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Nervensysteme kommunizieren miteinander. Das wusste ich früher noch nicht. Damals, als ich selbst versucht habe, meinen kleinen Sohn zu regulieren und ihn in seinen Bedürfnissen zu sehen, war mein eigenes Nervensystem selbst auf der Suche nach Sicherheit. Ich war ständig in Angst und Anspannung. In diesem Zustand ist es mir selten gelungen, meinen kleinen Sohn zu beruhigen oder ihm gerecht zu werden. Das hat wiederum die Spirale aus Unsicherheit und Selbstzweifeln nur noch weiter angeheizt.
Heute verstehe ich, dass ich das Gefühl von Sicherheit in mir selbst neu lernen muss, damit ich mich von den Gefühlen und Energien anderer abgrenzen kann und so über meine eigene Präsenz Co-regulieren kann.
Dabei haben mir Methoden des Embodiments und die körperorientierte Traumatherapie mit Ansätzen aus dem Somatic Experiencing (SE) nach Peter Levine sehr geholfen.
Umso mehr freue ich mich, Barbara Mayer als Expertin in dieser Folge zu haben. Barbara arbeitet als Embodiment Coach und Trauma- und Körperpsychotherapeutin.
Sie hilft Klientinnen dabei, die Sicherheit im eigenen Körper, Sicherheit im eignen System wieder zu spüren. Den eignen Raum und den eigenen Platz im Leben wieder einzunehmen.
Dafür arbeitet Barbara mit ihren Klientinnen und Klienten an dem Erspüren der eigenen Grenzen. Denn es ist eine gesunde Abgrenzung, die man braucht, um selbst bei sich zu bleiben.
Jeder Mensch kommt mit gesunden Grenzen - körperlich wie energetisch - zur Welt. Durch Verletzungen und Prägungen in der Kindheit bekommt die Grenze Risse und Löcher. So erleben sich viele später verschmolzen mit Bedürfnissen anderer und saugen Energien im Außen auf wie ein Schwamm.
Erleichterung bietet hier nur die Erfahrung, sich selbst in seinem Körper sicher und geborgen zu fühlen. Sicherheit kann man sich nicht denken. Jede Zelle in unserem Körper muss spüren, dass wir jetzt, hier und heute in Sicherheit sind.
Damit du selbst erfährst, welcher Weg dorthin führt, sprechen Barbara und ich darüber:
Neben den wirklich wunderbaren SE-Methoden bietet auch die Arbeit mit der Yogapsychologie eine körperorientierte Ressourcenarbeit.
Und zu guter Letzt. Habe Geduld mit dir. Der Weg neue Nervenbahnen zu erkunden und die alten Überlebensmuster zu verlassen, ist ein langwieriger, dafür ein sehr lohnenswerter. Das du dich auf den Weg machst, ich mehr als mutig.
Schön, dass du dran bleibst!
Schön, dass es dich gibt!
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Kontaktdaten meiner wundervollen Gästin:
Barbara Mayer
https://www.soma-way.de/
Instagram: barbara_somaway
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Mehr Infos zu mir findest du auf meiner Webseite:
https://angstundwunder.de
Instagram: stefanie.dorneanu
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Wohlwollen mit uns selbst ist eine der wertvollsten Qualitäten, gar inneren Haltungen, die wir in uns nähren und mit uns üben können. Blickst du mitfühlend und gütig auf dich selbst, blickst du mit den Augen einer liebevollen Mutter oder eines liebevollen Vaters auf dich selbst.
So sind Wohlwollen, liebevolle Güte und auch Mitgefühl Formen der Liebe, um die es in dieser buddhistischen Meditation geht. Doch ist es oft leichter, über die Qualitäten von Wohlwollen und Güte einen Zugang zu dieser bedingungslosen Mutterliebe in sich zu bekommen, welcher der buddhistische Liebe am ehesten Nahe kommt. Mit dem Satz "Liebe dich selbst." tun sich viele schwer. Das ist vielleicht zu hoch gegriffen oder scheint für manche unerreichbar. Doch den wohlwollenden, gütigen Blick für uns selbst, den finden wir leichter.
