In dieser Folge sprechen Susanne und Ute mit Markus Wortmann, Künstler, Berater und Trainer, der seit über 30 Jahren kreative Methoden mit Coaching, Visualisierung und Körperarbeit verbindet. Unter touch of art entwickelt er Formate, in denen Menschen und Organisationen neue
Perspektiven auf Führung, Zusammenarbeit und persönliche Entwicklung gewinnen.
Ein besonderer Fokus des Gesprächs liegt auf der Arbeit mit Männern. Markus beschreibt, wie Männer heute zwischen alten Rollenbildern und neuen Anforderungen stehen, etwa in Familie, Care-Arbeit und im Umgang mit selbstbewussten Frauen. Viele erleben dabei Unsicherheiten, greifen auf eingeübte Muster zurück oder schützen sich hinter oberflächlichem „Männertalk“.
Gleichzeitig zeigt sich in geschützten Räumen etwas anderes: der Wunsch nach echter Verbindung, nach Austausch von Mensch zu Mensch.
In seinen Formaten arbeiten Männer an ihren Prägungen und lernen, Empfindungen wahrzunehmen, Gefühle zu benennen und sich ehrlich mitzuteilen. Dabei geht es nicht darum, einen „neuen Mann“ zu erschaffen, sondern vorhandene Qualitäten wie Kraft, Energie oder auch
Wut bewusst und verantwortungsvoll zu integrieren.
Die Folge macht deutlich, wie wichtig Zeit, echte Begegnung und bewusste Räume sind, um alte Muster zu hinterfragen und neue Formen von Männlichkeit zu entwickeln – jenseits von Rollenbildern, Tempo und gesellschaftlichem Druck. Im Kern geht es um Beziehung: zu sich selbst, zu anderen Männern und zu Frauen – und um den Mut, sich darin wirklich zu zeigen.