Aktuelle Betiräge | cba – cultural broadcasting archive

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Aktuelle Betiräge | cba – cultural broadcasting archive episodes

  • Widersetzen: Heiße Phase zum Protest gegen den AfD Parteitag in Erfurt

    Am Wochenende vom 4. und 5. Juli 2026 will die AfD ihren Bundesparteitag in Erfurt abhalten. Bereits seit Monaten mobilisiert ein breites Bündnis, organisiert von „Widersetzen“ zum Gegenprotest. Wer in Erfurt lebt, wurde eventuell bereits an der eigenen Haustür von Menschen begrüßt, die an diesem Protest teilnehmen wollen. Mit einer Haustür-Aktion will Widersetzen bis zum genannten Wochenende nämlich bis zu 60.000 Menschen an ihren Haustüren erreichen. Dabei geht es nicht nur um die Verbreitung der Informationen über den geplanten AfD-Parteitag und den Protest dagegen, sondern auch Gesicht zu zeigen gegenüber den Stadtbewohner:innen. Das erzählt Mare von Widersetzen Leipzig im Gespräch über den bevorstehenden Massenprotest.

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    9 min
  • „Ulm5“ – ein beidseitiger Schauprozess

    Im Sitzungssaalgebäude des Oberlandesgerichts Stuttgart in Stuttgart-Stammheim wird aktuell der sogenannte Ulm5 Prozess verhandelt. Fünf Aktivist:innen sollen im September 2025 in das deutsche Tochterunternehmen der israelischen Rüstungsfirma Elbit Systems in Ulm eingebrochen und dort Sachbeschädigung verübt haben. Seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft und dürfen lediglich ein Mal pro Monat für eine Stunde Besuch empfangen. Diese und weitere Prozessbedingungen sorgen für Kritik und Empörung seitens ihres Anwaltsteams und ihrer Unterstützer:innen. Gleichzeitig wird in diesem Prozess thematisiert, was in der deutschen Öffentlichkeit größtenteils ignoriert wird: Die Kriegsverbrechen, die Israel in Palästina begeht und die unterstützende Rolle, die Deutschland dabei spielt.

    In diesem Beitrag hören wir Stimmen von Josie, Partner:in der angeklagten Person Vi Kovarbasic, Mathes Breuer, einem der Anwälte der Angeklagten und Zoa, ein:e Prozessbegleiter:in. Es geht um die konkreten Bedingungen, unter denen der Prozess stattfindet, wie der Widerstand dagegen aussieht und die Notwendigkeit einer staatskritischen Berichterstattung.

    Hinweis für Redaktionen siehe unten.

    28 min
  • Digitale Resilienz und KI im Journalismus

    Künstliche Intelligenz ist längst im journalistischen Alltag angekommen: bei der Transkription von Interviews, bei der Recherche, beim Formulieren, Übersetzen, Zusammenfassen. Aber wie kann eine Redaktion KI sinnvoll einsetzen, ohne journalistische Verantwortung abzugeben? Welche Regeln braucht es, damit KI nicht einfach Arbeit ersetzt, sondern Qualität und Kontrolle stärkt? Und wie bleibt Journalismus glaubwürdig, wenn immer mehr Inhalte von Maschinen erzeugt oder zumindest mitgestaltet werden?

    Um diese Fragen ging es im Juni bei Radio FRO in einem zweitägigen Workshop zur Erarbeitung von KI-Guidelines. Zu Gast war Stephan Weichert. Er ist Medien- und Kommunikationswissenschaftler, Autor und Vorstand des VOCER Instituts für Digitale Resilienz. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit digitalem Journalismus, Medieninnovation und den Auswirkungen digitaler Technologien auf Öffentlichkeit und Demokratie. Aktuell arbeitet er intensiv zum Thema KI-Resilienz im Journalismus – also zur Frage, wie Redaktionen im KI-Zeitalter handlungsfähig, glaubwürdig und verantwortungsvoll bleiben können.

    Für diese halbstündige Ausgabe von „Kompetent und Kritisch“ hat mein Kollege David Winkler-Ebner, Ausbildungsleiter bei Radio FRO, mit Stephan Weichert gesprochen: über KI im Journalismus, um Haltung, Verantwortung und Vertrauen.

    Moderation: Michael Diesenreither

    Die musikalischen Beiträge stammen aus dem Album „OK Computer“ von Radiohead aus dem Jahr 1997:

    • Paranoid Android
    • Karma Police
    • Der Podcast „Kompetent & Kritisch“ von Radio FRO und dem Forum Medienbildung beleuchtet zentrale Fragen der Medienkompetenz in Österreich: Welche Fähigkeiten brauchen Menschen, um sich im digitalen Informationsraum sicher, selbstbestimmt und kritisch zu bewegen – und wie können diese Kompetenzen wirksam vermittelt werden?