In dieser geführten Meditation leite ich dich
1. durch heilsame Qualitäten von Gesundheit, Sicherheit, Güte, Freude und Gelassenheit mit dir selbst.
2. In einem weiteren Schritt weiten wir den Fokus und senden Güte und Wohlwollen an eine dir liebe Person.
3. Gemeinsam weiten wir in der dritten Runde den Fokus auf deine nähere Umgebung und alles Leben, was dich umgibt.
4. Abschließend spannen wir gedanklich und gefühlt unser Feld der Verbundenheit mit dem Leben und jedem Lebewesen um den gesamten Planeten.
Die Metta Meditation ist ein Weg, in dir einen friedlichen Zustand zu erreichen und zu erspüren, in dem du jedem fühlenden Wesen mit Wohlwollen und Freundlichkeit begegnest.
Ist es nicht schön zu erfahren, dass es immer wieder bei uns beginnt? Wir können nur weitergeben, was wir in uns etablieren und nähren. Wächst die Güte in dir, wechselt du deine Perspektive auf dich. So lernst du dir auch dann liebevoll zu begegnen, wenn der innere Kritiker am lautesten schreit.
Fängst du bei dir an, kannst du dieses Geschenk an deine Kinder und an deine Familie weitergeben.
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Du möchtest weitere geführte Meditationen von mir hören?
#004 M wie Meditation - Geführte Meditation für liebevolle und wohlwollende Körperpräsenz
#012 M wie Meditation - Geführte Meditation für zuwandtes Erspüren im Hier und Jetzt
Die erwähnte Folge rund ums Thema Co-Regulation und Traumaintegration über den Körper findest du in der Folge #020
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Mehr Infos zu meinen Yoga- und Coachingangeboten findest auf meiner Webseite:
https://angstundwunder.de
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Meine Tage im Wochenbett waren damals voller Struktur und Taktung. Irgendwie war im Tagesablauf nichts so wirklich dem Zufall überlassen, wenngleich mit Baby eben vieles anders kommt als gedacht. Ich verbrachte die Tage auf Achse. Anstatt mir immer wieder die wichtigen Ruhephasen im Schlafzimmer zu gönnen, war ich schick angezogen und verköstigte Besucher. Der Haushalt lief wie geschmiert. Ich weiß noch, dass ich selbst am Abend vor dem Schlafengehen noch eine Runde durch die Wohnung wuselte, um die Dinge wieder an ihren Platz zu stellen und aufzuräumen.
Da war kein Raum für mich und irgendwie war da damals auch wenig Raum für diese zauberhafte verbindende Zweisamkeit von Mama und Baby. Es war immer etwas los. Und wenn nichts los war, dann war immer etwas zu tun. Zumindest empfand ich es so, dass es immer etwas gab, was noch erledigt werden wollte. Aufzuräumen gab es immer etwas. Ausserdem war ich ja mit Baby den ganzen Tag daheim. Da fiel noch viel mehr als zuvor ins Gewicht, wie wichtig es für mich war, fast schon zwanghaft Ordnung zu halten.
In diesem Podcast möchte ich dir näher bringen
Noch einen Impuls auf dem Weg:
Wie ist der Gedanke, dass es egal ist, was andere über das Chaos in deiner Wohnung denken, weil es eben dein Zuhause ist und du hier entscheiden darfst? Und du bist herzlich eingeladen, es ganz anders zu machen, als es dir deine Eltern vorgelebt und beigebracht haben.
Ich hoffe sehr, dass du deinen Weg gehst, deine eigne Ordnung zu finden. Irgendwo zwischen Chaos und Putzwahn wünsche ich dir, dass du ein Maß findest, mit dem du dich selbst wohl fühlst.
Schön, dass es dich gibt!
