Adipodcast

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By Prof. Dr. med. Dr. phil. Marco Bueter, Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer und Tariq Abu-Naaj.MedicineHealth & Fitness
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Adipodcast episodes

  • #54 Frühdumping, Spätdumping und die große Verwirrung
    Was ist eigentlich ein Dumping?Der Begriff „Dumping“ gehört zu den häufigsten Schlagworten in Selbsthilfegruppen und Adipositaszentren. Gleichzeitig gibt es kaum ein Thema, das häufiger missverstanden wird.In dieser Folge des Adipodcast begrüßen wir Dr. med. Martin Hilpert, Facharzt FMH für Endokrinologie und Diabetologie, Ernährungsmediziner und zukünftiger Leiter des Adipositaszentrums am HOZZ – Hormon Zentrum Zürich.
    Gemeinsam gehen wir einer der häufigsten Fragen nach bariatrischen Operationen auf den Grund:Was genau ist ein Dumping-Syndrom – und warum entsteht es?Frühdumping und Spätdumping – zwei unterschiedliche ErkrankungsbilderViele Betroffene verwenden den Begriff Dumping für sämtliche Beschwerden nach einer Operation.Dr. Hilpert erklärt jedoch, dass zwischen zwei Formen unterschieden werden muss:FrühdumpingBeim Frühdumping gelangt Nahrung sehr schnell aus dem Magen in den Dünndarm. Dadurch entsteht ein Flüssigkeitseinstrom in den Darm, der Beschwerden verursachen kann.Typische Symptome:
    • Druckgefühl im Bauch
    • Bauchschmerzen
    • Kreislaufprobleme
    • Schwindel
    • Blutdruckabfall
    • allgemeines Unwohlsein
    Die Beschwerden treten meist innerhalb der ersten 30 bis 60 Minuten nach dem Essen auf.SpätdumpingDas Spätdumping entsteht durch eine überschießende Insulinreaktion nach der Nahrungsaufnahme.Der Blutzucker steigt zunächst sehr schnell an und fällt anschließend stark ab. Die Folge kann eine Unterzuckerung sein.Typische Symptome:
    • Zittern
    • Herzrasen
    • Schwitzen
    • Nervosität
    • Hunger
    • Konzentrationsstörungen
    • Müdigkeit
    • Verwirrtheit
    In schweren Fällen können sogar Bewusstseinsstörungen auftreten.Warum entsteht ein Dumping nach einer bariatrischen Operation?Dr. Hilpert erklärt die anatomischen Veränderungen nach bariatrischen Eingriffen verständlich und nachvollziehbar.Besprochen werden unter anderem:
    • die Rolle des Magenpförtners (Pylorus)
    • warum Nahrung nach einem Magenbypass schneller in den Dünndarm gelangt
    • weshalb die Hormonantwort des Körpers verändert wird
    • welche Bedeutung Inkretine wie GLP-1 haben
    • warum Unterzuckerungft erst Monate oder Jahre nach einer Operation auftreten
    Kann auch ein Schlauchmagen ein Dumping auslösen?Viele Betroffene verbinden Dumping ausschließlich mit dem Magenbypass.In dieser Episode erfahren Sie:
    • warum Dumping grundsätzlich auch nach einem Schlauchmagen auftreten kann
    • weshalb das Risiko beim Magenbypass höher ist
    • welche Rolle die Magenentleerung spielt
    • warum große Mahlzeiten problematisch sein können
    Moderne Diagnostik: Sensoren statt RätselratenEin weiterer Schwerpunkt der Folge ist die Diagnostik.Dr. Hilpert erklärt:
    • welche Symptome ernst genommen werden sollten
    • wann eine weitere Abklärung sinnvoll ist
    • welche Rolle kontinuierliche Glukosesensoren spielen
    • weshalb Ernährungstagebücher hilfreich sein können
    • wie ein sogenannter Mixed-Meal-Test funktioniert
    Die Experten diskutieren außerdem, warum die Diagnose eines Dumping-Syndroms häufig schwieriger ist als viele Betroffene vermuten.Was hilft gegen Dumping?Die gute Nachricht:In den meisten Fällen lässt sich ein Dumping-Syndrom erfolgreich behandeln.Besprochen werden unter anderem:Ernährungsanpassung
    • kleinere Mahlzeiten
    • langsamere Nahrungsaufnahme
    • weniger schnell verfügbare Kohlenhydrate
    • mehr Ballaststoffe
    • Kombination von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten
    • Vermeidung stark zuckerhaltiger Getränke
    Das HOZZ – Hormon Zentrum ZürichDr. med. Martin Hilpert baut aktuell das Adipositaszentrum am HOZZ – Hormon Zentrum Zürich auf.Das HOZZ ist ein spezialisiertes Zentrum für Endokrinologie, Diabetologie, Ernährungsmedizin und Stoffwechselerkrankungen.Gemeinsam mit ViszeraMed und dem Spital Männedorf entsteht dort eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit, um Menschen mit Adipositas langfristig und umfassend zu betreuen.Weitere Informationen finden Sie unter:🌐 https://www.hozz.chÜber ViszeraMedViszeraMed AG ist eine spezialisierte Schweizer Praxis für Adipositas-, metabolische und Viszeralchirurgie.Gegründet von:
    • Prof. Dr. Dr. Marco Bueter
    • Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer
    • Prof. Dr. med. Ralph Peterli
    bündelt ViszeraMed die Erfahrung dreier führender Experten auf dem Gebiet der modernen Adipositastherapie.Unter dem Leitsatz:„Einfach. Exzellent. Versorgt.“begleitet ViszeraMed Patientinnen und Patienten von der ersten Beratung über die operative Therapie bis hin zur langfristigen Nachsorge.Neben der chirurgischen Behandlung steht insbesondere die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ernährungsmedizin, Psychologie, Endokrinologie und Hausärzten im Mittelpunkt.🌐 www.viszeramed.ch
    Unsere Ressourcen Über unsere Webseite Adipositas-Zuerich.chUnsere Webseite Adipositas Zürich widmet sich ganz der Aufgabe, Dich umfassend über Adipositas zu informieren – eine Erkrankung, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen für Industrienationen eingestuft wird.Unser Ziel ist es, Dir ein tiefes Verständnis für die Ursachen, Folgen und die zahlreichen Therapiemöglichkeiten dieser komplexen Krankheit zu vermitteln.Wir bei Adipositas Zürich sehen es als unsere Mission, sowohl Betroffene als auch medizinisches Fachpersonal durch qualitativ hochwertige Informationen zu unterstützen.Dabei legen wir großen Wert darauf, die Krankheit Adipositas in all ihrer Komplexität darzustellen und Dir den Weg zu wirksamen Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Webseite von Adipositas-ZürichAdipositas-Zürich Webseite Der Adipodcast bei Spotify:Adipodcast auf Spotify Der Adipodcast bei Apple Podcast:Adipodcast auf Apple Podcast Diskutiere mit in unserer Facebook Community:Adipositas Zürich auf Facebook Bitte unterstütze unseren Podcast!Wir drei Hosts investieren sehr viel Liebe, Engagement und Zeit in unseren Podcast.Eine kostenlose Möglichkeit, unsere Sendung zu unterstützen, ist, eine Fünf-Sterne-Bewertung und eine Rezension auf Apple Podcasts oder auf Spotify zu hinterlassen. Damit kannst Du uns sagen, was Dir an der Sendung gefällt und anderen helfen, sie auch zu entdecken. So geht es:Auf der Seite unserer Sendung nach unten scrollen, eine Sternebewertung auswählen und auf „Bewerten“ tippen.Deine Rezension wird kurz nach ihrer Veröffentlichung bereitgestellt.Übrigens: Du kannst eine Rezension pro Sendung hinterlassen.Vielen Dank für Deine Unterstützung!
    54 min
  • #53 Wenn die Waage stillsteht – und trotzdem alles besser wird
    Fraukes Weg geht weiter – 30 Kilogramm leichter und voller neuer Erfahrungen
    In dieser mittlerweile fünften gemeinsamen Folge begleiten wir Frauke erneut auf ihrem Weg nach ihrer bariatrischen Operation. Rund sieben Monate sind seit dem Eingriff vergangen – Zeit für eine ehrliche Zwischenbilanz.
