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By Annika Becker und Mara PfeifferSportsNewsSports NewsSoccer
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  • #77: Sport und Gewalt – Verantwortung zum Hinsehen

    Während die Nationalelf am DFB-Campus zusammenkommt, verkündet eine der ganz Großen ihr Karriereende: Almuth Schult. Wir sprechen über ihre Rolle über den Sport hinaus und schauen zudem auf Lina Magulls Abschied vom Nationalteam sowie den großen Umbruch.

    CW (sexualisierte) Gewalt: Wir sprechen über die aktuellen Recherchen von Correctiv zu einem übergriffigen Spielerberater, erinnern an einen ähnlichen Fall rund um einen Jugendtrainer, blicken auf Parallelen und thematisieren Vorwürfe gegenüber Profispielern: Es ist wichtig, dass all diese Themen ans Licht kommen.

    In den Blitznews reden wir über die Trainer*innenstühle der Bundesliga (f), die Offiziellen für die EM 2025 und Zuschauer*innenrekorde. Außerdem weisen wir euch auf die Trauerfeier für Doris Fitschen hin und schauen auf neue Ligen und Wettbewerbe. Ganz wichtig ist uns an diesem Aufnahmetag auch dies: Happy Trans Day Of Visibility!

    Den Kackspecht hat sich die FIFA redlich verdient dafür, dass sie die Afghanische Nationalelf nicht am Asia Cup und damit der WM 2027 teilnehmen lässt, weil der afghanische Verband diese aufgrund der Taliban-Herrschaft nicht anerkennt. Damit verpasst der Weltverband ein wichtiges Zeichen.

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    Shownotes/Links/Quellen
    • Almuth Schult verkündet ihr Karriereende
      https://www.dfb.de/news/almuth-schult-verkuendet-karriereende 
    • Lina Magull beendet ihre Karriere in der Nationalelf. Rich Laverty hatte kürzlich ein langes Taktik-IV mit ihr in seinem Bezahl-Newsletter
      https://richlaverty.substack.com/p/tactics-talk-with-lina-magull 
    • Schult und Magull werden beim Spiel in Wolfsburg verabschiedet
      https://www.sportschau.de/fussball/frauen-nationalmannschaft/lina-magull-beendet-dfb-karriere,magull-karriereende-100.html  
    • Aktueller Kader: AKB als Nummer Eins festgelegt, Franziska Kett erstmals eingeladen
      https://www.dfb.de/news/bundestrainer-christian-wueck-beruft-erstmals-franziska-kett 
    • Correctiv Recherche zu sexualisierter Gewalt im FdM
      https://correctiv.org/aktuelles/gewalt-im-sport/2025/03/26/gewalt-fussball-spielerberater/ 
    • Älterer Sport Inside Podcast zu einem anderen Fall, Vorgehensweise erschreckend ähnlich
      https://www.ardaudiothek.de/episode/wdr-5-sport-inside-der-podcast-kritisch-konstruktiv-inklusiv/sexueller-missbrauch-im-fussball-wenn-der-trainer-zum-taeter-wird/wdr-5/13324479/
    • Wer selbst Gewalt im Jugendfußball erlebt hat, kann sich anonym beim Team von Correctiv, 11 Freunde und Lokalmedien melden
      https://correctiv.org/themen/gewalt-im-jugendfussball/ 
    • Alina Schwermer zu sexualisierter Gewalt im Fußball und dem sehr lauten Schweigen
      https://taz.de/Sexualisierte-Gewalt-im-Profifussball/!6074381/ 
    • Wie gewalttätig ist der deutsche Sport?
      https://correctiv.org/aktuelles/gewalt-im-sport/2025/03/31/gewalt-im-sport-jeden-zweiten-tag-eine-neue-beratungsanfrage/
    • Die Liste der Offiziellen für die EM in der Schweiz ist veröffentlicht worden
      https://www.uefa.com/womenseuro/news/0297-1d68b522cde9-8731969a0d90-1000–referee-teams-appointed-for-uefa-women-s-euro-2025/
    • Vorerst keine weitere Aufstockung der Bundesliga (f)
      https://www.kicker.de/vorerst-keine-weitere-aufstockung-der-frauen-bundesliga-1096248/artikel 
    • DFB-Pokal Halbfinale HSV gegen Bremen mit 57.000 neuer Rekord im deutschen Vereinsfußball der Frauen
      https://www.dfb.de/news/57000-fans-rekordkulisse-beim-nordderby-im-dfb-pokalhalbfinale 
    • Theresa Merk hört nach der Saison beim SCF auf, Vertrag wird nicht verlängert und läuft aus
      https://www.scfreiburg.com/aktuell/nachrichten/frauen-maedchen/2024/25/news/sc-und-theresa-merk-trennen-sich-zum-saisonende/ 
    • Öffentliche Trauerfeier Doris Fitschen im Brentanobad am 11.4. ab 12 Uhr, man muss sich anmelden
      https://www.dfb.de/news/oeffentliche-trauerfeier-fuer-doris-fitschen 
    • Deutsche U17 (f) verpasst EM-Quali, bei der U19 entscheidet es sich jetzt im April
      https://www.dfb.de/news/nullnummer-gegen-oesterreich-u-17-juniorinnen-verpassen-em-quali 
    • Sam Kerr: gemeinsame Erklärung von mit dem Verband nach ihrem Freispruch vor Gericht
      https://www.theguardian.com/football/2025/mar/31/sam-kerr-matildas-captain-avoids-football-australia-sanction-captaincy-ntwnfb
    • Rassistische und transfeindliche Beleidigungen gegenüber Barbra Banda von den Rängen in der NWSL, sie ist wiederholt Ziel davon
      https://equalizersoccer.com/2025/03/24/nwsl-clubs-respond-to-hateful-language-directed-at-barbra-banda/
    • Kommentar dazu von Suzy Wrack
      https://www.theguardian.com/football/2025/mar/29/how-barbra-banda-got-caught-up-in-a-swirl-of-misinformation-and-double-standards 
    • Kanadas Nationalspielerin Vanessa Gilles, derzeit von Angel City an Lyon ausgeliehen, schließt eine Rückkehr in die USA für sich aus
      https://canadiansoccerdaily.com/2025/03/09/canada-star-vanessa-gilles-i-dont-see-myself-going-back-to-the-united-states-with-the-current-geopolitical-situation/ 
    • Mitte April geht erstmals die Northern Super League an den Start, ist die erste professionelle Liga für den FdF in Kanada
      https://canadasoccer.com/news/six-northern-super-league-clubs-receive-licensing/ 
    • England: Pläne der FA, die 3. bis 6. Ebene des Ligensystems im FdF zu erweitern, werden in ihrer jetzigen Form gestoppt
      https://www.theguardian.com/football/2025/mar/26/football-association-drops-plans-for-womens-football-pyramid-expansion
    •  World Sevens Football: Einige der besten Spielerinnen aus acht Vereinen aus aller Welt treten in einem dreitägigen Siebener-Fußballturnier an
      https://www.nytimes.com/athletic/6230521/2025/03/26/womens-soccer-world-sevens-football-explained/ 
    • Der 2. Jahresbericht der Meldestelle für Diskriminierung NRW liegt vor
      https://medif-live-3ea546b02c45431cac41ef3ac76a-8d3af3c.divio-media.com/filer_public/f6/f6/f6f616b4-6b02-408a-a1aa-42476d6ed093/medif-nrw_jahrebericht_2324.pdf 
    • Bundesliga folgt anderen großen europäischen Ligen und öffnet im Frühsommer ein zusätzliches Mini-Transferfenster
      https://sid.de/news/wegen-klub-wm-mini-transferfenster-auch-in-der-bundesliga/
    • Vereinswettbewerbs „(M)ein Verein gegen Rassismus“ von dsj und DOSB ist gestartet, die Bewerbungsfrist endet am 30. April 2025
      https://www.dsj.de/news/vereinswettbewerb-mein-verein-gegen-rassismus-jetzt-bewerben
    • Landgericht Dresden bestätigt final, dass die Telefonüberwachung eines Sozialarbeiters des Fanprojekts Leipzig im Jahr 2014 rechtswidrig war
      https://www.bag-fanprojekte.de/2025/03/12/gemeinsame-presseinformation-zur-rechtswidrigkeit-von-ueberwachungsmassnahmen-beim-fanprojekt-leipzig/
    • Beim UEFA-Kongress in Belgrad am 4. April stehen wieder Wahlen an fürs Executive-Committee, Lise Klaveness bewirbt sich
      https://www.uefa.com/news-media/news/0296-1d2277f2e76f-8e908adac22a-1000–candidates-for-election-to-the-uefa-executive-committee-at-t/
    • Aufstockung der Quote auf 2 Frauen war 2024 abgesegnet worden
      https://www.uefa.com/news-media/news/028a-1a21cd4cbec2-b3d7d1c4016e-1000–uefa-statutes-amended-to-include-a-minimum-of-two-women-o/
    • UEFA Women’s EURO 2025: Human rights declaration from key stakeholders
      https://www.uefa.com/womenseuro/news/0297-1d30843d95ff-095e8e149e42-1000–uefa-women-s-euro-2025-human-rights-declaration-from-key-st/
    • Erklärung im Detail
      https://documents.uefa.com/v/u/Strategy/UEFA-Women-s-EURO-2025-Human-Rights-Declaration-Online
    • Applaus vom Centre for Sport and Human Rights
      https://www.sporthumanrights.org/news/centre-welcomes-uefa-euro-2025-human-rights-declaration
    • Deloitte: Sport der Frauen wächst weiter, aber um vom eigenen Wachstum zu profitieren, braucht es Strukturen
      https://www.deloitte.com/uk/en/about/press-room/womens-elite-sports-revenues-to-surpass-us-dolar-two-point-three-five-billion-in-2025.html
    • … oder wie die tollen Menschen bei The Well HQ sagen: Where is all the money going?
      https://www.thewell-hq.com/newsletter/march-pee-pee-trees-meh-meh-menopause/
    • FIFA startet neue Turnierformate für Frauen
      https://www.fifa.com/en/news/articles/womens-champions-cup-club-world-cup-timelines-formats
    • Lese-, Hör- & Sehempfehlungen: Doku über TRUK United
      https://trukunitedfc.com/well-go-down-in-history 
    • Inga Hofmann: Geschlechtertests in der Leichtathletik wieder eingeführt, was das bedeutet und warum das höchst problematisch ist
      https://www.tagesspiegel.de/sport/verpflichtende-geschlechtertests-die-leichtathletik-stellt-frauen-unter-generalverdacht-13433938.html 
    • Mara beim ZDF Bolzplatz zur Saison von Mainz
      https://www.zdf.de/play/magazine/bolzplatz-fussball-bundesliga-analyse-100/mainz-05-bo-henriksen-nadiem-amiri-jonathan-burkardt-fussball-bundesliga-100?q=bolzplatz
    • … und mit einer Kolumne zu Vergleichen FdF und FdM
      https://web.de/magazine/sport/fussball/schluss-vergleichen-40815838 
    • Bolztribüne: Franzi hat den 1. Fanclub SGS Essen interviewt:
      https://bolztribuene.de/2025/03/28/spieltag-aus-sicht-der-fans-1-fanclub-sgs-essen/ 
    • Im aktuellen Newsletter von FKM ist ein lesenswertes Interview mit Khalida Popal, der ersten Kapitänin der Nationalelf Afghanistans
      https://news.fussballkannmehr.de/online.php?u=7y6k8Jo340
    • Ihr Buch “Meine wundervollen Schwestern” ist bei Edel Sports erschienen
      https://www.edelsports.com/book/meine-wundervollen-schwestern-klappenbroschur-9783985881239/
    • Kackspecht der Woche: Die FIFA lässt das afghanische Nationalteam erneut nicht für den Asia Cup zu – und damit nicht für die WM 2027
      https://bsky.app/profile/sportrightsall.bsky.social/post/3llct2mwkbk2l
    • Sport & Rights Alliance report ‘It’s not just a game. It’s part of who I am’: Afghan Women Footballers’ Fight for the Right to Play”
      https://sportandrightsalliance.org/wp-content/uploads/2025/03/SRA_Afghan-Women-Footballers-Report_online.pdf
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      Der Beitrag #77: Sport und Gewalt – Verantwortung zum Hinsehen erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

      1 hr 16 min
    • #76: Ein Abschied - Erinnerungen an Doris Fitschen

      „Unsere Herzen sind sehr schwer. Wir fühlen große Trauer.“ Mit diesen Worten bringt DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich das auf den Punkt, was viele Menschen empfinden angesichts des Todes von Doris Fitschen, die am Samstag gestorben ist.

      In den Nachrufen steht, dass die Gesamtkoordinatorin Frauenfußball des DFB ihren Kampf gegen den Krebs verloren hat. Das ist inhaltlich zwar richtig, doch die geübte Formulierung richtet den Fokus auf eine Niederlage, die sie nicht abwenden konnte. Fitschen aber war eine Macherin und, so sagen es enge Weggefährt*innen, bis zuletzt eine, für die das Glas immer „halb voll“ war. Wir wollen deshalb über ihre gewonnenen Kämpfe reden.

      Dafür haben wir Nachrichten von unseren Hörer*innen ebenso gesammelt wie von Personen, die einen Stück des Weges mit Fitschen gegangen sind. Entstanden ist so ein Rückblick auf das Leben einer Person, die den Fußball der Frauen auf und neben dem Platz geprägt hat, wie kaum eine Zweite. Danke allen, die dazu beigetragen haben.

      Wenn ihr parallel zum Hören oder im Nachgang Fotos zu einigen Stationen ihres Lebens anschauen möchtet, gibt es hier eine Bilderstrecke.

      Unser Beileid gilt Doris Fitschens privatem Umfeld, ihren Kolleg*innen und allen, denen sie besonders fehlen wird.

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      • Bilderstrecke
        https://bolztribuene.de/2025/03/18/in-erinnerung-an-doris-fitschen-bilderstrecke/
      • Pressemitteilung des DFB
        https://www.dfb.de/news/dfb-trauert-um-doris-fitschen 
      • Nachruf von Frank Hellmann in der Berliner Morgenpost
        https://www.morgenpost.de/incoming/article408566636/doris-fitschen-viel-mehr-als-der-weibliche-beckenbauer.html 
      • Nachruf von Marco Fuchs im Spiegel
        https://www.spiegel.de/sport/fussball/doris-fitschen-ist-tot-die-anfuehrerin-nachruf-auf-die-deutsche-fussballikone-a-b3776cc2-abec-4a53-9297-2a02d4d2ed49 
      • Nachruf von Martin Einsiedler im Tagesspiegel
        https://www.tagesspiegel.de/sport/zum-tod-von-doris-fitschen-chefin-strategin-pionierin-des-deutschen-frauenfussballs-13376464.html 
      • Nachruf bei Queer.de
        https://www.queer.de/detail.php?article_id=52963 
      • Doris Fitschen in der Hall of Fame des Deutschen Fußballmuseums
        https://www.fussballmuseum.de/hall-of-fame/doris-fitschen 
      • Nachruf von Eintracht Frankfurt zur ehemaligen FFC-Spielerin Fitschen
        https://frauen.eintracht.de/news/eintracht-frankfurt-trauert-um-doris-fitschen-166700/ 
      • Nachruf Bayern München
        https://fcbayern.com/frauen/de/news/2025/03/fcb-frauen-trauern-um-doris-fitschen 
      • Instagram-Posting von Jennifer Tietjen-Prozzo
        https://www.instagram.com/p/DHQ9qJxO5VK/?hl=de&img_index=1 
      • Portrait von vor der WM 2023, Tammo Blomberg, Die Zeit
        https://www.zeit.de/2023/31/frauen-fussball-emanzipation-wm-kaffeeservice 
      • Interview im DLF aus dem Jahr 2021
        https://www.deutschlandfunkkultur.de/fussball-managerin-doris-fitschen-wir-sollten-uns-mit-den-100.html
      • Trauer beim Jugendverein
        https://www.kreiszeitung.de/sport/lokalsport/kreis-rotenburg/westerholzer-weggefaehrten-erinnern-sich-an-doris-fitschen-93631566.html
      • Transkription der Episode anzeigen

        Annika Becker
        0:00:20–0:00:27
        Ja, hallo und herzlich willkommen zu Folge Nummer 76 von Becker und Pfeiffer, der Fußball-Podcast.
        0:00:28–0:00:32
        Mein Name ist Annika Becker und ich spreche wie immer mit der lieben Mara Pfeiffer.
        0:00:32–0:00:34
        Hallo erstmal, liebe Mara.
        Mara Pfeiffer
        0:00:34–0:00:37
        Hallo, liebe Annika. Hallo, liebe Zuhörer*innen.
        Annika Becker
        0:00:37–0:00:42
        Und wie ihr vermutlich auch schon am Titel der Folge gesehen haben werdet,
        0:00:42–0:00:48
        haben wir heute eine Sonderfolge aus traurigem Anlass,
        0:00:48–0:00:53
        weil Doris Fitschen verstorben ist und wir uns gedacht haben,
        0:00:54–0:01:00
        dass wir diese Folge gerne ihr widmen möchten, ihrem Leben, ihrem Wirken und
        0:01:00–0:01:02
        das machen wir auch nicht komplett alleine.
        0:01:02–0:01:05
        Wir haben im Laufe der Sendung, das kann ich glaube ich schon mal verraten,
        0:01:06–0:01:13
        immer mal kurze Einspieler von verschiedenen Personen, die ihr im Leben begegnet
        0:01:13–0:01:18
        sind und auch von Leuten, die einfach ihre persönlichen Eindrücke teilen.
        0:01:20–0:01:25
        Und wir unterhalten uns heute über Doris und erinnern uns an sie.
        Mara Pfeiffer
        0:01:25–0:01:31
        Das war uns nämlich wichtig, zum einen das tatsächlich zu machen in einer monothematischen
        0:01:31–0:01:39
        Folge und zum anderen aber auch eben nicht einfach nur biografische Daten zu erzählen.
        0:01:39–0:01:44
        Wobei, wenn man da ein bisschen tiefer sucht, das werdet ihr feststellen,
        0:01:44–0:01:47
        findet man auch die eine oder andere wirklich schöne Anekdote.
        0:01:48–0:01:52
        Aber uns ist es ja beiden dann auch immer wichtig, eben sowohl Weggefährt*innen
        0:01:52–0:01:57
        zu Wort kommen zu lassen, als auch Personen, die eben sie auch wahrgenommen
        0:01:57–0:02:00
        haben als Spielerin und als Funktionärin.
        0:02:00–0:02:02
        Wir haben so ein bisschen drüber nachgedacht.
        0:02:02–0:02:07
        Also natürlich, Annika hat es gerade schon gesagt, es ist ein trauriger Anlass.
        0:02:08–0:02:13
        Und Mitte 50 an Krebs zu sterben ist einfach sehr beschissen.
        0:02:14–0:02:22
        Trotzdem wollen wir auch die positiven Sachen, die sie in ihrem Leben geleistet
        0:02:22–0:02:25
        und erlebt hat, ganz klar in den Vordergrund stellen.
        0:02:25–0:02:28
        Ich fand es sehr bezeichnend, dass man,
        0:02:29–0:02:32
        wenn man Texte zu ihr liest oder auch Interviews mit ihr liest,
        0:02:32–0:02:39
        immer wieder eben über dieses Zitat stolpert, was ja auch beim DFB in der Pressemeldung
        0:02:39–0:02:42
        auftaucht, dass das Glas für sie immer halb voll war.
        0:02:42–0:02:45
        Also wohl dann auch zuletzt noch mit der Krankheit.
        0:02:46–0:02:52
        Man findet diese Aussage über sie und von ihr aber auch eben schon lange vor der Diagnose.
        0:02:52–0:02:58
        Und deswegen erlaube ich mir, mit einer etwas leichteren Anekdote einzusteigen.
        0:02:59–0:03:03
        Viele von euch haben das, glaube ich, mittlerweile über die sozialen Medien mitbekommen.
        0:03:03–0:03:10
        Ich bin ja gerade umgezogen aus großen privaten Veränderungsgründen und so ein
        0:03:10–0:03:15
        Umzug ist eine extrem nervige und stressige Angelegenheit, finde ich,
        0:03:16–0:03:19
        wenn man den so neben allem anderen irgendwie auch noch durchführen muss.
        0:03:19–0:03:23
        Und als ich hier angefangen habe in der neuen Wohnung, in der ich jetzt
        0:03:24–0:03:28
        mittlerweile seit etwas über einer Woche bin, kann ich ja auch noch sagen, am 9.3.
        0:03:29–0:03:32
        umzuziehen. Das war eher Zufall, dass es dann auf diesen Tag gefallen ist,
        0:03:33–0:03:35
        war mir natürlich auch ein inneres Blumenpflücken.
        0:03:36–0:03:40
        Und hier wurden irgendwann mal Fliesen verlegt im Eingangsbereich,
        0:03:41–0:03:46
        offensichtlich ohne genau abzumessen, dass da hinterher noch alle Türen drüber
        0:03:46–0:03:50
        gehen, ohne die Fliesen zu zerkratzen.
        0:03:50–0:03:54
        Und dann habe ich überlegt, es gibt doch diese Teile, die man irgendwie bei
        0:03:54–0:04:00
        der Tür auf die Zargen macht, damit die Tür halt wieder ordentlich auf und zu geht.
        0:04:00–0:04:04
        Und darüber habe ich mich mit Annika ausgetauscht und Annika hat mir dann mit
        0:04:04–0:04:08
        großer Begeisterung geschrieben, dass die Fitschenringe heißen.
        0:04:08–0:04:16
        Und das, also abgesehen davon, dass wir tatsächlich Mitte Januar bei einer Veranstaltung
        0:04:16–0:04:19
        Doris beide nochmal kurz gesehen haben,
        0:04:19–0:04:23
        ohne natürlich wissen zu können, dass es das letzte Mal ist,
        0:04:24–0:04:28
        habe ich halt wirklich vor zehn Tagen im Baumarkt gestanden,
        0:04:28–0:04:32
        vor dem Regal mit diesen Fitschenringen und mir halt total einen Wolf gefreut
        0:04:32–0:04:35
        und an sie denken müssen.
        0:04:36–0:04:44
        Das vielleicht mal zum Einstieg. Ich würde vielleicht mal loslegen mit den biografischen Daten auch.
        0:04:44–0:04:50
        Wir haben uns das so gedacht, wir erzählen ihr Leben so ein bisschen nach anhand dessen,
        0:04:50–0:04:54
        was natürlich auch öffentlich bekannt ist oder was es eben so an Anekdoten zu
        0:04:54–0:05:00
        uns geschafft hat und unterbrechen das quasi immer wieder mit den Einspielungen
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        von Sprachnachrichten, die wir bekommen haben.
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        Oder teilweise haben wir auch Textnachrichten bekommen, die würden wir euch dann vorlesen.
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        Was ich sehr schön fand, wir verlinken euch natürlich auch viele,
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        viele Texte über sie in den Shownotes, war, also das in einer lokalen Zeitung von ihr,
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        aus ihrer Heimatregion eben auch heute direkten Text erschienen ist,
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        wo man nachlesen konnte, sie wurde ja im Oktober 1968 geboren in Zeven und ist
        0:05:27–0:05:31
        aufgewachsen in Osenhorst auf dem Bauernhof ihrer Eltern.
        0:05:31–0:05:37
        Und sie hat selber mal in einem Interview gesagt, dass ihre Eltern überhaupt
        0:05:37–0:05:40
        nicht so begeistert davon waren, dass sie Fußball spielen wollte,
        0:05:40–0:05:44
        sondern dass sie am Anfang im Gegenteil versucht haben, das zu verbieten.
        0:05:44–0:05:50
        Und es gab einen Lehrling auf dem Hof ihrer Eltern, der aber dem Ehepaar Ratjhen, Inge
        0:05:50–0:05:54
        und Fritz Rathjen, die damals beim FC Hesedorf den Mädchenfußball gerade
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        an den Start gebracht haben, den Tipp gegeben haben,
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        dass sie gut mit dem Ball sei, als kleines Mädchen schon.
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        Und Fritz Rathjen hat jetzt zum Anlass ihres Todes gesagt: "Da haben wir sie dann eingefangen".
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        Also, sie sind dann dahin und haben sie quasi vom Hof weg gescoutet.
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        Die beiden haben sowieso eine große Rolle gespielt, in
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        der Anfangszeit ihrer Karriere haben sie auch viel gefahren zu Trainings
        0:06:23–0:06:25
        und zu Auswahlturnieren.
        0:06:25–0:06:30
        Und Inge Rathjen erzählt eben in diesem Artikel auch,
        0:06:30–0:06:36
        dass sie als Doris Fitschen dann 2001 nochmal für einige Monate in den USA gespielt
        0:06:36–0:06:42
        hat, von ihr auch nochmal dorthin eingeladen wurden, um sie da spielen zu sehen.
        0:06:42–0:06:46
        Und weil die Mädels damals nicht vom Fleck weg total torgefährlich waren,
        0:06:47–0:06:53
        hat Fritz Rathjen dann ausgelobt, dass für jedes Tor die Mädels zwei Mark bekommen haben.
        0:06:53–0:06:59
        Das heißt, dann hat sie damals als Neunjährige ihr Geld mit Toren verdient.
        0:06:59–0:07:04
        Und er hat über sie gesagt, sie war die Kleinste und Zierlichste,
        0:07:04–0:07:09
        aber das Talent hat man ihr gleich angesehen und Angst vor den Großen hatte sie keineswegs.
        Annika Becker
        0:07:09–0:07:14
        Sie hat auch angefangen übrigens tatsächlich im Sturm zu spielen, ganz am Anfang.
        0:07:14–0:07:17
        Also später im Laufe der Karriere war das dann nicht mehr so.
        0:07:17–0:07:24
        Da war es dann in der Innenverteidigung oder man würde sagen Libero oder Libera-Rolle,
        0:07:24–0:07:26
        Mittelfeld teilweise auch.
        0:07:27–0:07:31
        Da werden wir auch später noch ein bisschen was dazu hören. Ich würde sagen,
        0:07:31–0:07:36
        wir hören jetzt vielleicht mal die erste Nachricht, die wir bekommen haben und
        0:07:36–0:07:43
        die ist von Sabine Mammitzsch, DFB-Vizepräsidentin Frauen- und Mädchenfußball,
        0:07:43–0:07:46
        die sich heute vom Flughafen gemeldet hat.
        Sabine Mammitzsch
        0:07:47–0:07:52
        Der Verlust von Doris ist nicht in Worte zu fassen. Es schmerzt.
        0:07:52–0:07:56
        Sie fehlt einfach. Es ist für mich auch überhaupt noch nicht realisierbar.
        0:07:56–0:08:04
        Ich habe Doris vor über 30 Jahren als aktive Spielerin kennengelernt und unsere
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        Wege haben sich immer wieder gekreuzt bis hin zu unserer gemeinsamen Vision FF27,
        0:08:10–0:08:16
        als sie als Gesamtkoordinatorin und ich als zuständige Vizepräsidentin an einer
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        Strategie gemeinsam gearbeitet haben.
        0:08:18–0:08:24
        Ich habe sie immer als empathisch, zielstrebig, kompetent, humorvoll und als
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        liebenswert geschätzt und kennengelernt und begleitet.
        0:08:29–0:08:31
        Eben ein sehr besonderer Mensch.
        0:08:34–0:08:40
        In ihrem Sinne werden wir uns als DFB für den Frauenfußball mit Überzeugung
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        und Kraft auch weiterhin einsetzen.
        Annika Becker
        0:08:43–0:08:50
        Wie Mara gerade schon erzählt hat, waren Doris Fitschens Eltern keine großen
        0:08:50–0:08:56
        Fußballfans und hatten anfangs nicht wirklich Verständnis dafür,
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        dass ihre Tochter Fußball spielen wollte.
        0:08:58–0:09:05
        Nichtsdestotrotz kam es dann zusammen mit den Rathjens zum Wechsel zur TuS Westerholz.
        0:09:05–0:09:09
        Das war sportlich auch durchaus erfolgreich.
        0:09:09–0:09:13
        Über mehrere Aufstiege ging es hoch bis in die Landesliga.
        0:09:13–0:09:20
        Es gibt ein Zitat von Mitspielerin Iris Schmökel und zwar, Zitat,
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        "1986 wurden wir DANA-Cup Sieger vor großer Kulisse.
        0:09:26–0:09:31
        Doris als Ausnahmespielerin, die in den Finalspielen einen Strafstoß verursachte,
        0:09:31–0:09:37
        sich selbst die Torwarthandschuhe anzog und den Strafstoß hielt. " Das
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        stelle ich mir sehr legendär vor.
        0:09:40–0:09:46
        Ich glaube, also wenn sowas in der heutigen Zeit mit den heutigen Medien und
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        Social Media passieren würde, würden sich da alle so mindestens mal eine ganze
        0:09:50–0:09:53
        Woche lang über nichts anderes unterhalten wahrscheinlich.
        Mara Pfeiffer
        0:09:54–0:09:57
        Das ist quasi Ann-Katrin Berger andersrum.
        Annika Becker
        0:09:57–0:09:59
        Ja, ja. (Lachen)
        Mara Pfeiffer
        0:09:59–0:09:59
        Ja,
        0:10:02–0:10:09
        sie ist dann 1988 nach Wolfsburg gegangen und hat da für VfR Eintracht Wolfsburg
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        gespielt und dort auch den Start der Bundesliga erlebt.
        0:10:13–0:10:18
        1991/1992 war sie dann Top-Torschützin der Nordgruppe mit 16 Treffern.
        0:10:18–0:10:24
        Und wie das ja heute noch vielfach so ist, hat sie nebenher eine Berufsausbildung
        0:10:24–0:10:27
        gemacht nach dem Abitur zur Industriekauffrau.
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        1992 ist sie dann zum TSV Siegen gewechselt.
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        Es hat, finde ich, schon immer so eine besondere Einordnung fast von sich aus,
        0:10:40–0:10:46
        wenn man Biografien von Spielerinnen aus dieser Zeit liest und eben mit Vereinsnamen,
        0:10:46–0:10:52
        die heute alle so nicht mehr existieren oder diese Rolle eben nicht mehr spielen im Fußball der Frauen.
        0:10:52–0:10:58
        Mit dem TSV Siegen ist sie zweimal Meisterin geworden und hat einmal den DFB-Pokal gewonnen.
        0:10:58–0:11:04
        1995 hat sie sich dann das Kreuzband gerissen und musste, wobei wir zu ihrer
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        Nationalelf-Karriere gleich noch kommen, eine EM und eine WM von der Tribüne aus schauen.
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        Und 1996 kam dann eben der Wechsel zu SG Praunheim.
        0:11:14–0:11:21
        Da gab es 1999 den Doublesieg, schon als 1. FFC Frankfurt und 2000 wurde
        0:11:21–0:11:23
        dann der DFB-Pokal gewonnen.
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        Und was da vielleicht noch ganz spannend ist, also 1996 ist sie dahin gewechselt
        0:11:27–0:11:32
        und 1997 hatte sie ein Angebot nach Japan zu wechseln.
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        Und da aber der DFB damals damit gedroht hat,
        0:11:36–0:11:40
        dass Spielerinnen, die im Ausland sind, nicht mehr berufen würden für die Nationalelf,
        0:11:40–0:11:46
        hat sie darauf tatsächlich verzichtet und hat dann stattdessen den Vertrag in
        0:11:46–0:11:48
        Frankfurt eben verlängert.
        0:11:48–0:11:52
        Und sie hatte in Siegen schon angefangen, BWL zu studieren, hat das in Frankfurt
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        dann fortgeführt und dann aber auch angefangen, schon beim DFB zu arbeiten.
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        Aber wo wir jetzt gerade beim SG Praunheim sind, Annika, magst du vielleicht
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        mal anfangen, die Erinnerungen von Carmen Heller aus dieser Zeit vorzulesen?
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        Ja, und das ist was, was man, finde ich, in all diesen sowohl Nachrufen als
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        auch in den Nachrichten, die wir jetzt bekommen haben, sehr deutlich eben raushört,
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        diese große Liebe für diesen Sport.
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        Wenn wir mal zurückgehen in ihre Vita, dann ist es tatsächlich so,
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        dass sie als 17-Jährige schon in die Nationalelf gekommen ist, 1986.
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        Insgesamt hat sie 144 Spiele im Nationaldress absolviert und sie hat mal in
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        einem Interview erzählt, dass es schwierig war tatsächlich in der Schule,
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        weil natürlich die Freistellung für die Nationalelf, also die Berufung dann
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        häufig eben in ganz normale Schulzeit gefallen ist.
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        Und ihr Klassenlehrer da überhaupt nicht begeistert von war.
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        Aber sie hat dann gesagt, sie hatte das große Glück, dass der Direktor ihrer
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        Schule ein absoluter Fußballfan war und dann erwirkt hat, dass sie da eben tatsächlich hinkonnte.
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        Ihre Trikotnummer war die 5 und sie gehörte zu dem Team, das 1989 eben die EM
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        in Deutschland, also die Heim-EM gewonnen und damals das legendäre Kaffeeeservice bekommen hat.
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        Und ist damit auch sehr selbstironisch umgegangen, hat auch vor gar nicht allzu
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        langer Zeit mal nochmal ein Shooting da mit gehabt,
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        wo sie also zu dem Interview und dem Shooting mit ihrem Original-Kaffeeservice
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        in einer Tasche schön irgendwie ordentlich eingepackt, die einzelnen Teile angereist ist.
        0:16:07–0:16:11
        Insgesamt ist sie viermal Europameisterin geworden als Spielerin und das,
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        obwohl sie eben, wie gesagt, die eine EM dann verletzt verpasst hat.
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        Sie hat mal gesagt, die EM 1989 war schon etwas Besonderes.
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        Das Halbfinale damals gegen Italien war das erste Spiel überhaupt von den DFB-Frauen,
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        das jemals im TV übertragen wurde.
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        Den Sieg im Elfmeterschießen sahen damals mehr Zuschauer*innen als parallel ein
        0:16:31–0:16:35
        Spiel von Steffi Graf, das also auf einem anderen Sender lief.
        0:16:36–0:16:43
        Also plötzlich gab es da dieses Team aus Frauen, die eben auch Fußball gespielt haben.
        Annika Becker
        0:16:43–0:16:48
        Das Finale von der EM gegen Norwegen fand ja in Osnabrück statt,
        0:16:48–0:16:52
        was aus heutiger Sicht, glaube ich, auch, also es wäre eine gute Quizfrage,
        0:16:52–0:16:56
        weil ich kann mir vorstellen, dass Menschen, die das nicht so aktiv miterlebt
        0:16:56–0:17:00
        oder mitverfolgt haben, das nicht unbedingt wissen, dass es in Osnabrück mal ein EM-Finale gab.
        0:17:00–0:17:04
        23.000 Menschen waren da und Doris
        0:17:04–0:17:09
        Fitschen war mit 20 Jahren die jüngste Spielerin des gesamten Turniers.
        0:17:09–0:17:15
        Sie hat in einem Artikel, den ich auch gelesen habe, zur Vorbereitung erzählt,
        0:17:15–0:17:21
        dass es sich unfassbar besonders angefühlt hat, weil die Spielerinnen standen
        0:17:21–0:17:23
        auf dem Platz und es sollte eigentlich demnächst losgehen.
        0:17:23–0:17:27
        Und dann gab es aber vom Stadionsprecher noch eine Durchsage,
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        der die Zuschauer*innen gebeten hat, noch enger zusammenzurücken,
        0:17:31–0:17:36
        weil draußen vor dem Stadiontor noch so viele Leute warten, dass sie reinkommen
        0:17:36–0:17:37
        können, um dieses Spiel zu sehen.
        0:17:38–0:17:42
        Was ja auch, also sie hat es so erzählt, dass sie eben in den Wochen davor ja
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        vielleicht so vor 50 oder mal maximal mehreren hundert Leuten gespielt haben.
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        Und auf einmal hast du da 23.000 Leute.
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        Das ist ja dann wirklich auch eine Hausnummer.
        Mara Pfeiffer
        0:17:51–0:17:58
        Ja, auf jeden Fall. Und einer, der früh aufmerksam geworden ist auf Doris Fitschen,
        0:17:58–0:18:05
        der sie dann lange als Manager begleitet und ihre Karriere dann an der einen
        0:18:05–0:18:10
        oder anderen Stelle natürlich auch mitgeprägt hat, ist Siegfried genannt
        0:18:10–0:18:16
        Siggi Dietrich, der lange ja den Fußball der Frauen in Frankfurt
        0:18:16–0:18:18
        eben auch mitgeprägt hat.
        0:18:18–0:18:24
        Und aus dem Nachruf der Eintracht lesen wir euch jetzt mal seine Worte vor.
        0:18:25–0:18:29
        "Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer habe ich von Doris Fütschens Tod erfahren.
        0:18:30–0:18:34
        Ich durfte als Manager der SG Braunheim und des 1. FFC Frankfurt sowie zeitweise
        0:18:34–0:18:39
        als ihr persönlicher Berater Doris Weg seit ihrem Wechsel 1996 nach Frankfurt begleiten.
        0:18:40–0:18:44
        Und habe sie als großartige Persönlichkeit und Weltklasse-Fußballerin kennengelernt.
        0:18:44–0:18:49
        Doris war bis zuletzt in ihren verschiedenen Funktionen beim DFB die richtungsweisende
        0:18:49–0:18:53
        Initiatorin vieler Entwicklungen im deutschen und internationalen Frauenfußball,
        0:18:53–0:18:55
        dem sie immer mit viel Herzblut verbunden war.
        0:18:56–0:19:00
        Sie wird für immer eine Legende unseres Sports und ein Teil der großen Frankfurter
        0:19:00–0:19:02
        Frauenfußball-Erfolgsgeschichte bleiben.
        0:19:02–0:19:07
        Ich werde Doris als grandiose Spielerin, starke Macherin und wunderbaren Menschen
        0:19:07–0:19:10
        vermissen, der leider viel zu früh von uns gegangen ist."
        Annika Becker
        0:19:10–0:19:16
        Wenn wir zurück zur Biografie kommen, dann folgte als nächste größere Station
        0:19:16–0:19:20
        1991 die erste WM in China.
        0:19:21–0:19:27
        Und ich denke, wenn ihr auch nur einen der Nachrufe gelesen habt,
        0:19:27–0:19:31
        dann wird euch das wahrscheinlich begegnet sein, dieser Vergleich,
        0:19:31–0:19:36
        der von genau diesem Turnier stammt, sie sei der "weibliche Beckenbauer",
        0:19:37–0:19:42
        was von einem Journalisten bei diesem Turnier stammte,
        0:19:42–0:19:50
        der eben fasziniert war von ihrer Größe und dass sie eben so dieselbe Position
        0:19:50–0:19:54
        gespielt hat, aber so richtig hundertprozentig passte das nicht.
        0:19:54–0:19:59
        Und ich glaube, wenn man auch schon vorher sie selber darauf angesprochen hat,
        0:19:59–0:20:00
        das findet man in sehr vielen Berichten wieder,
        0:20:01–0:20:04
        dann hat sie selber sich zwar irgendwie geschmeichelt gefühlt davon,
        0:20:04–0:20:07
        aber sich nicht so richtig damit wohl gefühlt, zumal das ja auch sowas ist,
        0:20:07–0:20:10
        was inzwischen eigentlich wirklich auch gar nicht mehr gemacht wird,
        0:20:10–0:20:13
        dass man über Spielerinnen so drüber stülpt,
        0:20:14–0:20:20
        dass es "die weibliche Messi" oder "die weibliche Beckenbauer" ist, wiein diesem Fall.
        Mara Pfeiffer
        0:20:20–0:20:26
        Ich finde ja, da bist du sehr optimistisch, weil das wird ja teilweise leider
        0:20:26–0:20:27
        Gottes schon noch gemacht.
        0:20:27–0:20:31
        Aber der Witz ist halt, dass Doris Fitschen ja eine von den Personen ist,
        0:20:31–0:20:34
        die sich immer total dafür eingesetzt hat, dass diese Vergleiche nicht gezogen werden.
        0:20:35–0:20:40
        Jetzt könnte man natürlich witzeln mit "von hinten mit den kurzen Haaren und der 5" und so.
        0:20:40–0:20:47
        Aber ja, da habe ich heute drüber nachdenken müssen, als dieser Spot vom DFB veröffentlicht wurde.
        0:20:48–0:20:54
        Mit dem Legendentrikot haben sie ja wirklich, muss man sagen,
        0:20:55–0:20:56
        also das kann schon was, dieses Video.
        0:20:57–0:21:00
        Und dann schaut es euch mal an.
        0:21:00–0:21:04
        Es gibt dann die Szene, wo es quasi so darum geht, wir müssen noch so ein bisschen
        0:21:04–0:21:05
        Legende mit reinmischen.
        0:21:06–0:21:09
        Dann wird da halt so dieses große Trikot mit der 5 aufgebläht.
        0:21:09–0:21:13
        Und das war heute natürlich auf eine Art total passend, auch wenn leider ziemlich
        0:21:13–0:21:16
        sicher nicht Doris Fitschen damit gemeint war.
        Annika Becker
        0:21:16–0:21:18
        Ja, das stimmt.
        Mara Pfeiffer
        0:21:18–0:21:23
        Apropos Legende, natürlich gehört sie zu den Legenden des Fußballs der Frauen
        0:21:23–0:21:30
        ganz eindeutig dazu und sie war tatsächlich 1997 auch die erst vierte Frau,
        0:21:30–0:21:35
        die das hundertste Spiel im DFB-Dress, da sind wir wieder, gemacht hat,
        0:21:35–0:21:37
        nämlich nach Silvia Neid,
        0:21:38–0:21:40
        Martina Voss und Heidi Mohr.
        0:21:40–0:21:49
        Und 2000 hat sie mit der Nationalelf bei den Olympischen Spielen in Sydney Bronze
        0:21:49–0:21:53
        geholt und 2001, ihr letztes Nationalelf-Spiel,
        0:21:53–0:21:57
        war dann der Finalsieg gegen Schweden.
        0:21:59–0:22:03
        Vielleicht lassen wir an dieser Stelle mal Claudia Neumann zu Wort kommen,
        0:22:03–0:22:05
        die uns eine Sprachnachricht geschickt hat,
        0:22:06–0:22:12
        in der sie Doris Fitschen auch so ein bisschen abseits des Spielfeldes einfach
        0:22:12–0:22:15
        als Mensch in ihrer Bedeutung beschreibt.
        Claudia Neumann
        0:22:16–0:22:21
        Erstmal möchte ich, und das ganz sicher auch stellvertretend für viele Journalisten-Kollegen
        0:22:21–0:22:24
        und Kolleginnen, mit denen ich übers Wochenende auch gesprochen habe,
        0:22:25–0:22:27
        meine tief empfundene Trauer und Anteilnahme zum Ausdruck bringen.
        0:22:27–0:22:31
        Die Nachricht von Doris' Tod, das war wirklich ein echter Schock.
        0:22:31–0:22:34
        Einige von uns haben sie ja auch noch als aktive Fußballerin erlebt,
        0:22:34–0:22:38
        also als absolute Top- und Führungsspielerin.
        0:22:38–0:22:43
        Eine aus der Generation, die noch so viele Widerstände zu bekämpfen hatten,
        0:22:44–0:22:49
        die damals ihren Sport, ihre Leidenschaft gegen die in jener Zeit wirklich allgegenwärtige
        0:22:49–0:22:54
        Ablehnung oder gar Belustigung ausgeübt haben, die sich permanent rechtfertigen mussten.
        0:22:55–0:23:00
        Denn fußballspielende Frauen wurden damals weitgehend abgelehnt von einer immer
        0:23:00–0:23:04
        noch sehr, sehr patriarchal geprägten Gesellschaft.
        0:23:04–0:23:10
        Die Generation Fitschen, Neid oder Voss-Tecklenburg hat sich damals nicht einschüchtern lassen,
        0:23:10–0:23:16
        viel weggesteckt, sich wirklich durchgesetzt und damit auch nachfolgenden Generationen,
        0:23:16–0:23:20
        besonders die heutige profitiert ja davon, die Wege geebnet.
        0:23:20–0:23:24
        Allein das verdient unglaublich hohen Respekt und große Anerkennung.
        0:23:24–0:23:27
        Manchmal werden die Dinge erst in der Retrospektive richtig deutlich.
        0:23:28–0:23:32
        Aber auch danach hat Doris ja ein Leben für den Frauenfußball gelebt.
        0:23:33–0:23:37
        Ob als TV-Expertin, als Managerin der Nationalmannschaft,
        0:23:37–0:23:43
        die damals erste Sponsoren- und Marketingaktivitäten mitinitiiert hat und bis
        0:23:43–0:23:48
        hin zuletzt im Verband für Frauen und Frauenfußball in dem Projekt FF27.
        0:23:49–0:23:54
        Ich habe sie immer als wahnsinnig freundliche, weitblickende Person wahrgenommen,
        0:23:54–0:23:58
        die eine beharrliche Art hatte, die Entwicklung auch voranzutreiben,
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        ohne den unterschiedlichen Interessenlagen jetzt so extrem auf die Füße zu treten.
        0:24:04–0:24:09
        Also sie war so eine ausgleichende Person oft in all ihren Bestrebungen.
        0:24:09–0:24:13
        Ich erinnere mich vor allen Dingen immer ganz gern an die Frühjahre jener Zeit
        0:24:13–0:24:19
        in Portugal, als die deutsche Nationalmannschaft damals regelmäßig am traditionellen
        0:24:19–0:24:21
        Algarve Cup teilgenommen hat.
        0:24:21–0:24:27
        Als Doris dann als Managerin herrlich gelassen, diese ganzen Aktivitäten der Sponsoren,
        0:24:27–0:24:32
        die damals noch sehr, sehr überschaubare Anzahl der MedienvertreterInnen miteinander
        0:24:32–0:24:37
        verknüpfte und das Ganze immer im Sinne der Sichtbarkeit für die FußballerInnen
        0:24:37–0:24:41
        gemacht hat und damit wirklich Weichen gestellt hat,
        0:24:41–0:24:44
        denn solche Aktivitäten hat es zuvor noch gar nicht gegeben.
        0:24:44–0:24:48
        Und später dann in dieser neuen Funktion beim DFB, die ich gerade angesprochen
        0:24:48–0:24:51
        habe, ging es dann nicht mehr nur allein um die Entwicklung und die Förderung
        0:24:51–0:24:57
        des Frauenfußballs, sondern tatsächlich auch um mehr Frauen in den Verbandsfunktionen.
        0:24:57–0:25:01
        Auch hier, das weiß ich aus vielen Gesprächen, aus vielen Netzwerktreffen,
        0:25:02–0:25:07
        hat Doris gegen gewisse Widerstände ankämpfen müssen mit ihrem Team, mit ihren Kolleginnen.
        0:25:08–0:25:15
        Gegen die alteingesessene Überzeugung einiger älterer Herren in den machtvollen
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        Positionen, um das mal so auszudrücken.
        0:25:17–0:25:23
        Und dabei ist ihr aber immer der Spagat gelungen zwischen Loyalität gegenüber
        0:25:23–0:25:26
        ihrem eigenen Arbeitgeber, also dem DFB,
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        und dem Ziel und dem Wunsch, dieses Handlungstempo endlich zu erhöhen,
        0:25:30–0:25:37
        schneller zu werden, schneller voranzukommen und diesem so wichtigen gesellschaftsrelevanten
        0:25:37–0:25:39
        Feld neue Konturen zu geben.
        0:25:39–0:25:45
        Doris hat eigeninitiativ Netzwerke gebildet, gefördert, hat sich immer für
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        alle Belange ihrer Kolleginnen eingesetzt.
        0:25:48–0:25:54
        Jetzt müssen andere ihr danach eifern, ihre Herzensangelegenheit in ihrem Sinn da weiterführen.
        0:25:55–0:25:58
        Ich weiß, dass das manchmal von außen durchaus leichter ist,
        0:25:58–0:26:00
        weil man eine größere Unabhängigkeit hat.
        0:26:01–0:26:06
        Und ich als Teil der Initiative Fußball kann mehr, werde das mit Sicherheit
        0:26:06–0:26:11
        in ihrem Sinne tun. weiterhin auch mit dem nötigen Nachdruck,
        0:26:12–0:26:17
        Ich habe das schleichende Tempo angesprochen. Das kann alles und muss alles
        0:26:17–0:26:18
        viel schneller gehen, viel schneller passieren.
        0:26:20–0:26:25
        Die Zeit ist reif für mehr Selbstverständlichkeit. Ja, ich werde die Doris auf
        0:26:25–0:26:28
        jeden Fall sehr, sehr vermissen in vielerlei Hinsicht.
        0:26:29–0:26:33
        Erstens natürlich bei jeder Berührung, die ich noch in Zukunft in meinem Arbeitsumfeld
        0:26:33–0:26:36
        mit dem Frauenfußball habe, fehlt sie.
        0:26:37–0:26:43
        Und zweitens auch als Person, als Privatperson habe ich sie auch sehr, sehr schätzen gelernt.
        0:26:43–0:26:47
        Und ich hoffe, liebe Doris, wenn ich das noch sagen darf, im Himmel gibt es
        0:26:47–0:26:54
        auch frischen Kaffee, frischgepressten Orangensaft und manchmal auch die dritte
        0:26:54–0:26:58
        geheime Zutat, die ich an der Stelle natürlich nicht verraten werde.
        Annika Becker
        0:26:59–0:27:04
        Ja, vielen Dank, liebe Claudia, für deine Worte. Ich bin sicher,
        0:27:04–0:27:06
        dass der Gruß am Ende auch angekommen ist.
        Mara Pfeiffer
        0:27:06–0:27:08
        Mit der geheimen Zutat.
        Annika Becker
        0:27:08–0:27:17
        Ja, 2001 war nicht nur durch den Titelgewinn gegen Schweden und das Ende der
        0:27:17–0:27:19
        Nationalelf-Karriere ein spannendes Jahr,
        0:27:19–0:27:25
        sondern 2001 war auch das Jahr, in dem Doris Fitschen den Schritt gewagt hat,
        0:27:25–0:27:29
        in die USA zu wechseln, zu Philadelphia Charge.
        0:27:29–0:27:33
        Sie war auch nicht die einzige deutsche Nationalspielerin oder ehemalige deutsche
        0:27:33–0:27:36
        Nationalspielerin, die das in diesem Jahr gemacht hat.
        0:27:36–0:27:43
        Da war ja zu dem Zeitpunkt eine Vorgängerliga zur heutigen NWSL,
        0:27:43–0:27:49
        die WUSA oder ausgeschrieben in meinem Kopf ist es immer die "Wusa",
        0:27:49–0:27:53
        auch wenn man das so professionell nicht sagen sollte wahrscheinlich (lachen),
        0:27:53–0:28:02
        für eine Ablöse von 8.000 DM und einem Gehalt von 150.000 DM im Jahr zu dieser Zeit.
        0:28:03–0:28:06
        Und sie war nicht besonders lange da,
        0:28:07–0:28:09
        also hat sich da nach vier Monaten
        0:28:09–0:28:14
        das Handgelenk gebrochen und dann ihre Karriere auch komplett beendet,
        0:28:14–0:28:20
        hat dort nur 13 Spiele absolviert für Philadelphia Charge, dabei drei Tore geschossen,
        0:28:20–0:28:25
        wurde dann aber trotzdem am Ende der Saison zur besten Spielerin des Jahres
        0:28:25–0:28:30
        gewählt und hat diese Monate in den USA immer als sehr prägend bezeichnet.
        0:28:30–0:28:36
        Wir würden an dieser Stelle eine ehemalige Mitspielerin von ihr aus dieser Zeit
        0:28:36–0:28:44
        einmal zu Wort kommen lassen, nämlich Jennifer Prozzo, damals bekannt als Jennifer Tietjen-Prozzo.
        0:28:44–0:28:49
        Das war nämlich ihre Partnerin in der Innenverteidigung, wie sie euch jetzt erzählen wird.
        0:28:50–0:28:54
        Wir lassen sie, würde ich sagen, einmal auf Englisch zu Wort kommen und dann
        0:28:54–0:28:59
        fassen wir vielleicht danach kurz auf Deutsch das Wesentliche nochmal zusammen.
        Jennifer Prozzo
        0:29:00–0:29:05
        Hi, my name is Jen Prozzo. Back when I played in the WUSA for the Philadelphia
        0:29:05–0:29:07
        Charge, it was Jennifer Tietjen-Prozzo.
        0:29:07–0:29:14
        And in the inaugural season in 2001, I was so blessed to have the opportunity
        0:29:14–0:29:17
        to play with Doris Fitschen, coached by Mark Krikorian.
        0:29:17–0:29:22
        I was so upset and so shocked to hear the news of Doris' passing.
        0:29:22–0:29:28
        I had no idea she was sick, and we were just heartbroken. And we connected with
        0:29:28–0:29:33
        some of our former teammates and just kind of shared some stories of our memories of Doris.
        0:29:34–0:29:38
        Doris, as you all know, was such an amazing soccer player.
        0:29:38–0:29:46
        She just, just by looking at her, she was a stud. She was a center back.
        0:29:46–0:29:51
        She was dominant in the air, dominant on the ground, dominant with her feet.
        0:29:51–0:30:00
        She was so strong and so tall that I was extremely lucky to have the opportunity
        0:30:00–0:30:05
        to play with her and alongside of her as her center back along the back four.
        0:30:06–0:30:11
        hen I first met Doris, I was just in awe of her ability.
        0:30:12–0:30:17
        he was quiet. She was so kind, but didn't speak a ton.
        0:30:17–0:30:22
        She just led by example and by doing on the field.
        0:30:22–0:30:26
        She just set the tone on the field. She just set the tone by being Doris.
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        And she just made you want to play for her and get the job done and make the tackles.
        0:30:31–0:30:35
        My goal was to be respected
        0:30:35–0:30:38
        by Doristo have her want me to
        0:30:38–0:30:41
        play alongside of her and i was honored that i won
        0:30:41–0:30:45
        the starting position with her and i was her left center back she was the right
        0:30:45–0:30:51
        center back and i just learned so much from her just from that initial season
        0:30:51–0:30:56
        that I carry that on through the rest of my playing career and into my coaching
        0:30:56–0:30:59
        career that i am a collegiate coach in the United States now,
        0:30:59–0:31:07
        but the passion that she had for the game, the passion that she had to win just exuded from her.
        0:31:07–0:31:10
        And I absolutely loved my experience with her.
        0:31:11–0:31:15
        She was not someone that took things too lightly.
        0:31:15–0:31:18
        And I think it was my goal that I wanted to make her laugh and enjoy it.
        0:31:18–0:31:20
        And that was my way to connect with her.
        0:31:21–0:31:26
        I remember a time where she fell over the ball in the middle of a game,
        0:31:26–0:31:29
        and that was someone like Doris, and she just tripped over the ball.
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        And she tried to be all serious and act like nothing happened,
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        but I looked at her and made a little joke saying something like,
        0:31:36–0:31:40
        is everything okay over there? And she just laughed out loud.
        0:31:40–0:31:47
        And at that moment, I realized, okay, she respects me. She was okay being herself and laughing with me.
        0:31:48–0:31:52
        And from that moment on, I just loved playing alongside of her. Vielen Dank.
        Jennifer Prozzo
        0:31:53–0:31:57
        She just knew when to step it up and to take the game over. We needed to get
        0:31:57–0:32:00
        a goal. She'd take the ball up and go score for us from the back.
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        We had to win the ball back. She would just yell, tackle. And all of a sudden,
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        us in the back, four in the midfield were like, oh my God,
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        we got to win the ball. Doris is mad.
        0:32:08–0:32:10
        She wants us to win the ball. We had to go find a tackle.
        0:32:12–0:32:16
        She just, her smile just kind of lit up the room.
        0:32:16–0:32:22
        Her presence, her experience as a soccer player, as a leader,
        0:32:23–0:32:26
        just kind of, you know, kind of just poured out of her.
        0:32:27–0:32:32
        And I was so blessed and so, so lucky to learn from her, to play along with
        0:32:32–0:32:33
        her, to call her my teammate.
        0:32:34–0:32:37
        And I am so sorry to hear this news.
        Annika Becker
        0:32:38–0:32:43
        Ja, wie ihr gehört habt, was ich ja schon anfangs erwähnt hatte,
        0:32:43–0:32:46
        waren die beiden eben bei Philadelphia Charge,
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        die beiden Innenverteidigerinnen, Doris Fitschen war die rechte Innenverteidigerin
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        und Jennifer Tietjen, die linke Innenverteidigerin.
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        Und sie erzählt, dass sie sehr beeindruckt war von Doris Fitschen als Spielerin,
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        weil sie eben so eine dominante Verteidigerin war und so gut am Ball und auch stark in der Luft.
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        Und sie erzählt dann aber vor allem auch eine Anekdote,
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        die ich sehr schön fand, als sie das auch schon auf ihrem Instagram-Kanal
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        als Posting geschrieben hatte, dass sie eben das Verlangen hatte, es zu schaffen,
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        die Innenverteidigerin neben Doris Fitschen zu werden.
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        Also wie sie das eben gesagt hat, sie hat sich gewünscht, dass Doris möchte,
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        dass sie neben ihr verteidigt.
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        Sie wollte sie von sich und ihren Fähigkeiten überzeugen.
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        Und dann hatte sie das geschafft und hatte aber gleichzeitig auch das Bedürfnis, sie...
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        Von sich als Person zu überzeugen und sie irgendwie zum Lachen zu bringen.
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        Und ich habe ein bisschen in Spiele reingeguckt tatsächlich von Philadelphia Charge.
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        Man findet ein bisschen was bei YouTube und ich glaube, ich habe die Szene,
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        die sie beschreibt, auch tatsächlich gefunden,
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        wo Doris Fitschen über den Ball stolpert und sich dann gerade noch so fängt
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        und Jennifer Tietjen irgendwas zu ihr sagt und sie dann deswegen kurz lacht,
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        bevor sie weiterspielt, weil das Spiel war gar nicht unterbrochen.
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        Und das fand auf einem nicht Rasenplatz statt, sondern auf einem sogenannten
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        Astro Turf, also auf so einem Hartplatz.
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        Das kann man sich heute eigentlich gar nicht mehr vorstellen,
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        dass auf sowas Profispiele ausgetragen werden.
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        Aber man kann es eben in diesem sehr grainy, altmodischen Fernsehübertragungsvideo,
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        das irgendwann bei YouTube hochgeladen wurde, noch sehen.
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        Das fand ich sehr, sehr schön und generell auch einfach, wie Jen uns diese Geschichte
        0:34:45–0:34:49
        und euch auch diese Geschichte erzählt hat, weil ich finde, man kann es sich
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        einfach auch sofort vorstellen.
        Mara Pfeiffer
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        Ich musste bei Philadelphia Charge natürlich auch direkt an Marinette Pichon
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        denken, über die wir hier auch schon gesprochen haben.
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        Die haben sich allerdings knapp verpasst. Die ist da dann nämlich 2002 von Pia
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        Suntage hingelockt worden.
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        Aber man hat das ja manchmal gar nicht so präsent, dass das eben auch schon
        0:35:11–0:35:16
        diese erste große Zeit in den USA war, in der sehr, sehr viel Geld auch in den
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        Fußball der Frauen gesteckt wurde.
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        Und das ist eine Erkenntnis, die Doris Fitschen auf jeden Fall aus den USA auch
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        mit zurückgebracht hat nach Deutschland.
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        Und zwar nicht, auch das hat sie immer wieder gesagt, dass die Spielerinnen
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        Diese astronomischen Gehälter bekommen sollen, die im Fußball der Männer bezahlt werden.
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        Im Gegenteil war sie eigentlich eine, die in Interviews auch immer wieder darauf
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        hingewiesen hat, wenn man über das Thema Geld im Profifußball spricht,
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        dann kann man gerne auch mal drüber sprechen, ob das eigentlich überhaupt sinnhaft
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        ist, dass Männer solche krassen Gehälter bekommen.
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        Und es war relativ deutlich, dass sie das eben nicht für sinnhaft hält.
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        Aber sie war eine große Verfechterin von einem Gehalt,
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        einem Mindestlohn, von dem die Spielerinnen leben können und sich auf den Fußball konzentrieren,
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        um den Fußball insgesamt besser zu machen.
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        Dadurch, dass die Spielerinnen nicht fünf Sachen noch nebenher machen müssen.
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        Wobei man gleichzeitig festhalten muss, sie hat das immer geschafft.
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        Das ist ja auch so ein Generationenwechsel. Beispiel, Britta Carlson hat es
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        ja zuletzt auch ein paar Mal gesagt, also ist es überhaupt nötig,
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        dass man nichts nebenher macht.
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        Aber klar, wenn man eine Professionalisierung möchte, dann muss man diese Schritte
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        eben irgendwann gehen. Und wir hatten das schon angesprochen,
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        Doris Fitschen ist dann eben zum DFB gegangen.
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        Sie hat auch die Fußballlehrer-Lizenz gemacht, hat allerdings mal in einem Interview
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        gesagt, zu dem Zeitpunkt gab es da nicht viele Optionen, um als Trainerin tatsächlich
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        seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
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        Also sprich, die paar Posten, die es gab, die waren langfristig sozusagen vergeben
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        und für sie hat es dann gepasst, eben in den DFB zu gehen.
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        Ihr habt es vorhin in dem O-Ton vonClaudia ja auch schon gehört,
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        dass sie da also eben erst im Marketing unterwegs war und dann eben später,
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        als der Fußball der Frauen auch in die Anfänge der Eigenvermarktung gekommen
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        ist, eben sich auch auf die Suche nach passenden Sponsor*innen gemacht hat.
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        Und da hat sie sicherlich mit der Art und Weise, wie sie mit Menschen umgehen
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        konnte und mit dieser Ruhe, die sie ausgestrahlt hat, sicherlich auch ein großes Pfund gehabt.
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        Und wir würden euch vielleicht an der Stelle mal ein Zitat vorlesen,
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        was wir von einer Hörerin bekommen haben, wo es genau um diese Ausstrahlung
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        von Doris Fitschen nämlich geht.
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        Genau, das hat uns CSET geschrieben. Vielen herzlichen Dank dafür.
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        In der Zeit nach der Spielerinnenkarriere war sie dann nicht nur beim DFB, sondern war außerdem,
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        ihr erinnert euch bestimmt, von 2001 bis 2004 auch als Expertin bei der ARD
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        und ab 2008 dann als Marketingleitung im Orga-Komitee der Heim-WM 2011.
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        Die Heim-WM 2011 gehört sicherlich auch zu den Punkten,
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        für die sie dann die ein oder andere Kritik einstecken musste,
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        sowie für diese WM, da sie eben am Ende nicht so erfolgreich verlaufen ist,
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        wie man sich das vorher ausgemalt hatte.
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        Glaube ich, also kreuz und quer durch den DFB fast alle, die die Finger da irgendwie
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        mit drin hatten, Kritik einstecken mussten.
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        Ab 2009 war sie dann bis 2016 Managerin der Nationalelf, hat da natürlich auch
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        nochmal Erfolg an vielen Titeln in einer sehr, sehr erfolgreichen Zeit dieses Teams gehabt.
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        Und ab 2022 war sie dann eben Gesamtkoordinatorin Frauen im Fußball und hauptverantwortlich
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        für die Strategie Frauen im Fußball FF27.
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        Diese Stelle ist damals neu geschaffen worden und man kann sicher sagen,
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        dass das keine sehr dankbare Aufgabe war, so würde ich es mal nennen,
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        in diesem großen Aparillo,
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        der der DFB nun mal ist.
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        In so einer kleinen Einheit einerseits sicherlich gut mit vertrauten Menschen,
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        die alle in dieselbe Richtung wollen, zusammenarbeiten zu können.
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        Aber dann immer, wenn man also aus dieser Gruppe raustritt, in den großen Apparat
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        rein und versucht, die ganzen Ideen, die man hat.
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        Ja, weiter hoch quasi zu eskalieren, sodass sie auch in eine Umsetzung kommen,
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        hat sie da sicherlich keine leichte Position gehabt, so würde ich es mal sagen.
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        2019 wurde erstmals bei ihr Krebs diagnostiziert, im April.
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        Sie hat darüber auch sehr offen eigentlich gesprochen, also gerade in dieser Anfangszeit.
        0:41:05–0:41:08
        Sie hat in einem Interview darüber gesagt, "ich kann jetzt nicht hadern,
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        warum passiert mir das? Meine Chance ist jetzt nach vorne zu schauen."
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        Hat immer auch betont, wie wichtig ihre Familie und ihre Freund*innen für sie
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        sind und was sie für eine große, große Unterstützung erfahren hat.
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        Und dass es eben vor allen Dingen deswegen ein Schock war, weil sie mit gar
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        nichts gerechnet hatte. Sie hatte eben Schmerzen und hat dann später gesagt,
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        "ich war topfit, mir ging es richtig gut.
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        Und plötzlich bist du Krebspatient. In den sechs Wochen nach dem Erstverdacht
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        hatte ich die Zeit, mich auf die endgültige Diagnose vorzubereiten.
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        Darum war es dann nicht der ganz große Schock, weil ich damit rechnen konnte."
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        Aber natürlich ist das ja eine lebensverändernde Diagnose.
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        Und der Krebs, den sie hat oder hatte, da gibt es zwei bis drei Fälle auf eine Million Menschen.
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        Sie musste dann alle drei Monate zu den Kontrollen, hat auch mal in einem Interview
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        gesagt, dass es dann bei der ersten Kontrolle direkt einen Schock gab,
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        weil sich einige Lymphknoten verändert hatten und es eben einen Verdacht gab,
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        der Krebs könnte doch gestreut haben.
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        Aber toi, toi, toi war dann damals ihre eigene Aussage, dass sich das nicht bewahrheitet hat.
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        Und am Ende muss man aber sagen, hat sie den Kampf gegen diese Krankheit am 15.
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        März dann doch verloren. Die DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich hat in der
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        Meldung des DFB gesagt, "Doris war ein Vorbild an Empathie und Zugewandtheit.
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        Für das gesamte Haus kann ich sagen, unsere Herzen sind sehr schwer.
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        Wir fühlen große Trauer."
        Annika Becker
        0:42:49–0:42:53
        Ja, dem können wir beide uns auf jeden Fall anschließen.
        0:42:54–0:42:59
        Und ich würde sagen, wir hören jetzt mal in eine weitere Nachricht rein,
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        die wir bekommen haben, nämlich von der lieben Nina Potzel.
        Nina Potzel
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        Doris Fitschen, ey, voll krass, ich hatte das gar nicht mitbekommen Sonntag,
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        war ich gerade im Auto auf dem Weg zum Viktoria-Spiel, weil wir da halt am Sonntag
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        wieder gespielt haben und dann bekam ich irgendwie eine WhatsApp von unserer
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        Spieltags-Orga sozusagen, ja Nina, ey, lass uns mal nochmal kurz quatschen,
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        wir wollen eine Gedenkminute noch irgendwie einbauen vor dem Spiel.
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        Okay, was ist denn da passiert und ja, bin dann angekommen und habe dann mein
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        Handy gecheckt und dann habe ich gesehen boah, krass, ja, Doris Fitschen ich
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        hatte ja mal mit ihr gesprochen für einen Podcast,
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        im Interview, wir haben dann eine XXL-Folge draus gemacht, weil das wirklich
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        so spannend war, was sie erzählt hat und was ich so toll fand, war irgendwie,
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        wirkte sie auf mich, es war nur das eine Mal dass wir miteinander gesprochen
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        haben, aber sie wirkte so direkt auf mich,
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        so als hätte sie so eine richtige No-Bullshit-Attitüde Also das fand ich irgendwie
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        total toll und wir wissen ja alle, DFB,
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        die Mühlen malen langsam und da fand ich, war das irgendwie voll gut zu wissen,
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        dass sie halt eine ist, die da ja schon rangeht und sie hat das gesagt,
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        ich habe das gerade auch nochmal nachgehört,
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        ihre Stelle als Gesamtkoordinatorin war dann eben Synergienbündeln.
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        Ist natürlich auch so ein bisschen verpackt, aber irgendwie hatte ich ja das
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        Gefühl, dass sie da wirklich was anpackt und dass sie Dinge klar benennt.
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        Ja, das fand ich wirklich, wirklich toll und so rückblickend eben,
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        auch wenn ich mich selber eben erst relativ spät mehr mit dem Fußball der Frauen
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        auseinandergesetzt habe.
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        Ihre Bedeutung sowohl sportlich als eben später auch als Managerin und so,
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        wird mir jetzt erst so richtig, glaube ich, bewusst und das ist irgendwie krass.
        Annika Becker
        0:44:50–0:44:56
        Ja, ich kann an dieser Stelle schon mal sagen, dass es mir tatsächlich relativ ähnlich ging,
        0:44:56–0:45:02
        also sowohl mit der direkten Situation am Sonntag, dass es mich sehr überrascht
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        und dann auch geschockt hat, weil ich habe es nämlich nicht direkt mitbekommen,
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        als es morgens vermeldet wurde,
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        sondern erst im Laufe des Tages und bin dann doch irgendwie ziemlich aus allen Wolken gefallen.
        0:45:13–0:45:21
        Aber auch Ähnlichkeiten gibt es da bei der Entdeckung, sag ich mal,
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        der Fußballspielerin Doris Fitschen, weil ich bin mir eigentlich ziemlich sicher,
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        dass ich bestimmt noch Spiele gesehen habe, bei denen sie aktiv dabei war,
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        aber ich habe nicht so richtig eine bewusste Erinnerung daran,
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        weil ich ein Kind war und als Kind guckt man immer, wer die Tore schießt.
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        Und ich habe dann aber, ähnlich wie Franzi, ich würde sagen,
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        wir spielen dann an dieser Stelle auch einfach direkt mal Franzi ein,
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        die liebe Franziska Blendin von Legende verloren.
        Franziska Blendin
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        Für mich war im Erleben des Fußballs der Frauen auf jeden Fall Doris Fitschen eins der Gesichter.
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        Und ich habe jetzt gerade viel zur Europameisterschaft 1989 recherchiert.
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        Und da ist sie natürlich einer der entscheidenden Elfmetertorschützinnen vom
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        Halbfinale gegen Italien, sodass Deutschland dann ins Finale einziehen konnte.
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        Und ich hatte sie leider nie live im Stadion als Spielerin [gesehen], weil dafür bin ich ein bisschen zu jung.
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        Aber das war sehr, sehr cool, das mal zu sehen und sie auch spielen zu sehen.
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        Einfach was für eine beeindruckende Leistung Ende der 80er da schon auf dem Feld war.
        Annika Becker
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        Ähnlich nämlich wie Franzi und Nina das beschreiben, habe ich sie eben bewusst
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        nicht mehr Fußballspielen gesehen, aber hatte dann eben nachträglich so diesen Impuls,
        0:46:45–0:46:51
        irgendwann vor ein paar Jahren mal mir so von großen ehemaligen deutschen Spielerinnen
        0:46:51–0:46:56
        oder Namen, die man immer so hört, die man immer so kennt, nachträglich Spiele
        0:46:56–0:46:57
        anzuschauen, soweit das eben geht.
        0:46:57–0:47:02
        Also zu gucken, was man finden kann und fand das sehr interessant.
        0:47:02–0:47:08
        Also vor allem auch so ein bisschen hat man das ja auch bei Jen vorhin rausgehört,
        0:47:08–0:47:14
        dass sie eigentlich eine sehr spannende, aus sportlicher Sicht, Zeit mitgemacht hat.
        0:47:14–0:47:17
        Nicht nur, was so diese Entwicklung des Fußballs der Frauen angeht,
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        sondern auch taktische Entwicklungen, also die Positionswechsel,
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        die sie mitgemacht hat und wie sich ihre eigene Rolle auf dem Platz auch verändert
        0:47:25–0:47:28
        hat von Libero, Libera zu,
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        was man heute klassisch sagen würde,
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        Innenverteidigerin, das ist ja schon auch nochmal ein bisschen was anderes.
        0:47:35–0:47:38
        Das ist sowas, das interessiert mich immer sehr, wie da so die Verläufe sind
        0:47:38–0:47:43
        im Fußball der Frauen im Vergleich zum Fußball der Männer, weil das nicht so
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        wirklich betrachtet wird häufig und ich...
        0:47:48–0:47:53
        Guckt mir das dann immer gerne an. Und so richtig bewusst wahrgenommen habe
        0:47:53–0:47:57
        ich sie dann eben in dieser Zeit als Teammanagerin mit Sylvia Neid.
        0:47:58–0:48:03
        So das dynamische Du, die beiden hat man ja auch total oft zusammen gesehen.
        0:48:03–0:48:07
        Ich habe auch Fotos rausgesucht. Also wir werden bei der Bollstribüne auch eine
        0:48:07–0:48:10
        Bilderstrecke parallel veröffentlichen.
        0:48:10–0:48:12
        Da könnt ihr so ein bisschen gucken, so gut es eben geht.
        0:48:12–0:48:17
        Also alle Stationen können wir da leider nicht abdecken, aber doch einige.
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        Und da gibt es natürlich auch das ein oder andere schöne Foto zusammen mit Sylvia Neid.
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        Aber ja, wie ging es dir denn? Was sind Erinnerungen oder Assoziationen, die du hast?
        Mara Pfeiffer
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        Also zum einen, was du gerade auch gesagt hast, die Zeit als Teammanagerin.
        0:48:38–0:48:46
        Ich bin ja auch nicht von klein auf im Fußball der Frauen so mit drin gewesen.
        0:48:46–0:48:51
        Ich erinnere mich, dass so meine ersten Eindrücke immer so waren.
        0:48:51–0:48:55
        Da stehen so eine kleine und so eine lange Blonde.
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        Und Silvia Neid war halt die Kleine natürlich und Doris Fitschen die Große.
        0:49:05–0:49:12
        Und ich fand tatsächlich auch, dass sie so eine Ruhe ausgestrahlt hat.
        0:49:14–0:49:19
        Und ja, ich habe auch so überlegt, du und ich, wir waren ja Anfang letzten Jahres
        0:49:19–0:49:27
        mal bei einer Zusammenkunft im DFB, wo es eben auch so um die Zukunft des Fußballs der Frauen geht.
        0:49:27–0:49:31
        Und ich erinnere mich halt,
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        dass wir in so Gruppen dann auch gearbeitet haben und dass es eine Gruppe gab,
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        wo ich dann mit ihr unter anderem am Tisch saß und dass ich fast so ein bisschen
        0:49:51–0:49:54
        so eine Ungeduld hatte damit,
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        wie diplomatisch sie Dinge angeht.
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        Und ich habe da später viel drüber nachgedacht, weil diese Ungeduld eigentlich
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        auch ein Stück weit arrogant ist, weil man wahrscheinlich in der Position, in der sie war
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        außer mit Diplomatie tatsächlich gar nichts erreicht.
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        Ich glaube, es gibt, und auch zu Recht, wenn man von außen drauf schaut,
        0:50:24–0:50:27
        immer so den Wunsch, dass Dinge schneller passieren müssen.
        0:50:28–0:50:34
        Claudia hat es ja in ihrer Nachricht auch angesprochen und letztlich gehört
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        das ja dann auch in unsere Rolle so, wenn wir von außen drauf schauen,
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        dass wir sagen, jetzt mach doch mal, jetzt kommt doch mal aus dem Quark.
        0:50:41–0:50:46
        Aber ich glaube, in dem Moment, wo man dann drinnen drauf schaut,
        0:50:46–0:50:52
        ist diese Diplomatie und diese Beharrlichkeit wahrscheinlich der einzige Weg.
        0:50:53–0:50:58
        Und vielleicht macht man sich das dann gar nicht in jeder Sekunde bewusst,
        0:51:01–0:51:06
        wie anstrengend so eine Rolle wie die von Doris Fitschen, ich habe es vorhin
        0:51:06–0:51:09
        schon angesprochen, in so einem Apparat, wo man jetzt auch nicht alle immer
        0:51:09–0:51:12
        für das eigene Thema begeistern kann eigentlich ist.
        Annika Becker
        0:51:13–0:51:20
        Ja, also mein persönlicher Eindruck von der Veranstaltung, aber auch so,
        0:51:20–0:51:25
        wenn sie öffentlich aufgetreten ist, ist auf jeden Fall auch der von so einer
        0:51:25–0:51:31
        in sich Gefestigtheit und gleichzeitig aber auch so einer Offenheit.
        0:51:32–0:51:37
        Also so das Gefühl, ich kann Dinge ansprechen oder an diese Person herantragen,
        0:51:38–0:51:42
        von denen ich weiß oder die Vermutung habe, dass sie vielleicht dem Gegenüber
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        erstmal nicht unbedingt gefallen, aber mir wird zugehört.
        0:51:45–0:51:48
        Und dann kann man darüber diskutieren und dann schaut man weiter.
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        Und das war ein ganz starker Eindruck, den ich hatte.
        0:51:52–0:51:57
        Und ähnlich wahrgenommen hat das unter anderem auch Juliane Meuser,
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        die ihr sicherlich kennt von dem Podcast Lottes Erbinnen.
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        Auch sie hat uns eine Sprachnachricht geschickt, in die hören wir auch kurz rein.
        Juliane Meuser
        0:52:08–0:52:14
        Ja, meine Erinnerung in Doris Fitschen hat tatsächlich weniger mit ihrer Spielerinnenkarriere
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        zu tun, da habe ich noch nicht so geguckt,
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        sondern mit ihrer Funktionärstätigkeit.
        0:52:22–0:52:27
        Und zwar war ich mal vor vielen Jahren bei so einem Videocall vom DFB.
        0:52:27–0:52:32
        Die haben so ein paar, sagen wir mal, kritische Stimmen eingeladen,
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        um sie zu fragen, was man so verbessern könnte, was sie stört.
        0:52:36–0:52:40
        Was im Bereich Fanszene oder auch Podcasts, Social Media.
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        Und da war unter anderem auch sie dabei. Klar, als Funktionärin erkennbar.
        0:52:46–0:52:50
        Aber ich fand es eigentlich ganz schön, dass sie auch sie das ernst genommen
        0:52:50–0:52:53
        hat und sie doch zugehört hat.
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        Und sie hat da einen sympathischen Eindruck hinterlassen.
        0:52:57–0:52:59
        Wie gesagt war natürlich jetzt klar,
        0:53:01–0:53:04
        warum sie da war, aber war schön.
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        Ja, ich fand es gut und das ist so meine Erinnerung an sie.
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        Ansonsten hat man sie natürlich auch mal so bei Fußballspielen gesehen.
        0:53:14–0:53:17
        Im Frauenfußball ist man ja, ichmanchmal näher dran.
        0:53:17–0:53:22
        Die Stadien sind ja klein, da kann es schon mal sein, dass man auf einmal neben
        0:53:22–0:53:23
        den Leuten sitzt oder fast neben den Leuten.
        0:53:25–0:53:28
        Und ja, möge sie in Frieden ruhen.
        Annika Becker
        0:53:29–0:53:34
        Ja, danke liebe Jule dafür. Und gleichzeitig wollte ich auch noch sagen,
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        dass wenn man sie dann so persönlich mal vor sich hatte und getroffen hatte,
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        der erste Eindruck das vielleicht nicht unbedingt war, aber man dann festgestellt hat,
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        was für eine humorvolle Person das einfach auch war, die dann so völlig unvermittelt
        0:53:49–0:53:54
        einfach mal irgendeinen Spruch raushaut oder einen Kommentar zu irgendwas und
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        alle finden das in der Situation lustig.
        Mara Pfeiffer
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        Ja, absolut. Es gab ja dann noch eine Abschlussrunde, wo wir dann am Schluss
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        noch alle zusammensaßen und auch noch was irgendwie zusammen gegessen und getrunken
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        haben und das war sehr unterhaltsam.
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        Und ja, es ist auch tatsächlich so, dass mir das sehr in Erinnerung bleiben
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        wird und dass das auch so die intensivste Erinnerung war natürlich,
        0:54:25–0:54:27
        die ich im ersten Moment hatte,
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        als ihr Tod verkündet wurde medial am Sonntag.
        0:54:33–0:54:37
        Ich habe im ersten Moment ehrlich gesagt gedacht, das ist ein Fehler,
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        da kann irgendwas nicht stimmen.
        0:54:39–0:54:44
        Es kam irgendwie, weil man nicht wusste, dass es ihr eben wieder schlecht ging, so aus dem Nichts.
        0:54:45–0:54:51
        Aber es ist so, wie es eigentlich in all den Nachrichten, die wir bekommen und
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        hier abgespielt haben, angeklungen ist.
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        Der Fußball der Frauen verliert eine seiner engagiertesten und langjährigsten Kämpferinnen.
        0:55:02–0:55:06
        Und alle, die sich dem Fußball der Frauen verbunden fühlen und natürlich alle,
        0:55:06–0:55:12
        die Doris Fitschen privat verbunden waren, verlieren einen wertvollen Menschen.
        0:55:12–0:55:18
        Und wir hoffen, dass wir mit dieser Sendung heute, die sicherlich aus dem Rahmen
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        fällt gegenüber dem, was wir sonst machen, die uns aber sehr wichtig war,
        0:55:22–0:55:26
        ein bisschen dazu beitragen können und konnten, dass Leute Lust haben,
        0:55:26–0:55:32
        sich nochmal an sie zu erinnern und über ihr Leben und ihr Wirken nachzudenken.
        Annika Becker
        0:55:32–0:55:36
        Ja, vielen Dank von uns an euch fürs Zuhören.
        0:55:36–0:55:42
        Wir hoffen, ihr kommt alle gut durch die nächsten beiden Wochen und passt gut
        0:55:42–0:55:44
        auf euch auf. Bis ganz bald.

