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Was unsere Haltung über unser Alter verrät – und wie wir mit kleinen Veränderungen Schmerzen vorbeugen können
Haltung ist mehr als die Frage, ob wir gerade sitzen oder einen geraden Rücken haben. Sie beeinflusst, wie wir uns bewegen, wie wir wahrgenommen werden und kann auch mit Schmerzen zusammenhängen.
In dieser Folge spricht Helga Pražak mit Benedikt Liem, Physiotherapeut und Vortragender im Universitätsmodul „Active Aging“, über Haltung, Schmerz und unsere alltäglichen Bewegungsmuster.
Dabei geht es um eine wichtige Erkenntnis: Es gibt nicht die eine perfekte Haltung. Entscheidend ist vielmehr, dass wir den Körper vielseitig bewegen. Wer stundenlang in derselben Position verharrt, belastet ihn anders als jemand, der seine Position immer wieder verändert, sich aufrichtet und zwischendurch bewegt.
Benedikt erklärt, warum sich Bewegungs- und Haltungsmuster über Jahre einschleifen, welche Rolle unser Gehirn dabei spielt und warum Training allein nicht automatisch unsere Alltagsbewegungen verändert.
Auch das Thema Schmerz wird aus einer anderen Perspektive betrachtet: Ein MRT-Bild erzählt nicht die ganze Geschichte. Schmerzen entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel körperlicher, neurologischer, psychischer und sozialer Faktoren. So können Menschen deutliche Veränderungen an der Bandscheibe haben, ohne Schmerzen zu verspüren und umgekehrt können Schmerzen auftreten, ohne dass ein entsprechender Befund vorliegt.
Besonders interessant wird es bei den Alltagsbewegungen: Wie stehen wir auf? Wie bücken wir uns? Wie knien wir uns hin? Wie halten wir unser Handy? Solche Bewegungsmuster wiederholen wir oft tausende Male, ohne darüber nachzudenken.
Helga erzählt von ihren eigenen Schmerzen im Iliosakralgelenk und davon, wie die bewusste Veränderung ihres Aufstehens einen erstaunlichen Unterschied machte.
In dieser Folge erfahren Sie:
Die wichtigste Botschaft:
Eine Folge, die dazu einlädt, den eigenen Körper im Alltag wieder etwas genauer zu beobachten.
Zeitpolster Folgen zum Thema Bewegung:
Nr. 5 mit Toni Innauer: Wie man körperlich und mental fit bleibt
Nr. 64 mit Robert Fritz: Bewegung im Alter
Wie unsere Vorstellungen vom Älterwerden unser Leben beeinflussen
Wie stellst du dir dein eigenes Alter vor – mit 80, 90 oder 100 Jahren? Gesund und aktiv, umgeben von Menschen? Oder denkst du eher an Rückzug, Einschränkungen und Einsamkeit?
In dieser Folge spricht Helga Pražak mit Mag. Dr. Christina Ristl, Psychologin und Altersforscherin an der Universität Wien, über unsere Altersbilder – jene Vorstellungen und Erwartungen, die wir vom Älterwerden haben. Helga nennt sie unser „inneres Drehbuch“.
Viele dieser Bilder entstehen schon früh: durch Familie, Medien, Geschichten und Begegnungen mit älteren Menschen. Später übertragen wir sie auf unser eigenes Leben. Und sie bleiben nicht ohne Wirkung: Forschung zeigt, dass Altersbilder unser Verhalten, unsere sozialen Beziehungen, unsere Gesundheit und sogar unsere Lebenserwartung beeinflussen können.
Doch auch ein ausschließlich positives Ideal vom Alter kann zum Klischee werden. Nicht jede und jeder muss mit 80 Marathon laufen oder ständig auf Reisen sein. Alter ist Vielfalt – und es gibt nicht den einen richtigen Weg, alt zu werden.
Christina und Helga sprechen darüber,
Am Ende wird es persönlich: Helga erzählt von ihrem „Anker in der Zukunft“ – ihrem Bild davon, wie sie mit 94 leben und sich fühlen möchte.
Vielleicht lautet die entscheidende Frage also nicht: Wie werde ich alt?
