Becker & Pfeiffer.

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By Annika Becker und Mara PfeifferSportsNewsSports NewsSoccer
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Becker & Pfeiffer. episodes

  • #57: Olympia (2) DFB-Elf mit Turbostart

    Bevor am Freitag die Olympischen Sommerspiele in Paris auch offiziell eröffnet werden, ist der erste Spieltag des olympischen Fußballturniers der Frauen schon Geschichte. Wir sprechen ausführlich über den souveränen Sieg der deutschen Elf gegen die Australierinnen. Obwohl das Team an einigen neuralgischen Punkten umgestellt und neu zusammengesetzt werden musste, hat es sich als starke Einheit präsentiert. Aus der wiederum ragt Jule Brand sogar noch heraus, aber auch Marina Hegering kommt stark zurück und Ann-Katrin Berger zeigt sich als Unterschiedsspielerin.

    Im späten Abendspiel der Gruppe schlägt die USA mit Emma Hayes das sambische Team ebenfalls mit 3:0, wobei eine nach dem Eingriff des VAR von Gelb zu Rot gewandelte Karte gegen Pauline Zulu in der 32. Minute Anlass zu Diskussionen gibt. Es ist außerdem schwierig, bei der Leistung der sambischen Spielerinnen auszuklammern, was sie gerade durchleben. Ebenfalls durch den VAR-Einsatz von Gelb auf Rot verschärft wird die Karte gegen Mayra Ramírez in der Partie Frankreich vs. Kolumbien. Die Gastgeberinnen gewinnen 3:2 nach 3:0-Führung.

    Schwergetan haben sich phasenweise die Weltmeisterinnen gegen Japan, dennoch dreht Spanien einen 0:1-Rückstand und gewinnt 2:1. Ähnliches Drehbuch, andere Teams: Neuseeland geht nach dem Drohnenvorfall gegen Kanada 1:0 in Führung, am Ende unterliegt das Team mit 1:2. In beiden frühen Spielen fällt das 1:0 in der 13. Minute. Am Abend unterliegt dann Nigeria den Brasilianerinnen mit 0:1. Sechs Spiele, 18 Tore, 0 Unentschieden. Kein schlechter Start in dieses Turnier! Wir haben Bock auf mehr.

    Becker & Pfeiffer is a labor of love, aber wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und unsere Bolztribüne mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Das gilt besonders jetzt rund um Annikas Reise, für die sie jede Unterstützung brauchen kann. Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

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    Der Beitrag #57: Olympia (2) DFB-Elf mit Turbostart erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

    54 min
  • #56: Olympia (1) Die mit der Drohne

    Kaum sind 48 Stunden rum seit unserer Mammutvorschau, melden wir uns auch schon mit der ersten Vor-Ort-Folge zum olympischen Fußballturnier der Frauen. Annika ist gut in Marseille gelandet und berichtet neben ihren Eindrücken von der schönen Stadt und dem Meer von einer enormen Präsenz der Sicherheitskräfte. Außerdem war sie beim Training des DFB-Teams und hat O-Töne eingefangen, wobei einige davon vom Winde verweht sind.

    In die Luft gegangen ist dagegen eine Drohne und damit hat das Turnier bereits erste Schlagzeilen produziert, die mit dem Sport so gar nichts zu tun haben: Ein nicht akkreditierter Mitarbeiter des kanadischen Staffs hat nach aktueller Nachrichtenlage das Training der Neuseeländerinnen ausgespäht und ist beim zweiten Mal aufgeflogen. Zwei Mitarbeitende mussten daraufhin ihre Koffer packen, Cheftrainerin Bev Priestman verzichtet freiwillig darauf, beim ersten Spiel zu coachen und die Aufregung ist groß und berechtigt.

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    Shownotes/Links/Quellen
    • Das deutsche Fahnenträger*innen-Duo steht fest
      https://www.dosb.de/sonderseiten/news/news-detail/news/das-team-d-fahnentraegerinnen-duo-fuer-paris-2024 
    • Mehr als eine halbe Millionen Fans haben abgestimmt, Ergebnis setzt sich zusammen aus dem Voting der Fans und “Team D”
      https://www.dfb.de/frauen-nationalmannschaft/news-detail/olympia-ticker-botschaft-von-alex-263234/
    • Nur die Kapitän*innen dürfen mit den Schiris reden, gab FIFA heute bekannt
      https://digitalhub.fifa.com/m/5d64c37a35abd4fe/original/Only-the-captain-can-approach-the-referee-Guidelines-for-competitions.pdf 
    • Die Matildas kamen ohne Gepäck in Frankreich an
      https://www.smh.com.au/sport/not-ideal-matildas-luggage-still-stuck-in-spain-ahead-of-olympics-opener-20240721-p5jvc4.html 
    • Caitlin Foord sagt, sie ist fit für das Spiel gegen Deutschland, hatte ja beim Test gegen Kanada ausgesetzt wegen einer Muskelverhärtung
      https://www.abc.net.au/news/2024-07-23/matildas-striker-caitlin-foord-fit-olympics-opener-germany/104128320 
    • Sam Lewis deep dive wie immer excellent
      https://www.abc.net.au/news/2024-07-24/how-the-matildas-tackle-their-olympic-group-medal-contender/104062406 
    • Rund um die olympischen Stätten werden derzeit am Tag etwa sechs Drohnen abgefangen
      https://www.france24.com/en/europe/20240723-french-security-forces-intercept-six-drones-a-day-near-olympics-sites-pm-says
    • Team Kanada hat Team Neuseeland mit einer Drohne ausspioniert
      https://www.stuff.co.nz/sport/350353130/football-ferns-claim-they-were-spied-drone-rivals-canada-2024-paris-olympics
    • Erstes Statement des Canadian Olympic Committee
      https://olympic.ca/press/coc-statement-on-canada-soccer/
    • Zweites Statement vom COC
      https://olympic.ca/press/coc-statement-on-drone-incident-in-saint-etienne/
    • Die FIFA hat eine Untersuchung des Vorfalls gestartet
      https://inside.fifa.com/legal/judicial-bodies/news/fifa-disciplinary-committee-statement 
    • Bev Priestman hat gegenüber den kanadischen Journalist*innen gesagt, dass die Drohne nicht angeordnet hat
      https://www.cbc.ca/sports/olympics/summer/soccer/canada-soccer-drone-july-24-1.7273360 
    • Meaghen Johnson schreibt, dass “Drohenführer” Lombardi verhaftet wurde und sich als schuldig bekannt hat
      https://x.com/MeaghenJohnson/status/1816137488890503472 
    • Es existiert dazu laut Christine Roger, kanadische Journalistin, auch eine Pressemeldung der frz. Justiz
      https://x.com/ChristineRoger/status/1816136792275575225
    • Details hat der kanadische Journalist Devin Heroux übersetzt
      https://x.com/Devin_Heroux/status/1816135469425365247
    • Neuseeland muss auf Ali Riley verzichten, für sie rückt Michaela Foster nach und Grace Neville wird nachnominiert
      https://www.nzfootball.co.nz/newsarticle/143444
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      Der Beitrag #56: Olympia (1) Die mit der Drohne erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

      49 min
    • #55 Road to France

      Nehmt euch Zeit, legt euch in die Sonne, macht euch einen Eiskaffee: Hier kommt die große Vorschau auf das Olympische Fußballturnier der Frauen. Bevor Annika euch in den nächsten Wochen im Podcast mitnimmt nach Frankreich, nehmen wir euch heute mit auf eine Tour durch die drei Gruppen und zwölf Teilnehmerinnenländer.

      Dabei schauen wir auf die Kader, auf Veränderungen zur WM 2023, Spielerinnen, die bei diesem Turnier eine besondere Rolle spielen könnten und die jeweils mögliche Startelf. Außerdem greifen wir Themen neben dem Platz auf, skizzieren die Entwicklungen im vergangenen Jahr und liefern euch Fun Facts für den Olympia-Smalltalk.

      Wir hoffen, ihr freut euch genauso auf die Spiele wie wir – und sind gespannt, wie die nächsten Wochen auch mit unserem abgeänderten Podcast-Format werden. Schreibt uns deshalb gern, was euch gefällt, was euch vielleicht fehlt oder wenn ihr Fragen habt.

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      Shownotes/Links/Quellen
      • Deutschland
        https://www.dosb.de/sonderseiten/news/news-detail/news/jetzt-abstimmen-fuer-das-team-d-fahnentraegerinnen-duo-fuer-paris-2024
        https://www.kicker.de/56/podcaststartseite
      • Australien
        https://www.theguardian.com/football/article/2024/jun/04/matildas-paris-2024-olympic-games-squad-australia-announcement
        https://www.theguardian.com/football/article/2024/jul/14/australia-canada-matildas-olympic-games-warm-up-injury-concerns
        https://www.theguardian.com/football/article/2024/jul/09/football-australia-first-matildas-1975-team-criticism
      • USA
        https://www.nytimes.com/athletic/5598139/2024/06/28/breaking-down-uswnts-olympic-roster-and-alex-morgans-snub/
        https://bolztribuene.de/2024/04/04/us-frauen-nationalteam-die-eigenen-werte-erhalten-und-weitergeben/
        https://theathletic.com/5376193/2024/03/28/megan-rapinoe-korbin-albert-uswnt-social-media/
        https://www.nytimes.com/athletic/5630187/2024/07/11/uswnt-soccer-lindsey-horan-olympics-paris/
      • Sambia
        https://www.facebook.com/znbctoday/posts/its-not-shepolopolo-but-copper-queensetambuyu-katota-the-football-association-of/584499513348930/
        https://web.archive.org/web/20111010045230/http://www.zambianfootball.net/2011/01/14/its-david-vs-goliath-besa-chibwe/
        https://www.theguardian.com/football/article/2024/jul/18/bruce-mwape-banned-private-contact-with-zambia-players-olympics
        https://bolztribuene.de/2024/07/19/bruce-mwape-darf-trotz-fifa-untersuchung-zu-olympia/
        https://www.pulsesports.co.ke/football/story/kabange-mupopo-bouncing-back-from-aiu-suspension-to-ignite-zambias-olympic-dream-2024030208463338982 
        https://www.theguardian.com/football/2024/mar/07/racheal-kundananji-the-most-expensive-female-footballer-moving-the-goalposts
      • Frankreich
        https://www.lequipe.fr/Football/Actualites/Herve-renard-apres-irlande-france-ce-n-est-pas-un-accident/1483090 
        https://impetusfootball.org/2024/07/14/olympics-preview-france/ 
      • Kanada
        https://bolztribuene.de/2024/07/03/olympia-2024-vorschau-kanada/ 
        https://www.cbc.ca/sports/soccer/canada-soccer-player-sydney-collins-to-miss-olympics-1.7270402
      • Kolumbien
        https://globalsportmatters.com/culture/2023/06/28/colombian-national-womens-football-team-crisis/
        https://www.insideworldfootball.com/2020/06/10/colombian-coach-escapes-jail-world-cup-bidder-sends-mixed-messages-womens-game/
        https://colombia.as.com/colombia/2020/06/09/futbol/1591735988_468241.html
      • Neuseeland
        https://bolztribuene.de/2024/07/03/neuseeland-jita-klimkova-ruecktritt/ 
      • Spanien
        https://www.relevo.com/futbol/pedro-rocha-intenta-malabarismo-legal-20240718174746-nt.html
        https://www.relevo.com/futbol/rfef-nadie-muerto-rocha-pocos-quieren-vivo-20240717023200-nt.html
        https://www.football-espana.net/2024/07/16/spanish-football-rocked-as-federation-chief-to-be-disqualified-for-two-years
        https://www.instagram.com/daznwomensfootball/p/C9KKFs5I-0s/
        https://www.mundodeportivo.com/us/en/soccer/20240625/693489/exciting-news-on-montse-tome-s-list-patri-guijarro-makes-comeback-to-the-spanish-women-s-team-nrt.html 
      • Japan
        https://www.japantimes.co.jp/olympics/2024/06/14/nadeshiko-japan-olympic-roster/
        https://www.theguardian.com/football/article/2024/jul/10/japan-women-olympic-football-hopes-moving-the-goalposts
        https://www.japantimes.co.jp/olympics/2024/07/17/nadeshiko-japan-preview/
        Nigeria
        https://www.sportschau.de/fussball/fifa-frauen-wm/weltmeisterschaft-streit-bei-nigeria-eskaliert-100.html
        https://www.theguardian.com/football/2024/feb/13/nigeria-women-olympics-chaos-moving-the-goalposts
        https://www.brila.net/paris-2024-waldrum-confident-super-falcons-will-make-impact/
        https://www.brila.net/olympic-games-osahon-criticizes-nwfl-players-super-falcons-snub/
        https://soccernet.ng/2024/07/i-am-embarrassed-super-falcons-ordega-denies-being-forced-on-randy-waldrum.html
        https://www.allnigeriasoccer.com/read_news.php?nid=52029
        https://www.afrik-foot.com/en-ng/super-falcons-olympicsunderperformance
      • Brasilien
        https://totalfootballanalysis.com/article/olympic-women-2024-brazil-scout-report-tactical-analysis-tactics
      • Lese- und Hörempfehlungen
      • Alle Live- und Audiostreams zu Olympia (26.7.-11.8.)
        https://www.sportschau.de/olympia/live 
      • Übertragungsplan der Paralympics (28.8.-8.9.)
        https://www.sportschau.de/paralympics/die-paralympics-2024-in-paris-bei-ard-und-zdf,paris-2024-sendezeiten-tv-ard-zdf-102.html 
      • Raul Krauthausen zu den Paralympics und der Berichterstattung
        https://www.instagram.com/p/C9ovvC4tlqD/
      • Sportschau Doku-Serie Generation F – Zeit für Sportlerinnen Staffel 2
        https://www.ardmediathek.de/serie/generation-f-zeit-fuer-sportler-innen/staffel-2/Y3JpZDovL3dkci5kZS9nZW5lcmF0aW9uZg/2 
      • Sportschau-Doku: Tod für Olympia – Der Fall Birgit Dressel
        https://www.ardmediathek.de/sendung/tod-fuer-olympia-der-fall-birgit-dressel/Y3JpZDovL3JhZGlvYnJlbWVuLmRlLzI0YTEzM2I3LWZmMDMtNDYwOC1iN2YwLWU4MmFmYzk4MzBmOQ 
      • Podcast von Team Deutschland Paralympics
        https://www.podcast.de/podcast/2570849/team-deutschland-paralympics-podcast 
      • PARA: Podcast vom österreichischen Paralympischen Committee
        https://medonline.at/serien/parasport-podcast/
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        Der Beitrag #55 Road to France: Vorschau auf das Olympische Fußballturnier der Frauen erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

        3 hr 18 min
      • Bleibt alles anders

        Zack, da ist die „Becker & Pfeiffer Sommertour“ auch schon wieder vorbei – und bevor Annika sich aufmacht nach Frankreich zum Olympischen Fußballturnier der Frauen podcasten wir für eine Folge im altbekannten Setting über die Themen dieser und der letzten Wochen. Für die nächsten Wochen gilt dann: Bleibt alles anders! Denn zwischen Frankreich und Wiesbaden glühen die Aufnahmedrähte und dann hoffentlich überall eure Podcatcher. Wir freuen uns.

        Thematisch geht es heute um den Umgang mit dem Fußball der Frauen innerhalb von Vereinen, unter anderem an den aktuellen Beispielen MSV Duisburg und Reading Women. Außerdem reden wir über Maras Kolumne zu Toni Kroos bei Lanz & Precht und die grenzüberschreitenden Reaktionen darauf.

        In den Blitznews schauen wir auf die Entlassung des U20-Trainers bei den ÖFB-Frauen, eine Umfrage von Women in Football zu Diskriminierung und die andauernde Krise im argentinischen Nationalteam. Der Kackspecht fliegt diese Woche zu Manuel Gräfe, der mit seiner Reichweite nicht umzugehen weiß.

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        Shownotes/Links/Quellen
        • Jule (@Bioschokolade) zu Besuch bei Radio Magic City Six
          http://radiomagiccitysix.de/
        • Das Tippspiel zum Olympischen Fußballturnier der Frauen
          www.kicktipp.de/rmc6-tippies/ 
        • Die SGS Essen gliedert ihre Bundesigistinnen aus
          https://bolztribuene.de/2024/06/25/sgs-essen-ausgliederung-bundesliga/
        • Kolumne zu Toni Kroos bei Lanz & Precht
          https://web.de/magazine/politik/toni-kroos-redet-lanz-precht-kopf-kragen-39876632
        • Zulassung zur 1. & 2. Liga (f) und neue Regularien für Vereine
          https://www.dfb.de/news/detail/alle-sportlich-qualifizierten-klubs-erhalten-zulassung-fuer-die-frauen-bundesligen-262473/
        • Vereine lassen schlechte Zeiten noch immer an den Frauen-Teams aus und es ist ein systemisches Problem
          Reading Women werden von der 2. in die 5. Liga verschoben
          https://www.theguardian.com/football/article/2024/jun/28/reading-women-set-to-drop-out-of-championship-takeover-falls-through
          https://thetilehurstend.sbnation.com/2024/7/4/24188467/the-pain-of-losing-what-makes-reading-football-club-special-royals-women
          https://www.nytimes.com/athletic/5589798/2024/06/27/reading-women-ownership-issues/
          Die FA hat dem Wiedereinstieg in Liga 5 zugestimmt
          https://womensleagues.thefa.com/fa-womens-professional-game-statement-reading-fc-women/
          Kluge Gedanken zu Reading, aber von da aus auf den gesamten englischen FdF bezogen, von Maggie Murphy
          https://www.linkedin.com/pulse/reading-unique-whole-womens-football-community-should-maggie-murphy-xslhe/?trackingId=%2FhwU2gzMyBgXa0ddg0jZPw%3D%3D 
        • Thornaby FC trennt sich von der kompletten Frauen-Abteilung mit allen Teams – und holt sie nach Backlash zurück
          https://www.espn.co.uk/football/story/_/id/40347989/thornaby-reinstate-all-womens-squads-following-backlash
        • Blackburn Rovers mit peinlichen “Gehaltszahlungen” an die Frauen
          https://www.dailymail.co.uk/sport/football/article-13592121/Blackburn-Rovers-set-pay-womens-players-just-9-000-year-salaries-season-amid-clubs-precarious-financial-position-owners-Venkys-investigation-India-tax-dispute.html
        • Nicht zu vergessen der MSV Duisburg in Deutschland
          https://www.nrz.de/sport/lokalsport/duisburg/article242535802/MSV-Duisburg-Zweitliga-Verzicht-war-ueberfaelliger-Vollzug.html
          https://www.reviersport.de/fussball/regionalliga/a606213—msv-duisburg-hohe-zahlungsrueckstaende-msv-trennt-ausruester-capelli.html 
          Der MSV wollte mit den Frauen in der Regionalliga spielen, erhielt aber dafür vom Westdeutschen Fußballverband keine Erlaubnis
          https://www.nrz.de/sport/lokalsport/duisburg/article406723252/msvfrau.html
          Der Verein hat die Frauen quasi komplett von seiner Website getilgt
          https://www.msv-duisburg.de/mannschaften/profis-frauen/aktuelles/
          Auf der Seite, die für die Nachwuchsteams gedacht war, ist der letzte Artikel inzwischen fast ein Jahr alt
          https://www.msv-frauen.de/
          NRZ: Duisburg nur noch in der Landesliga (5. Liga) (€)
          https://www.nrz.de/sport/lokalsport/duisburg/article406665930/schock-msv-duisburg-spielt-nur-noch-in-der-landesliga.html
          Durch Regularien ist nächste Saison Niederrheinliga (4. Liga) garantiert
          https://www.nrz.de/sport/lokalsport/duisburg/article406723252/msvfrau.html 
        • Umfrage von Women in Football zu Diskriminierung im Fußball
          https://www.womeninfootball.co.uk/news/2024/06/19/89-of-women-in-football-have-experienced-discrimination-at-work,-but-survey-reveals-surge-of-optimism-about-gender-equality-in-the-game/
        • Peta bewertet die veganen Angebote in Bundesligastadien
          https://www.peta.de/veganleben/vegan-fussballstadion-bundesliga/
        • Ratgeber für kinderfreundliche Stadien von KickIn mit der Kindernothilfe und “Safe Hands”
          https://inklusion-fussball.de/ratgeber-kinderfreundliche-stadien
        • UEFA entscheidet in Sachen Multi-Club-Ownership
          https://www.uefa.com/news-media/news/028f-1b4ba6fcea09-078845f25cbf-1000–the-cfcb-decides-on-multi-club-ownership-cases-for-the-2024-/
        • Krise im argentinischen Nationalteam: Vier Spielerinnen verlassen während einer Abstellungsphase die Nationalelf
          https://www.theguardian.com/football/article/2024/jun/05/argentina-women-football-walk-out-moving-the-goalposts
        • Der österreichische Fußballverband hat sich von U-20 (f) Hannes Spilka getrenntwegen “aufklärungsbedürftigen Vorkommnissen”
          https://sport.orf.at/stories/3128959/
          https://www.oefb.at/oefb/News/OeFB-trennt-sich-vom-Teamchef-des-U20-Frauen-Nationalteams 
        • Spielplan der Bundesliga (f) steht noch nicht fest, aber das Eröffnungsspiel: Turbine empfängt am Freitag, 30.8. Bayern München
          https://www.kicker.de/aufsteiger-turbine-und-bayern-muenchen-eroeffnen-neue-saison-im-free-tv-1038254/artikel  
        • Alexandra Popp steht zur Wahl als Fahnenträgerin für die Eröffnung der olympischen Spiele
          https://www.teamdeutschland.de/wahl-zum-fahnentraeger-duo-2024 
        • Seit 14.7. läuft in Litauen die U-19-EM der Frauen. Deutschland ist in einer Gruppe mit Irland, Spanien und den Niederlanden
          https://www.kicker.de/niederlande-gegen-deutschland-2024-frauen-u-em-4916513/aufstellung 
        • André Carlisle zum Umgang des US-Verbandes mit Korin Albert
          https://btvc.beehiiv.com/p/us-soccer-is-losing-uswnt-recipes-ussf-2024
          Lindsay Gibbs: Korbin Albert, the USWNT, and the state of LGBTQ rights in women’s sports
          https://www.powerplays.news/p/when-pride-meets-prejudice
        • Lindsay Gibbs: Frauen kämpfen seit über 100 Jahren um Teilhabe in Sport
          https://www.powerplays.news/p/fromthearchives-the-100-year-fight
        • Jeff Kassouf über den 25. Jahrestag des US-WM-Titel-Gewinns 1999 und den Fortschritt seitdem
          https://www.espn.com/soccer/story/_/id/40529020/25th-anniversary-uswnt-99-world-cup-win-shows-progress
        • von Mo: Sibel Schick zu Nationalismus bei der EM
          https://blog.campact.de/2024/07/em-gemischte-gefuehle-wolfsgruss-rassismus/
        • Kackspecht der Woche: Manuel Gräfe
          https://x.com/junger_herr_/status/1812843288438694016
          https://x.com/M_FK00/status/1812732477624004712
          https://x.com/graefe_manuel/status/1812742854885675318
          CW sexualisierte Gewalt, Menschenhandel: Wer ist Andrew Tate
          https://www.bbc.com/news/uk-64125045
        • Transkription der Episode anzeigen

          Annika Becker
          0:00:22–0:00:28
          Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Becker und Pfeiffer, der Fußball-Podcast.
          0:00:28–0:00:33
          Wir sind heute angekommen bei Folge Nummer 54, inzwischen schon.
          0:00:34–0:00:38
          Und wie wir beide für uns zwischen uns schon festgestellt haben,
          0:00:38–0:00:43
          ist es nach dann doch jetzt längerer Zeit mal wieder eine reguläre Folge, bei der nicht,
          0:00:44–0:00:50
          irgendjemand von uns live ist oder wir in einem Hotelzimmer sitzen oder keine
          0:00:50–0:00:55
          Ahnung, was für Umstände gerade eine Rolle spielen, sondern das ist einfach
          0:00:55–0:00:59
          nur das Setup, so wie es sonst auch ist. Nicht wahr, Mara? Hallo.
          Mara Pfeiffer
          0:00:59–0:01:05
          Ja, Hallöchen. Das ist so und außerdem ist mir jetzt gerade aus dem Augenwinkel
          0:01:05–0:01:10
          noch aufgefallen, dass natürlich Folge 54 total super ist, weil 5 plus 4 ist 9.
          0:01:11–0:01:15
          Und wir kennen ja alle meine liebe
          0:01:15–0:01:18
          zur zahl 9 das heißt das ist
          0:01:18–0:01:21
          schon mal ein gutes oben und ich hatte jetzt gerade irgendwie
          0:01:21–0:01:24
          mir noch was zurecht gefummelt auch so mehr aus den
          0:01:24–0:01:27
          augen winkeln aber das habe ich jetzt gerade schon wieder vergessen also wenn
          0:01:27–0:01:35
          heute ist der 15 7 wenn man die fünf aus der 15 mit der vier aus der 2024 zusammensetzt
          0:01:35–0:01:39
          dann ergibt das natürlich auch neun und dann kann man noch die sieben aus dem
          0:01:39–0:01:42
          Juli mit der zwei aus der 24 zusammensetzen.
          0:01:42–0:01:46
          Das ergibt auch neun und die eins aus der 15 und die zwei aus der 24,
          0:01:46–0:01:47
          die noch übrig ist, ergeben dann drei.
          0:01:48–0:01:55
          Das heißt, dann hat man lauter neun Bezüge und das freut mich natürlich.
          0:01:55–0:01:57
          Ich hoffe, es konnte noch jemand folgen.
          0:01:58–0:02:02
          Aber schon mal wieder zu zweit hier zu sein, wollte ich eigentlich nur sagen.
          Annika Becker
          0:02:03–0:02:06
          Um das vielleicht klarzustellen für euch, da draußen,
          0:02:06–0:02:14
          wir haben immer neben der Episodenzahl unserer Folgen auch das Datum stehen, wann wir aufnehmen.
          Mara Pfeiffer
          0:02:15–0:02:17
          Das versteht sich doch schon von selbst.
          Annika Becker
          0:02:18–0:02:23
          Das hat Mara sich jetzt nicht alles komplett aus dem Kopf rausgesaugt.
          Mara Pfeiffer
          0:02:24–0:02:29
          Ja, aber ich habe das jetzt eben gerade live gebastelt. Also wir haben vier
          0:02:29–0:02:35
          Neuner und eine Drei in der Zeile, mit der unser Sondungsdokument anfängt. Und, ähm.
          0:02:35–0:02:40
          Das ist nicht so schlecht. Und obwohl wir ja eigentlich immer noch keine Sommerpause
          0:02:40–0:02:44
          hatten, sondern hier so durcharbeiten und obwohl wir eigentlich ja über den
          0:02:44–0:02:50
          Sommer gesagt haben, wir kommen nur 14 Tage, kommen wir jetzt statt seltener öfter zu erklären.
          Annika Becker
          0:02:52–0:03:00
          Ja, also ich habe das große Glück und Vergnügen und die sehr große Freude,
          0:03:00–0:03:04
          tatsächlich auch beim Olympischen Fußballturnier der Frauen journalistisch mit
          0:03:04–0:03:07
          Akkreditierung vor Ort sein zu können.
          0:03:08–0:03:12
          Und wir hatten das ja hier schon mal in einer Folge von ein paar Wochen angedeutet,
          0:03:13–0:03:17
          dass wir gerne was dazu machen würden, selbst wenn das jetzt auch nicht geklappt
          0:03:17–0:03:20
          hätte, aber dadurch, dass ich vor Ort bin, passt es natürlich sehr viel besser.
          0:03:22–0:03:25
          Ich sage gleich vorweg, es wird jetzt nicht jeden Tag eine Folge geben,
          0:03:25–0:03:29
          weil das kann ich nicht leisten und es wird auch nicht so sein,
          0:03:29–0:03:31
          dass ihr uns dann immer zu zweit hört, sondern ich werde,
          0:03:32–0:03:36
          häufiger wahrscheinlich auch mal Folgen alleine machen oder so und Und werde
          0:03:36–0:03:41
          die dann jetzt aber nicht in ewig lange ausufernden Monologen sich zergehen lassen,
          0:03:42–0:03:45
          sondern das soll einfach so ein nettes kleines News-Format sein,
          0:03:45–0:03:49
          damit ihr rund um das Turnier auf dem Laufenden bleiben könnt, was so passiert.
          0:03:49–0:03:54
          Und wenn es passt, dann unterhalten wir uns nach den Spieltagen dann immer über
          0:03:54–0:03:58
          die Partie, wo ich im Stadion war und vielleicht, was du, Mara,
          0:03:58–0:04:02
          dann sonst noch so irgendwie gucken konntest, je nachdem, wie sich das ergibt.
          Mara Pfeiffer
          0:04:02–0:04:07
          Ich habe mir jetzt bis auf einen der Spieltage, an dem ich leider nicht kann,
          0:04:07–0:04:13
          die Spieltage vorerst mal alle geblockt und habe vor, dann immer drei Spiele gesehen zu haben.
          0:04:13–0:04:15
          Und dann können wir uns unterhalten.
          Annika Becker
          0:04:16–0:04:20
          Das ist doch meine Ansage. Außerdem, ja, habe ich so gedacht,
          0:04:21–0:04:25
          wäre es ganz cool, wenn ihr vielleicht auch, so ihr denn Lust habt,
          0:04:25–0:04:28
          euch so ein bisschen inhaltlich irgendwie auch an den Folgen beteiligt.
          0:04:28–0:04:33
          Also ihr könnt uns sehr gerne dazu schreiben, wenn ihr Fragen habt zu dem,
          0:04:33–0:04:37
          was da geschieht oder vielleicht auch zum Drumherum oder wenn es einfach Themen
          0:04:37–0:04:39
          gibt, die euch besonders interessieren.
          0:04:39–0:04:45
          Oder wenn ihr vielleicht sogar selber vor Ort seid, euch Spiele anguckt und
          0:04:45–0:04:48
          ein bisschen erzählen möchtet, was da so passiert.
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          Aus organisatorischen Gründen ist es für mich, wenn ich unterwegs bin,
          0:04:52–0:04:55
          am einfachsten, wenn ihr eine E-Mail schreiben würdet.
          0:04:55–0:04:58
          In solchen Fällen an post.derfußballpodcast.de.
          0:04:59–0:05:04
          Weil die E-Mails, die kommen halt definitiv in meinem Postfach an und die sehe ich auch auf jeden Fall.
          0:05:04–0:05:08
          Bei so Social-Media-Privatnachrichten ist das manchmal, mal,
          0:05:08–0:05:10
          kann das schon mal untergehen.
          Mara Pfeiffer
          0:05:10–0:05:15
          Oder ihr schickt der Annika eure Google Maps Standorte und verabredet euch,
          0:05:15–0:05:19
          sie bei der Sendung zu unterstützen. Ein kleiner Scherz.
          Annika Becker
          0:05:20–0:05:24
          Ja, ansonsten freuen wir uns natürlich auch und ich mich ganz besonders,
          0:05:24–0:05:28
          wenn ihr vielleicht ein bisschen Geld in die Reisekafé-Kasse reinschmeißen möchtet,
          0:05:28–0:05:34
          da findet ihr in den Shownotes und auch bei uns auf der Website wie immer den Paypal-Link dafür.
          0:05:34–0:05:40
          Ja, und dann so als letztes noch Vielleicht, also wir machen jetzt heute so
          0:05:40–0:05:44
          eine BPP-Folge, Bäcker und Pfeiffer-Folge, wie ihr die kennt.
          0:05:44–0:05:48
          Nächste Woche wird es inhaltlich dann schon was fokussierter auf Olympia.
          0:05:49–0:05:54
          Ein bisschen in Richtung einer Vorschau gehen. Wir empfehlen euch bis dahin
          0:05:54–0:05:57
          aber auf jeden Fall schon mal Radio Magic 6.
          0:05:57–0:06:02
          Da war nämlich zum einen die Jule jetzt zu Gast und hat auch schon über Olympia gesprochen.
          0:06:02–0:06:09
          Und zum anderen gibt es da ein von Hand erstelltes Kicktipp-Tippspiel zum Turnier,
          0:06:09–0:06:12
          weil es nämlich das Turnier bei Kicktipp gar nicht gibt.
          0:06:12–0:06:17
          Und den Link dafür, um euch anzumelden, findet ihr auch bei uns in den Shownotes.
          0:06:17–0:06:23
          So, Mara, magst du vielleicht mal noch sagen, bei dem wir uns für Spenden bedanken,
          0:06:23–0:06:25
          die so in den letzten Wochen bei uns angekommen sind?
          Mara Pfeiffer
          0:06:25–0:06:31
          Aber sicher. Wir bedanken uns mit einem großen Trommelwirbel bei David, Oskar und Ruth.
          0:06:32–0:06:37
          Das ist ja schon fast ein, wie sagt man denn da? Standard Trio.
          Annika Becker
          0:06:38–0:06:39
          Die Creme de la Creme.
          Mara Pfeiffer
          0:06:41–0:06:47
          Und erinnert uns auch mal wieder daran, das ist ja zu unseren eigenen Ungunsten leider,
          0:06:47–0:06:52
          dass wir es immer noch nicht hinbekommen haben mit hier den Formalitäten rund
          0:06:52–0:06:58
          um eine Gründung und dann im Zuge dessen euch auch endlich mal ein Konto anbieten
          0:06:58–0:07:00
          zu können, auf das ihr uns Geld überweist.
          0:07:00–0:07:07
          Heißt, wir sind da dran, aber es ist tatsächlich so, ja, dass einfach wirklich
          0:07:07–0:07:10
          sehr, sehr, sehr, sehr viel los ist.
          0:07:10–0:07:13
          Ich meine, ihr habt es ja mitbekommen mit der Sommertour und mit allem,
          0:07:13–0:07:15
          was rundherum läuft und auf der Bolzi und so weiter.
          0:07:16–0:07:21
          Wir sind ja noch nicht mal in Richtung eines kleinen Kurzurlaubes gekommen,
          0:07:21–0:07:26
          geschweige denn dann schon in Richtung diese formellen Geschichten auch noch eintüten.
          0:07:26–0:07:30
          Aber das wird auf jeden Fall in diesem Jahr noch kommen.
          Annika Becker
          0:07:30–0:07:30
          Tsss.
          0:07:31–0:07:33
          Das ist aber optimistisch.
          Mara Pfeiffer
          0:07:34–0:07:37
          Ich wollte gerade sagen, damit nehme ich den Druck raus eigentlich,
          0:07:37–0:07:41
          wollten wir das in der Sommerpause machen. Das ist ganz schlimm.
          0:07:42–0:07:46
          Ja, wie war denn deine Fußballwoche, Annika?
          Annika Becker
          0:07:46–0:07:50
          Ich weite das zeitlich mal ein bisschen aus, weil ich, auch wenn das jetzt schon
          0:07:50–0:07:53
          wieder länger her ist, aber weil wir im Podcast noch gar nicht drüber gesprochen
          0:07:53–0:07:56
          haben, zumindest mal kurz erwähnen wollte,
          0:07:56–0:08:02
          dass die SGS Essen ihre Frauenfußballabteilung ausgegliedert hat.
          0:08:03–0:08:06
          Ich habe dazu einen ausführlichen Artikel auf der Bolz-Tribüne geschrieben.
          0:08:07–0:08:11
          Vielleicht verlinken wir euch den auch einfach nochmal, dass ihr euch das durchlesen
          0:08:11–0:08:14
          könnt, falls ihr das noch nicht mitbekommen hattet bisher.
          0:08:14–0:08:19
          Das ist natürlich schon was, was, ja, also mich dann auch irgendwie eine Weile
          0:08:19–0:08:21
          lang einfach beschäftigt hat.
          0:08:22–0:08:26
          Aber, ja, weiß ich nicht. Ich glaube, das ist jetzt an der Stelle dann auch
          0:08:26–0:08:28
          erstmal genug und der Rest muss sich dann mal zeigen.
          0:08:30–0:08:36
          Ansonsten, ja, habe ich von der Männer-EM tatsächlich nicht so besonders viel
          0:08:36–0:08:39
          geguckt, wie ich eigentlich erst mal so dachte.
          0:08:39–0:08:42
          Es ist jetzt aber auch nicht so, dass mich das jetzt die ganze Zeit frustriert
          0:08:42–0:08:44
          hat, dass ich so wenig gesehen habe.
          0:08:44–0:08:49
          Also da ging dann manchmal auch so dieses Ding von ich will jetzt aber mal frei
          0:08:49–0:08:52
          haben und nicht schon wieder Fußball gucken, irgendwie so Hand in Hand mit anderen
          0:08:52–0:08:55
          Dingen, die einfach zu tun waren und wichtiger waren.
          0:08:56–0:09:04
          Ich habe ja jetzt diese Woche Es sind ja nicht nur die EM-Quali-Spiele bei den
          0:09:04–0:09:08
          Frauen nochmal gewesen, die so merkwürdig angesetzt sind, sondern auch Testspiele
          0:09:08–0:09:11
          eben für dieses olympische Fußballturnier.
          0:09:11–0:09:15
          Und da versuche ich gerade, mir möglichst viel zusammenzusuchen und zu gucken,
          0:09:16–0:09:21
          um so einen Eindruck davon zu bekommen, was sich seit der WM letztes Jahr bei
          0:09:21–0:09:25
          einigen vielleicht auch so verändert hat oder wie alle gerade so drauf sind.
          0:09:26–0:09:30
          Also zum Beispiel habe ich in Frankreich gegen Schweden reingeguckt,
          0:09:30–0:09:35
          es hat Frankreich mit 2 zu 1 gewonnen und sich dadurch für die EM qualifiziert
          0:09:35–0:09:38
          und das Spiel war in Dijon, meine ich.
          0:09:38–0:09:43
          Und so von der Stimmung her und so dieser,
          0:09:43–0:09:47
          also ich finde das immer, ich mag das eigentlich nicht bei Fußballspielen über
          0:09:47–0:09:51
          sowas wie, oh, sie haben es mehr gewollt und so diesen ganzen Quark zu reden,
          0:09:51–0:09:54
          aber in dem Fall hat halt so dieses,
          0:09:54–0:09:58
          sie wollen es unbedingt, schon eine große Rolle gespielt und,
          0:09:59–0:10:06
          so, sie sind ja die Gastgeberin jetzt für Olympia, also das fand ich schon interessant
          0:10:06–0:10:11
          zu sehen und bin mal gespannt, wie dann da so die Stimmung bei den Spielen sein
          0:10:11–0:10:13
          wird. Sie sind ja viel in Lyon.
          0:10:14–0:10:18
          Das andere Spiel, was ich geguckt habe, war wirklich ein reines Testspiel,
          0:10:18–0:10:23
          das auch nicht unter offiziellen FIFA-Auflagen gelaufen ist.
          0:10:23–0:10:26
          Also deswegen wird das auch nicht gezählt werden.
          0:10:26–0:10:30
          Das war zwischen Australien und Kanada. Die machen beide gerade Trainingslager
          0:10:30–0:10:31
          in Spanien, in Marbella.
          0:10:33–0:10:38
          Kanada hat 2 zu 1 gewonnen und finde ich auch absolut hoch verdient.
          0:10:38–0:10:41
          Man hat gesehen, dass viele aus dem
          0:10:41–0:10:47
          kanadischen Team in der NWSL spielen und da läuft eben die Saison und dementsprechend
          0:10:47–0:10:54
          sind die gerade alle noch so voll im Tritt und von den Australierinnen spielen
          0:10:54–0:10:58
          eben nun mal eben die meisten in Europa und einige eben auch in Australien,
          0:10:58–0:11:00
          wo die Saisons schon lange pausiert sind.
          0:11:00–0:11:07
          Und dann, ja, sieht man da schon, dass da erstmal wieder so ein Reinkommen nötig ist.
          0:11:08–0:11:11
          Ich fand es aber auch, also ich glaube, ich habe so den Eindruck,
          0:11:11–0:11:15
          dass Kanada, dass Beth Priestman, so wie sie das auch angekündigt hatte,
          0:11:15–0:11:22
          eine ganz gute Taktik gefunden hat für, es wird 35 Grad haben und wir müssen alle drei Tage spielen.
          0:11:22–0:11:26
          Also so von der Art, wie sie taktisch die Energie verteilen wollen.
          0:11:26–0:11:30
          Und Australien, ja, also würde ich jetzt mal noch nicht zu hoch bewerten,
          0:11:30–0:11:35
          aber dafür, dass dann da ja auch bald dann schon das erste Pflichtspiel ansteht, muss man mal gucken.
          0:11:35–0:11:39
          Und aus deutscher Sicht, wenn man dann jetzt mal drüber nachdenkt,
          0:11:39–0:11:45
          so diese 3 zu 0 Niederlage gegen Island, ist es dann vielleicht so ein kleiner Hoffnungsschimmer.
          0:11:46–0:11:51
          Aber da muss ich sagen, nach diesem Spiel von Deutschland gegen Island,
          0:11:51–0:11:56
          also ich war vorher schon skeptisch, aber das hat sich jetzt seitdem dadurch auch nicht verbessert.
          0:11:57–0:11:59
          Aber ja, lirum larum.
          0:12:00–0:12:03
          Das war so das. Wie war denn deine Fußballwoche, Mara?
          Mara Pfeiffer
          0:12:03–0:12:08
          Ja, so ähnlich wie bei dir. Wir sprechen ja eigentlich schon von Wochen.
          0:12:09–0:12:15
          Ich muss sagen, ich merke, obwohl ich mich auf das Olympische Fußballturnier
          0:12:15–0:12:22
          tatsächlich freue, trotzdem parallel auch so eine Müdigkeit gerade mit dem Thema Fußball.
          0:12:24–0:12:29
          Ich habe da jetzt die letzten Tage auch echt nochmal so drüber nachgedacht in
          0:12:29–0:12:34
          Bezug auf die Spieler und zwar tatsächlich jetzt gerade dann erstmal die Spieler,
          0:12:34–0:12:39
          also weil ja eben die EM der Männer gerade zu Ende gegangen ist und weil es
          0:12:39–0:12:43
          schon auch auffällig war, fand ich mit den Verletzungen,
          0:12:43–0:12:48
          auch mit den Spielern, die von vornherein gefehlt haben und.
          0:12:49–0:12:53
          Und da auch in Vorbereitung auf die Sendung nochmal reingeschaut,
          0:12:53–0:12:59
          weil die FIFA ja auch den Spielkalender wiederum für die Frauen gerade abgesegnet hatte.
          0:13:00–0:13:04
          Wo ich ja vor einer Weile Tatjana Henni bei mir bei Flutlicht anzugast hatte,
          0:13:04–0:13:08
          die schon so gesagt hat, naja, das wird dann am Ende so abgesegnet und dann
          0:13:08–0:13:09
          müssen wir es halt so verkaufen.
          0:13:09–0:13:14
          Aber eigentlich war es halt so, dass wir gesagt haben, das ist alles viel zu dicht.
          0:13:15–0:13:20
          Und ich denke mir dann so, also wenn wir das als BeobachterInnen schon so spüren,
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          ist es natürlich eben, wir haben das ja ab und zu schon mal thematisiert,
          0:13:23–0:13:26
          auch ein Unterschied, ob man jetzt irgendwie in einer fixen Redaktion ist mit
          0:13:26–0:13:29
          fixen Urlaubszeiten und so weiter und so weiter oder ob man halt versucht,
          0:13:30–0:13:35
          alle diese Sachen dann so abzudecken, wie wir das machen.
          0:13:38–0:13:44
          Ja, dann merkt man einfach schon insgesamt, dass diese Kalender eben immer noch
          0:13:44–0:13:46
          dichter und noch voller werden.
          0:13:47–0:13:52
          Und ich frage mich manchmal dann einfach so zwischen zwei Turnieren kurz Zeit,
          0:13:52–0:13:53
          wo das noch hinführen soll.
          0:13:53–0:13:55
          Also weil es wird dann immer von der Sommerpause gesprochen,
          0:13:56–0:13:59
          aber eigentlich laufen ja die Saisonvorbereitungen jetzt schon wieder.
          0:13:59–0:14:07
          Die zweite Liga fängt ja so sehr früh an. Inzwischen sind die Turniere verschoben
          0:14:07–0:14:10
          im Vergleich zu vor noch zehn Jahren.
          0:14:10–0:14:15
          Es gibt immer mehr Turniere, auch jetzt mit Blick schon dann auf die nächsten
          0:14:15–0:14:19
          Turniere, wie da gesteigert wird, wie viele Teams dabei sind.
          0:14:19–0:14:22
          Das heißt, es werden ja auch immer mehr SpielerInnen, die eben diese sehr vollen
          0:14:22–0:14:25
          Kalender auch ohne diese Pausenzeiten haben.
          0:14:25–0:14:33
          Und ich bin wirklich gespannt, wie lange das im Fußball noch so funktioniert,
          0:14:33–0:14:40
          ohne dass das System einfach ausbrennt. Also weil ich kann es mir gerade nicht so richtig vorstellen.
          0:14:40–0:14:43
          Das kann natürlich auch immer so eine sehr persönliche Momentaufnahme sein,
          0:14:44–0:14:49
          dass dieses höher, schneller, weiter sich auf die Art und Weise immer weiter
          0:14:49–0:14:53
          vorantreiben lässt, wie das in den letzten 10, 15 Jahren passiert ist.
          0:14:53–0:14:56
          Weil irgendwann fallen die Leute halt auch einfach um.
          0:14:56–0:14:59
          Also du brauchst ja dann irgendwann einfach Kader mit 30 Leuten,
          0:14:59–0:15:04
          damit immer wirklich auch so und so viele halt für so ein Spiel fit sind.
          0:15:04–0:15:07
          Ja, darüber habe ich mir irgendwie ziemlich viele Gedanken gemacht.
          0:15:07–0:15:13
          Ich muss auch ehrlicherweise sagen, also ich habe von der EM relativ wenig gesehen.
          0:15:13–0:15:17
          Ich habe es auf der einen Seite schon so wahrgenommen, dass es eben Leute gab,
          0:15:17–0:15:21
          die das alles sehr genießen konnten und für die habe ich mich total gefreut,
          0:15:21–0:15:26
          also auch mit einer großen Aufrichtigkeit, jede Person, die an sowas dann ihren
          0:15:26–0:15:29
          Spaß haben kann und ihre Freude ist cool.
          0:15:30–0:15:34
          Gleichzeitig finde ich, dass sich aber eben auch viel von dem bewahrheitet hat, was so….
          0:15:36–0:15:41
          Auch Bedenken waren im Vorfeld, also gerade wenn man eben so auf das Thema Politik
          0:15:41–0:15:48
          und Fußball schaut und wie wurde der Fußball teilweise sowohl von Fans als auch von Spielern genutzt.
          0:15:48–0:15:53
          Da braucht man auch nicht dann immer nur auf die Türkei und das Thema Voice
          0:15:53–0:15:59
          Group abzuzielen, sondern da gab es gerade was Fans angeht, das wurde ja von.
          0:16:00–0:16:03
          KollegInnen unter anderem von der Sportschau aufgegriffen, aber nicht nur,
          0:16:04–0:16:08
          also Also da gab es wirklich ausreichend Vorfälle, um eben mal wieder festzustellen,
          0:16:08–0:16:12
          dass Politik und Fußball eben sehr eng verwoben sind und dass es da durchaus
          0:16:12–0:16:16
          die Notwendigkeit gibt, Dinge auch weiter zu problematisieren.
          0:16:16–0:16:21
          Und Annika, wir beide haben ja gestern Abend schon kurz uns ausgetauscht darüber.
          0:16:21–0:16:26
          Ich muss auch sagen, wenn man auch in den letzten Monaten nochmal gehört hat,
          0:16:26–0:16:29
          die spanischen Spielerinnen, wie sehr die immer noch damit hadern,
          0:16:30–0:16:34
          dass zwar direkt nach der Weltmeisterschaft dann gewisse Dinge zwar passiert
          0:16:34–0:16:40
          sind im Verband, aber dass das alles längst nicht zu irgendeiner Zufriedenheit
          0:16:40–0:16:42
          durchgezogen worden ist bis jetzt.
          0:16:42–0:16:49
          Und dann gewinnt dieser Verband gestern Abend eben das nächste Turnier.
          0:16:50–0:16:53
          Ich kann das dann nicht abschütteln. Natürlich sehe ich, dass die einen tollen
          0:16:53–0:16:58
          Fußball spielen und natürlich sehe ich, dass die fußballerisch die verdienten Europameister sind.
          0:16:58–0:17:04
          Und die Spiele, die ich größtenteils geschaut habe, waren auch neben den deutschen,
          0:17:04–0:17:10
          wobei ich habe also von den deutschen Spielen, glaube ich, drei gesehen,
          0:17:10–0:17:13
          kann es sein, nicht zwei, ist ja auch egal, aber jedenfalls,
          0:17:13–0:17:15
          ich habe insgesamt, glaube ich, fünf Spiele gesehen und davon waren,
          0:17:15–0:17:21
          ich glaube, jeweils zwei, deutsch und spanisch und dann noch ein Spiel habe ich vergessen. Aber...
          0:17:23–0:17:28
          Ja, also klar spielen die einen wunderschönen Fußball, klar haben die viele
          0:17:28–0:17:31
          junge Spieler, aber auch da kannst du ja wieder Diskussionen anfangen,
          0:17:31–0:17:35
          wie ist das eigentlich gut, dass ein 16-Jähriger, ah jetzt ist er ja 17 geworden,
          0:17:35–0:17:38
          bei so einer Männereuropameisterschaft dabei ist.
          0:17:38–0:17:40
          Ich finde es gerade schwierig.
          0:17:41–0:17:47
          Ich bin mal gespannt, wie sich das für mich weiterentwickelt.
          0:17:47–0:17:52
          Ich muss aber auch der Fairness halber sagen, der eine oder die andere hat das
          0:17:52–0:17:53
          ja sicherlich mitbekommen,
          0:17:54–0:18:01
          dass ich vergangene Woche eine Kolumne über den Besuch von Toni Kroos bei Lanz
          0:18:01–0:18:03
          und Precht im Podcast geschrieben habe.
          0:18:04–0:18:11
          Und ich habe in den letzten Tagen ein E-Mail-Postfach gehabt,
          0:18:11–0:18:14
          wie wirklich seit längerem nicht mehr.
          0:18:15–0:18:20
          Ich habe auch da viel drüber nachgedacht und ich habe auch drüber nachgedacht,
          0:18:20–0:18:22
          ob der Podcast hier der richtige Ort ist,
          0:18:22–0:18:31
          um das nochmal zu thematisieren und ich würde es aber tatsächlich gerne nochmal thematisieren.
          0:18:31–0:18:37
          Wir verlinken die Kolumne in den Shownotes, weil ihr, wenn es euch interessiert
          0:18:37–0:18:42
          als Thema in der Kolumne, die Zitate aus diesem Podcast nachlesen könnt.
          0:18:44–0:18:51
          Der Hintergrund, wir hatten ja gar nicht so lange vor dem Turnier hier Toni
          0:18:51–0:18:55
          Kroos sogar mal als Thema wegen seiner,
          0:18:55–0:19:01
          ja wegen seines Umgangs mit dem Thema Ticketkauf als noch gar nicht klar war,
          0:19:01–0:19:04
          dass er wirklich beim Turnier dabei sein würde.
          0:19:04–0:19:16
          Und ich habe vor dem Turnier das nicht für so eine total auf der Hand liegende
          0:19:16–0:19:19
          oder offensichtliche Wendung gehalten,
          0:19:20–0:19:22
          dass Nagelsmann ihn dann nochmal nominiert hat.
          0:19:22–0:19:30
          Ich muss aber sagen, dass einfach vom Fußballerischen her es auf jeden Fall
          0:19:30–0:19:37
          cool war, was er dem Team gegeben hat und dass mich dieses Turnier mit dem,
          0:19:37–0:19:43
          wie Nagelsmann sich das offensichtlich vorstellt und wie er Menschen in diesem
          0:19:43–0:19:47
          Team eine bestimmte Position überträgt, dass das für mich was total Versöhnliches hatte.
          0:19:47–0:19:51
          Und ich mir diese Spiele deswegen auch gerne angeschaut habe und ich eigentlich
          0:19:51–0:19:55
          für mich noch so dachte, Toni Kroos ist halt auch einer, dem man nach einem
          0:19:55–0:19:57
          Spiel immer ein Mikrofon hinhalten kann.
          0:19:57–0:20:03
          Also das passiert nicht so oft, dass der was sagt, wo man sich hinterher fragt,
          0:20:03–0:20:04
          was sollte das denn jetzt?
          0:20:06–0:20:09
          Und es ist ja auch tatsächlich so, dass beispielsweise,
          0:20:10–0:20:14
          ich glaube, das war vor der letzten Bundestagswahl, Tony Kroos sich auch mal
          0:20:14–0:20:17
          politisch auf eine Art geäußert hat, wo man eigentlich dachte,
          0:20:17–0:20:20
          ach, sehr erfrischend, dass jemand sich da Gedanken macht und dann irgendwie
          0:20:20–0:20:21
          zu solchen Schlüsseln kommt.
          0:20:22–0:20:26
          Und deswegen, als ich mitbekommen hatte, dass er eben bei Lanz und Precht im
          0:20:26–0:20:30
          Podcast war und dass es dann plötzlich um dieses Thema ging,
          0:20:31–0:20:33
          irgendwie ist er jetzt der neue Posterboy der Rechten oder so,
          0:20:34–0:20:35
          habe ich mir so gedacht, also.
          0:20:36–0:20:39
          Da kann ich mir ja eigentlich nur vorstellen, dass da Sachen aus dem Zusammenhang
          0:20:39–0:20:41
          gerissen wurden und Leute jetzt versuchen,
          0:20:41–0:20:45
          das für sich zu nutzen und habe mir tatsächlich die komplette Folge angehört
          0:20:45–0:20:52
          und fand das erschreckend, weil es geht überhaupt nicht darum,
          0:20:52–0:20:58
          dass man, also der Vorwurf, der dann oft kommt und der mir auch im Kern dann
          0:20:58–0:21:03
          oft entgegengeschlagen ist, war so dieses, Dieses Leute in diesem Land,
          0:21:03–0:21:07
          die sich tendenziell als links verstehen,
          0:21:07–0:21:13
          sind nicht in der Lage, auch über problematische Themen zu sprechen,
          0:21:13–0:21:18
          aus einem Wunsch heraus irgendwie alles zusammenzuführen und dass alle gut miteinander
          0:21:18–0:21:22
          irgendwie klarkommen, verschließen sie irgendwie die Augen vor Problemen.
          0:21:22–0:21:26
          Und beispielsweise darum ging es ja in dem Podcast, wenn es um Zuwanderung geht.
          0:21:27–0:21:33
          Und das ist überhaupt nicht der Punkt. Also natürlich muss man alle Themen auch
          0:21:33–0:21:35
          kritisch besprechen können.
          0:21:35–0:21:40
          Das halte ich für total wichtig. Aber ich halte es halt für absolut essentiell
          0:21:40–0:21:45
          und ich glaube, das ist ehrlicherweise auch was, wofür wir hier mit dem Podcast stehen,
          0:21:45–0:21:53
          dass man sich informiert, bevor man über Dinge spricht und dass man thematisch
          0:21:53–0:22:03
          an Fakten entlang spricht und dass man sich nicht bei Themen, die wichtig sind,
          0:22:03–0:22:06
          hinsetzt und alles mit einem Gefühl verargumentiert.
          0:22:08–0:22:13
          Also, wenn Annika und ich heute Abend zusammen ins Kino gehen würden und würden
          0:22:13–0:22:17
          uns irgendeinen Film angucken, dann könnten wir hinterher drüber sprechen,
          0:22:18–0:22:20
          mit was für einem Gefühl sind wir da rausgegangen.
          0:22:20–0:22:25
          Und fanden wir das Popcorn besser in diesem Kino als in dem Kino,
          0:22:25–0:22:26
          in dem wir zuletzt waren.
          0:22:26–0:22:29
          Wir waren noch nie zusammen im Kino, aber ich denke mir jetzt einfach nur irgendwas aus.
          0:22:30–0:22:36
          Das sind Sachen, wo man über Gefühle sprechen kann. Aber wenn es darum geht ...
          0:22:37–0:22:45
          Hat sich in einem Land eine Bedrohungslage verändert und kommt das daher,
          0:22:46–0:22:51
          dass in dieses Land Menschen aus anderen Ländern eingewandert sind,
          0:22:51–0:23:01
          dann ist es halt überhaupt nicht rechtmäßig in meinen Augen oder rechtmäßig
          0:23:01–0:23:05
          ist vielleicht das falsche Wort, dann ist es nicht klug oder zielführend,
          0:23:05–0:23:10
          alles mit einem Gefühl zu verargumentieren und auch immer wieder darauf hinzuweisen,
          0:23:11–0:23:14
          ich kann nur ein Gefühl beitragen und auch immer wieder darauf hinzuweisen,
          0:23:15–0:23:17
          ich lebe hier ja eigentlich schon seit zehn Jahren nicht mehr.
          0:23:17–0:23:23
          Und die Lebensrealität von einem Fußballer in dieser Einkommensklasse ist sowieso
          0:23:23–0:23:30
          schon so weit weg von so einer normalen Lebensrealität von irgendwie einem Bürger,
          0:23:30–0:23:35
          einer Bürgerin, die so ganz normal ihrem Leben nachgeht.
          0:23:35–0:23:40
          Also es wird jetzt auch sehr lang, es tut mir leid, aber der Punkt ist,
          0:23:40–0:23:46
          in einer so privilegierten Blase wie der, die diese drei Menschen in diesem
          0:23:46–0:23:47
          Podcast gebildet haben,
          0:23:48–0:23:56
          gefühlsmäßig zu erklären, dass durch Menschen, die in dieses Land gekommen sind,
          0:23:57–0:23:59
          sich die Situation hier.
          0:24:00–0:24:06
          Auf einer Gefährdungsebene verschlechtert hat und sich dann darin so total einig
          0:24:06–0:24:11
          zu sein und dann auch noch zu betonen, dass ja Spanien eine weniger aggressive
          0:24:11–0:24:14
          Gesellschaft sei per se als Deutschland.
          0:24:14–0:24:18
          Und dann aber natürlich am Ende zu betonen, dass Deutschland ja im Kern kein
          0:24:18–0:24:24
          rassistisches Land ist, das fand ich alles extrem, extrem, extrem schwierig.
          0:24:25–0:24:33
          Und ich würde mir halt wünschen, dass Leute mit so einer Strahlkraft und von
          0:24:33–0:24:37
          der kann man glaube ich gerade zum jetzigen Zeitpunkt bei Toni Kroos halt schon sprechen,
          0:24:38–0:24:44
          sich ein paar mehr Gedanken darum machen, was ihre Worte auslösen.
          0:24:44–0:24:47
          Und ehrlich gesagt geht es mir da noch weniger drum,
          0:24:47–0:24:52
          was sie bei irgendwelchen rechten Pfosten auslösen, die sich jetzt freuen und
          0:24:52–0:24:56
          sagen, das ist einer von uns, sondern was sie auslösen für Menschen,
          0:24:56–0:25:04
          die in diesem Land sowieso schon Diskriminierung ausgesetzt sind und die sich
          0:25:04–0:25:08
          übrigens selber in diesem Land oft nicht wohl und sicher fühlen,
          0:25:08–0:25:11
          weil sie von Leuten besonders auf den Kieker genommen werden.
          0:25:12–0:25:18
          Und das festzustellen, bedeutet halt auch noch nicht mal, also ich habe viele
          0:25:18–0:25:22
          E-Mails bekommen, in denen drin stand, ich hätte Toni Kroos einen Rassisten
          0:25:22–0:25:24
          und einen Nazi genannt und beides habe ich nicht getan.
          0:25:24–0:25:28
          Ich habe festgestellt, dass in diesem Podcast rassistische Aussagen getätigt
          0:25:28–0:25:31
          wurden, was daran liegt, dass es in diesem Land einen strukturellen Rassismus
          0:25:31–0:25:36
          gibt, über den wir einfach sprechen müssen und halt nicht irgendwie gefühlig,
          0:25:36–0:25:38
          sondern dann gerne mit Fakten unterlegt.
          0:25:38–0:25:42
          Und natürlich muss man dabei dann auch darüber sprechen, was für Probleme beim
          0:25:42–0:25:45
          Thema Integration oder von mir aus auch Migration passieren,
          0:25:45–0:25:49
          aber dann muss man das halt auch tun, indem man sagt, dass es ein großes politisches
          0:25:49–0:25:52
          Versagen in diesem Land gibt bei diesen Themen und man kann das nicht immer
          0:25:52–0:25:55
          eben auf Einzelpersonen abwälzen und ja.
          0:25:58–0:26:01
          Das ist ein sehr großes Thema und wir sind immer noch ein Fußball-Podcast und
          0:26:01–0:26:05
          das ist jetzt alles sehr politisch und führt schon ein Stück weit auch irgendwie
          0:26:05–0:26:09
          weg von dem, worüber wir hier sonst sprechen, aber andererseits halt wieder auch nicht,
          0:26:09–0:26:15
          weil diese Themen halt mit dem Fußball sowie mit allen anderen gesellschaftlichen
          0:26:15–0:26:16
          Bereichen verwoben sind.
          0:26:17–0:26:22
          Und man kann, so wie ich diesen Auftritt kritisieren kann, kann man im Anschluss
          0:26:22–0:26:26
          auch die Kolumne kritisieren und das ist vollkommen in Ordnung und damit habe
          0:26:26–0:26:27
          ich überhaupt keine Probleme.
          0:26:27–0:26:35
          Aber wenn man Leute auf eine total niederträchtige Art und Weise beleidigt und
          0:26:35–0:26:40
          wenn man Leute auf eine wirklich massive Art und Weise angreift und wenn man Leuten wünscht,
          0:26:40–0:26:42
          dass sie Übergriffe und Schlimmeres erfahren,
          0:26:43–0:26:47
          damit sie irgendwie zu Sinnen kommen, dann sind halt alle Grenzen überschritten.
          0:26:47–0:26:51
          Und diese E-Mails kamen ausschließlich von Männern.
          0:26:51–0:26:54
          Und sie sind eigentlich ein Beweis dafür,
          0:26:55–0:26:57
          dass das, was diese Männer die ganze Zeit behaupten, nämlich,
          0:26:57–0:27:02
          dass sie als Weiße in Deutschland geborene mit einem deutschen Stammbaum nicht
          0:27:02–0:27:06
          das Problem sind, sondern immer die anderen, das konterkarieren sie halt damit komplett.
          0:27:06–0:27:12
          Und vielen Dank für eure Aufmerksamkeit für diesen sehr ausführlichen Monolog.
          0:27:12–0:27:19
          Aber ich glaube wirklich über den Umgang von Leuten miteinander und auch über
          0:27:19–0:27:20
          den Umgang von Menschen,
          0:27:21–0:27:26
          die sich journalistisch betätigen, so wie wir und über diese ganze Geschichte
          0:27:26–0:27:30
          mit irgendwie in sehr dicken Anführungszeichen Feedback und so weiter,
          0:27:30–0:27:34
          müssen wir einfach auch offen sprechen.
          0:27:34–0:27:38
          Und deswegen habe ich das jetzt hier sehr ausführlich getan.
          0:27:40–0:27:40
          Ja, danke.
          Annika Becker
          0:27:40–0:27:45
          Ja, danke, dass du das nochmal so ausführlich erzählt hast. Ich finde das nämlich
          0:27:45–0:27:46
          auch sehr, sehr wichtig.
          0:27:46–0:27:52
          Also die Leute haben sich auch alle möglichen E-Mail-Adressen rausgesucht,
          0:27:52–0:27:54
          also zum Beispiel auch die von diesem Podcast, was bedeutet,
          0:27:55–0:27:59
          es waren jetzt nicht so viele, aber ein paar von diesen Nachrichten habe ich eben dann auch gelesen.
          0:27:59–0:28:08
          Und ja, da fällt einem dann nicht mehr so viel dazu ein, tatsächlich zu diesen Menschen.
          0:28:08–0:28:14
          Dann kommen wir damit zu einem Thema, das du hier mit aufgenommen hast,
          0:28:14–0:28:20
          nämlich zu den Zulassungen zur ersten Liga und Änderungen der Vorschriften,
          0:28:20–0:28:22
          die damit zusammenhängen.
          0:28:22–0:28:25
          Was magst du uns denn dazu erzählen?
          Mara Pfeiffer
          0:28:25–0:28:29
          Genau, das ist eigentlich nur eine ganz kurze Zusammenfassung,
          0:28:29–0:28:31
          um euch da auch nochmal auf den Stand zu bringen.
          0:28:31–0:28:35
          Der DFB hat veröffentlicht, dass alle sportlich für die 1. und 2.
          0:28:35–0:28:38
          Liga der Frauen qualifizierten Klubs die Zulassung erhalten.
          0:28:38–0:28:43
          Wir halten natürlich also mit der in Klammern Auslassung, dass Duisburg bekanntermaßen
          0:28:43–0:28:50
          die Bewerbung zurückgezogen hat, wodurch der SV 67 Weinberg nicht in die Regionalliga
          0:28:50–0:28:52
          Süd absteigt, sondern in der zweiten Klasse verbleibt.
          0:28:53–0:28:57
          Über die Aufstiegsrelegationen haben wir ja schon gesprochen.
          0:28:58–0:29:04
          Und aufsteigen werden eben der SC Freiburg, Bochum und Union Berlin.
          0:29:05–0:29:10
          Die Cheftrainer in der ersten Bundesliga der Frauen müssen künftig die höchste
          0:29:10–0:29:14
          Lizenz haben oder den Lehrgang bereits begonnen.
          0:29:14–0:29:18
          Das ist die berühmt-berüchtigte UEFA Pro Lizenz. Übrigens über die Lehrgänge
          0:29:18–0:29:22
          haben wir hier ja schon ein bisschen gesprochen und auch über das Kunststück,
          0:29:22–0:29:24
          das es bedeutet, in die Lehrgänge reinzukommen.
          0:29:24–0:29:32
          Deswegen musste ich ein bisschen grinsen, dass in den Regularien auch steht, also wer vor dem 1.
          0:29:32–0:29:37
          Juli 2024 bereits als Cheftrainer in Tätig ist und lediglich über eine gültige
          0:29:37–0:29:41
          A-Lizenz verfügt, darf die Tätigkeit so lange weiter ausüben,
          0:29:42–0:29:47
          bis man einen Lehrgangsplatz vom DFB in einem UEFA-Pro-Lehrgang hat.
          0:29:47–0:29:50
          Lehrgang zugewiesen bekommt oder zur Verfügung gestellt bekommt.
          0:29:50–0:29:53
          Da sind wir mal sehr gespannt, wie sich das weiterentwickelt.
          0:29:53–0:29:58
          Es gibt außerdem Anpassungen im medizinischen Bereich. Der Heimverein muss künftig
          0:29:58–0:30:01
          sicherstellen, dass eine Ärztin bei den Partien vor Ort ist.
          0:30:01–0:30:05
          Und lustig ist ja eigentlich vor allen Dingen, dass das vorher dann entsprechend
          0:30:05–0:30:08
          eben nicht der Fall war, also dass man das da nicht sicherstellen musste.
          0:30:08–0:30:13
          Es muss außerdem künftig ein Physiotherapeut in Vollzeit tätig sein.
          0:30:13–0:30:19
          Die Clubs sollen VideoanalystInnen, SportpsychologInnen und Fanbeauftragte benennen.
          0:30:20–0:30:25
          Und zusammengefasst wurde auch nochmal das Thema TV-Übertragung.
          0:30:25–0:30:30
          Alle 132 Partien sind weiterhin live bei Magenta Sport und Desson zu sehen.
          0:30:30–0:30:35
          Montags gibt es auch in der kommenden Saison eine Partie im Free-TV, nämlich bei Sport1.
          0:30:35–0:30:41
          ARD und ZDF haben das Recht auf 10 frei empfangbare TV-Livespiele pro Saison.
          0:30:41–0:30:47
          Das ist natürlich dann immer auch die Frage, wann und inwieweit sie davon Gebrauch machen.
          0:30:48–0:30:54
          Und ebenfalls können ARD und ZDF sowie Magenta Sportaison und Sky Highlights
          0:30:54–0:30:56
          aller Partien anbieten.
          Annika Becker
          0:30:57–0:31:02
          Ja, so ein bisschen daran anschließend, weil du Duisburg gerade schon erwähnt
          0:31:02–0:31:06
          hast, dass sie auf die Lizenz zur zweiten Liga verzichtet haben,
          0:31:06–0:31:10
          schließt jetzt so der nächste größere Themenschwerpunkt, nämlich der MSV Duisburg.
          0:31:11–0:31:18
          Auch das ist jetzt ja schon länger bekannt, aber ich wollte trotzdem hier nochmal
          0:31:18–0:31:22
          so durch die Entwicklung durchgehen, zumal es auch ein bisschen was Neues gibt.
          0:31:22–0:31:27
          Also nach dem Abstieg aus der ersten Liga aus finanziellen Gründen haben sie
          0:31:27–0:31:30
          eben keine Lizenz für die zweite Liga beantragt.
          0:31:31–0:31:37
          Ich fand dazu noch wichtig herauszuheben, dass, und das ist mir auch aufgefallen,
          0:31:37–0:31:44
          dass überall eigentlich so die Pressemitteilung von Duisburg übernommen wurde,
          0:31:44–0:31:49
          die das so in einen, also eben nur so gesagt hat aus finanziellen Gründen und
          0:31:49–0:31:52
          es so in einen Zusammenhang gestellt hat mit dem Abstieg der Männer.
          0:31:52–0:31:56
          Das wurde dann häufig in der Berichterstattung so übernommen.
          0:31:56–0:32:04
          Thomas Kristaniak hat für die NRZ kommentiert, die durch die räumliche Nähe
          0:32:04–0:32:06
          sehr gut informiert ist,
          0:32:06–0:32:10
          dass der eigentliche Sargnagel aber gar nicht unbedingt der Abstieg der Männer
          0:32:10–0:32:12
          war oder hätte sein müssen,
          0:32:12–0:32:17
          sondern dass das eigentlich schon der früher feststehende angekündigte Rückzug
          0:32:17–0:32:19
          von Capelli aus der Frauenabteilung war.
          0:32:19–0:32:31
          Das war nämlich schon im April und seitdem gab es nicht so besonders hohe, große Bemühungen,
          0:32:31–0:32:35
          einen neuen Geldgeber oder eine neue Geldgeberin zu finden.
          0:32:35–0:32:40
          Die NRZ benennt da immer Uwe Struck als Vorstandsmitglied, der das im Alleingang
          0:32:40–0:32:46
          betrieben habe, während sich alle anderen im Verein eher so davor weggeduckt
          0:32:46–0:32:49
          haben und das Interesse nicht so da zu sein schien.
          0:32:50–0:32:56
          Zu Capelli muss man vielleicht noch erwähnen, dass jetzt zuletzt im Juni der
          0:32:56–0:33:03
          MSV wiederum sich dann aus der restlichen Zusammenarbeit komplett zurückgezogen hat.
          0:33:03–0:33:06
          Die bestand nämlich eben noch daran, dass es der Ausrüster für die Männer sein
          0:33:06–0:33:11
          sollte und der Verein sagte, es gäbe größere Zahlungsrückstände.
          0:33:12–0:33:17
          Was die Frauenabteilung angeht, ist es so, dass der MSV, nachdem klar war,
          0:33:17–0:33:21
          okay, zweite Liga wird nicht funktionieren, in der Regionalliga spielen wollte
          0:33:21–0:33:25
          Der Westdeutsche Fußballverband hat dafür aber keine Erlaubnis erteilt,
          0:33:26–0:33:32
          Zitat aus formalen Gründen, noch genauer wurde das nicht benannt Statt also
          0:33:32–0:33:36
          in der drittklassigen Regionalliga auflaufen zu können, war dann klar,
          0:33:36–0:33:39
          okay, es wird jetzt die fünftklassige Landesliga.
          0:33:40–0:33:48
          Ähm, und jetzt ist es aber so, dass aufgrund dieser Ablehnung für die Regionalliga
          0:33:48–0:33:53
          und, ähm, wie das Ganze, ähm, in den Regularien verfasst ist, ähm,
          0:33:53–0:33:59
          diese Absage des Westdeutschen Fußballverbandes dem MSV auf eine gewisse Art ein bisschen hilft,
          0:34:00–0:34:06
          weil dadurch feststeht, dass, ähm, nächste Saison der MSV quasi aufsteigt in
          0:34:06–0:34:09
          die Niederrhein-Liga, die viertklassig ist.
          0:34:09–0:34:16
          Also, sie müssen nicht die Liga gewinnen, Meisterin werden in der fünften Liga,
          0:34:16–0:34:21
          in der nächsten jetzt einfach mal, sie kommen so oder so in die vierte und haben
          0:34:21–0:34:23
          eine gewisse Planungssicherheit,
          0:34:23–0:34:28
          weil das so geregelt ist,
          0:34:28–0:34:35
          dass durch diese Absage des Verbandes die MSV-Frauen quasi als die Absteigerinnen
          0:34:35–0:34:38
          aus der Regionalliga für die kommende Saison feststehen.
          0:34:39–0:34:44
          Also ja, es ist alles sehr, sehr ominös und sehr verwirrend.
          0:34:44–0:34:47
          Aber das ist ja noch nicht verwirrend genug.
          0:34:48–0:34:52
          Deswegen schiebe ich euch jetzt noch den Fakt hinterher, dass es in dieser Saison
          0:34:52–0:34:58
          formal keine erste bei den MSV-Frauen gibt, sondern nur die zweite.
          0:34:58–0:35:04
          Diese zweite spielt, ohne dass es eine erste gibt, halt eben in der fünften Liga.
          0:35:05–0:35:10
          Wenn sie aufsteigen, was ja schon feststeht, werden sie nächste Saison die erste
          0:35:10–0:35:12
          und es wird eine neue zweite gegründet.
          0:35:12–0:35:17
          Ich hatte mich nämlich bei dem einen Instagram-Posting vom MSV auch schon gefragt,
          0:35:17–0:35:19
          warum da von der zweiten die Rede war statt der ersten.
          0:35:20–0:35:24
          Das ist die Erklärung dafür. Also ja, es ist alles ganz fantastisch.
          0:35:24–0:35:29
          Ich möchte dazu noch ein paar Beobachtungen von mir selber hinterher schieben.
          0:35:29–0:35:33
          Ich habe nämlich mal geschaut heute, Stand 15.07.
          0:35:33–0:35:41
          Haben von den 27 Spielerinnen, die letzte Saison im Kader des MSV Duisburg standen,
          0:35:41–0:35:43
          13 immer noch keinen neuen Verein gefunden.
          0:35:43–0:35:49
          Oder zumindest ist dieser nicht öffentlich bekannt und bei Soccer Donner,
          0:35:49–0:35:51
          wo ich nachgeschaut habe, eingetragen.
          0:35:51–0:35:58
          Und was anderes, was ich ja noch viel krasser finde, ist, dass der Verein die
          0:35:58–0:36:01
          Frauen quasi komplett von seiner Website getilgt hat.
          0:36:01–0:36:06
          Also wenn man da irgendwas nachgucken möchte, die existieren einfach nicht mehr
          0:36:06–0:36:07
          in keinem einzigen Menü.
          0:36:07–0:36:13
          Wenn man auf die alte Übersicht-Seite gehen möchte, bekommt man einen 404-Error.
          0:36:13–0:36:21
          Und es gibt eine alternative Website, msv-frauen.de, die eigentlich gedacht
          0:36:21–0:36:23
          war für die Nachwuchsteams.
          0:36:23–0:36:29
          Und da ist der letzte Artikel inzwischen fast ein Jahr alt, also der ist irgendwie
          0:36:29–0:36:31
          aus dem September 2023 oder so.
          0:36:32–0:36:40
          Das heißt, es gibt auf keiner wirklich ja unabhängigen oder Vereinsplattform,
          0:36:40–0:36:45
          die halt nicht irgendwie ein Social Media Netzwerk ist, Informationen dazu, wie es weitergeht.
          0:36:45–0:36:49
          Das Einzige, was man halt, also was ich manchmal noch sehe, ist halt eben,
          0:36:49–0:36:51
          wenn bei Instagram was gepostet wird,
          0:36:52–0:37:00
          Aber that's it. Und ja, das ist halt schon ziemlich, ja, schwach.
          Mara Pfeiffer
          0:37:00–0:37:09
          Ja, das ist es definitiv und wir sind damit mittendrin in einem Thema,
          0:37:09–0:37:14
          was wir jetzt heute auch noch ein bisschen in Richtung England ausweiten wollen,
          0:37:14–0:37:22
          nämlich Umgang von Vereinen mit den Frauenteams oder Frauenabteilungen.
          0:37:22–0:37:33
          Und oft liegen eben systemische Gründe dahinter, sei es, wie jetzt im Falle von Duisburg,
          0:37:33–0:37:38
          Rückzug von GeldgeberInnen oder eben tatsächlich,
          0:37:38–0:37:43
          dass der Verein insgesamt in Schwierigkeiten geraten ist oder dass man versuchen möchte,
          0:37:44–0:37:49
          die Männerabteilung durch die Opferung der Frauenabteilung zu retten.
          0:37:50–0:37:58
          Es gibt aktuell zwei relativ prominente Beispiele dafür, auch aus England.
          0:37:59–0:38:02
          Einmal Reading FC, die Frauen.
          0:38:03–0:38:09
          Die Abteilung wurde 2006 gegründet, ab 2014 haben sie in der ersten Liga gespielt
          0:38:09–0:38:14
          und sind dann Ende der Saison 22, 23 abgestiegen in die zweite Liga.
          0:38:14–0:38:19
          In der werden sie jetzt aber nächste Saison nicht antreten.
          0:38:21–0:38:30
          Die Frauenabteilung sollte verkauft werden an ein UK-based Konsortium und amerikanische
          0:38:30–0:38:36
          InvestorInnen, aber das ist am Ende nicht zustande gekommen.
          0:38:37–0:38:44
          Die Gründe sind auch so ein bisschen vage. Es gibt sowohl im Guardian als auch
          0:38:44–0:38:48
          in der New York Times ausführlichere Texte dazu, die wir euch anhängen.
          0:38:48–0:38:52
          Und dann gibt es noch eine Seite, die heißt The Tilehurst End.
          0:38:52–0:38:55
          Die haben relativ viel zu den
          0:38:55–0:39:02
          Reading FC Women und haben auch zu dem Thema eben einige Texte verfasst.
          0:39:02–0:39:07
          Es war jetzt dann sogar noch die Frage, ob sie in der fünften Liga überhaupt
          0:39:07–0:39:11
          antreten dürfen, weil das die FA eben genehmigen muss.
          0:39:12–0:39:15
          Die hat dem jetzt mittlerweile zugestimmt. Es gibt da ein Statement,
          0:39:15–0:39:21
          auch das verlinken wir euch, wo es heißt, also man wollte von den Mitarbeitenden
          0:39:21–0:39:24
          und SpielerInnen noch mehr Schaden abwenden.
          0:39:25–0:39:30
          Die zweite Liga in England hat nächste Saison dann nur elf Vereine und eine
          0:39:30–0:39:35
          Absteigerin, das heißt also auf die hat das natürlich auch Auswirkungen.
          0:39:35–0:39:42
          Und was besonders kritisiert wird bei der Geschichte ist auch der Umgang mit den Frauen,
          0:39:42–0:39:47
          die also sehr lange durch diese Gespräche mit potenziellen GeldgeberInnen oder
          0:39:47–0:39:55
          KäuferInnen eben in der Schwebe gelassen wurden und dann sehr kurzfristig eben davon erfahren haben.
          0:39:56–0:40:00
          Ähm, das betrifft natürlich nicht nur die Spielerinnen selbst,
          0:40:00–0:40:05
          sondern es betrifft auch Leute, die, äh, im Bereich der Frauen im Verein gearbeitet haben.
          0:40:05–0:40:10
          Ähm, es betrifft, äh, die Nachwuchs- und Mädchenteams und es ist einfach ein
          0:40:10–0:40:16
          Paradebeispiel dafür, wie man es, äh, nicht machen sollte.
          0:40:17–0:40:22
          Ähm, genau, ähm, Annika hat dann, äh, noch einen weiteren Text,
          0:40:22–0:40:26
          äh, rausgesucht zu der Thematik, äh, beziehungsweise einen LinkedIn-Beitrag,
          0:40:26–0:40:28
          vielleicht kannst du dazu kurz was sagen, Annika?
          Annika Becker
          0:40:29–0:40:35
          Genau, das ist ein LinkedIn-Beitrag von Maggie Murphy, die kennt ihr garantiert
          0:40:35–0:40:42
          oder habt schon mal von ihr gehört, weil sie bis vor kurzem die Vereinschefin von Luz FC war.
          0:40:42–0:40:50
          Sie ist jetzt mit dem Saisonende zurückgetreten, hatte das auch schon vorher angekündigt und ja,
          0:40:50–0:40:55
          hat einen LinkedIn-Beitrag oder Artikel einen längeren dazu verfasst,
          0:40:55–0:40:58
          den wir euch auch hier verlinken, wo es so ein bisschen darum geht,
          0:40:58–0:41:03
          diese ewige Gretchenfrage, will man dem Fußball der Männer nacheifern,
          0:41:03–0:41:06
          will man nicht eigentlich seinen eigenen Weg gehen, was bedeutet das eigentlich?
          0:41:06–0:41:13
          Und da so das komplette System eigentlich mit in die Verantwortung nimmt,
          0:41:13–0:41:16
          also weil Murphy sagt, das ist kein,
          0:41:16–0:41:22
          also auch wenn man jetzt irgendwie natürlich gucken kann, dass es diese schwierige
          0:41:22–0:41:26
          finanzielle Situation speziell bei dem Verein gibt und so weiter,
          0:41:26–0:41:28
          dass es aber kein Einzelfall ist,
          0:41:28–0:41:32
          sondern dass man da von ausgehend eben auch eine größere Problematik erkennen kann.
          0:41:32–0:41:36
          Weil so wie der Fußball der Frauen in England in den letzten Jahren aufgebaut wurde.
          0:41:37–0:41:42
          Man sich eben in eine systematische Abhängigkeit vom Fußball der Männer begeben
          0:41:42–0:41:47
          hat, beziehungsweise diese noch größer gemacht hat, dieses Abhängigkeitsverhältnis.
          0:41:47–0:41:53
          Und dass es gleichzeitig in den letzten Jahren eben diesen kollektiven Drang
          0:41:53–0:41:56
          gibt, oder sie spricht auch von Ungeduld, Versäumnisse,
          0:41:56–0:42:02
          die sich natürlich auch aus Verbandsverbotsphasen und Steinen in den Weg legen
          0:42:02–0:42:07
          und so ergeben haben, Versäumnisse möglichst schnell aufholen möchte.
          0:42:07–0:42:10
          Dass alle sehr, sehr viele Forderungen stellen,
          0:42:11–0:42:17
          die auch gerechtfertigt sind, aber dass, wenn man dem zu sehr hinterher rennt,
          0:42:17–0:42:22
          gesundes Wachstum eigentlich nicht mehr möglich ist, besonders eben für Vereine,
          0:42:22–0:42:27
          die, wie jetzt das in dem Fall ja auch ist, nicht in der Premier League vertreten sind.
          0:42:28–0:42:35
          Und das fand ich einfach nochmal so einen sehr guten Beitrag so zusätzlich dazu,
          0:42:35–0:42:39
          also weil man ja auch, auch wenn es jetzt auf England bezogen ist,
          0:42:39–0:42:44
          aber man sieht nun mal eben die parallelen Entwicklungen ja auch hier bei uns zum Beispiel.
          Mara Pfeiffer
          0:42:44–0:42:49
          Ja, und ein zweiter Verein, der da zuletzt in die Schlagzeilen geraten ist, war Thornaby FC,
          0:42:50–0:42:54
          die sich von ihrer kompletten Frauen- und Mädchenabteilung mit sämtlichen Teams
          0:42:54–0:42:58
          getrennt haben, die sie mittlerweile allerdings wieder zurückgeholt haben nach
          0:42:58–0:43:00
          einem ziemlichen Backlash.
          0:43:00–0:43:04
          Zu den Hintergründen lässt sich sagen, dass der Verein nach einem,
          0:43:04–0:43:07
          wie das in einem Artikel bei ISBN so schön heißt,
          0:43:07–0:43:11
          nach einem schwierigen Jahr hat man sich zusammengesetzt und überlegt,
          0:43:11–0:43:14
          wie können wir den Club retten und natürlich war es da total naheliegend zu
          0:43:14–0:43:17
          sagen, indem wir uns von den Frauen und Mädchen trennen und das Geld,
          0:43:17–0:43:22
          was da bisher hingeflossen ist, auch noch in die Männer und in die Jungs investieren.
          0:43:22–0:43:28
          Es gab dann, wie gesagt, einen ziemlichen Uproar und inzwischen ist Alison McGee,
          0:43:28–0:43:33
          die Direktorin ist bei Durata, einer von Thornabys Sponsoren.
          0:43:34–0:43:41
          Eingesetzt worden, um das Ganze wieder in geregelte Bahnen zu lenken und sie hat jetzt gesagt,
          0:43:41–0:43:48
          die Mädchen- und Frauenteams hätten jetzt die in Anführungszeichen Foundation
          0:43:48–0:43:51
          to carry on und diejenigen,
          0:43:51–0:43:56
          die in den entsprechenden Gremien gesessen und also für die Auflösung der Abteilung
          0:43:56–0:43:59
          gestimmt hatten, sind mittlerweile auch zurückgetreten.
          0:43:59–0:44:05
          Das heißt, in dem Negativen ist es dann zumindest ein positives Beispiel dafür,
          0:44:05–0:44:10
          wie mittlerweile durch einen öffentlichen Druck es zum Glück ein Stück weit
          0:44:10–0:44:12
          verunmöglicht wird, sowas einfach so zu machen.
          0:44:13–0:44:19
          Die Blackburn Rovers wiederum sind jetzt in die Schlagzeilen geraten damit,
          0:44:19–0:44:24
          dass sie den Frauen nur noch Minimum Wage bezahlen. Das heißt also Mindestlohn natürlich.
          0:44:24–0:44:28
          Die sollen 9000 Pfund pro Saison bekommen.
          0:44:28–0:44:32
          Das heißt, sie werden mit einem Mindestlohn Stundenlohn gezahlt,
          0:44:33–0:44:36
          allerdings nur für Trainingszeiten und nicht beispielsweise für die Fahrten
          0:44:36–0:44:41
          zu Auswärts spielen, was auch schon komplett absurd ist.
          0:44:41–0:44:46
          Die in dem Verein ihre ersten Schritte gemacht haben, sind beispielsweise Kira
          0:44:46–0:44:50
          Walsh und die hierzulande ja sehr gut bekannte Georgia Stanway.
          0:44:50–0:44:55
          Viele Spielerinnen haben sich in allen drei Fällen, also bei allen drei Vereinen
          0:44:55–0:44:57
          auch öffentlich zu Wort gemeldet.
          0:44:58–0:45:02
          Und was ich halt bei der Geschichte mit Blackburn Rovers noch ganz interessant
          0:45:02–0:45:06
          finde, also einer der Gründe, warum der Verein, also auch da sind natürlich
          0:45:06–0:45:09
          finanzielle Schwierigkeiten der Grund dafür, dass man zu solchen Mitteln greift.
          0:45:09–0:45:12
          Auch da ist die innere Logik.
          0:45:13–0:45:16
          Der Leute, die im Verein Verantwortung tragen, dass man das natürlich bei den
          0:45:16–0:45:18
          Frauen macht und nicht bei den Männern.
          0:45:19–0:45:27
          Und der Verein gehört halt seit November 2010 Venkis London Limited,
          0:45:27–0:45:30
          einer Tochtergesellschaft der im indischen Pune ansässigen Firma.
          0:45:32–0:45:38
          Venkateshwara Hedgerys Private Limited. Und es ist auch so, dass der Verein
          0:45:38–0:45:46
          in Indien wegen irgendwelcher Steuerunregelmäßigkeiten gerade Schwierigkeiten hat, sagen wir mal.
          0:45:47–0:45:54
          Und ja, ich finde halt, diese Beispiele zeigen neben allem, was Annika jetzt
          0:45:54–0:45:58
          gerade gesagt hat, schon auch so ein bisschen, es gibt ja jetzt gerade so eine Tendenz,
          0:45:59–0:46:04
          dass man vielleicht sich in eine Richtung bewegt, dass im Fußball der Frauen
          0:46:04–0:46:09
          InvestorInnen in das Allheilmittel sein könnten, um ihn eben möglichst schnell
          0:46:09–0:46:12
          auf ein Level zu heben, wo man ihn gerne sehen möchte.
          0:46:12–0:46:18
          Und da sollte man sich vielleicht diese warnenden Beispiele durchaus auch vor Augen halten,
          0:46:18–0:46:25
          weil die Frage dann schon immer so ein bisschen ist, mit wem man sich halt zusammentut,
          0:46:25–0:46:32
          um den Fußball der Frauen zu stärken, zu fördern, aufzublasen.
          0:46:32–0:46:38
          Und wie gut die Konzepte dahinter sind und wie zuverlässig vor allen Dingen
          0:46:38–0:46:41
          auch die PartnerInnen sind, mit denen man sich halt zusammentut.
          0:46:41–0:46:47
          Und das sollte man bei allem Wunsch nach einer Entwicklung auf dem Gebiet eben
          0:46:47–0:46:50
          auch nicht außer Acht lassen.
          Annika Becker
          0:46:50–0:46:54
          Ja, sehr, sehr richtig. Ich fürchte auch, dass das leider was sein wird,
          0:46:54–0:46:57
          was uns noch länger beschäftigen wird.
          0:46:57–0:47:02
          Also Fälle wie diese, dass es natürlich bestimmt irgendwann auch mal positive
          0:47:02–0:47:06
          Beispiele geben wird, aber ich fürchte, dass es relativ viele von diesen Fällen
          0:47:06–0:47:08
          in nächster Zeit geben wird, wo...
          0:47:09–0:47:15
          Sowas eben nicht gut ausgeht oder Vereine oder Abteilungen letztendlich für
          0:47:15–0:47:16
          sich feststellen müssen, dass
          0:47:16–0:47:21
          sie ja ohne eigenes Zutun mehrere Schritte zurückgehen müssen im Prinzip.
          Mara Pfeiffer
          0:47:22–0:47:26
          Ja, ich fürchte auch, dass uns da noch einiges bevorsteht und ich meine für
          0:47:26–0:47:31
          viele von diesen Entwicklungen ist ja England immer zwei, drei Schritte voraus
          0:47:31–0:47:34
          und das könnte man ja dann wenigstens mal nutzen,
          0:47:34–0:47:38
          um aus den Problemen, die sich da ergeben, vielleicht schon was zu lernen fürs eigene Handeln.
          Annika Becker
          0:47:38–0:47:41
          Ja, das wäre doch vielleicht mal eine gute Idee.
          Mara Pfeiffer
          0:47:42–0:47:47
          Damit kommen wir zu den Blitz-News. Willst du mal anfangen, Annika?
          Annika Becker
          0:47:47–0:47:51
          Es gibt eine Krise im argentinischen Nationalteam der Frauen, was keine,
          0:47:52–0:47:57
          also das ist ein längerer Zustand, aber es gibt eben eine neue Entwicklung,
          0:47:57–0:48:03
          weil nämlich vier Spielerinnen während der letzten Abstellungsphase die Nationalelf
          0:48:03–0:48:06
          verlassen haben wegen unwürdiger Bedingungen.
          0:48:06–0:48:11
          Die Spielerinnen sind Torhüterin Laurina Oliveros, die Mittelfeldspielerin Lorena
          0:48:11–0:48:16
          Benitez und die beiden Verteidigerinnen Julieta Cruz und Eliana Stabile.
          0:48:17–0:48:22
          Spielen alle für die Boca Juniors und sind im Mai-Juni ausgetreten.
          0:48:24–0:48:29
          Begründungen dafür sind gar nicht so sehr die finanziellen Bedingungen,
          0:48:29–0:48:35
          wobei die auch problematisch sind, aber hauptsächlich eben so die normalen anderen
          0:48:35–0:48:38
          Bedingungen, die man erwarten würde, wie zum Beispiel Essen.
          0:48:38–0:48:43
          Es gäbe kein Essen, es gäbe insgesamt schlechte Bedingungen. Die Spielerinnen,
          0:48:44–0:48:50
          Wurden öffentlich von Estefania Barnini unterstützt, die aus ähnlichen Gründen
          0:48:50–0:48:52
          im letzten Jahr ausgetreten ist.
          0:48:52–0:48:57
          Und ja, wir haben verlinkt euch einen Artikel aus dem Guardian,
          0:48:57–0:49:01
          aus dem eben hervorgeht, wie lange inzwischen einfach auch schon diese Geschichte
          0:49:01–0:49:04
          ist, die der argentinische Verband
          0:49:04–0:49:08
          damit hat, seine eigenen Nationalspielerinnen schlecht zu behandeln.
          0:49:08–0:49:12
          Julieta Cruz hat zu dem Ganzen auf Instagram noch geschrieben,
          0:49:13–0:49:17
          Zitat, ich bin traurig, aber sicher, dass dies nicht der Weg ist, den ich gehen will.
          0:49:17–0:49:21
          Die argentinische Frauenfußballmannschaft muss verbessert werden und ich spreche
          0:49:21–0:49:24
          nicht nur vom Finanziellen, ich spreche vom Training, vom Mittagessen,
          0:49:24–0:49:26
          vom Frühstück, Auslassung.
          0:49:26–0:49:31
          Ich wünsche mir einfach, dass künftige Generationen so etwas nicht mehr durchmachen
          0:49:31–0:49:37
          müssen und es wirklich genießen können, in der Nationalmannschaft zu spielen. Zitat Ende. Genau.
          Mara Pfeiffer
          0:49:38–0:49:45
          Die Women in Football, die ja in UK sitzen und auch so ein bisschen ein Vorbild
          0:49:45–0:49:48
          waren bei der Gründung von Fußball kann mehr,
          0:49:48–0:49:55
          haben eine Umfrage zu Diskriminierung im Fußball gemacht.
          0:49:55–0:50:01
          Im Mai 1100 Personen haben daran teilgenommen.
          0:50:01–0:50:02
          Das war international.
          0:50:03–0:50:08
          Auch die Mitgliedschaft bei Women in Football ist international.
          0:50:09–0:50:12
          Also ich bin da beispielsweise seit einer Weile auch dabei.
          0:50:12–0:50:17
          Wenn man also im Bereich Fußball arbeitet und eben nicht nur zwingend direkt
          0:50:17–0:50:22
          im Sport, sondern eben auch in an den Sport angegliederten Bereichen wie dem
          0:50:22–0:50:26
          Journalismus, kann man sich da um eine Aufnahme bewerben.
          0:50:28–0:50:32
          Insgesamt, und das ist die große Zahl, mit der natürlich die Ergebnisse auch
          0:50:32–0:50:38
          überschrieben sind, haben 89 Prozent der Frauen, die teilgenommen haben, an der Umfrage gesagt,
          0:50:38–0:50:46
          dass sie Diskriminierung rund um ihre Arbeit in verschiedenen Formen schon erlebt haben.
          0:50:46–0:50:51
          Es ist außerdem so, dass die Aussage war, dass Diskriminierung aufgrund von
          0:50:51–0:50:55
          Gender in den wenigsten Fällen angezeigt wird.
          0:50:55–0:51:05
          Sexismus, Bullying und Harassment sind für Frauen im Fußball im Prinzip ohnehin Alltag.
          0:51:05–0:51:13
          Das gilt noch mehr, wenn sie noch weitere Minderheitslabels haben,
          0:51:13–0:51:18
          also beispielsweise einer als migrantisch gelesenen Gruppe angehören.
          0:51:18–0:51:24
          Und das passiert soweit sowohl online als auch eben im direkten Umgang miteinander.
          0:51:24–0:51:28
          Was ich irgendwie ganz spannend fand, war...
          0:51:30–0:51:38
          Zahlen, was die, ja, den positiven Outlook in die Zukunft angeht.
          0:51:38–0:51:43
          Also es wurde beispielsweise gefragt, ist Fußball ein Bereich,
          0:51:43–0:51:48
          in dem Frauen sich eben gut entwickeln und entfalten können?
          0:51:49–0:51:56
          Und da haben 64 Prozent der weiblichen Mitglieder von Frauen,
          0:51:56–0:52:01
          von Women in Football Ja, aber 80 Prozent der Männer.
          0:52:02–0:52:08
          Und irgendwie finde ich, das sagt halt schon wieder einiges über die strukturellen
          0:52:08–0:52:12
          Schwierigkeiten aus, wenn die Frauen nur zu 64 Prozent sagen,
          0:52:12–0:52:16
          ich kann mich hier gut entwickeln, aber 80 Prozent der Männer sind der Meinung,
          0:52:16–0:52:18
          dass Frauen sich gut entwickeln könnten.
          0:52:18–0:52:22
          Also dann sollten die Männer vielleicht mit den Frauen mal ins Gespräch darüber
          0:52:22–0:52:26
          kommen, warum sie das eben zu einem höheren Anteil nicht glauben.
          0:52:26–0:52:33
          Und so ähnlich war es bei der Frage, ob man daran glaubt, dass in der Zukunft
          0:52:33–0:52:37
          mehr Frauen in verantwortlichen Rollen im Fußball sein würden.
          0:52:37–0:52:41
          Da haben nämlich 80 Prozent der Frauen, was ja immerhin auch eine sehr hohe
          0:52:41–0:52:49
          Zahl ist, gesagt, ja, sie glauben das für die Zukunft, aber auch wiederum 93 Prozent der Männer.
          0:52:50–0:52:54
          Also was bedeutet, die Männer sind da deutlich optimistischer als die Frauen.
          0:52:54–0:52:56
          Das an sich ist ja eine schöne Sache.
          0:52:57–0:53:02
          Diesen Optimismus können sie aber eben auch ein Stück weit in die Realität umsetzen,
          0:53:02–0:53:09
          indem sie halt ihr Handeln entsprechend an diese schönen Bilder von der Zukunft anpassen.
          0:53:09–0:53:16
          Und eine Zahl würde ich gerne noch sagen, die ich nämlich extrem erschreckend,
          0:53:16–0:53:19
          aber auch nicht besonders verwunderlich finde, ehrlich gesagt,
          0:53:19–0:53:23
          als Frau, die selber im Fußball unterwegs ist.
          0:53:24–0:53:32
          60 Prozent der Frauen, die Diskriminierung angezeigt haben, haben gesagt,
          0:53:32–0:53:39
          dass daraufhin keinerlei Handlung passiert ist.
          0:53:39–0:53:45
          Und 16 Prozent haben gesagt, es wurde ihnen nicht mal wirklich zugehört oder man hat es eben abgetan.
          0:53:46–0:53:51
          Und das zeigt schon, dass es da eben noch einen sehr, sehr weiten Weg gibt.
          0:53:51–0:53:56
          Wir verlinken euch da die Ergebnisse bei Women in Football, die haben einen
          0:53:56–0:53:57
          sehr ausführlichen Text geschrieben.
          0:53:59–0:54:02
          Wo eben die Zahlen alle nochmal aufgedröselt werden.
          0:54:02–0:54:08
          Und ich finde es gut, dass solche Erhebungen mittlerweile passieren.
          0:54:09–0:54:13
          Ich glaube, wenn man diese Zahlen nicht schwarz auf weiß hat,
          0:54:13–0:54:17
          dann ist die Chance auf eine Veränderung nochmal kleiner.
          Annika Becker
          0:54:17–0:54:22
          Ja, Thema Veränderung und vor allem problematische Dinge.
          0:54:23–0:54:33
          Der österreichische Fußballverband hat sich von dem Trainer der U20-Frauen Hannes Spilka getrennt.
          0:54:33–0:54:39
          Zitat aus der Pressemitteilung. Der ÖFB hat Informationen zu aufklärungsbedürftigen
          0:54:39–0:54:44
          Vorkommnissen im Umfeld des U20-Frauen-Nationalteams erhalten.
          0:54:44–0:54:48
          Nach einer umfassenden Aufarbeitung des Sachverhaltes wurde der Teamchef des
          0:54:48–0:54:55
          U20-Frauen-Nationalteams mit sofortiger Wirkung vollumfänglich von seinen Aufgaben entbunden.
          0:54:55–0:55:05
          Das Ganze kommt eben relativ kurz bevor Ende August die U20-WM in Kolumbien stattfindet.
          0:55:05–0:55:10
          Interimistisch übernimmt Oliver Lederer erst einmal das Team.
          0:55:10–0:55:15
          Und ja, die österreichischen Medien, die das bisher aufgegriffen haben,
          0:55:16–0:55:21
          bezeichnen diese Pressemitteilung zu Recht als sehr kryptisch,
          0:55:21–0:55:26
          weil man eben dem jetzt noch nicht mehr entnehmen kann.
          0:55:26–0:55:32
          Die PM geht damit weiter, dass es da heißt, die Privatsphäre aller Beteiligten
          0:55:32–0:55:35
          müsse unter allen Umständen geschützt werden.
          0:55:36–0:55:41
          Daher ersuchen wir um Verständnis, dass keine Angaben zu weiteren Details gemacht werden.
          0:55:41–0:55:46
          Ähm, die PM ist so kryptisch, dass in der ja noch nicht einmal der Name von
          0:55:46–0:55:51
          Hannes Spilka erwähnt wird, ähm, obwohl es ja irgendwie nur drei Sekunden dauert,
          0:55:51–0:55:55
          um den zu ergoogeln, ähm, weshalb Sport ORF,
          0:55:55–0:55:59
          ähm, das dann zum Beispiel auch schon anders formuliert hatte im eigenen Artikel.
          0:56:01–0:56:07
          Also, das Ganze klingt höchst problematisch und wir werden mal schauen,
          0:56:07–0:56:10
          ob wir im Laufe der Zeit dann noch weitere Dinge zu mitbekommen.
          Mara Pfeiffer
          0:56:10–0:56:17
          Ja, auch diese Geschichten reißen Fußball der Frauen leider nicht ab.
          0:56:17–0:56:21
          Wir haben tatsächlich, was ja, wie ihr wisst, sehr selten für uns ist,
          0:56:21–0:56:24
          auch zwei klassische Blitz-News, das heißt kurze Meldung.
          0:56:25–0:56:30
          Eine davon ist, falls euch das Thema interessiert, PETA bewertet jede Saison
          0:56:30–0:56:34
          die veganen Angebote in Bundesliga-Stadien.
          0:56:35–0:56:38
          Die haben als ein relativ simples, aber auch nachvollziehbares System,
          0:56:39–0:56:43
          dass sie Punkte vergeben und es gibt immer einen Punkt pro Gericht,
          0:56:43–0:56:47
          was mehr so als Snack oder Beilage zählt, also sowas wie Pommes oder Brezel
          0:56:47–0:56:53
          und drei Punkte gibt es für ein tatsächliches Gericht.
          0:56:56–0:57:00
          Rasenballsport leipzig hat tatsächlich gewonnen die
          0:57:00–0:57:03
          liegen auf dem ersten platz auf dem zweiten platz liegt der bvb
          0:57:03–0:57:06
          und auf dem dritten platz liegt mainz 05
          0:57:06–0:57:12
          wir verlinken euch da den artikel von peter in dem ihr euch ein bisschen umschauen
          0:57:12–0:57:17
          könnt was es eigentlich in den verschiedenen stadien so gibt und wie diese punkte
          0:57:17–0:57:23
          zustande gekommen sind und dann hat kick in die hier ja auch immer mal wieder
          0:57:23–0:57:26
          Thema sind mit ihren Projekten.
          0:57:27–0:57:32
          Zusammen mit der Kindernothilfe und Safe Hands ein Ratgeber für kinderfreundliche
          0:57:32–0:57:36
          Stadien entwickelt, der sich an Vereine richtet.
          0:57:36–0:57:39
          Und das, was ich daran wirklich extrem charmant finde,
          0:57:39–0:57:44
          ist, dass sie über zwei Jahre mit Kindern und Jugendlichen eben inhaltlich zusammengearbeitet
          0:57:44–0:57:50
          haben, auch unter anderem Stadionbegehungen gemacht haben Und eben die tatsächliche
          0:57:50–0:57:52
          Zielgruppe einbringen konnte,
          0:57:52–0:57:56
          was aus ihrer Sicht im Stadion verbesserungswürdig ist.
          0:57:56–0:58:00
          Zu den Tipps gehören so Sachen wie höhere Sitze im Familienblock,
          0:58:01–0:58:03
          damit die Kinder besser sehen können.
          0:58:03–0:58:08
          Aber beispielsweise auch eigene Stände mit einem speziellen Angebot für Kinder
          0:58:08–0:58:09
          und auch der Möglichkeit,
          0:58:10–0:58:15
          da bar zu bezahlen und eben nicht abhängig zu sein von einem Kartensystem,
          0:58:15–0:58:19
          was ja in Stadien oft der Fall ist, finde ich eigentlich eine ganz coole Idee.
          Annika Becker
          0:58:19–0:58:24
          Dann auch nur ganz kurz, es gibt leider immer noch keinen richtigen Spielplan
          0:58:24–0:58:30
          für die Bundesliga der Frauen, allerdings wurde das Eröffnungsspiel bekannt gegeben.
          0:58:31–0:58:38
          Das wird nämlich sein Turbine Potsdam gegen den FC Bayern München am Freitag, den 30.08.
          0:58:39–0:58:45
          Übertragen wird das Ganze vom ZDF, die das Ganze auch ankündigen durften.
          0:58:45–0:58:50
          Was mich allerdings sehr rätseln lässt, ist die Anstoßzeit von 17 Uhr.
          0:58:50–0:58:57
          Ich habe es vorhin noch mal nachgeguckt. In der Saison 2022-2023 waren wir bei 19.15 Uhr.
          0:58:57–0:59:01
          Letztes Jahr waren wir bei 18.15 Uhr und jetzt sind wir bei 17 Uhr.
          0:59:01–0:59:05
          Also gehen wir jetzt immer weiter rückwärts. Mir müsste mal jemand erklären,
          0:59:05–0:59:06
          was der Gedanke dahinter ist.
          Mara Pfeiffer
          0:59:07–0:59:08
          Ich kann es dir sagen.
          Annika Becker
          0:59:08–0:59:09
          Ja, bitte.
          Mara Pfeiffer
          0:59:10–0:59:14
          Soll ich mal einen Tab abgeben? Das ist diese viel beschriebene Familienfreundlichkeit,
          0:59:15–0:59:19
          die man jetzt bei den Spielen für die Frauen irgendwie überbetonen möchte.
          0:59:19–0:59:25
          Und dann geht man davon aus, dass man mehr Familien mit Kindern erreicht,
          0:59:25–0:59:28
          wenn man es zu einer früheren Uhrzeit ansetzt. Das wäre mein Tipp.
          Annika Becker
          0:59:29–0:59:34
          Mein Tipp wäre jetzt gewesen, dass das ZDF sagt, nee, das haut uns dann wieder
          0:59:34–0:59:38
          das Programm mit irgendeinem alten Krimi von vor 30 Jahren auseinander.
          0:59:38–0:59:42
          Deswegen müssen wir es noch ein Stück weiter vorziehen, damit sich da nicht zu viel verschiebt.
          Mara Pfeiffer
          0:59:42–0:59:49
          Kann natürlich auch sein, weil die 17. Wiederholung von der alten Jodeln im
          0:59:49–0:59:56
          Biergarten, das ist natürlich auch immer sehr wichtig.
          0:59:57–1:00:00
          Ja, wie komme ich jetzt von Jodeln im Biergarten zur UEFA?
          1:00:02–1:00:06
          Die haben es auch schon ein bisschen her und wahrscheinlich habt ihr es bei
          1:00:06–1:00:10
          dem einen oder anderen Kollegen beziehungsweise bei der einen oder anderen Kollegin
          1:00:10–1:00:14
          schon gelesen hat, entschieden in Sachen Multiclub-Ownership.
          1:00:14–1:00:21
          Und zwar ging es dabei darum, ob zum einen Girona FC und Manchester City FC
          1:00:21–1:00:28
          und zum anderen Manchester United FC und OGC Nice in der Champions League beziehungsweise
          1:00:28–1:00:31
          in der Europa League jeweils spielen dürfen,
          1:00:31–1:00:35
          obwohl sie eben teilweise überlappende Owner haben.
          1:00:35–1:00:38
          Und total überraschend wurde da
          1:00:38–1:00:43
          eine Lösung gefunden, wie trotzdem alle so antreten können, wie gedacht.
          1:00:44–1:00:49
          Ihr könnt es auf der Homepage der UEFA euch mal in Ruhe angucken.
          1:00:49–1:00:55
          Also es gibt dann Vorschriften dafür, was quasi in Sachen Zuständigkeit wohin
          1:00:55–1:01:00
          geschoben, gehoben und gedrückt werden muss, damit am Ende doch wieder alle
          1:01:00–1:01:02
          irgendwie spielen können und das alles nur halb so wild ist.
          Annika Becker
          1:01:03–1:01:05
          Ja, es ist ganz fantastisch.
          Mara Pfeiffer
          1:01:08–1:01:13
          Da muss der Bulle einfach auf dem einen Logo links ein bisschen ein längeres
          1:01:13–1:01:16
          Horn haben als rechts und dann geht das schon.
          Annika Becker
          1:01:16–1:01:17
          Großartig.
          Mara Pfeiffer
          1:01:18–1:01:19
          Wir vereinfachen.
          Annika Becker
          1:01:19–1:01:23
          Ja, wir kommen noch mal zu Olympia.
          1:01:23–1:01:29
          Alexandra Popp steht nämlich zur Wahl als Fahrenträgerin für die Eröffnung der Olympischen Spiele.
          1:01:30–1:01:35
          Bei den Frauen sind neben ihr außerdem Jessica Bredow-Werndl,
          1:01:35–1:01:40
          eine Reiterin, und Anna-Maria Wagner, Judo, nominiert.
          1:01:41–1:01:47
          Und dadurch, dass eine Frau und ein Mann zusammen auflaufen sollen und ausgewählt
          1:01:47–1:01:51
          werden, gibt es auch drei Männer zur Auswahl, wobei ich nur zwei von denen nennen würde,
          1:01:51–1:01:56
          nämlich Christian Reitz, ein Schütze und Dennis Schröder vom Basketball.
          1:01:57–1:02:01
          Und dann noch so ein gewisser Tennisspieler mit juristischen Problemen.
          Mara Pfeiffer
          1:02:01–1:02:06
          Wo man sich wirklich fragen muss, wie kommt so etwas zustande?
          Annika Becker
          1:02:06–1:02:10
          Vor allem, weil, das ist so schön, wir verlinken euch ja nämlich die Seite,
          1:02:10–1:02:14
          wo man wählen kann und da wird noch erklärt, die Kriterien, nach denen ausgewählt
          1:02:14–1:02:18
          wird und eins davon ist die Vorbildfunktion. Sehr interessant.
          Mara Pfeiffer
          1:02:20–1:02:26
          Ich finde jedenfalls, ich habe heute Morgen als allererstes auf Instagram angezeigt
          1:02:26–1:02:28
          worden, das Video von Poppy,
          1:02:29–1:02:38
          in dem sie wirklich in einem Tanz mit der Thematik Bescheidenheit irgendwie
          1:02:38–1:02:43
          sehr zurückhaltend darum bittet, ob man eventuell vielleicht für sie abstimmen konnte.
          1:02:43–1:02:48
          Und wer da nicht irgendwie Tränen in den Augen hat,
          1:02:48–1:02:55
          darüber wirklich, also was für eine Bedeutung natürlich sowieso dieses ganze
          1:02:55–1:02:58
          Olympische Turnier irgendwie hat und dann eben auch noch die Möglichkeit,
          1:02:58–1:03:01
          die Fahne zu tragen, der hat wirklich kein Herz.
          1:03:01–1:03:06
          Und ich muss ja auch sagen, also diese ganze Geschichte mit Poppy und Olympia,
          1:03:06–1:03:12
          die ist für mich tatsächlich auch sehr besonders, weil ich das so krass verinnerlicht habe,
          1:03:12–1:03:18
          als wir an dem Buch zusammen saßen, was für eine Bedeutung diese Olympischen
          1:03:18–1:03:19
          Spiele damals schon hatten.
          1:03:20–1:03:24
          Das war so von den ganzen Geschichten, die sie erzählt hat, eine,
          1:03:24–1:03:27
          die auch so ganz groß rausgestrahlt hat.
          1:03:27–1:03:31
          Und zwar nicht wegen der berühmt-berüchtigten Kondomautomaten,
          1:03:31–1:03:35
          die da jede Nacht aufgefüllt werden im Olympischen Dorf, wo sie ja sowieso nur
          1:03:35–1:03:40
          landen, wenn sie zum Endspiel kommen, sondern ja, diese ganze Olympia-Geschichte.
          1:03:40–1:03:43
          Ich habe die nie kapiert, ehrlich gesagt, weil ja der einzige Sport,
          1:03:43–1:03:45
          der mich interessiert, ernsthaft Fußball ist.
          1:03:46–1:03:51
          Und was habe ich dann, also habe ich mich nie so richtig dolle mit Olympischen Spielen befasst.
          1:03:51–1:03:55
          Aber seitdem wir für das Buch miteinander gesprochen haben, freue ich mich jetzt
          1:03:55–1:03:57
          total auf die Olympischen Spiele und zwar nicht nur auf Fußball,
          1:03:57–1:03:59
          sondern habe jetzt total Bock auf Olympia.
          1:04:00–1:04:03
          Damit hatte ich nie irgendwelche Aktien.
          1:04:04–1:04:09
          Ach ja. Aber ihr müsstet mal sehen, in unserem Sendungsdokument,
          1:04:09–1:04:13
          wie Annika hinter dem Namen des Spielers, den wir nicht erwähnen wollen,
          1:04:13–1:04:18
          in Großbuchstaben geschrieben hat, ernsthaft seid ihr scheiße und die Antwort lautet ja. Ja.
          1:04:20–1:04:25
          Bitte stimmt für einen der anderen ab. Ich finde ja für Dennis Schröder und
          1:04:25–1:04:27
          Alex Popp, aber ihr könnt natürlich machen, was ihr wollt.
          Annika Becker
          1:04:29–1:04:33
          Ja, dann vielleicht noch abschließend zu unseren Blitz-News.
          1:04:34–1:04:38
          Als letzte dieser Blitz-News ist gestern am 14.07.
          1:04:38–1:04:43
          In Litauen die U19-EM der Frauen gestartet und heute, an dem Tag,
          1:04:43–1:04:47
          an dem wir aufnehmen, hatte Deutschland sein erstes Spiel.
          1:04:47–1:04:50
          Deutschland ist in einer Gruppe mit Irland, Spanien und den Niederlanden und
          1:04:50–1:04:54
          das Auftaktspiel gegen die Niederlande am Montag endete 1 zu 1.
          1:04:54–1:04:59
          Es gab erst die Führung durch Melina Krüger vom HSV in der 75.
          1:04:59–1:05:05
          Minute und dann allerdings in der 90. Minute auch noch den Ausgleich durch Hanna
          1:05:05–1:05:07
          Heusenga von Fortuna Sittard.
          1:05:07–1:05:14
          Ein bisschen traurig an der ganzen Sache ist, dass Leverkusens Verteidigerin
          1:05:14–1:05:19
          Julia Mickenhagen sich wohl schwerer verletzte während des Spiels und runtergetragen werden musste.
          1:05:20–1:05:27
          Ja, wir verlinken euch dazu einfach mal den Ticker vom Kicker zu der Partie.
          Mara Pfeiffer
          1:05:28–1:05:34
          Genau. Und dann haben wir noch diverse Leseempfehlungen und zwar zertechnen
          1:05:34–1:05:37
          und, oh lieber Gott, jetzt habe ich mir langsam einen Knoten in die Zunge geredet,
          1:05:37–1:05:41
          und zwar tatsächlich diesmal nur Lese und keine Hörempfehlungen.
          1:05:42–1:05:44
          Möchtest du vielleicht mal anfangen, liebe Annika?
          Annika Becker
          1:05:44–1:05:49
          Ja, es greift thematisch ineinander mit dem, was Mara euch gleich noch erzählen wird.
          1:05:49–1:05:54
          Es gibt nämlich von Andrej, ich weiß nicht, wie man das auf Englisch ausspricht,
          1:05:54–1:05:57
          wenn es nicht Andrew ist, sondern Andrej.
          1:05:57–1:06:03
          Es gibt nämlich von Andrej Karlajl einen ausführlichen Kommentar dazu,
          1:06:03–1:06:10
          warum der Umgang des US-Verbandes mit Corbyn Albert das Vermächtnis der Vorgängerin
          1:06:10–1:06:18
          oder der Vorläufer Teams kaputt macht und warum das Fans durchaus einen Safe Space nimmt.
          1:06:18–1:06:23
          Ich finde den sehr, sehr gut, weil der sich so von verschiedenen Seiten auch
          1:06:23–1:06:29
          an das Thema annähert und auch so diese historische Bedeutung aufmacht und vor
          1:06:29–1:06:33
          allem aber eben einfach diese Fan-Seite sehr, sehr deutlich macht.
          1:06:33–1:06:38
          Es werden unten, weiter unten in dem Text dann auch Ex-Spielerinnen zitiert,
          1:06:38–1:06:42
          die bisher immer noch die einzigen sind, die sich so richtig deutlich dazu geäußert haben.
          1:06:43–1:06:47
          Aber ja, mach du doch mal weiter mit deiner Empfehlung noch, Mara. Genau.
          Mara Pfeiffer
          1:06:48–1:06:52
          Der eine oder die andere von euch erinnert sich vielleicht noch an den sehr
          1:06:52–1:06:55
          famosen Podcast Burn It All Down,
          1:06:55–1:07:03
          die als feministischer Sport-Podcast in den USA für sehr viel Furore gesorgt
          1:07:03–1:07:06
          haben und auch immer einen wundervollen Burn-Pile hatten,
          1:07:06–1:07:13
          auf dem sie am Ende der Sendung Themen verbrannt haben, die fürchterlich sind im Sport der Frauen.
          1:07:14–1:07:20
          Und Lindsay Gipps gehört zu den Frauen, die diesen Podcast eben lange mit gehostet
          1:07:20–1:07:27
          haben und die schreibt jetzt ein Newsletter, Power Place heißt der,
          1:07:27–1:07:36
          gibt es Teile, die man als Subscriber ohne finanzielle Abo-Modelle bekommt und
          1:07:36–1:07:40
          eben aber auch Teile, wo man sie dann über ein Abo-Modell unterstützen kann.
          1:07:40–1:07:45
          Ist sehr, sehr aktiv im Sport der Frauen insgesamt, nicht nur im Fußball.
          1:07:45–1:07:50
          Und auch sie hat über Corbyn Albert geschrieben und über das Nationalteam.
          1:07:50–1:07:58
          Und eben die Frage, wie sieht es mit den Rechten weiterhin aus?
          1:07:58–1:08:02
          Also mit den Rechten, Entschuldigung, es hört sich jetzt an,
          1:08:02–1:08:04
          als wären es die Rechten, als Gegensatz zu denken.
          1:08:04–1:08:12
          Und eben die Frage, wie sieht es mit LGBTQ-Rights im Sport der Frauen weiter aus?
          1:08:12–1:08:15
          Sie ist eine, die sich auch immer wieder sehr,
          1:08:15–1:08:22
          sehr ausführlich äußert zu dem ganzen Thema Transpersonen im Sport und dem Umgang
          1:08:22–1:08:27
          gerade auch mit jungen Transsportlern und ist da wirklich extrem tief drin und ich finde….
          1:08:28–1:08:33
          Genau, dass auch sie da im Newsletter wirklich gut drüber geschrieben hat.
          1:08:34–1:08:40
          Und in der Folge danach, die wir euch ebenfalls verlinken, weil die kann man
          1:08:40–1:08:46
          alle auch online lesen, hat sie geschrieben über den Kampf von Frauen um Teilhabe
          1:08:46–1:08:49
          in Sport in den letzten 100 Jahren.
          1:08:49–1:08:52
          Also auch so ein bisschen dieses Thema mit dem, wenn man immer so tut,
          1:08:52–1:08:56
          als wäre der Sport der Frauen jünger als der Sport der Männer.
          1:08:56–1:08:58
          Wen macht man eigentlich unsichtbar?
          1:08:58–1:09:03
          Und unter anderem unsichtbar macht man eben all die Frauen, die sich um diese
          1:09:03–1:09:08
          Teilhabe seit über 100 Jahren eben bemühen, dafür eingesetzt haben.
          Annika Becker
          1:09:09–1:09:16
          Ja, dann habe ich noch als Empfehlung ein Artikel von Jeff Kasuf für ESPN über den 25.
          1:09:17–1:09:25
          Jahrestag des US-WM-Titelgewinns 1999 von den sogenannten Ninety Niners und
          1:09:25–1:09:27
          den Fortschritt seitdem.
          1:09:28–1:09:31
          Sehr, sehr lang, sehr, sehr ausführlich und wir sind heute sehr US-lastig in
          1:09:31–1:09:33
          unseren Empfehlungen, stelle ich gerade fest.
          Mara Pfeiffer
          1:09:34–1:09:41
          Genau, aber zum Abschluss gibt es dann noch einen Nicht-US-Text und zwar Mo
          1:09:41–1:09:43
          kennt ihr bestimmt auch,
          1:09:43–1:09:51
          schreibt auch ab und zu für die Bolz-Tribüne und Mo hat uns eine Empfehlung
          1:09:51–1:09:57
          geschickt und zwar einen Text von Sibel Schick zur Nationalismus bei der EM.
          1:09:57–1:10:01
          Ein Thema, über das wir hier ja sehr ausführlich gesprochen haben.
          1:10:01–1:10:07
          Aber sie hat auch nochmal einen sehr guten Blick dafür in einem Text,
          1:10:07–1:10:11
          den sie bei Kampakt geschrieben hat, den wir euch ebenfalls verlinken.
          1:10:12–1:10:16
          Und damit kommen wir zu unserer Lieblingskategorie.
          Annika Becker
          1:10:21–1:10:25
          Ja, der Kackspecht der Woche. Ich habe heute,
          1:10:25–1:10:29
          ich muss es leider zugeben, ich hole ein bisschen aus,
          1:10:29–1:10:34
          dass ich in letzter Zeit häufiger mal wieder bei Twitter, beziehungsweise man
          1:10:34–1:10:37
          muss ja jetzt sagen, Ex reingucke, weil das immer noch so ist,
          1:10:37–1:10:43
          dass es internationale KollegInnen gibt, die sich einfach nur auf dieser Plattform bewegen.
          1:10:43–1:10:47
          Und gerade so vor internationalen Turnieren ist es dann auch immer so die Phase,
          1:10:47–1:10:50
          wo man sich dann irgendwelche Nachrichten hin und her schreibt und irgendwie
          1:10:50–1:10:52
          mal fragt, ey, was geht denn eigentlich bei euch gerade so ab?
          1:10:52–1:11:00
          Und im Zuge von, ich war auf der Seite und wollte eine private Nachricht beantworten,
          1:11:00–1:11:01
          ist mir dann ins Auge gesprungen,
          1:11:02–1:11:09
          dass Manuel Gräfe meinte, sich äußern zu müssen zum Coming-out von Ralf Schumacher.
          1:11:09–1:11:14
          Er hatte zu dem Zeitpunkt sein Original-Posting schon wieder gelöscht,
          1:11:14–1:11:19
          aber dankenswerterweise gibt es von verschiedenen Menschen auf dieser Plattform
          1:11:19–1:11:22
          Screenshots von dem, was er da meinte, von sich geben zu müssen.
          1:11:23–1:11:27
          Einen davon verlinken wir euch hier. Und ich lese mal vor.
          1:11:28–1:11:33
          Das war eine Antwort auf ein Posting von Rann zum Coming Out,
          1:11:33–1:11:38
          das auch ein positives Posting dazu war, das das Ganze beglückwünschte.
          1:11:38–1:11:43
          Und Manuel Gräfe meinte dazu schreiben zu müssen, Zitat. Nein,
          1:11:43–1:11:48
          Jahre zu spät und vorher unter falschen Voraussetzungen geheiratet.
          1:11:48–1:11:52
          Ehrlichkeit von Anfang an wäre der richtige und aufrichtige Weg.
          1:11:52–1:11:55
          Wussten viele wie bei anderen schon viel früher drum.
          1:11:56–1:11:59
          Nicht erst nach der Karriere, sondern vorher schrägstrich dabei,
          1:11:59–1:12:01
          wäre wichtig plus normal.
          1:12:02–1:12:06
          Shitstorm los. Und dann kommt dahinter so ein Affen-Emoji von einem Affe,
          1:12:06–1:12:08
          der sich die Augen zuhält.
          1:12:09–1:12:12
          Das ist schon beschissen genug.
          1:12:13–1:12:16
          Das ist aber nicht das Einzige, was er sich geleistet hat, der Manuel Gräfe.
          1:12:17–1:12:23
          Er hat es nämlich außerdem für richtig befunden, Andrew Tate of all people zu
          1:12:23–1:12:29
          retweeten, der eine Verschwörungserzählung zum Attentat auf Donald Trump verbreitet,
          1:12:29–1:12:31
          auf dieser wunderbaren Höllenplattform.
          1:12:32–1:12:36
          Und zwar hat er das zunächst unkommentiert retweetet und hat dann später,
          1:12:36–1:12:41
          als Leute ihn kritisch darauf hingewiesen haben, dass das vielleicht keine so
          1:12:41–1:12:42
          gute Idee ist, geschrieben,
          1:12:43–1:12:47
          Attentat zur Klarstellung, Doppelpunkt, nicht meine Ideologie plus Meinung,
          1:12:47–1:12:51
          aber es geht wie erwartbar in den USA los mit allen möglichen Erzählungen plus
          1:12:51–1:12:56
          Theorien und wieder das Affen-Emoji mit dem Affen, der sich irgendwelche Augen
          1:12:56–1:13:00
          zuhält, wo ich mich dann gefragt habe, ob er eigentlich auch genauso wie dieses
          1:13:00–1:13:01
          Affen-Emoji durchs Leben geht.
          1:13:01–1:13:06
          Weil anders ist für mich eigentlich nicht zu erklären, dass einem entweder nicht
          1:13:06–1:13:09
          bekannt oder einfach nur scheißegal ist, wer Andrew Tate ist,
          1:13:10–1:13:14
          um dem irgendeine Plattform zu geben und den irgendwie zu retweeten.
          1:13:15–1:13:21
          CW für sexualisierte Gewalt dafür, aber wir verlinken euch dazu auch nochmal
          1:13:21–1:13:25
          einen Artikel von der BBC darüber, wer dieser Mann eigentlich ist und wofür
          1:13:25–1:13:26
          der alles so angeklagt ist.
          1:13:27–1:13:29
          Spoiler unter anderem Menschenhandel.
          1:13:29–1:13:33
          Also es ist ganz fantastisch, dass so jemand, ja,
          1:13:33–1:13:38
          so ein Müll ins Internet rotzt und man kann jetzt sagen, ja,
          1:13:38–1:13:41
          dann ist er ja genau auf dieser Plattform auch genau richtig gelandet,
          1:13:41–1:13:45
          aber es gibt sehr, sehr wenig Einsehen.
          1:13:45–1:13:51
          Es wird alles immer rausgeredet mit, ach ja, aber so habe ich das ja nicht gemeint
          1:13:51–1:13:55
          und man kann ja Meinungen nicht einfach canceln, sondern muss ja dann irgendwie
          1:13:55–1:13:56
          noch drüber reden oder so.
          1:13:56–1:14:01
          Aber ich frage mich eigentlich wirklich, was dieser Mann überhaupt noch in irgendwelchen
          1:14:01–1:14:04
          Fußballfunktionen oder TV-Funktionen zu suchen hat.
          1:14:04–1:14:08
          Vielleicht irgendwie noch so als kleine Nebenbemerkung dazu,
          1:14:08–1:14:14
          dass es auch beim EM-Finale so war, dass Jens Lehmann im Publikum saß und Tom
          1:14:14–1:14:17
          Bartels zusammen mit Thomas Hitzelsberger kommentiert hat.
          1:14:17–1:14:25
          Und Tom Bartels es dann für angemessen empfunden hat, eine Lobeshymne auf Jens Lehmann,
          1:14:25–1:14:30
          naja, nicht zu singen, immerhin wenigstens das, aber halt eben verbal loszulassen,
          1:14:30–1:14:34
          während Thomas Hitzlsberger neben ihm einfach nur saß und schwieg.
          1:14:35–1:14:39
          Also wie kommt man auf die Idee und wie kommt man dann vor allem dazu,
          1:14:39–1:14:43
          nicht zu merken, was man da macht, wenn man so ein...
          1:14:45–1:14:48
          Queerfeindlichen Typen wie Jens Lehmann, der sich schwulenfeindlich,
          1:14:49–1:14:52
          homosexuellenfeindlich geäußert hat, meint, loben zu müssen,
          1:14:53–1:14:55
          während ein Thomas Hitzlsberger neben einem sitzt.
          1:14:56–1:15:00
          Also ich frage mich manchmal wirklich, was stimmt eigentlich mit den Leuten nicht?
          Mara Pfeiffer
          1:15:01–1:15:05
          Und auch ohne, dass Thomas Hitzlsberger neben einem sitzt, muss man diesen Menschen
          1:15:05–1:15:11
          nicht auf die Art und Weise noch ständig hofieren, sondern es gehört halt einfach dazu, finde ich,
          1:15:11–1:15:16
          dass man bei diesen Personen des öffentlichen Lebens auch weiß,
          1:15:16–1:15:18
          was sie abseits des Sports machen.
          1:15:18–1:15:21
          Ich meine, da schließt sich ja der Kreis auch so ein bisschen zu dem Thema,
          1:15:22–1:15:25
          was wir vorhin schon hatten mit der Nominierung der FahnträgerInnen.
          1:15:25–1:15:30
          So wie man eben Kunst leider, auch wenn sich Menschen das wünschen,
          1:15:30–1:15:34
          nicht von KünstlerInnen trennen kann, kann man eben auch den Sportler,
          1:15:34–1:15:38
          die Sportlerin nicht von dem trennen, was die Personen sonst noch so von sich lassen.
          1:15:38–1:15:43
          Und also Manuel Gräfe, das kann man sich ja angucken, wie das irgendwie immer
          1:15:43–1:15:44
          mehr Downworld so spiralt.
          1:15:45–1:15:49
          Und das ist einfach so nicht nachvollziehbar, wie du gesagt hast,
          1:15:49–1:15:54
          Annika, warum der noch so eine große Plattform im Fernsehen permanent bekommt.
          1:15:54–1:15:58
          Da muss man wirklich mal hinterfragen, wer eigentlich solche Entscheidungen
          1:15:58–1:16:01
          trifft. Ein sehr würdiger Kackspecht, leider.
          Annika Becker
          1:16:01–1:16:07
          Er spechtet so vor sich hin, dieser Kackspecht. Aber damit kommen wir dann mal
          1:16:07–1:16:15
          zum Ende dieser Sendung, würde ich sagen, die doch eine achtbare Länge inzwischen
          1:16:15–1:16:16
          schon wieder an sich hat.
          1:16:17–1:16:21
          Dabei müsst ihr diese Woche sogar auf die liebe Petra verzichten,
          1:16:21–1:16:28
          die ihr aber hoffentlich in der nächsten dann wieder in eurem gewohnten Segment hören werdet.
          1:16:28–1:16:32
          Und uns, ja, haben wir ja am Anfang schon gesagt,
          1:16:32–1:16:37
          hört ihr jetzt auch wieder sehr viel öfter, also zunächst mal wöchentlich und
          1:16:37–1:16:43
          dann während des Olympischen Fußballturniers sogar noch sehr viel häufiger als das.
          Mara Pfeiffer
          1:16:44–1:16:49
          Und diejenigen von euch, die am Wochenende in Darmstadt sind beim TK Schlangen,
          1:16:49–1:16:52
          können mich samstags sogar sehen.
          1:16:52–1:16:57
          Da komme ich nämlich eingetrudelt mit der deutschen Bahn, wenn sie denn möchte.
          1:16:58–1:17:03
          Und mach mal einen ganzen freien Samstag, bevor es dann auch schon wieder weitergeht
          1:17:03–1:17:04
          mit Becker und Pfeiffer.
          1:17:05–1:17:08
          Bis dahin oder bis nächste Woche. Tschüss.