    Während der Gewichtsverlust inzwischen die Marke von 30 Kilogramm überschritten hat, steht für Frauke längst nicht mehr nur die Zahl auf der Waage im Mittelpunkt. Viel wichtiger ist das neue Körpergefühl, die deutlich verbesserte Beweglichkeit und die Freude daran, wieder aktiv Sport treiben zu können.Besonders begeistert berichtet sie von ihrem regelmäßigen Krafttraining. Dreimalpro Woche trainiert sie im Fitnessstudio und stellt fest, wie sich ihr Körper verändert: Muskelmasse nimmt zu, Kraft und Leistungsfähigkeit steigen und alltägliche Bewegungen fallen spürbar leichter.Warum die Waage manchmal stillsteht
    Ein zentrales Thema dieser Episode ist die häufige Verunsicherung vieler Betroffener, wenn der Gewichtsverlust plötzlich stagniert.Frauke berichtet offen, dass sich ihr Gewicht seit mehreren Wochen kaum verändert hat. Gemeinsam erklären Marco Bueter und Andreas Thalheimer, warum dies gerade bei Menschen, die intensiv Krafttraining betreiben, völlig normal sein kann.Die Experten erläutern:
    • warum Muskelmasse schwerer ist als Fettgewebe
    • weshalb die Körperzusammensetzung oft wichtiger ist als das reine Körpergewicht
    • welche Rolle Bioimpedanzanalysen spielen können
    • warum Fortschritte nicht ausschließlich auf der Waage sichtbar werden
    Krafttraining nach bariatrischer OperationEin weiterer Schwerpunkt der Folge ist der Muskelaufbau nach einer bariatrischen Operation.Die Gastgeber diskutieren:
    • warum Krafttraining besonders wichtig ist
    • welche Übungen sich für Einsteiger eignen
    • wie Muskelverlust verhindert werden kann
    • welche Möglichkeiten es auch ohne Fitnessstudio gibt
    • warum regelmäßige Bewegung langfristig entscheidend für den Erfolg bleibt
    Frauke beschreibt dabei eindrucksvoll, wie sehr die körperlichen Fortschritte auch ihre mentale Stärke und ihr Selbstvertrauen beeinflussen.Ernährung und EiweißversorgungNatürlich geht es auch um das Thema Ernährung.
    Frauke berichtet:
    • wie sie ihre Eiweißzufuhr organisiert
    • welche Rolle Proteinshakes und Eiweißpräparate spielen
    • welche Lebensmittel sie heute bevorzugt
    • welche Veränderungen sie bei ihren Essgewohnheiten bemerkt
    Außerdem sprechen die Hosts darüber, weshalb eine ausreichende Eiweißversorgung nach einer bariatrischen Operation von zentraler Bedeutung ist.Die große Baustelle: NachsorgeBesonders emotional wird die Diskussion beim Thema Nachsorge.Frauke schildert erneut, dass sie viele Monate nach der Operation noch keinen strukturierten Nachsorgetermin in ihrem Adipositaszentrum wahrnehmen konnte und sich teilweise allein gelassen fühlte.Dies führt zu einer engagierten Diskussion über:
    • die Verantwortung von Adipositaszentren
    • Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz
    • die Rolle von Hausärzten
    • Selbsthilfegruppen als wichtige Unterstützung
    • notwendige Blutkontrollen und Mangelzustände
    • die langfristige Betreuung von Menschen mit Adipositas
    Die Gastgeber machen deutlich: Eine Operation ist kein Abschluss der Behandlung, sondern der Beginn eines lebenslangen Therapieprozesses.Fragen aus der CommunityAußerdem beantwortet Frauke Fragen aus der Community:
    • Wie viel Eiweiß nimmt sie täglich zu sich?
    • Dokumentiert sie ihre Ernährung?
    • Verträgt sie alle Lebensmittel?
    • Hat sie Dumping-Symptome?
    • Wie geht sie mit Gewichtsstillständen um?
    Über ViszeraMedViszeraMed ist eine von Prof. Dr. Dr. Marco Bueter, Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer und Prof. Dr. med. Ralph Peterli gegründete Schweizer Praxis für moderne Adipositas-, Viszeral- und metabolische Chirurgie.Unter dem Leitgedanken „Einfach. Exzellent. Versorgt.“ bündeln drei der erfahrensten Spezialisten ihres Fachgebiets ihre Expertise, um Patientinnen und Patienten eine individuelle und wissenschaftlich fundierte Behandlung anzubieten.Neben der operativen Therapie von Adipositas gehören auch die langfristige Betreuung sowie ein starkes interdisziplinäres Netzwerk zum zentralen Versorgungskonzept von ViszeraMed.Mehr Informationen: www.viszeramed.ch
    Unsere Ressourcen Über unsere Webseite Adipositas-Zuerich.chUnsere Webseite Adipositas Zürich widmet sich ganz der Aufgabe, Dich umfassend über Adipositas zu informieren – eine Erkrankung, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen für Industrienationen eingestuft wird.Unser Ziel ist es, Dir ein tiefes Verständnis für die Ursachen, Folgen und die zahlreichen Therapiemöglichkeiten dieser komplexen Krankheit zu vermitteln.Wir bei Adipositas Zürich sehen es als unsere Mission, sowohl Betroffene als auch medizinisches Fachpersonal durch qualitativ hochwertige Informationen zu unterstützen.Dabei legen wir großen Wert darauf, die Krankheit Adipositas in all ihrer Komplexität darzustellen und Dir den Weg zu wirksamen Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Webseite von Adipositas-ZürichAdipositas-Zürich Webseite Der Adipodcast bei Spotify:Adipodcast auf Spotify Der Adipodcast bei Apple Podcast:Adipodcast auf Apple Podcast Diskutiere mit in unserer Facebook Community:Adipositas Zürich auf Facebook Bitte unterstütze unseren Podcast!Wir drei Hosts investieren sehr viel Liebe, Engagement und Zeit in unseren Podcast.Eine kostenlose Möglichkeit, unsere Sendung zu unterstützen, ist, eine Fünf-Sterne-Bewertung und eine Rezension auf Apple Podcasts oder auf Spotify zu hinterlassen. Damit kannst Du uns sagen, was Dir an der Sendung gefällt und anderen helfen, sie auch zu entdecken. So geht es:Auf der Seite unserer Sendung nach unten scrollen, eine Sternebewertung auswählen und auf „Bewerten“ tippen.Deine Rezension wird kurz nach ihrer Veröffentlichung bereitgestellt.Übrigens: Du kannst eine Rezension pro Sendung hinterlassen.Vielen Dank für Deine Unterstützung!
    49 min
  • #52 Wer trägt die Verantwortung für Adipositas?
    Sind GLP-1-Medikamente ein medizinischer Durchbruch – oder verändern sie gerade grundlegend unsere Sicht auf die Krankheit Adipositas?In dieser Folge des Adipodcast sprechen Marco Bueter, Andreas Thalheimer und Tariq Abu-Naaj erneut mit der Ethikerin Prof. Dr. med. Tanja Krones über die gesellschaftlichen, medizinischen und ethischen Fragen rund um Adipositas.Warum werden Menschen mit Adipositas noch immer stigmatisiert? Welche Verantwortung tragen Ärzte, Politik und Gesellschaft? Und was passiert, wenn Medikamente plötzlich zur Lifestyle-Optimierung genutzt werden?Eine intensive, ehrliche und hochaktuelle Diskussion über Medizin, Verantwortung und Menschlichkeit.