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Thematisch verwandte oder ergänzende Folgen:
#016 Raus aus dem Müssen - Warum es so heilsam ist, manchmal nichts leisten zu müssen
#015 Perfektionismus - Wie du lernst die Kontrolle loszulassen
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Der Weg der Heilung bedeutetet für mich, Schrift für Schritt mit diesem Unversehrten in mir wieder in Kontakt zu kommen. Dabei helfen mir Qualitäten von Achtsamkeit, Wohlwollen und Mitgefühl mit mir selbst. Die Heilung an sich bedeutet in meinem Verständnis am Ende NICHT, dass ich zu jeder Zeit frei bin von meinen alten Prägungen und in mir selbst ruhe. Das ist utopisch und unrealistisch. Sie bedeutet vielmehr, mir mit Achtsamkeit und Wohlwollen zu begegnen und mich und mein Handeln anzunehmen. In dieser Haltung entsteht schließlich der Raum, neue Entscheidungen zu treffen, eigene Wege zu gehen, die meinem wahren Selbst entsprechen.
Und genau dieser Raum ist es, den ich erneut für mich entdeckt habe. Seine Kraft und den Geschmack nach Freiheit, den er mit sich bringt, möchte ich mit dir teilen.
Für mich war es nämlich eine regelrechte Erkenntnis, dass es im Leben u.A. genau darum geht:
Besonders in Krisenphasen, wo wir selbst das Gefühl haben nur noch unsere Gedanken oder die Angst selbst zu sein, ist diese Erfahrung sehr wertvoll und erleichternd. Angst schafft Enge in uns. Raum und Platz sind das eine Gegenantwort, die schon wieder den ein oder anderen tiefen Atemzug zulassen kann.
Wie also kannst du nun konkret diesen Raum in dir wieder erfahren, der Platz macht für wohlwollende Gedanken, Gefühle und Empfindungen in dir?
Ich gebe dir in dieser Folge wertvolle Anreize und Inspirationen an die Hand, wie allen Ebenen deines Seins Raum für dein Innen und dein inneres Wachstum schaffen kannst.
Dafür teile ich mit dir, die Erfahrungen, die mich auf meinem Weg in die Ganzwerdung begleiten.
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Verlinkungen:
5-Rhythmen-Tanz nach Gebrielle Roth:
https://www.youtube.com/watch?v=CA_RlOzHlSI&t=101s
Eine schöne Version der Metta-Meditation von Lena Pilar Yoga:
https://www.youtube.com/watch?v=cXApENYRPq0&t=802s
hier fehlt mir allerdings der besagte wichtige erste Schritt, erst dir selbst die liebevolle Güte zu senden, bevor du sie an andere raussendest.
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Schön, dass es dich gibt!
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Die Folge darf dir eine kurze und knackige Inspiration sein und dich daran erinnern, wie wichtig und heilsam es ist, wenn wir uns erlauben aus dem ständigen Müssen zurückzutreten. Für mich ist es immer wieder die schmerzliche Erkenntnis, dass es mir meist ziemlich schlecht gehen muss, ehe ich realisiere, dass ich mich zurücknehmen muss und mich um mich kümmern muss. Das Ablegen des Müssens trägt die süße Erlaubnis in sich, dem nachzugehen, nach dem Körper und Geist sich sehnen. Allein den Druck rauszunehmen, macht so viel Platz für neue Erfahrungen, die auch dir guttun werden.
Fragen, die dich ermuntern können, die Todo-Liste für ein paar Stunden oder Tage bei Seite zu legen:
Ich hoffe sehr, dass dir das Zurücktreten aus dem sich immer während drehenden Ansprüchen und Verpflichtungen dir ermöglicht, den Stimmen zu lauschen, die dich da antreiben. Damit hast du wieder die Möglichkeit zu finden, selbst zu entscheiden, was du tun und was du lassen möchtest.
Melde mir gerne zurück, wie es dir damit geht.
Schön, dass es dich gibt,
deine Steffi
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Wir sind Menschen, also sind wir fehlbar. Das Fehler machen gehört auf die natürlichste Weise zu uns, denn ohne die Erlaubnis, zu scheitern, können wir nicht wachsen.