        Der Beitrag #76: Ein Abschied – Erinnerungen an Doris Fitschen erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

        57 min
      • #75: Laut bleiben

        Am Sonntag wird gewählt und es steht sehr viel auf dem Spiel. Das dachte sich auch eine Gruppe Fans des FSV Frankfurt und kam zur Nachholpartie gegen den SC Freiburg II am Sonntag mit einem Banner. Darauf stand in Anlehnung an die Vereinsfarben die kluge Feststellung: „Schwarz und blau  – nur beim FSV eine gute Wahl“. Mit ins Stadion nehmen durften sie das Banner nicht, weil das „nicht der richtige Ort“ für politische Aussagen sei. Dafür gibt es von uns den Kackspecht der Woche für den FSV.

        In den Themen sprechen wir untere anderem über einen Fond in der NWSL, aus dem Spielerinnen, die von verschiedenen Missbrauchsformen betroffen waren, Geld erhalten sollen. Annika spricht über den abgesagten Football Manager 25 in Bezug auf den Fußball der Frauen. Außerdem schauen wir auf die Situation beim und das Crowdfunding des FSV Gütersloh und Übergriffe gegen spanische Spielerinnen von Fans und einer prominenten Gegenspielerin. Und: Ein Spieler des FC Augsburg saß wegen Vorwürfen „mit sexuellem Hintergrund“ in U-Haft und ist vom Spielbetrieb suspendiert. Was muss noch passieren, damit der Fußball sich dem Thema endlich stellt?

        Die Blitznews führen uns unter anderem zum Freispruch für Sam Kerr, in die Parallelwelt des Luis Rubiales und in den Fanhsop des DFB. Dort gibt es nämlich das neue Auswärtstrikot der DFB-Frauen. Wir finden: Künftig sollte Josephine Henning da designen!

        Wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und die Bolztribüne einmalig oder regelmäßig unterstützt. So können wir hoffentlich immer mehr Zeit in unsere Herzensprojekte stecken. Die Unterstützung ist jetzt einfacher als bisher, denn wir sind nun eine Marke und eine GbR und haben ein Geschäftskonto:
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        Bolztribüne: Annika Becker und Mara Pfeiffer GbR
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        Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

        Becker & Pfeiffer

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        Shownotes/Links/Quellen
        • Forever my favorite Panda
          https://www.wortpiratin.de/blog/forever-my-favorite-panda/
        • Die NWSL installiert einen 5-Millionen-Dollar-Kompensations-Fund für Spielerinnen, die von verschiedenen Missbrauchsformen betroffen waren
          https://www.nytimes.com/athletic/6115277/2025/02/05/nwsl-5-million-abuse-settlement/
        • Tori Huster : “It wasn’t leadership who fixed this. It was players who refused to accept silence as an answer.”
          https://bsky.app/profile/lesleyryder.bsky.social/post/3lhgyotyqgk2x 
        • Khadija “Bunny” Shaw und Daniela Caracas erfahren Rassismus und Transfeindlichkeit durch Fans bzw. Gegenspielerin
          https://www.instagram.com/p/DF-r4kINcjs
          https://www.sportschau.de/fussball/mehr-internationale-ligen/vorwuerfe-gegen-barca-spielerin-leon,la-liga-daniela-caracas-mapi-leon-100.html
          https://www.bbc.com/sport/football/articles/ckgyr3y909zo
        • Fusion in Gütersloh ist vorerst gescheitert wegen Negativkapital
          https://fsvguetersloh.de/schenk-uns-eine-zukunft-80-000-euro-oder-ende-im-sommer/ 
          Es gibt ein Crowdfunding, das Ziel sind 80.000 Euro, der Verein kann sonst ab Sommer 2025 nicht mehr existieren
          https://www.gofundme.com/f/schenk-uns-eine-zukunft
          Die Hintergründe fasst der WDR zusammen
          https://www1.wdr.de/sport/fussball/frauenfussball-guetersloh-100.html 
        • Es wird auch im Frühjahr keinen Football Manager 25 geben
          https://www.footballmanager.com/de/news/entwickler-update-football-manager-25-1
          Timeline der Ereignisse, bei denen es auch um das Inkludieren des Fußballs der Frauen geht, von Zweierkette
          https://fm.zweierkette.de/fm25/football-manager-2025-preisvergleich-news-features/ 
        • Ein Spieler des FC Augsburg war in Untersuchungshaft wegen eines “angezeigten Sachverhalts mit sexuellem Hintergrund”
          https://www.augsburger-allgemeine.de/sport/fc-augsburg-u-haft-nach-sex-vorwuerfen-staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-fca-profi-14-105970834
          FCA veröffentlicht, dass der Spieler derzeit nicht am Spiel- und Trainingsbetrieb teilnimmt
          https://www.fcaugsburg.de/article/ermittlungen-gegen-fca-spieler-21740
        • Thomas Horsch verlässt Werder Bremen am Saisonende
          https://www.kicker.de/achteinhalb-tolle-jahre-horsch-verlaesst-die-werder-frauen-im-sommer-1090488/artikel
        • Tony Gustavsson wird nach der EM Trainer der Schwedinnen
          https://swedenherald.com/article/reports-tony-gustavsson-confirmed 
        • Sam Kerr von Rassismusvorwürfen freigesprochen
          https://www.nytimes.com/athletic/6129216/2025/02/12/sam-kerr-trial-chelsea-innocent/
          https://www.nytimes.com/athletic/6131427/2025/02/14/sam-kerr-trial-privilege/ 
        • Der DFB benennt die “Shortlist” der Stadien für die EM-Bewerbung 2029
          https://www.ndr.de/sport/fussball/Spielorte-fuer-moegliche-EM-2029-Hamburg-und-Bremen-nicht-auf-DFB-Shortlist,spielorte100.html 
        • Prozess gegen Rubiales beendet, Urteil wird in kommenden Wochen erwartet
          https://www.bbc.com/news/articles/cx2qzxdw75qo.amp
          https://www.sportschau.de/fussball/rubiales-prozess-beendet-urteil-in-einigen-wochen,rubiales-130.html
          “What Mr Rubiales said was put into action and was said. He was in charge of everything. If he fell, the others fell with him.” (Hermosos Anwältin)
          https://www.nytimes.com/athletic/6131804/2025/02/12/luis-rubiales-trial-vilda-luque-rivera-testimony/ 
        • Neues DFB-Trikot
          https://www.dfb-fanshop.de/de/germany-national-team-dfb-frauen/t-36722701+c-9072808679+z-95-3573467002
        • DOSB-Präsident Thomas Weikert ruft auf, demokratisch zu wählen
          https://sid.de/news/dosb-ruft-zur-wahl-auf-zeichen-fuer-die-demokratie-setzen
        • Das FC St. Pauli-Museum hatte sich mit den Ursprüngen des Liedes „Das Herz von St. Pauli“ befasst
          https://millernton.de/2025/02/14/logische-entscheidung-wichtige-diskussion/ 
        • FSV Frankfurt: “Schwarz und blau, nur beim FSV eine gute Wahl.”-Banner darf nicht mitgenommen werden ins Stadion
          https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-fsv-fans-empoert-wegen-politischen-banner-verbot-93577431.html
        • Transkription der Episode anzeigen