Links:
Christina Ristl, Universität Wien
Studie von Christina Ristl "Persönliche Erwartungen ans Älterwerden formen unser Sozialleben"
Folgen mit Helga Prazak als Gast:
Alter wird häufig mit Verlust, Einschränkungen und Pflegebedürftigkeit verbunden. Sonja Schiff plädiert für einen anderen Blick: Auch schwierige Veränderungen gehören zum Leben – und selbst bei Unterstützungs- oder Pflegebedarf können Lebensqualität, Ziele und Selbstbestimmung erhalten bleiben.
In dieser Folge sprechen wir unter anderem darüber,
Sonjas Botschaft: Älterwerden bedeutet nicht, dass das Leben immer kleiner werden muss. Es kann auch eine Lebensphase sein, in der Neues entsteht, Erfahrungen anders genutzt werden und wir bewusster entscheiden, was uns wirklich wichtig ist.
Zu Gast: Sonja Schiff – Alterswissenschaftlerin, ehemalige Altenpflegerin, Autorin, Referentin und DJ Vintage Venus.
Über den Zeitpolster Podcast:
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KI im Alltag: Chancen und Grenzen
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Wie verändert Künstliche Intelligenz das Leben älterer Menschen – und wo liegen ihre Grenzen?
In dieser Podcastfolge sprechen Lukas Wagner und Marco Mosburger über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz im Alltag. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie KI insbesondere ältere Menschen unterstützen kann – etwa bei Übersetzungen, der Reiseplanung, im Umgang mit Sehbehinderungen oder in der Pflege.
Gemeinsam beleuchten die Gesprächspartner nicht nur praktische Anwendungen, sondern auch die damit verbundenen Herausforderungen. Wie viel Vertrauen dürfen wir KI-Systemen entgegenbringen? Was passiert mit unseren persönlichen Daten? Und kann Technologie dabei helfen, Einsamkeit im Alter zu reduzieren?
Die Folge zeigt, welche Chancen KI im privaten und beruflichen Umfeld bietet, welche Risiken beachtet werden sollten und warum eine gesunde Skepsis im Umgang mit neuen Technologien unverzichtbar ist.
In dieser Folge geht es unter anderem um:
Zentrale Aussagen
„KI ist kein Freund, sondern ein Werkzeug.“
„Vertrauen in KI erfordert Skepsis.“
In dieser Folge sprechen wir mit Sophie Rosentreter, Demenzaktivistin, ehemalige TV-Persönlichkeit und engagierte Stimme für einen menschlicheren Umgang mit Demenz. Sophie erzählt von ihrer persönlichen Reise, davon, wie prägende Erfahrungen ihr Leben verändert haben, und warum sie sich heute mit so viel Herzblut für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen einsetzt.
Im Gespräch geht es darum, wie wir Demenz als Gesellschaft besser verstehen können: weg von Angst, Unsicherheit und Stigmatisierung – hin zu Empathie, echter Begegnung und mehr Achtsamkeit im Alltag. Sophie gibt praktische Impulse für die Kommunikation mit Menschen mit Demenz und zeigt, warum es so wichtig ist, im Moment zu bleiben, zuzuhören und die Welt des Gegenübers ernst zu nehmen.
Eine Folge über Aktivismus, Pflege, Biografiearbeit, Trauer, Authentizität und die Frage, was im Leben wirklich zählt.
In dieser Folge erfährst du:
Links:
Demenz neu verstehen – die Stimme der Betroffenen
Demenz zählt zu den größten Ängsten des Älterwerdens. Doch in dieser Folge geht es bewusst nicht um Diagnosen, Zahlen oder medizinische Details.
Das erwartet Sie in dieser Folge:
Links:
Promenz
Promenz Verständnis Modell
Gedanke zum Mitnehmen
Wir sprechen in dieser Folge darüber, warum es vielen Menschen so schwerfällt, sich mit dem eigenen Lebensende auseinanderzusetzen, und was sich verändert, wenn wir genau das tun. Maria Eibel gibt berührende Einblicke aus ihrer Arbeit in der Hospizkultur und Palliative Care – und zeigt, was Menschen am Lebensende wirklich brauchen.
