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Wo steuert die Frauen-Bundesliga hin? „Dem neu gegründeten Ligaverein läuft die Zeit davon“, sagt Almuth Schult. Auf die Vergabe der EM 2029 an Deutschland im Dezember 2025 war gefolgt, dass die Liga sich unabhängig macht, seit September ist geklärt, dass sie sich komplett vom DFB löst. „Um festzuzurren, dass die Liga ausgegliedert werden darf, hat es neun Monate gedauert. Wenn wir jetzt neun Monate weitergehen, muss es schon losgehen, da weiß ich nicht, wie das gelingen soll“, meint die Olympiasiegerin von 2016.
Roman stimmt zu und weist zudem auf einen anderen Umstand hin: „Wenn der Fan den Eindruck hat, dass der Frauenfußball an einem Wendepunkt steht, der zu viele Fragezeichen aufwirft, dann ist das auf jeden Fall schädlich.“ Wo muss der Frauenfußall also ansetzen, um voranzukommen – im Ligabetrieb vor allem, wovon aber auf lange Sicht dann auch die Nationalelf profitiert? „Das Wichtigste wird sein, einen professionellen Wettbewerb zu haben. Und du brauchst Spielerinnen, die sich auf den Fußball als Job konzentrieren können. Den Mindestlohn gibt es sogar in der zweiten englischen Liga. Ein Mindestgehalt in Deutschland gibt es nicht“, sagt Almuth.
Stephanie Baczyk, als Gast-Expertin in dieser Folge dabei, blickt anders auf die aktuelle Lage. Sie hat mit Dirk Zingler, dem Chef von Union Berlin, ein Interview geführt und der habe den Eindruck vermittelt, sich keine Sorgen zu machen. „Zingler sagt, er spürt das jetzt bei den Vertretern der FBL, bei den Vereinen, dass sie Bock drauf haben etwas zu verändern“, so Baczyk. „Interne Sicht: alles im Zeitplan bis hierhin“, resümiert die „Sportschau“-Reporterin ihr Gespräch mit Zingler.
Die Frauen-Bundesliga muss aufs Tempo drücken
https://www.rnd.de/sport/die-frauen-bundesliga-muss-aufs-tempo-druecken-RWIOIRSNO5GDXFSRVCUJRF4KDQ.html
Die Frauenfußball-Bundesliga wird eigenständig – und die Zeit knapp (RND+)
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Jürgen Klopp legt als Bundestrainer los. Auf die Wunschlösung der deutschen Fußballfans wartet dabei direkt eine wichtige Aufgabe: die Nations League. Almuth sagt: „Er hat vier Pflichtspiele vor sich, die eine Standortbestimmung sind.“ Mit einem großen Kader aus insgesamt 44 Profis, aufgeteilt in zwei Gruppen, will Klopp den Turnaround schaffen, besonders auffällig sind die vielen Neulinge. „Er hat sich viel Arbeit erspart, er kann zweimal die gleiche Trainingseinheit machen und so das Niveau vom ersten Kader und zweiten Kader vergleichen“, findet Almuth.
Roman sieht das aber durchaus kritisch: „Der zweite Kader ist schon schwächer, wenn man sich die Startelf anschaut, der hat fast eher Freundschaftsspielcharakter.“ Zugleich könne Klopp so Gefahr laufen, „Spielern eine Perspektive zu eröffnen, die es so gar nicht gibt.“
Tobi Schäfer, unser Gast-Experte in dieser Folge, sieht das ähnlich. „Wie soll ein Bild einer ersten Elf entstehen? Wenn alle direkt dabei sind, denken sie vielleicht, es ist einfach, Nationalspieler zu werden. Und du enttäuschst viele, wenn du dann künftig nur einen kleinen Kader hast“, so der „Sportschau“-Moderator.
Jürgen Klopp und Deutschland: Der neue Nationalheilige (RND+)
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Plötzlich kommt Klopp beim Training zum Kurz-Interview
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Obwohl der FC Augsburg nicht mehr von der Spitze grüßt, hat das Team von Trainer Manuel Baum nach drei Spieltagen mächtig auf sich aufmerksam gemacht. Im Fokus steht dabei Baum selbst, der im Vorjahr für Sandro Wagner übernommen hat, es ist seine zweite Amtszeit als Trainer des FCA; eigentlich war der 47-Jährige als Leiter der Innovationsabteilung beim Fußball-Bundesligisten angestellt, ehe er für Wagner auf den Trainerstuhl gewechselt ist. Jetzt greifen die bayrischen Schwaben mit ihm sogar die Europa-Ränge an.