          Annika Becker
          0:00:20–0:00:27
          Hallo und herzlich willkommen zu Becker und Pfeiffer, Folge Nummer 75 inzwischen schon.
          0:00:28–0:00:33
          Keine Ahnung, was das genau für ein Jubiläum in irgendwelchen Edelmetallen ist oder sowas.
          0:00:34–0:00:38
          Aber ja, ich denke, wir schaffen das auch ganz gut mit Fußball-Edelmetall.
          0:00:38–0:00:42
          Stellt euch einfach ganz viele Pokale vor jetzt gerade. Hallo, liebe Mara.
          Mara Pfeiffer
          0:00:42–0:00:47
          Hallo, liebe Annika. Ich habe gerade überlegt, was passiert,
          0:00:47–0:00:50
          wenn Menschen 75 Jahre verheiratet sind.
          0:00:50–0:00:53
          Aber wer ist denn heutzutage noch verheiratet? Also aktiv.
          0:00:54–0:01:00
          Und außerdem ist irgendwie so, ist jetzt nicht so eine richtig schöne Zahlensache,
          0:01:00–0:01:02
          aber so ein bisschen, weil es die 75.
          0:01:02–0:01:06
          Sendung ist und heute ist ja der 17. Und wir haben 2025.
          0:01:06–0:01:09
          Das heißt, es fällt einem schon so ein bisschen ins Auge quasi,
          0:01:09–0:01:14
          dass diese Verkettung mit 7.5 zweimal vorkommt.
          0:01:15–0:01:20
          Aber wir kommen bestimmt auch wieder auf noch coolere Zahlenspiele.
          0:01:21–0:01:26
          275 war zuletzt auch häufiger mein Spind im Schwimmbad, falls sich jemand dafür interessiert.
          Annika Becker
          0:01:27–0:01:29
          Wo ist denn deine 7,5 zweimal?
          Mara Pfeiffer
          0:01:31–0:01:36
          Naja, die 7 von der 17 und die 5 von 2025. Boah, Annika.
          0:01:39–0:01:40
          Mut zur Lücke, ey.
          0:01:44–0:01:50
          Ach ja. Und apropos Mut zur Lücke. Wir haben uns ja getraut,
          0:01:50–0:01:53
          diese Paypal-Geschichte...
          0:01:54–0:01:58
          Weiter zu verfolgen. Annika ist da hartnäckig dran geblieben,
          0:01:58–0:02:06
          nachdem man uns quasi Paypal-seitig so Fraud unterstellt hat und wir nicht wussten, warum. Aber,
          0:02:08–0:02:12
          Trommelwirbel, wir sind jetzt auch wieder per Paypal, ich würde schon sagen
          0:02:12–0:02:15
          erreichbar, aber natürlich finanzierbar und unterstützbar.
          0:02:16–0:02:22
          Das heißt, ihr könnt uns Geld nicht nur weiterhin auf unser wunderschönes GbR-Konto
          0:02:22–0:02:27
          überweisen und dort habt ihr den schönen Vorteil, auch Daueraufträge anlegen
          0:02:27–0:02:29
          zu können, also auf das Konto,
          0:02:29–0:02:32
          sondern ihr könnt uns auch wieder via Paypal unterstützen.
          0:02:32–0:02:37
          Aber bitte ganz, ganz wichtig, nicht als Family and Friends.
          0:02:37–0:02:41
          Das mag nett gemeint sein, uns damit die Gebühren zu ersparen,
          0:02:41–0:02:49
          nur es ist halt, widerspricht den Richtlinien, da wir ja ein offizielles Firmenkonto da haben. Genau.
          Annika Becker
          0:02:50–0:02:55
          Und normalerweise ist das Richtige auch schon ausgewählt, wenn ihr das macht.
          0:02:56–0:03:01
          Also automatisch, dass es eine Bezahlung ist und kein Family and Friends.
          0:03:02–0:03:07
          Aber ein paar von euch hatten das halt eben am Anfang aktiv geändert.
          0:03:07–0:03:11
          Und das, wie Mara sagt, ist zwar nett gemeint, aber das hatte dann halt dazu
          0:03:11–0:03:17
          geführt, dass unser Konto irgendwie direkt geflaggt wurde, als die machen da irgendwas komisches.
          0:03:17–0:03:20
          Und dann konnten wir das jetzt halt die ganze Zeit nicht richtig benutzen.
          0:03:20–0:03:24
          Aber es hat sich jetzt wieder geklärt. Nur bitte drauf achten.
          Mara Pfeiffer
          0:03:24–0:03:28
          Und falls ihr euch mit uns so familiär verbunden fühlt, dass ihr das nicht schafft,
          0:03:28–0:03:32
          das auf Geschäftskonto zu lassen oder auf Geschäftstransaktion,
          0:03:32–0:03:36
          dann müsst ihr uns halt einfach aufs Konto Geld überweisen.
          0:03:36–0:03:43
          Und für Geld bedanken wir uns diesmal unter anderem bei Sonja, Ruth, Kathi und Silke.
          0:03:43–0:03:47
          Ganz, ganz herzlichen. Liebe Annika, du in deiner Gruppe,
          0:03:48–0:03:53
          Großfeld-Turnhalle, vom Klang her, den du nachher noch wirst rausfiltern müssen.
          0:03:53–0:04:00
          Erzähl doch mal von der Großfeld-Turnhalle ans Fußballfeld, wie war denn deine Fußballwoche?
          0:04:02–0:04:02
          Hallallalllallall....
          Annika Becker
          0:04:04–0:04:05
          So schlimm?
          Mara Pfeiffer
          0:04:06–0:04:10
          Das ist ein bisschen albern, aber du klingst wirklich, als wärst du in so einem Busbahnhof.
          0:04:11–0:04:14
          Ich bin sehr gespannt, wie du das nachher noch rausbekommst,
          0:04:14–0:04:16
          dass unsere HörerInnen das dann nicht so hören wie ich.
          Annika Becker
          0:04:17–0:04:19
          Naja, beim letzten Mal hat es ja auch funktioniert.
          Mara Pfeiffer
          0:04:19–0:04:22
          Keine Ahnung, ich höre den Podcast hinterher nicht nochmal.
          Annika Becker
          0:04:22–0:04:22
          Was?!?!
          Mara Pfeiffer
          0:04:24–0:04:27
          Es sei denn, du bastelst irgendwelche Schnurrer vom Hemms rein.
          0:04:28–0:04:33
          Aber kommen wir doch mal tatsächlich zum Fußball. Wie war denn deine Fußballwoche?
          Annika Becker
          0:04:33–0:04:35
          Ich muss mir diese Arbeitsbeziehung wirklich nochmal überlegen.
          0:04:35–0:04:37
          Ja, meine Fußballwoche.
          0:04:38–0:04:45
          Ja, also es gab ja dieses Nachholspiel der SGS Essen gegen den FC Köln.
          0:04:45–0:04:48
          Da war ich im Stadion, das war mitten in der Woche abends.
          0:04:48–0:04:53
          Es war ziemlich kalt, es war, fand ich, verhältnismäßig, dafür,
          0:04:53–0:04:57
          dass an dem Abend auch irgendwann Champions League der Männer lief,
          0:04:57–0:04:58
          eigentlich relativ gut besucht.
          0:05:00–0:05:06
          Und ja, es war jetzt kein besonders schönes Spiel oder sowas.
          0:05:06–0:05:08
          Also ich meine, da hat vorher, glaube ich, auch niemand mit gerechnet.
          0:05:09–0:05:15
          Bei Köln, finde ich, hat man jetzt schon gemerkt, dass sie so sehr auf Stabilität
          0:05:15–0:05:18
          aus sind, erst mal unter Britta Carlson.
          0:05:18–0:05:21
          Und das hat in dem Spiel zumindest auch sehr, sehr gut funktioniert.
          0:05:22–0:05:25
          Jetzt das andere Spiel der Essenerinnen gegen Jena am Wochenende,
          0:05:25–0:05:28
          da konnte ich aus verschiedenen Gründen nicht ins Stadion.
          0:05:28–0:05:32
          Das habe ich dann so von zu Hause aus verfolgt und habe mich natürlich sehr
          0:05:32–0:05:36
          gefreut erst mal, dass mal wieder ein Spiel gewonnen werden konnte,
          0:05:36–0:05:42
          aber dann auch über diejenigen, die da an den Toren beteiligt waren, weil wir alle wissen,
          0:05:42–0:05:47
          dass Ramona Maier die ganze Zeit noch nicht getroffen hatte und ich meine,
          0:05:47–0:05:52
          was die in dieser Saison schon für fette Torchancen hatte und vergeben hat,
          0:05:52–0:05:53
          weil man dann auch gemerkt hat,
          0:05:54–0:05:57
          dass da sich natürlich so eine gewisse Unsicherheit eingeschlichen hat.
          0:05:57–0:06:02
          Und dann macht sie gegen Jena, also nicht nur ein Tor, sondern zwei,
          0:06:02–0:06:07
          aber das erste dieser beiden Tore war auch einfach sowas von unfassbar schwierig zu machen.
          0:06:08–0:06:13
          Also so, wie sie angespielt wurde, dass der Ball eigentlich so von hinten
          0:06:13–0:06:17
          so halb über sie drüber kam und dann runterfiel und sie so im Fallen den dann
          0:06:17–0:06:20
          irgendwie über die Torhüterin drüber geschnibbelt hat.
          0:06:20–0:06:26
          Also den muss man erstmal machen und sie hat dann, ja beim Jubel hat man
          0:06:26–0:06:31
          das so gesehen, dass ihr da wirklich auch einfach alles gerade so vom Herzen
          0:06:31–0:06:33
          gefallen ist und sie erstmal alle.
          0:06:34–0:06:35
          durchgeboxen und durchschütteln musste.
          0:06:36–0:06:40
          So ganz nach Ramona-Maier-Art. Ich habe mich aber auch sehr gefreut, dass Maike Berentzen.
          0:06:41–0:06:44
          Ein Tor gemacht hat. Die war ja sehr lange verletzt zwischendurch,
          0:06:44–0:06:48
          hatte einen Kreuzbandriss, hatte inzwischen schon ihr Comeback und mal so ein
          0:06:48–0:06:50
          paar Kurzeinsätze hier und da.
          0:06:51–0:06:54
          Aber das war jetzt eben der erste Treffer, den sie dann als Jokerin mal wieder
          0:06:54–0:06:57
          machen konnte, was sehr, sehr cool ist.
          0:06:57–0:07:00
          Sehr schöne Vorlage von Annalena Rieke auch.
          0:07:01–0:07:04
          Natascha Kowalski hat auch eine Torvorlage gegeben, was ihr,
          0:07:04–0:07:09
          glaube ich, auch gut tut, weil die zuletzt wirklich gar nicht gut drauf war.
          0:07:09–0:07:13
          Aber ja, also sowas, wo man sich, glaube ich, ein bisschen dran aufrichten kann als Team.
          0:07:14–0:07:17
          Auch wenn man dann irgendwie vielleicht sagt, naja, gegen Jena muss man irgendwie gewinnen.
          0:07:18–0:07:22
          Aber so wie die Saison bisher verlaufen ist, war das schon bitter nötig jetzt.
          0:07:22–0:07:27
          Ja, und dann, also wir nehmen am Montagnachmittag auf, kam heute eine Nachricht
          0:07:27–0:07:34
          rein, mit der, ja, glaube ich, alle SGS-Fans in irgendeiner Form gerechnet haben
          0:07:34–0:07:36
          in den letzten Wochen schon, Wenn man sich angeguckt hat,
          0:07:37–0:07:41
          was da so bei den Torhüterinnen von Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg
          0:07:41–0:07:47
          los ist, dass nämlich Sophia Winkler nach dieser Saison zu Eintracht Frankfurt wechseln wird.
          0:07:47–0:07:54
          Sie hat da einen Vertrag bis 2029 unterschrieben, der in Essen wäre noch ein
          0:07:54–0:07:56
          Jahr gelaufen, also eigentlich bis Sommer 26.
          0:07:56–0:08:04
          Das heißt, sie wechselt vor Abschluss des Vertrages und wurde im Rahmen dieses
          0:08:04–0:08:07
          Wechsels nochmal von allen Seiten mit Lob überschüttet.
          0:08:08–0:08:13
          Sie ist ja nach wie vor erst 21 und hat einfach so eine krasse Entwicklung gemacht,
          0:08:13–0:08:16
          wurde jetzt ja auch wiederholt ins Nationalteam eingeladen.
          0:08:16–0:08:21
          Ich finde auch verdient, weil sie da schon, auch wenn sie nicht viel zu tun
          0:08:21–0:08:25
          hatte in ihrem DFB-Einsatz, aber schon einfach so einen sicheren Eindruck gemacht hat.
          0:08:25–0:08:29
          Ich meine, ich sehe sie ja jetzt seit Jahren sehr regelmäßig immer im Stadion
          0:08:29–0:08:33
          und man hat da schon sehr klar so eine Entwicklung bei ihr gesehen.
          0:08:33–0:08:40
          Und was ich vor allem sehr krass fand, war, dass sie ja diese letzte Saison
          0:08:40–0:08:44
          beendet hat mit dieser roten Karte, wo dann klar war, sie ist am Anfang dieser
          0:08:44–0:08:46
          Saison erst mal gesperrt.
          0:08:46–0:08:49
          Das war ja so eine Situation beim Rauslaufen und das war sowas,
          0:08:49–0:08:55
          da musste sie in ihren ersten Jahren schon sehr viel dazulernen und hatte das
          0:08:55–0:08:58
          häufiger mal, dass sie dann elf Meter verursacht, wenn sie halt so alleine aus
          0:08:58–0:09:03
          dem Tor rausgekommen ist und das Timing nicht so ganz gestimmt hat.
          0:09:03–0:09:04
          Da ist sie sehr viel besser geworden.
          0:09:04–0:09:08
          In der Situation hat das halt so gar nicht funktioniert. Das war eine sehr berechtigte rote Karte.
          0:09:09–0:09:13
          Aber ich habe dann halt so gedacht, man weiß halt nie, was das bei so Leuten
          0:09:13–0:09:16
          auslöst. nicht, dass sie das jetzt irgendwie verunsichert oder so,
          0:09:16–0:09:20
          dass es jetzt nochmal so krass schiefgegangen ist, obwohl sie sich da so verbessert
          0:09:20–0:09:22
          hatte, aber überhaupt nicht.
          0:09:22–0:09:26
          Also die ist ja wiedergekommen und war auf den Punkt total sicher,
          0:09:26–0:09:28
          total sicherer Rückhalt wieder.
          0:09:28–0:09:32
          Ich glaube, diese DFB-Nominierung hat ihr dann auch nochmal ordentlich Auftrieb gegeben.
          0:09:33–0:09:37
          Und die Saison ist jetzt natürlich noch nicht vorbei, aber ja,
          0:09:37–0:09:41
          also schon mal an der Stelle alles Gute für die Zukunft, kann man da nur sagen.
          0:09:42–0:09:46
          Ich lehne mich mit sowas sehr selten aus dem Fenster, aber ich bin mir eigentlich
          0:09:46–0:09:52
          ziemlich sicher, dass Frankfurt da die zukünftige Nationaltorhüterin Nummer 1 verpflichtet hat.
          0:09:52–0:09:55
          Vielleicht jetzt nicht direkt zur EM, aber so mittelfristig,
          0:09:55–0:10:02
          wenn Verletzungspech ausbleibt, hoffentlich. Ja, und aus Essener Perspektive muss man mal gucken.
          0:10:02–0:10:05
          Kim Sindermann und Aline Allmann sind da.
          0:10:06–0:10:11
          Kim Sindermann war bis jetzt eigentlich dann immer die sichere Vertretung.
          0:10:11–0:10:15
          Allerdings läuft bei ihr der Vertrag Stand jetzt im Sommer aus, bei Aline Allmann auch.
          0:10:16–0:10:20
          Es gäbe allerdings auch einige gute junge Torhüterinnen. Also Pia Lucassen hatte
          0:10:20–0:10:25
          letzte Saison ja schon ihr Bundesliga-Debüt einmal kurz gegeben und es gibt
          0:10:25–0:10:27
          auch noch weitere in den Nachwuchsteams.
          0:10:27–0:10:31
          Da muss man mal sehen, wie sich der Verein da aufstellt, ob es vielleicht auch
          0:10:31–0:10:34
          doch noch einen Zugang geben wird im Sommer oder so.
          0:10:34–0:10:38
          Aber ja, das war so die Nachricht des Montags so ein bisschen.
          0:10:39–0:10:41
          Aber wie war denn deine Fußballwoche?
          Mara Pfeiffer
          0:10:41–0:10:46
          Also mir ist tatsächlich an einem Sonntag, wie auch sonst, wenn man sich die
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          Anstoßzeiten von Mainz 05 bei Auswärtsspielen anschaut, die sind nämlich in
          0:10:52–0:10:54
          der Regel nicht samstags,
          0:10:54–0:10:58
          so als gäbe es den Samstag nicht, sondern Freitag oder Sonntag.
          0:10:58–0:11:02
          Aber an einem Sonntagabend ist mir dann gestern doch das Herzchen ein bisschen
          0:11:02–0:11:09
          aufgegangen, weil wir haben da ja auch schon hin und wieder mal drüber gesprochen,
          0:11:09–0:11:15
          wie sich so Emotionalität so zum Verein entwickelt, auch durch das Berufliche und so weiter.
          0:11:15–0:11:19
          Und eine Sache, die bei mir aber immer noch total funktioniert,
          0:11:19–0:11:29
          ist zu sehen, was so mit der eigenen Jugend quasi im positiven Sinne passiert. Und...
          0:11:31–0:11:36
          Im Auswärtsspiel gegen Heidenheim, dass Mainz 05 dann auch mit 2 zu 0 gewinnen
          0:11:36–0:11:43
          konnte, standen eben Jonny Burkardt, Nelson Weiper und Paul Nebel in der Startelf.
          0:11:44–0:11:47
          Und da kriege ich dann schon auch ein bisschen Sternchen in die Augen,
          0:11:47–0:11:52
          weil ich das einfach sehr cool finde, wenn man so das Gefühl hat oder nicht
          0:11:52–0:11:53
          nur das Gefühl hat, sondern das eben auch einfach so ist.
          0:11:54–0:11:59
          Das sind die Jungs, die da eben auch groß geworden sind. Wird sehr spannend
          0:11:59–0:12:01
          mit Jonathan Burkhardt.
          0:12:02–0:12:07
          Ob der über die Saison hinaus tatsächlich in Mainz bleibt, ist auch natürlich
          0:12:07–0:12:11
          so ein bisschen die Frage, wie Mainz 05 selbst am Ende abschließen wird in der
          0:12:11–0:12:16
          Tabelle, ob da sich eventuell dann doch etwas europäisch tun wird diese Saison.
          0:12:16–0:12:23
          Aber ja, ich freue mich tatsächlich für alle drei sehr und auch so ein bisschen unterschiedlich.
          0:12:23–0:12:27
          Ich meine Burkhardt mit den vielen Verletzungen, Weiper eben auch mit dieser
          0:12:27–0:12:31
          krassen langen Verletzung, Nebel, der den Weg über die Leihe gegangen ist,
          0:12:31–0:12:35
          was sich ja in Mainz gerade für Jugendspieler auch schon häufiger bewährt hat.
          0:12:35–0:12:39
          Robin Zentner ist ja auch so einer, der zwei Jahre in Kiel war,
          0:12:39–0:12:44
          bevor er dann sich in Mainz dann zum Bundesliga-Stammtorhüter durchgesetzt hat.
          0:12:45–0:12:48
          Also von daher gesehen, das ist tatsächlich eine sehr coole Sache.
          0:12:48–0:12:53
          Die Regionalligen spielen ja nach wie vor nicht. Die Frauen haben jetzt Testspiele
          0:12:53–0:12:56
          und können sich schon mal ein bisschen warm schießen.
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          Und ich muss sagen, was mich echt getroffen hat, unerwarteterweise.
          0:13:03–0:13:07
          War das Aus der Wolfsburgerinnen im DFB-Pokal.
          0:13:07–0:13:11
          Ich realisiere natürlich, dass das für den Wettbewerb auf jeden Fall gut ist,
          0:13:11–0:13:15
          wenn es auch mal wieder eine andere Titelträgerinnen geben wird.
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          Aber da merke ich dann halt schon irgendwie so ein bisschen meine Connection
          0:13:19–0:13:23
          zu Alex Popp über die Zeit, die wir eben miteinander verbracht haben bei der
          0:13:23–0:13:25
          Arbeit an ihrer Biografie.
          0:13:25–0:13:30
          Und dazu kommt ja auch noch, dass die 05erinnen eben kurz vor der Sensation
          0:13:30–0:13:32
          selbst standen gegen Wolfsburg.
          0:13:34–0:13:38
          Und ja, dann habe ich mich halt auch so ein bisschen damit getröstet,
          0:13:38–0:13:44
          dass ich dachte, naja, dafür kann dann am Ende eben Alex Popp wieder den Pokal in die Höhe recken.
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          Und dass das jetzt nicht passieren wird, ist schon ein ungewohnter Gedanke.
          0:13:50–0:13:55
          Aber ja, das hat mich doch erstaunlich beschäftigt. Und ansonsten freue ich
          0:13:55–0:13:57
          mich tatsächlich aufs Fastnachtsheimspiel.
          0:13:57–0:14:00
          Ich habe ins Dokument geschrieben, lass mich, weil ich weiß,
          0:14:00–0:14:04
          ich habe schon gesehen, ich bin unter der Woche bei St.
          0:14:04–0:14:09
          Pauli, also im Millerton-Podcast, im Vorbericht oder im Vorgespräch.
          0:14:09–0:14:13
          Und der Casche, der den aufnimmt, hat schon gefragt auf Blue Sky,
          0:14:13–0:14:14
          ob es irgendwelche Fragen gibt.
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          Und irgendjemand hat gemeint, wie man sich dann auf so ein Karnevals,
          0:14:19–0:14:21
          also es muss natürlich Fastnachtsspiel heißen, vorbereitet.
          0:14:21–0:14:24
          Weil die Verwirrung ist ja die.
          0:14:24–0:14:28
          Mainz ist ja keine Karnevalsstadt wie Köln, sondern eine Fastnachtsstadt.
          0:14:29–0:14:34
          In Wiesbaden wiederum ist es eher, also es ist strittig. Fastnacht oder Fasching
          0:14:34–0:14:36
          im Odenwald, wo ich ursprünglich mal herkomme, ist es eindeutig Fasching.
          0:14:37–0:14:41
          Aber die Verwirrung ist immer dieses, dass Mainz 05 ja der Karnevalsverein ist,
          0:14:41–0:14:45
          aber in einer Fasnachts-Hochburg lebt, also entsprechend natürlich auch ein Fasnachts-Spiel hat.
          0:14:46–0:14:51
          Das hat aber natürlich damit zu tun, dass Karnevalsverein ja eine verhohne Piepelung
          0:14:51–0:14:54
          der anderen Fans war, die man dann quasi als Selbstbezeichnung übernommen hat.
          0:14:54–0:14:58
          Und da dies nicht besser wussten, haben sie uns halt nicht als Fasnachtsverein
          0:14:58–0:15:00
          veralbert, sondern als Karnevalsverein.
          Annika Becker
          0:15:00–0:15:03
          Außerdem kann man ihr seit neun Karnevalsverein viel besser singen als das andere.
          Mara Pfeiffer
          0:15:03–0:15:08
          Nee, weil es würde ja Fassenacht heißen. Es würde tatsächlich super funktionieren.
          0:15:08–0:15:10
          Ihr seid nur ein Fassenachtsverein.
          0:15:10–0:15:14
          Also es hätte auf jeden Fall auch was. Na gut, aber weder möchte ich jetzt singen
          0:15:14–0:15:20
          noch weiter mit irgendwelchen 05-Anekdoten beschäftigen. Aber es ist tatsächlich
          0:15:20–0:15:24
          so, dass ich das früher überhaupt nicht angenommen habe.
          0:15:24–0:15:28
          Ich kann mich erinnern, dass bei einem wirklich ganz frühen Heimspiel,
          0:15:29–0:15:32
          bei dem ich war, vor einem Vierteljahrhundert mal hinter mir jemand,
          0:15:32–0:15:36
          als so die Fastnachtslieder angestimmt wurden, meinte, kann man hier nicht Fan
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          sein ohne die Fastnachtsscheiße, das interessiert mich überhaupt nicht.
          0:15:39–0:15:41
          Und ich so dachte, ja, so geht es mir auch.
          0:15:41–0:15:45
          Aber da ich ja jetzt schon seit vielen, vielen Jahren mit wechselnden Kindern
          0:15:45–0:15:49
          ins Stadion gehe und das natürlich auch beim Fastnachtsspiel wieder machen werde,
          0:15:49–0:15:58
          werde ich da meinen Standardpanda auspacken und werde also verkleidet ins Stadion
          0:15:58–0:16:00
          gehen. Und da freue ich mich auch schon drauf.
          Annika Becker
          0:16:02–0:16:09
          Ich finde den Standard-Panda im Kontext eines Fußballspiels sehr schön also ich weiß genau,
          0:16:10–0:16:13
          was du meinst weil ich schon Fotos von diesem Panda-Kostüm gesehen habe,
          0:16:13–0:16:18
          aber ich stelle mir gerade so einen Panda vor, der dann immer wie beim Football,
          0:16:19–0:16:23
          nur so kurz eingewechselt wird, um eine Ecke zu schießen und dann aber,
          0:16:23–0:16:27
          weil er ein Panda ist und Pandas sehr viele Dinge nicht so hinbekommen,
          0:16:27–0:16:29
          so koordiniert wie sie sollten,
          0:16:29–0:16:34
          dann einfach nur so einen Kusselkopf macht, neben der Eckfahne.
          Mara Pfeiffer
          0:16:34–0:16:40
          Ja, großartig. Ja, also das schönste Erlebnis, was ich mit diesem Panda-Kostüm
          0:16:40–0:16:47
          hatte, war, dass ich mal mit dem Zauberneffen zum Auswärtsspiel bei Hertha BSC geflogen bin und ähm.
          0:16:48–0:16:53
          Und irgendwas war nicht okay mit meinen Augen. Wahrscheinlich war ich gegen irgendwas allergisch.
          0:16:53–0:16:58
          Und dann sind mir die Augen so zugeschwollen, dass ich halt auch wirklich sehr
          0:16:58–0:17:00
          original pandaig aussah.
          0:17:00–0:17:05
          Und an dem Tag war dann auch noch irgendeine Sperrung am Flughafen wegen irgendeinem
          0:17:05–0:17:10
          alleine gelassenen Koffer und wir wären fast nicht in den Flieger gekommen rechtzeitig.
          0:17:10–0:17:14
          Und es war Jakobs erster Flug und der war fix und fertig und meinte dann so,
          0:17:14–0:17:18
          ich weiß jetzt, warum die Mama nie fliegt, Mara, das ist so anstrengend alles.
          0:17:18–0:17:22
          Weil ich versucht habe, uns irgendwie noch in diesen Flieger zu kriegen und
          0:17:22–0:17:27
          den Jakob immer so vorgeschubst habe in dieser Reihe so zu der Flugbegleiterin
          0:17:27–0:17:30
          oder zu dem Bodenpersonal, die so geguckt haben,
          0:17:30–0:17:33
          weil sie haben dann nur ganz kleine Kinder eigentlich mitgenommen in dem Flieger
          0:17:33–0:17:37
          und der Jakob die ganze Zeit geweint, weil er so gestresst war und es war ganz schlimm.
          0:17:37–0:17:39
          Dann habe ich immer so auf ihn gedeutet und dann kam irgendwann tatsächlich
          0:17:39–0:17:42
          die vom Bodenpersonal und meinte, na, kann man euch helfen?
          0:17:43–0:17:46
          Und der Jakob hat so geweint, hat gesagt, wir verpassten den Flieger und ich bin noch nie geflogen.
          0:17:47–0:17:49
          Dann haben sie uns echt noch mitgenommen. und ganz am Schluss vorne,
          0:17:50–0:17:52
          wo die Koffer so durchleuchtet werden, war dann so ein Typ,
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          der hatte irgendwie eine Riesenfamilie und hunderte von Koffern und es war so
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          klar, es geht jetzt echt um Minuten und dann haben wir den gefragt,
          0:17:59–0:18:01
          ob er uns vorlässt und seine Frau erst so ne, ne, ne, ne, ne,
          0:18:02–0:18:03
          dann guckt er mich so an und sagt,
          0:18:03–0:18:06
          boah, sie sehen aus, als hätten sie es heute echt schon irgendwie gehabt und
          0:18:06–0:18:09
          deutet halt so auf meine Augen und sagt so, ja, okay, wir lassen sie durch.
          0:18:10–0:18:12
          Es war echt komplett absurd alles.
          0:18:14–0:18:19
          Mann, Mann, Mann, also ja. Und natürlich haben wir dann auch das Spiel in Berlin
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          verloren, weil es war ja Fasnacht und es war Berlin.
          0:18:24–0:18:30
          Aber ja, so viel also zu meiner Panda-Anekdote. Das ist ja quasi schon der Ausblick
          0:18:30–0:18:31
          auf die nächste Fußballwoche.
          0:18:32–0:18:35
          Aber was ich eigentlich nur sagen wollte, bevor ich angefangen habe,
          0:18:35–0:18:37
          los zu ramblen, ist, ich mag die Fasnachtsheimspiele.
          0:18:38–0:18:42
          Ich finde das sehr schön. Ich hätte auch gerne, dass noch Bonbons geworfen werden.
          0:18:42–0:18:48
          Und ja, ich weiß, die Mainz 05erinnen hingen mal in Frankfurt wütend über dem
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          Zaun nach einem verlorenen Spiel in Mario Brother und ähnlichen Kostümen.
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          Und alle haben sich drüber mokiert und lustig gemacht. Aber es ist scheißegal. Es gehört dazu.
          0:19:01–0:19:05
          So, aber dann kommen wir doch mal zu den ernsten Themen.
          0:19:06–0:19:12
          Nämlich unseren Themen dieser Woche. Möchtest du vielleicht mal anfangen, liebe Annika?
          Annika Becker
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          Diese Nachricht ist jetzt schon ein paar Tage her, aber ich glaube,
          0:19:15–0:19:20
          in Deutschland haben das nicht so viele Leute so richtig mitbekommen, denke ich.
          0:19:20–0:19:27
          Und zwar gibt es in der NWSL einen 5 Millionen US-Dollar hohen Kompensationsfund
          0:19:27–0:19:34
          für Spielerinnen, die von Abuse betroffen waren, in welcher Form auch immer.
          0:19:35–0:19:41
          Es handelt sich um einen Vergleich, der vor Gericht erkämpft wurde, muss man sagen.
          0:19:42–0:19:47
          Und zwar gab es eine gemeinsame Untersuchung der Generalstaatsanwaltschaften
          0:19:47–0:19:49
          von Columbia, Illinois und New York.
          0:19:49–0:19:56
          Das lief eine ganze Weile und da ging es um systematischen Missbrauch in der
          0:19:56–0:20:02
          Liga und mögliche Verstöße gegen staatliche und lokale Menschenrechtsgesetze.
          0:20:02–0:20:08
          Also zum Beispiel um sexualisierte Gewalt durch TrainerInnen,
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          aber auch Belästigung innerhalb der Vereine oder fehlende Antidiskriminierungsschutzmaßnahmen
          0:20:15–0:20:17
          am Arbeitsplatz zum Beispiel.
          0:20:17–0:20:22
          Und die drei Staatsanwaltschaften haben dabei festgestellt, was die ganzen anderen
          0:20:22–0:20:26
          NWSL-Untersuchungen vorher auch schon festgestellt haben,
          0:20:26–0:20:33
          dass es in der Liga eine Kultur des unangemessenen und missbräuchlichen Verhaltens gab.
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          Einschließlich sexueller Belästigung, Schikane und Diskriminierung aufgrund
          0:20:39–0:20:42
          von Geschlecht, Ethnie und sexueller Orientierung.
          0:20:42–0:20:45
          Das ist ein Zitat aus dem Bericht übersetzt.
          0:20:45–0:20:51
          Und es sind aber keine neuen Enthüllungen dazugekommen, sondern es gingen vor
          0:20:51–0:20:55
          allem um Fälle, die schon bekannt sind oder schon in der Vergangenheit gemeldet wurden.
          0:20:56–0:21:04
          Und dieser Entschädigungsfonds für Spielerinnen, der wurde jetzt eben durchgesetzt,
          0:21:04–0:21:08
          vor allem von der Spielerinnengewerkschaft und es geht darum,
          0:21:09–0:21:15
          dass die Liga, die NWSL jetzt in den nächsten Jahren auch überwacht wird von
          0:21:15–0:21:19
          diesen Staatsanwaltschaften, dass halt entsprechende Sachen durchgesetzt werden.
          0:21:19–0:21:25
          Also die müssen zum Beispiel alle sechs Monate einen Bericht über die Einhaltung
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          gewisser Vorschriften ablegen und wenn Fehlverhalten neu dokumentiert wird,
          0:21:31–0:21:37
          dann muss das halt gemeldet werden und dieser Entschädigungsfonds in Höhe von 5 Millionen US-Dollar,
          0:21:38–0:21:44
          der muss eingerichtet werden und auch an eine neutrale Stelle gegeben werden,
          0:21:44–0:21:46
          die das Ganze verwaltet und beaufsichtigt.
          0:21:46–0:21:49
          Genau, das geht halt nach so einem strengen Protokoll.
          0:21:49–0:21:54
          Das heißt, es gibt eine externe Verwaltungsstelle für diesen Fonds, für dieses Konto.
          0:21:54–0:21:58
          Da wurde auch schon eine Person für ausgewählt.
          0:21:58–0:22:02
          Und zwar ist das die ehemalige US-Bezirksrichterin Barbara Jones,
          0:22:03–0:22:09
          die im Aufsichtsausschuss für die gemeinsame Untersuchung der Liga- und der
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          Spielerinnengewerkschaft tätig war.
          0:22:12–0:22:16
          Und diese 5 Millionen, die gehen auf ein Treuhandkonto.
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          Und es gibt bereits zwei Spielerinnen, die ihre Ansprüche gegen die Liga geltend
          0:22:22–0:22:29
          gemacht haben und bis zu einer Million US-Dollar aus dem Fonds erhalten werden, zusammengerechnet.
          0:22:30–0:22:34
          Diese beiden Spielerinnen sind namentlich nicht bekannt, aber da sind halt schon
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          so die Prozesse, sag ich mal, angestoßen worden, dass die eben Geld aus diesem Fonds erhalten.
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          Das heißt, diese restlichen 4 Millionen US-Dollar werden dann an andere Spielerinnen
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          verteilt, die für sich geltend machen können, dass sie Kompensationszahlungen zu erhalten haben.
          0:22:51–0:22:58
          Und Barbara Jones, die ich vorhin erwähnt habe, hat eben seit Bekanntmachung
          0:22:58–0:23:01
          dieser ganzen Angelegenheit 45 Tage Zeit,
          0:23:01–0:23:10
          um einen schriftlichen Plan und ein Verfahren für die Einreichung von Ansprüchen vorzulegen.
          0:23:10–0:23:14
          Also dass für Spielerinnen eben klar ist, das muss ich machen,
          0:23:14–0:23:19
          wenn ich Ansprüche geltend machen will, an denen die oder Stelle oder Person
          0:23:19–0:23:22
          kann ich mich wenden und das und das muss ich vorlegen, um das zu machen.
          0:23:22–0:23:27
          Es herrscht halt so ein bisschen, wie das oft bei solchen Sachen ist.
          0:23:28–0:23:34
          So ein Kampf um die Deutungshoheit, wer jetzt eigentlich da den größten Anteil
          0:23:34–0:23:36
          daran hat, dass das durchgesetzt ist.
          0:23:36–0:23:40
          Die Liga beansprucht es natürlich irgendwie für sich, aber Tori Huster,
          0:23:41–0:23:46
          das ist die Präsidentin der Spielerinnengewerkschaft, der NWSLPA,
          0:23:46–0:23:52
          sagt halt eben ganz klar, dass es nicht die Leitung der Liga war,
          0:23:52–0:23:56
          die das durchgesetzt hat, sondern dass das eigentlich nur zustande gekommen
          0:23:56–0:23:57
          ist, weil es eben Spielerinnen gab,
          0:23:58–0:24:02
          die ja laut geworden sind und keine,
          0:24:02–0:24:09
          also Nein und Schweigen nicht anerkannt haben als ausreichende Antwort und dass
          0:24:09–0:24:13
          man das jetzt auch nicht sehen kann als Gerechtigkeit,
          0:24:13–0:24:17
          als ausgleichende Gerechtigkeit oder so, dass es diesen Fonds gibt und diese
          0:24:17–0:24:20
          Zahlungen geben kann, sondern dass es eigentlich eher ein,
          0:24:21–0:24:26
          Acknowledgement, also ein Eingestehen der Liga ist, dass eben Fehler gemacht
          0:24:26–0:24:28
          wurden und dass es diese fehlerhaften,
          0:24:29–0:24:30
          gefährlichen Strukturen gibt,
          0:24:30–0:24:37
          die ja auch nach wie vor immer noch in neuen vorkommenden Themen sind.
          0:24:37–0:24:41
          Also wir erinnern uns hier an Jill Ellis, da hatten wir drüber gesprochen,
          0:24:41–0:24:43
          San Diego Wave vor einigen Monaten.
          0:24:43–0:24:46
          Das war ja so ein neuer, aktueller Fall zum Beispiel.
          Mara Pfeiffer
          0:24:46–0:24:52
          Und in einem leider sehr ähnlichen Themenbereich bewegen wir uns weiter.
          0:24:53–0:24:58
          Und zwar geht es um Vorkommnisse, die zum einen Khadija Shaw und zum anderen
          0:24:58–0:25:01
          Daniela Caracas erlebt haben.
          0:25:01–0:25:06
          Rassismus, Transfeindlichkeit und all diese Dinge, die wir im Fußball genauso
          0:25:06–0:25:09
          wenig wie irgendwo sonst sehen wollen.
          0:25:10–0:25:15
          Der Vorfall, der Daniela Caracas betrifft, ist unter anderem,
          0:25:15–0:25:18
          und das verlinken wir euch, auch aufgegriffen worden von Weiß.
          0:25:19–0:25:25
          Es geht darum, dass Marpe Leon vorgeworfen wird, dass sie ihr zwischen die Beine
          0:25:25–0:25:30
          und da eben auch in den Geschlechtsbereich gegriffen haben soll.
          0:25:30–0:25:37
          Sie hat schon angekündigt, dass sie womöglich mit einer Gegenanklage reagieren wird.
          0:25:37–0:25:42
          Der Verband hat sich sehr allgemein geäußert, der Spanische so von wegen wir
          0:25:42–0:25:45
          verurteilen bla bla bla immer, wenn irgendwas passiert, aber Klammer auf,
          0:25:45–0:25:47
          wir machen dann auch nicht wirklich was dagegen.
          0:25:47–0:25:51
          Und eine Sache, die ich tatsächlich nochmal ganz wichtig fand,
          0:25:52–0:25:55
          die Weiß aufgegriffen hat, also es ging eben auch um die Frage.
          0:25:55–0:26:02
          Ob rassistische Beleidigungen zusätzlich zu den sexistischen Gesten gefallen
          0:26:02–0:26:05
          sind, was Leon also wie gesagt abstreitet.
          0:26:05–0:26:13
          Aber der Punkt, dass es zu wenig öffentlich geäußerte Solidarität gibt in solchen
          0:26:13–0:26:16
          Fällen, gerade wenn sie schwarze Spielerinnen betreffen.
          0:26:16–0:26:22
          Und das ist, glaube ich, schon was, was man generell beobachten kann und was
          0:26:22–0:26:25
          man auch durchaus thematisieren und auch problematisieren sollte.
          0:26:25–0:26:30
          Dieser Reflex dann natürlich, den man ja kennt aus dem Fußball der Männer,
          0:26:30–0:26:31
          aus dem Fußball der Frauen,
          0:26:31–0:26:37
          dass die Angeklagte oder die Spielerinnen, der die Vorwürfe gemacht werden,
          0:26:37–0:26:43
          das dann abstreitet und eben ihrerseits damit droht, irgendwie juristische Schritte zu ergreifen.
          0:26:44–0:26:50
          Ist halt was, was a. niemanden weiterbringt inhaltlich und was b.
          0:26:51–0:26:56
          Vielleicht dadurch auch mal eine Veränderung im Verhalten erfahren könnte.
          0:26:56–0:27:02
          Wenn die Spielerinnen wüssten, dass diese Aktionen eben Folgen haben,
          0:27:02–0:27:05
          also dass sie sich sowas nicht einfach rausnehmen können.
          0:27:05–0:27:10
          Und es ist so ein und dieselbe Haltung, hinterher zu sagen, ja,
          0:27:10–0:27:14
          nee, war ja gar nichts oder hinterher zu sagen, naja, es war so eine Heat-of-the-Moment-Geschichte.
          0:27:14–0:27:21
          Und der Faktor mit der Solidarität könnte da halt tatsächlich einen großen Unterschied
          0:27:21–0:27:24
          machen. Und zu Khadija Shaw noch.
          0:27:24–0:27:31
          Sie hat nach einem Spiel dicke rassistische und misogyne Nachrichten bekommen,
          0:27:32–0:27:35
          hatte erst überlegt, sich dazu gar nicht zu äußern.
          0:27:35–0:27:41
          Und später hat aber tatsächlich der Verein, also Man City, auch ganz klar sich
          0:27:41–0:27:47
          dazu bekannt, dass das eben nicht geht, was der Spielerin danach dem Spiel gegen Arsenal passiert ist.
          0:27:47–0:27:51
          Und generell ist es was, worüber wir hier ja zuletzt auch schon das ein oder
          0:27:51–0:27:52
          andere Mal gesprochen haben,
          0:27:53–0:27:57
          ist es natürlich problematisch, dass das im Fußball der Frauen mittlerweile
          0:27:57–0:28:04
          auch häufiger als Problem aufzutreten scheint, als das noch vor einer Weile der Fall gewesen ist.
          0:28:04–0:28:12
          Und das läuft leider alles unter diesem Punkt, dass die negativen Sachen aus
          0:28:12–0:28:18
          dem Fußball der Männer offensichtlich leichter rüberschwappen als die positiven Veränderungen.
          0:28:18–0:28:23
          Aber es ist auf jeden Fall ein Thema, bei dem alle, die sich im Fußball der
          0:28:23–0:28:27
          Frauen bewegen, achtsam sein sollten, weil es da natürlich keinen Platz hat
          0:28:27–0:28:29
          und der Raum, den es sich mittlerweile nimmt,
          0:28:30–0:28:34
          wieder verkleinert oder zugemacht werden muss.
          Annika Becker
          0:28:34–0:28:36
          Ja, ich glaube, es sind so zwei...
          0:28:37–0:28:42
          Sachen von der unterschiedlichen Seite, die aber so auf das Gleiche hinausspielen,
          0:28:42–0:28:45
          also dass es halt mehr Aufmerksamkeit gibt.
          0:28:45–0:28:48
          Also mehr Aufmerksamkeit bedeutet dann einerseits, dass mehr Leute in die Stadien
          0:28:48–0:28:51
          kommen und da dann vielleicht auch mehr Leute dazwischen sind,
          0:28:51–0:28:58
          die halt eben sich sexistisch, rassistisch oder auf andere Art diskriminierend verhalten,
          0:28:58–0:29:02
          die vielleicht vorher nicht zu den Spielen gekommen wären.
          0:29:02–0:29:06
          Das andere ist aber auch, dass, glaube ich, einfach durch diese Aufmerksamkeit
          0:29:06–0:29:09
          Sachen, die vorfallen, die vorher auch schon vorgefallen sind,
          0:29:10–0:29:14
          jetzt dann eben in der Öffentlichkeit auch wahrgenommen und diskutiert werden.
          0:29:14–0:29:18
          Weil also gerade Mapi Léon ist halt auch kein Kind von Traurigkeit.
          0:29:18–0:29:21
          Also da gab es in der Vergangenheit bei ihr auch schon immer mal Sachen,
          0:29:21–0:29:22
          die ihr vorgeworfen wurden.
          0:29:23–0:29:25
          Und das ist dann aber immer ganz schnell wieder versackt, weil einfach,
          0:29:26–0:29:30
          ja, das noch nicht so ein großes Ding war, das dann daraus gemacht wurde.
          0:29:30–0:29:33
          Also da haben sich dann manchmal die Gegenspielerinnen vielleicht auch nicht
          0:29:33–0:29:38
          getraut, das so deutlich zu machen, wie jetzt Daniela Caracas im Nachhinein.
          0:29:38–0:29:44
          Aber es war halt auch von Fans und Medien oder in den sozialen Medien auch längst
          0:29:44–0:29:49
          nicht so diese Aufmerksamkeit da, dass sich das dann so ein bisschen verselbstständigt
          0:29:49–0:29:51
          und diese Nachricht dann auch international weiterträgt.
          Mara Pfeiffer
          0:29:51–0:29:55
          Was in dem Fall natürlich noch dazu kommt, ist, dass es ja eine Videoaufnahme
          0:29:55–0:30:00
          davon gibt, was das natürlich nochmal befeuert hat, weil die eben auch ziemlich
          0:30:00–0:30:02
          in den sozialen Medien rumgegangen ist.
          0:30:02–0:30:06
          Das stimmt auf jeden Fall. Ich glaube auch, also bei dem, was du jetzt gerade
          0:30:06–0:30:10
          gesagt hast mit der Rolle von Mapi León, dass das natürlich auch eine Spielerin
          0:30:10–0:30:14
          ist, wo andere Spielerinnen sich vielleicht irgendwie zweimal überlegen,
          0:30:14–0:30:16
          ob sie eben überhaupt was sagen oder nicht.
          0:30:17–0:30:21
          Was dann genau den Punkt mit der Solidarität aber eben nochmal anspielt.
          0:30:21–0:30:26
          Also umso wichtiger ist es, wenn sie eben was dazu sagen.
          0:30:26–0:30:31
          Ist halt dann das Thema Solidarität umso wichtiger, also um eben zu zeigen,
          0:30:31–0:30:35
          das sind Sachen, die wir hier überhaupt nicht haben wollen.
          0:30:36–0:30:40
          Von Spanien nach verraten wir nichts, sondern stellen eine Frage,
          0:30:40–0:30:46
          nämlich was haben Lina Magull, Sjoeke Nüsken, Sophia Kleinherne und Kerstin Stegemann gemeinsam?
          0:30:46–0:30:48
          Und ihr könnt da jetzt kurz drüber nachdenken.
          0:30:52–0:30:54
          Und jetzt verrät es euch die Annika.
          Annika Becker
          0:30:55–0:31:00
          Ja, alle von diesen Spielerinnen haben mal beim FSV Gütersloh gespielt oder
          0:31:00–0:31:02
          wurden dort ausgebildet.
          0:31:03–0:31:08
          Gleich vier Nationalspielerinnen also, aktive wie ehemalige.
          0:31:08–0:31:17
          Und ja, ich glaube, wer sich so in der Bubble bewegt vom Fußball der Frauen in Deutschland,
          0:31:17–0:31:24
          hat das wahrscheinlich mitbekommen, dass der FSV Gütersloh ein Crowdfunding gestartet hat.
          0:31:24–0:31:28
          Und es ist sehr, sehr ernst. Es geht nämlich um die Existenz des Vereins.
          0:31:29–0:31:34
          Ich wollte es hier nochmal so ein bisschen aufdröseln, was jetzt genau der Ablauf
          0:31:34–0:31:38
          der Dinge war, weil sich das, glaube ich, so aus den Lokalmedien vielleicht
          0:31:38–0:31:40
          nicht unbedingt so weitergetragen hat.
          0:31:40–0:31:44
          Wir hatten letztes Jahr hier im Podcast irgendwann, als es aktuell war,
          0:31:44–0:31:50
          schon mal drüber gesprochen, dass der FSV Gütersloh, das ist ja ein reiner, wie man immer so sagt.
          0:31:51–0:31:57
          Frauenverein, eine Fusion eingehen möchte mit dem FC Gütersloh,
          0:31:57–0:32:04
          wo aktuell nur Männerfußball gespielt wird und dass eigentlich sich beide Vereine darüber einig waren,
          0:32:04–0:32:10
          dass das nur noch auf einer Mitgliederversammlung quasi einmal per Abstimmung
          0:32:10–0:32:11
          durchgewunken werden muss.
          0:32:12–0:32:17
          Jetzt ist es dann aber so gewesen, dass Ende Januar bekannt gegeben wurde,
          0:32:18–0:32:21
          dass diese Fusion erst mal nicht zustande kommen wird.
          0:32:21–0:32:23
          Es gibt einen Bericht vom WDR dazu, den wir euch auch verlinken.
          0:32:24–0:32:30
          Wo eben erklärt ist, dass es darum geht, dass der FSV Gütersloh,
          0:32:30–0:32:35
          die Spielen in der zweiten Bundesliga der Frauen, Negativkapital hat.
          0:32:35–0:32:41
          Und der FC Gütersloh hat es dann juristisch prüfen lassen und ist laut dieser
          0:32:41–0:32:44
          Prüfung dann zu dem Schluss gekommen, dass es irgendwie schwierig wäre,
          0:32:44–0:32:48
          dieses Negativkapital mit zu übernehmen.
          0:32:48–0:32:53
          Und es hieß dann irgendwie, ja, wir haben Bedenken, dass vielleicht die Mitglieder
          0:32:53–0:32:57
          dann wegen diesem Negativkapital der ganzen Sache dann auch doch nicht mehr
          0:32:57–0:32:59
          so positiv gegenüber eingestellt sind.
          0:32:59–0:33:03
          Deswegen gehen wir den Schritt jetzt nicht, damit das beglichen wird und dann
          0:33:03–0:33:06
          kann man es hoffentlich nochmal versuchen zu einem anderen Zeitpunkt.
          0:33:07–0:33:13
          Also Zitat aus dem WDR-Artikel, zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des Verschmelzungsvorhabens
          0:33:13–0:33:17
          im Frühjahr 2024 lag das bilanzielle Negativkapital des FSV im,
          0:33:18–0:33:25
          Noch bei 110.000 Euro. Inzwischen konnte die Summe auf 40.000 Euro reduziert werden.
          0:33:25–0:33:28
          Und die Reduzierung reichte den FC-Verantwortlichen aber nicht.
          0:33:28–0:33:33
          Und da hat dann Chris Punnakkattu, das ist der Pressesprecher vom FSV Gütersloh, gesagt,
          0:33:33–0:33:38
          man habe dafür Verständnis, weil es eben auch als Bedingung so festgelegt worden
          0:33:38–0:33:44
          war, dass das Negativkapital bei Null liegen müsse, bevor es zu dieser Fusion kommen kann.
          0:33:44–0:33:49
          Und in der Pressemitteilung vom FSV heißt es dazu noch,
          0:33:49–0:33:57
          dass das aktuelle bilanzielle Negativkapital durch Rechnungsabgrenzung entstanden
          0:33:57–0:34:00
          ist und nicht auf Verbindlichkeiten zurückzuführen ist.
          Mara Pfeiffer
          0:34:00–0:34:04
          Wenn ich sowas lese, bin ich so froh, dass ich nichts mit Zahlen mache,
          0:34:04–0:34:07
          sondern was mit Wörtern, weil mir die Ohren gleich auf beiden Seiten klingeln.
          Annika Becker
          0:34:08–0:34:10
          Aber du bist doch immer die, die mit den Zahlenspielen.
          Mara Pfeiffer
          0:34:10–0:34:15
          Ja, aber das ist ja was ganz anderes und das sind ja auch viel kleinere Zahlen,
          0:34:15–0:34:21
          weil Gütersloh muss ja jetzt eine Lücke von 40.000 Euro stopfen und braucht
          0:34:21–0:34:25
          weitere 40.000, um die Finanzierung der kommenden Saison zu garantieren.
          0:34:25–0:34:29
          Sonst müsste der Verein im Sommer den Spielbetrieb einstellen.
          0:34:29–0:34:33
          Und diese 80.000 Euro müssen bis Ende April zusammenkommen.
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          Dafür gibt es das von Annika schon erwähnte Crowdfunding. Das ist am heutigen Montag, den 17.
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          Februar um 16 Uhr bei rund 33.700 Euro angekommen.
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          Und es gibt eben eine breit angelegte Kampagne in den sozialen Medien,
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          aber auch in den lokalen Medien.
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          Und eine Sache, die im Zuge dessen,
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          Auch noch betont wurde von Punnakkattu, ist, dass Gütersloh den kleinsten Etat
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          aller Vereine in der ersten und zweiten Bundesliga der Frauen aufweist.
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          Genau, also bis Ende April ist ein überschaubarer Zeitraum.
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          Andererseits, wenn man sieht, bei was für einer doch jetzt beachtlichen Summe
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          das Crowdfunding aktuell schon steht, wer weiß.
          Annika Becker
          0:35:21–0:35:25
          Ja, also ich würde es ihnen sehr wünschen, dass sie es schaffen,
          0:35:25–0:35:32
          weil es einfach so ein wichtiger Ausbildungsverein ist und halt eben einer dieser Vereine,
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          die selbst wenn Spielerinnen vielleicht dann nicht am Ende Nationalspielerinnen
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          werden, aber Bundesligaspielerinnen werden in den höheren Ligen,
          0:35:41–0:35:43
          in der ersten oder zweiten,
          0:35:43–0:35:45
          das ist einfach total wichtig.
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          Und das sind halt genau diese Vereine, die halt gerade so ein bisschen drohen,
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          durchs Raster zu fallen,
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          wenn man halt eben auf der einen Seite die Lizenzbedingungen immer höher schraubt, weil man sagt,
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          man braucht unbedingt diese Professionalisierung, aber andererseits dann Vereine,
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          die seit Jahren eben eigentlich den deutschen Fußball der Frauen so hochhalten
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          und mitfördern, dann irgendwie durchs Raster fallen, weil sie die nicht mehr
          0:36:08–0:36:10
          erfüllen können finanziell.
          0:36:10–0:36:13
          Bei Guitarsloh ist es so, dass man, finde ich, auch immer erwähnen muss,
          0:36:14–0:36:19
          sie haben als Hauptpartner, Hauptsponsoring-Partner Tönnies.
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          Sie spielen ja auch in der Tönnies-Arena.
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          Und da habe ich natürlich als Schalke-Fan so meine ganz eigenen Gedanken dazu, wie ich das finde.
          0:36:27–0:36:32
          Aber jetzt mal so unabhängig davon ist das halt einfach eine riesige Firma,
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          die riesige Umsätze erwirtschaftet, für die 80.000 Euro ein absoluter Vorteil sind,
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          wo ich mich dann halt auch so ein bisschen frage, also...
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          Wenn einem das so wirklich wichtig ist, was man da macht, weiß ich nicht.
          Mara Pfeiffer
          0:36:50–0:36:55
          Ja, ich meine gut, also das ist ja sehr offensichtlich. Zumal,
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          wenn jetzt die Hälfte irgendwie schon da ist,
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          also klingt jetzt irgendwie nicht nach einer total verrückten Vorstellung,
          0:37:04–0:37:07
          dass es dann möglich sein sollte, die andere Hälfte da zuzuschießen.
          0:37:09–0:37:14
          Aber ja, wir werden das auf jeden Fall bis in den April oder bis Ende April
          0:37:14–0:37:15
          weiter für euch beobachten.
          0:37:15–0:37:20
          Kommen aber jetzt mal zu einem anderen Thema und zwar zu einem Thema,
          0:37:20–0:37:25
          auf das sich die liebe Annika schon seit Tagen freut und von dem die liebe Mara
          0:37:25–0:37:27
          überhaupt keinen Plan hat.
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          Und deswegen bin ich jetzt genauso gespannt wie ihr, was gleich kommt.
          0:37:30–0:37:32
          Annika, erzähl doch mal.
          Annika Becker
          0:37:32–0:37:39
          Ja, also Freude ist relativ, weil die Nachricht ist irgendwie so,
          0:37:39–0:37:43
          naja, aber ich fand es wichtig, über das Thema hier mal zu reden.
          0:37:43–0:37:48
          Und zwar geht es darum, dass es keinen Football Manager 2025 gibt.
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          Wenn ihr Gaming-begeistert selbst seid oder vielleicht Leute in eurem Umkreis
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          habt, die das sind, dann habt ihr das eventuell auch mitbekommen,
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          weil das innerhalb dieser Blase doch sehr stark diskutiert wurde.
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          Wenn ihr davon nicht so viel Ahnung habt, dann erkläre ich euch und Mara jetzt
          0:38:06–0:38:08
          mal, was es damit auf sich hat.
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          Also der Football Manager, das ist eine Spielereihe, das ist ein Fußballmanagement-Spiel
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          für PC, aber auch Konsolen und normalerweise kommt da jedes Jahr immer ein Spiel von raus.
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          Die Reihe gibt es schon sehr, sehr lange, seit 1992, das hatte damals noch einen
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          anderen Namen, kommt aus England, das ursprüngliche Entwicklerstudio auch und auch das aktuelle.
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          Und ja, das hat eine sehr loyale und sehr nerdige Community,
          0:38:38–0:38:42
          die in den letzten Jahren aber wirklich sehr rasant gewachsen ist.
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          Also wir sprechen da von Millionen SpielerInnen weltweit.
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          Ich glaube, bei dem 24er-Titel waren es irgendwie am Ende sieben Millionen Ausgaben
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          von diesem Spiel, die verkauft wurden auf verschiedensten Plattformen.
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          Das ist eine ganze Menge.
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          Und die Entwicklerinnen von diesem Spiel heißen Sports Interactive.
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          Und das Besondere an dieser Reihe
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          ist eben, dass die mit tatsächlichen Scouting-Teams zusammenarbeiten.
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          Also bis jetzt war es immer so, dass es da rein den Fußball der Männer drin
          0:39:13–0:39:17
          gab und die hatten dann halt wirklich auf der ganzen Welt ihre Scouts und
          0:39:17–0:39:20
          Netzwerkpartner sitzen, wo sie gesagt haben, okay,
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          hier aus der Liga so und so, wie schätzt du diese Spieler ein und dann
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          gibt es im SpielWerte für Stärken und Schwächen dieser ganzen Fußballer.
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          Und das ist so genau über die Jahre geworden, diese ganze Recherche und Netzwerkarbeit,
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          dass es Vereine gibt, die sich keine eigene Scouting-Abteilung leisten können
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          und dann dieses Spiel als Teil ihres Scoutings benutzen.
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          Also in den unteren englischen Ligen zum Beispiel, da gab es Zeitungsartikel
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          schon vor Jahren darüber, dass das passiert ist und man kann davon ausgehen,
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          dass es international wahrscheinlich davon inspiriert auch Nachahmer gab.
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          Wie das Spiel funktioniert, ist halt so, dass man selber als Spieler in sich einen Verein aussucht.
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          Man kann sich dann da sein Team zusammenstellen mit Transfers,
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          man entscheidet über die Taktik, man muss auf das Geld achten,
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          man kann MitarbeiterInnen einstellen und all solche Sachen.
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          Und das Ganze wird eben so realistisch wie möglich simuliert.
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          Das heißt, wenn ich eine taktische Veränderung mache, dann hat das große Auswirkungen
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          darauf, wie erfolgreich ich vielleicht bin, weil das Spiel dann genau ausrechnet,
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          passen meine Spieler, die ich habe, überhaupt zu dem, was ich machen will.
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          Also wenn ich irgendwie lauter Kreisliga-Holzfüße bei mir rumlaufen habe und
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          will mit den Tiki-Taka-Bar-Sedona-Fußball spielen, dann funktioniert das zum
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          Beispiel nicht. Und das andere, was genau simuliert wird, sind die Geldflüsse im Fußball.
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          Also zum Beispiel, als die Brexit-Entscheidung war, war den Leuten vom Entwicklerstudio
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          klar, dass sie das berücksichtigen müssen, weil das ja Einfluss darauf hatte,
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          was für Transfers getätigt werden dürfen.
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          Was es da für Bestimmungen gibt und auch so Sachen, die auf andere Art und Weise
          0:41:08–0:41:10
          die Weltwirtschaft berücksichtigen.
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          Also das ist halt alles irgendwie angelegt, dass es da drin vorkommt.
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          Also zum Beispiel, dass halt saudiarabische Vereine immer mehr Geld in den Fußball
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          schießen und so. Solche Entwicklungen werden dann damit aufgenommen.
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          Und für den FM25, der sollte eigentlich planmäßig im November 2024 erscheinen,
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          waren zwei Sachen neu angekündigt.
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          Das eine ist eine neue Engine, das ist das technische Grundgerüst,
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          also das worauf alles beruht, die ganzen Berechnungen, aber auch wie das Spiel
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          dargestellt wird und dass es eben zum ersten Mal auch den Fußball der Frauen
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          im Football Manager geben sollte.
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          Und wenn ich euch jetzt vorhin erzählt habe, wie komplex dieses Spiel ist,
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          könnt ihr euch vorstellen, dass beides eine ziemlich große Sache ist.
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          Also einmal das technische Grundgerüst komplett auszutauschen,
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          ist eine riesige Sache, aber den Fußball der Frauen so genau zu recherchieren
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          mit all diesen Scouting-Daten.
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          Mit komplett anderen wirtschaftlichen Daten und einer komplett eigenen Wirtschaftssimulation
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          im Grunde genommen, weil der Fußball der Frauen anders funktioniert als der Fußball der Männer,
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          nicht nur was die Größe der Summen angeht, sondern auch welche Ligen wichtig
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          sind und so weiter und so weiter,
          0:42:30–0:42:34
          könnt ihr euch vorstellen, dass das sehr schwierig ist, sehr viel Arbeit erfordert
          0:42:34–0:42:36
          und eine sehr komplexe Sache ist.
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          Eine Sache davon zu machen und beide gleichzeitig zu machen,
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          ist halt ziemlich krass.
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          Dementsprechend haben sie damit sehr viel Vorlauf dran gearbeitet,
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          schon seit Jahren. Also es war auch schon vor Jahren angekündigt,
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          dass es eben passieren soll.
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          Und trotzdem war es dann jetzt am Ende so, dass ihnendie Zeit davon gerannt ist.
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          Und das ist das, was jetzt dann so in den letzten Monaten oder im letzten
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          halben Jahr zu so einer großen Unzufriedenheit bei Fans geführt hat,
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          weil eserst hieß, ja,
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          wenn wir das schaffen wollen, dann müssen wir Sachen, die Teil des Spiels vorher
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          immer waren, streichen,
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          weil wir das nicht auch noch einbauen können. Das kommt dann irgendwann wieder.
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          Und die Fans haben mehr so gesehen, es werden Features gestrichen.
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          Und wir wissen aber noch gar nicht, wie das neue Spiel mit der neuen Engine
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          aussieht. Und es wurde nicht besonders gut kommuniziert.
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          Dann irgendwann wurde das verschoben, dass es jetzt im Frühjahr erscheinen sollte.
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          Und jetzt zuletzt hieß es dann eben, sorry, wir schaffen das nicht,
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          das kommt gar nicht, weil wir würden es erst zum Ende der Saison schaffen und
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          dann macht es aber keinen Sinn mehr, dann können wir halt auch direkt an der
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          26er-Ausgabe arbeiten.
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          Das hat natürlich zu sehr viel Unzufriedenheit geführt, auch wenn viele Leute
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          schon damit gerechnet hatten.
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          Ich könnte jetzt sehr viel darüber erzählen, wie das Ganze mit der Gaming-Branche
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          gerade so zusammenhängt, weil für die, die das nicht wissen,
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          ich halt auch so ein bisschen aus dem Bereich komme.
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          Also nicht, dass ich da mal selber gearbeitet hätte, aber ich habe halt mich
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          mit Game Studies viel beschäftigt und das ist mein lebenslanges Hobby.
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          Deswegen bin ich da so sehr drin.
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          Ja, aber um...
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          Was mich daran interessiert ist, es wird halt gerade natürlich viel darüber
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          diskutiert, dass die Kommunikation nicht gut war und wie es jetzt insgesamt weitergeht.
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          Aber es wirdwenig über diesen Fußball-der-Frauen-Aspekt von
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          der ganzen Sache gesprochen.
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          Und ich finde gerade das total spannend, weil ich habe mich sehr darüber gefreut,
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          als es diese ursprüngliche Ankündigung gab, dass es da drin sein soll.
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          Eben wegen all dem, was ich gerade gesagt habe, dass es so genau ist,
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          dass es so genau recherchiert ist, dass diese ganzen Daten einfach mal erhoben
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          und relativ öffentlich an einer Stelle gesammelt werden,
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          man sich das angucken kann und auch wenn es natürlich immer noch ein Spiel ist,
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          man sich dann angucken kann, wie diese Wirtschaftssimulation zum Beispiel dann
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          da von einem Transfermarkt aussieht. Das finde ich total spannend.
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          Und was man auch wissen muss, ist, dass es halt eine ziemlich große Community
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          gibt online, die sich austauscht darüber, was ist die beste Taktik,
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          zu welcher Taktik passen welche Spieler, bei den Männern.
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          Das ist so eine Art von Fußball-Nerd-Fan-Culture.
          0:45:31–0:45:34
          Dafür gibt es für den Fußball der Frauen nicht so richtig eine Anlaufstelle bisher.
          0:45:35–0:45:39
          Es gibt natürlich die, was früher mal FIFA-Spiele hieß, die heißen ja jetzt
          0:45:39–0:45:42
          EA FC, weil die Lizenz ausgelaufen ist.
          0:45:43–0:45:46
          Da gibt es das natürlich auch inzwischen, dass es da den Fußball der Frauen
          0:45:46–0:45:50
          gibt und man Transfers machen kann und so aber es ist halt schon eher.
          0:45:51–0:45:56
          oberflächlicher und sehr arcadey und auch von der Qualität her sind das nicht
          0:45:56–0:45:59
          so gute Spiele oder einfach andere, die haben natürlich einen großen Massenappeal,
          0:45:59–0:46:04
          aber ich glaube so für diese Nerds, die sich für Taktik interessieren, für Daten,
          0:46:04–0:46:07
          für hintergründige Sachen ist das nochmal eine andere Sache,
          0:46:07–0:46:12
          es ist was womit man neue Fans gewinnen kann oder die, die es schon gibt, einfach nochmal,
          0:46:13–0:46:16
          denen was ganz anderes an die Hand geben kann, um ihr Fansein,
          0:46:17–0:46:19
          ausleben zu können. Das war sowas, was für mich,
          0:46:20–0:46:25
          in meiner Jugend total wichtig war, diese ganzen Spiele damals zu spielen,
          0:46:25–0:46:29
          dadurch die ganzen Kader zu kennen, zu wissen, wer hat mal bei welchem Verein
          0:46:29–0:46:31
          gespielt und solche Sachen.
          0:46:32–0:46:38
          Und der Football Manager, dadurch, dass diese Spiele so genau recherchiert sind.
          0:46:39–0:46:42
          Ja, klingt das vielleicht so ein bisschen albern, aber das ist tatsächlich für
          0:46:42–0:46:47
          viele Leute auch so ein Einstieg in den Fußball auf einer beruflichen Ebene
          0:46:47–0:46:49
          gewesen, dass Leute gemerkt haben, hey,
          0:46:49–0:46:54
          ich finde das so cool, ich möchte tatsächlich im Scouting arbeiten oder ich
          0:46:54–0:46:58
          möchte einen kleinen TrainerInnen-Schein machen und irgendwie gucken,
          0:46:59–0:47:02
          was ich auf meinem Amateur-Levelmachen kann oder so.
          0:47:02–0:47:04
          Das darf man, glaube ich, echt nicht unterschätzen.
          0:47:04–0:47:08
          Undeben diese Liebe fürs Detail, für Taktiken, für Daten,
          0:47:08–0:47:14
          was für Rollen können Spielerinnen gut ausfüllen und so, diese Fachsimpeleien.
          0:47:15–0:47:18
          Das ist einfach was, das ich sehr positiv wahrnehme und worauf ich mich sehr
          0:47:18–0:47:23
          freuen würde, wenn sie das hoffentlich mit dem FM26 dann hinbekommen.
          0:47:23–0:47:29
          Zumal eine letzte Sache noch, und dann höre ich auch auf, mir auch sehr positiv
          0:47:29–0:47:35
          aufgefallen ist, dass sie ja wirklich bereit sind anscheinend bei der Entwicklung
          0:47:35–0:47:37
          auf so Besonderheiten zu achten.
          0:47:37–0:47:43
          Also zum Beispiel stehen bei den Männern immer, wie groß die sind und dann das
          0:47:43–0:47:47
          Gewicht, das Körpergewicht in Kilogramm halt daneben, so wie man das irgendwie
          0:47:47–0:47:49
          so standardmäßig von irgendwo kennt.
          0:47:49–0:47:54
          Und dann haben die EntwicklerInnen aber während der ganzen Zeit festgestellt,
          0:47:54–0:47:59
          im Fußball der Frauen, da sind Essstörungen schon irgendwie ein weit verbreitetes
          0:47:59–0:48:04
          Thema und vielleicht ist das nicht so cool, wenn wir da von allen stehen haben,
          0:48:04–0:48:09
          wie viele Kilogramm die wiegen oder sowas, weil das einfach innerhalb dieser
          0:48:09–0:48:12
          Fußballszene einen ganz anderen Umgang damit gibt,
          0:48:13–0:48:15
          als es bei den Männern ist. Also lassen wir das weg.
          0:48:16–0:48:19
          Also zeigen wir diesen Wert zum Beispiel in dem Spiel gar nicht an.
          0:48:20–0:48:25
          Was halt so, was ist diese ganzen YouTuber, die halt viel dazu machen oder Gaming-Journalisten,
          0:48:26–0:48:31
          das sind halt in dem Bereich auch oft Männer, die das halt nicht so verstehen.
          0:48:31–0:48:34
          Also wenn die halt auch keinen Bezug zum Fußball der Frauen haben,
          0:48:34–0:48:38
          die sich dann halt so wundern, warum muss man das jetzt in so einer Pressemitteilung
          0:48:38–0:48:39
          rausstellen, das begreife ich gerade nicht.
          0:48:39–0:48:43
          Aber das ist halt sowas, wo ich dann so denke, so ja, also das ist total cool,
          0:48:43–0:48:48
          weil das zeigt mir, dass die das ernsthaft und seriös angehen und dass es eine
          0:48:48–0:48:50
          richtig tolle Sache werden könnte.
          0:48:50–0:48:55
          Wenn sie das mit dieser Engine tatsächlich noch irgendwie hingebogen kriegen,
          0:48:55–0:48:58
          dann den 26er rauszubringen.
          0:48:59–0:49:01
          Hast du Fragen?
          Mara Pfeiffer
          0:49:01–0:49:06
          Nee, ich finde es tatsächlich super spannend.
          0:49:07–0:49:13
          Ich habe so dieses, wie soll ich sagen, aus einer sich über Jahre aufbauenden
          0:49:13–0:49:15
          Grunderschöpfung heraus, denke ich so,
          0:49:16–0:49:21
          zur Hölle würde mir niemals einfallen, meine Freizeit mit etwas zu verbringen,
          0:49:22–0:49:24
          wo ich dermaßen meinen Kopf anstrengen muss.
          0:49:24–0:49:29
          Ich will einfach nur in der Ecke liegen und die Wand anstarren,
          0:49:29–0:49:32
          wenn ich nicht arbeiten muss. Aber ich bewundere es total.
          0:49:32–0:49:37
          Also ich habe, also es gibt ja da diese ganzen Geschichten auch,
          0:49:37–0:49:42
          dass man sich auch sonst wo da mit Manager spielt und ne ne ne.
          0:49:42–0:49:48
          Und das hat mich genau aus den Gründen halt nie gereizt, weil ich immer so dachte,
          0:49:49–0:49:52
          also die Berührungspunkte mit Fußball sind schon so zahlreich.
          0:49:53–0:49:56
          Ich brauche dann auch mal quasi so eine Auszeit.
          0:49:56–0:50:01
          Aber ich finde es mega spannend. Und also alles das, was du jetzt darüber sagst,
          0:50:01–0:50:07
          auch genau dieses Miteinbeziehen von Themen, die halt speziell sind im Fußball
          0:50:07–0:50:09
          der Frauen und so, bin ich sehr gespannt,
          0:50:09–0:50:14
          was du dann erzählst, wenn hoffentlich das Neue rauskommt.
          0:50:14–0:50:18
          Das müsste ja dann wahrscheinlich Ende des Jahres sein, also wenn das 25er eigentlich
          0:50:18–0:50:22
          im November 24 rauskommen sollte, also irgendwie so im Q4.
          Annika Becker
          0:50:23–0:50:27
          Genau, ich glaube ein offizielles Datum gibt es noch nicht, aber November nimmt
          0:50:27–0:50:28
          man so allgemein wieder an.
          Mara Pfeiffer
          0:50:28–0:50:31
          Musst du mir dann mal zeigen, liebe Annika.
          Annika Becker
          0:50:31–0:50:36
          Es sind sehr viele Tabellen im Grunde genommen, die man da vor sich hat.
          0:50:36–0:50:40
          Wobei ich selber zugeben muss, also ich bin, was das Spiel angeht,
          0:50:40–0:50:43
          auch selber gar nicht so die aktive Spielerin.
          0:50:43–0:50:47
          Also ich gucke mir das dann schon auch an, aber weil das einfach so lange dauert,
          0:50:47–0:50:51
          eine Saison zu spielen, ich bin dafürzu ungeduldig undhabedann doch
          0:50:51–0:50:52
          zu wenig Freizeit dafür.
          0:50:52–0:50:56
          Aber ich beschäftige micheben sehr gerne damit, was so in den Communities
          0:50:56–0:51:01
          diskutiert wird oder gucke mir dann von anderen Leuten Let's Plays an,
          0:51:01–0:51:03
          umeinen Eindruck zu gewinnen, was gerade los ist.
          0:51:03–0:51:07
          Und bei dem, weil esdas Erste ist, ja, das werde ich mir dann definitiv
          0:51:07–0:51:09
          aber auch mal selber angucken, einfach weil ich wissen will,
          0:51:09–0:51:10
          wie sie das gemacht haben.
          Mara Pfeiffer
          0:51:11–0:51:19
          Sehr cool. Ich bin gespannt. Und ich würde sagen, wir hüpfen hier mal weiter in unsere Themen.
          0:51:22–0:51:29
          Und zwar haben wir als letztes noch einen, ja, also eigentlich hatten wir zu
          0:51:29–0:51:34
          Beginn der Sendung ja auch schon inhaltlich unschöne, aber trotzdem wichtige Themen.
          0:51:34–0:51:41
          An der Stelle nochmal ein CW für sexuell übergriffiges Verhalten.
          0:51:43–0:51:48
          Der eine oder die andere von euch wird es vielleicht mitbekommen haben schon aus den Medien.
          0:51:49–0:51:54
          Die Augsburger Allgemeine hat es zuerst berichtet, dass es gegen einen Spieler
          0:51:54–0:51:59
          des FC Augsburg Vorwürfe wegen, in Zitat,
          0:51:59–0:52:03
          "von einer Bekannten des Beschuldigten angezeigten Sachverhalts mit sexuellem
          0:52:03–0:52:05
          Hintergrund", Zitat Ende,
          0:52:05–0:52:08
          soweit die Staatsanwaltschaft gibt.
          0:52:09–0:52:14
          Nach einem Haftbefehl hat der Spieler demnach zwei Nächte in U-Haft verbracht.
          0:52:14–0:52:17
          Derzeit ist der Haftbefehl ausgesetzt
          0:52:17–0:52:22
          und die Ermittlungen laufen aber weiter. Der FCA selber hat am 12.
          0:52:23–0:52:28
          Februar dazu veröffentlicht, dass der Spieler derzeit nicht am Spiel- und Trainingsbetrieb teilnimmt,
          0:52:28–0:52:34
          was es dann natürlich relativ einfach macht oder vermeintlich relativ einfach
          0:52:34–0:52:38
          macht, für JournalistInnen, die regelmäßig über den FCA berichten,
          0:52:39–0:52:40
          zu schauen, wer fehlt denn.
          0:52:41–0:52:47
          Da der Name aber nicht öffentlich ist, werden wir uns da auch nicht an Spekulationen zur Person beteiligen.
          0:52:49–0:52:55
          Ehrlicherweise finde ich auch, dass der Name weniger ins Gewicht fällt als die
          0:52:55–0:52:58
          Tatsache, dass es eben schon wieder so einen Fall gibt.
          0:53:00–0:53:05
          Und der Verein selbst hat auf der Homepage noch geschrieben,
          0:53:05–0:53:09
          Zitat, da es sich um ein laufendes Verfahren im privaten Umfeld des Spielers
          0:53:09–0:53:14
          handelt, bitten wir um Verständnis, dass sich der FCA nicht weiter äußern kann und darf.
          0:53:14–0:53:22
          Und natürlich muss ein Verein in so einer Situation auch darauf achten,
          0:53:22–0:53:26
          was sind also rechtliche Rahmenbedingungen in der Kommunikation.
          0:53:26–0:53:31
          Das ist überhaupt keine Frage. Aber wenn ich dieses im privaten Umfeld lese,
          0:53:32–0:53:37
          dann falle ich wirklich immer ein bisschen um, weil ich schon sehr stark den
          0:53:37–0:53:45
          Eindruck habe im Umgang mit diesen Fällen und wir hatten zu Beginn der Saison
          0:53:45–0:53:48
          den Fall Kaishū Sano bei Mainz 05.
          0:53:49–0:53:52
          Es gibt schon länger Fälle.
          0:53:52–0:53:59
          Den die Geschichte in Stuttgart mit Atakan Karazor, der mittlerweile sogar Kapitän
          0:53:59–0:54:02
          ist, also wo das auch nicht abgeschlossen ist.
          0:54:03–0:54:09
          Lukas Kwasniok, Coach von Paderborn, also es ist nicht so, als wären das Themen,
          0:54:09–0:54:14
          die irgendwie einmal im Schaltjahr aufploppen und dann immer so zu tun,
          0:54:14–0:54:18
          als wäre das eine rein private Angelegenheit.
          0:54:18–0:54:26
          Also wenn ein Spieler irgendwie Mist baut mit seinem Auto, irgendwo reinrauscht,
          0:54:26–0:54:31
          in eine Polizeikontrolle kommt oder, keine Ahnung, Drogen konsumiert oder irgendwas anderes,
          0:54:32–0:54:36
          dann wird ja auch nicht immer so getan, als sei das seine Privatsache,
          0:54:36–0:54:40
          sondern dann ist total klar im Umgang der Vereine damit,
          0:54:40–0:54:48
          dieses Fehlverhalten hat auch eine Konsequenz für den Spieler innerhalb des Vereins.
          0:54:48–0:54:53
          Jetzt kann man natürlich aktuell sagen, der FCA hat ja auch eine Konsequenz
          0:54:53–0:54:56
          gezogen, der Spieler ist aktuell nicht im Spiel- und Trainingsbetrieb,
          0:54:56–0:55:01
          aber ich möchte trotzdem das mal festhalten, dass ich das für eine sehr ungute
          0:55:01–0:55:04
          Formulierung halte mit diesem Privat,
          0:55:04–0:55:10
          weil das suggeriert, was in diesem Bereich vorfällt, ist Privatsache.
          0:55:11–0:55:15
          Was ja dann wiederum bedeutet, es geht eine Öffentlichkeit nichts an.
          0:55:15–0:55:20
          Und diese Vorfälle gehen die Öffentlichkeit ganz eindeutig was an und es sind
          0:55:20–0:55:26
          auch Vorfälle, zu denen gerade die Öffentlichkeit im Fußball endlich mal eine
          0:55:26–0:55:30
          deutlichere und allgemeinere Haltung entwickeln müsste.
          0:55:30–0:55:34
          Also allgemeiner im Sinne von, dass es nicht immer nur wieder dieselben irgendwie
          0:55:34–0:55:38
          25 Personen sind, die darauf hinweisen, dass das so nicht geht,
          0:55:38–0:55:43
          sondern der Fußball muss seine Haltung dazu insgesamt überdenken.
          0:55:43–0:55:51
          So, ansonsten gibt es natürlich wie immer die juristische Komponente mit der
          0:55:51–0:55:54
          Unschuldsvermutung und natürlich ist es in dem Fall jetzt auch so,
          0:55:54–0:55:56
          dass sehr wenig über den Fall bekannt ist.
          0:55:56–0:56:02
          Aber nochmal, sexualisierte oder sexuelle Übergriffe von Fußballspielern,
          0:56:02–0:56:07
          von männlichen Fußballspielern an in der Regel dann weiblichen Personen,
          0:56:07–0:56:10
          was aber ja auch nicht zwingend so sein muss,
          0:56:10–0:56:15
          sind keine Seltenheit und sie sind kein fucking Kavaliersdelikt und sie sind
          0:56:15–0:56:22
          keine scheiß Privatangelegenheit, sondern sie sind ein massives Problem in dieser misogynen Bubble.
          0:56:22–0:56:27
          Und wir müssen darüber sprechen, weil sie werden nicht von alleine verschwinden
          0:56:27–0:56:31
          und auch nicht dadurch, dass man sie unter den Teppich kehrt,
          0:56:31–0:56:32
          wo sie nämlich nicht hingehören.
          Annika Becker
          0:56:32–0:56:38
          Und eigentlich müsste es ja auch gerade darüber, dass es halt so wirklich viele,
          0:56:38–0:56:42
          viele Fälle gibt, ja mal eine Diskussion geben,
          0:56:42–0:56:47
          also woher das kommt und was man dann irgendwie so als Gesamtfußball strukturell
          0:56:47–0:56:51
          mal daran ändern könnte, wie man eigentlich mit jungen,
          0:56:52–0:56:55
          heranwachsenden Menschen umgeht, was man denen irgendwie für Werte vermittelt
          0:56:55–0:56:57
          und so weiter und so weiter.
          Mara Pfeiffer
          0:56:57–0:56:59
          Wir haben zu Beginn der Sendung aus
          0:56:59–0:57:02
          sportlichen Gründen über das Thema Nachwuchsleistungszentren gesprochen.
          0:57:03–0:57:07
          Ich würde mir wirklich mal wünschen, dass in den Nachwuchsleistungszentren das
          0:57:07–0:57:10
          zu einer verpflichtenden Thematik wird,
          0:57:11–0:57:14
          dass man darüber spricht, wie gehen
          0:57:14–0:57:20
          Personen in dieser Art von Beziehung miteinander um? Was ist Consent?
          0:57:20–0:57:25
          Wie reagiert man, wenn eine Person einem signalisiert Nein?
          0:57:26–0:57:29
          Wie lese ich vielleicht auch keine Ahnung, wenn ich das Gefühl habe,
          0:57:29–0:57:33
          verbal ist da nichts gekommen, irgendwie eine Reaktion oder keine Ahnung?
          0:57:34–0:57:39
          Was sind sexualisierte Übergriffe? Was bedeutet es, Grenzen zu setzen,
          0:57:40–0:57:45
          Grenzen zu achten? Und man könnte zu diesen ganzen Themen auch wirklich einmal
          0:57:45–0:57:48
          in der Saison mit dem Profikader einfach einen Workshop machen.
          0:57:49–0:57:53
          Man braucht nicht immer so zu tun, als gäbe es dafür keinen Bedarf.
          0:57:53–0:57:58
          Der Bedarf ist ganz klar vorhanden und viele, viele Fälle im In- und Ausland
          0:57:58–0:58:01
          in den letzten Jahren haben das sehr, sehr deutlich gezeigt.
          Annika Becker
          0:58:02–0:58:02
          Ja.
          Mara Pfeiffer
          0:58:03–0:58:06
          Und mit diesem Donnerwetter kommen wir zu den Blitz-News.
          Annika Becker
          0:58:08–0:58:11
          Ja, ich mache mal zwei ganz schnell kurz hintereinander.
          0:58:11–0:58:17
          Die erste ist, dass Thomas Horsch, der langjährige Trainer der Werderanerinnen,
          0:58:17–0:58:19
          Bremen am Saisonende verlassen wird.
          0:58:20–0:58:25
          Zum Zeitpunkt der Aufnahme steht ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin noch nicht fest.
          0:58:25–0:58:32
          Und eine andere Nachricht ist, dass Tony Gustavsson, der ja bis zum Sommer die
          0:58:32–0:58:38
          Matildas trainiert hatte, nach der EM-Trainer der schwedischen Nationalelf der Frauen werden wird,
          0:58:38–0:58:43
          was auch eine ziemlich spannende Angelegenheit werden dürfte, denke ich.
          Mara Pfeiffer
          0:58:44–0:58:50
          Ja, und eine Neuigkeit in Sachen TrainerIn gibt es außerdem noch,
          0:58:51–0:58:56
          über die würden wir hier normalerweise gar nicht sprechen, aber gerade während
          0:58:56–0:59:01
          wir aufnehmen, ist reingekommen, dass Stefan Leitl, der ja gerade eben erst
          0:59:01–0:59:03
          von Hannover 96 entlassen wurde,
          0:59:03–0:59:08
          jetzt der neue Trainer bei Hertha BSC Berlin werden wird.
          0:59:08–0:59:16
          Und ich muss sagen, ich finde diese in kurzem Abstand quasi innerhalb der Ligawechsel,
          0:59:17–0:59:21
          die haben also in meiner Wahrnehmung irgendwie in den letzten Jahren zugenommen,
          0:59:21–0:59:26
          dass so der vermeintliche Hoffnungsträger eines Klubs sehr kurz,
          0:59:26–0:59:29
          nachdem er da als Hoffnungsträger aussortiert wurde,
          0:59:29–0:59:32
          dann Hoffnungsträger eines anderen Klubs wird.
          0:59:32–0:59:36
          Der Grund, warum es mich in dem Fall tatsächlich ein bisschen interessiert,
          0:59:37–0:59:42
          liegt aber weder an Hertha BSC und ganz bestimmt nicht an Hannover 96, sondern daran.
          0:59:43–0:59:50
          Dass Stefan Leitl zu den Menschen gehört, die unter Wolfgang Frank gespielt
          0:59:50–0:59:54
          haben, nämlich damals bei der Spielvereinigung Unterhaching vor vielen, vielen Jahren.
          0:59:54–1:00:00
          Und dass ich mit dem sehr lange für meine Frank-Biografie gesprochen habe und
          1:00:00–1:00:05
          finde, dass das ein sehr, sehr feiner Mensch und natürlich auch ein toller Trainer ist.
          1:00:05–1:00:09
          Und deswegen beobachte ich immer so ein bisschen, wo der gerade landet und wo
          1:00:09–1:00:15
          er sozusagen den Wolfgang-Frank-Spirit mit hinträgt.
          1:00:15–1:00:18
          Und jetzt müsste ich gucken, weiß ich natürlich auswendig nicht,
          1:00:18–1:00:26
          ob die Hertha vielleicht sogar am Freitag spielt. Das ist natürlich jetzt nur
          1:00:26–1:00:29
          eine Spielerei, weil am Freitag hätte Wolfgang Frank nämlich Geburtstag.
          1:00:31–1:00:36
          Eigentlich ist aber die nächste Kurzmeldung, die hier offiziell steht und die
          1:00:36–1:00:42
          ich nicht nachträglich noch einstreue, dass Sam Kerr freigesprochen worden ist.
          1:00:42–1:00:47
          Und man kann nur sagen, endlich und zum Glück.
          1:00:47–1:00:54
          Ihr erinnert euch vielleicht, es ist so Date Night Gone Horribly Wrong, könnte man sagen.
          1:00:54–1:01:02
          Eigentlich war sie nämlich tatsächlich nur auf einem Date mit ihrer Partnerin
          1:01:02–1:01:08
          und dann gab es eine Taxifahrt, die sich,
          1:01:09–1:01:13
          um das mal sehr zurückhaltend zu formulieren, sehr unangenehm gestaltet hat.
          1:01:13–1:01:18
          Es gibt, wie das in diesen Geschichten so ist, widersprüchliche Aussagen von
          1:01:18–1:01:20
          dem Taxifahrer und eben Sam Kerr.
          1:01:21–1:01:27
          Aber offensichtlich ist es so, dass, ich sag mal, Übelkeit und ihre Folgen involviert waren.
          1:01:27–1:01:33
          Und die Frage ist aber, ist diese Übelkeit aus dem, also die erste Frage war,
          1:01:33–1:01:37
          ist diese Übelkeit aus dem Taxifenster heraus erledigt worden oder ins Taxi hinein?
          1:01:38–1:01:44
          Jedenfalls ist es so, dass Kurt zu Protokoll gegeben hat, dass sie das Gefühl
          1:01:44–1:01:50
          hatten, sie werden gefangen gehalten von dem Taxifahrer.
          1:01:50–1:01:53
          Und also Gefühl ist das eine, aber es ist tatsächlich eben auch so gewesen,
          1:01:53–1:01:58
          dass sie aus dem Auto nicht rausgekommen sind, weil man kann ja im Auto die Türen verschließen.
          1:01:59–1:02:03
          Und sie haben dann Panik bekommen, nachvollziehbarerweise. Also wenn ich in
          1:02:03–1:02:09
          einem Taxi sitzen würde und das Taxi hätte diese Trennscheibe zwischen vorne
          1:02:09–1:02:12
          Fahrer und hinten mir und ich hätte jetzt auch keine Möglichkeit irgendwie einer
          1:02:12–1:02:15
          großen Kommunikation und dann würde ich feststellen,
          1:02:15–1:02:17
          ich kann nicht aussteigen, dann würde ich auch in Panik geraten.
          1:02:17–1:02:22
          Und die beiden haben dann eben gegen diese Trennscheibe getrommelt.
          1:02:23–1:02:27
          Und der Fahrer hat sie tatsächlich zur Polizei gefahren,
          1:02:27–1:02:33
          wo sie dann laut eigenen Aussagen erst mal erleichtert waren,
          1:02:33–1:02:38
          bis dann also das Verhalten des einen Polizeibeamten auf eine Art und Weise
          1:02:38–1:02:43
          abgelaufen ist, wo sie eigentlich dann eher den Eindruck gewinnen mussten,
          1:02:43–1:02:48
          die Bedrohungslage geht weiter und das findet eben so ein Gaslighting statt
          1:02:48–1:02:51
          und sie werden nicht ernst genommen mit dem, was passiert ist.
          1:02:52–1:02:58
          Sam Kerr hat dann irgendwann, ich zitiere das mal aus dem Artikel von The Athletic
          1:02:58–1:03:00
          gesagt, You guys are fucking stupid and white.
          1:03:01–1:03:05
          Und dann in der Wiederholung, honestly, you guys are fucking stupid and white.
          1:03:05–1:03:06
          I'm looking you in the eyes.
          1:03:06–1:03:09
          You guys are fucking stupid. I'm fucking over this shit.
          1:03:09–1:03:12
          Wo man jetzt natürlich sagen kann, also man kann sich höflicher ausdrücken.
          1:03:12–1:03:15
          Das ist auch das, was sie von Anfang an dann gesagt hat.
          1:03:15–1:03:20
          Ohne das jetzt in Abrede zu stellen, ist es natürlich so, dass man es da auch
          1:03:20–1:03:24
          mit einbeziehen muss, finde ich schon, dass die beiden halt das Gefühl hatten,
          1:03:24–1:03:26
          sie waren in einer Bedrohungssituation.
          1:03:26–1:03:30
          Aber der eigentliche und ich nenne das jetzt wirklich mal so Witz ist.
          1:03:31–1:03:38
          Dass sie daraufhin eben angeklagt wurde wegen Rassismus, weil sie einen privilegierten
          1:03:38–1:03:42
          weißen Polizeibeamten Weiß genannt hat.
          1:03:42–1:03:50
          Und also, dass das eine Geschichte ist, die zwei Jahre ihres Lebens sie beschäftigen
          1:03:50–1:03:55
          musste, ist also, sorry, ich finde es einfach nur absurd, die Vorstellung,
          1:03:56–1:04:02
          dass wenn man also in einer Situation, in der man auf die Art und Weise behandelt
          1:04:02–1:04:04
          wird, wie es den beiden da passiert ist,
          1:04:04–1:04:08
          das herausstellt, was sie ja auch im Nachhinein immer betont hat,
          1:04:08–1:04:12
          Also, dass die Behandlung eben was damit zu tun hat,
          1:04:13–1:04:19
          dass es sich um eine weiße Person und um eine nicht weiß gelesene Person handelt
          1:04:19–1:04:21
          und dass daraus dann auch...
          1:04:21–1:04:24
          Ihr Rassismus konstruiert wird.
          1:04:25–1:04:32
          Also dass das sich überhaupt zwei Jahre lang ziehen konnte, ist absolut astonishing, finde ich.
          1:04:32–1:04:35
          Und man kann wirklich nur sagen, ein Glück ist diese Geschichte vorbei,
          1:04:35–1:04:39
          weil ich erinnere mich noch dran, als das alles hochgepoppt ist.
          1:04:39–1:04:43
          Da war auch überhaupt nicht bekannt, was sie tatsächlich gesagt hatte,
          1:04:43–1:04:48
          sondern da hieß es immer, es sei um einen racial slur gegangen und also stupid
          1:04:48–1:04:52
          and white ist sowas von nicht ein racial slur.
          1:04:52–1:04:55
          Also ein Glück ist die Geschichte vorbei.
          Annika Becker
          1:04:55–1:05:00
          Ja, sie ist juristisch vorbei. Es ist leider so, muss man irgendwie auch dazu sagen,
          1:05:01–1:05:03
          dass in Australien und zum Teil aber
          1:05:03–1:05:09
          auch in UK jetzt natürlich so gewisse Kreise das halt nicht an der Stelle stehen
          1:05:09–1:05:13
          lassen wollen und jetzt halt irgendwie seit Tagen und Wochen schon irgendwie
          1:05:13–1:05:18
          was schreiten über Rassismus gegen Weiße und sie muss trotzdem vom australischen
          1:05:18–1:05:22
          Verband bestraft werden und irgendwie lauter solcher Bullshit.
          1:05:22–1:05:26
          Ich finde das alleine ja schon, neben allem, was du gesagt hast,
          1:05:26–1:05:31
          total krass, dass sie halt eben, um ihre Unschuld zu beweisen vor Gericht,
          1:05:31–1:05:36
          dann ja halt den selbsterlebten Rassismus auch einfach nochmal wieder erneut durchleben musste,
          1:05:37–1:05:40
          um halt einen Beweis vorzubringen, wie sie halt ihr ganzes Leben lang an verschiedenen
          1:05:40–1:05:42
          Stellen diskriminiert wurde.
          1:05:42–1:05:46
          Also halt eben unter anderem in der Schule und da irgendwie lauter Geschichten vorbringen musste.
          1:05:46–1:05:50
          Das ist einfach eine große, große Ungerechtigkeit.
          Mara Pfeiffer
          1:05:50–1:05:59
          Es gab eine fünfstündige Befragung von ihr, also dieses Cross-Examination-Kreuz-Verhör quasi.
          1:05:59–1:06:02
          Verhör ist nicht das richtige Wort, aber ihr wisst, was ich meine.
          1:06:02–1:06:08
          Und das ist halt alleine schon total heftig, also diese ganze Geschichte.
          1:06:08–1:06:13
          Und klar, also ich meine, wir leben in absurden Zeiten, dass Leute jetzt rumrennen
          1:06:13–1:06:18
          und sagen, was interessiert mich ein Gerichtsurteil, wir müssen das aber trotzdem
          1:06:18–1:06:20
          noch irgendwie anders lösen,
          1:06:21–1:06:24
          ist leider alles andere als erstaunlich.
          1:06:24–1:06:29
          Ich will jetzt bei der Geschichte eigentlich hier nicht wieder die Überleitungsqueen
          1:06:29–1:06:32
          geben, aber schon erstaunlich, finde ich, ist,
          1:06:33–1:06:39
          welche Städte der DFB rausgeschmissen hat in Sachen EM-Bewerberstadien,
          1:06:39–1:06:41
          oder Annika? Wie ging es dir, als du die Liste gesehen hast?
          Annika Becker
          1:06:42–1:06:47
          Ja, ich habe mich an zwei Stellen schon auch gewundert. Also wir können sie erst mal nennen.
          1:06:47–1:06:53
          Es wurden für die EM-Bewerbung 2029 vorerst elf Stadien in die Bewerbung mit
          1:06:53–1:06:57
          aufgenommen, wobei das im Juni noch auf acht ausgedünnt werden muss.
          1:06:58–1:07:03
          Und die, die jetzt gerade noch mit dabei sind, sind Berlin, Dortmund,
          1:07:03–1:07:08
          Düsseldorf, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hannover, Köln, Leipzig,
          1:07:08–1:07:10
          München, Rostock und Wolfsburg.
          1:07:10–1:07:15
          Nicht mehr auf der sogenannten Shortlist sind Bremen, Essen und Hamburg.
          1:07:15–1:07:20
          Und ja, ich meine, Essen, Bundesliga der Frauen stand dort schön und gut.
          1:07:20–1:07:23
          Aber was einen halt eher wundert, sind dann natürlich Bremen und Hamburg.
          1:07:23–1:07:29
          Und da haben wir euch verlinkt auch einen Artikel vom NDR, wo es tatsächlich
          1:07:29–1:07:33
          auch um das Thema so ein bisschen geht, also dass halt eben die Leute an den
          1:07:33–1:07:37
          jeweiligen beiden Standorten das auch nicht so richtig nachvollziehen können.
          Mara Pfeiffer
          1:07:38–1:07:43
          Ich finde vor allen Dingen erstaunlich, dass halt Bremen und Hamburg rausgestrichen wurden.
          1:07:43–1:07:47
          Also wenn man jetzt mal so nach Regionen geht, klar, ich meine,
          1:07:47–1:07:52
          Rostock und Wolfsburg sind irgendwo auch da oben und Hannover streng genommen auch.
          1:07:52–1:07:58
          Aber also wenn es jetzt irgendwie so auch um Attraktivität von Stadien und Standorten
          1:07:58–1:08:01
          geht, finde ich schon strange.
          Annika Becker
          1:08:01–1:08:07
          Und Städten und so. Also Rostock finde ich auch irgendwie tatsächlich so ein
          1:08:07–1:08:11
          bisschen, naja gut, also andererseits war jetzt die Nationalelf halt auch ein paar Mal da.
          1:08:12–1:08:15
          Und ja, es ist halt irgendwie sehr viel NRW gerade noch drin,
          1:08:15–1:08:19
          wo ich davon ausgehe, dass davon auch noch viel weiter aussortiert werden wird wahrscheinlich.
          1:08:20–1:08:23
          Also weil ich kann mir nicht vorstellen, dass man am Ende Dortmund und Gelsenkirchen
          1:08:23–1:08:25
          hat und Köln und Düsseldorf.
          Mara Pfeiffer
          1:08:26–1:08:29
          Nee, und weiter südlich ist tatsächlich...
          Annika Becker
          1:08:30–1:08:34
          Nicht so super viel, weil da halt teilweise Städte ja sich auch gar nicht erst
          1:08:34–1:08:37
          beworben haben oder Bewerbung zurückgezogen.
          Mara Pfeiffer
          1:08:37–1:08:42
          Ja, na gut, sind wir mal gespannt, was da im Juni rauskommt.
          1:08:42–1:08:49
          Beendet ist unterdessen auch der Prozess gegen Luis Rubiales. Der ist am 14.
          1:08:50–1:08:57
          Februar zu Ende gegangen. Ein Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet und
          1:08:57–1:09:00
          man muss sagen, diese Auftritte,
          1:09:00–1:09:06
          die Rubiales da noch hingelegt hat vor Gericht, Also die lassen wirklich einfach
          1:09:06–1:09:10
          in Sachen Dreistigkeit eigentlich gar nichts vermissen.
          1:09:10–1:09:17
          Also nachdem ja anfänglich immer so getan wurde, als sei das so ein Moment gewesen,
          1:09:17–1:09:20
          in dem man so total von Gefühlen übermannt gehandelt hat.
          1:09:20–1:09:28
          Also Rubiales, gibt es also jetzt tatsächlich von ihm die Aussage,
          1:09:29–1:09:36
          es hätte von Jenni Hermoso vor diesem Kuss eine Einverständniserklärung gegeben.
          1:09:36–1:09:39
          Also er hätte sie um Erlaubnis gefragt und ich frage mich halt.
          1:09:40–1:09:46
          Wo in dieser Sekundenaufnahme, in der er sich da übergriffig verhalten hat,
          1:09:46–1:09:48
          das angeblich der Fall gewesen sein soll.
          1:09:48–1:09:52
          Aber gut, man muss also selber wissen, wie respektlos man sich verhält,
          1:09:52–1:09:57
          weil ich finde, das ist wirklich eine riesen Respektlosigkeit, wenn eine Frau sagt,
          1:09:58–1:10:04
          mir wurde dagegen mein Willen irgendwie etwas körperlich aufgezwungen,
          1:10:04–1:10:08
          sich dann hinzusetzen, auch noch mit einem Lippenleser und zu sagen,
          1:10:08–1:10:12
          ich weiß besser als die Frau, was die Frau wollte.
          1:10:12–1:10:17
          Und nochmal, wir leben in wilden Zeiten und diese Themen werden leider Gottes
          1:10:17–1:10:21
          ziemlich sicher eher zu als abnehmen.
          1:10:21–1:10:26
          Aber es ist wirklich an Absurdität eigentlich kaum noch zu übertreffen.
          1:10:27–1:10:34
          Und ich hoffe wirklich, der wird im Fußball nie wieder irgendein Amt ausführen dürfen.
          1:10:35–1:10:39
          Die Anwältin von Jenny Hamoso hat außerdem nochmal darauf hingewiesen,
          1:10:39–1:10:45
          um was für eine Machtkonzentration es da im Verband gegangen ist und hat das
          1:10:45–1:10:50
          unter anderem mit den, ich zitiere das mal auf Englisch aus dem Artikel von
          1:10:50–1:10:52
          The Athletic, mit den Worten,
          1:10:59–1:11:04
          Also es ging da ganz deutlich auch darum, ihn deswegen zu schützen in dieser
          1:11:04–1:11:09
          Angelegenheit, weil man wusste, im Verband, man fällt sonst eben mit ihm.
          1:11:09–1:11:11
          Und ja, hoffentlich fallen sie einfach alle.
          Annika Becker
          1:11:11–1:11:18
          Mhm. Ich mache mal weiter damit, dass der DOSB-Präsident Thomas Weikert dazu
          1:11:18–1:11:20
          aufgerufen hat, wählen zu gehen.
          1:11:20–1:11:25
          Zitat, gerade angesichts der internationalen politischen Trends ist eine klare
          1:11:25–1:11:29
          Stärkung der demokratischen Parteien in Deutschland bei dieser Bundestagswahl
          1:11:29–1:11:31
          aus unserer Sicht das Gebot der Stunde.
          1:11:32–1:11:36
          Er ist damit auch nicht der Einzige. Ich habe auch schon Wahlaufrufe gesehen,
          1:11:37–1:11:39
          heute zum Beispiel von Darmstadt 98.
          1:11:39–1:11:46
          Die wollen auch auf ihrem Trikot entsprechend was drauf haben beim nächsten Spiel vorne.
          1:11:46–1:11:51
          Das ist, finde ich, eine ziemlich coole Aktion und hatten dazu heute Social-Media-Postings.
          1:11:51–1:11:56
          Es gab aber auch andere Vereine, die halt über Social Media auch schon auf die
          1:11:56–1:11:59
          Wahl aufmerksam gemacht haben und dass man eben hingehen soll und von seinem
          1:11:59–1:12:01
          demokratischen Recht Gebrauch machen.
          1:12:01–1:12:06
          Das ist sehr, sehr wichtig und jede einzelne dieser Aktionen ist sehr, sehr viel wert.
          Mara Pfeiffer
          1:12:06–1:12:11
          Ja, und wir können uns da inhaltlich auch nur anschließen. Das dürfte euch nicht verwundern.
          1:12:12–1:12:17
          Geht wählen, wählt logischerweise demokratische Parteien.
          1:12:18–1:12:23
          Wir werden da gleich am Ende der Sendung auch nochmal eine inhaltliche Schleife zu fliegen.
          1:12:23–1:12:27
          Und was man, glaube ich, auch nicht vergessen darf. Ich habe es heute wieder
          1:12:27–1:12:30
          gesehen in einigen sozialen Netzwerken.
          1:12:31–1:12:32
          Redet mit den Leuten ab.
          1:12:33–1:12:38
          Wenn ihr das für euch vorstellbar findet, auch darüber, wen ihr wählt und warum.
          1:12:38–1:12:43
          Es macht einen Unterschied, ob man immer nur sagt,
          1:12:43–1:12:46
          ich wähle nicht die AfD oder wählt nicht die AfD,
          1:12:47–1:12:54
          also sprich diesen Negativspin hat oder ob man tatsächlich auch so einen lösungsorientierten
          1:12:54–1:12:55
          Spin hat und einfach sagen kann,
          1:12:56–1:13:01
          das ist das, was ich mache und das sind die Gründe, weil ich soziale Gerechtigkeit
          1:13:01–1:13:02
          möchte, weil ich möchte,
          1:13:02–1:13:05
          dass es eine gute Klimapolitik gibt und so weiter und so weiter.
          1:13:06–1:13:09
          Man muss das, wenn man sich damit nicht wohlfühlt, nicht in so einer totalen
          1:13:09–1:13:13
          Öffentlichkeit machen, aber sprecht in dieser Woche noch mit Menschen darüber,
          1:13:13–1:13:18
          das und warum und wie ihr wählt und versucht auch Leute, die sich vielleicht
          1:13:18–1:13:20
          unsicher sind oder die sagen, ach,
          1:13:20–1:13:23
          muss ich mich da jetzt am Sonntag auch noch irgendwie ins Wahllokal schleppen,
          1:13:23–1:13:27
          versucht ihnen klarzumachen, wie wichtig diese Wahl für uns alle ist.
          Annika Becker
          1:13:27–1:13:30
          Ja, und ich kann dazu sagen, weil man ja immer so denkt, ah,
          1:13:31–1:13:33
          das bringt nichts und das ist alles nur unangenehm und schwierig.
          1:13:33–1:13:36
          Und unangenehm kann das auch tatsächlich sein. Aber ich hatte,
          1:13:36–1:13:39
          was das angeht, zuletzt persönlich auch ein Erfolgserlebnis.
          1:13:40–1:13:46
          Also wo das dann tatsächlich so ist, dass ich jemanden zu einer demokratischen
          1:13:46–1:13:50
          Stimme überzeugen konnte, die sonst, keine Ahnung, wohin gegangen wäre.
          1:13:50–1:13:55
          Aber jedenfalls nicht an die Partei, um die es geht. Und ja,
          1:13:55–1:14:01
          das ist nicht immer einfach dann, aber das hat mir dann irgendwie auch nochmal
          1:14:01–1:14:02
          so ein positives Gefühl gegeben,
          1:14:03–1:14:08
          um zu sehen, so naja, diese ganzen Diskussionen, die mich dann manchmal im Nachhinein
          1:14:08–1:14:10
          aufregen, bringen dann aber im Endeffekt doch was,
          1:14:11–1:14:13
          gerade so im persönlichen Umfeld.
          1:14:13–1:14:17
          Und wenn man dann so ein bisschen weiß, auch welche Person vielleicht für welche
          1:14:17–1:14:19
          Art von Argument offener ist als für andere.
          1:14:19–1:14:23
          Bei manchen ist es dann ja eher was Emotionales. Bei manchen kann man irgendwie
          1:14:23–1:14:26
          mit logischen Argumenten kommen und sich vielleicht nochmal was aus dem Programm
          1:14:26–1:14:30
          rauspicken oder so, was irgendjemanden besonders stark macht.
          1:14:30–1:14:33
          Da gibt es ja ganz verschiedene Möglichkeiten.
          Mara Pfeiffer
          1:14:34–1:14:43
          Genau. Und zum Abschluss der Blitz-News wollten wir noch darauf hinweisen,
          1:14:43–1:14:48
          dass es ein neues DFB-Auswärtstrikot für die Frauen gibt.
          1:14:49–1:14:52
          Ich fände es ja mal total spannend, wie es euch gefällt.
          1:14:52–1:14:57
          Ich finde es nämlich farblich sehr cool, aber das Muster sieht irgendwie...
          1:14:58–1:15:02
          Also das Muster spricht mich nicht an. Ich muss da jetzt gar keine Vergleiche ziehen.
          1:15:02–1:15:12
          Es wurde ja auch schon geleakt. Auf der Berlinale sind ja It-Persons schon damit rumspaziert.
          1:15:12–1:15:15
          Also von daher gesehen war es jetzt nicht mehr die ganz große Überraschung.
          1:15:16–1:15:19
          Ja, du findest es gar nicht so schlecht, Annika, ne?
          Annika Becker
          1:15:19–1:15:22
          Ja, ich finde es eigentlich sogar sehr, sehr hübsch.
          1:15:22–1:15:25
          Also was es für mich dann irgendwie runtergerissen hat, ist,
          1:15:25–1:15:29
          als ich dann die Erklärung gelesen habe, was dieses Muster sein soll.
          1:15:29–1:15:34
          Das ist nämlich Graffiti-Art sein soll, was dann in meinem Kopf ausgelöst hat.
          1:15:35–1:15:37
          Welche Art von Graffiti soll das denn eigentlich repräsentieren?
          1:15:39–1:15:41
          Also das hat es dann bei mir so ein bisschen runtergerissen.
          1:15:41–1:15:46
          Aber so an sich finde ich es eigentlich tatsächlich ansonsten ganz cool.
          Mara Pfeiffer
          1:15:46–1:15:51
          Ich kann dir sagen, apropos Rostock, wo wir ja gerade thematisch noch waren,
          1:15:52–1:15:58
          als ich 2023 bei dem Literaturfestival in Rostock im Ostseestadion war,
          1:15:58–1:16:05
          war unter anderem die fantastische Josephine Henning da und hat einen Workshop
          1:16:05–1:16:11
          gegeben zum Thema hier so Gestaltung von Bannern und so. und da durften wir sprühen mit Dosen.
          1:16:12–1:16:16
          Wenn du überhaupt keine Ahnung hast von dem Sprühen und nur so versuchst,
          1:16:16–1:16:18
          so irgendwas zu machen, eigentlich willst du zwei Linien machen,
          1:16:19–1:16:22
          aber du machst nicht genug Abstand und dann wird da so ein komischer Bubbel draus.
          1:16:23–1:16:25
          Dann sieht es so aus wie auf diesem Trikot.
          1:16:25–1:16:34
          Also vielleicht ist es ein Trikot, das für Anfänger im Sprayen besonders appealing sein soll.
          Annika Becker
          1:16:34–1:16:39
          Aber hey, das ist gerade hier voll die coole Marketing-Idee für den DFB.
          1:16:39–1:16:45
          Das nächste Jubiläum eines großen Titelgewinns der Frauen, lass doch einfach
          1:16:45–1:16:49
          Josi Henning ein schönes Jubiläumstrikot dafür designen.
          Mara Pfeiffer
          1:16:49–1:16:52
          Ja, das wäre auf jeden Fall, da wäre ich auch dabei.
          1:16:53–1:16:57
          Ja, genau, also das ist unser Hot Take von dieser Geschichte.
          1:16:57–1:17:02
          Josi Henning vor Trikotgestaltung.
          1:17:02–1:17:08
          Und dann haben wir noch eine Leseempfehlung, die du mitgebracht hast zu einem
          1:17:08–1:17:10
          sehr wichtigen Thema, liebe Annika.
          Annika Becker
          1:17:10–1:17:15
          Beim FC St. Pauli, das haben sicherlich sehr viele von euch mitbekommen,
          1:17:15–1:17:19
          wird nämlich ja die ganze Zeit diskutiert, weil das FC St.
          1:17:19–1:17:23
          Pauli Museum den Ursprüngen des Liedes, das Herz von St.
          1:17:24–1:17:31
          Pauli nachgegangen ist und ja, dabei eben festgestellt, dass es einen NS-Bezug
          1:17:31–1:17:38
          gibt in Form des Textes des Liedes, Josef Ohlig, der kritisch zu betrachten ist.
          1:17:38–1:17:47
          Also das Lied wird seit rund 20 Jahren bis vor kurzem, vor fast jedem Heimspiel im Stadion gesungen.
          1:17:47–1:17:51
          Und das ist so eine Art Ritual, dass es dann eben alle laut miteinander gesungen haben.
          1:17:52–1:17:57
          Und jetzt gab es eben durch diese Recherche des St.
          1:17:57–1:18:01
          Pauli-Museums eine Debatte darüber, wie damit umzugehen sei.
          1:18:01–1:18:06
          Und der Verein hat dann gesagt, dass man das vorerst eben nicht mehr vor Anpfiff spielen werde.
          1:18:07–1:18:11
          Und dass man sich eben weiter damit auseinandersetzen muss, wie man jetzt damit umzugehen hat.
          1:18:12–1:18:16
          Und das hat innerhalb der Fanszenen von St.
          1:18:16–1:18:20
          Pauli eine riesige Diskussion ausgelöst.
          1:18:20–1:18:24
          Also es gab irgendwie Leute, die das natürlich erstmal gut und begrüßenswert
          1:18:24–1:18:27
          finden und halt eben auch wirklich in so einen Austausch gehen wollen.
          1:18:28–1:18:32
          Aber es gab jetzt eben ja auch sehr negative Reaktionen schon darauf.
          1:18:32–1:18:33
          Also ich habe jetzt heute auch
          1:18:33–1:18:38
          gelesen, dass die Leute, die halt eben in diesem Museum engagiert sind,
          1:18:39–1:18:43
          teilweise auch einfach richtig krasse Hassnachrichten geschickt bekommen und
          1:18:43–1:18:47
          ja, dass irgendwie Leute auch so komplett überreagieren und sagen,
          1:18:47–1:18:49
          sie treten jetzt aus dem Verein aus.
          1:19:00–1:19:06
          Und reagiert auf sowas, was einem vermeintlich weggenommen wird,
          1:19:06–1:19:07
          weil sich was verändert.
          1:19:08–1:19:11
          Und da hat der Miller einen Ton, da gibt es ganz viel zu lesen.
          1:19:12–1:19:17
          Wir haben jetzt mal einen Artikel rausgegriffen vom 14., der das Ganze auch
          1:19:17–1:19:21
          nochmal so ein bisschen mehr zusammenfasst, als ich das jetzt getan habe.
          1:19:21–1:19:25
          Aber da könnt ihr auch darüber hinaus noch ganz viel euch angucken zu dem Thema.
          1:19:25–1:19:27
          Ich finde das sehr wichtig, weil
          1:19:27–1:19:31
          das ist ja jetzt, also das ist jetzt eine Diskussion, die jetzt an St.
          1:19:31–1:19:34
          Pauli gerade aufploppt, aber so problematisches Liedgut,
          1:19:34–1:19:38
          egal ob es jetzt NS-Bezug hat oder aus einem anderen Grund problematisch ist,
          1:19:38–1:19:42
          das gibt es ja bei fast allen Fußballvereinen und das ist halt irgendwie so
          1:19:42–1:19:46
          eine Diskussion, die halt immer so weggedrückt wird, dass halt Leute sagen, ach naja, komm,
          1:19:46–1:19:50
          so schlimm ist es aber doch eigentlich nicht und wir machen das schon immer
          1:19:50–1:19:52
          so und wir haben uns irgendwie was zurückerobert und so weiter.
          1:19:52–1:19:57
          Und deswegen finde ich es halt einfach sehr wichtig, diese Diskussion zu führen
          1:19:57–1:20:00
          und sich das auch anzugucken, wie das woanders läuft.
          1:20:01–1:20:06
          Also wenn ich jetzt mal nur von Schalke spreche, immer dieses hier "asoziale Schalker".
          1:20:07–1:20:10
          "Asozial" ist halt auch ein Begriff aus dem Nationalsozialismus,
          1:20:11–1:20:14
          wo ich mir dann halt, wenn man das so problematisiert, dann auch immer anhören
          1:20:14–1:20:18
          muss, ja, aber wir rückerobern das doch und besetzen das positiv und so.
          1:20:18–1:20:23
          Es gibt aber halt einfach Überlebende [Anm.: oder deren Nachkommen], die sagen, nein, das ist halt auf gar
          1:20:23–1:20:25
          keinen Fall so und das kann man halt so nicht benutzen.
          1:20:25–1:20:28
          Aber es gibt halt einfach keine konstruktive Debatte darüber,
          1:20:29–1:20:30
          sondern immer nur diese Abwehrhaltung.
          Mara Pfeiffer
          1:20:31–1:20:35
          Und um den Kontext vielleicht einmal ganz kurz klar zu machen,
          1:20:35–1:20:39
          also Josef Ollig, der das Lied getextet hat,
          1:20:40–1:20:45
          war Kriegsberichterstatter und hat während der NS-Zeit Menschenverachtetexte
          1:20:45–1:20:48
          verfasst und war auch bereits vor der Machtübernahme der Nazis für ein kritisch
          1:20:48–1:20:51
          zu betrachtendes Medium aktiv, schreibt der Melanchthon.
          1:20:51–1:20:56
          Und auch Hans Albers, der als Sänger in den 50er Jahren das Lied populär gemacht
          1:20:56–1:21:03
          hat und der Komponist Michael Jari haben während der NS-Zeit Karriere machen können,
          1:21:03–1:21:07
          weil sie auf der in Anführungszeichen gottbegnadeten Liste von Goebbels standen.
          1:21:07–1:21:11
          Also da kommt schon ein bisschen was zusammen. Da kann man dann halt nicht einfach
          1:21:11–1:21:18
          sagen, wir machen so weiter, sondern wie der Millerton das auch so schön hervorhebt,
          1:21:18–1:21:20
          da muss man eben zumindest mal eine Diskussion führen.
          1:21:21–1:21:25
          Gibt es eine Möglichkeit, wie wir weitermachen können? Und wenn ja, wie kann die aussehen?
          1:21:25–1:21:29
          Oder müssen wir sagen, nee, wir müssen uns halt einfach davon verabschieden?
          1:21:29–1:21:36
          Damit kommen wir endlich wieder nach langer Zeit zu unserer Lieblingskategorie.
          1:21:36–1:21:40
          Und hier für euch der Kackspecht der Woche.
          1:21:41–1:21:46
          Der Kackspecht der Woche geht an den FSV Frankfurt.
          1:21:46–1:21:51
          Herzlichen Glückwunsch. Und zwar habt ihr es vielleicht in den sozialen Medien
          1:21:51–1:21:55
          heute schon mitbekommen, unter anderem bei Felix Tamsud.
          1:21:55–1:22:03
          Es gab mittlerweile von der Fangruppierung beim FSV auch eine Pressemitteilung.
          1:22:03–1:22:07
          Am Wochenende wollten Fans einen Banner mit ins Stadion nehmen,
          1:22:07–1:22:10
          auf dem zu lesen stand Schwarz und Blau.
          1:22:10–1:22:13
          Nur beim FSV eine gute Wahl, was natürlich den Hintergrund hat,
          1:22:14–1:22:19
          dass Schwarz und Blau die Vereinsfarben des FSV sind und im politischen Spektrum
          1:22:19–1:22:22
          aber leider für Parteien stehen,
          1:22:22–1:22:28
          die eben am Sonntag nicht gewählt werden sollten, aus offensichtlichen Gründen.
          1:22:28–1:22:31
          Weil man weder Faschisten noch Paktierende wählen sollte.
          1:22:32–1:22:37
          Und die Fans des FSV schreiben, ich zitiere mal aus der Pressemeldung,
          1:22:37–1:22:40
          das ist ein einzigartiger Vorgang in der Geschichte des FSV Frankfurt.
          1:22:41–1:22:44
          Letztes Jahr hatten wir noch Statements gegen Rassismus auf unseren Werbebanden
          1:22:44–1:22:48
          und man rief zu Demonstrationen gegen rechts auf und heute verbietet man einen Banner gegen rechts.
          1:22:48–1:22:52
          Wenn es die Vereins- und Geschäftsführung im Gegensatz zum Beispiel zu Mainz
          1:22:52–1:22:56
          05, der Eintracht oder Darmstadt 98 nicht fertig bringt, dann ist es ein fatales
          1:22:56–1:23:00
          Signal, nicht wenigstens den Fans einzuräumen, sich klar zu positionieren.
          1:23:00–1:23:04
          So Jürgen Eimer, ehemaliger Fanbeauftragter und Stadionsprecher,
          1:23:04–1:23:10
          Teil des O-Blogs und die euch und uns ja auch bekannte Franziska Blendin,
          1:23:10–1:23:13
          Vorsitzende der Fan- und Förderabteilung des FSV Frankfurt und ebenfalls aus
          1:23:13–1:23:15
          dem O-Blog, wird zitiert mit den Worten.
          1:23:15–1:23:20
          Das Banner verstößt nicht gegen die Stadionordnung und lässt durchaus Interpretationsspielraum.
          1:23:20–1:23:25
          Wir fragen uns, warum möchte der Verein die Courage und das Engagement der eigenen Fans so torpedieren?
          1:23:25–1:23:32
          Wenn der FSV Frankfurt jetzt inoffiziell politische Neutralität da als Argument
          1:23:32–1:23:36
          gegen das Aufhängen des Banners im Stadion gelten machen lassen möchte,
          1:23:36–1:23:40
          dann darf man durchaus auch mal an die Vergangenheit des Vereins erinnern.
          1:23:40–1:23:42
          Und unter anderem an Alfred J.
          1:23:42–1:23:48
          Meyers, den ehemaligen jüdischen Präsidenten, der erst im letzten Jahr anlässlich des 125.
          1:23:49–1:23:53
          Vereinsjubiläums zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. Wichtigerweise,
          1:23:53–1:23:58
          also politische Neutralität wisst ihr, sehen wir hier sowieso als etwas,
          1:23:58–1:24:02
          was nicht existiert. Jede Handlung ist politisch, entweder eben in die eine
          1:24:02–1:24:03
          oder in die andere Richtung.
          1:24:03–1:24:09
          Und das ist schon eine ziemlich große Peinlichkeit, die sich der Verein da leistet.
          1:24:09–1:24:15
          Und gerade in dieser nochmal wichtigeren Woche von all den wichtigen Wochen,
          1:24:16–1:24:18
          die wir zuletzt in dieser Thematik erleben,
          1:24:18–1:24:23
          wirklich ein absolutes Trauerspiel und Respekt und Dankeschön an die Fans,
          1:24:23–1:24:25
          dass sie das also nicht unter den Tisch fallen lassen,
          1:24:26–1:24:27
          sondern öffentlich machen.
          1:24:27–1:24:32
          Ihr könnt euch das quasi also so vorstellen, dass unsere Vögel beide gleichzeitig
          1:24:32–1:24:33
          nach Frankfurt fliegen.
          1:24:34–1:24:41
          Der Kronenkranich fliegt zu den Fans als Positivauszeichnung und der Kackspecht
          1:24:41–1:24:46
          fliegt zum Verein als absolute Negativauszeichnung.
          1:24:46–1:24:48
          Absolute Negativauszeichnung.
          1:24:48–1:24:50
          Peinlicher Scheißdreck, den ihr da abliefert.
          Annika Becker
          1:24:50–1:24:54
          So ist es. So sieht es nämlich aus. Da kackt der Specht hin.
          Mara Pfeiffer
          1:24:55–1:24:59
          Ja, genau. Also zum Ende dann noch mal,
          1:25:01–1:25:08
          Der Hinweis wählt am Sonntag und animiert Menschen dazu, zu wählen.
          1:25:09–1:25:15
          Ich bin schon sehr gespannt und angespannt. Ich bin nämlich Wahlhelferin und
          1:25:15–1:25:16
          darf da Stimmen auszählen.
          1:25:17–1:25:21
          Man wird sich, wenn man in diesen Schulungen drin ist, auch mal dessen nochmal
          1:25:21–1:25:26
          gewahr, was das eigentlich für eine krasse, den ehrenamtlichen Personen übertragene
          1:25:26–1:25:28
          Aufgabe ist, diese Wahlhilfe.
          1:25:28–1:25:34
          Das ist also Demokratie ist schon eine beeindruckende Nummer und sie funktioniert
          1:25:34–1:25:36
          halt nur, wenn wir uns alle daran beteiligen.
          1:25:36–1:25:41
          Ja, und wir hören uns nicht wie sonst in zwei Wochen wieder.
          1:25:41–1:25:47
          Das müssen wir euch an der Stelle auch direkt ankündigen, sondern in drei Wochen,
          1:25:47–1:25:50
          was terminliche Gründe hat verschiedenster Natur.
          1:25:50–1:25:56
          Aber vor allen Dingen, dass in zwei Wochen Rosenmontag ist und wir kennen euch
          1:25:56–1:25:58
          Feierbiester und Biesterinnen doch.
          1:25:58–1:26:04
          Nein, also wir haben uns gedacht, an Fasnacht bringt es wahrscheinlich nur so
          1:26:04–1:26:06
          mittelfiel, eine Sendung zu machen.
          1:26:06–1:26:11
          Deswegen schieben wir direkt eine Woche noch mit rein und hören uns an dieser
          1:26:11–1:26:17
          Stelle in drei Wochen wieder. Habt's gut, bis dahin.

