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episodes

  • Hieronymus Bosch als Theater-Triptychon: Interview mit Jerome Junod und Petra Staduan
    Am Beginn stehen die Frauen und Herren Kunsthistoriker vor dem Gemälde und staunen, was es da alles zu sehen gibt. Das Publikum sieht das Gemälde freilich nicht, kann sich aber gut vorstellen, was es zeigt. Und falls nicht: Vorher und nachher kann sich jeder das Originalgemälde in Ruhe zu Gemüte führen und selbst ähnliche Begrifflichkeiten von sich geben, denn bis heute ist (fast) alles rund ums Gemälde reine Spekulation. Die Rede ist vom weltberühmten Triptychon "Das Jüngste Gericht" (auch "Wiener Weltgericht" genannt) von Hieronymus Bosch und dem Bühnenstück "Bosch on stage". Anlass des Stücks ist die Übersiedlung der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien inklusive ihrem Stargemälde von Bosch ins Theatermuseum Wien, und genau dort wurde das Stück ja auch erstaufgeführt. Manfred Horak traf den Regisseur und Stückeschreiber Jerome Junod und die Schauspielerin Petra Staduan zu einem ausführlichen Gespräch.
    47 min
  • Generation 16+ Episode 3: U20 Poetry Slam
    Diesmal dreht sich alles um die jeden zweiten Monat stattfindende Veranstaltungsreihe U20 Poetry Slam im Dschungel Wien, gestaltet und moderiert von Adina Wilcke, die auch den offenen Workshop schreibKLASSE für unter und über 20-jährige leitet. Den Poetry Slam Abend begleiteten Raphael Brandner, Sebastian Sokal und Nikolaus Zemanek, um den Beitrag zu gestalten.
    6 min
  • Generation 16+ Episode 2: Die Bewegung
    Die zweite Episode berichtet von der Premiere des interaktiven Gruppenspiels Die Bewegung im Dschungel Wien. Dieses alles andere als herkömmliche Theaterstück wurde von Julia Meinx, Christina Rauchbauer, Flo Staffelmayr, sowie Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Haizingergasse konzeptioniert und erarbeitet. Den Beitrag gestaltet haben Elisa Berry, Livia Praun und Rea Roitner.
    7 min
  • Generation 16+ Episode 1: Blutsschwestern
    Mit Blutsschwestern steht ein wildes und ausgelassenes Tanztheaterstück über und mit jungen Frauen und deren Lebensentwürfe im Mittelpunkt der ersten Episode. Katharina Wurzinger und Leonie Semrau-Deutsch von der GWIKU18 besuchten das Theaterstück und sprachen mit Ensemblemitgliedern und Publikum.
    7 min
  • 65x20. In Erinnerung an Hans Hurch. Eine Klangcollage.
    Hans Hurch, geboren am 18. Dezember 1952 in Schärding war seit 1997 Direktor des Wiener Filmfestivals Viennale und verstarb völlig unerwartet am 23. Juli 2017 in Rom. Die Klangcollage setzt sich aus verschiedenen Viennale-PK-Auftritten von Hans Hurch aus den Jahren 2008 bis 2016 zusammen.
