Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein.

Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein.

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Angst im Blick - Der Podcast über soziale Angst, Selbstzweifel und den Mut, du selbst zu sein. episodes

  • Habe ich genug erlebt?
    War mein Urlaub gut genug? FOMO und Perfektionsdruck machen aus Erholung schnell eine Leistung – besonders wenn wir uns mit anderen vergleichen. 
    3 min
  • Podcast-Übung: „Vom Bewertungsmodus zum Erlebensmodus“
    Vom Bewertungsmodus zum Erlebensmodus“ hilft dabei, die ständige Selbstbeobachtung in sozialen Situationen zu unterbrechen. Statt sich zu fragen „Wie wirke ich?“, richtet sich die Aufmerksamkeit wieder auf das Gegenüber, die Umgebung und den gegenwärtigen Moment.


    Therapeutischer Hinweis

    Bei sozialer Angst kann eine starke Selbstfokussierung die Angst aufrechterhalten: Die eigene Stimme, Körperhaltung oder Wirkung wird ständig überwacht und vermeintlich negative Reaktionen werden überbewertet. Ein hilfreicher therapeutischer Schritt besteht darin, die Aufmerksamkeit bewusst wieder nach außen zu lenken.


    Die Übung ersetzt dabei nicht die Auseinandersetzung mit sozialen Ängsten, sondern kann als kleines Aufmerksamkeitsexperiment eingesetzt werden. Besonders sinnvoll ist die Kombination mit Verhaltensexperimenten und schrittweiser Exposition: Nicht herausfinden, ob man „perfekt wirkt“, sondern erleben, dass man Unsicherheit aushalten und trotzdem an einem Gespräch teilnehmen kann.


    Literatur

    •  Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg et al. (Eds.), Social Phobia: Diagnosis, Assessment, and Treatment. Guilford Press. 
    •  Rapee, R. M., & Heimberg, R. G. (1997). A cognitive-behavioral model of anxiety in social phobia. Behaviour Research and Therapy, 35(8), 741–756. 
    •  Woody, S. R. (1996). Effects of focus of attention on anxiety levels and social performance of individuals with social phobia. Journal of Abnormal Psychology, 105(1), 61–69. 
    •  Bögels, S. M., & Mansell, W. (2004). Attention processes in the maintenance and treatment of social phobia: Hypervigilance, avoidance and self-focused attention. Clinical Psychology Review, 24(7), 827–856. 
    •  Wells, A., & Papageorgiou, C. (1998). Social phobia: Effects of external attention on anxiety, negative beliefs, and perspective taking. Behavior Therapy, 29(3), 357–370. 
    •  Hofmann, S. G. (2007). Cognitive factors that maintain social anxiety disorder: A comprehensive model and its treatment implications. Cognitive Behaviour Therapy, 36(4), 193–209. 
    •  Spurr, J. M., & Stopa, L. (2002). Self-focused attention in social phobia and social anxiety. Clinical Psychology Review, 22(7), 947–975. 
    11 min
  • „Soll ich etwas sagen – oder wird dann alles schlimmer?“
    Plötzlich verstummt der Regen – und aus dem Nachbarzimmer sind Schreie und dumpfe Schläge zu hören. Alte Konflikte werden wach, der Körper erstarrt und die Zweifel beginnen: „Übertreibe ich? Soll ich wirklich Hilfe holen?“Diese Folge zeigt, wie du bei möglicher Gewalt sicher handelst, ohne dich selbst in Gefahr zu bringen. Denn Zivilcourage bedeutet manchmal nur einen entscheidenden Anruf:„Hier stimmt etwas nicht. Bitte schicken Sie Hilfe.“
    9 min
  • Ich will mich nicht blamieren
    Eine klemmende Zimmertür – doch die Angst vor der Reaktion des Hotelpersonals ist plötzlich größer als das eigentliche Problem. Auch Martin schweigt zunächst, weil er nicht als schwieriger Gast gelten möchte. Warum soziale Angst berechtigte Beschwerden verhindert und wie du trotz Nervosität klar um Hilfe bittest, erfährst du in dieser Folge.Denn du bist nicht schwierig, nur weil du ein Problem ansprichst.
    5 min
  • Mache ich mich manchmal kleiner?
    Wenn wir uns kleiner machen, fühlen wir uns manchmal sicherer. Die Geschichte von Lena zeigt, wie Zurückhaltung, Anpassung oder ein jugendliches Auftreten zu Schutzstrategien gegen Bewertung werden können. Die Folge lädt dazu ein, diese Strategien nicht zu verurteilen, sondern zu verstehen – und Schritt für Schritt mehr Selbstwirksamkeit und Sichtbarkeit zu entwickeln.