      Kofinanziert von der Europäischen Union | ProEuropeanValuesAT.

      36 min
    • Pride in Graz: QuFO über Sichtbarkeit, Pinkwashing und Backlash | Falschinformation im ORF: Wenn Falschaussagen bleiben

      Pride in Graz: QuFO über Sichtbarkeit, Pinkwashing und Backlash gegen die Community

      Kurz vor der Grazer Pride spricht VON UNTEN mit der Queer Feministischen Organisation Graz (QuFO) über das, was Sichtbarkeit für die LGBTIQ+ Community in Graz bedeutet. Im Studio hört ihr Ben und Erin, Ben ist Gründungsmitglied und Erin seit letztem Jahr dabei. Es geht um die Gründungsgeschichte des Vereins, die diesjährigen Pride-Pläne – und um die Frage, wie man mit Pinkwashing umgeht, wenn Firmen und Institutionen Regenbogenfarben tragen, ohne sich sonst für queere Anliegen einzusetzen. Aktueller Anlass für ein kritisches Gespräch: Erst kürzlich wurde ein Regenbogen-Zebrastreifen an der Karl-Franzens-Universität übermalt und eine Regenbogenfahne auf der TU Innfeldgasse zerrissen. Burschenschaften und Identitäre versuchen den Pride-Monat seit wenigen Jahren als „Stolz auf Österreich“ und „Stolz auf hetero“ zu vereinnahmen. Wir fragen QuFO, wie sich dieser Backlash in Graz konkret zeigt – im Alltag, in der Politik, im öffentlichen Diskurs – und was es braucht, damit queere Sichtbarkeit nicht nur im Juni stattfindet.

      Falschinformation im ORF: Wenn Falschaussagen nicht richtiggestellt werden

      FPÖ-Chef Mario Kunasek behauptete öffentlich, Sozialhilfen könnten als Einkommensnachweis für die Staatsbürgerschaft gelten. Das ist falsch – und gesetzlich bereits ausgeschlossen. Trotzdem steht die Aussage bis heute unkorrigiert in der ORF-Mediathek. Wir fragen, was es bedeutet, wenn rechtsextreme Falschinformationen unwidersprochen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verbreitet werden – und warum eine Richtigstellung von Lukas Gahleitner-Gerz (Asylkoordination) im zugehörigen Artikel nur stark verkürzt und ganz am Ende auftaucht. Im Gespräch mit Alexander Pollak von SOS Mitmensch geht es um Österreichs im europäischen Vergleich besonders restriktives Staatsbürgerschaftsrecht, um die realen Folgen für Betroffene und Arbeitsmarkt – und um den Blick nach Spanien, wo Anfang 2026 rund 500.000 Menschen ohne gesicherten Status einen Bleibestatus erhielten.
      Außerdem: Welche Strategie steckt dahinter, wenn Politik gezielt Neid zwischen Menschen schürt, die ohnehin prekär leben? Und was erwartet Pollak sich von der eingebrachten Beschwerde beim ORF-Publikumsrat?

      Veranstaltungshinweise:

      CSD Graz 2026
      Am 27. Juni findet die Christopher-Street-Day-Parade in Graz statt. Treffpunkt ist um 12 Uhr in der Wilhelm-Fischer-Allee im Stadtpark, von dort führt die Route über Joanneumring, Herrengasse, Hauptplatz, Südtiroler Platz und Annenstraße bis in den Volksgarten. Dort findet im Anschluss das CSD-Parkfest mit Musik, Infoständen und Familienbereich statt. Rund um den Pride-Monat gibt es in Graz weitere Programmpunkte, etwa einen Regenbogen-Gottesdienst und eine eigene CSD-Tram. Mehr Infos unter csd-graz.at.

      Antifa Soli-Bingo gegen Repression

      Am 9. Juli gibt es ab 19 Uhr im Spektral (Lendkai 45) einen Soli-Bingo-Abend. Anlass ist der andauernde Prozess um die sogenannte „Burschenschafter-Kappe“ – seit eineinhalb Jahren steht die Anklage wegen „Schweren Raubes“ gegen sieben Grazer Antifaschist:innen im Raum. Das bedeutet anhaltende Repression, Unsicherheit und laufende Kosten für die Betroffenen. Mit Drinks, kurzen inhaltlichen Inputs und Bingo-Preisen soll in Kneipenatmosphäre Solidarität gezeigt werden. Teilnahme und Eintritt sind frei.