          Der Beitrag #54 Bleibt alles anders erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

          1 hr 18 min
        • #53 Sport und Gender

          Die inoffizielle „Becker & Pfeiffer“-Sommertour geht weiter und führt uns in dieser Woche zum „Hamburg Sports Summit“ von Fußball kann mehr und Hamburg Active City. Mara physisch, die stimmlose Annika leider nur in Gedanken, aber dafür haut sie einen Text nach dem anderen zu den olympischen Kadern auf der BOLZTRIBÜNE raus: unbedingt lesen!

          Wo waren wir? Ach ja, in Hamburg. Dort sind am 4. Juli in der Elbphilharmonie so viele Menschen aufeinandergetroffen, die für einen besseren Fußball (ein)stehen, dass es lange nachwirken wird in allen Beteiligten. Es ist immer unfair, bei so vielen tollen Leuten einzelne herauszugreifen, aber die Keynote von Lise Klaveness wird niemand vergessen, der vor Ort war, und die klugen, pointierten Aussagen von Laura McAllister genauso wenig.

          Auch für kleinere Formate bot der Summit Raum und damit ganz neue Möglichkeiten zur Vernetzung. Unsere Livefolge haben wir in einem famosen kleinen Studio mit Karolin Heckemeyer und Lisa Kalina zu Sport und Gender aufgenommen. Wir freuen uns sehr, diese beiden profunden, empathischen Stimmen in unserer Sendung zu haben. Danke!

          Becker & Pfeiffer is a labor of love, aber wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und unsere Bolztribüne mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

          • Karolin Heckemeyer
            FHNW: https://www.fhnw.ch/de/personen/karolin-heckemeyer
            Bei Research Gate: https://www.researchgate.net/profile/Karolin-Heckemeyer
            LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/karolin-heckemeyer-956035b7 
          • Lisa Kalina
            Equaletics: https://equaletics.org/
            LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/lisa-kalina-615315190
          • Interview mit dem trans Duathleten Chris Mosier
            https://www.thenation.com/article/society/interview-chris-mosier/ 
          • Website von Anima Adjepong
            https://animaadjepong.com/
          • Anmerkung von Karolin Heckemeyer: „Im Gespräch verwende ich, Karolin Heckemeyer, für Anima Adjepong fälschlicherweise das Pronomen «sie». Dafür möchte ich mich entschuldigen. Das war unachtsam. Anima Adjepong verwendet im Englischen die Pronomen «they/them» und folglich wäre im Deutschen das Weglassen von Pronomen oder «er*sie» richtig gewesen. Da die Arbeiten von Anima Adjepong für das diskutierte Thema sehr wichtig sind und erwähnt werden sollen, wurde die Passage aus dem Podcast nicht gänzlich gelöscht.“
          • Anima Adjepong und Travers: The problem with sex-segregated sport
            https://onlysky.media/aadjepong/the-problem-with-sex-segregated-sport/
          • Kackspecht:
            Interview mit Politologe Ismail Küpeli über die Grauen Wölfe
            https://www.deutschlandfunk.de/die-macht-der-grauen-woelfe-interview-mit-ismail-kuepeli-politikwissenschaftler-dlf-f1d41d93-100.html
            Küpeli und Düzen Tekkal über die Grauen Wölfe bei T-Online
            https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/menschen-schicksale/id_100440192/-wolfsgruss-ist-rechtsextrem-und-nichts-anderes-experte-ordnet-ein.html
            Forschungsprojekt von MeDiF NRW zu Grauen Wölfen im Amateurfußball
            https://medif-nrw.de/de/das-projekt/graue-wolfe-im-amateurfuball/
            UEFA sperrt Demiral
            https://www.tagesschau.de/ausland/wolfsgruss-sperre-100.html 
          • Kronenkranich:
            Film Category: Woman
            https://www.categorywomandoc.com/thefilm
          • Und noch ein anderer Film: Queer gewinnt – Eine Sport Utopie (vormals Life Is Not a Competition, But I’m Winning), Interview dazu mit Julia Fuhr Mann
            https://www.3sat.de/film/dokumentarfilmzeit/queer-gewinnt—eine-sport-utopie-100.html
          • Transkription der Episode anzeigen

