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episodes

  • Der Kuss der Sphinx: Symbolismus in Belgien - Interview mit Evelyn Benesch
    Die symbolistische Kunst in Belgien ist, genauso wie in Frankreich, eng mit der Literatur verbunden. Ihre Protagonisten vereint weniger die kuenstlerische Ausdrucksweise, als vor allem ihre Geisteshaltung, innerhalb derer die Vorstellungskraft eine wichtige Rolle spielt. Wie die Sphinx in ihrer geheimnisvollen grenzueberschreitenden Doppeldeutigkeit ist auch der Symbolismus gepraegt von der konstanten Auseinandersetzung mit den Grenzen zwischen Realitaet und Traum, Lebensfreude und Zweifel, Dauer und Vergehen, Erloesung und Untergang. Im Zentrum der an die 150 Arbeiten umfassenden Ausstellung Der Kuss der Sphinx: Symbolismus in Belgien - zu sehen bis 3.2.2008 im BA-CA-Kunstforum Wien - stehen die Werke des bekanntesten Vertreters des belgischen Symbolismus, Fernand Khnopff. Zu sehen sind aber auch Arbeiten von Odilon Redon, Felicien Rops, Jean Delville und vielen mehr. Antworten auf Fragen wie "Was man sonst noch zum Thema Symbolismus wissen sollte, bevor man in die Ausstellung geht" bzw. "Was vom Symbolismus uebrig blieb" und was es mit dem Ausstellungstitel auf sich hat gab Evelyn Benesch, die Kuratorin und stellvertretende Direktorin des BA-CA-Kunstforum Wien.
    15 min
  • Podcast zum Steirischen Herbst 2007
    40 Jahre Steirischer Herbst, 40 Jahre das erklaerte Ziel Grenzen zu ueberschreiten, Kategorien in Frage zu stellen, menschlichen Ausdruck zu feiern. In wenigen Tagen im Jahr wird Graz zu einer Kultur-Weltstadt der zeitgenoessischen Performance-Kunst. Was ist das?! Eigentlich nur der Versuch sich in den verschiedensten Sprachen, in Koerpersprache, Klangsprache, Bildsprache, muendlich, schriftlich, in allen Formen der Kunst, was immer dem Wunderwerk Mensch einfaellt, verstaendlich zu machen. Mal mit Haenden und Fuessen, mal mit heroischer Grandezza, mal mit wildem Uebermut. Das Motto im Jahr 2007 war: Nahe genug. Weil es nie genug und doch auch mal genug sein kann. Beruehrend wird es, wenn man die Moeglichkeit bekommt zum Beispiel ein Theaterstueck von der anderen Seite der Welt zu sehen, - uebersetzt in eine Sprache, die ich gelernt habe, - und das Gefuehl zu haben, es wird einem aus der Seele gesprochen. Die junge Lola Arias aus Buenos Aires hat es in ihrer Trilogie geschafft Schwierigkeiten und Schoenheiten zu verbalisieren, die zutiefst bekannt sind. Auch ohne zu wissen, was in Argentinien gerade fuer Verhaeltnisse herrschen. Auch die Initiative der beiden Schweden, Tor Lindstrand und Marten Spangberg, "The Theatre" zu konstruieren, aufzubauen und zu beleben, hat einen allgemeinen Nerv getroffen: das Beduerfnis einen neutralen Raum zu betreten, um sich wirklich neu begegnen zu koennen. Immer wieder schade, dass die Zeit so unendlich kurz ist. Immer wieder schoen, dass es Buecher gibt, in denen man herum browsen kann, so lang man will - denn da kann einem der der eigene Strom ausgehen.
    18 min
  • Interview mit Jamaaladeen Tacuma
    Jamaaladeen Tacuma ist ein ebenso herausragender wie umstrittener Bassist: Sein umfangreiches Schaffen reicht von modernem Jazz ueber den von ihm massgeblich gepraegten "Free Funk" bis in die Bereiche des Hip Hop und Rap. Dabei setzte er sich zeitweilig der Kritik aus, mit seinem explosiven Bass-Spiel die ihn begleitenden Musiker zu stark zu dominieren. Niemand aber kann seinen stilbildenden Einfluss auf nachfolgende Generationen von Jazz- und Funk-Bassisten bestreiten. Sein aktuelles Album heisst The Flavors of Thelonious Monk Reloaded und ist in Oesterreich im Vertrieb von Extraplatte erhaeltlich. Das Gespraech mit Jamaaladeen Tacuma fuehrten Martin Schuster und Alfred Krondraf.
