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Feminismus anno 2026:
Nach meinem letzten Beitrag zur endlich erreichten Rechtssicherheit für den Gender Pay Gap, am Wochenende um den „Internationalen Frauentag“ haben sich sehr durchwachsene feministische Bilanzen gehäuft, und pessimistische Ausblicke. Also Zeit für eine etwas andere Bilanz, hier entlang der Aufarbeitung der Enttäuschungen im „profil“ 10/26. (Die Zeitschrift muss man nicht kennen; die Argumente sind sehr folgerichtig, wenn es darauf ankommt, 30 Jahre lang nichts gelernt zu haben.)
Bilanz: „Selbstverwirklichung“? –„Erschöpfung“!
„Wir hatten ziemlichen Spundus … um Alice Schwarzer, die schlagkräftigste, wortgewaltigste und bekannteste Feministin Deutschlands für profil zu interviewen. Ich hatte damals ein Kind im Vorschulalter, war relativ frisch bei diesem Magazin und schon länger alleinerziehend. Das Adrenalin schlug also ständig Blasen, denn entweder war man zu spät bei der Kindergarten-Aufführung … oder man überzog seine Deadlines und bekam von der Chefin vom Dienst in einem Tonfall aus Enttäuschung und Angepisstheit die Ansage: ‘Wie sieht Ihr Zeithorizont in etwa aus?’ Also stellte ich Frau Schwarzer … die einfache Frage: ‘Wie genau haben Sie sich das eigentlich alles mit dieser Selbstverwirklichung vorgestellt? Ich bin nämlich ständig müde.’ Sie lachte und sagte einen Satz, an den ich bis heute oft denke: ‘Mädels, kein Mann gibt Privilegien freiwillig ab, ihr müsst einfach viel mehr einfordern.’ Und nach einer Pause schoss sie in ihrer beeindruckenden Eloquenz ein Kurzreferat hinterher: ‘Es ist eine bittere Ironie der Frauenbewegung, dass wir es mit einer vollends erschöpften Generation zu tun haben. Während wir damit beschäftigt waren, nach der Welt zu greifen, haben die Männer nicht die Hälfte des Hauses übernommen. Man schafft 5000 Jahre Patriarchat nicht in 30 Jahren ab. Darüber haben sich die jüngeren Frauen Illusionen gemacht, und jetzt sitzen sie wieder in der Falle.’ Das ist jetzt 30 Jahre her, und tatsächlich beschleicht mich jährlich anlässlich des Weltfrauentags das Gefühl, dass sich seither nicht wahnsinnig viel geändert hat. Noch immer kreisen wir im gleichen Themenkarussell: Teilzeitfalle, unflexible bis unerschwingliche Kinderbetreuungsangebote, zögerliche Väterkarenz, die Verbesserung des Gender Pay Gaps im Nacktschneckentempo. Unbezahlte Care-Arbeit bei Kindern und Altenpflege für Frauen, Altersarmut und die Tatsache, dass Hausfrauen ohne eigene Erbschaft nach einer Scheidung, so die Familienrechtsanwältin Helene Klaar, noch immer ‘ins sichere Verderben fallen’. Ab Juni mögen die Korken dann knallen, denn dann tritt EU-weit das Lohntransparenzgesetz in Kraft.“ (Hager, profil 10/2026)
Um mit dem letzten Satz zu beginnen: Die Autorin ist natürlich abgeklärt, sie glaubt nicht, dass die EU-Transparenzrichtlinie viel bringt, will sich diese Illusion nicht machen, kann sich aber auch nicht zu einem brauchbaren Befund über das Zeug aufraffen. Wenn es nichts bringt, was soll das Getue dann?!
