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Steht uns wieder eine Teuerungswelle bevor? In den USA mehren sich die Zeichen, der Inflation. In der Theorie sollte dieses Umfeld ideal für inflationsindexierte Anleihen sein.
Ist es dann interessant hier zu investieren?
Viel Spaß beim Hören,
Dein Matthias Krapp
(Transkript dieser Folge weiter unten)
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📈 Matthias Finanzseminare: https://wissen-schafft-geld.de
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***Bei diesem Beitrag handelt es sich nicht um eine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung***
TRANSKRIPT dieser Folge (autom. generiert):
Ja hallo herzlich willkommen hier ist wieder der Matthias und natürlich eine neue Folge "Wissenschaft Geld". Ja und heute am Dienstag geht es um ein etwas anderes aber für den einen oder anderen vielleicht doch ganz interessantes Thema oder vielleicht gar nicht so interessant aber dennoch wird er vielleicht mal ja darauf angesprochen oder bekommt da was von mit und sagt, hey, das hört sich ja super an, das möchte ich jetzt auch machen. Ja, wovon rede ich heute? Ich rede von inflationsindexierten Anleihen. Vielleicht hast du schon mal was davon gehört und immer wenn es um Inflation geht oder die Inflation kommt oder vor dem Comeback steht, dann kommen natürlich auch die einen oder anderen Berater -Vermittler -Initiatoren, die sagen, jetzt sollte man in dem Bereich der festverzinsigen Wertpapiere dann halt eben nicht mehr auf normale Anleihen setzen, sondern vielleicht einfach auf die sogenannten Inflationsanleihen. Und gerade in Amerika mehren sich ja mal wieder die Zeichen angeblich, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht gewonnen ist. Und dann wäre natürlich das Umfeld wieder optimal, um in inflationsindexierte Anleihen zu investieren. Und ich versuche heute mal so ein bisschen euch mit dem Thema ein bisschen bekannter zu machen, zu erzählen, wie das funktioniert, um dann auch am Ende vielleicht zu wissen, dass es gar nicht so sinnvoll unbedingt sein muss, wie es sich im ersten Augenblick hört, denn es hört sich ganz schön an, inflationsindexierte Anleihen sind halt eben spezielle Wertpapiere, die vereinfacht gesagt Anleger und Schutz vor steigender Inflation bieten sollen. Bekannter in der Fachzene sind sie häufiger als sogenannte Linker oder in den USA heißen sie dann Treasury Inflation Protected Securities, abgekürzt Tipps, doch wie funktionieren eigentlich diese Anleihen? Wenn man was macht, dann sollte man auch wissen, was man tut und wissen, wie es funktioniert. So, und der entscheidende Mechanismus bei diesen Tipps oder Linkern ist folgendermaßen, der Kapitalbetracht, also der Anlagebetracht, in den ich investiere, wird regelmäßig, das hängt dann davon ab, welche Länder die raus geben, so viele Länder machen es auch gar nicht, Das hängt also davon ab, wie gesagt, je nach Land, monatlich oder quartalsweise wird anhand eines Inflationsindexes dann eben der Kapitalbetrag angepasst. In den USA ist das in der Regel immer der Verbraucherpreisindex, also der CPI und in Europa häufig der harmonisierte Verbraucherpreisindex. Das ist dann der HVPI und der Verbraucherpreisindex der CPE. So, das bedeutet also, dass der Nennwert regelmäßig angepasst wird, um die aktuelle Inflationsrate, um das dann auch wiederzuspiegeln und praktisch so den realen Wert dieses Investments zu sichern. Steigt also die Inflation erhöht sich der Nennenwert der Anleihe und damit wachsen dann auch die Zinszahlung, da diese auf den angepassten Nennenwert berechnet werden. Singt also die Inflation oder kommt es sogar zu einer Deflation, bleibt der Nennenwert in der Regel aber konstant, es kann aber auch sein und da muss sich halt eben die ausgestaltung der Verträge anschauen, dass der Nominarwert sogar sinken sinken kann. Und das ist genau das, was ich bei einer fest verzinsigen Anleihe an die Garni erwarte. Da möchte ich ja auf 100 Prozent meinen festen Zins erst bekommen und nicht später auf 102, 104, 106, wenn es jedes Jahr nach oben geht oder später vielleicht