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Algorithmen und maschinelles Lernen prägen inzwischen unseren Alltag. Auch in der wissenschaftlichen Forschung, etwa bei Gehirn-Maschine-Schnittstellen, ermöglichen sie innovative Ansätze. Ihre Anwendungen, wie beispielsweise in der Sprach- und Bilderkennung, kommen jedoch nicht vollständig ohne menschliche Kontrolle aus. Für einen verantwortungsvollen Einsatz bedürfen sie ethischer Erwägungen. Als Professor für Maschinelles Lernen am Einstein Center Digital Future und der Beuth Hochschule für Technik Berlin richtet Felix Bießmann seinen Blick auf die zugrundeliegenden Daten und fordert Transparenz in automatisierten Technologien.
Für die in diesem Jahr letzte Folge von #AskDifferent haben wir mit dem Vorstandsvorsitzenden der Einstein Stiftung Günter Stock über Freiheit und Verantwortung in der Forschung gesprochen. Als Mediziner und Pharmakologe gab Stock bereits in den 1990er Jahren entscheidende Impulse zur Entwicklung der Biotechnologie in der Region Berlin-Brandenburg. Im Podcast spricht er über die Entwicklung Berlins hin zur internationalen Wissenschaftsmetropole und lotet das Erfolgsmodell Public-Private-Partnership in der Forschung aus. Auch die Frage, was gute Wissenschaft auszeichnet, kommt nicht zu kurz: am Beispiel vom neuen Einstein Foundation Award erläutert unser Gast, wie man sie nachhaltig fördern kann.
For a special episode in the wake of the US presidential elections, we spoke with Richard Samuels, Professor of Political Science, Director of the Center for International Studies at MIT and Japanologist, about American national identity and the current role of the United States on the geopolitical stage. In a gripping conversation, the former Einstein Visiting Fellow points out the crucial role of local government in the era of fragile democracies, and shares his understanding of political science as a way of explaining rather than predicting political developments. Find out why, according to Samuels, anarchy in international affairs is endlessly fascinating, and what he thinks it takes to be a ”brave scholar”.
Irene Sibbing-Plantholt is passionate about micro-history: the multiple, often relatable stories of everyday life in a past era. As an Assyriologist and research associate at the Einstein Center Chronoi, Sibbing-Plantholt examines textual and archeological findings from Ancient Mesopotamia, mostly letters inscribed on clay tablets, some of them around 5000 years old. When she went to Syria for an excavation in 2004, she got inspired by the timelessness of the desert and decided to do further research on ancient concepts of lifetime and death.
Was haben Materialwissenschaften und Mathematik mit Medizin und Biochemie gemeinsam? Die Antwort darauf hat Georg Duda, Professor für Engineering Regenerative Therapies am Berlin Institute of Health: Die Verbindung dieser Bereiche verspricht ein tieferes Verständnis der Kräfte, die sich auf die Gewebe und Zellen auswirken. Duda ist auch Sprecher des Einstein-Zentrums für Regenerative Therapien, wo man den interdisziplinären Ansatz des Biothinking nutzt und bei der Heilung von Verletzungen oder degenerativen Erkrankungen wie Arthrose unter anderem auf die echte Wiederherstellung des Gewebes setzt.
Isabel Dziobek hilft mit ihrer Forschung Menschen des autistischen Spektrums. Dafür arbeitet die Professorin für Klinische Psychologie sozialer Interaktion an der Humboldt-Universität zu Berlin eng mit Betroffenen zusammen: Gemeinsam dekodieren sie die komplexe Sprache der Emotionen und entwickeln Hilfsmittel, um besser durch die tägliche Flut nonverbaler Kommunikation zu navigieren. Dziobek, die auch Mitglied am Einstein Center Neurosciences ist, setzt sich zudem als Mentorin engagiert für den wissenschaftlichen Nachwuchs – besonders den weiblichen – ein.
Einstein-Professor Markus Ralser ist Molekularbiologe und Experte der Stoffwechselforschung: eine wichtige Grundlagenforschung, die in den 1980ern zunehmend in den Hintergrund der Genetik rückte, jetzt aber eine Renaissance erlebt. Dabei liefert das Verständnis der Stoffwechselregulation entscheidende Erkenntnisse für zukünftige Therapien, etwa für Krebs- und Immunerkrankungen. Ralser gibt Einblick, wie Machine Learning heute zum Verständnis des Metabolismus beiträgt, und warum man nach einer anstrengenden Kanutour besser schläft.
Beschleunigung, Migration, Inflation: dass dies keine der Moderne eigenen Phänomene sind, wird im Gespräch mit Christoph Markschies, dem neuen Präsidenten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, schnell deutlich. Wenn der Professor für Christliche Antike von der Humboldt-Universität über Kultur, Politik und Krisen im Altertum erzählt, erscheint die ferne Geschichte bunt und greifbar und ist der Gegenwart gar nicht so fremd. Als Leiter des Einstein-Zentrums Chronoi bewegt Markschies sich unablässig zwischen den Zeiten – und schärft dabei unsere Perspektive auf die heutige Welt. Sein Auftrag als Wissenschaftler ist für ihn klar: einen Beitrag zu einer friedlichen und gerechten Gesellschaft leisten.
Welche Reaktion kann ein Buch beim Lesen hervorbringen? Setzt es Kreativität frei, oder schmerzt es? Für den Germanisten Michel Chaouli, Einstein Visiting Fellow an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule der FU Berlin, wird Literaturwissenschaft zum Experiment, der Text zum Labor. Mit seiner Forschung regt er an, nicht nur die ernsten, sondern auch die poetischen und spielerischen Seiten von Kritik zu entdecken. Der persönliche Zugang zur Kunst ist für ihn eine äußert intime Angelegenheit.
Inwieweit sich seelische Belastung und Traumata bei werdenden Müttern auf den Fötus und seine Entwicklung auswirken, ist bisher wenig erforscht. Claudia Buß, Professorin für Medizinische Psychologie an der Charité und am Einstein Center Neurosciences, will das ändern und geht den pränatalen Faktoren für Krankheit und Gesundheit auf den Grund.
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