"Einhörner jagen, Bäume umarmen und Makramees knüpfen" - das war der Kulturwandel bei der Otto Group 4.0 schon mal nicht. Mit dem "Kulturwandel 4.0" hat es der Einzelhandelskonzern mit rund 52.000 Mitarbeitern weltweit geschafft, vom verstaubten Image und aus den roten Zahlen loszukommen und zum Vorzeigepionier der digitalen und kulturellen Transformation zu werden. Was dieser Weg bedeuten würde, konnte damals keiner ahnen. Nicht einmal der damalige Stratege Tobias Krüger, der mit seinen Kollegen sechs Meilensteine austüftelte und dem Vorstandsteam als Ausweg aus den roten Zahlen präsentierte. Am Startpunkt war also Powerpoint.
Seither, sagt Tobi Krüger im Podcast-Interview von "Arbeit mal anders", sei unglaublich viel passiert. Veränderung tut weh, denn man muss sich eben auch den unangenehmen Tatsachen stellen. Den großen und kleinen Konflikten, den Befindlichkeiten der Individuen und Teams, den unausgesprochenen Dingen, die nie wirklich funktioniert haben.
Kurz gesagt: eine schmerzhafte Zäsur, durch die man durchmuss - inklusive "Ehetherapie für den Vorstand", die CEO Alexander Birken verordnete.
"Wir haben viel gelernt und unsere Erfahrungen gemacht. Aber heute stehen wir vor neuen Herausforderungen und irren weiterhin durch den Nebel", sagt Tobi.
Im Podcast-Interview erzählt Tobi, wie er den rasanten Wandel mitgestaltet und erlebt hat, warum der Zufall ein wesentlicher Motor war, wie das Kulturteams alle Konzernfirmen und mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter nach und nach mitriss und warum der Widerstand der Belegschaft ein Mythos ist.
Also, hol dir einen Kaffee, spitz die Lauscher und lass dich inspirieren. Spoiler Alert: Blaupause gibt es keine. ;-)