nur noch auf 98 oder 96. So, bei den meisten Inflationsindexierten Anleihen ist es allerdings immer so, dass diese den ursprünglichen Nennenwert zur Fälligkeit eigentlich garantieren. Ja, nochmal ein Beispiel, ich habe es gerade schon mal ein bisschen vorweggegriffen, wenn du einfach mal vorstellst, du bist 10 .000 Euro in solch einer Anleihe und diese Anleihen gibt es dann natürlich auch in Phongs, weil ich bin ja kein großer Freund von Einzeltitel, Einzelaktien und auch nicht von Einzelanleihen, sondern immer bereit gestreut, das über entsprechende passende Fonds abzudecken. So, und wenn man wie gesagt 10 .000 Euro in solche Anleihe investiert und die hat beispielsweise einen festen Zinssatz von 1%, steigt jetzt die Inflation im ersten Jahr nach der Auflage auf 2%, dann erhöht sich halt eben der Nennwert diese Anleihe automatisch um diesen Anteil. Das sind dann 10 .200 Euro und du bekommst dann bei der nächsten Zinszahlung, diesen Zinssatz von einem Prozent, halt eben nicht mehr auf 10 .000, sondern auf 10 .200 und somit auf der einen Seite steigt der Nennenwert und auf der anderen Seite die jährliche Ausschüttung, weil immer ein Prozent auf den dann neuen Nennenwert. Ohne Inflationsschutz würden die Erträge ja praktisch durch die Steigenpreise real gesehen schrumpfen, weil du weiterhin immer nur 1 % auf 10 .000 bekommen würdest, dein Geld aber wie gesagt nicht mehr 10 .000 wert ist und hier bei dieser inflationsindexierten andeil der nominale wert um diese inflationsrate angepasst werden soll. So und deswegen werden sie dann häufig halt eben auch als Schutzschild gegen steigende preise ich sag mal vermarktet, aber das ganze kann auch sehr trügerisch sein. Und da müssen wir jetzt halt eben aufpassen, denn zwar passen sich diese Inflationsindexierten Anleihen an die Inflationen an, dennoch können sie aber viele Anleger dann trotzdem vielleicht später enttäuschen. Das Kernproblem nämlich ist, dass diese Anleihen, obwohl sie einen eingebauten kann es fix dann natürlich auch Immunen gegen das allgemeine Zins Änderungsrisiko am Markt sind. Das heißt, wenn jetzt nicht die Inflation, sondern die Marktzinsen am Kapitalmarkt steigen und das passiert häufig in einer oder einem Umfeld mit zunehmender Inflation, dann kann der Kurs, also die Anleihe, die du Helds hat zwar einen Nominalwert, aber dann kann der Kurs wiederum auf runtersteigenden Marktzinsen senken und der Tageskurs dann beispielsweise auch auf 95 oder 90 Prozent fallen. Und dann hast du wieder genau das, was du in den Fondkursen siehst und was du eigentlich nicht willst. Du musst dann abwarten, was dann später andere Zinssätze, neue Zinssätze für Wiederanlage machen und bis deine Anlage entfällig wird. Und wenn so ein Linker eine sehr, sehr lange Laufzeit hat, dann fällt der Kurs bei steigenden Zinsen umso mehr. Du bekommst zwar einen etwas höheren Zins, aber der Wert der Anleihe, wenn du den kaufen willst, weil vielleicht in zwei, drei Jahren die Marktzinsen noch viel attraktiver sind und du dir dann langfristig vielleicht dann fünf, sechs Prozent für lange Jahre sichern willst, aber dein Linker noch ein paar Jahre läuft, dann kannst du da nur mit Verlusten rauskommen oder por la nicht kennen oder unterschützen oder oder oder schätzen und deswegen denken mit diesen Linkern oder inflationsangepassten Anleihen, das wäre dann so eine eierlegende Wollmilchsau, aber es schützt sie dennoch nicht vor Kursverlusten und sie wissen dann nicht, wie sagt, ob ich später bei wirklich attraktiveren Nominalzinsen langfristig diese mir dann sichern kann. Ich kann nämlich nicht einfach diese inflationsindexierten Anleihen zu 100 Prozent jeder Zeit zurückgeben. Es ist also wie gesagt so, man muss schon genau wissen, was man hier tut und die Inflationspognosen gehen ja auch nicht immer so auf, wie man es sich denkt und häufig werden dann auch die Treubungsraten überschätzt und somit kann es durchaus sein, dass eine weitere klassische Investition in klassischen Staatsanleihen beispielsweise mit kurzen Restlaufzeiten in steigenden Zinsphasen auf Dauer das bessere ist und