    Selbsttest: „Mache ich mich manchmal kleiner?“Hinweis: Der Test ist eine persönliche Reflexionshilfe und keine diagnostische Untersuchung.Bewerte jede Aussage:0 = nie | 1 = selten | 2 = manchmal | 3 = häufig | 4 = sehr häufig
    1.  Ich halte mich in Gruppen eher zurück, obwohl ich etwas beitragen könnte. 
    2.  Ich spiele meine Fähigkeiten manchmal herunter. 
    3.  Ich sage lieber „Ich weiß es nicht“, obwohl ich eigentlich eine Meinung habe. 
    4.  Ich entschuldige mich häufig, obwohl ich eigentlich nichts falsch gemacht habe. 
    5.  Ich habe Angst, dass andere zu viel von mir erwarten könnten. 
    6.  Ich versuche, möglichst wenig Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. 
    7.  Nach Gesprächen denke ich lange darüber nach, ob ich etwas Falsches gesagt habe. 
    8.  Ich passe mich häufig an, um Ablehnung oder Kritik zu vermeiden. 
    9.  Ich habe manchmal das Gefühl, mich in Gegenwart selbstsicherer Menschen kleiner zu fühlen. 
    10.  Ich vermeide es, meine Kompetenz oder meine Bedürfnisse deutlich zu zeigen. 
    Auswertung als Reflexion:
    • 0–10 Punkte: Du scheinst dich in diesen Situationen eher selten stark zurückzunehmen. 
    • 11–20 Punkte: Möglicherweise nutzt du gelegentlich Zurückhaltung als Schutzstrategie. 
    • 21–30 Punkte: Das Sich-kleiner-Machen könnte in deinem Alltag eine größere Rolle spielen. 
    • 31–40 Punkte: Es könnte sich lohnen, genauer zu erforschen, wovor dich diese Strategie schützen möchte. 
    Die wichtigste Frage ist jedoch nicht die Punktzahl:„Was glaube ich zu gewinnen, wenn ich mich kleiner mache – und was kostet es mich langfristig?“
    Therapeutischer HinweisSich zurückzunehmen, anzupassen oder möglichst wenig aufzufallen, ist nicht automatisch problematisch. Solche Verhaltensweisen können ursprünglich sinnvolle Schutzstrategien gewesen sein.Therapeutisch interessant wird es dann, wenn sie nicht mehr frei gewählt werden, sondern aus Angst vor Bewertung, Ablehnung, Fehlern oder überhöhten Erwartungen entstehen und dadurch Lebensbereiche einschränken.Eine hilfreiche therapeutische Haltung besteht deshalb nicht darin, die Schutzstrategie zu bekämpfen, sondern zunächst ihre Funktion zu verstehen:„Wovor versucht mich dieses Verhalten zu schützen?“Anschließend kann schrittweise die Erfahrung aufgebaut werden:„Ich kann sichtbar sein, Fehler machen und trotzdem sicher und wertvoll bleiben.“Bei ausgeprägter sozialer Angst sind insbesondere kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze mit schrittweiser Exposition gut untersucht. Die in der Podcastfolge verwendete Übung mit dem „jüngeren“ und „erwachsenen Ich“ sollte als Selbstreflexion verstanden werden und ersetzt keine individuelle psychologische oder psychotherapeutische Behandlung.

