Live-Stream. Podcast. Radio. Sendung vom 8. April 2021
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Union Busting-News mit Jessica Reisner: Bundesagentur für Arbeit bestätigt: Beitragszahler finanzieren Anwerbung von Erntehelfern aus Georgien | Freiwillige Tests = keine Tests? Kommt die Verflichtung für Tests am Arbeitsplatz? | Coronaschutz DB-Reisezentren : Berliner Behörde ignorierte Meldung von Mängel durch den Betriebsrat | Goethe-Universität Frankfurt/Gies - Universitäts-Kanzler Dr. Albrecht Fester lässt Reinigungskraft im Rechtsstreit um Betriebsübergang im StichInterview: Elmar Wigand spricht mit Anica, einer Aktivisten der Gruppe Tear Down Tönnies. Nach der Schlachthofbesetzung am 21. Oktober 2019 sehen sich die 9 Personen, die dort mit insgesamt rund 30 Protestierenden einen Tönnies-Schlachthof für mehrere Stunden stilllegten, Schadenersatzklagen und absurden Unterlassungsforderungen gegenüber.
Die Kellinghusener 9 machten mit ihrer Aktion auf Verstöße gegen Menschen- und Tierrechte durch Tönnies aufmerksam. Die Besetzung nur in einem Fall strafrechtlich verfolgt. Doch Tönnies hat mit der Kanzlei Eversheds Sutherland Schadenersatzklagen gestellt - z.B. sollen ihm pro nicht geschehener Schweineschlachtung 11,34 Euro Gewinn entgangen. Das lässt den Wert der Arbeit der Werkvertragsarbeiter:innen und auch der einzelnen Schweine erahnen. - Die Gerichtsverfahren finden nicht zentral im für Kellinghusen zuständigen Amtsgericht statt, sondern an den jeweiligen Wohnorten von neun Beteiligten. Ist dieses Vorgehen von Tönnies nicht extrem ungeschickt? Die vielen und langwierigen Gerichtsverfahren könnten eher für viel unerwünschte Aufmerksam sorgen. Und für eine große Solidarisierung mit den Aktivisten.
Mehr Infos / HIntergründe / Radio-Sendung mit Musik: https://arbeitsunrecht.de/arbeitsunrecht-fm-nr-14-union-busting-news-interview-tear-down-toennies/