            Mara Pfeiffer
            0:00:24–0:00:28
            Hallo und herzlich willkommen zu einer ganz besonderen Folge Becker und Pfeiffer, der Fußball-Podcast.
            0:00:28–0:00:33
            Das ist unsere zweite Live-Sendung nach der Anfang Mai im Olympia Museum in Köln.
            0:00:34–0:00:38
            Das war so geplant, nicht geplant war, dass Becker und Pfeiffer heute nur in
            0:00:38–0:00:42
            halber Besetzung in der Hamburger Elbphilharmonie beim Hamburg Sports Summit ist.
            0:00:42–0:00:49
            Das bin ich, Mara Pfeiffer. Die liebe Annika Becker liegt krankheitsbedingt zu Hause rum,
            0:00:49–0:00:51
            wobei das nicht ganz richtig ist, weil sie hat zwar keine Stimme,
            0:00:51–0:00:55
            ist aber ansonsten motiviert wie immer und haut gerade einen Text nach dem anderen
            0:00:55–0:00:59
            raus zu den Kader-Nominierungen fürs Olympische Fußballturnier.
            0:00:59–0:01:01
            Die könnt ihr euch also auch alle noch mal anschauen.
            0:01:02–0:01:06
            Anders als bei der ersten Folge ohne Annika sitze ich hier heute aber nicht
            0:01:06–0:01:10
            mit Hemingway, dem Kater, der hätte nämlich die Reisestrapazen abgelehnt,
            0:01:10–0:01:13
            sondern mit Karo Heckemeyer und Lisa Kalina.
            0:01:13–0:01:15
            Herzlich willkommen euch beiden. Schön, dass ihr da seid.
            Lisa Kalina
            0:01:16–0:01:16
            Hallo.
            Karolin Heckemeyer
            0:01:16–0:01:17
            Ja, hallo, ich freue mich sehr.
            Mara Pfeiffer
            0:01:18–0:01:22
            Ja, ich habe mich natürlich sehr, sehr viel mit eurer spannenden und tollen
            0:01:22–0:01:24
            Arbeit beschäftigt und könnte jetzt Referate über euch halten.
            0:01:25–0:01:29
            Aber damit es nicht gleich ein Referat wird und die Leute sowohl hier in Hamburg
            0:01:29–0:01:33
            als auch später dann über den Podcast genau das von euch erfahren,
            0:01:33–0:01:35
            was euch in den Kontexten, über die wir heute sprechen wollen,
            0:01:35–0:01:38
            am wichtigsten ist, stellt euch doch vielleicht einmal ganz kurz selbst vor.
            0:01:38–0:01:39
            Und Karo, fang doch gern an.
            Karolin Heckemeyer
            0:01:40–0:01:44
            Ja, mein Name ist Karo Heckemeyer. Ich bin Sportsoziologin und Geschlechterforscherin
            0:01:44–0:01:48
            und ich lehre und forsche an der Pädagogischen Hochschule der Nordwestschweiz
            0:01:48–0:01:53
            und ich bilde da unter anderem Lehrpersonen für den Sportunterricht aus und
            0:01:53–0:01:56
            außerdem forsche ich zu Geschlechtervielfalt,
            0:01:56–0:01:58
            sexueller Vielfalt im Sport und im Sportunterricht.
            Mara Pfeiffer
            0:01:58–0:01:59
            Mhm.
            Lisa Kalina
            0:02:00–0:02:04
            Ja, ich bin Lisa Kalina. Ich bin Politikwissenschaftlerin mit einem Fokus auf
            0:02:04–0:02:06
            Gender und Diversity im Sport.
            0:02:06–0:02:12
            Ich habe einen Verein gegründet, Equaletics, mit dem wir sportpolitische Bildungsarbeit machen.
            0:02:12–0:02:19
            Das bedeutet, wir gehen in Sportvereine, Sportverbände und machen da Arbeit
            0:02:19–0:02:27
            mit Trainer*innen, mit Verband und Vereinsmitgliedern und sensibilisieren, forschen daran,
            0:02:27–0:02:31
            wie wir Diversity und Geschlechtervielfalt in die Vereinsstrukturen bekommen,
            0:02:31–0:02:36
            wie wir da Menschen abholen, wo sie sind und für das Thema nachhaltig sensibilisieren können.
            Mara Pfeiffer
            0:02:37–0:02:41
            Super spannend. Wir haben im Vorfeld auch schon mal länger miteinander gesprochen
            0:02:41–0:02:47
            und uns auch so ein bisschen darauf geeinigt, was wir heute eben für Themen ansprechen wollen.
            0:02:48–0:02:52
            Ich würde für unsere Zuhörer*innen und auch für das Publikum hier das einmal
            0:02:52–0:02:55
            kurz so ein bisschen umreißen. Wir wollen so eine Dreiteilung machen.
            0:02:55–0:03:02
            Zum einen, welche Rollenbilder im Sport eben vorkommen, wie die entstehen oder entstanden sind.
            0:03:02–0:03:07
            Und ich sage mal, was es so für Interessensgruppen gibt, die daran unbedingt
            0:03:07–0:03:11
            festhalten wollen, weil da gibt es ja durchaus auch so ein paar unerwartete Allianzen.
            0:03:12–0:03:16
            Als zweites dann das Thema Sport und Gender, was natürlich an den ersten Punkt
            0:03:16–0:03:19
            anknüpft, aber auch Sport und Intersektionalität.
            0:03:19–0:03:22
            Also wieso interessieren sich beim Thema trans Frauen beispielsweise plötzlich
            0:03:22–0:03:27
            Menschen für den sogenannten "Frauensport", die man da vorher eigentlich nie als
            0:03:27–0:03:28
            InteressensvertreterInnen gesehen hat?
            0:03:29–0:03:35
            Welche Gruppen werden da bewusst exkludiert neben trans Frauen tatsächlich im
            0:03:35–0:03:38
            Sport und aber auch in der medialen Darstellung? Und was sind gute Argumente
            0:03:38–0:03:42
            vielleicht auch, mit denen man eben Leuten begegnen kann, die da versuchen,
            0:03:42–0:03:44
            so eine Lobby aufzumachen.
            0:03:44–0:03:48
            Bonus wäre dann noch so ein bisschen das Thema, was fällt uns vielleicht ein
            0:03:48–0:03:53
            für eine Einteilung, für sportlichen Wettbewerb, wenn wir sagen,
            0:03:53–0:03:57
            vielleicht ist Gender gar nicht das, was uns da irgendwie in Zukunft weiterbringt.
            0:03:58–0:04:02
            Und wiederum daran anknüpfend so ein bisschen die Frage, wie funktioniert eigentlich
            0:04:02–0:04:06
            Vermittlung von Wissen, gerade auch zum Abbau von Vorurteilen?
            0:04:06–0:04:09
            Das ist das, was du auch stark angesprochen hast, Lisa, und wo du ja sicherlich
            0:04:09–0:04:11
            auch aus der Praxis ein bisschen erzählen kannst.
            0:04:12–0:04:15
            Ich denke da auch an so Sachen wie, dass es natürlich einerseits ein Gewinn
            0:04:15–0:04:19
            ist, wenn der DFB eben seine Spielregelung ändert und sagt, Personen können
            0:04:19–0:04:23
            jetzt also selber entscheiden im Amateur- und im Jugendbereich,
            0:04:23–0:04:25
            welchem Team sie sich zugehörig fühlen.
            0:04:25–0:04:28
            Aber die Frage ist ja auch immer, wie kriegt man das in die Breite,
            0:04:28–0:04:31
            wie bekommt man das zu den Vereinen? Genau.
            0:04:31–0:04:33
            Und auch vielleicht so ein bisschen die Frage, was sind da Bedarfe?
            0:04:33–0:04:35
            Wie vermittelt man eben die Basics?
            0:04:35–0:04:38
            Und natürlich, weil darüber sprechen wir ja heute den ganzen Tag,
            0:04:38–0:04:41
            was für eine Rolle kann da vielleicht auch der Fußball spielen?
            0:04:41–0:04:45
            Das sind jetzt drei sehr große Themen.
            0:04:45–0:04:52
            Ich würde mal einmal anfangen mit dem Punkt Rollenbilder. Was fällt euch denn da so ein?
            0:04:52–0:04:56
            Also wenn wir drüber nachdenken, wer kommt vor im Sport?
            0:04:56–0:05:01
            Was wird den Personen, die da vorkommen, zugeschrieben?
            0:05:01–0:05:06
            Und auch so ein bisschen, wer wird wie dargestellt oder wer kommt in Darstellung
            0:05:06–0:05:07
            vielleicht auch nicht vor und warum?
            Karolin Heckemeyer
            0:05:08–0:05:12
            Ja, ich mache einfach mal einen Anfang. Also was ich natürlich erstmal sagen
            0:05:12–0:05:15
            würde ist, also im Sport, wir gehen immer davon aus, wir sehen Männer und Frauen
            0:05:15–0:05:18
            und nichts rechts, nichts links, nichts in der Mitte.
            0:05:19–0:05:23
            Und so diese Vorstellungen, die damit verbunden sind, wie eigentlich richtige
            0:05:23–0:05:27
            Männer und richtige Frauen aussehen, wie sie sich bewegen, wie sie sich verhalten
            0:05:27–0:05:28
            und auch natürlich, welchen Sport sie treiben.
            0:05:28–0:05:33
            Und wichtig ist mir immer, dass wir aber so einzelne sogenannte Differenzkategorien
            0:05:33–0:05:38
            nicht singulär betrachten, sondern dass wir die im Zusammenhang betrachten und
            0:05:38–0:05:42
            es natürlich auch andere Formen von Rollenbilderwartungen gibt.
            0:05:42–0:05:48
            Ich selber wohne in der Schweiz und in der Schweiz ist bekanntermaßen der Skisport ja auch ganz groß.
            0:05:48–0:05:51
            Der Skisport ist aber beispielsweise auch ein Sport, wo wir alle,
            0:05:51–0:05:54
            denke ich, erstmal uns nicht vorstellen, dass Schwarze Menschen,
            0:05:54–0:05:56
            Menschen of Color auf den Ski stehen.
            0:05:56–0:06:02
            Und das sind so Sachen, welche Erwartungen haben wir, welche Sportarten betreiben
            0:06:02–0:06:04
            Menschen, welche Sportarten ziehen Menschen an.
            0:06:04–0:06:09
            Das ist ganz eng auch mit gesellschaftlichen Vorstellungen und Körpernormierungen
            0:06:09–0:06:10
            zusammen, hängt das zusammen.
            Lisa Kalina
            0:06:12–0:06:15
            Ja, gleichzeitig erleben wir auch eine extreme Sexualisierung im Sport.
            0:06:16–0:06:19
            Wenn wir uns gerade den Winter- oder den Sommersport angucken,
            0:06:19–0:06:24
            sehen wir im Wintersport eine relativ ausgeglichene, zumindest in binären Kategorien, Parität.
            0:06:24–0:06:28
            Da findet der Biathlon-Wettbewerb der Männer morgen statt und drei Stunden später der Frauen.
            0:06:28–0:06:31
            Da gibt es gar nicht den Aufschrei von, jetzt schalten wir im Fernseher aus,
            0:06:31–0:06:36
            weil die Frauen da sind. Im Sommersport haben wir da schon ganz klare Tendenzen
            0:06:36–0:06:37
            hin zu einer Sexualisierung.
            0:06:37–0:06:39
            Insofern hat das Frauen ganz anders abgelichtet werden.
            0:06:40–0:06:42
            Ich denke da an den Klassiker Beachvolleyball.
            0:06:42–0:06:46
            Die Story vom Beachhandball ist ja sehr bekannt geworden, dass die norwegische
            0:06:46–0:06:50
            Nationalmannschaft nicht die ganz knappen Höschen tragen wollte,
            0:06:50–0:06:52
            sondern ein paar Zentimeter länger, um sich wohlzufühlen.
            0:06:52–0:06:56
            Wir haben es im Turnen gesehen, also wir haben da auch einen Aufschrei von Athletinnen,
            0:06:56–0:07:00
            die sagen, sie lassen sich da nicht mehr so sexualisieren und nichtsdestotrotz
            0:07:00–0:07:03
            sind es ja die Vorbilder, die die Kinder dann auch gerade im...
            0:07:04–0:07:09
            Live-TV an den Bildschirmen sehen und da sind wir noch ganz stark davon entfernt
            0:07:09–0:07:12
            zu sagen, dass wir da überhaupt auf Augenhöhe von sprechen können,
            0:07:12–0:07:13
            wie wir Menschen darstellen,
            0:07:13–0:07:19
            was natürlich auch dazu führt, dass sehr viel mehr männliche Vorbilder und Assoziationen
            0:07:19–0:07:25
            im Sport von Athleten geprägt werden und über Nicht-Binäre und trans Menschen
            0:07:25–0:07:28
            sprechen wir da ja nochmal gar nicht, also da fehlt es komplett an Repräsentation.
            Karolin Heckemeyer
            0:07:29–0:07:32
            Ja, das finde ich einen total guten Punkt, weil du gerade so diesen Aspekt von
            0:07:32–0:07:33
            Vorbildern ansprichst.
            0:07:33–0:07:36
            Und wenn wir uns überlegen, welche Körper und wen sehen wir eigentlich auch
            0:07:36–0:07:41
            gerade so im Mediensport und beispielsweise auch die Tatsache,
            0:07:41–0:07:44
            dass wir eigentlich paralympischen Sport oder Parasport halt einfach wirklich
            0:07:44–0:07:48
            nur zu eben paralympischen Spielen sehen, aber darüber hinaus eigentlich kaum.
            0:07:48–0:07:51
            Und was wir jetzt so merken ist, wir könnten jetzt wahrscheinlich schon alleine
            0:07:51–0:07:54
            eine Stunde damit füllen, dass wir sagen, okay, wer taucht alles eigentlich
            0:07:54–0:07:58
            nicht auf und was sind eigentlich so, wie du gesagt hast, Rollenvorstellungen
            0:07:58–0:08:02
            oder so Ideen, die wir haben, was ist eigentlich normal im Sport?
            Mara Pfeiffer
            0:08:03–0:08:06
            Das mit dem paralympischen Sport finde ich tatsächlich ein total gutes Beispiel,
            0:08:06–0:08:12
            weil jetzt sind ja bald wieder olympische Spiele und ich habe jetzt gerade eben
            0:08:12–0:08:18
            auch in meinem Job viel mit Berichterstattung schon im Vorfeld der Spiele zu tun gehabt.
            0:08:18–0:08:24
            Und habe mich auch, muss ich ganz ehrlich zugeben, zum ersten Mal dabei ertappt.
            0:08:24–0:08:26
            Also ich beschäftige mich ja hauptsächlich mit Fußball.
            0:08:27–0:08:33
            Und dann ist es beispielsweise so, dass es so Sportarten wie amputierten Fußball
            0:08:33–0:08:37
            oder blinden Fußball oder so schon auch Themen sind, mit denen ich mich befasse.
            0:08:37–0:08:43
            Aber außerhalb des Fußballs eben der Blick dann auch so ein bisschen eingeschränkt ist.
            0:08:43–0:08:46
            Und bei den Paralympics kriegt man ja wirklich,
            0:08:46–0:08:51
            wenn man sich nicht sehr aktiv darum bemüht, diese Berichterstattung auch sonst
            0:08:51–0:08:55
            wahrzunehmen, das Gefühl, ich sag mal überspitzt, die Leute machen nur alle
            0:08:55–0:08:58
            vier Jahre Sport, weil dann sonst tauchen die ja überhaupt nicht auf.
            0:08:58–0:09:02
            Und das kann natürlich nicht sein einerseits.
            0:09:03–0:09:07
            Andererseits ist es ja nicht alleine, ich sag mal, eine Schuld vom Sport,
            0:09:07–0:09:12
            sondern da stecken ja gesellschaftliche Strukturen drin, die in ganz viele Bereiche reinwirken.
            0:09:13–0:09:18
            Ihr habt jetzt ein bisschen was dazu gesagt, was eben so Leute,
            0:09:18–0:09:21
            also wer sind Leute, die mehr auftauchen, wer sind Leute, die weniger auftauchen.
            0:09:21–0:09:23
            Könnt ihr vielleicht auch so
            0:09:23–0:09:26
            ein bisschen mit eurem wissenschaftlichen Hintergrund noch was dazu sagen?
            0:09:27–0:09:31
            Was, gibt es vielleicht unterschiedliche Gründe, warum bestimmte Gruppen weniger
            0:09:31–0:09:37
            auftauchen oder sind sich die Gründe am Ende ähnlich? Also wie würdet ihr das benennen?
            Karolin Heckemeyer
            0:09:37–0:09:40
            Ich finde, das ist eine sehr spannende Frage und ich glaube,
            0:09:40–0:09:41
            ich würde wirklich sagen,
            0:09:42–0:09:45
            wovon wir vielleicht auch so ein bisschen wegkommen müssen, auch in der Forschung
            0:09:45–0:09:50
            ist, immer zu gucken, wer ist nicht da, hin zu der Frage, wer wird eigentlich
            0:09:50–0:09:53
            immer als Norm gesetzt? Also wer taucht eigentlich immer auf?
            Mara Pfeiffer
            0:09:53–0:09:54
            Aber das hängt ja zusammen.
            Karolin Heckemeyer
            0:09:54–0:09:57
            Ja, absolut, absolut. Aber ich glaube, trotzdem ist der Fokus wichtig.
            0:09:57–0:10:02
            Also auch nochmal zu sehen, wer in diesem Diskriminierungsdiskurs zu sagen,
            0:10:02–0:10:05
            die und die und die und die sind nicht da, ist total wichtig.
            0:10:05–0:10:09
            Also missverstehe mich da nicht. Aber ich glaube, ganz zentral ist zugleich
            0:10:09–0:10:15
            auch, wer bleibt aber in dieser Rede über die anderen eigentlich in der sogenannten
            0:10:15–0:10:18
            Normposition von die Personen sind selbstverständlich da.
            0:10:18–0:10:21
            Und das finde ich spannend. Und um deine Frage konkret zu beantworten,
            0:10:21–0:10:25
            ich glaube, dass die Diskriminierungsmechanismen immer wieder ähnliche sind.
            0:10:25–0:10:29
            Also eine These, die ich in meinen Arbeiten auch vertrete, ist,
            0:10:29–0:10:34
            dass beispielsweise diese ganzen Fairness-Debatten immer wieder auftauchen in
            0:10:34–0:10:39
            dem Zusammenhang, wo es darum geht, Grenzen quasi um den Sport zu ziehen.
            0:10:39–0:10:41
            Das heißt, wir haben beispielsweise die Debatte über Fairness,
            0:10:41–0:10:43
            dann wenn es um trans Personen geht.
            0:10:43–0:10:46
            Wir haben die Debatte über Fairness, wenn es um Blade Runners geht,
            0:10:46–0:10:48
            also Prothesenläufer*innen.
            0:10:48–0:10:54
            Wir haben die ganze Fairness-Debatte, wenn wir diese ganze rassistische Sportmedizin
            0:10:54–0:10:57
            uns anschauen, die immer noch danach sucht, ob es eventuell irgendeinen Grund
            0:10:57–0:11:01
            gibt, biologisch, dass Schwarze Menschen,
            0:11:01–0:11:05
            Menschen of Color schneller sind als weiße Menschen. Und das ist,
            0:11:05–0:11:07
            finde ich, höchst interessant.
            Mara Pfeiffer
            0:11:07–0:11:11
            Und dabei gibt es ja so viel Forschung in dem Themenbereich bereits,
            0:11:11–0:11:15
            die das eben ausschließt und trotzdem gibt es ja aber, und das finde ich nämlich
            0:11:15–0:11:18
            eigentlich sehr spannend, was du jetzt gesagt hast mit der Fairness-Debatte.
            0:11:19–0:11:22
            Eigentlich, man gibt vor, eine Debatte um Fairness zu führen,
            0:11:22–0:11:25
            aber eigentlich geht es ja darum, mit dieser Debatte Gründe zu finden,
            0:11:25–0:11:27
            warum man bestimmte Leute ausschließen kann.
            Lisa Kalina
            0:11:28–0:11:33
            Ja, es ist ja diese Miss-Idee davon, dass Sport als Equal-Playing-Field funktioniert.
            0:11:33–0:11:37
            Wenn wir alle an die Startlinie kommen und dann kommt der Schuss und dann laufen
            0:11:37–0:11:40
            wir los und dann kommen auf einmal Unterschiede auf absolutem Spitzensportniveau.
            0:11:40–0:11:44
            Aber es negiert ja total den Fakt, dass die Gesellschaft, in der wir leben und
            0:11:44–0:11:49
            der ja gerade Sport als Teil der gesellschaftlichen Teilhabe und als Sport von
            0:11:49–0:11:54
            Ehrenamtsstrukturen erstmal geprägt auf der ganz großen Basis von hin zu Spitzensport
            0:11:54–0:11:56
            ja erst durch gesellschaftlichen Strukturen überhaupt leben kann.
            0:11:56–0:12:02
            Also diese Aufgabe, sich der Sport setzt als Kollektiv gleiches Miteinander beinhaltet
            0:12:02–0:12:06
            ja gleich schon die Rassismen, die weißen patriarchalen Strukturen, die im Sport sind.
            0:12:06–0:12:10
            Also wer überhaupt Zugang zum Sport hat und wer automatisch ausgeschlossen wird.
            0:12:10–0:12:14
            Und wenn wir dann ganz verschiedene Aspekte von Diskriminierung,
            0:12:14–0:12:18
            von Marginalisierung mit reinbringen, dann wird es vermeintlich komplexer,
            0:12:18–0:12:19
            aber genau dann wird es ja intersektional.
            0:12:19–0:12:23
            Also genau das hat man dann ja, wenn wir darüber sprechen, wieso sehen wir wenig
            0:12:23–0:12:28
            Sportler*innen mit Behinderung, wieso haben wir eins, zwei Beispiele von nicht
            0:12:28–0:12:30
            binären Personen im Sport, obwohl es ja so viel mehr gibt.
            0:12:30–0:12:33
            Das kommt ja daher, weil diese Personen auch sonst nicht gesehen werden oder
            0:12:33–0:12:37
            von vornherein schon marginalisiert sind, dass sie sich im Sport nicht wohlfühlen
            0:12:37–0:12:40
            und dann entweder ihre eigenen Räume schaffen, in denen sie sichtbar sind,
            0:12:40–0:12:42
            das aber eben nicht nach außen getragen wird.
            Mara Pfeiffer
            0:12:43–0:12:46
            Und wenn man jetzt darauf schaut, wer die Gruppen sind,
            0:12:46–0:12:51
            die ich sag mal so eine geplante und ja auch auf eine Art verargumentierte,
            0:12:51–0:12:59
            versteckte Exklusion irgendwie fördern, was fällt euch da ein? Was sind deren Antrieb?
            Karolin Heckemeyer
            0:13:01–0:13:05
            Ich glaube, wichtig ist einfach auch, erstmal festzuhalten, es gibt sicherlich
            0:13:05–0:13:10
            Leute in bestimmten Machtpositionen, Leitungsführungspositionen,
            0:13:10–0:13:14
            in Sportverbänden und so, die wir jetzt auch irgendwie benennen könnten.
            0:13:14–0:13:18
            Was ich viel wichtiger finde, ist, dass wir alle, die wir am Sport teilnehmen,
            0:13:18–0:13:20
            irgendwie genau Teil dieses Systems sind.
            0:13:20–0:13:25
            Und das, was ich immer wieder spüre, und das würde ich auch sogar sagen,
            0:13:25–0:13:28
            dass das bei mir als eine sportbegeisterte Person greift. Also in dem Moment,
            0:13:28–0:13:32
            in dem wir Strukturen des Sports in Frage stellen, stellen wir für viele Menschen
            0:13:32–0:13:35
            einfach auch einen Raum in Frage, der ihnen sehr viel bedeutet.
            0:13:35–0:13:39
            Also wenn ich beispielsweise sage, hey, wir müssen einfach gucken,
            0:13:39–0:13:43
            dass der Sport irgendwie inklusiver wird, weil das ist so nicht okay.
            0:13:43–0:13:49
            Okay, wenn ich mit voller Inbrunst und ganzem Herzen beim Sport dabei bin,
            0:13:49–0:13:52
            dann heißt das vielleicht auch, der Sport, so wie ich ihn aber liebe,
            0:13:52–0:13:53
            der ist vielleicht nicht so okay.
            0:13:53–0:13:57
            Und bin ich bereit zu sagen, hey, ja, wir müssen da etwas verändern und ich
            0:13:57–0:14:02
            muss zuhören und ich muss sagen, ja, es gibt Diskriminierung in dem Sportsystem,
            0:14:02–0:14:06
            das mir sehr viel bedeutet und das für mich identitätsstiftend ist,
            0:14:06–0:14:08
            aber ich möchte, dass andere Menschen mit dabei sind.
            0:14:08–0:14:12
            Insofern, wenn du nach diesen Interessengruppen fragst, Ich denke,
            0:14:12–0:14:15
            es sind immer einfach Fragen von Machtverhältnissen.
            0:14:15–0:14:18
            Wer hat Entscheidungsmacht in Verbänden und so weiter?
            0:14:18–0:14:20
            Und auf der anderen Ebene haben wir, glaube ich, alle als Menschen,
            0:14:20–0:14:23
            die irgendwie im Sport aktiv sind, eine Verantwortung.
            0:14:24–0:14:27
            Und das scheint mir ein wichtiger Punkt, das wahrzunehmen.
            Lisa Kalina
            0:14:28–0:14:32
            Ja, gleichzeitig haben wir diese Verantwortung. Ich tue mich immer ein bisschen
            0:14:32–0:14:33
            schwer damit in meiner Rolle.
            0:14:33–0:14:37
            Ich bin Teil dieses Systems, ich bin Teil der Strukturen, weil ich darin arbeite,
            0:14:37–0:14:41
            möchte gleichzeitig aber mit dem Anspruch, den ich an den Sport und an Sportpolitik
            0:14:41–0:14:44
            habe, genau daraus ausbrechen, weil diese Strukturen, diese Räume,
            0:14:44–0:14:48
            die geschlossenen Räume von größtenteils dann eben doch hetero,
            0:14:48–0:14:50
            weißen, cis Männern geprägt sind,
            0:14:50–0:14:54
            aus denen wir ausbrechen müssen, Weil diese Konstruktion von Sport und von den
            0:14:54–0:14:57
            Safe Spaces, die sich da entwickelt haben und die es auch nach wie vor geben
            0:14:57–0:14:59
            muss, sich ja nicht aufgibt.
            0:14:59–0:15:02
            Auf Dauer vermeidlich oder wir tragen es einfach so weiter. Deswegen ist diese
            0:15:02–0:15:03
            Sensibilisierung wichtig.
            0:15:04–0:15:06
            Gleichzeitig haben wir auch gerade darüber gesprochen im Vorgespräch,
            0:15:06–0:15:10
            dass wir so aktiv im Sport sind und da auch mit Leidenschaft und mit Interesse
            0:15:10–0:15:14
            dran sind und es auch schauen, dass wir aber dafür uns einsetzen wollen,
            0:15:14–0:15:16
            dass es eben kein Privileg sein darf.
            0:15:16–0:15:20
            Also Sport darf kein Privileg sein, es darf keine Hürde für Menschen sein,
            0:15:20–0:15:21
            überhaupt am Sport teilzuhaben.
            0:15:21–0:15:27
            Und dieses Verständnis davon, woher Menschen kommen, welche sozio-ökonomischen
            0:15:27–0:15:33
            Statüsse, Geschlecht, Hintergrund, es spielt so viel mit rein,
            0:15:33–0:15:35
            ob Menschen überhaupt am Sport teilhaben.
            0:15:35–0:15:39
            Und dieses Verständnis davon ist eben ein Widerspruch in dem,
            0:15:39–0:15:42
            wie sich der Sport nach außen gibt, als fair, tolerant, ein fröhliches Miteinander.
            0:15:43–0:15:44
            Und das muss noch mehr aufgebrochen werden.
            Karolin Heckemeyer
            0:15:45–0:15:48
            Ja, gerade zu dem Letzten, was du gesagt hast, fällt mir ein.
            0:15:48–0:15:53
            Also ich glaube, was wichtig ist, ist, dass wir Diversität oder Vielfalt nicht
            0:15:53–0:15:58
            verwechseln mit Hurra, wir sind alle so schön verschieden, sondern es ist…,
            0:15:59–0:16:04
            Es geht wirklich darum, dass es Machtstrukturen sind, die mit Privilegien oder
            0:16:04–0:16:08
            Benachteiligungen verbunden sind. Und genau das im Blick zu haben, ist halt wichtig.
            Mara Pfeiffer
            0:16:08–0:16:11
            Und was natürlich auch noch ein Punkt ist, darüber haben wir jetzt im Vorfeld
            0:16:11–0:16:15
            gar nicht gesprochen, aber fällt mir jetzt gerade ein, weil wir die Paralympics mit dabei hatten.
            0:16:16–0:16:21
            Diese ganzen Strukturen setzen sich ja auch im Bereich Zuschauer*innen fort.
            0:16:21–0:16:25
            Also zum einen ist es tatsächlich so, wenn man jetzt mal auf den Fußball schaut,
            0:16:25–0:16:32
            dass es zwar Menschen in allen Ecken der Welt begeistern sich für Fußball und
            0:16:32–0:16:37
            trotzdem ist es so, wenn man in Deutschland in ein Bundesliga-Stadion bei einem Männerspiel geht,
            0:16:37–0:16:41
            dann ist es nicht das vielfach beschworene Abbild der Gesellschaft,
            0:16:41–0:16:44
            sondern es ist ein absoluter Ausschnitt von Gesellschaft.
            0:16:44–0:16:49
            Das heißt, auch da wirken ja Strukturen, die Menschen offensichtlich das Gefühl
            0:16:49–0:16:52
            geben, ich gehöre hier nicht hin, das ist nicht mein Platz, das ist kein Raum,
            0:16:53–0:16:54
            in dem ich mich sicher fühle.
            0:16:54–0:17:00
            Und gleichzeitig ist es so, das war jetzt eine große Debatte vor der EURO 24 hier in Deutschland.
            0:17:00–0:17:05
            Dass die meisten deutschen Stadien nicht die Anforderungen erfüllen,
            0:17:05–0:17:10
            wie viele Inklusionsplätze sie jetzt tatsächlich in Bezug auf Behinderung haben müssen.
            0:17:10–0:17:17
            Wo man wirklich den absurden Umstand jetzt hat, dass die UEFA richtigerweise
            0:17:17–0:17:21
            darauf bestanden hat, dass die Stadien diesbezüglich aufgerüstet werden für die EM.
            0:17:21–0:17:26
            Und es gibt aber nicht wenige Bundesliga-Stadien, die diese zusätzlichen Plätze
            0:17:26–0:17:29
            beispielsweise für Personen, die im Rollstuhl sitzen. Oder es gibt eben auch
            0:17:29–0:17:33
            spezielle Bereiche, wo dann Menschen mit einer Sehbehinderung sitzen und eben
            0:17:33–0:17:35
            diese Audiodeskription auf die Ohren bekommen.
            0:17:35–0:17:39
            Und diese Plätze werden im Nachhinein wieder abgebaut, weil halt ein Rollstuhlplatz
            0:17:39–0:17:43
            mehr wegnimmt als ein Platz für eine Person, die sich halt irgendwie hinstellt
            0:17:43–0:17:44
            oder die auf einem Sitz sitzt.
            0:17:45–0:17:49
            Da geht es dann rein um finanzielle Interessen und die werden dann hinterher
            0:17:49–0:17:51
            aus den Stadien wieder zurückgebaut.
            0:17:51–0:17:53
            Kann man ja eigentlich sich überhaupt nicht vorstellen.
            Karolin Heckemeyer
            0:17:54–0:17:58
            Ja und ich meine, das weist ja auch nochmal darauf hin, wie eng verbunden eigentlich
            0:17:58–0:18:03
            gerade der Leistungs-, Hochleistungssport irgendwie mit wirtschaftlichen,
            0:18:03–0:18:07
            also kapitalistischen Strukturen ist, wo dann auch nochmal einfach wirklich die Frage,
            0:18:07–0:18:10
            die wir uns stellen müssen und auch darüber haben Lisa und ich auch schon im
            0:18:10–0:18:11
            Vorfeld mal gesprochen,
            0:18:11–0:18:19
            also bleibt Diversity, Diversität eine Rhetorik oder wird es ein tatsächliches
            0:18:19–0:18:23
            Anliegen von Vereinen, Verbänden, internationalen Sportorganisationen?
            0:18:23–0:18:28
            Und ich glaube, für mich ist einfach klar, bisher ist es ganz oft einfach Rhetorik.
            0:18:28–0:18:35
            Es gibt Sportverbände, die sehen sich gezwungen, das Thema aufs Tableau zu holen und zu sagen, ja,
            0:18:35–0:18:41
            also auch wir setzen uns mit Diskriminierung in unseren Reihen auseinander und
            0:18:41–0:18:45
            sie wissen, sie müssen was tun, weil ansonsten kommt das nicht gut.
            0:18:45–0:18:51
            Und gleichzeitig ist es aber einfach so eine Art, wir tun das Minimum und das ist drüber reden.
            0:18:51–0:18:55
            Und ich finde das Beispiel, das du gerade genannt hast, ist eigentlich illustriert das sehr schön.
            Lisa Kalina
            0:18:56–0:19:00
            Ich finde das Beispiel super spannend, weil im gleichen Kontext von der UEFA
            0:19:00–0:19:04
            ja auch die Maßnahme kam zu sagen, es muss genderneutrale Toiletten geben.
            0:19:04–0:19:07
            Das ist ja auch schon ein Thema, das den DFB seit jeher umtreibt.
            0:19:08–0:19:13
            Und es da ja tatsächlich, wo es sie einmal erst gab, ganz viele Reaktionen kamen
            0:19:13–0:19:16
            von, ach ja, ist fein für uns, naja, dann stellen wir uns halt zusammen an.
            0:19:16–0:19:20
            Also dieses Absurdum von, was vorher eigentlich alles implementiert werden muss
            0:19:20–0:19:23
            und wenn es dann da ist, dann wird es akzeptiert und das wird nicht im Nachhinein
            0:19:23–0:19:28
            zurückgebaut und wir gehen zurück in eine Klo-Struktur, die es ja am Ende des Tages ist,
            0:19:29–0:19:33
            von Binarität, sondern sagen, wir lassen das da und gleichzeitig bringst du das Beispiel,
            0:19:33–0:19:38
            das absolut ausgrenzend ist und menschenfeindlich im Nachhinein.
            0:19:38–0:19:43
            Und das ist gerade wieder dieser Aspekt von Intersektionalität mitdenken.
            0:19:43–0:19:46
            Wir können nicht eine Checkliste haben von jetzt haben wir im Fußballstadion,
            0:19:46–0:19:50
            das ist zack behindertengerecht und das ist zack gerecht für nicht-binäre Personen
            0:19:50–0:19:56
            und zack, wir haben dann noch einen Audio-Mitschnitt für Menschen, die nicht sehen können.
            0:19:56–0:19:59
            Das muss ja ineinander übergreifen, weil so funktionieren Menschen nicht.
            Mara Pfeiffer
            0:19:59–0:20:03
            Ja. Und ich frage mich, dass manchmal, ich weiß nicht, wie ihr das seht,
            0:20:03–0:20:08
            ob bei Diversität nicht vielleicht sogar eine Problematik ist,
            0:20:08–0:20:13
            dass das mittlerweile so ein fast schon schwammiger Sammelbegriff für Anliegen geworden ist.
            0:20:13–0:20:17
            Also wo Leute so denken, naja, das betrifft jetzt nicht das,
            0:20:17–0:20:23
            was sie vielleicht unter so einer Mehrheitsgesellschaft oder irgendwie in einem
            0:20:23–0:20:27
            Bereich Machtstruktur hoch angesiedelten Personen empfinden.
            0:20:27–0:20:30
            Und das wird dann jetzt irgendwie, alles ist dann Diversity.
            0:20:31–0:20:34
            Und dann musst du aber an den entsprechenden Stellen erstmal Leute haben,
            0:20:34–0:20:36
            die das eigentlich wieder dekodieren.
            0:20:36–0:20:38
            Also was steckt denn da alles drin und was sind denn die Themen,
            0:20:38–0:20:40
            über die wir uns da unterhalten müssen?
            0:20:41–0:20:45
            Wenn wir über diese Themen sprechen, wo seht ihr denn da Unterschiede zwischen
            0:20:45–0:20:48
            einerseits Leistungssport und andererseits eben auch Breitensport,
            0:20:48–0:20:51
            was ja auch ein Bereich ist, in dem du sehr viel unterwegs bist,
            0:20:51–0:20:54
            einfach was jetzt auch so eine Herangehensweise angeht?
            Lisa Kalina
            0:20:55–0:20:58
            Ja, aber das Gefährliche ist das, was du gerade aufgegriffen hast,
            0:20:58–0:21:00
            dass es jetzt mittlerweile schon fast wie so ein Stempel geworden ist.
            0:21:00–0:21:03
            Oder machen wir nochmal den Stempel Diversität drauf und gut ist.
            0:21:03–0:21:07
            Und dann schieben wir es nochmal der Gleichstellungsbeauftragten mit auf den
            0:21:07–0:21:11
            Tisch, die ja eh das Thema Kinderschutz und Präventionssexisierte geweiht.
            0:21:11–0:21:13
            Und dann kriegt sie ja auch nochmal so die Frauen rüber.
            0:21:13–0:21:15
            Also dieses Bild gibt es nach wie vor.
            0:21:17–0:21:22
            Man darf nicht aus den Augen verlieren, dass der Sport, in dem wir im Breitensport
            0:21:22–0:21:25
            einfach aufgestellt ist, ganz stark ehrenamtlich natürlich geprägt ist.
            0:21:25–0:21:29
            Das kennen die Zuhörer*innen, die schon mal Samstag auf dem Fußballplatz standen.
            0:21:29–0:21:33
            Ich glaube aber, dieses Bild geht ganz schnell weg, wenn wir über Profi-Leistungsfußball gerade reden.
            0:21:33–0:21:38
            Das sind einfach andere Strukturen. Da ist sehr viel mehr kapitalistisches Interesse hinter.
            0:21:39–0:21:43
            Und gleichzeitig braucht es genau diese Sensibilisierung an der Basis und Verständnis
            0:21:43–0:21:45
            davon, was denn Diversität bedeutet.
            0:21:45–0:21:49
            Und auch sei es, dass sie einmal reflektieren, wen sie alles in den Vereinen
            0:21:49–0:21:51
            und Verbänden haben, aber wen auch gleichzeitig nicht.
            0:21:52–0:21:57
            Und dieses Verständnis von wir schreiben uns das auf die Fahne und wir sind
            0:21:57–0:22:00
            so offen und vielfältig und haben dann die Pride Flag für einen Monat,
            0:22:01–0:22:04
            kontra der Tatsache, dass euch ganz viele Menschen fehlen und ihr ganz viele
            0:22:04–0:22:06
            Menschen gar nicht ansprecht in der Art und Weise,
            0:22:06–0:22:09
            wie ihr arbeitet und gleichzeitig dann das Thema so,
            0:22:10–0:22:13
            stiefmütterlich irgendwie behandelt, weil es ja dazugehören muss,
            0:22:13–0:22:18
            aber ihr diese Kernaufgaben nicht verstanden habt, dann ist es halt nicht nachhaltig.
            Karolin Heckemeyer
            0:22:20–0:22:22
            Ja, ich habe gerade überlegt, so das, was du gerade gesagt hast,
            0:22:22–0:22:27
            was ist die Differenz eigentlich zwischen Hochleistungssport und so Breitensport oder so.
            0:22:29–0:22:32
            Ich kann jetzt zum Breitensport allgemein vielleicht gar nicht so viel sagen,
            0:22:32–0:22:35
            aber mit Blick auf beispielsweise die Lehrpersonenbildung,
            0:22:35–0:22:38
            in der ich tätig bin, also interessant ist ja einfach, Lehrer*innen,
            0:22:38–0:22:42
            die Sport unterrichten, die sehen sich einfach mit dieser Diversität,
            0:22:42–0:22:44
            mit der Unterschiedlichkeit von Kindern konfrontiert.
            0:22:44–0:22:48
            Also und da geht es wirklich darum einfach, das ist ein Fakt.
            0:22:48–0:22:53
            Also Vielfalt ist ein Fakt und da müssen wir schauen, dass wir diese Vielfalt
            0:22:53–0:22:56
            aufgreifen in einer Art und Weise, die nicht diskriminierend ist.
            0:22:56–0:23:01
            Und irgendwie versuchen Kindern, Jugendlichen den Zugang zum Sport auch über
            0:23:01–0:23:05
            die Schule hinaus zu ermöglichen und ihnen zu zeigen, hey Bewegungssport,
            0:23:05–0:23:08
            das ist eine Welt, die ist auch für dich und die ist für alle da.
            0:23:08–0:23:13
            Und gleichzeitig, auch gerade wenn wir heute irgendwie so die einzelnen Vorträge
            0:23:13–0:23:15
            gehört haben, dann geht es da ja auch vor allen Dingen darum,
            0:23:15–0:23:22
            eigentlich diese Homogenität von Verbänden und der Struktur von Vorständen und
            0:23:22–0:23:25
            von medialer Repräsentation und so weiter,
            0:23:25–0:23:30
            die zu durchbrechen, aufzuheben, da irgendwie mehr Diversität zu etablieren.
            0:23:30–0:23:32
            Und das, finde ich, ist eigentlich ganz interessant.
            Mara Pfeiffer
            0:23:33–0:23:35
            Was ich ganz spannend finde, da haben wir uns auch im Vorfeld schon ein bisschen
            0:23:35–0:23:40
            drüber unterhalten, du beschäftigst dich ja eben auch mit Schulsport und ich
            0:23:40–0:23:46
            glaube, es gibt viele Menschen, die Schulsport in einer nicht positiven Erinnerung haben,
            0:23:46–0:23:51
            was ja eigentlich dramatisch ist, weil es schon so ein bisschen mitprägt,
            0:23:51–0:23:55
            mutmaßlich, wie Menschen im restlichen Leben eben zu Sport stehen.
            0:23:55–0:23:59
            Ob sie Sport als etwas empfinden, was zu ihnen passt, wo sie dazugehören,
            0:23:59–0:24:01
            womit sie sich wohlfühlen.
            0:24:01–0:24:05
            Was siehst denn du für Ansätze, vielleicht auch im Schulsport schon Dinge von
            0:24:05–0:24:07
            Anfang an anders zu machen?
            Karolin Heckemeyer
            0:24:08–0:24:13
            Ich glaube, das, was ich versuche, ist, Menschen, die Lehrpersonen für den Sport
            0:24:13–0:24:17
            werden wollen, bewusst zu machen, dass die Wahrscheinlichkeit,
            0:24:18–0:24:23
            Dass sie einem Kind, einem Jugendlichen, der die bereits im Verein aktiv sind,
            0:24:23–0:24:26
            dass sie da die Freude nehmen. Die Wahrscheinlichkeit besteht gar nicht.
            0:24:27–0:24:30
            Umgekehrt, die Wahrscheinlichkeit ist im Sportunterricht aber sehr groß,
            0:24:30–0:24:35
            dass ich den Kids, die sowieso innerlich eine Distanz haben zur Welt von Sport
            0:24:35–0:24:38
            und Bewegung, weil sie nicht viele Sporterfahrungen gesammelt haben,
            0:24:38–0:24:42
            weil sie sich als sogenannt unsportlich verstehen, ein Wort,
            0:24:42–0:24:43
            das ich unsäglich finde.
            0:24:43–0:24:46
            Und da zu sagen, okay, die Gefahr
            0:24:46–0:24:50
            ist so groß, dass wir den Kindern noch mehr Steine in den Weg legen.
            0:24:50–0:24:54
            Und die Aufgabe von Sportunterricht ist eigentlich erstmal überhaupt diese Welt
            0:24:54–0:24:58
            zu öffnen und Kindern, Jugendlichen ein positives Körpergefühl,
            0:24:58–0:25:03
            Körperkonzept zu vermitteln und zu sagen, hey, diese Welt des Sports, die ist auch für dich.
            Mara Pfeiffer
            0:25:03–0:25:10
            Andererseits ist es so, dass wenn wir auf Kids schauen, dass am ehesten die
            0:25:10–0:25:15
            Phase ist, wo Sport eben gemeinschaftlich und auch genderübergreifend stattfindet.
            0:25:15–0:25:19
            Dann irgendwann so um die Pubertät rum, zumindest wenn es in den Leistungsbereich
            0:25:19–0:25:22
            reingeht, kommt halt eben diese Auftrennung.
            0:25:23–0:25:27
            Und es ist ja ganz spannend, dass es durchaus auch Sportarten gibt,
            0:25:27–0:25:32
            wo relativ lange auch olympisch Männer und Frauen gemeinsam den Sport und auch
            0:25:32–0:25:34
            gegeneinander betrieben haben.
            0:25:34–0:25:38
            Gar nicht mal so selten hat er das tatsächlich ein Ende, wenn eine Frau mal
            0:25:38–0:25:41
            gewonnen hat, dann hat man plötzlich gesagt, wir brauchen vielleicht zwei Kategorien.
            0:25:42–0:25:51
            Was ist denn so eure Theorie dazu? Woher kommt das Bedürfnis dieser Trennung her?
            0:25:52–0:25:57
            Weil natürlich kann man immer sagen und das ist ein Thema, in dem sehr viel
            0:25:57–0:26:02
            noch unerforscht ist, weil es darum geht, was für eine Rolle spielt Förderung
            0:26:02–0:26:03
            und was für eine Rolle spielt tatsächlich Körper.
            0:26:04–0:26:08
            Aber also natürlich weiß man, es kam irgendwo auch daher, dass man gesagt hat,
            0:26:08–0:26:10
            es sind eben unterschiedliche Voraussetzungen und so weiter.
            0:26:11–0:26:15
            Aber es ist ja mehr als das, weil es gibt ja eben auch die ganzen Geschichten,
            0:26:15–0:26:19
            beispielsweise im Fußball, wo Mädchen aus Jungsteams rausgenommen wurden,
            0:26:19–0:26:22
            in denen sie bis dahin super funktioniert haben, eben weil sie Mädchen sind
            0:26:22–0:26:25
            und das ab einem gewissen Zeitpunkt so sein muss.
            0:26:25–0:26:30
            Woher kommt dieses Gefühl, woher kommt diese Haltung zu sagen,
            0:26:30–0:26:33
            das ist das, wo wir die Trennung ziehen müssen.
            0:26:33–0:26:38
            Wir trennen nicht die zwei Meter großen Sportler*innen von den 1,60 Meter großen
            0:26:38–0:26:41
            oder weiß ich nicht was oder Boxengewichtsklasse oder sowas,
            0:26:41–0:26:46
            sondern Gender ist das, that's where we draw the line.
            Karolin Heckemeyer
            0:26:48–0:26:51
            Da müssen wir eigentlich so ein bisschen in die Sportgeschichte zurückschauen.
            0:26:51–0:26:58
            Und Geschlecht als Leistungskategorie hängt ganz eng damit zusammen,
            0:26:58–0:27:04
            dass Sport erstmal von relativem Beginn an eine Sphäre gewesen ist und es ja
            0:27:04–0:27:07
            eben auch immer noch ist, wo es um die Konstruktion von Männlichkeit geht.
            0:27:07–0:27:10
            Also wo Geschlecht einfach eine ganz zentrale Kategorie ist.
            0:27:10–0:27:17
            Und so die sogenannten englischen Sports sind entstanden aus der Aristokratie
            0:27:17–0:27:22
            und auch verbunden damit ist also nicht nur Geschlecht, sondern auch Class, also Klasse.
            0:27:22–0:27:26
            Und wo es darum ging, erstmal einfach zu sagen, es gibt so etwas wie einen Bereich
            0:27:26–0:27:31
            des Sichtvergnügens in körperlicher Ertüchtigung und körperlichem Wettkampf,
            0:27:31–0:27:36
            wo es um die Performance von Männlichkeit ging. Und ich glaube, das ist...
            0:27:37–0:27:40
            Das steht auch hinter dieser Aussage, die vermutlich vielen Hörer*innen schon
            0:27:40–0:27:46
            bekannt ist, also dass Sport eine Männerdomäne ist.
            0:27:47–0:27:51
            Und zwar eine Männerdomäne, weil da Männlichkeit hergestellt wird und damit
            0:27:51–0:27:56
            auch eine Vorstellung über Körper, und zwar Körper, die leistungsfähig sind, dominant sind.
            0:27:56–0:28:02
            Und damit Sport eben auch einen Beitrag leistet zu einer gesellschaftlich patriarchalen Struktur,
            0:28:02–0:28:07
            in der klar ist, es gibt eine Form männlicher, körperlicher Überlegenheit,
            0:28:07–0:28:11
            geknüpft natürlich auch mit Überlegenheiten in anderen Lebensbereichen, das steht außer Frage.
            0:28:11–0:28:16
            Aber die Rolle des Sports genau in dieser Herstellung einer Gesellschaftsstruktur,
            0:28:17–0:28:17
            die finde ich ganz wichtig.
            Lisa Kalina
            0:28:17–0:28:22
            Und sie funktioniert ja. Also das Konstrukt von Binarität und das Aufbrechen
            0:28:22–0:28:26
            von patriarchalen Strukturen funktioniert, wird auch sichtbarer,
            0:28:26–0:28:30
            wenn wir uns zum Beispiel Sprache angucken, wenn wir uns Infrastrukturen angucken.
            0:28:30–0:28:31
            Wir hatten ja das Toilettenbeispiel gerade.
            0:28:31–0:28:35
            Es mag plakativ manchmal so einfach klingen, aber es steckt halt sehr viel mehr
            0:28:35–0:28:41
            dahinter, weil es möglich ist, Strukturen aufzubrechen, wenn eben der Wille da ist.
            0:28:41–0:28:44
            Und der Wille kommt verstärkt gerade in diesem Themenbereich von unten,
            0:28:45–0:28:48
            von Menschen, die sich ihren Platz schaffen, die genug haben,
            0:28:48–0:28:52
            in ihren Räumen oder gar nicht sichtbar zu sein, hin zu im Fußball.
            0:28:52–0:28:55
            Weil wir wollen unseren Platz am Tisch und wir gehen jetzt auch nicht mehr,
            0:28:55–0:28:57
            weil wir haben hier Bedürfnisse, wir haben hier eine Community,
            0:28:58–0:29:00
            wir haben Allyship, also wir haben Leute, die uns auch unterstützen,
            0:29:01–0:29:04
            die vielleicht nicht die gleichen Erfahrungen, wie wir gemacht haben,
            0:29:04–0:29:08
            aber die sehen, dass diese patriarchalen Strukturen eben nicht mehr aufrechterhalten werden können.
            0:29:08–0:29:13
            Und da gibt es Zugzwang und da gibt es Interventionen.
            0:29:14–0:29:18
            Aber auch da hängt es dann wieder sehr schnell an den Strukturen und an Vereinen
            0:29:18–0:29:22
            und Verwenden, dass das eben als Querschnittsaufgabe gesehen werden muss.
            0:29:22–0:29:26
            Dass es nicht ein Teil von vielen ist, den wir dann auch noch bearbeiten müssen,
            0:29:26–0:29:31
            sondern dass es eine Frage davon ist, dass wir Menschen in den Sport bringen
            0:29:31–0:29:34
            und dass wir diese Strukturen eben, die gerade patriarchal menschenfeindlich
            0:29:34–0:29:35
            sind, aufbrechen können.
            Mara Pfeiffer
            0:29:36–0:29:40
            Ich frage mich ja manchmal auch so ein bisschen, ich bin ja beispielsweise auch
            0:29:40–0:29:45
            komplett im Männerfußball sozialisiert und bin erst deutlich später auch zum
            0:29:45–0:29:46
            Frauenfußball gekommen.
            0:29:48–0:29:52
            Und mittlerweile ist es dann so, wenn Leute natürlich sagen,
            0:29:52–0:29:55
            ja, das hat es ja alles irgendwie vorher gar nicht gegeben und so,
            0:29:55–0:29:57
            dass ich natürlich gegen argumentieren kann und sagen kann, nee,
            0:29:57–0:29:58
            es gab halt die Sichtbarkeit nicht.
            0:29:58–0:30:06
            Und es gibt ja, wenn man jetzt mal so auf diese Anti-Trans-Lobby beispielsweise schaut,
            0:30:06–0:30:10
            schon eben auch immer wieder so diese sich wiederholende Behauptung,
            0:30:10–0:30:15
            wirklich in sehr dicken Anführungszeichen, die ich also jetzt auch den Hörer*innen
            0:30:15–0:30:18
            nochmal gerne artikulativ mitgebe, so dieses,
            0:30:18–0:30:21
            diese Leute, die gab es ja früher gar nicht, so nach dem Motto,
            0:30:21–0:30:23
            wo kommen die denn plötzlich alle her?
            0:30:23–0:30:25
            Und auch das ist ja Quatsch, aber...
            0:30:27–0:30:31
            Und deswegen ist es so ein bisschen so eine Henne-Ei und dann fehlt eigentlich
            0:30:31–0:30:34
            noch mindestens was Drittes, was man mit reinnehmen kann. Frage.
            0:30:34–0:30:38
            Auch diese Sichtbarkeit hat ja mit Machtstrukturen zu tun.
            0:30:39–0:30:43
            Und jetzt ist es so, dass wir natürlich in der Theorie über die Themen sprechen
            0:30:43–0:30:48
            und es ist wichtig, dass diese Themen verhandelt werden und dass es auch eine
            0:30:48–0:30:50
            Offenheit und eine Öffentlichkeit für diese Themen gibt.
            0:30:50–0:30:55
            Gleichzeitig ist es ja aber eben so, dass jeden Tag Menschen,
            0:30:55–0:31:00
            die gerne an Sport sich beteiligen möchten, mit Ausschluss konfrontiert werden.
            0:31:01–0:31:06
            Also in den USA ist es mittlerweile ein Riesenthema, die ganzen immer unter
            0:31:06–0:31:11
            dem Label, wir schützen den Frauensport, was auch immer das dann genau sein soll.
            0:31:11–0:31:14
            Das geht in der Schule schon los, das ist im College-Sport ganz extrem.
            0:31:14–0:31:18
            Es betrifft fast alle Sportarten.
            0:31:18–0:31:22
            Man muss wirklich sagen, das ist mal was, wo der DFB mit seiner Eröffnung eben
            0:31:22–0:31:26
            im Amateur- und im Jugendbereich ein positives Gegenbeispiel ist.
            0:31:27–0:31:31
            Wie löst man das? Das ist ja eine gesellschaftliche Aufgabe.
            Karolin Heckemeyer
            0:31:33–0:31:41
            Ja, ich überlege gerade, also für mich ist ein zentraler Punkt erstmal in dieser ganzen Debatte,
            0:31:41–0:31:48
            wenn es um trans Personen im Sport geht, reduziert sich die Debatte ja immer
            0:31:48–0:31:50
            wieder auf trans Frauen im Sport.
            0:31:50–0:31:54
            Und darüber hinaus ist ganz viel das Thema der Hochleistungssport.
            0:31:55–0:31:59
            Und da gibt es grundsätzlich erstmal von meiner Seite die Anmerkung,
            0:31:59–0:32:04
            dass die Entmenschlichung von trans Personen, die in dieser Debatte stattfindet,
            0:32:04–0:32:08
            von trans Frauen, die dort stattfindet, dass die einfach unsäglich ist.
            0:32:08–0:32:12
            Und mein Plädoyer grundsätzlich ist erstmal, einen Schritt zurück zu machen
            0:32:12–0:32:17
            und wieder zu einem Vokabular zu kommen, wo wir wahrnehmen, dass das Menschen sind,
            0:32:17–0:32:22
            die einfach Sport machen wollen, so wie jede andere Person, die sich als Frauen
            0:32:22–0:32:25
            identifizieren und als Frauen anerkannt werden müssen.
            0:32:25–0:32:30
            So und es gibt den trans Athleten Chris Mosier, der ist Duathlet,
            0:32:30–0:32:36
            US-Amerikanischer und der hat in einem Interview mit Dave Zirin für The Nation
            0:32:36–0:32:40
            mal ganz hervorragend mit Blick auf die Schwimmerin Leah Thomas,
            0:32:40–0:32:44
            die trans Frau ist und erfolgreiche Schwimmerin ist und jetzt aktuell nicht mehr
            0:32:44–0:32:48
            starten darf, mal gesagt, es geht darum, es ist ein Mensch,
            0:32:48–0:32:53
            der sein Leben lang für diesen Sport gelebt hat, sich eingesetzt hat,
            0:32:53–0:32:56
            trainiert hat, genauso geschwitzt hat, wie jede andere Athletin.
            0:32:56–0:33:01
            Und das anzuerkennen und überhaupt das wieder zu sehen und darüber hinaus,
            0:33:01–0:33:05
            dass es meistens in der Debatte auch verkannt wird, also die meisten Menschen,
            0:33:05–0:33:11
            die sich negativ äußern zu trans Personen, kennen überhaupt gar keine trans Personen,
            0:33:12–0:33:15
            kennen erst recht keine trans Personen, die im Sport aktiv sind.
            0:33:16–0:33:19
            Wissen überhaupt nicht, was es bedeutet, trans zu sein. Und ich finde,
            0:33:19–0:33:21
            das, was Chris Mosher sagt, das müssen wir wirklich ernst nehmen.
            0:33:21–0:33:26
            Was wissen wir eigentlich über die Lebensrealitäten vontrans Athletinnen, von trans Frauen?
            0:33:26–0:33:29
            Und wenn wir da in die Forschung schauen, dann wird ganz schnell deutlich,
            0:33:29–0:33:31
            trans Frauen insbesondere,
            0:33:31–0:33:35
            aber trans Menschen grundsätzlich erleben so viel Diskriminierung und das auch
            0:33:35–0:33:40
            nochmal verstärkt in der Überschneidung, in der Intersektion mit Race,
            0:33:41–0:33:45
            also schwarze Menschen, Menschen of Color, die trans leben, Die erleben noch
            0:33:45–0:33:48
            mehr Diskriminierung, ob das bei der Suche nach Wohnungen ist,
            0:33:49–0:33:51
            ob es auf dem Arbeitsmarkt ist und so weiter und so fort.
            0:33:51–0:33:57
            Und jetzt gibt es diese Rhetoriken von, "diese Menschen, diese trans Athletinnen
            0:33:57–0:34:01
            sind eine Gefahr für den Frauensport" und das ist eine völlige Verkehrung von
            0:34:01–0:34:05
            Machtverhältnissen, dass so wenige Personen eigentlich den Frauensport in Frage stellen.
            0:34:05–0:34:12
            Und eine letzte Bemerkung noch, Anima Adjepong, sie ist Professorin in den USA
            0:34:12–0:34:14
            und arbeitet, kommt aus Ghana,
            0:34:14–0:34:18
            hat dazu hervorragende Dinge geschrieben, vielleicht können wir das auch in
            0:34:18–0:34:22
            die Shownotes nehmen, wo sie einfach sagt, vor allen Dingen ist es eine Debatte,
            0:34:22–0:34:28
            die im Moment alle möglichen anderen Machtverhältnisse im Kontext des Sports einfach übertüncht.
            0:34:28–0:34:33
            Das heißt, über trans Athletinnen zu sprechen im Frauensport lenkt völlig davon
            0:34:33–0:34:38
            ab, dass wir die herkömmlichen binär gedachten Geschlechterungleichheitsverhältnisse
            0:34:38–0:34:39
            überhaupt nicht weiter in Frage stellen.
            0:34:40–0:34:43
            Und da hinzugucken und zu sagen, Moment mal gerade, was ist das eigentlich für
            0:34:43–0:34:46
            eine Stellvertreter*innen-Debatte, das finde ich wichtig.
            Lisa Kalina
            0:34:47–0:34:51
            Daran würde ich gerne anknüpfen, weil gerade der Punkt von Entmenschlichung
            0:34:51–0:34:55
            ist was, was ich auch sehr stark in meiner Arbeit merke, wenn wir beispielsweise
            0:34:55–0:35:01
            in Schwimmverbände gehen und da anfangen zu diskutieren, was die FINA für Regeln aufstellt,
            0:35:01–0:35:05
            wie entmenschlichend das ist und dann aber ganz oft das Feedback tatsächlich kommt,
            0:35:05–0:35:09
            naja, wenn da am Block dann eine trans Person startet, könnte ich meine Athletin
            0:35:09–0:35:10
            ja auch anfangen zu dopen.
            0:35:11–0:35:16
            Also solche Aussagen fallen halt immer wieder. Und es fiel mir damals sehr schwer,
            0:35:16–0:35:17
            muss ich auch sagen, damit umzugehen.
            0:35:17–0:35:21
            Ich habe jetzt meine einigen Strategien gefunden, würde ich sagen.
            0:35:21–0:35:25
            Aber es ist einfach sehr erschreckend, dass da sprechen wir auch wieder von
            0:35:25–0:35:28
            Macht und von Strukturen, die einfach seit immer vermeintlich da gewesen sind.
            0:35:28–0:35:31
            Aber es ist eine Frage der Sichtbarkeit, wie du gerade gesagt hast.
            0:35:31–0:35:33
            Es gab sie schon immer, sie waren halt nicht sichtbar.
            0:35:33–0:35:36
            Und da haben ganz viele, gerade im Trainerbereich, das Gefühl,
            0:35:37–0:35:42
            dass eine Kategorie hinzukommen würde, die vermeintlich unfaire Gestalt annimmt.
            0:35:42–0:35:45
            Wenn du dann argumentieren würdest, naja, hast du dir schon mal den Körper von
            0:35:45–0:35:49
            Michael Phelps angeguckt, vielleicht ist das auch nicht so fair auf ganz vielen
            0:35:49–0:35:54
            anderen Ebenen, wenn er gegen andere Männer in dem Fall oder trans Personen schwimmen würde.
            0:35:55–0:35:59
            Ja, da geht es dann gegen ganz harte Bretter zu bohren.
            0:35:59–0:36:02
            Aber trotzdem finde ich es extrem wichtig, dass wir eben von Menschen sprechen
            0:36:02–0:36:04
            im Spitzen- und im Reitensport.
            0:36:04–0:36:08
            Deswegen tendieren wir da auch dazu, wenn es sich möglich, Wirklich,
            0:36:08–0:36:11
            dass wir auch mit trans Menschen unsere Seminare geben, dass wir da eine Bühne
            0:36:11–0:36:14
            bieten, wenn die Menschen das wollen und sie wollen, wenn sie eben in einem
            0:36:14–0:36:17
            sicheren Space sind und nicht angefeindet werden.
            0:36:18–0:36:22
            Gleichzeitig sehen wir auch diese Absurdität von Regeln, die im internationalen
            0:36:22–0:36:24
            Spitzensportverbänden einfach
            0:36:24–0:36:28
            zutage treten, wo ich auch oft dann mit Studierenden darüber spreche.
            0:36:28–0:36:32
            Ja, Unfairness, aber überlegt euch doch mal, welcher Spitzensportverband hat
            0:36:32–0:36:37
            jetzt neue Regeln eingesetzt, dass trans Frauen nicht aktiv teilnehmen können.
            0:36:38–0:36:42
            Es ist der Internationale Schachverband. Also wo kommen jetzt eure Argumente
            0:36:42–0:36:47
            von, es ist unfair und jetzt ist dieses Equal Playing Field aber komplett aufgebrochen
            0:36:47–0:36:49
            worden, weil trans Personen reinkommen.
            0:36:49–0:36:54
            Also diese Absurdität von Ideen, von Strukturen, die einfach diskriminierend
            0:36:54–0:36:57
            sind, die gilt es halt ganz, ganz stark aufzubrechen.
            0:36:57–0:37:01
            Und einen zweiten Punkt, den ich gerne noch nennen würde, weil gesagt wurde,
            0:37:01–0:37:04
            dass es gerade in den USA oder wenn wir nach Australien und Neuseeland blicken,
            0:37:04–0:37:08
            sehr transfeindlich ist. Es ist es in Deutschland auch.
            0:37:08–0:37:11
            Das ist gerade im deutschen Fußball, wenn wir ins Stadion gehen,
            0:37:11–0:37:13
            es ist massiv transfeindlich.
            0:37:13–0:37:18
            Es hängen Banner von, es gibt nur zwei Geschlechter. Wir haben eine Partei,
            0:37:18–0:37:24
            die trans Personen explizit ausschließend unter die menschenfeindlichen Strukturen
            0:37:24–0:37:29
            propagiert und das sich natürlich auch langfristig oder wenn nicht schon der
            0:37:29–0:37:30
            Fall jetzt auf den Sport ausübt.
            0:37:30–0:37:34
            Also ich glaube, da müssen wir auch gerade in dem Land, in dem wir hier aufnehmen,
            0:37:34–0:37:35
            darauf achten, wie wir da arbeiten.
            0:37:36–0:37:40
            Stärker denn je Menschen schützen und unterstützen müssen.
            Mara Pfeiffer
            0:37:40–0:37:46
            Ja, das ist auf jeden Fall so. Ich glaube, der Punkt mit den USA ist ganz sicher,
            0:37:46–0:37:52
            dass es da schon leider in manchen Bereichen im Sport einfach quasi eine bessere
            0:37:52–0:37:55
            Organisation von Lobbyarbeit dagegen gibt.
            0:37:55–0:37:59
            Aber gerade was du sagst, was die Politik angeht, ist ein Thema,
            0:38:00–0:38:04
            wo wir in Deutschland vor großen Aufgaben stehen. Den übrigens,
            0:38:04–0:38:09
            glaube ich, und zwar übrigens bei all den Themen, über die wir jetzt ansatzweise
            0:38:09–0:38:09
            schon gesprochen haben.
            0:38:10–0:38:14
            Ich habe neulich bei einer Veranstaltung auch lange mit Jürgen Dusel,
            0:38:14–0:38:18
            dem Bundesbeauftragten der Regierung für Menschen mit Behinderungen gesprochen,
            0:38:18–0:38:19
            der auch gesagt hat, also was mittlerweile
            0:38:19–0:38:23
            teilweise einfach schon rund um Sportveranstaltungen passiert.
            0:38:24–0:38:27
            An denen eben auch Sportler*innen mit Behinderungen teilnehmen und wie man da
            0:38:27–0:38:32
            eben versucht, versucht schon, ja, auch Ausschlüsse herzustellen,
            0:38:32–0:38:37
            die bis vor kurzem so überhaupt nicht denkbar gewesen wären und wo man jetzt
            0:38:37–0:38:38
            versucht, eine Normalität draus zu machen.
            0:38:38–0:38:44
            Das ist wirklich, man darf nicht unterschätzen, wie brandgefährlich das wirklich ist.
            0:38:44–0:38:49
            Und leider Gottes ist es ja so, dass viele Leute sich für solche Themen erst
            0:38:49–0:38:53
            so richtig interessieren, wenn sie das Gefühl haben, sie oder jemand,
            0:38:54–0:38:56
            der sie kennt, ist persönlich davon betroffen.
            0:38:56–0:38:59
            Das finde ich dann bei ihm immer ganz spannend, dass er sagt,
            0:38:59–0:39:00
            also wenn es jetzt um Behinderungen geht,
            0:39:01–0:39:05
            die Behinderung, ich kann leider, weiß ich die Prozentzahl jetzt nicht auswendig,
            0:39:05–0:39:08
            aber es ist eine sehr, sehr große Anzahl von Menschen, die nicht mit einer Behinderung
            0:39:08–0:39:11
            auf die Welt kommen, sondern die sie im Laufe ihres Lebens durch einen Unfall,
            0:39:11–0:39:15
            eine Krankheit oder oder dann erlangen.
            0:39:15–0:39:19
            Also man darf sowieso nicht davon ausgehen, dass Themen erst eine Relevanz haben,
            0:39:19–0:39:22
            wenn man eine persönliche Betroffenheit empfindet. Aber man darf dann trotzdem
            0:39:22–0:39:25
            auch noch im Hinterkopf haben, diese persönliche Betroffenheit,
            0:39:25–0:39:27
            die kann auch jederzeit irgendwie auftreten.
            0:39:27–0:39:31
            Also sei es in dem Bereich oder in einem anderen und bei einem selber oder bei
            0:39:31–0:39:33
            einem Menschen, der einem eben wichtig ist.
            0:39:33–0:39:36
            Und ich finde es auch nochmal ganz wichtig, Lisa, dass du es angesprochen hast
            0:39:36–0:39:40
            mit dem Schachverband. Also um darauf auch vielleicht nochmal kurz zurückzukommen.
            0:39:41–0:39:45
            Man hat auf der einen Seite Leute, die eine Argumentation versuchen,
            0:39:45–0:39:50
            in der es also um eine vermeintliche, wie auch immer geartete,
            0:39:50–0:39:54
            körperliche Überlegenheit, Unterlegenheit, wie auch immer geht.
            0:39:54–0:40:01
            Und dann geht man aber her und sagt, also SchachspielerInnen können nicht in
            0:40:01–0:40:04
            einer Kategorie antreten, wenn sie trans sind.
            0:40:04–0:40:08
            Was ist denn dann die Begründung? Sind die dann blöder? Oder,
            0:40:08–0:40:13
            also weißt du, wie man das ja dann sagen müsste, also kommt die Regel dann daher,
            0:40:13–0:40:16
            dass man sagt, das Gehirn ist dann auch noch so anders,
            0:40:17–0:40:19
            dass wir euch nicht gegeneinander antreten lassen können. Eigentlich entlarven
            0:40:19–0:40:21
            sie sich damit ja komplett selbst.
            Karolin Heckemeyer
            0:40:21–0:40:26
            Ja, das tun sie auf eine Art und gleichzeitig, was darin sich einfach auch manifestiert,
            0:40:26–0:40:28
            ist die Struktur des Hochleistungssports.
            0:40:28–0:40:35
            Also ganz zentral ist ja im Hochleistungssport diese Idee von Gewinnen oder
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            Verlieren und Erfolg manifestiert sich eigentlich an den ersten drei Platzierungen.
            0:40:41–0:40:48
            Und damit wird, wie sowas und das beschreibt der Sportsoziologe Karl-Heinrich Bette ganz gut,
            0:40:48–0:40:54
            also dass sich wirklich quasi der Erfolg im Sport wirklich auf eine ganz kleine
            0:40:54–0:40:56
            Zahl an Personen reduziert.
            0:40:56–0:41:01
            Und je mehr Klassen ich aber schaffe, desto mehr Möglichkeiten überhaupt.
            0:41:02–0:41:06
            Einen ersten Platz zu erreichen, eine Goldmedaille zu bekommen, habe ich.
            0:41:06–0:41:09
            Und das ist interessant, wenn wir uns dann klar machen, okay,
            0:41:09–0:41:14
            wie werden eigentlich beispielsweise auch irgendwie in einzelnen Sportarten
            0:41:14–0:41:16
            Wettbewerbe vervielfacht.
            0:41:16–0:41:21
            Und natürlich bedeutet dann dieser Sieg wiederum auch, dass ich die Möglichkeit
            0:41:21–0:41:25
            habe, als Testimonial irgendwo an Geld zu kommen über Sponsor*innen-Verträge.
            0:41:25–0:41:30
            Und insofern, ich glaube, wenn wir uns anschauen, es ist ja schon absurd,
            0:41:30–0:41:34
            dass man jetzt sagt, im Schach gibt es den Männer- und den Frauenschach.
            0:41:34–0:41:40
            Ja, und gleichzeitig ist es, weil wir ja eigentlich sagen, genau im Anschluss
            0:41:40–0:41:41
            an das, was du gesagt hast,
            0:41:41–0:41:45
            keine, vor allen Dingen auch Frauen würden ja heute überhaupt nicht wollen,
            0:41:45–0:41:49
            dass man ihnen sagt, also ihr seid nicht ganz so schlau wie Männer oder euer
            0:41:49–0:41:52
            Hirn tickt anders und deswegen braucht ihr eine eigene Kategorie.
            0:41:52–0:41:56
            Aber ich glaube, das sind genauso Momente, wo sich so unterschiedliche Logiken
            0:41:56–0:41:58
            miteinander verzahnen und wo wir wirklich sagen müssen,
            0:41:59–0:42:04
            es ist ja auch so, dass dadurch eigentlich erstmal etwas, ein Wettbewerb auseinandergezogen
            0:42:04–0:42:07
            wird und überhaupt mehr Raum für Erfolg irgendwie entsteht.
            0:42:09–0:42:13
            Das perfide ist, dass sich aber genau diese Diskurse, also diese Arten und Weisen,
            0:42:13–0:42:15
            wie wir gesellschaftlich darüber reden, miteinander verweben.
            Mara Pfeiffer
            0:42:17–0:42:24
            Ein Punkt ist ja sicherlich dadurch, dass Forschung, wir müssen leider immer
            0:42:24–0:42:27
            wieder zurückkommen auf die patriarchalen Strukturen, in denen wir leben,
            0:42:27–0:42:30
            dadurch, dass auch Forschung sehr lange so männlich war.
            0:42:30–0:42:36
            Ich habe lustigerweise heute was drüber gelesen, dass weibliche Vögel teilweise
            0:42:36–0:42:46
            andere Laute und Melodien nutzen als männliche Vögel und dass dieser Umstand erst aufgefallen ist,
            0:42:46–0:42:49
            als auch Frauen angefangen haben, Vögel zu erforschen.
            0:42:50–0:42:54
            Also es sind viele kleine Details, die da irgendwie ineinander greifen.
            0:42:54–0:42:59
            Und eine Thematik ist eben, dass auch Forschung sehr lange sehr männlich war
            0:42:59–0:43:03
            und sich vor allen Dingen im Sport mit dem männlichen Körper auseinandergesetzt hat.
            0:43:04–0:43:11
            Das heißt, es gibt zum einen deutlich weniger Forschung über Frauen und Frauenkörper im Sport.
            0:43:12–0:43:17
            Was dann auch wiederum zu so Sachen führt, also es gibt ja so dieses Patriarchat
            0:43:17–0:43:22
            der Dinge, Also dass alle Kleidung im Sport eigentlich eben an Männerkörper ausgerichtet ist.
            0:43:22–0:43:27
            Aber natürlich gibt es in der Folge dessen auch noch weniger Forschung eben
            0:43:27–0:43:29
            zu diesem Thema trans Personen im Sport.
            0:43:30–0:43:33
            Und ich sag mal, das würde ja helfen.
            0:43:33–0:43:40
            Also wenn man versuchen wollen würde, Gegenargumente zu finden gegen solche
            0:43:40–0:43:45
            Lobbyarbeit, dann wäre es ja hilfreich, wenn man sich auf Dinge berufen könnte.
            0:43:46–0:43:49
            Die Frage ist dann so ein bisschen Taubenschach. Also haben die Leute überhaupt
            0:43:49–0:43:54
            ein Interesse daran, sich was erklären zu lassen? Aber was sind denn so eure Ansätze?
            0:43:54–0:44:00
            Vielleicht mal bei dir angefangen, Lisa, weil du ja viel eben auch in der Bildungsarbeit unterwegs bist.
            0:44:01–0:44:06
            Wie kann man Leuten vielleicht auch wie so ein Handwerkszeug für solche Diskussionen mitgeben?
            Lisa Kalina
            0:44:07–0:44:11
            Ich hatte auch die Hoffnung lange, dass wenn man dann aber nach einer hitzigen
            0:44:11–0:44:14
            Diskussion mit den Zahlen und Fakten um die Ecke kommt, man dann ja die Leute
            0:44:14–0:44:17
            wirklich kriegen müsste und dann die Aha-Erkenntnis kommt.
            0:44:18–0:44:22
            Spoiler, kommt sie leider nicht. Deswegen ist es nicht, desto trotz natürlich
            0:44:22–0:44:25
            unfassbar wichtig, dass Forschung betrieben wird und dass wir glücklicherweise
            0:44:25–0:44:30
            mittlerweile forschungstechnisch weiter sind. sind das mehr Gelder, zumindest dann jetzt.
            0:44:30–0:44:33
            Wir wissen nicht, wie sich politische Strukturen verändern und dahingehend auch
            0:44:33–0:44:39
            wieder es zu Problematiken kommen kann, wenn es um Förderung von genau solchen
            0:44:39–0:44:42
            Themen geht, gerade an staatlichen Hochschulen.
            0:44:42–0:44:47
            Aber momentan haben wir da Forschung und ich versuche immer diesen Dreh zu kriegen
            0:44:47–0:44:52
            von nahbaren Praxisbeispielen hin zu Studien, die aber genau das belegen.
            0:44:52–0:44:57
            Wir haben beispielsweise die Out-Sport-Studie, die europäisch angesiedelt wurde
            0:44:57–0:45:02
            und Menschen gerade im Fokus mit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt da
            0:45:02–0:45:04
            angehen, gefragt haben, wie sie denn im Sport zu Hause sind,
            0:45:04–0:45:07
            ob sie das überhaupt sind, welche Faktoren mitspielen.
            0:45:07–0:45:11
            Und Surprise ist natürlich der Fußball da auch wieder, das Nonplusultra,
            0:45:11–0:45:15
            aber eben gleichzeitig auch eben der Raum, wo am meisten Ausgrenzung,
            0:45:16–0:45:20
            am meisten Diskriminierung stattfindet, sowohl infrastrukturell als auch sprachlich.
            0:45:20–0:45:24
            Also ich finde, da hilft es schon dann auch zu kommen, Die Statistik zeigt,
            0:45:24–0:45:31
            qualitative Interviews zeigen das, gepaart mit den Strukturen, in denen wir leben.
            0:45:31–0:45:36
            Und was ich auch häufig mache, wenn es um diese Frage von Entmenschlichung geht
            0:45:36–0:45:43
            und von wem reden wir und wie könnt ihr eine Meinung zu haben über Menschen, die ihr nicht kennt,
            0:45:43–0:45:47
            habe ich eine sehr gute Doku-Empfehlung vom NDR.
            0:45:47–0:45:51
            Testosteron gesteuert heißt sie. Das ist eine zweiteilige Doku,
            0:45:51–0:45:57
            die begleitet zwei transMänner in ihrer Transition, die im Hamburger Fußball
            0:45:57–0:45:58
            tatsächlich zu Hause waren.
            0:46:00–0:46:03
            Und dann ist eben die Frage, was steckt auch einfach alles dahinter?
            0:46:04–0:46:06
            Also wir können uns, glaube ich, gar nicht als Außenstehende vorstellen.
            0:46:07–0:46:11
            Das hatte Karo ja auch schon gesagt. Was ist eine Transition? Was kommt damit einher?
            0:46:11–0:46:15
            Welche Hürden in dieser Struktur, in dieser Gesellschaft, in der wir leben,
            0:46:15–0:46:19
            Haben die Menschen überhaupt und wie können sie dann wieder zurück in Sport kommen?
            0:46:19–0:46:23
            Oder ist eben genau das, was sie nicht wollen, weil da diese Strukturen von Diskriminierung sind?
            0:46:24–0:46:29
            Deswegen ist mein Ansatz, wenn ich gerade politische Bildungsarbeit im Sport
            0:46:29–0:46:35
            mache, dass ich versuche, so einen Dreiklang aus Theorie, Praxis und die Einbettung
            0:46:35–0:46:37
            dessen, was die anderen denn wollen.
            0:46:37–0:46:43
            Weil es steht niemand am Anfang des Seminars auf und sagt, ich will hier keine neuen Dinge lernen,
            0:46:43–0:46:49
            sondern es kommt dann eher darauf hinaus, dass Leute sich anfangen selber zu
            0:46:49–0:46:52
            unterfragen und da hat man sie eigentlich meistens schon, wenn dann die große
            0:46:52–0:46:56
            Frage im Raum steht, in welchen Strukturen, in welchem Sport wollen wir eigentlich sein.
            Karolin Heckemeyer
            0:46:58–0:47:03
            Also für mich ist definitiv auch die Frage wichtig, die du gerade genannt hast, wer forscht?
            0:47:04–0:47:07
            Und gleichzeitig ist aber auch die Frage wichtig, wozu?
            0:47:08–0:47:12
            Und welche Fragen stehen im Raum? Und ich bin beispielsweise überhaupt kein
            0:47:12–0:47:16
            Fan von dieser Masse an Forschungen, die im Moment irgendwie lanciert werden,
            0:47:16–0:47:20
            wo es darum geht, jetzt irgendwie trans Körper zu erforschen und haben die einen
            0:47:20–0:47:21
            Leistungsvorteil, ja oder nein?
            0:47:21–0:47:24
            Nein, weil ich weiß nicht, ob das wirklich die zentrale Frage ist,
            0:47:24–0:47:25
            weil das ist eigentlich eine interessengeleitete Frage.
            0:47:26–0:47:31
            Und wenn wir uns auch beispielsweise angucken, gerade bei so einem Verband wie World Athletics,
            0:47:31–0:47:35
            die mit Sebastian Coe bekannt dafür sind,
            0:47:35–0:47:40
            dass sie Intersex- und trans Athlet*innen einfach ausschließen und da auch eine
            0:47:40–0:47:45
            sehr rigide Politik haben und auch eine sehr rigide und sehr menschenverachtende
            0:47:45–0:47:47
            Art der Kommunikation nach außen.
            0:47:48–0:47:51
            Dann merkt man einfach, dass die Leute, die da Forschung betreiben,
            0:47:51–0:47:54
            sportmedizinische Forschung betreiben, die arbeiten seit 20,
            0:47:54–0:47:56
            30 Jahren für World Athletics.
            0:47:56–0:48:00
            Also surprise, surprise, dass die im Sinne der Organisation argumentieren.
            0:48:00–0:48:04
            Die Frage, die mich total umtreibt und interessiert, ist, welche Funktion hat
            0:48:04–0:48:07
            denn dieser ganze Leistungssport und hat Sport eigentlich in unserer Gesellschaft?
            0:48:08–0:48:13
            Und ich denke, das, was Lisa in ihrer Arbeit macht, ist ja auch nochmal einfach
            0:48:13–0:48:19
            zu schauen im Breitensport. Also welches Verständnis von Breitensport haben wir eigentlich?
            0:48:19–0:48:23
            Also du hast vorhin auch gesagt, was ist eigentlich das Sportverständnis,
            0:48:23–0:48:24
            mit dem wir eigentlich arbeiten?
            0:48:24–0:48:29
            Und dann das andere ist, mit Blick auf den Leistungssport zu sagen,
            0:48:29–0:48:35
            wer soll da eigentlich reüssieren? Also wer soll eigentlich Top of the Pops sein?
            0:48:35–0:48:40
            Also welche Körper wollen wir da sehen? Und welche Körper werden da eigentlich
            0:48:40–0:48:42
            in nationalen Kontexten, in internationalen
            0:48:42–0:48:47
            Kontexten als die athletischen menschlichen Körper gefeiert?
            0:48:47–0:48:52
            Und ich möchte einfach so ein Beispiel sagen, also wenn wir über Geschlechtervielfalt
            0:48:52–0:48:56
            sprechen, dann müssen wir auch über sexuelle Vielfalt und die Verzahnung dessen sprechen.
            0:48:56–0:49:00
            Eine Frage, die eine Kollegin mal aus Kanada gestellt hat mit Blick auf das
            0:49:00–0:49:06
            Frauen-Eishockey vor vielen Jahren war, wann dürfen eigentlich lesbische Athletinnen
            0:49:06–0:49:09
            die Nation repräsentieren? Und ich finde, genau solche Sachen,
            0:49:09–0:49:10
            die müssen wir uns fragen.
            Mara Pfeiffer
            0:49:11–0:49:15
            Ja, und ich finde tatsächlich diesen Punkt mit der Darstellung,
            0:49:15–0:49:20
            wir haben da ja im Vorgespräch und jetzt auch die letzten Tage schon viel drüber
            0:49:20–0:49:27
            geredet, einen extrem wichtigen, weil, wenn man mal vor sich selber,
            0:49:27–0:49:29
            so vorm inneren Auge eben Revue passieren lässt,
            0:49:30–0:49:35
            welche Sportler*innen sehe ich eigentlich in einer Berichterstattung beispielsweise?
            0:49:35–0:49:38
            Beispielsweise, wer taucht da auf, wer taucht da nicht auf, finde ich,
            0:49:38–0:49:41
            dass einem da schon so das ein oder andere auffällt.
            0:49:41–0:49:45
            Und ein anderer Punkt, was du jetzt gesagt hast mit dem, wie ist die Forschung
            0:49:45–0:49:48
            geleitet, also was steckt da vielleicht auch wieder irgendwie für ein Interesse
            0:49:48–0:49:50
            dahinter ist, der Punkt.
            0:49:50–0:49:55
            Welche Leute zieht man überhaupt tatsächlich aktiv raus aus einem Wettbewerb
            0:49:55–0:49:58
            und sagt, wir würden gerne mal untersuchen, ob alles irgendwie so ist,
            0:49:58–0:50:01
            wie du irgendwie behauptest, also auch das wieder in Anführungszeichen,
            0:50:01–0:50:03
            der ist ja auch relativ deutlich.
            0:50:03–0:50:08
            Also es gibt ein bestimmtes Körperbild, was natürlich auch innerhalb von einer
            0:50:08–0:50:13
            patriarchalen Machtstruktur und eben hier im Westen von einer weißen patriarchalen
            0:50:13–0:50:14
            Machtstruktur geprägt ist.
            0:50:14–0:50:19
            Und daraus entsteht eine Vorstellung davon, wie ein weiblicher und wie ein männlicher
            0:50:19–0:50:22
            Körper auszusehen und zu funktionieren hat.
            0:50:22–0:50:26
            Und also Michael Phelps zieht niemand raus und sagt, können wir mal irgendwie
            0:50:26–0:50:29
            gucken, warum deine Arme halt einen halben Meter länger sind als alle anderen,
            0:50:30–0:50:33
            ich übertreibe jetzt, sondern das ist dann halt einfach, boah,
            0:50:33–0:50:36
            wow, so, Michael Phelps, hier, guck dir den mal an.
            0:50:36–0:50:41
            Und auf der anderen Seite hast du, und das trifft eben beispielsweise ja überproportional
            0:50:41–0:50:46
            häufig, schwarze Frauen, die wirklich dann eben rausgezogen und irgendwelchen
            0:50:46–0:50:48
            unmenschlichen Untersuchungen unterzogen werden.
            0:50:50–0:50:54
            Ja, und wie das ineinander greift, ist, glaube ich, ein Thema,
            0:50:54–0:50:59
            über das man auch im Nachgang noch viel weiter philosophieren und auch nachdenken kann.
            0:51:00–0:51:02
            Was ich gerne noch machen würde,
            0:51:03–0:51:08
            Diejenigen, die den Podcast häufig hören, wissen, dass wir eine sehr geschätzte
            0:51:08–0:51:15
            Kategorie haben, mit dem wir ihn immer zu Ende bringen und ich hoffe, ihr habt Ideen dabei.
            0:51:16–0:51:23
            Wir verleihen am Ende jeder Podcast-Folge den sogenannten Kackspecht für etwas
            0:51:23–0:51:26
            besonders Unschönes, Ungutes,
            0:51:26–0:51:34
            Unfaires, Ärgerliches, was uns im Fußball oder generell im Sport aufgefallen ist.
            0:51:34–0:51:38
            Oft, da wir ja wöchentlich podcasten, dann eben in der letzten Woche.
            0:51:38–0:51:40
            Jetzt muss aber euer Beispiel natürlich nicht ganz so aktuell sein.
            0:51:41–0:51:44
            Manchmal ist es auch so, dass besonders tolle Dinge passieren.
            0:51:44–0:51:46
            Dann verleihen wir den Kronen Kranich.
            0:51:46–0:51:49
            Aber ich habe so ein Gefühl, ihr habt wahrscheinlich eher Kackspechte mitgebracht.
            0:51:52–0:51:55
            Und hier für euch der Kackspecht der Woche.
            Lisa Kalina
            0:51:57–0:52:02
            Ja, ich glaube, man kommt im Fußball dieser Tage seit dem Spiel Österreich gegen
            0:52:02–0:52:03
            die Türkei nicht drum rum.
            0:52:04–0:52:07
            Das einfach, ich will es gar nicht auf den Spieler an sich projizieren,
            0:52:07–0:52:10
            sondern den Kack spreche ich dann doch einfach der Einfachheit halber,
            0:52:10–0:52:13
            wie komplex es auch ist, der UEFA überreichen für die Tatsache,
            0:52:13–0:52:17
            dass wir einen Profifußballer auf dem Spielfeld haben,
            0:52:17–0:52:20
            der ein Zeichen der grauen Wölfe gezeigt hat.
            0:52:20–0:52:25
            Ihr habt es wahrscheinlich alle mitbekommen. Wobei ich da auch wieder mal aus
            0:52:25–0:52:28
            meiner Blase rausgehen muss und dann auch das Gefühl hatte, dass es doch gar
            0:52:28–0:52:31
            nicht so thematisiert wurde in den Sportmedien.
            0:52:31–0:52:34
            Also wenn man jetzt heute auf der Kick-Up ist, ist es ganz weit unten und die
            0:52:34–0:52:37
            Sport-Tour hat da ein Artikel zu gemacht und dann war es das auch wieder.
            0:52:37–0:52:42
            Aber die Tatsache, dass wir ein nationalistisches, rassistisches Land,
            0:52:42–0:52:47
            Symbol auf dem Fußballplatz sehen und dass da nicht direkt eingeschritten werden,
            0:52:47–0:52:52
            das ist einfach das Nonplusultra, was es an Diskriminierung im europäischen Fußball so je gab.
            0:52:52–0:52:56
            Und das ist kein Einzelfall, das ist ein bewusstes Zeigen dieser Geste,
            0:52:56–0:52:59
            das ist ein bewusstes Entmenschlichen von Menschen, die diskriminiert sind,
            0:53:00–0:53:03
            die in der Türkei verfolgt werden von Jesid*innen, von Kurd*innen,
            0:53:03–0:53:07
            von Jüdinnen, von Juden, von migrantisierten Menschen in der Türkei,
            0:53:07–0:53:09
            von marginalisierten Menschen, die einfach.
            0:53:10–0:53:13
            Nicht nur ausgeschlossen werden, sondern vernichtet werden möchten.
            0:53:13–0:53:16
            Und dass die Tatsache, dass wir in dieser Gesellschaft leben,
            0:53:16–0:53:21
            wir so viel an Sportpolitik uns rühmen, dieses Turnier stattfindet.
            0:53:21–0:53:24
            Ihr sprach in der letzten Folge auch davon, von sicheren Plätzen und wer überhaupt
            0:53:24–0:53:28
            in den Fansunnen ist und wer davon Abstand hält, um für sich selber sicher zu sein.
            0:53:29–0:53:32
            Ich glaube, es ist ein Thema, das immer wieder, gerade bei Sportgroßveranstaltungen
            0:53:32–0:53:36
            mit im Raum, nicht nur im Raum stehen muss, sondern den Raum kriegen muss.
            0:53:36–0:53:41
            Und das ist einfach dieser Tage seit diesem Spiel, aber auch schon vorher gar
            0:53:41–0:53:43
            nicht so überraschend letztendlich, als es passiert ist.
            0:53:43–0:53:46
            Trotzdem war der Aufschrei groß und die Kontextualisierung dessen,
            0:53:46–0:53:48
            was dieses Symbol einfach zeigt,
            0:53:48–0:53:54
            gepaart mit Gesängen im Stadion, die wir alle kennen, dieses Söldlied,
            0:53:54–0:53:59
            das da einfach auch wieder gespielt wurde mit Bannern, die sagen Stop the Boats,
            0:53:59–0:54:00
            Skirts are only for girls.
            0:54:00–0:54:06
            Also das ist einfach eine Aneinanderreihung von menschenfeindlichen Aussagen,
            0:54:06–0:54:11
            die da zutage treten, wo es mir kackspecktechnisch die UEFA einfach am leichtesten fällt.
            0:54:11–0:54:15
            Ich aber glaube, dass wir als Gesellschaft da sehr viel mehr nochmal drauf gucken
            0:54:15–0:54:20
            müssen, unter welchen Stern dieses Männerfußballturnier nach wie vor steht.
            0:54:20–0:54:23
            Und wir uns nicht blenden lassen von vermeintlich einem Spiel,
            0:54:24–0:54:26
            das Freitagabend stattfindet und wie auch immer ausgehen wird.
            Mara Pfeiffer
            0:54:27–0:54:30
            Ja, ich würde erst mal danke, dass du das mitgebracht hast und ich würde ganz
            0:54:30–0:54:35
            kurz noch zwei Sätze daran anschließen, bevor du, Karo, dann auch noch einen
            0:54:35–0:54:36
            Kackspecht gerne küren darfst.
            0:54:37–0:54:44
            Ich fand es wahnsinnig berührend und zwar im Sinne von, dass es mich erschreckt
            0:54:44–0:54:50
            hat, dass Düzen Tekkal, die sicherlich ja auch viele durch ihre wirklich wichtige Arbeit kennen,
            0:54:50–0:54:54
            sich zu dem Thema geäußert hat und das angefangen hat damit,
            0:54:54–0:54:57
            dass sie, ich kann den genauen Wortlaut nicht wiedergeben, aber gesagt hat,
            0:54:57–0:55:02
            sie will jetzt den Leuten quasi nicht den Spaß verderben, indem sie auf dieses Thema hinweist.
            0:55:04–0:55:12
            Und Fußball hat diese Seite, dass er Menschen zusammenbringen kann und dass er Räume öffnen kann,
            0:55:12–0:55:16
            aber er hat eben auch all diese anderen Seiten und du hast es,
            0:55:16–0:55:20
            Lisa, jetzt gerade schon angesprochen, es hat von Anfang an bei den Fanmärschen
            0:55:20–0:55:25
            und bei den Zusammenkünften eben auch wirklich problematische Zeichen,
            0:55:25–0:55:27
            Gesänge, Banner und so weiter gegeben.
            0:55:27–0:55:32
            Jetzt hat es dann tatsächlich auch auf dem Spielfeld stattgefunden Und wie krass
            0:55:32–0:55:38
            aber so ein Wunsch in Teilen der Gesellschaft und dann ja offensichtlich auch der Medienlandschaft,
            0:55:38–0:55:43
            so dieses bunte, fröhliche Turnier zu zeichnen, alles übertüncht,
            0:55:43–0:55:48
            was halt eben auch stattfindet, sodass eine Person aus einer betroffenen Perspektive
            0:55:48–0:55:52
            sich dann wirklich entschuldigt dafür, dass sie das Thema aufbringt.
            0:55:53–0:55:56
            Das ist wirklich so fürchterlich, finde ich.
            0:55:56–0:56:01
            Und das zeigt eben auch, dass im Fußball nach wie vor, also gesellschaftlich
            0:56:01–0:56:05
            ja sowieso, aber eben auch im Fußball unheimlich viel zu tun ist.
            0:56:05–0:56:09
            Und dass eben leider Gottes auch die Verbände in solchen Situationen oftmals
            0:56:09–0:56:12
            nicht oder viel zu zögerlich ihrer Verantwortung nachkommen.
            Karolin Heckemeyer
            0:56:13–0:56:18
            Ich möchte ja zum Abschluss einen Kronenkranich verschenken beziehungsweise
            0:56:18–0:56:20
            einfach on a positive note enden.
            0:56:37–0:56:41
            Und zwar habe ich mir irgendwie überlegt, okay, was bewegt mich eigentlich so
            0:56:41–0:56:45
            auch in meiner Arbeit und welche Ereignisse sind das, die mich eigentlich umtreiben.
            0:56:46–0:56:51
            Und ich möchte einfach nochmal in Erinnerung rufen, Athletinnen wie Caster Semenya
            0:56:51–0:56:57
            und Annet Negesa, die als Intersex-Personen verunglimpft worden sind in ganz
            0:56:57–0:57:00
            vehementer Art und Weise über viele Jahre.
            0:57:00–0:57:05
            Und deren Werdegang, deren Situation eigentlich mittlerweile auch immer wieder
            0:57:05–0:57:09
            aus dem Blick gerät, weil einfach immer wieder neue Debatten und neue Personen
            0:57:09–0:57:13
            ins Rampenlicht dieser degradierenden Diskussionen geraten.
            0:57:13–0:57:18
            Und für mich sind das zwei Athletinnen, weil ich selber 800-Meter-Läuferin gewesen
            0:57:18–0:57:22
            bin, also Mittelstrecklerin und irgendwie ist das sowas, was mich bewegt schon
            0:57:22–0:57:27
            allein, wenn ich einfach die Personen irgendwie im Interview sehe.
            0:57:27–0:57:36
            Und Annet Negesa war Teil einer Filmproduktion und da habe ich einfach sie
            0:57:36–0:57:39
            auf dem Bildschirm laufen sehen und habe einfach gedacht,
            0:57:39–0:57:43
            es sieht so wunderschön aus und ich bedauere es sehr, dass sie es nicht mehr
            0:57:43–0:57:47
            im Stadion bei großen Wettkämpfen machen darf.
            0:57:47–0:57:52
            Aber umso mehr hat sie den Kronenkranich verdient und ich glaube,
            0:57:52–0:57:57
            ich werde solche Athletinnen wie Caster Semenya und Annet Negesa immer irgendwie mit mir tragen.
            Mara Pfeiffer
            0:57:58–0:58:02
            Vielen, vielen, vielen Dank. Und das ist auch eine schöne Überraschung tatsächlich,
            0:58:02–0:58:05
            dass du einen Kronenkran nicht mitgebracht hast.
            0:58:05–0:58:10
            Damit sind wir am Ende unserer zweiten Live-Folge.
            0:58:10–0:58:17
            Becker und Pfeiffer ohne Becker, aber dafür mit Lisa und Karo und einem Publikum
            0:58:17–0:58:21
            hier in Hamburg. Vielen herzlichen Dank euch hier im Saal, dass ihr gekommen seid.
            0:58:22–0:58:27
            Liebe Grüße an die Hörer*innen da draußen. Ihr wisst, wir sind momentan im 14-Tages-Rhythmus.
            0:58:27–0:58:31
            Da wir diese Woche Freitag statt Montag erscheinen, könnt ihr euch aber schon
            0:58:31–0:58:33
            in knapp zehn Tagen auf die neue Folge freuen.
            0:58:34–0:58:38
            Dann wieder mit Annika, die bis dahin ganz viele Honigbonbons lutscht.
            0:58:38–0:58:43
            Die werde ich ihr zur Not reinzwingen, damit sie zurückkehren kann ans Mikrofon.
            0:58:43–0:58:47
            Schön, dass ihr auch heute wieder dabei wart und wir hören uns in 14 Tagen. Ciao.
            0:58:49–0:58:53
            Vielen, vielen Dank euch fürs Kommen. Cool. Danke euch.
            Karolin Heckemeyer
            0:58:54–0:58:55
            Danke fürs Zuhören.

            Der Beitrag #53 Sport und Gender – Live vom Hamburg Sports Summit erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

            1 hr
          • #52 Hotel-Room-Talk

            Wir sind zurück aus unserer kurzen Sommer-Podcast-Pause und nehmen zwischen Veranstaltungen und beruflichen Reisen Folge 52 in einem Kölner Hotelzimmer auf. Zu besprechen gibt es allerlei, da wären einerseits die Spiele der Mainzerinnen gegen die Bochumerinnen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga, der letztendlich den Frauen des VfL gelang. Sowie andererseits das problematische Verhalten einiger Fans rund um diese Spiele gegenüber Spielerinnen und Schiedsrichterin. Und auch über rassistische Vorfälle im Rahmen der EM 2024 der Männer muss gesprochen werden.

            Darüber hinaus gibt es mehrere Ankündigungen in eigener Sache: Denn in den nächsten Wochen gibt es den Podcast alle zwei Wochen, dafür dürft ihr euch zum olympischen Fußballturnier der Frauen auf eine schnellere Taktung als sonst freuen! Und: die nächste Folge ist wieder eine Live-Podcast-Folge vom Hamburg Sports Summit. Das findet als Einladungs-Event am 4. Juli in der Elbphilharmonie statt – wir verlosen mehrere Karten. Schreibt uns bis zum 26. Juni eine Mail an [email protected] für eine Chance auf ein Ticket.

