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episodes

  • Medea. Stimmen: Interview mit Julia Nina Kneussel
    Im Gespräch über das Theaterstück „Medea. Stimmen“ erzählt Regisseurin Julia Nina Kneussel unter anderem, wie in ihrer Bühnenfassung kommunikative Mechanismen der Machterhaltung mittels Diffamierung funktionieren, die den Einzelnen in einem System entweder integrieren und sozialisieren oder eben vernichten. Das Stück basiert auf den Roman von Christa Wolf aus dem Jahr 1996, bestehend aus elf Monologen von sechs verschiedenen Figuren, wo die Gesellschafts- und Geschlechterverhältnisse insgesamt als defekt und durch Macht korrumpiert erscheinen. Das Theaterstück stellt dabei die Gesichtspunkte aktueller Flucht- und Migrationsbewegungen in den Mittelpunkt. Manfred Horak traf die Regisseurin Julia Nina Kneussel vor der Generalprobe im KosmosTheater zum ausführlichen Gespräch. Im Mittelpunkt des Interviews stand natürlich das Stück, aber auch Fragen nach ihrem Dasein als freie Theaterregisseurin in Wien. Zu hören sind übrigens nicht nur die Antworten von Julia Nina Kneussel, sondern auch kurze Szenen und Toncollagen aus dem Theaterstück, sowie musikalische Zwischenstopps von Markus Jakisic vom Tanztheater KörperVerstand, der auch für die Musik in „Medea. Stimmen“ verantwortlich ist.
    30 min
  • Egon Schiele und die Wiener Bohème
    In dieser Episode der Kulturviertelstunde widmen wir uns einer 160 Werke umfassenden Schau Egon Schieles, die bis zum 18. Juni 2017 in der Wiener Albertina zu sehen ist. Zu Wort kommen Ivana Novoselac-Binder, ihres Zeichens zuständig für die Social Media Agenda der Wiener Albertina, die zur Social Conference einlud und im Zuge dessen über die Welt Egon Schieles und der Wiener Boheme sprach, sowie die Stylistin Olga Schloemer, die im Vorfeld zur Fashion Lounge einen kurzen Einblick über die Mode und deren Veränderung im Fin de Siecle gab. Nachzulesen und nachzusehen ist diese Social Conference z.B. auch auf Twitter unter dem Hashtag SalonAlbertina bzw. unter dem Hashtag AlbertinaSchiele. Neben den zwei Hauptrednern und einer ausführlichen Einleitung von Manfred Horak sind in dieser Episode auch zwei Musikstücke zu hören. Original Schellack-Aufnahmen mit Helen Trix und dem Song "The Bird on Nellies Hat" von 1907, sowie "Tell Me Pretty Maiden" von Florodora von 1908.
    20 min
  • Diwan of Beauty and Odd: Interview mit Dhafer Youssef
    Mit "Diwan of Beauty and Odd" (OKeh / Sony / 2017) veröffentlicht Dhafer Youssef sein siebtes eigenes Album. Aufgenommen wurde es in New York, „damit sie diese spezielle Färbung der New Yorker Vibes erhält“, wie Dhafer Youssef erklärt. Toleranz und Lebensfreude, verpackt in schräge Rhythmen und Takte, bestimmt das Album und er besingt auch das Fliegen. Nicht ohne Zufall, denn der Ud-Spieler vergleicht sich gerne mit einem Zugvogel, der ständig zwischen Europa und Afrika hin und her pendelt. Manfred Horak traf den sympathischen Musiker nach längerer Zeit wieder einmal im Café Prückl zu einem anregenden Gespräch.
    47 min
  • Verwurzelung suchen, das ist mein Thema: Interview mit Daniel F. Kamen
    Der Schauspieler Daniel Frantisek Kamen war im Sommer 2016 im Thalhof Raichenau an der Rax und im Jänner 2017 im Nestroyhof Wien jeweils unter der Regie von Anna Maria Krassnigg als Fürst Myschkin zu bewundern und erntete für die Darstellung der Titelfigur von Dostojewskijs Der Idiot zurecht überschwängliche Kritiken und Publikumsapplaus. Im April 2017 ist Kamen gleich in zwei Stücken im Vorarlberger Landestheater Bregenz zu sehen, einerseits als monologisierender Michael Kohlhaas nach Motiven von Heinrich von Kleist unter der Regie von Helene Vogel und andererseits als Sir Reginald in Fellinis Schiff der Träume unter der Regie von Bernd Liepold-Mosser. Ich traf den 1975 geborenen und in Berlin lebenden Schauspieler nach einer Aufführung von Der Idiot im Bühnenraum vom Nestroyhof Wien zu einem ausführlichen Gespräch. Da Daniel Frantisek Kamen nicht nur auf österreichischen Theaterbühnen zu sehen ist, sondern auch in deutschen TV-Produktionen, so z.B. Weihnachten 2016 als Lakaie im Märchenfilm Prinz Himmelblau und Fee Lupine, sprachen wir nicht nur über Dostojewskis Figur Fürst Myschkin, sondern auch generell bzw. im speziellen über die Ausübung des Berufs als Schauspieler und über die damit verbundenen Lebenserfahrungen.