    Unsere Ressourcen Über unsere Webseite Adipositas-Zuerich.chUnsere Webseite Adipositas Zürich widmet sich ganz der Aufgabe, Dich umfassend über Adipositas zu informieren – eine Erkrankung, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen für Industrienationen eingestuft wird.Unser Ziel ist es, Dir ein tiefes Verständnis für die Ursachen, Folgen und die zahlreichen Therapiemöglichkeiten dieser komplexen Krankheit zu vermitteln.Wir bei Adipositas Zürich sehen es als unsere Mission, sowohl Betroffene als auch medizinisches Fachpersonal durch qualitativ hochwertige Informationen zu unterstützen.Dabei legen wir großen Wert darauf, die Krankheit Adipositas in all ihrer Komplexität darzustellen und Dir den Weg zu wirksamen Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Webseite von Adipositas-ZürichAdipositas-Zürich Webseite Der Adipodcast bei Spotify:Adipodcast auf Spotify Der Adipodcast bei Apple Podcast:Adipodcast auf Apple Podcast Diskutiere mit in unserer Facebook Community:Adipositas Zürich auf Facebook Bitte unterstütze unseren Podcast!Wir drei Hosts investieren sehr viel Liebe, Engagement und Zeit in unseren Podcast.Eine kostenlose Möglichkeit, unsere Sendung zu unterstützen, ist, eine Fünf-Sterne-Bewertung und eine Rezension auf Apple Podcasts oder auf Spotify zu hinterlassen. Damit kannst Du uns sagen, was Dir an der Sendung gefällt und anderen helfen, sie auch zu entdecken. So geht es:Auf der Seite unserer Sendung nach unten scrollen, eine Sternebewertung auswählen und auf „Bewerten“ tippen.Deine Rezension wird kurz nach ihrer Veröffentlichung bereitgestellt.Übrigens: Du kannst eine Rezension pro Sendung hinterlassen.Vielen Dank für Deine Unterstützung!
    48 min
  • #51 Digitale Medizin trifft Adipositas: Wie die Oviva App Therapie neu denkt
    Digitale Medizin trifft Adipositas: Wie die Oviva App Therapie neu denktIn dieser Episode des Adipodcast sprechen Prof. Dr. Dr. Marco Bueter, Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer und Tariq Abu-Naaj mit Dipl. med. Anita Kirner, Ärztliche Leitung von Oviva Med.Gemeinsam werfen sie einen tiefen Blick auf ein Versorgungskonzept, das die klassische Medizin herausfordert:
    digitale, hybride Adipositastherapie mit persönlichem Coaching, medizinischer Betreuung und App-gestützter Begleitung.👩‍⚕️ Unsere GesprächspartnerinDipl. med. Anita Kirner ist Fachärztin für Allgemeinmedizin und seit über acht Jahren in der Schweiz tätig.
    Nach langjähriger Erfahrung in der klassischen Grundversorgung leitet sie heute als Ärztliche Leitung Oviva Med – eine der führenden virtuellen Kliniken für Adipositas und metabolische Erkrankungen in Europa.
    📱 Was ist Oviva?Oviva ist ein internationaler Anbieter für digitale Gesundheitslösungen mit Fokus auf:
    • Adipositas
    • Stoffwechselerkrankungen
    • Bluthochdruck
    • Ernährungstherapie & Verhaltenstherapie
    Das Besondere:
    👉 Kombination aus App, Coaching und medizinischer Betreuung
    👉 Hybrider Ansatz: digital + persönliche Termine
    👉 Bereits über 70.000–80.000 Patient:innen gleichzeitig in Betreuung🔍 Inhalt der Folge
    🧠 1. Wie funktioniert die Oviva App?
    • Patienten dokumentieren Ernährung per Foto
    • KI analysiert Nährstoffe & Muster
    • Coaches geben individuelles Feedback
    • Ärzte begleiten medikamentöse Therapie
    👉 Ziel: Verhaltensmuster erkennen – nicht Perfektion💊 2. Adipositastherapie: Mehr als nur MedikamenteEin zentraler Punkt der Folge:➡️ Medikamente wie GLP-1-Analoga sind wichtig – aber nicht ausreichend alleine
    ➡️ Erfolgreiche Therapie braucht:
    • Ernährung
    • Bewegung
    • psychologische Unterstützung
    👉 Multimodale Therapie als Standard📊 3. Adhärenz: Das große Problem – und die Lösung?Viele Patienten brechen Therapien früh ab:
    • Bis zu 70 % im ersten Jahr nicht mehr korrekt in Therapie
    • Digitale Begleitung kann hier entscheidend helfen
    👉 Bei Oviva:
    85 % bleiben nach 10 Monaten in der Therapie🧑‍⚕️ 4. Telemedizin vs. klassische MedizinVorteile:
    • Niedrige Einstiegshürde
    • Schnelle Hilfe im Alltag
    • Einblick ins reale Leben der Patienten
    Herausforderungen:
    • Weniger direkte körperliche Untersuchung
    • Hohe Anforderungen an Kommunikation
    👉 Fazit: Hybride Modelle sind die Zukunft🧠 5. Psychologie & SelbststigmatisierungEin besonders wichtiger Teil:
    • Adipositas ist eine chronische Erkrankung
    • Viele Patienten machen sich selbst verantwortlich
    • Psychologische Faktoren spielen eine zentrale Rolle
    👉 Therapie beginnt oft im Kopf⚠️ 6. Risiken der TherapieEin spannender Aspekt:
    • Zu schneller Gewichtsverlust kann problematisch sein
    • Fokus auf nachhaltige Entwicklung
    • Vermeidung von Jojo-Effekten
    💡 Key Takeaways✔️ Adipositas ist eine chronische Erkrankung – keine Frage von Disziplin
    ✔️ Digitale Tools können Therapie deutlich verbessern
    ✔️ Multimodale Ansätze sind entscheidend für langfristigen Erfolg
    ✔️ Telemedizin kann Versorgung demokratisieren
    ✔️ Patientennähe entsteht nicht nur im Behandlungszimmer🔗 Kontakt & weitere Informationen👉 Mehr über Oviva >>>
    👉 Kontaktmöglichkeiten 
    Unsere Ressourcen Über unsere Webseite Adipositas-Zuerich.chUnsere Webseite Adipositas Zürich widmet sich ganz der Aufgabe, Dich umfassend über Adipositas zu informieren – eine Erkrankung, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen für Industrienationen eingestuft wird.Unser Ziel ist es, Dir ein tiefes Verständnis für die Ursachen, Folgen und die zahlreichen Therapiemöglichkeiten dieser komplexen Krankheit zu vermitteln.Wir bei Adipositas Zürich sehen es als unsere Mission, sowohl Betroffene als auch medizinisches Fachpersonal durch qualitativ hochwertige Informationen zu unterstützen.Dabei legen wir großen Wert darauf, die Krankheit Adipositas in all ihrer Komplexität darzustellen und Dir den Weg zu wirksamen Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Webseite von Adipositas-ZürichAdipositas-Zürich Webseite Der Adipodcast bei Spotify:Adipodcast auf Spotify Der Adipodcast bei Apple Podcast:Adipodcast auf Apple Podcast Diskutiere mit in unserer Facebook Community:Adipositas Zürich auf Facebook Bitte unterstütze unseren Podcast!Wir drei Hosts investieren sehr viel Liebe, Engagement und Zeit in unseren Podcast.Eine kostenlose Möglichkeit, unsere Sendung zu unterstützen, ist, eine Fünf-Sterne-Bewertung und eine Rezension auf Apple Podcasts oder auf Spotify zu hinterlassen. Damit kannst Du uns sagen, was Dir an der Sendung gefällt und anderen helfen, sie auch zu entdecken. So geht es:Auf der Seite unserer Sendung nach unten scrollen, eine Sternebewertung auswählen und auf „Bewerten“ tippen.Deine Rezension wird kurz nach ihrer Veröffentlichung bereitgestellt.Übrigens: Du kannst eine Rezension pro Sendung hinterlassen.Vielen Dank für Deine Unterstützung!
    56 min
  • #50: Breaking the Silence – Adipositas verstehen statt verurteilen
    🎉 Jubiläumsfolge des AdipodcastDie 50. Folge des Adipodcast markiert ein erstes kleines Jubiläum. Seit Beginn widmen sich die Hosts Prof. Dr. Dr. Marco Bueter, Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer und Tariq Abu-Naaj der Aufklärung rund um Adipositas, Therapieoptionen und den Alltag von Betroffenen. In dieser besonderen Folge begrüßen sie Selina Steinmann – Head of Health Plattform iMpuls.Gemeinsam sprechen sie über die Rolle von Gesundheitskommunikation, die Entstigmatisierung von Adipositas und darüber, wie evidenzbasierte Informationen Millionen Menschen erreichen können.
    Wer ist Selina Steinmann?Selina Steinmann leitet die Gesundheitsplattform iMpuls der Migros-Gruppe. Mit ihrem Team verfolgt sie das Ziel, Menschen auf dem Weg zu einem gesunden Lebensstil zu begleiten und fundiertes Wissen rund um Gesundheit, Ernährung, Bewegung, Prävention und mentale Stärke zu vermitteln – praxisnah und evidenzbasiert.Die Plattform erreicht jährlich zwischen drei und fünf Millionen Menschen in der Schweiz und setzt dabei auf eine Kombination aus Fachwissen, verständlicher Kommunikation und digitalen Angeboten.