          Der Beitrag #75: Laut bleiben erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

          1 hr 27 min
        • #74: Auf die Straße!

          Nein, wir verpassen jetzt nicht jedem Episodentitel ein Ausrufezeichen, aber wer uns schon länger zuhört, rechnet sicher damit, dass diese Folge sich nicht nur mit Fußball befasst. Die Zeiten sind turbulent, und wenn ihr könnt: Geht auf die Straße und leistet Widerstand. Redet darüber, dass ihr wählt, vielleicht auch darüber, wen, teilt politische Inhalte in den sozialen Netzwerken. Schweigt nicht und seid nicht mutlos. Gemeinsam können wir handeln.

          Wir sprechen heute intensiv über Veranstaltungen zu Fußball und Politik, die wir zuletzt besucht haben und in die wir involviert waren. Im Thema der Woche reden wir über den DFB-Saisonreport und was sich eigentlich so tut in der Bundesliga der Frauen. Außerdem ist Petra mit gleich zwei Beiträgen für euch zurück: Welcome back!

          Statt Lese- und Hörempfehlungen haben wir diesmal eine Elf der Woche aufgestellt. Lauter tolle Menschen, denen ihr unbedingt folgen solltet, falls ihr sie noch nicht kennt.

          Wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und die Bolztribüne einmalig oder regelmäßig unterstützt. So können wir hoffentlich immer mehr Zeit in unsere Herzensprojekte stecken. Die Unterstützung ist jetzt einfacher als bisher, denn wir sind nun eine Marke und eine GbR und haben ein Geschäftskonto:
          Kontodaten
          Bolztribüne: Annika Becker und Mara Pfeiffer GbR
          FYRST Bank (Postbank)
          IBAN: DE 9450 8703 9300 7436 0900
          BIC: DEUTDEFFXXX

          Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

          Becker & Pfeiffer

          Bluesky

          Mastodon

          Shownotes/Links/Quellen
          • Warum Katzenschnurren gesund ist
            https://www.scientificamerican.com/article/why-do-cats-purr/ 
          • Abgesagtes SGS Essen Spiel: Tickets umtauschen
            https://www.instagram.com/p/DFnrR3IByFv/
          • DFB Saisonreport
            https://www.dfb.de/ePaper/DFB-Saisonreport-Frauen-Bundesliga-20232024/ 
          • Annikas Beitrag zum Thema in der TAZ
            https://taz.de/Report-zur-Frauenfussball-Bundesliga/!6063484/ 
          • McKinsey: Die Frauen-Bundesliga zwischen Wachstum und Wettbewerb
            https://www.mckinsey.com/de/~/media/mckinsey/locations/europe%20and%20middle%20east/deutschland/publikationen/2025-01-30%20frauen-bundesliga/frauen-bundesliga%20zwischen%20wachstum%20und%20wettbewerb_mckinsey_vf.pdf 
          • Diese Ankündigung des DFB zum Fahrplan erschien nach unserer Aufnahme:
            https://www.dfb.de/news/dfb-und-klubs-der-google-pixel-frauen-bundesliga-vereinbaren-fahrplan
          • Einordnung der Studie von Helene Altgelt (90min)
            https://www.90min.de/neue-studie-so-kann-die-frauen-bundesliga-international-mithalten
          • Petra Tabarellis Nachspielzeit: Die erste Schiedsrichter-Durchsage in Deutschland
            https://bolztribuene.de/2025/02/02/die-erste-schiedsrichter-durchsage-in-deutschland/ 
          • Gerichtsprozess in Madrid gegen Rubiales bezüglich des Übergriffs nach dem WM-Finale gegen Hermoso gestartet,
            https://www.theguardian.com/world/2025/feb/03/jenni-hermoso-tells-court-rubialess-kiss-tarnished-world-cup-win 
          • Vereine im NOFV haben die Abschaffung der verbandsrechtlichen Bestrafung des Einsatzes von nicht missbräuchlich verwendeter Pyrotechnik gefordert
            https://www.babelsberg03.de/nachrichten/verein/verbandsstrafen-abschaffen
            https://www.herthabsc.com/de/nachrichten/2025/01/statement-nofv-positionspapier-2425 
          • Spielerinnen von Barcelona äußern sich öffentlich dagegen, dass der spanische Supercup in Saudi-Arabien ausgetragen werden soll
            https://www.theguardian.com/football/2025/jan/30/barcelona-players-hit-out-at-plans-for-womens-supercopa-in-saudi-arabia 
          • Interview von Alina Schwermer mit Almuth Schult (TAZ) zu Mutterschutz und der Notwendigkeit einer Spielerinnen-Gewerkschaft
            https://taz.de/Almuth-Schult-ueber-Muetter-im-Fussball/!6063326/ 
          • Neues Buch: Kathrin Längert “Wir verdienen mehr! Ein Manifest”
            https://shop.delius-klasing.de/wir-verdienen-mehr-p-2003713/
          • Unsere 11 der Woche
            Nora Hespers
            https://bsky.app/profile/fraunora.bsky.social
            @[email protected]
            Felix Tamsut
            https://bsky.app/profile/ftamsut.bsky.social
            Ann-Kathrin Büüsker
            https://bsky.app/profile/uedio.bsky.social
            https://mastodon.social/@uedio 
            Sophie Lawson
            https://markgordon.media/sophie-lawson-toxic-positivity-and-covering-womens-football/
            https://bsky.app/profile/lawsonsv.bsky.social
            Birdbot
            https://bsky.app/profile/birdperhour.net/
            Daniel Drepper
            https://bsky.app/profile/danieldrepper.bsky.social
            Frankie de la Cretaz (they/them)
            https://bsky.app/profile/thefrankiedlc.news 
            Musa Okwonga
            https://bsky.app/profile/okwonga.bsky.social 
            50 Plus Döner
            https://bsky.app/profile/50plusdoner.bsky.social 
            Annika Brockschmidt
            https://bsky.app/profile/ardenthistorian.bsky.social
            Nadia Zaboura
            https://bsky.app/profile/nadiazaboura.bsky.social
            https://chaos.social/@nadia_z 
          • Petra Tabarellis Nachspielzeiten: 100 Jahre Abseits – Teil 1
            https://bolztribuene.de/2025/02/02/die-urspruenge-der-abseitsregel/
          • Unterstützt unsere Arbeit
            https://derfussballpodcast.de/support/
          • Transkription der Episode anzeigen

