Zukunftswerk - Nachhaltigkeit genau genommen

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Zukunftswerk - Nachhaltigkeit genau genommen episodes

  • Limits to Growth: A talk with Timothée Parrique about Degrowth, Green Growth and Decoupling

    We've noticed that this interview is of interest to a big international audience. For all of those listeners: The interview starts at minute 09:27.

    Stetiges Wirtschaftswachstum ist erstrebenswert—so lautet zumindest der Konsens. Doch kann eine ständig wachsende Wirtschaft nachhaltig sein? 

    Eine 1972 veröffentliche Studie des Club of Rome und das darauf basierende Buch „Die Grenzen des Wachstums“ beantworteten diese Frage nicht nur mit einem klaren nein, sondern erläutern weiter, dass Wachstumsprozesse absolute Grenzen haben. Seien diese erreicht, wird weiteres Wachstum nicht nur unmöglich, es könnte zudem zu einem Zusammenbruch des Systems kommen.  Diese Grunderkenntnisse des Buches werden bis heute viel diskutiert, doch an unserem Wirtschaftssystem änderte das bislang wenig. 

    Nun, 50 Jahre später, stehen wir immernoch vor der gleichen Frage: Kann Wirtschaftswachstum nachhaltig werden? Von den Grünen, über die FDP, bis hin zur CDU lautet die Antwort nun “Ja". Grünes Wachstum und die Entkopplung (Decoupling) von Wirtschaftsprozessen und Umweltschäden, sollen die Wirtschaft dazu verbringen, in den kommenden Jahrzehnten weiter zu wachsen—diesmal auf nachhaltig Weise. 

    Doch die Wissenschaft ist weiterhin skeptisch.  Deshalb wir mit dem französischen Politökonomen PhD Timothée Parrique über das vermeintliche Potential der Entkopplung sowie über die alternativen und wachstumskritischen Wirtschaftstheorien „Degrowth“, „A-Growth“, und „Postwachstumstheorie“.

    Buchempfehlungen von Timothée Parrique

     Quellen:

    Grenzen des Wachstums (Donella Meadows, Dennis Meadows, Jørgen Randers; 2002) | Zusammenfassung durch BpB

    Planetare Grenzen  (Johan Rockström et al.; 2009): Übersicht vom Stockholm Resilience Centre | Übersicht des Bundesministeriums für Umwelt

    Decoupling Debunked  (European Environmental Bureau und Timothée Parrique et al., 2019)

    Die Donut Ökonomie  (Kate Raworth, 2018)

    Climate Change 2022: Mitigation of Climate Change – (IPCC, 2022)

    Musik:
    Intro Jingle von Steven Reich
    Outro Song: Morning Routine by
    Ghostrifter Official | | Music promoted by https://www.free-stock-music.com | Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported |
     

    Kontakt: [email protected] | Impressum | Website

    57 min
  • Freiwilliger Emissionshandel

    Lebensmittel, Konsumgüter, und sogar Flugreisen! Wer sich beim Einkaufen genau umschaut, dem könnten Bezeichnung wie „klimaneutral“ oder „klimakompensiert“ bereits auf so manchem Produkt aufgefallen sein, denn mit diesen durchaus kontroversen Begriffen bewerben immer mehr Produzenten und Dienstleistende ihre Angebote. Doch wie soll es möglich sein, dass über den Lebenszyklus eines Produkts hinweg keinerlei Emissionen erzeugt werden? Hinter den Werbebegriffen stecken oft sogenannte Emissionszertifikate, die auf „Voluntary Carbon Markets“ gekauft und danach „stillgelegt“ werden. Auf diese Weise werden die unumgänglichen Emissionen, die bei der Herstellung von Gütern entstehen, kompensiert. Wir sprechen mit Alexander Rossner, um zu erkunden, was Emissionszertifikate sind, wie genau sie mit Klimaschutzprojekten zusammenhängen, und was von dem Handel mit ihnen zu halten ist.
    Alexander ist Anwalt, Nachhaltigkeitsberater und Mitbegründer der Zukunftswerk e.G. Er setzt sich bereits seit Jahren nahezu täglich mit den freiwilligen Emissionshandelsmärkten auseinander, zu denen er als Vermittler und Experte berät. Er erklärt in dieser Folge, wie Emissionszertifikate entstehen, welchen Mehrwert sie über das Kompensieren von THG-Emissionen hinweg haben können, und unter welchen Umständen sie durchaus positive Wirkungen entfalten. Wir sprechen aber auch über die Probleme und Grenzen der Märkte.