    📊 Studie zur Stigmatisierung von AdipositasEin zentraler Bestandteil des Gesprächs ist eine große Bevölkerungsstudie zur Wahrnehmung von Adipositas in der Schweiz.Wichtige Erkenntnisse:
    • Rund 1.500 Teilnehmer nahmen teil
    • Hoher Anteil berichtet von Stigmatisierung im Alltag
    • Viele Betroffene führen Übergewicht auf fehlende Motivation zurück
    • Ernährung und Bewegung werden als Hauptlösungen gesehen
    • Große Unsicherheit im Umgang mit Betroffenen
    • Wunsch nach mehr Aufklärung und Gesprächshilfen
    Besonders erschreckend: Über die Hälfte der Betroffenen hat bereits negative Kommentare oder Diskriminierung erlebt.🧠 Entstigmatisierung als zentrales ZielEin Schwerpunkt der iMpuls-Initiative ist die Entstigmatisierung von Adipositas. Dabei geht es um:
    • Bewusstsein für Adipositas als Erkrankung
    • sensible Sprache im medizinischen Kontext
    • Aufklärung über komplexe Ursachen
    • Abbau von Vorurteilen
    • Einbindung von Betroffenen
    • evidenzbasierte Informationsvermittlung
    Selina Steinmann betont, dass viele Menschen – auch sie selbst – sich der Stigmatisierung zuvor nicht bewusst waren.
    Kommunikationsmassnahmen von iMpulsBasierend auf der Studie transportiert iMpuls die Botschaften über folgende Massnahmen/Formate an die Schweizer Bevölkerung:
    • Videos mit Betroffenen (Peer-Kommunikation)
    • Experteninterviews
    • Artikel und Ratgeber für die Wissensvermittlung
    • Downloadbare Gesprächsleitfäden
    • Social Media Inhalte
    • Informationskampagnen
    Ziel ist es, verschiedene Altersgruppen und Informationsbedürfnisse zu erreichen.🗣️ Sprache als SchlüsselEin wichtiges Thema der Folge: die richtige Sprache im Umgang mit Adipositas.Diskutiert werden unter anderem:
    • Begriffe wie „fehlende Motivation“
    • Schuldzuweisungen an Patienten
    • unbewusste Stigmatisierung
    • Gesprächsführung im Arztkontakt
    • Selbststigmatisierung von Betroffenen
    Die iMpuls-Plattform plant daher konkrete Gesprächsguidelines für Betroffene und Fachpersonen.
    Die Strategie wird laufend anhand von Nutzerfeedback weiterentwickelt.