            Annika Becker
            0:00:21–0:00:26
            Hallo und herzlich willkommen zu Becker und Pfeiffer, der Fußball-Podcast.
            0:00:26–0:00:32
            Wir sind bei Folge Nummer 74 angekommen und wir, das sind die liebe Mara. Hallo.
            Mara Pfeiffer
            0:00:32–0:00:37
            Hallo, liebe Annika und hallo, liebe Zuhörer*innen. Da sind wir wieder.
            Annika Becker
            0:00:38–0:00:44
            Genau, genau. Und wir haben heute einiges vor und es ist ja gerade auch,
            0:00:44–0:00:48
            ich sag mal, allgemein sehr viel Aufwühlendes los.
            0:00:48–0:00:53
            Und wir werden auch später noch auf einige ernstere Themen zu sprechen kommen.
            0:00:53–0:00:59
            Aber wir haben uns gedacht, dass wir vielleicht mal einsteigen mit zwei Sachen,
            0:00:59–0:01:02
            die ein bisschen heiterer und lockerer sind.
            0:01:02–0:01:08
            Zum einen haben sich mehrere Leute bei uns gemeldet zu der Folge von vor zwei
            0:01:08–0:01:11
            Wochen unserer Comeback-Folge,
            0:01:11–0:01:16
            weil das Katzenschnurren so laut war und ich habe dann im Laufe der Woche eher
            0:01:16–0:01:21
            durch Zufall einen Artikel gefunden, der schon etwas älter ist.
            0:01:21–0:01:25
            Der wurde mir in meine BlueSky-Timeline gespült und ich fand das aber ganz schön,
            0:01:25–0:01:29
            weil da geht es nämlich um Katzenschnurren aus wissenschaftlicher Sicht und
            0:01:29–0:01:36
            dass die in einer Tonfrequenz irgendwo zwischen 25 und 150 Hertz schnurren und
            0:01:36–0:01:41
            dass das die Heilungen fördern soll und irgendwie gut für die Knochendichte
            0:01:41–0:01:43
            ist und lauter solche Sachen,
            0:01:43–0:01:46
            das fand ich sehr, sehr großartig.
            0:01:46–0:01:49
            Und deswegen habe ich den Artikel Mara dann auch direkt geschickt,
            0:01:49–0:01:50
            als ich den gesehen habe.
            Mara Pfeiffer
            0:01:51–0:01:57
            Ja, das spricht eigentlich dafür, dass man in Zukunft Katzen mitnehmen darf ins Krankenhaus.
            Annika Becker
            0:01:58–0:02:03
            Ja, ich finde, es ist auch ein sehr guter Service, den wir euch da mit unserer
            0:02:03–0:02:06
            Podcast-Folge geliefert haben, mit so viel Katzenschnurren da drin.
            0:02:06–0:02:11
            Und ja, dann das Zweite, was wir hatten, war, dass wir über verschiedene Kanäle
            0:02:11–0:02:16
            auf sehr unwissenschaftliche Art und Weise, nämlich auf sehr unterschiedliche
            0:02:16–0:02:20
            Arten und Weisen, Umfragen gestartet haben mit der Frage,
            0:02:20–0:02:23
            welche ist für dich die beste Rückennummer im Fußball?
            0:02:23–0:02:29
            Weil wir da ja letztes Mal auf einem kleinen Abschwenker auch drüber gesprochen hatten.
            0:02:30–0:02:35
            Und wenn man das Ganze auswertet, dann ist die Wahlbeteiligung noch ein bisschen
            0:02:35–0:02:36
            ausbaufähig, würde ich sagen.
            0:02:36–0:02:42
            43 Leute haben mitgemacht und gewonnen hat ganz knapp die Rückennummer 6.
            0:02:43–0:02:47
            Also was sind deine Gefühle dazu? Erstmal so, ich würde sagen,
            0:02:47–0:02:50
            eine 6 ist irgendwie auch ein bisschen wie eine umgedrehte 9.
            Mara Pfeiffer
            0:02:53–0:02:59
            Also ich hätte tatsächlich im Leben niemals gedacht, dass die 6 irgendwo landen würde.
            0:02:59–0:03:03
            Ich weiß auch überhaupt nicht, Rücken Nummer 6 würde mir einfallen,
            0:03:04–0:03:09
            ehemals ein Spieler, der tatsächlich unsere Männervereine verbindet, nämlich Danny Latzer.
            0:03:10–0:03:14
            Der hatte in Mainz auf jeden Fall immer die 6, ich glaube bei euch auch, oder?
            Annika Becker
            0:03:16–0:03:19
            Könnte allerdings auch die 8 gewesen sein.
            Mara Pfeiffer
            0:03:19–0:03:23
            Genau, das habe ich tatsächlich auch gerade überlegt. Genau,
            0:03:23–0:03:31
            aber ansonsten assoziiere ich mit der Rücknummer 6 tatsächlich eher wenig und
            0:03:31–0:03:33
            sie hat mich auch etwas überrascht.
            Annika Becker
            0:03:33–0:03:37
            Ich weiß nicht, ich meine, ich habe ja so ein Faible für defensive MittelfeldspielerInnen,
            0:03:37–0:03:40
            ich konnte das irgendwie schon ganz gut nachempfinden.
            0:03:40–0:03:45
            Kurz dahinter auf dem zweiten Platz ist die Nummer sieben gelandet und die 10,
            0:03:45–0:03:49
            um die es ja bei uns in der Folge ging, hatten nur vier Stimmen bekommen und
            0:03:49–0:03:52
            deine 9, liebe Mara, sogar nur drei.
            Mara Pfeiffer
            0:03:53–0:03:58
            Das macht aber nichts, weil drei zum Quadrat ist ja wieder neun und deswegen
            0:03:58–0:04:02
            macht mich das auf jeden Fall trotzdem glücklicher auf jeden Fall als die sechs
            0:04:02–0:04:06
            auf der eins und das mit der umgedrehten neun, das funktioniert auch tatsächlich nicht.
            0:04:06–0:04:09
            Ich finde die sechs immer ziemlich nervig, auch im Adventskalender Da mache
            0:04:09–0:04:13
            ich nämlich regelmäßig versehentlich die Neun bei der Sechs auf.
            0:04:14–0:04:17
            Und das spricht aber dafür, also die Neun kann da natürlich nichts für,
            0:04:17–0:04:21
            sondern spricht dafür, dass die Sechs einfach eine komische Zahl ist.
            Annika Becker
            0:04:22–0:04:28
            Wir haben auf manchen Seiten zum Beispiel bei Instagram oder auch bei Blue Sky
            0:04:28–0:04:31
            auch ein paar nette Zuschriften von euch bekommen.
            0:04:31–0:04:35
            Ich habe ein paar davon rausgesucht, die mich angesprochen haben.
            0:04:35–0:04:38
            Zum Beispiel hat uns Alexander Salzweger einfach geschrieben,
            0:04:38–0:04:43
            die 15, weil ich mit der am liebsten gespielt habe, was ja eine sehr schöne
            0:04:43–0:04:45
            persönliche Assoziation ist.
            0:04:45–0:04:50
            Die liebe Nina konnte, war sich erst nicht so sicher, 6 oder 9 und natürlich
            0:04:50–0:04:54
            auch die 10, aber irgendwie ist die so überladen und dann war es doch die
            0:04:54–0:04:58
            6, weil die irgendwie eine tieferliegende Kraft hat. Interessant.
            0:04:59–0:05:04
            Mira hat uns geschrieben, 11, weil Miro Klose finde ich auch sehr, sehr nachvollziehbar.
            0:05:05–0:05:10
            Und dann habe ich mich mit Theda in den Chat-Nachrichten unterhalten,
            0:05:10–0:05:12
            weil wir uns gefragt haben, was du dazu denkst.
            0:05:12–0:05:18
            Theda hat geschrieben, Foudy hatte ja immer die 11 wegen Double Number One.
            0:05:19–0:05:22
            Was sagt deine Zahlenlogik dazu?
            Mara Pfeiffer
            0:05:23–0:05:28
            Das kann ich schon nachvollziehen. Außerdem ist die Elf eine Primzahl.
            0:05:31–0:05:37
            Soll ich tatsächlich eine lustige, komplett fußballferne Geschichte zur Elf erzählen?
            Annika Becker
            0:05:38–0:05:38
            Gerne.
            Mara Pfeiffer
            0:05:39–0:05:46
            Meine Eltern haben sich mal an einem Elften kennengelernt, haben das dann durchgezogen
            0:05:46–0:05:51
            und auch an einem Elften sich verlobt und an einem Elften geheiratet und haben
            0:05:51–0:05:53
            dann festgelegt, was sehr cheesy ist.
            0:05:53–0:05:59
            Und ich habe mich natürlich, wie ich schon von Kindesbeinen an war,
            0:05:59–0:06:01
            auch strikt daran gehalten.
            0:06:01–0:06:05
            Dann haben sie beschlossen, dass sie ein Kind bekommen wollen,
            0:06:05–0:06:10
            das ihr Glück verdoppelt und haben das Kind so angesetzt, dass sie darauf gegangen
            0:06:10–0:06:12
            sind, dass es an einem 22.
            0:06:12–0:06:18
            Geboren wird. Und krass, ich habe es tatsächlich durchgezogen.
            0:06:18–0:06:21
            Und meine kleine Schwester sollte dann, ich weiß allerdings nicht,
            0:06:21–0:06:23
            also ich meine, man konnte dann halt schlecht eine 33 machen.
            0:06:23–0:06:26
            Also haben sie dann beschlossen, dass meine Schwester wiederum am 11.
            0:06:26–0:06:27
            Geboren werden sollte. Und meine
            0:06:27–0:06:31
            Schwester kam so mit ausgestrecktem Mittelfinger am 8. rausgeschossen.
            Annika Becker
            0:06:32–0:06:36
            Das finde ich aber ehrlich gesagt gut. Also das wäre so auch meine Haltung dazu
            0:06:36–0:06:38
            gewesen als Embryo und Baby, glaube ich.
            Mara Pfeiffer
            0:06:38–0:06:41
            Ich finde das auch gut. Ich habe auch mich dann immer versucht,
            0:06:42–0:06:45
            quasi da rauszudingseln, dass ich das ja nicht wissen konnte.
            0:06:45–0:06:50
            Und ich mag die 22 tatsächlich auch, was überhaupt keinen Sinn ergibt,
            0:06:50–0:06:55
            weil sie gerade ist und durch alles Mögliche teilbar und ihre Quersumme auch gerade ist.
            0:06:56–0:07:02
            Aber ja, doch, 22 ist irgendwie okay. Vielleicht, weil tatsächlich die 2 halt
            0:07:02–0:07:06
            einfach eine schöne Zahl und auch eine Primzahl ist. Und dann wäre ja in der
            0:07:06–0:07:09
            Logik von Theda die 22 quasi Double Two.
            Annika Becker
            0:07:11–0:07:14
            Wobei Theda sich für die 4 entschieden hat.
            0:07:15–0:07:20
            Klassiker. Ja, aber also mein Lieblingskommentar, muss ich sagen,
            0:07:20–0:07:25
            ich finde der toppt alles, der ist ganz fantastisch, weil das ist so typische
            0:07:25–0:07:28
            Kreisliga-Bolzplatz-Logik.
            0:07:28–0:07:33
            Mein Lieblingskommentar war bei Blue Sky von Gelix und lautet die 12,
            0:07:33–0:07:37
            weil dann kann man sagen, man ist Ersatz-Torhüter, wenn der Trainer einen nicht
            0:07:37–0:07:39
            einwechselt. Das ist doch fantastisch, oder?
            Mara Pfeiffer
            0:07:40–0:07:42
            Ja, das ist auf jeden Fall fantastisch.
            0:07:44–0:07:48
            Übrigens, Annika, muss ich hier mal leise Kritik äußern, weil du bist nämlich
            0:07:48–0:07:51
            aus dem Katzenthema so schnell wieder rausgeslidet, dass ich überhaupt nicht
            0:07:51–0:07:55
            meine fantastische Alien-Bemerkung machen konnte, die ich unbedingt noch anbringen
            0:07:55–0:07:59
            wollte, nachdem du das schon in die Sendung gehoben hast.
            0:07:59–0:08:01
            Ich möchte das an dieser Stelle gerne nachholen.
            0:08:01–0:08:06
            Ich finde nämlich, dass diese ganze Geschichte mit dem Knurren,
            0:08:06–0:08:08
            wollte ich schon sagen, mit dem Schnurren und vor allen Dingen,
            0:08:08–0:08:15
            was du erzählt hast oder aufgeschrieben hast zumindest über den Muskelschwund bei Astronauten,
            0:08:15–0:08:22
            dass das tatsächlich erklärt, warum damals Officer Alan Ripley und die Katze,
            0:08:22–0:08:25
            die beiden einzigen waren, die überlegt haben, die haben das einfach gut miteinander hinbekommen.
            0:08:25–0:08:30
            Und außerdem gibt es da eines der schönsten Memes überhaupt, so sinngemäß.
            0:08:30–0:08:33
            Die Frau wird irgendwie den kompletten Film lang ignoriert von den Männern,
            0:08:33–0:08:35
            die immer glauben, alles besser zu wissen.
            0:08:35–0:08:38
            Und am Ende sind sie und die Katze die beiden einzigen, die überleben.
            0:08:39–0:08:43
            Und ich konnte diesen Film nie komplett gucken. Das ist überhaupt nicht mein Ding.
            0:08:44–0:08:51
            Aber so szenenweise und die Szenen mit der Katze habe ich mir alle angeguckt.
            0:08:51–0:08:55
            Und dann zwischendurch sehr viel gespult. Was auch ungefähr Auskunft darüber
            0:08:55–0:08:58
            gibt, wie lange das her ist, dass ich den Film geguckt habe.
            0:08:58–0:09:00
            Ich habe den noch auf einer VHS gespult.
            Annika Becker
            0:09:02–0:09:06
            Der Film war dann aber bestimmt auch nicht besonders lang so insgesamt.
            Mara Pfeiffer
            0:09:06–0:09:08
            Nö, das ging gar nicht.
            0:09:10–0:09:15
            Also bitte, so ein widerlicher Film. Kann ich gar nicht gucken.
            Annika Becker
            0:09:15–0:09:19
            Sowas. Ich würde sagen, wir machen mal weiter.
            0:09:19–0:09:23
            Wir haben nämlich noch eine ganze Reihe von Danksagungen für,
            0:09:23–0:09:27
            oder besser gesagt an Menschen, die uns gespendet haben.
            0:09:27–0:09:34
            Entweder direkt auf unser wunderschönes Bankkonto oder aber via Paypal und ich
            0:09:34–0:09:36
            nenne einfach mal der Reihe nach alle Namen.
            0:09:36–0:09:42
            Da wären Nils, Stefanie, der Eppinghofener Max, Susanne, Sascha,
            0:09:42–0:09:49
            Eike, Annika, Deepak, Theida, Lena, Andreas, Rainer, Lars, Roshan, Ruth,
            0:09:50–0:09:56
            Uwe, Wolfgang, Joachim, Celia, Luise, Pina, Jan, Angela,
            0:09:56–0:10:01
            Jolle, Lars, Lukas, Mareike und Oskar. eine ganze Menge.
            0:10:01–0:10:04
            Also vielen herzlichen Dank. Ihr seid großartig.
            Mara Pfeiffer
            0:10:04–0:10:08
            Ja, vielen, vielen, vielen, vielen Dank. Das ist mega toll.
            0:10:08–0:10:14
            Und wenn alles gut geht, kriegen wir auch die Reparaturen am Paypal-Konto vielleicht
            0:10:14–0:10:19
            doch noch hin und können das dann auch wieder öffnen quasi.
            0:10:19–0:10:22
            Wir haben ja aktuell die Infos dazu bei uns überall rausgenommen,
            0:10:23–0:10:25
            weil das da etwas hakelt zurzeit.
            0:10:26–0:10:29
            Aber nachdem wir es schon fast aufgegeben hatten, hat die Annika jetzt unter
            0:10:29–0:10:35
            Einsatz aller geistigen und körperlichen und sonstigen Kräfte.
            Annika Becker
            0:10:36–0:10:38
            Emotional vor allem.
            Mara Pfeiffer
            0:10:38–0:10:43
            Genau. Diese App doch noch irgendwie in den Griff zu bekommen. Mal gucken.
            0:10:43–0:10:47
            Wir halten euch auf dem Laufenden. Aber es ist jedenfalls sehr, sehr, sehr, sehr cool.
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            Dass ihr da mit uns quasi in das GbR-Thema einsteigt.
            0:10:52–0:10:56
            Und da müssen wir auch noch einen sehr, sehr, sehr, sehr, sehr,
            0:10:56–0:10:58
            sehr großen Dank aussprechen,
            0:10:59–0:11:07
            nämlich an den Stefan Schmidt, der uns die Eintragung der Marke gemacht hat.
            0:11:07–0:11:11
            Und das, wir wollen jetzt nicht alle Details verraten, noch mit einer unfassbaren
            0:11:11–0:11:13
            Großzügigkeit verbunden.
            0:11:14–0:11:18
            Und auch dir, lieber Stefan, ein großes, großes Dankeschön von uns.
            0:11:18–0:11:19
            Wir wissen das sehr zu schätzen.
            Annika Becker
            0:11:19–0:11:24
            Yes, auf jeden Fall. Dann würde ich sagen, kommen wir damit mal zu unserer,
            0:11:24–0:11:27
            ja es heißt immer noch unsere Fußballwoche, aber es sind jetzt ja eher dann
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            immer zwei Wochen im Moment.
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            Aber was magst du denn vielleicht über so die letzten Tage erzählen,
            0:11:36–0:11:39
            was dich beschäftigt hat?
            Mara Pfeiffer
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            Also um der Wahrheit Genüge zu tun, bin ich, obwohl es ja sehr gut läuft bei
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            Mainz 05, Also abgesehen davon, dass sie jetzt am Freitag verloren haben in
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            Bremen, was den Fußball auf dem Platz angeht, momentan nicht so richtig anzuzünden.
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            Wir haben es ja auch schon so ein bisschen davon gehabt, ich kann es mir nicht
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            so hundertprozentig erklären, weil eigentlich ist Fußball ja auch eine schöne Abwechslung.
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            Vielleicht funktioniert das aber nicht so gut, weil es halt ja dann doch irgendwie
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            Job ist und mit allem, was gerade so passiert in der Welt, tue ich mich so mit
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            den reinen Ergebnisthemen aktuell irgendwie schwer.
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            Ich finde es schön, wenn Leute das für sich irgendwie nutzen können,
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            um so ein bisschen dem Alltag zu entfliehen.
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            Ich glaube, dass wir diese Fluchten gerade auch alle brauchen,
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            neben dem uns stellen und aktiv werden.
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            Aber bei mir funktioniert das gerade nicht so wirklich mit Fußball.
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            Ich empfehle Schitt's Creek.
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            Und was aber umgekehrt dann sehr, sehr gut funktioniert,
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            Das ist alles, was gerade passiert rund um den Erinnerungstag im deutschen Fußball,
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            den ich sowieso immer sehr intensiv begleite und wahnsinnig wichtig finde und
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            sehr wichtig finde und aktuell noch mehr als in den vergangenen Jahren aus offensichtlichen Gründen.
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            Wir haben ja in der letzten Sendung schon ein bisschen über die Eröffnung in
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            Mainz gesprochen und ich hatte jetzt tatsächlich die sehr, sehr große Freude,
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            am vergangenen Freitag eine Veranstaltung zu moderieren in der Versöhnungskirche
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            der KZ-Gedenkstätte Dachau.
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            Ich war noch nie in Dachau. Wir haben da eine kleine Führung vorher auch bekommen,
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            wir Podiumsteilnehmende.
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            Und das war schon so gegen Ende der Öffnungszeiten, also die haben immer bis
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            17 Uhr geschlossen und wir haben die Führung angefangen, so um 20 vor 5 und durften das dann,
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            weil ja die Versöhnungskirche auf dem Gelände ist, mussten wir dann eben auch
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            nicht runter, sondern waren da noch so bis halb 6 unterwegs.
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            Und dass das so sehr leer war und eben da nicht so viele Leute rumgesprungen
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            sind, hat, glaube ich, noch so ein bisschen mitgewirkt.
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            Da sind ja tatsächlich die Baracken nicht mehr da.
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            Es gibt zwei, drei, die sind aber nicht mehr original, die sind nachträglich
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            wieder aufgebaut worden.
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            Ja und diese, also das war es total krass,
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            ich finde wenn man erstmal da so drauf schaut und man wüsste irgendwie nicht
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            wo man ist, dann würde man fast vermuten, da wird irgendwie was angebaut oder so,
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            weil man halt immer nur so diese Umrandung sieht von dem, wo die Baracken mal waren und.
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            Dann haben die ja da diese Alleen mit den Pappeln, also das war tatsächlich auch ein KZ,
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            was offen war für natürlich angemeldete Besuchsgruppen,
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            wo man dann die Häftlinge, die nicht ganz so übel behandelt wurden,
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            auch so ein bisschen vorgeführt hat und so gezeigt hat, Hier,
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            guck mal, wie cool wir hier irgendwie die Leute zum Arbeiten bringen und so.
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            Und viel von dem, was dann später in den anderen KZs gemacht wurde,
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            wurde dort wie so vorbereitet oder erdacht.
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            Und es gab auch wie so eine Wegbelobigung von Leuten, die da gearbeitet haben,
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            die dann quasi wie so in Anführungszeichen befördert wurden in andere KZs.
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            Und diese ganze Geschichte, ich finde es halt so krass, dass viel von dem,
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            was damals passiert ist,
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            kann ich für mich nur sagen, im Heranwachsen und in dem, wie man das in der
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            Schule gelernt hat, halt wirkte wie eine wahnsinnig weit entfernte Vergangenheit,
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            die zwar wichtig ist zu bewahren und sich ihrer bewusst zu werden,
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            aber die halt so total abgekoppelt ist von der eigenen Realität und dieses Gefühl
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            ist halt einfach nicht mehr da mit den Entwicklungen zur Zeit.
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            Und diese Nähe auch von dem KZ zu der Stadt und bei der Führung wurde dann auch so erzählt,
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            dass diese Schornsteine von dem Krematorium, dass das natürlich zu sehen war
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            und dass die Leute natürlich auch wussten, was da passiert ist und auch versucht haben,
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            das alles abzureißen, dann als es vorbei war, Also damit, um halt quasi Spuren zu verwischen und so.
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            Ja, also eigentlich hätte das schon immer und würde das auch jetzt,
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            finde ich, auf jeden Lehrplan gehören, dass SchülerInnen mal so eine Gedenkstätte besichtigen.
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            Ich weiß nicht, wie das bei dir war, wir haben das nicht gemacht als Jugendliche.
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            Seid ihr mit der Schule mal irgendwo hingefahren?
            Annika Becker
            0:16:30–0:16:39
            Nicht im, ich sag mal, nicht im Standardunterricht, also nicht im normalen Lehrplan, sag ich mal.
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            Aber ich hatte im Abitur einen Geschichteleistungskurs und es gab dann nachher
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            die Überlegung, was macht man zur Abifahrt.
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            Und dass halt die verschiedenen Bereiche, also weil wir waren so eine große
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            Stufe, wir konnten gar nicht mit allen zusammen dasselbe machen,
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            sondern wir waren dann so aufgeteilt nach Fächern, also nach dem,
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            was die Leute auch interessiert tatsächlich.
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            Und wir sind dann mit den Geschichts- und Deutschleistungskursen nach Krakau
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            gereist und waren unter anderem eben in Auschwitz und haben dann da,
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            also von Krakau aus so die Fahrt rüber gemacht nach Auschwitz,
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            haben uns das auch wirklich den ganzen Tag über überlegt.
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            Wir haben angeguckt, das Museum, haben da auch so eine Führung bekommen und
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            das war auf jeden Fall eines der,
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            das klingt immer so seltsam, wenn man das so ausdrückt, aber es ist tatsächlich
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            so, dass es halt eine der eindrücklichsten Sachen ist, die ich in meinem Leben
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            so gesehen und gemacht habe.
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            Und ich würde dich da auf jeden Fall sehr bestätigen, dass ich auch denke,
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            dass das einfach was sein sollte, dass tatsächlich alle,
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            die in Deutschland leben, mal machen sollten, sich das anzuschauen und eine Führung mitzumachen.
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            Und natürlich ist es besonders gut oder wertvoll, wenn man das schon in jungem
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            Alter in der Schule macht.
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            Aber ich denke, dass es auch viele, die jetzt vielleicht erwachsen sind und
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            die vielleicht das irgendwie über den Weg zum Beispiel nicht mitbekommen haben,
            0:18:17–0:18:23
            dass es halt gut ist, sowas nachträglich jetzt vielleicht noch nachzuholen, das zu tun.
            Mara Pfeiffer
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            Ja, auf jeden Fall. Ja und also vielleicht noch ganz kurz zu der Veranstaltung.
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            Es gab ein Podium, auf dem saßen Uwe Dziuballa,
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            der in Chemnitz ein koscheres Restaurant führt und da auch einen Verein zur
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            Begegnung von jüdischen und nicht jüdischen Menschen gegründet hat.
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            Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern, Regina Rockinger,
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            deren Großvater unter anderem in Dachau, aber nicht nur war und dort Opfer von
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            diesen Unterdruckversuchen,
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            also mit denen man geschaut hat oder versucht hat herauszufinden,
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            war aber alles also komplett sinnlos, abgesehen davon, dass es komplett grausam
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            war, herauszufinden, wie Höhenluft auf Menschen wirkt.
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            Und Eberhard Schulz, der die Initiative "!Nie wieder - Erinnerungstag im deutschen
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            Fußball" gegründet hat und die Versöhnungskirche Dachau ist eben besonders für diese Initiative,
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            weil genau da die Idee dafür entstanden ist.
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            Und ich finde diese Veranstaltung, die gibt es ja in sehr, sehr vielen Städten
            0:19:37–0:19:40
            rund um den Erinnerungstag extrem wertvoll.
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            Ich fand da die unterschiedlichen Perspektiven total spannend,
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            also dass du klar einmal einen Funktionär hast, der halt erzählt,
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            was da bei einem Verein so gemacht wird in Sachen Erinnerungsarbeit,
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            der auch, was ich sehr, sehr gut fand,
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            extrem positiv und wiederholt eben die Fans und speziell die Schickeria herausgestellt
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            hat, als diejenigen, die das alles überhaupt mal angeschoben haben und ohne die das.
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            So überhaupt nicht gekommen wäre, die ja jetzt auch am Wochenende wieder eine
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            Riesenchoreo hatten vor ihrem Spiel,
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            also vor dem Spiel der Bayern und auf der anderen Seite eben mit dem Uwe Jubala,
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            jemanden, der den Fußball vor allen Dingen begreift, eben als etwas,
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            womit er so vermittelnd irgendwie tätig sein kann, weil er niedrigschwellig
            0:20:34–0:20:38
            ist, weil man da eben Leute erreicht und der eben selber jüdisch ist,
            0:20:38–0:20:42
            der auch extrem krass erzählt hat, was speziell seit dem 7.
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            Oktober er wirklich erfährt, wo er auch sagt, also er hätte nicht gedacht,
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            dass die Lage nochmal so kippen würde, der auch erzählt hat,
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            Familienmitglieder von ihm,
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            gerade die Jüngeren, die jetzt zum Beispiel eine Nicht oder so nicht mehr dazu
            0:20:57–0:21:01
            sagt, wenn sie sich beim Studium anschreibt, was sie für eine Konfession hat,
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            dass sie eben jüdisch ist, weil sie Angst hat,
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            was das für sie bedeuten wird, dass er meistens, wenn er unterwegs ist,
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            den Hut über die Kippa zieht und so.
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            Und eben die Regina Rockinger, die erzählt hat von ihrem Großvater und die sehr,
            0:21:16–0:21:20
            sehr viel darüber gesprochen hat, was, glaube ich, extrem wichtig ist und auch
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            extrem wichtig ist für die aktuelle Zeit,
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            dass man dieser Entmenschlichung halt immer, also die da passiert ist,
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            am besten begegnen kann, indem man die Geschichten von einzelnen Personen erzählt,
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            weil sowas wie sechs Millionen Jüdinnen und Juden sind damals umgebracht worden.
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            Natürlich begreifen wir mit dem Kopf, dass das schlimm ist, weil es eine riesige Zahl ist,
            0:21:43–0:21:46
            aber es geht halt eben nicht nur ums Verstehen, sondern es geht auch um so ein
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            emotionales Begreifen und da sind Menschen nun mal so gestrickt,
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            dass das besser funktioniert, wenn man quasi das Gefühl hat,
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            man kann da irgendwie so eine Nähe herstellen.
            0:21:55–0:22:00
            Und das, wie sie darüber gesprochen hat, war echt toll. Und der Eberhard Schulz
            0:22:00–0:22:03
            hat halt viel erzählt, auch über die Entstehung.
            0:22:03–0:22:09
            Der Nie-Wieder-Initiative. Und das war ein sehr eindrücklicher Abend, fand ich.
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            Und alle waren sich auch dessen sehr bewusst, was da gerade passiert.
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            Und natürlich ist das auch sehr unter dem Eindruck der Abstimmung passiert,
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            die am Donnerstag im Bundestag eben, Quatsch, am Mittwoch im Bundestag war.
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            Also da der Antrag der CDU gemeinsam mit der AfD und dieser Dammbruch.
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            Und ich finde immer das Coole an so einem Abend ist, dass man merkt,
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            man ist eben unter Leuten, die das alles total klar haben.
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            Gleichzeitig ist das natürlich auch so, dass man sehr wenig an so einem Abend
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            die Chance hat, Leute zu erreichen, die das Thema anders sehen und das wäre ja eigentlich wichtig.
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            Also auch darüber haben wir dann am Ende gesprochen, auch so ein bisschen mit
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            dem Appell, geht alle raus und redet mit den Leuten, versucht anderen irgendwie
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            klarzumachen, worum es gerade geht und was auf dem Spiel steht.
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            Und aber auch in so einem Konsens darüber, dass der Fußball halt ein guter Ort
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            ist, um diese Themen weiter auch zu verhandeln.
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            Und das ist tatsächlich was, was mich momentan viel mehr interessiert als Spielergebnisse.
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            Kleine Side-Note noch, da bin ich auch fertig. Ich hatte das die Tage schon
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            auf Blue Sky thematisiert.
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            Ich fand es richtig krass, dass es drei Männer auf der Bühne waren,
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            eine Podiumsteilnehmerin und dann mit mir Moderatorin zwei.
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            Und das wurde noch von Zvi Cohen, der Theresienstadt überlebt hat als Junge und
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            darüber auch geschrieben hat, "Der Junge mit der Mundharmonika".
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            Und Eva Seppeschi hatten jeweils noch eine Videobotschaft speziell für diesen
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            Abend eingespielt, also quasi vier Männer und drei Frauen.
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            Und es gab einen Zeitungsbericht über diesen Abend, in dem ausschließlich die
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            vier Männer zu Wort gekommen sind.
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            Und ich fand das so frustrierend, weil es war ja auch mit dem Politischen trotz
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            allem eine Fußballveranstaltung und immer dieses Gerede davon,
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            dass die Frauen ja irgendwie hier und da in die Räume nicht rein wollen und
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            dass man ja niemanden findet für ein Podium und bla bla bla,
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            wir kennen die Geschichten alle.
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            Und dann hast du da wirklich drei Frauen sitzen und sie finden am Ende überhaupt
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            keinen Eingang in die Berichterstattung für den Abend, sondern zitiert werden halt wieder.
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            Ja, letztlich also zum Star des Abends hat der Artikel,
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            der von einer Autorin geschrieben wurde, den Uwe Chubala rausgegriffen und hat
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            sehr viel von dem wiedergegeben, wie er so sehr scherzhaft diese Themen da öffentlich
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            verarbeitet hat, wo ich mir dann so dachte, klar.
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            Der hat das super gemacht, aber zum drüber schreiben ist das natürlich auch am einfachsten,
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            den Mann sich zu nehmen, der die Witze erzählt hat und sich eben nicht tiefer
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            auf diese Geschichte einzulassen und das ist dann auch schon wieder ein mehrschichtiges Teil des Problems.
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            Ja, aber ein, wie ich fand, gelungener Abend.
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            Und du hast auch eine Fußballveranstaltung besucht unter der Woche,
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            die sich nicht mit Ergebnissen, sondern mit dem Großen und Gewichtigen drumherum
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            beschäftigt hat. Wie war es denn, liebe Annika?
            Annika Becker
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            Also zum Teil deckt sich das so ein bisschen mit dem, was du gerade erzählt hast in puncto.
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            Es sind die Leute da, die sowieso aktiv sind, involviert sind,
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            sich engagieren wollen und wie erreicht man die anderen?
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            Das hat man ja häufig bei diesen Veranstaltungen. Aber ich sage erst mal so
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            ganz allgemein, worum es überhaupt ging.
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            Also das war ein Fach- und Begegnungstag zu Antisemitismus im Fußball und das
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            hat stattgefunden in Dortmund im Deutschen Fußballmuseum und wurde von mehreren
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            Organisationen zusammen auf die Beine gestellt,
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            unter anderem eben auch von der LHG Fanprojekte NRW.
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            Dementsprechend waren unter den ZuhörerInnen auch viele Leute aus verschiedensten
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            Fanprojekten mit dabei, aber auch von anderen Organisationen.
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            Und für mich, also wie sich das für mich jetzt erstmal so, wenn ich mir das
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            erlaube, irgendwie so persönlich privat angefühlt hat, war,
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            es war halt am 28.01., also halt eben nach dem Holocaust-Gedenktag und einen
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            Tag bevor klar war, es gibt halt diese Geschichte im Bundestag,
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            wo man natürlich noch nicht,
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            also in den deutschen Medien, das noch an vielen Stellen so vorher verhandelt
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            wurde, als naja, wird schon alles nicht so schlimm sein, aber ich hatte ehrlich
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            gesagt ein ziemliches Scheißgefühl.
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            Ich war sehr pessimistisch und habe mir schon irgendwie so gedacht,
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            dass das genau so kommen wird leider.
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            Und dementsprechend hatte ich irgendwie ein sehr merkwürdiges Gefühl,
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            bei dieser Veranstaltung zu sein.
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            Die Stärke von der war aus meiner Sicht, dass es neben den Kurzvorträgen von
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            Menschen aus verschiedenen Organisationen, auch von WissenschaftlerInnen, auch von Journalisten,
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            eben auch Workshops für Kinder gab aus der Stadt Dortmund. Das fand parallel statt.
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            Die haben zwischendurch dann immer, wenn sie mit ihrem Workshop so einen gewissen
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            Punkt erreicht hatten und gleichzeitig so ein gewisser Punkt im,
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            ich sag mal, Erwachsenenprogramm erreicht war, dann sind sie manchmal rausgekommen
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            und haben noch so ein paar Fragen an die Erwachsenen gestellt.
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            Das fand ich so an sich von der Idee her erstmal ganz gut.
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            Ich fand es allerdings dann auch sehr krass, weil man da natürlich stark gemerkt hat, dass es zwei...
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            Die komplett andere Welten sind und auch Arten sind,
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            sich mit Antisemitismus oder allgemeiner Diskriminierung und Rechtsradikalen zu beschäftigen,
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            weil du auf der einen Seite auf den Bühnen natürlich die Menschen hattest,
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            die so sehr erwachsen, sehr wissenschaftlich,
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            sehr nüchtern versucht haben,
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            darüber zu sprechen oder auch größtenteils versucht haben, eher so rauszustellen,
            0:28:31–0:28:34
            wie was ist der Ist-Zustand, was kann man vielleicht machen.
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            Und dann hast du auf der anderen Seite Kinder, denen man deutlich anmerkt,
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            dass sie Angst haben vor der Situation, wie sie gerade ist und dass sie das
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            auch in ihrem Leben beschäftigt und dass sie sehr viele Fragen dazu haben,
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            und dass sie auch sehr viele Fragen an diesem Tag hatten.
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            Also zum Beispiel, wie es überhaupt sein kann, dass sowas wie der Holocaust
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            passiert ist, dass der entstanden ist oder wie es sein kann,
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            dass die Situation heute so ist, wie sie jetzt eben ist, warum Menschen die AfD wählen,
            0:29:09–0:29:15
            hat da ein Junge jemanden auf der Bühne gefragt und da musst du dann natürlich
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            so spontan auch erstmal irgendwie Anlauf nehmen, was sage ich jetzt dazu,
            0:29:20–0:29:21
            wie kann ich jetzt darauf reagieren?
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            Und das fand ich gut. Gleichzeitig hätte ich mir irgendwie gewünscht, dass es ein Rahmen ist,
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            wo sich vor allem die Kinder, glaube ich, ein bisschen geschützter fühlen und
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            nicht so nervös sind, weil es dann ja schon so war,
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            dass sie das Mikrofon in die Hand bekommen haben und wir anderen saßen halt
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            alle da als Publikum und haben zugehört und so.
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            Und ich glaube, es hätte sehr viel Wert darin gelegen, wenn man eher einfach
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            einen Raum geschaffen hätte, wo es einen tatsächlichen Austausch auf Augenhöhe gegeben hätte.
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            Also ich will das jetzt auch gar nicht zu kritisch machen oder sowas.
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            Ich fand total klasse, dass es das gab, aber das war so ein Gedanke,
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            den ich dazu auf jeden Fall hatte.
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            Und bei den Vorträgen an sich so inhaltlich kann ich jetzt hier gar nicht alles
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            zusammenfassen, das wäre viel zu viel.
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            Es war ja sehr viel Bestandsaufnahme von dem,
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            was gerade so passiert und was nicht gut ist und es ist definitiv auch wichtig,
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            dass eben Zahlen erhoben werden, zum Beispiel also Meldestatistiken,
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            dass man sieht, was sind so die Diskriminierungsformen, die am dominantesten
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            sind in den Fußballstadien gerade.
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            Da sind Sexismus und Queerfeindlichkeit ganz weit oben.
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            Antisemitismus kommt nach Rassismus, aber quasi direkt danach.
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            Und ja, das ist auch gut, wenn man dann versucht, Begrifflichkeiten zu finden,
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            um verschiedene Arten von Antisemitismus auch nochmal zu unterteilen.
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            Aber was mich am meisten bewegt hat und wo ich für mich auch das meiste mitgenommen
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            habe, war das, was Felix Tamsud erzählt hat, der eben auch einen Vortrag gehalten hat.
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            Und das ja so aus seiner sehr persönlichen Perspektive auch gemacht hat,
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            als Jude, als Fußballfan,
            0:31:25–0:31:31
            als Journalist, der eben nicht nur bei denselben Vereinen immer in der Kurve
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            ist, sondern in alle geht und ja eben sehr deutlich gemacht hat,
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            dass es einen Unterschied macht, wenn Vereine und Fans sich einsetzen und wie
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            wichtig das ist, das dann aber auch sichtbar zu machen.
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            Also er selber macht das mit seiner Arbeit ja schon seit Jahren und teilt Fotos
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            von politischen Bannern,
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            die es in Fankurven gibt, immer über seine Social-Media-Kanäle,
            0:31:58–0:32:04
            versucht ihm dadurch Aufmerksamkeit zu geben oder weist auch schon mal darauf
            0:32:04–0:32:08
            hin, wenn Vereine selber irgendwas machen, dass man wissen sollte,
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            Antidiskriminierungsaktionen zum Beispiel.
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            Und ich glaube, das ist etwas, was man nicht unterschätzen sollte und was gerade
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            jetzt, auch wenn man dann so über den Fußball hinausschaut,
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            sich vergewissern sollte, wie wichtig das einfach ist, dass man nicht,
            0:32:27–0:32:32
            also was heißt nur, man muss natürlich darauf hinweisen, wenn Dinge schlecht
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            sind, wenn irgendwas nicht gut ist.
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            Aber es ist ja auch schon sehr lange bekannt und tatsächlich auch erforscht,
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            dass es sowas wie eine Aufregungsökonomie gibt in den sozialen Medien,
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            aber auch in den traditionellen Medien und dass dann Sachen,
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            die positiv sind und an denen man sich aufrichten könnte, untergehen und eigentlich
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            nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie sollten.
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            Im Fußball kann man das bezogen auf solche Aktionen, finde ich,
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            sehr klar festmachen an den übertragenden Sendern.
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            Also wenn irgendwie Pyro ist oder was weiß ich, ein Rauchtopf oder sowas,
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            dann wird das stundenlang diskutiert, als wenn wer weiß, was passiert wäre.
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            Aber die ganzen Banner von Werder Bremen zum Thema Antisemitismus beziehungsweise
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            Solidarität, die sieht man dann halt nicht so lange und die werden halt nicht
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            so lange besprochen, obwohl sie das wert wären zum Beispiel.
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            Und das war so das, was ich für mich mitgenommen habe, da einfach so eine.
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            Andere Sensibilität nochmal zu haben, selber auch irgendwie genauer drauf zu
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            achten, dass man halt nicht immer bei diesem zynischen Gedanken hängen bleibt
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            von ach, Verein XY macht das jetzt bestimmt nur, weil sie gut aussehen wollen oder so,
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            selbst wenn das so ist, man kann Sachen ja auch immer noch kritisieren,
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            aber es ist halt wichtig,
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            positive Aktionen herauszustellen.
            Mara Pfeiffer
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            Ich finde, das hat man, also erst mal ja, gestimme ich dir total zu und woran
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            man das auch gesehen hat, ich habe es jetzt nicht bei allen Vereinen im Detail
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            verfolgt, aber beispielsweise,
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            wenn man gesehen hat bei Mainz 05, als die nach dem Erinnerungstag,
            0:34:05–0:34:11
            die hatten ja den ersten der beiden Spieltage als Heimspiel gegen Stuttgart.
            0:34:12–0:34:17
            Und da gab es unter anderem dann eben das Banner mit dem, ich weiß es jetzt
            0:34:17–0:34:21
            wörtlich gar nicht, für Erinnerung und Vielfalt heißt es, glaube ich.
            0:34:22–0:34:26
            Und die Kommentare, die unter diesem Beitrag des Vereins waren,
            0:34:27–0:34:28
            die waren teilweise so übel.
            0:34:29–0:34:32
            Und da siehst du ja, das ist nämlich
            0:34:32–0:34:34
            genau das Thema, was wir vorhin auch angesprochen haben mit den Blasen.
            0:34:34–0:34:39
            Wir müssen eben auch aus der eigenen Blase raus mit diesen Botschaften.
            0:34:39–0:34:47
            Und wie viel auch negative Kommentare auf sowas kommen, macht ja gerade deutlich,
            0:34:47–0:34:50
            wie wichtig ist, dass die Vereine sich da eben stabil zeigen.
            0:34:50–0:34:53
            Klammer auf, noch schöner wäre es, wenn man dann solche Kommentare auch noch
            0:34:53–0:34:56
            moderieren würde, weil also das war wirklich dermaßen unterirdisch.
            0:34:56–0:35:03
            Aber es ist total wichtig und ich glaube, da dürfen wir uns auch alle selber
            0:35:03–0:35:05
            als Sendende nicht unterschätzen.
            0:35:07–0:35:11
            Die Leute, die uns womöglich in den sozialen Netzwerken folgen und bei den Vereinen
            0:35:11–0:35:13
            ist das eben ein Vielfaches.
            0:35:13–0:35:18
            Die sind nicht alle in der Blase logischerweise und auch fein,
            0:35:18–0:35:20
            in der wir uns so jeden Tag bewegen.
            0:35:20–0:35:25
            Und da kann man auch wir, wenn wir uns zu diesen Themen noch viel häufiger auch
            0:35:25–0:35:31
            in den sozialen Medien eben stabil machen, wir haben die innere Überzeugung.
            0:35:31–0:35:33
            Und wenn wir miteinander sprechen oder auch in den Gruppen, in denen wir uns
            0:35:33–0:35:35
            bewegen, ist das in der Regel total klar.
            0:35:35–0:35:39
            Aber man erreicht halt online eben immer nochmal ganz andere Leute.
            0:35:39–0:35:43
            Und ich verstehe diesen Punkt total, dass man dann denkt, jetzt haben sie letzte Woche dies, das.
            0:35:43–0:35:46
            Oder dann klar auch immer die Leute, die sagen, kümmert euch um den Sport.
            0:35:46–0:35:48
            Aber das interessiert uns ja sowieso nicht die Leute.
            0:35:48–0:35:51
            Aber es ist ganz wichtig, dass die Vereine diese Sichtbarkeit halt nutzen.
            Annika Becker
            0:35:52–0:35:55
            Ja, genau. Und ja,
            0:35:56–0:35:59
            Auch ein Punkt, der da noch gemacht wurde,
            0:35:59–0:36:03
            war, dass es ja auch nicht immer nur was sein muss, was die Vereine selber machen
            0:36:03–0:36:06
            oder was die eigenen Fans gemacht haben, sondern dass es auch,
            0:36:06–0:36:10
            wenn es jetzt um kleinere Vereine geht, also nicht Bundesliga-Vereine,
            0:36:10–0:36:14
            sondern vielleicht welche, die einfach nicht eine Social-Media-Abteilung oder
            0:36:14–0:36:15
            halt ein riesen Budget für sowas haben,
            0:36:16–0:36:19
            dass es auch immer gut ist, sich Organisationen rauszusuchen,
            0:36:19–0:36:23
            die zu sowas tolle Aufklärungsarbeit machen und dann einfach deren Beiträge
            0:36:23–0:36:26
            mal über die eigenen Kanäle zu teilen.
            Mara Pfeiffer
            0:36:26–0:36:30
            Das ist sowieso total wichtig, weil es ja auch viele Themen gibt,
            0:36:30–0:36:36
            wo es jetzt gar nicht angebracht wäre, dass jetzt wir aus unserer Perspektive
            0:36:36–0:36:40
            die Themen irgendwie teilen oder kommentieren, sondern wo es einfach viel besser ist.
            0:36:40–0:36:44
            Wenn man die andere Perspektive, der einfach den Raum gibt oder eben genau,
            0:36:44–0:36:46
            es gibt gerade auch zu der aktuellen
            0:36:46–0:36:49
            gesellschaftlichen Situation so viele Leute, die gut recherchierte,
            0:36:50–0:36:55
            aufwendige Arbeit machen und das zu teilen, ist im Übrigen oft viel,
            0:36:55–0:36:59
            viel besser, als wenn Leute jetzt das Gefühl haben, zu jedem Thema selber irgendwie
            0:36:59–0:37:03
            mit so einem Ansteckvideo irgendwie ein Reel machen zu müssen.
            0:37:03–0:37:07
            Lieber die Leute teilen, die es wirklich richtig gut gemacht haben.
            Annika Becker
            0:37:07–0:37:12
            Ich glaube, dann würde ich das tatsächlich einfach mal so stehen lassen und
            0:37:12–0:37:19
            auch wenn das immer etwas seltsam kommt, dann nochmal kurz umschwenken auf Fußball.
            0:37:19–0:37:23
            Ich wollte nämlich sehr, sehr gerne ins Stadion.
            0:37:23–0:37:27
            Wir waren noch auf dem Weg ins Stadion und dann hieß es vor dem Parkplatz aber,
            0:37:28–0:37:33
            nö, ist aber nicht. Es wurde gerade eben in diesem Moment abgesagt,
            0:37:33–0:37:36
            das Spiel der SGS Essen gegen die Kölnerin.
            0:37:37–0:37:42
            Das Stadion an der Hafenstraße hat natürlich eine Rasenheizung,
            0:37:42–0:37:46
            aber anscheinend hat da irgendjemand den Knopf nicht gefunden oder was auch
            0:37:46–0:37:51
            immer, weil an war die jedenfalls nicht. Der Rasen war gefroren und nicht bespielbar.
            0:37:53–0:37:57
            Und ja, die Absage, wie das halt oft bei solchen Sachen ist,
            0:37:57–0:38:01
            wenn dann die SchiedsrichterInnen das sich angucken und diejenigen sind,
            0:38:01–0:38:04
            die es entscheiden, die müssen ja auch erst mal irgendwie da hinkommen.
            0:38:04–0:38:06
            Und so war relativ kurzfristig.
            0:38:06–0:38:10
            Und klar, Köln ist jetzt auch nicht so weit.
            0:38:10–0:38:14
            Dementsprechend gab es da auch einige Gästefans, die natürlich gerne zu dem Spiel gekommen wären.
            0:38:15–0:38:19
            Ich muss sagen, ich habe kein Verständnis dafür, warum man so eine Rasenheizung
            0:38:19–0:38:22
            nicht benutzt, wenn man sie besitzt.
            Mara Pfeiffer
            0:38:22–0:38:26
            Wäre aber mal interessant, wer diese Entscheidung trifft. Also wer ist wirklich
            0:38:26–0:38:31
            der Hanna Bumble, der sagt, ach nö, ich glaube, so kalt wird es heute Nacht nicht. Also das ist...
            Annika Becker
            0:38:33–0:38:37
            Also, ja, man fragt sich da so einiges.
            0:38:38–0:38:41
            Auf jeden Fall fragt ihr euch vielleicht, was mache ich denn jetzt,
            0:38:41–0:38:45
            weil der Nachholtermin von diesem Spiel ja noch nicht feststeht und wenn ich
            0:38:45–0:38:47
            den vielleicht gar nicht wahrnehmen kann.
            0:38:47–0:38:51
            Und ich habe ein Ticket und eins für den Parkplatz, der ja auch sehr teuer ist,
            0:38:51–0:38:53
            wenn man da zur SGS fährt.
            0:38:54–0:38:59
            Ich habe euch hier vom Verein einen Instagram-Beitrag rausgesucht,
            0:38:59–0:39:01
            weil auf der richtigen Homepage habe ich es leider nicht gefunden,
            0:39:02–0:39:06
            was auch eine etwas komische Kommunikationspolitik ist an der Stelle,
            0:39:06–0:39:07
            das da nicht zuerst zu veröffentlichen.
            0:39:07–0:39:13
            Aber da findet ihr jedenfalls alle Informationen, wenn ihr eure Tickets umtauschen müsst oder möchtet.
            Mara Pfeiffer
            0:39:14–0:39:18
            Hey, wenn du in Zukunft Mitteilungen aus der Pressestelle des Weißen Hauses
            0:39:18–0:39:20
            haben möchtest, musst du dich bei Twitter anmelden.
            0:39:21–0:39:24
            Also dann beschwer dich doch nicht, wenn die SGS erst in Instagram holt.
            0:39:25–0:39:28
            Wir leben in postfaktischen Zeiten.
            0:39:30–0:39:33
            Ja, okay, hätten wir das auch erledigt.
            0:39:33–0:39:38
            Ich überlege währenddessen die ganze Zeit, ob die Farbe, in der du unseren Namen
            0:39:38–0:39:40
            hier eingestellt hast, ist das lila oder blau?
            0:39:40–0:39:43
            Ich bin doch so farbschwach, ist das schon lila, oder? Also ich wollte jetzt
            0:39:43–0:39:44
            eigentlich irgendwelche...
            Annika Becker
            0:39:44–0:39:47
            Das ist lila, das wird nur niemand von den Leuten, die uns hören, sehen.
            Mara Pfeiffer
            0:39:48–0:39:52
            Nee, aber ich habe die ganze Zeit überlegt, während du über die SGS Essen geredet
            0:39:52–0:39:53
            hast, ob ich irgendwelche Farben...
            Annika Becker
            0:39:53–0:39:55
            Das war vorher schwarz, aber weil du ein schwarzes Oberteil hast.
            Mara Pfeiffer
            0:39:55–0:39:57
            Ich weiß, aber da hat man es auf meinem Pulli nicht gesehen.
            0:39:57–0:40:00
            Das ist mir absolut aufgefallen, Annika, dass du...
            Annika Becker
            0:40:00–0:40:04
            Das hat mich dann gestört, obwohl ich wusste, dass es niemand außer uns sehen wird.
            Mara Pfeiffer
            0:40:04–0:40:09
            Nee, ihr müsst nämlich wissen, wir nehmen heute zum ersten Mal mit Riverside
            0:40:09–0:40:18
            auf und nicht mit Studio Link, weil seitdem ich mein Betriebssystem auf dem Mac geupdatet habe,
            0:40:18–0:40:21
            funktioniert der Ton bei Studio Link leider nicht mehr.
            0:40:21–0:40:26
            Und die Annika ist ja unsere Technikrakete und hat sich freundlicherweise bei
            0:40:26–0:40:28
            Riverside eingearbeitet.
            0:40:28–0:40:33
            Jetzt haben wir hier so hübsche Namens-Dingsbumsel, die ihr natürlich nicht sehen könnt.
            0:40:33–0:40:38
            Da steht jeweils Co-Host drunter und die Namen waren vorhin schwarz,
            0:40:38–0:40:42
            weil ich wie immer natürlich schwarz gekleidet bin hat man den dann nicht gesehen
            0:40:42–0:40:47
            und die Annika hat es in lila umgefärbt das wäre natürlich lustiger wenn ihr das.
            Annika Becker
            0:40:47–0:40:52
            Jetzt auch sehen könntet aber ich kann Maras auch zu Galaxy Brain ändern wenn ich möchte.
            Mara Pfeiffer
            0:40:53–0:40:59
            Meinen Namen aber wir können euch ja mal vielleicht guckt doch mal nett Annika
            0:40:59–0:41:00
            wir machen mal ein Screenshot,
            0:41:04–0:41:07
            Oh, hat das jetzt funktioniert? Ach nee, scheiße, ich muss den,
            0:41:07–0:41:10
            ich habe das Ding falsch gemacht. So,
            0:41:14–0:41:18
            jetzt habe ich einen. Den können wir dann nachher mal für euch posten,
            0:41:18–0:41:20
            damit ihr seht, wie das hier ausgesehen hat.
            0:41:20–0:41:23
            Nee, genau, das sind nämlich unendliche Möglichkeiten, die wir hier jetzt theoretisch
            0:41:23–0:41:26
            auch haben für Videogedönse und so.
            0:41:26–0:41:29
            Aber heute machen wir erstmal einen ganz normalen Podcast. Und eigentlich wollte
            0:41:29–0:41:34
            ich ja auch nur euch mit reinholen, dass die Annika hier natürlich ihre Vereinsfarben genutzt hat.
            Annika Becker
            0:41:34–0:41:36
            Es gibt nur schwarz und lila.
            Mara Pfeiffer
            0:41:36–0:41:44
            Ach, Schatz. Ja gut, das erklärt dann natürlich einiges. Kommen wir doch mal zum Thema der Woche.
            0:41:45–0:41:51
            Das Thema der Woche ist, ich habe nochmal geguckt, letztes Jahr um diese Zeit
            0:41:51–0:41:56
            haben wir auch schon so einen leicht ironischen Alles ist total geil und noch
            0:41:56–0:41:59
            viel geiler irgendwie Sendungstitel gehabt.
            0:41:59–0:42:04
            Und so ähnlich wird es dieses Jahr wahrscheinlich wieder, weil der DFB hat den
            0:42:04–0:42:08
            Saisonreport der Bundesliga der Frauen veröffentlicht.
            0:42:08–0:42:13
            Und alles ist total geil. Erzähl doch mal, Annika.
            0:42:13–0:42:16
            Tiere, Tore, Sensationen.
            Annika Becker
            0:42:17–0:42:23
            Ja, das größte Tier ist eine Giraffe, aber die Giraffe war nicht anwesend.
            0:42:24–0:42:29
            Nee, also wir haben Rekorderträge von 31 Millionen Euro.
            Mara Pfeiffer
            0:42:29–0:42:34
            Also wir nicht, die Frauen-Bundesliga. Wir würden uns sehr freuen über einen Rekordertrag.
            0:42:34–0:42:37
            Wir nehmen auch 3,1 Millionen Euro. Wir sind da gar nicht so,
            0:42:37–0:42:40
            aber die Frauen-Bundesliga hat 31 Millionen Euro.
            Annika Becker
            0:42:40–0:42:47
            Genau, in der Saison 2023-2024. Und man kann dann aber direkt hinterher schieben,
            0:42:47–0:42:50
            auch wenn es in dem Bericht nicht so genau so aufgebaut ist,
            0:42:50–0:42:55
            dass es auch Rekordausgaben gibt von 50 Millionen Euro.
            0:42:56–0:43:04
            Das heißt, durchschnittlich macht jeder Verein 1,9 Millionen Euro Verlust.
            0:43:05–0:43:09
            Man muss dazu immer sagen, wenn ihr das in den letzten Jahren schon verfolgt
            0:43:09–0:43:13
            habt, dann kennt ihr das schon, dass es in diesen Berichten immer nur Durchschnittswerte gibt.
            0:43:13–0:43:18
            Das liegt daran, dass es bei manchen Dezenzvereinen nicht so genau auseinandergefuddelt
            0:43:18–0:43:25
            werden kann oder gewollt ist und dann die eigenständigen Vereine nicht die alleinigen sein sollen,
            0:43:25–0:43:29
            die es preisgeben, zumal das in der Saison ja sowieso nur Essen war und niemand sonst.
            0:43:30–0:43:37
            Genau, aber das ist dann halt schon auch der nächste wichtige Punkt an der Sache,
            0:43:37–0:43:41
            wenn wir jetzt auf diese 1,9 Millionen Euro durchschnittlichen Verlust gucken.
            0:43:42–0:43:44
            Ja, wenn ihr euch damit beschäftigt, kennt ihr das auch schon,
            0:43:44–0:43:50
            dass natürlich Vereine wie Essen oder jetzt in dieser Saison Potsdam quasi dazu
            0:43:50–0:43:54
            gezwungen sind, keine Schulden zu machen, weil dann müssten sie ja irgendjemanden
            0:43:54–0:43:56
            finden, der ihnen einen Kredit gibt oder so.
            0:43:56–0:43:59
            Das heißt, die müssten halt immer gucken, dass sie nur so viel ausgeben,
            0:43:59–0:44:02
            wie sie auch einnehmen. Und das ist bei denen...
            0:44:03–0:44:09
            Abteilungen von Lizenzvereinen anders, da kann eben auch Geld zwischen den Abteilungen
            0:44:09–0:44:13
            hin und her geschoben werden oder querfinanziert werden.
            0:44:13–0:44:17
            Und ja, man kann eigentlich stark davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren
            0:44:17–0:44:20
            die Ausgaben weiter steigen werden.
            0:44:20–0:44:24
            Das ist jetzt eine Feststellung von mir, nicht von dem Bericht,
            0:44:24–0:44:27
            aber es liegt sehr nahe, weil in dem Bericht eben auch festgehalten ist,
            0:44:27–0:44:32
            was wir ja auch schon wissen, dass ab der nächsten Saison zum Beispiel im Staff
            0:44:32–0:44:37
            von jedem Verein weitere Vollzeitstellen, Lizenzbedingungen sind und dass so
            0:44:37–0:44:41
            Sachen wie die Nachwuchsleistungszentren jetzt auch dazukommen und so weiter.
            Mara Pfeiffer
            0:44:41–0:44:46
            Und auch die Anforderungen an die Staff-Mitglieder nochmal steigen.
            0:44:47–0:44:52
            Also was für Scheine, die selber haben müssen und die gibt es ja auch nicht geschenkt.
            Annika Becker
            0:44:52–0:44:57
            Genau, das ist sehr richtig. Man kann positiv, finde ich, schon festhalten,
            0:44:57–0:45:02
            erstmal so, dass das durchschnittliche monatliche Grundgehalt von den Spielerinnen steigt.
            0:45:03–0:45:06
            Das liegt jetzt aktuell bei 4000 Euro.
            0:45:06–0:45:13
            Auch da muss man aber natürlich sagen, dass es eine Schere gibt zwischen den
            0:45:13–0:45:18
            Höherverdienenden, also den Nationalspielerinnen zum Beispiel und ich sag mal
            0:45:18–0:45:21
            so der Otto-Normal-Verbraucherin.
            0:45:21–0:45:25
            Es gibt halt schon, kann man von ausgehen, noch einige Verträge,
            0:45:25–0:45:28
            die halt eher im Hunderter als im Tausenderbereich sind, wo die Spielerinnen
            0:45:28–0:45:32
            eben nicht ihren Lebensunterhalt damit verdienen können. Das wissen wir auch alle.
            0:45:33–0:45:37
            Man kann jetzt anhand dem, was es da gibt, halt nicht nachvollziehen,
            0:45:37–0:45:41
            ob die Schere zwischen oben und unten in dem Fall auch größer wird oder nicht.
            0:45:41–0:45:46
            Man kann halt feststellen, dass das, also das sagen sie, das steht da so drin,
            0:45:47–0:45:50
            dass eben das Niveau bei allen Vereinen steigt.
            Mara Pfeiffer
            0:45:51–0:45:52
            Was ich ganz spannend fand...
            0:45:53–0:45:59
            Das ist ja auch ein relativ umfängliches Papier, was man sich dann hinterher
            0:45:59–0:46:00
            nochmal in Ruhe anschauen kann,
            0:46:02–0:46:06
            ist, dass sie nochmal auch über diesen Wachstums- und Professionalisierungsplan
            0:46:06–0:46:09
            sprechen und auch nochmal darüber,
            0:46:09–0:46:15
            dass sie hoffen, da bald nächste Schritte zu tun und dass die Vereine natürlich
            0:46:15–0:46:18
            Zeit haben sollen, sich das in Ruhe anzuschauen und zu überlegen,
            0:46:19–0:46:21
            weil man da natürlich einen möglichst breiten Konsens für haben möchte.
            0:46:22–0:46:27
            Und also ziemlich genau dasselbe wurde vor einem Jahr so gesagt,
            0:46:27–0:46:32
            weil so lange liegt er nämlich schon einfach rum und das finde ich schon krass
            0:46:32–0:46:34
            und natürlich kann man jetzt sagen, nee, er liegt nicht einfach rum,
            0:46:35–0:46:37
            die gucken ihn sich ja alle an und la di la di la, aber diese Geschichte,
            0:46:38–0:46:44
            dass es halt dieses Zusammenschalten der Vereine gab und so weiter und so weiter,
            0:46:44–0:46:48
            das war halt kurz vor Weihnachten schon ein Jahr her Und jetzt ist Anfang Februar
            0:46:48–0:46:53
            und zu dem Zeitpunkt Ende 23,
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            als das alles, als es quasi den ersten Aufschlag gab bei den Vereinen dafür,
            0:47:00–0:47:02
            saßen da ja auch Leute schon eine ganze Weile dran.
            0:47:03–0:47:07
            Und also ich frage mich halt, das ist ja schlimmer als eine Behörde.
            0:47:08–0:47:13
            Also wie lange wollen die denn noch sagen, ja, wir müssen da jetzt mal weitermachen?
            Annika Becker
            0:47:13–0:47:20
            Ja, also im Spätsommer war das ja, als dann bekannt wurde, dass da diese Agentur
            0:47:20–0:47:22
            Portas beauftragt wurde,
            0:47:23–0:47:28
            ja eben quasi nochmal die gleiche Untersuchung zu machen, wie der DFB sie vorher
            0:47:28–0:47:33
            schon gemacht hatte, weil die Vereine das von ihrer Seite nochmal geklärt haben
            0:47:33–0:47:37
            wollten und das war dann jetzt eben das, was innerhalb der letzten Monate passiert ist.
            0:47:37–0:47:41
            Und jetzt, da ging es dann in der PK tatsächlich nämlich auch drum,
            0:47:42–0:47:46
            scheint es wohl so zu sein, auch wenn das da nicht ausdrücklich gesagt wurde,
            0:47:46–0:47:50
            dass das den Verein nun mal eben vorliegt und dass jetzt halt sozusagen beide
            0:47:50–0:47:55
            Seiten die Informationen haben, die sie haben wollen und auch schon vor einer
            0:47:55–0:47:56
            Weile hätten haben können.
            0:47:56–0:48:00
            Und dass es jetzt eben diesen Austausch darüber geben soll, in Anführungsstrichen
            0:48:00–0:48:03
            zeitnah, wie es konkret weitergehen soll.
            0:48:05–0:48:08
            Dazu muss man auch wissen, dass sie dafür nicht viel Zeit haben,
            0:48:08–0:48:12
            das zu klären, dadurch, dass das jetzt alles so lange gedauert hat,
            0:48:12–0:48:15
            weil der ganze Kram muss satzungskonform sein.
            0:48:15–0:48:21
            Und man muss dazu auch wissen, dass diese Ausschreibungen von den TV-Rechte-Paketen
            0:48:21–0:48:23
            immer ziemlich viel Vorlauf brauchen.
            0:48:23–0:48:28
            Das Aktuelle endet mit dem Ende der Saison 26-27.
            0:48:29–0:48:32
            Das heißt, man ist jetzt eigentlich schon in der Phase, wo man halt so eine
            0:48:32–0:48:37
            Ausschreibung irgendwie mal vorbereiten will. Aber du musst natürlich wissen...
            0:48:37–0:48:41
            Also was steht denn in dem Kram überhaupt drin, den du Leuten anbieten willst,
            0:48:41–0:48:42
            damit sie das übertragen?
            0:48:43–0:48:48
            Also was kann man denen halt sagen, was es ansonsten für Maßnahmen gibt?
            0:48:49–0:48:53
            Ja, dementsprechend muss das jetzt eigentlich alles ziemlich zügig gehen.
            0:48:53–0:48:56
            Und irgendwie so innerhalb der nächsten Monate ist so mein Verständnis davon.
            0:48:56–0:48:58
            Und da bin ich halt echt mal gespannt.
            Mara Pfeiffer
            0:48:59–0:49:01
            Ich habe die Zahlen jetzt gar nicht mehr ganz genau im Kopf,
            0:49:01–0:49:06
            aber war nicht nach diesen durchgestochenen Infos mal sogar für 27,
            0:49:06–0:49:09
            28 dann sogar auch die zweite Aufstockung schon geplant.
            0:49:09–0:49:12
            Also weil das ist ja in Sachen TV-Rechte natürlich auch eine spannende Frage,
            0:49:13–0:49:16
            von wie vielen Vereinen man da eigentlich gerade spricht.
            0:49:16–0:49:23
            Weil die hatten ja mal die Überlegung in zwei Schritten, um insgesamt vier Plätze aufzustocken.
            0:49:23–0:49:27
            Und das ist halt auch was, was ich so krass finde, dass da natürlich immer ausschließlich
            0:49:27–0:49:31
            von der ersten Liga gesprochen wird und man die zweite Liga natürlich für viele
            0:49:31–0:49:38
            von diesen Überlegungen viel intensiver mitdenken müsste, damit das überhaupt durchführbar ist.
            Annika Becker
            0:49:38–0:49:42
            Ja, ich muss sagen, mit der Aufstockung bin ich mir jetzt gerade selber auch gar nicht sicher.
            Mara Pfeiffer
            0:49:43–0:49:46
            Was ich jedenfalls auch noch ganz spannend fand war,
            0:49:47–0:49:52
            als es dann in dem Report um die Themen Nachwuchs und so weiter ging,
            0:49:52–0:49:54
            das als positives Beispiel dafür,
            0:49:55–0:49:59
            wie Nachwuchsarbeit funktioniert und auch das Thema, wie die selbsttragend sein kann,
            0:49:59–0:50:03
            ausgerechnet der erste FFC Frankfurt genannt wurde und zwar auch tatsächlich
            0:50:03–0:50:06
            unter diesem Namen, also in die Vergangenheit irgendwie geschaut,
            0:50:06–0:50:10
            weil also wie viele Jahre die jetzt halt schon zu Eintracht Frankfurt gehören,
            0:50:10–0:50:12
            ist ja auch ein Teil der Realität,
            0:50:12–0:50:14
            beziehungsweise Eintracht Frankfurt geworden sind,
            0:50:15–0:50:19
            was ja dafür spricht, dass sie nicht der Meinung waren, dass das auf diese Art
            0:50:19–0:50:22
            und Weise halt weiter funktionieren würde.
            0:50:22–0:50:27
            Und tatsächlich ist es auch so, dass wenn man sich die Ausgaben anschaut,
            0:50:28–0:50:35
            gerade im Bereich Entwicklung Frauen 2 und Mädchen, der Anstieg extrem gering
            0:50:35–0:50:39
            ist, was ja zeigt, dass da Investitionen halt definitiv sind.
            0:50:39–0:50:43
            Noch fehlen, was aber vermutlich auch bedeutet,
            0:50:44–0:50:50
            wenn jetzt eben diese Zentren kommen oder generell eben die verstärkte Investition
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            in den Nachwuchs, dass die Löcher durchaus noch größer werden könnten,
            0:50:54–0:50:56
            die da entstehen in den Finanztöpfen.
            Annika Becker
            0:50:56–0:51:02
            Und wir haben hier für euch auch noch Zahlen zu den ZuschauerInnen im Stadion rausgeschrieben.
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            Wir sind jetzt durchschnittlich bei 2876 pro Spiel.
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            Vor der EM 2022 lag es bei 1000.
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            Also es hat sich einiges bewegt, aber trotzdem ist es im Schnitt halt einfach
            0:51:19–0:51:21
            nicht so besonders viel.
            0:51:21–0:51:24
            Vor allem, wenn man es dann mit den internationalen Ligen vergleicht.
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            Also England zum Beispiel als allererstes, da ist der Schnitt so roundabout bei 7000.
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            Man kann aber sagen, dass die Anzahl der Spiele mit unter 1000 ZuschauerInnen
            0:51:37–0:51:41
            sinkt und die mit 1000 bis 5000 steigt.
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            Das heißt, das Durchschnittsniveau steigt eben auch da.
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            Das Interesse ist insgesamt etwas breiter.
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            Ich fand ganz spannend, bei dieser Pressekonferenz war vom 1.
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            FC Köln Nicole Bender-Rummler mit dabei und die hat dann zu ein paar Sachen
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            tatsächlich auch einfach mal so konkrete Beispiele aus ihrem Verein geteilt,
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            was ja dann oft auch gut ist tatsächlich so für einen selbst,
            0:52:11–0:52:14
            um sich so Sachen zu veranschaulichen oder Sachen zu verstehen,
            0:52:15–0:52:19
            die man vielleicht jetzt so rein von diesen Durchschnittswerten und so nicht,
            0:52:19–0:52:21
            also sich nicht unbedingt so denken würde.
            0:52:22–0:52:25
            Und zum Thema Publikum ging es eben darum,
            0:52:25–0:52:32
            dass Köln ja in der Saison 2022-2023 das Rekordspiel hatte mit den 38.000 im
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            Rhein-Energie-Stadion und dann in der Saison, die hier im Report behandelt ist,
            0:52:37–0:52:39
            waren es dann 30.000 gegen Bremen.
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            Und sie hat eben erzählt, dass beide diese Spiele jeweils eine sechsstellige
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            positive Einnahme generiert haben,
            0:52:48–0:52:53
            also im Hunderttausender-Bereich und dass es im ersten Fall auf jeden Fall die
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            größte Einnahme der Saison war, also bei dem Rekordspiel.
            0:52:56–0:53:01
            Und in der Saison 23-24 bei diesem Bremen-Spiel war es wohl auch so,
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            dass diese Einnahme ein sehr entscheidender Faktor dafür war,
            0:53:08–0:53:11
            dass sie eine fast kostendeckende Saison zum ersten Mal hatten.
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            Was so das Ziel ist, dass sie anpeilen, dass sie eben auch dahin kommen,
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            dass sie nur so viel ausgeben, wie sie einnehmen.
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            Das haben sie jetzt noch nicht ganz erreicht, aber durch diese sogenannten Highlight-Spiele
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            sind sie da eben sehr nah dran gekommen.
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            Und das ist halt so das, ja, wo ich dann mich in dem Moment gefragt habe,
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            so okay, das ist ja total cool, aber wenn man das dann so hört,
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            dann verstehe ich noch weniger, warum man das halt nicht regelmäßiger macht.
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            Und mir ist schon klar, dass dann, wenn es halt nicht mehr Highlight-Highlight
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            ist, sondern Normalität, das ist dann halt nicht jedes Mal passiert.
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            Die 30.000 vielleicht sind, aber es gibt ja Vereine, die halt eben viele Leute mobilisieren können,
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            in die Stadien bringen können und da würden halt schon genug Leute dazukommen,
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            dass so der Gesamtschnitt von den Einnahmen bestimmt sehr viel besser wäre und
            0:53:59–0:54:05
            das verstehe ich dann tatsächlich einfach nicht jetzt so rein aus finanzieller
            0:54:05–0:54:06
            Sicht, wenn man immer sagt, wir wollen,
            0:54:07–0:54:10
            dass sich das Ganze besser trägt und wir wollen nicht, dass unser Verein immer
            0:54:10–0:54:12
            querfinanzieren muss, warum man das dann nicht macht.
            0:54:12–0:54:15
            Also ich meine, mit irgendwas muss man ja schließlich dann anfangen.
            Mara Pfeiffer
            0:54:15–0:54:20
            Ich sage bei dem Thema tatsächlich einfach immer nur noch Union Berlin.
            Annika Becker
            0:54:20–0:54:20
            Ja.
            Mara Pfeiffer
            0:54:22–0:54:30
            Also das tut mir dann auch leid, dass es dann ausgerechnet ein Lizenzverein
            0:54:30–0:54:32
            ist, aber es ist halt natürlich auch nicht überraschend.
            0:54:33–0:54:38
            Aber wenn man es halt, also die Lizenzvereine haben natürlich dann in der Regel
            0:54:38–0:54:40
            auch die eigenen großen Männerstadien.
            0:54:40–0:54:44
            Aber ich finde, dass Union Berlin halt in der zweiten Liga sehr deutlich zeigt,
            0:54:44–0:54:46
            wenn man die Aufmerksamkeit, und
            0:54:46–0:54:51
            das machen die ja wirklich über alle Vereinsbereiche hinweg mittlerweile,
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            wenn man die Aufmerksamkeit halbiert zwischen den Männern und den Frauen,
            0:54:56–0:54:58
            dann genau passiert halt was.
            0:54:58–0:55:00
            Und wer es halt nicht macht, der möchte es nicht.
            0:55:01–0:55:07
            Und Union Berlin ist auch ein schönes Beispiel dafür, dass es was bringt.
            0:55:07–0:55:13
            Also dieses Ganze mit dem, wenn wir jetzt hier was, 1,9 Millionen ist im Schnitt
            0:55:13–0:55:20
            die Unterdeckung. Das ist ja für einen Erstligisten-Lizenzverein oder auch für einen Zweitligisten.
            0:55:20–0:55:22
            Also wofür geben die das Geld sonst aus?
            0:55:23–0:55:29
            Und wenn man halt in die Frauen investiert und wenn man sie gleich stellt im
            0:55:29–0:55:33
            Verein, dann setzen sich auch Dinge in Bewegung.
            0:55:33–0:55:38
            Das zeigt sehr schön, dass es geht, wenn man es möchte. Und das Geld ist da,
            0:55:38–0:55:41
            wofür man es ausgibt, entscheidet jeder Verein selbst.
            0:55:42–0:55:45
            So einfach ist es am Ende des Tages. Ich kann manchmal wirklich,
            0:55:45–0:55:49
            habe ich das Gefühl, also wir drehen uns irgendwie wie so Kreisel halt immer
            0:55:49–0:55:54
            wieder um dieselben drei Sachen und eigentlich ist es halt wirklich einfach,
            0:55:54–0:55:57
            die Annika grinst mich jetzt gerade an, aber es ist doch wahr.
            Annika Becker
            0:55:57–0:56:01
            Ja, es ist total wahr. Ich habe nur gerade gedacht, naja, bei unserem nächsten
            0:56:01–0:56:04
            Themenpunkt kommt dann der nächste Kreisel, weil da geht nämlich dann schon
            0:56:04–0:56:06
            wieder alles von vorne los.
            Mara Pfeiffer
            0:56:08–0:56:08
            Erzähl.
            Annika Becker
            0:56:09–0:56:15
            Es gab nämlich in der letzten Woche auch eine Studie von McKinsey,
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            die zunächst exklusiv via dpa veröffentlicht wurde, bis sie dann veröffentlicht
            0:56:21–0:56:23
            wurde, auch auf der Website.
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            Ich habe das tatsächlich, muss ich zugeben, eher so zufällig mitbekommen,
            0:56:27–0:56:29
            als ich nach was ganz anderem gesucht habe.
            0:56:30–0:56:34
            Und ich habe mir das dann aber am Wochenende mal ganz genau angeschaut.
            0:56:34–0:56:36
            Das ist ein PDF, das hat zwölf Seiten.
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            Vielleicht mal kurz zur Beschreibung, was das überhaupt ist,
            0:56:40–0:56:43
            damit ihr so eine ungefähre Erwartung habt. Weil Studie McKinsey,
            0:56:44–0:56:47
            da denken, glaube ich, ganz viele Leute, boah, das ist jetzt hier voll was Krasses.
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            Aber was es tatsächlich ist, ist eine Beschreibung des Ist-Zustandes der Bundesliga
            0:56:53–0:56:58
            der Frauen und eine Beschreibung des Ist-Zustandes verschiedener internationaler
            0:56:58–0:57:00
            Ligen so zusammengefasst.
            0:57:00–0:57:08
            Und zwar beruhen auf öffentlich verfügbaren Quellen aus verschiedenen Bereichen,
            0:57:08–0:57:10
            also zum Beispiel Social Media, Marketing.
            0:57:11–0:57:14
            Die Quellen sind am Ende von der Studie alle aufgelistet.
            0:57:14–0:57:19
            Das sind Sachen, die hier wir teilweise uns auch schon mal angeguckt hatten
            0:57:19–0:57:24
            für den Podcast im Laufe der letzten Jahre. Also es ist nicht irgendwas selbst
            0:57:24–0:57:29
            in Auftrag gegebenes zum Beispiel, was man ja bei dem Wort Studie auch denken könnte.
            0:57:29–0:57:34
            Wir machen jetzt hier irgendwie unsere eigene wissenschaftliche Untersuchung,
            0:57:34–0:57:39
            sondern es wurden Sachen ausgewertet, die es schon gibt und dann kurz zusammengefasst.
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            Was dann natürlich schon einem sagt, dass man da nicht so viel Neues wird erfahren
            0:57:46–0:57:51
            können, wenn man sich mit den Sachen sowieso schon beschäftigt und diese Quellen kennt.
            0:57:51–0:57:55
            Und das ist dann tatsächlich auch das übergreifende Gefühl, das ich dazu hatte.
            0:57:55–0:57:57
            Ich habe bei Blue Sky etwas salopp dazu geschrieben.
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            Ich bin jetzt mal so arrogant und zitiere mich selber, dass es ungefähr so erkenntnisreich
            0:58:02–0:58:04
            ist wie eine Scheibe Toastbrot.
            0:58:04–0:58:08
            Und es ist dann vielleicht auch wieder ein bisschen hart. Aber naja, also so.
            Mara Pfeiffer
            0:58:09–0:58:12
            Toastbrot ist nicht hart. Toastbrot ist sehr weit.
            Annika Becker
            0:58:12–0:58:16
            Wenn es getoastet wurde und ein bisschen rumliegt, wenn man es vergessen hat, na dann schon.
            0:58:17–0:58:20
            Und ich glaube, dass der...
            0:58:21–0:58:24
            Dass man nicht so viel Neues daraus erfährt, ist noch nicht mal so was,
            0:58:24–0:58:28
            dass ich jetzt dieser Veröffentlichung unbedingt angreifen würde,
            0:58:28–0:58:32
            vor dem Hintergrund, dass es nun mal eben seit Jahren so ist,
            0:58:32–0:58:37
            dass wir uns im Kreis drehen und diese Sachen immer gleich bleiben und man sie
            0:58:37–0:58:39
            deswegen alle wissen kann.
            0:58:39–0:58:42
            Also für mich ist das einfach eine Versinnbildlichung davon,
            0:58:43–0:58:47
            dass halt einfach nicht so besonders viel passiert, auch wenn es immer heißt,
            0:58:47–0:58:51
            es ist ein dynamischer Markt und so weiter und man dann sagt,
            0:58:51–0:58:54
            naja, wir haben Rekordeinnahmen und Rekordausgaben,
            0:58:54–0:58:58
            aber es gibt ja trotzdem Dinge, die sich einfach in den letzten Jahren nicht
            0:58:58–0:58:59
            so besonders verändert haben.
            0:59:00–0:59:06
            Und ja, du hast es dir auch angeschaut und wir haben dann beide nochmal zusammen festgestellt.
            0:59:07–0:59:10
            Also weil mich dann auch jemand gefragt hat, so naja, aber steht denn da nicht
            0:59:10–0:59:11
            irgendwas Überraschendes drin?
            0:59:12–0:59:15
            Und nein, es steht nichts Überraschendes drin. Also aus meiner Sicht hätte man
            0:59:15–0:59:20
            einfach kritische Fans in einer Gruppe zusammen auf den Sofa setzen können und
            0:59:20–0:59:23
            die hätten ganz viele von den Sachen, die da drin stehen, auch gesagt.
            Mara Pfeiffer
            0:59:24–0:59:28
            Ich glaube halt, der Punkt ist, es gibt viele Leute, die sich mit dem Thema
            0:59:28–0:59:32
            gar nicht oder extrem oberflächlich ab und zu mal beschäftigen.
            0:59:32–0:59:35
            Und McKinsey ist natürlich ein Name. Und wenn es dann heißt,
            0:59:35–0:59:39
            es gibt jetzt eine McKinsey-Studie zu dem Thema, dann schauen da vielleicht
            0:59:39–0:59:43
            auch Leute rein, die sich sonst nicht groß mit dem Thema auseinandersetzen und
            0:59:43–0:59:45
            dir dann denken, jetzt habe ich aber was gelernt.
            0:59:46–0:59:50
            Und das ist der Effekt, den du mit sowas erzielst.
            0:59:50–0:59:54
            Aber alleine die Tatsache, wie alt teilweise die Quellen sind,
            0:59:54–1:00:00
            die genutzt werden, ist halt schon ein Hinweis darauf, dass bei aller Dynamik
            1:00:00–1:00:04
            die großen Problemfelder halt dieselben bleiben.
            1:00:04–1:00:09
            Und ich finde auch, ich habe es auch aufgeschrieben, also bei diesem ganzen
            1:00:09–1:00:12
            Thema mit dem Schnitt der ZuschauerInnenzahl.
            1:00:13–1:00:17
            Ich würde das tatsächlich gerne mal bereinigt sehen um die Topspiele.
            1:00:17–1:00:26
            Also ich würde mal gerne wissen, wie sehr steigt der Schnitt pro Normalspiel
            1:00:26–1:00:30
            und parallel dazu, wie entwickeln sich die Topspiele.
            1:00:30–1:00:33
            Also ich würde das eigentlich viel lieber getrennt beobachten.
            1:00:33–1:00:36
            Ich finde die Topspiele total wichtig und ich finde es auch gut,
            1:00:36–1:00:38
            dass die die Gesamtzahl erhöhen.
            1:00:38–1:00:41
            Trotzdem finde ich, es sind halt zwei unterschiedliche Ansätze und eigentlich
            1:00:41–1:00:45
            ist es Quatsch, sie in einen Topf zu schmeißen und dadurch dann halt irgendwie
            1:00:45–1:00:49
            so eine Zahl zu generieren, die eigentlich nicht besonders viel aussagt.
            1:00:49–1:00:53
            Dann könntest du nämlich auch nochmal in den Fokus stellen, dass die Topspiele
            1:00:53–1:00:57
            sich tatsächlich lohnen, was du ja gerade schon aus der PK mitgebracht hast,
            1:00:57–1:01:00
            was man ja beispielsweise auch immer beim DFB-Pokalfinale sieht,
            1:01:01–1:01:05
            was jetzt dann dazu führt, dass zum ersten Mal das DFB-Pokalfinale der Frauen
            1:01:05–1:01:09
            eine eigene TV-Rechte-Ausschreibung hat und also der ganze Projekt.
            1:01:09–1:01:15
            Prozess, der ganze, na sag schon, Wettbewerb natürlich, nicht nur das Finale.
            1:01:15–1:01:19
            Und halt eben auch genau die Geschichte mit dem, dass man immer nur auf die
            1:01:19–1:01:26
            erste Liga schaut und es dann so eine Erwartungshaltung trotz allem gibt,
            1:01:26–1:01:31
            aus all diesen quasi Erkenntnissen spricht am Ende immer die Erwartungshaltung,
            1:01:31–1:01:34
            lass es uns doch noch ein bisschen so machen,
            1:01:34–1:01:36
            doch noch ein bisschen mehr so machen wie bei den Männern.
            1:01:36–1:01:41
            Vielleicht funktioniert es ja und dagegen wehre ich mich halt einfach,
            1:01:41–1:01:47
            weil so viel von dem, was man jetzt schon kopiert, halt einfach nicht klappt, weil es nicht passt.
            Annika Becker
            1:01:47–1:01:52
            Ja, und das, was mir halt bei dem immer fehlt, ist, dass,
            1:01:52–1:01:56
            also es wird vielleicht manchmal an irgendeiner Stelle gesagt,
            1:01:56–1:02:00
            die Liga ist sehr heterogen, wo dann eben die,
            1:02:01–1:02:05
            es ist gar nicht mal nur die Trennung zwischen eigenständigen Vereinen und Lizenzvereinen,
            1:02:06–1:02:09
            die ist natürlich sehr, sehr groß und sehr offensichtlich, aber es gibt die
            1:02:09–1:02:11
            ja auch zwischen den Lizenzvereinen,
            1:02:11–1:02:15
            was gewisse, ich sag mal, Details angeht,
            1:02:15–1:02:19
            wenn man sich anguckt, wie erfolgreich die Leverkusenerinnen in dieser Saison
            1:02:19–1:02:25
            sind und was für einen unfassbar katastrophal schlechten Publikumsschnitt die
            1:02:25–1:02:30
            seit Jahren haben und dass sich das auch in dieser Saison nicht signifikant ändert,
            1:02:30–1:02:35
            dann ist es halt in dem Punkt, wenn es darum geht, was macht man da,
            1:02:35–1:02:40
            also wie baut man da eine Fanbase auf, Also weil offensichtlich muss man da
            1:02:40–1:02:44
            dann ja mit den Leuten, die da zum Männerfußball gehen, musst du ja irgendwie
            1:02:44–1:02:47
            eine ganz andere Kommunikationsebene finden,
            1:02:47–1:02:52
            als es vielleicht bei einem Verein wie Bremen, Union Berlin,
            1:02:52–1:02:55
            whatever ist, um halt die Leute dazu zu bekommen.
            1:02:55–1:02:58
            Und dann brauchst du ja einen ganz anderen Ansatz, als einfach nur zu sagen,
            1:02:58–1:03:02
            wir kleben jetzt hier irgendwie mal zehn Plakate an die Bushaltestelle und verschicken
            1:03:02–1:03:04
            einen Mitgliederbrief und dann kommen schon alle oder so.
            1:03:05–1:03:07
            Sondern du musst dir irgendwie was anderes einfallen lassen.
            1:03:07–1:03:11
            Und solche Sachen werden dann aber im Detail halt einfach auch nicht berücksichtigt.
            1:03:12–1:03:17
            Oder das zum Beispiel bei Freiburg. Die spielen im alten Dreisam-Stadion.
            1:03:17–1:03:20
            Das ist halt genau wie in Essen ja sowieso schon ein großes Stadion.
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            Und jetzt ist natürlich nicht immer das komplette Stadion offen, aber.
            1:03:24–1:03:28
            Die Tribünen, die offen sind, sind ja trotzdem groß genug und ich meine,
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            in Freiburg kommen nun schon auch einige Leute und auch Menschen aus der aktiven
            1:03:31–1:03:36
            Fanszene, aber trotzdem denke ich mir dann immer so, wenn ich diese Spiele sehe, naja,
            1:03:37–1:03:40
            also für das, was möglich ist und dafür, dass ihr schon diese.
            1:03:41–1:03:44
            Alltagssituation jetzt mit diesem altehrwürdigen, traditionellen,
            1:03:45–1:03:48
            coolen Stadion habt, ist das aber ganz schön wenig und,
            1:03:49–1:03:53
            Ich finde dann halt, also klar, so zwölf Seiten können sowas nicht hergeben,
            1:03:53–1:03:59
            aber das ist ja bei allen Veranstaltungen, Debatten, Pressekonferenzen immer
            1:03:59–1:04:02
            so, dass es dann auf dieser oberflächlichen Ebene verbleibt.
            1:04:02–1:04:04
            Und das ist so mega frustrierend.
            1:04:05–1:04:09
            Natürlich braucht man irgendwie diesen Plan für die gesamte Liga und Zielsetzung
            1:04:09–1:04:13
            und so weiter, aber viel wichtiger wäre eigentlich, dass sich,
            1:04:13–1:04:18
            glaube ich, jeder Verein selber nochmal irgendwie überlegt, was er machen kann.
            1:04:18–1:04:21
            Und sich dann aber vor allem halt auch daran hält und Sachen macht und nicht
            1:04:21–1:04:24
            immer nur sagt, ja, ihr müsst jetzt aber anfangen, was zu machen,
            1:04:24–1:04:26
            lieber DFB oder liebe Medien.
            1:04:26–1:04:30
            Oder der DFB sagt dann andersrum, ja, ihr Vereine müsst jetzt aber mit irgendwas anfangen.
            1:04:30–1:04:34
            Das wird halt auf Dauer so nicht funktionieren, dass alle immer nur mit dem Finger zeigen.
            Mara Pfeiffer
            1:04:35–1:04:39
            Nee, und wenn dann so ein Report irgendwie resümiert, dass man fanfreundliche
            1:04:39–1:04:43
            Anstoßzeiten braucht, eine attraktive Liga- und Starspielerin,
            1:04:43–1:04:48
            dann sitzt du halt am Ende der zwölf Seiten so da und denkst, Och, wow.
            Annika Becker
            1:04:49–1:04:50
            Das ist noch zum Thema Überraschung.
            Mara Pfeiffer
            1:04:51–1:04:58
            Genau. Und am Ende ist es halt eben genau so, die Vereine müssen es in die Hand
            1:04:58–1:05:04
            nehmen, wo das Geld herkommt und inwieweit da auch der Verband irgendwie rein verantwortlich ist.
            1:05:04–1:05:08
            Das ist natürlich auch ein Thema, aber es wird nicht funktionieren,
            1:05:08–1:05:11
            ohne dass die Vereine das ganzheitlich angehen.
            1:05:11–1:05:17
            Und das gilt halt nun mal für das Geld und für die Aufmerksamkeit und für die
            1:05:17–1:05:23
            Stadien, für die Trikots, für die Veranstaltungen, für alles.
            Annika Becker
            1:05:23–1:05:31
            Ja, ich glaube, damit haben wir das Thema für heute dann erstmal sehr gut abgebunden.
            1:05:31–1:05:35
            Und wir haben heute in dieser Folge, die jetzt schon sehr, sehr lang ist,
            1:05:36–1:05:38
            eine Besonderheit für euch.
            1:05:38–1:05:44
            Denn wir haben quasi die doppelte Petra, weil Petra ist eine so unfassbar krasse,
            1:05:44–1:05:49
            also sowieso sehr liebenswürdige, aber auch einfach sehr krasse und sehr fleißige Person.
            Mara Pfeiffer
            1:05:49–1:05:52
            Unsere Elf, die doppelte Petra.
            Annika Becker
            1:05:53–1:05:58
            Ja, und hat an diesem Wochenende nicht nur einen, sondern zwei Texte auf der
            1:05:58–1:06:00
            Bolztribüne veröffentlicht.
            1:06:01–1:06:07
            Und sie ist jetzt auch im Podcast wieder zurück und spricht Sachen für euch ein.
            1:06:07–1:06:11
            Und wir dachten, wir teilen das auf. Also ihr bekommt einen der Texte jetzt,
            1:06:11–1:06:16
            dann hört ihr uns beide nochmal und dann werden wir uns später von euch verabschieden.
            1:06:16–1:06:19
            Und dann hört ihr aber nochmal Petra und solltet ihr auch unbedingt zuhören.
            1:06:19–1:06:25
            Und den Aufschlag macht sie jetzt zum Thema die erste Schiedsrichter-Durchsage in Deutschland.
            Petra Tabarelli
            1:06:32–1:06:37
            Ja, vielleicht habt ihr es mitbekommen, bis Saisonende soll die Scheri-Durchsage
            1:06:37–1:06:38
            in Deutschland getestet werden.
            1:06:39–1:06:41
            Allerdings mit einigen Einschränkungen.
            1:06:41–1:06:46
            Zum einen nur im Fußball der Männer und auch nicht geschlossen innerhalb einer
            1:06:46–1:06:50
            Liga, sondern in neun Stadien der 1. und 2. Bundesliga.
            1:06:51–1:06:55
            Zum anderen betrifft es nur einen Teil der VAR-Entscheidungen,
            1:06:55–1:07:00
            nämlich nach den sogenannten faktischen Entscheidungen, also beispielsweise
            1:07:00–1:07:06
            im Abseits, oder wenn der Schiri den Monitor am Spielfeldrand genutzt hat und jeweils nur,
            1:07:07–1:07:09
            wenn die Entscheidung revidiert wird.
            1:07:09–1:07:13
            Also kurz, die neuen Stadien der 1. und 2.
            1:07:13–1:07:18
            Bundesliga der Männer, wenn nach VAR-Kontakt eine faktische Entscheidung oder
            1:07:18–1:07:24
            nachdem der Monitor an der Seitenlinie genutzt wurde, die Entscheidung revidiert wird.
            1:07:24–1:07:32
            Und diese neun Stadien sind in Leverkusen, München, Dortmund, Frankfurt, auf St.
            1:07:32–1:07:36
            Pauli, in Leipzig, Düsseldorf und Fürth.
            1:07:36–1:07:43
            Am vergangenen Wochenende hätte es in fünf Stadien zu einer Durchsage kommen können.
            1:07:43–1:07:47
            Es passierte aber nur im letzten Sonntagsspiel in Leverkusen.
            1:07:48–1:07:54
            Dort war Robin Braun Schiedsrichter, der auch tatsächlich erst seit dieser Saison
            1:07:54–1:07:59
            in der ersten Bundesliga pfeift, zuvor auch erst ein offizielles Spiel im November
            1:07:59–1:08:01
            2024 in der Liga geleitet hatte.
            1:08:01–1:08:05
            Wobei man sagen muss, er hatte schon mal 2023 ins Spiel geleitet.
            1:08:06–1:08:12
            Da ist er als Krankheitsvertretung eingesprungen, weil er als vierter Offizieller halt nominiert war.
            1:08:13–1:08:17
            Hochoffiziell war es ein zweites Spiel. Zurück zu den Schiri-Durchsagen.
            1:08:17–1:08:18
            Wie läuft das Ganze nun also ab?
            1:08:19–1:08:23
            Es gibt eine Entscheidung, es gibt Kontakt mit dem VAR.
            1:08:24–1:08:29
            Dann gibt es wie gewohnt den Pfiff und dieses Rechteck, das man mit den Fingern
            1:08:29–1:08:35
            in die Luft zeichnet, als Zeichen, dass jetzt die vorherige Entscheidung revidiert wird.
            1:08:35–1:08:41
            Und anstatt nun per Gestik die Entscheidung anzusagen, zu symbolisieren,
            1:08:41–1:08:44
            gibt es nun den Griff zu der Headset-Technik.
            1:08:44–1:08:49
            Das ist so ein Knopf, das ist irgendwie so in der Hosentaschenhöhe irgendwo,
            1:08:49–1:08:52
            da ist das Headset und die Technik eingeklemmt halt.
            1:08:53–1:09:00
            Und diese ist wiederum mit der Stadionanlage und auch als Tonspur mit der TV-Übertragung gekoppelt.
            1:09:00–1:09:05
            Und es soll dann kurz in zwei, drei Sätzen erläutert werden,
            1:09:06–1:09:11
            warum der VAR sich gemeldet hat, wie entschieden wurde und wie das Spiel nun weitergeht.
            1:09:13–1:09:18
            Gestern war es eine Abseitsstellung, aber nicht jetzt einfach eine Abseitsstellung,
            1:09:18–1:09:22
            sondern eine Abseitsstellung, die einem faulen Strafraum voranging,
            1:09:22–1:09:25
            in Verbindung mit einem möglichen Deliberate-Play.
            1:09:25–1:09:31
            Okay, Braun, 15 Elfmeter, woraufhin sich Robert Schröder aus dem Kölner Keller
            1:09:31–1:09:34
            einschaltete und sagte, ja,
            1:09:34–1:09:39
            Elfmeter, aber davor war doch die Abseitsstellung, ja, Ball abgelenkt,
            1:09:39–1:09:44
            war das eine kontrollierte Ablenkung, da war das einfach eher ein Abwehrverhalten
            1:09:44–1:09:46
            und so weiter und so fort.
            1:09:47–1:09:51
            Letztendlich nach gut anderthalb Minuten, oder um genau zu sein,
            1:09:52–1:09:54
            tatsächlich nach 111 Minuten.
            1:09:55–1:10:01
            Check und Absprachen nahm Robin Braun seine Entscheidung zurück und erklärte
            1:10:01–1:10:04
            direkt nach dem Spiel, auch im Interview,
            1:10:04–1:10:09
            der Leverkusener Pass in den Strafraum war zwar von dem Hoffenheimer abgelenkt,
            1:10:09–1:10:11
            aber es war kein kontrollierter Pass.
            1:10:11–1:10:16
            Der hat den Fuß ganz, ganz schnell rausgestellt, um halt den Ball abzuwehren letztendlich.
            1:10:16–1:10:21
            Der wollte definitiv nicht den Pass in seinen eigenen Strafraum verlängern.
            1:10:21–1:10:23
            Es war also kein kontrollierter Pass.
            1:10:23–1:10:29
            Daher blieb die Abseitsstellung bestehen. Und der Gefaulte danach, Gefaulte,
            1:10:29–1:10:36
            war eben vorher schon im Abseits und hätte dadurch gar nicht den Ball spielen
            1:10:36–1:10:38
            dürfen, brauchen und so weiter und so fort.
            1:10:38–1:10:44
            Das erklärte dann Robin Braun auch über den Lautsprecher ganz knapp.
            1:10:44–1:10:47
            Ich zitiere, der Strafstoß wurde überprüft.
            1:10:48–1:10:53
            Nach Ansicht der Bilder lag eine Abseitsstellung vor. Deswegen lautet die Entscheidung,
            1:10:54–1:10:56
            kein Strafstoß abseits.
            1:10:57–1:11:01
            Und für eine Abseitsstellung reicht diese Info natürlich völlig aus.
            1:11:02–1:11:08
            Lediglich wer im Abseits stand, könnte man, würde noch einen kleinen Mehrwert bieten.
            1:11:08–1:11:15
            Aber interessant wird es dann bei Entscheidungen, die im Graubereich mit Interpretationsspielraum
            1:11:15–1:11:18
            dann durchgesagt werden.
            1:11:18–1:11:23
            Und solch eine gab es eben letztes Wochenende noch nicht. Wird aber hoffentlich noch kommen.
            1:11:26–1:11:31
            Und so einen Graubereich gab es durchaus gestern, also auch in diesem Spiel
            1:11:31–1:11:33
            zwischen Hoffenheim und Leverkusen.
            1:11:34–1:11:39
            Braun entschied sich gegen einen Pfiff und begründete es dann eben in diesem
            1:11:39–1:11:41
            nachfolgenden Interview.
            1:11:41–1:11:47
            Der Leverkusener lag schon auf dem Boden. Also die wollten halt beide zum Ball.
            1:11:47–1:11:50
            Der Leverkusener ist, ich sage das mal ganz salopp, hingefallen halt.
            1:11:51–1:11:56
            Also ausgerutscht und straucheln geraten und ist aber halt...
            1:11:57–1:11:59
            Dadurch, dass er ja noch so ein gewisses Tempo vom Rennen hatte,
            1:11:59–1:12:05
            natürlich ein bisschen gerutscht irgendwo und dann eben in den Hoffenheimer
            1:12:05–1:12:07
            reingerutscht im Strafraum.
            1:12:08–1:12:12
            Aber es war ja nicht mal irgendwie absichtlich.
            1:12:13–1:12:17
            Absicht und im Fußball ist ja immer so ein sehr dehnbarer Begriff.
            1:12:19–1:12:23
            Und Braun hat auch tatsächlich im gleichen Satz dieses Interviews eingeräumt.
            1:12:23–1:12:25
            Das ist eine 50-50-Entscheidung.
            1:12:25–1:12:30
            Er könnte auch alle Gründe verstehen, die hier für einen Elfmeterpfiff sprechen.
            1:12:32–1:12:37
            Können wir auch sehr gut Elfmeter pfeifen. Er muss sich halt entscheiden. Ist halt so.
            1:12:38–1:12:48
            Und für ihn war eben das Ausschlaggebende, dass der Leverkusener nicht faulen
            1:12:48–1:12:52
            wollte, sondern es einfach halt noch durch das Tempo vom Laufen reingerutscht.
            1:12:54–1:12:58
            Und hier kommt es eben auch in den nächsten Wochen darauf an,
            1:12:58–1:13:03
            dass sowas, also so ein Graubereich, den ich ja jetzt auch schon in vielen Worten umschrieben habe,
            1:13:04–1:13:11
            zwar möglichst knapp rüberkommt und gesagt wird, weil ja wie gesagt,
            1:13:11–1:13:13
            so eine Überprüfung dauert ja eh schon saulange.
            1:13:13–1:13:18
            Man muss ja nicht noch durch eine zehnminütige Erklärung dann noch verlängern.
            1:13:18–1:13:23
            Andererseits muss halt hier unbedingt der Mehrwert sein, dass man es nachvollziehen kann.
            1:13:23–1:13:27
            Man muss nicht unbedingt der gleichen Meinung ja sein, aber wenigstens nachvollziehen
            1:13:27–1:13:30
            können, wäre halt schon schön.
            1:13:31–1:13:35
            Und da bin ich mal gespannt. Das werde ich jetzt mal diesen Monat näher unter
            1:13:35–1:13:37
            die Lupe nehmen und gucken, wie dann
            1:13:37–1:13:42
            immer entschieden wird und wie auch präsentiert wird, wie erklärt wird.
            1:13:42–1:13:44
            Und melde mich dann wieder.
            Mara Pfeiffer
            1:13:45–1:13:51
            Ja, vielen, vielen Dank, liebe Petra, an dieser Stelle. Wir freuen uns sehr, dass du zurück bist.
            1:13:52–1:13:57
            Und ganz weg warst du ja nicht, weil auf der Bolztribüne hast du ja die ganze Zeit mitgezaubert.
            1:13:57–1:14:05
            Wir haben heute sehr kurze Blitz-News und dafür gebe ich jetzt mal zurück in
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            die angeschlossenen Funkhäuser und da sitzt die Annika.
            Annika Becker
            1:14:09–1:14:14
            Ja, einmal wollten wir natürlich darauf hinweisen, dass der Gerichtsprozess
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            in Madrid gegen Luis Rubiales gestartet ist bezüglich des Übergriffs nach dem
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            WM-Finale gegen Jennifer Hermoso.
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            Sie selbst hat am Montag ausgesagt, von der Staatsanwaltschaft gefordert werden
            1:14:29–1:14:34
            2,5 Jahre Haft für Rubiales aufgrund sexualisierter Gewalt.
            1:14:34–1:14:39
            In Spanien ist es allerdings so, dass bei allen Haftstrafen unter zwei Jahren
            1:14:39–1:14:43
            durch eine Geldzahlung die Gefängnisstrafe umgangen werden kann.
            1:14:45–1:14:48
            Was etwas ist für den Kontext, weil man ja davon ausgehen kann,
            1:14:48–1:14:49
            dass seine Verteidigung versuchen
            1:14:49–1:14:54
            wird, diese 2,5 Jahre irgendwie zu verringern während des Prozesses.
            1:14:54–1:15:00
            Dann das Nächste, dass Vereine, die im nordostdeutschen Fußballverband organisiert sind,
            1:15:01–1:15:04
            ein Positionspapier veröffentlicht und unterschrieben haben,
            1:15:04–1:15:11
            wo sie fordern, dass die verbandsrechtlichen Bestrafungen beim Einsatz von nicht
            1:15:11–1:15:15
            missbräuchlich verwendeter Pyrotechnik beendet werden sollen.
            1:15:15–1:15:19
            Zu den unterzeichnenden Vereinen gehören zum Beispiel Babelsberg 03,
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            aber auch Hertha BSC, die auch ihre Plattform absichtlich ein bisschen nutzen wollten dafür.
            1:15:26–1:15:30
            Und Argumente, warum diese Strafen abgeschafft werden sollen,
            1:15:31–1:15:34
            sind zum Beispiel, dass sie erstmal komplett unwirksam sind,
            1:15:34–1:15:39
            weil nur weil der Verein Strafe zahlen muss, hören die Fans nicht mit der Pyrotechnik auf.
            1:15:39–1:15:44
            Vor allem aber gibt es keine wahrgenommene Gefahr, sondern eigentlich ein immer
            1:15:44–1:15:47
            weiter steigendes Sicherheitsgefühl und die Vereine sind sich eigentlich einig
            1:15:47–1:15:52
            darin, dass man progressiv eben diese Diskussionen führen müsste,
            1:15:52–1:15:54
            was kann man da noch weiter tun.
            1:15:55–1:16:00
            Es geht aber auch darum, dass diese Strafen eine konkrete wirtschaftliche Gefährdung
            1:16:00–1:16:05
            für viele Vereine in den unteren Ligen, also dritte oder vierte Liga sind.
            1:16:05–1:16:11
            Da sprechen wir dann über Wettbewerbsverzerrung und auch über potenzielle Doppel-
            1:16:11–1:16:15
            bis Dreifachbestrafung, wenn Vereine dann, weil sie es sich eben nicht leisten
            1:16:15–1:16:17
            können, die Strafen selbst zu zahlen,
            1:16:17–1:16:21
            umlegen wollen auf diejenigen, die sie verursacht haben, die dann aber ja schon
            1:16:21–1:16:29
            durch andere Teile der Juristerei bestraft wurden oder zumindest in Gefahr stehen, dass es so kommt.
            1:16:30–1:16:34
            Und dann haben wir noch eine Nachricht von den Spielerinnen von Barcelona,
            1:16:35–1:16:39
            die sich öffentlich dagegen geäußert haben, dass der spanische Supercup der
            1:16:39–1:16:43
            Frauen wie der der Männer zukünftig in Saudi-Arabien ausgetragen werden soll.
            1:16:44–1:16:49
            Patrick Gijaro und Aitana Bonmartie haben da hauptsächlich über die Menschenrechtslage
            1:16:49–1:16:51
            für Frauen argumentiert.
            1:16:53–1:16:58
            Alexia Putejas hat noch auf einem etwas anderen Weg argumentiert und hat eben
            1:16:58–1:17:02
            gesagt, also übersetzt, wenn wir dorthin gehen, dann natürlich aus wirtschaftlichen
            1:17:02–1:17:06
            Gründen, aber wenn man nicht hingeht, leidet man darunter, dass man diese Einnahmen nicht hat.
            1:17:06–1:17:11
            Es ist also schwieriger zu wachsen und man muss sich dann vor allem aber auch
            1:17:11–1:17:16
            damit abfinden, dass Leute einem andauernd sagen, ihr erwirtschaftet ja nichts,
            1:17:16–1:17:21
            also dass da eben einfach auch diese Drucksituation ist, die dann natürlich ausgenutzt wird.
            1:17:21–1:17:27
            Und last but definitely not least gab es noch ein Interview mit Almut Schult
            1:17:27–1:17:29
            in der Taz, geführt von Alina Schwärmer.
            1:17:30–1:17:35
            Da geht es um Mutterschutz und warum die Maßnahmen der FIFA nicht ausreichend
            1:17:35–1:17:40
            sind und warum es in Deutschland wirklich dringend eine Gewerkschaft für Spielerinnen
            1:17:40–1:17:44
            braucht und die endlich mal umgesetzt werden sollte,
            1:17:45–1:17:47
            wo das ja schon jahrelang diskutiert wird.
            1:17:48–1:17:50
            Und dann hast du noch zwei Hinweise.
            Mara Pfeiffer
            1:17:51–1:17:54
            Lustigerweise, während du gerade von Saudi-Arabien gesprochen hast,
            1:17:54–1:17:57
            habe ich so krasse Flashbacks davon gehabt,
            1:17:57–1:18:02
            wie wir in Katar an dem einen Morgen draußen waren bei den Kamelen,
            1:18:02–1:18:07
            so übers Früh und dann bei diesem Typ irgendwie drin saßen und Tee getrunken.
            1:18:08–1:18:13
            Und du hast die ganze Zeit mit dem Aufnahmegerät bei den Kamelen gestanden und
            1:18:13–1:18:17
            ich war so fasziniert von allem, dass ich mich ständig zu dir rumgedreht und gequatscht habe.
            1:18:17–1:18:20
            Du hast aber versucht, Atmo aufzunehmen.
            Annika Becker
            1:18:20–1:18:25
            Ja, ich finde, das beschreibt unsere Freundschaft eigentlich ziemlich gut.
            Mara Pfeiffer
            1:18:26–1:18:30
            Was soll das denn heißen? Ja,
            1:18:30–1:18:36
            wir oder vielmehr ich in dem Fall möchte gerne euch noch auf zwei Sachen hinweisen
            1:18:36–1:18:43
            und zwar zum einen gibt es, wenn ihr uns heute spät noch hört, heute ansonsten,
            1:18:43–1:18:46
            morgen ansonsten wahrscheinlich eher dann heute.
            1:18:46–1:18:49
            Also um es kurz zu machen, am Dienstag, den 4.
            1:18:49–1:18:59
            Februar um 19 Uhr in Mainz im Erbacher Hof vom Bistum und Ente Bagdad und so weiter ausgerichtet.
            1:18:59–1:19:05
            Eine weitere Veranstaltung im Rahmen der Mainzer Erinnerungswochen sind es hier
            1:19:05–1:19:08
            ja sogar immer, rund um den 27.01.
            1:19:09–1:19:20
            Und da geht es um Vereine und wie sie vor, während und nach der NS-Zeit sich verhalten haben.
            1:19:21–1:19:25
            Franziska Kaiser wird da einen Vortrag halten. Die hat ein großartiges Buch
            1:19:25–1:19:27
            zu dem Thema geschrieben, was zwar noch nicht veröffentlicht ist,
            1:19:27–1:19:31
            aber ich habe es schon lesen dürfen. Deswegen kann ich es euch sehr empfehlen.
            1:19:31–1:19:38
            Und nach dem Vortrag gibt es eine Podiumsdiskussion mit Henrik Drechler vom Haus
            1:19:38–1:19:43
            des Erinnerns und Matthias Thoma aus dem Eintracht-Museum und Petra Tabarelli
            1:19:43–1:19:46
            aus dem Becker und Pfeiffer-Podcast.
            1:19:46–1:19:54
            Nein, Scherz, unsere Lieblingshistorikerin, Archivarin und natürlich Simon Rosenberger Biografin.
            1:19:54–1:20:00
            Ich darf das Ganze moderieren und das wird, glaube ich, ein sehr runder Abend.
            1:20:00–1:20:06
            Und jetzt hätte ich vor lauter Gebappel mit der Petra fast unseren vierten Podiumsteilnehmer
            1:20:06–1:20:09
            vergessen, nämlich den lieben Nils Friedrich.
            1:20:09–1:20:14
            Nils Friedrich, er ist auch sehr friedlich. Der Nils Friedrich ist sehr.
            1:20:15–1:20:20
            Ach, lieber Gott, lieber Nils, bitte sieh es mir nach.
            1:20:20–1:20:23
            Ich habe das jetzt aber auch alles aus dem Kopf runter erzählt.
            1:20:23–1:20:29
            Der Nils ist jedenfalls 05-Historiker, hat das wundervolle Fanzine, es war einmal,
            1:20:30–1:20:34
            ins Leben gerufen und ist unter diesem Namen auch in allen sozialen Netzwerken
            1:20:34–1:20:39
            unterwegs und hat sich extrem verdient gemacht, darum die Geschichte von Mainz
            1:20:39–1:20:42
            05 intensiver aufzuarbeiten.
            1:20:42–1:20:47
            In den letzten Jahren und lässt sich dabei auch immer wieder sehr coole Gimmicks einfallen,
            1:20:47–1:20:53
            wie neulich zum Geburtstag des verstorbenen Torjägers Gerhard Bopp eine Mütze
            1:20:53–1:21:00
            mit ihm als Spieler drauf oder dann haben sie mal ein Retro-Trikot,
            1:21:00–1:21:03
            was mehr so ein Retro-Shirt war, aufgelegt und so.
            1:21:04–1:21:09
            Ein sehr umtriebiger Mensch und das ist eine, habe ich schon gesagt,
            1:21:09–1:21:12
            sage ich jetzt, wo ich alle Teilnehmenden genannt habe, aber nochmal wird,
            1:21:12–1:21:13
            glaube ich, eine sehr gute Runde.
            1:21:14–1:21:19
            Und dann gibt es noch etwas, worauf ihr euch alle jetzt schon sehr,
            1:21:19–1:21:21
            sehr, sehr, sehr freuen könnt.
            1:21:21–1:21:28
            Die famose Kathrin Längert, von uns extrem geschätzt, von der wir die wundervolle
            1:21:28–1:21:32
            Begrifflichkeit Thekengünther übernommen haben, hat ein Buch geschrieben.
            1:21:32–1:21:37
            Es heißt "Wir verdienen mehr. Ein Manifest".
            1:21:37–1:21:45
            Es erscheint im Verlag Die Werkstatt und ich darf es gerade entlektorierend
            1:21:45–1:21:49
            lesen und bin erstens mega happy,
            1:21:49–1:21:56
            dass ich einen kleinen Teil am Ende dazu beitragen kann, dass dieses Buch entsteht.
            1:21:56–1:22:02
            Und lustigerweise auch bei einer gemeinsamen Veranstaltung vom Verlag Die Werkstatt,
            1:22:03–1:22:07
            für die ich die Kathrin als Podiumsteilnehmerin vorgeschlagen habe,
            1:22:07–1:22:14
            haben sich die Verlagsverantwortlichen so platonisch und joblich in sie verknallt.
            1:22:14–1:22:16
            Es geht auch gar nicht anders, weil man mit der Kathrin zu tun hat,
            1:22:17–1:22:19
            dass sie gesagt haben, boah, mit der müssen wir unbedingt ein Buch machen.
            1:22:19–1:22:24
            Das ist eine fantastische Idee und das Buch ist absolut großartig und ihr solltet
            1:22:24–1:22:26
            es alle unbedingt jetzt vorbestellen.
            1:22:27–1:22:35
            Grüße, liebe Katrin. Wir freuen uns mega, dass du bald auch im Regal stehst, verdientermaßen.
            Annika Becker
            1:22:35–1:22:37
            Ja, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr.
            Mara Pfeiffer
            1:22:39–1:22:44
            Genau. Und dann haben wir uns heute noch was ganz anderes überlegt.
            1:22:44–1:22:53
            Und zwar statt der Lese-, Hör- und sonstigen Tipps in diesen wilden und komplizierten
            1:22:53–1:22:58
            Zeiten möchten wir euch unsere Elf der Woche vorstellen.
            1:22:59–1:23:04
            Die eine oder andere Person werdet ihr vielleicht schon oder sicher schon kennen
            1:23:04–1:23:05
            und ihr auch schon folgen.
            1:23:05–1:23:09
            Aber wir wollen das jetzt trotzdem hin und wieder mal machen.
            1:23:09–1:23:18
            Und heute geht es los mit Menschen im Fußball, außerhalb des Fußball und an
            1:23:18–1:23:21
            der Grenze zwischen Fußball und dem Rest der Welt.
            1:23:21–1:23:27
            Die Nummer 1 sozusagen im Tor, Nora Hespers, die nicht nur zu gesellschaftlichen
            1:23:27–1:23:31
            Themen im Fußball stabil ist, sondern auch wichtige Erinnerungsarbeit rund um
            1:23:31–1:23:35
            die Geschichte ihres Großvaters leistet, der Widerstandskämpfer Theo Hespers.
            1:23:36–1:23:43
            Nummer zwei, Felix Tamsut, der rund um Fans der absolute Spezialist ist und zudem seit dem 7.
            1:23:43–1:23:48
            Oktober auch in Sachen Politik Israel Einordnung, kritischer Blick, eine absolute Bank.
            1:23:49–1:23:55
            Nummer drei, Ann-Kathrin Büüsker, die unaufgeregt und klug Politik einordnet,
            1:23:55–1:23:59
            nicht nur für den DLF, sondern auch in ihrem Newsletter sehr zu empfehlen,
            1:23:59–1:24:01
            auf Blue Sky und Instagram.
            1:24:01–1:24:05
            Und nein, das hat jetzt beispielsweise nichts mit Fußball zu tun,
            1:24:05–1:24:09
            aber eine wirklich Folgeempfehlung mit Ausrufezeichen.
            1:24:11–1:24:14
            Nummer vier, die Innenverteidigerin sozusagen,
            1:24:14–1:24:19
            Annika nickt schon, ist Sophie Lawson für Fußball, aber auch für alles darüber
            1:24:19–1:24:23
            hinaus, was uns am Herzen liegt, ist beruflich nicht mehr im Fußball der Frauen
            1:24:23–1:24:27
            unterwegs, postet aber nach wie vor sehr, sehr viel dazu.
            1:24:27–1:24:32
            Und Annika hat noch ein Interview rausgekramt, in dem sie ihre Eindrücke aus
            1:24:32–1:24:34
            all den Jahren und ihren Abschied erklärt.
            1:24:35–1:24:43
            Nummer fünf, den Birdbot, denn wir sind hier schließlich der Ornithologie-Podcast,
            1:24:43–1:24:47
            der Geheime und man muss sich ja zwischendurch auch mal ablenken und das sind
            1:24:47–1:24:52
            die schönsten Vogelfotos, die ihr in dieser Dichte im Internet finden werdet.
            1:24:53–1:24:58
            Und Nummer sechs, Daniel Drepper vom Netzwerk Recherche, weil wir uns im Zeitalter
            1:24:58–1:25:02
            des Informationskrieges befinden und Recherche sehr, sehr wichtig ist und eine
            1:25:02–1:25:03
            Wirkungskraft entfaltet.
            Annika Becker
            1:25:03–1:25:08
            Ja, dann mache ich mal weiter mit der Nummer 7, Frankie de la Cretaz.
            1:25:09–1:25:15
            Journalismus an der Themenschnittstelle von Gender und Sport aus einer Transperspektive
            1:25:15–1:25:18
            und mit Blick auf die USA sowie verschiedene Sportarten.
            1:25:19–1:25:23
            Vieles davon lässt sich auf andere Bereiche übertragen. Und wenn sich von euch
            1:25:23–1:25:28
            jemand für American Football interessiert, Frankie hat auch ein Buch geschrieben
            1:25:28–1:25:33
            mit dem Titel "Hail Mary, The Rise and Fall of the National Women's Football League".
            1:25:33–1:25:39
            Die Nummer 8 ist Musa Okwonga, Journalist, Schriftsteller, Podcaster,
            1:25:39–1:25:42
            aber eigentlich wird ihm das alles nicht gerecht.
            1:25:42–1:25:47
            Lebt als Schwarzer Brite in Berlin und legt deutschen und britischen Rassismus
            1:25:47–1:25:48
            aus seiner Perspektive offen.
            1:25:48–1:25:52
            Sehr analytisch, sehr viel Feingefühl und wenn es im Stadio,
            1:25:52–1:25:56
            Podcast, im Fußball geht, gleichzeitig aber auch mit sehr viel Leichtigkeit.
            Mara Pfeiffer
            1:25:57–1:26:00
            Und er schreibt ganz, ganz tolle Bücher, wirklich sehr, sehr,
            1:26:00–1:26:05
            sehr empfehlenswerte, fantastische Bücher, nicht also über alles Mögliche ein.
            1:26:05–1:26:09
            Mir fällt jetzt der Titel tatsächlich ad hoc nicht ein, er hat auch ein wunderbares
            1:26:09–1:26:12
            Buch über die Liebe geschrieben mit einem wunderbaren Regenbogen-Covers,
            1:26:12–1:26:13
            das ist sehr, sehr großartig.
            Annika Becker
            1:26:13–1:26:16
            Die Nummer neun, wenn wir bei Ablenkung sind,
            1:26:17–1:26:23
            der 50 plus Döner Bundesliga-Podcast von mehreren BIPOC-Menschen aus den USA
            1:26:23–1:26:28
            ist nicht nur einer meiner Lieblings-Podcastnamen ever,
            1:26:28–1:26:33
            sondern es gibt da auch einfach einen Humor, den man in Deutschland im Fußball
            1:26:33–1:26:35
            nicht findet. Da lege ich mich auch definitiv drauf fest.
            1:26:35–1:26:43
            Mein Favorit zuletzt war eine absolut stichhaltige, wissenschaftlich und juristisch
            1:26:43–1:26:49
            wasserdichte Beweisführung, warum Taylor Swift nur Schalke-Fan sein kann.
            1:26:50–1:26:53
            So gelacht habe ich lange nicht mehr wie bei diesem Video.
            1:26:53–1:26:59
            Unsere Nummer 10, ganz anderes Thema, Annika Brockschmidt, ebenfalls USA,
            1:27:00–1:27:07
            aber auf politischer Ebene eine absolute Expertin, hat leider immer recht,
            1:27:07–1:27:12
            war erst gerade wieder Thema, dass sie ständig diskreditiert wird dafür,
            1:27:12–1:27:17
            dass sie einfach nur knallhart das analysiert, was Sache ist und sich mit dem
            1:27:17–1:27:22
            politischen System und auch dem Rechtssystem in den USA besser auskennt als
            1:27:22–1:27:23
            wahrscheinlich sonst wer in Deutschland.
            1:27:23–1:27:28
            Oder auf jeden Fall die allermeisten, die ansonsten sich in dem Bereich äußern öffentlich.
            1:27:28–1:27:33
            Es ist oft nicht erheiternd, ihre Threads zu lesen oder ihren Newsletter,
            1:27:34–1:27:40
            aber man ist danach weniger überrascht und geht generell etwas informierter
            1:27:40–1:27:44
            durchs Leben, als wenn man sich nur auf traditionelle Medien verlässt.
            1:27:44–1:27:50
            Und last but definitely not least unsere Nummer 11, Nadia Zaboura,
            1:27:50–1:27:55
            Kommunikationswissenschaftlerin und Medienkritikerin, aber aus meiner Sicht
            1:27:55–1:27:59
            bei weitem nicht nur für Leute aus der Journalismus- und Medienbubble interessant,
            1:27:59–1:28:05
            wenn man verstehen möchte, was falsch läuft und wie man selbst als Medienkonsument
            1:28:05–1:28:09
            in vielleicht manch ungute Schleife auch mal mitbefeuert.
            Mara Pfeiffer
            1:28:09–1:28:14
            Genau. Und damit sind wir fast am Ende.
            1:28:14–1:28:20
            Wir haben viel hin und her überlegt in Sachen Kackspecht.
            1:28:20–1:28:27
            Ihr habt das ja der Folge heute angemerkt, dass wir ein bisschen weiter weg
            1:28:27–1:28:30
            sind vom Fußball als Spiel als in anderen Folgen.
            1:28:30–1:28:35
            Und in diesem Bereich ist es auf der einen Seite so, dass einem die Kackspechte
            1:28:35–1:28:37
            natürlich also nur so vor die Füße fallen.
            1:28:37–1:28:43
            Auf der anderen Seite ist es dann aber auch fast eine Form von Verniedlichung,
            1:28:43–1:28:47
            einen Kackspecht jetzt beispielsweise an den Friedrich Merz zu vergeben,
            1:28:47–1:28:50
            also weil da bräuchte man schon ein ganz anderes Kaliber.
            1:28:50–1:28:55
            Wenn man sich aber mal anschaut, wen wir euch jetzt so empfohlen haben in unserer
            1:28:55–1:29:01
            Elf, dann sind das sehr, sehr viele Personen, die Arbeit machen,
            1:29:02–1:29:09
            die große Medienhäuser aktuell nicht so leisten, wie sie notwendig wäre.
            1:29:09–1:29:15
            Die nämlich eine Form von Information und von Aufklären und von Erklären leisten.
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            Die an anderer Stelle oft fehlt.
            1:29:19–1:29:28
            Und der Kackspech der Woche geht deswegen an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk,
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            der nach einer Viertelmillion Menschen, die gegen rechts auf die Straße gehen,
            1:29:35–1:29:42
            sich nicht anders zu präsentieren weiß, als Faschos in seine Sendungen einzuladen,
            1:29:42–1:29:47
            anstatt mit den Leuten, deren Sorgen man tatsächlich mal hören sollte,
            1:29:47–1:29:50
            darüber zu sprechen, was eigentlich gerade in diesem Land passiert.
            1:29:51–1:29:55
            Man gibt langsam die Hoffnung auf, dass sie noch dazu lernen.
            1:29:55–1:30:05
            Aber Hoffnung ist wichtig, genauso wichtig wie Widerstand, weil Angst hilft
            1:30:05–1:30:07
            nur denen, die versuchen, sie uns zu machen.
            1:30:08–1:30:11
            Und darauf lassen wir uns nicht ein.
            Annika Becker
            1:30:11–1:30:13
            Das hast du sehr schön gesagt.
            Mara Pfeiffer
            1:30:14–1:30:17
            Dann kommen wir jetzt noch zu einem total profanen Thema. Annika,
            1:30:17–1:30:21
            bitte die Leute doch mal dazu, darum uns Geld zu überweisen.
            Annika Becker
            1:30:21–1:30:26
            Naja, es ist eigentlich so einfach wie noch nie.
            1:30:26–1:30:32
            Wenn ihr zu dieser Liste, sehr langen Liste, sehr wunderbarer Menschen gehören
            1:30:32–1:30:35
            wollt, die wir ganz am Anfang vorgelesen haben,
            1:30:36–1:30:45
            dann gibt es ein wunderbares Geschäftskonto.
            1:30:45–1:30:50
            Und ich bin mir sehr sicher, in den nächsten Tagen dann auch wieder ein Paypal-Konto,
            1:30:50–1:30:52
            das sich zu diesem Zweck nutzen lässt.
            1:30:52–1:30:57
            Ihr unterstützt damit unsere Arbeit, die wir hier unabhängig machen,
            1:30:57–1:31:02
            die Recherchearbeit, die wir leisten, das, was an technischer Hintergrundarbeit
            1:31:02–1:31:07
            auch oft in Folgen, aber auch in die Website fließt, die man nicht so sieht.
            1:31:07–1:31:13
            Und ja, wir würden uns einfach sehr, sehr freuen, wenn ihr uns mit einem kleinen Beitrag helfen würdet.
            1:31:13–1:31:18
            Am besten wäre für uns natürlich, wenn es ein Dauerauftrag wäre,
            1:31:18–1:31:22
            weil das für uns dann eine Planbarkeit schafft, dass wir eben sagen können, okay.
            1:31:23–1:31:27
            Das ist ungefähr sowas, womit wir im Monat rechnen können, was dann auch sowas
            1:31:27–1:31:31
            wie laufende Kosten angeht. Ich glaube, das erklärt sich von selbst.
            1:31:31–1:31:36
            Aber damit würde ich sagen, verabschieden wir beide uns dann mal nach dieser
            1:31:36–1:31:41
            jetzt schon sehr, sehr langen Folge für die nächsten zwei Wochen.
            1:31:41–1:31:46
            Aber ihr bleibt noch ein bisschen dran, weil ihr hört jetzt nämlich nochmal
            1:31:46–1:31:48
            die gute Petra Tabarelli.
            1:31:48–1:31:54
            Und zwar zum ersten Teil der Reihe 100 Jahre Abseits.
            Petra Tabarelli
            1:32:01–1:32:05
            Man kann gut und gerne sagen, die Abseitsregel gibt es, seit es Fußball gibt.
            1:32:06–1:32:09
            Betrachtet man die Form des Fußballspiels vor dem 19.
            1:32:09–1:32:13
            Jahrhundert, so ist dies freilich nur die halbe Wahrheit.
            1:32:13–1:32:17
            Aber in den stark reglementierten Regelwerken der britischen Privatschulen gab
            1:32:17–1:32:19
            es schon immer eine Abseitsregel.
            1:32:20–1:32:25
            Sie sollte das reine Kick'n'Rush und das Herumlungern in Tornähe verhindern.
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            In Teil 1 zur Jubiläumsserie zur Absatzregel geht es zurück zu ihrem Ursprung
            1:32:31–1:32:34
            und den Ursprüngen der Fußballspielarten.
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            Der stärker reglementierte Fußball wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von der
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            britischen Oberschicht entwickelt.
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            Mit Fußball und anderen Spielen sollten die Schüler der Privatschulen,
            1:32:46–1:32:51
            der Public Schools, spielerisch zu Gentlemen erzogen werden und sich darüber
            1:32:51–1:32:53
            hinaus körperlich fit halten.
            1:32:54–1:32:59
            Mens sanan kopores sano, ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper.
            1:33:00–1:33:05
            Und ja, in Verbindung mit einem christlichen Sendungsbewusstsein dieser Zeit
            1:33:05–1:33:08
            bedeutete dies, Sport ist ein Dienst an Gott,
            1:33:09–1:33:13
            Sport sorgt dafür, dass die Hülle, also der Körper, in der Gott wohnt,
            1:33:13–1:33:18
            gesund und wohlbehalten bleibt und solange das Wort Gottes verkündet und gute
            1:33:18–1:33:20
            Taten vollbracht werden können.
            1:33:21–1:33:26
            Aus diesen Gedanken heraus entstanden dann ein paar Jahrzehnte später die YMCA-Bewegung.
            1:33:26–1:33:32
            Der Wettbewerb war damals weder Fußball noch andere Sports.
            1:33:32–1:33:37
            Es war einfach eine schulinterne Erziehung mit Gamification.
            1:33:37–1:33:42
            Deshalb war es auch kein Problem, dass jede Schule ihre eigenen Regeln hatte.
            1:33:43–1:33:47
            Man beabsichtigte gar nicht, gegeneinander zu spielen, sondern immer nur innerhalb der Schule.
            1:33:49–1:33:56
            Und diese Regeln, die erinnern uns heute eher an Rugby als dann unser heutiger Fußball,
            1:33:56–1:34:02
            weil man bei dieser Spielart, also der eher Rugby-bezogenen Spielart,
            1:34:02–1:34:05
            in idealer Weise zu einem Gentleman werden konnte.
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            Und der Begriff Football war zunächst nicht standardisiert und fasste erstmal
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            alle Spielarten zusammen, bei denen ein Ball auch mit dem Fuß gespielt wurde.
            1:34:16–1:34:19
            Es war auch ein sehr elitäres Spiel.
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            Bis in die 1860er Jahre sahen fast alle Regelwerke vor, dass sich,
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            und jetzt kommen wir zum Abseits, alle Spieler zwischen dem Ball und dem gegnerischen
            1:34:31–1:34:34
            Tor im Abseits des Feldes befanden.
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            Und ich verwende hier die männliche Form, weil Frauen in diesen elitären Instituten
            1:34:39–1:34:41
            eh nicht zugelassen waren.
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            Alle Spieler zwischen Ball und gegnerischem Tor. Durch diese sehr strenge Abseitsregel
            1:34:46–1:34:49
            war Kombinationsfußball schlicht nicht möglich.
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            Vielmehr gab es einen Spieler, der den Ball hatte und alle anderen formierten
            1:34:54–1:34:59
            sich wie im Dreieck hinter dem Ballführenden an der Spitze, um den Ball zu sichern,
            1:34:59–1:35:02
            falls der Ballführende ihn verlieren sollte.
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            Oder anders formuliert, einer führt und entscheidet, alle anderen assistierten ihm.
            1:35:09–1:35:11
            Und auch das sollten die Jungs in den Privatschulen lernen.
            1:35:12–1:35:17
            Kenne deinen Platz in der Gesellschaft. Aber es gab natürlich auch Ausnahmen.
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            Das war in den 1840er Jahren und vielleicht auch schon früher das Eton College in der Nähe von London.
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            Es hatte einen Dreierabseits. Ein Zitat aus den damaligen Regeln.
            1:35:29–1:35:35
            Sneaking is when the attacking player is between the ball and the opposing goal.
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            Das ist immer strikte Abseits.
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            And there are three or fewer opponents in front of him.
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            Sneaking, also schleichend, meint heimlich zum Tor schleichen und dort auf den langen Ball warten.
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            Sneaking war einfach das Eton-Wort für Abseits. Und warum gab es nun in Eton
            1:35:56–1:36:01
            diese etwas aufgelockerte Abseits-Variante, die durchaus schon einen gewissen
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            Kombinationsfußball ermöglichte?
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            War Eton jetzt eine besonders fortgeschrittliche Privatschule oder so? Eher weniger.
            1:36:09–1:36:10
            Also es war im Grunde eine Privatschule
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            wie alle anderen, aber sie lag mit der Rugby School im Clinch.
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            Und da in den Football-Regeln der Rugby School ein striktes Abseits vorgeschrieben
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            war, machte man es in Eton bewusst anders.
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            Um die Jahrhundertmitte entwickelte sich der Football-Regel.
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            Und Football auch weiter in seinen verschiedenen Formen, die in dieser Zeit existierten.
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            Im Grunde Mischformen aus American Football, Rugby und unserem heutigen Fußball.
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            Die Studenten oder besser gesagt die ehemaligen Schüler waren jetzt Studenten
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            an den Universitäten und wollten ihre geliebten Sports weiter ausüben.
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            Das Problem war nur, sie kamen eben von verschiedenen Schulen und jetzt war
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            es eben nicht mehr egal, dass jede Schule einfach ihre eigenen Regeln hatte.
            1:37:02–1:37:06
            Sie mussten sich irgendwie verständigen auf ein Regelwerk.
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            Und die Cambridge University Rules waren vermutlich das erste Regelwerk,
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            das aus einer Mischung verschiedener Regelwerke entstand.
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            Und einige Jahre später wiederum waren aus den Studenten gestandene Gentlemen
            1:37:19–1:37:23
            geworden, die ihre Sports in Clubs ausübten.
            1:37:23–1:37:27
            Cricket und Football waren eng miteinander verbunden. Cricket war nämlich das
            1:37:27–1:37:30
            Sommerspiel, Football das Winterspiel.
            1:37:30–1:37:35
            Vermutlich war es auch schon so an den Privatschulen, dass man sich in den Wintermonaten
            1:37:35–1:37:38
            durch Football fit hielt, weil
            1:37:38–1:37:43
            Cricket ist schon immer tatsächlich das englische, moderne Spiel gewesen.
            1:37:43–1:37:50
            Aber auch hier, also wir sind jetzt in den 1860er Jahren, das Problem der unterschiedlichen
            1:37:50–1:37:54
            Regelwerke, je nach Schule, je nach Universität, je nach Verein,
            1:37:54–1:37:58
            man hatte seine eigenen Regeln und das blieb halt auch bestehen.
            1:37:58–1:38:02
            Und so gründeten einige Londoner Gentlemen einen Fußballverband,
            1:38:02–1:38:06
            zu Englisch Football Association, kurz FA.
            1:38:06–1:38:11
            Natürlich wieder mit eigenen Regeln, die nun für alle Mitgliedsvereine galten.
            1:38:12–1:38:18
            Und diese Mitgliedsvereine waren natürlich von Gentleman geführte Vereine.
            1:38:18–1:38:21
            Man wollte ja schließlich unter seinesgleichen bleiben.
            1:38:21–1:38:28
            Die Abseitsregel lautete also, wie in fast allen Privatschulen üblich, striktes Abseits.
            1:38:28–1:38:33
            Alle zwischen Ball und gegnerischem Tor. Kombinationsspiel nicht möglich.
            1:38:35–1:38:39
            Aber es war eben auch so, wie in der Gesellschaft es gelebt wurde.
            1:38:39–1:38:44
            Ein Mann führt, alle anderen Männer auf seiner Seite laufen hinterher und assistieren.
            1:38:45–1:38:51
            Aber das war auch nicht überall in England so, auch nicht mal in Großbritannien.
            1:38:51–1:38:58
            Andere Vereine, wie der zum Beispiel 1858 gegründete Sheffield FC im Nordosten
            1:38:58–1:39:04
            Englands, gehörte nicht der Football Association an, also der Football Association von London.
            1:39:05–1:39:11
            Dennoch, oder vielleicht auch gerade deshalb, lief dieser Verein und die um
            1:39:11–1:39:18
            ihn herum gegründete Sheffield FA in den 1860er und 1870er Jahren den Londoner
            1:39:18–1:39:20
            Gentleman völlig den Rang ab.
            1:39:20–1:39:23
            Auch dank einer anderen Upseizregel.
            1:39:24–1:39:31
            Ähnlich wie Rugby und Eton damals. Aber dazu mehr im nächsten Teil unserer Serie.