Von Anfang an: Frau hat es sicher schon länger als 30 Jahre, ebenso sicher nicht schon seit 5000 Jahren, mit zwei sehr sinnreichen Einrichtungen zu tun, die im erwähnten „Themenkarussell“ rotieren: Mit der Lohnarbeit, und mit der Familie. Der obigen Schilderung kann man, durchaus geschlechtsneutral, immerhin entnehmen, dass moderne Berufe mit ziemlichem Leistungs- und Termindruck ausgestattet sind, ausgeübt von den zuständigen VorgesetztInnnen, und das sicher nicht nur im Journalismus. Weiter wird deutlich, dass das sog. Privat- oder Familienleben, ob als Ehe oder als ähnliche „Beziehung“ organisiert, einen Zweitberuf darstellt, jedenfalls auch ziemlich anstrengend ist. Aus feministischer Sicht handelt es sich bei Lohnarbeit und Familie allerdings offenbar um ziemlich periphere Phänomene, indem Frau es in erster Instanz mit „den Männern“ zu tun kriegt. Die etwas rigide damalige Schuldzuweisung von Frau Schwarzer – selber schuld, jüngere Frauen machen sich Illusionen und sitzen wieder in der Falle – frappiert insofern, als die beeindruckend eloquente Folgerung sicher kein Beitrag zur Desillusionierung ist: „Mädels, kein Mann gibt Privilegien freiwillig ab, ihr müsst einfach viel mehr einfordern.“ Nach mittlerweile 30 Jahren der Befolgung dieses guten Ratschlags stellt sich nun laut Bilanz der Berichterstatterin das erwähnte Gefühl von „nicht-wahnsinnig-viel-geändert“ ein, indem das mit dem „Mädels-einfach-mehr-fordern!“ nicht so recht geklappt hat. Das kann kein Zufall sein und ist auch keiner, denn kein Mensch und kein Mann und keine Institution gibt etwas her oder ändert gültige Maximen, bloß weil jemand anderer etwas „fordert“ – es sei denn, diese „Forderungen“ passen halbwegs in eine jeweilige, schon fertig vorhandene eigene Agenda. Es ist absehbar, dass die etwas einfallslose Durchhalteparole weiter-so-nur-lauter – „Es ist dringend notwendig, dass der Feminismus viel mehr Krach macht.“ (ebd.) – zum selben Ergebnis führt. Damit das nicht wieder nach spätestens 30 Jahren im Frust endet, kommen nun einige Hinweise; vorher eine kleine persönliche Erinnerung desselben Gehalts:
Im vorigen Jahrhundert haben Frauen mal gegen die „Doppelbelastung“ von Beruf und Familie protestiert; protestiert im Sinn von: „Das wollen wir nicht!“ Kurz darauf muss wohl – vom Resultat her gesehen – eine fantastisch funktionierende, kapitalistisch-feministisch inspirierte Gehirnwäsche eingesetzt haben, nämlich der „Griff nach der Welt“ a la Schwarzer, Motto: „Frauen wollen alles, und sofort! Kinder, Küche, Kirche, Karriere, Kapitalismus …“, und vermutlich auch „Koitus“, die moderne Frau ist ja nicht nur eine Arbeitsbiene, wenn man extra „Frauenzeitschriften“, die es noch immer gibt, glauben kann. – Das naheliegende Ergebnis: Frauen haben „alles und sofort“, und sind dementsprechend erschöpft.
Frauen wollen alles und sofort!
Frau Schwarzer hat damals, auf ihre Weise unabsichtlich wie genial, den Fehler zusammengefasst:
„Während wir damit beschäftigt waren, nach der Welt zu greifen, haben die Männer nicht die Hälfte des Hauses übernommen.“
Dachte immer, die Kritik bestünde darin, dass „die Männer“ „das Haus“ nicht herausrücken, aber bitte. Da ist halt unterstellt, „die Welt“ wäre – im Prinzip zumindest – schwer in Ordnung, oder dass die einzelnen Bestandteile der besagten „Welt“ nicht so wichtig wären, weil es für Frau nur noch darauf ankommt, sich ihrer zu bemächtigen, so richtig zuzugreifen; und wenn sich Frau endlich gleichberechtigt an der „Welt“ bedienen darf, dann ist die Welt der „Selbstverwirklichung“ bald noch mehr in Ordnung als vorher. Für den absehbaren Fall, dass die Welt nach dem weiblichen Zugriff nicht in Ordnung ist und auch nicht in Ordnung kommt, hat Frau Schwarzer neben den von ihr sollizitierten „Illusionen“ junger Frauen noch ein schuldiges Kollektiv anzubieten – „die Männer“. Ein Leitgedanke, die sich dann durch die Klagen ihrer Followerinnen zieht: Unterstellt ist, die genannten Einrichtungen – nochmal: Lohnarbeit und Familie –, die seien, im Prinzip zumindest, für die Bedürfnisse von Frauen völlig tauglich, würden sie nicht durch gewissermaßen diesen Einrichtungen äußerliche, externe, „männliche“ Effekte – „Privilegien“ halt – beeinträchtigt.
Die als „Illusion“ apostrophierte Haltung, Frauen müssten doch bloß mehr fordern, beruht auf einer mächtigen Lebenslüge bzw. Täuschung. Auf der Unterstellung nämlich, die nur als Benachteiligung wahrgenommenen Resultate der Beteiligung von Frau an Kapitalismus und Familie, die seien eben, wie die Bezeichnung ausdrückt, eine Ansammlung von Ungerechtigkeiten, und daher mit den Prinzipien der modernen demokratischen Gesellschaft unvereinbar. So dass Forderungen von Frauen mächtige, gesellschaftspolitisch anerkannte Leitlinien auf ihrer Seite hätten, mindestens Gleichheit und Gleichberechtigung, womit jedes weibliche Fordern im Grunde genommen dann doch eine sehr leichte Übung sein müsste, eigentlich, weil es darin bestünde, im Grunde genommen schon offene Türen nur noch einzurennen. Indem diese Forderungen längst Teil der politischen Agenda seien, zumindest in den Demokratien. Dieser Vorstellung liegen falsche Auffassungen von Gleichheit und Gleichberechtigung zugrunde, und es ist in gewisser Weise erstaunlich, wie resistent gegen alle schlechten Erfahrungen daran festgehalten wird.