    Hier geht es zur iMpuls Plattform >>https://impuls.migros.ch/de
    Unsere Ressourcen Über unsere Webseite Adipositas-Zuerich.chUnsere Webseite Adipositas Zürich widmet sich ganz der Aufgabe, Dich umfassend über Adipositas zu informieren – eine Erkrankung, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen für Industrienationen eingestuft wird.Unser Ziel ist es, Dir ein tiefes Verständnis für die Ursachen, Folgen und die zahlreichen Therapiemöglichkeiten dieser komplexen Krankheit zu vermitteln.Wir bei Adipositas Zürich sehen es als unsere Mission, sowohl Betroffene als auch medizinisches Fachpersonal durch qualitativ hochwertige Informationen zu unterstützen.Dabei legen wir großen Wert darauf, die Krankheit Adipositas in all ihrer Komplexität darzustellen und Dir den Weg zu wirksamen Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Webseite von Adipositas-ZürichAdipositas-Zürich Webseite Der Adipodcast bei Spotify:Adipodcast auf Spotify Der Adipodcast bei Apple Podcast:Adipodcast auf Apple Podcast Diskutiere mit in unserer Facebook Community:Adipositas Zürich auf Facebook Bitte unterstütze unseren Podcast!Wir drei Hosts investieren sehr viel Liebe, Engagement und Zeit in unseren Podcast.Eine kostenlose Möglichkeit, unsere Sendung zu unterstützen, ist, eine Fünf-Sterne-Bewertung und eine Rezension auf Apple Podcasts oder auf Spotify zu hinterlassen. Damit kannst Du uns sagen, was Dir an der Sendung gefällt und anderen helfen, sie auch zu entdecken. So geht es:Auf der Seite unserer Sendung nach unten scrollen, eine Sternebewertung auswählen und auf „Bewerten“ tippen.Deine Rezension wird kurz nach ihrer Veröffentlichung bereitgestellt.Übrigens: Du kannst eine Rezension pro Sendung hinterlassen.Vielen Dank für Deine Unterstützung!
    45 min
  • #49 Adipositas bei Kindern: früh erkennen, klug begleiten
    Adipositas im Kindes- und Jugendalter ist ein Thema, das viele Familien verunsichert, belastet und oft viel früher beginnt, als man denkt. 
    In dieser Folge des Adipodcast sprechen wir mit einer Expertin, die Kinder, Jugendliche und ihre Familien auf genau diesem Weg begleitet: Frau Dr. med. Odile Christin Gaisl vom Universitäts-Kinderspital Zürich.
    Gemeinsam mit unseren Hosts Prof. Dr. med. Dr. phil. Marco Büter, Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer und Tariq Abu-Naaj geht es um die Frage, wie Adipositas bei Kindern überhaupt definiert wird, warum die Situation komplexer ist als bei Erwachsenen und welche Rolle Eltern, Umfeld, Alltag, Schule, Medienkonsum und Ernährung dabei spielen.
    Frau Dr. Gaisl erklärt sehr anschaulich, dass die Beurteilung von Adipositas im Kindesalter nicht einfach über absolute BMI-Werte erfolgt, sondern alters- und geschlechtsabhängig anhand von Perzentilen. Denn Kinder wachsen, entwickeln sich und verändern ihren Körper kontinuierlich – deshalb braucht es in der Pädiatrie andere Maßstäbe als in der Erwachsenenmedizin.
    Ein zentrales Thema dieser Folge ist die Frage nach den Ursachen. Dabei wird schnell klar: Adipositas bei Kindern ist fast nie auf einen einzigen Faktor zurückzuführen. Zwar gibt es seltene genetische oder syndromale Ursachen, doch in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle wirken viele Dinge zusammen. Besonders wichtig sind familiäre Risikofaktoren, das Gewicht der Eltern, das Geburtsgewicht, Stillverhalten, Bewegungsmuster, Medienkonsum und natürlich die sogenannte obesogene Umwelt – also ein Alltag, in dem hochkalorische Lebensmittel leicht verfügbar sind und Bewegung oft zu kurz kommt.
    Sehr eindrücklich beschreibt Frau Dr. Gaisl auch, was in der Sprechstunde wirklich passiert. Denn dort geht es nicht nur um medizinische Abklärung, sondern auch um Motivation, Familiendynamik, Entwicklungsfragen und nicht selten um emotionale Belastungen. Besonders bei Jugendlichen zeigt sich häufig, dass Eltern und Betroffene selbst ganz unterschiedlich auf die Situation blicken. Manche Eltern wünschen sich dringend Hilfe, während Jugendliche selbst noch gar nicht bereit sind, etwas zu verändern. Auch das gehört zur Realität einer kindermedizinischen Adipositas-Sprechstunde.
    Ein weiterer wichtiger Aspekt dieser Episode ist die Stigmatisierung. Schon Kinder erleben Ausgrenzung, Scham und Mobbing wegen ihres Gewichts. Für manche Familien ist genau das ein Anlass, überhaupt Hilfe zu suchen. Für andere stehen gesundheitliche Sorgen im Vordergrund. Wieder andere werden erst durch Kinderärztinnen und Kinderärzte darauf aufmerksam gemacht, dass das Gewicht ihres Kindes langfristig problematisch werden könnte.
    Natürlich sprechen wir auch über Therapie. Dabei wird deutlich: Der erste Schritt ist fast immer ein konservativer Ansatz – mit Ernährungsberatung, Bewegungsförderung, physiotherapeutischer Begleitung und bei Bedarf psychologischer Unterstützung. Doch die Folge zeigt auch sehr ehrlich, dass selbst ein gutes Setting nicht immer ausreicht. Gerade bei motivierten Jugendlichen, die bereits viel versucht haben und trotzdem keinen ausreichenden Erfolg sehen, kann das extrem frustrierend sein. Genau an dieser Stelle kommen heute zunehmend auch medikamentöse Therapien ins Spiel.
    Frau Dr. Gaisl erklärt, unter welchen Voraussetzungen GLP-1-basierte Medikamente bei Jugendlichen in der Schweiz eingesetzt werden können, ab welchem Alter dies möglich ist und welche Hürden bei der Kostenübernahme bestehen. Dabei wird auch die soziale Dimension deutlich: Wenn eine Therapie hilft, aber nur für einen begrenzten Zeitraum bezahlt wird, entstehen neue Ungerechtigkeiten – insbesondere dann, wenn Familien die Behandlung danach nicht selbst finanzieren können.
    Die Folge macht eindrucksvoll deutlich, dass Adipositas bei Kindern und Jugendlichen weder ein Randthema noch eine einfache Frage von Disziplin ist. Sie ist medizinisch relevant, familiär hochsensibel und gesellschaftlich stark aufgeladen. Umso wichtiger sind spezialisierte Fachpersonen, die mit Wissen, Geduld und Empathie begleiten.Über unsere Gästin
    Frau Dr. med. Odile Christin Gaisl ist Kinderärztin und als pädiatrische Endokrinologin am Universitäts-Kinderspital Zürich tätig. Dort betreut sie unter anderem Kinder und Jugendliche mit Übergewicht und Adipositas und begleitet deren Familien auf dem Weg zu einem gesünderen Gewicht. Zu ihrem Werdegang gehören unter anderem klinische Forschung in der Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsspital Basel (2020–2021), eine Diplomarbeit an der Kinderklinik Innsbruck sowie das Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck. Ihre besondere Stärke in dieser Folge: Sie verbindet fachliche Präzision mit einem sehr klaren Blick für die Realität von Kindern, Jugendlichen und Eltern.
    Diese Fragen werden in der Folge unter anderem besprochen:
    • Wie wird Adipositas bei Kindern und Jugendlichen definiert?
    • Warum reicht der BMI allein im Kindesalter nicht aus?
    • Welche Rolle spielen Eltern, Geburtsgewicht und frühe Entwicklung?
    • Wie stark beeinflussen Medienkonsum, Alltag und Lebensmittelumgebung das Gewicht?
    • Was passiert in einer spezialisierten Adipositas-Sprechstunde?
    • Warum ist Motivation bei Jugendlichen ein so sensibler Faktor?
    • Welche konservativen Therapieansätze gibt es?
    • Wann kommen Medikamente infrage?
    • Welche Hürden bestehen bei der Kostenübernahme?
    • Welche Rolle spielen Mobbing, Scham und soziale Ausgrenzung?
    Unser Hinweis an alle Hörerinnen und HörerIn dieser Folge sprechen wir auch über Medikamente und Präparate. Die Nennung einzelner Wirkstoffe oder Behandlungsoptionen stellt ausdrücklich keine Einnahme- oder Anwendungsempfehlung dar. Bitte besprechen Sie jede Therapie immer mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.Unterstützen Sie den AdipodcastWenn Ihnen diese Folge gefallen hat und Sie unseren Podcast unterstützen möchten, freuen wir uns sehr über eine Bewertung.
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    Bei Apple Podcasts helfen uns Sterne und eine kurze Rezension besonders dabei, noch mehr Betroffene, Angehörige und Fachpersonen zu erreichen.
    Vielen Dank für Ihre Unterstützung.Über die ViszeraMed AGDie ViszeraMed AG ist eine spezialisierte Schweizer Praxis für moderne Viszeralmedizin und chirurgische Kompetenz. Mitgründer der Praxis sind Prof. Dr. med. Dr. phil. Marco Büter und Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer, die ihre langjährige Erfahrung unter anderem in den Bereichen Adipositaschirurgie, Hernienchirurgie und weiterer viszeralchirurgischer Erkrankungen in dieses interdisziplinäre Konzept einbringen. ViszeraMed Homepage >>>
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    1 hr 1 min
  • #48 Frauke Kampmann – Wenn der Honeymoon vorbei ist
    Was passiert, wenn der erste Schwung nachlässt – und das Leben nach der OP richtig beginnt?In dieser Folge des Adipodcast begleiten wir Frauke Kampmann ein weiteres Mal auf ihrem Weg nach der bariatrischen Operation. Es ist nun rund 16 Wochen her, dass sie operiert wurde – und Frauke nimmt uns erneut ehrlich und offen mit in ihren Alltag. 26 Kilo weniger, neue Kleidergröße, mehr Lebensfreude – und gleichzeitig: Haarausfall, ein Stimmungstief und das Ringen um alte Essroutinen. Eine Folge, die zeigt, wie vielschichtig die Zeit nach einer bariatrischen OP wirklich ist.
    26 Kilo in 16 Wochen – und plötzlich wird es langsamer
    Frauke berichtet, dass sie seit der Operation insgesamt 26 Kilo abgenommen hat. Was sich verändert hat: Das Tempo. Der anfängliche Schwung, bei dem es täglich um ein halbes Kilo nach unten ging, ist einem langsameren Rhythmus gewichen. Frauke beschreibt, wie sie sich an dieses veränderte Tempo gewöhnen muss – und wie in einer mehrwöchigen Stagnationsphase Unsicherheit aufgekommen ist. Ist das normal? Passiert da überhaupt noch was?Prof. Dr. Marco Bueter ordnet ein: Der Gewichtsverlauf ist in den ersten 9 bis 15 Monaten nach der OP typischerweise dynamisch – eine ausgeprägte Plateauphase nach nur vier Monaten ist ungewöhnlich früh. Gleichzeitig betont Tariq Abu-Naaj aus seiner Erfahrung in der Selbsthilfegruppe, dass das Erreichen eines Plateaus für viele Betroffene mit Selbstzweifeln verbunden ist: Habe ich versagt? Liegt es an mir?Ein wichtiges Thema für alle, die diesen Weg kennen oder gerade beschreiten.
    Essverhalten: Wenn alte Muster leise zurückschleichen