            Becker & Pfeiffer is a labor of love, aber wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und unsere Bolztribüne mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

            Becker & Pfeiffer

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            Shownotes/Links/Quellen
            • Hamburg Sports Summit
              https://hamburgsportssummit.com/
            • Website von F_In
              https://www.f-in.org/
            • Instagram-Beitrag von Tanya Yael Raab zu Rassismus während der EM und gutem Verhalten für uns alle, falls wir so etwas mitbekommen
              https://www.instagram.com/p/C8ReDGMsWc6/ 
            • Beitrag des BR über Vorfall in München https://www.br.de/nachrichten/bayern/sieg-heil-rufe-in-muenchner-gaststaette-polizeieinsatz,UFPnIOE
            • NDR zu Vorfall in Warnemünde
              https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Rassismus-und-Gewalt-ueberschatten-EM-Auftakt-in-Warnemuende,rassismus292.html
              https://www.t-online.de/region/bremen/id_100428124/em-2024-in-bremen-hitlergruss-und-rassistische-parolen-bei-public-viewing.html
            • Rassistische Attacke in Grevesmühlen
              https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Rassistische-Attacke-in-Grevesmuehlen-Hinweise-erreichen-Polizei,rassismus290.html
            • ARD-Doku “Einigkeit und Recht und Vielfalt”
              https://www.ardmediathek.de/video/sportschau/einigkeit-und-recht-und-vielfalt-oder-doku/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3Nwb3J0c2NoYXUvMjAyNC0wNi0wNV8yMS0zMC1NRVNa
            • Amadeu Antonio Stiftung: Verhalten bei Rassismus
              https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/rassismus/das-koennen-sie-tun/
            • Meldestelle Diskriminierung im Fußball
              https://medif-nrw.de/de/
            • Weitere diskriminierungs-spezifische Anlaufstellen über Sport mit Courage
              https://www.sport-mit-courage.de/sport-werte-politik/anlauf-und-beratungsstellen
            • Petra Tabarellis Nachspielzeiten: Kapitäne als Sprachrohr
              https://bolztribuene.de/2024/06/14/kapitaene-als-sprachrohr/
            • Petra Tabarellis Nachspielzeiten: Akzeptanz und Ablehnung
              https://bolztribuene.de/2024/06/16/akzeptanz-und-ablehnung/
            • Folge 22 von Game Changers
              https://game-changers.podigee.io/23-new-episode
            • Folge 581 von Textilvergehen Podcast https://www.textilvergehen.de/2024/06/16/581-was-ist-besser-als-ein-aufstieg-zwei-aufstiege/
            • Artikel von André Carlisle zu den USWNT unter Emma Hayes https://btvc.beehiiv.com/p/hayes-headaches-the-tough-decisions-emma-hayes-has-to-make-ahead-of-the-olympics
            • Instagram-Kanal “amball_Stories”
              https://www.instagram.com/amball_stories/ 
            • Bolztribüne-Gastbeitrag von Andreas Riedl zum Buch über den FC Augsburg
              https://bolztribuene.de/2024/06/12/am-ende-ist-es-ein-buch-aus-der-rosenau-bis-nach-europa/
            • Mara Pfeiffer über das Märchen vom Fußballpatriotismus und den Zusammenhang zwischen Europawahl und EM
              https://bolztribuene.de/2024/06/13/das-maerchen-vom-fussball-patriotismus/
            • Nina Potzel sammelt alle Transfers der Bundesliga der Frauen in diesem Sommer
              https://bolztribuene.de/2024/05/07/bundesliga-transfers-2024-25/
              • Annika Becker sammelt nach und nach alle offiziellen Kader für das Fußballturnier der Frauen bei den olympischen Spielen 2024
                https://bolztribuene.de/2024/06/10/alle-kader-des-olympischen-fussballturniers-der-frauen-paris-2024/
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                Annika Becker
                0:00:23–0:00:29
                Ja, herzlich willkommen zu Folge Nummer 52 von Becker und Pfeiffer, der Fußball-Podcast.
                0:00:29–0:00:31
                Hallo, liebe Mara, we are back.
                Mara Pfeiffer
                0:00:32–0:00:38
                Hallo, liebe Annika. Weißt du, was mir gerade auffällt? Man legt sich ja dann
                0:00:38–0:00:42
                quasi seinen ersten Satz so zurecht. Ich wollte sagen, es ist das erste Mal,
                0:00:42–0:00:44
                dass wir zusammen aufnehmen.
                0:00:44–0:00:50
                Das ist aber natürlich inkorrekt, weil wir haben schon mal zusammen aufgenommen im Stadion der Träume.
                Annika Becker
                0:00:50–0:00:54
                Und um 51 Mal davor, aber du meinst zusammen in einem Raum.
                Mara Pfeiffer
                0:00:54–0:00:54
                Genau.
                0:00:58–0:01:02
                Und lustigerweise ist beides in Köln, weil wir sind nämlich gerade wieder in Köln.
                0:01:02–0:01:08
                Also bei unserem ersten Live-Podcast waren wir in Köln und heute sind wir das auch.
                0:01:08–0:01:14
                Also am Montag den 17., weil heute Abend das Match von The League ist,
                0:01:14–0:01:18
                bei dem ich dabei sein werde, beziehungsweise dann dabei gewesen sein werde,
                0:01:18–0:01:21
                wenn die Menschen da draußen das hören. Und du bist tollerweise auch da.
                0:01:21–0:01:24
                Und das kann ich jetzt gleich auch nochmal live und on air sagen,
                0:01:24–0:01:27
                nachdem ich es Annika gerade schon gesagt habe. Das sollt ihr nämlich ruhig auch alle wissen.
                0:01:27–0:01:33
                Annika hat hier ein Podcast-Setup gezaubert, ohne dass es heute keine Sendung gegeben hätte.
                0:01:33–0:01:37
                Und das ist ziemlich cool. Also ihr könnt jetzt zu Hause mal klatschen.
                Annika Becker
                0:01:39–0:01:41
                Ja, dankeschön, dankeschön, vielen lieben Dank.
                Mara Pfeiffer
                0:01:41–0:01:42
                Ja, ja, gerne.
                Annika Becker
                0:01:44–0:01:49
                Wir haben zwei Ankündigungen in eigener Sache.
                0:01:49–0:01:54
                Das erste ist, dass wir ja jetzt unsere Sommerpause beendet haben,
                0:01:54–0:01:56
                trotzdem aber in den nächsten Wochen.
                Mara Pfeiffer
                0:01:57–0:02:01
                Sommerpause, wer hatte? Entschuldigung. Du meinst die Podcastpause.
                0:02:01–0:02:03
                Sommerpause hört sich an, als hätten wir Urlaub gemacht, Annika.
                0:02:03–0:02:06
                Damit wäre ich ganz vorsichtig. Das ist auch eben korrekt.
                Annika Becker
                0:02:06–0:02:10
                Ja, sehr inkorrekt, weil wir tatsächlich, wie ihr gleich noch hören werdet,
                0:02:10–0:02:14
                sehr, sehr viel unterwegs waren und auch ansonsten sehr viel zu tun hatten.
                0:02:14–0:02:19
                Nee, aber um jetzt nochmal das abzuschließen, wir werden in den nächsten Wochen
                0:02:19–0:02:24
                im zweiwöchentlichen Rhythmus erscheinen. Also ihr kennt es ja normalerweise
                0:02:24–0:02:26
                von uns, dass wir jede Woche eine Folge raushauen.
                0:02:26–0:02:31
                In nächster Zeit ist es aber nur alle zwei Wochen und wir sagen euch dann auch,
                0:02:31–0:02:36
                sobald das wieder anders der Fall sein wird und dafür gibt es dann nämlich auch
                0:02:36–0:02:40
                einen ganz großartigen Anlass, weil danach hört ihr uns dann dafür nämlich sehr,
                0:02:40–0:02:44
                sehr viel häufiger und regelmäßiger in viel kürzeren Abständen,
                0:02:44–0:02:48
                weil wir ein bisschen was Besonderes zu Olympia machen wollen,
                0:02:48–0:02:51
                zum Olympischen Fußballturnier der Frauen.
                0:02:51–0:02:56
                Wie genau das aussieht, hängt ein bisschen in den Händen des IOC und daran,
                0:02:56–0:03:00
                ob sie mir endlich mal meine fucking Akkreditierung bestätigen.
                0:03:00–0:03:02
                Wenn sie das tun, bin ich vor Ort.
                0:03:03–0:03:08
                Und kann euch dann von vor Ort mit Infos und vielleicht auch dem einen oder
                0:03:08–0:03:10
                anderen kleinen O-Ton versorgen.
                0:03:10–0:03:14
                Aber auch wenn ich aus irgendwelchen Gründen nicht vor Ort sein kann,
                0:03:14–0:03:15
                haben wir uns vorgenommen,
                0:03:15–0:03:23
                das schön zeitnah zu begleiten und dann immer so kurzformatige News-Segmente
                0:03:23–0:03:26
                zu machen, die ihr euch dann so zum Frühstück auf dem Weg zur Arbeit,
                0:03:26–0:03:29
                wie auch immer, wegsnacken könnt, um immer auf dem Laufenden zu sein.
                Mara Pfeiffer
                0:03:29–0:03:33
                Ich finde es eine sehr schöne Vorstellung, dass unsere HörerInnen uns während
                0:03:33–0:03:36
                der olympischen Spiele wegsnacken können jeden Morgen.
                0:03:36–0:03:39
                Nein, natürlich nicht jeden Morgen, aber genau wie Annika schon gesagt hat,
                0:03:39–0:03:46
                da kommen wir dann häufiger und kürzer. und das mit dem 14-tägigen Aufnahmemodus
                0:03:46–0:03:51
                kennt ihr ja sogar auch schon ein bisschen von uns aus dem letzten Sommer.
                0:03:52–0:03:59
                Genau, das hat auch so ein bisschen den Hintergrund, dass tatsächlich wir rund
                0:03:59–0:04:05
                um diese ganzen Turniere zwischen den Saisons zwar gut weiter zu tun haben,
                0:04:05–0:04:09
                aber versuchen mal ein bisschen die Schlagzahl runterzufahren,
                0:04:09–0:04:13
                Weil Menschen hier in diesem Raum schlafen zusammengenommen,
                0:04:13–0:04:19
                glaube ich, so viel, wie man eigentlich gesunderweise schlafen sollte als Einzelperson.
                0:04:21–0:04:26
                Und wir haben, und ich weiß jetzt gar nicht, ich schiele auf dein Sendungsdokument,
                0:04:26–0:04:30
                ob du das als zweite Ankündigung geplant hattest. Das war schon was mit Olympia.
                0:04:59–0:05:02
                Live-Podcasts zu machen. Das heißt, da werden wir vor Ort sein.
                0:05:02–0:05:07
                Man kann keine Tickets kaufen für den Hamburg Sports Summit,
                0:05:07–0:05:14
                aber wir dürfen, weil das eine Veranstaltung rein auf Einladung ist, drei Tickets verlosen.
                0:05:15–0:05:22
                Und dafür könnt ihr euch sehr, sehr gerne per E-Mail an uns wenden und könnt
                0:05:22–0:05:26
                uns schreiben, wenn ihr gerne dabei sein möchtet in Hamburg.
                0:05:26–0:05:34
                Das ist Das ist post.derfußballpodcast.de und wir werden dann eine kleine Verlosung machen.
                0:05:34–0:05:40
                Und damit man das Ganze noch ordentlich planen kann, würde ich mal vorschlagen,
                0:05:40–0:05:46
                wir nehmen E-Mails an bis nächsten Mittwoch.
                0:05:47–0:05:51
                Das müsste dann der 26. Juni sein.
                0:05:52–0:05:56
                Und das weiß ich zufällig aus dem Kopf, weil jetzt haben wir etwas, der 19.
                0:05:56–0:06:00
                Juni und da wird der Zauberner für 18, das ist total krass. Wir werden auch
                0:06:00–0:06:02
                alle nicht jünger, liebe Hörerinnen und Hörer.
                0:06:03–0:06:08
                Liebe Zuhörende, genau, bis zum 26. Juni könnt ihr uns gerne schreiben,
                0:06:08–0:06:09
                wenn ihr dabei sein möchtet.
                0:06:09–0:06:13
                Wir werden das dann am 27.
                0:06:14–0:06:19
                Juni spätestens auslosen und euch persönlich jeweils bekannt geben,
                0:06:19–0:06:22
                ob ihr dabei sein könnt oder nicht.
                0:06:22–0:06:25
                Und dann sehen wir uns vielleicht in Hamburg, genau, und alle anderen können
                0:06:25–0:06:32
                die Folge, für die wir auch Interviewgästinnen haben, dann nachhören als unsere nächste Folge hier.
                Annika Becker
                0:06:33–0:06:40
                Richtig, richtig, richtig. Ja und dann haben wir in den letzten Wochen so als
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                Saisonabschluss Dankeschön von einigen von euch noch Spenden bekommen,
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                deswegen bedanken wir uns, bevor wir dann mal so richtig loslegen mit der Folge
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                noch bei Ruth, bei Oskar, bei Martin,
                0:06:52–0:06:58
                bei Lilian und bei Sarah sehr, sehr herzlich für ihre Spenden und die schönen
                0:06:58–0:07:02
                Nachrichten, die da wie immer mit einhergegangen sind.
                0:07:02–0:07:04
                Das freut uns nach wie vor immer sehr.
                Mara Pfeiffer
                0:07:04–0:07:08
                Und außerdem bedanken wir uns noch ganz herzlich bei Charlotte Bruch.
                0:07:09–0:07:14
                Es gab nämlich im Tagesspiegel zum Beginn der Fußball-Europameisterschaft der
                0:07:14–0:07:23
                Männer eine Übersicht besonders hörenswerter Podcasts aus Sicht der JournalistInnen da in der Redaktion.
                0:07:24–0:07:29
                Und die hat wirklich sehr, sehr schöne Worte für unseren Podcast gefunden und
                0:07:29–0:07:34
                uns da empfohlen. haben wir uns total gefreut und auch empfohlen hat sie die
                0:07:34–0:07:37
                liebe nina von die 45 das heißt hier,
                0:07:38–0:07:39
                Sehr geschmackssicher.
                0:07:41–0:07:46
                Nein, ohne Scheiß. Also es gibt so, so, so, so viele Podcasts zum Fußball.
                0:07:47–0:07:52
                Und wenn so eine Redaktion zehn davon empfiehlt und wir sind da dabei mit unserem
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                Baby, dann ist das wirklich was, was wir total positiv wahrnehmen und worüber wir uns sehr freuen.
                Annika Becker
                0:07:58–0:08:04
                Ja, auf jeden Fall. Dann würde ich sagen, steigen wir mal ein mit unserem,
                0:08:04–0:08:06
                wie war unsere Fußballwoche, so Segment.
                0:08:08–0:08:11
                Vielleicht fange ich damit irgendwie mal an, weil es bei mir glaube ich kürzer
                0:08:11–0:08:14
                ist, weil es halt irgendwie eher so kleinere, episodischere Sachen sind und
                0:08:14–0:08:18
                ich weiß, dass du dann sehr viel zu den Spielen der Mainzerinnen zu sagen hast.
                0:08:18–0:08:20
                Eines davon haben wir ja auch zusammen gesehen.
                Mara Pfeiffer
                0:08:20–0:08:23
                Annika will ja nur wieder darauf hinweisen, dass ich mehr rede als sie.
                Annika Becker
                0:08:24–0:08:26
                Nein. Ich rede mehr als alle.
                Mara Pfeiffer
                0:08:26–0:08:27
                Was soll ich machen?
                Annika Becker
                0:08:27–0:08:31
                Aber ich weiß, ich weiß, dass du sehr kondensiert verschiedene Themen hast,
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                die du ansprechen möchtest und bei mir ist es eigentlich echt gar nicht so.
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                Also wir waren zusammen in Hamburg beim FN-Treffen, haben da einen Workshop
                0:08:40–0:08:43
                gegeben zum Fußball der Frauen.
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                Das war sehr, sehr cool. Ich war leider ein bisschen unpässlich,
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                deswegen habe ich vom restlichen Programm nicht so viel mitbekommen,
                0:08:50–0:08:51
                wie ich ursprünglich mal wollte.
                0:08:52–0:08:57
                Ich fand es aber sehr schön, alle mal so zu sehen, zu treffen, kennenzulernen.
                0:08:57–0:09:03
                Das war ganz, ganz toll. Und dann, ja, haben wir so untereinander schon den
                0:09:03–0:09:08
                Witz gemacht, dass es gerade eigentlich so ein bisschen BPP- und Tourwochen sind,
                0:09:08–0:09:15
                weil ich dann auch noch unterwegs war in München zusammen mit der lieben Nina Potzel von D45. 40.
                0:09:16–0:09:21
                Genau, was wir ja auch in der letzten Crossover- Folge angeteasert hatten,
                0:09:21–0:09:25
                dass wir da zusammen im Stadion der Träume in München ein, ja,
                0:09:25–0:09:30
                wie nennt man das, einen Talk hatten oder, also hat man zu zweit eine Podiumsdiskussion.
                0:09:30–0:09:32
                Wir haben uns auf jeden Fall unterhalten.
                0:09:33–0:09:39
                Und es war sehr, sehr schön. Ich glaube, alle waren danach sehr zufrieden und
                0:09:39–0:09:43
                konnten hoffentlich vielleicht auch ein bisschen was so für sich davon mitnehmen.
                0:09:43–0:09:46
                Wir beide hatten auf jeden Fall mega viel Spaß damit, das zu machen.
                0:09:46–0:09:51
                Ich fand es sehr, sehr toll und ja, an der Stelle hier auch nochmal ein Dankeschön
                0:09:51–0:09:55
                an Sabine Kittel und Team für die ganze Orga.
                0:09:56–0:10:04
                Ja und ansonsten ja, läuft gerade so ein komisches Fußballturnier. Ich habe davon gehört.
                Mara Pfeiffer
                0:10:04–0:10:05
                Aber ich habe es leider bisher nicht.
                Annika Becker
                0:10:05–0:10:07
                Man bekommt so wenig davon mit.
                Mara Pfeiffer
                0:10:07–0:10:10
                Ich habe auch noch gar kein Spiel gesehen, Annika, ich muss sagen.
                0:10:10–0:10:15
                Also da gab es jetzt halt Spiele zuletzt, die die einfach wichtiger waren und Priorität hatten.
                0:10:15–0:10:18
                Und man kann sich halt auch einfach nicht jedes Fußballspiel angucken.
                Annika Becker
                0:10:18–0:10:23
                Nee, kann man wirklich nicht. Also ich habe das Eröffnungsspiel mit Deutschland
                0:10:23–0:10:24
                gesehen natürlich, aber ...
                0:10:25–0:10:29
                Ansonsten auch sehr, sehr wenig bis jetzt.
                0:10:29–0:10:32
                Ich war gestern, ich bin gestern schon in Köln angekommen, weil ich bin gerade
                0:10:32–0:10:36
                arbeitsmäßig auch noch aus anderen Gründen irgendwie viel unterwegs und dann
                0:10:36–0:10:42
                war es praktisch schon ein Tag vorher hier zu sein und bin dann einfach mal so,
                0:10:42–0:10:47
                als dann mein offizieller Tag beendet war, noch so für ein paar Minuten in die
                0:10:47–0:10:50
                offizielle Fanzone hier in Köln reingestolpert.
                0:10:50–0:10:54
                Das war während des Spiels Serbien gegen England und habe mir das irgendwie
                0:10:54–0:10:58
                mal so ein bisschen gegeben und fand dann das Spiel an sich irgendwie relativ
                0:10:58–0:11:03
                langweilig und mir war es irgendwie auch einfach ein bisschen zu voll, ein bisschen too much.
                0:11:04–0:11:11
                Fand es aber so ganz, ganz schön zu sehen, tatsächlich so mit den ganzen Leuten, die da waren.
                0:11:12–0:11:16
                Und ich habe mich dann ein bisschen gefreut, dass ich auf einem der Plätze hier
                0:11:16–0:11:19
                in Köln, ich kenne mich hier leider nicht so gut aus, weiß nicht,
                0:11:19–0:11:22
                wie der heißt, noch sehr viele schottische Fans gesehen habe,
                0:11:22–0:11:26
                die einfach den ganzen Abend lang gesungen haben. Ja.
                0:11:27–0:11:30
                Das Hotel, in dem ich gewohnt habe, war nur so ein paar Straßen weiter.
                0:11:30–0:11:36
                Das heißt, ich habe die dann von meinem Hotel aus auch noch stundenlang weiter singen hören.
                0:11:36–0:11:40
                Die haben mich sozusagen in den Schlaf gesungen mit ihren schottischen Fußballliedern.
                0:11:40–0:11:45
                Das war eigentlich ein bisschen geil, tatsächlich, auf eine ganz merkwürdige Art und Weise.
                Mara Pfeiffer
                0:11:45–0:11:52
                Ich hatte ja tatsächlich ein sehr, sehr lustiges Erlebnis, weil ich am Freitagmorgen,
                0:11:52–0:11:56
                nee Quatsch, stimmt gar nicht, am Montagmorgen, also nachdem wir aus Hamburg zurückkamen,
                0:11:56–0:12:04
                war ich bei BBC Scotland im Morgenradio, um ein bisschen auf die EM vorauszuschauen.
                0:12:04–0:12:07
                Und die hatten,
                0:12:09–0:12:15
                JournalistInnen aus den Ländern der Gruppengegner und das witzige war,
                0:12:16–0:12:20
                sie hatten einen Journalisten, der in der Schweiz lebt und auch über die Schweiz
                0:12:20–0:12:25
                berichtet, der aber als Kind mit seinen Eltern aus Schottland ausgewandert ist,
                0:12:25–0:12:28
                das heißt, er hat so ein bisschen beides irgendwie abgedeckt und dann halt auch
                0:12:28–0:12:30
                die ganze Zeit irgendwie so gesagt,
                0:12:30–0:12:36
                sein Herz schlägt halt eigentlich für Schottland und so und Und dann war eben
                0:12:36–0:12:40
                noch ein Kollege aus Ungarn dabei und die Moderatorin und ich.
                0:12:40–0:12:44
                Und erst mal waren sie, es gab so ein Vorgespräch freitags schon,
                0:12:44–0:12:47
                als ich in Hamburg war, wo sie halt so ein paar Sachen wissen wollten.
                0:12:47–0:12:52
                Erst mal waren alle total entgeistert, dass ich nicht schon komplett für diese EM brenne.
                0:12:52–0:12:56
                Und ich habe dann so gesagt, ich beschäftige mich natürlich sportlich damit.
                0:12:56–0:12:59
                Und das hatte jetzt auch tatsächlich, das war jetzt vorhin natürlich ein bisschen
                0:12:59–0:13:05
                gefopst. gefopst, aber ich bin tatsächlich bisher noch nicht dazu gekommen, Spiele zu schauen.
                0:13:05–0:13:09
                Ich werde natürlich einsteigen. Es kann sein, dass es tatsächlich erst nach der Vorrunde passiert.
                0:13:09–0:13:12
                Aber im Vorfeld hatte ich mich natürlich schon damit beschäftigt und dann gab
                0:13:12–0:13:15
                es halt eben so dieses Gespräch und dann haben sie halt so gesagt,
                0:13:15–0:13:18
                ja, bei mir wäre es ja sicherlich total eindeutig.
                0:13:18–0:13:21
                Mein Herz würde ja sicherlich voll für Deutschland schlagen und ich wäre ja
                0:13:21–0:13:25
                sicherlich so total on fire und dann halt so das...
                0:13:25–0:13:29
                Zu versuchen zu vermitteln, dass man selber gar nicht so on fire ist,
                0:13:29–0:13:31
                sondern dass man da auch Sachen durchaus,
                0:13:32–0:13:35
                ja, kritisch sieht, da kommen wir ja später noch ein bisschen auch dazu,
                0:13:35–0:13:39
                das ist immer gar nicht so einfach, aber das Lustigste war dann tatsächlich,
                0:13:39–0:13:43
                als sie mich gefragt haben, worauf ich mich denn so abseits vom Sportlichen freue,
                0:13:43–0:13:47
                habe ich halt gesagt, ich freue mich ehrlich gesagt immer auf die Fans von der
                0:13:47–0:13:49
                Insel, also jetzt die schottischen Fans zum Beispiel,
                0:13:49–0:13:53
                das finde ich total cool und diese Journalistin in dem Vorgespräch,
                0:13:53–0:13:57
                Die hat sich wirklich fast aus dem Fenster gehängt, vorlachend,
                0:13:57–0:14:00
                die hat sich überhaupt nicht mehr eingekriegt und meinte, in ihrem ganzen Leben
                0:14:00–0:14:03
                hat sie noch nicht gehört, dass sich jemand auf Fans von der Insel freut.
                0:14:03–0:14:07
                Das wird sie all ihren Freundinnen und Freunden erzählen, dass sie eine Person
                0:14:07–0:14:09
                gefunden hat, die sich irgendwie auf die Fans freut.
                0:14:09–0:14:12
                Und dann habe ich gesagt, ich glaube, das ist eine totale Misconception,
                0:14:12–0:14:15
                weil also hier so die schottischen und auch die irischen Fans und so,
                0:14:15–0:14:18
                also mein Eindruck ist, die sind doch überall total beliebt.
                0:14:18–0:14:21
                Alle freuen sich, wenn sie kommen, die machen gute Stimmung und singen.
                0:14:21–0:14:25
                Sie meinte so, nein, nein, nein, also in ihrer Wahrnehmung in UK,
                0:14:26–0:14:30
                alle hassen die Fans, die irgendwie sich aufmachen aufs Festland und das hat
                0:14:30–0:14:33
                sie ja noch nie gehört und zwar irgendwie sehr amüsant.
                0:14:33–0:14:36
                Noch lustiger wurde es, als sie dann irgendwelche.
                0:14:37–0:14:40
                Kulinarischen Tipps von mir haben wollte, was typisch deutsch ist.
                0:14:40–0:14:42
                Ich glaube, da ist sie dann komplett ausgestiegen, was aber auch ein bisschen
                0:14:42–0:14:46
                daran lag, dass sie wiederum halb Französin ist und ich ihr dann versucht habe,
                0:14:46–0:14:49
                Handkäs irgendwie anzudrehen und sie so meinte, nope.
                0:14:49–0:14:53
                Als ich gesagt habe, a special kind of cheese ist sie ausgestiegen,
                0:14:53–0:14:56
                gibt es ihrer Ansicht nach in Deutschland nicht.
                Annika Becker
                0:14:57–0:15:01
                Ich musste aber auch sagen, dass unsere Freundschaft schon mehrfach so ein bisschen
                0:15:01–0:15:04
                dadurch in Mitleidenschaft gezogen wurde,
                0:15:04–0:15:08
                dass Mara mir gegenüber über diese Handkäsbekehrungsversuche auch versucht hat
                0:15:08–0:15:12
                zu starten und ich einfach so denke, nein,
                0:15:13–0:15:19
                also wenn es irgendwie was Vergleichbares zu dem gibt, was man mit Vampiren
                0:15:19–0:15:23
                macht, um irgendwie so ein Kreuzzeichen oder Knoblauch, damit sie sich von einem
                0:15:23–0:15:27
                fernhalten, dann möchte ich diesen Schutzbecher des Bispitit gegen Handkäs haben.
                Mara Pfeiffer
                0:15:27–0:15:31
                Ich verstehe es nicht, Handkäs ist total lecker. Spundekäs übrigens auch,
                0:15:31–0:15:34
                aber nur mit Originalbrezeln und nicht mit so kleinen Brezelchen.
                0:15:34–0:15:36
                In Spundekäs muss man mit echten Brezeln essen.
                0:15:36–0:15:40
                Aber ich verschone euch jetzt, die Annika war ja noch bei ihrer Fußballwoche.
                Annika Becker
                0:15:41–0:15:45
                Ja, ich war eigentlich fast fertig. Es gab noch eine Sache, die mich so,
                0:15:45–0:15:51
                ja ein bisschen mit so einer Art von ist das schon Schadenfreude oder ist das
                0:15:51–0:15:53
                irgendwie ironische Freude? Ich weiß auch nicht.
                0:15:54–0:15:59
                Aber jedenfalls hat es mich gefreut, dass ich vermehrt aus der ja ich nenne
                0:15:59–0:16:02
                es immer so die Women's Soccer Bubble,
                0:16:03–0:16:08
                die internationale so mehrere Posts gesehen habe, die in die Richtung gingen
                0:16:08–0:16:12
                von dem, was man sonst wohlmeinend von Männern über den Fußball der Frauen liest,
                0:16:12–0:16:17
                aber es war umgedreht und halt eben auf die EM gemünzt, also so das ist so schön,
                0:16:17–0:16:20
                dass diese Männer endlich diese Sichtbarkeit bekommen,
                0:16:20–0:16:24
                das ist total wichtig und inspirierend für all die kleinen Jungs und so,
                0:16:25–0:16:29
                das fand ich einfach ein bisschen lustig, von denen gab es ein paar in den letzten Tagen,
                0:16:30–0:16:34
                und ja, Ja, das holt mich dann humormäßig schon ab.
                Mara Pfeiffer
                0:16:35–0:16:37
                Das kann ich voll nachvollziehen.
                0:16:39–0:16:44
                Ich muss sagen, das hat total was, hier so zusammen zu sitzen und zu podcasten.
                Annika Becker
                0:16:44–0:16:46
                Klar, es ist viel angenehmer.
                Mara Pfeiffer
                0:16:46–0:16:52
                Wir haben wirklich diese unüberbrückbare geografische Geschichte,
                0:16:52–0:16:57
                dass wir halt schon so an die drei Stunden auseinander wohnen und dass auch
                0:16:57–0:17:00
                keine von uns beiden gewillt ist,
                0:17:00–0:17:03
                irgendwie so ihre Umgebung hinter sich zu lassen.
                0:17:04–0:17:07
                Sehr schwierig. Wer weiß, was die Zukunft noch bringt.
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                Auf jeden Fall, meine Fußballwoche war sehr, sehr, sehr, sehr voll und auch
                0:17:13–0:17:15
                extrem emotional. Funktional.
                0:17:17–0:17:21
                Annika hat ja schon gesagt, dass wir beide in Hamburg waren.
                0:17:22–0:17:28
                Diesen Workshop zu halten über den Fußball der Frauen und auch seine Geschichte
                0:17:28–0:17:31
                und die Widerstände, die da immer wieder zu bekämpfen waren,
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                fand ich total gut, weil dessen sind sich auch eigentlich alle bewusst.
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                Bei Fynn sind halt hauptsächlich Menschen, die schon sehr stark im Fußball der
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                Männer sozialisiert sind und es gab aber, also dieses Fynn-Treffen gibt es jedes Jahr,
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                dieses Jahr war es ein besonderes, weil es eben 20-jähriges Bestehen ist und
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                wer das so organisiert, das wechselt immer, also es befindet sich halt immer
                0:17:57–0:18:00
                eine Gruppe, die sagt, wir würden es bei uns in der Stadt gerne machen.
                0:18:00–0:18:04
                Ähm, diesmal waren es eben, äh, die Hamburgerinnen, die dann natürlich auch,
                0:18:04–0:18:06
                äh, sehr drauf geachtet haben,
                0:18:06–0:18:13
                ähm, weil es ja zwei große, ähm, äh, Erst- beziehungsweise Zweitligisten,
                0:18:13–0:18:16
                äh, bei den Männern gibt in der Stadt, dass man da nicht, äh,
                0:18:16–0:18:19
                sich ja jetzt so in einem der beiden Gebiete so quasi aufhält,
                0:18:19–0:18:22
                also die haben das alles sehr toll gemacht und auch inhaltlich und es gab halt
                0:18:22–0:18:23
                eben ein großes Interesse daran, äh.
                0:18:24–0:18:28
                Und seitens derer, die die Orga diesmal in ihren Händen hatten,
                0:18:28–0:18:31
                zu sagen, lasst uns das auf jeden Fall machen.
                0:18:31–0:18:33
                Das ist total wichtig, dass wir das hier auch noch stärker reintragen.
                0:18:33–0:18:38
                Und das fand ich einfach schön, weil es halt eine gute, also aus unserer Sicht
                0:18:38–0:18:40
                logischerweise eine wichtige und eine richtige Entwicklung ist.
                0:18:40–0:18:42
                Genau, deswegen hat es auf jeden Fall Spaß gemacht.
                0:18:43–0:18:51
                Ich habe es geschafft, mir den Knöchel, ich denke mal, zu verstauen in Hamburg.
                0:18:51–0:18:54
                Das hat mich dann ein bisschen in Mitleidenschaft gezogen.
                0:18:54–0:18:58
                Deswegen habe ich auch nicht alles so mitmachen können, wie ich es eigentlich vorhatte.
                0:18:58–0:19:04
                Aber was ich auf jeden Fall noch mitgemacht habe, war den Pyro-Workshop und
                0:19:04–0:19:06
                das fand ich auch alles total großartig.
                0:19:06–0:19:09
                Ich muss mir jetzt zwar, weil ich auch was dazu gepostet habe,
                0:19:09–0:19:12
                seitdem die ganze Zeit so Besprüche von irgendwelchen Leuten anhören,
                0:19:12–0:19:13
                aber das war es einfach total wert.
                Annika Becker
                0:19:14–0:19:16
                Es sind aber einfach so gute Fotos geworden.
                Mara Pfeiffer
                0:19:16–0:19:22
                Ja genau, es hat einen riesen, riesen Spaß gemacht und ja auch nochmal danke da an die Orga.
                0:19:22–0:19:28
                Das hat mich irgendwie mit sehr viel Freude erfüllt und überhaupt die ganzen
                0:19:28–0:19:34
                Menschen zu erleben, die eben auch so dem Fußball verbunden sind,
                0:19:34–0:19:41
                die durchaus eben auch immer wieder sich Räume und Platz irgendwie erkämpfen müssen,
                0:19:41–0:19:45
                die dabei aber auch eine hohe Solidarität verbindet.
                0:19:45–0:19:50
                Ich finde, dass das ganz, ganz toll ist und also auch wenn ich jetzt echt viel
                0:19:50–0:19:55
                Zeit da in Hamburg in meinem Hotelbett zugebracht habe, habe ich es überhaupt
                0:19:55–0:19:56
                nicht bereut, da hingefahren zu sein.
                0:19:56–0:20:01
                Ganz im Gegenteil, sondern das ist einfach eine sehr, sehr coole Geschichte.
                0:20:01–0:20:07
                Also schaut euch finn-in gerne auch mal online an, wenn ihr Lust drauf habt.
                0:20:07–0:20:09
                Endet die Homepage auf Org.
                0:20:09–0:20:14
                Genau, ist eine sehr, sehr wichtige Gruppe, finde ich.
                0:20:15–0:20:21
                Und ja, von Hamburg aus sind wir dann zusammen letzten Sonntag nach Mainz gefahren.
                0:20:23–0:20:26
                Hatten sehr viel Zeit eingeplant, aber dank der Deutschen Bahn,
                0:20:26–0:20:30
                wie es halt so ist, waren wir dann trotzdem nicht zum Anpfiff im Stadion,
                0:20:30–0:20:36
                weil, also warum auch sollte bei der Bahn mal irgendwas auch halb so klappen?
                0:20:36–0:20:40
                Das war übrigens das Zweite, was die Journalistin aus Schottland so etwas ängstlich
                0:20:40–0:20:43
                am Telefon fragte bei dem Vorgespräch, ob das stimmen würde,
                0:20:43–0:20:47
                dass mit der Deutschen Bahn nichts funktioniert, sie würde lauter Horrorgeschichten hören.
                0:20:47–0:20:51
                Ich habe schon zu Annika gesagt, wäre ich jetzt als Journalistin aus dem Ausland
                0:20:51–0:20:54
                gerade vier Wochen in Deutschland zur EM, ich würde eigentlich jeden Tag meinen
                0:20:54–0:20:58
                Spielbericht irgendwie mit so kolumnenartigen Elementen über das Reisen mit
                0:20:58–0:21:00
                der Deutschen Bahn verbinden.
                0:21:00–0:21:04
                Aber wahrscheinlich wird es mit der Zeit dann irgendwann auch mal langweilig.
                0:21:04–0:21:09
                Aber es ist wirklich ein Problem, also ohne dass wir jetzt ein Podcast für öffentlichen
                0:21:09–0:21:12
                Nahverkehr sind, aber dass man halt ständig am Ende doch wieder aufs Auto umsteigt,
                0:21:12–0:21:14
                weil es halt mit der Bahn einfach ...
                0:21:15–0:21:20
                Nicht irgendwie in einer okayen Zeit zu einem reasonable price zu machen ist,
                0:21:20–0:21:22
                ist ein ganz großes Problem.
                Annika Becker
                0:21:22–0:21:26
                Ja und ich meine alleine jetzt mit den ganzen EM-Fanmassen, was ich gestern
                0:21:26–0:21:28
                zum Beispiel auch gehört habe aus Gelsenkirchen,
                0:21:29–0:21:33
                dass einfach bis mitten in der Nacht englische und serbische Fans,
                0:21:33–0:21:36
                also erstmal sind die nicht von der Arena weggekommen, dann sind sie irgendwann
                0:21:36–0:21:40
                endlich von der Arena weggekommen und dann standen die stundenlang am Hauptbahnhof,
                0:21:40–0:21:44
                Weil einfach bis irgendwie, also fast schon im Morgengrauen,
                0:21:44–0:21:49
                keine Züge oder nicht genug Züge da ankamen, um alle wieder da weg zu transportieren,
                0:21:49–0:21:51
                weil die wenigsten von denen sich gedacht haben,
                0:21:51–0:21:55
                dass es besser wäre, vielleicht in Gelsenkirchen zu übernachten.
                0:21:55–0:21:59
                Und ich meine, man kann es ja auch verstehen, also einige von den Spielorten,
                0:21:59–0:22:03
                gerade so in NRW, liegen ja so relativ nah beieinander, dass man sagen kann, ah ja,
                0:22:03–0:22:08
                man bleibt dann irgendwie für eine gewisse Zeit an einem Ort und fährt dann
                0:22:08–0:22:10
                nach den Spielen immer wieder dahin zurück.
                0:22:10–0:22:13
                Aber wenn das einfach nicht funktioniert, also da kann man dann ja eigentlich
                0:22:13–0:22:18
                schon froh sein, dass da nicht noch irgendwelche Paniken ausgebrochen sind oder was auch immer.
                0:22:18–0:22:22
                Und dann hast du da halt irgendwie nur so grumpy Leute rumstehen,
                0:22:22–0:22:26
                die halt auch nicht wirklich hilfsbereit sind teilweise, was man so gehört und gelesen hat.
                0:22:26–0:22:29
                Also das ist schon nicht so cool. Cool.
                Mara Pfeiffer
                0:22:29–0:22:33
                Und ehrlich gesagt, also kann man auch froh sein, nicht nur,
                0:22:33–0:22:36
                dass keine Panik ausbricht, sondern auch, dass da die Aggressivität nicht irgendwann
                0:22:36–0:22:40
                mal hochschwappt, wenn Leute so lange und halt dann oft auch nach so einem Spiel
                0:22:40–0:22:44
                übermüdet und unter Alkoholeinfluss und so zusammenstehen.
                0:22:44–0:22:47
                Und da sieht man halt auch mal wieder diese zweierlei Maßgeschichte,
                0:22:47–0:22:50
                weil wenn wir uns mal zurückerinnern, was war eins der Riesenthemen bei Katar,
                0:22:50–0:22:53
                dass es immer irgendwie hieß, ja, dann kriegen die das noch nicht mal irgendwie
                0:22:53–0:22:56
                mit ihrem öffentlichen Nahverkehr geregelt bis zu den Spielen,
                0:22:56–0:22:57
                das gibt alles das totale Drama.
                0:23:00–0:23:04
                Aber, ja, wenn halt Sachen in Europa passieren, dann wird es schon immer gute
                0:23:04–0:23:08
                Gründe dafür geben, warum Sachen nicht funktionieren oder warum Menschen,
                0:23:08–0:23:10
                die man nicht in Städten sehen möchte, plötzlich irgendwie…,
                0:23:11–0:23:16
                unhöflich ausquartiert werden und so weiter und so weiter. Das ist nämlich auch noch ein Thema.
                0:23:16–0:23:20
                Aber ja, genau, also wir sind dann leider nicht zum Anpfiff im Stadion gewesen,
                0:23:20–0:23:25
                aber also Stadion, haha, ich meine natürlich am Kunstrasenplatz.
                0:23:26–0:23:32
                Und das muss man sagen, wenn man jetzt auf die Relegationsspiele zum Aufstieg
                0:23:32–0:23:33
                in die zweite Bundesliga schaut,
                0:23:33–0:23:37
                bei den Frauen, das hat natürlich Union Berlin am schönsten gemacht,
                0:23:37–0:23:45
                die wirklich in der alten Försterei das Hinspiel vor am Ende über 18.000 Menschen hinbekommen haben,
                0:23:45–0:23:49
                die auch wirklich jetzt zum Ende der Saison noch mal so eine ordentliche Schippe
                0:23:49–0:23:55
                draufgelegt haben, was so die Bewerbung der Frauenspiele angeht und so.
                0:23:55–0:24:00
                Klar, bei Mainz gab es die Geschichte, dass sie halt an den Bruchweg leider
                0:24:00–0:24:04
                nicht konnten, weil das das EM-Quartier der Slowakei ist.
                0:24:05–0:24:08
                Und natürlich, als man sich darum beworben hat, war noch nicht klar,
                0:24:08–0:24:09
                dass es diese Spiele geben würde.
                0:24:09–0:24:13
                Aber es ist schon ein bisschen traurig, dass es da dann keine Möglichkeit gibt
                0:24:13–0:24:16
                für, keine Ahnung, eine Sondergenehmigung oder so.
                0:24:16–0:24:20
                Genauso wie es halt traurig ist, dass die Bochumerinnen nicht in ihrem Stadion
                0:24:20–0:24:24
                spielen konnten, also im Stadion des VfL, weil halt Herbert Krönemeyer am Tag
                0:24:24–0:24:27
                davor und am Tag danach da ein Konzert gibt.
                0:24:27–0:24:31
                Ich weiß nicht, ich denke mir bei sowas dann manchmal, haben wir da im Podcast
                0:24:31–0:24:33
                drüber gesprochen oder nur so untereinander?
                0:24:33–0:24:37
                Wenn man Herbert, also wenn ich jetzt Journalist dann nicht für rund um Mainz
                0:24:37–0:24:41
                05, sondern rund um den VfL gewesen wäre, hätte ich Herbert Grönemeyer mal angeschrieben
                0:24:41–0:24:43
                und gefragt, ob er sich dessen eigentlich bewusst ist.
                0:24:43–0:24:47
                Genauso wie dann irgendwie Leon Goretzka bei Herbert Grönemeyer auf dem Konzert
                0:24:47–0:24:51
                war und dann irgendwelche Selfies mit ihm postet, statt vielleicht mal,
                0:24:51–0:24:55
                weiß ich nicht, zu dem Spiel der Frauen zu gehen und darüber was zu posten.
                0:24:55–0:24:57
                Aber naja, alle so so wie sie es für richtig halten.
                0:24:57–0:25:00
                Wir waren jedenfalls bei dem Hinspiel und man muss sagen ...
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                Es ist so ein bisschen das passiert, was man befürchten konnte, finde ich.
                0:25:07–0:25:13
                Man hat gesehen, dass die Bochumerinnen einfach das reifere Team waren.
                0:25:13–0:25:21
                Also es ist natürlich so, dass auch die Mainzerinnen ihre Liga dominiert haben.
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                Aber Bochum hat die eigene Liga schon nochmal anders dominiert.
                0:25:26–0:25:29
                Und wir hatten ja im Vorfeld hier schon mal drüber gesprochen.
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                Ich habe auch zuletzt in meinen Kolumnen immer mal wieder drüber geschrieben,
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                auch so wenn man auf die Zusammensetzung des Spiels schaut, dann natürlich auch
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                auf die Tatsache, ich glaube, dass Takashi Yamashita ein richtig guter Trainer
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                ist, einer, der sich total einarbeitet in die Themen,
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                aber er muss sich halt eben einarbeiten in den Fußball der Frauen.
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                Das macht er, finde ich, auf eine total gute Art und Weise und auch mit der
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                sportlichen Leiterin, mit der Nadine Kress zusammen, sodass man merkt, dass das passt.
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                Ich würde mir auch wünschen, dass diese Konstellation so noch weiter bestehen bleibt.
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                Aber Nikira Malinowski hat halt natürlich ganz andere Erfahrungen in diesem
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                Bereich. Und das ist ja so eine häufige Diskussion, braucht man Erfahrungen
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                im Fußball der Frauen und im Fußball der Frauen erfolgreich sein zu können?
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                Und ich glaube schon, dass das ein Punkt ist, den man nicht unterschätzen darf.
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                Und das Team der Mainzerinnen, das ist ein Team in der Entwicklung.
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                Gleichzeitig ist es ein Team, wo man ja auch nicht so genau weiß,
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                werden die in dieser Konstellation sich weiterentwickeln können.
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                Da sind natürlich noch einige Spielerinnen dabei, die schon zu Shotzeiten in dem Team waren.
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                Da sind jetzt viele neue dabei. Dabei, der Kader in der Saison davor war in
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                der Breite noch weniger, also er war noch weniger breit so.
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                Deswegen hat man dann nach den vielen Verletzungen in der Rückrunde eben diesen
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                Knick gehabt und ist am Ende nur Dritte geworden.
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                Diesmal war der Kader insgesamt breiter, dann haben sie sich im Winter nochmal sehr gut verstärkt.
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                Aber dann muss man sagen, dann gab es dieses Pokal-Endspiel auf diesem totalen Acker.
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                Und da hat sich nun mal Sarah Khalifas Kreuzband gerissen. Die hat zuletzt unglaublich
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                viele Tore geschossen und die hat einfach gefehlt. Das wäre genau eine Spielerin
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                gewesen, wie du sie in so zwei Crunch-Time-Spielen gebraucht hättest.
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                Cecilia Way, die eine ganz, ganz tolle Saison hingelegt hat,
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                die hat einfach auf mich, also gerade in dem Rückspiel, total überspielt gewirkt.
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                Das Hinspiel.
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                Da haben sie mir wirklich leidgetan, weil man gemerkt hat, sie finden die Mittel nicht.
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                Sie haben auch noch nie ein Team gehabt in der Saison, das so wegverteidigt hat gegen sie.
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                Also sie sind einfach nicht durchgekommen. Sie standen von Anfang an viel tiefer.
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                Ich habe mich so ein bisschen gefragt, wie wäre es gelaufen,
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                wenn sie das Hinspiel auswärts gehabt hätten und das Rückspiel zu Hause.
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                Ähm, weil man hat in dem Spiel, also in dem Rückspiel jetzt gemerkt,
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                sie waren viel besser auf sie eingestellt, sie haben viel besser dagegen gehalten,
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                sie haben es defensiv wirklich richtig, richtig gut gemacht.
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                Sie haben sich selber viel mehr Chancen erspielt, aber sie hatten einfach eben
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                die Last aus dem Hinspiel ja schon.
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                Sie hätten in dem Spiel jetzt am Sonntag in der ersten Halbzeit haben sie wirklich
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                richtig gute Torchancen gehabt, wo sie dann teilweise auch einfach Alu-Pech hatten.
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                Wenn sie in der ersten Halbzeit das 1-0 geschossen hätten, dann wäre es glaube
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                ich eine andere Kiste gewesen, weil es ja nur in Anführungszeichen ein Zwei-Tore-Vorsprung war.
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                Und das muss man sagen, ist das, was sie sich auch auf jeden Fall total positiv
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                auf die Fahnen schreiben können.
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                Nach dem Hinspiel und nachdem man gesehen hat, dass Bochum das einfach sehr
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                dominant gemacht hat, gab es ganz viele, die gesagt haben, da hat Mainz keine
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                Chance in Bochum und sie hatten die Chance. Sie haben ein richtig gutes Spiel gemacht.
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                Sie haben ja dann auch nach dem 1-0 der Bochumerinnen direkt das Ausgleichstor
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                geschossen und da hatte man echt das Gefühl, es geht noch was.
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                Es waren mit Nachspielzeit dann glaube ich noch so 12, 15 Minuten.
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                Dann muss man sagen, das zweite Tor der Bochumerinnen, also habe ich nicht verstanden,
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                dass das gezählt hat, weil da vorher die Bochumer Spielerin dermaßen übel die Mainzerin gefault hat.
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                Die ist dann da auch liegen geblieben, da haben alle irgendwie abgewunken.
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                Aber ja, Katrin Rafalski hat es weiterlaufen lassen.
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                Ich habe ohne, also die SchiedsrichterInnen-Entscheidungen haben dieses Spiel
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                definitiv nicht entschieden.
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                Es gab trotzdem die ein oder andere Entscheidung, die ich nicht so richtig nachvollziehen konnte.
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                Ich muss aber sagen, jetzt mal, oder vielleicht um das Sportliche erstmal abzuschließen,
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                also es war tatsächlich so, es gab die ein oder andere Entscheidung,
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                die nicht nachvollziehbar war.
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                Aber man hat es dann Takashi Yamashita auch angemerkt, der eigentlich so ein
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                ruhiger, angenehmer Zeitgenosse ist, aber der sich am Ende tatsächlich so aufgeregt
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                hat, dass er sogar gelb gesehen hat.
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                Also damit hat der, glaube ich, so irgendwie auch nicht gerechnet,
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                aber es war irgendwo nachvollziehbar.
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                Aber ja, also am Ende muss man festhalten, im Hinspiel waren sie einfach deutlich unterlegen.
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                Sie haben für das Rückspiel unheimlich viel sich drauf geschafft,
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                um diese Gegnerin besser zu bespielen. Sie haben es sehr, sehr gut gemacht.
                0:30:27–0:30:30
                Sie hatten dann das Pech, dass sie das Tor nicht gemacht haben in der ersten
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                Hälfte. Nach dem Unentschieden hat es wirklich ausgesehen, als könnten sie noch
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                mal was drehen, aber mit dem 2 zu 1 war es dann natürlich vorbei.
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                Und das ist insgesamt einfach sehr, sehr schade. Man weiß jetzt natürlich auch
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                als Außenstehende nicht, wie viele von den Spielerinnen, die von Schott noch
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                mit zu 05erinnen wurden,
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                für die das auch so ein sehr großer Traum war, nächste Saison tatsächlich noch mit dabei sein werden.
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                Ähm, mich hat's dann echt emotional extrem mitgenommen,
                0:30:59–0:31:01
                ich hab, war da irgendwie nicht so richtig drauf vorbereitet,
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                ich hab das lange nicht mehr so gehabt, wir haben, wir haben die Spielerinnen
                0:31:06–0:31:10
                so leid getan, die haben so fürchterlich geweint, alle, ist ja logisch.
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                Und ich finde, ich habe es ja gestern dann, also gestern sprich Sonntag auch
                0:31:15–0:31:18
                schon auf Insta geschrieben und dann da auch so ein bisschen Dialog gehabt,
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                auch durchaus mit Leuten, die das eben in anderen Ligen mit beobachtet haben.
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                Ähm, der Sebastian Fiebrek, den, äh, viele von euch sicherlich von Textilvergehen
                0:31:31–0:31:34
                kennen zum Beispiel, hat das auch nochmal, ähm, geschrieben,
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                dass, ähm, wenn man sich eben anschaut, wie, äh, Viktoria Berlin,
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                die ja letzte Saison, äh, in den Relegationsspielen, ähm, eben dann am HSV gescheitert
                0:31:44–0:31:48
                sind, dann eine komplette Saison einfach die Liga halt zerknallen, ja.
                0:31:48–0:31:52
                Ja, also es ist auch für die Ligen nicht gut, gerade wenn du halt ein Team hast,
                0:31:53–0:31:56
                was so krass dominant ist, dass das dann immer in der Liga drin bleibt.
                0:31:56–0:32:01
                Dieser Modus ist einfach komplette Hühnerkacke, also der sollte dringend überarbeitet
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                werden. Das ist einfach ein riesen, riesen Mist.
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                Meisterinnen müssen aufsteigen. So, das mal das eine und dann würde ich aber
                0:32:08–0:32:15
                gerne noch was zweites sagen, was ich gestern echt krass fand.
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                Also das sind natürlich, ja, ich wollte jetzt gerade sagen Einzelfälle,
                0:32:21–0:32:24
                aber das Wort Einzelfall ist dermaßen verseucht mittlerweile.
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                Dass ich es gerne zurücknehmen würde.
                0:32:25–0:32:30
                Also, man muss schon auch, finde ich, drüber sprechen,
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                was passiert, wenn Fangruppen aus dem Fußball der Männer in den Fußball der
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                Frauen rübergehen und was nehmen die vielleicht auch mit,
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                was man da gar nicht unbedingt irgendwie haben möchte, braucht, wie auch immer.
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                Ähm ich finde es wirklich cool
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                wenn Vereine die als Männervereine
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                bekannt geworden sind und eine Frauenabteilung gründen oder übernehmen sich
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                auch darum bemühen die Fans für diese neue Abteilung zu begeistern also ich
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                finde generell ist wichtig so eine Begeisterung für einen Gesamtverein zu haben
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                auch für die anderen sportlichen Abteilungen wie bei Mainz zum Beispiel die Handballerin ähm.
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                Man muss aber, finde ich, auch ein bisschen aufpassen, dass dadurch nicht sehr
                0:33:19–0:33:24
                schnell an bestimmten Stellen ein Umgang in diesen Fußball der Frauen und in
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                diese Fangruppierungen reinkommt,
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                den man da ehrlicherweise einfach nicht haben möchte.
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                Also um das an einem konkreten Beispiel zu benennen, wo es jetzt nicht um Personen
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                oder so geht, sondern einfach um einen Umstand.
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                Es gab eben gestern eine sehr große Unzufriedenheit mit der Schiedsrichterin
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                und da sind dann halt einzelne Personen auf eine Art und Weise ausgerastet, wo ich mir so denke,
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                ich hoffe einfach, dir ist gerade nicht bewusst, dass halt im Unterschied zu
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                einem großen Männerstadion diese Schiedsrichterin das gerade komplett alles mitbekommt.
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                Also du bist an so einer sehr kleinen Anlage, die haben, sagen sie,
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                1500 Tickets verkauft. Es wirkte fast, als wären es ein paar weniger Leute.
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                Aber in dem Moment, wo die also auf der Seite der 05er unterwegs war und was
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                gefiffen hat, was den Leuten nicht gefallen hat und da sind irgendwelche wüsten
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                Beschimpfungen ausgestoßen worden, bekommt die das mit.
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                Und du merkst auch, dass sie darauf reagiert.
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                Und dann gibt es halt Leute, denen das dann noch nicht mal peinlich ist,
                0:34:20–0:34:22
                sondern die dann erst recht irgendwie loslegen.
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                Deswegen und das, also da gibt es auch wiederum Abstufungen,
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                ja, weil da standen natürlich auch Leute, die halt irgendwie einen Bezug zum Team hatten,
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                die dann in einer Situation, wo man wirklich nicht verstanden hat,
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                warum sie nicht abpfeift, weil eine Spielerin sehr lange sehr offensichtlich verletzt am Boden lag,
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                wo dann irgendwie Leute reingerufen haben, ey, du siehst doch,
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                dass die irgendwie sich verletzt hat.
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                Das ist eine völlig andere Geschichte, ja, aber wenn halt also wirklich Leute
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                da so abgewertet und beleidigt werden,
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                das möchte man weder im Männer- noch im Frauenfußball haben,
                0:34:55–0:34:59
                aber im Frauenfußball ist es halt so, dass die AkteurInnen das in solchen kleinen
                0:34:59–0:35:04
                Stadien oder an so kleinen Anlagen einfach komplett alles mitbekommen und ich
                0:35:04–0:35:06
                finde das richtig, richtig ätzend.
                0:35:06–0:35:11
                Und es gab dann auch vereinzelt Leute, die dann, obwohl der Stadionsprecher,
                0:35:11–0:35:14
                muss man sagen, das wirklich toll gemacht hat, der hat sofort gesagt,
                0:35:14–0:35:18
                wir wollen heute auch an die Mainzerinnen denken, für die ein großer Traum geplatzt ist.
                0:35:18–0:35:21
                Wir hoffen, wir sehen uns nächste Saison in der zweiten Liga und wir wünschen
                0:35:21–0:35:24
                euch alles Gute und so. Also die hatten ein sehr gutes Gefühl dafür,
                0:35:24–0:35:29
                dass da einfach zwei Teams, die es verdient hätten, um einen Preis gekämpft
                0:35:29–0:35:32
                haben und dass das einfach eigentlich eine unfaire Situation ist.
                0:35:32–0:35:35
                Und da gab es dann vereinzelt Leute, die dann irgendwie so gerufen haben,
                0:35:35–0:35:36
                hoffentlich steigt er direkt wieder ab und so.
                0:35:37–0:35:41
                Und also ich finde, weder ist das 05-like, noch möchte man das in diesem Fußball
                0:35:41–0:35:43
                der Frauen irgendwie auf die Art und Weise haben.
                0:35:43–0:35:48
                Und das war was, was mich gestern echt ein bisschen traurig machte.
                0:35:49–0:35:54
                Gemacht hat und ja, dass es nicht gereicht hat, war schon auch sehr, sehr schade.
                0:35:54–0:35:58
                Ich meine, das Team und der Verein, die können auch noch eine Saison in der Regionalliga wachsen.
                0:35:58–0:36:02
                Aber natürlich ist ja klar, also wenn man die Ambitionen hat mit jeder Saison,
                0:36:03–0:36:04
                in der es eben nicht klappt, steigt dann auch der Druck.
                0:36:05–0:36:07
                Ich bin mal sehr gespannt, wie es nächste Saison weitergeht.
                0:36:07–0:36:11
                Das war jetzt ein sehr langes Labersegment von mir. Ich entschuldige mich da
                0:36:11–0:36:12
                auch ein bisschen für, aber ich finde tatsächlich.
                Annika Becker
                0:36:12–0:36:17
                Ja, aber es ist ja wichtig, also gerade was so dieses Thema Fans und wie sich
                0:36:17–0:36:18
                das in Zukunft weiterentwickeln kann,
                0:36:19–0:36:22
                da habe ich mit Nina ja auch in München drüber gesprochen zum Beispiel am Ende
                0:36:22–0:36:27
                noch irgendwie sehr lange, weil das halt glaube ich so eines der Themen ist,
                0:36:27–0:36:31
                die uns in den nächsten Jahren, was das angeht, einfach extrem beschäftigen werden.
                0:36:31–0:36:34
                Durch dieses, ja, das wird immer genannt,
                0:36:34–0:36:39
                Wachstum, das es gerade gibt oder dass sich halt eben mehr Fangruppierungen
                0:36:39–0:36:44
                aus dem Fußball der Männer rüberbewegen und den Fußball der Frauen auch supporten
                0:36:44–0:36:47
                oder vielleicht dann auch irgendwie nur noch supporten.
                0:36:48–0:36:52
                Und dass es auf eine Art sehr, sehr schön ist, aber in mancher Hinsicht halt
                0:36:52–0:36:53
                eben auch einfach nicht.
                0:36:54–0:36:59
                Also ich meine, sowas ist jetzt sehr extrem, wenn es ja diese Anfeindungen gegenüber
                0:36:59–0:37:06
                SchiedsrichterInnen gibt oder sexistische Bemerkungen zum Beispiel zu den Spielerinnen.
                0:37:06–0:37:10
                Also da erinnere ich mich beim Hinspiel auch,
                0:37:10–0:37:15
                dass wir da so ein gewisses Grüppchen hinter uns hatten, denen das auch komplett
                0:37:15–0:37:19
                egal war, dass da ja auch Kinder und Heranwachsende irgendwie rumstanden,
                0:37:19–0:37:22
                die dann irgendwelche Bemerkungen darüber gemacht haben,
                0:37:22–0:37:26
                dass es doch gut wäre, jetzt einen Sonnenständer zu haben,
                0:37:26–0:37:30
                weil die Sonne von oben so runterbrätselte und das dann natürlich die ganze
                0:37:30–0:37:35
                Zeit auf so eine sexualisierte Art und Weise ausgeführt haben und dann noch
                0:37:35–0:37:37
                ganz andere Sprüche auch irgendwie gebracht haben.
                0:37:37–0:37:41
                Also direkt hinter einem Tor, sodass man sich sicher sein kann,
                0:37:41–0:37:44
                dass einiges davon halt auch bei der Torhüterin angekommen ist.
                Mara Pfeiffer
                0:37:44–0:37:47
                Und das ist ja auch gewollt, also man muss ja sagen, man merkt das auch,
                0:37:47–0:37:50
                dass die das geil finden, dass sie die Möglichkeit haben, die haben doch das
                0:37:50–0:37:56
                Gefühl, sie beeinflussen dadurch irgendwie was und das ist einfach extrem unangenehm.
                Annika Becker
                0:38:01–0:38:06
                Ja, also das sind dann so die extremen Fälle. Ich habe auch gesehen und wir
                0:38:06–0:38:09
                haben es auch in den Empfehlungen weiter unten,
                0:38:09–0:38:14
                dass Nick in der aktuellen Game Changers Podcast Folge auch von etwas erzählt,
                0:38:14–0:38:19
                das bei der SGS Essen im Stadion passiert ist in der laufenden Saison,
                0:38:19–0:38:25
                dass da jemand den Vereinsfotografen angesprochen hat, ob er irgendwie eine
                0:38:25–0:38:28
                der Spielerinnen mal ranholen kann für ein Autogramm.
                0:38:28–0:38:33
                Und das war irgendwie direkt hinter diesen Bänken und dass der Vereinsfotograf
                0:38:33–0:38:38
                dann halt irgendwie gesagt hat, so ja, also wie soll das denn hier funktionieren?
                0:38:38–0:38:40
                Soll die sich jetzt da auf das Dach legen oder setzen oder was?
                0:38:41–0:38:44
                Und dann hat er halt wohl irgendwie sowas gesagt wie, ja, die kann sich noch
                0:38:44–0:38:46
                auf was ganz anderes setzen.
                0:38:46–0:38:53
                Was halt so, ja, also könnt ihr euch da der Folge irgendwie selber nochmal anhören, aber es ist halt,
                0:38:53–0:38:57
                es gibt diese Fälle, es gibt die auch nicht nur bei Vereinen,
                0:38:57–0:39:02
                die angebunden sind an Lizenzvereine und dann halt da die Fangruppierungen haben,
                0:39:02–0:39:06
                die rüberkommen, es gibt sie halt einfach überall da, wo sexistische Männer mit im Stadion sind,
                0:39:06–0:39:09
                sag ich dann jetzt einfach mal so gemein verallgemeinert.
                Mara Pfeiffer
                0:39:09–0:39:10
                Also überall.
                Annika Becker
                0:39:12–0:39:17
                Aber ja, also der Punkt, den ich in München noch gemacht habe, ist eben, dass ich mir,
                0:39:17–0:39:21
                also dass das halt so die Extremfälle sind, aber dass ich mir so allgemein wünschen
                0:39:21–0:39:27
                würde von Fangruppierungen, vor allem organisierten Fanszenen,
                0:39:27–0:39:31
                die von einem Männerlizenzverein rüberkommen zu,
                0:39:32–0:39:35
                ah, wir haben eine Frauenabteilung, wir wollen die auch im Stadion supporten,
                0:39:35–0:39:36
                das ist alles ganz, ganz geil.
                0:39:36–0:39:42
                Weil ihnen ja ihre eigene Tradition extrem wichtig ist und ihre Vereinstraditionen
                0:39:42–0:39:45
                sehr wichtig sind und die von ihrer eigenen Fanszene.
                0:39:45–0:39:49
                Dass sie vielleicht mal ein bisschen drüber nachdenken, dass es nicht so ist,
                0:39:49–0:39:52
                vorher gab es hier gar keine Stimmung und wir machen die jetzt endlich.
                0:39:52–0:39:57
                Sondern dass es da Leute gibt, die schon sehr, sehr lange dahin gehen und diese
                0:39:57–0:40:00
                Teams supporten und dass die ihre eigenen Traditionen haben.
                0:40:00–0:40:05
                Und die mögen dann vielleicht von außen manchmal klein wirken und lächerlich
                0:40:05–0:40:08
                oder vielleicht ja als nicht so laut rüberkommen oder so,
                0:40:08–0:40:12
                aber es gibt die halt eben und ich fände es total klasse, wenn es da einfach
                0:40:12–0:40:17
                mehr Austausch miteinander gäbe und irgendwie mal so ein Dialog stattfinden würde,
                0:40:18–0:40:20
                dass die Leute miteinander reden, damit nicht sowas passiert.
                0:40:21–0:40:24
                Ah, da kommen jetzt die Leute, die kennen sich schon als Gruppe,
                0:40:24–0:40:28
                sind eine organisierte Gruppe und sind es gewohnt, möglichst viel Krach zu machen,
                0:40:28–0:40:32
                machen das dann auch da und überbrüllen irgendwas,
                0:40:32–0:40:36
                was die anderen Leute halt irgendwie gerne machen würden oder vielleicht wollen
                0:40:36–0:40:39
                die manche Gesänge auch irgendwie gar nicht da haben, weil die vielleicht auch
                0:40:39–0:40:41
                einen sexistischen Kern haben oder so.
                0:40:41–0:40:45
                Also da gibt es ja ganz viele Sachen, über die man irgendwie diskutieren könnte
                0:40:45–0:40:51
                und ich glaube, das und auch so Sachen, so andere Sachen, die da irgendwie dranhängen, sowas wie Pyro,
                0:40:51–0:40:56
                was ist mit Tapeten und so weiter und so weiter, das ist halt irgendwie alles,
                0:40:56–0:41:00
                was so in den nächsten Jahren ja einfach so Debatten sein werden,
                0:41:00–0:41:05
                die wir da haben werden, wenn diese Spiele von den Zuschauerinnenzahlen in den Stadien größer werden.
                Mara Pfeiffer
                0:41:05–0:41:12
                Also was man jetzt bei 05 tatsächlich, um nochmal auf die Mainzerin zurückzugehen,
                0:41:12–0:41:15
                total positiv hervorheben kann, ist, dass sich da….
                0:41:17–0:41:22
                Man muss fairerweise sagen, dass es eben bei den damals noch Schott-Spielerinnen
                0:41:22–0:41:25
                nicht wirklich Publikum gab.
                0:41:26–0:41:31
                Da waren halt mal ein paar Familienangehörige, aber ich war ja in der Saison
                0:41:31–0:41:35
                vor der Kooperation schon häufiger da, nachdem die Kooperation eben angekündigt wurde.
                0:41:35–0:41:40
                Und also da waren 15, 20 Leute halt, die sich die Spiele angeschaut haben,
                0:41:40–0:41:43
                selbst bei den Heimspielen und es waren halt in der Regel irgendwelche Eltern.
                0:41:44–0:41:49
                Ähm, von daher gesehen ist es dann natürlich schon so, dass du erstmal was aufbauen musst.
                0:41:50–0:41:58
                Und, ähm, die Gruppe, die da bei Mainz 05, ähm, jetzt vor dieser ersten 05-Saison,
                0:41:58–0:42:01
                letzte Saison gab's ja auch schon die Kooperation,
                0:42:01–0:42:06
                sich so zusammengeschlossen hat und beschlossen hat, die Spielerinnen eben zu begleiten.
                0:42:06–0:42:11
                Die haben das wirklich die komplette Saison durchgezogen. Die haben sich,
                0:42:11–0:42:13
                da habe ich mich gestern mit dem einen noch drüber unterhalten,
                0:42:13–0:42:16
                der immer die Trommel dabei hatte, auch viele Gedanken drum gemacht,
                0:42:16–0:42:22
                wie kann man Lieder so umformulieren, also jetzt auch reine Anfeuerungsgeschichten,
                0:42:22–0:42:25
                dass das halt eben die Frauen anspricht.
                0:42:25–0:42:29
                Bei manchen Sachen sind sie auf Lösungen gekommen, bei manchen Sachen auch noch nicht.
                0:42:30–0:42:33
                Die haben einen Banner gemacht mit so, meins nur fünf Frauen und Meisterinnen
                0:42:33–0:42:39
                müssen aufsteigen und so, haben den ersten Fanclub nur für die Frauen im Verein gegründet.
                0:42:39–0:42:41
                Das finde ich schon alles sehr cool.
                0:42:43–0:42:48
                Es ist aber eben trotzdem so, dass auch jetzt, wenn beispielsweise der Verein
                0:42:48–0:42:51
                sich überlegt, die sind jetzt nächste Saison am Bruchweg und wir wollen auch
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                mehr Leute ansprechen und so, dass man sich da auch, finde ich,
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                Gedanken drum machen muss.
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                Also wen möchte ich ansprechen und wen möchte ich vielleicht nicht ansprechen?
                0:43:02–0:43:03
                Und dann auch,
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                Wirklich sich mal zu überlegen, was für ein Verhalten passt und funktioniert
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                dann und was für ein Verhalten passt und funktioniert nicht.
                0:43:14–0:43:18
                Man hat es schon gesehen, auch bei den Spielen, dass die Spielerinnen sich total
                0:43:18–0:43:22
                gefreut haben über diese Gruppe, die da die ganze Saison mit dabei war.
                0:43:22–0:43:26
                Aber natürlich war es jetzt bei diesen beiden Ausstiegsrelegationsspielen auch
                0:43:26–0:43:31
                so, dass es nochmal mehr Leute waren und dass dann da auch Leute eben mit rumspringen,
                0:43:31–0:43:34
                die da vorher nicht mal fünf Minuten drüber nachgedacht haben.
                0:43:34–0:43:40
                Und ich fand es halt krass, also ich hatte ja wieder die Kleine von meiner besten
                0:43:40–0:43:45
                Freundin dabei und wenn die dann echt bei so einem Spiel der Frauen im Zweifelsfall
                0:43:45–0:43:48
                dollere Sachen zu hören kriegt,
                0:43:48–0:43:52
                als halt sonst, wenn ich sie mitnehme, zu den Männer spielen,
                0:43:52–0:43:55
                das kann es halt nicht sein. Nein, so.
                0:43:56–0:44:00
                Und da geht es gar nicht drum, das finde ich dann auch immer wichtig zu sagen,
                0:44:00–0:44:03
                dass man sich jetzt hinstellt und sagt, du kommst hier nicht rein oder so,
                0:44:03–0:44:04
                das ist überhaupt nicht die Idee.
                0:44:04–0:44:08
                Also gerade, also ich ja, wer wäre ich denn, irgendwem zu sagen,
                0:44:08–0:44:10
                wo er sich aufhalten darf oder nicht.
                0:44:10–0:44:14
                Ich bin im Fußball der Frauen auch nicht groß geworden, sondern bin da erst
                0:44:14–0:44:18
                irgendwie vor fünf, sechs Jahren halt mit in dieses Thema eingestiegen.
                0:44:18–0:44:21
                Aber es ist wichtig, sich damit zu befassen.
                0:44:21–0:44:27
                Also weil auch wenn sie ignoriert und kleingeredet wird, der Fußball der Frauen
                0:44:27–0:44:28
                hat halt auch eine Tradition.
                0:44:28–0:44:33
                Und man sollte sich halt mit Dingen beschäftigen und sie nicht einfach so kapern.
                0:44:33–0:44:36
                Das finde ich halt schon wichtig. Und das ist ja im Endeffekt auch das.
                Annika Becker
                0:44:36–0:44:37
                Genau.
                Mara Pfeiffer
                0:44:38–0:44:41
                Das wäre jetzt mein abschließender Satz gewesen. Das ist ja genau das,
                0:44:41–0:44:43
                was du auch angesprochen hast.
                0:44:43–0:44:47
                Guck mal, jetzt können wir uns hier schon live angucken. Wir gucken uns jeweils so auf die Knie.
                0:44:49–0:44:53
                Ne, genau. Also das ist eine Diskussion, von der es einfach,
                0:44:53–0:44:55
                das kann man vielleicht abschließend sagen oder abschließend heißt natürlich
                0:44:55–0:44:59
                nicht, dass du nicht noch was dazu sagen kannst, aber von meiner Seite aus jetzt abschließend.
                0:44:59–0:45:03
                Es ist eine Diskussion, von der es einfach wichtig ist, dass man sie führt.
                0:45:03–0:45:07
                Das gehört nämlich in diesen ganzen Bereich Fußball der Frauen nicht einfach
                0:45:07–0:45:10
                als Abziehbild von Fußball der Männer gestalten mit allen Problemen,
                0:45:10–0:45:14
                die es im Fußball der Männer halt schon gibt. Auf jeden Fall dazu.
                Annika Becker
                0:45:15–0:45:20
                Zu. Yes. Und bevor das jetzt in die andere Richtung wieder jemand falsch versteht,
                0:45:20–0:45:24
                weil ich weiß, dass es die Debatte auch gibt und die gibt es auch zu Recht.
                0:45:24–0:45:28
                Es geht natürlich nicht darum, dass der Fußball der Frauen immer nur ein Sport
                0:45:28–0:45:37
                sein muss für Kinder oder so dieses so der saubere, total ja, cleane,
                0:45:38–0:45:40
                übersterilisierte Sport sein soll oder so. Das gar nicht.
                0:45:40–0:45:45
                Es ist ein Erwachsenensport und der soll sich auch an ein erwachsenes Publikum
                0:45:45–0:45:48
                richten und so, das ist schon irgendwie klar.
                0:45:48–0:45:51
                Und man kann Fan sein natürlich immer unterschiedlich ausleben,
                0:45:51–0:45:54
                aber das sind halt eben Sachen, die würde man ja auch im Fußball der Männer
                0:45:54–0:45:56
                einfach nicht mehr so gerne sehen wollen.
                Mara Pfeiffer
                0:45:56–0:45:58
                Genau, die kritisieren wir da ja auch.
                Annika Becker
                0:45:59–0:46:04
                Gut, dann lasst uns doch mal rüberspringen.
                0:46:05–0:46:08
                Wir haben heute, wie ihr wahrscheinlich im Laufe dieser Sendung schon gemerkt
                0:46:08–0:46:12
                habt, einen etwas anderen Ablauf, als es vielleicht sonst ist.
                0:46:12–0:46:16
                Wir haben jetzt keine Blitz-News dieses Mal für euch. Wir haben so ein Thema,
                0:46:16–0:46:20
                über das wir noch ein bisschen breiter sprechen und wir haben auch wieder eine
                0:46:20–0:46:24
                wunderbare Aufnahme von Petra nachher für euch.
                0:46:24–0:46:28
                Aber ja, wir werden jetzt keine Kackspechte verteilen heute oder so.
                0:46:28–0:46:34
                Es ist ein etwas loseres Format, haben wir uns gedacht, so zum Wiedereinstieg.
                0:46:34–0:46:41
                Und wir würden jetzt mal noch sprechen über die Zunahme von rechtsextremistischen
                0:46:41–0:46:43
                Vorfällen während der EM,
                0:46:43–0:46:50
                von denen es jetzt nach, wie viele Tage sind es jetzt? Ist heute der dritte EM-Tag oder der vierte?
                0:46:51–0:46:56
                Auf jeden Fall noch nicht so viele sind und trotzdem gab es ja schon einiges an Schlagzeilen.
                0:46:56–0:47:05
                Ähm, also, um mal drei der Vorfälle zu nennen, ähm, es gab einen Hitlergruß
                0:47:05–0:47:11
                und rassistische Parolen im Rahmen eines EM-Public Viewings in Bremen,
                0:47:11–0:47:16
                ähm, bei dem Zeugen die Polizei angerufen haben, dazu verlinken wir euch was.
                0:47:16–0:47:22
                Dann gab es einen weiteren Vorfall in Rostock-Warnemünde, wo beim,
                0:47:22–0:47:24
                äh, EM-Auftaktspiel...
                0:47:25–0:47:31
                Auch ein Polizeieinsatz ausgelöst wurde durch Parolen, die gerufen wurden.
                0:47:32–0:47:40
                Und dann berichtet der BR darüber, dass es tatsächlich auch Sieg-Heilrufe in
                0:47:40–0:47:46
                einer Münchner Gaststätte gab, die zu einem weiteren Polizeieinsatz geführt haben.
                0:47:46–0:47:52
                Das sind so die Dinge, die in direkter Verbindung stehen mit Veranstaltungen,
                0:47:52–0:47:55
                die irgendwie rund um die EM stattgefunden haben.
                0:47:55–0:48:00
                Dazu kommen allerdings auch noch andere Nachrichten, die ja auch irgendwie größer
                0:48:00–0:48:03
                und überregionaler berichtet wurden, die ihr wahrscheinlich mitbekommen habt
                0:48:03–0:48:08
                von Angriffen auf zwei Mädchen, die wirklich brutal angegriffen wurden.
                0:48:08–0:48:13
                Und was jetzt so direkt erstmal nichts mit der EM oder mit irgendeiner Veranstaltung
                0:48:13–0:48:16
                zu tun hatte, die im Rahmen dessen stattfand.
                0:48:16–0:48:21
                Aber trotzdem gibt es da eben diese zeitliche Verbindung einfach auch zu der
                0:48:21–0:48:26
                ganzen Gemengelage, wie sie gerade in Deutschland politisch ist, stimmungsmäßig.
                0:48:28–0:48:31
                Ja, was fangen wir denn jetzt nun damit an?
                Mara Pfeiffer
                0:48:32–0:48:37
                Also ich glaube, dass es ganz wichtig ist, immer wieder zu betonen,
                0:48:38–0:48:46
                dass natürlich Menschen gerne ein Fußballfest feiern dürfen und dass Menschen
                0:48:46–0:48:50
                sich auch gerne mit ihrem jeweiligen Team freuen dürfen.
                0:48:50–0:48:54
                Und bei so einer Europameisterschaft sind das halt nun mal Nationalmannschaften.
                0:48:55–0:49:00
                Aber also sehr platt gesagt, da hört es dann auch schon auf.
                0:49:02–0:49:08
                Ich glaube, wir hier im Raum, wir beide sind uns mal ganz sicher einig, dass dieses,
                0:49:09–0:49:13
                Ja, Märchen vom Fußballpatriotismus, also dass man patriotisch ist,
                0:49:14–0:49:19
                nur für ein Team und ansonsten,
                0:49:19–0:49:25
                aber aus dieser Begeisterung nicht auch eine Herabsetzung dann immer des anderen
                0:49:25–0:49:29
                zieht, was ja genau der Punkt ist, also und auch außerhalb des Sportlichen.
                0:49:30–0:49:32
                Ich glaube da tatsächlich nicht dran.
                0:49:35–0:49:38
                Und ich kann mich sogar, ich habe da neulich mal drüber nachgedacht,
                0:49:38–0:49:44
                ich kann mich daran erinnern, als ich ein Kind war, dass mein Opa das immer so gesagt hat.
                0:49:44–0:49:48
                Dass der immer so gesagt hat, na, weil man ja in Deutschland nicht stolz sein
                0:49:48–0:49:51
                darf auf sein Land, funktioniert es auch mit dem Fußball nicht.
                0:49:51–0:49:56
                Wenn man plötzlich nur zu so einer EM irgendwie stolz sein darf auf sein Land,
                0:49:56–0:49:57
                dann geht es ja auch nicht.
                0:49:57–0:50:03
                Und dann war das immer so, das wurde dann immer so auf die afrikanischen Staaten
                0:50:03–0:50:07
                irgendwie dann so von wegen, die sind ja alle stolz und die gewinne dann auch,
                0:50:07–0:50:09
                was ja also inhaltlich auch schon so totaler Bullshit ist.
                0:50:09–0:50:17
                Aber ich glaube halt, dieses Gefühl, dass Leute so sagen,
                0:50:17–0:50:22
                nix darf man, nicht mal stolz auf sein Land sein, das ist halt leider Gottes
                0:50:22–0:50:25
                verbreiteter, als man sich das vielleicht,
                0:50:26–0:50:30
                wenn man in so einem Umfeld sich normalerweise bewegt wie wir,
                0:50:30–0:50:33
                was so soziale Kontakte angeht.
                0:50:33–0:50:38
                Weiß nicht, ob das dann auch so eine Art Verdrängung ist, also ich kann da immer,
                0:50:38–0:50:42
                ich merke das immer bei mir dass ich halt totale Störgeräusche habe auch wenn
                0:50:42–0:50:47
                im Stadion dann diese Sieg-Siegrufe sind und so wo ich so denke, hm und.
                0:50:50–0:50:55
                Deutschland hat eine sehr klare Geschichte und man kann nicht immer so tun,
                0:50:55–0:50:59
                als wäre das nicht so schlimm oder als wäre das jetzt schon so lange her oder
                0:50:59–0:51:02
                als wäre das alles nicht so ein Thema, es ist halt Und wann,
                0:51:02–0:51:03
                wenn nicht jetzt gerade,
                0:51:04–0:51:11
                merken wir denn schmerzlich, wie krass es ein Thema ist und wie sehr die Leute,
                0:51:11–0:51:14
                die bestimmte Vorstellungen davon haben,
                0:51:14–0:51:20
                wie so ein Nationalstolz, Igitt oder ein Patriotismus oder was auch immer aussehen darf,
                0:51:20–0:51:26
                kann, soll, die das versuchen zu definieren und zu sagen, natürlich dürfen wir
                0:51:26–0:51:28
                das, alle anderen dürfen das auch und was ist denn schon dabei?
                0:51:28–0:51:30
                Man sieht doch, was dabei ist.
                0:51:30–0:51:38
                Man sieht, wie Menschen nicht in der Lage sind, sowas einfach in einem Sport auszuleben.
                0:51:38–0:51:43
                Das ist ja auch immer der große Unterschied zwischen einem Vereinsfußball und dann eben so einer EM.
                0:51:45–0:51:51
                Natürlich hat man auch in Bundesliga-Stadien Probleme mit Gewalt und so weiter,
                0:51:51–0:51:57
                aber es ist halt eine andere Kiste, ob sich zwei Typen gegenseitig auf die Nase
                0:51:57–0:52:02
                hauen, weil der eine halt Bremen-Fan ist und der andere HSV-Fan,
                0:52:02–0:52:06
                also jetzt einfach nur mal um eine klassische, die können sich nicht leiden,
                0:52:06–0:52:08
                die spielen ja gerade nicht mal in einer Liga, aber ihr wisst, was ich meine.
                0:52:08–0:52:15
                Oder ob halt Leute aus so einem Fußballturnier ziehen, wie geil Deutschland
                0:52:15–0:52:19
                ist und deswegen kleinen Mädchen irgendwie auf die Fresse hauen.
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                Das ist einfach komplett abartig und selbst wenn man jetzt sagen würde,
                0:52:22–0:52:27
                dieser Fall hat vielleicht nichts mit dem Turnier zu tun. Wer kommt bitte auf
                0:52:27–0:52:31
                die Idee, in einer Kneipe sie heil zu rufen oder überhaupt sich eben auf diese
                0:52:31–0:52:34
                Art und Weise rassistisch zu verhalten? Wer kommt auf die Idee?
                0:52:34–0:52:38
                Leider ist die Antwort immer noch oder wieder viel zu viele Menschen in Deutschland.
                0:52:39–0:52:44
                Und deswegen ist es wichtig, sich zu äußern zu diesen Themen und zu sagen,
                0:52:44–0:52:50
                das geht so nicht und wir stehen auch dafür, dass das so nicht geht.
                0:52:50–0:52:55
                So, das ist, glaube ich, der Punkt, den wir hier irgendwie machen möchten.
                0:52:56–0:53:01
                Und wer einen sehr guten Punkt gemacht hat auf Instagram, und das werden wir
                0:53:01–0:53:09
                euch auch in den Shownotes verlinken, ist Tanja Yael Raab, heißt sie.
                0:53:09–0:53:16
                Ist eine Bloggerin und hat sowieso einen extrem empfehlenswerten Instagram-Account,
                0:53:16–0:53:18
                macht, ja muss man sagen,
                0:53:18–0:53:29
                also sehr, sehr viel Bildungsarbeit da und nennt sich OY-Jewish-Mama mit zwei M.
                0:53:29–0:53:31
                Aber wie gesagt, wir verlinken es euch auch in den Shownotes.
                0:53:31–0:53:35
                Und sie hat eben das so ein bisschen aufgearbeitet, also dass im Zusammenhang
                0:53:35–0:53:39
                mit der EM es eben schon die ersten rechtsextremen Vorfälle bei Fanmeilen,
                0:53:39–0:53:43
                Public Viewings und den Stadien gab und hat aber vor allen Dingen auch so ein
                0:53:43–0:53:44
                bisschen zusammengetragen,
                0:53:44–0:53:47
                wie kann man, wenn man das live mitbekommt, damit umgehen.
                0:53:47–0:53:49
                Weil das kennen wir, glaube ich, auch von uns alle.
                0:53:49–0:53:52
                Man ist dann halt manchmal wie gelähmt. Man steht dann da und denkt,
                0:53:52–0:53:54
                fuck, ja, was mache ich denn jetzt?
                0:53:55–0:53:58
                Und also, um es nur mal so ganz kurz zusammenzufassen, es gibt es dann immer
                0:53:58–0:54:00
                noch ein bisschen ausgeführt.
                0:54:00–0:54:03
                Die Punkte sind eben, achte drauf, dich selbst nicht in Gefahr zu bringen.
                0:54:03–0:54:07
                Mach andere Fans auf das Geschehen aufmerksam. Holt gemeinsam Hilfe bei Ordner
                0:54:07–0:54:09
                in Security oder Polizei.
                0:54:09–0:54:14
                Stell dich als Zeugin zur Verfügung. Und, ähm, genau, das hat sie eben alles
                0:54:14–0:54:17
                auch noch ein bisschen, ähm, ausführlicher beschrieben, ähm,
                0:54:17–0:54:22
                das mal als so ein wirklich, äh, ganz niedrigschwelligen Beitrag dazu,
                0:54:23–0:54:28
                wie man sich in so einer Situation verhalten kann, weil eben man ja dann auch
                0:54:28–0:54:32
                selber vielleicht Ängste hat, ähm, weil man unsicher ist, aber…,
                0:54:34–0:54:41
                Also wir beide, die wir hier sitzen in unserer ganzen weißen Unauffälligkeit,
                0:54:41–0:54:46
                ja, also wir würden niemals, es ist überhaupt nicht möglich,
                0:54:46–0:54:49
                dass die Angst, die die Menschen in dieser Situation verspüren,
                0:54:50–0:54:55
                die von solchen Leuten als fremd markiert werden und auf die dann losgegangen
                0:54:55–0:54:57
                wird, das ist das, worum es geht.
                0:54:57–0:55:00
                Und wenn man das mitbekommt, hat man eben eine Verantwortung,
                0:55:01–0:55:05
                sich dafür einzusetzen, dass es ein Ende hat. Das hat man sowieso immer.
                0:55:06–0:55:10
                Aber jetzt gerade haben wir halt in diesem Land auch nochmal eine spezielle
                0:55:10–0:55:14
                Situation und es ist wichtig, sich damit zu beschäftigen.
                0:55:17–0:55:20
                Dieses, jetzt soll es mal nur um Fußball gehen, für die Leute,
                0:55:20–0:55:24
                die da angegriffen oder rassistisch irgendwie motiviert, beleidigt oder bedroht
                0:55:24–0:55:27
                werden, geht es auch nicht um Fußball, für die geht es um ganz andere Sachen
                0:55:27–0:55:29
                und die haben sich das nicht ausgesucht.
                Annika Becker
                0:55:29–0:55:32
                Mir geht es zum Beispiel im Moment tatsächlich sehr konkret darum zu gucken,
                0:55:32–0:55:38
                an welchen Tagen in ihren Städten Spiele stattfinden, um dann planen zu können,
                0:55:38–0:55:41
                dass sie an diesen Tagen möglichst nicht das Haus verlassen müssen,
                0:55:41–0:55:47
                weil sie berechtigte Angst davor haben, dass ihnen dann auf der Straße irgendwas passiert.
                0:55:48–0:55:51
                Also und das ist jetzt nicht irgendwas, was ich mir ausdenke,
                0:55:51–0:55:55
                das haben mir Leute erzählt, die ich persönlich kenne, das habe ich aber auch
                0:55:55–0:56:00
                online schon jetzt von verschiedenen Menschen gelesen und das betrifft auch
                0:56:00–0:56:01
                ganz verschiedene Gruppen.
                0:56:01–0:56:06
                Das betrifft natürlich Gruppen, die so als fremd gelesen werden.
                0:56:06–0:56:10
                Das betrifft aber auch zum Beispiel Menschen aus der queeren Community,
                0:56:10–0:56:18
                die natürlich ja dann auch immer angegangen werden von verschiedenen Personen.
                0:56:19–0:56:22
                Und ja, also ich meine, das müsst ihr euch nur mal vorstellen.
                0:56:22–0:56:26
                Also da können sich, glaube ich, viele Leute gar nicht so reinversetzen.
                0:56:26–0:56:30
                Aber wenn man jetzt mal so drüber nachdenkt, für viele ist es so,
                0:56:30–0:56:34
                ah geil, ich plane meinen Abend darum, wann ich auf dem Sofa rumhänge und welches
                0:56:34–0:56:37
                Spiel gucken kann und wann ich in die Fanzone gehe und wann ich vielleicht Glück
                0:56:37–0:56:40
                hatte, ein Stadionticket zu haben und freue mich an dem allen.
                0:56:40–0:56:45
                Aber für diese Leute ist es das genaue Negativbild davon, nämlich wie kann ich
                0:56:45–0:56:51
                dem allen möglichst aus dem Weg gehen, weil es sonst eine potenzielle Gefahr ist.
                Mara Pfeiffer
                0:56:54–0:56:57
                Und es funktioniert halt nicht,
                0:56:57–0:57:00
                sich einfach hinzustellen und zu sagen, ich will jetzt aber vier Wochen Fußball
                0:57:00–0:57:07
                feiern, sondern Gesellschaft ist hoffentlich bitte immer noch eine soziale Gemeinschaft,
                0:57:07–0:57:11
                in der wir aufeinander achten und nacheinander schauen.
                0:57:11–0:57:15
                Und deswegen die ganz dringende Bitte,
                0:57:15–0:57:19
                haltet die Augen,
                0:57:20–0:57:27
                die Ohren und die Herzen in dieser Zeit besonders offen und wenn ihr mitbekommt,
                0:57:27–0:57:32
                dass Menschen bedroht oder scheiße behandelt werden, dann greift ein.
                Annika Becker
                0:57:35–0:57:41
                Dann machen wir hier jetzt mal einen harten inhaltlichen Cut und kommen zu unserer
                0:57:41–0:57:46
                wunderbaren Petra, Petra Tabarelli und ihren Nachspielzeiten.
                0:57:47–0:57:51
                Dadurch, dass wir jetzt mit dem Podcast pausiert haben, sind wir so ein bisschen
                0:57:51–0:57:56
                mit den Veröffentlichungsterminen verrutscht, was ihre Kolumne bei uns auf der
                0:57:56–0:58:00
                Bolztribüne angeht und den Segmenten hier.
                0:58:00–0:58:07
                Deswegen hat sie diesmal ihre zwei letzten beiden Texte ja so ein bisschen zusammengefasst
                0:58:07–0:58:10
                als ein Audiolog, das ihr jetzt zu hören bekommt.
                0:58:10–0:58:14
                Es geht einerseits um das Thema, also sie sind auch inhaltlich miteinander verknüpft.
                0:58:14–0:58:19
                Es geht einerseits um das Thema Kapitäne als Sprachrohr, weil nur die während
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                der EM mit den Schiedsrichtern sprechen dürfen und gleichzeitig aber auch so
                0:58:23–0:58:27
                um das Thema Akzeptanz von SchiedsrichterInnen im Laufe der Geschichte,
                0:58:27–0:58:29
                wie sich das so verändert hat.
                0:58:29–0:58:32
                Und damit würde ich mir sagen, Pfiff ab!
                Petra Tabarelli
                0:58:40–0:58:44
                Ihr habt es vielleicht mitbekommen, bei der EM der Männer dürfen nur die Kapitäne
                0:58:44–0:58:45
                mit den Schiedsrichtern reden.
                0:58:46–0:58:49
                Und da musste ich so ein bisschen schmunzeln, denn tatsächlich war das früher,
                0:58:49–0:58:54
                ganz, ganz früher, ähnlich. Nicht genau so, aber ähnlich.
                0:58:54–0:58:59
                Und zwar, wenn man wirklich mal in die Zeit zurückgeht, nochmal 19.
                0:59:00–0:59:04
                Jahrhundert. Ihr erinnert euch, die Gentlemen haben vor allem Fußball gespielt.
                0:59:04–0:59:11
                Es kamen dann ab den 1850er Jahren immer mehr Solopreneure aus dem Wirtschaftsbürgertum,
                0:59:11–0:59:15
                Menschen, die in den Fußball investiert haben, die Pubs eröffnet haben,
                0:59:16–0:59:22
                Wettbüros, Kleidung für den Sport, für verschiedene Sportarten hergestellt haben und so weiter.
                0:59:22–0:59:30
                Und damit eben auch so eine Art Kommerz, dass dann eben auch Personen,
                0:59:30–0:59:36
                die aus der Mittelschicht oder eben aus der Arbeiterklasse waren, entlohnt wurden,
                0:59:37–0:59:40
                nicht unbedingt mit Geld immer, sondern eher mit Naturalien.
                0:59:40–0:59:44
                Ich sage jetzt mal, einer schönen Wohnung, für die sie nicht oder weniger bezahlen
                0:59:44–0:59:48
                mussten, für regelmäßiges Essen, das sie nicht bezahlen mussten,
                0:59:48–0:59:51
                sondern halt bekamen als Gegenzug für,
                0:59:51–0:59:55
                dass sie eben Fußball spielten, erfolgreich Fußball spielten und dem Verein
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                Geld in die Kassen spielten, dadurch, dass sie eben den Klub so erfolgreich machten.
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                Denn bei den Gentlemen-Schulen, diesen Internaten, diesen Public Schools,
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                Rugby, Eton und so weiter, war es schon üblich, dass es zwei Umpires gibt, Umpires oder Umpires.
                1:00:16–1:00:21
                Und diese waren Partei, naja, sie waren nicht unbedingt parteiisch,
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                aber sie waren pro Partei gewählt. Es waren im Grunde, wenn man jetzt mit dem
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                Duell wieder die Verbindung herstellt, Sekundanten.
                1:00:29–1:00:36
                Das heißt, pro Team gab es eben ein Umpire und beide Umpire standen an der Seitenlinie
                1:00:36–1:00:40
                und warteten darauf, angerufen zu werden, to appeal im Englischen.
                1:00:41–1:00:46
                Es war tatsächlich so, dass sich eigentlich die beiden Kapitäne versucht haben
                1:00:46–1:00:50
                zu einigen, wie das Spiel weitergeht, ob es eine Bestrafung geht,
                1:00:50–1:00:51
                wie auch immer und so weiter und so fort.
                1:00:52–1:00:54
                Und nur wenn die beiden Kapitäne sich nicht einigen konnten,
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                ging es dann eben an die Schiedspersonen außerhalb. Und das ist quasi diese
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                Verbindung zu heute, zur EM.
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                Aber es war eben wirklich so, dass die Kapitäne in diesem Fall entscheiden konnten,
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                wann die Schiedspersonen dazugenommen werden.
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                Und wie das eben dann so lief, ich habe das noch häufig erzählt,
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                dass es eben gerade so am Ende des 19.
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                Jahrhunderts immer mehr Fouls gab, immer mehr Schiedspersonen.
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                Sodass man sich eben nicht mehr wirklich auf dem Spielfeld einigen konnte und
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                auch irgendwann war es so, dass immer diese Umpires sich nicht mehr wirklich
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                so häufig einigen konnten, weil sie ja doch irgendwie so ein bisschen parteiisch
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                waren. Und so kam der Referee tatsächlich ins Spiel.
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                Der Referee wurde von dem Wettbewerb nominiert, das war eine einzelne Person,
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                die war objektiv dadurch, dass sie eben nur vom Wettbewerb und nicht von den
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                beiden Clubs gewählt wurde.
                1:01:54–1:01:58
                Aber auch die war wirklich inaktiv und zwar völlig inaktiv. Und zwar war sie
                1:01:58–1:02:01
                quasi in der Pyramide noch eins unter den Umpires.
                1:02:01–1:02:05
                Also es blieb weiterhin so, wenn die Kapitäne sich nicht einigen konnten,
                1:02:05–1:02:08
                ging es an die beiden Umpires und nur wenn die beiden Umpires sich nicht einigen
                1:02:08–1:02:10
                konnten, ging es an den Referee.
                1:02:13–1:02:17
                Dieser Referee war eben auch an der Seitenlinie, beziehungsweise es gab 1888
                1:02:17–1:02:21
                diese kleine Änderung, dass er ab und zu das Spielfeld betreten durfte,
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                denn da wurde der Schiedsrichterball eingeführt.
                1:02:24–1:02:28
                Sprich, der war weiterhin immer noch an der Seitenlinie, aber wenn jetzt eben
                1:02:28–1:02:31
                Schiedsrichterball nötig war, ging der aufs Feld, hat den Ball genommen,
                1:02:31–1:02:34
                fallen lassen und ist wieder runter, so ungefähr.
                1:02:38–1:02:44
                Ja, 1891 wurde der Schiedsrichter eingeführt, so wie wir ihn heute kennen.
                1:02:44–1:02:49
                Also das lief nicht wirklich gut mit dieser Idee, dass dann noch so ein Referee
                1:02:49–1:02:54
                auch an der Seitenlinie steht und quasi ganz am Ende von der ganzen Verantwortung
                1:02:54–1:02:59
                oder von der ganzen Machthierarchie quasi war, Entscheidungshierarchie war.
                1:03:03–1:03:09
                Und ja, tatsächlich, also der Schiedsrichter, Schiedsrichterinnen,
                1:03:09–1:03:15
                wie sie dann ja auch, also die mir erste bekannte Schiedsrichterin ist von 1933,
                1:03:15–1:03:19
                damals in Brasilien, also wirklich noch 40 Jahre später.
                1:03:22–1:03:26
                Die SchiedsrichterInnen haben sich in den letzten, das ist in 91,
                1:03:27–1:03:29
                also gut 130 Jahren quasi nicht verändert.
                1:03:31–1:03:38
                Sie sind auf dem Feld, sie scheiden aktiv, ihre Entscheidungen sind final und so weiter und so fort.
                1:03:38–1:03:40
                Das Einzige, was sich noch so ein bisschen geändert hat, ist,
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                dass sie viel, viel mehr Technik mittlerweile tragen, Headset,
                1:03:43–1:03:47
                noch eine Uhr fürs Zeitnehmen, noch eine Uhr für die Torlinientechnik,
                1:03:47–1:03:49
                Fitnessgeräte und so weiter.
                1:03:49–1:03:54
                Aber tatsächlich war es auch so, dass in der ersten Dekade, also in den 1890er
                1:03:54–1:04:00
                Jahren, der Schiedsrichter teilweise, also er war einfach, nein ich glaube er
                1:04:00–1:04:02
                wurde von allen einfach nicht akzeptiert.
                1:04:02–1:04:06
                Insbesondere von den Gentlemen, die halt sich das nicht sagen lassen wollten.
                1:04:07–1:04:09
                Eventuell noch von jemandem, der unter ihnen hierarchisch stand,
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                was jetzt Recht ist und was Unrecht ist.
                1:04:12–1:04:16
                Und der Schiedsrichter tut ja Recht sprechen und noch anklagen.
                1:04:16–1:04:19
                Also er hat ja zeitlich die zwei Positionen sozusagen inne.
                1:04:20–1:04:25
                Also das ging ja gar nicht, das war ungehörig. Das war, das darf man sich ja
                1:04:25–1:04:26
                nicht anmaßen und sowas.
                1:04:26–1:04:32
                Also wie geht da das? Und die ganzenjenigen, die halt immer so auf Fouls gespielt
                1:04:32–1:04:38
                haben und versucht haben mit versteckten Fouls oder mit auch rüden Fouls,
                1:04:38–1:04:42
                damit die anderen guten Spieler des Teams eben verletzt vom Platz müssen,
                1:04:42–1:04:47
                die haben natürlich erst recht auch nicht dieses Amt akzeptiert.
                1:04:48–1:04:53
                Es hat tatsächlich eine Dekade gebraucht mit immer wieder Betonungen seitens
                1:04:53–1:04:55
                der Wettbewerber, aber auch seitens des IFAP selbst.
                1:04:56–1:04:58
                Die Entscheidung ist ein Final und.
                1:05:00–1:05:06
                Ja, dieser Mensch spricht jetzt recht über euch und ihr habt euch dem Ganzen unterzuordnen.
                1:05:06–1:05:10
                Und nein, wenn du jetzt denkst, das war ein Foul und nimmst den Ball mit den
                1:05:10–1:05:15
                Händen auf und ich habe nicht da gepfiffen, dann ist das ein Handspiel. So sorry. Sorry.
                1:05:18–1:05:22
                Und diese Zeit, diese zeitliche Akzeptanz, die es damals brauchte für den Schiedsrichter,
                1:05:22–1:05:25
                manchmal erinnert mich das so ein bisschen an den VAR,
                1:05:25–1:05:30
                der ja auch keine große Akzeptanz hat, wo ich mir überlege, ja,
                1:05:30–1:05:33
                ist das jetzt wirklich auch wieder einfach nur eine Sache der Zeit?
                1:05:33–1:05:36
                Also brauchst du eine Dekade oder vielleicht auch ein bisschen weiter,
                1:05:36–1:05:40
                denn diese Dekade wird tatsächlich 2028 jetzt vorbei.
                1:05:41–1:05:45
                Brauchst du einfach nur eine Dekade und eine gewisse Zeitspanne oder ist das
                1:05:45–1:05:47
                jetzt was ganz anderes irgendwie?
                1:05:48–1:05:54
                Aber es ist halt wirklich immer wieder verblüffend, wie sich auch Regelgeschichte,
                1:05:54–1:05:58
                na wie nicht wiederholt, aber wie sie sich ähnelt.
                Annika Becker
                1:06:01–1:06:06
                Dann kommen wir damit jetzt zum Segment der Lese- und Hörempfehlungen.
                1:06:06–1:06:11
                Ich habe es vorhin schon genannt, dass wir euch dringend die Folge 22 vom Game
                1:06:11–1:06:13
                Changers Podcast empfehlen.
                1:06:13–1:06:18
                Da gibt es einen Saisonrückblick und ja, eben das, was ich vorhin schon meinte,
                1:06:18–1:06:22
                wo Nick von dem sexistischen Verhalten eines Fans berichtet hat.
                Mara Pfeiffer
                1:06:22–1:06:31
                Und dann empfehlen wir euch im Geiste dieser Aufstiegsrelegationsfolge die Folge
                1:06:31–1:06:36
                581 vom Textilvergehen-Podcast zum Aufstieg der Unionfrauen,
                1:06:36–1:06:40
                den wir natürlich übrigens ebenso wie den Frauen des VfL Bochum ganz herzlich
                1:06:40–1:06:43
                gratulieren und es geht darin auch
                1:06:43–1:06:49
                um die SV Hennstedt-Ulzburg als gute Gastgeberin für die Auswärtsfans.
                Annika Becker
                1:06:49–1:06:57
                Ja, dann haben wir noch einen Artikel von Andrew Carlyle, der jetzt schon ein paar Tage her ist.
                1:06:58–1:07:04
                Da geht es um die ersten Spiele des US Women's National Team unter Emma Hayes
                1:07:04–1:07:06
                und die schwierigen Entscheidungen,
                1:07:06–1:07:11
                vor denen sie als neue US-Trainerin vor den Olympischen Spielen steht,
                1:07:11–1:07:13
                was Kader-Nominierungen angeht.
                1:07:13–1:07:17
                Was ja einfach sehr interessant ist, weil es eben so darum geht,
                1:07:17–1:07:21
                okay, wer kämpft auf welcher Position gerade worum und es geht natürlich auch
                1:07:21–1:07:24
                um das Thema Corbyn-Albert.
                Mara Pfeiffer
                1:07:24–1:07:32
                Genau und dann gibt es bei Instagram einen sehr coolen Account neuerdings namens Amballstories.
                1:07:32–1:07:37
                Das ist entstanden im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung.
                1:07:37–1:07:41
                Sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, dass die ordentlich finanziert wird.
                1:07:41–1:07:47
                Und es ist eine Web-Videoserie, in der vier aktuelle Nationalspielerinnen auf
                1:07:47–1:07:50
                vier Pionierinnen aus dem Fußball der Frauen treffen.
                1:07:50–1:07:56
                Und mit dabei sind Sarah Dorsun, Merle Froms, Lisa Baum und Marina Hegering.
                1:07:57–1:08:02
                Und Anna Trabant-Harbach, Doreen Mayer, Petra Landers und Birte Weiß.
                1:08:02–1:08:06
                Und es ist wirklich ein absolutes Fest. Das solltet ihr euch unbedingt anschauen.
                Annika Becker
                1:08:07–1:08:11
                Ja, sehr, sehr cool gemacht. Immer so zu verschiedenen Themen treffen,
                1:08:11–1:08:12
                zwei von denen aufeinander.
                1:08:13–1:08:17
                Ja, dann haben wir mal in ein etwas längeres Segment gepackt,
                1:08:17–1:08:22
                ein neues von der Bolztribüne, was da in den letzten Wochen so erschienen ist.
                1:08:22–1:08:27
                Da ist unter anderem ein sehr schöner Gastbeitrag von Andreas Riedel zu einem
                1:08:27–1:08:34
                Buch über den FC Augsburg mit Geschichten von Fans zu Geschichten über den Verein.
                Mara Pfeiffer
                1:08:34–1:08:38
                Genau, und vor allen Dingen auch der Entstehungsgeschichte des Buches,
                1:08:38–1:08:40
                über die man wiederum ein eigenes Buch schreiben könnte.
                Annika Becker
                1:08:40–1:08:41
                Allerdings.
                Mara Pfeiffer
                1:08:41–1:08:46
                Dann habt ihr bestimmt schon gesehen, Nina sammelt alle Transfers der Bundesliga
                1:08:46–1:08:51
                der Frauen in diesem Sommer in einem sehr coolen Doc,
                1:08:51–1:08:56
                was wir euch auch oben angepinnt haben, damit ihr das immer aktuell findet.
                Annika Becker
                1:08:56–1:09:00
                Ja, dann hatten wir es gerade ja jetzt auch in dem längeren Segment davon.
                1:09:01–1:09:05
                Mara hat aber auch eine erstens sehr, sehr großartige Web-DE-Kolumne geschrieben
                1:09:05–1:09:09
                und zweitens dann nochmal einen extra Beitrag für die Bolz-Tribüne über das
                1:09:09–1:09:16
                Märchen vom Fußballpatriotismus und auch den Zusammenhang zwischen Europawahl und der EM der Männer.
                Mara Pfeiffer
                1:09:16–1:09:24
                Genau, und Annika wiederum sammelt sehr toll die offiziellen Kader für das Fußballturnier
                1:09:24–1:09:26
                der Frauen bei den Olympischen Spielen.
                1:09:26–1:09:31
                Das geht jetzt so langsam und tröpfchenweise los, dass die bekannt gegeben werden
                1:09:31–1:09:37
                und auch die findet ihr bei uns auf der Bolztribüne.
                1:09:37–1:09:40
                Ja, und dann haben wir ja schon gesagt,
                1:09:41–1:09:48
                dass wir diese Woche keinen Kackspecht verleihen, was dann in Folge 52 also
                1:09:48–1:09:54
                eine Premiere ist, dass wir nicht einen ganz offiziellen Kackspecht oder Kronenkranich verleihen.
                1:09:54–1:09:59
                Aber was man vielleicht dann oder wofür man das dann vielleicht mal nutzen kann,
                1:09:59–1:10:07
                ist, dass wir einen allgemeinen Kronenkranich und ganz viel Liebe rausgeben
                1:10:07–1:10:10
                an euch, unsere HörerInnen nämlich. dich.
                1:10:11–1:10:16
                Wir merken das gerade, wenn wir mal eine kleine Pause machen und dann wirklich
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                so tolle Zuschriften bekommen, nochmal besonders, aber auch sonst.
                1:10:21–1:10:26
                Also ich habe mir ehrlicherweise, ich habe ja schon immer viel dann auch in
                1:10:26–1:10:30
                Social Media irgendwie mich bewegt so mit meinen ganzen beruflichen Themen,
                1:10:30–1:10:35
                aber ich habe mir über dieses Thema so Community nie so einen sehr großen Kopf
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                gemacht oder wer jetzt irgendwie was sich anschaut oder liest oder hört oder
                1:10:39–1:10:43
                so und Und so der Austausch, den wir mit euch haben,
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                ist schon was sehr Cooles, glaube ich, was, worüber wir auch nicht so sehr viel
                1:10:46–1:10:49
                nachgedacht haben, wie sich das wohl entwickeln wird, als wir angefangen haben.
                1:10:50–1:10:53
                Aber wir genießen das total. Und auch so diese Verbindungen,
                1:10:53–1:10:58
                die da entstehen, eben zu anderen Podcasts wie Nina mit die 45 oder Klar,
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                Legende verloren und so und allem, was da jetzt auch rundherum auf der Bolzi entsteht, ist...
                1:11:04–1:11:10
                Und das macht uns schon sehr froh und zeigt, dass es auch irgendwie ein guter
                1:11:10–1:11:13
                Ort ist, um Arbeit und Zeit zu investieren.
                1:11:13–1:11:15
                Also dafür ein ganz liebes Dankeschön an euch.
                Annika Becker
                1:11:15–1:11:18
                Ja, ein sehr, sehr, sehr, sehr herzliches liebes Dankeschön.
                Mara Pfeiffer
                1:11:20–1:11:28
                Genau und damit haben wir unsere Kölner Hotelzimmer-Folge auch fertig würde ich sagen Ja,
                1:11:30–1:11:35
                es war mir ein Fest und wir haben ja schon darauf hingewiesen den nächsten Podcast
                1:11:35–1:11:39
                nehmen wir wieder gemeinsam in einem Raum auf und auch noch mit Gästinnen und
                1:11:39–1:11:43
                dann gibt es auch wieder einen ganz offiziellen Kackspecht oder einen Kronenkran nicht wer weiß,
                1:11:43–1:11:49
                was die nächsten zwei Wochen für uns bereithalten Bis dahin, habt eine gute Zeit.
                Annika Becker
                1:11:49–1:11:53
                Genau. Passt auf euch auf, habt viel Spaß und wir hören uns.
                Mara Pfeiffer
                1:11:53–1:11:54
                Tschüss.