    Literatur
    •  Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg et al. (Eds.), Social Phobia: Diagnosis, Assessment, and Treatment. Guilford Press. 
    •  Rapee, R. M., & Heimberg, R. G. (1997). A cognitive-behavioral model of anxiety in social phobia. Behaviour Research and Therapy, 35(8), 741–756. 
    •  Hofmann, S. G. (2007). Cognitive factors that maintain social anxiety disorder: A comprehensive model and its treatment implications. Cognitive Behaviour Therapy, 36(4), 193–209. 
    •  Heimberg, R. G., & Becker, R. E. (2002). Cognitive-Behavioral Group Therapy for Social Phobia: Basic Mechanisms and Clinical Strategies. Guilford Press. 
    •  Leary, M. R. (2005). Social Anxiety and Self-Presentation: A Conceptualization and Model. In W. R. Crozier & L. E. Alden (Eds.), The Essential Handbook of Social Anxiety for Clinicians. Wiley. 
    •  Gilbert, P. (2009). The Compassionate Mind. Constable & Robinson. 
    •  Neff, K. D. (2003). Self-compassion: An alternative conceptualization of a healthy attitude toward oneself. Self and Identity, 2(2), 85–101. 
    •  Young, J. E., Klosko, J. S., & Weishaar, M. E. (2003). Schema Therapy: A Practitioner's Guide. Guilford Press.
    15 min
  • Du bist nicht „eben so“
    „Du warst schon immer schüchtern.“
    „Andere können das – du nicht.“
    „Du bist eben so.“
    Solche Gedanken klingen wie unveränderliche Wahrheiten. Doch was wäre, wenn sie keine Beschreibung deiner Persönlichkeit wären, sondern alte Schlussfolgerungen, die deine Entwicklung unterschätzen?Soziale Fähigkeiten sind nicht ausschließlich angeboren. Gespräche führen, Blickkontakt halten, Grenzen setzen, vor anderen sprechen und mit Zurückweisung umgehen – all das kann schrittweise gelernt werden. Nicht von heute auf morgen und nicht ohne Unsicherheit. Aber durch kleine Versuche, Wiederholung und neue Erfahrungen.In dieser Folge von „Angst im Blick“ erfährst du, warum Vertrauen in die eigene Lernfähigkeit ein wichtiger Gegenspieler sozialer Angst sein kann. Dabei geht es nicht darum, extrovertiert zu werden oder ständig im Mittelpunkt zu stehen. Du darfst ruhig, zurückhaltend und introvertiert bleiben.Das Ziel ist keine neue Persönlichkeit. Das Ziel ist mehr Freiheit: sprechen zu können, wenn du etwas sagen möchtest, eine Grenze zu setzen, wenn du sie brauchst, und nicht ausschließlich deshalb zu schweigen, weil deine Angst es verlangt.Ein Selbsttest hilft dir herauszufinden, ob du deine sozialen Fähigkeiten für veränderbar hältst – oder ob alte Überzeugungen deine Entwicklung noch begrenzen.
    Selbsttest: Vertraust du deiner sozialen Lernfähigkeit?Denke bei den Aussagen daran, wie du dich in den vergangenen vier Wochen erlebt hast.Antwortmöglichkeiten
    • 0 Punkte: nie oder fast nie 
    • 1 Punkt: manchmal 
    • 2 Punkte: häufig 
    • 3 Punkte: fast immer 
    Aussagen1. Ich glaube, dass ich für soziale Situationen einfach nicht geschaffen bin.2. Wenn ein Gespräch schwierig verläuft, sehe ich darin einen Beweis für meine fehlenden sozialen Fähigkeiten.3. Ich denke häufig, dass andere Menschen soziale Sicherheit besitzen, die ich niemals lernen kann.4. Ich vermeide soziale Übungen, weil ich kaum mit einer Verbesserung rechne.5. Meine bisherige Schüchternheit erscheint mir wie ein unveränderlicher Teil meiner Zukunft.6. Kleine Fortschritte erkenne ich kaum an, weil ich mich mit deutlich selbstsichereren Menschen vergleiche.7. Wenn ich nach mehreren Versuchen weiterhin nervös bin, halte ich das Üben für erfolglos.8. Ich glaube, dass Blickkontakt, freies Sprechen oder Grenzsetzung hauptsächlich angeborene Fähigkeiten sind.9. Die Angst überzeugt mich häufig davon, dass Veränderung bei mir nicht möglich ist.10. Ich sage mir eher „Ich kann das nicht“ als „Ich kann das noch nicht“.AuswertungAddiere deine Punkte. Du kannst zwischen 0 und 30 Punkten erreichen.0 bis 7 Punkte: Starkes Vertrauen in deine LernfähigkeitDu kannst soziale Fähigkeiten überwiegend als veränderbar betrachten. Schwierigkeiten sind für dich eher Hinweise auf weiteren Übungsbedarf als endgültige Urteile über deine Person.Dein stärkender Satz:„Ich muss es noch nicht perfekt können. Ich darf weiterlernen.