Abstrakt & Alltäglich - Der Perspektiven-Podcast

Abstrakt & Alltäglich - Der Perspektiven-Podcast

By Achim Bessell & Andreas BraunSociety & CulturePersonal Journals
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Abstrakt & Alltäglich - Der Perspektiven-Podcast episodes

  • S2 Folge 9 - "Mit halbem Arsch?"

    "Haben wir das nur mit halbem Arsch gemacht?“ Eine beiläufige Frage bleibt hängen – und führt mitten hinein in ein Gespräch über Gewissenhaftigkeit, Anspruch und die Frage, wie ernst wir eigentlich nehmen, was wir tun.

    Wann sind wir wirklich bei einer Sache und wann nur irgendwie dabei? Wie viel Einsatz ist genug? Müssen wir immer hundert Prozent geben? Und wer bestimmt überhaupt den Maßstab: wir selbst oder die Erwartungen anderer?

    Ausgehend von einer gemeinsamen Prüfungsbewertung sprechen wir über halbherzige Meetings, Holzarbeiten, eine Deutschlehrerin und den Schweiß vor dem Erfolg, über biografische Erfahrungen mit Leistung und über die Versuchung, das eigene Leben mit dem anderer zu vergleichen.

    Am Ende führt der Weg zurück zum Ausgangspunkt – und zu einer Frage, die besonders dort wichtig wird, wo wir mit anderen Menschen arbeiten: Was richten wir mit unseren Urteilen über ihre Leistung, ihr Können und ihr Bemühen an?

    Eine Folge über den eigenen Anspruch, über Können und Wollen – und darüber, wann es sich lohnt, mit beiden Arschbacken dabei zu sein.

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    50 min
  • S2 Folge 8 - "Was ist eigentlich Urlaub?"

    Urlaub – das klingt nach Erholung, Freiheit und endlich einmal nichts müssen. Aber was machen wir eigentlich, wenn die gewohnte Arbeit plötzlich wegfällt und die Zeit vor uns liegt? Reisen wir, bleiben wir zu Hause, arbeiten wir unsere lange Liste unerledigter Dinge ab – oder schaffen wir es tatsächlich, einfach einmal nichts vorzuhaben?

    In dieser Folge sprechen wir darüber, warum selbst freie Zeit schnell unter Leistungsdruck geraten kann, weshalb Urlaub für einen Berufstätigen etwas anderes bedeutet als für einen Rentner und ob wir überhaupt gelernt haben, mit unverplanter Zeit umzugehen. Ein Gespräch über Reisen und Zuhausebleiben, Arbeit und Ruhestand, Müßiggang, Erwartungen – und die erstaunlich schwierige Kunst, Zeit nicht immer sinnvoll nutzen zu müssen.

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    50 min
  • S2 Folge 7 - "Hilfe beginnt mit einer Frage"

    Wir alle brauchen irgendwann Hilfe – und trotzdem fällt es vielen schwer, danach zu fragen. Warum ist das so? Liegt es am Wunsch, alles allein schaffen zu wollen, an der Angst vor Enttäuschung oder daran, Schwäche zu zeigen? In dieser Folge sprechen wir über persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Prägungen und die Frage, warum Zuhören manchmal die größte Hilfe ist. Ein Gespräch über Selbstständigkeit, Unterstützung und den Mut, Fragen zu stellen.

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    44 min
  • S2 Folge 6 - "Erinnerungen"

    Wie zuverlässig sind unsere Erinnerungen? Ausgangspunkt dieser Folge ist Achims Recherche zur eigenen Familiengeschichte. Neue Dokumente stellen eine über viele Jahre erzählte Familiengeschichte infrage und führen zu der Erkenntnis, dass Erinnerungen oft weniger Abbilder der Vergangenheit als vielmehr Deutungen und Erzählungen sind.  

    Von dort aus sprechen wir über persönliche und kollektive Erinnerung, über Zeitzeugen, Familiengeschichten und die Frage, warum überhaupt Menschen ihre Vergangenheit erforschen. Dabei wird deutlich, dass Erinnerungen nicht einfach gespeichert werden, sondern sich mit jeder Erzählung verändern. Was ein Déjà-vue mit all dem zu tun haben mag, versuchen wir am Ende zu ergründen.

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    50 min
  • S2 Folge 5 - "Innere Stimmen"

    Was passiert eigentlich in uns, wenn wir spontan „Ja“ sagen, obwohl wir zweifeln? Warum halten uns manche innere Stimmen zurück, während andere nach Lebendigkeit, Neugier und Freiheit verlangen?
    Ausgehend von einem Buch über das „innere Kind“ sprechen wir über die unterschiedlichen Anteile, die unser Denken und Handeln prägen. Es geht um alte Prägungen, innere Kritiker, spontane Impulse und die Frage, wie wir mit diesen Stimmen umgehen können, ohne einer einzelnen die Kontrolle zu überlassen.
    Dabei streifen wir Themen wie Selbstwahrnehmung, Rollenbilder, persönliche Freiheit, Lebensfreude und die Kunst, sich selbst neue Erfahrungen zu erlauben. Immer wieder taucht die Frage auf, ob es möglich ist, innezuhalten, bevor wir reagieren – und ob Gelassenheit vielleicht etwas ist, das sich üben lässt. Eine Folge über innere Dialoge, alte Muster und die Suche nach einem Leben, in dem möglichst viele Teile von uns ihren Platz finden.