Ein aktuelles Beispiel: Als vor einigen Jahrzehnten der Gender Pay Gap entdeckt wurde, war die Diskussion von einem ziemlich überbordenden Optimismus getragen: Nun sei eine gewaltige Ungerechtigkeit aufgeflogen; und mit der unabweisbaren Aufdeckung dieses Skandals sei die Überwindung schon so gut wie geschafft oder zumindest auf Schiene. Der Duktus der damaligen Berichterstattung ließ vermuten, eine satte Lohnerhöhung für „die Frauen“ stünde kurz bevor, und obendrein eine Nachzahlung für jahrelang vorenthaltenen Lohn. Dazu ist es nie gekommen. Statt dessen hat sich von Jahr zu Jahr um den Gender Pay Day herum die Berichterstattung gedreht, es wurde immer weniger Skandalisierung betrieben und dafür ausführlicher die Gründe für die sehr sachgerechten Unterschiede dargestellt, nämlich die – durchschnittlich! – etwas andere weibliche „Erwerbsbiographie“, wg. Mutterschutz, Karenz, Teilzeit. Einerseits. Andererseits hat sich die – billige? – Idee von Unterschied gleich ungerecht, von Differenz gleich diskriminiert, natürlich gehalten und eine umfangreiche Forschungstätigkeit befruchtet, wie die Herausarbeitung eines „unerklärlichen“ Teils der durchschnittlichen Lohndifferenz zwecks „Bereinigung“, und als letzten Schrei die Einführung einer „Transparenzrichtlinie“ – vor diesbezüglichen falschen Hoffnungen warnen Experten schon im Vorfeld. Wenigstens diesmal: Keine Illlusionen! (Vgl. dazu: Rechtssicherheit für die „Lohnlücke“: https://cba.media/761903)
Gefangen im „Themenkarussell“: Lohnarbeit und Familie
In der einen der genannten Sphären, der Lohnarbeit, herrscht ein Prinzip, das Verwechslungen mit einem Reich der „Selbstverwirklichung“ im Grunde genommen ausschließt. Der Nutzeffekt des Unternehmers oder der Firma, jedenfalls der Stelle, die den Lohn zahlt, ist umso größer, je weniger Lohn gezahlt werden muss. So schaut es aus, das ist allgemein bekannt, und die Folgen sind sprichwörtlich: Mit Arbeit „bringt man es zu nichts“; dass man mit Arbeit keinen Reichtum anhäufen kann, gehört zum marktwirtschaftlichen Erfahrungsschatz. Zumindest nicht mit der eigenen Arbeit eigenen Reichtum. Der sichere Weg zum Reichtum ist die Erbschaft oder die Heirat, ev. nach einer Karriere als Luxusnutte, wie eine andere Autorin (Hammerl, profil 10/26) sarkastisch vorstellig macht. Und weil die Sphäre der Lohnarbeit eine Konkurrenzveranstaltung ist, in der die abhängig Beschäftigten einem ständigen Vergleich der Anwender ihrer Arbeitskraft ausgesetzt sind, kann man deren Umspringen mit den Belegschaften sicherlich als eine chaotische Abfolge von Bevorzugungen bzw. Benachteiligungen interpretieren, eben das Ausnutzen von Unterschieden der hoffnungsvollen Aspiranten in Sachen Brauchbarkeit und Willfährigkeit im Interesse der Unternehmen – aber keine dieser unangenehmen Machenschaften wurde erfunden, um speziell Frauen zu schikanieren; innerhalb einer „Arbeitswelt“, die doch sonst völlig in Ordnung ist oder wenigstens sein könnte. Wenn die Beschäftigten und Verglichenen das durch ihre Konkurrenzgeierei ergänzen, bis hin zum „Mobbing“, dann machen sie sich eigen-initiativ einen bescheuerten Reim auf diese Umstände. (Ausführlichere Erklärungen zum Thema „Arbeit und Reichtum“ stehen zur Verfügung:
Die andere Sphäre, die Familie, besteht im staatlich organisierten und orchestrierten Ausnutzen der Liebe, aus der die Beteiligten quasi-sozialstaatliche Funktionen füreinander übernehmen. Ob sie sich das so überlegt und bezweckt haben, spielt keine große Rolle. Auch diese Variante der Benutzung – Familie ist eine Form von Staatsdienst, in der „Keimzelle des Staates“ – bekommt den Beteiligten ziemlich sicher nicht gut. Vor allem bringt sie die Beteiligten nicht selten und sehr systematisch gegeneinander auf, über der Frage, wer denn nun welche Pflichten übernehmen und welche Leistungen bringen soll, wenn sich beide darin einig sind, „füreinander da sein“ zu wollen. Am Kinderkriegen – die „Wurfquote“ wird als „Kinder pro Frau“ gemessen – besteht bekanntlich ständiges staatliches Interesse, aber die Kosten und Mühen und Anstrengungen sind Privatsache, so ist das hierzulande organisiert. Damit müssen die glücklichen Eltern umgehen, und weil ein normales Einkommen dafür nicht reicht, gibt es diverse Kinder-Subventionen, als Anreize, ohne den Eltern die Lasten wirklich abnehmen zu wollen, denn da wäre ja der Nutzen der Familie für den Staat dahin. Vergegenwärtigen wir uns doch die aktuellen Diskussionsbeiträge der amtierenden österreichischen Familienministerin: Sie will sich, wie alle ihre Vorgängerinnen, so richtig um die „Vereinbarkeit“ von Berufstätigkeit (der Mutter) und Familie bemühen, was unterstellt, besagte Vereinbarkeit ist nicht gegeben. Weil das so bleibt, muss sie natürlich auch den „Mut“ zum Kind würdigen, also das Heldentum unterstreichen, das Eltern an den Tag legen, müssen. Zwecks Mut-Förderung offeriert sie geistige Führung und ruft zum Einsparen auf, zum Einsparen beim Überlegen, weil Nachdenken über Mutterschaft offenbar ein vorzügliches Verhütungsmittel ist. Eine schöne Botschaft: Mehr dumpfbackiges „Mindset“ bitte, für den Beitrag zur Österreicherzucht. Die lieben Kleinen sind bekanntlich ohnehin der schönste Lohn für die Plagen der Sorgepflichtigen …
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Was nun? Weitermachen wie bisher!