                Der Beitrag #52 Hotel-Room-Talk erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

                1 hr 13 min
              • #51 Saisonfinale! Becker & Pfeiffer meets Die 45

                Wir hatten schon länger geplant, eine Crossover-Folge mit Nina Potzel und ihrem Podcast Die 45 zu machen – und hier ist sie, pünktlich zum großen Saisonfinale! Nina, Mara und Annika sprechen in Folge 51 von Becker & Pfeiffer über ihre jeweilige Fußballwoche und für manche von uns wurde es im Endspurt nochmal emotional. Nina und Annika sprechen zusammen über die Saison 2023/24 in der Bundesliga der Frauen: Wer war top, wer überraschte und wie ungewiss ist die Zukunft bei den Absteigerinnen des MSV Duisburg? (Spoiler: sehr.)

                Natürlich muss aber auch über die Vergabe der WM 2027 an Brasilien nochmals gesprochen werden und auch darüber, wie unterschiedlich detailliert in den drei europäischen Bewerbungsländern danach die Berichterstattung ausfiel. Sowieso stehen die FIFA und ihr Kongress in Bangkok im Fokus, denn viele der Entscheidungen gefallen vor allem Gianni Infantino. Unserem Kackspecht ist jedenfalls keine Flugstrecke zu weit.

                Petra Tabarelli hat für euch dieses Mal Details dazu, wie eigentlich die Elfmeter-Regel entstanden ist und Mara berichtet darüber, warum die Kooperation gegen Hate Speech von DFB, DFL und DOSB wichtig ist und wie die Forderungen des Dachverbandes der Fanhilfen in puncto Datei „Gewalttäter Sport“ aussehen.

                In den nächsten drei Wochen gönnen Mara und Annika sich so etwas wie eine Podcast-Sommerpause, wir hören uns wieder am 17. Juni!

                Becker & Pfeiffer is a labor of love, aber wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und unsere Bolztribüne mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

                Becker & Pfeiffer

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                Shownotes/Links/Quellen
                • Alle Infos zu Ninas und Annikas Veranstaltung:
                  https://www.stadiondertraeume.de/de/calender/fussball-frauen 
                • Opta-Stats zur Bundesliga der Frauen
                  https://theanalyst.com/eu/2023/10/frauen-bundesliga-stats-opta-germany/ 
                • Wie es beim MSV Duisburg weitergehen könnte (€)
                  https://www.nrz.de/sport/lokalsport/duisburg/article242336278/MSV-Duisburg-Geht-es-in-der-Regionalliga-weiter.html 
                • Hintergründe zu der gescheiterten BNG-WM-2027-Bewerbung aus den Niederlanden
                  https://nos.nl/artikel/2520821-knvb-teleurgesteld-over-mislopen-organisatie-wk-alsof-we-finale-hebben-verloren
                  https://nos.nl/artikel/2519776-geen-zorgen-knvb-na-mindere-waardering-wk-bid-marginaal-verschil 
                • Thomas Kistner für die SZ zum FIFA-Kongress in Bangkok
                  https://www.sueddeutsche.de/sport/fifa-gianni-infantino-macht-wm-2027-deutschland-1.7252963 
                • FIFA beschließt Klub-WM der Frauen ab 2026
                  https://www.kicker.de/fifa-beschliesst-klub-wm-der-frauen-ab-2026-1024876/artikel 
                • Die FIFA ist finanziell angeschlagen – Hintergründe zur Klub-WM der Männer (€)
                  https://www.sueddeutsche.de/sport/fifa-gianni-infantino-aramco-saudi-arabien-fussball-1.7251590 
                • Reduzierung der Anzahl der Länderspielpausen von 6 auf 5
                  https://inside.fifa.com/womens-football/news/critical-calendar-to-optimise-womens-football-planning-and-professionalisation 
                • FIFA weitet Schutzmaßnahmen für Mütter weiter aus auf Adoptiveltern und nicht-biologische Mütter
                  https://inside.fifa.com/about-fifa/organisation/fifa-council/media-releases/fifa-council-approves-womens-international-match-calendar-2026-2029?gsid=3da7f182-3a36-4cc7-ac39-9d9348144d9d 
                • Dachverband der Fanhilfen fordert Abschaffung der Datei “Gewalttäter Sport”
                  https://www.dachverband-fanhilfen.de/pressemitteilungen/eintraege-in-der-datei-gewalttaeter-sport-gehen-nur-langsam-zurueck-bundesregierung-muss-ihre-versprechen-einloesen/
                • DFL, DFB, DOSB und ZIT kooperieren für Kampf gegen Hass im Netz
                  ​​https://www.sportschau.de/fussball/kampfansage-von-dosb-dfb-und-dfl,dfb-dfl-dosb-hate-speech-100.html
                • Artikel von The Athletic über Ann-Katrin Bergers Neubeginn in der NWSL bei Gotham
                  https://www.nytimes.com/athletic/5493280/2024/05/14/ann-katrin-berger-gotham-germany/ 
                • Longread über Emma Hayes und ihre legacy bei Chelsea
                  https://www.nytimes.com/athletic/5504106/2024/05/19/emma-hayes-chelsea-legacy-uswnt/ 
                • Mara spricht bei Flutlicht an! mit Dana Rösiger über Sportfotografie im FdF und Discover Football
                  https://meinsportpodcast.de/fussball/flutlicht-an-im-gespraech-mit-der-wortpiratin/ 
                • Inka Blumensaat mit einer Doku über Horst Hrubesch
                  https://www.sportschau.de/fussball/horst-hrubesch-ungeheuer-erfolgreich,video-horsthrubesch-doku-100.html
                • Kate O’Halloran über Marissa Williamson-Pohlman
                  ‚I’m gonna be homeless‘: How an Aussie boxer rose from the depths of despair to booking a ticket to the Olympics
                • Transkription der Episode anzeigen