es gibt zwar eine Indikate dafür, ob sich eine Investition in inflationsindexierte Anleihen lohnt und das ist der sogenannte Break -even -Inflationsrate oder die Break -even Imflationsrate. Sie gibt an, um welchen Wert die durchschnittliche jährliche Inflation über die gesamte Laufzeit mindestens liegen muss, damit die Rendite einer inflationsgeschützten Anleihe jener einer vergleichbaren herkömmlichen Anleihe entspricht. Ja, aktuell liegt das für fünf und zehn jährige Staatsanleihen bei 2 ,3 und bleibt jetzt die tatsächliche durchschnittliche Inflation unter dieser Marke, dann erweisen sich klassische Anleihen als ihren Tablererwahl. Ihr hört schon, am Ende wird dann doch wieder ein bisschen kompliziert und ich hasse komplizierte Sachen. Ich liebe es einfach und man muss es verstehen und ich kann mir vorstellen, dass da ein oder andere jetzt vielleicht doch nicht mehr alles so richtig versteht, was ich mir aber auch vorstellen kann und was man sich anschauen kann. Was haben denn beispielsweise größere bekannte Inflationsindexierte Online -Fonds oder ETFs in den letzten Jahren gemacht und in den letzten drei Jahren war es jetzt auch nicht so toll, obwohl in den letzten drei Jahren die Inflationsraten ja schon wieder gestiegen sind, beispielsweise durch den Ukraine -Krieg und da macht beispielsweise ein Pinko -Global low -duration, real return from über drei Jahre eine Wertentwicklung von 1 ,5. Ein AXA inflation short duration bond 1 ,1, wie gesagt total, nicht per annum, ein UBS Bloomberg tipps minus 1 ,3 und ein iShares tipp plus 2 ,5, wobei man dann auch noch wissen muss, dass ein Großteil dieser inflationsindexierten Anleihen, die ja überwiegend in Amerika begeben werden, auch auf US -Dollarbasis sind. So, wenn man dann sagt, okay, wer vor fünf Jahren diesen Riecher schon hatte, der hat über fünf Jahre dann im Schnitt dann beispielsweise sogar 14 Prozent bei dem ein oder anderen machen können, bloß wenn dann auf der anderen Seite noch wieder das Währungsrisiko dazukommen und ich mache hier eine Rendite über die Kurse Entwicklung plus Ausschüttungen von 14 -15 Prozent, aber der Dollar wird auf einmal so mal 10 Prozent wieder leichter, dann habe ich das, was sie auf der einen Seite gewonnen ist, auf der anderen Seite wieder weitestgehend zerronnen. So, das heißt ich habe hier also nicht nur die inflationsindexierte Anleihe mit eventuell steigenden Nominalwert und einem festen Zins auf den dann späteren höheren Nominalwert. Ich habe aber gleichzeitig während der Laufzeit das Kursrisiko der Anleihe, wenn die Marktzinsen aufsteigen und ich habe, wenn es auf Dollarbasis ist, auch noch das Dollarrisiko. Und wenn ich dann beispielsweise zum falschen Zeitpunkt, sprich Timing dort investiere und der Dollar in einem kurzfristigen Zeitraum 5 oder 10 Prozent sich abwertet, dann kann das Ganze nicht nur ein Nullsummspiel, dann kann es auch ein negatives Spiel werden. Deswegen meine klare Empfehlung, diese Dinger hören sich sexy an, sie hören sich plausibel an, es kann aber eine Plausibilitätsfalle werden, dass man einen guten Grundgedanken hat, dass man eine gute Idee hat, aber am Ende das vollkommen falsche Produkt in seine Strategie einbaut und mit einer inflationsentdexierten Anleihe oder Formen oder ETF bei Weiten nicht das erreicht, was man eigentlich erreichen wollte und deswegen, wie immer, am Ende, mein Tipp, mach es einfach, verstehe, was du da tust und wenn du es nicht verstehst oder fünf oder sechs oder acht mal lesen musst, um zu verstehen, dann sollte man eigentlich schon wieder damit aufhören, Denn am Ende funktionieren diese Sachen häufig nicht oder nur für eine gewisse Zeit und das wiederum bedeutet, du müsstest häufiger die guten und richtigen entscheidenden Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt treffen und dann meist auch noch mehrfach, das heißt zum richtigen Zeitpunkt rein, zum richtigen Zeitpunkt raus. Und dann sehen wir wieder bei der ganzen Problematik, die einfach auf Dauer kaum jemand beherrscht und deswegen wird ich persönlich und ich mache es auch nicht. Ich habe keinen einzigen