    Frauke spricht offen über etwas, das viele kennen, aber selten laut sagen: Feste Essenszeiten und die strukturierten Mahlzeiten, die ihr am Anfang so geholfen haben, sind in den letzten Wochen ein wenig ins Wanken geraten. Der Teller bleibt stehen, statt weggeräumt zu werden – und eine halbe Stunde später isst man doch noch einmal.Das klingt nach einer Kleinigkeit. Ist es aber nicht. Die Hosts erklären, warum Struktur gerade in dieser Phase so entscheidend bleibt: Der Magen ist zwar kleiner, aber wenn man isst, dann pausiert und dann wieder isst, wird die neue Kapazität langsam ausgereizt. Frauke hat das selbst erkannt – und plant, ihre Essensstruktur bewusst wiederherzustellen. Ein sehr ehrlicher Moment, der zeigt: Der Kopf braucht manchmal genauso viel Nachsorge wie der Körper.
    Haarausfall und Stimmungstief – Nebenwirkungen, die man kennen sollte
    Frauke erwähnt zwei Themen, über die man offen sprechen muss: Haarausfall und ein Stimmungstief, das sie in dieser Phase begleitet.Prof. Dr. Bueter erklärt: Haarausfall nach bariatrischer OP ist nicht selten und in der Regel zeitlich begrenzt. Eine Untersuchung der Mikronährstoffe im Blut – insbesondere Zink, Selen und Biotin – kann sinnvoll sein und gegebenenfalls durch Supplementierung ausgeglichen werden.Das Stimmungstief ist laut Bueter weniger typisch für diesen Zeitpunkt – er würde es eher in der Phase nach 12 Monaten erwarten. Frauke beschreibt, dass sie sich gelegentlich antriebslos fühlt und das Gefühl hat, etwas in dieser Phase stimme nicht ganz. Sie hat ähnliche Phasen schon vor der OP erlebt – aber aktuell empfindet sie Zeitpunkt und Intensität als ungewöhnlich.Beide Themen verdienen Aufmerksamkeit – und vor allem: professionelle Begleitung durch das behandelnde Zentrum.
    Positive Veränderungen: Gürtelrose verbessert, mehr Selbstbewusstsein, neues Körpergefühl
    Trotz aller Herausforderungen gibt es auch viel Erfreuliches zu berichten. Fraukes Gürtelrose – eine Erkrankung, die vor der OP ihr Leben belastet hat – hat sich seit dem Eingriff spürbar verbessert. Das ist eine der positiven Begleiterscheinungen des deutlichen Gewichtsverlusts und der damit einhergehenden Entlastung des Immunsystems.Dazu kommt: Frauke passt jetzt in Kleidergröße 40 – noch vor wenigen Monaten trug sie Größe 48. Sie traut sich wieder in die Therme und die Sauna – Dinge, die vor der OP undenkbar gewesen wären. Und sie fühlt sich einfach schön, wenn sie sich modisch anzieht. Das sind keine Kleinigkeiten. Das ist gelebte Lebensqualität.
    Feeling of being lost – und warum Nachsorge proaktiv sein muss
    Ein wichtiger Appell in dieser Folge: Frauke hatte seit der OP wenig strukturierten Kontakt zu ihrem Behandlungszentrum. Prof. Dr. Bueter bringt es klar auf den Punkt: Das darf nicht so sein. Nachsorge muss proaktiv sein – nicht reaktiv. Ein Gespräch, ein Blutbild, ein Check-in – das gehört zum Standard einer guten bariatrischen Versorgung dazu.Tariq empfiehlt zudem, den Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe zu suchen. In Fraukes Region – Frankfurt/Aschaffenburg – gibt es gut vernetzte Gruppen, die genau solche Phasen begleiten können. Das Gefühl, mit seinen Gedanken und Zweifeln nicht allein zu sein, kann enorm entlastend wirken.
    Take-Home Messages👉 Ein Gewichtsplateau nach 4 Monaten ist früher als erwartet – Kontakt zum Behandlungszentrum ist wichtig 
    👉 Alte Essmuster können schleichend zurückkehren – Struktur und Mahlzeitenplanung bleiben entscheidend 
    👉 Haarausfall nach bariatrischer OP ist häufig und zeitlich begrenzt – Mikronährstoffe kontrollieren lassen 
    👉 Stimmungstiefs verdienen Aufmerksamkeit – proaktiv mit dem Zentrum besprechen 
    👉 Nachsorge muss proaktiv sein – nicht erst wenn Probleme auftreten 
    👉 Selbsthilfegruppen bieten wertvolle Unterstützung in genau diesen Phasen 
    👉 Die positiven Veränderungen sind real: Gürtelrose verbessert, mehr Lebensqualität, wachsendes Selbstbewusstsein
    Über unsere Gästin: Frauke KampmannFrauke Kampmann begleitet uns seit Folge #39 auf ihrem Weg rund um die bariatrische Operation. Sie hat uns bereits vor dem Eingriff von ihrer Entscheidung erzählt, uns in den ersten Wochen danach mitgenommen – und tut das nun auch in dieser herausfordernden Phase nach vier Monaten. Ihr Mut zur Offenheit, auch über schwierige Momente zu sprechen, macht diese Reihe zu einem wertvollen Begleiter für alle Betroffenen.
    Über die ViszeraMed AGDie ViszeraMed AG ist eine auf Viszeral- und Adipositaschirurgie spezialisierte Praxis, die Patientinnen und Patienten in der gesamten Schweiz mit einem interdisziplinären und evidenzbasierten Ansatz begleitet – von der ersten Abklärung bis zur langfristigen Nachsorge. Die beiden Adipodcast-Hosts Prof. Dr. med. Dr. phil. Marco Bueter und Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer sind Mitbegründer der Praxis und engagieren sich gemeinsam mit ihrem Team auch für eine moderne, ganzheitliche Versorgung von Menschen mit Adipositas.👉 Hier geht es zur Webseite der ViszeraMed AG >>>Unsere Ressourcen🌐 Adipositas-Zürich Webseite  📘 Adipositas Zürich auf Facebook
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    Unsere Ressourcen Über unsere Webseite Adipositas-Zuerich.chUnsere Webseite Adipositas Zürich widmet sich ganz der Aufgabe, Dich umfassend über Adipositas zu informieren – eine Erkrankung, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen für Industrienationen eingestuft wird.Unser Ziel ist es, Dir ein tiefes Verständnis für die Ursachen, Folgen und die zahlreichen Therapiemöglichkeiten dieser komplexen Krankheit zu vermitteln.Wir bei Adipositas Zürich sehen es als unsere Mission, sowohl Betroffene als auch medizinisches Fachpersonal durch qualitativ hochwertige Informationen zu unterstützen.Dabei legen wir großen Wert darauf, die Krankheit Adipositas in all ihrer Komplexität darzustellen und Dir den Weg zu wirksamen Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Webseite von Adipositas-ZürichAdipositas-Zürich Webseite Der Adipodcast bei Spotify:Adipodcast auf Spotify Der Adipodcast bei Apple Podcast:Adipodcast auf Apple Podcast Diskutiere mit in unserer Facebook Community:Adipositas Zürich auf Facebook Bitte unterstütze unseren Podcast!Wir drei Hosts investieren sehr viel Liebe, Engagement und Zeit in unseren Podcast.Eine kostenlose Möglichkeit, unsere Sendung zu unterstützen, ist, eine Fünf-Sterne-Bewertung und eine Rezension auf Apple Podcasts oder auf Spotify zu hinterlassen. Damit kannst Du uns sagen, was Dir an der Sendung gefällt und anderen helfen, sie auch zu entdecken. So geht es:Auf der Seite unserer Sendung nach unten scrollen, eine Sternebewertung auswählen und auf „Bewerten“ tippen.Deine Rezension wird kurz nach ihrer Veröffentlichung bereitgestellt.Übrigens: Du kannst eine Rezension pro Sendung hinterlassen.Vielen Dank für Deine Unterstützung!
    39 min
  • #47 Felix Schneuwly -Wer bestimmt, was die Krankenkasse bezahlt?
    Das Schweizer Gesundheitssystem verstehen – und was es für Menschen mit Adipositas bedeutet
    Wie entstehen eigentlich Krankenkassenprämien? 
    Wer entscheidet darüber, welche Therapien bezahlt werden? Und warum stehen gerade neue Adipositas-Medikamente immer wieder im Fokus der öffentlichen Diskussion?
    In dieser Folge des Adipodcast sprechen die Hosts Prof. Dr. med. Dr. phil. Marco Büter, Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer und Tariq Abu-Naaj mit einem der profiliertesten Kenner des Schweizer Gesundheitssystems: 
    Felix Schneuwly.
    Als Krankenversicherungsexperte und langjähriger Beobachter gesundheitspolitischer Entwicklungen bringt er eine einzigartige Perspektive auf die komplexen Zusammenhänge zwischen Politik, Finanzierung und medizinischer Versorgung mit.
    Gemeinsam beleuchten wir, wie das Gesundheitssystem funktioniert – und was das konkret für Menschen mit Adipositas bedeutet.
    Wer entscheidet eigentlich, welche Therapien bezahlt werden?
    Felix erklärt, wie Leistungen in der Grundversicherung entstehen:
    • welche Rolle Swissmedic bei der Zulassung von Medikamenten spielt
    • wie das Bundesamt für Gesundheit Preise verhandelt
    • warum Versicherungen den Leistungskatalog nicht selbst bestimmen
    • welche Bedeutung evidenzbasierte Entscheidungen haben
    Dabei wird deutlich, dass viele öffentliche Diskussionen rund um steigende Prämien häufig missverstanden werden – denn neue Therapien sind nur ein Teil eines deutlich komplexeren Systems.
    Adipositas-Therapien und ihre Auswirkungen auf die KostenEin zentrales Thema ist die Frage, wie neue Medikamente — insbesondere GLP-1-Therapien — die Gesundheitskosten beeinflussen.Felix ordnet ein:
    • Kurzfristig entstehen zusätzliche Kosten durch neue Leistungen
    • Langfristige Effekte werden politisch oft zu wenig berücksichtigt
    • Der Nutzen für Lebensqualität und Produktivität wird selten ausreichend einbezogen
    • Die tatsächlichen Kosten liegen im Verhältnis zum Gesamtvolumen im moderaten Bereich
    Damit wird klar: Die Diskussion über steigende Prämien ist oft verkürzt und berücksichtigt nicht die langfristigen gesundheitlichen und volkswirtschaftlichen Effekte.
    Solidarität und gesellschaftliche Wahrnehmung von AdipositasEin besonders spannender Teil des Gesprächs widmet sich der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Krankheiten.Felix erklärt, dass Studien zeigen:
    • Adipositas wird häufig stärker mit Eigenverantwortung verbunden als andere Erkrankungen
    • Dadurch entsteht eine geringere Solidaritätsbereitschaft in der Bevölkerung
    • Emotionale Bewertungen beeinflussen politische Entscheidungen stärker als Daten
    Diese Perspektive zeigt eindrücklich, wie sehr Stigmatisierung die gesundheitspolitische Diskussion beeinflussen kann.
    Warum Versorgungsforschung entscheidend istEin klarer Appell der Folge: Mehr evidenzbasierte Versorgungsforschung.Denn nur so lässt sich langfristig beantworten:
    • Welche Therapien sparen tatsächlich Kosten
    • Wie sich Lebensqualität und Produktivität entwickeln
    • Welche gesundheitspolitischen Entscheidungen sinnvoll sind
    Gerade im Bereich Adipositas sieht Felix hier enormes Potenzial – und einen klaren Auftrag an Medizin, Politik und Gesellschaft.
    Finanzierungssysteme und AnreizstrukturenEin weiterer wichtiger Punkt ist die Analyse der aktuellen Anreizsysteme im Gesundheitswesen.Felix beschreibt offen, dass das System stark mengenorientiert ist — Leistungen werden bezahlt, Nicht-Behandlungen hingegen kaum honoriert.Damit spricht er ein strukturelles Problem an, das für viele gesundheitspolitische Diskussionen zentral ist.Take-Home Messages

