ZKM | Karlsruhe /// Gespräche /// Talks

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ZKM | Karlsruhe /// Gespräche /// Talks episodes

  • Margit Rosen, Gerd Winkler: Flick-Flack
    Ed und Urs Kiënder. Rollobjekte. Vom Raumbild zum Rollraum | Gespräch
    [05.02.2021]
    Im Rahmen der Ausstellung »Ed und Urs Kiënder. Rollobjekte. Vom Raumbild zum Rollraum« zeigt das ZKM | Karlsruhe mit »Flick-Flack« ein skurril-modernes Märchen, das mit Hanns Dieter Hüsch, Günter Strack, Gisela Trowe und anderen prominent besetzt ist.
    Der Plot des Fernsehfilms, der im Jahr 1970 für den Hessischen Rundfunk unter der Regie von Gerd Winkler realisiert wird, lässt sich wie folgt zusammenfassen: Derjenige, der den perfekten Flickflack – einen rückwärts ausgeführten Handstandüberschlag – beherrscht, bekommt eine schöne, reiche Erbin zur Frau. »Flick-Flack ist als ein heiter-grotesker Film angelegt mit vielen ironischen Anspielungen und gesellschaftskritischen Seitenhieben. Flick-Flack ist ein Turner-Film, wobei Training und Turnen gleichzusetzen ist mit vielem, was unser Leben automatisch beherrscht.« (Gerd Winkler)
    Ed und Urs Kiënder, deren künstlerisches Schaffen in der aktuellen Werkschau im ZKM | Karlsruhe präsentiert wird, verantworteten den Film maßgeblich mit. Nicht nur stammten die Kostüme von Urs Kiënder und die Ausstattung von Ed Kiënder. Auch ist die gesamte Geschichte so konzipiert, dass eine Vielzahl von Kunstwerken, zum Teil für diesen Anlass speziell angefertigt, in Szene gesetzt werden konnte. Entsprechend der Handlung dienen diverse Aktionsgeräte als Turn- und Trimmgeräte, wie die Lauftonne, die Flick-Flack-Übungsmaschine oder der Arm-Trainer.
    Typisch Kiënder, basieren diese Arbeiten allesamt auf den Bewegungen Rollen und Rotieren. Diese Themen finden sich in weiteren Elementen des Films, etwa dem wiederkehrenden Motiv der Schnecken mit spiralig gewundenen Gehäusen und nicht zuletzt dem titelgebenden Flickflack selbst, der auf zwei halbkreisförmigen Bewegungen basiert.
    29 min
  • Netzwerkdenken in der Szenografie | Talk mit Peter Weibel & Manfred Wolff-Plottegg
    BEYOND MATTER? – A Revival of Clashes between Materiality and Representation | Online Diskussion
    [01.03.2021]
    Im Rahmen der Gesprächsreihe »BEYOND MATTER? – A Revival of Clashes between Materiality and Representation« reflektieren Peter Weibel und Manfred Wolff-Plottegg über die Szenografie der Ausstellung »Iconoclash«, deren Entstehungsprozess und mögliche Auswirkung auf das geplante digitale Ausstellungsmodell.
    Die Diskussion beschließt die erste Hälfte über »Iconoclash« der »BEYOND MATTER«-Gesprächsreihe. Fortgeführt wird sie mit Interviews zur Ausstellung »Les Immatériaux« des Centre Pompidou Paris.
    »BEYOND MATTER« ist ein internationales, kollaboratives, praxisbasiertes Forschungsprojekt, das über die virtuelle Bedingung reflektiert, mit einem besonderen Schwerpunkt auf ihren räumlichen Aspekten in der Kunstproduktion, dem Kuratieren und der Vermittlung. Neben anderen praxisbezogenen Forschungsaktivitäten werden zwei bahnbrechende Ausstellungen digital wiederbelebt. Eine davon, »Iconoclash. Jenseits der Bilderkriege in Wissenschaft, Religion und Kunst«, wurde 2002 im ZKM Karlsruhe präsentiert.
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    In the context of the series of talks »BEYOND MATTER? – A Revival of Clashes between Materiality and Representation«, Peter Weibel and Manfred Wolff-Plottegg reflect on the scenography of the »Iconoclash« exhibition, its development process and possible impact on the planned digital exhibition model.
    The discussion concludes the first half on »Iconoclash« of the »BEYOND MATTER« series of talks. It will continue with interviews on the exhibition »Les Immatériaux« of the Centre Pompidou Paris.
    The project »BEYOND MATTER« takes cultural heritage and culture in development to the verge of virtual reality by the means of various activities and formats. Among other practice-based research activities, two groundbreaking exhibitions will be revived digitally. One of them, »Iconoclash. Beyond the Image Wars in Science, Religion and Art«, was presented at ZKM Karlsruhe in 2002.
    1 hr 2 min
  • From Iconoclash to H3K Basel | Talk with Sabine Himmelsbach
    BEYOND MATTER: Cultural Heritage on the Verge of Virtual Reality | Interview
    [07.09.2020]
    The project »BEYOND MATTER: Cultural Heritage on the Verge of Virtual Reality« serves to revive past, groundbreaking exhibitions. One of them, »Iconoclash. Beyond the Image Wars in Science, Religion and Art«, was presented at the ZKM Karlsruhe in 2002.