Mandanten, den ich je betreue, der eine inflationsindexierten Fond oder ETF beigemischt hat, weil das Thema ist zum bestimmten Zeitpunkt interessant. Genau wie beispielsweise Gold zu bestimmten Zeitpunkten. Krisen immer interessant ist und dann auch natürlich Gold steigt, aber wenn man dann mittel - und langfristig schaut, haben die wenigsten mit Gold richtig gut überdurchschnittliche Renditen oder Renditen wie am Aktienmarkt erzählt, sondern langfristig ist es eher die durchschnittliche Inflationsrate, das heißt Gold ist und bleibt aus meiner Sicht auch ein guter Inflationsschutz, Meist auch emotional eine schöne Sache, weil man sich damit gut fühlt, dass man Gold beispielsweise auch in die Hand nehmen kann oder Goldglänz oder Schmock. Oder dass es über Jahrtausende immer schon funktioniert hat und man für eine Unzugold sich immer einen Topanzug und ein Toppaar Schuhe kaufen konnte, ob es vor 100 Jahren, vor 1000 Jahren, vor 500 Jahren oder heute ist für eine Unzugold. Da kann man schon richtig Toppie Zucht und Topisch -Schuhe kriegen, wahrscheinlich italienische First -Class -Design. Ja, Gold hatten Wert und Wert erhalt und Inflationsschutz, aber Gold will langfristig in den seltensten Fällen die Renditen bringen von ihm, wo sieben, acht, neun Prozent, wenn sich es unter den Sicherheitsaspekt und der Streuungsee unter Asset klassen, dann hat es auch aus meiner Sicht nach wie die Vorberechtigung, aber dann nicht im Wege von 40, 50 Prozent oder whatever, sondern vielleicht als Beimischung, vielleicht irgendwo fünf oder maximal zehn Prozent, aber das hängt wieder darum dann auch von Gesamtvermögen. Jedes einzelnen Ab von seiner Anlage Philosophie und Strategie, von seiner Lebensplanung, von seiner Risikobereitschaft, von seinem Gesamtvermögen und auch wie wieviel er von seinem Gesamtvermögen dann später vielleicht noch benötigt für seinen Lebensunterhalt, für seine Rente oder für seine Pflege, whatever und wieviel er dann anschließend überbleiben kann und soll theoretisch oder praktisch, ob schon was verschenkt werden soll, theoretisch oder praktisch und ob schon was verschenkt werden kann, denn viele sagen ja, gibts mit der warmen Hand, ich sage mal ja, denkt über nach, aber wenn du zu viel zu früh mit der warmen Hand gibst, dann kannst dich an sich selber treffen und du hast nichts mehr oder zu wenig und Schenken, Freibeträge von oben nach unten, wie so schön heiß, ist immer sehr schön und interessant, aber auf anderen Seite zurück schenken, Kinder an Eltern gibst halt eben nur beispielsweise 20 .000 Euro Freibetrag, dann wird es richtig teuer und Und da denken Menschen unterschiedlich, ich habe momentan gerade beispielsweise ein Fall, wo derjenige, der über ein mittleres, fast schon in die Richtung zweistelliges Millionenvermögen verfügt, wo es steuerlich durchaus Sinn macht in seinem Fall, oder könnte den Kindern schon was zu schenken, was wir besprochen hatten, dann beispielsweise auch mit einem sogenannten Vetorecht, die ersten 400 .000 von zehn Jahren zu verschenken, aber die Kontrolle zu behalten. Aber da war für mich beispielsweise der absolut nachvollziehbare Grund, nein, die Kinder sollen selber sich was er wirtschaften und erarbeiten und nicht das Gefühl haben, dass jetzt schon in Anführungsstrichen die Schenkerei losgeht und man damit ja vielleicht auch Thema Motivation und Lebensplanung. Da eine oder andere sagt, da brauche ich nichts mehr tun und das kommt ja von alleine. Ich muss ja nur noch warten. Ich werde demnächst sowieso gut erben, wo dann in diesem Fall aus bestimmten Gründen halt eben noch nicht sowas gemacht wird. All das sind Sachen, das kann nur jeder für sich selber entscheiden und meine Aufgabe und ein guter Berater sieht es halt eben auf seine Aufgabe auch an, diese Sachen und Möglichkeiten vorzustellen und anzusprechen, aber halt eben auch zu akzeptieren, dass es dann aus dem einen oder anderen Grund halt eben noch nicht der Fall sein soll. So, ich wünsche euch allen keine inflationsintensierten Andeinen, aber eine tolle Woche und wir hören uns wieder am Freitag der Matthias.