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Kulturkampf mit neuem Männerbild!
Die Autorinnen bemerken durchaus, dass momentan ein heftiger Kulturkampf für den Backlash tobt. Aber die Wahrnehmung ist wegen des Blicks durch die Mann-Frau-Brille leicht verzerrt:
„In Österreich führt eine Partei in den Umfragen, deren Wortführer in einer Videobotschaft ein Frauenbild zwischen Steinzeitkeule und Mutterkreuz skizzierte. Herbert Kickl ließ die Stützen des Patriarchats wissen: ‘Ihr managt den Haushalt, ihr besorgt die Einkäufe, ihr organisiert die täglichen Mahlzeiten, ihr übernehmt die Kinderbetreuung und Erziehung. Ihr lieben Frauen seid es, die den Männern zu Hause den Rücken freihalten.’ ‘Family first’ ist die Prämisse der Blauen, und diese Familie muss natürlich heterosexuell, weiß und möglichst kinderreich sein, um gegen den großen ‘Bevölkerungsaustausch’ präventiv eine Feuermauer zu errichten: ‘Für eine starke Zukunft unserer Heimat braucht es wieder mehr Mut zur Familie mit Kindern’, heißt es auf der Website der steirischen FPÖ, ‘Schluss mit dem Opfern traditioneller Werte auf dem Altar linker Gesellschaftsutopien’. Giorgia Meloni in Italien turnt die LGBTQ-Feindlichkeit schon drastisch vor. Tatsächlich grausame Zeitreisen.“ (Hager, ebd.)
Es ist schon eine Form der Ignoranz, des sich-nicht-befassen-wollens, wenn die Familie mit „Steinzeit“ und „Mutterkreuz“ abgetan, und ein sehr aktueller Kulturkampf mit einer „Zeitreise“ in die Vergangenheit verwechselt wird. Es ist eine Verharmlosung, einen politischen Standpunkt bloß als antiquiertes „Frauenbild“ zu fassen, und zu glauben, mit einem wünschenswerten Männerbild kontern zu können:
„Das Problem ist nur: Während es heute relativ leicht erscheint, Frauen zu empowern – ihnen Mut zu machen, Räume einzunehmen und Netzwerke zu bilden – ist es schwieriger geworden, jungen Männern eine positive Rolle anzubieten. Wo sind heute die Vorbilder, an denen man sich als junger Mann orientieren kann, ohne in alte Machomuster zurückzufallen? Was bedeutet Stärke, wenn Dominanz nicht mehr das Ziel sein soll? Wo zeigt sich Selbstbewusstsein, wenn ‘der starke Mann’ plötzlich als Problem gilt? … Wenn wir wollen, dass die Gleichberechtigung weiterkommt, muss sich der Feminismus auch stärker damit beschäftigen, wie moderne Männlichkeit aussehen kann. Nicht als Rückschritt, sondern als Fortschritt. Männer, die Verantwortung übernehmen, ohne Dominanz zu brauchen. Männer, die sichtbar sind, ohne andere klein zu machen. Denn eine Gesellschaft, in der Frauen sich ständig verteidigen müssen und Männer nicht mehr wissen, worauf sie stolz sein dürfen, wird auf Dauer für niemanden angenehm. Anders gesagt: Gleichberechtigung funktioniert am besten, wenn beide Geschlechter mitmachen. Und nicht nur eines laut genug schreit.“ (Thalhammer, ebd.)