Besonders als Mama und Papa liegt eine große Verantwortung in unseren Händen. Wir sind verantwortlich für das körperliche und seelische Wohl eines kleinen Wesens. Für unsere Kinder sind wir der Mittelpunkt der Welt. Was wir als Eltern sagen und tun hat Macht. Umso schwerer wiegen hier vermeintliche Fehler, die in jeder guten Familie auf der Tagesordnung stehen. Es gibt sie nicht, die perfekte Familie. Das weiß auch Jesper Juul.
Doch Perfektionismus ist besonders unter Frauen ein Anspruch, an dem wir regelmäßig selbst scheitern. Perfektionismus: Das vermeiden von Fehlern, um nicht mit der eigenen Verletzlichkeit in Kontakt zu kommen. Besonders vor dem Hintergrund von Depression und Angststörung ist der Perfektionismus als Mechanismus zur Fehlervermeidung als eine Schutzstrategie zu sehen. In unserer Kindheit oder durch vergangene Erfahrungen haben wir gelernt, dass wir uns nicht zeigen dürfen wie wir sind. Wir waren in einer Zeit unseres Lebens nicht willkommen mit dem, was wir zum Ausdruck gebracht haben. Um weiterhin Liebe und Geborgenheit zu erfahren, haben wir uns angepasst, versucht zu sein, wie man uns wollte. Um nicht mehr mit unseren alten Wunden in Kontakt zu kommen, beherrschen wir unsere Rolle bis zur Perfektion. All das, um die Gefühle nicht spüren zu müssen, die für uns Gefahr bedeuten, die schmerzlichen Glaubenssätze nicht zu berühren, die uns im tiefsten Innern bewegen.
Perfektionismus als eine Vermeidungsstrategie, ist eine kräftezehrende Selbstaufgabe dessen, was wir wirklich brauchen und sind, um uns nicht zeigen zu müssen. Doch funktioniert diese Strategie nicht langfristig, weil sie Körper und Geist in die Erschöpfung und bis zum Burnout treiben. Und vor allem, leben wir damit unseren Kindern ein Ideal vor, welches uns selbst krank macht und aus der Balance bringt.
Meditationen
#004 M wie Meditation - Geführte Meditation für liebevolle und wohlwollende Körperpräsenz
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Mamaliebe
Wie du mich findest:
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angstundwunder.de
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Music used:
Forever Sunrise - by Jonny Easton
Link: https://youtu.be/9Xndx7nhGAs Check out his channel Link: https://www.youtube.com/jonnyeaston
Sara ist studierte Sozialpädagogin und Systemische Coach. Sie sagt über sich selbst: „Ich habe schon immer mit Menschen (mit psychischen Erkrankungen) gearbeitet.“ Während sie viel ausprobiert hat, ist eines immer geblieben: die Liebe zu den Menschen.
Kontakt Sara Bongartz:
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Musik: Forever Sunrise - by Jonny Easton
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Alle Gefühle und Empfindungen, die wir erleben, ergeben Sinn. Um dies zu begreifen, dürfen wir lernen, die Sprache unseres Körpers zu verstehen, ja gar zu sprechen. Ich möchte dich einladen zu lernen, deine eigene Sprache verstehen zu lernen. Denn auch, wenn du aus Gesprächen mit anderen (Müttern), Büchern, Podcasts und Interviews wertvolle Impulse mitnimmst und dich sogar besser verstehen lernst, ist es die eigene Erfahrung und die Übung in der Praxis mit dir selbst, die wirklich einen Unterschied macht. Möchtest du dich selbst kennenlernen, verstehen, wie du tickst und was du brauchst, gibt es keinen anderen Weg als mit dir selbst in die Praxis zu gehen, dich dir zuzuwenden und mit dir zu lernen.
In Anlehnung an das Interview aus der Folge #011 mit Jeannine Mik ist es nochmal ganz deutlich geworden, dass Heilung nur dann möglich ist, wenn wir auch unseren Körper mit einbeziehen. Denn auch, wenn der Verstand beispielsweise klar weiß, dass es keinen Grund gibt, Angst vor den Gefühlsausbrüchen des eigenen Kindes zu haben, ist es nur zu einem winzigen Grad möglich, über den Verstand auch Emotionsregulation zu erreichen.