    👉 Neue Therapien verursachen kurzfristig Kosten, können aber langfristig erheblichen Nutzen bringen
    👉 Die Wahrnehmung von Adipositas beeinflusst politische Entscheidungen stärker als Daten
    👉 Versicherungen entscheiden nicht über den Leistungskatalog
    👉 Evidenz und Versorgungsforschung sind entscheidend für die Zukunft der Therapie
    👉 Gesundheitspolitik ist immer ein Zusammenspiel von Medizin, Ökonomie und Gesellschaft
    Über unseren Gast: Felix SchneuwlyFelix Schneuwly ist einer der bekanntesten Krankenversicherungsexperten der Schweiz und ist seit vielen Jahren als Gesundheitsspezialist bei Comparis tätig.
    Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung von Gesundheitskosten, politischen Entscheidungsprozessen und der Frage, wie Finanzierungssysteme die medizinische Versorgung beeinflussen.

    Über die ViszeraMed AG:

    Die
    ViszeraMed AG ist eine auf Viszeral- und Adipositaschirurgie spezialisierte Praxis, die Patientinnen und Patienten in der gesamten Schweiz mit einem interdisziplinären und evidenzbasierten Ansatz begleitet. Die beiden Adipodcast-Hosts Prof. Dr. med. Dr. phil. Marco Büter und Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer sind Mitbegründer der Praxis und engagieren sich dort gemeinsam mit ihrem Team für eine moderne, ganzheitliche Versorgung.

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    48 min
  • #46 Adipositas, Politik und unbequeme Wahrheiten
    Warum scheitern Gesundheitsreformen immer wieder?In dieser außergewöhnlichen Folge des Adipodcasts treffen medizinische Praxis und politische Realität aufeinander. Zu Gast ist Dr. Philipp Rösler – ehemaliger Bundesgesundheitsminister, Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland sowie approbierter Arzt. Gemeinsam mit den Hosts Prof. Dr. med. Dr. phil. Marco Bueter, Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer und Tariq Abu-Naaj spricht er offen über die strukturellen Schwächen des deutschen Gesundheitssystems – und warum echte Reformen politisch so schwer durchsetzbar sind.Adipositas: Erkrankung, nicht Lebensstilfrage
    Dr. Philipp Rösler ordnet Adipositas klar als behandlungsbedürftige Erkrankung ein und bewertet ihre gesellschaftliche Bedeutung mit 8 von 10 Punkten. Gleichzeitig kritisiert er, dass Deutschland diese Erkrankung über Jahre hinweg unterschätzt hat – während Länder wie die Schweiz oder Skandinavien wirksame Therapien längst etabliert haben. Ein zentrales Problem: Adipositas wird noch immer als individuelles Versagen wahrgenommen – nicht als chronische Krankheit mit komplexen biologischen und sozialen Ursachen.

    Krankenkassenlogik vs. VolksgesundheitEin Kernthema der Folge ist die Diskrepanz zwischen medizinischer Vernunft und ökonomischer Steuerung. Rösler erklärt, warum Krankenkassenvorstände in erster Linie kurzfristig denken müssen: Ihre Leistung wird betriebswirtschaftlich gemessen – nicht volkswirtschaftlich. Prävention und nachhaltige Therapien verursachen heute Kosten, sparen aber erst morgen Geld. Dieses System bestraft langfristiges Denken.Medikamente, Operationen und falsche AnreizeBesonders deutlich wird Dr. Rösler bei der Bewertung aktueller Therapieansätze:
    Medikamentöse Therapien können helfen – verlieren aber nach dem Absetzen oft ihre Wirkung. Chirurgische Verfahren hingegen bieten häufig dauerhafte Effekte. Dennoch werden Medikamente politisch und strukturell oft bevorzugt. Nicht aus medizinischen Gründen, sondern wegen Lobbystrukturen und Entscheidungsmechanismen im System.

    Transparenz als SchlüsselproblemEin weiterer Kritikpunkt: fehlende Transparenz.
    Patientinnen und Patienten wissen in Deutschland meist weder, was ihre Behandlung kostet, noch welchen Gegenwert sie für ihre Beiträge erhalten. Diese Intransparenz untergräbt das Vertrauen in das System und erschwert jede Reform.

    Dr. Röslers Reformideen – und warum sie scheitertenRösler spricht offen über seine Zeit als Gesundheitsminister, über politische Widerstände und über Reformen, die er gerne umgesetzt hätte – darunter ein Prämiensystem nach Schweizer Vorbild. Sein Fazit:
    Reformen scheitern nicht an fehlendem Wissen, sondern an mangelndem Mut. Solange strukturelle Ineffizienzen durch neue Schulden überdeckt werden, entsteht kein Druck zur Veränderung.