            Der Beitrag #74: Auf die Straße! erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

            1 hr 41 min
          • #73 Wir sind zurück!

            Manchmal kommt eines zum anderen – und niemand zum Podcasten. So in etwa war das bei uns beiden zuletzt. Aber nein, eure Podcatcher sind nicht kaputt: Wir sind zurück und hoffen, ihr freut euch genauso wie wir.

            In einer lockeren Einstiegsfolge schauen wir zurück auf den Adventskalender auf unserer Bolztribüne, sprechen darüber, was wir zuletzt so gemacht haben, wie sich unsere Vereine schlagen und was in der Welt des Fußballs alles passiert. Außerdem schildern wir unsere Eindrücke von der Kickoff-Veranstaltung von „The Rise of Women’s Football“ und Mara erzählt vom Auftakt der Veranstaltungen rund um den Erinnerungstag im deutschen Fußball.

            Intensiver schauen wir auf Britta Carlsons Wechsel in die Bundesliga und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Kosten von Polizeieinsätzen bei Hochrisikospielen. Und intensiv ist ein gutes Stichwort: Weil wir lieber besonders gründlich sind, als besonders schnell, hört ihr uns künftig ausgeruht und mit stärkerem Fokus auf die Schwerpunktthemen alle 14 Tage. Schreibt uns gern, wie ihr den neuen Rhythmus und die Folge(n) findet.

            Wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und die Bolztribüne einmalig oder regelmäßig unterstützt. So können wir hoffentlich immer mehr Zeit in unsere Herzensprojekte stecken. Die Unterstützung ist jetzt einfacher als bisher, denn wir sind nun eine Marke und eine GbR und haben ein Geschäftskonto:
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            Bolztribüne: Annika Becker und Mara Pfeiffer GbR
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            Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

            Becker & Pfeiffer

            Bluesky

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            Shownotes/Links/Quellen
            • Britta Carlson wird Trainerin beim 1. FC Köln
              https://fc.de/britta-carlson-ist-neue-trainerin-der-fc-frauen 
            • Maras Gespräch mit Britta Carlson in „Flutlicht an!“ (Sport1)
              https://meinsportpodcast.de/flutlicht-an-im-gespraech-mit-der-wortpiratin/britta-carlson-es-war-ein-sehr-sehr-wertschaetzender-abschied
            • Urteil Bundesverfassungsgericht: Kosten von Polizei-Einsätzen bei Hochrisiko-Spielen
              https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/verfassungsgericht-dfl-kosten-hochrisikospiele-100.html
            • Pressemitteilung des Verfassungsgerichts zu Urteil und Begründung
              https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/bvg25-002.html
            • Kolumne Mara zum Urteil der Polizeikosten (web.de)
              https://web.de/magazine/sport/fussball/urteil-unabsehbarer-tragweite-40557814 
            • Gia Corley wechselt zu Sand Diego Wave FC
              https://www.tsg-hoffenheim.de/aktuelles/news/2025/01/gia-corley-wechselt-zu-san-diego-wave-fc
            • Janina Minge verlängert vorzeitig beim VfL Wolfsburg
              https://www.vfl-wolfsburg.de/newsdetails/news-detail/detail/news/vorzeitige-verlaengerung-1
            • Rebecca Knaak geht zu Manchester City
              https://onefootball.com/de/news/frauenfussball-knaak-wechselt-zu-mancity-40504008
            • Annikas Interview mit Rebecca Knaak (Bolztribüne)
              https://bolztribuene.de/2024/11/15/wir-wollten-nicht-nachgeben-was-waere-die-konsequenz-gewesen-rebecca-knaak-im-interview/
            • Michelle Ulbrich geht leihweise zu Bayern München
              https://fcbayern.com/frauen/de/news/2024/12/fc-bayern-frauen-verpflichten-michelle-ulbrich-von-werder-bremen
            • Annikas Text zu Michelle Ulbrichs Wechsel (Bolztribüne)
              https://bolztribuene.de/2024/12/22/tuerchen-22-michelle-ulbrich-per-leihe-zu-bayern-muenchen/
            • Petra Tabarellis Nachspielzeiten: Jubiläum der Abseitsregel
              https://bolztribuene.de/2025/01/06/abseits-jubilaeum-2025-aus-drei-mach-zwei/ 
            • Bildungsurlaub: Sportvereine im Nationalsozialismus
              https://sport-erlebnisse.de/2533131
            • Wir sind jetzt eine Marke und eine GbR und ihr könnt uns unterstützen!
              https://bolztribuene.de/unterstuetzen/
            • Transkription der Episode anzeigen

