
Sign up to save your podcasts
Or


Christoph Mohr betont: In der Chinesischen Medizin unterstützen wir den Körper darin, das zu bestmöglich zu machen, was er von Natur aus machen möchte. Deshalb ist für ihn die natürliche Empfängnis – wo es möglich ist – Plan A. Bei Frauen, die auf eine künstliche Befruchtung angewiesen sind, beobachtet er: Wenn sie gleichzeitig mit TCM behandelt werden, kommen sie besser mit den emotionalen und körperlichen Belastungen zurecht.
Diese Fragen beantwortet die Biologin und erfahrene Dozentin für CAM Dr. Ines Maria Brüntrup im Podcast. Sie betont: Die Chinesische Arzneimitteltherapie beruht nicht nur auf zwei Jahrtausenden Erfahrung, sondern auch auf wissenschaftlichen Untersuchungen. Long Covid ist ein Feld, auf dem die CAM ihrer Meinung nach zunehmend wichtiger werden könnte.
Welche Kenntnisse müssen Therapeut:innen mitbringen, um sich auf die Behandlung von Sportler:innen zu spezialisieren? Karl Zippelius findet, das Tuina in diesem Bereich noch wichtiger ist als Akupunktur. Und die äußere Anwendung von Kräutersalben und -auflagen zieht er der inneren Anwendung vor. Präparate, die er für die innere Anwendung empfiehlt, fallen in den Bereich der Nahrungsergänzungsmittel und können auch von nicht-ärztlichen TCM-Therapeut:innen in der Schweiz und Italien verordnet werden.
Um nicht in Konflikt mit den Doping-Vorschriften zu kommen, sollten Kräuter-Spezialist:innen vor allem bei Rezepturen mit Ma Huang (Hb Ephedrae) und Banxia (Rhiz Pinelliae) vorsichtig sein. Sollten diese Kräuter notwendig sein, muss die Rezeptur einige Tage vor dem Wettkampf abgesetzt werden. Um ganz sicher zu gehen, dass Kräuter-Rezepturen keine unerwünschten Verunreinigungen mit verbotenen leistungssteigernden chinesischen Arzneimitteln enthalten, kann man sie auch prüfen lassen. Das ist allerdings kostspielig.
Eine überraschende Erkenntnis: Karl Zippelius befürwortet auch bei Leistungssportler:innen eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise. Mehr dazu im Podcast.
Oft fragen uns besorgte Patient:innen, ob sie den „Tee“ zusammen mit ihren Medikamenten nehmen dürfen. Diese Frage ist nicht immer leicht zu beantworten, weil es zu Arzneimittel-Wechselwirkungen noch wenig Forschung gibt. Im Podcast erklärt Apothekerin, TCM-Therapeutin und Autorin Sabine Ritter, wann wir vorsichtig sein sollten. Und wie wir unerwünschte Wechselwirkungen erkennen können.
Patientengruppen, bei denen man besonders vorsichtig sollte, sind multimorbide Patient:innen, die fünf und mehr Wirkstoffe einnehmen, Senior:innen, HIV- und Krebspatient:innen sowie Patient:innen mit Einschränkungen der Leber- und Nierenfunktion.
Die am besten erforschten Arzneipflanzen, zu denen es auch Daten über Arzneimittel-Wechselwirkungen gibt, sind:
Wenn sich das Befinden eines Patienten/einer Patientin während einer phytotherapeutischen Begleittherapie verschlechtert, sollte man immer daran denken, dass eine noch unbekannte Arzneimittel-Wechselwirkung dahinter stecken könnte und die Kräuter für einige Tage weglassen. Teemischungen sind für unerwünschte Wechselwirkungen zum Glück weniger anfällig als Einzelkräuter. Wichtig ist auch, den Patienten/die Patientin über mögliche Wechselwirkungen aufzuklären.
Sabine Ritter betont im Podcast, dass sie mit begleitender Phytotherapie viele gute Erfahrungen gemacht hat. Im besten Fall kann man damit unerwünschte Nebenwirkungen der Medikamente reduzieren oder auch deren Dosis reduzieren (z.B. Schmerzmittel).
From the publisher's feed