Darum geht’s in dieser Folge:
Zentrale Gedanken aus dem Gespräch:
Sich mit dem Sterben auseinanderzusetzen, kann helfen, bewusster zu leben
Viele Ängste verlieren an Gewicht, wenn offen darüber gesprochen wird
Am Lebensende zählen oft Beziehungen, Nähe und unausgesprochene Dinge mehr als alles andere
Es gibt kein „perfektes“ Begleiten – aber echtes Dasein macht den Unterschied
Links:
Hospiz Österreich
Juristisches Wissen für das Lebensende (Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Erwachsenenschutzgesetz etc.)
Podcast: Sterben ist das Allerletzte
In dieser Episode des Zeitpolster-Podcasts spricht Gernot Juchum-Müller mit Markus Müller über dessen bemerkenswerte Reise vom Europa CEO von Blackberry zum Hospizbegleiter und Gründer der Nui App. Die NUI App ist für pflegenden Angehörigen gemacht und unterstützt diese durch Organisation für alle Familienmitglieder, freunde Nachbarn und Dienste. Bietet aber auch Fachwissen und Unterstützung für Anträge etc.
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Link zum Buch: (https://www.nui.care/)https://shop.haufe.de/prod/im-angesicht-des-lebens?srsltid=AfmBOooKCdW3FqYC4WE0qXMAUCMYk0rMwPQ4l8tF2QxiglA2yGdh2KKBhttps://shop.haufe.de/prod/im-angesicht-des-lebens?srsltid=AfmBOooKCdW3FqYC4WE0qXMAUCMYk0rMwPQ4l8tF2QxiglA2yGdh2KKB)
Diese Folge beleuchtet ein Thema, das für unsere Gesundheit eine ganz entscheidende Rolle spielt: Stress.
Freue dich auf eine sehr hilfreiche und praktische Folge, bei der bestimmt auch für dich interessante Informationen dabei sind!
Übrigens: Auch auf unserer kostenlosen Lernplattform Learn to Care gibt es Kurse zu diesem Themenbereich.
Weitere Links:
Webseite Barbara Füreder
Gesundheitsportal Österreich zum Thema Stress
Weitere Übungen für die Stimulation des Vagus Nervs
In dieser Ausgabe spricht Gernot Jochum-Müller mit Bischof Benno Elbs – Theologe und Bischof, zugleich Psychologe und Psychotherapeut – über den Zauber von Weihnachten, das Ursprüngliche des Festes und den Druck, der in dieser Zeit oft entsteht. Es geht um Erwartungen, Einsamkeit, Achtsamkeit im Advent und darum, wie Weihnachten ganz persönlich Sinn stiften kann – auch für Menschen ohne religiösen Bezug.
Themen dieser Folge
Weihnachten als großes Ja zum Menschen: Für Bischof Benno steht Weihnachten dafür, dass sich jeder Mensch nach einem „großen Ja“ zu sich selbst sehnt – und dass Weihnachten genau davon Ausdruck ist.
Ein Satz, der trägt (nach Karl Rahner): Weihnachten heißt, dass Gott sagt: „Ich liebe dich, du Welt. Ich liebe dich, du Mensch.“
Druck von außen ist real: Medien und Wirtschaft erzeugen oft einen gewaltigen Erwartungs- und Konsumdruck – sich dem zu entziehen ist nicht leicht.
Erwartungen im Familienkreis: Friede und Versöhnung werden oft „fix“ erwartet, aber wir sind an Weihnachten dieselben Menschen wie sonst. Gut ist, sich nicht zu überfordern.
Das Ursprüngliche: Weihnachten war – in dieser Perspektive – ein „normaler Tag“: Stall, unterwegs, Volkszählung. Gerade das entlastet und erdet.
Einsamkeit rund um die Feiertage: Verlust, Distanz und auch Nachwirkungen der Coronazeit (nicht besuchen dürfen) spielen hinein. Gleichzeitig betont er: Einsamkeit ist auch (manchmal) eine Entscheidung – und Beziehung braucht Aktivität. Die hilfreiche Bewegung: Nicht im Rückzug bleiben, sondern hinausgehen, anrufen, besuchen – auch wenn es schwerfällt. Daraus kann wieder Beziehung entstehen.
Nicht alles muss an Weihnachten „gelingen“. Weniger Überforderung, mehr Echtheit – und bewusst Beziehung gestalten.
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