„Ich finde es sehr beeindruckend, was da passiert ist“, sagt Almuth. Durch seine Stationen in den U-Nationalmannschaften sowie im Nachwuchs von RB nach seiner ersten Augsburger Zeit „hat er sich weiterentwickelt“, meint sie. „Ich glaube, das ist sein Ansatz als Talenteschleifer“, ergänzt Roman. Unter Baum haben sich gerade einige Profis ins Blickfeld der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gespielt. Bei der DFB-Elf nun dabei sind Finn Dahmen und Hennes Behrens. „Ich weiß nicht, wie er sie packt, aber er ist einer der meistunterschätzten Trainer der Bundesliga schon letzte Saison gewesen.“
Andre Siems, Reporter vom Bayerischen Rundfunk, ist Gast-Experte dieser Folge. Er sagt: „Der Trainer ist der Baum-meister der Mannschaft. Jetzt aber kommen die Härtetests im Oktober gegen Bayern, Freiburg, Leipzig, dann Dortmund. Ein Luftschloss ist es nicht, Europa wäre trotzdem eine kleine Sensation.“
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Wie wichtig ist eine klare Identität für den Erfolg eines Fußballklubs? Als zwei ideale Beispiele, die grandios in die neue Bundesliga-Saison gestartet sind, dienen der SC Freiburg und der Aufsteiger SV Elversberg. Der Freiburger Weg, der vergangene Spielzeit sogar ins Finale der Europa League geführt hat, ist schon länger bekannt. Elversberg stieg in vier Jahren aus der Regionalliga bis ins Fußball-Oberhaus auf. Dort änderten sich zuletzt wichtige Personalien - und doch blieb der Erfolg. „Außenwirkung, Statements, Personalentscheidungen“ gehören dazu, um eine Identität zu schaffen, sagt Almuth. Für Roman ist ein Spieler in Freiburg dabei hervorzuheben: „Vincenzo Grifo ist für mich das Sinnbild, eine Mischung aus Anspruch und Bodenständigkeit.“ Selbst, wenn er oft nur als Joker eingesetzt wird, stellt er sich in den Dienst der Mannschaft. In Elversberg, so Almuth, können Talente auf dem Weg nach ganz oben besonders gut wachsen. Das kann dem Verein und den Spielern helfen.
ARD-Gaststimme Michael Augustin fasst es wie folgt zusammen: „Identität ist wichtig, aber kein Muss, sie hilft natürlich, wenn es darum geht, einen Wettbewerbsnachteil auszugleichen. Und sie zahlt ganz stark auf das Sympathiekonto eines Vereins ein.“
Wenn ihr außerdem wissen wollt, was Almuth bei ihrem Trainerinnenlehrgang am DFB-Campus um den Schlaf gebracht hat, hört unbedingt rein!
Willkommen ganz oben: So macht sich Elversberg bereit für sein Abenteuer
https://www.rnd.de/sport/elversberg-startet-ins-abenteuer-bundesliga-willkommen-ganz-oben-CQMUBKH4FZFGBDIEVC46W2K3QI.html
Der Freiburger Weg (Plus-Artikel)
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Almuth kommt mit einer ganz wilden Idee um die Ecke. „Der gastgebende Verein bei Finalspielen europäischer Vereinswettbewerbe sollte immer in der jeweiligen Saison qualifiziert sein“, sagt sie. Dabei könnte die Uefa ja eine Wildcard vergeben. Ein Vorschlag, der bei Roman auf sehr wenig Gegenliebe stößt. „Warum sollte ich eine Mannschaft belohnen, die sich sportlich überhaupt nicht qualifiziert hat, womöglich sogar abgestiegen ist?“, hält er dagegen.
Die Gast-Meinung des ARD-Experten, diesmal von Kommentator und Reporter Tom Bartels, geht in die gleiche Richtung. Tom sagt: „Ich halte von der Idee nichts, das würde vieles verkomplizieren. Wer gar nicht international qualifiziert ist, der wird sich im Wettbewerb meiner Ansicht nach nicht für das Finale qualifizieren können.“
Was meint ihr?
