
Sign up to save your podcasts
Or


Wenn wir vom Gegenteil sprechen meinen wir oft das genau Entgegengesetzte von Etwas. Dabei ist es gar nicht so klar, was das Gegenteil wirklich ist. Angenommen das Gegenteil - wörtlich genommen - ist alles ausser das, welches das Gegenteil definiert, dann wäre das Gegenteil der verbleibende Rest. Also habe ich ein schwarzweiss Bild, ist das Gegenteil des weissen Bereichs der schwarze. Einleuchtend. Und wenn das Bild mehrfarbig ist? Ist dann das Gegenteil des weissen Bereichs nur der schwarze oder alles, was nicht weiss ist, also der Rest ausser des weissen? Oder anders: was ist das Gegenteil eines kurzen Morgens? ein langer Morgen oder ein langer Abend oder ein kurzer Abend? Auf was bezieht sich hier der Begriff Gegenteil? Die Zeitdauer oder den Zeitpunkt oder beides? Wortspielerei? Ich denke nicht nur. Ich fordere Dich heraus, zu überlegen was das Gegenteil von gut ist: nur das offensichtlich Böse oder auch das unterlassene Gute?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich sehe vor mir ein Bild von einer Landschaft mit den typischen Häusern der Toscana… und sofort werden in mir nicht nur die Bilder dazu aus der Erinnerung wach, sondern ich empfinde auch passende Gerüche von italienischer Küche oder den frischen Kräutern, die dort wachsen, erinnere mich an den wehenden Wind und spüre die Wärme der Sonne nach. Auch der Klang von singenden Vögeln ist wie da und anderes mehr. Ich glaube das ist es, was eigentlich Erinnerung heisst. Im deutschen Wort „Erinnerung" steckt ja ansatzweise auch der Begriff „innen“ drin. So als gebe es in der Erinnerung eine gewisse Substanz, auf die man zurückgreifen könne. Ich vermute, dass genau dies auch der Beter meinte, wenn er formuliert „Lobe Gott meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Also versetze Dich selbst wieder in diesen Zustand der Dankbarkeit über vielleicht unerwartet oder unverdient Gutes, das Du erlebt hast. Manchmal braucht es dafür eine bewusste Entscheidung.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In der kühleren Jahreszeit ist eine Suppe etwas herrliches. Wäre da nicht… ab und zu das berühmte Haar in der Suppe. Das passende Sprichwort dazu meint, in etwas, das eigentlich sehr gut ist, dennoch etwas Negatives finden und betonen. Warum tun wir das eigentlich? Warum tun wir uns das eigentlich an? Wir könnten doch einfach - falls es überhaupt vorkommt - das Haar entfernen und weiter geniessen. Aber wir halten uns beim Haar auf. Wir sehen dahinter dann vielleicht noch fehlende Hygiene bei der Zubereitung oder Absicht oder es vergellt uns den gesamten Genuss etc. Ist das noch verhältnismässig? Und in manch anderen Lebensbereichen und -situationen tun wir es gleich. Etwas kleines Störendes verführt uns zu einer Generalaussage der Ablehnung und des Schlechtredens. Wir tun uns damit keinen Gefallen. Wir können uns entscheiden, dem Negativen so unverhälnismässig viel Raum zu geben oder uns bewusst für das Gute zu entscheiden. Was tust Du?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Vielleicht kennst Du den Begriff Blackbox. In diesem Kontext geht es darum, dass in eine Box was reingeht, darin passiert damit was und am Ende kommt was raus. Man weiss also nicht genau, was in der Box passiert, aber es passiert was mit dem eingegebenen und somit kommt etwas anderes heraus. Ein einfaches Beispiel ist ein Getränkeautomat: Geld rein und gewünschtes Getränk raus. Es können aber auch viel komplexere Prozesse sein mit Daten, die prozessiert werden und dann wertvolle Informationen liefern. Manchmal sind es aber auch Lebensumstände. Man erlebt etwas, das macht etwas mit einem und irgendwie hat es einen Effekt auf uns, den wir manchmal gar nicht so sehr verstehen. Das kann seelisch oder emotional sein. In einem Gebet formuliert daher der König David: „Durchforsche mich Gott und erkenne Mein Herz. Erkenne, wie ich es meine.“ Ich finde das ein schönes Gebet des Vertrauens, wenn ich mich mal selbst nicht verstehe.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich denke daran, wie sich die Art, wie wir kommunizieren - rein technisch - in den vergangenen Jahrzehnten enorm verändert hat. Ganz früher gab es ja fast nur das gesprochene Wort unter einander, dann natürlich auch das schriftliche in Form von Briefen, später die elektronische Übermittlung als Telegramm oder auch zum hören via Telefon mittels Überlandleitungen. Heute ist vieles ganz digital und man „telefoniert“ über das Internet oder kommuniziert viel über soziale Medien. Mir zeigen diese Entwicklungen zweierlei: zum einen, dass wir trotz aller Beschäftigung, Ablenkung, Unterhaltung etc. das starke Bedürfnis nach Austausch, Kommunikation haben. Zum andern, dass egal wie die Übermittlung oder Form auch sei, es zu Missverständnissen kommen kann, wir nach Ausdrucksformen suchen, wir ein starkes Bedürfnis haben, verstanden zu werden und dass am Ende die wertvollste Art immer noch die ist, die von Herz zu Herz geschieht. So eine wünsche ich Dir heute.