    13 min
  • Interview mit Bruno Tosi ueber Maria Callas und dem Buch La divina in cucina - Die Entdeckung ihrer kulinarischen Geheimnisse
    Mit La divina in cucina - Die Entdeckung ihrer kulinarischen Geheimnisse veroeffentlichte Bruno Tosi - der Gruender von Associazione Culturale Maria Callas, um das Erbe der grossen Saengerin zu bewahren und Wissenswertes ueber sie zu verbreiten - im Suedwest Verlag ein opulentes Buch, das Maria Callas auch von ihrer privaten Seite zeigt. Das Buch ist eine pikante Mischung aus Kochbuch mit Rezepten, die sich tatsaechlich auch zum Nachkochen eignen, Bildband und Anekdotenschatz und beinhaltet darueber hinaus auch noch eine CD mit 17 Arien. "La divina in cucina" ist somit nicht nur ein Fest fuer Gourmets, sowie ein Augen- und Ohrenschmaus fuer Callas-Fans, sondern es ist auch ein delikater Einstieg in die Biografie von der 1923 als Maria Anna Sophie Cecilia Kalogeropoulos geborenen Ausnahmesaengerin. Bruno Tosi erzaehlte natuerlich wie es zum Buch kam, aber auch ueber das disziplinierte Verhalten von Maria Callas, Stichwort Diaet, ob sie selber kochte oder aufkochen liess, und vieles mehr. Einen besonderen Dank gebuehrt Raffaela Kluge fuer die Uebersetzung der Fragen und Antworten. Das Interview fuehrte Manfred Horak.
    30 min
  • Interview mit Isabel Ettenauer, Marwan Abado und Alp Bora
    Ein Podcast mit einer doch recht ungewoehnlichen Interviewkonstellation, naemlich mit den drei Musikern Isabel Ettenauer, Marwan Abado und Alp Bora. Die niederoesterreichische Musikerin Isabel Ettenauer hat sich international laengst einen hervorragenden Ruf als Toy Piano-Koryphaee gemacht und veroeffentlichte mit The joy of toy - New Music for Toy Piano ein Debuetalbum, das mit dem Pasticciopreis von Radio Oesterreich 1 ausgezeichnet wurde. Ueber den Oud-Spieler Marwan Abado, dessen aktuelles Album Kabila heisst, schrieb einmal Andreas Felber in der Tageszeitung Der Standard: "Seit Jahren bereichert der gebuertige Libanese Marwan Abado die Wiener Musikszene. Solo ist er an seinem Instrument, der Oud...nur selten zu vernehmen. Dabei laesst sich gerade in dieser Konstellation die musikalische Akkulturation von Orient und Okzident wie unter einer Lupe studieren. Und Abado ist ein ausgewiesener Meister seines Faches. Intimer Hoergenuss!" Im europaeischen Istanbul hingegen ist Alp Bora geboren, aufgewachsen ist er im anatolischen Ankara und im orientalischen Bagdad, seit 1998 lebt der Gitarrist und Saenger der Band Nim Sofyan in Wien. Warum Wien? "Weil du nirgendwo sonst in Europa Orient und Okzident in so kultivierter Dichte finden und geniessen kannst wie hier", sagt Alp Bora. Amber - Der Bernstein heisst uebrigens die ab 17. Oktober 2007 im Handel erhaeltliche neue CD von Alp Bora. Diese drei scheinbar recht unterschiedlichen Musiker fanden Mitte September 2007 im Rahmen des Viertelfestival NOe in der Villa Gugging eine gemeinsame Buehne und waren danach auch bereit zu einem gemeinsamen Interview. Die erste Frage ging denn auch gleich in die Richtung, wie weit entfernt bzw. wie nah beieinander Musik sein kann, die einerseits am Toy Piano gespielt wird und andererseits auf der Oud bzw. akustischer Gitarre? Isabel Ettenauer, Marwan Abado und Alp Bora und deren gemeinsame Schnittpunkte und Unterschiede stand also im Zentrum des Gespraechs. Nicht nur, Stichwort Joe Zawinul, aber auch.
    17 min
  • Interview mit Martin Reiter zum Album Alma
    Auf dem bei Material Records erschienenen Album Alma von Martin Reiter tummelt sich allerlei Prominenz - sei es Wundergitarrist Alegre Correa und Ausnahmesaengerin Ana Paula Da Silva, die einmal mehr unter Beweis stellen, dass Brasilianer nicht nur die besten Fussballer sind, bis hin zu Matthieu Michel am Fluegelhorn, Bertl Mayer an der Harmonika, Matthias Pichler am akustischen Bass, Juan Garcia Herreros am elektrischen Bass, Peter Kronreif am Schlagwerk und Judith Reiter an der Geige. Gemeinsam mit Martin Reiter am Klavier und Keyboard entstanden so acht wunderbare Jazzstuecke. Ein Album, das man, einmal gehoert, gerne oft hoert. Das Interview fuehrte Alfred Krondraf.