Steht uns wieder eine Teuerungswelle bevor? In den USA mehren sich die Zeichen, der Inflation. In der Theorie sollte dieses Umfeld ideal für inflationsindexierte Anleihen sein.
Ist es dann interessant hier zu investieren?
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Dein Matthias Krapp
(Transkript dieser Folge weiter unten)
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Ja hallo herzlich willkommen hier ist wieder der Matthias und natürlich eine neue Folge "Wissenschaft Geld". Ja und heute am Dienstag geht es um ein etwas anderes aber für den einen oder anderen vielleicht doch ganz interessantes Thema oder vielleicht gar nicht so interessant aber dennoch wird er vielleicht mal ja darauf angesprochen oder bekommt da was von mit und sagt, hey, das hört sich ja super an, das möchte ich jetzt auch machen. Ja, wovon rede ich heute? Ich rede von inflationsindexierten Anleihen. Vielleicht hast du schon mal was davon gehört und immer wenn es um Inflation geht oder die Inflation kommt oder vor dem Comeback steht, dann kommen natürlich auch die einen oder anderen Berater -Vermittler -Initiatoren, die sagen, jetzt sollte man in dem Bereich der festverzinsigen Wertpapiere dann halt eben nicht mehr auf normale Anleihen setzen, sondern vielleicht einfach auf die sogenannten Inflationsanleihen. Und gerade in Amerika mehren sich ja mal wieder die Zeichen angeblich, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht gewonnen ist. Und dann wäre natürlich das Umfeld wieder optimal, um in inflationsindexierte Anleihen zu investieren. Und ich versuche heute mal so ein bisschen euch mit dem Thema ein bisschen bekannter zu machen, zu erzählen, wie das funktioniert, um dann auch am Ende vielleicht zu wissen, dass es gar nicht so sinnvoll unbedingt sein muss, wie es sich im ersten Augenblick hört, denn es hört sich ganz schön an, inflationsindexierte Anleihen sind halt eben spezielle Wertpapiere, die vereinfacht gesagt Anleger und Schutz vor steigender Inflation bieten sollen. Bekannter in der Fachzene sind sie häufiger als sogenannte Linker oder in den USA heißen sie dann Treasury Inflation Protected Securities, abgekürzt Tipps, doch wie funktionieren eigentlich diese Anleihen? Wenn man was macht, dann sollte man auch wissen, was man tut und wissen, wie es funktioniert. So, und der entscheidende Mechanismus bei diesen Tipps oder Linkern ist folgendermaßen, der Kapitalbetracht, also der Anlagebetracht, in den ich investiere, wird regelmäßig, das hängt dann davon ab, welche Länder die raus geben, so viele Länder machen es auch gar nicht, Das hängt also davon ab, wie gesagt, je nach Land, monatlich oder quartalsweise wird anhand eines Inflationsindexes dann eben der Kapitalbetrag angepasst. In den USA ist das in der Regel immer der Verbraucherpreisindex, also der CPI und in Europa häufig der harmonisierte Verbraucherpreisindex. Das ist dann der HVPI und der Verbraucherpreisindex der CPE. So, das bedeutet also, dass der Nennwert regelmäßig angepasst wird, um die aktuelle Inflationsrate, um das dann auch wiederzuspiegeln und praktisch so den realen Wert dieses Investments zu sichern. Steigt also die Inflation erhöht sich der Nennenwert der Anleihe und damit wachsen dann auch die Zinszahlung, da diese auf den angepassten Nennenwert berechnet werden. Singt also die Inflation oder kommt es sogar zu einer Deflation, bleibt der Nennenwert in der Regel aber konstant, es kann aber auch sein und da muss sich halt eben die ausgestaltung der Verträge anschauen, dass der Nominarwert sogar sinken sinken kann. Und das ist genau das, was ich bei einer fest verzinsigen Anleihe an die Garni erwarte. Da möchte ich ja auf 100 Prozent meinen festen Zins erst bekommen und nicht später auf 102, 104, 106, wenn es jedes Jahr nach oben geht oder später vielleicht nur noch auf 98 oder 96. So, bei den meisten Inflationsindexierten Anleihen ist es allerdings immer so, dass diese den ursprünglichen Nennenwert zur Fälligkeit eigentlich garantieren. Ja, nochmal