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Speichen in einem Rad übertragen die Belastung der Radfelge auf die sich im Zentrum befindende Nabe. Damit wird die Felge entlastet und de Nabe übernimmt den gesamten Druck. Ist eine Speiche kaputt, kann sich das Rad verformen. Beim Fahrrad spricht man davon, dass ein Rad eine Acht hat und dann fährt man nicht mehr gleichmässig ruhig. Ist eine der Speichen in einem Rad beeinträchtigt, zum Beispiel gebrochen oder verbogen, wirkt sich das auf die anderen und deren Stabilität aus. Je mehr Speichen aber in einem Rad vorhanden sind, desto eher verträgt es eine defekte Speiche. So ist es auch in unseren sozialen Gefügen. Je besser wir eingebettet sind in gute und stabile soziale Beziehungen, desto besser geht es uns und desto besser kann der Alltagsdruck geteilt und aufgefangen werden. Für mich ist in diesem Bild die zentrale Nabe, die am Ende den gesamten Druck auffängt, Jesus, mit dem ich verbunden bin.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In der Natur gibt es angeblich bei einer Bedrohungslage zwei Alternativen für eine Reaktion: fight or flight wie es im Englischen heisst. Also: Kampf oder Flucht. Ich stelle mir vor, dass Tiere abschätzen: kann ich dieser Bedrohung gegenüber Herr werden oder verlasse ich die Situation schnellstmöglich? Instinktiv entscheiden sie sich dann. Als Menschen tun wir das wohl oft ähnlich. Wir stellen uns vielleicht die Frage: bin ich der Herausforderung gewachsen und nehme ich sie an oder ziehe ich mich zurück, verlasse diese Situation? Dies kann in Konflikten oder äusseren Bedrohungen sein. Und oft reagieren wir dann auch entsprechend. Ich meine, dass es aber noch eine dritte Möglichkeit gibt: statt nur Kampf oder Flucht gibt es noch Liebe. Speziell in Beziehungen und Konflikten. Von Gott heisst es, er lasse es über Gerechte und Ungerechte regnen und die Sonne scheinen. Er entfernt also das Böse nicht sogleich. Bemerkenswert. Mit seiner Liebe können Situationen anders bewältigt werden.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich war neulich in einer Technik fokussierten und experimentellen Ausstellung, wo man vieles ausprobieren konnte. Die eigene Wahrnehmung wurde dabei herausgefordert. Eindrücklich wurde gezeigt, wie leicht täuschbar sie ist. So leicht kann eine Realität vorgespielt werden, die so gar nicht existiert. Zum einen war das faszinierend, zum andern machte es mich nachdenklich. Meine Sinne sind zwar meine Hauptwahrnehmungsorgane und aufgrund ihrer Informationen verhalte ich mich - diese sind aber offenbar sehr leicht täuschbar. Dann unterliege ich dem Risiko falscher Entscheidungen. Dies geschieht nicht selten auch mit Falschinformationen der Medien oder im Tratsch. Meinungsbildung wird so ganz bewusst manipuliert. Aber gibt es denn wirklich einen objektiven Standpunkt der Wahrheit? Vielleicht. Jedenfalls mein Rat: trau nicht ausschliesslich Deiner Wahrnehmung und Erfahrung, sondern bezieh auch die Sichtweise und Weisheit anderer mit ein in Deiner Meinungsbildung.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wenn man Kekse backt, kann man mit entsprechenden Formen Prägungen auf die Kekse machen. Beispielsweise ein Bild oder Buchstaben. Dies kann auf zwei Arten erfolgen: eingeprägt, dann drücke ich das Bild in den Teig oder ausgeprägt, dann mache ich das Gegenteil: also die gesamte Oberfläche ausser dem Bild wird nach unten gedrückt. Im Englischen heisst es imbossed oder debossed. Beides sind Prägungen. Übertragen aufs Leben: ich kann mein Umfeld prägen über proaktives Handeln oder aber auch durch Zurückhaltung und indem ich anderen mehr Raum gebe. Beides - mit der richtigen Haltung - hat seine positive Wirkung. Für heute wünsche ich dir die Weisheit die beste und der Situation entsprechend korrekte Art zu wählen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Durch die Stadt, in der ich wohne, fliesst ein Fluss, der Rhein. Dort haben wir vier Fähren. Das sind kleine Boote, die nicht motorbetrieben sind, sondern allein durch die Strömung vom einen Ufer zum andern hin und her pendeln und so Personen von der einen Rheinseite zur andern bringen. Es ist etwas sehr gemächliches, gemütliches. Interessant ist: die Fähren können in beide Richtungen gleiten: nach links oder nach rechts ohne Motorbetrieb. Einzig die Strömung des Flusses ist wichtig als Antrieb. Und die Richtung wird durch das Ausrichten des kleinen Ruders am Ende des Bootes bestimmt. Kleines Teil mit entscheidender grosser Wirkung. So ist es auch mit unserem Denken: wie wir uns gedanklich ausrichten bestimmt letztlich unser Handeln. Bist Du Dir dessen bewusst? Nichts geschieht in dem Sinne einfach so oder zufällig. Du hast Einfluss und die Verantwortung dafür. Vielleicht ganz relevant für dich heute - um bewusst Einfluss auf Deine Handlungen und Dein Denken und damit Deine Umstände zu nehmen!
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
From the publisher's feed