🌫️🐒 Kapitel 21: Candle in the Mist
Kaum hat man den Elektroschock des Todes einigermaßen verknuspert, zieht auch schon der nächste Programmpunkt auf: giftiger Nebel. Klingt zwar erst mal ziemlich Standard, aber dieser farblich noch final zu bestimmende Nebel brennt, lähmt die Nerven und verwandelt vier mehr oder weniger fitte Tribute innerhalb kürzester Zeit in einen schlecht koordinierten Sack Kartoffeln.
Während Katniss versucht, alle ins Trockene zu bringen, stellt sich ein logistisches Problem: Peeta kann kaum laufen und Mags kann es noch weniger. Also wird von Finnick und Katniss getragen und schleppt, als gäb es kein Morgen mehr. Diese Taktik schreit geradezu nach einem Reality-Check und so wird mal eben die komplette Muskelsteuerung unserer Reisegruppe lahmgelegt.
Dann kommt der Moment, bei dem selbst der professionellste Hunger-Games-Zyniker kurz die Kaffeetasse abstellt und über der Brille hervorblinzelt: Mags küsst Finnick und marschiert einfach in den Nebel. Keine große Rede, kein dramatischer Monolog, kein „Es war mir eine Ehre“. Einfach Mags, Finnick, ein Kuss und anschließend der vermutlich schlimmste Spaziergang ihres Lebens. Oma hat genug gesehen und kündigt die Teilnahme an den Hungerspielen kurzerhand selbst.
Mit letzter Kraft schaffen Katniss, Peeta und Finnick es bis ans Wasser. Dort entdecken sie, dass Salzwasser offenbar das Gegenmittel zum toxischen Körperpudding ist. Also heißt es: rein ins Meer, Gift raus und erst einmal kollektiv darauf hoffen, dass die Spielmacher gerade Kaffeepause machen und sie zumindest mal kurz in Ruhe lassen.
Natürlich tun sie das nicht.
Denn kaum sind die drei wieder halbwegs funktionstüchtig, sitzen plötzlich Affen in den Bäumen. Sehr viele Affen, von der Sorte „besser nicht streicheln“. Leider sind diese Pavian-Halunken nicht angereist, um Bananen zu verteilen oder sich in Frieden häuslich niederzulassen. Nein, es sind riesige, aggressive Mutationen mit akutem Peeta-Problem.
Wir sprechen deshalb über Mags’ endgültigen Abschied, Finnicks emotionale Kernschmelze, Katniss’ erstaunlich konsequente Weigerung, Peeta einfach seinem Schicksal zu überlassen, die Frage, warum Peeta gefühlt jedes Kapitel einen neuen Grund findet, gerettet werden zu müssen, und natürlich über die Affen – also jene völlig normale Ergänzung eines Arenatages, der bereits mit Giftgas begonnen hat.
Außerdem geht es um die Morfixerin aus Distrikt 6, die plötzlich vom stillen Hintergrundcharakter zur menschlichen Schutzschildfunktion wechselt, um die bemerkenswerte Menge an Selbstaufopferung in diesem Kapitel und um die große Frage: Wie viele Menschen müssen sich eigentlich noch für Peeta vor irgendwelche Todesmaschinen werfen, bevor Katniss offiziell einen Personenschutzdienst gründet?
Also schnappt euch eure Salzbadewanne, haltet euch von nebligen Waldstücken fern und schaut verdächtigen Affen besser nicht zu lange in die Augen – wir haben schließlich gelernt: Diese Arena ist keine Safari-Zone!
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