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    51 min
  • S2 Folge 4 - "Muße"

    Wir sprechen über Muße und Müßiggang. Ausgangspunkt ist ein Text über „entfremdete Muße“ und die Frage, was Menschen eigentlich tun, wenn sie nicht arbeiten müssen, nichts leisten sollen und keinem fremden Zweck dienen. Schnell merken wir, wie schwer es ist, Tätigkeiten einfach nur um ihrer selbst willen zu beschreiben. Fotografieren, Gitarre spielen, Lesen, Dialog führen oder auch zielloses Herumsinnlosen geraten sofort unter Rechtfertigungsdruck: Man lernt etwas, entwickelt sich weiter, entspannt sich, bleibt gesund oder nutzt seine Zeit sinnvoll. Wir fragen uns, warum es so schwerfällt, Tätigkeiten ohne Nutzenversprechen stehen zu lassen. Dabei kommen wir auf Hobbys, Flow, Disziplin, soziale Arbeit, Ehrenamt, bezahlte Tätigkeit und die stille Erwartung, das eigene Tun müsse einen Mehrwert haben. Am Ende entdecken wir, dass vielleicht auch unser Podcast selbst eine Form von Müßiggang ist: ein Gespräch ohne Erfolgsdruck, ohne Analytics, ohne den Anspruch, am Ende eine fertige Erkenntnis vorweisen zu müssen.

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    48 min
  • S2 Folge 3 - "Das Einfache leben"

    Das Einfache leben
    Ein Kaffee, der plötzlich mehr ist als nur ein Nebenprodukt des Alltags. Zwei Perspektiven, die sich an einer scheinbar simplen Frage reiben: Was bedeutet eigentlich „einfach leben“?
    Ausgehend von einem kleinen Campingkocher entfaltet sich ein Gespräch über Reduktion, Selbstwirksamkeit und unsere Abhängigkeit von Technologie. Zwischen romantischer Vorstellung vom Ursprünglichen und der Realität moderner Bequemlichkeit stellen wir uns die Frage: Wird das Leben wirklich einfacher, wenn wir es vereinfachen – oder nur anders kompliziert?
    Es geht um das Loslassen von Dingen, um Fähigkeiten, die wir vielleicht verloren haben, und um die Zeit, die wir gewinnen – oder neu füllen müssen. Und schließlich um die leise Ahnung, dass Einfachheit nicht nur im Außen liegt, sondern auch im Inneren: im Nicht-Tun, im Müßiggang, im bewussten Weglassen.
    Eine Folge zwischen Feuer machen und Gedanken ordnen – ohne abschließende Antworten, aber mit vielen Anstößen. 

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    58 min
  • S2 Folge 2 - "Abgrenzen"

    Wie bleibe ich bei mir, ohne mich zu verschließen?

    In dieser Folge sprechen wir darüber, warum wir oft zu schnell „Ja“ sagen – und erst hinterher merken, dass wir uns selbst übergangen haben. Woran erkenne ich eigentlich, dass meine Grenze erreicht ist? Und wie kann ich sie wahren, ohne unfreundlich oder egoistisch zu wirken?

    Wir schauen auf typische Alltagssituationen, auf das Spannungsfeld zwischen Hilfsbereitschaft und Selbstfürsorge und auf die Frage: Ist es Schwäche oder Stärke, die eigenen Bedürfnisse klar zu benennen? Dabei geht es um Integrität, Mut zur Selbstoffenbarung und um die feinen körperlichen Signale, die uns früh zeigen, wenn etwas nicht mehr stimmig ist.

    Eine Folge für alle, die lernen wollen, freundlich zu bleiben – ohne sich selbst zu verlieren.

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    53 min
  • S2 Folge 1 - "Künstliche Intelligenz"

    Wir sprechen über KI. Aber nicht als IT-Experten oder KI-Nerds. Uns interessiert, was wir in der Praxis für Erfahrungen machen mit dem Einsatz dieses Werkzeuges. Beide verwenden wir die KI in unseren Fernlehrgängen bei der Zusammenfassung von Texten und für die Rückmeldung auf eingereichte Lösungen. Auffallend dabei ist, dass es uns noch nicht selbstverständlich erscheint, dies zu tun. Sollte nicht unsere eigene Expertise ausreichen für das Feedback an unserer Teilnehmer? Wie reagiert die KI, wenn wir sie in Beratungssituationen als Lern-Coach oder Therapeut einsetzen? Wie ernst nehmen wir sie und welche Auswirkungen kann dies haben? Auch fragen wir uns, ob die KI für alte und einsame Menschen nicht ein Segen darstellen könnte, wenn sie als Gesprächspartner dient.

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    54 min
  • Folge 25 - "Der Ernst des Lebens"

    Der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch bemerkte einmal, der Ernst des Lebens kommt an einem Donnerstag. Wir haben in unserem Podcast das Thema an einem Sonntag umkreist und ab und zu gelingt es uns, diesem näher zu kommen. Der Ernst des Lebens scheint uns mit Beginn der Schul- oder Ausbildungszeit entgegen zu kommen, wobei zumeist unsere Eltern dieser Meinung waren. Selber, so scheinen Bilder der älteren Generationen zu beweisen, waren sie sehr wohl in der Lage, dem Ernst mit Feiern und Feten zu entfliehen. Wir fragen uns, ob die dokumentierten Arbeitsabläufe dazu beitragen, die Arbeit ernst zu nehmen und wie diese Erfahrung genutzt werden könnte, um auch Beziehungen ernsthafter zu betreiben. Vielleicht mit Hilfe einer Beziehungsrahmenvereinbarung? Was ist uns wichtig und wann nehmen wir Dinge und Menschen besonders ernst? Kann es sein, dass zu viel Ernst in Form von Disziplin und Autorität zwar ernsthaft wirkt aber der erfolgreichen Evolution abträglich sind? Letztlich gibt es hier keine abschließenden Antworten, doch findet Andreas heraus, dass für ihn der Ernst des Lebens begonnen hat: Gemessen an den Vertretern der Generation Alpha fühlt er sich alt.

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    48 min

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