„Wenn er Googeln nebenbei schafft, ist das erlaubt“
https://www.rnd.de/sport/rnd-fussball-podcast-almuths-pausen-t-kooperiert-mit-ard-almuth-schult-und-roman-gerth-im-interview-UJ5FGCPTOFFFHA5MOVNJAB27NU.html
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Wir sind zurück! Und nicht nur das – wir haben mitten im Transferfenster einen Neuzugang: Die ARD-Sportschau ist nun unser Partner, der Podcast also ab sofort eine RND & Sportschau-Projekt. Damit gibt es die neuen Folgen jetzt auch in der Audiothek ARD Sounds!
Passend dazu kommen wir in Folge 101 mit einem Transfer-Thema aus der Sommerpause wieder. Almuths These lautet: „Das Transferfenster wird immer mehr zum Politikum – es geht immer weniger um die Spieler und manchmal auch auf Kosten von Karrieren.“ Roman weist dabei auf das Spannungsfeld zwischen Beratern, Profis und Vereinen hin, „was da alles im Hintergrund passiert, manchmal sogar ohne das Wissen des Spielers“.
Als erster ARD-Experte im neuen Format, bei dem wir uns künftig stets auf eine Gast-Meinung freuen, meldet sich Kommentator und Reporter Bernd Schmelzer in dieser Folge zu Wort. Er sagt: „Die Macht der Spielerberater, wenn sie vier, fünf, sechs Spieler in einer Mannschaft haben, die für Unruhe sorgen könnten – da ist so viel abseits des Sports drin, dass mir fast schon angst und bange wird.“
Um keine Folge mehr zu verpassen, aktiviert die Glocke und abonniert den Podcast. Wir freuen uns auf die dritte Saison mit Euch!
„Wenn er Googeln nebenbei schafft, ist das erlaubt“
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Wir werden 100! Zum Jubiläum analysieren wir noch einmal die gesamte Weltmeisterschaft. Almuth ärgerte sich besonders, wie sich der Final-Verlierer Argentinien gegenüber dem Titelträger Spanien bei der Siegerehrung verhalten hat. „Dass man als sportlich verdienter Vize-Weltmeister den Weltmeister nicht würdigt, sondern ihm den Rücken zukehrt, ist krass“, sagt sie. „Das darf nicht passieren im Fußball, das ist respektlos, daran nehmen sich leider Gottes wieder Menschen ein Beispiel, das ist ein schlechtes Beispiel.“ Apropos Siegerehrung: Als Kapitän Rodri den Pokal in den Himmel von East Rutherford reckte, wollte US-Präsident Donald Trump einfach nicht von der Bühne, mit eher überschaubarem Ehrgeiz wollte Fifa-Boss Gianni Infantino seinen Intimus zum Weitergehen bewegen. Roman meint: „Du kannst es nur mit Humor und einer Ur-Komik ertragen.“ Gleichzeitig ist er sportlich überzeugt, dass Rodri berechtigterweise zum besten Spieler des Turniers gewählt würde. „Es gibt ganz viele Gründe“, so Roman, die für den Mittelfeld-Star der Spanier statt Frankreichs Super-Torjäger Kylian Mbappé sprechen.
Und wie soll es künftig bei Weltmeisterschaften weitergehen? Mit 48 Mannschaften oder doch mit 64? Zu 32 zurück, wünscht sich Almuth – das ist aber unrealistisch. „Bitte die EM mit 32 und die WM mit 64 Mannschaften“, hält Roman aus einem ganz bestimmten Grund dagegen.
INFO: Wir verabschieden uns in die Sommerpause und erscheinen am 20. August wieder. Womöglich in anderem Gewand – lasst euch überraschen ...
Unwürdiges Finale, würdiger Weltmeister
https://www.rnd.de/sport/wm-2026-das-war-ein-unwuerdiges-finale-doch-spanien-ist-ein-wuerdiger-weltmeister-D7PINR6WIND3DCIJLTL3TULVJA.html
Trump hat dem Fußball die Show gestohlen
https://www.rnd.de/sport/dem-fussball-die-show-gestohlen-trump-ist-der-wahre-gewinner-der-fussball-wm-2026-4FQZBR2BYVCR3DGUNQL5ERI6GU.html
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Es ist die Woche der Entscheidungen bei der WM 2026. Auf dem Platz setzte sich in den Halbfinals Spanien gegen Frankreich durch und Argentinien holte mal wieder einen Rückstand auf, Messi flankte England zum Aus. Wer krönt sich am Sonntag zum Weltmeister - der Champion von 2010 oder der amtierende Titelträger? Für Spanien spricht laut Almuth, „dass es beeindruckend ist, wie sie es hinbekommen, in den entscheidenden Momenten da zu sein“. Roman findet derweil, dass die spanische Mannschaft „auf sieben von zehn Positionen nicht Weltklasse ist“ – und trotzdem das mit Abstand beste Team ist. Argentinien wiederum kann darauf vertrauen, stets die richtigen Mittel zu finden, um sich zum zweiten Mal in Folge (das gelang vorher nur Italien 1934 und 1939 sowie Brasilien 1958 und 1962) die WM-Krone aufzusetzen.