Vor allem ist es absurd, den „jungen Männern“ ebenso wie etwaigen älteren die eigenen, die feministischen Wünsche als deren – eigentliche, ursprüngliche, „wahre“ – Bedürfnisse unterzujubeln und denen dann auf Basis dieser Unterstellung mit passenden Vorbildern und Rollen aushelfen zu wollen, denn: „Auch Männer brauchen Feminismus“. Wenn Frau gerade merkt, die „alten Machomuster“ sind en vogue, und merkt, „Stärke, Dominanz“ ist nach wie vor „Ziel“, wenn der „starke Mann“ gerade nicht als „Problem“ gilt und die gewünschte „Gleichberechtigung“ eben nicht „weiterkommen“ und „funktionieren“ soll – das ist ja wohl die Ausgangslage, wenn dem nicht so wäre, gäbe es die Debatte nicht – dann ist es bodenlos, eine unerwünschte politische Orientierung ausgerechnet als Orientierungslosigkeit zu fassen, indem die „jungen Männer“ so gern wüssten, wie sie besser ins feministische Weltbild passen, aber niemand hat es ihnen rechtzeitig gesagt …
Vgl. auch: Kulturkampf für den Backlash – Meloni: https://cba.media/625536:
Nachtrag
Warum lassen sich junge Frauen eine Familiengründung überhaupt einleuchten, gezwungen werden sie ja nicht – im Wissen darum, dadurch ihre finanziellen Parameter sehr wahrscheinlich drastisch zu verschlechtern? Die Doppelbelastung hat offenbar charakteristischen Folgen für das Mindset“; und das kommt garantiert nicht aus einem rückwärtsgewandten Frauenbild. „profil“ schon vor immerhin 15 Jahren:
„Wenn die Maturantin Tina M. von der Zukunft träumt, wirkt das, als ob sie einem feministischen Schwarzbuch entsprungen wäre. Vier süße Kinder, abends kommt der Ehemann nach einem erfüllten Arbeitstag nach Hause, es wird frisch Gekochtes gemeinsam gegessen, wobei Berufsstress und Doppelbelastung in Tinas Weltbild definitiv nicht auf dem Menüplan stehen. Doch, doch, sie möchte nach dem Schulabschluss schon studieren, vielleicht sogar kurz arbeiten gehen, aber, wenn alles gut läuft, sich in ihrer Lebensvision nicht durch Dinge wie Selbstverwirklichung und Karriere unnötig irritieren lassen.“ (profil 47/2011)
Damals gab es noch nicht mal Tradwives, Manipulation durch social media scheidet aus. Tina möchte sich nicht durch „Selbstverwirklichung“ und „Karriere“ irritieren lassen? Sie hat doch ihre Vorstellung von „Selbstverwirklichung“ geschildert! Sie ist halt nicht der Meinung, der Zwang zum Geldverdienen sei ihr Ding. Das schildert in ähnlichem Zusammenhang eine Gewerkschafterin: „Zu denken gibt der Spitzengewerkschafterin, dass so viele Mädchen im jüngsten Jugendmonitor des Familienministeriums gesagt haben, sie wollen zurück an den Herd und reich heiraten. ‘Vielleicht … vermitteln wir unseren Kindern zu viel den Stress und zu wenig den Spaß an der Arbeit.’“ (Kurier 4.1.14) Die Gehirnwäsche hat versagt: Arbeit macht Spaß, Mädels!
„Maturantin“ soll andeuten, das Mädchen ist keine Dödeline, die außer einer Karriere als Mutter keine Perspektive hat; aus der könnte was werden. Und dann will sie bloß Mutter werden – von vier Kindern, übermäßig bequem und stressfrei legt „Tina“ es nicht an! Die gefragten jungen Frauen und Mädchen gehören einer Generation an, der von ihren Müttern vorgeführt wurde, was es heißt, „Karriere und Kinder“ zu verbinden – das geht, und das geht auf Kosten aller Beteiligten. Dem wollen manche Töchter offenbar entkommen, Lohnarbeit ist eben – höflich gesagt – unangenehm, und die Doppelbelastung machte es auch nicht besser. Der Irrtum der Jugendlichen besteht in der Vorstellung, es sich aussuchen und sich gegen den Zwang zur Arbeit einfach entscheiden zu können – da müsste der anvisierte Typ stinkreich sein und außerdem einen ausgeklügelten Ehevertrag unterschreiben; das Eherecht gibt diese Perspektive eher nicht her.
Eine diesmal sehr musikalische Sendungvon Eurem Unruhestifter. Die Sendung wird gerade neu konzipiert und ab März warten einige neue Themen und ein neuer Co Moderator auf Euch.
Der Unruhestifter mit dargebrachten Coversongs aus dem aktuellen Coverprogramm, live eingespielt in dieser Sendung.
Ebenfalls neu sind Jingles zu künftigen Serien kabarettistischen Charakters, die in Doppelconferencen mit dem neuen Co Moderator Alois über den Äther gechickt werden.
Der Unruhestifter wünscht gute Unterhaltung!
Vor dem Glauben ist Vertrauen. Vertrauen darauf, dass sich etwas in ähnlicher Weise als gut erweisen wird. Wenn sich dieses Vertrauen festigt, dann entsteht Glaube, als eine Überzeugung. Doch jeder Glaube muss erst durch Wagnis und Vertrauen wachsen.
Neues Veranstaltungsformat in der Bodenseeregion vereint Disco-Vibes mit DJ Harry K. , Fashion-Pop-up und Fingerfood-Erlebnis, am Samstag, den 21. März 2026 im Conrad Sohm in Dornbirn.
After a short-lived period of relative stability, European businesses and consumers are once again facing pain at the petrol pump.
