Was passiert, wenn Engagement im Netz plötzlich politische Sprengkraft bekommt?
In der 153. Episode des Goodcast spricht Anna Lena Hodenberg von HateAid über eine Realität, die viele lieber ausblenden. HateAid ist eine gemeinnützige Organisation aus Berlin, gegründet 2018, die Menschen unterstützt, die online angegriffen werden. Sie beraten Betroffene, stabilisieren sie emotional und gehen für sie vor Gericht, oft inklusive Finanzierung der Prozesskosten. Allein im Jahr 2024 haben sie tausende Fälle begleitet und Hunderte Anzeigen und Klagen ermöglicht. Doch genau diese Arbeit sorgt für Konflikte. Wenn eine Organisation beginnt, Plattformen juristisch herauszufordern und politische Regeln im Netz mitzugestalten, wird sie selbst zur Zielscheibe. Es geht um Macht, um Deutungshoheit und um die Frage, wer im digitalen Raum die Grenzen setzt.
Und dann ist da noch ihre persönliche Geschichte: ein Einreiseverbot in die USA, Vorwürfe der Zensur und eine NGO, die plötzlich im Zentrum internationaler Spannungen steht. Ein Gespräch über Hass, Verantwortung und darüber, warum der Kampf um ein sicheres Internet längst kein rein digitales Thema mehr ist.
Eine Produktion von MAKIKO* für die Viva Equality gemeinnützige UG
Gastgeber: Julius Bertram