Wissen Schafft Geld - Aktien und Geldanlage. Wie Aktienmärkte und Finanzen wirklich funktionieren.

#931 - Pareto, Prognosen und der Heuhaufen


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Heute geht es um ein Prinzip, das in der Geldanlage ebenso stark wirkt wie im restlichen Leben: das Pareto-Prinzip, auch bekannt als die 80/20-Regel.

Nur 20 % der Aktien treiben langfristig den gesamten Markt nach oben – der Rest dümpelt vor sich hin oder liegt sogar darunter. Das zeigt: Wer versucht, gezielt die „Outperformer“ zu finden, sucht im Heuhaufen nach der Stecknadel – und landet dabei oft bei den Strohhalmen.

 

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Viel Spaß beim Hören,

Dein Matthias Krapp

(Transkript dieser Folge weiter unten)

 

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***Bei diesem Beitrag handelt es sich nicht um eine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung***

 

TRANSKRIPT dieser Folge (autom. generiert):

Hallo, herzlich willkommen wieder der Matthias und eine erneute Folge "Wissenschaft, Geld". Ja, und heute geht es um die Kraft des Pareto -Prinzips, vielen auch bekannt als die 80 /20 -Regel. Aber dennoch glaube ich, viele vergessen immer wieder oder denken gar nicht daran an diese Pareto -Regel, die sich sowohl im Waren lieben als auch in der Geldanlage sehr oft immer wieder bewahrheitet. Ob es jetzt konkret 80 Prozent sind, 80, 20 oder 70, 30, darauf kommt das am Ende auch nicht drauf an, aber auf dem und um den Gesamttrend. Ja, wenn man beispielsweise weiß, dass ungefähr nur 20 Prozent der Aktien, die durchschnittlichen guten Performance -Raten verantworten und 80 Prozent der Aktien sich unterdurchschnittlich entwickeln. Ja, dann sollte man daraus schon eine erste Lehre ziehen und nicht versuchen, die Outperformer die 20 Prozent zu finden, die auch immer wieder wechseln Und im Heuhaufen halt eben dann nicht nach der Stecknale suchen, denn dann lernest du oft bei den Strohhalm. Letztendlich ist es so, man kann auch sagen Pareto, andersrum ausgedrückt, dass die Statistik die Intuitions schlägt. Was sagt uns Pareto für die Börse? 80 % wie gerade gesagt alle Aktien an der Perform den langfristigen Markt nur circa 20 % schlagen ihn und dass diese eben den Durchschnitt nach oben ziehen, aber paradoxerweise halt eben die meisten Anleger sich mehr auf die Suche nach diesen 20 % bewegen und konzentrieren, dabei aber vergessen, dass sie damit ein erhöhtes und praktisch einen Risiko von 80 % die sie nicht zu treffen und wenn ich von diesen 20 % die dann alle suchen halt eben das zu 80 % nicht schaffe dann habe ich ein riesengroßes Problem und es ist halt eben so 80 % dieser 20 % greifen halt eben daneben was dann wiederum die fatalen folgen hat das halt eben mehr als 80 % nämlich 90 95 % den Markt langfristig nicht schlagen. Ja, und was noch hinzukommt, und das ist häufig nicht bekannt. Selbst wenn, selbst wenn man es schafft, die richtigen Aktien zu finden, heißt es noch lange nicht, dass man als aktiver Manager dann auch die Durchdeck, die Marktranditen erzielt. Und da gibt es eine sehr interessante Studie, die genau das belegt, nämlich das Problem ist dann oft nicht bei den aktiven Anlegern die Titelauswahl, sondern ist das Timing. Und es gibt eine sehr beeindruckende Studie von Javier Vidal -Gassier und Marta Vidal, die untersuchten über 21 .000 aktive Fonds aus 35 Ländern in den 35 Jahren von 1990 bis 2025. Und Das Ergebnis, was dabei rausgekommen ist, dass die Fongmanager durchaus in der Lage waren, die Stecknadeln oder ein paar Stecknadeln aus dem Reihaufen herauszufinden, also durch Konzentration und durch Auswahl gute Aktien zu finden. Sie haben aber trotzdem Renditen verloren, haben mich durch schlechtes Timing vereinfacht gesagt mit meinen Worten, sie haben entweder zu früh verkauft zu spät G -Kauft oder auch beides falsch gemacht, also sowohl zu früh verkauft oder zu spät G -Kauft als auch dann die Titel häufig falsch zueinander gewichtet. Das heißt, das eigentliche Problem war jetzt nicht die Auswahl der Aktien, sondern wann und wie in welchen Verhältnissen ich die investiere. Was ist die Lösung? Eigentlich ganz einfach eine breite prognosefreie Diversifikation, also den ganzen Heuhofen zu kaufen mit gewissen Ausschlusskriterien und halt eben auch unter Berücksichtigung und Beimischung von beispielsweise Small Caps und profitablen Aktien und Value -Aktien anstatt immer die Nadel im Heuhofen zu suchen. Diversifikation ist wie gesagt extrem wichtig und auch da kommen wir wieder in Richtung Pareto, wenn man sich Statistiken zu den Börsen und den Weltbörsen anguckt, über alle zehn Jahresperioden, dann sieht man, dass in der Regel sieben bis acht Börsenjahre positiv sind und zwei bis drei negativ, also wieder 70 bis 80 Prozent haben wir positive Börsenjahre und 20 bis 30 % negative, wobei und das wäre ja zu schön und zu einfach, wenn es so einfach wäre. Wir alle nicht wissen in den nächsten zehn Jahren, welches wären die 7 und 8 guten Jahre sein oder die 