The pain is, of course, a direct side effect of the new conflict raging across the Middle East, after the US and Israel launched strikes on Iran on 28 February. And it is not the only one.
Another blow for trade
Our colleagues at esRadio Castilla y León have been investigating the wide-ranging consequences of this latest crisis for a range of Spanish sectors. Let’s start with one consequence that is not directly related to fuel.
Adrià Martínez, CEO of the largest cosmetics, perfumery and personal care association in the country, the Beauty Cluster, tells esRadio that export sectors such as Spain’s beauty industry are seriously impacted by the blockade in the Strait of Hormuz.
Adrià Martínez, CEO of the Beauty Cluster (in Spanish):
“The truth is that there is quite a lot of concern in the sector, especially due to the uncertainty generated by these types of conflicts, whether it be the tariff conflict we are seeing on the part of the United States, or the conflict that is more military in nature in the Middle East. So, clearly, there is uncertainty on several fronts: on the commercial side, which would be the part we were talking about tariffs, and then on the logistical side, because of the blockade in the Strait of Hormuz and everything related to that. […] The United Arab Emirates, the Gulf, Saudi Arabia… this whole region is very important for fragrance houses and perfume suppliers.”
Energy inflation
But the new Middle East conflict is not only causing a problem getting things out of Europe, it is also having an impact on crucial imports – perhaps the most crucial of which are oil and gas.
Since the start of the war in Iran, energy prices have skyrocketed. Against this backdrop, the EU and its member states are striving to shield their populations and economies from the impact.
There is a real sense of déjà-vu here: many of the medium- and longer-term measures that were discussed, or even agreed but then postponed, in the wake of the Ukraine-related energy crisis are now back on the table.
And, as in 2022, European leaders have once again embarked on a frantic search for quick fixes…
Bulgaria’s caretaker prime minister Andrey Gyurov and his Croatian counterpart Andrej Plenković were discussing potential measures on the sidelines of the Nuclear Energy Summit, which took place in Paris on Tuesday (10 March). Gyurov told BNR that all options were under consideration as they sought a way of protecting the most vulnerable without breaking the budget.
Andrey Gyurov, Acting Prime Minister of Bulgaria (in Bulgarian):
„We are keeping a close eye on the situation. The strength of Europe lies in taking joint action and providing support to different countries. This is precisely why the areas under discussion for financing through European funds and the EU budget are specific projects that would support energy connectivity and ensure that such crises do not have serious short-term repercussions.“
https://bnrnews.bg/main/post/439226/gyurov-za-gorivata-svikvam-ministrite-za-da-obsadim-kakvi-merki-da-badat-vzeti
Austria, for its part, has implemented a strict regulation only allowing price increases at the petrol pump three times a week. The goal is to curb so-called ping-pong pricing, where fuel prices might change many times a day, often spiking during morning rush hours.
Germany, as AMS reports, is set to follow suit, but with a slightly watered-down version of what Federal Minister for Economic Affairs and Energy Katherina Reiche terms the “Austrian model”.
Katherina Reiche, Germany’s Federal Minister for Economic Affairs and Energy (in German):
„We know that commuters in particular, but also small and medium-sized enterprises, are burdened by high fuel prices and are justifiably annoyed. We have therefore decided to limit the frequency of price changes and have based our approach on the Austrian model. Petrol stations will only be allowed to increase their fuel prices once a day. Price reductions, on the other hand, will be permitted at any time.“
https://www.euranetplus.de/2026/03/12/energiepreise-kommission-prueft-mehrere-optionen/
According to Luxembourg’s economy and energy minister Lex Delles, it is too soon to take new measures to support Luxembourgish citizens.
Speaking to public broadcaster 100,7, Delles underlines that national measures are already in place to make sure that companies cannot take advantage of such situations.
Lex Delles, Luxembourg’s Minister for the Economy and Energy (in Luxembourgish):
“We are protected in Luxembourg since we have a fixed price – a maximum price – for fuel at petrol stations, which means that prices are closely aligned to the real price paid per barrel. This control we have in place makes abuses impossible. On the other hand, we can see that gas prices have increased. But the strategy on the spot markets that our suppliers follow is not to buy today for tomorrow, but to spread purchases out over a period of three years so as to smooth out the fluctuations. The same goes for electricity prices.”
https://100komma7.lu/news/Erneierbar-Energie-mussen-ausgebaut-gi-fir-a-Krisenzaite-mei-resilient-ze-sinn?pd=noriichten
Luxembourg’s energy ministry sets the maximum selling price for fuel at the petrol pump, but there can be a lag when the barrel price on the stock exchange changes rapidly and radically, as it has done over the last couple of weeks.
Back in Spain, esRadio is talking to Javier Sigüenza. Sigüenza is president of alianzAS, a Spanish confederation representing essential service companies, including those in the care sector. He highlights how international shocks of this kind can, in addition to affecting private enterprises, have an enormous impact on the provision of public services.