    In the context of the series of talks »BEYOND MATTER? – A Revival of Clashes between Materiality and Representation« the curators Peter Weibel and Bruno Latour talk about the ZKM exhibition »Iconoclash«. The exhibit aimed to display, in a systematic confrontation, three great clashes about representation – about its necessity, sanctity, and power – in the domains of science, art, and religion. By linking the three domains of theology, art and science all at once, the aim was not to increase the critical mood or to reinforce disbelief and irony. On the contrary, the aim was to transform iconoclasm from being an indisputable resource into a topic to be systematically interrogated.
    31 min
  • Peter Weibel, Bruno Latour: »BEYOND MATTER: A Return of History« (2020)
    BEYOND MATTER: Cultural Heritage on the Verge of Virtual Reality | Interview
    [07.09.2020]
    The project »BEYOND MATTER: Cultural Heritage on the Verge of Virtual Reality« serves to revive past, groundbreaking exhibitions. One of them, »Iconoclash. Beyond the Image Wars in Science, Religion and Art«, was presented at the ZKM Karlsruhe in 2002.
    In the context of the series of talks »BEYOND MATTER? – A Revival of Clashes between Materiality and Representation« the curators Peter Weibel and Bruno Latour talk about the ZKM exhibition »Iconoclash«. The exhibit aimed to display, in a systematic confrontation, three great clashes about representation – about its necessity, sanctity, and power – in the domains of science, art, and religion. By linking the three domains of theology, art and science all at once, the aim was not to increase the critical mood or to reinforce disbelief and irony. On the contrary, the aim was to transform iconoclasm from being an indisputable resource into a topic to be systematically interrogated.
    46 min
  • Gerhard Johann Lischka: »Assoziationen« | Virtuelles Künstlergespräch mit Peter Weibel
    »Assoziationen«. Mind Art-Projektionen zu »Meine Zeitung« 2020 | Gespräch
    [24.06.2020]
    Die Essenz liegt für Gerhard Johann Lischka in der Gegenwärtigkeit des Denkens, das um die Verknüpfungen aller Dinge weiß. Lischkas Mind Art-Projektionen ermöglichen ein Zoomen in das mittlerweile fast 50-jährige Schaffen dieses Ausnahmekünstlers. Das Gespräch wird Peter Weibel führen.
    Für den Künstler- und Kulturphilosophen von Rang Gerhard Johann Lischka ist die den Menschen umgebende Umwelt eine unausweichliche, ihn bedingende und formende Komponente. Sein Augenmerk gilt daher der aufmerksamen, geistesgegenwärtigen Beobachtung des aktuellen Geschehens. Die daraus resultierenden Gedankengänge bilden die Fermente und Fundamente einer neuen Kunstform, die er mit dem Überbegriff Mind Art betitelt. Die freien und offenen Gedanken, die permanente Bewegung des Geistes, das Denken, zusammengefasst in verschiedenste Text-Bild-Konstellationen, werden hier zur künstlerischen Praxis und zur rezeptiven Voraussetzung erklärt – denn anders als "geistesgegenwertig" kann man der Kunst Lischkas nicht begegnen: Alles ist mit allem verknüpft und verwoben. Darum heißt auch eine seiner bedeutendsten Ausstellungen »Alles und noch viel mehr« (Bern, 1985).
    Der Titel »Assoziationen«, der sich nicht nur auf die Mind Art-Projektionen, sondern gleichzeitig auch auf die vom ZKM | Karlsruhe organisierte Veranstaltung bezieht, ist aus diesem Grund passend, bedeutet das lateinische Wort »associare« übersetzt doch »vereinigen, verbinden, verknüpfen, vernetzten«. Die Veranstaltung, die sowohl auf dem ZKM | Museumsbalkon als auch online ausgerichtet wird, zeigt aber nicht nur die Mind Art-Projektionen, die ein regelrechtes Zoomen in Lischkas enzyklopädisches Schaffen der annähernd letzten 50 Jahre ermöglichen, sozusagen von A–Z. Sie bildet auch den Rahmen für die Veröffentlichung der vom Künstler entworfenen und vom ZKM produzierten Faltzeitung »Meine Zeitung« 2020, die die akkurate Gegenwarts-Analyse des Künstlers anhand von Bild- und Textarbeiten – den sogenannten Schreib-Bildern – deutlich macht.
    Zudem wird eine Auswahl mit und von Lischka geführten Interviews, die von Jean Baudrillard über Niklas Luhmann und Vilém Flusser bis hin zu Andy Warhol reichen, sowie vom Künstler konzipierter Radio- und Fernsehbeiträge präsentiert. Ein virtuelles Gespräch zwischen Gerhard Johann Lischka und Peter Weibel, dem künstlerisch-wissenschaftlichen Vorstand des ZKM, rundet die Präsentation ab.
    1 hr 22 min

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