Sich immer wieder darin zu üben, die eigenen Gefühle, Körperempfindungen und auch Gedanken im Hier und Jetzt wahrzunehmen (ohne Bewertung) und somit der eigenen Erfüllung der Bedürfnisse als Antwort auf die Sprache unseres Körpers nachzukommen, birgt ein großes Potenzial für Verbundenheit mit dir selbst.
In dieser geführten Meditation leite ich dich in etwa 20 Minuten durch ein Fragenset bestehend aus 5 Fragen, die dir ein zugewandtes Erspüren im Hier und Jetzt erleichtern können.
Die Fragen:
Viel Spaß dabei dich Stück für Stück mehr kennen und spüren zu lernen!
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Blog: https://angstundwunder.de/
Instagram: stefanie.dorneanu
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Musik: Forever Sunrise - by Jonny Easton
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Jeannine Mik ist eine echte Powerfrau, Mama von 2 Töchtern und hinter all ihrem Wirken hat sie einen großen Antrieb:
Sie möchte, dass Menschen, insbesondere ihre Zielgruppe der Mütter, rauskommen aus dem Funktionieren, um bewusst zu leben. Das meint, frei von automatisiertem Handeln verantwortungsvoll entscheiden zu können, wie das eigene Leben gestaltet werden kann.
Dafür geht Jeannine los und schreibt seit 2015 auf ihrem Blog Mini and Me über authentische Elternschaft und über das gleichwürdige Begleiten von Kindern.
2019 veröffentlichte Jeannine zusammen mit Sandra Teml-Jetter den Bestseller "Mama, nicht schreien!".
Offen und ehrlich schreibt sie hier über die Grenzerfahrungen und andauernde Überforderung, die sie als Mama bewegt haben.
"Wenn es hysterisch wird, dann ist es historisch", weiß Jeannine aus eigener Erfahrung. Denn heute weiß sie, was hinter den überforderten und hysterischen Ausbrüchen in der Begleitung ihrer ersten Tochter steckt.
In ihrem zweiten Buch "Keine Angst, Mama!" setzt Jeannine die Reise zu sich selbst fort. Motiviert von dem Wunsch, sich selbst eine Freundin und ihren Kindern die Mama zu sein, die sie sein möchte, berichtet sie über ihr eigenes Rendezvous mit der Angst und Panik, die sie auf dem Weg getroffen hat.
In diesem Interview sprechen wir über:
Es geht im persönlichen Wachstum darum zu lernen, auch mit dem Unangenehmen zu sitzen und eine mitfühlende Akzeptanz dafür zu entwickeln. Dabei liegt in der Selbsterfahrung und in dem Sich-selbst-erleben so viel Potential. Denn auch, wenn Kopf und Verstand oftmals schon wissen, dass starke Angst und Panikattacken dem Hier und Jetzt nicht entsprechen, weiß der Körper noch nicht Bescheid. Diesen in den Heilungsweg mit einzubeziehen ist deshalb so wahnsinnig lohnenswert.
Um für die eigenen Kinder gut da sein zu könne, hilft es immer wieder sich selbst und die eigenen Geschichte zu verstehen.
Wenn wir sehen und verstehen, was war und bereit sind neu zu entscheiden, neu zu handeln, dann wird es besser. Courage follows action. Denn den Weg in die Veränderung können wir uns nicht denken.
Wir müssen unseren Körper und unser System die neuen Entscheidungen spüren lassen.
Danke Jeannine, für ein authentisches Interview frei von Perfektion. Stillend mit ihrer kleinen Tochter auf dem Arm erzählt sie über ihren Weg raus aus Überforderung, Anspannung und Angst.
Und es wird deutlich, Jeannine lebt vor, wenn sie sagt:
"Seinen Weg gehen heißt nicht, den Kontakt abzubrechen, sondern im Kontakt bleiben."
Denn für wen all der Druck? Es lohnt sich den Anspruch abzulegen und das Leben über sich waschen zu lassen und sich dem Fluss hinzugeben.
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Musik:
Forever Sunrise - by Jonny Easton
Link: https://youtu.be/9Xndx7nhGAs
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