      30 min
    • integra 2026
      integra, die Messe für Pflege, Rehabilitation und Therapie hat wieder in Wels stattgefunden. Das FROzine gibt einen kleinen Einblick von den Aussteller*innen.
      Die integra hat vom 10. bis 12. Juni in der Messe Wels stattgefunden. Neben den Ständen gab es Workshops und Vorträge rund um Inklusion, Pflege und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Viele Stände haben technische Neuheiten im Bereich der Hilfsmittel vorgestellt. Zum Beispiel einen Rollstuhl, mit dem man Treppen rauf- und runterfahren kann. Auch Hilfsmittel speziell für Kinder, oder Geräte, die bei der Kommunikation unterstützen sind gezeigt worden.
      Neben der technischen Seite haben sich auch Vereine und Organisationen vorgestellt, bei denen behinderte Menschen Austausch und Unterstützung finden. Zum Beispiel die Selbsthilfe Oberösterreich, dem Dachverband für Selbsthilfegruppen. Manuela Bruckmüller hat erklärt, dass solche Gruppen sehr gut angenommen werden, da Betroffenen der Austausch miteinander sehr wichtig sei und in solchen geschützen Räumen alle nachvollziehen können, wie es einem mit Krankheiten oder Behinderungen ginge, was Außenstehende dann oft nicht nachvollziehen könnten.
      Auch die Behindertenanwältin, Christine Steger, war vor Ort. Sie meint, dass sich auf gesellschaftlicher noch viel tun müsse, um wirklich Inklusion und Gleichstellung von behinderten Menschen in Österreich gewährleisten zu können. Sie bemängelt, dass zum Beispiel im Architekturstudium barrierefreies Bauen nur ein Freifach sei. Auch gewisse technologische Fortschritte würden nicht für alle positiv sein, Touchscreens können von blinden oder sehbehinderten Menschen nicht bedient werden, was bei Bezahlungen mit Bankomat zu Schwierigkeiten führen kann.
      Wenn man denkt, aufgrund der Behinderung diskriminiert zu werden, kann sich an die Behindertenawaltschaft wenden, dazu gibt es Informationen hier: https://www.behindertenanwaltschaft.gv.at/
      Headerbild: Messe Wels
      50 min
    • Egy 203 éves platán lett a Tudomány Fája a Margitszigeten

      Az 1825-ben gróf Széchenyi István által alapított Magyar Tudományos Akadémiával nagyjából egykorú az az idős, margitszigeti platán, amely tegnaptól „A tudomány fája” címet viseli.

      A budapesti Margitszigeten a Szabadtéri Színpad és az MTA egykori elnökének, a zeneszerző és zenetudós Kodály Zoltánnak a szobrához közeli fát az Akadémia 2025 őszén meghirdetett Tudománybarát Település Mozgalmának keretében jelölték meg.

      A mozgalomhoz csatlakozó településeken hagyománnyá vált, hogy csatlakozásuk emlékére fát ültetnek. Budapest Főváros Önkormányzata és a Magyar Tudományos Akadémia közös döntése értelmében viszont a fővárosban nem egy facsemetét ültettek, hanem a Margitsziget egy impozáns, idős platánját jelölték ki, hogy szimbolizálja a város és az MTA együttműködését.

      forrás: 203 éves platán lett „A tudomány fája” – Greendex

      10 min
    • #27 – Wir mögen uns doch eigentlich

      Menschen auf der ganzen Welt sind kooperativer, als wir glauben. Das zeigt eine neue Studie im renommierten Wissenschaftsjournal Science, die Prof. Dr. Armin Falk, Professor an der Universität Bonn, gemeinsam mit Prof. Teodora Boneva (Universität Bonn), Prof. Peter Andre (Goethe-Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Felix Chopra (Frankfurt School of Finance) verfasst hat.

       

      Die Deutschen trauen sich heute mehr zu als noch vor 20 Jahren. Sie sind stärker überzeugt, ihr Leben und wichtige Ereignisse selbst beeinflussen zu können. Das zeigt eine Langzeitstudie von Dr. Theresa M. Entringer der Universität Greifswald und Kolleg*innen aus Berlin und den USA auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Daten von mehr als 42 000 Personen wurden dafür ausgewertet. Der Untersuchungszeitraum umfasst über zwei Jahrzehnte, die Befragten waren zwischen 16 und 98 Jahre alt. Erschienen ist die Studie im European Journal of Personality.

      17 min
    • Stromrechnung

      In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns im speziellen mit der Stromrechnung.

      7 min
    • FAQs

      In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit den FAQs der EEG Kremstal.

      8 min

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