                  0:00:15–0:00:18
                  Musik: Becker und Pfeiffer, Der Fußballpodcast.
                  0:00:22–0:00:27
                  Mara: Hallo und herzlich willkommen zu einerbesonderen Folge, denn hier ist heute nicht
                  0:00:27–0:00:33
                  nur Becker und Pfeiffer, hier ist dasCrossover aus Becker und Pfeiffer und Die 45.
                  0:00:34–0:00:42
                  Und um euch da draußen alle direkt mal zuverwirren, habe ich heute die Begrüßung
                  0:00:42–0:00:45
                  übernommen, was normalerweise weder in demeinen noch in dem anderen Podcast der Fall
                  0:00:45–0:00:55
                  ist und begrüße hier mit mir aus Becker undPfeifer die charmante Annika und aus Die 45
                  0:00:55–0:00:56
                  die famose Nina.
                  0:00:56–0:01:01
                  Hi ihr zwei, wie cool, dass wir heute hierin dieser Runde zusammenkommen.
                  0:01:02–0:01:04
                  Nina: Hallo ihr Lieben, ja, ich freue mich auchtotal.
                  0:01:04–0:01:07
                  Ich habe das so lange schon auf dem Zettelgehabt, das habe ich euch beiden ja auch
                  0:01:07–0:01:10
                  geschrieben und finde es so schön, dass wires jetzt zum Abschluss der Saison noch
                  0:01:10–0:01:10
                  hinbekommen.
                  0:01:11–0:01:13
                  Annika: Ja, absolut fantastisch!
                  0:01:13–0:01:14
                  Jaaaa!
                  0:01:16–0:01:18
                  Mara: Sehr, sehr schön.
                  0:01:19–0:01:26
                  Es gibt aber ja auch noch einen speziellenAnlass für diese Zusammenführung, auf den man
                  0:01:26–0:01:28
                  schon mal hinweisen kann.
                  0:01:28–0:01:32
                  Wer von euch möchte denn den Traumvorhanglüften?
                  0:01:33–0:01:38
                  Nina: Warte Trommelwirbel. Wir sind auch Teil,genauso wie ihr beide ja schon gewesen seid
                  0:01:38–0:01:43
                  beim bei den Stadien, bei den Stadien derTräume, genauer gesagt im Stadion der Träume
                  0:01:43–0:01:45
                  in München. Also Annika und ich.
                  0:01:45–0:01:45
                  Wir beide.
                  0:01:46–0:01:47
                  Annika: Genau. Und zwar am 11.
                  0:01:47–0:01:54
                  Juni unter der Überschrift "Wovon träumt derFußball der Frauen?" Werden wir beide um
                  0:01:54–0:02:01
                  19:00 ja talken uns unterhalten, unsgegenseitig verbal die Bälle zuspielen.
                  0:02:01–0:02:06
                  Das Ganze ist Eintritt frei und danach gibtes noch Musik auf die Ohren.
                  0:02:06–0:02:09
                  Also kommt alle mal zahlreich vorbei, würdeich sagen.
                  0:02:10–0:02:13
                  Nina: Auf jeden Fall. Ich bin schon richtigaufgeregt, weil das irgendwie das erste Mal
                  0:02:13–0:02:16
                  ist, dass ich so so richtig auch auf soeinem Panel sitze oder so was.
                  0:02:17–0:02:18
                  Das da freue ich mich sehr.
                  0:02:18–0:02:19
                  Und dass ich das dann mit dir machen darf.
                  0:02:19–0:02:23
                  Annika Das beruhigt meine Nerven dann schonauch ein ganz schönes Stück, bin ich ganz
                  0:02:23–0:02:23
                  ehrlich.
                  0:02:25–0:02:27
                  Annika: So viel Verantwortung, Oje, oje, oje.
                  0:02:28–0:02:29
                  Nina: Ja, aber das wird auf jeden Fall cool.
                  0:02:29–0:02:31
                  Schaut da alle vorbei.
                  0:02:31–0:02:33
                  München ist von mir aus zumindest ein Stückweg.
                  0:02:33–0:02:36
                  Aber auch eine ganz schöne Stadt.
                  0:02:36–0:02:39
                  So weit. Und ihr wart ja schon mal bei denStadien der Träume.
                  0:02:39–0:02:40
                  Gibt es ja in verschiedenen Städten.
                  0:02:40–0:02:44
                  Ihr wart da in Köln habe ich ja auch allemeine Hörer*innen hier empfohlen.
                  0:02:44–0:02:45
                  Die Folge auf jeden Fall.
                  0:02:45–0:02:47
                  So wie alle Becker-und-Pfeiffer-Folgen.
                  0:02:47–0:02:50
                  Aber die ganz speziell, weil die war wirklichganz, ganz, ganz, ganz toll mit eurem Live
                  0:02:50–0:02:51
                  Talk da.
                  0:02:51–0:02:52
                  Mara: Dankeschön.
                  0:02:52–0:02:54
                  Annika: Danke, danke, danke!
                  0:02:54–0:02:59
                  Mara: Ja, und dann würde ich doch sagen, wirspielen uns die Bälle hier auch mal gleich
                  0:02:59–0:03:00
                  weiter zu.
                  0:03:01–0:03:04
                  Liebe Nina, wie war denn deine Fußballwoche?
                  0:03:04–0:03:12
                  Nina: Irgendwie weird, bin ich ganz ehrlich, weilich gedacht habe eigentlich in so ziemlich
                  0:03:12–0:03:13
                  allen Ligen.
                  0:03:13–0:03:17
                  Es steht irgendwie der letzte Spieltag an inder Bundesliga der Männer, in der Bundesliga
                  0:03:17–0:03:22
                  der Frauen in der zweiten Bundesliga derMänner auch und ist dann sehr konzentriert,
                  0:03:22–0:03:25
                  immer auf einen Tag. Nur habe ich gedachtdie Woche zwischendurch ach, wird ziemlich
                  0:03:25–0:03:33
                  easy und dann ist aber irgendwie doch soviel passiert und Transfers ohne Ende, die
                  0:03:33–0:03:37
                  WM-Vergabe, lokaler Fußball auch total viel.
                  0:03:37–0:03:42
                  Ich bin jetzt auch beim MDR mittlerweile undhatte also meine ersten Spätschichten und da
                  0:03:42–0:03:45
                  war dann auch irgendwie direktsachsen-anhaltinischer Landespokal,
                  0:03:45–0:03:50
                  Halbfinale, so VfL Halle gegen Hallescher FC.
                  0:03:50–0:03:51
                  Da durfte ich begleiten.
                  0:03:51–0:03:54
                  Dann steigt Cottbus auf in die dritte Liga.
                  0:03:55–0:03:57
                  Ich komme aus Brandenburg, Berlin.
                  0:03:57–0:03:59
                  So, deswegen ist da mein Herz dran.
                  0:03:59–0:04:03
                  Viktoria Berlin spielt im Berlin Pokal undich konnte nicht da sein, weil ich den Dienst
                  0:04:03–0:04:06
                  hier in Leipzig hatte. Und das muss so irregewesen sein.
                  0:04:06–0:04:10
                  Ich habe da die Insta-Stories gesehen, habees leider auch nicht zum Liveticker noch zum
                  0:04:10–0:04:13
                  Live-Übertragungs-Stream mehr geschafft.
                  0:04:14–0:04:16
                  Das muss so irre gewesen sein.
                  0:04:16–0:04:19
                  Irgendwie gegen Union Berlin natürlich auchdie große Rivalität noch.
                  0:04:19–0:04:21
                  Das war ganz, ganz wild.
                  0:04:21–0:04:26
                  Und natürlich Werder, die einfach absolutfantastisch sind und die Männer zum Abschied
                  0:04:26–0:04:28
                  noch mal einen Sieg eintüten.
                  0:04:28–0:04:31
                  Und die Frauen genauso. Also das hat schonsehr viel Spaß gemacht.
                  0:04:31–0:04:37
                  Mara: Den Werder Sieg, den fand ich angesichts desGegners auch sehr positiv.
                  0:04:39–0:04:41
                  Weil wir gegen Bochum gespielt haben.
                  0:04:41–0:04:43
                  Annika: Dann fangen du doch mal an, Mara.
                  0:04:43–0:04:50
                  Ich meine, du hast sowieso die größereemotionale Erzählung in dieser Woche würde
                  0:04:50–0:04:52
                  ich sagen.
                  0:04:52–0:04:53
                  Nina: Hau mal raus.
                  0:04:54–0:05:00
                  Mara: Also es war auf jeden Fall extrem wild, weilich habe irgendwie die ganze Woche noch mal
                  0:05:00–0:05:05
                  so das alles Revue passieren lassen, wasdiese Saison passiert ist und was das für ein
                  0:05:05–0:05:11
                  emotionaler Kraftakt war bei den Männernjetzt von Mainz 05, ich meine über die Frauen
                  0:05:11–0:05:14
                  haben wir letzte Saison, ach letzte Saison,letzte Folge schon gesprochen, Annika und
                  0:05:14–0:05:22
                  ich, dass die ihre Saison zumindest Standjetzt erfolgreich zwischen geschn...
                  0:05:23–0:05:24
                  Kann man auch zwischen-beendet sagen?
                  0:05:24–0:05:25
                  Also ihr wisst was ich meine.
                  0:05:25–0:05:29
                  Sie sind Meisterinnen, müssen oder dürfenaber noch in die Relegation.
                  0:05:29–0:05:37
                  Und ja, dann war es ja so, dass die Männerin Wolfsburg tatsächlich aus eigener Kraft
                  0:05:37–0:05:40
                  den Klassenerhalt schaffen konnten.
                  0:05:40–0:05:47
                  Und ähm, das ist total strange, weil mantrotzdem die ganze Zeit auf die anderen
                  0:05:47–0:05:54
                  Ergebnisse schaut. Und dabei ist es aber jaeigentlich Quatsch, weil in dem Moment so, wo
                  0:05:55–0:05:59
                  Mainz eben unentschieden gespielt hätte,oder am Ende haben sie ja sogar gewonnen, ist
                  0:05:59–0:06:03
                  völlig egal gewesen, wie es bei den anderenaussieht, aber sie sind ja nun mal auch erst
                  0:06:03–0:06:04
                  in Rückstand gegangen.
                  0:06:04–0:06:09
                  Dann haben sie den Ausgleich geschossen unddann das zwei zu eins und das drei zu eins.
                  0:06:09–0:06:15
                  Und trotzdem hatte man immer irgendwie somit einem Auge auch die anderen Ergebnisse im
                  0:06:15–0:06:23
                  Blick. Und ich war mit zwei guten Freundenda, die auch immer mit mir im Block sind bei
                  0:06:23–0:06:28
                  den Heimspielen und der eine wollte dannauch ständig irgendwie die Tabelle sich
                  0:06:28–0:06:30
                  anschauen, wie die sich so verändert hat.
                  0:06:30–0:06:36
                  Und man hat ja beim Fußball so dieses totalAbsurde, dass man das Gefühl hat, man hat so
                  0:06:36–0:06:37
                  selber einen Einfluss auf Dinge.
                  0:06:37–0:06:42
                  Und ich war mir total sicher, weil ich beidem Spiel gegen Köln irgendwann auf die
                  0:06:42–0:06:46
                  Tabelle geschaut habe, was ich normalerweisenie mache während Spielen.
                  0:06:46–0:06:50
                  Und dann haben sie das ja noch hergegeben,also den Sieg hergeschenkt.
                  0:06:50–0:06:51
                  Und dann war ich irgendwie so totalüberzeugt.
                  0:06:52–0:06:57
                  Wenn ich auf die Tabelle schaue, denke ichdieses Ergebnis und irgendwann zwischendurch
                  0:06:57–0:06:59
                  reicht ihm, reicht er mir das Handy rüberund sagt Guck mal!
                  0:06:59–0:07:02
                  Und dann habe ich so aus dem Augenwinkelgesehen, dass es die Tabelle ist.
                  0:07:02–0:07:05
                  Habe ich so panisch die Hände so vor dieAugen gerissen, sagt.
                  0:07:08–0:07:12
                  Nina: Aber versteh ich total! Mir geht das auch sooft so, irgendwie.
                  0:07:12–0:07:13
                  Bloß nicht nachgucken, wie es auf denanderen Plätzen steht.
                  0:07:13–0:07:17
                  Oder bloß nicht nachgucken, was der Tickerschreibt oder irgendwie irgendwas, weil man
                  0:07:17–0:07:18
                  könnts ja jinxen.
                  0:07:18–0:07:23
                  Mara: Ja, es war schon also emotional sehranstrengend.
                  0:07:23–0:07:30
                  Und ich glaube, es ist sehr, sehr lange her,dass ich mal ein Spiel wirklich so komplett
                  0:07:31–0:07:33
                  aus der Fanperspektive irgendwie erlebthabe.
                  0:07:33–0:07:39
                  Also ich mache ja sowieso aus guten Gründenzwar Vereinsbegleitung, aber nicht so diese
                  0:07:39–0:07:43
                  Spieltagsberichterstattung, weil das fürmich nicht zusammenpassen würde, aber.
                  0:07:43–0:07:47
                  Also ich war komplett durch, einfach amEnde.
                  0:07:47–0:07:50
                  Ich muss dann immer an Per Mertesacker undseine Eistonne denken.
                  0:07:51–0:07:53
                  So eine hätte ich mir wirklich, wirklichauch gewünscht.
                  0:07:53–0:07:59
                  Aber dieses man weiß ja dann natürlich immerdas eigene Glück bedeutet jemand anderes
                  0:07:59–0:08:02
                  Unglück. Und ich habe das in dem Moment auchsehr vor Augen.
                  0:08:02–0:08:06
                  So was finde ich so eine Demut reinbringt,die irgendwie gut tut.
                  0:08:07–0:08:13
                  Aber ich finde, es war so, wie Bo Henriksengearbeitet hat mit dem Team am Ende schon
                  0:08:13–0:08:14
                  halt auch verdient. Und was die am Endeeinfach.
                  0:08:15–0:08:17
                  Ich meine mit neun Spiele am Stück nichtverloren.
                  0:08:18–0:08:22
                  Die haben ja die haben wirklich unter ihmsechs Spiele gewonnen und hatten halt vorher
                  0:08:22–0:08:25
                  in 21 Spieltagen nur zwei Spiele gewonnen.
                  0:08:25–0:08:28
                  Also ja, es ist jetzt schon verdientgewesen.
                  0:08:29–0:08:33
                  Ralph Hasenhüttl war auch ein bisschenangepisst und meinte also sie haben schon
                  0:08:33–0:08:38
                  versucht das Spiel zu gewinnen, weil es jaletzte Woche diese dämliche Diskussion da
                  0:08:38–0:08:40
                  irgendwie um die Dortmunder Leistung gab.
                  0:08:40–0:08:46
                  Aber es war verdient am Ende und es isttotal absurd, weil wenn man in ein paar
                  0:08:46–0:08:50
                  Jahren auf die Abschlusstabelle schaut undsieht, dass Mainz 05 halt 13.
                  0:08:50–0:08:53
                  geworden ist, ja dann wird man irgendwiewahrscheinlich.
                  0:08:54–0:09:00
                  Ja, genau. Also weil Bochum ist jatatsächlich durch die Niederlage gegen Bremen
                  0:09:00–0:09:02
                  eben noch auf den Relegationsplatzabgerutscht.
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                  Union Berlin ist hinter Mainz, dann hatMainz noch Gladbach überholt und so ist man
                  0:09:09–0:09:10
                  am Ende tatsächlich 13.
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                  geworden. Krass.
                  0:09:12–0:09:13
                  Und damit war halt ja überhaupt nicht zurechnen.
                  0:09:14–0:09:18
                  Ich war mir ehrlicherweise total sicher,dass Freiburg das letzte Spiel unter
                  0:09:18–0:09:22
                  Christian Streich gewinnt und Union Berlindeswegen verliert.
                  0:09:22–0:09:27
                  Und seitdem Mainz dieses saublödeUnentschieden gegen Köln zu Hause sich
                  0:09:27–0:09:28
                  irgendwie gegönnt hat.
                  0:09:28–0:09:30
                  Zwischendurch war ich mir total.
                  0:09:30–0:09:31
                  Ich war total überzeugt davon.
                  0:09:31–0:09:36
                  Dieses Unentschieden ist passiert, damitsich Köln und Mainz am Ende gemeinsam
                  0:09:36–0:09:37
                  irgendwie retten können.
                  0:09:37–0:09:45
                  Aber. Ja, also ich finde, man hat ja immerso seine seine Beziehung zu Menschen in den
                  0:09:45–0:09:50
                  anderen Vereinen und so wie es mir haltbeispielsweise für Felix irgendwie wahnsinnig
                  0:09:50–0:09:53
                  leid getan hat mit Köln, habe ich mich aufder anderen Seite natürlich für Steffi, also
                  0:09:53–0:09:58
                  Rudelbildung und die ganze Union Crewirgendwie sehr gefreut, aber am Ende ist mir
                  0:09:58–0:09:59
                  auch alles völlig wurscht.
                  0:09:59–0:10:02
                  Hauptsache Mainz 05 bleibt in der erstenLiga.
                  0:10:02–0:10:05
                  Nina: Ich wollte gerade fragen, weil du hastgesagt, dass das das erste Mal seit ewig war,
                  0:10:05–0:10:09
                  dass du so intensiv, dass wirklich ausFansicht begleitet hast, das Spiel fand.
                  0:10:09–0:10:12
                  Also würdest du das eher als was gutes oderwas Negatives sehen?
                  0:10:13–0:10:19
                  Mara: Ähm, ich finde es immer überraschend, dassdas noch funktioniert.
                  0:10:19–0:10:27
                  Ich habe aber ein bisschen das Gefühl, dassich diese Saison emotional auch noch mal ein
                  0:10:27–0:10:29
                  Stück näher an den Verein gerückt bin.
                  0:10:29–0:10:32
                  Wahrscheinlich, als ich es in den letztenJahren war.
                  0:10:32–0:10:39
                  Dadurch, dass ich quasi eine neueKids-Generation da mit hin nehme, also weil
                  0:10:39–0:10:45
                  denen das auch irgendwie so zu vermitteln,das ist halt einfach was sehr, sehr Cooles.
                  0:10:46–0:10:51
                  Und dann gab es diese unfassbaren YouthLeague Spiele, bei denen das schon auch so
                  0:10:51–0:10:56
                  war, dass ich gemerkt habe, so habe ich michirgendwie beim Fußball lange nicht mehr
                  0:10:56–0:11:01
                  gefühlt. Und ja, ich halte ja sowieso AnnikaUnd ich hatte uns da auch schon an der einen
                  0:11:01–0:11:03
                  oder anderen Stelle im Podcast von.
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                  Ich halte diese ganze Diskussion sowieso sofür ein bisschen, ähm, letztlich verlogen,
                  0:11:10–0:11:14
                  weil die wenigsten Leute, die im Sportarbeiten, halten es nicht mit irgendeinem
                  0:11:14–0:11:19
                  Team. Und gerade wenn man dann auch noch soNationalmannschaftsfußball sich irgendwie
                  0:11:19–0:11:23
                  anschaut, also dann dürfte da eigentlichüberhaupt niemand mehr so drüber berichten.
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                  Ich glaube, man kann diese diese Distanz aufjeden Fall, also gerade so in der Begleitung
                  0:11:30–0:11:31
                  von einem Verein reinbringen.
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                  Aber mich hat es tatsächlich gefreut, dassdieses Emotionale, wenn es so Spitz auf Knopf
                  0:11:37–0:11:39
                  steht, so noch funktioniert.
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                  Ich wusste nicht, dass das quasi noch in mirist.
                  0:11:43–0:11:46
                  Nina: Dann voll süß, ey, was du meinst, dass mansich irgendwie für andere Leute freut?
                  0:11:46–0:11:51
                  Ich habe mich da auch total für dichgefreut, so als Mainzerin und das war schon
                  0:11:51–0:11:53
                  ganz schön. Und bei Union war tatsächlichauch noch so ein bisschen das Ding, weil
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                  meine Family halt total Union Fans sind.
                  0:11:56–0:11:58
                  So bei den Männern unterstütze ich dannschon auch so ein bisschen, weil halt auch
                  0:11:58–0:12:02
                  Berlin und so, auch wenn mein Herz eher aufHerthaseite ist und mich ganz, ganz viel an
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                  Union auch nervt. Aber da hat dann Werdersich mal rächnen können in den letzten Jahren
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                  ganz, ganz oft Union halt Schützenhilfe fürWerder da unten im Keller geleistet hat.
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                  Und jetzt war es mal andersrum.
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                  War schon mal ganz okay, aber bei den Frauenwar es dann wirklich eher so, dass eben bei
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                  Viktoria gegen Union dann nicht ganz so vielwahnsinnig viel Sympathie irgendwie.
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                  Da war das Pokalfinale da aber ja.
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                  Mara: Ja doch. Also das war auf jeden Fall so dasemotionale Highlight.
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                  Und dann hat es mich natürlich die ganzeWoche auch noch sehr beschäftigt, was da für
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                  Feuerwerke in Liverpool rund um JürgenKlopps Abschied abgebrannt wurden.
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                  Also ich finde...
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                  Heute mit einem Kollegen gesprochen, dermeinte, der hat da mittlerweile wirklich,
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                  also fast Heiligen-Status und eigentlich istdas ja ein bisschen unheimlich und ich glaube
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                  auch nicht so wirklich, dass das was ist,was er eigentlich möchte, aber andererseits
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                  zu sehen, was er den Leuten daoffensichtlich ja auch gegeben und auch so
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                  zurückgegeben hat im Fußball ist jaeigentlich schon eine coole Geschichte und
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                  ansonsten habe ich dann gestern bzw bis dieFolge rauskommt vorgestern das Finale.
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                  Ich schaue ja sehr gerne noch englischenFußball, mir gar nicht mehr angeschaut, weil
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                  irgendwie schon so klar war, dassManchester City sich das holen würde vor dem
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                  letzten Spieltag. Und es ist einfach extremnervig.
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                  Annika: Ja.
                  0:13:21–0:13:23
                  Mara: Ich hätte es wirklich Arsenal sehr gegönnt.
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                  Ich finde, die haben das cool gemacht dieseSaison.
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                  Und wenn man dann am Ende sieht, dass Cityjetzt echt von diesen Meisterschaften zuletzt
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                  zwei so mega mega knapp geholt hat, einmalgegen Liverpool und jetzt gegen Arsenal, Das
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                  ist einfach.
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                  Nina: Aber ist doch eigentlich fast besser, alswenn es so krass deutlich gewesen wäre, oder?
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                  Mara: Aber es ist halt irgendwie noch doofer find ich.
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                  Nina: So oder so auf jeden Fall.
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                  Auf jeden Fall. Ich bin da gar nicht sodrin, was den englischen Fußball angeht, aber
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                  ich habe das nur am Rande mitbekommen.
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                  Und natürlich Klopps Abschied auch.
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                  Mhm, also ja, aber.
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                  Annika, wie war es bei dir?
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                  Die Fußballwoche?
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                  Annika: Eigentlich relativ unspektakulär, also, weilirgendwie nicht...
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                  Also keine großen Entscheidungen mehranstanden.
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                  Und dann habe ich mich vorhin aber dannerstaunlich viel doch noch aufgeregt über
                  0:14:08–0:14:10
                  dieses Spiel von der SGS Essen.
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                  Aber ich gehe vielleicht der Einfachheithalber mal so chronologisch durch.
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                  Und fange mit was ganz anderem an Ich habenämlich.
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                  Also diese Woche war ja auch dasU17-EM-Finale der Juniorinnen England gegen
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                  Spanien in Schweden.
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                  Das habe ich mir angeschaut, das hat Spanienmit vier zu null gewonnen.
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                  Und ja, ich fand es halt sehr interessant zugucken.
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                  Vor allem auch, weil eigentlich so dieseAnfangsphase überhaupt nicht danach aussah,
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                  dass das so eine deutliche Angelegenheitwar.
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                  Da war es eigentlich, fand ich ziemlichausgeglichen.
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                  Also da hatten die Engländerinnen durchausauch ihre Chancen und ich habe noch so
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                  gedacht Ah, krass, das könnte hier jairgendwie richtig lange spannend bleiben,
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                  aber naja.
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                  Also dann sind die Spanierinnen in Führunggegangen durch Alba Cerratas Tor.
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                  Die ist dann nachher auch mit insgesamtsieben Treffern die Torschützenkönigin von
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                  dieser EM-Endrunde geworden und danach ginges dann für England so ein bisschen dahin
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                  irgendwie. Also das zwei zu null.
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                  Wurde letztendlich als Eigentor gewertet undgenau die nächsten beiden Treffer drei zu
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                  null und vier zu null sind dann in derzweiten Halbzeit gefallen.
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                  In der zweiten Halbzeit hat auch wirklich.
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                  Also haben wirklich nur noch dieSpanierinnen gespielt.
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                  Und da finde ich, hat man sehr deutlich,auch wenn man ja immer sagt, man soll diese
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                  Juniorinnenspiele nicht zu sehr überbewertenund so, aber ich finde, man hat da halt sehr
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                  deutlich die Unterschiede in diesenAusbildungssystemen gesehen.
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                  Weil also ich finde, es war insgesamt aufeinem technisch sehr hohen Niveau, also ich
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                  will den Engländerinnen da überhaupt nichtsabsprechen, aber es war so ein Unterschied zu
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                  sehen, wie Spanien da den Ball hat laufenlassen.
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                  Also das in dem Alter, das fand ich dannschon irgendwie krass.
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                  So, also mit dieser Sicherheit, als sie danndiese Führung hatten, das war echt
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                  beeindruckend. Ja, und dann habe ich michgefragt, wo denn eigentlich das nächste
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                  Turnier stattfindet.
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                  Und es ist ein bisschen absurd.
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                  Das ist nämlich nächstes Jahr auf den FäröerInseln.
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                  Und ich meine. So, wenn man schon immer maleine EM sehen wollte, in einem sehr
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                  abgelegenen Ort, dann why not maybe.
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                  Nina: Wird bestimmt schön. So Natur und so.
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                  Mara: Auswärtsfahrt, Auswärtsfahrt!
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                  Annika: 37 Stunden mit dem Schiff.
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                  Nina: Oh das ist aber alles sehr nachhaltig dann.
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                  Annika: Besser Kohle-Kompressen mitnehmen, würde ichsagen.
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                  Ja. Und dann war natürlich auch noch einSpiel von Schalke, von den Männern in Fürth,
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                  das war zwei zu null verloren.
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                  Ich habe es gar nicht gesehen, weil andereDinge gerade wichtiger waren.
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                  Aber für mich war eigentlich sowieso dieNachricht des Tages, dass Karel Geraerts sehr
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                  deutlich gesagt hat, dass er eben Trainerbleiben wird.
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                  Also es war ja eh klar, dass er auch für dienächste Saison einen Vertrag hat, aber es
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                  wurd ja immer spekuliert.
                  0:17:04–0:17:10
                  So, also es sollte irgendwie Angebote ausBelgien geben und dann hat er eigentlich
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                  irgendwie letzte Woche eigentlich für meineBegriffe schon relativ deutlich gemacht, dass
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                  er gerne bleiben möchte.
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                  Aber er hat halt eben diesen Satz gesagt, Ermöchte noch mit seiner Familie darüber
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                  sprechen und daraus wurde dann in denBoulevardmedien gemacht irgendwie, äh
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                  Hinhaltetaktik, Lalalalala und so und er hatnur jetzt halt dann auch noch mal gesagt So,
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                  Leute, ich habe irgendwie die ganzeVorbereitung schon durchgeplant.
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                  Ich möchte doch nur einfach einmal noch mitmeiner Frau darüber sprechen.
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                  Ähm, ja, was ich noch schön finde zuerwähnen.
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                  Also bei den Frauenteams, bei der ersten undder zweiten ist ja eigentlich schon alles
                  0:17:47–0:17:49
                  klar. Also dass die jeweils aufsteigenwerden.
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                  Es ist aber ganz cool finde ich, dass es daam kommenden Wochenende so ein Doppelspieltag
                  0:17:56–0:17:58
                  geben wird im Parkstadion.
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                  Also weil es halt für beide eben das letzteLigaspiel der Saison ist und das ist dann
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                  beides hintereinander weg.
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                  Das finde ich irgendwie eine ziemlich cooleAktion.
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                  So zum Abschluss irgendwie, um da noch malso ein bisschen mehr Leute dazu zu kriegen
                  0:18:12–0:18:13
                  und dann mehr Nähe herzustellen.
                  0:18:13–0:18:17
                  Was sonst in diesem sehr unteren Ligenmanchmal doch ein bisschen schwierig ist,
                  0:18:17–0:18:23
                  glaube ich. Ja, und dann war eben heute nochdas Spiel von der SGS und ich meine, wir
                  0:18:23–0:18:25
                  reden bestimmt nachher irgendwieausführlicher darüber.
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                  Deswegen will ich es jetzt gar nicht sosuper lang machen.
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                  Aber immer wenn Wolfsburg in der Konferenzeingeblendet wurde, bedeutete das nichts
                  0:18:34–0:18:42
                  Gutes. Und ja, also ich fürchte leider, dasswir wahrscheinlich das hatte auch mein guter
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                  Kumpel Sven vorhin noch bei BlueSkygeschrieben, am Anfang der nächsten Saison
                  0:18:47–0:18:51
                  dann wegen der Rotsperre wahrscheinlich eineWeile auf Sophia Winkler werden verzichten
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                  müssen. Ja, mal sehen, wie das soweitergeht.
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                  Es ist halt irgendwie, ich weiß auch nicht,auswärts in Wolfsburg.
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                  Diese Saison war beide Male nicht sobesonders gut.
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                  Das eine Mal war im Pokal und es ist sobitter, weil das halt so Spiele sind, also im
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                  Pokal und aber auch jetzt dieserSaisonabschluss, wo glaube ich noch mal mehr
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                  Leute drauf gucken, die jetzt halt nicht sodie Hardcore Fans sind von der Liga insgesamt
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                  oder jetzt auch von dem Verein und dann istdas halt so bei so einer guten Saison, die
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                  Essen hat, ist es dann so der Eindruck derirgendwie bleibt, ein bisschen, ein bisschen
                  0:19:26–0:19:26
                  schade.
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                  Nina: Voll! Ich hatte vorher auch noch gesagt, sokann ja noch total spannend werden, weil
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                  Tabellensituation und so eine geile Saisonund dann upsi daisy irgendwie.
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                  Mara: Stellt euch mal vor, es wäre jetzt wirklichnoch die Situation gewesen, dass die SGS
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                  Essen mit einem Sieg gegen Wolfsburg nochdie Chance auf Platz drei gehabt hätte.
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                  Dann hätten sich ja wahrscheinlich alleeinfach irgendwie untern Stein gelegt.
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                  So: Oh mein Gott!
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                  Aber auch wie schön optimistisch nach diesemPokalspiel so zu sagen: also wenn man am
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                  letzten Spieltag noch die Chance hat.
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                  So und dann na ja, okay.
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                  Annika: Nananananana.
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                  Nina: Na ja, okay. Aber ich finde es auch ganz süß.
                  0:20:04–0:20:07
                  Irgendwie. Irgendjemand von meinenHörer*innen hat mir auch geschrieben.
                  0:20:07–0:20:10
                  So? Ja, das sieht ganz schön doll aus.
                  0:20:10–0:20:12
                  Wie das Pokalspiel eben.
                  0:20:12–0:20:14
                  Was war das da gewesen? Acht zu null?
                  0:20:14–0:20:15
                  Neun zu null?
                  0:20:15–0:20:18
                  Annika: Neun zu null, ja.
                  0:20:18–0:20:19
                  Mara: Ihr habt euch verbessert.
                  0:20:21–0:20:23
                  Annika: Und das trotz Unterzahl so lange.
                  0:20:24–0:20:30
                  Ähm, nee. Ich glaube einfach, dass so diesebeiden Spielanlagen nicht besonders gut
                  0:20:30–0:20:32
                  zueinander passen. Also weil.
                  0:20:32–0:20:34
                  Nina: Für Wolfsburg ja offensichtlich sehr gut.
                  0:20:35–0:20:36
                  Annika: Ja....
                  0:20:37–0:20:40
                  Die sind halt also da kommen wir ja späterdann auch noch dazu.
                  0:20:40–0:20:44
                  Die sind halt einfach sehr, sehr gut darin hohe Ballgewinne richtig krass zu erzwingen
                  0:20:44–0:20:51
                  mit ihrem Pressing und Essen, ist halt immerdann gut, wenn sie das schaffen die anderen
                  0:20:51–0:20:54
                  eigentlich aus dieser Zone rauszuhalten undgar nicht erst da reinkommen zu lassen,
                  0:20:54–0:20:56
                  sondern ihren Ballbesitz weiter vorne zuhaben.
                  0:20:57–0:21:01
                  Und wenn sie das aber nicht schaffen, naja,dann passiert so was.
                  0:21:02–0:21:07
                  Nina: Dann ist schwierig und viel los und wirklichirgendwie sehr, sehr emotional alles.
                  0:21:07–0:21:08
                  Obwohl das. Ich finde es irgendwie auchgleichzeitig.
                  0:21:10–0:21:14
                  Ja, irgendwie emotional und komisch, dassjetzt halt die Saison vorbei ist.
                  0:21:14–0:21:16
                  Also sowohl bei den Männern als auch bei denFrauen.
                  0:21:17–0:21:20
                  Gut, zu den Regionalligen gibt es noch dieRelegation und auch der letzte Spieltag steht
                  0:21:20–0:21:23
                  zumindest Regionalliga Nordost der Frauenauch noch aus.
                  0:21:23–0:21:27
                  Aber gleichzeitig ist es wirklich so hupsauf einmal vorbei und keine Ahnung was, was
                  0:21:27–0:21:30
                  was jetzt noch ist. Und in den letztenJahren hatte ich das Gefühl, hat sich
                  0:21:30–0:21:31
                  irgendwie krasser angefühlt.
                  0:21:32–0:21:35
                  Jetzt ist es wie so im Vorbeilaufen, nimmtman mal so den letzten Spieltag mit und das
                  0:21:35–0:21:36
                  macht mich dann irgendwie doch auch einbisschen emotional.
                  0:21:36–0:21:40
                  Dann auf die Art, dass ich irgendwie komischfinde, dass es dieses Jahr so anders ist.
                  0:21:40–0:21:42
                  Weiß nicht, ob das Sinn ergibt, was ichgerade gesagt habe, aber.
                  0:21:42–0:21:43
                  Mara: Doch, ich glaube schon.
                  0:21:43–0:21:50
                  Aber wenn ihr jetzt hier schon euch so inRichtung des Saisonabschlusses bewegt, dann
                  0:21:50–0:21:58
                  würde ich doch sagen, ich schicke euchbeiden jetzt mal in euren Saisonrückblick und
                  0:21:58–0:22:00
                  stoße dann später wieder zu euch.
                  0:22:00–0:22:00
                  Nina: Das machen wir.
                  0:22:02–0:22:03
                  Musik: Das war der Spieltag.
                  0:22:03–0:22:05
                  Nina: Der letzte Spieltag der Saison.
                  0:22:05–0:22:07
                  Tatsächlich der 22.
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                  Ich finde es irgendwie total irre.
                  0:22:09–0:22:12
                  War per se alles schon klar.
                  0:22:12–0:22:16
                  Vorne weg, Meisterschaft war klar.
                  0:22:16–0:22:17
                  Wer nach Europa geht, war klar.
                  0:22:17–0:22:19
                  Wer absteigt war klar.
                  0:22:19–0:22:21
                  Aber trotzdem war es noch ein wilderSpieltag, oder?
                  0:22:21–0:22:23
                  Annika: Es war auf jeden Fall eine sehr wildeKonferenz.
                  0:22:24–0:22:29
                  Also ich habe auch das Gefühl, dass ichirgendwie die Hälfte schon wieder vergessen
                  0:22:29–0:22:31
                  habe, weil es sich dann manchmal auch soüberschnitten hat.
                  0:22:32–0:22:38
                  Nina: Ja, stimmt ja, mit echt vielen Toren vielegeile Tore irgendwie.
                  0:22:38–0:22:40
                  Vor allen Dingen auch mit dabei gewesen.
                  0:22:41–0:22:42
                  Werder hat noch mal gewonnen.
                  0:22:42–0:22:45
                  Gegen Leverkusen hab ich ja gesagt, wer dawar, war sehr, sehr schön.
                  0:22:45–0:22:49
                  Gegen Leverkusen im drei zu zwei gewonnen,teilweise echt wilde Tore.
                  0:22:49–0:22:53
                  Super Unterstützung der Fans finde ichpersönlich wirklich ganz, ganz toll.
                  0:22:53–0:22:56
                  Ganz großen Respekt da auf jeden Fall.
                  0:22:56–0:22:57
                  Da gibt es auch ein paar süße neue Lieder.
                  0:22:59–0:23:03
                  Schön. Wie gesagt, Werder trifft einmalunter anderem durch den Elfmeter.
                  0:23:03–0:23:07
                  Livia fucking Peng hält einen Elfmeter.
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                  Das war so gut und damit ist Werder dann aufPlatz sieben, weil Leipzig verloren hat.
                  0:23:15–0:23:19
                  Eins zu zwei gegen Freiburg war jetzt keinspektakuläres Spiel, Davon hat man auch gar
                  0:23:19–0:23:23
                  nicht viel gesehen, weil auf anderen Plätzeneben viel mehr passiert ist.
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                  Aber da ganz kurz Freiburg gewinnt noch mal,und zwar das erste Mal seit acht Spielen.
                  0:23:29–0:23:32
                  Der letzte Sieg war zuletzt im Februar gegenWerder sehr, sehr irre.
                  0:23:32–0:23:35
                  Dann können wir einmal ganz kurz rüber gehenüber Nürnberg gegen Duisburg.
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                  Nürnberg gewinnt zwei zu eins der vierteSaison.
                  0:23:37–0:23:39
                  Er ist für sie der erste Heimsieg.
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                  Köln verliert null zu zwei gegen EintrachtFrankfurt.
                  0:23:42–0:23:43
                  Auch da keine Überraschungen.
                  0:23:44–0:23:48
                  Und dann, lieber Annika, Du hast es ja schonangedeutet lass uns ein bisschen mehr
                  0:23:48–0:23:50
                  vielleicht über Wolfsburg gegen Essen reden.
                  0:23:50–0:23:50
                  Schafft.
                  0:23:50–0:23:51
                  Annika: Müssen wir das machen?
                  0:23:53–0:23:55
                  Nein, können wir gerne machen.
                  0:23:56–0:23:58
                  Ja, es war schon irgendwie bitter.
                  0:23:58–0:24:00
                  Ich meine also das, worüber du dich.
                  0:24:00–0:24:01
                  Ich habe das gar nicht gesehen.
                  0:24:01–0:24:04
                  Aber worüber du dich vor Anstoß ja erstmalsehr gefreut hattest, war das
                  0:24:04–0:24:09
                  Schiedsrichterin Christine Weigelt Ja, nurmal eben ihre Karriere beendet.
                  0:24:09–0:24:13
                  Das ist nicht das, worüber du dich gefreuthast, sondern darüber, dass ihr Sohn sie ü
                  0:24:13–0:24:14
                  berrascht hat.
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                  Nina: Ja, das war wirklich richtig süß.
                  0:24:17–0:24:21
                  Ich hatte mich. Anfangs hatte ichSplitscreen, DAZN Konferenz und Sport1 und
                  0:24:21–0:24:24
                  dann habe ich irgendwie gedacht ja, okay,ist ein bisschen nervig dann auch.
                  0:24:24–0:24:28
                  Und bei Sport1 haben sie aber eingangs eingeblendet und gezeigt, wie sie eben mit
                  0:24:28–0:24:31
                  ihrem Sohn einläuft. Und das fand ich schonrichtig süß, weil sie halt so diese kleinen
                  0:24:31–0:24:33
                  Jungen irgendwie, der kann zwei oder sechssein.
                  0:24:34–0:24:36
                  Ich weiß nicht, wie alt Kinder sind, wenndie so klein sind.
                  0:24:37–0:24:40
                  Den hatte sie halt auf dem Arm und ist dannmit ihm eingelaufen und das war richtig süß.
                  0:24:40–0:24:45
                  Und dann hat er halt eben Christina Rannauch erzählt, dass das wohl eine Überraschung
                  0:24:45–0:24:47
                  gewesen wäre und dass niemand ihr davonerzählt hat.
                  0:24:48–0:24:50
                  Und das ist mir irgendwie ein bisschen nahegegangen, ehrlich gesagt.
                  0:24:50–0:24:53
                  Auch das war wirklich ganz, ganz niedlich.
                  0:24:53–0:24:55
                  Annika: Ja, das ist auch wirklich sehr, sehrniedlich.
                  0:24:58–0:24:59
                  Aber das Spiel war nicht so niedlich.
                  0:24:59–0:25:00
                  Speaker4: Nee, nicht wirklich.
                  0:25:01–0:25:03
                  Nina: Wie gesagt, sechs zu null gewonnen, aberirgendwie.
                  0:25:03–0:25:05
                  Also sonst könnte man ja auch sagen keineAhnung, sechs zu null kann man irgendwie
                  0:25:05–0:25:09
                  schnell mal drüber gehen. AberVerabschiedung da ja auch viele große
                  0:25:09–0:25:12
                  Verabschiedung, sage ich mal, Ewa Pajor zumBeispiel bei Wolfsburg und.
                  0:25:12–0:25:18
                  Und die hat auch ein Dreierpack geschnürt,unterbrochen, ein, zwei Tore von ihr gewesen
                  0:25:18–0:25:19
                  durch einen Platzverweis gegen SophiaWinkler.
                  0:25:19–0:25:21
                  Also das ist wirklich richtig viel losgewesen.
                  0:25:22–0:25:25
                  Annika: Ja, ja, der Platzverweis war natürlich totalberechtigt.
                  0:25:25–0:25:34
                  Also das war so eine Situation, wo SvendísJónsdóttir mit Ball allein aufs Tor zuläuft
                  0:25:34–0:25:38
                  und Winkler kommt raus und es ist außerhalbdes Strafraums und sie grätscht halt
                  0:25:38–0:25:42
                  irgendwie rein und trifft halt absolut garnicht den Ball und halt nur Svenindís
                  0:25:43–0:25:46
                  Jónsdóttir. Und das war irgendwie völligklar.
                  0:25:46–0:25:49
                  Das ist eine rote Karte gibt.
                  0:25:49–0:25:51
                  Jónsdóttir konnte dann aber weiterspielen.
                  0:25:51–0:25:54
                  Zum Glück. Da war man sich erst nicht soganz so sicher, weil das schon echt schlimm
                  0:25:54–0:25:55
                  aussah.
                  0:25:55–0:25:57
                  Nina: Da ist so eine Trage herangetragen worden.
                  0:25:57–0:26:04
                  Annika: Ja und dann ähm ja war war es natürlich sodas Essen dann auch wechseln musste.
                  0:26:04–0:26:09
                  Also Natascha Kowalski ist dann runtergekommen, runter gegangen, ausgewechselt
                  0:26:09–0:26:14
                  worden und dafür Kim Sindermann eben insSpiel, damit ja jemand im Tor stehen kann,
                  0:26:14–0:26:16
                  die das schon mal gemacht hat.
                  0:26:16–0:26:25
                  Ähm, ja, hat mich irgendwie letzte Wochetatsächlich auch schon gewundert, dass sie
                  0:26:25–0:26:29
                  wieder mit dabei ist, weil eigentlich ganzlange man von ihr mal so gar nichts mehr
                  0:26:29–0:26:33
                  gehört hat und sie auch irgendwie häufigernicht im Kader war und so, aber anscheinend
                  0:26:34–0:26:39
                  ja ist sie jetzt wieder fit und wird dannvermutlich auch Anfang der nächsten Saison,
                  0:26:39–0:26:43
                  das hatte ich ja eingangs auch schon gesagtgebraucht werden, weil da mit einer Sperre zu
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                  rechnen sein wird wohl ja.
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                  Nina: Wie lange dauert denn das noch mal, bis sowas dann bekannt gegeben wird?
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                  Ich habe das immer so gar nicht genau aufdem Schirm.
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                  Annika: Keine Ahnung.
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                  Nina: Aber das werden wir in der nächsten Zeit dannhören.
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                  Also müsste ich mir wahrscheinlich auchirgendwo aufschreiben, dass wir das Anfang
                  0:26:58–0:27:00
                  der nächsten Saison dann nicht vergessen.
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                  So, huch, da war ja irgendwie noch was.
                  0:27:03–0:27:04
                  Naja, aber es ist immerhin nicht zweistelliggeworden.
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                  Da hatten wir anfangs auch ein bisschenbisschen Sorge vor in der ersten Hälfte, vor
                  0:27:08–0:27:09
                  allen Dingen ja.
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                  Annika: Durch die Unterzahl.
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                  Und natürlich auch, weil es im Pokal jaschon sehr nah dran war mit dem mit der neun
                  0:27:15–0:27:16
                  zu null Niederlage.
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                  Ähm, ja, es ist für mich ich wie gesagt,also so Essen eigentlich eine super Saison,
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                  wo wir nachher dann noch dazu kommen.
                  0:27:27–0:27:31
                  Aber das ist jetzt halt irgendwie dann so inden beiden Spielen auswärts in Wolfsburg und
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                  dann jetzt auch noch beim Saisonabschluss sogelaufen ist, ist halt einfach richtig
                  0:27:35–0:27:42
                  bitter. Für die Wolfsburgerinnen, aus derenPerspektive natürlich aber total cool.
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                  Also haben sie sich halt eben den DFB Pokalmal wieder gesichert und andererseits halt
                  0:27:47–0:27:49
                  eben ja so eine positive Verabschiedunggehabt.
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                  Also vor allem, dass Ewa Pajor noch so einja auch richtig torreichen Abschied bekommen
                  0:27:55–0:28:00
                  hat in der Saison von ihr, die ja sowiesoschon richtig, richtig stark war, wird da
                  0:28:00–0:28:02
                  sicherlich einige freuen.
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                  So also, weil das ja einfach immer besserist, wenn man sich irgendwie mit so einer
                  0:28:06–0:28:09
                  sehr positiven Note noch verabschieden kann.
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                  Und ja, also da war ja auch irgendwierichtig gut Stimmung im Stadion von dem, was
                  0:28:14–0:28:20
                  ich so sehen konnte in den kurzenAusschnitten und daher aus Wolfsburger Sicht
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                  natürlich alles paletti.
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                  Nina: Paletti weiß ich nicht mit der Meisterschaft,aber auf jeden Fall ein schöner Abschluss mit
                  0:28:26–0:28:30
                  Sicherheit. Und Lena Oberdorf natürlich auchverabschiedet worden.
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                  Das war auch irgendwie ganz, ganz emotionalauf den anderen Plätzen natürlich auch ganz,
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                  ganz viel. Wobei da ja auch viele großeVerabschiedungen auch schon in der letzten
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                  Woche anstanden, wo auch einige Teams haltihre letzten Heimspiele hatten und so, da hat
                  0:28:42–0:28:46
                  es eben auch noch einiges gegeben, unteranderem ja auch bei der TSG Hoffenheim.
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                  Nicole Billa zum Beispiel verabschiedetworden, Vanessa Leimenstoll und dann auch bei
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                  ihrer Auswechslung Leonie Maier, die ihreKarriere beendet, wo es dann auch noch mal
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                  ein Spalier gegeben hat und so bei ihrerAuswechslung, das war auch echt ziemlich
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                  emotional so, da ist es nicht ganz so gut zuEnde gegangen.
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                  Sagen wir mal so eins zu vier hat Hoffenheimverloren gegen die Münchnerinnen, obwohl da
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                  auch noch zwischendurch der Ausgleich danngeschafft worden war.
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                  Also die Bayern sind eins zu eins Führung inHoffenheim mit eins zu eins noch
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                  gleichgezogen. Da habe ich noch gedacht Oh,guck dir das doch mal an Hoffenheim null zu
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                  drei gegen Leipzig, aber gegen Bayernschaffen sie den Ausgleich.
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                  Aber mit diesem vier zu eins hat Bayernjetzt wirklich also.
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                  Krönenden Abschluss zu einer Saisongefunden, die wirklich eigentlich nur noch
                  0:29:29–0:29:32
                  mit okay, international ein bisschen besserabschneiden und dem Pokalsieg irgendwie hätte
                  0:29:32–0:29:36
                  besser laufen können. Aber die haben jetztin der Rückrunde die perfekte Rückrunde
                  0:29:36–0:29:40
                  gespielt, elf Siege aus elf Spielen undinsgesamt in dieser Saison sind sie auch
                  0:29:40–0:29:41
                  ungeschlagen geblieben.
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                  Das ist eine richtig, richtig großeHausnummer.
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                  Ja, auf jeden Fall.
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                  Und ich fand es auch richtig süß, wie dannnach dem vier zu eins, das ein absolutes
                  0:29:51–0:29:55
                  Traumtor gewesen ist, ja dann dieSpielerinnen auf die Ränge gegangen sind und
                  0:29:55–0:29:57
                  sich da irgendwie ja von den Fans habenbejubeln lassen.
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                  Das war schon ziemlich gut.
                  0:29:59–0:30:02
                  Und dann hat es da natürlich auch noch dieMeisterin Feier gegeben usw.
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                  Ja, und damit würde ich sagen, lieberAnnika, kommen wir doch mal zu der großen
                  0:30:07–0:30:15
                  Frage Was sagen wir zu dieserBundesligasaison 2023/24 so insgesamt?
                  0:30:15–0:30:21
                  Annika: Also ich fand auf jeden Fall, es war eineunterhaltsame Saison.
                  0:30:22–0:30:23
                  Also mir hat sie Spaß gemacht.
                  0:30:23–0:30:28
                  Also jetzt auch gar nicht mal nur wegen derSGS, sondern auch insgesamt, weil es da ja
                  0:30:28–0:30:33
                  schon auch immer mal so diverse Wechsel gab,also an der Tabellenspitze.
                  0:30:33–0:30:37
                  Aber auch so die Frage okay, wer landet amEnde auf Platz drei?
                  0:30:37–0:30:44
                  Ich fand auch über einen gewissenZeitrahmen den Abstiegskampf sehr, sehr
                  0:30:44–0:30:49
                  spannend, weil ja, also ich meine, da werdenwir nachher auch noch dazu kommen, Leipzig
                  0:30:49–0:30:53
                  einfach in der Rückrunde irgendwie noch malkrass das Feld aufgerollt hat und das dann so
                  0:30:54–0:30:56
                  so gewisse Dominoeffekte hatte irgendwie.
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                  Und ja, wenn wir jetzt bei Bayern dann malanfangen, vielleicht bei den Münchnerinnen,
                  0:31:03–0:31:09
                  ist es sehr auffällig, dass sie halt ebentaktisch halt so richtige Ausreißerinnen sind
                  0:31:09–0:31:14
                  in der Liga. Also wenn man sich das dann malanguckt, es gibt von Opta da ja
                  0:31:14–0:31:19
                  glücklicherweise neuerdings immer die Datenbei The Analyst und die haben dann auch so
                  0:31:19–0:31:22
                  verschiedene grafische Aufarbeitung davon.
                  0:31:22–0:31:27
                  Da kann man sich das sehr schön angucken,dass sie halt wirklich diejenigen sind, die
                  0:31:27–0:31:32
                  den langsamsten Fußball spielen, was jetztaber nicht irgendwie was schlechtes sein muss
                  0:31:32–0:31:35
                  oder so, aber sie spielen halt mit denmeisten Pässen und vor allem auch mit den
                  0:31:35–0:31:42
                  meisten Pässen pro Spielsequenz, also dasssie nicht unterbrochen werden durch einen
                  0:31:42–0:31:45
                  Ballverlust oder so, sie können den Ballsehr, sehr lange in den eigenen Reihen
                  0:31:45–0:31:53
                  halten, haben dementsprechend auch dielängsten Ballbesitzphasen der Liga vor
                  0:31:53–0:31:57
                  Eintracht Frankfurt, TSG Hoffenheim und dannkommt erst Wolfsburg, die aber halt nun mal
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                  eben einen anderen Ansatz verfolgen.
                  0:32:00–0:32:02
                  Und das ist halt wirklich krass.
                  0:32:02–0:32:08
                  Vor allem bei einem Wert, wenn man sich dasanguckt, dass Bayern München als einziger
                  0:32:08–0:32:15
                  Verein in der Liga halt nicht nur alseinziger über 200 Ballbesitzphasen mit mehr
                  0:32:15–0:32:21
                  als zehn Pässen hat, sondern fast an die300, also es sind 281 Ballbesitzphasen
                  0:32:21–0:32:27
                  gewesen, wo sie halt zehn Pässe oder mehrungestört spielen konnten, ohne dass ihnen
                  0:32:27–0:32:29
                  jemand den Ball wegnehmen konnte.
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                  Und auf dem zweiten Platz abgeschlagen kommtdann Hoffenheim mit 157.
                  0:32:36–0:32:37
                  Nina: Das ist so krass.
                  0:32:37–0:32:38
                  Wow, Ja.
                  0:32:38–0:32:39
                  Annika: Oder?
                  0:32:39–0:32:40
                  Nina: Völlig irre.
                  0:32:41–0:32:48
                  Annika: Ja, und ich finde, also ich ich finde, esgibt halt schon auch Sachen im Spiel der
                  0:32:48–0:32:50
                  Münchnerin, wo man drüber sprechen kann, woauch.
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                  Ich weiß von Fans, dass sie halt irgendwiesagen naja, das und das, also ist irgendwie
                  0:32:56–0:32:57
                  alles noch nicht so perfekt.
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                  Es gibt irgendwie Stellschrauben, an denenman drehen kann usw, aber ich finde, wenn man
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                  das halt so sieht, also wie wie homogeneigentlich ansonsten die die Liga ist, die
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                  Bundesliga, was so den Spielstil angeht oderdas, was halt die Teams versuchen zu machen.
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                  Natürlich manche mal mehr so, mal mehr so...
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                  Und dann hast du halt diesen einen Verein,der halt da so krass herausragt mit einem
                  0:33:21–0:33:23
                  doch irgendwie anderen Ansatz.
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                  Selbst wenn halt manches jetzt nicht soBarcelona mäßig läuft, sondern schon noch
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                  anders aussieht, aber der halt sehrentgegengesetzt steht zu dem anderen.
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                  Ich finde es total spannend, also, dass dasdann halt auch ausgerechnet der
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                  erfolgreichste Verein über die über dieBundesligasaison ist.
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                  So, und da gibt es glaube ich, viele Fragen,die wir jetzt irgendwie auch gar nicht
                  0:33:44–0:33:47
                  beantworten können, aber die man halt sostellen könnte.
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                  So, also was hat das was damit zu tun, dassvielleicht auch Kräfte eingespart werden,
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                  wenn man halt nicht die ganze Zeit wilddurch die Gegend presst oder so zum Beispiel.
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                  Nina: Super interessant auch die Zahlen.
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                  Also ich habe keinen Zugang zu Opta ichfinde es aber so spannend immer wie Daten so
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                  ein Gefühl was man ja hat halt vollbestätigen können.
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                  Das ist echt super interessant und ich meinedie Bayern jetzt nur mit dem zweiten Titel im
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                  zweiten Jahr von Alex Straus und sich jetzthalt so eingefunden haben.
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                  Ich bin so gespannt, wie das auch in dernächsten Saison dann international läuft,
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                  weil wenn es halt so ein Ausreißer Ding haltin der Liga ist, der national verglichen halt
                  0:34:24–0:34:27
                  ja. Mal gucken.
                  0:34:27–0:34:28
                  Du hast jetzt schon Barcelona mitrangezogen.
                  0:34:29–0:34:31
                  Also auf dem Level ist es natürlich nicht.
                  0:34:31–0:34:34
                  Aber wie lange das dann dauert?
                  0:34:34–0:34:35
                  Vielleicht, bis man da dann doch irgendwannaufschließt.
                  0:34:37–0:34:42
                  Annika: Die Frage ist, ob das dass das Ziel ist, dassman das, dass man verfolgt.
                  0:34:42–0:34:47
                  Ich glaube, dass das noch mal ja eine ganzeigene Art davon ist zu sagen, wie man
                  0:34:47–0:34:49
                  Fußball spielen möchte.
                  0:34:49–0:34:55
                  Also was für Spielerinnen-Typen man dannauch haben möchte im Kader, auf dem Platz und
                  0:34:55–0:35:00
                  ja, wie man, wie man die dann anordnet undso, also alleine wie halt bei Barcelona die
                  0:35:00–0:35:02
                  Flügelspielerin eingesetzt werden zumBeispiel.
                  0:35:02–0:35:06
                  Also das würde jetzt halt da könnte manirgendwie eine sonderfolge zu machen, das
                  0:35:06–0:35:08
                  würde jetzt an der Stelle zu weit führen.
                  0:35:08–0:35:11
                  Nina: Ich meinte auch gar nicht irgendwie soanschließen an das Fußballerische, sondern so
                  0:35:11–0:35:15
                  was halt den Erfolg angeht, also wie weitman halt international in den Wettbewerben
                  0:35:15–0:35:16
                  kommt, ob man sich halt kräftemäßig messenkann.
                  0:35:17–0:35:21
                  Gar nicht so im Sinne von wir spielen einenähnlichen Fußball, sondern wir sind euch
                  0:35:21–0:35:24
                  ebenbürtig, so wie wir können gegen euchgewinnen.
                  0:35:25–0:35:26
                  Wir können unentschieden spielen.
                  0:35:26–0:35:28
                  So meinte ich das eher mit aufschließen.
                  0:35:28–0:35:30
                  Aber das ist auf jeden Fall ja sehrinteressant.
                  0:35:31–0:35:36
                  Wolfsburg auf der anderen Seite dann fandich, um da halt mal weiter zu gehen.
                  0:35:38–0:35:39
                  Ja, irgendwie.
                  0:35:39–0:35:42
                  Eine weitere Saison haben wir ja relativviel auch schon drüber gesprochen.
                  0:35:42–0:35:47
                  Ich relativ oft auch immer über Die 45irgendwie erwähnt, dass da irgendwie viel
                  0:35:47–0:35:49
                  Nebengeräusche so gewesen sind.
                  0:35:49–0:35:53
                  Nicht zuletzt auch die Kritik an Jule Brand,dann auch von Kellermann direkt selber.
                  0:35:55–0:35:58
                  Das war irgendwie so gefühlt der Höhepunkt.
                  0:35:58–0:36:02
                  Da haben sich ein bisschen wiedereingepegelt und so beschissen war die Saison
                  0:36:02–0:36:05
                  ja dann doch auch nicht immer. Die sindZweiter geworden, ganz deutlich auch mit
                  0:36:05–0:36:09
                  Abstand noch. Ich weiß gar nicht, wie großder Punkteabstand da jetzt genau ist auf
                  0:36:09–0:36:15
                  Frankfurt, aber das war ja auch relativungefährlich Und ja, irgendwie irgendwie eine
                  0:36:15–0:36:17
                  weirde Sache, finde ich da bei Wolfsburg.
                  0:36:18–0:36:24
                  Annika: Ja, ich finde das, also man im Nachhineinvielleicht irgendwie.
                  0:36:24–0:36:27
                  Also es ist natürlich immer gefährlich, dasdann so im Nachhinein rein zu interpretieren.
                  0:36:27–0:36:32
                  Aber jetzt, wo man eben weiß, es wird dieund die Wechsel geben oder die und die
                  0:36:32–0:36:37
                  Verträge laufen aus oder so, also das isthalt ein größeren Umbruch geben wird.
                  0:36:37–0:36:42
                  Da frage ich mich dann automatisch immer sonaja, also wie viel davon hat vielleicht
                  0:36:42–0:36:45
                  irgendwie manche Spielerinnen dann sowährend der Saison auch irgendwie
                  0:36:45–0:36:49
                  beschäftigt, auch wenn das dann haltöffentlich noch nicht bekannt war und halt
                  0:36:49–0:36:54
                  nicht so groß diskutiert wurde und man immersagt so ja man man versucht natürlich das
                  0:36:54–0:36:58
                  irgendwie rauszuhalten und so professionellwie möglich zu sein, aber es ist halt
                  0:36:58–0:37:00
                  irgendwie eine Frage, die dann automatischauftaucht.
                  0:37:01–0:37:09
                  Ähm, ja und ich habe mich aber zum Beispielauch gefragt, so, wie wäre das vielleicht
                  0:37:09–0:37:16
                  gewesen für Wolfsburg, wenn also der Trainernicht irgendwie über weite Teile der Saison
                  0:37:16–0:37:20
                  halt irgendwie so eine Doppelbelastunggehabt hätte, weil Tommy Stroot ja auch diese
                  0:37:20–0:37:23
                  UEFA Pro Lizenz die ganze Zeit gemacht hat.
                  0:37:23–0:37:29
                  Das war dann irgendwann mit der Rückrundevorbei oder schon kurz bevor die abgelaufen
                  0:37:29–0:37:35
                  war. Aber das muss ja auch eine unfassbare,anstrengende Geschichte gewesen sein,
                  0:37:35–0:37:37
                  gleichzeitig für diese Lizenz zu büffeln.
                  0:37:37–0:37:43
                  Regelmäßig nach Düsseldorf meine ich was zufahren, um da an irgendwelchen Sitzungen
                  0:37:43–0:37:47
                  teilzunehmen. Und dann musst du abereigentlich noch dein Team irgendwie
                  0:37:47–0:37:52
                  vorbereiten auf eine Saison, wo du dannschon weiß, na ja, Champions League
                  0:37:52–0:37:55
                  Gruppenphase haben wir nicht, aber also daserhöht dann ja den Druck, dass dann irgendwie
                  0:37:55–0:37:57
                  alle anderen Sachen gut laufen sollen.
                  0:37:57–0:38:02
                  So also schon irgendwie auch eine schwierigeSituation, von der Warte aus, glaube ich.
                  0:38:02–0:38:04
                  Nina: Ja, eben.
                  0:38:04–0:38:08
                  Also auch körperlich wegen viel hin und herreisen und so, aber wahrscheinlich auch
                  0:38:08–0:38:10
                  mental irgendwie.
                  0:38:11–0:38:13
                  Das dann da hinzubekommen Irgendwie superinteressant.
                  0:38:14–0:38:15
                  Ja, er war Pajor.
                  0:38:15–0:38:19
                  Hattest du gerade ja schon gesagt, dass sieja eine sehr starke Saison gespielt hatte.
                  0:38:19–0:38:24
                  Fand ich dann halt in dem Sinne auchziemlich cool, weil man ja zu Beginn der
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                  Saison, wenn ich mich da gerade richtigerinnere, war ja so ein bisschen die Frage
                  0:38:26–0:38:34
                  gewesen, so eine neue Rolle auch einnehmenim Spiel irgendwie ja, erinnere ich mich da
                  0:38:34–0:38:37
                  gerade so dran, dass da irgendwie vieldiskutiert worden ist und irgendwie ein
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                  großes also nicht groß, aber schon einFragezeichen über Ewa Pajor stand, wie sie
                  0:38:42–0:38:46
                  sich dann in einer neuen Rolle wiederfindetoder so Und das scheint so ganz gut gemacht
                  0:38:46–0:38:52
                  zu haben und eben die Torjägerkanone auchnoch eingesackt hat und so, Also das ist eine
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                  sehr, sehr starke Abschiedssaison dann dagewesen.
                  0:38:55–0:38:56
                  Annika: Ja, genau.
                  0:38:56–0:39:02
                  Also und wenn ich dann wieder bei beiinteressanten statistischen Sachen bin ich
                  0:39:02–0:39:06
                  habe bei manchen Vereinen so ein bisschengeguckt, was man da ausgraben kann, dann ist
                  0:39:06–0:39:08
                  es bei Wolfsburg eben das intensivePressing.
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                  Also Sie haben mit Abstand das intensivstePressing der Liga, da gibt es einen Wert, den
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                  nennt man den PPDA Wert.
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                  Der gibt halt eben an, wie viele Pässe desgegnerischen Teams man erlaubt, bevor man mit
                  0:39:23–0:39:27
                  einer Pressingaktion dazwischengehen kannund das unterbindet.
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                  Und ja, also da kommt kein anderes Team inder Bundesliga der Frauen in Wolfsburg auch
                  0:39:33–0:39:35
                  nur irgendwie im Ansatz dran.
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                  Die haben da den mit Abstand niedrigstenWert mit sieben Komma irgendwas und das
                  0:39:41–0:39:43
                  nächste war dann irgendwie acht Kommairgendwas.
                  0:39:45–0:39:46
                  Der nächste Verein, der da dran ist.
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                  So und das sind dann für diese, für dieseArt von Metriken halt irgendwie schon große
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                  Abstände, weil sich das halt normalerweiseim Komma-Irgendwas-Bereich bewegen würde.
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                  Nina: Ja, dann spielen da aber vermutlich auch dieKräfte wieder mit rein.
                  0:39:59–0:40:03
                  Du hast es vorhin bei den Bayern gesagt Ja,das ist kein wildes, wildes einfach nur drauf
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                  pressen. Wobei wild, das ist bei Wolfsburgjetzt auch nicht immer.
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                  Annika: Das muss es ja auch nicht unbedingt sein oderdanach aussehen.
                  0:40:11–0:40:14
                  Aber es ist halt eben ja sehr intensiv.
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                  Und das, was ich so ein bisschen versuchthabe bei bei.
                  0:40:18–0:40:21
                  Als wir vorhin schon mal irgendwie überEssen gegen Wolfsburg geredet haben, so zu
                  0:40:21–0:40:28
                  beschreiben, dass sie halt einfach indiesem, also wenn sie so direkt vor dem
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                  gegnerischen Sechzehner sind, dieWolfsburgerinnen und da ihre Gegnerinnen
                  0:40:34–0:40:37
                  Ballbesitz haben und Wolfsburg anlaufen kann.
                  0:40:37–0:40:42
                  Also in diesen Situationen sind die einfachso was von unfassbar gut.
                  0:40:43–0:40:48
                  Ähm, das das ist glaube ich einfach für fürsehr sehr viele sehr gefährlich.
                  0:40:48–0:40:52
                  Das ist halt, wenn man, wenn man das danneinmal geschafft hat, zu überspielen, dann
                  0:40:52–0:40:55
                  kann man ihnen natürlich auch auch irgendwiewehtun.
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                  So aber das schafft, das muss man halterstmal schaffen und das ist halt sowas, was
                  0:41:00–0:41:04
                  dann was Essen halt nicht im Tank hatte, dasirgendwie hinzubekommen.
                  0:41:04–0:41:10
                  Andere Vereine vielleicht eben schon, aberja, es ist nicht nicht so easy und schon
                  0:41:10–0:41:11
                  irgendwie sehr gut gespielt.
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                  Ja.
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                  Nina: Aber dann ziehen wir es mal direkt hoch.
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                  Wir hatten erst überlegt, ob wir in derTabelle durchgehen, aber wo wir jetzt gerade
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                  bei Essen sind, würde ich sagen, nehmen wirdie einfach mal kurz mit.
                  0:41:19–0:41:23
                  Essen. Absolut fantastische Saison gespielt,super viel Spaß gemacht.
                  0:41:23–0:41:26
                  Fand ich auch so, was die Offensiveangegangen ist.
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                  Das hat sehr viel Spaß gemacht, die dazuzugucken und echt also eine Saison
                  0:41:30–0:41:34
                  hingelegt, wo ich wirklich nicht mitgerechnet habe.
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                  Irgendwie auch noch. Ihr habt ja letzteWoche auch gesagt, dass da noch eventuell die
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                  Chance war, auf Platz drei zu kommen.
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                  So ist jetzt natürlich nicht so geworden,aber das ist völlig wild.
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                  Annika: Ja, ja, ich habe gedacht, ich ich lehne michso selten, was sowas angeht aus dem Fenster.
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                  Ich mache es jetzt in dem Fall aber einfachmal, weil es so schön wäre.
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                  Ja, es ist halt echt krass.
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                  Also man hatte in der Saison 2019/20 schonmal 35 Punkte.
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                  Die beste Saison aller Zeiten war die 18/19mit 41, da ist man jetzt nicht rangekommen,
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                  aber trotzdem halt einfach unfassbar gut.
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                  Und ja, ich hatte eigentlich schon so in derHinrunde den Eindruck, dass einfach richtig
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                  viele Sachen so perfekt zusammengekommensind, wie das wahrscheinlich auch, so sehr
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                  man sich darum bemüht, schwierig sein wird,das noch mal so zu wiederholen, selbst wenn
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                  man jetzt eben große Teile des Kadersbeisammen halten kann.
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                  Also der Abgang von Katharina Piljić stehtja fest.
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                  Alle anderen haben halt zumindest weiterlaufende Verträge über die nächste Saison und
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                  teilweise darüber hinaus aber trotzdem.
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                  Also da ist einfach so vielzusammengekommen, dass sich da so ein
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                  positiver Lauf entwickelt hattezwischenzeitlich mal das ist, das ist, glaube
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                  ich, schwierig zu planen tatsächlich und dashat wirklich extrem viel Spaß gemacht, das
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                  anzugucken. Also vor allem auch, weil manman weiß eigentlich, wenn man regelmäßig ins
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                  Stadion geht, dass sie immer auch schon inden Jahren davor versuchen, offensiven
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                  Fußball zu spielen.
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                  Und das hat auch in den Jahren davor imAnsatz schon immer mal gut ausgesehen oder
                  0:43:20–0:43:23
                  funktioniert aber nicht auf diesem Level.
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                  Und das ist auch wirklich so Ich habe überdie Saison verschiedene Leute mal so als Gast
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                  oder Gäste im Stadion gehabt, die mal sovorbeigeschaut haben, mit denen ich dann
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                  gequatscht habe und eigentlich alle vondenen haben, ohne dass ich sie danach gefragt
                  0:43:38–0:43:42
                  habe oder so, dann irgendwann von sich ausgesagt das ist so krass, das Essen einfach zu
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                  den technisch besten Teams in dieser Ligagehört und man würde es vorher nicht denken.
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                  Und man sieht es halt im Stadion auch nochmal ganz anders, als wenn man nur am
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                  Fernsehen guckt, weil einem dann halt vielmehr Details auffallen, was halt so
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                  Zweikampftechnik und so was angeht und ja.
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                  Nina: Na klar, aber das ist echt.
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                  Also ja, ein bisschen kennt man ja von Essenso diese diesen, diesen Tonus, dass dann eben
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                  junge Spielerinnen ran geholt werden, diesich dann sehr doll entwickeln und dann halt
                  0:44:08–0:44:11
                  den Verein verlassen. Und jetzt aktuellzumindest sieht es ja so ein bisschen aus.
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                  Klar, geht.
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                  Aber viele werden beisammen gehalten undviele neue kommen aber auch hoch.
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                  Also Lany Mia Bäcker, Mailin Tenhagen, auchJulie Terlinden von einem anderen kleineren
                  0:44:26–0:44:29
                  Vereinen PSV Wesel-Lackhausen kommt mitdazu.
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                  Also da sind auch wieder junge Spielerinnenmit dabei, die dazugeholt werden und dann
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                  dazu aber eben auch eine Paula Flach vonDuisburg und eine Vanessa Fürst auch von
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                  Duisburg, die jetzt auch nicht alt sind.
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                  Um Himmels Willen, die sind auch beideAnfang 20, aber die haben trotzdem halt auch
                  0:44:43–0:44:45
                  schon ein bisschen mehr Erfahrung.
                  0:44:45–0:44:49
                  Und ich glaube, dass das sich irgendwiediesmal so anfühlt.
                  0:44:49–0:44:53
                  Ah, war das halt noch mal ein Next Level indieser Saison.
                  0:44:53–0:44:55
                  Gerade eben das Offensivspiel.
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                  Hallelujah. Aber auch so was die Transfersangeht, finde ich, wirkt es gerade jetzt
                  0:45:01–0:45:05
                  aktuell natürlich so, als könnte man dasnoch mal übertragen.
                  0:45:05–0:45:06
                  Natürlich nicht. Genauso wie es jetzt ist.
                  0:45:06–0:45:10
                  Das wird sehr, sehr schwierig sein, die esin dieser Saison insgesamt gewesen ist.
                  0:45:10–0:45:12
                  Also so einen Platz auch noch maleinzufahren, weil da andere Teams, glaube
                  0:45:12–0:45:14
                  ich, auch noch einen Schritt machen werden.
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                  Aber ich glaube, dass man sich da zumindestkonsolidieren kann und dass man nicht
                  0:45:16–0:45:22
                  irgendwie wieder unten reinrutscht oder sound direkt mit dem Klassenerhalt irgendwie
                  0:45:22–0:45:23
                  sich mehr auseinandersetzen muss.
                  0:45:23–0:45:25
                  Oder mit dem Abstiegskampf halt.
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                  Das finde ich irgendwie sehr, sehr spannendda auf jeden Fall.
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                  Annika: Ja ich bin. Bin auch echt gespannt, wie dasso von der Entwicklung her mit den anderen
                  0:45:34–0:45:39
                  Vereinen, die dann da nachkommen oder woVereine vielleicht irgendwie sagen okay, wir
                  0:45:39–0:45:45
                  finanzieren jetzt bei uns aus derLizenzabteilung mehr rüber oder so, wie sich
                  0:45:45–0:45:47
                  das dann im Laufe der Zeit so einpendelnwird.
                  0:45:47–0:45:50
                  Ich denke aber auch, dass man für dienächste Saison.
                  0:45:50–0:45:56
                  Ja, also sicherlich einfach so einengesicherten Mittelfeldplatz anpeilen wird.
                  0:45:56–0:46:00
                  Und es hängt natürlich manchmal auch so einbisschen damit zusammen, wie also wie sieht
                  0:46:00–0:46:05
                  der Spielplan aus, Also welche Gegnerinnenbekommt man so ganz am Anfang?
                  0:46:05–0:46:08
                  Das war, glaube ich, halt auch so einFaktor, dass man halt am Anfang eigentlich
                  0:46:08–0:46:11
                  dachte, das wird aber ein ganz schön krasserSaisonstart.
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                  Und dann hatte man aber das Glück und dasErfolgserlebnis, dass man direkt am ersten
                  0:46:16–0:46:19
                  Spieltag gegen Eintracht Frankfurttatsächlich gewinnen konnte.
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                  Und dadurch waren dann andere Sachen erstmalnicht so schlimm, weil man es halt nicht
                  0:46:23–0:46:28
                  sofort hinten rein gerutscht, sondern hattediese ja so ein bisschen unerwarteten drei
                  0:46:28–0:46:29
                  Punkte als Polster.
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                  So, und ich glaube, daraus hat sich aucheinfach krass viel ergeben, was so ein ja, so
                  0:46:37–0:46:39
                  ein so ein Unterbau von Selbstbewusstseinanging.
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                  Also vor allem auch, weil man dann nachherso diesen Lauf entwickeln konnte.
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                  Ja und einen also wenn ich ich habe jetztirgendwie auch noch mal nachgedacht, was für
                  0:46:47–0:46:53
                  mich eigentlich so sowieso der Moment derSaison war oder so oder das Spiel der Saison.
                  0:46:53–0:47:00
                  Und ich glaube, das war tatsächlich diesesPokal Achtelfinale gegen Köln, was zu Hause
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                  gespielt wurde. Also das war ja ein vier zudrei, Es war komplett wild.
                  0:47:05–0:47:10
                  Es war ein komplett wildes Spiel.
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                  Es war komplett wild im Stadion.
                  0:47:12–0:47:13
                  Ich war am Ende komplett fertig mit denNerven.
                  0:47:14–0:47:21
                  Ähm und das war aber so ein Moment, woeigentlich glaube ich bei mir so die ersten
                  0:47:21–0:47:27
                  Zweifel kamen in der Saison von Hm, hat manjetzt nicht vielleicht so ein bisschen die
                  0:47:27–0:47:28
                  Energie verpulvert?
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                  Also fasert das jetzt so aus und man mussdann irgendwie doch noch mal, also jetzt
                  0:47:31–0:47:35
                  nicht ganz ernsthaft nach unten gucken, abersich halt eher nach unten orientieren.
                  0:47:35–0:47:41
                  Aber dieses Spiel, weil das halt so krasswar, also, und glaube ich so viel Adrenalin,
                  0:47:41–0:47:45
                  aber auch Freude ausgelöst hat, hatirgendwie noch mal richtig was gegeben, dass
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                  man sich so dachte, okay, das war hartumkämpft, aber wir haben es irgendwie
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                  geschafft. Vielleicht schaffen wir einenPokal ran, dass wir noch mal ins Finale
                  0:47:53–0:47:58
                  kommen oder so und das hat dann irgendwie inallen anderen Spielen, die halt irgendwie eng
                  0:47:58–0:48:02
                  waren oder die teilweise ja ungünstigverlaufen sind, halt glaube ich, immer dafür
                  0:48:02–0:48:04
                  gesorgt, dass man sich so sagen könnte.
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                  Naja, aber wir haben dieses krasse Spielgegen Köln gewonnen, also gucken wir mal
                  0:48:09–0:48:10
                  Läufe.
                  0:48:10–0:48:12
                  Nina: Auch eh ein Ding, finde ich.
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                  Sieht man, um einmal kurz den Schwenk rüberzu machen zum Männerfußball bei, bei, bei,
                  0:48:16–0:48:21
                  bei Leverkusen ja gerade irgendwie da auchdie perfekte Saison, also nicht perfekt.
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                  Also die haben auch unentschieden gespielt,aber die haben sind ungeschlagen geblieben.
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                  So wenn einmal ein Lauf hast, dann hast dueinen Lauf.
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                  Und dann hatte Eintracht Frankfurt zumBeispiel ja auch zwischendurch.
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                  Frankfurt fand ich so weird.
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                  Auch diese Saison hatte ich auch anfangsganz oft gesagt, irgendwie.
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                  Ich weiß nicht, was ich aus denen machensoll, weil die haben irgendwie reingestartet
                  0:48:38–0:48:43
                  mit Niederlagen und dann irgendwie Punktegelassen gegen Teams, wo ich wirklich gedacht
                  0:48:43–0:48:48
                  Hä, wie kommt denn bis jetzt so ihr wolltnach, ihr wollt nach Europa?
                  0:48:48–0:48:50
                  So, dann könnt ihr solche Spiele nichtverlieren und dann legen sie irgendwie mal
                  0:48:50–0:48:54
                  eine Serie hin von ich weiß nicht was warendas sieben acht Spiele in Folge gewonnen oder
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                  was? Das war auf jeden Fall richtig, richtigviel.
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                  Frankfurt aber dann letzten Endes doch rechtsouverän ausschlaggebend, da dann natürlich
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                  der Sieg gegen Hoffenheim eben Europageschafft.
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                  Hoffenheim finde ich.
                  0:49:11–0:49:15
                  Ähm, also über Hoffenheim und Leverkusenwürde ich auch noch mal irgendwie kurz
                  0:49:15–0:49:19
                  sprechen, weil beide ja auch mit demAnspruch reingegangen sind, wir wollen um
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                  Europa spielen. Das hat Hoffenheim jetzt einbisschen länger geschafft als Leverkusen.
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                  Leverkusen, muss man ganz ehrlich sagen.
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                  Die haben da halt tatsächlich noch nichts zumelden, so was irgendwie internationale
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                  Geschichten angehen. Aber Hoffenheim, dieauch wirklich gut gestartet sind und in
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                  diesen Kampf ums internationale Geschäfteben sehr, sehr eng gehalten haben, eine
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                  lange Zeit. Aber irgendwie haben die auchrichtig gut nachgelassen und auch in den
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                  Spielen war es ja oft so, dass dannzwischendurch so Phasen waren, wo ich echt
                  0:49:46–0:49:50
                  gedacht habe. Wo kommt diese?
                  0:49:52–0:49:57
                  Diese hat sich fast angefühlt wieDesinteresse irgendwie an dem ganzen Spiel.
                  0:49:57–0:50:00
                  So so eine. So eine ganz komische Art vonLässigkeit.
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                  Mir fällt gerade das Wort nicht ein.
                  0:50:04–0:50:07
                  Es hat alles irgendwie bisschen lahmausgesehen, so zwischendurch, fand ich.
                  0:50:08–0:50:10
                  Annika: Ja, ich fand es auch teilweise merkwürdiganzugucken.
                  0:50:12–0:50:18
                  Ich habe zu Frankfurt noch eine Statistik,die ich kurz erwähnen wollte, weil seit das
                  0:50:18–0:50:22
                  Eintracht Frankfurt ist und nicht mehr derFFC, war es jetzt die erste Saison, wo es
                  0:50:22–0:50:24
                  einen Rückschritt gab bei den Punkten.
                  0:50:24–0:50:27
                  Also bis jetzt war das eigentlich so, dasssie sich da von Saison zu Saison immer
                  0:50:27–0:50:31
                  gesteigert haben, von 30 auf 46 auf 54.
                  0:50:31–0:50:35
                  Naja, und jetzt sind es in dieser eben 44und wir haben diese größere Lücke in der
                  0:50:35–0:50:40
                  Tabelle, was du vorhin schon meintest zumzweiten Platz und bei Hoffenheim fand ich es
                  0:50:40–0:50:41
                  halt auch ganz krass.
                  0:50:41–0:50:44
                  Da habe ich nämlich auch mal nachgeguckt,weil ich mich das gefragt habe.
                  0:50:44–0:50:49
                  Und die haben tatsächlich dieses Jahr ihreschlechteste Saison seit 2018/19 gespielt.
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                  Also sie haben in dieser Saison 34 Punkte,damals hatten sie 33 und in den Jahren
                  0:50:54–0:50:59
                  dazwischen hatten sie halt immer mehr undteilweise auch deutlich mehr, was halt jetzt
                  0:50:59–0:51:03
                  auch sowas ist, was ich jetzt so, obwohl ichdiese Saison von Hoffenheim so merkwürdig
                  0:51:03–0:51:06
                  fand, jetzt auch nicht gedacht hätte, wennich die Zahlen nicht nachgeguckt hätte,
                  0:51:06–0:51:06
                  glaube ich.
                  0:51:07–0:51:10
                  Nina: Ja. Interessant.
                  0:51:10–0:51:13
                  Auf jeden Fall. Wobei ich meine, irgendwannmuss was passieren.
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                  Und ich glaube, dass es vermutlich auchdaran liegen kann, dass die Bayern so viele
                  0:51:16–0:51:19
                  Punkte gesammelt haben und Wolfsburg jetztauch nicht so wahnsinnig viele gelassen hat.
                  0:51:19–0:51:22
                  Sprich da haben halt die Großen noch mehrPunkte sich geklaut.
                  0:51:23–0:51:24
                  Annika: Hm, ja, vielleicht.
                  0:51:24–0:51:27
                  Nina: Maybe kann das sein?
                  0:51:27–0:51:30
                  Aber wollen wir dann mal, weil es jetzt auchschon wieder ein bisschen später ist,
                  0:51:30–0:51:33
                  tatsächlich ein bisschen springen?
                  0:51:33–0:51:35
                  Ähm, Werder.
                  0:51:35–0:51:38
                  Da werde ich bestimmt noch mal andere Wortezu finden.
                  0:51:39–0:51:44
                  In Ruhe. Aber die stehen jetzt tatsächlichdann doch noch vor Leipzig.
                  0:51:44–0:51:49
                  Und über die Aufstiegsteams würde ich schonganz gerne noch mal reden.
                  0:51:49–0:51:51
                  Also Leipzig und Nürnberg und halt aber auchDuisburg, die auch untergehen.
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                  Leipzig, Die haben so eine krasse Rückrundegespielt, die sind Dritter in der
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                  Rückrundentabelle. Das hatte ich ehrlichgesagt so gar nicht auf dem Schirm.
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                  Die sind auf dem achten Platz einfach.
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                  Ich glaube der beste Aufsteiger oder dasbeste Aufstiegsteam seit zehn Jahren oder
                  0:52:08–0:52:09
                  irgendwie sowas. Oder seit mehr als zehnJahren.
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                  Und eben in der Hinrunde standen sie nochauf Platz elf, wenn ich das richtig gesehen
                  0:52:15–0:52:16
                  habe, also auf dem vorletzten Platz.
                  0:52:16–0:52:20
                  Und dann reißen sie halt in der Rückrundeeinfach total raus und landen auf Platz acht
                  0:52:20–0:52:26
                  letzten Endes und werden damit ja ihrem Rufals nicht ganz normale Aufsteiger einen schon
                  0:52:26–0:52:28
                  irgendwo gerecht, oder?
                  0:52:29–0:52:34
                  Annika: Ja, ich finde, man hat das ja auch darangesehen, dass sie dann so eine Mimmi Larsson
                  0:52:35–0:52:37
                  einfach mal so zum Verein holen konnten.
                  0:52:37–0:52:41
                  Die, das wurde ja heute in der Konferenzauch noch mal vom Kommentator sehr betont,
                  0:52:42–0:52:45
                  einfach sehr viel internationale Erfahrungauch mitbringt.
                  0:52:45–0:52:47
                  Aber auch vor der Saison schon.
                  0:52:47–0:52:52
                  Also Sandra Starke weiß ich nicht, ob diejetzt irgendwie unbedingt zu einem anderen
                  0:52:52–0:52:55
                  Aufstiegsverein gegangen wäre.
                  0:52:55–0:53:00
                  Es ist natürlich jetzt auch so, dass esjetzt nicht so die die ganz großen
                  0:53:00–0:53:03
                  finanziellen Sprünge sind, wenn man es jetztirgendwie so in Relation vergleicht.
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                  Aber es ist, glaube ich, schon noch mal wasganz anderes als jetzt in Nürnberg zum
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                  Beispiel. Und ich fand wirklich auch da sehrkrass, diese Entwicklung zu sehen.
                  0:53:14–0:53:18
                  Ich habe eigentlich so vom Kader her schonauch von Anfang an gedacht, dass sie
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                  irgendwann an den Punkt kommen werden, wosie eben mit den mit dem Abstieg nichts mehr
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                  zu tun haben werden. Ich hatte dann imVerlaufe der Hinrunde irgendwann mal so eine
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                  Phase, wo ich daran so ein bisschengezweifelt habe, weil ich so den Eindruck
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                  hatte, sie tun sich jetzt doch etwasschwerer damit, in der Liga anzukommen, als
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                  ich erst so gedacht hatte.
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                  Aber jetzt im Nachhinein hat sich das danneigentlich wieder revidiert mit dieser Serie,
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                  die sie da auch hingelegt haben.
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                  Ich finde das so die Art von Konterfußball,die sie da spielen, halt auch einfach.
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                  Also das kannte man zum Teil auch schon ausder Vorsaison, so aus den Pokalspielen, wenn
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                  sie da gegen Gegnerinnen gespielt haben, dieeigentlich favorisiert waren und das haben
                  0:54:00–0:54:04
                  sie halt dann irgendwann richtig gutgeschafft, halt auch in die erste Liga zu
                  0:54:04–0:54:06
                  transportieren, sind da super, supergefährlich.
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                  Ich finde Vanessa Fudalla absolut super, wiedie auch in der Liga angekommen ist.
                  0:54:14–0:54:18
                  Da weiß ich das da vorher auch viele LeuteZweifel hatten, weil halt immer gesagt wird
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                  na ja, es ist aber körperlich so klein undso, aber die hat einfach eine krasse
                  0:54:22–0:54:23
                  Schusstechnik.
                  0:54:25–0:54:26
                  Nina: Das ist wirklich so irre.
                  0:54:26–0:54:29
                  Also ich habe ja das Glück, dass ich es abund zu hier in Leipzig auch live sehen kann.
                  0:54:30–0:54:35
                  Das ist wirklich. Da fehlen einem wirklichdie Worte.
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                  Aber ja, dieses Konterding ist halt echtauch.
                  0:54:37–0:54:40
                  Also das haben die dann sehr, sehr guthinbekommen.
                  0:54:40–0:54:45
                  Ich fand das auch also wirklich sobeispielhaft letzte Woche gegen Hoffenheim
                  0:54:45–0:54:50
                  bei diesem drei zu null, weil das jawirklich eigentlich Schema F ist, aber sich
                  0:54:51–0:54:52
                  trotzdem nicht verhindern lässt.
                  0:54:53–0:54:56
                  Annika: Ja, es ist halt sehr präzise gespielt undauch einfach sehr, sehr schnell.
                  0:54:57–0:55:01
                  Das ist auch so was, das man übrigens inden statistiken bei Opta sieht, dass sie halt
                  0:55:01–0:55:06
                  einfach eines der am schnellsten spielendenumschaltenden Teams sind.
                  0:55:06–0:55:09
                  So, und das alleine muss halt irgendwie janoch nicht viel aussagen.
                  0:55:09–0:55:15
                  Aber wenn du es halt hinbekommst, daspräzise zu machen und das gut zu machen, dann
                  0:55:15–0:55:16
                  kann das halt irgendwie gerade.
                  0:55:17–0:55:21
                  Ja, wenn man so eher unten in der Tabelleangesiedelt ist, ein echt guter Faktor sein.
                  0:55:22–0:55:24
                  Nina: Ja, auf jeden Fall.
                  0:55:24–0:55:28
                  Wenn wir dann mal weiterschauen in derTabelle Freiburg, die kommen nicht vom Fleck.
                  0:55:29–0:55:34
                  Die hast du auch rausgesucht, dieStatistiken zweimal hintereinander, 24
                  0:55:34–0:55:36
                  Punkte. Köln kommt auch nicht wirklich vomFleck.
                  0:55:37–0:55:41
                  So sehr interessant, was da passieren wird.
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                  Nürnberg, die leider auch direktruntergehen.
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                  Ich denke mir wirklich. Also manchmal denkeich mir so ich will am liebsten, dass niemand
                  0:55:47–0:55:52
                  absteigt. Man muss halt absteigen und dieNürnberger in echt stark gekämpft.
                  0:55:52–0:55:54
                  Diese Saison finde ich wirklich mutiggespielt.
                  0:55:56–0:56:00
                  Ja, mit ihren Fans da am Start und das warimmer sehr, sehr schön.
                  0:56:00–0:56:02
                  Aber dann lass uns noch mal ein bisschengenauer über Duisburg auch reden.
                  0:56:02–0:56:05
                  Die das war ja wirklich von vornherein klar.
                  0:56:05–0:56:09
                  Keine Chance, Die haben nicht einen Siegeingefahren insgesamt am Ende.
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                  Bei was? Bei vier Punkten sind sie gelandet,ne?
                  0:56:12–0:56:15
                  Das war ja letzte Saison auch schon echtschwierig, dass sie da halt noch nicht
                  0:56:15–0:56:17
                  runtergegangen sind.
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                  Und jetzt ist halt wirklich die Frage, wo esda hingeht, weil auch der Männerverein
                  0:56:21–0:56:26
                  abgestiegen ist und da eh schon alles jasehr, sehr schwierig gewesen ist, finanziell
                  0:56:26–0:56:29
                  immer und auch bisschen knarrt unter denFans wohl herrscht.
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                  Das habe ich auch schon bei Die 45 mal mitangesprochen.
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                  Also Annika, wie siehst du das?
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                  Annika: Ja, es ist sehr, sehr schwierig und einfachsehr traurig, finde ich.
                  0:56:43–0:56:51
                  Also es ist ja so, dass für die zweiteBundesliga müssen ja auch Lizenzunterlagen
                  0:56:51–0:56:58
                  eingereicht werden, um halt eben zu gucken,ob der Verein da aus finanzieller Sicht ja
                  0:56:58–0:57:03
                  lizenziert wird. Daran teilnehmen kann amWettbewerb auch als Absteiger in die müssen
                  0:57:03–0:57:06
                  halt. Also die Deadline ist irgendwann inder ersten Juniwoche.
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                  Bis dahin müssen diese Unterlagen vorliegenund...
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                  Aktuell ist so das, wovon man irgendwie inden regionalen oder lokalen Medien ausgeht,
                  0:57:17–0:57:21
                  dass es halt so, wenn man die jetzteinreichen würde, nicht ausreichen würde.
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                  Das heißt, es braucht ein neuesPartnerunternehmen, weil Cappelli abspringt,
                  0:57:27–0:57:30
                  das sind ja die ja, die das bis jetztgeleitet haben.
                  0:57:30–0:57:35
                  Also die Frauenabteilung ist ja auchausgegliedert und Capelli hat halt an dieser
                  0:57:35–0:57:41
                  ausgegliederten Frauenabteilung Anteile undstellt oder hat bisher gestellt, diesen ich
                  0:57:41–0:57:42
                  weiß nicht mehr, wie genau der Posten heißt.
                  0:57:42–0:57:44
                  Ich nenne es jetzt einfach malSportdirektor, aber es heißt glaube ich
                  0:57:44–0:57:49
                  irgendwie anders. Also Daniel Mlodoch machtdas ja noch, bis die Saison dann so richtig
                  0:57:49–0:57:51
                  offiziell nach Datum vorbei ist.
                  0:57:52–0:57:56
                  Und das ist einer, der eigentlich fürCapelli halt eben arbeitet und dann von
                  0:57:56–0:58:00
                  Capelli eingesetzt wurde in diesersportlichen Leiter Funktion.
                  0:58:00–0:58:06
                  Das ist das Wort ähm und ja, also was, wasja alleine schon so was ist.
                  0:58:06–0:58:12
                  Das hatte ich ähm bei uns im Podcast, aberauch auf der Bolztribüne in einem Artikel
                  0:58:12–0:58:13
                  schon irgendwie mal auch angesprochen.
                  0:58:14–0:58:18
                  Einfach schwierig ist also diese dieseVerwebung da zu haben, diese Abhängigkeit
                  0:58:18–0:58:24
                  dazu haben. Man kann natürlich sagen, naja,es ist ja eigentlich irgendwie ganz cool,
                  0:58:24–0:58:29
                  dass die Frauenabteilung extra ausgegliedertist in einem eigenen Dings, weil dann sind
                  0:58:29–0:58:33
                  sie ja theoretisch nicht so abhängig davon,was mit den Männern passiert.
                  0:58:33–0:58:36
                  Aber jetzt sieht man halt eben, dass es haltgenau nichts bringt.
                  0:58:36–0:58:41
                  Das ist halt komplett egal ist also findeich vor allem auch, auch wenn wir da jetzt
                  0:58:41–0:58:44
                  nicht so tief einsteigen können vor demHintergrund interessant, weil gerade bei
                  0:58:44–0:58:49
                  Lyon, über die wir heute auch schon geredethaben, dass ja gerade immer positiv angemerkt
                  0:58:49–0:58:55
                  wird, dass gesagt wird, Michele Kanggliedert da die Frauenabteilung in eine
                  0:58:55–0:59:02
                  eigene, also ein eigenes Konglomerat aus unddas ist dann unabhängig und so, ähm, also das
                  0:59:02–0:59:06
                  muss man dann halt mal so sehen, wie dasdann so ist oder wenn es dann halt da bei dem
                  0:59:06–0:59:09
                  Unternehmen, das da tonangebend ist, mannicht mehr so gut läuft.
                  0:59:10–0:59:12
                  Aber ja, also es ist alles schwierig.
                  0:59:12–0:59:17
                  Es kann sein, dass es für dieDuisburgerinnen in der Regionalliga
                  0:59:17–0:59:21
                  weitergehen wird, weil es halt einfach nichtanders geht.
                  0:59:22–0:59:28
                  Es ist so, dass die Abteilung wohl auf jedenFall bestehen bleiben soll.
                  0:59:28–0:59:32
                  Es wird so ein bisschen gehofft, dass sichvielleicht die Stadt Duisburg in irgendeiner
                  0:59:32–0:59:37
                  Weise einbringt, dabei ein neuesPartnerunternehmen zu finden, weil man davon
                  0:59:37–0:59:45
                  ausgeht, dass ja die Stadt eigentlich einstarkes Interesse daran haben müsste, dass
                  0:59:45–0:59:49
                  halt nicht dieses Aushängeschild im Sportauch noch verschwindet.
                  0:59:50–0:59:54
                  Also muss man natürlich immer sagen, dieErfolge, die Duisburg im Fußball der Frauen
                  0:59:54–0:59:58
                  hatte, waren nicht als MSV Duisburg, sonderndas waren andere Vereine.
                  0:59:58–1:00:00
                  Finde ich immer wichtig zu betonen.
                  1:00:01–1:00:07
                  Nina: Aber ja, also trotzdem ist es halt ein Nameund bleibt bei der Stadt Duisburg letzten
                  1:00:07–1:00:07
                  Endes.
                  1:00:08–1:00:09
                  Annika: Ja, genau.
                  1:00:09–1:00:16
                  Ähm und ja, es wird berichtet, dass sehrwahrscheinlich das war aber ja auch irgendwie
                  1:00:16–1:00:19
                  eh klar die Arena nicht genutzt werden kann.
                  1:00:20–1:00:24
                  Egal ob es dann in der zweiten Bundesligader Frauen ist oder in der Regionalliga,
                  1:00:24–1:00:27
                  sondern dass dann woanders gespielt wird,nämlich wahrscheinlich an der Mündelheimer
                  1:00:27–1:00:28
                  Straße in Duisburg.
                  1:00:28–1:00:35
                  Also das ist so eine Sportanlage, die dieFrauen eben auch nutzen fürs Training usw und
                  1:00:35–1:00:39
                  da ist eigentlich auch schon länger klar,dass es da einen neuen Kunstrasen geben wird.
                  1:00:39–1:00:42
                  Also das wird finanziert von derSparkassenstiftung.
                  1:00:43–1:00:49
                  Ähm, also es ist jetzt nicht so alleskomplett lost, aber es ist schon, es ist
                  1:00:49–1:00:51
                  schon so drei Sekunden davor.
                  1:00:51–1:00:52
                  Würde ich mal so sagen.
                  1:00:52–1:00:58
                  Und sieht halt sehr, sehr düster aus, weilauch nur ich meine fünf Spielerinnen noch
                  1:00:58–1:01:00
                  bestehenden Vertrag haben nach der nächstenSaison.
                  1:01:00–1:01:07
                  Das heißt, man muss irgendwie davonausgehen, dass ja Ablösesummen zumindest in
                  1:01:07–1:01:11
                  dem Bereich vom Fußball der Frauen schwierigsind, auch wenn es mehr wird.
                  1:01:11–1:01:16
                  Also man kann damit nicht nicht so viel Geldreinholen bei Absteigerinnen theoretisch.
                  1:01:16–1:01:20
                  Aber selbst diese theoretische Möglichkeitfällt halt eben weg.
                  1:01:21–1:01:26
                  Man muss dann mit Jugend Spielerinnen oderwelchen aus der aus der Zweitvertretung
                  1:01:26–1:01:28
                  weitermachen oder neue finden.
                  1:01:29–1:01:32
                  Ist die Frage, wie man die dann zum Vereinlocken kann.
                  1:01:32–1:01:33
                  Alles sehr, sehr schwierig.
                  1:01:33–1:01:35
                  Aber was denkst du denn überhaupt dazu?
                  1:01:35–1:01:36
                  Jetzt habe ich die ganze Zeit geredet.
                  1:01:36–1:01:41
                  Nina: Nee, voll interessant. Ich finde das sehr,sehr schade, weil nur wie du sagtest, auch
                  1:01:41–1:01:45
                  wenn es andere Vereine waren, die Geschichteist ja trotzdem verbunden mit auch dieser
                  1:01:45–1:01:49
                  Stadt Duisburg und dem Standort Duisburg unddem Namen der Stadt halt.
                  1:01:49–1:01:53
                  Und das wäre sehr, sehr schade, wenn eswirklich in die Regionalliga gehen müsste.
                  1:01:54–1:01:58
                  Aber es ist halt auch richtig schwierig zusehen, wie man das hinkriegt, da irgendwie
                  1:01:59–1:02:01
                  ja, das zu verwalten sozusagen.
                  1:02:02–1:02:04
                  Das finde ich wirklich irgendwie schwierig.
                  1:02:04–1:02:07
                  Ich finde es auch ehrlich gesagt so mal ganzkurz aus der Sicht, wie ich ja die
                  1:02:07–1:02:10
                  Transferliste pflege, richtig schwierig mitdiesen.
                  1:02:10–1:02:13
                  Nur noch fünf übrig bleibenden Verträgensozusagen.
                  1:02:14–1:02:16
                  Ob man dann direkt reinschreibt schreibt?
                  1:02:16–1:02:19
                  Ja, alle gehen, obwohl das halt noch nichtganz sicher auch ist, wohin und wie auch
                  1:02:19–1:02:23
                  immer und so, aber das ist natürlich echt,ey, wenn man da ein komplett neues Team
                  1:02:23–1:02:29
                  zusammenstellt aus jüngeren Spielerinnenauch, kann immer eine Chance bieten.
                  1:02:30–1:02:35
                  Und ich sage mal so bei Potsdam haben wirauch alle irgendwie den Abgesang angefangen
                  1:02:35–1:02:37
                  einzusingen, sozusagen nach dem Abstieg.
                  1:02:37–1:02:43
                  Und die haben es trotzdem hinbekommen, jetztja als Tabellenführer in den letzten Spieltag
                  1:02:43–1:02:45
                  zu gehen in der zweiten Liga.
                  1:02:45–1:02:51
                  Also ich drücke dir die Daumen, denDuisburgerinnen, dass es tendenziell eher so
                  1:02:51–1:02:53
                  läuft wie bei Turbine, ber.
                  1:02:53–1:02:57
                  Annika: Ich glaube aber tatsächlich, dass Potsdam dasogar in der besseren Position war, weil sie
                  1:02:57–1:03:00
                  halt eben ein unabhängiger, eigener Vereinsind.
                  1:03:00–1:03:05
                  Und auch wenn das jetzt die dieausgegliederte Frauenabteilung ist, du hängst
                  1:03:05–1:03:13
                  halt einfach in diesem ganzen MSV DuisburgSuppe drin, dass einfach von außen betrachtet
                  1:03:13–1:03:17
                  nicht besonders attraktiv ist, weil es da jaseit Jahren schon nicht gut läuft.
                  1:03:18–1:03:23
                  Und ja, wo irgendwie auch völlig klar ist,dass halt Gelder fehlen schon seit langer
                  1:03:23–1:03:26
                  Zeit. Das ist halt alles schwierig ist.
                  1:03:27–1:03:30
                  Und ich glaube, wenn du ein kleinereigenständiger Verein bist, also
                  1:03:30–1:03:36
                  vergleichsweise klein zu so einem, zu soeinem Verein wie Turbine Potsdam, dann kannst
                  1:03:36–1:03:43
                  du viel schneller mehrere kleine kreativeLösungen finden, die du dann aber, wenn du
                  1:03:43–1:03:45
                  die nebeneinander stellst, halt eine guteSumme ergeben.
                  1:03:45–1:03:50
                  Also so wie Potsdam das ja auch gemacht hat,wo ich halt auch nur meinen Hut vor ziehen
                  1:03:50–1:03:53
                  kann, weil ich auch, gebe ich zu, nichtdamit gerechnet habe, dass sie den direkten
                  1:03:53–1:03:57
                  Wiederaufstieg so schaffen, wie sie dasjetzt sehr wahrscheinlich schaffen werden.
                  1:03:57–1:03:59
                  Ähm, ja.
                  1:03:59–1:04:04
                  Und bei Duisburg, also da, da sehe ich halttatsächlich viel eher noch mau.
                  1:04:04–1:04:09
                  Also wenn da jetzt nicht innerhalb dernächsten paar Wochen noch ein anderes
                  1:04:09–1:04:16
                  Unternehmen irgendwie gefunden wird, weildie Frage ja auch ist, wie viel im Verein
                  1:04:16–1:04:20
                  tatsächlich gerade daran gearbeitet wird,eine Lösung dafür zu finden.
                  1:04:21–1:04:26
                  Also es gibt ja bisher nur sehr, sehr wenigeÄußerungen, zum Beispiel von Leuten aus der
                  1:04:26–1:04:30
                  Führungsriege des Vereins, die sichüberhaupt irgendwie dazu einlassen.
                  1:04:30–1:04:37
                  Also es gibt irgendwie ein paar Wochen alteZitate von Michael Preetz und jetzt vor ein,
                  1:04:37–1:04:41
                  zwei Tagen oder so noch mal von einemVorstandsmitglied, dass wohl irgendwie sehr
                  1:04:41–1:04:43
                  bemüht darum sein soll, eine Lösung zufinden.
                  1:04:45–1:04:48
                  Aber dadurch, dass sie halt eben dieseDoppelbaustelle haben und ja bei der
                  1:04:48–1:04:51
                  Männerabteilung auch noch gucken müssen,weiß ich nicht.
                  1:04:51–1:04:57
                  Also ich mein, es gibt einfach zu vielePräzedenzfälle, wo man weiß, dass sich dann
                  1:04:57–1:05:00
                  die Frauen am Ende doch immer wiederirgendwie hinten anstellen müssen.
                  1:05:00–1:05:00
                  So.
                  1:05:01–1:05:04
                  Nina: Ich würde es mir wünschen, dass wenigstens inder zweiten Liga sich irgendwie
                  1:05:04–1:05:06
                  konsolidieren. Weil wenn wir mal ganzehrlich sind, wenn man so in die Zukunft
                  1:05:06–1:05:09
                  schaut, wer da so alles mit anrücktirgendwie auch wenn man die Liga vergrößern
                  1:05:09–1:05:13
                  würde, würde Duisburg am Ende da irgendwannrausfliegen, wenn wir ganz ehrlich sind.
                  1:05:13–1:05:15
                  Deswegen drücke ich dir die Daumen, dass daswenigstens in der zweiten Liga schaffen.
                  1:05:16–1:05:20
                  Aber, liebe Annika, wollen wir dann malweiter im Text machen und Mara wieder mit
                  1:05:20–1:05:21
                  dazu holen?
                  1:05:21–1:05:23
                  Annika: Ja, das sollten wir tun.
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                  Damit kommen wir dann zu einer anderenbeliebten Kategorie.
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                  Wir haben ja bei uns immer PetrasEinspieler.
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                  Petra Taffarellis Nachspielzeiten.
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                  In der letzten Woche hat sie erzählt, warumder Elfmeter so heißt, wie er heißt.
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                  Und dieses Mal geht es um die Entstehung derElfmeterregel.
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                  Petra: Nachdem ich letzte Woche erzählt habe, wieder Elfmeter zu seinem Namen kam in
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                  Deutschland, geht es heute zurück zu seinerGeburtsstunde 1891.
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                  Nee, lass uns doch sogar vielleicht sogar1890 nehmen, denn da gab es einen mäßig
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                  schlechten Torhüter namens William McCrum und der hatte die Idee für den Strafstoß, wie
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                  der Elfer ja eigentlich heißt.
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                  Er lebte in Nordirland.
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                  Er war, ich sagte schon, ein mäßigerTorhüter, schlechter, mehr schlecht als
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                  recht. Er war Besitzer einer Leinenfabrikund liebte das Glücksspiel übrigens auch.
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                  Er war ebenso schlecht wie als Torhüter,aber das tut nichts zur Sache.
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                  Tatsächlich war er aber auch eben derErfinder des Strafstoßes.
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                  Also offensichtlich hat er irgendwie einenGerechtigkeitssinn gehabt, der ihm sagte Es
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                  kann nicht sein, dass wenn da ein Foul inTornähe passiert und dadurch ein Tor
                  1:06:53–1:06:54
                  verhindert wird.
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                  Wir brauchen da irgendwie einen Ausgleich.
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                  Aber er wollte auch nicht dieses ich nennees jetzt mal geschenkte Tor nach dem Motto
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                  okay, wenn er jetzt das Foul passiert, dannkriegt er das Tor.
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                  Weil man weiß ja auch nicht, ob der Ballwirklich reingegangen wäre.
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                  Und wir sind ja jetzt Ende des 19.
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                  Jahrhunderts. Das ist eben auch die Zeit,als in ganz Europa das Duell sehr, sehr
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                  populär war. Vielleicht habt ihr Effi Briestgelesen oder andere Romane oder kennt eben
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                  von Studentenverbindungen diese Kulturgegeneinander zu kämpfen, dieses Mann gegen
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                  Mann und um die Ehre kämpfen.
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                  Bzw. Wenn eine Beleidigung erfolgt ist, dassman die Ehre wiederherstellen durfte, indem
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                  man eins zu eins gegeneinander trat usw.
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                  Und genau das ist der Strafstoß.
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                  Der Strafstoß ist einfach ein Duell auf demFußballfeld, wobei der Gefoulte eben die den
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                  Vorteil bekommt, dass er überlegen kann, woer hinschießt.
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                  Beim Duell ist es ja so, dass dann beide einSchwert, Dolch oder Pistole in der Hand
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                  hatten und einfach darauf.
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                  Ja, es kam darauf an, wer zuerst schoss undwohin er schoss.
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                  Beim Fußball ist es ja so, dass dann nureiner schießt, tatsächlich schießt und der
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                  andere der Torhüter.
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                  Der ist halt mutig genug, sozusagen dementgegenzutreten.
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                  1890 hatte dann Macron die Idee, gab sie anseinen regionalen Verband weiter, der an die
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                  IFA, die irische Football Association undkam dann eben noch im Sommer 1890 zum IFAB,
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                  zur Generalversammlung.
                  1:08:34–1:08:39
                  Die Herren dort haben sich mit dieser Ideesehr schwer getan am Anfang und haben sehr,
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                  sehr lange diskutiert und sie am Schlussvertagt ins kommende Jahr.
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                  Und da 91 wurde auch wieder wohl sehr langeund ausgiebig darüber diskutiert.
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                  Leider steht nicht im Protokoll, worüber,worüber, woran man sich da aufhängt.
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                  Weil die Idee ist ja eigentlich ja fair,gerecht, irgendwo.
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                  Letztendlich wurde die Regel dann fastgenauso wie sie Macron eingegeben hat, auch
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                  übernommen. Es gab einen kleinensprachlichen Änderungen und letztendlich war
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                  die Elfmeterregel von 1891 in den Grundzügenunsere heutige.
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                  Aber sie hatte dennoch vier Unterschiede.
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                  Und zunächst vielleicht erinnert ihr euchnoch mal, als ich beschrieben habe, wie
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                  ursprünglich Strafraum, Torraum undElfmeterpunkt das ursprüngliche Elfmeterlinie
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                  war. Das ist der eine Punkt.
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                  Also der Elfmeter wurde zunächst nicht voneinem Punkt geschossen, sondern von einer
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                  Linie, wo der Schütze, eben weil er wählenkonnte, von wo er schießt.
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                  Zudem ging es nur um Fouls, die Elfmeterzwölf Yards vor dem Tor passierten.
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                  Also nicht im Strafraum.
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                  16,5 Meter.
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                  Oder 18 Yards, sondern nur die 11 Meter vomTor.
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                  Dazu eben die Vorgabe, dass sich alleSpielerinnen dem Ball auf sechs Yards 5,5
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                  Meter roundabout nähern dürfen.
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                  Also auch der Torhüter.
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                  Die Torhüterin konnte so ein bisschen ausdem Tor rauskommen und den Weg verkürzen.
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                  Und zum vierten durfte in diesem Fall dieSchiedsperson noch nicht selbstständig die
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                  Strafe verhängen, sondern hier war estatsächlich noch so, dass man sich beschweren
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                  musste. Tatsächlich musste man sichbeschweren und sagen Hier ist ein Foulspiel
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                  passiert, das uns um ein Tor gebracht hat.
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                  Wir fordern ein Duell sozusagen.
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                  Wir fordern einen Strafstoß, um unsere umdie Ehre wieder herzustellen.
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                  Das ist noch so in der alten Denke dadamals.
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                  Aber ich finde es total faszinierend, ebenweil ich durchaus den Strafstoß als normal
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                  und auch gerecht empfunden habe, dass dasDuell da wirklich dahinter steckt mit einem
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                  ja durchaus ähm, sehr patriarchalischenKodex, der dahinter steckt.
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                  Ähm. Aber.
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                  Ja, es ist halt wirklich so und tatsächlichweiß man auch nicht, wann der erste Elfmeter
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                  geschossen wurde. Also es gibt eineAufzeichnung, dass es am 6.
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                  Juni 1891, also wirklich nur wenige Tagenach dieser Sitzung, passiert sein soll.
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                  Aber es gibt tatsächlich auch einenZeitungsbericht in den englischen Midlands,
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                  der einen Elfmeter beschreibt.
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                  Aber von 1890, also als der Strafstoß nochgar nicht offiziell genehmigt war.
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                  Wer weiß, vielleicht hat jemand anderesparallel die Idee.
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                  Aber vielleicht kam eben auch diese guteIdee von Macron irgendwie von Nordirland nach
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                  England rüber und man hat gedacht, das wirdeine gute Idee, das von Firma gleich ein das
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                  machen wir bei uns so scheißegal, ob es deninternationalen Regeln steht, das wissen wir
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                  tatsächlich nicht. Aber wir wissen jetzt,wie und wann der Strafstoß geboren wurde.
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                  Nina: Ganz lieben Dank an Petra und wir schauen aufdie News.
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                  Erst mal noch mal Hallo an Mara, die wiedermit dazugekommen ist.
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                  Mara: Hallo!
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                  Nina: So transparent können wir glaube ich sein,dass wir sagen, dass wir das erst mal
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                  aufgenommen haben und den Mittelteil danndazwischengeschoben haben und Mara halt wir
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                  später erst verabschieden werden.
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                  Aber ich hatte das ja schon angekündigt inmeinen in meiner Fußballwoche.
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                  Auch die WM Vergabe 2027 ist jetzt durch.
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                  Gab ja noch die Wahl quasi zwischenBrasilien und Belgien, Niederlande,
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                  Deutschland. Wie ist es nur ausgegangen?
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                  Brasilien hat den Zuschlag bekommen.
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                  Mara: Das ist total shocking.
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                  Damit war gar nicht zu rechnen.
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                  Nach irgendwie auch vor allen Dingen demEvaluationsbericht irgendwie der letzten
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                  Woche und vor allen Dingen ich habe dannnoch mal geschaut auf die Zitate, auch von
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                  dem Kongress und fand es wirklich sehrbezeichnend, dass Ednaldo Rodrigues, der
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                  Präsident der brasilianischen FußballAssociation, gesagt hat "You can be certain
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                  that without wanting to be vain, we will tryto stage the biggest and best FIFA Women's
                  1:13:25–1:13:26
                  World Cup of all".
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                  Und das hat alles auch schon so Katar Vibes,wo es auch immer the biggest and best of all.
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                  Also das ist doch direkt wieder Musik inInfantinos Ohren.
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                  Ich glaube, der hatte einen richtig gutenTag.
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                  Aber Annika, du hast dich ein bisschen damitauseinandergesetzt, wie eigentlich im
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                  Nachgang in den unterschiedlichen Ländernvon den Bewerbern, also der BNG-Bewerbung die
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                  Berichterstattung war.
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                  Erzähl doch mal ein bisschen, was dir daaufgefallen ist.
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                  Annika: Ja, ich fand es irgendwie ein bisschen, wiesoll ich sagen ja schon enttäuschend, dass so
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                  in den deutschen Medien ich eigentlich fastnur diese Nachricht an sich gesehen habe.
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                  Also dass es eben nach Brasilien gegangenist und dann, wenn das so im Hintergrund
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                  ging, halt nur das, was man zu dem Zeitpunktschon wusste, nämlich halt eben dieser
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                  Punktestand aus der Evaluationsbewerbung,der dann aber meistens noch nicht mal richtig
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                  erklärt wurde.
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                  Und dann hat mich halt eben interessiert.
                  1:14:22–1:14:25
                  So naja, wie sieht es denn eben woandersaus?
                  1:14:25–1:14:29
                  Da fand ich dann die Unterschiede halt schonganz interessant.
                  1:14:29–1:14:33
                  Also weil vor allem in den niederländischenMedien da irgendwie echt noch mal viel so an
                  1:14:33–1:14:35
                  konkreten kleinen Details zusammengekommenist.
                  1:14:37–1:14:40
                  Also dass zum Beispiel einer der Gründe sehrwahrscheinlich irgendwie auch ist, dass in
                  1:14:40–1:14:44
                  Brasilien die Löhne halt viel niedriger sindals in Europa im Durchschnitt.
                  1:14:44–1:14:49
                  Das heißt, für die FIFA besteht dann dainsgesamt einfach ein viel höheres
                  1:14:49–1:14:55
                  Gewinnpotenzial, was wir ja wissen, dass dieFinanzen, so....
                  1:14:56–1:15:01
                  Mara: Näää, kann ich mir nicht vorstellen, dass dieirgendwie eine Rolle spielen, sondern ....
                  1:15:02–1:15:09
                  Annika: Was wir hier eben auch schon hatten, dass indiesem Evaluationsbericht stand, das hatte
                  1:15:09–1:15:15
                  Mara für die Bolztribüne bei Instagram jaauch noch mal genauer aufgedröselt, dass ja
                  1:15:15–1:15:21
                  der FIFA von der BewerbungsseiteSicherheiten von den drei Regierungen der
                  1:15:21–1:15:23
                  Länder gefehlt haben.
                  1:15:23–1:15:27
                  Und da wurde dann in den niederländischenMedien eben erklärt: Naja, es gibt eben ganz
                  1:15:27–1:15:34
                  viel, was die FIFA einfordert für so was, woaber gesagt wird, das geht eigentlich gegen
                  1:15:34–1:15:37
                  die, ja gegen die Regularien, also gegenEU-Recht.
                  1:15:39–1:15:44
                  Das EU-Recht kollidiert im Prinzip mit denVorstellungen der FIFA und deswegen konnten
                  1:15:44–1:15:48
                  da halt manche Sicherheiten oder Garantieneinfach nicht gegeben werden von der
                  1:15:48–1:15:55
                  europäischen Bewerbung, das hat auch derniederländische Generalsekretär des Verbandes
                  1:15:55–1:15:58
                  Gijs de Jong sehr deutlich so gesagt.
                  1:15:58–1:16:06
                  Jedenfalls haben die Niederländer*innen auchsehr, ja klar ausgesprochen, dass sie eben so
                  1:16:06–1:16:12
                  Lobbyarbeit-Reisen nenne ich das mal gemachthaben und da auch die Länder aufgezählt, wo
                  1:16:12–1:16:17
                  sie waren. Also zum Beispiel ging es eben inden Oman, nach Marokko, Ägypten, Jordanien,
                  1:16:17–1:16:19
                  aber auch Saudi-Arabien und Katar.
                  1:16:20–1:16:29
                  Und was auch noch, denke ich interessant zuwissen ist, ist, dass Gijs de Jong, den ich
                  1:16:29–1:16:34
                  vorhin schon erwähnt habe, eben auchschätzt, dass es pro Land ungefähr 1,2
                  1:16:34–1:16:41
                  Millionen € gekostet hat, die Verbände dieseWM Bewerbung auf die Beine zu stellen, also
                  1:16:41–1:16:45
                  die insgesamt halt darein investiert wurdenin das komplette Programm.
                  1:16:47–1:16:51
                  Das war dann so, dass wo ich dachte okay,dann, dann sind das halt so Sachen, die, von
                  1:16:51–1:16:52
                  denen man hier gar nichts hört.
                  1:16:52–1:16:59
                  Aber natürlich. Thomas Kistner von der vonder SZ war ja bei diesem FIFA Kongress vor
                  1:16:59–1:17:04
                  Ort und ist ja auch sehr bekannt dafür, dasser immer sehr genau und sehr kritisch auf die
                  1:17:04–1:17:05
                  FIFA an sich so drauf guckt.
                  1:17:05–1:17:10
                  Und der hat jetzt einen Artikel geschriebenoder mehrere, die eigentlich sich nicht so
                  1:17:10–1:17:14
                  dezidiert jetzt mit der WM-Bewerbungbefassen, aber es kommt halt immer so drin
                  1:17:14–1:17:17
                  vor und da sind ein paar sehr interessantePassagen drin.
                  1:17:17–1:17:22
                  Eine will ich mal kurz vorlesen, weil erdeutet nämlich in einem dieser Artikel an,
                  1:17:22–1:17:23
                  die wir euch natürlich alle verlinken.
                  1:17:24–1:17:28
                  Zitat "dass Infantino auch hier persönlichdie Hände im Spiel hatte.
                  1:17:29–1:17:33
                  Das legt die gesamte Entwicklung dieserKampagne nahe und auch die letzten
                  1:17:33–1:17:34
                  Tagungseindrücke gut informierterKongressteilnehmer.
                  1:17:36–1:17:41
                  Demnach sollen der Fifa Präsident und seineGetreuen Stimmung für den Kandidaten gemacht
                  1:17:41–1:17:46
                  haben, der nach dem Rückzug des USamerikanischen Verbandes in die freigewordene
                  1:17:46–1:17:49
                  Favoritenspur gerückt war für Brasilien".
                  1:17:49–1:17:55
                  Zitat Ende. Kistner schreibt dann außerdem,dass es laut Insidern, mit denen er vor Ort
                  1:17:55–1:18:05
                  gesprochen habe, eigentlich schon klar sei,dass 2031 dann ein Zuschlag erteilt wird für
                  1:18:05–1:18:08
                  die erneute Bewerbung der USA und Mexiko.
                  1:18:09–1:18:12
                  Dass das eigentlich so hinter verschlossenenTüren schon alles geklärt ist.
                  1:18:12–1:18:17
                  Und falls Deutschland oder irgendein andereseuropäisches Land das noch mal versuchen
                  1:18:17–1:18:21
                  will, dann lohnt sich das irgendwie wohlfrühestens 2035.
                  1:18:21–1:18:23
                  Da hat man doch direkt richtig gute Launedann, oder?
                  1:18:23–1:18:28
                  Mara: Also vor allen Dingen echt bezeichnend, dassgenau bei diesen Bullshit Geschichten dann
                  1:18:28–1:18:31
                  der Fußball der Frauen besonders schnell zumFußball der Männer aufholt.
                  1:18:31–1:18:35
                  Weil ich meine, das ist ja also nichtsanderes als die Geschichte mit Saudi-Arabien
                  1:18:35–1:18:41
                  bei den Männern, dass du im Prinzip schon soeine inoffizielle Doppelvergabe eigentlich
                  1:18:41–1:18:42
                  hast.
                  1:18:42–1:18:43
                  Annika: Ja, ja.
                  1:18:43–1:18:45
                  Nina: Genau daran habe ich auch gerade gedacht.
                  1:18:45–1:18:51
                  Und eben auch daran, dass das genau dieBestätigung ist von dem, wovor wir so schon
                  1:18:51–1:18:53
                  länger so ein bisschen Sorge haben.
                  1:18:53–1:18:57
                  Eben dass wie du sagst, Mara, der Fußballder Frauen da sehr schnell zum Fußball der
                  1:18:57–1:19:02
                  Männer aufschließt, weil da jetzt eben soein Infantino nicht nur der, sondern ja auch
                  1:19:02–1:19:06
                  viele andere sehen oh, da ist ja jetzt jadoch was zu holen Und dann wird das natürlich
                  1:19:06–1:19:08
                  ganz schnell hochgeholt.
                  1:19:09–1:19:12
                  Boah, das macht so wütend, Ey, ich habe garkeine Lust, Schon wieder drauf.
                  1:19:12–1:19:13
                  Direkt.
                  1:19:13–1:19:20
                  Mara: Ja, und dazu passt ja auch die nächsteMeldung, nämlich dass eine FIFA Club WM der
                  1:19:20–1:19:23
                  Frauen ab 2026 beschlossen wurde.
                  1:19:24–1:19:25
                  Und das obwohl wirklich.
                  1:19:26–1:19:31
                  Also ich weiß nicht, wie es euch geht, aberich habe den Eindruck, es wurde noch nie so
                  1:19:31–1:19:35
                  viel und von so vielen verschiedenenPersonen und so intensiv über die jetzt schon
                  1:19:35–1:19:38
                  viel zu hohe Belastung gesprochen.
                  1:19:38–1:19:42
                  Ich habe auch noch mal drüber nachgedacht,als ich es gelesen habe.
                  1:19:42–1:19:48
                  Das als ich Tatjana Haenni neulich beiFlutlicht an zu Gast oder als gestern hatte,
                  1:19:48–1:19:52
                  dass sie ja auch gesagt hat, sie habeneigentlich an vielen Stellen versucht, das
                  1:19:52–1:19:58
                  anders hinzubekommen mit dem ganzen Fahrplanfür die Frauen und gehen aber davon aus, dass
                  1:19:58–1:20:03
                  die FIFA eben genauso durchwinken wird, aucheben mit diesem neuen Wettbewerb wiederum.
                  1:20:04–1:20:09
                  Und ich finde ehrlich gesagt, wenn wirirgendwie so drüber reden.
                  1:20:09–1:20:15
                  Zum einen Wie positionieren sich Medien,aber zum anderen auch wie positionieren sich
                  1:20:15–1:20:17
                  Verantwortliche in Verbänden?
                  1:20:17–1:20:24
                  Dass da aus Deutschland auch reichlich wenigKritik zu hören ist ehrlicherweise.
                  1:20:24–1:20:31
                  Also man könnte sich ja eben auch von Seitender Verantwortlichen des DFB mal hinstellen
                  1:20:31–1:20:34
                  und zu diesen Themen ein bisschen deutlicherwerden.
                  1:20:35–1:20:41
                  Aber ähm, es passt so ein bisschen die Fragealso was ist eigentlich der Grund, warum man
                  1:20:41–1:20:43
                  sich da immer noch so extrem zurückhält?
                  1:20:44–1:20:47
                  Es gab ja zuletzt bei der einen oder anderenDiskussion irgendwie so ein bisschen die
                  1:20:47–1:20:51
                  Vermutung, dass man versucht, sich eben nochmöglichst gut zu stellen mit der FIFA, eben
                  1:20:51–1:20:54
                  wegen der WM Bewerbung für 2027.
                  1:20:54–1:20:58
                  Aber. Also wenn man nicht jetzt mal Klartextredet, wann soll denn da irgendwie noch was
                  1:20:58–1:20:58
                  kommen?
                  1:20:59–1:21:03
                  Nina: Vielleicht. Also ich weiß die genauenzeitlichen Abläufe ja nicht, aber ich kann
                  1:21:03–1:21:08
                  mir vorstellen, dass das halt noch so derletzte Versuch gewesen ist, quasi dass da.
                  1:21:08–1:21:12
                  Also jetzt im Nachhinein könnte noch waskommen, klar, aber ich meine, Bernd Neuendorf
                  1:21:12–1:21:15
                  war ja selber mit in diesem in dieserKonferenz oder was?
                  1:21:15–1:21:18
                  Das ist in der Kommission oder die, die dasmitbeschlossen haben.
                  1:21:18–1:21:22
                  Das war auch das, was ich mal gelesen hatte,dass der da halt mit dabei gesessen hat und
                  1:21:22–1:21:25
                  da halt dem mit zugestimmt hat.
                  1:21:26–1:21:30
                  Dann ist es schon auch naheliegend, dass dahalt wenig Gegenwind kommt.
                  1:21:30–1:21:34
                  Aber ich weiß nicht bei den Spielerinnen,vielleicht haben die jetzt gerade mit dem
                  1:21:34–1:21:37
                  letzten Spieltag noch irgendwie zu viel zutun gehabt oder so, aber ich kann mir auch
                  1:21:37–1:21:41
                  vorstellen, dass wenn es dann wirklich nochmal genauer auch an die Planung geht und die
                  1:21:41–1:21:44
                  genauen Daten dann rausgerückt sind oder so,dass dann halt von den Spielerinnen von
                  1:21:44–1:21:47
                  einigen zumindest noch was kommt, weil dagibt es ja doch ein paar, die relativ
                  1:21:47–1:21:52
                  lautstark sind. Ich meine, ich hatte ja auchmit Saskia Matheis zum Beispiel, dass ich,
                  1:21:52–1:21:56
                  obwohl sie ja gar nicht mehr internationalspielt oder Pia Wolter auch, die ja auch
                  1:21:56–1:22:01
                  irgendwie ja viel darüber reden, dass dashalt einfach, dass der Terminkalender halt
                  1:22:01–1:22:03
                  viel zu eng ist.
                  1:22:03–1:22:04
                  Mara: Aber das ist halt der Punkt.
                  1:22:04–1:22:08
                  Also die Spielerinnen sprechen es an, aberdie bräuchten halt die Unterstützung der.
                  1:22:09–1:22:11
                  Wenn du willst. Aber gerade auch noch wassagen An die Kasse.
                  1:22:11–1:22:15
                  Mit drei Personen muss man noch ein bisschenmehr auf die Fenster gucken, wer gerade die
                  1:22:15–1:22:17
                  Lippen schon so halb geöffnet hat.
                  1:22:17–1:22:22
                  Annika: Ja, ich wollte einmal noch die die Faktennachreichen, quasi.
                  1:22:22–1:22:27
                  Also dass es eben 2026 das erste Malstattfinden soll und dann alle vier Jahre.
                  1:22:27–1:22:32
                  Und zwar immer in den Jahren, in denen keineWM oder ein anderer internationaler
                  1:22:32–1:22:34
                  Wettbewerb stattfindet.
                  1:22:34–1:22:39
                  Und die Fifa behauptet natürlich in ihrerPressemitteilung, dass die ganzen
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                  kontinentalen Verbände gesagt hätten, siebräuchten mehr Möglichkeiten, Spiele zu
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                  organisieren. Aber das ist halt also, wieihr beide ja gerade schon festgehalten habt,
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                  so zumindest so ausgedrückt nicht richtig,weil halt eben die ganzen Topvereine,
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                  Topspielerinnen, also die von denen, diehalt sowieso schon international unterwegs
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                  sind, eigentlich alle überlastet sind.
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                  Und wenn es halt irgendwie mehrMöglichkeiten geben müsste, dann sind es halt
                  1:23:05–1:23:09
                  häufig eher die in den unteren Teilen derPyramide, die halt irgendwie da mal so
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                  vielleicht noch irgendwie mehr tatsächlichbräuchten.
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                  Aber eigentlich sind halt gerade alle sokomplett dicht, schon mit allem.
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                  Nina: Umso wichtiger, dass dann halt auch dieStudie gibt zu den Kreuzbandrissen und so,
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                  weil da wird dann auch noch mal deutlichmehr nehme ich mal an auf uns zukommen.
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                  Verletzungen insgesamt.
                  1:23:29–1:23:31
                  Annika: Ja, das muss man mal sehen.
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                  Aber ich finde halt irgendwie krass, dass esso ja sehr eindeutig so eine ich habe sie in
                  1:23:37–1:23:42
                  unserem Sendungsdokument genannt Ausweitungvon einem Monopol ist also weil das ist dann
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                  auch wieder ein Bericht von Thomas Kistnerbei der SZ.
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                  Aber man muss es da tatsächlich.
                  1:23:47–1:23:50
                  Also man sagt ja irgendwie oft soMännerfußball, Frauenfußball will man nicht
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                  zu viel vergleichen. Aber ich finde beidiesen strukturellen Sachen, die halt von den
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                  Verbänden so jetzt so vorgegeben undangeglichen werden, muss man das, da kommt
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                  man nicht drum herum.
                  1:23:59–1:24:00
                  Bei den Männern wird das ja umgesetzt.
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                  Diese diese, diese Club WM, um eigentlicheine der Gründung einer Super League quasi
                  1:24:07–1:24:12
                  vorzugreifen. Also weil man sich davonbedroht fühlt von dieser Idee und dass die
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                  vielleicht irgendwann doch mal nochumgesetzt wird und man halt eben sagt nee,
                  1:24:15–1:24:19
                  also wenn es sowas in der Art gibt, dannwollen wir das machen und wir wollen dafür
                  1:24:19–1:24:23
                  abkassieren, also wir die FIFA, das Gelddafür reinholen.
                  1:24:23–1:24:29
                  Und dann stellt man da jetzt aber schonfest, dass in Anführungsstrichen nur 900
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                  Millionen von Apple geboten wurden für dieÜbertragungsrechte, was halt irgendwie nicht
                  1:24:34–1:24:36
                  mal 1/4 von dem ist, was die FIFA sicherhofft.
                  1:24:36–1:24:41
                  So, und dann kann man jetzt natürlich völligzu Recht die Frage stellen Also von der
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                  Belastung her ist das alles totaler Käse,weil die, die davon betroffen sind, mit denen
                  1:24:46–1:24:49
                  wurde nicht geredet. Das kann man bei denMännern auch ganz genauso sagen.
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                  Im Übrigen finanziell ja, ist es dann beiden Männern auch schon schwierig, weil
                  1:24:56–1:24:59
                  offensichtlich irgendwie eine Übersättigungda ist mit Fußball.
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                  Dann kommt jetzt der Fußball der Frauen auchnoch da rein, mit einem Wettbewerb, den halt
                  1:25:03–1:25:06
                  irgendwie die Spielerinnen selber noch nichtmals wollen.
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                  Ähm, also das ist halt schon einfach jaschwierig und da geht es halt irgendwie um so
                  1:25:11–1:25:13
                  ein reines Monopoldenken.
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                  Mara: Und gleichzeitig ist es ja bei den Männernjetzt so, dass eben das Teilnehmerfeld schon
                  1:25:18–1:25:20
                  dermaßen aufgebohrt wurde.
                  1:25:20–1:25:25
                  Also bei der nächsten Ausgabe sind es jadann tatsächlich 32 Vereine, die da dabei
                  1:25:25–1:25:27
                  sind 2025.
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                  Das wird ja dann irgendwann auch totalbeliebig und es werden halt immer mehr Klubs
                  1:25:33–1:25:34
                  auch mit reingezogen in dieseBelastungsthematik.
                  1:25:36–1:25:38
                  Es geht immer nur darum, noch mehr Kohle zuscheffeln.
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                  Ich finde, man darf das auch echt einfachnicht außer Acht lassen, dass die FIFA da
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                  komplett an dem vorbei plant mittlerweile.
                  1:25:48–1:25:53
                  Was ja schon auch eine zentrale Rollespielt, nämlich so einem Faninteresse.
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                  Also weil das kann ja überhaupt niemand mehralles gucken.
                  1:25:55–1:26:01
                  Ich meine, wir merken das doch jetzt auchirgendwie an dem was was so mit unseren auch
                  1:26:01–1:26:04
                  Betrachtungen und Begleitung in so was wiediesen Podcasts irgendwie ist.
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                  Du musst doch den Leuten, die sportlich indiesem Bereich arbeiten, b die in diesem
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                  ganzen Umfeld arbeiten und aber auch Leuten,die diesen Sport einfach aus Begeisterung
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                  verfolgen, auch zwischendurch mal soLuftpausen geben.
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                  Also es macht sonst ja einfach keinen Spaßmehr.
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                  Das Schönste am Fußball früher fand ich war,dass man ab einem gewissen Zeitpunkt in der
                  1:26:26–1:26:30
                  Sommerpause das vermisst hat und dass dasstellt sich ja überhaupt nicht mehr ein.
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                  Das ist ja eine totale Übersättigung anallen Fronten einfach.
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                  Nina: Wobei ich glaube, dass das dann auch wiedersehr subjektiv ist.
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                  Ich kann mir schon vorstellen, dass einige,die halt vermutlich jetzt auch damit groß
                  1:26:40–1:26:42
                  werden, dass halt immer weniger Pausen sind.
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                  Die kennen es halt gar nicht anders und fürdie gibt es wahrscheinlich nichts besseres,
                  1:26:46–1:26:51
                  als wirklich jeden Tag und jeden Tag im Jahrauch irgendwas oder zu jeder Jahreszeit auch
                  1:26:51–1:26:52
                  irgendwas konsumieren zu können.
                  1:26:53–1:26:55
                  Also da wäre ich mir gar nicht mal sosicher.
                  1:26:55–1:26:59
                  Ich persönlich verstehe das total, bin totalbei dir, Mara, aber ich kann mir schon
                  1:27:00–1:27:02
                  vorstellen, dass es da einige gibt, die dasanders sehen.
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                  Mara: Wobei es da ja dann jetzt schon wiederirgendwie Versuche gibt.
                  1:27:05–1:27:08
                  Macht man teilweise jetzt mit so Turnieren.
                  1:27:08–1:27:14
                  Von Nachwuchsteams, dass man andereSpielformen versucht zu finden, also dass das
                  1:27:14–1:27:19
                  Spiel nicht mehr 90 Minuten dauert usw, weilman eigentlich davon ausgeht, die Kids, die
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                  irgendwie so komplett also jetzt malüberspitzt gesagt und ohne das insgesamt
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                  direkt negativ werten zu wollen, aber dieeben so direkt am Handy groß werden.
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                  Die schauen sich 90 minütige Spiele garnicht mehr an, du brauchst eigentlich ganz
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                  andere Formate.
                  1:27:31–1:27:35
                  Also ich weiß nicht, ob die jetzt irgendwieso rund ums Jahr sich das alles anschauen,
                  1:27:35–1:27:39
                  aber ja klar. Also solange es halt nochLeute gibt, die dafür bezahlen, werden die
                  1:27:39–1:27:40
                  immer weiter machen.
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                  Nina: Das einzige Gute, wenn man so will, was ichda irgendwie so rausgelesen habe aber auch.
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                  Also was so auf den ersten Blick aucherstmal nur so okay klingt, ist halt die
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                  Reduzierung der Abstellungszeiträume dannvon sechs auf fünf, was dann halt wegfällt.
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                  Wäre das einmal das Fenster im September,was hatten wir ja diese Saison irgendwie
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                  erster Spieltag und dann zack direktLänderspielpause.
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                  Habt ihr dazu irgendwie besondere Gedanken?
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                  Annika: Also ja, das ist reduziert wird ist natürlichgut.
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                  Ich finde eigentlich fast noch wichtiger,dass jetzt eben gesagt wurde, dass die
                  1:28:12–1:28:18
                  verbindlich festgelegt ist, wann genau diedann im Kalender stattfinden sollen, weil das
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                  bisher nämlich so war, dass es ein paar gab,die waren immer gleich, aber bei den anderen,
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                  das ist immer mal so hin und her gerutschtund dadurch sollte dann hoffentlich sowas wie
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                  diese Saison, dass es einfach im Juli diese eine Woche bevor Olympia losgeht noch diese
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                  EM-Quali Spiele gibt, dass das nicht mehrpassiert dann.
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                  Also ich kann es ja mal kurz vorlesen.
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                  Die sollen immer verbindlich stattfinden.
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                  Vom Monatswechsel Februar auf März, imApril, Monatswechsel Mai auf Juni, im Oktober
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                  und dann noch mal Monatswechsel November aufDezember, wenn man das Jahr einmal von vorne
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                  nach hinten durchgeht.
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                  Und das erleichtert dann ja auch allen, diedann wieder darunter sind, also den ganzen
                  1:29:05–1:29:10
                  Kontinentalverbänden und den nationalenVerbänden, ihre entsprechenden Wettbewerbe
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                  und Ligen zu planen.
                  1:29:11–1:29:13
                  Also gerade wenn es dann so darum geht.
                  1:29:13–1:29:17
                  Ich fand es diese Saison total krass, wennman sich mal angeguckt hat.
                  1:29:17–1:29:23
                  Vereine, die halt in der Champions Leaguegespielt haben in der Gruppenphase, also wie
                  1:29:23–1:29:25
                  dicht gepackt es da irgendwie war.
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                  Und wenn man jetzt mal davon ausgeht, mandenkt darüber nach, diese Bundesliga
                  1:29:29–1:29:31
                  vielleicht irgendwann mal zu erweitern.
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                  Ich glaube nicht, dass es komplett unmöglichist, aber das erfordert ja irgendwie an
                  1:29:35–1:29:40
                  mehreren Enden dann eine gewisseBereitschaft dazu, dass man Dinge festlegt
                  1:29:40–1:29:42
                  und irgendwie ein bisschen anders schiebtund so.
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                  Naja, was ich auch noch positiv fand, was jamir außerhalb der FIFA Pressemitteilung
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                  bisher noch nicht begegnet ist.
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                  Aber finde ich, sehr wichtig ist es, dassdie Schutzmaßnahmen der FIFA für Mütter
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                  ausgeweitet wurden.
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                  Das war so was, was wir bei uns im schon malthematisiert hatten.
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                  Diejenigen, die unseren Podcast regelmäßighören, werden sich erinnern, dass das noch
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                  nicht so lange her ist und damit einigenParagraphen sehr wild hin und her ging.
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                  Es geht nämlich darum, dass in ab jetzt dannauch Adoptiveltern und nicht-biologische
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                  Mütter geschützt werden durch dieseverschiedenen Paragraphen, die es da in der
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                  FIFA Spielregelung gibt.
                  1:30:25–1:30:35
                  Und außerdem gibt es noch eine jaVerpflichtung dazu, anzuerkennen, dass
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                  Spielerinnen durch ihre Menstruation, ihrePeriode oder eben auch durch Schwangerschaft
                  1:30:42–1:30:50
                  oder andere medizinische Gründe vielleichtmanchmal nicht in der Lage dazu sind, am
                  1:30:50–1:30:53
                  Training teilzunehmen oder ihreSpielleistungen zu bringen.
                  1:30:53–1:30:58
                  Und dass Vereine irgendwie Wege schaffenmüssen, damit umzugehen, was sehr, sehr gut
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                  ist. Es ist sehr vage formuliert,tatsächlich in diesem Ding, deswegen kann ich
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                  da nicht noch genauer was dazu sagen.
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                  Aber dass es jetzt erstmal so aufgebrachtwird ist sicherlich gut.
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                  Und außerdem wird da eben auch angesprochen,dass es keine Verpflichtung, sondern nur ein
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                  Encouragement ist. Also Verbände werden dazuermutigt, dass sie Familienzeiten schaffen
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                  bei internationalen Abstellungen, damit ebenja Spielerinnen, die eigene Kinder haben oder
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                  adoptierte Kinder haben oder wie auch immerMöglichkeiten haben, ihre Familien zu sehen,
                  1:31:34–1:31:40
                  mitzunehmen und einfach eine normale, einenormale Balance zu haben.
                  1:31:40–1:31:42
                  Was das ganze Thema angeht.
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                  Mara: Ja, kommen wir mal noch zu zwei Nachrichten.
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                  Die umstrittene Datei Gewalttäter Sport warkürzlich mal wieder Thema im Bundestag und es
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                  gab daraufhin eine Aussendung desDachverbands der Fanhilfen.
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                  Die kritisieren zum einen die ausbleibendeReform der Datei.
                  1:32:11–1:32:19
                  Es ist schon vielfach darüber gesprochenworden, dass die viel zu niedrigschwellig
                  1:32:19–1:32:21
                  ist, was das angeht, wie man drin landenkann.
                  1:32:22–1:32:28
                  Es gibt in der Aussendung von demDachverband der Fanhilfen das Zitat Es reicht
                  1:32:28–1:32:32
                  ein Anfangsverdacht eines einzelnenPolizisten im Rahmen einer einfachen
                  1:32:32–1:32:35
                  PersonalienKontrolle, um eingetragen zuwerden.
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                  Laut dem WDR-Magazin Sport Inside sind mehrals 1/4 der in der Datei gespeicherten Fans
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                  gar keine Gewalttäter.
                  1:32:42–1:32:47
                  Und das ist eben ein großes Problem, weil damachen sich viele Leute gar nicht so Gedanken
                  1:32:47–1:32:54
                  drum. Es hat wirklich sehr weitreichendeAuswirkungen, wenn man da drin steckt.
                  1:32:54–1:32:58
                  Also was alleine so Reisebewegungen und sowas auch völlig unabhängig vom Fußball
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                  angeht. Und deswegen wäre es also dringendnotwendig, dass die übrigens versprochene
                  1:33:03–1:33:05
                  Reform umgesetzt wird.
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                  Und der Dachverband der Fanhilfen fordertsogar, dass diese Datei komplett abgeschafft
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                  wird. Und ein anderes Thema.
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                  Was auch noch wichtig ist, was den Fußballinsgesamt betrifft Das ist so ein bisschen
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                  untergegangen. In allem fand ich, was in denletzten Jahr acht bis zehn Tagen im Fußball
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                  passiert ist. Und vielleicht auch dadurch,dass eben von den internationalen Verbänden
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                  so viel kam. Der DFB, die DFL und der DOSB,also der Deutsche Olympische Sportbund, haben
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                  sich zusammengeschlossen bei der Bekämpfungvon Hate Speech im Netz und arbeiten da auch
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                  mit der Zentralstelle zur Bekämpfung derInternetkriminalität ZIT der
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                  Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main,zusammen.
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                  Ein Anlass, um das jetzt wirklich mitNachdruck voranzutreiben, war die U17 WM.
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                  Da gab es teilweise online wirklich ganz,ganz krasse rassistische, schlimme
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                  Beschimpfungen von Spielern.
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                  Und die Verbände haben eben ja, ich sag malso, im aktuellen politischen Klima durchaus
                  1:34:16–1:34:23
                  auch, also gesagt, da muss man im Sport aberauch aus dem Sport heraus über dessen Grenzen
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                  hinweg einfach ein Zeichen setzen und dieseZusammenarbeit mit dem Kit.
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                  Da geht es eben auch beispielsweise darum,dass noch viel konsequenter zur Anzeige zu
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                  bringen und strafrechtlich nachzuverfolgen.
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                  Und ich glaube, dass das sehr, sehr wichtigist, weil der Sport eben so eine große
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                  Aufmerksamkeit hat.
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                  Und da stehen jetzt die großen Turniere an,und ich glaube, wenn die Verbände an dem
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                  Punkt sagen, wir werden da draufschauen undwir werden auch handeln, dann ist das ein
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                  relativ, ja wichtiges Zeichen.
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                  Annika: Ja, ich finde das auf jeden Fall richtig gut.
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                  Nina: Ich finde es so krass, dass so was schon beiU17 WMs passiert.
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                  Mara: Also die Spieler sind wirklich ganz, ganzübel angegriffen worden.
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                  Das war richtig schlimm.
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                  Nina: Ein bisschen Gänsehaut tatsächlich auchgegeben und sehr, sehr wichtig, dass man da
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                  irgendwie wirklich was unternimmt.
                  1:35:18–1:35:20
                  Aber noch mal einen Schwenk zum Sportlichenauch.
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                  Es gibt Meister, einen Titel noch zuvergeben ist ja auch passiert.
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                  Eben in der Bundesliga die Schale wirklichübergeben.
                  1:35:28–1:35:33
                  Aber Titel sind dann auch gefallen, zumBeispiel in England in der Women's Super
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                  League. Chelsea hat es mal wieder gemachtund Lyon zum 17.
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                  Mal französische Meisterin geworden.
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                  Für die geht es ja am Samstag dann noch inder Champions League und ich habe gerade
                  1:35:43–1:35:48
                  wirklich gerade eben gelesen, dass sie esnoch mal im Tab nebenan aufgemacht habe, dass
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                  wohl Sonia Bompastor, die aktuell noch beiLyon ist, wohl angekündigt ist, als also
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                  nicht angekündigt, aber gemunkelt wird, dasssie wohl Chelsea Chelseas neue Trainerin wird
                  1:36:00–1:36:03
                  für eben Emma Hayes, die ja geht.
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                  Also ganz interessante Geschichten da auch.
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                  Stichwort Chelsea Meisterin eben in England.
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                  Da ist natürlich auch Sjoeke Nüsken dann mitdabei, die dann auch den Rückweg dann wieder
                  1:36:13–1:36:18
                  angetreten hat. Aber nur zu Besuch,natürlich nach Frankfurt und man hat sie da
                  1:36:18–1:36:19
                  eben auf den Rängen auch gesehen.
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                  Genau das dazu.
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                  Mara: Und damit kommen wir zur allseits beliebtenBecker und Pfeiffer Rubrik Der Lese-, Hör-
                  1:36:28–1:36:30
                  und diese Woche auch Seh-Empfehlungen.
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                  Annika, willst du mal anfangen uns hindurchzu führen?
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                  Annika: Ja, Nina hat natürlich bei sich auch immerEmpfehlungen, das wollen wir ja nicht
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                  unterschlagen. Ich fange mal an mit einemArtikel bei The Athletic über Ann-Katrin
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                  Bergers Neubeginn in der NWSL bei Gotham.
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                  Sie will natürlich unbedingt in denOlympiakader und ja, da hat man, bekommt man
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                  in dem Artikel so einen ersten Eindruck vonihrem ersten Eindruck in den USA.
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                  Das fand ich ganz spannend.
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                  Und ja, genau.
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                  Außerdem gibt es da bei The Athletic auchnoch einen Longread über Emma Hayes und ihre
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                  Legacy. Ja, wie will man das eigentlich aufDeutsch gut ausdrücken bei Chelsea?
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                  Also ihr Vermächtnis im Prinzip von all denJahren, die sie da verbracht hat, all den
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                  Erfolgen, die sie gefeiert hat.
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                  Und dann rase ich mal noch weiter durch undempfehle gleich noch, damit sie das nicht
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                  selber machen muss Mara und ihre aktuelleFolge bei Flutlicht an mit Dana Rösiger,
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                  einer Sportfotografin, unter anderem imFußball der Frauen.
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                  Und es geht auch um die Arbeit bei DiscoverFootball.
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                  Mara: Ja, und ich wollte natürlich nichtunterschlagen, dass die Nina auch
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                  Empfehlungen hat, aber ich wollte es mal einbisschen abbinden.
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                  Hier ist schon sehr, ihr wisst schon.
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                  Na ja, apropos Abbinden.
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                  Abgebunden wird ja dann nach Olympia auch dieZeit von Horst Hrubesch beim DFB.
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                  Wobei man ja nie so genau weiß, wie lange esdauert, bis er wiederkommt.
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                  Und Inka Blumensaat hat für die Sportschaueine Doku gemacht, in der sie mal so ein
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                  bisschen drauf zurückgeschaut hat.
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                  Wie um. Er vor allen Dingen noch malgeworden ist seit der Zeit, als er eigentlich
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                  gesagt hat, er hört jetzt auf.
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                  Und was ich ganz lustig fand, war, dassseine Argumentation dafür, dass er nicht mehr
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                  weitermacht, ja auch immer so ein bisschenwar, dass er gesagt hat, er hat seiner Frau
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                  irgendwie versprochen, mehr Zeit mit ihr zuverbringen.
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                  Und in dieser Doku sagt er jetzt am Schluss.
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                  Also er muss auf jeden Fall noch irgendwieweitermachen im Fußball.
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                  Er kann ja nicht den ganzen Tag seiner Frauauf den Wecker gehen.
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                  Nina: Also scheint gut funktioniert zu haben mitder mit dem gemeinsamen Zeit verbringen.
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                  Mara: Theorie und Praxis, irgendwie.
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                  Und der Garten wäre auch nicht groß genug,dass er da den ganzen Tag irgendwie drin
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                  verbringen kann. Aber er war ja sowieso nurausgeliehen vom HSV an den DFB und das wird
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                  ja auch noch mal ganz spannend, wie die dannjetzt nach der sehr erfolgreichen Saison in
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                  der zweiten Liga ohne Krönung die nächsteSaison angehen und auch, wie es da weitergeht
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                  mit Almuth Schult und so, also da hat erbestimmt noch die eine oder andere Aufgabe,
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                  die er erledigen kann, wenn er dennweitermachen möchte.
                  1:39:15–1:39:18
                  Nina: Auf jeden Fall. Da bin ich super gespannt,wie es da weitergeht beim HSV.
                  1:39:18–1:39:22
                  Stimmt, irgendwie war ich da bei der zweitenLiga gerade schon wieder irgendwie ganz
                  1:39:22–1:39:26
                  woanders. Ich würde auch noch eineEmpfehlung mit reinnehmen, weil du gerade die
                  1:39:26–1:39:27
                  Athletik gesagt hast.
                  1:39:27–1:39:32
                  Ich weiß nicht, wieso ich da auf ABC Sportgekommen bin, aus Australien.
                  1:39:32–1:39:33
                  Ich weiß auch.
                  1:39:33–1:39:33
                  Mara: Fängt auch mit A an.
                  1:39:34–1:39:38
                  Nina: Ja genau. Und deswegen komme ich jetzt auchzu Annika, weil es auch mit A anfängt.
                  1:39:38–1:39:41
                  Aber Annika, vielleicht kennst du sie auchnoch aus Australien.
                  1:39:41–1:39:42
                  Kate O'Halloran. Ich weiß nicht, ob sie eshört.
                  1:39:43–1:39:45
                  Ganz liebe Grüße. Im Zweifel an dieserStelle.
                  1:39:45–1:39:46
                  Hatten eine ganz, ganz schöne Zeit.
                  1:39:46–1:39:50
                  Auf jeden Fall bei der WM. Und die schreibtunter anderem auch für ABC und hat da eine
                  1:39:50–1:39:56
                  Reportage und Porträt gemacht über Marissa Williamson-Pohlman,
                  1:40:00–1:40:09
                  die die erste Aboriginal-Frau ist, die fürAustralien als Boxerin zu Olympia fährt.
                  1:40:09–1:40:13
                  Also "Riss ist queer, Black and the firstAboriginal women to qualify for the
                  1:40:13–1:40:15
                  Australian Olympic Boxing Team".
                  1:40:15–1:40:16
                  Das schreibt Kate.
                  1:40:16–1:40:18
                  Und das ist eine ganz, ganz großeEmpfehlung.
                  1:40:18–1:40:20
                  Dieses Stück von ihr.
                  1:40:21–1:40:24
                  Mara: Ist immer übrigens so schön, um das für dieHörerinnen mal einzuflechten.
                  1:40:24–1:40:28
                  Wenn hier in diesem Trio eine eine Fragestellt, so wie jetzt Nina gerade direkt an
                  1:40:28–1:40:32
                  Annika und Annika, dann nickt, was ihr dadraußen natürlich nicht sehen könnt.
                  1:40:32–1:40:34
                  Ja, aber wenn ich mache.
                  1:40:34–1:40:38
                  Annika: Das kommt dann immer mit dem PodcastAufnahmen so ein bisschen verzögert an und d
                  1:40:38–1:40:39
                  ann unterbricht man sich aus Versehengegenseitig.
                  1:40:40–1:40:42
                  Das will ich ja auch nicht.
                  1:40:42–1:40:43
                  Mara: Alles ganz großartig.
                  1:40:45–1:40:51
                  Und auch ganz großartig bei unserer CrossoverVerschmelzung ist, dass wir eine sehr
                  1:40:51–1:40:55
                  beliebte Kategorie, die es tatsächlich abernormalerweise nur bei Becker und Pfeifer gibt
                  1:40:55–1:40:58
                  und nicht bei Die 45...
                  1:40:58–1:40:59
                  Nina: Aber ich freu mich natürlich, dass ich teilhaben darf.
                  1:40:59–1:41:01
                  Mara: Ja, genau, rübergerettet haben.
                  1:41:01–1:41:08
                  Das heißt, es wird jetzt quasi zum erstenMal aus drei Kehlen der Kackspecht besungen
                  1:41:08–1:41:10
                  statt wie sonst aus zwei.
                  1:41:12–1:41:15
                  Es folgt die allseits beliebteVogelkategorie.
                  1:41:17–1:41:20
                  Musik: Und hier für euch der Kackspecht der Woche.
                  1:41:24–1:41:29
                  Nina: Haben wir uns geeinigt: die FIFA mit all derKackscheisse, die da passiert ist.
                  1:41:29–1:41:35
                  Also für mich der größte, das größte Dingwar für mich, was ich da auch in dem Artikel
                  1:41:35–1:41:41
                  gelesen hatte von Thomas Kistner, dassInfantinos Assistent jetzt auch sein
                  1:41:41–1:41:42
                  Generalsekretär wird.
                  1:41:43–1:41:47
                  Mara: Ich finde aber auch die Tatsache, dass sichsein Gehalt von 1,9 auf 4 Millionen €
                  1:41:47–1:41:49
                  verdoppelt, sollte man auf gar keinen Fallunterschlagen.
                  1:41:52–1:41:55
                  Was ist dein Lieblings Kack-KügelchenAnnika?
                  1:41:55–1:41:58
                  Aus der FIFA-Kacke diese Woche.
                  1:41:58–1:42:02
                  Annika: Ihr habt jetzt natürlich zwei absoluteKnaller schon gesagt, aber ich finde es
                  1:42:02–1:42:06
                  tatsächlich auch einfach krass, dass siejetzt wirklich beschlossen haben, das in
                  1:42:06–1:42:11
                  Zukunft mit einem weiteren Kongressbeschlussder Sitz der FIFA aus der Schweiz verlegt
                  1:42:11–1:42:16
                  werden kann in ein anderes Land, wonatürlich Überraschung, Überraschung Saudi
                  1:42:16–1:42:22
                  Arabien gerade als möglicher Auswahlort auchganz vorne mit dabei ist, weil da die
                  1:42:22–1:42:28
                  Verflechtung einfach immer enger werden mitder sehr wahrscheinlich dort anstehenden WM.
                  1:42:28–1:42:35
                  Und weil auch die Finanzen der FIFA immerabhängiger werden vom saudi-arabischen Staat
                  1:42:35–1:42:37
                  und den Firmen, die da so ansässig sind.
                  1:42:37–1:42:40
                  Also ja, das ist doch alles ganz, ganzspannend.
                  1:42:41–1:42:46
                  Mara: Aber ist ja auch total logisch, weil nämlich,wenn Infantino weiterhin einfach immer dahin
                  1:42:46–1:42:51
                  zieht, wo die nächste WM der Männerausgetragen wird, dann spart er doch total
                  1:42:51–1:42:56
                  viele Wege, wenn er irgendwie auch die FIFAdirekt mitnimmt nach Saudi Arabien.
                  1:42:56–1:43:00
                  Das ist doch sicherlich auch ökologischtotal sinnvoll, weil er dann nicht mehr so
                  1:43:00–1:43:01
                  viel im Flieger sitzt.
                  1:43:01–1:43:03
                  Ihr habt aber auch wirklich immer nur zumeckern.
                  1:43:05–1:43:09
                  Nina: Ich wollte gerade sagen, ThemaNachhaltigkeit: Pass mal auf, in ein, zwei
                  1:43:09–1:43:11
                  Jahren heißt dann wirklich FIFA ist immerda, wo Infantino ist.
                  1:43:12–1:43:14
                  Mara: Das wird eine totale Verschmelzung.
                  1:43:14–1:43:17
                  Das mit den Kommissionen finde ich aber auchnoch ganz spannend, oder?
                  1:43:18–1:43:22
                  Annika: Das hatten wir auch schon in einer unsererFolgen erwähnt, als es so das erste Mal
                  1:43:22–1:43:23
                  angekündigt wurde.
                  1:43:23–1:43:29
                  Bisher ist es so, dass es bis zu siebenKommissionen geben kann, aber in Zukunft kann
                  1:43:29–1:43:32
                  Infantino wieder bis zu 35 Kommissioneneinrichten.
                  1:43:33–1:43:38
                  Das ist deswegen interessant, weil dieMenschen, die in diese Kommission berufen
                  1:43:38–1:43:43
                  werden, dafür natürlich bezahlt werden undman dann davon ausgehen kann, dass das so ein
                  1:43:43–1:43:49
                  korruptes "eine Hand wäscht die anderePrinzip" ist also ich bezahle euch dafür,
                  1:43:49–1:43:55
                  dass ihr in meiner tollen Kommission sitzt,die einen sehr coolen Titel hat und wenn die
                  1:43:55–1:43:59
                  dann über irgendwas abstimmen soll, dannstimmt ihr aber bitte so wie ich das gerne
                  1:43:59–1:44:03
                  möchte, weil ich euch diesen coolen Postenmit ein bisschen Geld zugeschustert habe.
                  1:44:04–1:44:12
                  Das war ein Prinzip, das gab es mit nochnichtmals 35, sondern 26 und das war auch
                  1:44:12–1:44:14
                  schon schlimm genug, kommission unter SeppBlatter.
                  1:44:14–1:44:20
                  Dann gab es diese ganzen Korruptionsaffärenund Infantino selbst ist angetreten damit,
                  1:44:20–1:44:26
                  dass er das alles beenden möchte und dieFifa zu einem wunderbaren, transparenten
                  1:44:27–1:44:28
                  Verband machen möchte.
                  1:44:28–1:44:32
                  Und diese ganzen Kommissionen wurden ebenreduziert auf die sieben, die ich schon
                  1:44:32–1:44:36
                  genannt habe. Ja, und jetzt wird das Ganzenicht nur rückgängig gemacht, sondern halt
                  1:44:36–1:44:39
                  auch noch weiter ausgebaut, als es vorherjemals war.
                  1:44:39–1:44:41
                  Das ist doch richtig großartig.
                  1:44:41–1:44:48
                  Mara: Ja, also damit Infantino auch in SachenKommission sagen kann The greatest number of
                  1:44:48–1:44:49
                  all.
                  1:44:50–1:44:51
                  Nina: Stop the count.
                  1:44:53–1:44:55
                  Er machte da eine schöne Party.
                  1:44:55–1:45:02
                  Er wird da eine schöne Zeit verbringen mitseinen lieben Freundinnen und Freunden.
                  1:45:02–1:45:08
                  Mara: Genau. Ich glaube, auch in dem Fall kann mansich das Gendersensible wirklich hacken.
                  1:45:08–1:45:13
                  Ihr Lieben, es wäre alles gar nichtauszuhalten, wenn man nicht mit so tollen
                  1:45:13–1:45:16
                  Menschen darüber sprechen könnte wie miteuch beiden.
                  1:45:16–1:45:21
                  Ich versuche hier mal eine Abwinde zuschaffen und gebe dann aber natürlich noch
                  1:45:21–1:45:23
                  mal an euch weiter.
                  1:45:23–1:45:27
                  Zum einen, da es ja immer langweilig ist,sich selber zu empfehlen, empfehle ich an
                  1:45:27–1:45:30
                  dieser Stelle noch mal aus ganzem Herzen den11.
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                  Juni in München.
                  1:45:32–1:45:38
                  Ab 19:00 diskutieren da Nina und Annikadarüber: wovon träumt der Fußball der Frauen?
                  1:45:38–1:45:43
                  Das Ganze bei freiem Eintritt und eingerahmtvon Musik.
                  1:45:43–1:45:49
                  Das heißt, ich kann euch allen nur ratenrennt da hin, kauft euch Zugtickets oder
                  1:45:49–1:45:54
                  schnallt euch irgendwie ein Fahrrad odersowas unter und macht euch auf den Weg nach
                  1:45:54–1:45:56
                  München. Das wird sehr, sehr, sehr, sehrcool.
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                  Für Annika und mich kann ich außerdem nochsagen, dass wir jetzt eine dreiwöchige Pause
                  1:46:05–1:46:09
                  einlegen. Das heißt am 27.
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                  Mai und in den ersten beiden Juniwochen hörtihr nichts von uns.
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                  Wir kommen dann wieder am 17.
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                  Juni und damit danke ich erstmal.
                  1:46:23–1:46:28
                  Den beiden tollen Menschen, mit denen ichhier sitze und sprechen durfte.
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                  Vor allen Dingen auch für den grandiosenRückschau Blog, den sie zwischenzeitlich noch
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                  gerockt haben. Was gelogen ist.
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                  Den rocken sie jetzt erst, wenn wiraufgelegt haben.
                  1:46:37–1:46:39
                  Aber ich kann das jetzt schon sagen.
                  1:46:39–1:46:43
                  Und dann gebe ich noch mal ach so, natürlichauch 1000 Dank an die Hörer*innen fürs
                  1:46:43–1:46:49
                  Zuhören von dieser hoffentlich für euchgenauso coolen Crossoverfolge, wie sie das
                  1:46:49–1:46:51
                  für uns ist. Das wird sicher nicht dieletzte geblieben sein.
                  1:46:51–1:46:54
                  Und damit gebe ich noch mal zurück an euchbeide.
                  1:46:55–1:46:59
                  Nina: Äh, ja. Annika Also ich muss erst mal sagen,dass ich mir mein Ticket nach München auch
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                  überhaupt noch buchen muss.
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                  Annika: Ich sehe schon, wir beide müssen trampen.
                  1:47:06–1:47:08
                  Nina: Ja, ja, mal gucken.
                  1:47:08–1:47:10
                  Ja, und dann wird es wahrscheinlich einbisschen.
                  1:47:10–1:47:14
                  Also das ist traurig, aber eine kleine Lehredann sein, weil auch ich eine kleine Pause
                  1:47:14–1:47:17
                  ankündige. Nächste Woche wird es auch vonmir nichts geben.
                  1:47:17–1:47:19
                  Ich gönne mir Urlaub an der Ostsee.
                  1:47:19–1:47:20
                  Muss auch mal sein.
                  1:47:20–1:47:23
                  Nach der nach der Saison jetzt.
                  1:47:23–1:47:26
                  Danach gibt es vielleicht in zwei Wochennoch mal einen größeren Rückblick.
                  1:47:26–1:47:30
                  So auch mit der zweiten Liga mit rein unddann checken wir das noch mal alles ab.
                  1:47:30–1:47:34
                  Irgendwie hole ich mir wirklich noch malmeine Notizen auch vom Saisonbeginn mit dazu,
                  1:47:34–1:47:37
                  dass wir da noch mal irgendwie ein bisschenmehr abgleichen.
                  1:47:37–1:47:40
                  Vielleicht. Vielleicht Aber belassen wir esdabei.
                  1:47:40–1:47:44
                  Ich bin ganz ehrlich so ganz sicher, wie derSommer wird, weiß ich auch noch nicht.
                  1:47:44–1:47:48
                  Und dann genau schauen wir mal, aber es gibtauf jeden Fall noch was zu hören.
                  1:47:48–1:47:50
                  Und dann sage ich auch ganz, ganz liebenDank an euch beide.
                  1:47:50–1:47:55
                  Es war wirklich ganz, ganz schön und dankean die Zuhörerinnen immer.
                  1:47:55–1:47:58
                  Zuschriften sind sehr, sehr gern gesehen,sage ich jetzt auch mal für euch beide
                  1:47:58–1:48:04
                  einfach. Es geht ja bei Spotify untendrunter, bei Instagram, da findet ihr uns
                  1:48:04–1:48:09
                  unter @derfussballpod und @die45_podcast undauch einzeln.
                  1:48:10–1:48:11
                  Genau. Tschüss.
                  1:48:12–1:48:12
                  Annika: Tschüss.
                  1:48:13–1:48:18
                  Mara: Wie? Annika? Du willst nicht sagen, außerTschüss, sage ich jetzt mal irgendwie noch.
                  1:48:18–1:48:21
                  Annika: Ich kann der langen Rede nicht auch nochirgendwas erzählen.
                  1:48:21–1:48:22
                  Da kann ich doch überhaupt gar nichts mehrsagen.
                  1:48:22–1:48:25
                  Nina: Das ist das Prinzip von einem Podcast.
                  1:48:26–1:48:27
                  Annika: Nein.
                  1:48:29–1:48:30
                  Nina: Jetzt erwarten wir auch noch eine Rede.
                  1:48:30–1:48:32
                  Eine zweistündige Rede. Annika, bitte!
                  1:48:33–1:48:33
                  Und los.
                  1:48:38–1:48:42
                  Annika: Ja, ich sehe schon ihr beide wollt, dass ichdann in den drei Wochen alleine mit mir
                  1:48:42–1:48:44
                  selber podcaste.
                  1:48:44–1:48:45
                  Ähm, nein, ich.
                  1:48:45–1:48:49
                  Ich habe dem Ganzen, den ganzen gutenWünschen gar nichts mehr hinzuzufügen.
                  1:48:49–1:48:53
                  Ich bedanke mich auch noch mal bei allen,die zugehört haben, die uns in Zukunft
                  1:48:53–1:48:57
                  zuhören werden. Und natürlich bei euchbeiden wunderbaren Menschen.
                  1:48:57–1:48:59
                  Nina: Dann macht's gut.
                  1:48:59–1:49:01
                  Tschüss. Tschüss.