7 oder 8 guten Jahre und welche die zwei, drei schlechten Jahre, dann würde natürlich jeder genau zu diesen Zeitpunkten aussteigen, sich an die Seitenlinien stellen und dann wieder an den Markt einsteigen und natürlich dann im Endeffekt nur positive Jahre. Aber das wäre auch zu einfach und zu schön. Ja, und es bleibt wohl, und davon gehe ich weiterhin aus, dass halt eben Weltportfolio mit einer 100 -prozenten -Aktionquote langfristig weiterhin irgendwo um die 8 -prozenten Renditen realistisch erzielen kann, ob es dann 709 werden, das wissen wir ohnehin alle nicht, aber so dürfte es weiter im langfristigen Schnitt und nach dem Gesetz der großen Zahl laufen, weil wir in Unternehmen investieren und nicht in Politiker und auf der anderen Seite ein zum Beispiel 60 % Aktienportfolio mit 40 % Anleihen langfristig weiterhin mit irgendwo um die 5 bis 6 % rendite Annahme und auch Ergebnis zu kalkulieren sein dürfte und deswegen kann es und sollte es für jeden eigentlich das Ziel sein immer ruhig zu bleiben immer bereit zu streuen prognosefrei zu handeln und dadurch auch in den turbulenten Halt eben rational zu bleiben. Ja, weil ich gerade schon sagte, wir investieren ja in Unternehmen und nicht im Politiker nochmal ganz kleiner Perspektivwechsel und kommt dann auch gleich zu dem Thema Politiker und Politik, aber ja auch zu einem Perspektivwechsel, sprich Aktien und Währungen, Chancen und Risiken. Und aktuell schauen ja sehr, sehr viele Anleger sehr skeptisch auf den US -Markt, unter anderem wegen Trump, wegen der Strafzelle, wegen den schwachen Dollar und es fließen auf wohl verschiedene Geldströme um und nach Amerika. Das scheinen aber aus meiner Sicht eher taktische Gründe zu sein, keine strategischen Gründe, also Angst vom schwachen Dollar, Angst vor politische Unsicherheit, Angst vor Trump, Angst vor hohen Bewertung und andere Gründe, doch und das ist immer das gleiche, setz dich einfach irgendwo hin, stell ne Flasche Wasser oder ne Flasche Coca Cola oder ein Bier oder ein Wein vor dir und so dass du das Etikett siehst und dann siehst du das Etikett auf der Vorlerseite und dann gegenüber sitzt, sieht ein anderes Etikett, da stehen andere Sachen drauf als vorne. Beide sehen aber die gleiche Flasche Wein oder Cola oder Limo oder whatever. Ja und ich betrachte es jetzt mal auf einer anderen Seite und sage okay, man kann heute US -Aktien 12 % günstiger kaufen, dann das Dollarrückgangs. Langfristig pendelt sich der Dollar, genau wie andere Währungen immer wieder um den Mittelwert ein. Warum also jetzt nicht günstig in einem Weltportfolio mit 60 -65 % US -Aktienanteil dann nochmal investieren, wieder neu investieren oder nachkaufen, weil es kann vielleicht sein, dass sich nächsten ein, zwei Jahren allein über den Dollar gutes Geld verdienen, selbst wenn die Aktien sich nicht mehr so stark weiter entwickeln. Weiterhin, viele sehen die Ängste und die Risiken, vergessen aber dass das Wirtschaftssystem in den USA und die US -Unternehmen aus meiner Sicht immer noch mit die innovativsten und uns in vielen Bereichen um Jahre voraus sind von den Strukturen der Unternehmen, der Unternehmensführung, ob es Vorstände, Aufsichtsratsmandate sind, als auch, wie gesagt, in dem Unternehmen selber. Man sieht, dass die deutschen Unternehmen beispielsweise immer mehr Arbeitsplätze abbauen. Auf der anderen Seite brauchen Ausland wieder aufbauen, dass viele, viele führende Unternehmer oder Forscher oder gutes Toppersonal immer noch auch viele aus deutschsprachigen Räumen kommen, die aber abwandern, weil dort eben die Wirtschaft anders tickt und funktioniert. Und zu dem Thema Verschulung, Staatsverschulung so weiter sieht man auch, dass die Staatsverschulung natürlich ein wichtiges Thema ist, aber dass auch die USA mit ihren letzten Gesetzen zur Stabilisierung bzw. durch Stablecoin, also auch gedeckte Kryptowährung zur Währungsstabilität oder auch zur Nachfrage von US -Staatsanleihen, sprich Verschuldung beitragen können. Und das Ganze ist und bleibt am Ende im Fokus dann der ganzen Sache geschuldet zu sagen, hey, schau doch mal von der anderen Seite drauf, handeln handelt nach Pareto vielleicht nicht wie 80 Prozent aller Menschen, sondern denke strategisch und sei einer noch von den 20 Prozent, sei nicht aktiv, kaufe nicht, untersuche nicht die Nadel und bekomme den Strohhalm, sondern kaufe den Heuhofen und du bekommst fast alles. Denn Statistik ist immer besser als Intuition. In diesem Fall ansonsten finde ich Intuition sehr suche also nicht die beste Aktien, nimm den ganzen Markt, vertraue nicht auf Prognosen, sondern habe lieber Prinzipien und denke nicht in Quartalen oder von Jahr zu Jahr, sondern denke lieber in zehn Jahreszeiträumen, beispielsweise dann am Ende gilt und da bin ich fest von überzeugt, Pareto ist nicht nur eine Regel, sondern Pareto ist Realität im Leben, wie auch bei den Finanzen. In diesem Sinne dir ein schönes Wochenende. Wir hören uns dann wieder am Dienstag der Matthias.

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