Javier Sigüenza, President of alianzAS (in Spanish):
“If we talk about raw materials, energy and transport, we must bear in mind that many services are heavily dependent on vehicles. Take, for example, care services. It is clear that they all rely on vehicles that have to be constantly on the move. […] Let us also consider nursing homes, which must have an air-conditioning system that is suitable for their elderly and dependent residents, and which logically see a major increase in energy costs. And think, too, about the maintenance services for the facilities, with all the costs of materials and travel.”
And he follows this argument to its logical conclusion.
Javier Sigüenza, President of alianzAS (in Spanish):
“The company providing the service is forced to bear these costs, with potentially undesirable consequences. In extreme cases, these consequences may include having to abandon the service due to the economic impossibility of providing it and the company folding. This means that the service is left unattended, creating an additional problem for workers who are left in limbo. The company enters into insolvency proceedings, and what happens with these proceedings is that no one wants to bid to provide the service. […] Companies are clearly not going to bid if they are set to lose money.”
https://www.esradiocastillayleon.es/castilla-y-leon/programas/es-europa/audio?a=J85JY1A68858
European Parliament vice-president Victor Negrescu, from the Socialists and Democrats group, highlights another knock-on effect of this latest geopolitical crisis.
In an interview with Radio România, he explains that this latest increase in fuel prices will likely have a direct impact on agricultural production and food security. He therefore calls on the Brussels executive to waste no time in activating a compensatory mechanism to support affected farmers.
Victor Negrescu, Vice-President of the European Parliament – S&D, Romania (in Romanian):
“It should be noted that the European executive has implemented similar support measures for farmers in other situations, such as during the war in Ukraine and in the context of natural disasters. The European Commission has a reserve fund in its budget that is dedicated specifically to agriculture. We are talking about a fund worth several tens of billions of euros that can be used in such circumstances. In this context, it could also be used for this compensation mechanism.”
https://www.romania-actualitati.ro/stiri/romania/victor-negrescu-comisia-europeana-poate-declansa-rapid-un-mecanism-de-sprijin-pentru-fermieri-id224949.html
Brussels brokering
On Wednesday, the 32 countries in the International Energy Agency (IEA), most of which are EU member states, agreed to release 1.2 billion barrels of oil, including 400 million from their emergency reserves, to offset the disruption to oil markets.
The debate on a potential new reform of the European electricity market is also back on the table. The Commission will present possible options at a European summit on 19 March.
Meanwhile, in a speech to the European Parliament on Tuesday, Commission chief Ursula von der Leyen patted Brussels on the back for reducing Europe’s dependence on gas imports. This said, she acknowledged the job was far from done, and illustrated her point with a few figures.
Ursula von der Leyen, President of the European Commission (in English):
“But no matter what we do, in terms of measures, as long as we import a significant share of fossil fuels from unstable regions, we are vulnerable and we are dependent. And this energy always comes at a cost. I want to give you just one example. Since the beginning of this conflict, gas prices have risen by 50 per cent and oil prices have risen by 27 per cent. If you translate this into euros, the 10 days of war have already cost European taxpayers an additional three billion euros in fossil fuel imports. Additional. That is the price of our dependence.”
She announced that the Commission would be taking a “comprehensive” look at ways of bringing down people’s energy bills, bearing in mind the four key components: the cost of the energy itself, grid charges, taxes and levies, and carbon costs. She also called explicitly for increased investment in locally produced low-carbon energy sources, namely nuclear and renewable energies, whose prices – she points out – have remained stable.
Bruno Soares Gonçalves, who heads up the Institute of Plasmas and Nuclear Fusion at Lisbon’s Instituto Superior Técnico, considers it a strategic error that the EU did not invest in nuclear energy rather sooner. He assures us that the risks are exaggerated and that much progress has been made since the two major accidents at nuclear power plants.
Bruno Soares Gonçalves, Plasma Physicist (in Portuguese):
“The power station that existed in Chernobyl is not representative of today’s power stations. Much has been learned from Fukushima, and it is important to note that new-generation reactors are much safer, including in terms of passive safety systems, which do not require electricity or auxiliary generators in the event of a shutdown to ensure that they operate as safely as possible.”
https://rr.pt/noticia/mundo/2026/03/11/bruxelas-aposta-no-nuclear-para-reforcar-seguranca-energetica-especialistas-dividem-se/462587/
These arguments are not enough to convince philosopher Viriato Soromenho Marques, though. The University of Lisbon professor says, in a separate Rádio Renascença interview, that there are two major problems with nuclear technology that remain unresolved.
Viriato Soromenho Marques, Philosopher (in Portuguese):
“The first is precisely the issue of accidents at nuclear power stations. This issue has not been resolved. The second is the issue of final waste treatment. I am not just talking about operational waste from the running of nuclear power stations. I am also talking about the nuclear power stations themselves, that is, the skeleton of a nuclear power station that remains after it has been decommissioned.”
But economist João Duque, dean of the Lisbon School of Economics and Management (ISEG), counters that since Europe lacks oil and natural gas, workable alternatives will have to be found. In his view, if the bloc is to safeguard its energy independence, the road ahead must be nuclear.