                  Der Beitrag #51 Saisonfinale! Becker & Pfeiffer meets Die 45 erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

                  1 hr 51 min
                • #50 Goldene Vogelhochzeit

                  Diese Woche gibt es jede Menge Grund zu feiern. Allen voran unser Jubiläum, denn ihr hört gerade die 50. Folge von „Becker & Pfeiffer“ und das ist schon einen Tusch wert, finden wir. Annika freut sich außerdem über den Klassenerhalt von Schalke 04 und Mara darüber, dass die Mainz-05-Frauen Meisterinnen der Regionalliga Südwest geworden sind. Darüber, wieso es eben Meisterinnen – und nicht Meister – sind, sprechen wir auch.

                  Im ungewöhnlich kurzen Themenblock reden wir nach der ausgedehnten Fußballwoche über den FIFA-Evaluationsbericht zu den Bewerbungen um die Austragung der WM 2027. Beim Kongress des Verbandes am Freitag fällt die Entscheidung, ob Brasilien oder das europäische Trio aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland den Zuschlag erhält. In den Blitznews blicken wir unter anderem auf Luis Rubiales, Frauen im Sport und den Sportmedien und auf Lara Dickenmanns Abgang beim Grasshopper Club Zürich.

                  Zur Feier der Jubiläumsfolge gibt es endlich mal wieder einen Kronenkranich: Wir bejubeln die „Queens Park Ladies“, die ihre U12-Liga unbesiegt gewinnen. Da reiben sich die Jungs verwundert die Augen, denn die Mädchen sind in einer Boys League angetreten.

                  Becker & Pfeiffer is a labor of love, aber wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und unsere Bolztribüne mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

                  Becker & Pfeiffer

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                  Shownotes/Links/Quellen
                  • Annikas Rant über die miese Übertragung der 2. Liga (f)
                    https://bolztribuene.de/2024/05/06/uebertragungen-2-bundesliga-der-frauen/ 
                  • FIFA-Evaluationsbericht zu den WM-Bewerbungen 2027
                    https://digitalhub.fifa.com/m/23756d029e53561b/original/FIFA-Women-s-World-Cup-2027-bid-evaluation-report.pdf
                    Meg Linehan dazu, warum aus ihrer Sicht der Rückzug der USA und Mexiko sinnvoll war:
                    https://theathletic.com/5481299/2024/05/09/us-mexico-womens-world-cup-20
                    web.de-Kolumne von Mara zum Thema
                    https://web.de/magazine/sport/fussball/wm/wm-bewerbungen-hoeher-schneller-39652800
                    Zusammenfassung bei uns auf der Bolzi
                    https://www.instagram.com/p/C6uJPlUrBGa/
                  • Petra Tabarellis Nachspielzeiten: Wie der Elfmeter zu seinem Namen kam
                    https://bolztribuene.de/2024/05/03/wie-der-elfmeter-zu-seinem-namen-kam/
                  • Warum wir mehr über Sport-BHs reden müssen
                    https://www.theage.com.au/sport/i-was-in-so-much-pain-the-unspoken-big-issue-affecting-women-athletes-20240304-p5f9s0.html
                  • Fiona McLachlan hat geforscht zur Darstellung von Sport der Frauen in den Medien (Australien) und stellt fest: “It’s Boom time – again”
                    https://sirensport.com.au/women-in-sport-media/equity-in-sports-media-numbers-alone-wont-deliver-change/
                    Fionas Buch
                    https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/14443058.2019.1575262
                  • Interview: Frauen im Sportjournalismus
                    https://www.sportjournalist.de/news/interviews/es-hat-mich-erstaunt-dass-wir-da-noch-nicht-weiter-sind-fb-3339/
                  • Vier von fünf Trainerinnen erleben Sexismus: Für die Studie wurden 115 Trainerinnen befragt
                    https://www.kickitout.org/news-media/four-five-women-coaches-have-experienced-sexism-kick-it-out-research-suggests
                  • KickIn bietet neues Weiterbildungszertifikat “Entwicklung von Diversität und Inklusion” (EDI) inoch bis 2. Juni kann man sich bewerben
                    https://edi-fussball.de/
                  • Lara Dickenmann verlässt den Grasshopper Club Zürich, wo sie seit 2021 General Managerin des Frauenfußballteams war
                    https://www.gcfrauenfussball.ch/news/artikel/171/general-managerin-lara-dickenmann-verlaesst-grasshopper-club-zuerich/
                    Zur Rolle von Erich Vogel, der beim Verein im Bereich Männer lange Zeit Strippenzieher war und das auch bei den Frauen versuchte
                    https://www.nzz.ch/sport/fussball/gc-frauen-was-hat-erich-vogel-mit-dickenmann-abgang-zu-tun-ld.1829806
                    Verein verkündet Vogel jetzt als Interimslösung
                    https://www.srf.ch/sport/fussball/super-league/schweizer-fussball-news-erich-vogel-springt-temporaer-bei-den-gc-frauen-ein
                  • Spielerin von Henstedt Ulzburg, Liv Fuss, macht eine Umfrage zu Prävention von Kreuzbandrissen im Fußball
                    https://forms.office.com/pages/responsepage.aspx?id=iocHJq7atEmuY6JYV-P02QBshnp6rRhFoQmEwQo4KkRUMkVXTU9MRTNQV1JNWjZDSjMyWE01ME9YVC4u
                  • FIFPRO, PFA England, Nike & Leeds Beckett University launch project to reduce ACL injuries in women’s football:
                    https://www.fifpro.org/en/supporting-players/health-and-performance/fifpro-pfa-england-nike-leeds-beckett-university-launch-project-to-reduce-acl-injuries-in-women-s-football
                  • Der VfL Osnabrück wehrt sich gegen die Geldstrafe des DFB für die Proteste gegen DFL-Investoren
                    https://os-rundschau.de/vfl/nach-muendlicher-verhandlung-am-freitag-dfb-sportgericht-bestaetigt-strafen/
                    https://www.sportschau.de/fussball/vfl-osnabrueck-und-dfb-streiten-um-geldstrafen-fuer-investorproteste,fussball-proteste-100.html  
                  • Die Gewerkschaften FIFPRO und WLA machen Druck auf die FIFA und drohen mit rechtlichen Schritten wegen der FIFA-Klub-WM
                    https://www.sportschau.de/fussball/gewerkschaften-drohen-der-fifa,klage-gegen-fifa-100.html 
                  • Reaktion der FIFA
                    https://www.bbc.com/sport/football/articles/cxx85j2nr41o 
                  • Luis Rubiales muss wegen des Übergriffs gegen Hermoso vor Gericht, außerdem auch Jorge Vilda, Albert Luque und Rubén Rivera
                    https://www.relevo.com/futbol/liga-primera/jorge-abre-juicio-oral-rubiales-20240508192221-nt.html
                    https://theathletic.com/5481568/2024/05/09/luis-rubiales-trial-jenni-hermoso/
                    https://www.theguardian.com/world/article/2024/may/08/luis-rubiales-trial-world-cup-kiss-football-player-jenni-hermoso
                  • Ermittlungsverfahren gegen Ex-PSG-Trainer Didier Ollé-Nicolle wegen sexueller Belästigung und sexistischer Äußerungen wurde eingestellt
                    https://www.leparisien.fr/sports/football/psg-feminin/psg-feminin-non-lieu-pour-didier-olle-nicolle-02-05-2024-R5PF55AS35AWXNMKG72Q7TN2RQ.php
                    https://theathletic.com/5468973/2024/05/03/didier-olle-nicolle-psg-case/ 
                  • Die australische Nationalspielerin Lydia Williams hat angekündigt, nach Olympia 2024 ihre internationale Karriere zu beenden
                    https://www.theguardian.com/football/article/2024/may/10/lydia-williams-matildas-retire-international-football-australia 
                  • Vivianne Miedema verlässt nach sieben Jahren am Ende der Saison Arsenal, Ziel noch unbekannt
                    https://www.instagram.com/p/C66OCpzoMB6/?utm_source=ig_web_copy_link 
                  • Chelsea ist daran interessiert, Anteile an der Frauenabteilung an Investoren zu verkaufen und denkt auch über ein Multi-Club-Ownership-Modell nach
                    https://theathletic.com/5490007/2024/05/13/chelsea-women-sale-investment/ 
                  • Saskia Bartusiak wird nach Olympia Assistenztrainerin der DFB-Frauen
                    https://www.dfb.de/news/detail/bartusiak-wird-nach-olympia-assistenztrainerin-der-dfb-frauen-261364/
                  • Die Leseempfehlungen: Joey Lynch schaut auf die A-League und inwieweit die Liga nach der WM 2023 vom Turnier profitieren konnte
                    https://www.theguardian.com/football/article/2024/may/07/a-league-women-world-cup-moving-the-goalposts
                    … und schreibt außerdem über das Saisonfinale zwischen Melbourne und Sydney
                    https://www.theguardian.com/football/article/2024/may/04/shea-connors-late-strike-clinches-sydney-fc-a-record-fifth-a-league-women-championship
                  • Syanie Dalmat und Vincent Villa haben für L’Équipe vor der bevorstehenden Professionalisierung der D1 mit den Aktuer*innen bei Vereinen gesprochen
                    https://www.lequipe.fr/Football/Article/Ou-en-est-la-d1-arkema-avant-de-faire-sa-revolution/1466018 
                  • Queer sporting alliance in Australia is boosting gender diversity in sports
                    https://www.abc.net.au/news/2024-04-03/qsa-boosting-gender-diversity-in-sport/103656808
                  • Transferübersicht von Nina für die 1. Buli und die Aufstiegs-Anwärterinnen der 2. Buli neu auf der BOLZTRIBÜNE
                    https://bolztribuene.de/2024/05/07/bundesliga-transfers-2024-25/ 
                  • Kronenkranich der Woche: “Queens Park Ladies” werden als einziges Mädchen-Team in einer Jungs-Liga ungeschlagen Erste
                    https://www.nytimes.com/2024/04/24/world/europe/uk-women-girls-soccer-team-bournemouth.html
                  • Transkription der Episode anzeigen