    22 min
  • Die Anständigen und die Anderen: Interview mit Lukas Valenta Rinner
    Der Kinofilm Die Liebhaberin ist eine schwarzhumorige Reflexion über menschliche Beziehungen in einem kapitalistischen System und bekam dafür zur Überraschung vieler, aber völlig zurecht, den Großen Preis der Diagonale 2017 zugesprochen. Zwei Welten prallen in dem Film aufeinander, und zwar in einem der Außenbezirke von Buenos Aires, wo die Reichen wohnen und sich mit hohen Mauern schützen. Eine Gegend, die im aktuellen argentinischen Kino kaum jemals porträtiert wird. Das wollte sich Lukas Valenta Rinner ansehen und fuhr mit einem Fotografen dorthin. Gleich nach ein paar Stunden hatten sie sich auf einer Straße wiedergefunden, die der Ausgangspunkt für den Film Die Liebhaberin war. Der Eingang zu einem entlegenen Nudisten-Swinger-Club mit einem römischen Pool, romantischen Wegen, kleinen Schlössern und Orgiensälen. Der Auftakt zu einem abendfüllenden Film, in dem die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Belén - dargestellt von der grandios agierenden Iride Mockert - einen Job als Hausmädchen bei einer reichen Familie annimmt, die in unmittelbarer Nachbarschaft und Feindschaft zu einem Nudistencamp wohnt. Die ironische Geschichte nimmt ordentlich seinen Lauf auf, wenn die zwei Ideologien aufeinanderprallen und Belén in der Nudisten-Familie aufgenommen wird. Manfred Horak traf den Regisseur Lukas Valenta Rinner im Filmcasino Wien zu einem ausführlichen Gespräch über Die Liebhaberin, Gesellschaftsphänomene, Filmkulturpolitik und Fördertöpfe, Nudistenmikrofonierung und geglückte Tage.
    47 min
  • Weiße Neger sagt man nicht: Interview mit Esther Muschol
    Vorurteile, vor allem gegenüber Menschen mit anderer Haarfarbe, sind der Stoff, aus dem Komödien sind. Das beweist niemand eleganter als Johann Nestroy in „Der Talisman“. Die Posse wurde 1840 uraufgeführt und ist seither nicht von den Bühnen verschwunden. Das Bühnenstück „mit Gesang in drei Akten“ spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf dem Gut der Frau Cypressenburg nahe einer großen Stadt. Der rothaarige Außenseiter Titus Feuerfuchs steigt mithilfe seiner Gewitztheit und einer schwarzen Perücke in kürzester Zeit in die sogenannten besseren Kreise auf. Der Protagonist durchschaut nämlich die Gesellschaft und sorgt nach seinem erwartungsgemäß rasanten Abstieg selbst für sein Lebensglück. Sehr frei nach Nestroy überträgt die Regisseurin Esther Muschol die Grundproblematik des “Talisman” von der Haar- auf die Hautfarbe und die Thematik der Chancenungleichheit in der Arbeitswelt mit den Mitteln der Komödie ins Heute. Der Titel ihres Stücks lautet „Weißer Neger sagt man nicht“ und wer da jetzt weniger an Nestroy, dafür umso mehr an das Drama „Die Neger“ von Jean Genet denkt, liegt vollkommen richtig, denn genau das war die Ausgangslage für Esther Muschol, nachdem es 2014 rund um die Aufführung von „Die Neger“ bei den Festwochen Wien zu Aufregungen und Protesten kam. „Die Neger“ von Jean Genet ist jedenfalls auch die Ausgangslage des Gesprächs mit Esther Muschol, das wir in den Büroräumlichkeiten vom Theaterhaus DasTAG führten. Ein Gespräch, das freilich immer wieder rund um ihr Stück „Weiße Neger sagt man nicht“ führt, Stichwort Verbotene Wörter, Quotenregelung, Jobbewerbung, Strukturen in der Arbeitswelt. Aber auch ein Gespräch, das uns Einblicke in die Arbeitsweise von Esther Muschol verschafft bis hin zu Überlegungen der Regisseurin, was für sie ein geglückter Tag ist.
    33 min
  • Wild, Swingsalabim and Vinyl: Interview mit Marina Zettl und Thomas Mauerhofer
    Bei dieser Band stimmt einfach alles. Anders als die Electro-Swing-Szene setzt Marina and the Kats auf konventionelle Instrumente, Akustikgitarre, Kontrabass, Schlagzeug. Nach dem wirkungsvollen Debüt-Album Small legt die als Trio angelegte Big Band das großartige Album Wild nach, und erneut, wie bereits Small, ist auch Wild auf Vinyl erhältlich, diesmal sind es sogar 2 LPs geworden. Vinyl ist auch ein Thema des Interviews mit Marina Zettl und Thomas Mauerhofer. Und nachdem Swing und Vinyl ja nicht unbedingt als Innovationen gelten, gingen wir der Frage nach, was denn eigentlich eine musikalische Innovation ist. Heute und überhaupt. Apropos Innovation: Django Reinhardt war ebenso ein Thema wie der Auftritt von Marina and the Kats in der Wiener Staatsoper beim Jazzfest Wien (2016) bis hin zu ihren internationalen Live-Erfahrungen innerhalb und außerhalb der europäischen Swing-Szene. Gesprächsthema war aber auch der eigens kreierte Kaffee Swingsalabim aus Pampamdampara, Indien in Kooperation mit dem Wiener Rösthaus und ihr Lied C.O.F.F.E.E. und nicht zuletzt sprachen wir ausführlich worauf man bei einer Vinyl-Produktion achten muss.