    25 min
  • One Eyed Love: Interview mit Me and Marie
    Me and Marie ist eine vielversprechende Band der Südtirolerin Maria de Val am Schlagzeug, an der Gitarre und Gesang und dem Schweizer Roland Scandella an der Gitarre, am Bass und Gesang. Mit dem Album One Eyed Love legen die beiden zehn raue Rocksongs mit melancholischen Klangteppichen vor, die mit Ecken und Kanten versehen sind und gegen seichte Mainstreamproduktionen anrocken. Maria de Val ist auch Teil der Band Ganes, die ladinische Sagen in epischer Popmusik verarbeitet, Roland Scandella hingegen kommt aus der Rockmusik. Diese Unterschiedlichkeit der beiden Persönlichkeiten sind der Grundstoff von Me and Marie, sich aus verschiedenen Perspektiven und Vertrautheiten anzunähern, um aus dieser Annäherung Neues zu schaffen. Das Debütalbum von Me and Marie lebt denn auch genau von diesem Suchen und Finden. Ich traf die beiden im schmucken Hotel Altstadt Vienna zu einem ausführlichen Gespräch.
    34 min
  • Die Hölle: Interview mit Hauptdarstellerin Violetta Schurawlow
    Diese Episode macht thematisch dort weiter, wo wir in der vorhergehenden Episode gemeinsam mit dem Regisseur Stefan Ruzowitzky bereits waren, nämlich in der Hölle. Als Hauptdarstellerin entschied sich Stefan Ruzowitzky für die 1986 in Usbekistan geborene und 1990 nach Deutschland übersiedelte Violetta Schurawlow und bringt mit ihr eine neue Hauptdarstellerin auf die Kinoleinwand. Eine weise Entscheidung. Ich traf mich mit Violetta im Café Prückl zu einem ausführlichen Gespräch. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand freilich der Kinofilm Die Hölle und ihre Erfahrungen, die sie während der Dreharbeiten machte, aber auch warum sie zum Wien-Fan wurde und daher beschloss fürs erste Mal weiterhin in Wien zu bleiben.
    32 min
  • Die Hölle: Interview mit Regisseur Stefan Ruzowitzky
    Der Kinofilm Die Hölle unter der Regie von Stefan Ruzowitzky ist bei all seiner internationalen Konkurrenzfähigkeit dennoch sehr österreichisch, sehr wienerisch, sei es die Figuren, sei es die Schauplätze ohne dabei sattsam bekannte Wien-Klischees zu bedienen, im Gegenteil. Die Hölle in Wien, das ist ein echtes Taschenfeitl, düster, beklemmend, wenn auch nicht gänzlich humorfrei. Manfred Horak traf sich mit Stefan Ruzowitzky zu einem ausführlichen Interview.
    38 min
  • Werner Herzog im Gespräch mit Hans Hurch
    Das Filmarchiv Austria widmet Werner Herzog, dem Regisseur, Schauspieler und ehemaligen Viennale-Direktor, sowie laut dem amerikanischen Time Magazine einer der 100 einflussreichsten Personen der Welt eine – weltweit erstmalige – umfassende Retrospektive, die somit gut 70 Filme beinhaltet. Der gut gelaunte und redefreudige Werner Herzog war bei der Eröffnung am 12.1.2017 anwesend und unterhielt sich nach dem gezeigten Eröffnungsfilm Fata Morgana aus dem Jahr 1971 mit dem Viennale-Direktor Hans Hurch.
    1 hr 18 min
  • Alles Schrammel 10: Interview mit Georg Breinschmid
    Für diese Episode hat Manfred Horak einen ganz speziellen Gast vors Mikrofon gebeten, nämlich Georg Breinschmid, den Mann am Kontrabass. Das Gespräch fand in seiner Hernalser Wohnung statt, was einerseits für eine angenehme, entspannte, vogelzwitschernde Stimmung sorgte und gleichzeitig ist der Wiener Gemeindebezirk Hernals ja auch ein Bezirk, der nicht nur häufig in Wienerliedern vorkommt, sondern zudem einen intensiven Schrammel-Bezug hat. Als Gesprächsgrundlage dienten freilich die bis 2016 veröffentlichten Alben von Georg Breinschmid, namentlich ,,tanzen" mit Agnes Heginger, ,,Wien bleibt Krk", ,,Brein's World", ,,Fire", das Live-Album ,,The End" mit Thomas Gansch, ,,Double Brein", sowie zuletzt ,,Bonus CD: Old and New Stuff, 2000-2015".
    1 hr 36 min
  • Alles Schrammel 9: Interview mit Zeno Stanek
    Ein Gespräch mit Zeno Stanek, den Festivalleiter vom Schrammel.Klang.Festival, über die ersten neun Jahre des Festivals. Zeno Stanek gibt dabei unter anderem Einblick über die Vision, von Beginn an das Festival als Green Event zu etablieren. Nachhaltigkeit ist nur ein Thema, ein zweites wichtiges ist natürlich die Musik selbst und da gibt es auch einige musikalische Gustostückerln, die Manfred Horak in dieser Episode von Alles Schrammel präsentiert. Der Podcast wurde im Vorfeld zum Festival 2015 aufgezeichnet.
    1 hr 16 min