    12 min
  • Interview mit Karlheinz Essl und Jonathan Meese zur Ausstellung Fraeulein Atlantis in der Sammlung Essl
    Der deutsche Shooting Star Jonathan Meese, der im Essl Museum in Klosterneuburg bis 3. Februar 2008 mit der sehenswerten Ausstellung Fraeulein Atlantis vertreten ist, Karlheinz Essl jun., der die Soundinstallation zu dieser Ausstellung schuf und Alfred Krondraf von Kulturwoche.at trafen sich gegen Mittag des 20. September 2007 zu einem Gespraech. Das Gespraech handelte von Tierbabys, von der Zusammenarbeit zwischen Kuenstlern, von der Demut und was Kunst alles sein kann. Am Abend desselben Tages eroeffnete Jonathan Meese die Ausstellung mit einer mehr als einstuendigen Spoken Word Performance, die ihn an den Rand der physischen Leistungsfaehigkeit brachte und in der er an "der Kunst lutsche wie an einem Lolly".
    24 min
  • Interview mit Guenther Oberhollenzer zur Ausstellung FOTO.KUNST: Zeitgenoessische Fotografie aus der Sammlung Essl
    Seit den ersten Ankaeufen fotografischer Werke im Jahr 1987 ist die Sammlung zeitgenoessischer Fotografie des Essl Museums auf beinahe 1.000 Werke nationaler und internationaler Kuenstler angewachsen. Die Ausstellung FOTO.KUNST: Zeitgenoessische Fotografie aus der Sammlung Essl bietet mit rund 100 Arbeiten von 46 Kuenstlerinnen und Kuenstlern erstmals einen repraesentativen Einblick in die Sammlungsbestaende. Neben zahlreichen Neuankaeufen sind Klassiker, Highlights und junge Positionen zu sehen. Dabei gliedert sich die Ausstellung in 6 Themenbereiche, wobei diese Themen nicht nur Schwerpunkte innerhalb der Sammlung von Agnes und Karlheinz Essl reflektieren, sondern auch generelle Fragestellungen der kuenstlerischen Fotografie aufwerfen: Wie erfolgt Erzaehlung in der Fotografie? Hat sich das Verhaeltnis von Information und Manipulation in der Fotografie durch die Moeglichkeiten digitaler Bildbearbeitung veraendert, wenn ja wie? Welche Strategien der Selbstinszenierung waehlen Kuenstler seit den 1960er Jahren bis heute? Wie reagieren Kuenstler auf gesellschaftliche Entwicklungen und Veraenderungen wie Globalisierung, Massentourismus, mediale Reizueberflutung, sexuelle Gleichberechtigung, etc.? Die zahlreichen unterschiedlichen Herangehensweisen und Arbeitsmethoden der Fotografen in dieser Ausstellung laden daher auch zur Diskussion und Auseinandersetzung ueber die Definition und Bedeutung zeitgenoessischer Fotografie als Medium der bildenden Kunst ein. Das Interview mit dem Kurator Guenther Oberhollenzer fuehrte Alfred Krondraf.
    14 min
  • Interview mit Joe Zawinul
    Das Gespraech fand anlaesslich der Veroeffentlichung der Doppel-CD Brown Street in seinem Lokal, dem Joe Zawinul's Birdland statt. Zum Thema standen freilich das Album und wie es zur Zusammenarbeit mit der WDR Big Band kam. Gesprochen wurde aber auch ueber das Birdland selbst, sowie ueber die enorme Energie seiner Band, dem Zawinul Syndicate, und ueber Unsterblichkeit. Bei einem anderen Interview erklaerte mir Joe Zawinul einmal: "Es gibt gute Musiker, die wahrscheinlich sentimental sind. Ich bin es nicht. Ich bin ein leidenschaftlicher Musiker. Musik ist fuer mich wie Atmen."
    21 min
  • Interview mit dem Bassisten Peter Herbert
    Peter Herbert, oesterreichischer Bassist von Weltruf und kuenstlerischer Leiter des ueber die Grenzen hinaus bekannten Workshop JIMS (Jazz and Improvised Music Salzburg) traf Alfred Krondraf am Rande dieser Veranstaltung zu einem Gespraech. Peter Herbert, er hat im Sommer 2007 die von der Kritik hoch gelobte CD Brilanza (Extraplatte) mit Waltraud Koettler und Huw Warren aufgenommen, sprach ueber seine mittelfristigen Plaene, ueber seine Zusammenarbeit mit Waltraud Koettler, und auch generell ueber durchkomponierte und improvisierte Musik, sowie ueber das Ausbildungsniveau der Musiker in Oesterreich.
    16 min