“8 bis 15 Punkte: Wechselndes VertrauenManchmal erkennst du deine Entwicklungsmöglichkeiten. In belastenden Situationen können jedoch alte Überzeugungen wie „Ich bin eben so“ wieder stärker werden.Achte bewusst auf kleine Fortschritte. Auch ein kurzer Blickkontakt, eine ehrliche Frage oder ein klar ausgesprochenes Nein kann ein wichtiger Lernschritt sein.16 bis 23 Punkte: Zweifel begrenzen deine EntwicklungDu zweifelst wahrscheinlich häufig daran, soziale Fähigkeiten erlernen zu können. Dadurch könntest du Übungen oder Begegnungen vermeiden, bevor neue Erfahrungen möglich werden.Wähle eine einzige Fähigkeit, die du in sehr kleinen Schritten trainieren möchtest. Vergleiche dich nicht mit anderen, sondern mit deinem eigenen Ausgangspunkt.24 bis 30 Punkte: Starres SelbstbildDu scheinst deine soziale Unsicherheit als weitgehend unveränderbar zu erleben. Gedanken wie „Ich bin eben so“ könnten deine Entscheidungsfreiheit deutlich einschränken.Diese Überzeugung ist kein Beweis dafür, dass Veränderung unmöglich ist. Sie kann das Ergebnis vieler belastender Erfahrungen sein. Eine professionelle psychologische oder psychotherapeutische Begleitung kann helfen, ein realistischeres Vertrauen in deine Lernfähigkeit aufzubauen.Drei Reflexionsfragen
    •  Welche soziale Fähigkeit habe ich früher noch nicht beherrscht, inzwischen aber zumindest teilweise gelernt? 
    •  Welchen kleinen Fortschritt übersehe ich möglicherweise? 
    •  Welche Fähigkeit möchte ich üben, ohne meine Persönlichkeit verändern zu müssen? 
    Eine kleine LernformelAusprobieren – beobachten – anpassen – wiederholen.Deine Affirmation„Ich darf ruhig und zurückhaltend sein. Gleichzeitig kann ich lernen, freier zu sprechen, klarer zu handeln und meine eigenen Entscheidungen zu treffen.“Hinweis:Dieser Selbsttest dient ausschließlich der persönlichen Selbstreflexion. Er ist kein wissenschaftlich validiertes Diagnoseinstrument und ersetzt keine klinisch-psychologische, psychotherapeutische oder ärztliche Abklärung.Wenn soziale Angst deinen Alltag, deine Beziehungen, deine Ausbildung oder dein Berufsleben erheblich einschränkt oder starken Leidensdruck verursacht, wende dich bitte an eine qualifizierte Fachperson.
    2 min
  • Warum lache ich nicht?
    😂 Alle lachen – nur du nicht.Der Witz war gut. Du hast ihn verstanden. Vielleicht fandest du ihn sogar lustig. Doch während alle anderen lachen, bleibt dein Gesicht ruhig.Und sofort beginnt das Kopfkino: „Warum lache ich nicht? Fällt das auf? Wirke ich humorlos, kalt oder seltsam?“Wenn Affektverflachung und soziale Angst zusammentreffen, kann selbst gemeinsames Lachen zur sozialen Prüfung werden. Plötzlich lachst du nicht mehr spontan – sondern fragst dich, ob du überzeugend genug lachst.🎙️ Eine Folge über Lach-Druck, Selbstbeobachtung und die befreiende Erkenntnis: Du musst nicht lachen, nur weil alle anderen lachen.
    5 min
  • „Der Gedanken-Check – Wenn dein Kopf voreilige Schlüsse zieht“
    Soziale Angst kann Gedanken in scheinbare Gewissheiten verwandeln. Die Übung „Gedanken unter der Lupe“ hilft dabei, Katastrophengedanken zu überprüfen, alternative Perspektiven zu entwickeln und sich selbst mit mehr Verständnis zu begegnen. 