ein Beispiel, ich habe es gerade schon mal ein bisschen vorweggegriffen, wenn du einfach mal vorstellst, du bist 10 .000 Euro in solch einer Anleihe und diese Anleihen gibt es dann natürlich auch in Phongs, weil ich bin ja kein großer Freund von Einzeltitel, Einzelaktien und auch nicht von Einzelanleihen, sondern immer bereit gestreut, das über entsprechende passende Fonds abzudecken. So, und wenn man wie gesagt 10 .000 Euro in solche Anleihe investiert und die hat beispielsweise einen festen Zinssatz von 1%, steigt jetzt die Inflation im ersten Jahr nach der Auflage auf 2%, dann erhöht sich halt eben der Nennwert diese Anleihe automatisch um diesen Anteil. Das sind dann 10 .200 Euro und du bekommst dann bei der nächsten Zinszahlung, diesen Zinssatz von einem Prozent, halt eben nicht mehr auf 10 .000, sondern auf 10 .200 und somit auf der einen Seite steigt der Nennenwert und auf der anderen Seite die jährliche Ausschüttung, weil immer ein Prozent auf den dann neuen Nennenwert. Ohne Inflationsschutz würden die Erträge ja praktisch durch die Steigenpreise real gesehen schrumpfen, weil du weiterhin immer nur 1 % auf 10 .000 bekommen würdest, dein Geld aber wie gesagt nicht mehr 10 .000 wert ist und hier bei dieser inflationsindexierten andeil der nominale wert um diese inflationsrate angepasst werden soll. So und deswegen werden sie dann häufig halt eben auch als Schutzschild gegen steigende preise ich sag mal vermarktet, aber das ganze kann auch sehr trügerisch sein. Und da müssen wir jetzt halt eben aufpassen, denn zwar passen sich diese Inflationsindexierten Anleihen an die Inflationen an, dennoch können sie aber viele Anleger dann trotzdem vielleicht später enttäuschen. Das Kernproblem nämlich ist, dass diese Anleihen, obwohl sie einen eingebauten kann es fix dann natürlich auch Immunen gegen das allgemeine Zins Änderungsrisiko am Markt sind. Das heißt, wenn jetzt nicht die Inflation, sondern die Marktzinsen am Kapitalmarkt steigen und das passiert häufig in einer oder einem Umfeld mit zunehmender Inflation, dann kann der Kurs, also die Anleihe, die du Helds hat zwar einen Nominalwert, aber dann kann der Kurs wiederum auf runtersteigenden Marktzinsen senken und der Tageskurs dann beispielsweise auch auf 95 oder 90 Prozent fallen. Und dann hast du wieder genau das, was du in den Fondkursen siehst und was du eigentlich nicht willst. Du musst dann abwarten, was dann später andere Zinssätze, neue Zinssätze für Wiederanlage machen und bis deine Anlage entfällig wird. Und wenn so ein Linker eine sehr, sehr lange Laufzeit hat, dann fällt der Kurs bei steigenden Zinsen umso mehr. Du bekommst zwar einen etwas höheren Zins, aber der Wert der Anleihe, wenn du den kaufen willst, weil vielleicht in zwei, drei Jahren die Marktzinsen noch viel attraktiver sind und du dir dann langfristig vielleicht dann fünf, sechs Prozent für lange Jahre sichern willst, aber dein Linker noch ein paar Jahre läuft, dann kannst du da nur mit Verlusten rauskommen oder por la nicht kennen oder unterschützen oder oder oder schätzen und deswegen denken mit diesen Linkern oder inflationsangepassten Anleihen, das wäre dann so eine eierlegende Wollmilchsau, aber es schützt sie dennoch nicht vor Kursverlusten und sie wissen dann nicht, wie sagt, ob ich später bei wirklich attraktiveren Nominalzinsen langfristig diese mir dann sichern kann. Ich kann nämlich nicht einfach diese inflationsindexierten Anleihen zu 100 Prozent jeder Zeit zurückgeben. Es ist also wie gesagt so, man muss schon genau wissen, was man hier tut und die Inflationspognosen gehen ja auch nicht immer so auf, wie man es sich denkt und häufig werden dann auch die Treubungsraten überschätzt und somit kann es durchaus sein, dass eine weitere klassische Investition in klassischen Staatsanleihen beispielsweise mit kurzen Restlaufzeiten in steigenden Zinsphasen auf Dauer das bessere ist und es gibt zwar eine Indikate dafür, ob sich eine Investition in inflationsindexierte Anleihen lohnt und