    1 hr 2 min
  • Diagonale 2017: Interview mit Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber
    Im Wiener Diagonale Büro traf Manfred Horak die beiden Intendanten der Diagonale 2017 - Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber - zu einem einstündigen Gespräch. Ein Gespräch, das tiefe Einblicke in die Programmgestaltung der Diagonale gibt, aber auch andere Themenländer besucht. So wurde z.B. auch über das Verfahren gegen Amazon bzgl. Leerkassettenvergütung bzw. Speichermedienvergütung, gesprochen, bei dem auch die Diagonale betroffen ist. Thematisiert wurde auch, wie weit ein Filmfestival wie die Diagonale politisch sein soll, kann, darf, muss, etc. und nicht zuletzt wird in dieser Episode der Filmkultur auch in die Geschichte der österreichischen Popkultur eingetaucht. Ein Schwerpunkt der Diagonale 2017 hört nämlich auf den Titel 1000 Takte Film, angelehnt an das Album 1000 Takte Tanz der Band Chuzpe aus dem Jahr 1982. Zu hören sind denn auch musikalische Kräfte aus dieser Zeit, wie z.B. Chuzpe mit „Gute Kräfte sammeln sich“, sowie Blümchen Blau und Waluliso mit „Wir bauen ein Haus“ und Hansi Lang mit „Realstadt“. Quasi als Bonus gibt es mit 3 Feet Smaller mit „Strike Back“ aus dem Film „In 3 Tagen bist du tot“ und mit dem Lied „Panik“ von Sigi Maron auch zwei jüngere Beispiele österreichischer Popkultur zu hören.
    1 hr 11 min
  • Das Theater und die Demokratie: Interview mit Corinne Eckenstein
    Im Vorfeld zur Premiere des Theaterstücks Nirgends in Friede. Antigone. traf Manfred Horak die Künstlerische Leiterin und eine von zwei Geschäftsführerinnen vom Theaterhaus Dschungel Wien und zugleich Regisseurin des Stücks - Corinne Eckenstein - zum Gespräch. "Es gibt keine Generation mehr, nur noch eine Situation, die nicht mehr zu ertragen ist.“, heißt es an einer Stelle im Stück, das ein Auf und Ab von Gefühlen entwickelt, tragischen Humor, Tiefgang und humorige Tragik besitzt und jede Menge Parolen, Denkweisen, Behauptungen, Irritationen und Empfindungen bietet. Im Blickwinkel ist dabei stets die Suche nach dem Sinn der ewigen Gerechtigkeit. Das Stück basiert allerdings nicht auf Sophokles, sondern auf den Dialogstarken Text und der dramatischen Bearbeitung der jungen Zürcher Autorin Darja Stocker, die ihr Stück rund um die Ereignisse im Arabischen Frühling erzählt. Die Darsteller wiederum sind Studierende des diverCITYLAB - und was das ist, erklärte mir Corinne Eckenstein im Interview, das uns in Folge zur Sinnfrage führte, was für Corinne Demokratie bedeutet, und bis hin zu Corinnes Theaterwurzeln. Ein weiter Weg also. Die Sounds zwischen den Interviewpassagen stammen von der Premiere am 10. März 2017 von Nirgends in Friede. Antigone., das für die Zielgruppe der Erstwähler 16+ im Dschungel Wien über die Bühne geht.
    32 min