João Duque, Economist (in Portuguese):
“Renewables are most likely not enough, because the problem with renewables is their cyclical nature – they may vary according to the time of day, or the season of the year… And so, in order to make Europe more resilient, more autonomous, we will probably have to use more nuclear energy – not in the traditional form of large units, which pose a major problem, but as smaller units. We’ll need to opt for small units. Think about those super aircraft carriers, the gigantic aircraft carriers powered by nuclear energy. They have small nuclear energy conversion units and can operate independently for years.”
On the same day President von der Leyen was giving her speech, energy commissioner Dan Jørgensen unveiled a new energy package – one that was already on the agenda before the latest conflict started on Europe’s borders. It consists of a clean-energy investment strategy aimed at meeting energy transition objectives; a citizens’ energy package to boost energy efficiency; and a strategy to help nuclear countries accelerate the production and deployment of small modular reactors and advanced modular reactors, thereby reflecting Professor Duque’s argument.
Against the backdrop of the war raging in the Middle East, it goes without saying that the presentation provoked a heated plenary debate.
Lebensphasen Anpassung
In dieser Episode des Podcasts Simple Smart Buildings spricht Joel Schmalnauer, Tischlermeister und Lehrer in Hallstatt, mit Friedrich Idam über die Anpassung eines Hauses an verschiedene Lebensphasen, basierend auf der Geschichte seines eigenen Hauses in Bad Goisern. Er beschreibt Maßnahmen wie den Bau separater Eingänge, Lärmschutz durch Estrich und Raumabschlüsse, die Nutzung alter Rauchfänge als Installationsschächte für Leitungen sowie Vorbereitungen für Küchen und Bäder in beiden Stockwerken, um das Haus für Familiengründung, Mehrgenerationenwohnen oder Pflegebedarf geeignet zu machen. Die Diskussion betont die Bedeutung vorausschauender Planung, detaillierter Dokumentation durch Pläne und Texte sowie die Weitergabe von Wissen, einschließlich Überlegungen zu digitalen Zwillingen und der Zuverlässigkeit historischer Unterlagen.
Link zur Episode über die Trittschall-Dämm-Maßnahmen und den Umbau.
Weitere Gespräche mit Joel Schmalnauer:
Link zur Episode über Holzbezugsrechte – Servitute.
Link zur Episode über berufsfremdes Arbeiten.
Link zur Episode über die Selbsthilfe.
Link zur Episode über das Pfostenstockfenster.
Link zur Episode über das Vorhaus.
Link zur Episode über den Stadel.
Link zur Episode über den Fenstertausch.
Heute im Studio: die vollständige Diagonale-Redaktion 2026; Alice, Anita, Anna, Bernhard, Christof, Hanna, Peter und Winnie.
Sie sprachen über den diesjährigen Eröffungsfilm Rose, den Dokumentarfilm von Markus Mörth für den ORF Steiermark über die Diagonale, die Ausstellung im Kellerkino des Kunsthauses und #Kulturlandretten.
Foto vom Eröffungsfilm: © Schubert ROW Pictures Walker+Worm Film Gerald Kerkletz
Am vergangenen Freitag wurde an der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein die neu entwickelte „SatGrass-App“ vorgestellt. Diese innovative Anwendung verspricht, Landwirten und Landwirtinnen bei der entscheidenden Frage des optimalen Schnittzeitpunkts für die Ernte auf Mähwiesen zu helfen.
Die SatGrass-App ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumagentur ESA und wurde entwickelt, um eine präzise Entscheidungshilfe für das Grünlandmanagement zu bieten.
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig betonte die wirtschaftlichen Vorteile dieser App: „Durch den Vorschlag des idealen Schnittzeitpunkts bringt die App bessere Futterqualität und höhere Erträge.“ Dies ist besonders wichtig in einer Zeit, in der die Effizienz in der Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Milliardäre fühlen sich in Salzburg wohl. Nicht nur, weil sich die Oberen Zehntausend jeden Sommer bei den Salzburger Festspielen treffen, sondern weil man in dieser Stadt als reicher Mensch das Gefühl hat, sich alles kaufen zu können. Die Welterbe-Stadt verkommt zum Spielplatz für die Fantasien der Superreichen.
Die linke Stadtregierung versucht seit zwei Jahren zumindest in einigen Bereichen die Stadt für alle zu gestalten. Mit dem räumlichen Entwicklungskonzept, neu gestalteten Plätzen und der Reduzierung des motorisierten Individualverkehr im Herzen der Stadt.
Die Auswüchse des Betongolds, die Stadtgespräche über Löcher und die weniger ansehnlichen Seiten der touristischen Märchenstadt beleuchtet Alexandra Karner alias Schiaches Salzburg in ihrem Buch „Wie man Salzburg überlebt“.
Im Podcast der Werkspost verrät sie, dass die grantigen Stadtbeobachtungen eigentlich eine Liebeserklärung an ihre Heimatstadt sind. Stefanie Ruep spricht in dieser Episode mit Alexandra Karner alias @schiachessalzburg über die schönen und nicht so schönen Seiten der Mozartstadt.
Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Salzburg darf nicht zum Spielplatz für die Fantasien von Superreichen verkommen“ von Stefanie Ruep lesen.
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Redaktion: Stefanie Ruep
Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer
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