das ist der sogenannte Break -even -Inflationsrate oder die Break -even Imflationsrate. Sie gibt an, um welchen Wert die durchschnittliche jährliche Inflation über die gesamte Laufzeit mindestens liegen muss, damit die Rendite einer inflationsgeschützten Anleihe jener einer vergleichbaren herkömmlichen Anleihe entspricht. Ja, aktuell liegt das für fünf und zehn jährige Staatsanleihen bei 2 ,3 und bleibt jetzt die tatsächliche durchschnittliche Inflation unter dieser Marke, dann erweisen sich klassische Anleihen als ihren Tablererwahl. Ihr hört schon, am Ende wird dann doch wieder ein bisschen kompliziert und ich hasse komplizierte Sachen. Ich liebe es einfach und man muss es verstehen und ich kann mir vorstellen, dass da ein oder andere jetzt vielleicht doch nicht mehr alles so richtig versteht, was ich mir aber auch vorstellen kann und was man sich anschauen kann. Was haben denn beispielsweise größere bekannte Inflationsindexierte Online -Fonds oder ETFs in den letzten Jahren gemacht und in den letzten drei Jahren war es jetzt auch nicht so toll, obwohl in den letzten drei Jahren die Inflationsraten ja schon wieder gestiegen sind, beispielsweise durch den Ukraine -Krieg und da macht beispielsweise ein Pinko -Global low -duration, real return from über drei Jahre eine Wertentwicklung von 1 ,5. Ein AXA inflation short duration bond 1 ,1, wie gesagt total, nicht per annum, ein UBS Bloomberg tipps minus 1 ,3 und ein iShares tipp plus 2 ,5, wobei man dann auch noch wissen muss, dass ein Großteil dieser inflationsindexierten Anleihen, die ja überwiegend in Amerika begeben werden, auch auf US -Dollarbasis sind. So, wenn man dann sagt, okay, wer vor fünf Jahren diesen Riecher schon hatte, der hat über fünf Jahre dann im Schnitt dann beispielsweise sogar 14 Prozent bei dem ein oder anderen machen können, bloß wenn dann auf der anderen Seite noch wieder das Währungsrisiko dazukommen und ich mache hier eine Rendite über die Kurse Entwicklung plus Ausschüttungen von 14 -15 Prozent, aber der Dollar wird auf einmal so mal 10 Prozent wieder leichter, dann habe ich das, was sie auf der einen Seite gewonnen ist, auf der anderen Seite wieder weitestgehend zerronnen. So, das heißt ich habe hier also nicht nur die inflationsindexierte Anleihe mit eventuell steigenden Nominalwert und einem festen Zins auf den dann späteren höheren Nominalwert. Ich habe aber gleichzeitig während der Laufzeit das Kursrisiko der Anleihe, wenn die Marktzinsen aufsteigen und ich habe, wenn es auf Dollarbasis ist, auch noch das Dollarrisiko. Und wenn ich dann beispielsweise zum falschen Zeitpunkt, sprich Timing dort investiere und der Dollar in einem kurzfristigen Zeitraum 5 oder 10 Prozent sich abwertet, dann kann das Ganze nicht nur ein Nullsummspiel, dann kann es auch ein negatives Spiel werden. Deswegen meine klare Empfehlung, diese Dinger hören sich sexy an, sie hören sich plausibel an, es kann aber eine Plausibilitätsfalle werden, dass man einen guten Grundgedanken hat, dass man eine gute Idee hat, aber am Ende das vollkommen falsche Produkt in seine Strategie einbaut und mit einer inflationsentdexierten Anleihe oder Formen oder ETF bei Weiten nicht das erreicht, was man eigentlich erreichen wollte und deswegen, wie immer, am Ende, mein Tipp, mach es einfach, verstehe, was du da tust und wenn du es nicht verstehst oder fünf oder sechs oder acht mal lesen musst, um zu verstehen, dann sollte man eigentlich schon wieder damit aufhören, Denn am Ende funktionieren diese Sachen häufig nicht oder nur für eine gewisse Zeit und das wiederum bedeutet, du müsstest häufiger die guten und richtigen entscheidenden Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt treffen und dann meist auch noch mehrfach, das heißt zum richtigen Zeitpunkt rein, zum richtigen Zeitpunkt raus. Und dann sehen wir wieder bei der ganzen Problematik, die einfach auf Dauer kaum jemand beherrscht und deswegen wird ich persönlich und ich mache es auch nicht. Ich habe keinen einzigen