Neben dem grünen Rasen gibt es aber auch einen harten Kampf. Und zwar darum, wie man die Fifa um ihren Präsidenten Gianni Infantino in ihrer Macht einschränken kann. Ein Vorschlag kommt von Joseph Weiler, einem ehemaligen Verantwortlichen des Weltverbands. Der Fall des nach seiner Roten Karten doch spielberechtigten US-Profis Folarin Balogun sie nur „die schimmelige Kirsche auf einem vergammelten Kuchen“, so Weiler im Interview mit der "Zeit". „Er ist jetzt auf die Idee gekommen, dass die EU die Fifa doch mal überprüfen könne, ob das EU-Recht eingehalten werde. Ich finde es faszinierend, dass jemand das so äußert“, sagt Almuth.
Völler ist der Falsche für den Umbruch
https://www.rnd.de/sport/gut-fuer-die-stimmung-schlecht-fuer-reformen-rudi-voeller-ist-der-falsche-fuer-den-dfb-umbruch-XDHSYG763ZFIVH7GTCSCYBXAZQ.html
Wie eng Trump und Infantino wirklich sind
https://www.rnd.de/sport/trump-infantino-und-der-fall-balogun-wie-eine-strategische-freundschaft-den-fussball-in-gefahr-JPVIO6AU3RDOPLSCXIVHHVRXZU.html
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Lionel Messi wird auf dem Rasen in die Höhe geworfen, obwohl er einen Elfmeter verschossen hat. Und die argentinischen Fans feiern, bis sie im wahrsten Sinne aus dem Stadion geworfen werden. Einfach umwerfend! „Dann haben sie vor dem Stadion in Atlanta einfach weitergefeiert. Es war sehr schön“, berichtet Almuth von dem epischen Achtelfinal-Spiel der WM 2026 in Atlanta (das Argentinien gegen Marokko nach 0:2-Rückstand noch 3:2 gewann), bei dem sie als Expertin hautnah dabei war.
Wegen seiner Widerstandskraft, seines Superstars und seiner Fans ist der Titelverteidiger spätestens jetzt erneut ein großer WM-Favorit. „Stell dir vor, Messi wartet und wartet - und wird dann am Ende seiner Karriere zweimal hintereinander Weltmeister“, sagt Roman.
Außerdem Thema in dieser Folge: die bisherigen Erkenntnisse des Turniers, der auffällige Anruf von Fifa-Präsident Gianni „Imperator“ Infantino bei Donald Trump und die Zukunft von Rudi Völler beim DFB.
Völler ist der Falsche für den Umbruch
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Wie eng Trump und Infantino wirklich sind
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Es braucht wenige Worte, um zu benennen, was Fußball-Deutschland bei dieser WM erlebt hat. Es ist eine Katastrophe. Die nächste Blamage. Zweimal war es zuvor die Vorrunde, 2026 zwar mal wieder der Einzug in ein K.-o.-Spiel. Aber: Es war das neu eingeführte Sechzehntelfinale - unter die besten 16 Mannschaften hat es die DFB-Elf wieder nicht geschafft. „Alle drei Turniere waren auf ihre Art und Weise schlimm“, sagt Almuth. Roman geht aber sogar einen Schritt weiter: „Ich finde, dieses Ausscheiden ist noch schlimmer als 2022 und 2018.“
Almuth sagt zumindest, dass „der Trainer“, also Julian Nagelsmann, „sehr unsouverän reagiert hat“, nachdem seine Kommunikation in den Monaten vor dem Turnier ohnehin mehrfach kritisiert worden war. „Das stört mich und ist schlimmer als bei den anderen beiden Weltmeisterschaften“, betont sie.
Frühes Aus bei der WM 2026: Fünf Gründe für die nächste deutsche Katastrophe (+)
https://www.rnd.de/sport/deutschland-bei-der-wm-2026-ausgeschieden-fuenf-gruende-fuer-das-scheitern-AHBGX62KLRGFHINFRDBAHOQE2Y.html
Schlechter hätte es Oliver Baumann auch nicht gemacht
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