. Gemeinsam mit Rolf Fischer veröffentlichte sie 2024 die Studie „Borussia Dortmund in der Zeit des Nationalsozialismus 1933–1945“.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_borussia_dortmund_fussball_nationalsozialismus
    59 min
  • L.I.S.A. - Antike Athleten (3) – Siegerinnen
    Lange war sich die Wissenschaft sicher, „dass das olympische Fest ausschließlich eine Sache von Manns­leuten war, und dass man die Weiber davon drako­nisch fernhielt“ (so der bedeu­ten­de Kultur­historiker Jacob Burckhardt). Tatsächlich war Frauen während der antiken olym­pi­schen Spiele die Anwesen­heit an den Sport­stätten verboten. Das hieß aber nicht, dass Frauen keine olym­pi­schen Siege erringen konnten, wie es etwa der sparta­ni­schen Prinzessin Kyniska und vielen weiteren Frauen gelang. Und bei anderen Wett­kämpfen waren Mädchen und Frauen keines­wegs so ausge­schlossen wie in Olympia. Wie groß ihr Anteil an der antiken griechischen Sportkultur war, darum geht es in der neuen Folge von „Zeitlupe“.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_antike_athleten_03
    56 min
  • L.I.S.A. - Antike Athleten (2) – Ein Lob dem Sieger
    War ein Athlet im antiken Griechenland bei den Olympischen Spielen oder einem anderen bedeutenden Wettkampf siegreich, winkten ihm zu Hause in seiner Heimat­stadt Anerkennung und Prämien. Aber die Sieger taten auch selbst einiges dafür, damit ihr Triumph nicht in Verges­­sen­­heit geriet. Sie ließen Sieges­monu­mente errich­ten mit eingravierten Gedichten, die von ihrem Erfolg kün­de­ten. Die Selbst­­dar­­stel­­lung der Athleten ermöglicht einen beson­deren Zugang zum antiken Sport: Warum die Thebaner vor allem auf den Jugend­sport setzten, die Spartaner stolz auf die „rohe Kraft“ ihrer Ringer waren und die Dynastie der Ptolemäer ihre Erfolge bei Pferde­rennen heraus­strichen – um all dies geht es im zweiten Teil von „Antike Athleten“.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_antike_athleten_02
    47 min

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In diesem Podcast erzählen wir Episoden aus der Sportgeschichte.