Philipp Marty verantwortet das Marketing von und hat in seiner langjährigen Karriere bei Baloise diverse Produkte und neue Partnerschaften erfolgreich eingeführt und wo notwendig auch saniert. Nikolaus Sühr ist CEO und Mitgründer von KASKO und begleitet seit rund zehn Jahren Versicherer in Europa bei der Entwicklung und Operationalisierung neuer Produkte und Prozesse.
Gemeinsam blicken sie im Baloise KASKO Talk auf das Versicherungsjahr 2025 zurück, diskutieren, was 2026 bringt, und sprechen offen über KI, Kernsysteme, Vertrieb und echte Transformation in der Assekuranz. Dabei teilen sie First-Hand Erfahrungen aus Konzern- und Start-up-Perspektive und besprechen unter anderem, warum nach einem Jahrzehnt “digitaler Transformation” der Gap zwischen Marktanforderungen und Umsetzungsfähigkeit vieler Versicherer kaum kleiner geworden ist – und weshalb das aber auch noch kein Grund zur Panik ist.
Sie sprechen über regulatorische Veränderungen, steigende Schadenkosten, die Renaissance des persönlichen Vertriebs, die nüchterne Realität vieler Kernsystemprojekte und die Frage, wie KI im Versicherungskontext wirklich Wirkung entfaltet.
Besonders im Fokus: konkrete Wege, wie Versicherer KI operativ einführen können, ohne in großen Monolith-Projekten stecken zu bleiben.
Themen dieser Folge:
● Regulatorischer Druck und steigende Prämien im Motorfahrzeug- und Kompositgeschäft
● Kernsystem-Transformation: Monolith vs. Modularität und der reale Nutzen
● Bestandsorientiertes Geschäftsmodell und Herausforderungen in der Kundengewinnung
● Bedeutung des persönlichen Vertriebs für Loyalität und Profitabilität
● Insurtechs nach dem Hype: Von Disruption zu Partnerschaften
● KI in der Schaden- und Prozessautomation: Human-in-the-Loop und Einschwungteams
● KI im Führungsalltag: Voice-to-Text, E-Mail-Assistenz und Meeting-Strukturierung
● Marketingeffizienz: Inhouse-Kompetenzen, neue Kampagnenmodelle und der schrumpfende Agentur-ROI
Für Entscheiderinnen und Entscheider wird klar: Technologie allein löst wenig, wenn Organisation und Leadership nicht mitziehen. KI braucht strukturierte Einschwungphasen, dedizierte Teams und experimentelle Modularität statt groß angelegter Transformationsversprechen.
Parallel bleibt Vertrieb der stärkste Werthebel und wird durch KI eher verstärkt als ersetzt. Zudem zeigt sich: Führungskräfte müssen KI selbst aktiv nutzen, um fundierte Entscheidungen treffen und produktive Teams steuern zu können.
Hört jetzt rein und erfahrt mehr!