Mandanten, den ich je betreue, der eine inflationsindexierten Fond oder ETF beigemischt hat, weil das Thema ist zum bestimmten Zeitpunkt interessant. Genau wie beispielsweise Gold zu bestimmten Zeitpunkten. Krisen immer interessant ist und dann auch natürlich Gold steigt, aber wenn man dann mittel - und langfristig schaut, haben die wenigsten mit Gold richtig gut überdurchschnittliche Renditen oder Renditen wie am Aktienmarkt erzählt, sondern langfristig ist es eher die durchschnittliche Inflationsrate, das heißt Gold ist und bleibt aus meiner Sicht auch ein guter Inflationsschutz, Meist auch emotional eine schöne Sache, weil man sich damit gut fühlt, dass man Gold beispielsweise auch in die Hand nehmen kann oder Goldglänz oder Schmock. Oder dass es über Jahrtausende immer schon funktioniert hat und man für eine Unzugold sich immer einen Topanzug und ein Toppaar Schuhe kaufen konnte, ob es vor 100 Jahren, vor 1000 Jahren, vor 500 Jahren oder heute ist für eine Unzugold. Da kann man schon richtig Toppie Zucht und Topisch -Schuhe kriegen, wahrscheinlich italienische First -Class -Design. Ja, Gold hatten Wert und Wert erhalt und Inflationsschutz, aber Gold will langfristig in den seltensten Fällen die Renditen bringen von ihm, wo sieben, acht, neun Prozent, wenn sich es unter den Sicherheitsaspekt und der Streuungsee unter Asset klassen, dann hat es auch aus meiner Sicht nach wie die Vorberechtigung, aber dann nicht im Wege von 40, 50 Prozent oder whatever, sondern vielleicht als Beimischung, vielleicht irgendwo fünf oder maximal zehn Prozent, aber das hängt wieder darum dann auch von Gesamtvermögen. Jedes einzelnen Ab von seiner Anlage Philosophie und Strategie, von seiner Lebensplanung, von seiner Risikobereitschaft, von seinem Gesamtvermögen und auch wie wieviel er von seinem Gesamtvermögen dann später vielleicht noch benötigt für seinen Lebensunterhalt, für seine Rente oder für seine Pflege, whatever und wieviel er dann anschließend überbleiben kann und soll theoretisch oder praktisch, ob schon was verschenkt werden soll, theoretisch oder praktisch und ob schon was verschenkt werden kann, denn viele sagen ja, gibts mit der warmen Hand, ich sage mal ja, denkt über nach, aber wenn du zu viel zu früh mit der warmen Hand gibst, dann kannst dich an sich selber treffen und du hast nichts mehr oder zu wenig und Schenken, Freibeträge von oben nach unten, wie so schön heiß, ist immer sehr schön und interessant, aber auf anderen Seite zurück schenken, Kinder an Eltern gibst halt eben nur beispielsweise 20 .000 Euro Freibetrag, dann wird es richtig teuer und Und da denken Menschen unterschiedlich, ich habe momentan gerade beispielsweise ein Fall, wo derjenige, der über ein mittleres, fast schon in die Richtung zweistelliges Millionenvermögen verfügt, wo es steuerlich durchaus Sinn macht in seinem Fall, oder könnte den Kindern schon was zu schenken, was wir besprochen hatten, dann beispielsweise auch mit einem sogenannten Vetorecht, die ersten 400 .000 von zehn Jahren zu verschenken, aber die Kontrolle zu behalten. Aber da war für mich beispielsweise der absolut nachvollziehbare Grund, nein, die Kinder sollen selber sich was er wirtschaften und erarbeiten und nicht das Gefühl haben, dass jetzt schon in Anführungsstrichen die Schenkerei losgeht und man damit ja vielleicht auch Thema Motivation und Lebensplanung. Da eine oder andere sagt, da brauche ich nichts mehr tun und das kommt ja von alleine. Ich muss ja nur noch warten. Ich werde demnächst sowieso gut erben, wo dann in diesem Fall aus bestimmten Gründen halt eben noch nicht sowas gemacht wird. All das sind Sachen, das kann nur jeder für sich selber entscheiden und meine Aufgabe und ein guter Berater sieht es halt eben auf seine Aufgabe auch an, diese Sachen und Möglichkeiten vorzustellen und anzusprechen, aber halt eben auch zu akzeptieren, dass es dann aus dem einen oder anderen Grund halt eben noch nicht der Fall sein soll. 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