    Selbsttest: Wie schnell wird aus einem Gedanken eine Tatsache?Beantworte jede Aussage mit:
    0 = nie | 1 = selten | 2 = manchmal | 3 = häufig | 4 = sehr häufig
    1.  Ich nehme schnell an, dass andere Menschen mich negativ beurteilen. 
    2.  Ein kurzer Blick von jemandem beschäftigt mich noch lange. 
    3.  Ich interpretiere neutrale Reaktionen häufig als Ablehnung. 
    4.  Wenn ich nervös bin, denke ich, dass andere meine Nervosität sofort bemerken. 
    5.  Ich überlege häufig, was andere über mich denken könnten. 
    6.  Ich neige dazu, aus kleinen Fehlern große Konsequenzen abzuleiten. 
    7.  Ich behandle meine Vermutungen manchmal so, als wären sie Tatsachen. 
    8.  Ich finde es schwierig, alternative Erklärungen für eine soziale Situation zu finden. 
    9.  Mit mir selbst bin ich deutlich kritischer als mit anderen Menschen. 
    10.  Nach sozialen Situationen denke ich lange darüber nach, was möglicherweise falsch gelaufen ist. 
    Auswertung0–10 Punkte:
    Deine Gedanken scheinen dich derzeit eher wenig in dieser Weise zu belasten.11–20 Punkte:
    Du kennst möglicherweise einige typische Denkfallen sozialer Angst. Die Übung „Gedanken unter der Lupe“ könnte hilfreich sein.21–30 Punkte:
    Negative Interpretationen und Selbstbeobachtung scheinen dich häufiger zu beschäftigen. Es kann sinnvoll sein, Gedanken regelmäßig zu überprüfen und alternative Perspektiven einzuüben.31–40 Punkte:
    Soziale Bewertungsgedanken scheinen einen deutlichen Raum einzunehmen. Wenn darunter dein Alltag, deine Beziehungen oder deine Lebensqualität leiden, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.Wichtig: Dieser Selbsttest ist kein diagnostisches Verfahren und ersetzt keine psychologische oder ärztliche Abklärung.Therapeutischer HinweisBei sozialer Angst geht es therapeutisch nicht darum, jeden negativen Gedanken durch einen positiven Gedanken zu ersetzen. Hilfreicher ist es, Gedanken als Hypothesen zu betrachten und ihre Beweislage zu überprüfen.Besonders wirksam kann die Kombination aus kognitiver Umstrukturierung und schrittweiser Exposition sein. Dabei wird nicht nur gefragt: „Ist mein Gedanke realistisch?“, sondern auch: „Was passiert tatsächlich, wenn ich mich trotz meiner Angst auf eine soziale Situation einlasse?“Wichtig ist außerdem, Sicherheitsverhalten – etwa übermäßiges Vorbereiten, Vermeiden von Blickkontakt oder ständiges Kontrollieren der eigenen Wirkung – schrittweise zu reduzieren.Bei ausgeprägter sozialer Angst oder erheblichem Leidensdruck sollte die Bearbeitung im Rahmen einer professionellen psychologischen bzw. psychotherapeutischen Behandlung erfolgen.
    Literatur:
    •  Clark, D. M., & Wells, A. (1995). A cognitive model of social phobia. In R. G. Heimberg, M. Liebowitz, D. Hope, & F. Scheier (Eds.), Social Phobia: Diagnosis, Assessment, and Treatment (pp. 69–93). Guilford Press. 
    •  Hofmann, S. G. (2007). Cognitive factors that maintain social anxiety disorder: A comprehensive model and its treatment implications. Cognitive Behaviour Therapy, 36(4), 193–209. https://doi.org/10.1080/16506070701421313
    •  Rapee, R. M., & Heimberg, R. G. (1997). A cognitive-behavioral model of anxiety in social phobia. Behaviour Research and Therapy, 35(8), 741–756. https://doi.org/10.1016/S0005-7967(97)00022-3
    •  Heimberg, R. G., & Becker, R. E. (2002). Cognitive-Behavioral Group Therapy for Social Phobia: Basic Mechanisms and Clinical Strategies. Guilford Press. 
    •  Hofmann, S. G., Asnaani, A., & Hinton, D. E. (2010). Cultural aspects in social anxiety and social anxiety disorder. Depression and Anxiety, 27(12), 1117–1127. 
    •  Morrison, A. S., & Heimberg, R. G. (2013). Social anxiety and social anxiety disorder. Annual Review of Clinical Psychology, 9, 249–274. 
    •  Beck, J. S. (2020). Cognitive Behavior Therapy: Basics and Beyond (3rd ed.). Guilford Press. 
    •  Neff, K. D. (2003). Self-compassion: An alternative conceptualization of a healthy attitude toward oneself. Self and Identity, 2(2), 85–101. https://doi.org/10.1080/15298860309032
    12 min
  • Wenn Größe Angst macht
    Was, wenn ein Kreuzfahrtschiff plötzlich riesig und bedrohlich wirkt? Bei Megalophobie kann allein die enorme Größe von Schiffen, Gebäuden oder Monumenten Angst auslösen. Kommt soziale Angst hinzu, entsteht ein zweiter Druck: „Was, wenn die anderen merken, wie nervös ich bin?“Diese Folge zeigt, warum Größe überwältigen kann – und wie du wieder selbst bestimmst, wie nah du deiner Angst kommen möchtest.
    5 min

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Was, wenn deine Angst dir Geschichten erzählt, die gar nicht stimmen?Dieser Psychologie-Podcast dreht sich um soziale Angst, Selbstzweifel, Grübeln und die Ängste des Alltags.Mit kurzen Geschichten, psychologischem Wissen und praktischen Übungen erfährst du, warum dein Kopf manchmal zum schlimmsten Kritiker wird – und wie du ihm nicht mehr alles glauben musst.🎙️ Weniger Kopfkino. Mehr Leben.