              Mara Pfeiffer
              0:00:22–0:00:27
              Hallo, hallo, hallo. Hier ist eine neue Folge Becker und Pfeiffer.
              0:00:28–0:00:31
              Wir haben mitbekommen, der eine oder die andere hatte schon die Befürchtung,
              0:00:31–0:00:35
              der Podcatcher könnte klemmen oder kaputt sein oder wir hätten uns irgendwo
              0:00:35–0:00:39
              eingebuddelt und den Ausgang nach den Winterferien nicht mehr gefunden.
              0:00:39–0:00:41
              Aber wir sind wieder da.
              0:00:41–0:00:48
              Hier ist die Annika mir gegenüber und ich bin die Mara und im Hintergrund hört
              0:00:48–0:00:49
              ihr vielleicht den Hems schnurren.
              0:00:56–0:01:01
              Ja, und wir sind zurück on air und freuen uns total und hoffen,
              0:01:01–0:01:02
              ihr freut euch auch ein bisschen.
              0:01:02–0:01:05
              Wir haben es vermisst, vielleicht habt ihr uns auch vermisst.
              0:01:05–0:01:07
              So oder so, wir sind zurück.
              Annika Becker
              0:01:07–0:01:14
              Das ist so, ja. Folge 73 sind wir inzwischen dann mal so angekommen.
              Mara Pfeiffer
              0:01:15–0:01:20
              Ja, es sind zwei Primzahlen, Annika, die 7 und die 3. Und sieben mal drei ist
              0:01:20–0:01:25
              21 und zwei und eins ist drei und drei zum Quadrat ist neun und schon geht es wieder gut los.
              Annika Becker
              0:01:26–0:01:31
              Ja, aber sieben plus drei ist tatsächlich zehn. Ich mache das jetzt nämlich auch mal.
              0:01:31–0:01:36
              Und das ist eine der beliebtesten Rückennummern im Fußball, die Zehn.
              Mara Pfeiffer
              0:01:38–0:01:42
              Ja, da fällt mir direkt dazu ein.
              0:01:43–0:01:49
              Am Freitagabend war ja das erste Meetup von The Rise of Women's Football in Frankfurt.
              0:01:49–0:01:57
              Und ich durfte da eine Masterclass zum Thema Sportjournalismus halten für Studierende,
              0:01:58–0:02:01
              die sich so ein bisschen orientieren wollen Richtung vielleicht,
              0:02:02–0:02:07
              Fußballjournalismus und einer der Teilnehmenden hatte ein Pictogang Shirt an,
              0:02:07–0:02:08
              von wegen Rückennummer 10.
              0:02:11–0:02:18
              Genau, aber das war auf jeden Fall auch cool, haben wir viel davor und danach drüber gesprochen.
              0:02:19–0:02:23
              Die Jasmina Čović, die vielen von euch ja sicherlich ein Begriff ist,
              0:02:23–0:02:30
              durch ihre Beratungstätigkeit hat das sowohl gegründet, als dann eben auch gestern
              0:02:30–0:02:32
              diese erste Veranstaltung.
              0:02:35–0:02:36
              rganisiert.
              0:02:37–0:02:43
              Und man sieht schon, dass, wenn es um den Fußball der Frauen geht,
              0:02:43–0:02:47
              es natürlich Überschneidungen gibt zu den Leuten, die man auch trifft,
              0:02:47–0:02:50
              wenn es um den Fußball der Männer geht, aber eben nicht nur.
              0:02:50–0:03:00
              Und so ein bisschen ist mein Eindruck, dass man auf der einen Seite in einer angenehmen,
              0:03:00–0:03:03
              ich will jetzt nicht sagen angenehmeren, also ich will den Vergleich gar nicht
              0:03:03–0:03:08
              ziehen, aber schon in so einer angenehmen Runde dann zusammenkommt mit Leuten,
              0:03:08–0:03:14
              die ähnliche vielleicht Vorstellungen und auch Wünsche für diesen Bereich haben.
              0:03:15–0:03:20
              Aber dass man auch immer so das Gefühl hat, wenn es rein um den Fußball der
              0:03:20–0:03:26
              Frauen geht, dann können sich nicht alle aufraffen, die sich dadurch aber eigentlich
              0:03:26–0:03:28
              schon mit angesprochen fühlen sollten.
              0:03:28–0:03:32
              Und umso wichtiger ist es eigentlich, dass es solche Veranstaltungen jetzt mal
              0:03:32–0:03:37
              gibt und auch, dass es eben nicht bei der einen bleibt, sondern dass es damit weitergeht.
              0:03:37–0:03:41
              Also das war auf jeden Fall ein gutes Zusammenkommen da.
              Annika Becker
              0:03:42–0:03:49
              Ja, auf jeden Fall. Sehr interessanter Austausch, auch einfach so möglich gewesen
              0:03:49–0:03:51
              dadurch mit ganz verschiedenen Leuten.
              0:03:51–0:03:54
              Das war schon sehr, sehr cool. Bei manchen freut man sich dann auch einfach,
              0:03:55–0:03:57
              dass man sich mal wieder sieht nach einer Weile.
              Mara Pfeiffer
              0:03:58–0:04:02
              Da müssen wir natürlich Podcast-Grüße an die liebe Nina schicken,
              0:04:02–0:04:06
              die wir nämlich gestern einmal durchknuddeln konnten und sie uns.
              0:04:07–0:04:11
              Ja, und auch sonst war es wirklich eine coole Runde.
              0:04:12–0:04:16
              Gab zwei Talks, die ich jetzt natürlich nicht so mitbekommen habe,
              0:04:16–0:04:18
              weil ich in der Zeit die Masterclass gehalten habe.
              0:04:18–0:04:23
              Aber wir können dann jetzt auch beide auf unserer Bucketlist irgendwie abhaken,
              0:04:24–0:04:26
              mal Nadine Angerer getroffen zu haben.
              0:04:27–0:04:31
              Was natürlich schon, ja, wenn man sich im Fußball der Frauen bewegt,
              0:04:31–0:04:36
              ist das natürlich eine Person, für die man auf jeden Fall eine immense Wertschätzung hat.
              0:04:37–0:04:40
              Also von daher gesehen war das ein cooler Abend.
              0:04:42–0:04:46
              Ja, apropos cool, wie war denn ansonsten deine Winterpause, Annika?
              Annika Becker
              0:04:48–0:04:53
              Ja, also ich weiß, ich bin mir nicht sicher, wie weit ich ausholen soll.
              0:04:53–0:05:00
              Also ich meine, ich war Ende vom November und dann den ganzen Dezember überhaupt
              0:05:00–0:05:01
              sehr beschäftigt damit,
              0:05:01–0:05:07
              auf der Bolz-Tribüne mit famosen anderen Personen einen Adventskalender auf
              0:05:07–0:05:13
              die Beine zu stellen und war da so ein bisschen gleichzeitig diejenige, die schreibt,
              0:05:13–0:05:19
              diejenige, die die redaktionelle Auswahl oder vielleicht so ein bisschen Betreuung
              0:05:19–0:05:21
              auch irgendwie macht und die den Social-Media-Kram macht.
              0:05:21–0:05:26
              Und es hat sehr viel Spaß gemacht, aber es war auch einfach sehr, sehr viel Arbeit.
              0:05:29–0:05:35
              Und dementsprechend war ich dann tatsächlich, als das dann so fertig und vorbei war,
              0:05:36–0:05:39
              dann und dann so die Feiertage waren, auch so ein bisschen froh,
              0:05:39–0:05:45
              dass ich mich mal so zurückziehen konnte in eine Winterschlafhöhle und habe
              0:05:45–0:05:47
              dann zwischen den Jahren tatsächlich eigentlich,
              0:05:48–0:05:52
              Ja, gar nicht mich großartig mit irgendwas beschäftigt, auch weil ich so ein
              0:05:52–0:05:55
              bisschen wusste, dass es dann bei mir ab Januar auch direkt mit so ein paar
              0:05:55–0:06:00
              Sachen wieder weitergeht und wie das dann aber immer so ist,
              0:06:01–0:06:06
              es ist ja jetzt eigentlich auch bei der Bundesliga der Frauen oder so generell
              0:06:06–0:06:09
              beim Fußball der Frauen eigentlich noch gar nicht so super lange,
              0:06:09–0:06:15
              dass jetzt irgendwie so gar nicht mehr gespielt wird, so Bundesliga oder auch Champions League.
              0:06:15–0:06:18
              Aber trotzdem merke ich bei mir so langsam wieder dieses, ich habe Bock ins
              0:06:18–0:06:22
              Stadion zu gehen. Wann geht es denn endlich mal wieder los?
              0:06:22–0:06:28
              Ich möchte mir mal wieder ein Spiel live angucken gehen und muss mich da noch
              0:06:28–0:06:33
              ein bisschen gedulden, weil es natürlich so Ende Januar, Anfang Februar eigentlich
              0:06:33–0:06:37
              erst so richtig wieder losgeht mit allem da.
              Mara Pfeiffer
              0:06:37–0:06:42
              Bei den Männern läuft es ja schon wieder. Insofern ist es bei mir etwas zweigeteilt,
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              also weil die Frauen tatsächlich in der Regionalliga, die fangen ja sogar mit
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              den Pflichtspielen erst Anfang März wieder an.
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              Bei mir waren die letzten Wochen und Monate ein bisschen kompliziert und das
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              war ja auch einer der Gründe, warum wir tatsächlich ab Anfang November nicht gepodcastet haben.
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              Aber ja, habe ich ja an der einen oder anderen Stelle schon mal angedeutet,
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              dass ich gesundheitlich das eine oder andere zu bewältigen hatte.
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              Und was das auf so einer sehr banalen Ebene nach sich gezogen hat,
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              war tatsächlich, dass ich...
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              Wirklich, glaube ich, also die längste Stadionpause, während Fußball aber tatsächlich
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              läuft, seit einer sehr, sehr langen Zeit hatte.
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              Also ich meine, natürlich waren wir alle beispielsweise unter Corona extrem
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              lange halt nicht in den Stadien.
              0:07:33–0:07:36
              Aber jetzt war halt eigentlich Fußball, nur ich war nicht dabei.
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              Das war irgendwie so ein bisschen traurig.
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              Und dann hatte ich aber, ich gehe ja immer mit den Kids von meiner besten Freundin
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              zum Fußball und mit der Kleenen war ich in der Hinrunde in Hamburg bei dem St. Pauli-Spiel.
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              Und er hatte sich eben auch ein Auswärtsspiel gewünscht, aber eines ohne Übernachtung
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              und da hatten wir uns Frankfurt rausgesucht.
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              Und außerdem haben die ja immer gegenüber vom Eintracht-Museum da auf der Waldbühne
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              so ein kleines Programm und dafür hatte ich auch zugesagt. Und dann war also
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              am letzten Spieltag vor Weihnachten, 22.
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              Dezember, so, dass ich so dachte, okay, ich traue es mir irgendwie zu, ich gehe da hin.
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              Ich war tatsächlich vorher schon beim Pokalspiel der Frauen,
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              was natürlich mega cool war bis zur 82.
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              Minute, weil die Mainzerinnen nämlich glorreich geführt haben und dann ging
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              es aber noch komplett in die andere Richtung.
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              Das ist jetzt natürlich schon eine ganze Weile her, aber ja,
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              also es war auf jeden Fall auch ein sehr, sehr tolles Erlebnis und ehrlich gesagt
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              schon so durch den Bezug auch mit dem Buch,
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              also Poppy mal am Bruchweg zu sehen gegen die Mainz 05 Frauen,
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              das hätte ich mir halt vor ein paar Jahren irgendwie auch nicht vorstellen können.
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              Das war schon auf jeden Fall was Besonderes. Ja, und dieses Spiel in Frankfurt,
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              das war dann natürlich extrem cool.
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              Also mein kleiner Stadionmitgänger hat die ganze Zeit erklärt,
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              wir würden irgendwie 3 zu 1 gewinnen.
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              Und ich habe ihm dann gesagt, dass es acht Jahre her ist, dass Mainz 05 gegen
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              Eintracht Frankfurt gewonnen hat und noch länger, dass Mainz 05 in Frankfurt
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              gewonnen hat. Und zwar so...
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              Also wie gehe ich nach diesem Spiel mit diesem Kind um, das seit anderthalb
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              Jahren mit mir ins Stadion geht und immer die Spiele erwischt,
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              wo es eben keinen Sieg gibt.
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              Also während seine Schwester schon, ich weiß nicht, wie viele Siege gefeiert
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              hat, hat er halt nur Niederlage und mal das eine oder andere maulige Unentschieden
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              irgendwie mitbekommen. Und dann gewinnen die halt wirklich und auch noch 3 zu 1.
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              Und der ist halt komplett, der hat sich so gefreut, so echt unglaublich.
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              Und ich habe mich dann auch mega gefreut natürlich.
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              Und habe aber tatsächlich auf dem Rückweg diese S-Bahn zwischen Mainz und Frankfurt,
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              die sind dann natürlich immer unfassbar voll.
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              Und weil man da ja erstmal so durchs ganze Hessische fährt, sind da eben sowohl
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              viele Eintracht-Fans als auch viele Mainz-Fans, sodass es dann da manchmal auch
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              so ein bisschen zu unangenehmen Begegnungen kommt.
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              Und ich habe auf der Rückfahrt tatsächlich so im Sinne von sexistischem Kackdreck,
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              also sowas habe ich schon lange nicht mehr gehabt.
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              Und mich ärgert es dann immer so auf zwei Ebenen, also einmal natürlich auf
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              der persönlichen Ebene, dass man sowas miterleben muss und zum anderen war es so,
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              dass weder ich noch meine Begleitung, meine Kleine als Fans erkennbar waren,
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              wir waren einfach beide ganz normal angezogen und dann denkt man halt auch so drüber nach,
              0:10:43–0:10:46
              was bedeutet es für Leute, die mit Fußball nichts zu tun haben,
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              an so einem Tag einfach die S-Bahn nehmen zu wollen und diese.
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              Vollpfosten, die sich auf so eine Art und Weise benehmen, die zahlen halt voll
              0:10:55–0:11:00
              ein bei den Leuten, die da sowieso gerne so eine Überregulierung hätten und
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              die halt sagen, alle, die zum Fußball gehen, sind irgendwie,
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              ja, genau das, Vollpfosten und müssen irgendwie noch stärker überwacht und gegängelt
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              und was weiß ich nicht, was werden und das ist dann die zweite Ebene,
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              auf der es mich eben total ärgert.
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              Also das war echt sehr, sehr unschön, aber das Spiel an sich war extrem,
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              Toll. Und jetzt ist es natürlich so, dass man jetzt 05 auf einem völlig absurden
              0:11:28–0:11:29
              Tabellenplatz steht gerade.
              0:11:29–0:11:33
              Also wir nehmen jetzt ja Samstagabend auf, noch vor dem Spiel bei Union Berlin.
              0:11:34–0:11:39
              Hätte ich, bin ich ganz ehrlich, nicht mit gerechnet, als wir zuletzt gesprochen haben.
              Annika Becker
              0:11:39–0:11:42
              Ja, wir hatten vorhin noch mal kurz auf die Tabelle geschaut,
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              wie die nämlich aussah, das letzte Mal, als wir gesprochen haben.
              0:11:45–0:11:51
              Und da war es nämlich so, dass es der 13.
              0:11:52–0:11:53
              Platz war mit.
              Mara Pfeiffer
              0:11:53–0:11:55
              Neun Punkten vor allen Dingen.
              Annika Becker
              0:11:55–0:12:00
              Mit zehn Punkten nach neun gespielten Spieltagen.
              Mara Pfeiffer
              0:12:00–0:12:04
              Ja, so rum, genau. Und die Annika hat die Tabelle vor sich. Ich spreche aus dem Kopf.
              Annika Becker
              0:12:04–0:12:05
              Genau.
              Mara Pfeiffer
              0:12:06–0:12:10
              Und aber die Plätze 14 und 15 hinten dran waren, glaube ich, nur ein Punkt weniger.
              0:12:10–0:12:16
              Also man war schon so relativ, man hatte das Gefühl, man steckt da tief irgendwie unten drin.
              0:12:17–0:12:23
              Und der Olli hat ja neulich zum 05 Schwerpunkt im Rasenfunk gesprochen Und hat
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              so sinngemäß gesagt, er hat zu dieser Zeit immer so gesagt, wenn man sich über
              0:12:28–0:12:29
              Fußball unterhalten hat,
              0:12:29–0:12:33
              hört ihr das Ticken, das ist die Uhr von Bo Henriksen in Mainz, die abläuft.
              0:12:36–0:12:39
              Und ja, es ist eine Saison,
              0:12:39–0:12:43
              von der ich ganz ehrlich sagen muss, dass ich sie so nicht erwartet hätte,
              0:12:43–0:12:48
              wie sie sich jetzt gerade entwickelt und wir haben am vergangenen Wochenende
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              beim Heimspiel im Stadion auch die ganze Zeit gescherzt so mit,
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              was passiert da eigentlich, vorne funktioniert es, hinten funktioniert es und
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              in der Mitte ist es auch nicht so ganz schlecht.
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              Ja, also bis ihr die Sendung hört, ist das Spiel bei Union Berlin womöglich
              0:13:04–0:13:10
              schon vorbei, je nachdem, da bin ich mal sehr gespannt, weil sich Mainz 05 da
              0:13:10–0:13:12
              traditionell extrem schwer tut,
              0:13:12–0:13:16
              völlig unabhängig davon, wie Union Berlin vielleicht gerade rumgurkt,
              0:13:16–0:13:19
              aber ist auf jeden Fall interessant.
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              Auch mal nicht so schlecht. Also kann man schon auch mal so mitnehmen einfach.
              Annika Becker
              0:13:25–0:13:29
              Ja, ich habe zu meinen beiden Fußballvereinen eigentlich gar nicht so viel zu sagen.
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              Also vielleicht so ein paar Worte noch so zur SGS Essen. Da hatte ich so ein
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              bisschen gedacht, dass vielleicht in der Winterpause doch irgendwie mal ein
              0:13:40–0:13:42
              Neuzugang mal so dazukommen könnte.
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              Das ist bisher nicht passiert. Es gab allerdings zwei Abgänge,
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              die ich hier gerade mal kurz noch so erwähnen wollte, weil Valentina Kröll,
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              die Innenverteidigerin aus Österreich,
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              die damals ja nicht gleichzeitig, aber kurz vor beziehungsweise nach Lilli Purtscheller gekommen ist,
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              deren Vertrag wurde aufgelöst.
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              Sie ist jetzt inzwischen beim FC Basel und am selben Tag, als die Vertragsauflösung
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              mit ihr bekannt gegeben wurde,
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              wurde eben auch verlautbart, dass der Vertrag mit Annika Enderle aufgelöst wurde,
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              die ja eine Stürmerin ist.
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              Und Mara grinst mich jetzt so an, wegen dem Vornamen wahrscheinlich.
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              Man hat natürlich dann so eine, wie sagt man.
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              So eine, man fühlt sich verbündet, wenn man denselben Vornamen hat und bei mir
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              war das dann irgendwie schon so, dass ich dann so, wenn sie eingewechselt wurde,
              0:14:41–0:14:44
              halt immer so selbstironisch gesagt habe, so, ne, wir machen das jetzt.
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              Aber ja, also ihr Vertrag wurde aufgelöst und ein paar Tage später,
              0:14:48–0:14:52
              und das fand ich dann halt so bemerkenswert, wurde dann eben bekannt gegeben,
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              dass sie zu den Frauen von Borussia Dortmund,
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              wechselt, die ja nun mal eben gerade in der Westfalenliga noch unterwegs sind und das ist jetzt so.
              0:15:05–0:15:10
              Glaube ich das erste Mal, dass man sich dann beim BVB so in der,
              0:15:11–0:15:17
              tatsächlich Bundesliga-Ebene bedient, aber es war jetzt auch nicht so der erste Transfer schon,
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              wo ich halt irgendwie dann so die Augenbrauen dann doch ein bisschen hochgezogen
              0:15:21–0:15:26
              habe, so von der Kategorie-Spielerin und vor allem, dass es halt junge Spielerinnen
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              sind, die dann offenbar bereit sind, in so eine tiefe Liga zu gehen,
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              um die diversen Aufstiege mitzuspielen, bis es dann weiter nach oben geht.
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              Ich hatte da auf der Bolztribüne auch schon mal länger was dazu geschrieben,
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              was da so meine ausführlicheren Gedanken dazu sind,
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              weil ich verstehe, wenn man das dann als Fan des Vereins vielleicht irgendwie
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              cool findet, dass dann solche Spielerinnen angelockt werden können und man sagt,
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              ah, guck mal, die sind irgendwie überzeugt von dem Projekt, das wir hier haben
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              und der Umgebung und so weiter.
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              Aber kurz gesagt, wiederhole ich das jetzt hier nur mal, ohne das noch zu lange
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              auszuführen, es ist halt eigentlich genau das Gleiche, wo sich Fans von Traditionsvereinen
              0:16:09–0:16:12
              im Fußball der Männer immer drüber beschweren, wenn so eine TSG Hoffenheim,
              0:16:12–0:16:18
              oder ein RaBa Leipzig oder irgendein Investorenverein aus einer anderen Liga
              0:16:18–0:16:24
              ankommt und da irgendwie viel Geld reinpumpt und dann halt so die Talente von
              0:16:24–0:16:29
              irgendwelchen anderen Stellen absaugt Und das ist eigentlich ein sehr äquivalentes Verhalten,
              0:16:29–0:16:34
              was so diese ganzen Lizenzvereine mit ihren Frauenabteilungen gerade betreiben,
              0:16:34–0:16:38
              die halt unbedingt ganz, ganz schnell jetzt alle aufsteigen wollen.
              0:16:38–0:16:41
              Das ist ja auch nicht nur der BVB, da gibt es ja noch genügend andere,
              0:16:41–0:16:42
              über die man da auch sprechen könnte.
              0:16:43–0:16:48
              Und das ist halt einfach sowas, das irgendwie an keiner Stelle mal so richtig problematisiert wird.
              0:16:49–0:16:54
              Und das stört mich. Also das wird halt immer so als Fortschrittsgeschichte erzählt.
              0:16:54–0:17:00
              Aber so richtig ernsthaft drauf geguckt, was das dann irgendwie für umgebende
              0:17:00–0:17:06
              Vereine vielleicht für Auswirkungen hat, wird halt nicht. Also weil natürlich dann auch...
              0:17:06–0:17:09
              Ja, wenn man dann jemanden von der SGS Essen drauf anspricht,
              0:17:09–0:17:13
              dann immer gesagt wird, ja, wir schauen aber nur auf uns und wir gehen hier
              0:17:13–0:17:16
              unseren Weg weiter und so, weil man sich da keine Blöße geben möchte.
              0:17:17–0:17:22
              Aber ich denke schon, dass das sowas ist, wo man irgendwie mindestens in zwei
              0:17:22–0:17:26
              bis drei Jahren schon irgendwie nochmal so wird, drüber reden müssen tatsächlich.
              0:17:26–0:17:30
              Und ich meine jetzt gar nicht dann immer so den absoluten Katastrophenfall,
              0:17:30–0:17:32
              dass dann irgendein Verein gar nicht mehr existiert oder so,
              0:17:32–0:17:35
              aber ja, wie einfach da sich so die
              0:17:35–0:17:40
              Kräfteverhältnisse und Aufmerksamkeitsverhältnisse dann auch verschieben.
              Mara Pfeiffer
              0:17:40–0:17:46
              Ja, also ich würde bei solchen Erzählungen tatsächlich RaBa Leipzig immer noch
              0:17:46–0:17:50
              so ein bisschen außen vor lassen als Vergleich, weil die halt einfach vom ganzen
              0:17:50–0:17:54
              Konstrukt her irgendwie nochmal so eine Nummer über allem anderen drüber sind. Das stimmt.
              0:17:54–0:18:03
              Aber da so Hoffenheim ist natürlich ein ganz gutes Beispiel dafür und das bedeutet ja nicht,
              0:18:04–0:18:12
              dass sich die Lizenzvereine eben nicht im Aufbau von Frauenteams betätigen sollen,
              0:18:12–0:18:13
              aber die Frage ist natürlich immer,
              0:18:14–0:18:20
              wie sie es machen und eine Spielerin geht ja nicht von einem Bundesligisten
              0:18:20–0:18:24
              in die Landesliga einfach nur, nur weil es irgendwie so eine nette Anfrage war.
              0:18:24–0:18:31
              Also ich meine, da ist dann einfach die Kraft, die da reingeworfen,
              0:18:31–0:18:34
              in die Waagschale geworfen werden kann, halt schon so ein bisschen eine andere.
              0:18:35–0:18:42
              Und dabei wäre es ja eigentlich ganz spannend, wenn man sagt,
              0:18:42–0:18:43
              man möchte das entwickeln.
              0:18:44–0:18:47
              Und ich finde es ja beim BVB eigentlich wirklich cool, dass sie gesagt haben,
              0:18:47–0:18:48
              sie fangen ganz unten an.
              0:18:48–0:18:52
              Also sie übernehmen halt eben nicht irgendwie was, sondern sie starten was ganz Neues.
              0:18:52–0:18:55
              Aber dann wäre es natürlich noch schöner, wenn man sich auch die Zeit geben
              0:18:55–0:19:01
              würde, entsprechend die Spielerinnen zu entwickeln und die dann nicht von woanders zu holen.
              0:19:01–0:19:04
              Das zeigt aber auch eben so ein bisschen diese Annäherung.
              0:19:05–0:19:09
              Also dieser Wunsch, den ja viele Leute gerade, die sich lange mit dem Fußball
              0:19:09–0:19:13
              der Frauen beschäftigt haben, immer wieder aussprechen, dass man sagt,
              0:19:13–0:19:16
              bitte lass uns doch jetzt nicht alles einfach nachklappern, wie es bei den Männern läuft.
              0:19:17–0:19:21
              Der Verhalt so ein bisschen Und es wird halt an immer mehr Stellen dann doch
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              so gemacht wie bei den Männern.
              0:19:22–0:19:28
              Und das ist wirklich eine ungute Entwicklung. Aber wir haben es bei der Veranstaltung
              0:19:28–0:19:31
              gestern auch dann so, Annika und ich so untereinander so ein bisschen davon gehabt,
              0:19:32–0:19:40
              diese ganzen Wachstums- und Entwicklungspläne, die da vor einem Jahr etwa mal rumgegangen sind.
              0:19:40–0:19:44
              Da hat sich halt seither auch nicht wirklich viel draus entwickelt und okay,
              0:19:44–0:19:45
              gut, jetzt warten alle drauf,
              0:19:46–0:19:51
              was bei der anderen Geschichte von den Bundesligisten rauskommt,
              0:19:51–0:19:57
              also was die Vermarktung und so angeht, aber es sind halt, es fehlt halt so
              0:19:57–0:20:02
              ein Gesamtschub, so weiter.
              0:20:03–0:20:07
              Nadine Angerer hat es ja gestern so ein bisschen ausgeführt mit Blick auf Amerika.
              0:20:07–0:20:11
              Das ist natürlich nochmal ein ganz anderes Konzept, was da irgendwie drunter liegt.
              0:20:12–0:20:15
              Aber dafür passiert halt auch was. Also es muss halt zwischen diesen beiden
              0:20:15–0:20:20
              Polen, also dem Pol, wie es ist in Deutschland in den letzten Jahren gelaufen
              0:20:20–0:20:21
              und wie läuft es in einem Land wie in Amerika,
              0:20:22–0:20:26
              muss es halt auch noch was geben, wo die Entwicklung sich nicht anfühlt,
              0:20:26–0:20:32
              als würde die ganze Zeit halt irgendwie, weiß ich nicht, eine Einzelperson irgendwie eine Ente.
              0:20:34–0:20:40
              Die ausgekoppelt hat, versuchen, den Berg hochzuschieben. Also es ist, ja.
              0:20:44–0:20:48
              Nee, das und sonst so, Annika.
              0:20:50–0:20:56
              Welche fußballerischen Themen haben dich denn über den Winter noch beschäftigt
              0:20:56–0:20:57
              oder in den letzten Wochen?
              Annika Becker
              0:20:58–0:21:02
              Also es war tatsächlich dann manchmal so ein bisschen personengebunden,
              0:21:02–0:21:05
              Auch wenn das jetzt nicht unbedingt
              0:21:05–0:21:08
              immer so das ist, wie ich sonst eigentlich auf den Fußball gucke.
              0:21:08–0:21:12
              Aber das war auch so ein bisschen zufällig bedingt teilweise.
              0:21:12–0:21:17
              Also zum Beispiel habe ich, nachdem die schwedische Saison vorbei war,
              0:21:17–0:21:20
              die Gelegenheit gehabt, Rebecca
              0:21:20–0:21:26
              Knaak zu interviewen, was sehr viel Spaß gemacht hat, tatsächlich auch.
              0:21:26–0:21:31
              Aber teilweise eben auch in sehr heftige Themen reingegangen ist,
              0:21:31–0:21:36
              einfach wegen der Vorfälle, die es da in Schweden in der letzten Saison gab,
              0:21:36–0:21:39
              ohne da jetzt genauer drauf eingehen zu wollen.
              0:21:39–0:21:42
              Das könnt ihr bei uns auch auf der Bolztribüne lesen.
              0:21:42–0:21:47
              Und dann hat mich aber natürlich dann schon auch irgendwie interessiert,
              0:21:47–0:21:52
              weil ihr Vertrag ausgelaufen ist in Schweden und dann noch nicht klar war,
              0:21:52–0:21:56
              zu dem Zeitpunkt, als wir gesprochen haben, wo sie hinwechseln wird.
              0:21:57–0:22:00
              Und dann hat mich das jetzt zum Beispiel in den letzten Wochen tatsächlich auch
              0:22:00–0:22:05
              einfach sehr interessiert, ja, da so ein bisschen so ein Auge drauf zu haben,
              0:22:06–0:22:09
              wann da mal irgendwie was vermeldet wird. Und das ist ja jetzt zuletzt auch passiert.
              0:22:09–0:22:14
              Also sie geht zu Manchester City, folgt damit im Grunde genommen der ehemaligen.
              0:22:15–0:22:21
              Sportdirektorin von Rosengårdauch, die vorher mit ihr dort ja sehr erfolgreich
              0:22:21–0:22:26
              war und vor ein paar Monaten schon zu Manchester City auch gegangen ist
              0:22:26–0:22:32
              und da den Posten jetzt eben übernommen hat für die Frauenabteilung und die
              0:22:32–0:22:34
              nochmal so ein bisschen neu aufstellen soll.
              0:22:34–0:22:38
              Und die beiden kennen sich dadurch eben, sie hatte das Rebecca Knaak mir auch
              0:22:38–0:22:42
              im Interview erzählt, dass sie einfach ein sehr tolles Arbeitsverhältnis haben,
              0:22:42–0:22:46
              sehr vertrauensvoll und irgendwie beide sehr um ihre Stärken wissen,
              0:22:46–0:22:49
              was so die Zusammenarbeit angeht.
              0:22:49–0:22:53
              Und genau, also das fand ich dann zum Beispiel sehr spannend.
              0:22:53–0:22:58
              Aber ja, also es gab einfach so unfassbar viel, was passiert ist in der ganzen
              0:22:58–0:23:00
              Zwischenzeit und dann auch diskutiert wurde.
              0:23:02–0:23:10
              Also ich meine, wenn man jetzt alleine auf die FIFA guckt mit WM-Vergabe,
              0:23:10–0:23:15
              die man irgendwie in Anführungszeichen stecken muss, weil es keine wirkliche
              0:23:15–0:23:21
              Wahl war, weil es keine Gegenkandidatur gab und im Saudi-Arabien und allem,
              0:23:22–0:23:24
              was da irgendwie dann auch dran hängt mit,
              0:23:24–0:23:30
              wenn man das dann weiter dreht, so The Zone und der Club-WM.
              0:23:30–0:23:34
              Und was da halt irgendwie alles so im Hintergrund zu laufen scheint,
              0:23:34–0:23:37
              das ist halt einfach sehr,
              0:23:37–0:23:42
              sehr komplex, aber auch einfach sehr, sehr krass und ja, gefühlt irgendwie sowas,
              0:23:42–0:23:50
              wo man wahrscheinlich alleine schon jetzt so stundenlang drüber sprechen könnte, wo ich dann teilweise,
              0:23:50–0:23:54
              also mich irgendwie schon intensiv mit beschäftigt habe und auch viel gelesen habe und so.
              0:23:54–0:24:00
              Und dann teilweise aber auch so bei mir selber so eine Müdigkeit und Verdrossenheit
              0:24:00–0:24:05
              gemerkt habe, dass ich eigentlich nicht so großen Bock habe auch,
              0:24:05–0:24:09
              mich damit irgendwie jetzt dann immer so super intensiv befassen zu müssen,
              0:24:09–0:24:14
              weil das einfach so seit Jahren gefühlt dieselbe Leier ist, dass sich das so
              0:24:14–0:24:18
              durchzieht, dass man ja nicht nur im Sportpolitischen,
              0:24:18–0:24:22
              sondern auch auf anderen Ebenen leider so das Gefühl hat, die...
              0:24:23–0:24:29
              Die schlimmstmögliche Befürchtung ist so das Erwartbare, was dann auch passieren wird,
              0:24:30–0:24:35
              was sich dann so durchzieht und dass man dann auch so das Verhalten von einzelnen
              0:24:35–0:24:39
              AkteurInnen irgendwie schon so für sich ungefähr vorhersehen kann,
              0:24:39–0:24:41
              wie das dann aussieht und so.
              0:24:41–0:24:44
              Dass das dann klein geredet wird und ach ja.
              0:24:46–0:24:49
              So Neuendorf mäßig, warum soll man sich denn überhaupt dagegen stellen,
              0:24:50–0:24:57
              wenn das doch sowieso klar ist, dass es keine Gegenkandidatur gibt und dieser
              0:24:57–0:25:01
              ganze Kram, wo man eigentlich schreiend im Kreis rumrennen möchte,
              0:25:01–0:25:05
              aber gleichzeitig ist da halt so diese Verdrossenheit tatsächlich.
              Mara Pfeiffer
              0:25:07–0:25:13
              Ja, kann ich total gut nachvollziehen. Also ich fand bei der WM-Vergabe,
              0:25:14–0:25:19
              also war ja die für 30 und 34 und 30 haben sie ja extra so schön häppchenweise
              0:25:19–0:25:22
              aufgeteilt, gleich auf Kontinente,
              0:25:22–0:25:29
              damit eben 34 schon wieder nach Saudi-Arabien gehen kann, obwohl Katar erst 22 war.
              0:25:29–0:25:34
              Und was mich da echt extrem geärgert hat, war dieses,
              0:25:36–0:25:41
              also die Tendenz, Fans zu problematisieren auf eine Art und Weise,
              0:25:41–0:25:43
              die schwierig nachvollziehbar ist,
              0:25:43–0:25:48
              ohne zu behaupten, es seien komplett unkomplizierte Gruppen,
              0:25:48–0:25:51
              das setzt sich ja schon irgendwie fort.
              0:25:51–0:25:57
              Und bei Katar gab es ja damals so dieses groß, ja immer wieder hochgeholte,
              0:25:58–0:26:01
              man habe zu spät mit diesen Protesten angefangen.
              0:26:01–0:26:05
              Und eigentlich haben die Proteste ja seit Katar nicht aufgehört und auch diese...
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              Ja, so eine Kontinuität, dass also die Gruppe, die sich gegen die WM in Katar
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              2022 eingesetzt hat, dann sich ja umbenannt hat in Fairness United,
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              um jetzt generell bei diesen Themen aktiv zu sein und eben auch sehr aktiv gegen
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              die WM in Saudi-Arabien gesprochen hat und auch andere Fangruppen.
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              Und das wird aber halt einfach ignoriert.
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              Also so diese, was mal eine Übereinkunft irgendwie war, dass der Fußball halt
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              sehr stark auch den Fans gehört.
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              Das scheint immer weniger Bedeutung zu haben.
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              Es geht halt wirklich irgendwie nur noch um die große Kohle und es ist so alles
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              egal. Also die Fans, die sagen, das kann überhaupt nicht mehr jemand gucken,
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              was da die ganze Zeit irgendwie abgespult wird.
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              Club, WM, dies, das auch noch obendrauf.
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              Die SpielerInnen, die also davon sprechen, dass sie an Belastungsgrenzen kommen.
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              Gleichzeitig, dass es ja auch so ein Ungleichgewicht gibt, dass es einerseits
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              SpielerInnen gibt, je nachdem in welchen Wettbewerben die Vereine sind und ob
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              sie noch NationalspielerInnen sind, die komplett überlastet sind.
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              Und andererseits durch diese Vielzahl an Wettbewerben, wo immer nur einige wenige
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              teilnehmen, sind andere SpielerInnen
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              einfach auch nicht ausgelastet und nicht gut genug im Training.
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              Und das sind alles so Sachen, darüber wird seit Jahren diskutiert und man weiß es eigentlich.
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              Und die Handlungen gerade der Verbände gehen aber halt schön immer weiter dagegen.
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              Und man sitzt so in der BeobachterInnen-Position eigentlich da und fragt sich,
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              wo das noch hinführen soll. Und dann stellt man fest, dass man sich auch das
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              schon eine ganze Weile fragt und dann kommt eben so ein Ermüdungseffekt.
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              Das geht mir tatsächlich leider auch so.
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              Ich finde, man versucht dann halt so im Kleinen die Geschichten,
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              ja, sich auch so vor Augen zu halten, die vielleicht erfreulich sind.
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              Wir haben, ihr merkt das ja heute in der Sendung, also wir haben im Vorfeld
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              so ein bisschen gesprochen und haben natürlich festgestellt,
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              es gibt sehr, sehr viele Sachen, die in den letzten Wochen passiert sind.
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              Es macht jetzt aber auch nicht so einen richtigen Sinn und das ergibt nicht
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              so einen richtigen Sinn für euch, das jetzt alles quasi so nachzuerzählen,
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              weil das ja Themen sind, die ihr in den letzten Wochen auch mitbekommen habt.
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              Das heißt, wir sind so ein bisschen raus heute aus unserer klassischen.
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              Das sind die ein bis drei großen Themen und dann kommen die Blitznews und schauen
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              einfach so ein bisschen auf die Sachen, die bei uns vielleicht auch persönlich hängen geblieben sind.
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              Und bei mir sind noch zwei wirklich total unterschiedliche Themen, die ich echt toll fand.
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              Es gibt ja beim FC St.
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              Pauli seit '96 den Fanclub Die Weißbraunen Kaffeetrinker*innen.
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              Viele von euch wissen, dass ich zu denen auch einen gewissen Bezug dadurch habe,
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              dass ich bei der Deutschen Akademie für Fußballkultur in der Jury war,
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              als sie damals den Fanpreis bekommen haben und auch die Laudatio halten durfte,
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              auf die tolle Arbeit, die sie eben machen.
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              Als Alkohol- und Drogenfreier Fußball-Fan-Club. Und als solcher waren sie damals eben der Erste.
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              Mittlerweile gibt es noch ein paar weitere, was natürlich schön ist.
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              Bei Union Berlin gibt es Nüchtern Betrachtet, Mehr vom Spiel.
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              Und beim HSV gibt es Klar Schiff.
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              Und es hat sich jetzt Anfang des Jahres ein weiterer gegründet,
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              nämlich bei Schalke 04, der den wunderschönen Namen Schalke Null Bier trägt.
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              Sowas spricht mich ja natürlich auch total an.
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              Und ja, das finde ich eine coole Entwicklung, weil die problematische Verknüpfung
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              von Fußball und Alkohol einfach besteht und das sind unterschiedliche Themen.
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              Also sicherlich sprechen wir da auch über Alkohol- und Suchtprävention,
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              die notwendig ist in Bezug auf gerade junge Menschen, die neu zum Fußball kommen,
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              damit die nicht das Gefühl haben, Fußball ist eigentlich nur ein Raum,
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              wo man sich irgendwie wegballert.
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              Aber gleichzeitig ist es eben auch so, dass es für Menschen mit Suchterfahrung
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              schwierig ist, in diesen Raumstadion zurückzukehren.
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              Und genau dafür sind diese Fanclubs ein ganz, ganz wichtiger Anlaufpunkt.
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              Und deswegen jeder, der da entsteht, ist wirklich sehr zu begrüßen.
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              Und Die Weißbraunen Kaffeetrinker*innen planen für Mitte Juni auch ein bundesweites
              0:30:23–0:30:26
              Vernetzungstreffen von Initiativen und Einzelpersonen,
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              die sich eben genau mit dem Thema Suchtprävention im Umfeld von Fußballvereinen
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              und Fanszene beschäftigen und auch das ist total zu begrüßen und wenn es da
              0:30:37–0:30:39
              noch weitere Infos zu gibt,
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              dann werden wir das hier auch wieder ansprechen.
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              Und eine weitere Geschichte, über die ich mich tatsächlich total gefreut habe,
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              war die Verkündigung, dass Britta Carlson als Trainerin nach Köln geht.
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              Zum einen...
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              Und finde ich tatsächlich schön, dass es eine weitere Frau dauerhaft an der Seitenlinie gibt.
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              Interimstrainerin war ja auch eine Frau. Und zum anderen finde ich einfach.
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              Dass Britta Karlsson sowohl fachlich als auch menschlich eine totale Bereicherung für die Liga ist.
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              Ich hatte ja das große Vergnügen, ich habe so ein Kurzinterview mit ihr gemacht
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              für das Olympia Magazin von dem Olli Wurm,
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              wo Annika und ich ja beide Artikel geschrieben haben und ich auch so ein größeres
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              Porträt von Alex Popp geschrieben habe, was wir dann wiederum online exklusiv
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              auf der Bolztribüne veröffentlicht haben.
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              Und über den Kontakt bin ich dann eben so im Gespräch geblieben und habe dann mit ihr,
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              also mit der Britta eine Folge Flutlicht an aufgenommen und fand alles das,
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              was man schon so glaubt von ihr mitzukriegen aus so einer Entfernung,
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              hat sich da so total bestätigt.
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              Vor allen Dingen so dieses, dass sie halt kein Blatt vor den Mund nimmt,
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              obwohl sie schon so lange in diesem Business drin ist, wo man immer das Gefühl
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              hat, Leute werden eigentlich darin geschult, mehrere Blätter vor den Mund zu nehmen.
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              Und sie redet aber halt so total frei von der Leber weg und auch so, dass sie sagt, ja Gott,
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              also wenn mir daraus jetzt jemand einen Strick drehen will, ist es halt so,
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              deswegen verstelle ich mich halt irgendwie trotzdem nicht und ich fand das echt
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              sehr angenehm und sie hat halt absolut was zu sagen und sie hat auch was zu
              0:32:29–0:32:30
              erzählen und ich glaube,
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              sie kann total viel einbringen in diese Liga und ich freue mich mega drauf, dass jetzt.
              0:32:37–0:32:43
              Wenn es wieder losgeht, auch bei den Frauen, Und zu erleben, was sie da in Köln macht.
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              Und es gab, glaube ich, bei einigen so dieses, dass das Fragezeichen waren,
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              so von wegen, ja, hat sie nicht gesagt, sie will keine Cheftrainerin werden.
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              Und das ist, glaube ich, so ein bisschen hängen geblieben oder ziemlich sicher
              0:32:55–0:32:57
              so ein bisschen hängen geblieben eben aus diesen...
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              Pressekonferenzen, die sie gegeben hat, als sie interimsweise eben Bundestrainerin
              0:33:04–0:33:06
              war und sie hat aber damals schon
              0:33:06–0:33:12
              gesagt, also sie möchte jetzt nicht Bundestrainerin in Deutschland werden,
              0:33:12–0:33:15
              auch aus so einem sehr starken Gefühl
              0:33:15–0:33:18
              heraus, dass alles, was eben an Schwierigkeiten sich aufgebaut hatte,
              0:33:19–0:33:23
              letztlich, also man kann positive und weniger positive Teamleistungen haben
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              und diese Schwierigkeiten waren halt auch quasi eine Team in Anführungszeichen Leistung.
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              Und deswegen so der persönliche Eindruck zu sagen, wenn es einen Neuanfang gibt,
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              dann sollte es auch tatsächlich ein Neuanfang sein.
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              Aber das bedeutete eben nicht, dass sie nicht mal als Cheftrainerin in der Liga
              0:33:41–0:33:44
              arbeiten möchte. Und um das auch gesagt zu haben, auch nicht,
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              dass sie nicht als Bundestrainerin mal irgendwo anders arbeiten möchte.
              0:33:48–0:33:50
              Also es gibt ja nicht nur die deutsche Nationalmannschaft.
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              Und von daher gesehen, ja, ich finde es auch super, tatsächlich,
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              dass so ein Klub, weil sie hatte ja beim DFB noch einen Vertrag,
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              wie Köln dann da einfach auf sie und den DFB zugeht und sagt, wie sieht es denn aus?
              0:34:03–0:34:08
              Und dass sie da dann zusammengekommen sind, ist eine richtig schöne Entwicklung, finde ich.
              Annika Becker
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              Ja, ich sehe das genauso wie du,
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              also freue mich da tatsächlich auch einfach so über sie als Person in der Liga
              0:34:17–0:34:21
              und ich bin tatsächlich auch einfach sehr gespannt, was das dann beim FC vielleicht
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              so in Bewegung bringt, weil das ja schon so ein Verein ist,
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              wo man jetzt zum wiederholten Mal in den letzten Jahren so die Situation hatte
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              von der Verein selber scheint eigentlich recht überzeugt von der TrainerInnen-Personalie,
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              die dann zum jeweiligen Zeitpunkt da war, aber auch von SpielerInnen,
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              die neu verpflichtet wurden und irgendwie ging es dann aber doch wieder nur um den Abstieg.
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              Wo man sich dann fragt, okay, wenn das so wiederholt so ist und in verschiedenen
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              Personenkonstellationen, was bedeutet das dann?
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              Das kann man dann von außen halt oft nicht so wirklich gut beurteilen,
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              aber das ist halt auch sowas, wo man sich einfach von ihr mit all ihrer Erfahrung und halt dem,
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              was du so schön beschrieben hast, gerade mit so, sie nimmt kein Blatt vor den
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              Mund, auch ein bisschen was erhoffen kann, glaube ich, dass das dann eine Person
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              ist, die halt intern wahrscheinlich auch einfach sehr ernst genommen wird,
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              falls es da irgendwas geben sollte,
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              wenn so jemand dann sagt, sorry, aber an der und der Stelle müssen wir jetzt
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              hier aber mal was verändern, das geht so vielleicht halt nicht so.
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              Also das ist so das eine.
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              Und das andere ist, dass ich schon auch fand, dass es natürlich eine sehr schwierige
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              Phase für sie war, so in dieser Interims-Bundestrainerin-Zeit.
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              Und ich aber fand, dass sie es sportlich dann gut gemacht haben für alles,
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              was da zu der jeweiligen Zeit gerade in der Schwebe war.
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              Und jetzt, auch wenn es nur einen Abstiegsplatz gibt in dieser Saison,
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              aber es ist trotzdem keine einfache Situation für Köln. Da bin ich sehr gespannt
              0:36:04–0:36:06
              drauf, was wir da zu sehen bekommen.
              0:36:08–0:36:12
              Ja, also ich meine, das erste Spiel kann man wo sehen?
              0:36:13–0:36:16
              In Essen an der Hafenstraße, wenn es dann wieder losgeht, weil das tatsächlich
              0:36:16–0:36:22
              dann das erste Auswärtsspiel ist und die Spiele von Essen gegen Köln zuletzt.
              0:36:22–0:36:31
              Ich kann nur sagen, also das ist vielleicht nicht immer die Drei-Sterne-Michelin-Fußballkunst,
              0:36:31–0:36:34
              aber da geht es immer richtig heftig zur Sache.
              0:36:34–0:36:39
              Also wenn ihr so diese Art von Fußball mögt, dann ist das so ein bisschen Werbung.
              0:36:39–0:36:44
              Ich glaube, man kann sich auf ein sehr leidenschaftliches Spiel freuen,
              0:36:44–0:36:47
              würde ich jetzt einfach mal so behaupten, mit mehreren Wochen Vorlauf noch.
              0:36:49–0:36:53
              Da habe ich persönlich auch einfach voll Bock drauf, das zu sehen.
              Mara Pfeiffer
              0:36:53–0:36:55
              Das kann ich mir vorstellen.
              0:36:59–0:37:02
              Gibt es denn sonst von dir noch irgendwas,
              0:37:02–0:37:08
              bevor wir dann vielleicht so ein bisschen über unser Projekt und wie alles weitergeht
              0:37:08–0:37:14
              noch sprechen, was du sportlich aus der Winterpause nochmal hier Revue passieren lassen möchtest?
              Annika Becker
              0:37:14–0:37:18
              Es gibt irgendwie so viele kleine Sachen, die man noch erwähnen könnte.
              0:37:18–0:37:21
              Ich habe vorhin auch noch mal so über Transfers drüber geguckt.
              0:37:21–0:37:25
              Ich kann mir vorstellen, dass wir da vielleicht auch noch mal so dezidiert drüber
              0:37:25–0:37:29
              sprechen, wenn es dann eben wieder so richtig Richtung Liga-Start geht.
              0:37:29–0:37:33
              Aber so ein paar wollte ich vielleicht mal noch kurz rausgreifen.
              0:37:33–0:37:37
              Also Rebecca Knack habe ich ja gerade schon erwähnt über Britta Karlsson,
              0:37:37–0:37:38
              haben wir jetzt gesprochen.
              0:37:38–0:37:43
              Von gestern oder vorgestern zum Zeitpunkt, wo wir aufnehmen,
              0:37:44–0:37:50
              ist auch endlich nach einer gefühlten Ewigkeit von Arsenal bekannt gegeben worden,
              0:37:50–0:37:55
              dass René Sleras nicht mehr die Interimstrainerin ist, sondern jetzt tatsächlich
              0:37:55–0:38:00
              mit einem ordentlichen Cheftrainerinnenvertrag ausgestattet wurde.
              0:38:02–0:38:05
              Also ich habe niemanden gesehen, der sich nicht darüber freut und irgendwie
              0:38:05–0:38:09
              nickt und sagt, ja, endlich ist absolut verdient, finden wir gut.
              0:38:10–0:38:15
              Ich habe auch von einigen Leuten gelesen so, ja im Nachhinein ist es vielleicht
              0:38:15–0:38:19
              ganz gut, dass sie sie irgendwie so lange, ich sag mal in Anführungsstrichen
              0:38:19–0:38:24
              getestet haben, dann waren sie sich jetzt zumindest sicher, aber ich denke mir halt so, naja,
              0:38:24–0:38:30
              come on es war irgendwie von Anfang an so offensichtlich im schlimmsten Fall
              0:38:30–0:38:33
              hätte man damit jetzt auch so ein bisschen den Drive aus der Sache rausnehmen
              0:38:33–0:38:37
              können und man kann irgendwie glaube ich dann so aus Arsenal Perspektive froh
              0:38:37–0:38:38
              sein, dass es halt nicht passiert ist,
              0:38:38–0:38:41
              aber ich Ich finde es halt jedenfalls cool, weil das bedeutet,
              0:38:41–0:38:45
              bei einem großen Verein eine weitere Cheftrainerin,
              0:38:45–0:38:49
              die sowieso schon sehr viel Erfahrung hatte, als Spielerin auch sehr viel Erfahrung
              0:38:49–0:38:55
              hatte und auf mich einfach einen sehr kompetenten und auch irgendwie charismatischen Eindruck macht.
              0:38:55–0:38:58
              Also das finde ich gut. Und dann noch.
              0:38:59–0:39:07
              Vielleicht so ein, zwei Spielerinnen. Michelle Ulbricht hatten wir im Bolzi-Adventskalender thematisiert.
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              Geht leihweise für die Rückrunde zu Bayern München von Werder Bremen,
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              was ein absolut unerwarteter Hammer war zu dem Zeitpunkt, als das bekannt gegeben wurde.
              0:39:17–0:39:23
              Für Werder Bremen sicherlich auch eine starke Schwächung, muss man so sagen.
              0:39:25–0:39:28
              Ja, Janina Minge und Svenja Huth haben beim VfL Wolfsburg verlängert.
              0:39:29–0:39:33
              Und Gia Corley, auch was, womit wahrscheinlich nicht viele gerechnet haben,
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              geht in die USA, in die NWSL zu San Diego Wave.
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              Was ja schon auch auf mehreren Ebenen interessant ist, weil einerseits sie natürlich
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              diesen US-Background, Also sie wurde ja in den USA geboren,
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              ist in sehr jungem Alter mit ihrer Mutter und ihrem Bruder nach Deutschland gekommen,
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              hier aufgewachsen und hier zum Fußball gekommen,
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              hat aber trotzdem so die familiäre Verbindung in die USA auch nach wie vor.
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              Und als ich irgendwann eher im letzten Jahr 2024 mit ihr gesprochen habe und
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              sie darauf angesprochen habe, hat sie auch ganz klar gesagt, so ja,
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              also man weiß nie so genau, was passiert, aber so grundsätzlich kann sie sich
              0:40:15–0:40:19
              das aus dem Grund, diesem familiären Hintergrund schon vorstellen,
              0:40:19–0:40:23
              einfach mal in diese Liga zu gehen, um zu gucken, wie das ist und das mal so
              0:40:23–0:40:26
              zu erleben, weil es halt auch nochmal eine andere Chance ist dann.
              0:40:27–0:40:31
              Deswegen ist das so die Positivseite und ich glaube auch einfach,
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              dass so generell das für sie gerade ein guter Moment ist, um sportlich irgendwie
              0:40:35–0:40:38
              was Neues zu machen und einen anderen Schritt zu gehen.
              0:40:38–0:40:43
              Auf der anderen Seite ist San Diego eben auch der Verein in der NWSL,
              0:40:43–0:40:50
              der zuletzt wirklich sehr häufig negativ mit Sachen neben dem Platz und auf
              0:40:50–0:40:54
              der Führungsebene in den Schlagzeilen aufgetaucht ist.
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              Jill Ellis ist jetzt inzwischen ja irgendwie so zur FIFA belobigt worden,
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              aber hing halt in sehr vielen Vorwürfen stark mit drin und es wurde eigentlich
              0:41:08–0:41:11
              überhaupt nicht so richtig aufgeklärt und wird es jetzt wahrscheinlich auch
              0:41:11–0:41:14
              nicht mehr, weil sie jetzt halt eben nicht mehr in diesem Liegensystem drin ist.
              0:41:15–0:41:19
              Und es betraf und betrifft aber auch die Ebenen darunter,
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              weil ihr halt eben, also Jill Ellis von ehemaligen MitarbeiterInnen vorgeworfen
              0:41:24–0:41:29
              wird, dass sie einfach eine sehr schwierige, sehr toxische Unternehmens- und
              0:41:29–0:41:32
              Vereinskultur da so hat.
              0:41:34–0:41:39
              Herangepflegt hat. Und das ist halt so was, was ich dann so von US-JournalistInnen
              0:41:39–0:41:44
              stark mitbekomme und auch von Fans dieser Vereine oder dieser Liga,
              0:41:45–0:41:48
              die halt ganz klar sagen, da muss man ein Auge drauf haben.
              0:41:48–0:41:52
              Und wenn jetzt gerade der Verein halt irgendwie vermehrt so richtig junge SpielerInnen
              0:41:52–0:41:57
              verpflichtet und also entweder sehr junge oder halt Jüngere,
              0:41:57–0:42:02
              die das vielleicht nicht so mitbekommen haben, weil sie von außerhalb der USA
              0:42:02–0:42:04
              jetzt zu dem Verein hin wechseln,
              0:42:05–0:42:09
              dann ist das auch ein bisschen sowas, so ein Red Flag Ding, wo man halt dann eigentlich,
              0:42:10–0:42:14
              ja, die Situation beobachten sollte, wie das jetzt so weiter geht,
              0:42:14–0:42:18
              weil nur, weil da vielleicht irgendwie eine Person jetzt gerade mal weg ist,
              0:42:18–0:42:20
              ist dadurch noch längst nicht alles gut.
              0:42:21–0:42:26
              Ja, deswegen wollte ich das hier gerade mal noch etwas ausführlicher erwähnt haben.
              Mara Pfeiffer
              0:42:26–0:42:33
              Ja, und richtigerweise etwas, worauf wir euch auch Auch gerne noch aufmerksam
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              machen wollen würden, ist,
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              dass am vergangenen Montag war in Mainz die zentrale Auftaktveranstaltung für
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              den diesjährigen Erinnerungstag im deutschen Fußball.
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              Ich habe in meiner Kolumne für die Allgemeine Zeitung in Mainz auch ein bisschen
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              was dazu geschrieben, weil ich es schon sehr spürbar fand an dem Abend,
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              dass alle sich so ja schon der besonderen Situation letztlich bewusst sind.
              0:43:06–0:43:09
              Und also, dass es nicht mehr lange ist bis zu den Bundestagswahlen,
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              dass wir erschreckend hohe Zustimmungswerte für die AfD haben,
              0:43:13–0:43:17
              dass die Demokratie und viele demokratische Errungenschaften,
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              mit denen unsere Generation ganz selbstverständlich aufgewachsen ist und wo
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              wir vielleicht auch fast so ein bisschen carefree waren, weil wir dachten...
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              Diese Errungenschaften wären quasi von denen, die sie für uns erkämpft haben,
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              in Stein gemeißelt worden, aber so funktionieren Gesellschaften leider nicht,
              0:43:40–0:43:46
              sondern wir sehen jetzt gerade, dass die Demokratie extrem unter Druck steht
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              und dieses zu wiederholen immer wieder.
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              Dass die AfD ja eine demokratisch gewählte Partei ist und wo eigentlich das
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              Problem ist und so weiter, Das verkennt halt die Gefahr absolut,
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              vor allen Dingen, wenn man sich mal damit auseinandersetzt, wie das eigentlich damals passiert ist,
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              also wie schnell das ging von Hitler ist zum Reichskanzler ernannt worden bis
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              das Parlament und die Demokratie haben sich eigentlich selber ausgehöhlt.
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              Und von daher gesehen kommt diesem Erinnerungstag sicherlich dieses Jahr nochmal
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              eine besondere Bedeutung zu, weil es eben darum geht, aus dem Erinnern auch
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              ein aktives Tun wieder abzuleiten.
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              Weil wir sehen, dass selbst wenn mit besten Intentionen jahrzehntelang dieses
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              nie wieder gemurmelt und mit Veranstaltungen irgendwie am Leben erhalten wird,
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              dann bedeutet das eben nicht,
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              dass flächendeckend in der Demokratie es auch einen Konsens dazu gibt, leider.
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              Und dieser Konsens ist aber total wichtig für unsere Demokratie.
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              Von daher gesehen, schaut euch an, was in euren Städten rund um den Erinnerungstag passiert.
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              Der ist ja vom Datum her immer aufgehängt am 27.
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              Januar, also dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.
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              Und es sind zwei Spieltage, der davor und der danach, sodass also jeder Verein
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              die Möglichkeit hat, es mit einem Heimspiel zu verknüpfen.
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              Es ist leider zu früh für den Spielbetrieb bei den Frauen, aber bei den Männern
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              ist es auch nicht nur in der ersten und zweiten Liga, sondern eben auch in die Ligen weiter runter.
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              Es gibt wirklich zahlreiche Veranstaltungen, die inhaltlich total wichtig sind.
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              Ich habe die wirklich große Aufgabe, finde ich auch für mich persönlich, am 30.
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              Januar in Dachau in der Versöhnungskirche eine Veranstaltung zu moderieren.
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              Sicherlich auch ein sehr, sehr besonderer Ort für so einen Abend.
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              Das heißt, wer von euch aus München und Umgebung ist, kommt da gerne vorbei.
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              Genau, dieser Erinnerungstag steht, finde ich, für eine lebendige Erinnerungskultur
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              und er wird getragen von Menschen in der Initiative !Nie wieder,
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              die sich der Verantwortung, die aus unserer Geschichte resultiert, immer bewusst waren.
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              Und ich hoffe, dass es auch dieses Jahr wieder gelingt, im Fußball noch mehr
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              Menschen in dieses Verantwortungsgefühl reinzuholen, weil es nämlich wirklich
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              ein sehr, sehr wichtiger Zeitpunkt dafür wäre.
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              Genau und so ganz grob thematisch daran angelehnt, wollten wir euch noch auf
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              etwas aufmerksam machen.
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              Und zwar gibt es einen neuen Bildungsurlaub,
              0:46:56–0:47:02
              der in Kooperation mit dem Eintrachtmuseum entwickelt worden ist.
              0:47:02–0:47:08
              Da gibt es zwei Termine in 2025, nämlich einmal im März und einmal im September.
              0:47:08–0:47:11
              Wir verlinken euch das natürlich auch alles in den Shownotes.
              0:47:11–0:47:16
              Und das Thema lautet Sportvereine im Nationalsozialismus, Umgang mit der Geschichte.
              0:47:17–0:47:22
              Und auch das ist sicherlich ein Thema, was, ihr wisst es ja,
              0:47:22–0:47:26
              an einigen Standorten mittlerweile sehr gut bearbeitet wird.
              0:47:26–0:47:33
              Oft auch im Ursprung angestoßen von den Fans, aber eben mittlerweile auch durch die Vereine selbst.
              0:47:33–0:47:38
              Und vielleicht gibt es den einen oder die andere unter unseren HörerInnen,
              0:47:39–0:47:42
              bei denen die berufliche Ausrichtung so ist, dass man sich eben auf so einen
              0:47:42–0:47:44
              Bildungsurlaub bewerben kann.
              0:47:44–0:47:49
              Wir verlinken, wie gesagt, die Infos dazu natürlich. Und dann gibt es,
              0:47:49–0:47:54
              wir haben das also quasi rumgedreht heute, nach den vielen Sachen,
              0:47:54–0:47:57
              auf die wir kurz drauf geschaut haben, noch eine Sache.
              0:47:58–0:48:03
              Über die wir zum Abschluss, bevor wir über unsere eigenen Projekte nochmal sprechen,
              0:48:03–0:48:06
              ein bisschen ausführlicher reden wollen.
              0:48:06–0:48:11
              Und zwar ist im Rechtsstreit zwischen der Deutschen Fußballliga und sozusagen,
              0:48:11–0:48:15
              also stellvertretend dem Bremer Innenressort, um Zusatzkosten bei den sogenannten
              0:48:15–0:48:18
              Hochrisikospielen ein Urteil gefallen.
              0:48:18–0:48:24
              Und das habt ihr sicherlich alle mitbekommen, weil das nämlich eine sehr große Welle geschlagen hat.
              0:48:25–0:48:30
              Und zwar ist es so, dass in Zukunft, also das also legitim ist,
              0:48:31–0:48:39
              dass zunächst in Bremen die Fußballvereine an den Polizeikosten für diese Spiele
              0:48:39–0:48:42
              beteiligt werden können. Warum zunächst in Bremen?
              0:48:42–0:48:47
              Weil Bremen eben dieses spezielle Gesetzatlassen hat, wonach eben die Stadt
              0:48:47–0:48:50
              bei Großveranstaltungen ab 5000 Personen eine Gebühr erheben darf,
              0:48:51–0:48:54
              die nach dem Mehraufwand zu berechnen ist, der durch die Bereitstellung der
              0:48:54–0:48:57
              zusätzlichen Polizeikräfte entsteht.
              0:48:57–0:49:01
              Und andere Länder könnten jetzt eben mit ähnlichen Regelungen nachziehen.
              0:49:01–0:49:04
              Es gibt aus den Bundesländern unterschiedliche Signale.
              0:49:04–0:49:07
              Da fängt das Problem, wenn man jetzt mal erstmal nur innerhalb des Fußballs
              0:49:07–0:49:09
              und innerhalb des Wettbewerbs denkt, schon an.
              0:49:10–0:49:15
              Nämlich, was bedeutet das für den Wettbewerb, wenn also einige Bundesländer
              0:49:15–0:49:19
              diese Gebühr erheben und andere Bundesländer nicht. Das ist sicherlich ein Problem.
              0:49:20–0:49:23
              Es ist von Anfang an, dieser Rechtsstreit ist ja über zehn Jahre gelaufen,
              0:49:23–0:49:28
              auch immer so ein bisschen in Richtung eines Fonds argumentiert worden von den
              0:49:28–0:49:30
              Vereinen in einigen Bundesländern.
              0:49:30–0:49:35
              Also dass man sagt, alle Vereine zahlen in so einen Fonds ein und aus diesem
              0:49:35–0:49:37
              Fonds werden diese Mehrkosten dann getragen.
              0:49:37–0:49:42
              Es gibt aber auch Vereine und Vereinsverantwortliche, völlig überraschend angeführt
              0:49:42–0:49:48
              von Aki Watzke, die sagen, so ein Fonds kommt auf keinen Fall in Frage.
              0:49:50–0:49:54
              Also warum sage ich, völlig überraschend angeführt von Aki Watzke,
              0:49:54–0:50:00
              natürlich tut er das auch ein Stück weit in seiner Position aus der DFL heraus.
              0:50:00–0:50:04
              Andererseits ist halt die Problematik, wenn jemand so viele Ämter bekleidet,
              0:50:05–0:50:07
              also als wer spricht er jetzt eigentlich gerade, aber ich glaube,
              0:50:07–0:50:10
              man kann sagen, was also so ein Solidaritätsprinzip angeht,
              0:50:11–0:50:16
              braucht man bei den oberen Vereinsbossen sicherlich auf nichts hoffen.
              0:50:16–0:50:20
              Und ich verkneife mir jetzt die Merkung, dass natürlich Borussia Dortmund aktuell
              0:50:20–0:50:26
              mit den oberen tabellarisch nicht so viel zu tun hat, aber die Annika hebt gerade den Finger.
              Annika Becker
              0:50:27–0:50:33
              Zumal ich außerdem anmerken möchte, dass er selber das ja in seiner beleidigten
              0:50:33–0:50:38
              Leberwurst-Pressekonferenz im letzten Jahr angekündigt hat, dass mit Solidarität
              0:50:38–0:50:40
              niemand mehr zu rechnen haben muss.
              Mara Pfeiffer
              0:50:40–0:50:44
              Das stimmt, aber also was diesen Fonds angeht, ist das Thema Solidarität ja,
              0:50:45–0:50:48
              also dieser Fonds ist schon diskutiert worden vor dieser Pressekonferenz,
              0:50:49–0:50:51
              aber natürlich ist das vollkommen richtig.
              0:50:51–0:50:56
              Aber ja, also es gibt zum einen die Problematik, was bedeutet es zu dem Wettbewerb
              0:50:56–0:51:00
              und zum anderen, was ich an diesem Urteil wirklich, also warum mich dieses Urteil,
              0:51:01–0:51:05
              es ist ja so, wenn so ein Urteil auf diese Art und Weise fällt und wenn es mit
              0:51:05–0:51:09
              Fußball zu tun hat und mit Fans und dann hat man sehr schnell so den Eindruck,
              0:51:09–0:51:14
              diese völlige Unkenntnis in weiten gesellschaftlichen Teilen in puncto Fans
              0:51:14–0:51:16
              führt dann halt auch dazu,
              0:51:16–0:51:18
              dass solche Sachen zustande kommen.
              0:51:18–0:51:22
              Aber, also sprich, man ist überrascht und man ist es irgendwie auch nicht.
              0:51:23–0:51:31
              Aber es ist halt so, wie kann man ein Urteil fällen, wenn es am Ende überhaupt
              0:51:31–0:51:32
              keine Leitplanken gibt.
              0:51:32–0:51:38
              Also diese 5000 Personen, das Bundesland Bremen bei sich festgelegt hat,
              0:51:38–0:51:40
              die sind halt einfach komplett willkürlich.
              0:51:40–0:51:43
              Genauso gut hätte man 3000 oder 8000 nehmen können.
              0:51:44–0:51:49
              Dann ist halt eben die Frage, was passiert, wenn es Risikobegegnungen gibt in
              0:51:49–0:51:53
              Bezug auf die Fangruppen bei Vereinen in irgendwelchen unteren Ligen,
              0:51:53–0:51:56
              die sich das halt überhaupt nicht leisten können.
              0:51:56–0:52:01
              Irgendwann werden vielleicht dann bestimmte Begegnungen einfach nicht mehr ausgespielt
              0:52:01–0:52:04
              oder am Ende, und da gibt es sicherlich auch genügend Gruppen,
              0:52:04–0:52:11
              die sich darüber freuen würden, gibt es dann keine Gästefans mehr und warum da aufhören?
              0:52:11–0:52:14
              Warum gibt es dann nicht einfach bestimmte Partien, die in Zukunft komplett
              0:52:14–0:52:17
              vor leeren Rängen ausgetragen werden müssen?
              0:52:17–0:52:23
              Was bedeutet das dann wiederum für Vereine, für eine Fankultur, für den Sport?
              0:52:23–0:52:27
              Und es geht eben nicht nur um den Sport und das ist was, was Leute halt total
              0:52:27–0:52:32
              verkennen, die jetzt irgendwie jubeln und gerade auch so in der linken Bubbel
              0:52:32–0:52:35
              gibt es halt viele Leute, die jubeln auf so eine Art und Weise, wo ich so denke.
              0:52:36–0:52:42
              Ja schön, dass man also eine Wut auf diesen männlich dominierten und auch von
              0:52:42–0:52:46
              Problemen durchzogenen sicherlich irgendwie bekommt.
              0:52:47–0:52:52
              Fußball hat, wo man sagt, also da funktionieren viele Sachen nicht so,
              0:52:52–0:52:56
              wie man es sich gesellschaftlich wünscht, aber ich meine 5000 Personen kann
              0:52:56–0:52:59
              halt alles sein, das kann irgendein Festival sein, da kann auch gerade,
              0:53:00–0:53:04
              je nachdem wie sich Politik weiterentwickelt, ist dann in Zukunft jedes Festival,
              0:53:04–0:53:09
              auf dem eine Band, die als Links irgendwie eingestuft wird, ist dann ein Problemfestival,
              0:53:09–0:53:13
              weil man sagt, da kommen irgendwelche Punks und Linksradikale,
              0:53:14–0:53:17
              alles in dicken Anführungszeichen, kursiv und ihr wisst, wie es gemeint ist.
              0:53:17–0:53:21
              Und deswegen müssen wir da jetzt zusätzlich Polizei hinschicken und deswegen
              0:53:21–0:53:23
              kann das jetzt nicht mehr stattfinden.
              0:53:23–0:53:25
              Aber auch auf der anderen Seite
              0:53:25–0:53:28
              vom Spektrum, also Veranstaltungen wie das Oktoberfest und so weiter.
              0:53:29–0:53:31
              Ich meine, ich persönlich brauche keinen Oktoberfest, brauche ich genauso wenig,
              0:53:31–0:53:33
              wie andere Leute halt einen Fußball brauchen.
              0:53:33–0:53:37
              Aber es gab halt bisher sowas wie ein gesellschaftliches Verständnis darüber,
              0:53:38–0:53:41
              dass die Polizei gewisse Aufgaben zu erledigen hat.
              0:53:42–0:53:46
              Unabhängig davon, ob jetzt alle Bürgerinnen und Bürger der Meinung sind,
              0:53:46–0:53:49
              dass das Veranstaltungen sind, die unbedingt notwendig sind.
              0:53:49–0:53:55
              Und um dann meinen Monolog mal zu beenden und die Annika noch zu Wort kommen
              0:53:55–0:53:59
              zu lassen, was ich halt krass finde, dass es in der Urteilsbegründung heißt,
              0:54:00–0:54:03
              die Verfassung kennt keinen allgemeinen Grundsatz, nachdem die polizeiliche
              0:54:03–0:54:07
              Sicherheitsvorsorge durchgängig kostenfrei zur Verfügung gestellt werden muss.
              0:54:07–0:54:11
              Die Gefahrenvorsorge ist keine allgemeine staatliche Tätigkeit,
              0:54:11–0:54:15
              die zwingend ausschließlich aus dem Steueraufkommen zu finanzieren ist.
              0:54:15–0:54:17
              Ich wiederhole den letzten Satz nochmal.
              0:54:18–0:54:23
              Die Gefahrenvorsorge ist keine allgemeine staatliche Tätigkeit,
              0:54:23–0:54:26
              die zwingend ausschließlich aus dem Steueraufkommen zu finanzieren ist.
              0:54:27–0:54:33
              Aber zum Thema Leitplanken, wer definiert, welche Gefahrenabwehr in Zukunft
              0:54:33–0:54:36
              noch von Steuergeldern zu bezahlen ist und welche nicht?
              0:54:37–0:54:40
              Und was bedeutet das, wie gesagt, für Jahrmärkte, für Konzerte,
              0:54:40–0:54:44
              für die Fasnacht, aber beispielsweise auch für politische Gipfel oder ganz wichtig
              0:54:44–0:54:46
              für Großdemonstrationen.
              0:54:46–0:54:49
              Also was ist mit irgendwie Demos, wie wir sie vor einem Jahr gesehen haben,
              0:54:50–0:54:53
              ja, wo da irgendwie zehntausende Menschen auf der Straße sind,
              0:54:53–0:54:54
              wie viel Polizei wird dahin geschickt?
              0:54:55–0:55:01
              Und ganz zum Schluss vielleicht noch die Frage, wie viel Polizei dahin geschickt wird.
              0:55:01–0:55:05
              Ja, wer entscheidet das dann am Ende? Also ich bestelle mich irgendwie selbst,
              0:55:05–0:55:09
              Luminara ist auch nicht einverstanden mit dem Urteil, ich bestelle mich irgendwie
              0:55:09–0:55:13
              selbst irgendwo hin und beschließe dann auch noch, dass ich mit mehr Leuten
              0:55:13–0:55:17
              kommen muss, dienstags als donnerstags und dann stelle ich aber den Leuten,
              0:55:17–0:55:20
              bei denen ich aufkreuze, eine Rechnung.
              0:55:20–0:55:27
              Also es ist wirklich alles, also womöglich haben alle, die das jetzt kritisiert
              0:55:27–0:55:28
              haben in den letzten Tagen,
              0:55:29–0:55:32
              irgendwas bahnbrechendes übersehen, was bisher vielleicht der Öffentlichkeit
              0:55:32–0:55:36
              nicht zugänglich gemacht wurde hinsichtlich Leitplanken,
              0:55:36–0:55:38
              Regelungen rund um dieses Urteil.
              0:55:38–0:55:44
              Aber bisher sehe ich da irgendwie nichts und ehrlich gesagt lässt mich das am
              0:55:44–0:55:47
              Ende tatsächlich entsetzt zurück, wie so ein Urteil gefällt werden kann.
              Annika Becker
              0:55:47–0:55:52
              Ich sehe das grundsätzlich auch so. Ich würde an einer Stelle anmerken wollen,
              0:55:52–0:55:56
              dass für das Urteil schon entscheidend war, dass es um etwas geht,
              0:55:56–0:56:01
              wo das Gericht gesagt hat, die Veranstalter ziehen da finanziellen Gewinnen draus.
              0:56:02–0:56:07
              Also was ich erwarten würde, dass das ein Teil von dieser Einschränkung ist,
              0:56:07–0:56:12
              wo ich dann als Nicht-Anwältin dann argumentieren würde, eine Demonstration,
              0:56:13–0:56:15
              niemand zieht finanziellen Gewinn aus einer Demonstration.
              0:56:16–0:56:21
              Also das kann natürlich in Zukunft, wenn es weitere schreckliche politische
              0:56:21–0:56:25
              Entwicklungen gibt, anders sein. Ich wollte das nur trotzdem festhalten,
              0:56:26–0:56:28
              dass das eben Teil von diesem Urteilsspruch war.
              0:56:28–0:56:33
              Und das andere, was ich aber auch, das hast du jetzt auch angerissen,
              0:56:33–0:56:38
              auch so fatal finde, tatsächlich jetzt mal so konkret auf den Fußball und diese
              0:56:38–0:56:40
              Art von Spielen bezogen.
              0:56:40–0:56:44
              Wer legt denn fest, was ein sogenanntes Hochrisikospiel ist?
              0:56:44–0:56:46
              Das ist halt bis jetzt eben die Polizei.
              0:56:47–0:56:50
              Es gibt bis jetzt keinen Weg dahin, dass das in Zukunft mal anders ist.
              0:56:50–0:56:56
              Also dass ein Verein irgendwie sagen kann, so aus unserer Erfahrung ist es das aber nicht.
              0:56:56–0:57:01
              Und das ist so an sich natürlich schon problematisch, dass halt diejenigen,
              0:57:01–0:57:05
              die dann am Ende die Rechnung stellen, festlegen, dass das etwas ist,
              0:57:05–0:57:07
              wo die Rechnung sehr, sehr hoch sein kann.
              0:57:07–0:57:12
              Es ist aber auch sowas, wo man dann, wenn man, also wenn wir über Gewaltprävention
              0:57:12–0:57:18
              reden, über soziale Arbeit, über Fanprojekte, die natürlich Arbeit mit ihren Fanszenen machen,
              0:57:19–0:57:24
              um aus gewissen Situationen den Dampf rauszunehmen und einfach Leute auch abzuholen
              0:57:24–0:57:28
              und ja, irgendwie ihre Fangruppierung dahin zu entwickeln, dass es halt eben
              0:57:28–0:57:31
              nicht zu Konflikten kommt.
              0:57:31–0:57:34
              Diese Arbeit also machen, ja.
              0:57:34–0:57:38
              Aber dann kommt die Polizei und sagt, ja, wir haben ja aber diese Statistik,
              0:57:38–0:57:42
              aus den letzten zehn Jahren ist immer so und so viel passiert und so und so
              0:57:42–0:57:47
              viele Leute wurden angeblich verletzt und davon waren so und so viele Polizisten.
              0:57:47–0:57:52
              Ab wann ist das nicht einfach eine selbsterfüllende Prophezeiung? Weil eben ...
              0:57:53–0:57:56
              Die Polizei groß aufmarschiert und das jedes Jahr macht,
              0:57:56–0:57:59
              weil sie immer auf die Zahlen aus der Vergangenheit verweist,
              0:57:59–0:58:04
              aber keine Deeskalationsarbeit macht, sondern man könnte sagen eher das Gegenteil
              0:58:04–0:58:08
              oder es wirkt halt auf viele von diesen Leuten wie das Gegenteil.
              0:58:08–0:58:12
              Dafür ist auch nicht besonders viel nötig, dass es wie das Gegenteil wirkt,
              0:58:12–0:58:16
              weil es sehr einschüchternd ist und entstehen dadurch dann vielleicht am Ende
              0:58:16–0:58:19
              irgendwie noch mehr sogenannte Hochrisikospiele.
              0:58:19–0:58:24
              Also das ist halt einfach so ein, es
              0:58:24–0:58:28
              hat das Potenzial, so ein sich verselbstständigender Kreislauf zu werden.
              Mara Pfeiffer
              0:58:28–0:58:35
              Ja, absolut. Also, weil was für Problemfelder es eben im Zusammenspiel von Polizei
              0:58:35–0:58:38
              und Fans gibt und eben nicht,
              0:58:38–0:58:44
              weil die Fans permanent ausrasten, sondern weil es eben auch durchaus eine Lust
              0:58:44–0:58:47
              an Eskalation an der einen oder anderen Stelle von beiden Seiten gibt.
              0:58:47–0:58:49
              Das wird da ja noch gar nicht irgendwie mit besprochen.
              0:58:50–0:58:53
              Es gab ja beispielsweise auch so vor zehn Jahren oder so in Nordrhein-Westfalen
              0:58:53–0:58:54
              mal dieses Pilotprojekt,
              0:58:55–0:59:00
              wo man bei regulären Spielen tatsächlich die Polizeimannstärke total reduziert
              0:59:00–0:59:06
              hat und damals eigentlich gute Ergebnisse erzielt.
              0:59:06–0:59:18
              Also dass das, wenn man in so ein problematisches Verhältnis einfach einseitig so aufrüstet,
              0:59:18–0:59:24
              also dass das jetzt erstmal nicht so wirkt, als würde das irgendwelche positiven
              0:59:24–0:59:29
              Ergebnisse mit sich bringen, das ist nochmal inhaltlich tatsächlich ein zusätzliches
              0:59:29–0:59:31
              Themenfeld, was super kompliziert ist.
              0:59:31–0:59:35
              Und ja, das ist völlig richtig, was du gesagt hast.
              0:59:35–0:59:41
              Das ist verknüpft worden vom Gericht jetzt eben mit dem Thema Einnahmen.
              0:59:42–0:59:46
              Aber wenn du so ein Urteil als Ausgangslage erstmal hast, was passiert dann
              0:59:46–0:59:47
              halt eben im nächsten Schritt?
              0:59:49–0:59:51
              Und am Ende ...
              0:59:53–1:00:00
              Ja, ist das einfach eine sehr schwierige Sache und ich finde es auch echt erstaunlich,
              1:00:00–1:00:03
              wie viel das positiv kommentiert wurde.
              1:00:04–1:00:08
              Ich bin sehr gespannt, also was sich daraus dann tatsächlich an Entwicklungen
              1:00:08–1:00:12
              ableitet in den nächsten Jahren und wie man dann darauf zurückschauen wird.
              1:00:14–1:00:17
              Aber zurückschauen ist das eine, vorausschauen ist das andere.
              1:00:17–1:00:22
              Lass uns doch vielleicht mal noch in einer Rück- und Vorschau über das sprechen,
              1:00:22–1:00:25
              was wir hier und auf der Bolztribüne so machen.
              1:00:25–1:00:31
              Punkt eins vielleicht für alle, die es nicht gelesen haben, die bekommen es dann jetzt zu hören.
              1:00:31–1:00:33
              Wir sind jetzt eine Marke.
              1:00:35–1:00:40
              Das heißt, die Bolztribüne ist jetzt eine offizielle eingetragene Marke.
              1:00:40–1:00:43
              Vielen lieben Dank dafür auch nochmal an den Stefan Schmidt,
              1:00:43–1:00:47
              der uns da anwaltlich tatkräftig unterstützt hat.
              1:00:48–1:00:53
              Und was ist denn der zweite Punkt, Annika? Was haben wir noch über Weihnachten endlich hinbekommen?
              Annika Becker
              1:00:55–1:01:03
              Wir haben ein Geschäftskonto und mithilfe dessen könnt ihr uns finanziell unterstützen.
              1:01:03–1:01:10
              Es gab ja in der Vergangenheit häufiger mal den Fall, dass einige von euch uns geschrieben haben,
              1:01:11–1:01:16
              hey, ich würde euch sehr gerne unterstützen, ich möchte das aber nicht via PayPal,
              1:01:16–1:01:20
              sondern ich könnte mir sehr gut vorstellen, das mit einer Kontoüberweisung oder
              1:01:20–1:01:24
              einem kleinen Dauerauftrag zu machen. Diese Möglichkeit habt ihr jetzt.
              1:01:24–1:01:29
              Ihr findet alle Informationen dazu auf unseren verschiedenen Homepages.
              1:01:30–1:01:35
              Wir werden aber jetzt bei dieser Folge tatsächlich auch die entsprechenden Kontodaten
              1:01:35–1:01:38
              in die Shownotes mit reinschreiben.
              1:01:38–1:01:42
              Dann könnt ihr euch die da rauskopieren. Und ja, das ist für uns tatsächlich,
              1:01:43–1:01:45
              auch wenn sich das vielleicht so, naja,
              1:01:45–1:01:49
              nicht so groß anhört, aber für uns ist es irgendwie ein mega großer Schritt
              1:01:49–1:01:54
              und etwas, das uns auch einfach sehr froh macht, weil das natürlich einfach auch, ja,
              1:01:56–1:02:01
              so was ist, wo man dann irgendwie schauen kann, was uns das in Zukunft ermöglichen
              1:02:01–1:02:05
              kann und welche weiteren Schritte da womöglich folgen werden.
              Mara Pfeiffer
              1:02:06–1:02:09
              Genau, vor allen Dingen hat die Annika jetzt beim Schritte-Nehmen natürlich
              1:02:09–1:02:12
              einen sehr entscheidenden Übersprung. Ich hole den mal gerade nach.
              1:02:12–1:02:15
              Bevor wir das Geschäftskonto eröffnet haben, haben wir das geschafft,
              1:02:15–1:02:20
              was wir seit Monaten vor uns herschieben, weil wir entschuldigen es für uns
              1:02:20–1:02:21
              selber immer damit, dass wir uns
              1:02:21–1:02:24
              mehr auf die Inhalte als auf die äußeren Rahmenbedingungen konzentrieren.
              1:02:25–1:02:28
              Aber die äußeren Rahmenbedingungen sind halt auch wichtig dafür,
              1:02:28–1:02:31
              dass wir diese Inhalte weiter behandeln können. Wir sind jetzt nämlich nicht
              1:02:31–1:02:35
              nur eine eingetragene Marke, sondern wir sind auch eine GbR.
              1:02:36–1:02:40
              Und das ist ein sehr großer und wichtiger Schritt für uns, weil wir auf Dauer
              1:02:40–1:02:43
              mit dem, was wir hier machen, eben auch Geld verdienen werden müssen.
              1:02:43–1:02:46
              Sonst können wir es in dem Umfang einfach nicht weitermachen.
              1:02:47–1:02:51
              Und aus der GbR heraus haben wir jetzt eben auch dieses wunderschöne Geschäftskonto.
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              Und ja, wir freuen uns tatsächlich sehr, wenn ihr uns da unterstützt, die
              1:02:58–1:03:02
              Man sagt das immer so schön, jeder Cent oder jeder Euro zählt,
              1:03:02–1:03:08
              aber das ist tatsächlich so, wenn ihr könnt und wollt, ob ihr eine Einmalüberweisung
              1:03:08–1:03:11
              macht oder einen Dauerauftrag, wir freuen uns total.
              1:03:11–1:03:16
              Wir haben prinzipiell auch eine Verknüpfung mit PayPal, allerdings haben wir
              1:03:16–1:03:18
              da gerade ein bisschen Probleme.
              1:03:18–1:03:22
              Wir vermuten, dass es daran liegen könnte, dass der eine oder die andere vielleicht
              1:03:22–1:03:27
              nett gemeint die Überweisung als Family and Friends gemacht hat.
              1:03:27–1:03:32
              Das ist aber tatsächlich nicht gut und sollte nicht passieren,
              1:03:32–1:03:34
              weil es eben ein Geschäftskonto ist.
              Annika Becker
              1:03:34–1:03:40
              Das geht gegen die Regeln von Paypal, weil wir natürlich jetzt den Paypal-Account
              1:03:40–1:03:45
              oder das Paypal-Konto, das wir jetzt neu aufgesetzt haben, dafür dann eben auch
              1:03:45–1:03:49
              als Geschäftsaccount oder Geschäfts-Paypal-Account angelegt haben,
              1:03:49–1:03:52
              damit alles seine Richtigkeit hat.
              Mara Pfeiffer
              1:03:53–1:03:56
              Genau, wir versuchen, das wieder hinzubekommen, damit wir euch Paypal in Zukunft
              1:03:56–1:03:59
              auch wieder anbieten können. Wir wissen aber momentan noch nicht,
              1:03:59–1:04:00
              ob wir damit weiterkommen.
              1:04:01–1:04:06
              Fürs Erste gibt es jetzt eben mal ausschließlich das Konto, aber das dürft ihr
              1:04:06–1:04:13
              gerne nutzen, nutzen, nutzen, nutzen, nutzen. Und ja, die Bolztribüne geht dann
              1:04:13–1:04:15
              jetzt mit uns zusammen ins zweite Jahr.
              1:04:16–1:04:21
              Wir sind, wenn wir uns so angucken, was wir im ersten Jahr da alles gemacht
              1:04:21–1:04:25
              haben, schon auch ehrlich gesagt ein bisschen stolz.
              1:04:25–1:04:31
              Also sei es von hinten angefangen der Adventskalender, den wirklich maßgeblich
              1:04:31–1:04:38
              Annika gestemmt hat oder sei es auch das Olympische Fußballturnier,
              1:04:38–1:04:44
              wo wir eigentlich beide das, was wir mal als Sommerpause angedacht hatten,
              1:04:44–1:04:49
              dann mit einer Arbeitsintensität über die Bühne gebracht haben, die wirklich krass war.
              1:04:49–1:04:53
              Und man spricht ja über diese Themen nicht und wir leben auch in einem Land,
              1:04:53–1:04:56
              in dem man irgendwie über Geld nicht oder wenig spricht.
              1:04:56–1:04:59
              Ich glaube, dass das beides nicht besonders schlau ist, ehrlich gesagt.
              1:04:59–1:05:03
              Aber also was wir sicherlich sagen können nach diesem letzten Jahr ist,
              1:05:03–1:05:12
              dass wir sehr viel Herzblut und sehr viel von unserem Wissen und von unserer
              1:05:12–1:05:17
              Arbeitskraft und von unserem Interesse in dieses Großprojekt Bolztribüne slash
              1:05:17–1:05:19
              Becker und Pfeiffer Podcast gesteckt haben.
              1:05:19–1:05:24
              Und dass wir das auf der einen Seite unglaublich gerne gemacht haben und auch
              1:05:24–1:05:28
              weitermachen und auf der anderen Seite hat es uns aber auch schon viel Kraft
              1:05:28–1:05:32
              gekostet und wir sind noch so dabei auszutarieren,
              1:05:32–1:05:37
              wie viel können wir da reinstecken und das dann eben woanders rausnehmen,
              1:05:37–1:05:42
              wo wir eben aktuell noch Geld verdienen und ihr erleichtert das natürlich.
              1:05:43–1:05:49
              Ja, wenn ihr uns tatsächlich unterstützt und wenn ihr irgendwelche coolen Ideen
              1:05:49–1:05:56
              habt, selber irgendeine tolle Firma habt, die zu dem passt, was wir machen, Leute kennt.
              1:05:56–1:06:00
              Wir glauben schon daran, dass es möglich ist, so ein Projekt mit PartnerInnen
              1:06:00–1:06:03
              zu machen, wenn sie dann eben zu uns passen.
              1:06:03–1:06:06
              Aber ihr habt gesehen, wie lange wir gebraucht haben, um die GbR zu gründen.
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              Also mal gucken, wie lange wir dann für diesen Prozess brauchen.
              1:06:10–1:06:12
              Aber er ist auf jeden Fall so,
              1:06:12–1:06:18
              in unserem Gedankenkosmos ist er jetzt mal langsam ein Teil davon. Genau.
              Annika Becker
              1:06:18–1:06:22
              Und ich denke, wenn ihr unsere Arbeit ja verfolgt, dann wisst ihr auch,
              1:06:22–1:06:28
              wie wichtig uns das immer ist und immer sein wird, inhaltlich unabhängig zu sein.
              1:06:28–1:06:32
              Das waren wir bisher immer und werden wir auch in Zukunft bleiben.
              1:06:32–1:06:40
              Und vielleicht so als kleiner Appetitanreger, was euch so im Laufe des Jahres erwarten kann,
              1:06:40–1:06:45
              Petra Tabarelli, die ihr hier ja auch mit ihrem Nachspielzeitenformat schon
              1:06:45–1:06:50
              ein paar Mal gehört habt, hat einen Teaser auf der Bolz-Tribüne verfasst,
              1:06:50–1:06:53
              weil nämlich ein Jubiläumsjahr ist.
              1:06:53–1:06:58
              Und ich gebe euch jetzt ein paar Sekunden zu überlegen, was für ein Jubiläum
              1:06:58–1:07:01
              das ist, weil ich glaube, die meisten kommen einfach nicht drauf.
              1:07:01–1:07:04
              Also ich weiß, dass ich persönlich niemals drauf kommen würde,
              1:07:04–1:07:10
              weil das Erste, woran man denkt, sind wichtige Endspiele oder.
              1:07:11–1:07:16
              Ja, vielleicht wichtige Tage, die mit einer einzelnen Person verbunden sind
              1:07:16–1:07:20
              oder so, aber es ist tatsächlich das Jubiläum einer ganz bestimmten Regel,
              1:07:20–1:07:23
              die sehr heiß diskutiert wird im Fußball,
              1:07:23–1:07:30
              nämlich der Abseitsregel, die von 1925 der grundlegenden Ausrichtung hat 100-Jähriges
              1:07:30–1:07:37
              in diesem Jahr und Petra wird im Laufe des Jahres von verschiedenen Seiten beleuchten,
              1:07:37–1:07:39
              wie das Ganze sich so entwickelt hat.
              1:07:40–1:07:44
              Was anderes, was wir im letzten Jahr schon gestartet haben, ist,
              1:07:44–1:07:51
              dass es einmal im Monat einen Text zu einer Legende des Fußballs der Frauen geben wird.
              1:07:51–1:07:55
              Das haben wir jetzt im Dezember pausiert, weil der Adventskalender so viel Zeit
              1:07:55–1:07:59
              in Anspruch genommen hat. Aber da wird es im Januar definitiv auch weitergehen.
              1:07:59–1:08:03
              Das ist so ein Format, was so einmal im Monat soll es dann Text dazu geben.
              1:08:04–1:08:08
              Und dann steht im Sommer natürlich eine EM an in der Schweiz.
              1:08:08–1:08:15
              Und da werdet ihr von uns sicherlich auch das eine oder das andere erwarten
              1:08:15–1:08:20
              können, sowohl auf der Bollstribüne als auch hier im Podcast. Genau.
              Mara Pfeiffer
              1:08:20–1:08:26
              So schaut's aus. Und damit, liebe Annika und ihr Lieben da draußen,
              1:08:26–1:08:31
              sind wir am Ende der ersten Folge des neuen Jahres angelangt.
              1:08:32–1:08:37
              An dieser Stelle sagen wir sonst immer, wir hören uns nächste Woche wieder.
              1:08:38–1:08:43
              Diesen Spruch bekommt ihr heute nicht auf die Ohren, nicht, weil wir schon wieder
              1:08:43–1:08:48
              eine längere Pause machen, sondern weil wir tatsächlich ein bisschen umstellen möchten beim Podcast.
              1:08:48–1:08:54
              Wir haben festgestellt, dass so dieser Wunsch, immer alles, was passiert ist,
              1:08:54–1:08:57
              abzudecken und auch in den Shownotes irgendwie zu besprechen,
              1:08:57–1:09:00
              auf der einen Seite ein sehr guter ist.
              1:09:00–1:09:03
              Auf der anderen Seite ist es so, dass wir die großen Themen,
              1:09:03–1:09:06
              die wir am Anfang machen, manchmal schon noch ein bisschen tiefer irgendwie
              1:09:06–1:09:10
              aufgreifen wollen würden. Und um uns den Raum dafür zu schaffen,
              1:09:10–1:09:15
              werden wir jetzt zunächst mal zweiwöchig podcasten.
              1:09:15–1:09:17
              Wir müssen auch für uns selber mal so ein bisschen ausprobieren,
              1:09:18–1:09:21
              wie das sich anfühlt, wie wir damit irgendwie dann zurechtkommen.
              1:09:21–1:09:25
              Wir hatten das in der Sommerpause schon mal, aber wir werden jetzt auf jeden
              1:09:25–1:09:28
              Fall mal die ersten Monate des neuen Jahres das so machen.
              1:09:28–1:09:31
              Ihr könnt uns auch gerne dazu schreiben, wie ihr das dann findet.
              1:09:31–1:09:36
              Also wenn wir damit mal losgelegt haben, wie sich der Podcast für euch dadurch
              1:09:36–1:09:40
              verändert, ob ihr das positiv findet oder ob ihr den wöchentlichen Rhythmus vermisst.
              1:09:40–1:09:44
              Und dann werden wir wahrscheinlich so, keine Ahnung, April oder so schreiben
              1:09:44–1:09:46
              wir uns jetzt nicht irgendwie dick in den Kalender, sondern gehen auch so ein
              1:09:46–1:09:47
              bisschen nach dem Bauchgefühl.
              1:09:47–1:09:51
              Mal gucken, wie war das denn jetzt die letzten Monate, spätestens wahrscheinlich
              1:09:51–1:09:54
              zum Ende der Saison und dann mal überlegen, wie wir weitermachen.
              1:09:55–1:10:00
              Genau, das ist hier so der Plan. Das heißt, wir hören uns in zwei Wochen wieder
              1:10:00–1:10:03
              und freuen uns schon darauf und haben uns heute auch sehr darüber gefreut,
              1:10:04–1:10:06
              hier wieder zusammen zu podcasten.
              1:10:06–1:10:11
              Yes, dann macht's mal gut und bis in zwei Wochen.