    Ein Blick nach vornTrotz aller Kritik zeigt sich Rösler vorsichtig optimistisch. Systeme verändern sich oft erst dann, wenn der Leidensdruck groß genug ist – ähnlich wie bei Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen. Ob dieser Punkt im deutschen Gesundheitssystem bald erreicht ist, bleibt offen.
    Über unseren Gast: Dr. Philipp RöslerPhilipp Rösler wurde 1973 in Vietnam geboren, als Säugling adoptiert und wuchs in Deutschland auf. Er studierte Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, promovierte zum Dr. med. und begann eine Facharztausbildung in der Augenheilkunde. Parallel engagierte er sich politisch in der FDP.
    Von 2009 bis 2011 war er Bundesgesundheitsminister, anschließend Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler. Nach seinem Rückzug aus der Politik war er unter anderem Vorstandsmitglied des Weltwirtschaftsforums, engagierte sich international im Gesundheits- und Wirtschaftsbereich und ist heute in verschiedenen Aufsichtsräten und Beiräten tätig.Die längste Adipodcastfolge – viel Stoff
    Die Diskussion war so intensiv, ehrlich und vielschichtig, dass es unser längstes Gespräch wurde.🎧 Hören Sie rein, wenn Sie verstehen möchten,
    – warum Gesundheitsreformen politisch scheitern
    – weshalb Adipositas im System falsch behandelt wird
    – und was es wirklich bräuchte, um etwas zu verändern

    Über die ViszeraMed AG

    Die ViszeraMed AG ist eine in der Schweiz tätige chirurgische Praxis, die Patientinnen und Patienten mit hoher Spezialisierung und klar strukturierten Behandlungspfaden begleitet – von der ersten Abklärung bis zur Nachsorge. Ein Schwerpunkt liegt auf Adipositas- und metabolischer Chirurgie sowie moderner Viszeralchirurgie. Die beiden Adipodcast-Hosts Prof. Dr. med. Dr. phil. Marco Bueter und Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer sind Mitbegründer der ViszeraMed AG.
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    1 hr 18 min
  • #45 20 Kilo leichter – und plötzlich wieder Lust auf Leben!
    Frauke Kampmann | ca. 9–10 Wochen nach bariatrischer OPIn dieser Folge des Adipodcasts begleiten wir Frauke Kampmann weiter auf ihrem Weg nach der bariatrischen Operation. Rund neun bis zehn Wochen nach dem Eingriff gibt Frauke ein sehr offenes, persönliches und zugleich realistisches Update aus ihrem Alltag – fernab von Hochglanzversprechen, dafür mit vielen konkreten Erfahrungen, die für andere Betroffene enorm wertvoll sind.Gemeinsam mit den Hosts Prof. Dr. med. Marco Bueter, Prof. Dr. med. Andreas Thalheimer und Tariq Abu-Naaj spricht Frauke darüber, wie sich ihr Körpergefühl, ihr Essverhalten, ihre Energie und ihr Blick auf sich selbst in den vergangenen Wochen verändert haben.20 Kilogramm weniger – was sich wirklich verändert hatFrauke hat seit der Operation 20 Kilogramm Gewicht verloren und liegt inzwischen unter 90 Kilogramm. Doch im Mittelpunkt steht nicht die Zahl auf der Waage, sondern das, was sich im Alltag spürbar verändert hat:
    Sie berichtet, dass sie keine Dumping-Symptome, kein Erbrechen und keine klassischen „mechanischen“ Probleme beim Essen erlebt. Stattdessen beschreibt sie ein sehr klares Sättigungsgefühl, das früh einsetzt – besonders bei Lebensmitteln wie Brot, die für sie schnell „stopfend“ wirken.Essen nach der OP: weniger Hunger, mehr IntuitionEin zentrales Thema dieser Folge ist das Essverhalten nach der Operation. Frauke isst aktuell drei Hauptmahlzeiten pro Tag, verzichtet bewusst auf Zwischensnacks und achtet auf ausreichende Trinkpausen.
    Sie beschreibt, dass sie sich nicht strikt an feste Ernährungspläne hält, sondern zunehmend intuitiv isst – mit Fokus auf Eiweiß, Gemüse und gut verträgliche Mahlzeiten aus ihrem Kita-Alltag. Auch Süßigkeiten sind kein Tabu, sondern werden bewusst und in sehr kleinen Mengen genossen.Eiweiß, Supplements & AlltagstauglichkeitFrauke spricht offen über ihre Eiweißstrategie und erklärt, wie sie ihre tägliche Proteinzufuhr organisiert – unter anderem mithilfe sogenannter Eiweiß-Presslinge. Gemeinsam mit den Mahlzeiten erreicht sie so ihr Ziel von etwa 60–70 Gramm Eiweiß pro Tag, ohne sich unter Druck zu setzen.
    Auch das Thema Nahrungsergänzungsmittel wird praxisnah eingeordnet – ohne Dogmen, dafür mit realistischen Erwartungen.Alkohol nach der OP – ehrlich und differenziertEin besonders spannender Abschnitt dieser Folge ist Fraukes Erfahrung mit Alkohol nach der Operation. Sie beschreibt, dass sie Alkohol schneller spürt, die Wirkung aber auch schneller wieder abklingt.
    Gleichzeitig ist sie vorsichtig, hört bewusst auf ihren Körper und meidet sehr süße Getränke – auch aus Respekt vor möglichen Dumping-Reaktionen. Ein ehrlicher Einblick in ein Thema, das viele Patientinnen und Patienten beschäftigt, aber selten offen besprochen wird.Mehr Energie, mehr Bewegung, weniger SchmerzenEine der größten Veränderungen für Frauke ist ihr deutlich gesteigertes Energielevel. Sie hat wieder Freude an Bewegung, geht drei- bis viermal pro Woche ins Fitnessstudio und hat mit gezieltem Krafttraining begonnen.
    Besonders emotional beschreibt sie den Moment, als sie feststellt, dass sie wieder rennen kann – ohne Knieschmerzen, ohne Einschränkungen. Auch alltägliche Belastungen fallen ihr leichter, und sie hat abends noch Kraft und Lust, aktiv zu sein.Reaktionen aus dem Umfeld & neues KörpergefühlFrauke berichtet von sehr positiven Rückmeldungen aus ihrem beruflichen Umfeld. Kolleginnen und Kollegen sprechen sie auf ihr verändertes Aussehen an – und sie selbst nimmt diese Komplimente mit Freude an.
    Interessant ist auch ihre Selbstwahrnehmung: Statt sich im Spiegel „fremd“ zu fühlen, beschreibt sie ihr jetziges Aussehen als eine Rückkehr zu ihrem früheren, vertrauten Ich. Kleidung wird größer, nicht das Gewicht kleiner – ein Satz, den viele Betroffene kennen.Die Honeymoon-Phase – und der Blick nach vornGemeinsam ordnen die Hosts Fraukes aktuelle Phase als typische Honeymoon-Phase ein: eine Zeit, in der der Gewichtsverlust oft unabhängig vom Verhalten gut voranschreitet.
    Gleichzeitig sprechen sie offen darüber, dass es später auch herausfordernder werden kann – wenn der Gewichtsverlust langsamer wird oder stagniert. Genau deshalb ist es so wichtig, Routinen aufzubauen, Bewegung in den Alltag zu integrieren und die eigene Motivation langfristig zu stabilisieren.Fraukes FazitAuf die Frage, ob sie sich wieder für die Operation entscheiden würde, antwortet Frauke klar und ohne Zögern: Ja.
    Schon jetzt – nach knapp zweieinhalb Monaten – spürt sie, wie sehr sich ihr Leben verändert hat. Sie fühlt sich wohler, leistungsfähiger und wieder näher bei sich selbst.Wie geht es weiter?Frauke wird uns weiter begleiten. Die nächste Folge erscheint in etwa vier Wochen – und dann sprechen wir unter anderem über neue körperliche Veränderungen, mögliche Nebenwirkungen wie vorübergehenden Haarausfall und darüber, wie sich ihr Alltag weiterentwickelt
    👉 Du hast Fragen an Frauke?
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    26 min

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