    Überarbeitet am 14.07.'22: Es sind uns 2 Zahlenfehler unterlaufen, auf die wir von einem aufmerksamen Zuhörer hingewiesen wurden. Diese sind nun nicht mehr zu hören. Es geht dabei um die folgenden Zahlen:

    •  Das Handelvolume des Freiwilligen Marktes  entspricht nicht 0,006%, sondern 0,6%, der globalen Gesamtemissionen.
    • BP verursachte 2021 laut Global Data 340 Millionen Tonnen CO2e (inkl. Scope 3).


    Show Notes

    Grundbegrifflichkeiten:
    “CO2-Äquivalente: Was diese Angabe bedeutet” (utopia.de, 2019)
    “Was ist ein CO2-Fußabdruck?” (zukunftswerk.org, 2019)

    Verpflichtenden Emissionshandelssysteme:
    “Nationalen Emissionshandel verstehen” (DEHSt, 2021)
    “EU-Emissionshandel verstehen” (DEHSt, 2021)

    Freiwilliger Emissionshandel:
    “Freiwillige Kompensation” (DEHSt, 2021)
    “Leeres Label oder echter Wandel. Was steckt hinter der Klimaneutralität?” (Deutschlandfunk, Hintergrund, 2021): Spotify
    Zahlen zu den freiwilligen Märkten (S&P Global, 2021)

    Weiteres:
     CO2-Emissionen der Weltenergie  (BP, 2021)
    Globale Emissionen über die Jahre (Our World In Data, 2021)

    Kontakt: [email protected] | Impressum | Website

    39 min
  • Sind Erdgas und Atomkraft nachhaltig? Die EU-Taxonomie im Visier

    Die EU-Taxonomie ist in den Medien gerade sehr präsent, und das vor allem wegen der umstrittenen Entscheidung, Erdgas und Atomkraft als nachhaltig einzustufen. Aber was genau hat es eigentlich mit dieser Taxonomie auf sich? Sind Erdgas und Atomkraft denn nun nachhaltig? Und wenn nicht, wie kam es trotzdem zu dieser Bewertung? 

    In dieser Folge versuchen wir Antworten auf diese Fragen zu finden. Dazu haben wir mit Christine Kugler, der Referentin für Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt München gesprochen. Uns hat dabei vor allem beschäftigt, welches Potential ihrer Ansicht nach in der EU-Taxonomie liegt und inwieweit dies durch die Entscheidung, Atomkraft als „nachhaltig“ einzustufen, beeinflusst wird.

    Darauf folgt ein Interview mit Florian Schönberger, dem technischen Geschäftsführer des Solarunternehmens Vispiron Energy. Wir sprechen dabei über die Zukunft und vermeintliche Nachhaltigkeit von Gas und dessen Rolle in der Transformation des Energiesektors. Zudem stellen wir uns die Frage, was die Begriffe „Nachhaltigkeit“ und „Grüne Energie“ in diesem Kontext überhaupt bedeuten.

    Show notes: 

    Wir haben dieses mal viele Themen angesprochen, aber in unter 40 Minuten lässt sich natürlich nicht alles sagen. Deswegen finden sich hier Links und Quellen mit ausführlichen Informationen zu diesen Themen. 


    Die Klimafreundlichkeit verschiedener Elektrizitätsquellen:
    Die Emissionen verschiedener Elektrizitätsquellen im Verglich, laut IPCC (2014) sowie UNECE (2021) 

    Zur EU-Taxonomie
    Die Umweltziele der EU-Taxonomie 
    1.     Verhinderung des Klimawandels 
    2.     Anpassung an den Klimawandel
    3.     Nachhaltige Nutzung von Wasser- und Meeresressourcen
    4.     Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft 
    5.     Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung 
    6.     Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme 

    Die EU-Taxonomie erklärt (auf Englisch)
    Technische Bewertung der Kernenergie im Hinblick auf das Kriterium der "Unbedenklichkeit" laut EU-Taxonomie (auf Englisch)

    Wasserstoff und Energiewende

    Das Bundesamt für Energie und Wirtschaft über das Potential von Wasserstoff in der Energiewende
    Quarks.de: „Ist Wasserstoff die Allzweckwaffe in der Energiewende?“ (13. Dezember 2021)

    Podcastempfehlungen zum Thema:
    Lage der Nation Folge 272 zum Thema EU-Taxonomie und nachhaltige Investitionen (2022): Direkt Link| Spotify Link
    Switched On: Die Grundlagen der EU-Taxonomie (2021): Spotify Link

    Podcast-Kontakt: [email protected] |

    Kontakt: [email protected] | Impressum | Website

    34 min

About Zukunftswerk - Nachhaltigkeit genau genommen

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Irgendetwas müssen wir tun, gegen den Klimawandel. Da sind sich selbst Luisa Neubauer und Christian Lindner einig. Doch wenn es um das wie geht, dann scheiden sich die Geister. Genau dieses "wie"…