              Der Beitrag #73 Wir sind zurück! erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

              1 hr 12 min
            • #72: Druck auf Fans

              In Duisburg werden Marina Hegering, Merle Frohms und Alexandra Popp verabschiedet. Wir schauen auf den Rahmen, fragen uns, ob die Abschiedsspiele wirklich abgeschafft sind und warum und blicken in die Zukunft der DFB-Elf. Außerdem sprechen wir über die Gefahr, die Fanprojekten, aber auch Fans insgesamt droht und besprechen, wieso sich manche Anhänger*innen womöglich auf der falschen Seite der Diskussion einsortieren.

              Unser Blick geht gleich mehrfach auf die Insel, wo ein neuer TV-Vertrag ausgehandelt wurde und die Women in Football an einem neuen Fußballgesetz maßgebliche Mitwirkung schaffen. Außerdem: Die Verletztenrate in den Topligen (m) steigt und Deutschland ist in einem Punkt sogar führend, beim SV Meppen werden zum Saisonende Stühle gerückt und die UEFA hat eine neue Strategie für den Fußball der Frauen veröffentlicht.

              Der Kackspecht geht an alles rund um den Ballon d’Or. Nicht nur, dass die Verleihung erneut stattfindet, wenn die Frauen Nationalspiele haben, nein, Real Madrid blamiert sich auch noch so gut es eben geht und anschließend werden spanische Fußballerinnen unsichtbar gemacht. Diese Veranstaltung kann dann jetzt auch einfach mal weg.

              Becker & Pfeiffer is a labor of love, aber wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und unsere Bolztribüne mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

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              Shownotes/Links/Quellen
              • Die ersten DFB-Spiele mit Bundestrainer Christian Wück
                https://www.90min.de/kommentar-zum-traumstart-unter-wuck-frischer-wind-in-den-dfb-segeln
              • Alex Popp wünscht sich, dass die nachfolgende Spielerinnen-Generation sich zu sportpolitischen Themen äußert und Druck macht
                https://www.soccerdonna.de/de/popp-mahnt-druck-ausueben-mund-aufmachen/news/anzeigen_14659.html
              • Die Mitarbeitenden des Fanprojekts Karlsruhe sind verurteilt worden, es geht in die nächste Instanz
                https://www.sueddeutsche.de/sport/urteil-fanprojekt-prozess-karlsruhe-mitarbeiter-folgen-li.3138230
              • ZIS stellt neue Zahlen vor und es ist wichtig, auf eine entscheidende Verzerrung hinzuweisen
                https://lzpd.polizei.nrw/artikel/zis-jahresbericht
                https://sid.de/news/sicherheit-bericht-sieht-verschlechterung-im-fussball/
              • Neuer TV-Vertrag in England, der mehr Zweitligaspiel im TV ermöglicht
                https://www.theguardian.com/football/2024/oct/30/wsl-agrees-record-65m-domestic-five-year-tv-deal-with-sky-sports-and-bbc 
              • Verletztenrate in Europas Topligen steigt erneut: Bundesliga mit einer Verletzung alle 52 Minuten weit über dem Schnitt
                https://www.howdengroupholdings.com/reports/2023-24-mens-european-football-injury-index
                https://sid.de/news/studie-verletzungsrate-in-europas-top-ligen-steigt-erneut/
              • DFB und DFL stärken mit neuer Vereinbarung die Talententwicklung in den NLZs: Anpassung der Ausbildungsentschädigung für Wechsel bis U15
                https://www.dfb.de/news/dfl-und-dfb-staerken-die-talententwicklung-in-den-leistungszentren
              • Strategiepapier für die EM 2025 in der Schweiz benennt drei Kernpunkte
                https://www.uefa.com/news-media/news/0292-1c2a73272e30-3fe81021ab0b-1000–uefa-women-s-euro-2025-ticket-holders-to-be-offered-free-p/
              • SV Meppen: Maria Reisinger und Markus Lohle hören am Saisonende auf
                https://www.svmeppen.de/post/untitled-38
              • Women in Football erreichen die Aufnahme von EDI-Vereinbarungen in der neuen Football Governance Bill
                https://www.gov.uk/government/publications/football-governance-bill-2024-supporting-documents
                https://www.instagram.com/p/DBgaz_WsyLx/
              • Der DOSB veröffentlicht einen Safe Sport Code
                https://www.dosb.de/sonderseiten/news/news-detail/news/gegen-gewalt-im-sport-dosb-stellt-safe-sport-code-vor-1
                Athleten Deutschland reagiert mit Lob und Kritik
                https://www.instagram.com/p/DBeKnZBs9oD/
              • Wenger to lead FIFA taskforce on player welfare
                https://www.bbc.com/sport/football/articles/ckgv9e4yxdko
              • Vertrag über Bildrechte für Les Bleues
                https://www.ouest-france.fr/sport/football/equipe-de-france-feminine/equipe-de-france-feminine-la-fff-et-les-bleues-signent-une-convention-pour-les-droits-a-limage-e92d0bcc-908f-11ef-83a4-0ededa6d6967
              • IFAB testet Acht-Sekunden-Regel für Torhüter*innen
                https://sid.de/news/ifab-testet-acht-sekunden-regel-fuer-torhueter/
              • FIFPRO erhält einen Sitz im UEFA ExCo – aber erstmal nur beratend
                https://www.reuters.com/sports/soccer/uefa-fifpro-sign-partnership-agreement-2024-10-29/
              • UNSTOPPABLE: New UEFA strategy focused on the future of the women’s game
                https://www.nytimes.com/athletic/5884953/2024/10/30/uefa-womens-football-strategy/
              • EM-Qualifikation: Die 1. Playoff-Runde ist gespielt
                https://de.uefa.com/womenseuropeanqualifiers/news/028f-1b67c03c97da-cfcd139aad20-1000–die-play-off-paarungen-der-women-s-european-qualifiers/
              • Aufgrund des Unwetters in Spanien wurden Partien abgesagt
                https://sid.de/news/unwetterkatastrophe-in-spanien-auch-ligaspiele-abgesagt/
              • Im DFB-Pokal der Juniorinnen sind die Achtelfinals zeitgenau angesetzt
                https://www.dfb.de/news/dfb-pokal-der-juniorinnen-achtelfinale-zeitgenau-angesetzt
              • Lese- und Hörempfehlungen
                Untersuchung: Konsumverhalten im Fußball der Männer/Frauen im Vergleich
                https://www.umfrageonline.ch/c/febzaih3
                Historie: Schöne Insta-Aufbereitung zur Copa 1971
                https://www.instagram.com/p/C8ZRPbCu_Sw/
                Ende Legende: Sportclub mit Alexandra Popp (von Inka Blumensaat)
                https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/sportclub/Sportclub-Story-Alexandra-Popp-Ende-Legende,sendung1484004.html
                Anna Patten and the granddad who inspired her switch to Ireland
                https://www.nytimes.com/athletic/5865889/2024/10/25/anna-patten-ireland-interview/
                What it’s like to vote for Ballon d’Or Feminin: The Athletic’s Steph Yang shares some insight
                https://www.nytimes.com/athletic/5880978/2024/10/28/ballon-dor-2024-women-fifa-voting/
                Does height matter?
                https://www.nytimes.com/athletic/5866730/2024/10/25/footballer-height-how-important-is-it/
                Empfehlungen BOLZTRIBÜNE/eigene Texte & Podcasts
                Annika schreibt über das Revierderby (f) zwischen S04 und dem BVB
                https://bolztribuene.de/2024/10/28/erstes-revierderby-f-zwischen-schalke-und-dortmund-im-parkstadion/
                Mara schreibt über Alexandra Popp
                https://bolztribuene.de/2024/10/28/abschied-der-dfb-kapitaenin-alexandra-popp-am-ende-maerchenhaft/
                Annika schreibt über den Abschied von Hegering, Frohms und Popp
                https://bolztribuene.de/2024/10/28/cya-mates-hegering-frohms-und-popp-verabschieden-sich-aus-der-nationalelf/
                Fanprojekte unter Druck: Maras web.de-Kolumne
                https://web.de/magazine/sport/fussball/fanprojekte-druck-gegenteil-wertschaetzung-40292108
                Karolin Heckemeyer in Flutlicht an! zu Geschlecht als unzureichender Kategorie
                https://meinsportpodcast.de/flutlicht-an-im-gespraech-mit-der-wortpiratin/karolin-heckemeyer-geschlecht-ist-eine-unzureichende-kategorie
              • Transkription der Episode anzeigen

                Der Beitrag #72: Druck auf Fans erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

                1 hr 34 min
              • #71: Wo geht's hin?

                Ohne, dass wir es so geplant hatten, drehen sich die großen Themen der Sendung diesmal alle um Entwicklungen im Fußball der Frauen. Wir besprechen die Sanktionen der NWSL gegen Angel City und wie die Fans damit umgehen. Außerdem beschäftigen wir uns mit dem ersten Wückschen DFB-Kader und der Terminierung der U23-Spiele.

                Mit Blick nach England reden wir über den Rücktritt von Jonas Eidevall bei Arsenal und differenzieren zwischen notwendigem Protest auch der Fans gegen mutmaßliches Fehlverhalten sowie toxischen Kommentaren vor allem in den sozialen Medien. Mit einem großen CW [sexualisierte Gewalt] ist der nächste Block versehen: Ronnie Gibbons spricht mit The Athletic über das, was sie als junge Kapitänin von Fulham FC durch Mohamed Al Fayed erleiden musste.

                Die Blitznews sind picke-packe-voll, unter anderem mit dem „Sicherheitsgipfel“, bei dem Fans nicht erwünscht waren, Leverkusens erneutem Einspruch und Alkoholexperimente in der Zweiten Liga (f) in England. Den Kronenkranich verleihen wir über 100 Fußballerinnen, die der FIFA den Mittelfinger zeigen (vor der Aufnahme waren es 106, danach bereits 108, die Zahl steigt).

                Becker & Pfeiffer is a labor of love, aber wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und unsere Bolztribüne mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

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                Shownotes/Links/Quellen
                • Fördergenossenschaft von Schalke 04
                  https://schalke04.de/verein/genossenschaft-auf-schalke/
                • Der erste DFB-Kader unter Christian Wück
                  https://www.dfb.de/news/wueck-nominiert-erstmals-hoffmann-und-graewe-fuenf-rueckkehrerinnen-dabei
                • Die NWSL hat Angel City FC drei Punkte abgezogen wegen Verstößen gegen den Salary Cap
                  https://www.nytimes.com/athletic/5816876/2024/10/03/angel-city-fc-fine-salary-cap-violation/
                  https://www.nwslsoccer.com/news/nwsl-announces-disciplinary-action-against-angel-city-fc-for-salary-cap-violation
                  https://www.instagram.com/p/DBHo0r5JM7T
                  https://www.nytimes.com/athletic/5827745/2024/10/08/angel-city-salary-cap-violation-was-revealed-by-former-player-nwsl-commissioner/
                  https://www.nytimes.com/athletic/5845235/2024/10/15/angel-city-nwsl-santions-salary-cap/
                • Der Rücktritt von Jonas Eidevall bei Arsenal und wie darüber gesprochen wird
                  https://www.nytimes.com/athletic/5849520/2024/10/17/jonas-inside-arsenal-exit-inside/
                  In diesem Kontext daher etwas merkwürdiges Statement von She’s a Baller
                  https://www.instagram.com/p/DBRelhdNqFe/
                  Jess Parker für The Athletic dazu, wie sich Fandom im FdF verändert
                  https://www.nytimes.com/athletic/5841114/2024/10/14/arsenal-jonas-eidevall-wsl-briefing/ 
                • [CW sexualisierte Gewalt] Vorwürfe von Ronnie Gibbons gegen Mohamed Al Fayed
                  https://www.instagram.com/reel/DBVgOxLNj1c/
                  https://www.nytimes.com/athletic/5851577/2024/10/18/mohamed-al-fayed-harrods-fulham-ronnie-gibbons/
                  Gaute Haugenes war damals Trainer bei Fulham. Er hat nach der VÖ der BBC-Doku gesagt: “To be honest it’s not the biggest surprise.”
                  https://www.stalbansreview.co.uk/news/national/24600269.fulham-protected-players-mohamed-al-fayed-former-manager-says/
                  PR-Mann im Verein war damals Max Clifford, der seinerseits 2014 zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde wegen sexualisierter Gewalt
                  https://www.bbc.com/news/uk-27259318
                  Die BBC-Doku zu Vorwürfe der Mitarbeiterinnen
                  https://www.bbc.co.uk/iplayer/episode/m0023ff5/al-fayed-predator-at-harrods
                • Leverkusen legt schon wieder Einspruch gegen die Entscheidung des Sportgerichts in Sachen Wiederholung der Partie gegen Freiburg ein
                  https://www.kicker.de/wiederholungsspiel-leverkusen-geht-in-berufung-1060480/artikel
                • Unsere Kurve kritisiert im Vorfeld des Sicherheitsgipfels “Gewalt im Fußball”, dass dieser ohne Fanvertretung stattfindet
                  https://www.unserekurve.de/blog/stellungnahme-von-unsere-kurve-e-v-vor-dem-sicherheitsgipfel-am-18-10-2024/
                  DFB und DFL mit einer gemeinsamen Meldung zu den Ergebnissen
                  https://www.dfb.de/news/austausch-zwischen-innen-und-sportpolitik-sowie-fussballverbaenden-zur-stadionsicherheit-gemeinsame-kommission-unter-fanbeteiligung-vereinbart
                  Zwei Kommissionen werden in der Folge gebildet
                  https://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-fans-gewalt-stadion-sicherheit-lux.ANyqk6P5bv26VkkcYTBXwL
                  Keine Bewegung beim Thema Pyrotechnik, im Gegenteil
                  https://www.kicker.de/pyrotechnik-in-fussballstadien-weiterhin-verboten-1060299/artikel
                • Sachsens Innenminister Schuster stellt die Arbeit der Fanprojekte infrage
                  https://www.kicker.de/schusters-aussagen-zu-den-fanprojekten-sorgen-fuer-verwunderung-1060742/artikel
                • Polizei sucht Hotels in Hannover nach S04 Ultras ab
                  https://www.faszination-fankurve.de/news/87643/polizei-sucht-hotels-erneut-nach-schalker-ultras-ab
                • Der Prozess gegen drei Mitarbeiter*innen des Fanprojekts Karlsruhe ist am 15. Oktober weitergegangen und wird nun fortgesetzt am 28. Oktober
                  https://www.ka-news.de/region/karlsruhe/kein-urteil-prozess-gegen-mitarbeiter-des-ksc-fanprojekts-geht-in-die-zweite-runde-art-3244021
                  Mit Sophia Gerschel war eine der Angeklagten anwesend
                  https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/pyrotechnik-prozess-fanprojekt-karlsruhe-ksc-amtsgericht-102.html
                • Wolfsburg-Fans (m) mit Tapeten in Sachen Kevin Behrens
                  https://bsky.app/profile/miriamk86.bsky.social/post/3l6xnf4ciey26
                • Die Fritz-Walter-Medaillen 2024 wurden vergeben
                  https://www.dfb.de/news/diese-spielerinnen-erhalten-die-fritz-walter-medaille
                • Schweizer Super-League-Fußballerin wegen Dopings für zwölf Monate gesperrt
                  https://www.blick.ch/sport/fussball/frauen-fussball/womens-super-league/anwendung-verbotener-substanz-super-league-fussballerin-fuer-zwoelf-monate-gesperrt-id20240246.html
                • Kritik an Alisha Lehmann für ihren Werbedeal mit einem Glückswettenanbieter
                  https://www.blick.ch/sport/fussball/frauen-fussball/frauen-nati/in-der-schweiz-auf-sperrliste-harte-kritik-an-lehmann-fuer-gluecksspiel-werbung-id20227737.html
                • In England wird bei zwei noch festzulegenden Vereinen in der 2. Liga der Frauen eine Probephase starten, in der Alkohol im Stadion erlaubt ist
                  https://www.reuters.com/sports/soccer/alcohol-stands-games-be-trialled-womens-second-tier-england-2024-10-17/
                  Frage, wieso man das Thema jetzt überhaupt aufmacht, gerade, wenn man die neuesten Erkenntnisse der WHO betrachtet
                  https://news.un.org/en/story/2024/07/1152516
                • Die NWSL wird erweitert, ein neues Franchises kommt aus Boston und sollte den Namen und die Farben vorstellen, aber es war eine ziemliche Shitshow
                  https://www.instagram.com/p/DBMYv_Yp5kd/
                  https://apnews.com/article/boston-nwsl-soccer-team-transgender-8031b3bf24f1c75bb2ddbedd66916c2d
                • Therese Sjögran wird Manchester Citys neue Direktorin für den FdF und damit Nachfolgerin des im Juni zurückgetretenen Nils Nielsen
                  https://www.nytimes.com/athletic/5849827/2024/10/17/man-city-women-therese-sjogran/
                • Die Frauen des MSV Duisburg suchen dafür Spielerinnen für den Start in der Niederrheinliga
                  https://www.instagram.com/p/DBPctg5tDR1/ 
                • Lese- und Hörempfehlung
                  Nick Kassner schaut in “Fußballfrequenz” auf das Urteil zum BKA-Gesetz “Datei Gewalttäter Sport”
                  https://fussballfrequenz.de/podcast/ueber-das-urteil-zum-bka-gesetz-datei-gewalttaeter-sport/
                • Josimar Football in Zusammenarbeit mit Bellingcat berichtet über Wetten auf Teams, die gar nicht existieren
                  https://josimarfootball.com/2024/10/21/childs-play/ 
                • Anja, Josi und Tabea suchen das Glück: Mittag’s bei Henning
                  https://mittags-bei-henning.podigee.io/82-82-wie-viel-davon-ist-gluck
                • Annikas “Lieblings”-Sportskandal dieses Jahr: Der Vorwurf an King Conker David Jakins (81), er habe beim Kastanienwerfen betrogen
                  https://www.theguardian.com/sport/2024/oct/20/king-conker-cleared-of-cheating-at-world-conker-championships
                • Sport Inside mit Nora Hespers und Chaled Nahar zum vollen Fußball-Terminkalender
                  https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/podcast/weltweit/fsk0/318/3187822/3187822_59405749.mp3
                • Jonathan Wilson: Refereeing conspiracy theories are nonsense but stem from valid fears
                  https://www.theguardian.com/football/2024/oct/21/refereeing-conspiracy-theories-are-nonsense-but-stem-from-valid-fears
                • Kronenkranich der Woche: 106 Spielerinnen zeigen der FIFA den Mittelfinger
                  https://athletesoftheworld.org/fifa-x-saudi-aramco
                  https://www.bbc.com/sport/football/articles/c39l89dv90zo
                  https://sid.de/news/brandbrief-an-die-fifa-mittelfinger-fuer-den-frauenfussball/
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                  Der Beitrag #71: Wo geht’s hin? erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

                  1 hr 38 min
                • #70: Dosendilemma

                  Fast hätten wir Kevin Behrens für seine homofeindlichen Aussagen den Kackspecht der Woche verliehen. Aber Jürgen Klopp hat ihn noch überflügelt. Dazu wundern wir uns über das laute Schweigen der Branche und fragen, warum nicht intensiver darüber gesprochen wird, wie problematisch die Red Bull GmbH und ihr Haussender „Servus TV“ sind.

                  In den Themen geht es um die nächste Wendung in Sachen Professionalisierung der Frauen: Wir regen uns eventuell ein wenig über das Schneckenrennen auf. Und wieso spielt eigentlich die 2. Liga scheinbar so gar keine Rolle in den Überlegungen? (Oder doch? Immerhin ist ja alles sau geheim.) Außerdem schauen wir auf den Titelkampf der Frauen-Bundesliga.

                  In den Blitznews geht’s nach Frankreich und vor Gericht, hinter verschlossene Flughafentüren, ans Ende von Karrieren und zu Länderspielen der Frauen. Und natürlich gratulieren wir den Gewinnern der diesjährigen Preise der Deutschen Akademie für Fußballkultur. Sehen wir uns bei der Gala?

                  Becker & Pfeiffer is a labor of love, aber wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und unsere Bolztribüne mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

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                  Shownotes/Links/Quellen
                  • Mainz 05 ist Meister im Amputierten-Fußball
                    https://www.swr.de/sport/fussball/mainz05-deutscher-meister-2024-amputiertenfussball-100.html
                  • Chronik 2022: Die Idee einer Ausgliederung der Frauen aus dem DFB
                    https://www.deutschlandfunk.de/frauenfussball-bundesliga-mehr-aufmerksamkeit-durch-100.html
                    Reform: Aber wie? (aus dem April 2024)
                    https://jungle.world/artikel/2024/10/frauenfussball-reform-aber-wie
                    Die Meldung der Vereine zu GbR und Taskforce
                    https://www.scfreiburg.com/aktuell/nachrichten/frauen-maedchen/2024/25/news/frauen-bundesligisten-intensivieren-zusammenarbeit/
                  • Die Preisträger 2024 der Deutschen Akademie für Fußballkultur
                    https://www.kicker.de/spruch-buch-fans-alle-weiteren-preistraeger-2024-1059047/artikel
                  • Nigeria will das Qualifikationsspiel gegen Libyen zum Afrika-Cup (m) boykottieren
                    https://www.spiegel.de/sport/fussball/afrika-cup-nigeria-will-nach-anreisechaos-spiel-gegen-libyen-boykottieren-a-3125df2e-8a11-4c0d-b191-fcb04bcf1cad 
                  • Paris FC: Red Bull und Multimilliardär Bernard Arnault soll laut Berichten der Agentur AFP den Verein den Paris FC übernehmen
                    https://www.businessinsider.de/wirtschaft/milliardaer-und-reichster-mensch-der-welt-will-mit-red-bull-pariser-fussballclub-kaufen/
                    Warum Ultras nur so halb alarmiert sind
                    https://www.sport1.de/news/fussball/2024/10/wermutstropfen-ist-red-bull-paris-ultra-alarmiert
                  • Amandine Henry beendet internationale Karriere im französischen Nationalteam
                    https://www.instagram.com/p/DBEfz_nsmfx/ 
                    Nachreichung: Laurent Bonadei ist der neue Cheftrainer des. frz. Nationalteams der Frauen
                    https://www.fff.fr/article/13051-laurent-bonadei-nomme-selectionneur-des-bleues.html
                    https://www.lefigaro.fr/sports/football/foot-f-les-bleues-recrutent-le-preparateur-mental-thomas-sammut-20240919 
                  • Publikumsrekord: Sunderland gegen Newcastle in der Women’s Championship setzte einen neuen Publikumsrekord für Englands 2. Liga
                    https://www.theguardian.com/football/2024/oct/13/newcastle-and-sunderland-striving-to-give-wsl-north-eastern-outpost
                    https://www.instagram.com/p/DBEvehWu8Dj/
                    https://www.dfb.de/news/doppelpack-dina-orschmann-union-stuermt-an-die-spitze 
                  • DFB gibt zwei weitere Länderspieltermine der Frauen genau bekannt
                    https://www.dfb.de/news/frauen-laenderspiele-in-bochum-und-zuerich 
                  • Sophia Kleinherne in der Frankfurter Rundschau: „Ich will wieder zu der Spielerin werden, die ich mal war“
                    https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/im-tunnel-zum-alten-ich-93352881.html 
                  • Urteil des EuGH in Sachen Lassana Diarra verständlich erklärt
                    https://www.derstandard.de/story/3000000240355/eugh-gegen-fifa-was-das-diarra-urteil-fuer-den-fussball-transfermarkt-rechtlich-bedeutet
                    Die Gewerkschaft FIFPRO hatte Diarra unterstützt und zeigt sich erfreut
                    https://fifpro.org/en/supporting-players/obtaining-justice/governance-and-representation/fifpro-statement-decision-of-european-court-of-justice
                  • Die FIFPRO hat Beschwerde bei der EU in Brüssel eingereicht wegen des übervollen Spielkalenders, konzentrieren sich zunächst auf den der Männer
                    https://fifpro.org/en/who-we-are/what-we-do/foundations-of-work/player-unions-and-leagues-file-complaint-to-european-commission-over-fifa-s-imposition-of-international-match-calendar
                  • Homofeindliche Äußerung von Kevin Behrens, er soll sich geweigert haben, ein Pride-Sonder-Trikot des Vereins zu signieren
                    https://www.queer.de/detail.php?article_id=51292
                    https://www.kicker.de/der-fall-behrens-so-etwas-sollte-sich-nicht-wiederholen-1058114/artikel 
                  • Bibiana Steinhaus-Webb ist neue “Head of Women’s Refereeing” bei der FIFA
                    https://inside.fifa.com/technical/refereeing/news/bibiana-steinhaus-webb-joins-fifa-as-head-of-womens-refereeing
                  • Lese-, Hör- und Veranstaltungsempfehlungen
                    Felicia Mutterer spricht in Sports Idols mit Almuth Schult über Fußball in den USA vs. Deutschland und Investor*innen vs. Vereine
                    https://open.spotify.com/episode/2bKIv11liGGwNLFkhGvkcY
                    Andreas Rüttenauer für die TAZ über die Vergabe des Julius-Hirsch-Preises, die schwierigen Bedingungen der Preisträger*innen und ihre Forderungen
                    https://taz.de/DFB-Auszeichnung-fuer-Fans-und-Vereine/!6039799/ 
                    Maggie Murphy im Offside Rule Podcast
                    https://podcasts.apple.com/gb/podcast/maggie-murphy-talks-the-business-of-womens-football/id471250334?i=1000672494727 
                    Doppelfolge Grüner Einwurf mit Jenny Amann und Maxi Rieger zum Thema Nachhaltigkeit bei der EM 2024 und in der Bundesliga (m)
                    https://www.podcast.de/episode/643644706/20-ueber-die-nachhaltigkeit-der-fussball-em-2024-im-gespraech-mit-maximilian-rieger-freier-journalist-jenny-amann-doktorandin-universitaet-loughborough
                    https://www.podcast.de/episode/643730363/20-ueber-den-stand-der-nachhaltigkeit-in-der-bundesliga-im-gespraech-mit-maximilian-rieger-jenny-amann-teil-2 
                    “Einfach Fußball” hat Andreas Rettig zu Gast und wie der rumlaviert in Sachen Klopp und Red Bull ist auf eine cringe Art hörenswert
                    https://www.ardaudiothek.de/episode/wdr-2-einfach-fussball/spezial-andreas-rettig-der-klopp-deal-hat-uns-ueberrascht/wdr-2/13782091/
                    Petra Tabarelli ist zu Besuch im Podcast “Nachholspiel” und spricht über das erste Fußballspiel in Deutschland und Missverständnisse in Sachen Koch
                    https://open.spotify.com/episode/0td9SuEicyFvPZkXWpBzxp
                    Live-Tipp: Biopic “Marinette” am 15.10. im Cinemayence, anschließend Diskussion zu “Fußball der Frauen damals und heute
                    https://www.institutfrancais.de/de/mainz/event/marinette-26078#/
                  • Kackspecht der Woche: Jürgen Klopp. “Die ganze Idee ist eine Fußballidee, keine Geldidee. Und ich mag das.” (Video von 2022)
                    https://www.sport1.de/tv-video/video/das-sagte-klopp-vor-zwei-jahren-ueber-red-bull__146A1920-BF3E-4D63-9642-B1003591C606
                    Christoph Kessel, bekannt als Meenzer on Tour, hat in seinem Blog pointiert zusammengetragen, wofür RaBa steht
                    https://www.meenzer-on-tour.de/blog/im-schatten-der-dos/
                    1. Allein zwischen 2007 und 2018 sind neun Athleten gestorben bei Extremsportveranstaltungen, die RaBa ausgerichtet hat
                    https://www.deutschlandfunkkultur.de/red-bull-und-der-sport-lebensgefaehrliches-marketing-eines-100.html
                    Eine Studie aus dem Jahr 2024 kommt zu dem Schluss, dass Energy Drinks bei regelmäßigen Konsum das Risiko von Herzkrankheiten steigern
                    https://www.brisant.de/gesundheit/ernaehrung/energy-drink-gefaehrlich-102.html
                    Der deutsche RaBa-Ableger hat 23 stimmberechtigte Mitglieder und 750 nicht stimmberechtigte Fördermitglieder
                    https://rblive.de/news/mitgliederversammlung-so-viele-mitglieder-hat-rb-leipzig-aktuell-3805701
                    Die problematische Vorgehensweise von Servus TV
                    https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/servustv-der-sender-der-querdenker,SxWRcVg
                  • Transkription der Episode anzeigen

                    Der Beitrag #70: Dosendilemma erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

                    1 hr 25 min
                  • #69: Ende einer Ära

                    In Duisburg hat Alexandra Popp besondere Spiele erlebt: Sie ist dort nicht nur beim FCR zur Bundesligaspielerin gereift, sondern hat in der Stadt auch ihren ersten Länderspieleinsatz als A-Nationalspielerin gegen Nordkorea erlebt. Und die schwierige, erste Partie im DFB-Dress nach dem Tod ihres Vaters. Am 28. Oktober nimmt die Kapitänin nun just in Duisburg gegen Australien ihren Abschied aus der Nationalelf. Darüber sprechen wir heute.

                    In den Blitznews schauen wir auf Silke Sinning, die als neue Präsidentin des Hessischen Fußballverbandes die erste Frau (!) an der Spitze eines Fußball-Landesverbandes ist. Wir stellen euch den Kurs „E-Sporttasche“ von „Klischeefrei im Sport“ vor, freuen uns über Tabea Sellners Comeback nach der Geburt ihres Kindes und reden über die Genossenschaft des FC St. Pauli. Der Kronenkranich geht an Alex Popp, denn: An wen auch sonst?

                    Becker & Pfeiffer is a labor of love, aber wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und unsere Bolztribüne mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

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                    Shownotes/Links/Quellen
                    • Alexandra Popp beendet ihre Karriere im Nationalteam
                      https://www.dfb.de/news/popp-beendet-karriere-in-der-nationalmannschaft
                      https://www.dfb.de/news/alex-popp-im-dfb-trikot-mit-kopf-und-koepfchen
                    • Die Gruppenphase der Champions League ist ausgelost
                      https://de.uefa.com/womenschampionsleague/draws/
                    • Silke Sinning ist neue Präsidentin des Hessischen Fußballverbandes und die erste Frau an der Spitze eines Fußball-Landesverbandes
                      https://www.hessenschau.de/sport/fussball/erste-frau-an-der-spitze-silke-sinning-fuehrt-hessischen-fussball-verband-v1,sinning-102.html
                    • Learning-Kurs E-Sporttasche von “Klischeefrei im Sport”
                      https://www.klischeefrei-sport.de/e-sporttasche
                    • (Teil-)Erfolg für DAZN im Streit mit der DFL: Schiedsgericht gibt der Klage gegen die Vergabe des Rechtepakets B teilweise statt
                      https://www.bundesliga.com/de/bundesliga/news/medienrechte-vergabe-rechtepaket-b-29061
                      https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/bundesliga-tv-rechte-vergabe-muss-wiederholt-werden-ein-teilsieg-fuer-dazn-110005039.html
                    • Stipendium des BDFL für Trainerinnen geht in die 3. Auflage: Ziel ist die Förderung weiblicher Talente
                      https://www.bdfl.de/ueber-uns/stipendium-fuer-trainerinnen.html
                    • Christine Sinclair beendet ihre Karriere nach der Saison 2024 komplett, war bisher nur aus der N11 zurückgetreten
                      https://www.espn.com/soccer/story/_/id/41474053/christine-sinclair-retires-canada-star-play-season-end 
                    • Ann-Katrin Berger verlängert bei Gotham FC bis 2026. Vertrag wäre sonst demnächst ausgelaufen.
                      https://nypost.com/2024/09/27/sports/gotham-fc-sign-goalie-ann-katrin-berger-to-long-term-contract/ 
                    • Tabea Sellner gibt ihr Comeback für Wolfsburg nach Geburt ihres Kindes im April
                      https://www.ndr.de/sport/fussball/VfL-Wolfsburg-Sellner-feiert-Traum-Comeback-nach-Babypause,wolfsburg20038.html 
                    • Union Berlin hat den Vertrag mit Cheftrainerin Ailien Poese verlängert, keine Angaben zur Laufzeit. Übernahm das Team 2022 in der Regionalliga.
                      https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2024/09/sport-fussball-frauen-union-berlin-verlaengerung-vertrag-trainieren-poese.html 
                    • Giorgio Chiellini investiert sechsstellige Summe in Mercury/13, das Multi-Clu-Ownership-Netzwerk für den FdF
                      https://www.nytimes.com/athletic/5791927/2024/09/25/giorgio-chiellini-womens-soccer-investment/ 
                    • St. Pauli gründet Genossenschaft (bereits im Juni) und informiert nun erst Mitglieder und dann die Öffentlichkeit
                      https://fcspeg.com/
                      MT105: FCSP Genossenschaft
                      https://millernton.de/2024/09/27/mt105-fcsp-genossenschaft/
                    • Noch immer kein Tarifvertrag in Frankreich
                      https://www.forbes.com/sites/assiletoufaily/2024/09/18/no-collective-agreement-in-the-french-womens-soccer-championships/
                      Dazu auch ein Artikel aus dem Guardian zur Situation in Bordeaux
                      https://www.theguardian.com/football/2024/sep/25/what-happened-to-bordeaux-womens-team-moving-the-goalposts
                    • LESE-Empfehlungen
                      Die Frauen-Bundesliga bald ohne DFB?
                      https://www.sportschau.de/fussball/frauen-bundesliga/die-frauen-bundesliga-bald-ohne-dfb,frauen-fussball-bundesliga-vorbericht-spieltag-vier-unabhaengigkeit-dfb-wsl-fa-100.html
                      Der monatliche Newsletter von The Well HQ
                      https://www.thewell-hq.com/newsletter/september-everybody-needs-good-neighbours/
                      Danny empfiehlt im Übersteiger-Blog Maras 05-Krimis mit einer sehr liebevollen Rezension
                      https://blog.uebersteiger.de/2024/09/30/zwei-buecher-fussball-krimis-aus-mainz/
                      Franzi Blendin mit einem Interview zum “Homeless World Cup”
                      https://bolztribuene.de/2024/09/24/homeless-world-cup-2024-interview/
                    • HÖR-Empfehlungen
                      Frauen. Fußball. Podcast: Jenas Trainer Florian Kästner im Interview
                      https://open.spotify.com/episode/1cY8VMGUggaim6mQkXnTA8
                      Sport Inside: Nora Hespers im Gespräch mit Matthias Wolf zu der fehlenden Abgrenzung von Alemannia Aachen zu Rechtsextremen
                      https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/sport-inside/alemannia-aachen—mit-rechtsextremen-hooligans-in-liga-drei-104.html
                    • VERANSTALTUNGEN
                      Auf dem Spielfeld: Perspektiven junger Pionier*innen für nachhaltigen Sport
                      8. November in Köln, LAG 21
                      https://www.lag21.de/termine/details/auf-dem-spielfeld-perspektiven-junger-pionier-innen-fuer-nachhaltigen-sport/
                    • Die Nominierten zum Fußballbuch des Jahres 2024
                      https://www.fussball-kultur.org/artikel/wer-wird-fussballbuch-des-jahres-2024
                      Alexandra Popp (mit Mara Pfeiffer): Dann zeige ich es euch eben auf dem Platz
                      https://www.droemer-knaur.de/buch/alexandra-popp-dann-zeige-ich-es-euch-eben-auf-dem-platz-9783426217986
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                      Der Beitrag #69: Ende einer Ära erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

                      1 hr 1 min
                    • #68: Lage der Liga

                      „Fußball kann mehr“ hat in der Vorsaison bei den Männer-Clubs der 1. und 2. Liga nachgefragt, wie es auf verschiedenen Führungsebenen mit der Frauenquote sowie der Diversität allgemein aussieht. Von 36 Vereinen haben 32 geantwortet – und das Ergebnis ist wenig überraschend: Es mangelt an allem, was nicht männlich, weiß und mittelalt mit Wirtschaftsstudium ist.

                      Dass die Zahlen vorliegen, ist wichtig, dass sie künftig jährlich erhoben werden sollen, auch. Wie die Theken-Günthers der Nation darauf reagieren? Shooting the Messenger, wie immer. Dafür gibt’s den Kackspecht, mit Ausrufezeichen.

                      Daneben sprechen wir ausführlich übers Montagsspiel der Bayern gegen die TSG Hoffenheim und einen Bericht des ZDF, wonach die Erstligistinnen eine Agentur beauftragt haben, Unabhängigkeit vom Verband zu prüfen. In den Blitznews geht es unter anderem um den neuen Vertrag von Aitana Bonmatí, die U20-Weltmeisterinnen aus Nordkorea und die Abstimmung zum Prix de Courage des Beobachters.

                      Becker & Pfeiffer is a labor of love, aber wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und unsere Bolztribüne mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

                      Becker & Pfeiffer

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                      Shownotes/Links/Quellen
                      • Fußball kann mehr mit dem Bericht zur “Lage der Liga”
                        https://fussballkannmehr.de/lage-der-liga-der-fkm-jahresbericht
                      • Laut ZDF haben die Vereine eine Agentur beauftragt, um Unabhängigkeit vom Verband oder “zumindest eine eigenständige Vermarktung” zu prüfen
                        https://www.zdf.de/sport/sportstudio-reportage/fussball-frauen-bundesliga-dfb-ausstieg-selbstvermarktung-100.html 
                      • Die WSL verlängert die Sponsoring-Partnerschaft mit Barclays um 3 Jahre, das Finanzunternehmen ist seit 2019 Namenspartner der Liga
                        https://www.bbc.com/sport/football/articles/c79n83l0wd8o 
                      • EM 2029. Letzte Woche schon angesprochen, jetzt offiziell: DFB bewirbt sich um EURO 2029
                        https://www.90min.de/posts/offiziell-dfb-bewirbt-sich-um-frauen-em-2029
                      • Das DFB-Sportgericht hatte nach Einspruch entschieden, dass die Partie Freiburg gegen Leverkusen wiederholt werden muss, Leverkusen fechtet diese Entscheidung nun an
                        https://www.kicker.de/leverkusen-legt-einspruch-gegen-spielwiederholung-ein-1052715/artikel 
                      • Nordkorea gewinnt das Finale der U20-WM gegen Japan mit 1:0 und zieht damit in Sachen Titel gleich mit den USA und Deutschland
                        https://www.kicker.de/nordkorea-gegen-japan-2024-u-frauen-wm-4918956/spielbericht
                        https://www.forbes.com/sites/neelshelat/2024/09/23/north-korea-emphatically-reclaim-fifa-u-20-womens-world-cup-crown/
                        https://www.fifa.com/de/tournaments/womens/u20womensworldcup/colombia-2024/articles/u20-frauen-wm-auszeichnungen-goldener-ball-schuh 
                      • Aitana Bonmatí hat ihren Vertrag mit dem FC Barcelona vorzeitig bis 2028 verlängert und ist laut ESPN damit die bestbezahlte Fußballerin der Welt
                        https://www.espn.com/soccer/story/_/id/41159399/aitana-bonmati-signs-record-breaking-barcelona-contract 
                      • Im exklusiven Interview mit The Athletic äußert sie sich kritisch zur spanischen Liga F
                        https://www.nytimes.com/athletic/5779268/2024/09/20/aitana-bonmati-interview-barcelona-ballon-dor/ 
                      • Diese wurde zuletzt schon von Mariona Caldentey kritisiert
                        https://www.bbc.com/sport/football/articles/c15338dd9xzo 
                      • Erschütternder Bericht der FIFPRO über Pomigliano CF aus Neapel
                        https://www.fifpro.org/en/supporting-players/safe-working-environments/pomigliano-cf-the-inside-story-of-a-nightmare-club 
                      • Fußball und die Klimakatastrophe: Beim AFC Wimbledon klafft nach Überschwemmungen aufgrund schwerer Regenfälle ein Loch im Stadion
                        https://www.theguardian.com/football/2024/sep/23/afc-wimbledon-v-newcastle-carabao-cup-tie-postponed-due-to-flooding 
                      • FIFA and World Health Organization launch global concussion awareness campaign
                        https://www.who.int/news/item/18-09-2024-fifa-and-world-health-organization-launch-global-concussion-awareness-campaign
                      • Women in Football Summit vom DFB, der DFL, der VfB Stuttgart Bildungsakademie und dem Internationalen Fußball Institut
                        https://www.dfb.de/news/mehr-als-150-gaeste-grosses-interesse-am-women-in-football-summit
                      • Tom Sermanni trainiert die Matildas als Interimstrainer
                        https://www.matildas.com.au/news/football-australia-appoints-tom-sermanni-interim-commbank-matildas-coach 
                      • Schulze Solano fällt mit einem Kreuzbandriss lange aus
                        https://www.sportschau.de/fussball/frauen-nationalmannschaft/dfb-frauen-schulze-solano-faellt-lange-aus,schulze-solano-100.html
                      • Prix de Courage des Beobachters: Leandra Flury ist nominiert
                        https://www.beobachter.ch/engagement/beobachter-prix-courage
                      • Axel Hellmanns steile Thesen zu Frauen im Fußball und 50+1
                        https://www.deutschlandfunk.de/women-in-football-100.html
                      • Chelsea hat als erster WSL-Club bekanntgegebenen, dass die Spielerinnen vor und nach den Spielen im Stadion nicht mehr die Fans treffen werden
                        https://www.nytimes.com/athletic/5749658/2024/09/06/chelsea-fans-players-wsl/ 
                      • [CW Suizid] anlässlich des einjährigen Todestages von Maddy Cusack hat Daniel Taylor ein ausführliches Portrait über sie geschrieben
                        https://www.nytimes.com/athletic/5760730/2024/09/19/maddy-cusack-family-one-year/ 
                      • Aus Die 45 wird Frauen. Fußball. Podcast. Nina führt ihren Podcast unter neuem Namen weiter und hat außerdem mit Miriam Sinno eine Partnerin
                        https://frauen-fussball-podcast.podigee.io/
                      • Transkription der Episode anzeigen

                        Der Beitrag #68: Lage der Liga erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

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