                    Annika Becker
                    0:00:22–0:00:27
                    Herzlich willkommen zu Folge Nummer 50. Ja, ihr hört richtig,
                    0:00:27–0:00:32
                    50 inzwischen schon von "Becker und Pfeiffer - der Fußball-Podcast".
                    0:00:32–0:00:38
                    Ich bin Annika Becker und ja genau, ich spreche mit Mara Pfeiffer und wir haben
                    0:00:38–0:00:46
                    quasi goldene Vogelhochzeit, wenn man bei unseren Kackspechten und Kronenkranichen bleibt.
                    0:00:46–0:00:51
                    Und eigentlich müssten wir jetzt irgendwie so eine typische Musik einspielen,
                    0:00:51–0:00:58
                    die man dann bei solchen Anlässen spielt, irgendwie so Marmor, Stein und Eisen bricht.
                    0:00:58–0:01:01
                    Aber bei uns ist es dann der Feed, der nicht bricht....
                    Mara Pfeiffer
                    0:01:01–0:01:02
                    ...Nein, die Vogelhochzeit natürlich....
                    Annika Becker
                    0:01:02–0:01:06
                    ...Außer man verlinkt aus Versehen YouTube in den Shownotes, dann bricht er manchmal doch.
                    Mara Pfeiffer
                    0:01:10–0:01:14
                    Großartig, Vogelhochzeit, fantastisch! Ja, herzlich willkommen,
                    0:01:14–0:01:16
                    liebe Hörer*innen da draußen.
                    0:01:16–0:01:20
                    Wir freuen uns sehr, dass ihr uns jetzt schon seit 50 Folgen die Stange haltet.
                    0:01:22–0:01:27
                    Ugh, auch eine komische Redewendung irgendwie. Ja, ich habe vorhin Podcasts
                    0:01:27–0:01:31
                    gehört, als ich zwischendurch schnell mal hier durchgesaugt und dann was gegessen habe.
                    0:01:32–0:01:36
                    Ich habe wieder festgestellt, dass andere Leute viel, viel, viel offensiver
                    0:01:36–0:01:40
                    in jeder Folge fünfmal sagen: "Und vergesst nicht, positive Bewertungen zu schreiben",
                    0:01:40–0:01:45
                    und mir vorgenommen, das in dieser Folge ungefähr achtmal anzubringen.
                    0:01:45–0:01:46
                    Aber nein, werde ich natürlich nicht.
                    0:01:46–0:01:50
                    Ich kann nur nochmal sagen, wir sind mega, mega happy, dass es euch gibt,
                    0:01:50–0:01:54
                    weil es nur deswegen uns gibt und wir freuen uns total über euer wirklich wundervolles
                    0:01:54–0:01:59
                    Feedback, sowohl auf den Podcast als auch auf die Bolzi, wie wir die Bolztribüne
                    0:01:59–0:02:00
                    ja mittlerweile hier liebevoll nennen.
                    0:02:00–0:02:04
                    Und vor allen Dingen freuen wir uns natürlich auch sehr, sehr,
                    0:02:04–0:02:07
                    sehr, sehr, sehr über eure fantastischen Spenden.
                    0:02:07–0:02:11
                    Und ich habe schon gesehen, die Annika hat hier wieder einige unserer wirklichen
                    0:02:11–0:02:15
                    Dauerbrenner*innen eingetragen, nämlich Oskar, Ruth und Elisabeth.
                    0:02:16–0:02:17
                    Also Oskar und Ruth sind die Dauerbrenner*innen.
                    0:02:18–0:02:22
                    Und herzlichen Dank an euch drei diese Woche. Das ist ganz, ganz, ganz famos.
                    0:02:23–0:02:30
                    Wir weisen aber tatsächlich ab und zu mal, und heute mache ich das gerade rasch am Anfang darauf hin,
                    0:02:31–0:02:35
                    Wenn ihr diese Liebe nicht nur uns ins Postfach gießt, sondern tatsächlich sie
                    0:02:35–0:02:37
                    auch noch auf den Plattformen hinterlässt,
                    0:02:37–0:02:39
                    dann hilft das dem Podcast.
                    Annika Becker
                    0:02:39–0:02:40
                    Vor allem bei Apple, das muss man vielleicht mal
                    0:02:40–0:02:43
                    so deutlich dazu sagen, weil alle immer fragen, wo sie das tun sollen,
                    0:02:43–0:02:47
                    damit es was bringt und es ist bei Apple, bei iTunes.
                    Mara Pfeiffer
                    0:02:47–0:02:52
                    Genau, das hilft dem Podcast auch noch zu ein bisschen mehr Sichtbarkeit.
                    0:02:52–0:02:58
                    Wir sind in diesem ganzen Fußballthema natürlich nischiger als irgendwelche
                    0:02:58–0:03:08
                    anderen Leute mit deren Namen bei den Hörer*innen dann natürlich direkt irgendwie
                    0:03:08–0:03:11
                    Erinnerung an keine Ahnung was wachruft.
                    0:03:11–0:03:16
                    Aber ja, deswegen freuen wir uns, wenn ihr das tut und sichern euch da ewige
                    0:03:16–0:03:22
                    Dankbarkeit und liebevolle Tagebucheinträge zu und sagen unsererseits schon mal danke.
                    Annika Becker
                    0:03:22–0:03:25
                    Yes, indeed. Das ist so.
                    Mara Pfeiffer
                    0:03:25–0:03:27
                    Und Annika, ich muss gleich direkt noch was hinterher schieben.
                    0:03:27–0:03:30
                    Du wirst es nicht glauben, ich habe Nachrichten bekommen, dass Menschen bei
                    0:03:30–0:03:32
                    der Live-Sendung meine Zahlenspiele vermisst haben.
                    0:03:33–0:03:34
                    Kannst du dir das vorstellen?
                    Annika Becker
                    0:03:36–0:03:41
                    Fällt dir denn was ein zu 50, außer das Offensichtliche mit der 05?
                    Mara Pfeiffer
                    0:03:41–0:03:46
                    Genau, also 50 natürlich, dass wir die Fünfzigste im Mai haben, also Fünfzig-05 und dann ist
                    0:03:46–0:03:55
                    es ein bisschen so, dass wenn man ein Datum schreibt mit quasi dreimal zweistellig, also 13.05.24,
                    0:03:56–0:03:59
                    dann könnten wir diesmal quasi wie so durchzählen.
                    0:03:59–0:04:05
                    Also aus der 13 die 1, aus der 24 die 2, aus der 13 die 3, aus der 24 die 4
                    0:04:05–0:04:08
                    und aus dem Mai die 5. Und natürlich muss man die 0 nach vorne setzen.
                    0:04:08–0:04:16
                    Das ist so was wie eine Straße, nur dass sie mit 0 anfängt und mit 5 endet und
                    0:04:16–0:04:20
                    nicht mit 1 anfängt und mit 6 endet. Aber hey, man kann nicht alles haben.
                    Annika Becker
                    0:04:20–0:04:22
                    Also ich merke mir, wenn ich mit dir mal ans Meer fahren sollte,
                    0:04:22–0:04:24
                    spiele ich auf jeden Fall nicht Kniffel mit dir.
                    Mara Pfeiffer
                    0:04:25–0:04:30
                    Oh, ich liebe Kniffel, aber das kommt jetzt nicht überraschend.
                    0:04:32–0:04:37
                    Kniffel ist fantastisch. Ich habe einen Mainz 05 Kniffel. Das bringe ich dann mit.
                    0:04:40–0:04:45
                    Sehr schön. Na gut, aber die Annika wollte jetzt einen Nachklapp zur vorangegangenen
                    0:04:45–0:04:48
                    Sendung äußern, der eigentlich kein Nachklapp zu einer vorangegangener Sendung,
                    0:04:48–0:04:51
                    sondern zu einem vorangegangenen Bolzi-Rant ist.
                    0:04:51–0:04:54
                    Aber ihr seht ja, das verschmilzt hier alles immer weiter.
                    Annika Becker
                    0:04:54–0:05:00
                    Ja, und da es auch um einen Podcast geht, dachte ich, ich sende mal Podcast-Grüße
                    0:05:00–0:05:02
                    rüber, vor allem, weil ich da ja auch selbst schon mal zu Gast war.
                    0:05:02–0:05:07
                    Also, kurz ausgeholt, ich habe letzte Woche, war das glaube ich,
                    0:05:07–0:05:12
                    auf der Bolztribüne einen Rant geschrieben darüber, wie unfassbar schlecht die
                    0:05:12–0:05:15
                    Übertragungen der zweiten Bundesliga der Frauen sind.
                    0:05:15–0:05:22
                    Und habe dann nachher, also am Wochenende von Katarina Schubert,
                    0:05:22–0:05:23
                    liebe Grüße, den Hinweis bekommen,
                    0:05:23–0:05:28
                    dass Claus Gahr wiederum bei sich bei Facebook veröffentlicht hatte,
                    0:05:28–0:05:34
                    eine Antwort auf eine Anfrage, die er gestellt hatte an Sporttotal zu der ganzen
                    0:05:34–0:05:38
                    Sache und wie das da so verläuft, die verlinken wir euch auch hier.
                    0:05:38–0:05:42
                    Er hat das nämlich als Screenshots online gestellt und ja, das ist im Grunde
                    0:05:42–0:05:47
                    genommen eine technische Erklärung, wie dieses Kamerasystem funktioniert und
                    0:05:47–0:05:51
                    natürlich, was da für sie für eine Arbeit hinter steckt und wie sie sich Mühe
                    0:05:51–0:05:53
                    geben und so weiter und so weiter.
                    0:05:53–0:05:56
                    Ich bin dadurch dann aber durch diese Verlinkung auch darauf aufmerksam geworden,
                    0:05:57–0:06:02
                    dass Claus Gahr mit den anderen wunderbaren Leuten von "AUSDEMFF" im Podcast
                    0:06:02–0:06:08
                    schon vor so zwei Wochen ungefähr auch über das Thema gesprochen hatte.
                    0:06:08–0:06:12
                    Die Folge hatte ich noch nicht gehört, deswegen hatte ich das gar nicht mitbekommen.
                    0:06:12–0:06:16
                    Und da war nämlich Maria Reisinger zu Gast, die ja nun mal eben sportliche Leiterin
                    0:06:16–0:06:22
                    beim SV Meppen ist und die macht halt ziemlich genau die gleichen Punkte wie
                    0:06:22–0:06:25
                    ich bei mir im Text, was mich ein bisschen belustigt hat.
                    0:06:25–0:06:29
                    Es ist aber auch darüber hinaus einfach eine sehr gute Folge.
                    0:06:29–0:06:34
                    Deswegen da auf jeden Fall nochmal die Empfehlung so direkt hinterher.
                    0:06:34–0:06:38
                    Die können wir euch leider nicht direkt verlinken, weil es den Podcast nur bei
                    0:06:38–0:06:41
                    YouTube gibt und wie ich gerade vorhin schon versucht habe, den Witz zu machen
                    0:06:41–0:06:46
                    und wir immer wieder hingewiesen werden von lieben Hörer*innen.
                    0:06:47–0:06:50
                    Zerbastelt das halt irgendwie unseren Feed, wenn wir YouTube-Links in die Shownotes
                    0:06:50–0:06:54
                    nehmen und dann kann der Podcast im Podcatcher nicht mehr geladen werden.
                    0:06:55–0:07:00
                    Aber wenn ihr auf den Bolztribüne-Text geht, dann findet ihr ganz unten im Update
                    0:07:00–0:07:03
                    die Verlinkung auch zur Podcast-Folge.
                    0:07:04–0:07:08
                    Und mit Maria Reisinger. Genau, das wollte ich hier noch kurz erzählen.
                    0:07:08–0:07:12
                    Das passte irgendwie nicht so richtig in irgendeines unserer anderen Segmente.
                    0:07:12–0:07:15
                    Deswegen dachte ich, ich mache es mal als Nachklapp, auch wenn es eigentlich
                    0:07:15–0:07:17
                    kein Podcast-Nachklapp ist.
                    Mara Pfeiffer
                    0:07:17–0:07:19
                    Aber so quasi. Ja.
                    0:07:21–0:07:27
                    Und liebe Annika, um gleich mal anzuknüpfen an Dinge, die letzte Woche passiert
                    0:07:27–0:07:29
                    sind. Wie war denn deine Fußballwoche?
                    Annika Becker
                    0:07:29–0:07:33
                    Naja, ich meine, du hast es ja vorhin schon erwähnt.
                    0:07:33–0:07:36
                    Man muss auf jeden Fall damit anfangen, dass wir unseren Live-Podcast hatten
                    0:07:36–0:07:40
                    im Stadion der Träume in Köln mit Claudia Neumann.
                    0:07:40–0:07:46
                    Also da kann ich auch mal so ganz frech und forsch und egoistisch für uns beide,
                    0:07:46–0:07:49
                    glaube ich, sagen, falls ihr die Folge noch nicht gehört habt,
                    0:07:49–0:07:51
                    dann holt das auf jeden Fall mal ganz dringend nach,
                    0:07:51–0:07:56
                    weil ich finde, das ist ein richtig tolles Gespräch geworden.
                    0:07:56–0:08:00
                    Aber es war auch einfach so an sich auf einer persönlichen Ebene ein richtig
                    0:08:00–0:08:04
                    schöner Abend, fand ich, mit allem drum und dran.
                    0:08:04–0:08:11
                    Und hat einfach sehr, sehr viel Spaß gemacht. Also das war auch ein absolutes Highlight in der Woche.
                    0:08:11–0:08:18
                    Die war ansonsten ja sportlich schon irgendwie cool, aber in anderer Hinsicht
                    0:08:18–0:08:19
                    auch ein bisschen frustrierend.
                    0:08:19–0:08:22
                    Aber ich weiß nicht, wolltest du nicht noch irgendwas zu Köln sagen,
                    0:08:22–0:08:25
                    vielleicht auch, bevor ich hier weiter mich reinmeimel?
                    Mara Pfeiffer
                    0:08:26–0:08:29
                    Köln war auf jeden Fall sehr, sehr, sehr, sehr schön.
                    0:08:29–0:08:34
                    Wir haben uns total gefreut, diesen Abend mit der Claudia da so gestalten zu
                    0:08:34–0:08:40
                    können und wir haben uns auch sehr gefreut über die netten Menschen im Fußballmuseum,
                    0:08:40–0:08:42
                    die uns überhaupt erstmal eingeladen haben.
                    0:08:43–0:08:49
                    Ähm, es hätte, kann man ja ruhig auch so offen sagen, noch ein bisschen mehr
                    0:08:49–0:08:52
                    so Menschen im Publikum tatsächlich vertragen.
                    0:08:52–0:08:54
                    Das wäre definitiv schön gewesen.
                    0:08:54–0:08:58
                    Wir haben aber auch ganz liebe Rückmeldungen bekommen. zum einen von Leuten,
                    0:08:58–0:08:59
                    die uns irgendwie hören,
                    0:08:59–0:09:03
                    denen es zu weit gewesen wäre und zum anderen muss man sagen,
                    0:09:03–0:09:08
                    dass halt jetzt ehrlich mit Blick auf die EM im eigenen Land und diese ganzen
                    0:09:08–0:09:13
                    wirklich sehr schönen Veranstaltungen bei den Stadien der Träume einfach wahnsinnig
                    0:09:13–0:09:17
                    viel ist und das auch noch das Feiertagswochenende war.
                    0:09:18–0:09:22
                    Und also für mich ist es immer so, wenn so eine Veranstaltung ist und ich sitze
                    0:09:22–0:09:26
                    selber irgendwo oben, ich kriege nach 90 Sekunden sowieso nicht mehr mit,
                    0:09:26–0:09:29
                    wie viele Leute da sitzen, sondern freue mich einfach über die,
                    0:09:29–0:09:32
                    die da sind und das ist auch keine Floskel, sondern das ist tatsächlich so.
                    0:09:32–0:09:36
                    Ich denke dann immer nur so für die Veranstaltenden wäre natürlich irgendwie
                    0:09:36–0:09:41
                    eine vollere Hütte irgendwie noch schöner, aber das wird glaube ich auch nicht
                    0:09:41–0:09:44
                    einfacher und da hat Corona auf jeden Fall auch ein bisschen was verändert.
                    0:09:45–0:09:49
                    Naja, aber beim nächsten Mal können ja dann noch ein paar von euch kommen,
                    0:09:49–0:09:52
                    die dann vielleicht in der Ecke wohnen, wo wir da unterwegs sind.
                    0:09:52–0:09:55
                    Das wird jedenfalls hoffentlich nicht der letzte Live-Podcast gewesen sein.
                    0:09:55–0:09:58
                    Uns hat einfach wirklich sehr, sehr viel Spaß gemacht, sowohl die beiden Halbzeiten
                    0:09:58–0:10:02
                    auf der Bühne als auch wirklich ausdrücklich die dritte Halbzeit,
                    0:10:02–0:10:04
                    die wir dann im Privaten begangen haben.
                    0:10:04–0:10:09
                    Kann man also an der Stelle nur festhalten. Und natürlich waren wir sehr happy,
                    0:10:09–0:10:13
                    dass Claudia das mit uns gemacht hat. Das war einfach toll.
                    0:10:13–0:10:19
                    Und man kann das, finde ich, auch nicht oft genug halt anführen.
                    0:10:19–0:10:22
                    Denn das, was wir alle machen,
                    0:10:23–0:10:30
                    das wird sich nur positiv verändern und bewegen, wenn Leute sich diese mentale
                    0:10:30–0:10:33
                    und emotionale Flexibilität bewahren und diese Bereitschaft,
                    0:10:33–0:10:37
                    ein Leben lang dazuzulernen und auch Dinge irgendwie anzunehmen,
                    0:10:37–0:10:42
                    die man vielleicht bis zu einem gewissen Punkt im eigenen Leben nicht so gesehen hat.
                    0:10:42–0:10:46
                    Und also ich glaube, ich kann für Annika und mich sagen, dass wir beide sehr
                    0:10:46–0:10:50
                    darum bemüht sind, das bei uns irgendwie eben hinzubekommen,
                    0:10:50–0:10:53
                    also dass das auf jeden Fall ein totales Ziel ist.
                    0:10:53–0:10:57
                    Und Menschen, auch gerade Menschen in diesem Fußball-Business handhaben das
                    0:10:57–0:11:02
                    sehr unterschiedlich, ob sie das für sich als Ziel begreifen oder eher sagen, geh mich weg.
                    0:11:02–0:11:09
                    Und wie toll wirklich Claudia Neumann das für sich als Ziel definiert hat und
                    0:11:09–0:11:17
                    wie cool sie darüber auch spricht, warum sie da auch einfach ihre eigene Einstellung geändert hat.
                    0:11:17–0:11:23
                    Das ist einfach toll. Toll. Ich weiß aus den Begegnungen, die wir bisher hatten,
                    0:11:23–0:11:26
                    dass diese Lobhudeleien gar nicht so ihr Ding sind.
                    0:11:26–0:11:29
                    Das heißt aber, falls sie uns jetzt heute zuhört, da muss sie jetzt leider durch.
                    0:11:29–0:11:32
                    Wer toll ist, der muss es sich auch ab und zu mal sagen lassen. Grüße!
                    Annika Becker
                    0:11:33–0:11:35
                    Ja, unbedingt liebe Grüße.
                    Mara Pfeiffer
                    0:11:36–0:11:43
                    Ja, und ansonsten hier so, ich kann dir live verkünden, das wird dich nicht
                    0:11:43–0:11:47
                    freuen, dass Eintracht Frankfurt gerade das 2-1 geschossen hat gegen die SGS
                    0:11:47–0:11:50
                    Essen, also es wird eng mit der Champions League.
                    Annika Becker
                    0:11:52–0:11:57
                    Ach, Freiburg, was macht ihr?! Also nicht, dass man sich in dieser Saison ausgerechnet über Freiburg ärgern
                    0:11:57–0:12:00
                    sollte, was solche Dinge angeht.
                    Mara Pfeiffer
                    0:12:00–0:12:03
                    Ach, ich habe jetzt gerade gesagt gegen die SGS Essen. Entschuldigung,
                    0:12:03–0:12:05
                    ich meinte natürlich gegen Freiburg.
                    0:12:05–0:12:08
                    Also Eintracht Frankfurt hat das 2 zu 1 gegen Freiburg geschossen.
                    0:12:08–0:12:10
                    Aber du hast ja auch so gewusst, was ich meine. Das hat halt Auswirkungen für
                    0:12:10–0:12:12
                    die SGS Essen. Das war ein langer Tag.
                    0:12:13–0:12:13
                    Entschuldigung.
                    Annika Becker
                    0:12:15–0:12:19
                    Bevor mir wieder jemand unterstellt, ich wäre irgendwie zu sehr
                    0:12:19–0:12:20
                    mit der lilanen Brille unterwegs.
                    0:12:21–0:12:24
                    Ich weiß natürlich, dass es sehr unwahrscheinlich ist, aus dem vierten Platz
                    0:12:24–0:12:26
                    einen dritten Platz zu machen.
                    0:12:26–0:12:29
                    Aber es würde mich einfach auf so vielen Ebenen extrem amüsieren,
                    0:12:29–0:12:37
                    wenn die Dinge einträfen, die es dafür bräuchte an diesem und am nächsten Spieltag.
                    0:12:37–0:12:40
                    Aber kommen wir dann mal so zur traditionelleren Fußballwoche.
                    0:12:41–0:12:44
                    Es ist irgendwie schwierig, weil gerade alle Vereine gerade so eine Million
                    0:12:44–0:12:48
                    Sachen zu verkünden haben, das kurz zu halten, aber ich versuche es mal.
                    0:12:48–0:12:51
                    Also Schalke hat den Klassenerhalt sicher gemacht, ja.
                    Mara Pfeiffer
                    0:12:51–0:12:51
                    Juuuhuuuu!
                    Annika Becker
                    0:12:52–0:12:59
                    Juhu, genau. Das ist sehr, sehr gut und wie ihr alle, die ihr das hier regelmäßig
                    0:12:59–0:13:03
                    hört, mitbekommen habt, etwas, womit ich zwischendurch nicht unbedingt gerechnet
                    0:13:03–0:13:04
                    habe, dass das passieren wird.
                    0:13:05–0:13:10
                    Bei den Frauen von Schalke gibt es einerseits die Nachricht,
                    0:13:10–0:13:15
                    dass die beiden ersten Mannschaften auch aufgestiegen sind, die dritte nicht.
                    0:13:16–0:13:20
                    Und dann gab es noch eine interessante Nachricht, wie ich fand,
                    0:13:20–0:13:27
                    weil zur kommenden Saison Sammy Messalkhi vom FSV Gütersloh kommt und eben so eine
                    0:13:27–0:13:33
                    Leitungs/Koordinationsrolle übernehmen soll da in der Abteilung.
                    0:13:33–0:13:37
                    Was ich ganz spannend finde aus folgendem Grund, weil das das erste Mal ist
                    0:13:37–0:13:43
                    meines Wissens, dass der Verein irgendjemanden mit irgendeiner etwas bestehenden
                    0:13:43–0:13:48
                    Vorkenntnis, speziell im Fußball der Frauen und dann auch noch aus einer höheren Ebene,
                    0:13:48–0:13:50
                    weil Gütersloh es nun mal eben 2. Bundesliga,
                    0:13:50–0:13:53
                    in den Verein reinholt für diese Abteilung.
                    0:13:54–0:13:58
                    Also bisher hat man da ja irgendwie so mit anderen Leuten, die das sicherlich
                    0:13:58–0:14:01
                    auch alles gut und engagiert gemacht haben, haben aber halt so,
                    0:14:01–0:14:05
                    ich sag mal, vor sich hingearbeitet. Und wenn man sich jetzt dann diese Expertise
                    0:14:05–0:14:08
                    von außerhalb holt, dann ist das, finde ich, schon nochmal ein anderes Zeichen.
                    0:14:08–0:14:13
                    Und ja, natürlich muss man unbedingt anmerken, wie immer bei diesen Verpflichtungen,
                    0:14:13–0:14:17
                    warum werden eigentlich nicht mal mehr Frauen auf diesen Positionen gefördert?
                    0:14:17–0:14:20
                    Das ist etwas, das ich mir vom Verein sehr wundern wünschen würde,
                    0:14:20–0:14:25
                    egal ob es jetzt bei Trainerinnen ist oder halt eben so im Managementbereich
                    0:14:25–0:14:29
                    und auch gar nicht mal nur bei der Frauenabteilung, sondern allgemein,
                    0:14:29–0:14:32
                    finde ich, könnte man da einfach noch viel mehr machen.
                    0:14:32–0:14:37
                    So, genau, SGS Essen hatten wir gerade schon.
                    0:14:37–0:14:40
                    Ich war im Stadion, ich habe deswegen dann das andere Schalke-Spiel auch nicht
                    0:14:40–0:14:43
                    gesehen, weil sich das ja teilweise überschnitten hat.
                    0:14:43–0:14:47
                    Habe stattdessen gesehen, dass Essen, ja, habe ich ja schon erzählt,
                    0:14:48–0:14:53
                    sich den vierten Platz gesichert hat, weil man gegen Köln gewinnen konnte und
                    0:14:53–0:14:56
                    andererseits Hoffenheim gepatzt hat.
                    0:14:56–0:15:00
                    Das war natürlich sehr, sehr krass.
                    0:15:00–0:15:05
                    Es war auch im Stadion einfach ein bisschen lustig, weil am Ende,
                    0:15:05–0:15:10
                    ich meine, es war Ramona Maier, dem Stadionsprecher das Mikrofon so weggeklaut
                    0:15:10–0:15:13
                    hat und dann erstmal eine Humba angefangen hat vor den Fans.
                    0:15:13–0:15:18
                    Und unser Stadionsprecher, das ist eher so ein gemütlicherer Typ,
                    0:15:18–0:15:22
                    der hat sich dann das Mikrofon danach nochmal zurückgeben lassen und meinte
                    0:15:22–0:15:26
                    dann so, ja, ich finde ja, das hat sie sehr gut gemacht.
                    0:15:26–0:15:31
                    Und dann war das Mikrofon schon wieder weg. und ich war zu dem Zeitpunkt schon
                    0:15:31–0:15:36
                    weit, weit weg vom Stadion auf dem Parkplatz und immer wenn der Stadionsprecher gesprochen hat,
                    0:15:36–0:15:41
                    habe ich nur so ein Brummeln gehört und wenn Ramona Maier das Mikrofon hatte, war es so, HUMBAHUMBAHUMBATÄTERÄÄÄ!!!
                    0:15:44–0:15:47
                    Also das hat man, glaube ich, bis nach Gelsenkirchen gehört.
                    0:15:48–0:15:49
                    Das war sehr witzig.
                    0:15:50–0:15:54
                    Ja, und es ist jetzt schon länger her, deswegen sage ich da jetzt nicht mehr
                    0:15:54–0:15:58
                    so viel zu. Ich war auch beim DFB-Pokalfinale in Köln.
                    Mara Pfeiffer
                    0:15:58–0:15:59
                    Wer hat es denn gewonnen?
                    Annika Becker
                    0:16:01–0:16:08
                    Weiß ich auch nicht. Ich glaube, ich glaube, könnte das etwa wieder Wolfsburg gewesen sein.
                    Mara Pfeiffer
                    0:16:10–0:16:11
                    Glückwunsch.
                    Annika Becker
                    0:16:11–0:16:16
                    Ja, genau. Ich habe Jule schon scherzhaft gefragt, was denn eigentlich der VfL
                    0:16:16–0:16:22
                    in Köln unterm Stadion vergraben hat, dass es immer so diese Serie gibt.
                    Mara Pfeiffer
                    0:16:24–0:16:24
                    Eo.
                    Annika Becker
                    0:16:25–0:16:26
                    Was?
                    Mara Pfeiffer
                    0:16:26–0:16:30
                    Du weißt doch, dass ich diese Hokuspokus-Sachen nicht mag.
                    0:16:30–0:16:34
                    Ich fürchte mich. Da können wir bitte nicht darüber reden, wer irgendwas irgendwo vergraben hat.
                    Annika Becker
                    0:16:34–0:16:37
                    Kniffel? Yes. Hokuspokus? No.
                    Mara Pfeiffer
                    0:16:38–0:16:40
                    Genau. So sieht's aus.
                    Annika Becker
                    0:16:41–0:16:45
                    Das war ich, wie ich eine Mental Note mache und zu müde dafür bin,
                    0:16:46–0:16:48
                    das stillschweigend nur in meinem Kopf zu machen.
                    0:16:48–0:16:50
                    Der Tag war ein bisschen lang.
                    0:16:51–0:16:54
                    Nee, aber Köln, wie immer sehr, sehr schön.
                    0:16:54–0:16:58
                    Ich habe das diesmal leider nicht geschafft, viel von der Atmosphäre einzusaugen,
                    0:16:58–0:17:03
                    weil wir bei der Anreise halt wirklich so mitten im Verkehrschaos gelandet sind.
                    0:17:03–0:17:05
                    Das war halt nicht so cool.
                    0:17:05–0:17:10
                    Also eigentlich hätten wir, wenn man so von den Erfahrungen der Vorjahre ausgeht,
                    0:17:10–0:17:13
                    locker Zeit gehabt, um irgendwie anderthalb Stunden vor Anpfiff da zu sein.
                    0:17:13–0:17:17
                    Nein, ich habe es dann zum Anpfiff gerade so in den Blog geschafft und meine
                    0:17:17–0:17:20
                    Begleitperson halt irgendwie erst zur Halbzeitpause.
                    0:17:20–0:17:25
                    Das war ein bisschen, ja, ein bisschen sad, aber wir haben dann trotzdem das
                    0:17:25–0:17:29
                    Beste draus gemacht und hatten trotzdem Spaß und einen schönen Tag.
                    0:17:30–0:17:35
                    Aber ja, irgendwie weiß ich auch nicht. Also irgendwas war da bei der Organisation
                    0:17:35–0:17:36
                    offenbar dieses Mal anders.
                    0:17:37–0:17:42
                    Also was ich halt nur mitbekommen habe, war, dass nicht wie sonst in den Vorjahren
                    0:17:42–0:17:49
                    die Parkplätze frei waren, sondern dass man halt vorher so das reservieren musste im Prinzip.
                    0:17:50–0:17:54
                    Und deswegen waren halt irgendwie alle Parkplätze schon quasi ausgebucht und
                    0:17:54–0:17:56
                    das stand auch in den Fan-Infos drin,
                    0:17:56–0:18:01
                    aber diese E-Mails lesen halt leider zu wenige Menschen und dann sind halt trotzdem
                    0:18:01–0:18:05
                    irgendwie alle mit dem Auto gekommen und dann alle auf die Parkplätze gefahren
                    0:18:05–0:18:09
                    und dann war es halt so, dass halt viele weggeschickt wurden zu einem anderen
                    0:18:09–0:18:10
                    Parkplatz, weil der noch frei sei,
                    0:18:11–0:18:14
                    aber wenn man da angekommen ist, war der halt dann auch schon voll und gesperrt.
                    0:18:14–0:18:18
                    Und naja, mit den Straßenbahnen war es wohl auch nicht so.
                    0:18:18–0:18:21
                    Also keine Ahnung. Ich habe da irgendwie von mehreren Leuten gehört,
                    0:18:21–0:18:23
                    dass es wohl was schwierig war.
                    0:18:23–0:18:27
                    Aber jetzt bin ich ja endlich mal fertig. Mara, wie war denn deine Fußballwoche?
                    Mara Pfeiffer
                    0:18:28–0:18:31
                    Meine Fußballwoche war auch spannend.
                    0:18:32–0:18:38
                    Ich war ja nicht beim DFB-Pokalfinale eigentlich, weil ich zum Halbfinale im
                    0:18:38–0:18:40
                    Verbandspokal der Frauen wollte.
                    0:18:40–0:18:45
                    Da hätte nämlich Mainz 05 auch am 9. Mai spielen sollen.
                    0:18:45–0:18:52
                    Allerdings wurde das Spiel kurzfristig abgesagt, weil die Gegnerinnen nicht
                    0:18:52–0:18:55
                    genügend Spielerinnen zusammen hatten, um ein Team zu stellen.
                    0:18:55–0:18:58
                    Weil ich weiß nicht so genau, wie viele man davon irgendwie haben muss,
                    0:18:58–0:19:03
                    weil es gab ja letzte Saison auch mal dieses eine legendäre 05-Spiel,
                    0:19:03–0:19:07
                    wo sie auch kein volles Team zusammenbekommen haben und dann noch eine Torhüterin
                    0:19:07–0:19:08
                    als Feldspielerin aufgelaufen ist.
                    0:19:09–0:19:13
                    Aber ja, nein, das Spiel wurde jedenfalls kurzfristig abgesagt und ich hatte sowieso...
                    0:19:14–0:19:18
                    Zu dem Zeitpunkt dann schon gewusst, dass ein Dreh, den ich schon länger machen
                    0:19:18–0:19:21
                    wollte mit dem Verein, so dann
                    0:19:21–0:19:24
                    terminiert wurde, dass ich erst zur zweiten Halbzeit hingekonnt hätte.
                    0:19:25–0:19:27
                    Nachdem das Spiel dann abgesagt wurde, habe ich mir so gedacht,
                    0:19:27–0:19:30
                    jetzt würde es passen, wenn aus irgendwelchen Gründen auch noch der Dreh nicht
                    0:19:30–0:19:34
                    zustande käme und ich halt einfach nicht zum DFB-Pokalfinalfahle für nix.
                    0:19:34–0:19:37
                    Aber der Dreh hat dann zum Glück funktioniert und war auch sehr cool.
                    0:19:37–0:19:43
                    Genau, und auch sehr cool war das Spiel von Mainz 05 gegen den BVB.
                    0:19:44–0:19:45
                    Das hat nämlich sehr viel Spaß gemacht.
                    0:19:46–0:19:51
                    Ich bin da schon mit so einem ziemlichen Stift hingegangen, weil ich irgendwie
                    0:19:51–0:19:58
                    dachte, das ist jetzt halt dann doch nach den zwei Unentschieden zuletzt wieder
                    0:19:58–0:20:00
                    sehr, sehr, sehr, sehr eng geworden alles.
                    0:20:00–0:20:04
                    Und ich bin ehrlich, also niemand möchte absteigen, aber es möchte halt auch
                    0:20:04–0:20:05
                    niemand in die Relegation.
                    0:20:05–0:20:07
                    Platz 15 wäre einfach ein Traum.
                    0:20:07–0:20:13
                    Ich war im Nachhinein ein bisschen genervt von dem ganzen Geheule mit der Wettbewerbsverzerrung,
                    0:20:13–0:20:18
                    weil ich kann schon verstehen, dass man sagt, das waren ganz andere Spiele als unter der Woche noch.
                    0:20:18–0:20:22
                    Noch andererseits muss man sagen, im Vergleich zu dem Bundesligaspiel gegen
                    0:20:22–0:20:26
                    Augsburg, was sie ja mit fünf Toren gewonnen haben, waren es nur,
                    0:20:26–0:20:29
                    ich glaube, drei Spielerwechsel.
                    0:20:31–0:20:36
                    Und man darf, finde ich, halt auch bei allem nicht ganz außen vor lassen,
                    0:20:36–0:20:40
                    wie Mainz 05 in den letzten Jahren gegen den BVB aufgetreten ist.
                    0:20:40–0:20:45
                    Also es ist ein bisschen nervig für die kleinen Teams, wenn nach so einem Spiel
                    0:20:45–0:20:49
                    dann immer nur darüber gesprochen wird, wie scheiße vermeintlich das große Team
                    0:20:49–0:20:52
                    war und nicht wie richtig, richtig, richtig gut, dass das kleine Team gemacht hat.
                    0:20:52–0:20:55
                    Und Mainz 05 hat das richtig, richtig, richtig gut gemacht.
                    0:20:55–0:20:59
                    Die haben dermaßen gebrannt. Und wenn ich daran erinnern darf,
                    0:20:59–0:21:05
                    in der Hinrunde hat Mainz 05 gegen den BVB auch schon unentschieden gespielt in Dortmund.
                    0:21:05–0:21:10
                    Und alle in Dortmund erinnern sich sicherlich noch daran, dass Mainz 05 am letzten
                    0:21:10–0:21:14
                    Spieltag der Vorsaison auch unentschieden gespielt hat nach Führung.
                    0:21:14–0:21:20
                    Und also da war Mainz 05 irgendwie Schuld daran, dass Dortmund nicht Meister
                    0:21:20–0:21:21
                    geworden ist, was auch schon so ein Quatsch war.
                    0:21:21–0:21:27
                    Und jetzt ist also dann Dortmund Schuld, wenn Mainz die Klasse hält aus Sicht
                    0:21:27–0:21:30
                    der anderen da unten. Keine Ahnung, ich fand es ein bisschen übertrieben alles.
                    0:21:30–0:21:35
                    Wenn die Dortmunder, die ja immerhin im Champions League Finale stehen,
                    0:21:35–0:21:39
                    ihre Hausaufgaben machen, dann sollte so ein Spiel halt für sie auch anders laufen.
                    0:21:39–0:21:43
                    Aber eventuell waren sie im Vorfeld auch ein bisschen zu sehr damit beschäftigt,
                    0:21:43–0:21:48
                    irgendwie große Reden darüber zu schwingen, was sie alles vorhaben in Mainz
                    0:21:48–0:21:51
                    als Rache für diese Vorsaison irgendwie abzufackeln.
                    0:21:52–0:21:55
                    Und das war dann vielleicht auch einfach nicht so zuträglich.
                    0:21:55–0:21:59
                    Aber letztlich ist mir ja auch völlig Bums, gegen wen Mainz 05 aktuell gewinnt.
                    0:21:59–0:22:03
                    Hauptsache sie gewinnen und das haben sie getan und ich habe es sehr gefeiert.
                    0:22:04–0:22:08
                    Und am Tag darauf gab es erst so richtig was zu feiern.
                    0:22:08–0:22:15
                    Da sind nämlich die Spielerinnen von Mainz 05 Meisterinnen der Regionalliga Südwest geworden.
                    0:22:15–0:22:19
                    Und das ist sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr schön.
                    0:22:20–0:22:23
                    Wir haben hier ja schon häufiger darüber gesprochen. Ich würde gerne zwei,
                    0:22:23–0:22:26
                    drei Sätze dazu verlieren. Also Mainz 05 hat eben seit der letzten Saison eine
                    0:22:26–0:22:28
                    Kooperation mit dem TSV Schott.
                    0:22:29–0:22:33
                    In der letzten Saison sind die Spielerinnen noch als TSV Schott aufgelaufen.
                    0:22:33–0:22:37
                    Das ist jetzt die erste Saison, in der sie eben auch offiziell 05erinnen sind.
                    0:22:38–0:22:42
                    Die sportliche Leitung rund um Nadine Kress ist dieselbe geblieben.
                    0:22:42–0:22:46
                    Auch der Trainer Takashi Yamashita, der die Spielerinnen in der letzten Saison
                    0:22:46–0:22:52
                    noch ein paar Spieltagen übernommen hat, ist geblieben, was wirklich sehr, sehr gut war.
                    0:22:52–0:22:58
                    Die haben die Liga wirklich extrem dominiert, haben erst am vergangenen Spieltag
                    0:22:58–0:22:59
                    das erste Mal ein Spiel verloren.
                    0:23:00–0:23:03
                    Einmal haben sie auch unentschieden gespielt, sonst eben bisher nur gewonnen
                    0:23:03–0:23:08
                    und haben jetzt noch zwei Spiele, aber sind eben schon nicht mehr einzuholen.
                    0:23:09–0:23:15
                    Ich fand, also es war kein so super attraktives Spiel gestern,
                    0:23:15–0:23:18
                    man hat gemerkt, sie haben gegen SV Elversberg gespielt,
                    0:23:18–0:23:23
                    dass das ein hartes Stück Arbeit war, außerdem hat das halt einfach 27 Grad
                    0:23:23–0:23:26
                    und dann knallt die Sonne da auf diesen Kunstrasenplatz und also,
                    0:23:26–0:23:29
                    dass denen irgendwie nicht die Füße qualmen, ist auch wirklich das Einzige,
                    0:23:30–0:23:35
                    Aber Nadine Anstatt hat dann das Siegtor geschossen in der 87.
                    0:23:35–0:23:37
                    Minute war es glaube ich und dann,
                    0:23:38–0:23:41
                    Sind da schon so ein bisschen alle Dämme gebrochen, auch wenn da natürlich jetzt
                    0:23:41–0:23:43
                    irgendwie nicht tausend Leute sind.
                    0:23:44–0:23:48
                    Aber die Leute, die da waren, waren alle extrem dabei.
                    0:23:48–0:23:53
                    Und es gibt eben auch so eine kleinere Gang von 05-Fans, die wirklich diese
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                    Saison, also bei jedem Spiel waren, zu Hause und auswärts.
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                    Die haben dann sehr süß, weil die Spielerinnen so Shirts bekommen haben,
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                    haben sie dann am Rand gestanden und haben gerufen, T-Shirts für die Fans, T-Shirts für die Fans.
                    0:24:08–0:24:14
                    Und dann hat auch tatsächlich Ebru Uzungüney, die jetzt diese Saison Kapitänin
                    0:24:14–0:24:19
                    war, also ursprünglich war ja Heidrun Sigurdadóttir die Kapitänin,
                    0:24:19–0:24:20
                    aber die ist immer noch verletzt.
                    0:24:20–0:24:24
                    Die ist dann aber auch gestern zu ihrem ersten Einsatz seit langer,
                    0:24:24–0:24:27
                    langer Zeit dann in der zweiten Mannschaft gekommen und hofft jetzt noch fit
                    0:24:27–0:24:28
                    zu werden für die Relegationsspiele.
                    0:24:28–0:24:33
                    Und die Ebru kam dann auch tatsächlich mit Shirts und hat sie an ein paar von
                    0:24:33–0:24:35
                    den Hardcore-Fans verteilt, die sich tierisch gefreut haben.
                    0:24:35–0:24:36
                    Das war sehr, sehr schön.
                    0:24:36–0:24:39
                    Aber ich würde gerne eine Sache noch sagen, also von wegen Shirts oder auch
                    0:24:39–0:24:43
                    von wegen dann Social-Media-Auftritt des Vereins.
                    0:24:43–0:24:48
                    Also der Verein hat diese Spiele in der Saison sehr unterschiedlich begleitet.
                    0:24:48–0:24:53
                    Es gab Spiele, wo man gemerkt hat, okay, da wird halt also direkt jedes Tor
                    0:24:53–0:24:57
                    irgendwie fotografiert und dann auch auf Social-Media hochgeladen und es gibt
                    0:24:57–0:25:01
                    halt eben eine Begleitung und eine Sichtbarkeit.
                    0:25:01–0:25:04
                    Es gibt auch Vorberichte und Nachberichte.
                    0:25:04–0:25:08
                    Das entsteht natürlich auch alles innerhalb dieser Frauenabteilung, kann man sagen.
                    0:25:08–0:25:11
                    Ergibt ja vielleicht dann auch Sinn, weil die am nächsten dran sind und die
                    0:25:11–0:25:17
                    Sachen dann halt eben auch korrekt und anständig machen, was ich gestern erwähnte.
                    0:25:18–0:25:23
                    Ja, schade fand und ich habe auch am Rande dann so ein paar Gespräche geführt
                    0:25:23–0:25:24
                    und habe das auch zurückgespiegelt bekommen,
                    0:25:24–0:25:29
                    dass das durchaus jetzt nicht irgendwie meine persönliche Meinung ist,
                    0:25:29–0:25:32
                    weil ich in diesem Bereich halt irgendwie unterwegs bin und arbeite,
                    0:25:32–0:25:37
                    sondern dass das halt auch noch von anderen, also auch von Sportlerinnen so empfunden wurde,
                    0:25:37–0:25:42
                    war, dass eben überall das generische Maskulinum genutzt wurde.
                    0:25:42–0:25:47
                    Also der Verein hat verkündet, wir sind Meister, auf den T-Shirts stand Meister und so weiter.
                    0:25:47–0:25:50
                    Und ich habe dann hinterher echt noch viele Gespräche geführt und auch so ein
                    0:25:50–0:25:52
                    bisschen rumrecherchiert und mir Gedanken drum gemacht.
                    0:25:52–0:25:58
                    Und ich glaube halt, dass es kein Zufall ist, dass diese weibliche Form bei
                    0:25:58–0:26:04
                    Teamsportarten uns noch viel, viel schwieriger über die Zunge geht als bei Einzelsportarten.
                    0:26:04–0:26:08
                    Also ich glaube, dass es mittlerweile total logisch ist, dass man sagt,
                    0:26:08–0:26:12
                    Serena Williams ist Wimbledon-Siegerin und nicht Wimbledon-Sieger.
                    0:26:12–0:26:13
                    Da würde jeder sagen, hä?
                    0:26:14–0:26:18
                    Aber im Plural wird es dann halt irgendwie so weggelächelt.
                    0:26:18–0:26:23
                    Und klar ist ein Wort wie Meisterinnenschaft ein Wort, mit dem wir in der Vergangenheit
                    0:26:23–0:26:27
                    nicht irgendwie groß geworden sind und an das man sich vielleicht erst gewöhnen muss.
                    0:26:27–0:26:31
                    Und wenn man eben Meisterin sagt, dann wäre die korrekte Fortsetzung eben auch
                    0:26:31–0:26:33
                    Meisterinenschaft zu sagen.
                    0:26:33–0:26:38
                    Aber es sind eben Spielerinnen. Und ich glaube schon, dass diese ganze zum einen,
                    0:26:38–0:26:40
                    also was jetzt den Fußball angeht,
                    0:26:40–0:26:45
                    die Verbotsphase, aber auch was andere Teamsportarten angeht, so dieses,
                    0:26:46–0:26:50
                    ich sag mal, Abwertungssystem innerhalb eines Sportes, dass immer der Männersport
                    0:26:50–0:26:53
                    eben der große, tolle Sport ist, nach dem sich alles richtet und der Frauensport
                    0:26:53–0:26:57
                    da so ein bisschen hinterher kleckert in der Wahrnehmung von vielen Menschen.
                    0:26:57–0:27:02
                    Ich glaube schon, dass das eine Rolle dabei spielt. Also das sind so ein bisschen...
                    0:27:03–0:27:05
                    Dieselben Mechanismen, warum
                    0:27:05–0:27:10
                    Leute halt eher Krankenschwester und Arzt sagen als Pfleger und Ärztin.
                    0:27:10–0:27:14
                    Das hat sehr viel mit Schubladen zu tun, mit Boxen, in denen wir aufgewachsen
                    0:27:14–0:27:18
                    sind und in denen wir uns irgendwie so wohlfühlen, dass wir keinen Bock haben, da rauszukommen.
                    0:27:19–0:27:22
                    Aber ich finde, dass man das thematisieren muss.
                    0:27:23–0:27:28
                    Spielerinnen, die eine Saison siegreich beendet haben, sind Meisterinnen.
                    0:27:28–0:27:35
                    Und je häufiger man das sagt, Spielerinnen, Meisterinnen, Meisterinnen schafft,
                    0:27:35–0:27:42
                    umso mehr Menschen begreifen auch, hey, diese Sportarten sind alle offen, nicht nur für Männer.
                    0:27:43–0:27:47
                    Und deswegen finde ich es total wichtig. Und man kann dann natürlich immer sagen,
                    0:27:47–0:27:49
                    so Wasser in den Wein und jetzt feiern die da und dann muss man schon gleich
                    0:27:49–0:27:51
                    wieder irgendwie so einen Bums thematisieren.
                    0:27:51–0:27:55
                    Ja, aber sorry, also I'm here to tell you, diesen Bums muss man halt thematisieren
                    0:27:55–0:28:02
                    und herzlichen Glückwunsch an die Spielerinnen von Mainz 05 zur Meisterinnschaft.
                    0:28:02–0:28:07
                    Die müssen dann jetzt gegen die Meisterinnen aus der Regionalliga West,
                    0:28:07–0:28:13
                    das ist bekanntermaßen der VfL Bochum, in die Relegation. Die Relegationsspiele
                    0:28:13–0:28:15
                    finden statt am 9. und am 16.
                    0:28:16–0:28:23
                    Juni in Mainz. Leider, da der Bruchweg ja EM-Camp ist, nicht am Bruchweg,
                    0:28:23–0:28:28
                    sondern eben an dem kleinen Kunstrasenplatz, wo es keine Sitzplätze oder sowas gibt.
                    0:28:28–0:28:31
                    Das ist natürlich keine ideale Situation.
                    0:28:32–0:28:37
                    Alternative Möglichkeiten wurden zwar geprüft, aber aus verschiedenen Gründen
                    0:28:37–0:28:39
                    sind die dann nicht zustande gekommen.
                    0:28:39–0:28:41
                    Und man möchte ja letztlich schon auch einen Heimvorteil haben.
                    0:28:42–0:28:45
                    Auch das ist aber so ein bisschen eine Thematik, wo man natürlich sieht,
                    0:28:45–0:28:47
                    Fußball der Frauen gibt es nicht.
                    0:28:47–0:28:52
                    Wie wir alle wissen, strukturell noch Quantensprünge zu vollziehen.
                    0:28:54–0:28:56
                    Ich wollte aber irgendwas noch zu der Relegation sagen. Ach so,
                    0:28:56–0:28:59
                    ja genau, was bei der Relegation halt wichtig ist zu wissen,
                    0:28:59–0:29:03
                    es gibt bei den Frauen die fünf Regionalligen und ich weiß gar nicht genau seit
                    0:29:03–0:29:08
                    wann, aber die Siegerinnen der Regionalliga Süd steigen direkt auf.
                    0:29:08–0:29:14
                    Es gibt eben drei Aufstiegsplätze und dann gibt es eben zwei Relegationskonstellationen,
                    0:29:15–0:29:22
                    Einmal Südwest gegen West und einmal Nordost gegen Ost. Oder ist es dann Nord?
                    Annika Becker
                    0:29:22–0:29:26
                    Nee, Nordost gegen Nord. Ich habe nämlich auch mir das den einen Tag angeguckt,
                    0:29:26–0:29:30
                    weil ich mal gucken wollte, wer eigentlich bei der anderen drin ist. Und da ist es Union.
                    0:29:30–0:29:35
                    Und im Moment wäre das andere Team Henstedt-Ulzburg tatsächlich.
                    0:29:35–0:29:37
                    Aber da in der Liga ist es noch ein bisschen enger.
                    Mara Pfeiffer
                    0:29:39–0:29:46
                    Genau. Und dann gibt es eben die Aufstiege.
                    0:29:46–0:29:50
                    Ich fand es sehr schön von den Fans, nicht nur, weil sie das Wort Meisterinnen
                    0:29:50–0:29:53
                    benutzt haben, sondern auch, weil sie halt einfach inhaltlich recht hatten.
                    0:29:53–0:29:57
                    Also sobald klar war, dass der erste Platz gesichert ist, haben die einen Banner
                    0:29:57–0:29:59
                    entrollt, wo drauf stand, Meisterinnen müssen aufsteigen.
                    0:30:00–0:30:05
                    Deswegen, das ist halt einfach so. Also wenn man eine Saison auf dem ersten
                    0:30:05–0:30:08
                    Platz beendet, das ist auch völlig egal, ob Fußball der Frauen oder Fußball
                    0:30:08–0:30:11
                    der Männer, dann sollte der Aufstieg halt einfach safe sein.
                    0:30:12–0:30:16
                    Das ist schon ein bisschen ärgerlich. Und was aber noch ganz spannend ist,
                    0:30:17–0:30:23
                    die zweite Mannschaft von Mainz 05 von den Frauen ist aktuell auch auf dem ersten
                    0:30:23–0:30:25
                    Platz in der Verbandsliga.
                    0:30:25–0:30:30
                    Da haben zwar die Zweitplatzierten noch ein Spiel weniger, aber theoretisch
                    0:30:30–0:30:32
                    wäre da sogar ein Doppelaufstieg möglich.
                    0:30:35–0:30:42
                    Das war jetzt sehr viel Mainz 05, aber es hat ja auch mit den Inhalten und den
                    0:30:42–0:30:45
                    strukturellen Themen zu tun, über die wir hier sprechen.
                    0:30:46–0:30:50
                    Genau, deswegen habe ich das jetzt gerade mal etwas ausführlicher ausgerollt.
                    Annika Becker
                    0:30:50–0:30:54
                    Ja, ich würde zu diesem Meisterin und so weiter gerne noch ein bisschen was sagen.
                    0:30:54–0:30:58
                    Das ist nämlich tatsächlich auch ein Wort, wo mir das irgendwie im Sprachgebrauch,
                    0:30:58–0:31:03
                    also beim Sprechen schwerfällt. halt beim Schreiben würde mir das leichter fallen,
                    0:31:03–0:31:07
                    aber beim Schreiben wird mir das tatsächlich immer rausredigiert.
                    0:31:09–0:31:13
                    Also eigentlich fast egal, welche Redaktion und ich schummel dann immer so,
                    0:31:13–0:31:16
                    wenn ich keine Lust habe, mich mit irgendeinem Redakteur, den ich gar nicht kenne,
                    0:31:16–0:31:19
                    weil man ja auch nicht weiß, wer anonym den Text gerade abnimmt,
                    0:31:19–0:31:25
                    per E-Mail rumzustreiten, dass ich halt einfach von Anfang an so Sachen in Plural setze.
                    0:31:25–0:31:31
                    Und dann sind es halt eben die Meisterinnen, die ihren Titel feiern zum Beispiel,
                    0:31:31–0:31:38
                    was halt dann aber ja auch so, also eigentlich ja auch so ein komischer Umweg
                    0:31:38–0:31:42
                    ist, den man gehen muss grammatikalisch, um das irgendwie zu machen,
                    0:31:42–0:31:44
                    weil es halt eben nicht gleichgestellt ist.
                    0:31:44–0:31:47
                    Gleichzeitig ist mir dann irgendwann mal der Gedanke gekommen, dass dadurch,
                    0:31:48–0:31:53
                    Aber im Fußball der Frauen, also zumindest wenn man halt das so schreibt,
                    0:31:53–0:31:58
                    das Kollektiv sprachlich viel mehr betont wird, als es bei den Männern ist,
                    0:31:58–0:32:05
                    wo halt dann immer das Herausstechen der Verein ist so und der Meister und der
                    0:32:05–0:32:07
                    Pokalsieger und was auch immer.
                    0:32:07–0:32:11
                    Und das finde ich dann, also so meine Wissenschafts-Nerd-Seite findet es dann
                    0:32:11–0:32:16
                    halt wieder ein bisschen interessant und spannend, was das vielleicht über den
                    0:32:16–0:32:20
                    längeren Zeitraum ja dann irgendwie für Auswirkungen haben könnte,
                    0:32:20–0:32:23
                    so ganz minimale vielleicht irgendwo unbewusst.
                    0:32:24–0:32:26
                    Aber ja, also das.
                    Mara Pfeiffer
                    0:32:26–0:32:29
                    Es ist halt einfach so, sorry, wenn ich das noch ganz kurz reinkrätsche,
                    0:32:29–0:32:36
                    aber das ist wie wenn bei einer Spielübertragung ein Kommentator oder eine Kommentatorin sagt,
                    0:32:36–0:32:44
                    der VfL Wolfsburg bemüht sich im Angriff, der FC Bayern München hält dagegen.
                    0:32:44–0:32:48
                    Dann denkst du halt natürlich, wenn du nichts irgendwie dazu siehst,
                    0:32:48–0:32:51
                    erst mal, du bist bei einem Männerspiel, du kannst genauso gut sagen,
                    0:32:51–0:32:54
                    die Wolfsburgerin oder die Wölfin und irgendwie die Münchnerin.
                    0:32:54–0:32:59
                    Also es gibt immer Möglichkeiten, das eben auch so zu machen sprachlich,
                    0:32:59–0:33:02
                    dass du gleich weißt, wo du dich befindest.
                    0:33:02–0:33:06
                    Also auf der einen Seite kommen viele Leute nicht davon runter,
                    0:33:06–0:33:09
                    immer zu sagen Frauenfußball, weil sie sagen, man muss es ja einordnen.
                    0:33:09–0:33:14
                    Aber auf der anderen Seite ist alles andere Sprachliche dann halt an ganz vielen
                    0:33:14–0:33:17
                    Stellen zu 100 Prozent aus dem Fußball der Männer entlehnt, anstatt halt eben
                    0:33:17–0:33:20
                    in der Sprache schon deutlich zu machen, dass es um Frauen geht.
                    Annika Becker
                    0:33:20–0:33:23
                    Ja, wobei ich jetzt das bei den Vereinsnamen tatsächlich auch überhaupt nicht
                    0:33:23–0:33:27
                    kritisch sehen würde, jetzt so von meiner persönlichen Warte aus.
                    Mara Pfeiffer
                    0:33:28–0:33:31
                    Aber achte mal drauf, wenn du das Radio einschaltest und du hörst.
                    Annika Becker
                    0:33:31–0:33:36
                    Ich weiß, dass es fast ausschließlich so gemacht wird oder dass es dann halt
                    0:33:36–0:33:41
                    nur einmal vielleicht irgendwie in fünf Sätzen halt Wolfsburgerin oder so gesagt wird.
                    0:33:41–0:33:44
                    Das ist aber ja auch sowas, dass ich tatsächlich einfach…,
                    0:33:45–0:33:49
                    Sehr auffällig finde, wenn man mit Spielerinnen spricht, dass die von sich selbst
                    0:33:49–0:33:55
                    häufig als Spielär sprechen in der männlichen Form und dann ist es oft,
                    0:33:55–0:33:58
                    wenn ich diese Interviews führe, halt nicht so der Rahmen,
                    0:33:59–0:34:02
                    also vom zeitlichen her ist es immer sehr, sehr eng getaktet,
                    0:34:02–0:34:05
                    dass man jetzt irgendwie so lange Unterhaltung über sowas anfangen könnte.
                    0:34:05–0:34:10
                    Aber ich habe schon den Eindruck, dass, ja, wie das in vielen anderen Bereichen
                    0:34:10–0:34:15
                    eigentlich auch ist, so ein bisschen dieser Effekt ist von, ich will jetzt aber nicht diejenige sein,
                    0:34:15–0:34:19
                    die bei den ganzen Männern und Jungs negativ auffällt, weil ich jetzt darauf
                    0:34:19–0:34:21
                    bestehe, Spielerin zu sein.
                    0:34:21–0:34:24
                    Und die kennen das dann halt aus der Jugend auch nicht anders.
                    0:34:24–0:34:29
                    Da sind dann halt alle irgendwie die Spieler, weil da halt dann im Jugendbereich
                    0:34:29–0:34:32
                    halt irgendwie auch nicht so drauf geachtet wird, sondern alle sind halt irgendwie,
                    0:34:32–0:34:33
                    alle spielen halt irgendwie Fußball.
                    0:34:34–0:34:36
                    Und auf eine gewisse Art ist es ja auch eine schöne Einstellung,
                    0:34:36–0:34:40
                    aber es erzeugt natürlich einfach dieses komplett schiefe Bild.
                    0:34:40–0:34:44
                    Und dann schreibt sich das halt die ganze Zeit immer sofort und wird dann noch
                    0:34:44–0:34:50
                    verknüpft mit, ah, da besteht jetzt aber eine darauf, wirklich als Trainerin
                    0:34:50–0:34:55
                    oder Spielerin oder was auch immer angesprochen zu werden, was auch immer gerade die Funktion ist.
                    0:34:57–0:35:00
                    Und anstatt dann zu sagen so, ja gut, klar, das ist ja auch richtig,
                    0:35:00–0:35:04
                    wird dann aber schon vermutet, dass es halt eine negative Reaktion gibt.
                    0:35:05–0:35:08
                    Also das ist halt schon so ein Vorwegnehmen von dem irgendwie,
                    0:35:08–0:35:12
                    was da für mich halt ganz stark drin steckt und das ist halt definitiv auch,
                    0:35:12–0:35:15
                    ja, ein Problem, von dem ich mir irgendwie wünschen würde, dass das weggeht.
                    0:35:15–0:35:20
                    Deswegen freue ich mich immer über einzelne Personen, die dann halt irgendwie
                    0:35:20–0:35:24
                    so ganz bewusst sagen so, nein, ich mache das aber nicht so.
                    0:35:24–0:35:30
                    Und wenn andere da Wünsche haben, sei es, was ihre Pronomen angeht oder was
                    0:35:30–0:35:33
                    auch immer, dann versuche ich das halt auch so schnell wie möglich zu achten.
                    Mara Pfeiffer
                    0:35:35–0:35:38
                    Yes. Unterschreibe ich alles, Annika.
                    0:35:40–0:35:45
                    Dann hüpfen wir vielleicht mal in unser gar nicht so langes Hauptthema,
                    0:35:45–0:35:47
                    was aber ja auch kein Problem ist,
                    0:35:47–0:35:56
                    denn wir haben ja jetzt quasi vor unserem Themenblock schon so ein inoffizielles Hauptthema gehabt.
                    0:35:56–0:36:00
                    Ihr seht, wir sind hier total flexibel mit unseren eigenen Kategorien.
                    0:36:01–0:36:10
                    Wir wollten gerne nochmal kurz sprechen über den FIFA-Evaluationsbericht zu
                    0:36:10–0:36:13
                    den WM-Bewerbungen 2027.
                    0:36:14–0:36:16
                    Es gab insgesamt...
                    0:36:17–0:36:22
                    Vier Bewerbungen ursprünglich für die WM 2027.
                    0:36:22–0:36:28
                    Im November letzten Jahres hat erst Südafrika die Bewerbung zurückgezogen und
                    0:36:28–0:36:33
                    eben gesagt, man würde sich jetzt stattdessen für 2031 bewerben.
                    0:36:33–0:36:41
                    Und Ende April haben jetzt auch die USA und Mexiko ihre Bewerbung zurückgezogen und ebenfalls gesagt,
                    0:36:41–0:36:48
                    dass sie sich stattdessen bewerben werden für 2031 und das auch mit der Begründung,
                    0:36:48–0:36:52
                    dass sie ja 2026 die WM der Männer haben.
                    0:36:52–0:37:00
                    Und dass sie aus dem Turnier eben Learnings dann für die nächste Bewerbung beziehungsweise
                    0:37:00–0:37:01
                    das nächste Turnier mitnehmen wollen.
                    0:37:02–0:37:07
                    Was ja natürlich geht, weil die Turniere der Frauen immer so kurzfristig vergeben
                    0:37:07–0:37:12
                    werden, dass das dann kein Problem sein dürfte, von einem Turnier 2026 noch
                    0:37:12–0:37:14
                    für ein Turnier 2031 zu lernen.
                    0:37:14–0:37:25
                    Aber gut, wir verlinken euch zum einen auf der Homepage der FIFA den Evaluationsbericht,
                    0:37:26–0:37:32
                    den die FIFA jetzt gemacht hat zu den beiden verbleibenden Bewerbungen und über
                    0:37:32–0:37:33
                    den sprechen wir auch noch ganz kurz.
                    0:37:33–0:37:38
                    Wir verlinken euch außerdem einen Text von Magdalena aus The Athletic,
                    0:37:38–0:37:44
                    in dem sie so ein bisschen einordnet, warum der Rückzug der USA und Mexikos
                    0:37:44–0:37:46
                    aus ihrer Sicht Sinn ergibt.
                    0:37:46–0:37:54
                    Ich habe außerdem für web.de noch eine Kolumne geschrieben diese Woche zu dem
                    0:37:54–0:37:59
                    Evaluationsbericht und wir haben auf der Bolz-Tribüne nicht als Text,
                    0:37:59–0:38:05
                    sondern auf Instagram in den allseits beliebten Social-Media-Kacheln schon mal
                    0:38:05–0:38:07
                    ein bisschen was dazu zusammengeschrieben.
                    0:38:07–0:38:13
                    Es ist so, dass bei diesem Evaluationsbericht insgesamt fünf Punkte erreicht
                    0:38:13–0:38:22
                    werden konnten und Brasilien kommt eben auf 4,0 und die europäische Bewerbung
                    0:38:22–0:38:24
                    von Belgien, den Niederlanden und Deutschland.
                    0:38:24–0:38:33
                    Die ganz gerne immer als die BNG-Bewerbung abgekürzt wird, kommt auf 3,7 Punkte.
                    0:38:33–0:38:36
                    Jetzt könnte man sagen, naja, der Sprung von 3,7 auf 4,0 ist ja jetzt nicht
                    0:38:36–0:38:40
                    so riesig und diese Evaluation bedeutet ja nicht,
                    0:38:40–0:38:46
                    dass am Freitag in Bangkok beim FIFA-Kongress eben die Leute dieser inhaltlichen
                    0:38:46–0:38:50
                    Einordnung folgen und auch so wählen müssen,
                    0:38:50–0:38:54
                    sondern die können ja theoretisch auch sagen, nö, aus den und den Gründen wähle
                    0:38:54–0:38:58
                    ich aber eben trotzdem eben die europäische Bewerbung und nicht die brasilianische.
                    0:38:58–0:39:02
                    Es ist aber so, dass es zwei Punkte gibt, wo man sagen kann,
                    0:39:03–0:39:09
                    die hauen umgangssprachlich schon rein vermutlich und zwar ist es zum einen
                    0:39:09–0:39:11
                    so, dass die FIFA also bemängelt.
                    0:39:12–0:39:15
                    In der europäischen Bewerbung wären
                    0:39:15–0:39:21
                    einige Rahmenverträge und Bestimmungen selbstständig verändert worden.
                    0:39:21–0:39:28
                    Es geht da so ein bisschen um die Frage, wer trägt Verantwortung,
                    0:39:28–0:39:34
                    wofür auch, wie sehr bringen sich die unterschiedlichen Regierungen,
                    0:39:34–0:39:39
                    also natürlich dann letztlich auch finanziell und was Strukturen und so weiter angeht, ein. Nein.
                    0:39:40–0:39:44
                    Und genau da schneidet also Brasilien besser ab.
                    0:39:44–0:39:48
                    Ein weiterer Punkt, wo Brasilien besser abschneidet,
                    0:39:48–0:39:55
                    sind die Stadien, weil die Kapazität halt einfach höher ist als bei der europäischen
                    0:39:55–0:40:00
                    Bewerbung und man dann davon ausgeht, dass man mehr Geld einnimmt.
                    0:40:00–0:40:05
                    Das heißt, man kann jetzt, wenn man es zuspitzen möchte, sagen, die FIFA hat die Sorge,
                    0:40:05–0:40:10
                    dass bei der europäischen Bewerbung einerseits die Ausgaben höher sein könnten
                    0:40:10–0:40:14
                    durch diese ganzen rechtlichen Rahmenbedingungen und andererseits die Einnahmen
                    0:40:14–0:40:17
                    niedriger sein könnten durch also weniger Geld durch Ticketverkäufe.
                    0:40:18–0:40:22
                    Und dann kann man sich, glaube ich, halt schon so ein bisschen vorstellen,
                    0:40:22–0:40:27
                    wohin die Reise geht und die Tatsache, dass man eben in diesem Bericht natürlich
                    0:40:27–0:40:29
                    schon zu dem Schluss kommt,
                    0:40:29–0:40:35
                    dass die Infrastruktur gut ist, dass die Wege kurz sind, dass das alles insgesamt
                    0:40:35–0:40:39
                    irgendwie durchdacht ist, dass man da auf Nachhaltigkeit gesetzt hat,
                    0:40:39–0:40:44
                    dass die Unterkünfte für Offizielle und so weiter gut sind.
                    0:40:44–0:40:48
                    Und das steht dann halt immer dem Faktor Einnahmen, Ausgaben gegenüber,
                    0:40:48–0:40:52
                    was in der brasilianischen Bewertung außerdem noch höher eingeschätzt wird,
                    0:40:52–0:40:56
                    sind die Fanmeilen, die halt auch einfach an Bedeutung gewonnen haben.
                    0:40:57–0:41:05
                    Und ich stelle es mir ehrlich gesagt sehr schwer vor, dass die europäische Bewerbung da am Freitag.
                    0:41:07–0:41:10
                    Am Ende siegreich rausgehen wird.
                    0:41:10–0:41:15
                    Zumal noch dazu kommt, dass eben in Südamerika noch nie eine WM der Frauen ausgespielt
                    0:41:15–0:41:21
                    wurde, wo man die ganze Zeit schon so gesagt hat, das könnte natürlich einen Einfluss haben.
                    0:41:21–0:41:26
                    Ich könnte mir vorstellen, dass die Vertreter*innen der drei Verbände gerade
                    0:41:26–0:41:31
                    fleißig dabei sind, Gespräche zu führen und zu versuchen,
                    0:41:31–0:41:36
                    eben Leute noch möglichst positiv zu beeinflussen, was ihr Abstimmungsverhalten
                    0:41:36–0:41:42
                    angeht, aber ich glaube, das wird eine sehr harte Nuss. Wie siehst du es?
                    Annika Becker
                    0:41:42–0:41:46
                    Ja, ich meine, ich habe da ja letztes Mal auch schon was zugesagt bei der Veranstaltung
                    0:41:46–0:41:49
                    am Ende, weil wir da eine Frage aus dem Publikum auch dazu hatten.
                    0:41:49–0:41:53
                    Da gab es diese Evaluation noch nicht, aber da hatte ich mir die Bewerbung angeguckt.
                    0:41:54–0:42:00
                    Ich sehe es halt auch so, also für mich ist halt so aus FIFA-Perspektive,
                    0:42:00–0:42:04
                    die stehen ja nun mal eben sehr auf Gigantismus und möglichst groß und möglichst
                    0:42:04–0:42:06
                    große Zahlen und so weiter,
                    0:42:06–0:42:13
                    dass denen diese brasilianische Bewerbung sehr gut gefällt und auch das Narrativ
                    0:42:13–0:42:18
                    wahrscheinlich einfach sehr gut gefällt, zu sagen, das ist die erste Weltmeisterschaft
                    0:42:18–0:42:20
                    der Frauen auf diesem Kontinent.
                    0:42:21–0:42:25
                    Und das ist halt auch so ein Narrativ, das sich durch diese Bewerbung durchzieht,
                    0:42:26–0:42:30
                    dass da eben das Motto, ich vergesse immer, wie es genau heißt,
                    0:42:30–0:42:32
                    aber irgendwas mit It's natural
                    0:42:32–0:42:38
                    und dass es dann ökologisch gut sein soll, aber dass es eben auch darum geht,
                    0:42:38–0:42:43
                    zu zeigen, dass der Fußball der Frauen natürlich ist und ein natürlicher Teil
                    0:42:43–0:42:44
                    des Fußballs und so weiter.
                    0:42:45–0:42:51
                    Ich glaube, damit kann man FIFA-Menschen, so wie ich sie aus meiner kleinen
                    0:42:51–0:42:56
                    Welt heraus einschätze, wahrscheinlich sehr gut einfangen in Verbindung mit den großen Zahlen.
                    0:42:56–0:42:58
                    Ja, und dann muss ich sagen, finde
                    0:42:58–0:43:01
                    ich tatsächlich, ich habe mir diesen Evaluationsbericht ja auch angeguckt.
                    0:43:03–0:43:08
                    Sagen, dass ich das schon tatsächlich einfach ein, also ja, irgendwie schwer
                    0:43:08–0:43:15
                    durchsichtiges, aber schon irgendwie kontroverses Politikum,
                    0:43:15–0:43:16
                    nenne ich es jetzt einfach mal, finde.
                    0:43:17–0:43:23
                    Was da eben steht über diese Verträge, die von den drei bewerbenden Verbänden
                    0:43:23–0:43:27
                    angepasst worden sein sollen oder dass eben auch gesagt wird,
                    0:43:27–0:43:33
                    dass von den Staaten, von den drei Staaten nicht alle Sicherheiten und Garantien
                    0:43:33–0:43:36
                    gegeben wurden, so wie die FIFA sich das wünscht.
                    0:43:36–0:43:40
                    Und das ist ja, also mich würden da wirklich mal die Details zu interessieren,
                    0:43:40–0:43:44
                    die wird man wahrscheinlich in der Öffentlichkeit so leicht nicht zu sehen oder
                    0:43:44–0:43:48
                    zu hören bekommen, aber eigentlich ist das so was, wo man hellhörig werden muss,
                    0:43:48–0:43:49
                    weil ja immer gesagt wird,
                    0:43:50–0:43:55
                    hey, die FIFA erpresst hier irgendwelche Nationen, also so wie andere Sportverbände
                    0:43:55–0:43:58
                    das auch tun, zum Beispiel das IOC, um irgendwie,
                    0:43:59–0:44:03
                    Steuererleichterung und was weiß ich was zu bekommen und möglichst wenige Kosten
                    0:44:03–0:44:07
                    selbst tragen zu Und das klingt jetzt zumindest erstmal,
                    0:44:08–0:44:12
                    auch wenn es da so konkret nicht drinsteht, so als hätten sich hier vielleicht
                    0:44:12–0:44:16
                    mal drei bewerbende Nationen versucht dagegen zu wehren.
                    0:44:17–0:44:20
                    Das wäre doch eigentlich mal ganz interessant, oder?
                    0:44:20–0:44:25
                    Also das wäre ja vielleicht mal was Positives, wenn es so sein sollte und sie
                    0:44:25–0:44:30
                    jetzt dann durch dieses Bewerbungsevaluationsverfahren und die Punkteabzüge
                    0:44:30–0:44:31
                    dafür abgestraft werden.
                    0:44:32–0:44:35
                    Naja, dann kann die FIFA sich natürlich immer darauf berufen,
                    0:44:35–0:44:37
                    das ist halt unser System, wonach wir das machen.
                    0:44:37–0:44:43
                    Aber das wäre ja eigentlich was, worüber dann man mal diskutieren müsste, oder?
                    0:44:43–0:44:47
                    Und also das finde ich so ein bisschen schade, dass das gerade nicht passiert.
                    0:44:47–0:44:51
                    Vielleicht ändert sich das dann, wenn dann die Vergabe am Freitag stattgefunden
                    0:44:51–0:44:55
                    hat, dass da nochmal genauer drauf geguckt wird. Aber ja.
                    Mara Pfeiffer
                    0:44:57–0:45:01
                    Also ich finde halt ehrlich gesagt, wenn man gerade auch so ein bisschen mitbekommt
                    0:45:01–0:45:04
                    im Vorfeld der EM in diesem Jahr,
                    0:45:04–0:45:09
                    was da vorab für Vereinbarungen getroffen wurden, auch also Thema irgendwie,
                    0:45:09–0:45:13
                    wie viel Steuern muss die UEFA da zahlen und so weiter oder wie viele muss sie
                    0:45:13–0:45:15
                    nicht zahlen, ist das Entscheidendere.
                    0:45:17–0:45:26
                    Dann ist es durchaus so, wie du sagst, es müssten eigentlich viel mehr Länder
                    0:45:26–0:45:32
                    da den Fuß auf den Boden setzen und sagen, wir gehen das nur bis zu einem gewissen Punkt mit.
                    0:45:32–0:45:35
                    Ich glaube, die Problematik ist halt so ein bisschen, es wird sich immer jemand
                    0:45:35–0:45:38
                    finden, der sagt, wir machen das alles genauso, Hauptsache wir kriegen das Turnier.
                    0:45:39–0:45:43
                    Es kann natürlich nicht die Haltung der Verbände sein, zu sagen,
                    0:45:43–0:45:44
                    na besser kriegen wir es dann nicht.
                    0:45:44–0:45:48
                    Aber letztlich, also wenn man von außen drauf schaut, genau wie du es beschrieben
                    0:45:48–0:45:49
                    hast, muss man das halt so sagen.
                    0:45:49–0:45:55
                    Also bevor man sich komplett verbiegt, ist es eben besser zu sagen,
                    0:45:55–0:45:57
                    nee bis hierhin und nicht weiter.
                    0:45:57–0:46:00
                    Was mich dann aber, wenn man in diese Detailanalyse reingehen könnte,
                    0:46:00–0:46:05
                    also gesetzt den Fall, man kriegt da Einblicke, was wurde gefordert und was
                    0:46:05–0:46:10
                    wurde positiv und was negativ beschieden, würde mich dann schon mal interessieren,
                    0:46:10–0:46:11
                    wie sind die Unterschiede,
                    0:46:12–0:46:18
                    Turnier der Männer, Turnier der Frauen, also wie weit kommt man dem Verband
                    0:46:18–0:46:22
                    jeweils entgegen, abhängig davon wer halt am Ende auf dem Platz steht.
                    0:46:23–0:46:30
                    Aber das sind sicherlich Themen, die nicht so einfach dann im Nachhinein zu
                    0:46:30–0:46:31
                    bearbeiten sein werden.
                    0:46:32–0:46:37
                    Gut, aber Aber dann würde ich sagen, setzen wir an der Stelle da auch einen
                    0:46:37–0:46:44
                    Haken dran und ihr könnt euch jetzt freuen auf die Nachspielzeiten der lieben Petra Tabarelli.
                    0:46:44–0:46:49
                    Der Text steht schon seit letzter Woche, also vor der Live-Sendung bei uns auf
                    0:46:49–0:46:55
                    der Homepage und wird natürlich jetzt euch von Petra selber vorgetragen.
                    Petra Tabarelli
                    0:47:06–0:47:10
                    Der Elfmeter heißt eigentlich Strafstoß, Penalty Kick.
                    0:47:11–0:47:17
                    Wie er zu seinem Namen kam, ist eigentlich doch klar, denn der Elfmeterpunkt
                    0:47:17–0:47:19
                    ist doch ungefähr Elfmeter mittig vor jedem Tor.
                    0:47:20–0:47:25
                    Warum muss man das noch näher erklären? Weil tatsächlich eine recht amüsante
                    0:47:25–0:47:30
                    Geschichte dahinter steckt, warum wir in Deutschland diesen Begriff häufiger
                    0:47:30–0:47:32
                    verwenden als Penalty Kick oder Strafstoß.
                    0:47:33–0:47:39
                    Also, diese 11 Meter sind eigentlich 12 Yards, 12 Schritte vom Tor entfernt.
                    0:47:39–0:47:46
                    Das sind roundabout 10,97 Meter, also wirklich ziemlich genau 11 Meter.
                    0:47:47–0:47:49
                    Warum sich in Deutschland der
                    0:47:49–0:47:52
                    Begriff 11 Meter durchgesetzt hat und beispielsweise in Österreich nicht,
                    0:47:52–0:47:59
                    ist ein historisches Missverständnis und hat gar nichts direkt mit dem Elfer
                    0:47:59–0:48:02
                    zu tun, sondern mit dem Freistoß ursprünglich.
                    0:48:02–0:48:04
                    Also noch bis ins 20.
                    0:48:04–0:48:11
                    Jahrhundert hinein gab es nur einen Freistoß, den indirekten Freistoß in unserer
                    0:48:11–0:48:14
                    heutigen Sprache. Man nannte ihn aber einfach nur Freistoß.
                    0:48:15–0:48:21
                    Es gab ganz wenige Varianten am Anfang, die direkt ins Tor gehen durften.
                    0:48:21–0:48:26
                    Das war eben der Strafstoß, also der Elfmeter, den es eigentlich gibt,
                    0:48:26–0:48:31
                    also um diesen Ort, Elfmeter vor dem Tor, anfangs von einer Linie, später von einem Punkt.
                    0:48:31–0:48:41
                    Gut, dann wurde in den 1910er Jahren schon begonnen zu unterscheiden zwischen Freistößen,
                    0:48:41–0:48:48
                    die wegen Handspiel oder anderem Foulspiel passiert sind, die durften dann direkt ins Tor gehen,
                    0:48:48–0:48:51
                    unsere heutigen direkten Freistöße, das ist genau das gleiche,
                    0:48:51–0:48:57
                    und allen anderen Verstößen, die nicht ins Tor gehen durften, also indirekt sind.
                    0:48:58–0:49:02
                    Man nannte sie aber nicht direkter Freistoß, indirekter Freistoß.
                    0:49:02–0:49:05
                    Sie sind einfach nur Freistoß und wurden einfach unterschieden.
                    0:49:05–0:49:10
                    Es gibt diejenigen, die man wegen einem Foulspiel verhängt, die direkt ins Tor
                    0:49:10–0:49:12
                    gehen dürfen und die anderen eben nicht.
                    0:49:13–0:49:19
                    Und dann kam noch vor 100 Jahren genau der Eckstoß hinzu, der dann auch direkt ins Tor gehen durfte.
                    0:49:20–0:49:26
                    Und in dieser Zeit, in diesen 1920er Jahren hat der DFB begonnen,
                    0:49:26–0:49:31
                    eigene DFB-Regeln zu veröffentlichen.
                    0:49:31–0:49:36
                    Es gab vorher schon mal eins, zwei, aber in den 20er Jahren wurden drei verschiedene
                    0:49:36–0:49:39
                    Versionen veröffentlicht, zumindest sind mir drei bekannt.
                    0:49:40–0:49:47
                    Und da gab es eben ein Missverständnis mit dem Begriff Freistoß oder Strafstoß, um genau zu sein.
                    0:49:48–0:49:53
                    Also, ich versuche das jetzt mal, da ich es euch ja nicht irgendwie jetzt teile,
                    0:49:53–0:49:57
                    sondern aufmalen kann, zu beschreiben und ich hoffe, dass das funktioniert.
                    0:49:58–0:50:02
                    Es ist einfach ein Übersetzungsfehler, der auf einem Missverständnis beruht.
                    0:50:02–0:50:08
                    Im englischen Original wurde in den 1920er Jahren nur zwischen Freistoß und
                    0:50:08–0:50:09
                    Strafstoß unterschieden.
                    0:50:10–0:50:14
                    Das ist heute ähnlich. Freistoß ist die Regel 13, Strafstoß die Regel 14.
                    0:50:16–0:50:22
                    Es gab aber eben schon damals mehr Freistoße, die direkt verwandelt werden durften,
                    0:50:22–0:50:24
                    als den Strafstoß, Elfmeter.
                    0:50:25–0:50:31
                    Es fehlte aber diese sprachliche Unterscheidung in direkter Freistoß und indirekter Freistoß.
                    0:50:32–0:50:36
                    Und die Übersetzer des DFB machten den schlichten Fehler, dass sie dachten,
                    0:50:37–0:50:39
                    dass Eifer würde unterscheiden.
                    0:50:40–0:50:44
                    Und ich benutze jetzt zum besseren Verständnis unsere heutigen Begriffe.
                    0:50:44–0:50:53
                    In den Regeln nannte der DFB alle indirekten Freistöße Freistoß und alle direkten Freistöße Strafstoß.
                    0:50:54–0:50:57
                    Also auch die, die außerhalb des Strafraums geschossen wurden,
                    0:50:58–0:51:03
                    weil er eben dachte, Strafstoß ist quasi das, das, was wir heute unter dem direkten Freistoß verstehen.
                    0:51:03–0:51:06
                    Im Grunde war er einfach seiner Zeit ein bisschen voraus, dass er hier schon
                    0:51:06–0:51:13
                    eine sprachliche Unterscheidung eben vornahm, die aber gar nicht in den Originalregeln vorhanden war.
                    0:51:15–0:51:19
                    So, nun hatte aber der DFB das Problem, dass sie eben für alle direkten Freistöße
                    0:51:19–0:51:24
                    schon den Begriff Strafstoß verwendet hatten und brauchten für diesen speziellen Strafstoß,
                    0:51:25–0:51:31
                    oder diesen speziellen direkten Freistoß im Strafraum, für Vergehen im Strafraum,
                    0:51:31–0:51:33
                    nochmal einen neuen Namen.
                    0:51:34–0:51:36
                    Und da erfanden sie den Begriff Elfmeter.
                    0:51:37–0:51:40
                    Das ist wirklich so, es mag ein bisschen paradox erscheinen,
                    0:51:40–0:51:44
                    aber es ist wirklich so, dass es einfach nur ein Missverständnis war,
                    0:51:44–0:51:48
                    dass der DFB dachte, es wird unterschieden zwischen Freistoß,
                    0:51:48–0:51:52
                    in Klammern unser heutiger indirekter Freistoß und Strafstoß,
                    0:51:52–0:51:57
                    in Klammern unser heutiger direkter Freistoß, da komme ich auch schon durcheinander.
                    0:51:59–0:52:04
                    Und mussten dann eben einen neuen Namen erfinden und haben den eben Elfmeter
                    0:52:04–0:52:07
                    genannt. Schon lustig, ne?
                    Annika Becker
                    0:52:10–0:52:17
                    Ja, jetzt wissen wir, warum der Elfmeter eigentlich Elfmeter heißt und wie es dazu kam.
                    0:52:18–0:52:26
                    Und wir beide kommen jetzt mal zu unserem Blitz-News-Segment und ich fange einfach mal an.
                    0:52:27–0:52:34
                    Wir haben hier nämlich verlinkt einen Text von The Age aus Australien und es
                    0:52:34–0:52:36
                    geht um das Thema Sport-BHs,
                    0:52:36–0:52:41
                    und darum, dass die, ja wie eigentlich auch normale BHs, die nicht für Sport
                    0:52:41–0:52:44
                    gedacht sind, bei Frauen oft nicht gut sitzen, weil halt keine,
                    0:52:45–0:52:48
                    also es nicht sehr verbreitet ist, dass es eine gute, wie sagt man denn,
                    0:52:48–0:52:55
                    Aufklärung darüber gibt, wie BHs eigentlich gut zu sitzen haben, auch im Verkauf und so.
                    0:52:55–0:52:58
                    Also inzwischen gibt es da ja einige Spezialistinnen, aber ja,
                    0:52:58–0:53:03
                    es ist schwierig und bei Sport-BHs ist es auch so und da ist es dann so,
                    0:53:03–0:53:07
                    dass es nicht einfach nur unbequem ist Und vielleicht auch irgendwie sich komisch
                    0:53:07–0:53:11
                    abzeichnet unterm T-Shirt oder so, sondern eben auch die Leistung beeinflussen kann.
                    0:53:12–0:53:20
                    Und da aus dem Grund nämlich, dass Frauen versuchen, irgendwie gegenzusteuern
                    0:53:20–0:53:22
                    mit der Haltung, mit den Bewegungsabläufen, wenn sie merken,
                    0:53:22–0:53:25
                    da stimmt irgendwas nicht, da sitzt irgendwas nicht richtig.
                    0:53:26–0:53:31
                    Und ja, das kann dann zu Verspannungen zum Beispiel führen und deswegen ist
                    0:53:31–0:53:38
                    es etwas, das genauso ernst genommen werden muss wie das Thema Handschuhe oder Schuhe für die Füße.
                    Mara Pfeiffer
                    0:53:38–0:53:42
                    Was ich übrigens lustig fand, ich weiß nicht, wie das in Deutschland ist,
                    0:53:42–0:53:47
                    aber da das ja ein australischer Text ist, da steht auch unter anderem drin,
                    0:53:47–0:53:51
                    dass, wenn man sich jetzt mal anschaut, was für Klamotten für Sport benötigt werden,
                    0:53:52–0:53:58
                    BHs das einzige Teil sind, was man steuerlich nicht als Sportausstattung absetzen kann.
                    0:53:58–0:54:02
                    Und das ist einfach komplett absurd, weil es ist halt ein sehr essentielles
                    0:54:02–0:54:06
                    Teil einer Sportausstattung für Menschen mit Brüsten, aber okay.
                    0:54:08–0:54:13
                    Apropos Australien, ihr könnt euch denken, wir haben wieder den wunderbaren
                    0:54:13–0:54:18
                    Siren Newsletter gelesen, also von unseren Kolleginnen von Siren Sports.
                    0:54:18–0:54:22
                    Da kommen nämlich dann häufig die australisch geprägten Themen her,
                    0:54:22–0:54:24
                    die aber ja in der Regel eben übertragbar sind.
                    0:54:25–0:54:31
                    Fiona McLachlan hat geforscht zur Darstellung vom Sport der Frauen in den Medien,
                    0:54:32–0:54:34
                    in dem Fall eben in den australischen Medien. Aber ich glaube,
                    0:54:35–0:54:36
                    das kann man ziemlich übertragen.
                    0:54:36–0:54:42
                    Und sie hat ein Buch geschrieben, ein wissenschaftliches, das heißt It's Boom Time - Again.
                    0:54:45–0:54:51
                    Betonung von mir. Aber es geht eben darum, dass die Darstellung von Sport der
                    0:54:51–0:54:54
                    Frauen von einem Celebratory Discourse geprägt wird.
                    0:54:55–0:55:00
                    Das heißt, sie stellt fest, es ist immer eine tolle Zeit, um eine Frau im Sport
                    0:55:00–0:55:04
                    zu sein, völlig egal in welchem Jahr, aber halt immer nur so für den Blink eines
                    0:55:04–0:55:07
                    Augenblicks und dann geht es auch schon wieder in Vergessenheit.
                    0:55:07–0:55:11
                    Also es gibt sozusagen keine Nachhaltigkeit in dieser Berichterstattung,
                    0:55:11–0:55:15
                    sondern es gibt immer so ein Aufspringen auf große Ereignisse und auf tolle
                    0:55:15–0:55:19
                    Geschichten und dann auch wieder ein komplettes Negligieren.
                    0:55:19–0:55:25
                    Und das ist natürlich was, was sich ändern muss. But hey, we're here to serve.
                    Annika Becker
                    0:55:25–0:55:28
                    Das ist sowas, das ich auch sehr in meinem Arbeitsalltag merke.
                    0:55:28–0:55:32
                    Also einerseits natürlich, dass es um die großen Turniere herum mehr wird. Das ist ja eh klar.
                    0:55:33–0:55:35
                    Aber andererseits halt auch an den Themen tatsächlich.
                    0:55:35–0:55:38
                    Also dass halt viel diese Storys
                    0:55:38–0:55:43
                    und Aufreger, egal ob positive oder negative, werden halt gefordert.
                    0:55:43–0:55:44
                    Es gibt irgendwie gefühlt eine
                    0:55:44–0:55:49
                    Million Kolumnen. Aber es gibt halt ganz selten, dass mal jemand sagt,
                    0:55:49–0:55:55
                    hey, wie wäre es denn irgendwie mal mit viel richtiger Sportberichterstattung
                    0:55:55–0:56:01
                    eben, also über den Sport tatsächlich auch, so Analysen, sowas.
                    0:56:01–0:56:06
                    Und das gibt es ja bei den Männern zum Beispiel viel, viel häufiger und viel, viel regelmäßiger.
                    0:56:06–0:56:11
                    Und darüber baut sich dann ja auch eben was auf. Also, naja. Ja.
                    Mara Pfeiffer
                    0:56:11–0:56:16
                    Und was ganz spannend ist, Themen verwandt. Katrin Freiburghaus,
                    0:56:16–0:56:22
                    die für den Sportjournalist schreibt, der leider auch weiterhin so heißt,
                    0:56:22–0:56:28
                    also auch da generisches Maskulinum, aber sie macht ganz tolle Sachen dort.
                    0:56:28–0:56:32
                    Die sind ja mittlerweile, ich glaube, ausschließlich online unterwegs.
                    0:56:32–0:56:37
                    Und sie hat ein Interview geführt mit Alessa Solvin, die sich beschäftigt hat
                    0:56:37–0:56:39
                    mit der Rolle von Sportjournalistin.
                    0:56:39–0:56:45
                    Und sie hat eine Befragung gemacht und die Teilnehmenden der Befragung waren
                    0:56:45–0:56:48
                    zu einem Drittel Männer und zu zwei Dritteln Frauen.
                    0:56:48–0:56:55
                    Und das Spannende war, dass die Ergebnisse extrem weit auseinandergeklafft sind.
                    0:56:55–0:56:59
                    Also es wurde beispielsweise eben gefragt, warum sind nur so wenige Frauen oder
                    0:56:59–0:57:02
                    nicht-cis-Männer im Sportjournalismus unterwegs?
                    0:57:03–0:57:07
                    Und die Männer waren alle der Meinung, das liegt zum einen daran,
                    0:57:07–0:57:10
                    dass Frauen sich so super gerne um ihre Familie kümmern und zum anderen liegt
                    0:57:10–0:57:13
                    es daran, dass Frauen sich halt einfach nicht für Sport interessieren,
                    0:57:14–0:57:18
                    während die Mehrzahl der Frauen gesagt hat, es liegt an den feindlichen Strukturen,
                    0:57:18–0:57:21
                    die sie in diesem Business vorfinden. I wonder who's right.
                    0:57:22–0:57:29
                    Außerdem haben 70 Prozent der Frauen angegeben, dass Sexismus ein Problem sei.
                    0:57:29–0:57:34
                    Und ich meine, die Ergebnisse dessen, was die Frauen sagen, also überraschen
                    0:57:34–0:57:41
                    hier jetzt niemanden wirklich, aber dass halt Sportjournalisten auch noch im Jahr 2024 sagen,
                    0:57:41–0:57:44
                    hier sind nur Männer, weil Frauen sich halt nicht für Sport interessieren.
                    0:57:46–0:57:47
                    Ja, was soll ich sagen?
                    Annika Becker
                    0:57:48–0:57:53
                    Ja, daran anknüpfend eine weitere Studie. Da geht es dann allerdings diesmal um Trainerinnen.
                    0:57:53–0:57:57
                    Da sagen nämlich vier von fünf Trainerinnen, dass sie Sexismus erleben.
                    0:57:57–0:58:00
                    Das ist eine Studie, die wurde durchgeführt von Kick It Out.
                    0:58:00–0:58:03
                    Die haben 115 Trainerinnen befragt.
                    0:58:04–0:58:10
                    80 Prozent von ihnen sagen eben, dass sie Sexismus oder Frauenfeindlichkeit
                    0:58:10–0:58:13
                    erleben in ihrer Trainingsumgebung.
                    0:58:13–0:58:20
                    Von diesen 80 Prozent sagen wiederum 56 Prozent, dass sie diesen Sexismus oder
                    0:58:20–0:58:24
                    diese Frauenfeindlichkeit durch ihren eigenen Staff erleben.
                    0:58:24–0:58:31
                    40 Prozent sagen, das ist hauptsächlich durch Eltern von den Kindern passiert, die sie coachen.
                    0:58:32–0:58:38
                    Dann sind wir wieder bei der Gesamtanzahl von den 115, sagen 70 Prozent,
                    0:58:38–0:58:45
                    dass sie bei Trainer*innen-Lehrgängen sich diskriminiert gefühlt haben.
                    0:58:45–0:58:52
                    Von diesen 70 Prozent sagen wiederum 71, dass sie sich nicht sicher damit gefühlt
                    0:58:52–0:58:56
                    haben, dieses Empfinden der Lehrgangsleitung mitzuteilen.
                    0:58:58–0:59:02
                    Da könnte man dann jetzt mutmaßen, ob der nicht vielleicht dann auch von der
                    0:59:02–0:59:05
                    Lehrgangsleitung einfach direkt ausging, dieser Sexismus. muss.
                    0:59:05–0:59:13
                    Dann sind wir wieder bei der Gesamtanzahl. 54% von den 115 Befragten dachten ans Aufhören.
                    0:59:14–0:59:18
                    Es gibt noch einige Zahlen mehr, die werden wir jetzt hier wegen Podcast und
                    0:59:18–0:59:22
                    Zahlen und Hören und so und Hörverstehen nicht alle durchgehen,
                    0:59:22–0:59:23
                    aber ja, schaut euch das auf jeden Fall mal an.
                    0:59:24–0:59:26
                    Es ist leider sehr augenöffnend.
                    0:59:28–0:59:38
                    Dann haben wir außerdem von KickIn ein Weiterbildungszertifikat, das da angeboten wird.
                    0:59:38–0:59:46
                    Das heißt kurz EDI, also E-D-I und steht für Entwicklung von Diversität und Inklusion im Fußball.
                    0:59:46–0:59:52
                    Man kann sich noch bis zum 2. Juni dafür bewerben. Das findet in mehreren Modulen
                    0:59:52–0:59:56
                    statt und richtet sich speziell an Akteur*innen im Fußball.
                    Mara Pfeiffer
                    0:59:58–1:00:05
                    Genau. Dann hatten wir vergangene Woche schon auf der Bolztribüne ein bisschen was dazu gemacht,
                    1:00:05–1:00:10
                    dass Lara Dickenmann, die ihr vielleicht noch aus ihrer Zeit als Spielerin beim
                    1:00:10–1:00:15
                    VfL Wolfsburg in Erinnerung haben könntet, den Grashopper-Club Zürich verlässt.
                    1:00:15–1:00:20
                    Da war sie seit 2021 Generalmanagerin des Frauenfußballteams.
                    1:00:20–1:00:27
                    Der Verein hat eine Meldung veröffentlicht, in der Dickenmann von unterschiedlichen
                    1:00:27–1:00:31
                    Auffassungen über die Führung des Projekts GC Frauenfußball spricht.
                    1:00:31–1:00:37
                    Man weiß so ein bisschen, wenn man sich damit beschäftigt, dass sie sehr darum
                    1:00:37–1:00:42
                    bemüht war, den Fußball der Frauen unabhängig zu machen vom Fußball der Männer,
                    1:00:42–1:00:44
                    auch was eine wirtschaftliche Entwicklung angeht.
                    1:00:45–1:00:49
                    Was jetzt ganz spannend ist, wenn man da die letzten Tage dran geblieben ist,
                    1:00:49–1:00:52
                    wir verlinken euch ausnahmsweise mal einen Text aus der NZZ,
                    1:00:53–1:00:56
                    die da tatsächlich was ganz Gutes zugeschrieben hat.
                    1:00:56–1:01:02
                    Es gibt einen Menschen im Umfeld des Vereins, der heißt Erich Vogel.
                    1:01:02–1:01:07
                    Der hat schon ziemlich viele Rollen im Bereich Fußball der Männer in den letzten
                    1:01:07–1:01:17
                    Jahren ausgefüllt und es war so, dass nicht so sehr lange bevor Dickenmann zum Klub gekommen ist,
                    1:01:17–1:01:23
                    er auch ein Paper quasi dem Verein vorgelegt hatte mit Ideen,
                    1:01:23–1:01:26
                    wie der Fußball der Frauen weiterentwickelt werden kann.
                    1:01:27–1:01:32
                    Man hat ihn aber damit ja also im Prinzip eben nicht erhört. Also man hat jetzt nicht gesagt, okay cool, finden wir super, komm doch zu uns in den Verein, sondern hat sich eben für eine andere Lösung entschieden. Und was in diesem NZZ-Text so ein bisschen angedeutet wird, ist, dass er das Thema für sich so weiterverfolgt hat und auch offensichtlich, über Leute, die weiter im Verein sind, im Hintergrund Strippen zu ziehen.
                    1:01:59–1:02:04
                    Der Verein hat jetzt heute, also am Montag, tatsächlich diesen Erich Vogel als
                    1:02:04–1:02:06
                    Interimslösung präsentiert.
                    1:02:06–1:02:12
                    Es wird zwar nicht ausgesprochen, aber es liest sich so, als wäre Dickenmann damit dann direkt weg.
                    1:02:12–1:02:16
                    Eigentlich hatte sie eben angekündigt, zum Saisonende aufhören zu wollen.
                    1:02:16–1:02:19
                    Und was ich in dem Artikel irgendwie ganz spannend fand, war,
                    1:02:19–1:02:25
                    dass halt in Bezug auf Vogel, Es heißt also, er ist halt 85 und denkt den Fußball
                    1:02:25–1:02:27
                    der Frauen eben genau so,
                    1:02:27–1:02:33
                    wie Akteur*innen, die sich für einen modernen Fußball der Frauen einsetzen,
                    1:02:33–1:02:37
                    das also seit Jahren aus dem System rauszukriegen versuchen.
                    1:02:39–1:02:43
                    Ja, wird spannend, wie es da weitergeht, auch auf dem Trainer*innen-Posten.
                    1:02:44–1:02:46
                    Wir bleiben da auf jeden Fall dran.
                    Annika Becker
                    1:02:46–1:02:51
                    Ja, und dann haben wir heute den Verein Henstedt-Ulzburg nicht nur einmal im
                    1:02:51–1:02:53
                    Podcast erwähnt, sondern gleich zweimal.
                    1:02:54–1:03:01
                    Eine Spielerin des Vereins, Liv Fuß, hat nämlich eine Umfrage erstellt zur Prävention
                    1:03:01–1:03:03
                    von Kreuzbandrissen im Fußball.
                    1:03:03–1:03:09
                    Das hatte der Verein unter der Woche bei Instagram geteilt und wir dachten,
                    1:03:09–1:03:13
                    wir nehmen den Link zu der Umfrage hier einfach mal in unsere Shownotes mit auf.
                    1:03:13–1:03:18
                    Wenn ihr selbst Fußball spielt oder vielleicht einfach Leute kennt,
                    1:03:18–1:03:23
                    dann macht gerne mit und leitet es weiter. Oder leitet es weiter.
                    Mara Pfeiffer
                    1:03:24–1:03:32
                    Und was man daran anknüpfend sagen kann, ist, dass es jetzt eine groß angelegte
                    1:03:32–1:03:35
                    Studie zum Thema Kreuzbandrisse geben wird.
                    1:03:35–1:03:42
                    Und zwar von FIFPRO, PFA England, Nike und der Leeds Beckett University.
                    1:03:43–1:03:52
                    Die haben eine Studie gestartet, die in der FA Women's Super League über so
                    1:03:52–1:03:55
                    ein Drei-Schritte-System funktionieren soll.
                    1:03:55–1:04:00
                    Zum einen soll alles, was es eben bisher schon an Studien zu dem Thema gibt.
                    1:04:01–1:04:09
                    Gesammelt und ausgewertet werden. Dann soll quasi abgefragt werden,
                    1:04:09–1:04:17
                    was brauchen die Teams und die Spielerinnen strukturell, um das zu verbessern,
                    1:04:17–1:04:20
                    was sie eben anbieten können, in der Hoffnung darum,
                    1:04:20–1:04:25
                    dass auch dadurch sich das Verletzungsrisiko reduzieren lässt.
                    1:04:25–1:04:32
                    Und dann soll es ein Realtime-Tracking geben von der Belastung von den Reisen
                    1:04:32–1:04:37
                    und von den kritischen Phasen in der Saison.
                    1:04:38–1:04:44
                    Da gibt es auch, das verlinken wir euch, ein sogenanntes Fifth-Pro-Player-Workload-Monitoring-Tool,
                    1:04:44–1:04:47
                    in dem Spielerinnen das dann eben eintragen können.
                    1:04:47–1:04:54
                    Und insgesamt erhofft man sich dadurch einen, ja, letztlich einen ersten Durchbruch
                    1:04:54–1:04:56
                    vielleicht bei dem Thema zu erreichen.
                    Annika Becker
                    1:04:57–1:05:01
                    Ja, dann haben wir eine Nachricht vom VfL Osnabrück.
                    1:05:01–1:05:07
                    Der hatte nämlich eigentlich versucht, sich gegen die Geldstrafe des DFB für
                    1:05:07–1:05:11
                    die Proteste der Fans gegen DFL-Investoren zu wehren.
                    1:05:11–1:05:19
                    Es gab Ende der vergangenen Woche vom DFB-Sportgericht eine mündliche Verhandlung
                    1:05:19–1:05:27
                    und da hat das DFB-Sportgericht dann die insgesamt gegen Osnabrück bestehenden drei Strafen,
                    1:05:27–1:05:29
                    also diese Strafen bestätigt.
                    1:05:29–1:05:35
                    Das sind für den Verein 20.000 Euro, die da zu zahlen sind.
                    1:05:35–1:05:41
                    Der VfL hatte eben Einspruch eingelegt und als Hauptargument eingeführt,
                    1:05:41–1:05:48
                    dass es ja um Meinungsfreiheit gehe bei diesem Fall, die die Fans da für sich
                    1:05:48–1:05:49
                    in Anspruch genommen haben.
                    1:05:49–1:05:55
                    Der Verein kann jetzt innerhalb von einer Woche prüfen, also bis zum Ende dieser
                    1:05:55–1:06:00
                    Woche prüfen, ob sie vor dem DFB-Bundesgericht nochmal Berufung einlegen wollen.
                    1:06:01–1:06:05
                    Da werden jetzt sicherlich die rechtlichen Beratungen dazu erfolgen.
                    Mara Pfeiffer
                    1:06:07–1:06:13
                    Ja und dann haben wir eine Meldung von den Kolleg*innen der Sportschau.
                    1:06:13–1:06:19
                    Die Gewerkschaften FIFPRO und WLA, das steht für World Leagues Association,
                    1:06:20–1:06:23
                    machen aktuell Druck auf die FIFA und drohen mit rechtlichen Schritten.
                    1:06:23–1:06:29
                    Es geht um den viel zu vollen Kalender und die FIFA-Club-WM,
                    1:06:29–1:06:37
                    die aufgeblasen wurde auf unglaubliche 32 Teilnehmer und das bei der sowieso schon hohen Belastung.
                    1:06:37–1:06:43
                    Die Argumente der Gewerkschaften, genau wie eine Reaktion der FIFA,
                    1:06:43–1:06:45
                    verlinken wir euch in den Shownotes.
                    Annika Becker
                    1:06:46–1:06:51
                    Ja, dann gibt es mal wieder ein Update zu Luis Rubiales.
                    1:06:51–1:06:56
                    Da ist es jetzt nämlich so, dass er tatsächlich wegen des Übergriffs gegen Jennifer
                    1:06:56–1:06:58
                    Hermoso vor Gericht muss.
                    1:06:58–1:07:04
                    Und außer ihm aber auch noch Ex-Spanien-Trainer Jorge Vilda,
                    1:07:04–1:07:07
                    Albert Luque, das ist der ehemalige Sportdirektor der Männer,
                    1:07:07–1:07:12
                    sowie Rubén Rivera, das ist der ehemalige Marketingleiter des Verbandes.
                    1:07:13–1:07:15
                    Diese drei wegen Nötigung.
                    1:07:16–1:07:22
                    Und das wurde jetzt durch den Richter des zentralen Gerichtshofes in Spanien offiziell festgelegt.
                    1:07:22–1:07:25
                    Also das war ja die ganze Zeit noch nicht hundertprozentig klar.
                    1:07:26–1:07:33
                    Rubiales musste zum Zeitpunkt dieser Nachricht innerhalb von 24 Stunden 65.000 Euro Kaution vorlegen.
                    1:07:33–1:07:35
                    Die anderen drei nochmal so viel gemeinsam.
                    1:07:36–1:07:41
                    Und es kann kein Rechtsmittel gegen diesen Beschluss eingelegt werden.
                    1:07:41–1:07:43
                    Also es geht definitiv vor Gericht.
                    1:07:43–1:07:49
                    Die Angeklagten haben zehn Tage Zeit, eine Verteidigungsschrift vorzulegen.
                    Mara Pfeiffer
                    1:07:50–1:07:58
                    Das wird interessant. Die australische Nationalspielerin Lydia Williams hat
                    1:07:58–1:08:03
                    angekündigt, nach Olympia 2024 ihre internationale Karriere zu beenden.
                    1:08:03–1:08:08
                    Nach 19 Jahren und bisher 103 Länderspielen, da kommen jetzt natürlich die Olympischen
                    1:08:08–1:08:15
                    noch dazu, 2022 ist sie die erste australische Torhüterin mit über 100 Spielen gewesen.
                    Annika Becker
                    1:08:15–1:08:21
                    Ja, und ich mache mal weiter mit Dingen vor Gericht.
                    1:08:21–1:08:26
                    Es gab ja, das hatten wir hier im Podcast auch mehrfach, das Ermittlungsverfahren
                    1:08:26–1:08:34
                    gegen den ehemaligen PSG-Trainer Didier Ollé-Nicolle wegen sexueller Belästigung
                    1:08:34–1:08:38
                    und sexistischer Äußerung. Das wurde jetzt eingestellt.
                    1:08:38–1:08:40
                    Es hatte eine Beschwerde gegen ihn gegeben.
                    1:08:41–1:08:44
                    Er habe Spielerinnen sexuell übergriffig berührt.
                    1:08:44–1:08:50
                    Aufgekommen war das im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen wegen des Angriffs auf Kheira Hamraoui.
                    1:08:50–1:08:56
                    Ihr erinnert euch sicherlich, dass es dieser sehr unfassbare,
                    1:08:56–1:08:59
                    schreckliche Originalfall war,
                    1:08:59–1:09:02
                    der Angriff auf Keira Hamraoui und daraus haben sich inzwischen,
                    1:09:02–1:09:08
                    ich glaube, mindestens drei Gerichtsverhandlungen ergeben und die gegen Didier Ollé-Nicolle
                    1:09:09–1:09:10
                    war eben eine davon.
                    1:09:10–1:09:17
                    Die Spielerin, die die Vorwürfe gegen ihn erhoben hat, wollte das selbst nie zur Anzeige bringen.
                    1:09:18–1:09:23
                    Das ist halt bei dieser internen Untersuchung von PSG rausgekommen.
                    1:09:23–1:09:29
                    Dann hat aber zu einem späteren Zeitpunkt Kadidiatou Diani das gemacht,
                    1:09:29–1:09:33
                    also eben versucht Anklage zu erheben, als sie selbst noch bei PSG war.
                    1:09:33–1:09:38
                    Ihre Klage wurde bereits im vergangenen Dezember von der Staatsanwaltschaft
                    1:09:38–1:09:42
                    abgewiesen wegen Zitat fehlender Straftatbestände.
                    1:09:43–1:09:49
                    Und Ollé-Nicolle selbst hatte, das haben wir hier auch aufgenommen gehabt,
                    1:09:49–1:09:54
                    gegen Diani wiederum Klage wegen Verleumdung eingereicht.
                    1:09:54–1:10:00
                    Und er ist jetzt die Vorwürfe gegen sich eben erst einmal los,
                    1:10:00–1:10:04
                    aber trotzdem wie gesagt, es gibt noch diese anderen Gerichtsverhandlungen,
                    1:10:04–1:10:11
                    weil Ollé-Nicolle ist nämlich Nebenkläger in dem Verfahren gegen César Mavacala
                    1:10:11–1:10:18
                    und César Mavacala wiederum ist angeklagt wegen bandenmäßiges Betrugs.
                    1:10:18–1:10:24
                    Er ist der ehemalige Berater mehrerer PSG-Spielerinnen und soll auch Partner
                    1:10:24–1:10:28
                    von Kadidiatou Diani gewesen sein oder vielleicht auch immer noch sein.
                    1:10:29–1:10:35
                    Und ihm wird eben vorgeworfen, in diesen Kheira Hamraoui-Fall verwickelt zu sein.
                    1:10:36–1:10:42
                    Also das ist so ein versponnenes Netzwerk.
                    1:10:42–1:10:47
                    Also wenn man so jemand ist, der eine Krimi-Wand mit lauter roten Fäden machen
                    1:10:47–1:10:50
                    würde, müsste man dafür ganz, ganz viele rote Fäden einsammeln.
                    1:10:50–1:10:53
                    Aber ich hoffe, ich konnte es jetzt nochmal irgendwie verständlich zusammenfassen für euch.
                    Mara Pfeiffer
                    1:10:55–1:10:59
                    Es ist jedenfalls alles nicht sehr schön. Ich glaube, so kann man es auch zusammenfassen.
                    1:11:00–1:11:07
                    Ich wechsle dann aber nochmal zurück zu Spielerinnen, die irgendwo irgendetwas beenden.
                    1:11:07–1:11:14
                    In dem Fall Vivianne Miedema. Sie verlässt am Ende der Saison nach sieben Jahren Arsenal.
                    1:11:14–1:11:17
                    Wohin es sie zieht, ist allerdings noch nicht bekannt.
                    Annika Becker
                    1:11:17–1:11:25
                    Ja, dann gab es die Nachricht vom FC Chelsea, dass man dort daran interessiert
                    1:11:25–1:11:29
                    sei, Anteile an der Frauenabteilung an Investor*innen zu verkaufen.
                    1:11:29–1:11:32
                    Also nicht die komplette Abteilung, aber eben Anteile daran.
                    1:11:32–1:11:39
                    Es soll auch darüber nachgedacht werden, ob nicht vielleicht ein Multi-Club-Ownership-Modell
                    1:11:39–1:11:42
                    in irgendeiner Form für den Verein spannend sein könnte.
                    1:11:42–1:11:47
                    Das ist ein Bericht von The Athletic. Die haben natürlich den Verein auch um Stellungnahme
                    1:11:47–1:11:54
                    dazu gebeten, aber zum Zeitpunkt, zu dem wir aufnehmen, ist die noch nicht erfolgt. Genau.
                    Mara Pfeiffer
                    1:11:54–1:12:02
                    Erfolgt ist aber die Benennung der zweiten Co-Trainerin, die nach Olympia mit
                    1:12:02–1:12:07
                    Christian Wück und Maren Meinert die DFB-Frauen anleiten wird.
                    1:12:08–1:12:13
                    Und zwar ist das Saskia Bartusiak, die sicherlich euch allen als Spielerinnen
                    1:12:13–1:12:14
                    noch bestens in Erinnerung ist.
                    1:12:14–1:12:20
                    Und seit dem Ende ihrer Spielerinnenkarriere hat sie zum einen Sportmanagement
                    1:12:20–1:12:27
                    studiert und arbeitet seit 2018 im Bereich Scouting, Spielanalyse und Diagnose des DFB.
                    1:12:28–1:12:31
                    Also haben wir dann am Ende ein
                    1:12:32–1:12:36
                    Trio aus dem DFB für den DFB und sind gespannt, was das so bringen wird.
                    Annika Becker
                    1:12:36–1:12:42
                    Ich mache mal weiter mit den Leseempfehlungen, die wir diese Woche so für euch haben.
                    1:12:42–1:12:47
                    Da haben wir nämlich zum einen einen Text von Joey Lynch beim Guardian,
                    1:12:48–1:12:55
                    der auf die A-League schaut in Australien und inwieweit die Liga eigentlich
                    1:12:55–1:12:59
                    nach der WM 2023 tatsächlich vom Turnier profitieren konnte.
                    1:12:59–1:13:05
                    Also es ist sehr ausführlich, geht darauf ein, was sich im Positiven bewegt
                    1:13:05–1:13:11
                    hat und was aber Spielerinnen auch denken, was noch passieren müsste, könnte, sollte.
                    1:13:11–1:13:16
                    Und der gleiche Joey Lynch hat außerdem einen Text über das Saisonfinale geschrieben
                    1:13:16–1:13:21
                    zwischen Melbourne und Sydney, den ich auch sehr, sehr klasse fand.
                    1:13:21–1:13:24
                    Deswegen ist er direkt noch mit hier drin gelandet.
                    Mara Pfeiffer
                    1:13:24–1:13:31
                    Genau, dann haben wir einen sehr schönen und sehr wholesome Text über die Queer
                    1:13:31–1:13:38
                    Sporting Alliance in Australia und was sie dazu beiträgt, Gender Diversity im Sport zu unterstützen.
                    1:13:38–1:13:44
                    Den haben wir ebenfalls von den geschätzten Kolleginnen von SIREN übernommen
                    1:13:44–1:13:46
                    und legen ihn euch sehr ans Herz.
                    Annika Becker
                    1:13:46–1:13:50
                    Ja, und dann habe ich noch was für euch rausgesucht bei der L'Equipe.
                    1:13:50–1:13:55
                    Und zwar hat da Syanie Dalmat, deren Arbeit ich sehr bewundere,
                    1:13:55–1:14:01
                    zusammen mit Vincent Villa eine doch irgendwie breiter angelegte Recherche gemacht,
                    1:14:01–1:14:06
                    weil gerade in Frankreich ja das Thema Professionalisierung der Liga sehr,
                    1:14:06–1:14:07
                    sehr groß und sehr, sehr aktuell ist.
                    1:14:07–1:14:11
                    Da wollen wir hier im Podcast auch nächste Woche unbedingt drauf schauen.
                    1:14:11–1:14:12
                    Das haben wir in der Diesen nicht mehr geschafft.
                    1:14:13–1:14:19
                    Aber die beiden haben jedenfalls zusammen ja mehrere Vereine in der ersten französischen
                    1:14:19–1:14:26
                    Liga besucht, mit Akteurinnen gesprochen und haben einen sehr langen Artikel darüber geschrieben,
                    1:14:26–1:14:30
                    der wirklich krass aufmacht, die Unterschiede in den Bedingungen,
                    1:14:30–1:14:35
                    die es halt in der Liga gibt und also was für Bedingungen da teilweise auch
                    1:14:35–1:14:37
                    bei Vereinen jetzt immer noch herrschen,
                    1:14:38–1:14:41
                    von denen man das vielleicht nicht unbedingt denken würde.
                    1:14:41–1:14:45
                    Da kommen Spielerinnen zu Wort, die sagen,
                    1:14:45–1:14:49
                    naja, bis zu der und der Saison, die irgendwie erst zwei Jahre her ist oder
                    1:14:49–1:14:55
                    so, habe ich freiwillig für umsonst gespielt und war aber die Putzfrau des Vereins
                    1:14:55–1:14:58
                    und solche Sachen. Also es ist wirklich krass.
                    Mara Pfeiffer
                    1:14:58–1:15:04
                    Und ihr merkt sicherlich, dass alle Artikel und Themenhinweise,
                    1:15:04–1:15:08
                    die irgendwelche französischen Namen beinhalten, immer bei der Annika landen,
                    1:15:08–1:15:11
                    damit ich mich hier nicht zum Horst machen muss.
                    1:15:11–1:15:15
                    Das wird sehr spannend nächste Woche, wenn wir Teile der Sendung damit bestreiten.
                    1:15:15–1:15:20
                    Ihr werdet euch dann wundern, wenn ich immer irgendwelche Sätze sage und zwischendurch,
                    1:15:20–1:15:24
                    wenn ich einen Namen ausspreche, klinge ich wie Annika, weil Annika mich nachsynchronisieren musste.
                    1:15:25–1:15:32
                    Wir haben aber auch noch einen Lesetipp für euch von der Bolztribüne und zwar
                    1:15:32–1:15:37
                    ein riesen Shoutout an die liebe Nina Potzel von Die 45,
                    1:15:37–1:15:40
                    die ihr natürlich alle sowieso schon längst kennt und schätzt.
                    1:15:41–1:15:46
                    Die hat neben all den anderen coolen Dingen, die sie sowieso schon jede Woche im Fußball macht,
                    1:15:47–1:15:52
                    sich jetzt auch noch wirklich hingesetzt und hat eine komplette Transferübersicht
                    1:15:52–1:15:57
                    gemacht für die erste Bundesliga und auch die.
                    1:15:59–1:16:04
                    Größten Aufstiegsanwärterinnen der zweiten Bundesliga und das ist wirklich extrem,
                    1:16:04–1:16:09
                    extrem, extrem lesenswert und sehr toll, sowas einfach mal zu haben.
                    1:16:09–1:16:13
                    Das sind genau die Themen, die halt im Fußball der Männer völlig offensichtlich
                    1:16:13–1:16:17
                    überall zu finden und auf die man überall zu finden sind und auf die man überall
                    1:16:17–1:16:22
                    zugreifen kann und im Fußball der Frauen ist das halt eben nicht so und wir
                    1:16:22–1:16:27
                    freuen uns wirklich tierisch und sagen auch hier nochmal ein ganz großes Dankeschön an Nina,
                    1:16:27–1:16:29
                    dass sie sich die die Zeit dafür genommen hat.
                    1:16:30–1:16:34
                    Und hinweisen kann ich auch schon mal darauf, wenn ihr diesen Podcast am Dienstag
                    1:16:34–1:16:39
                    hört, dann könnt ihr es auch schon lesen, dass es am Dienstag einen sehr,
                    1:16:39–1:16:43
                    sehr tollen Text von Sascha von "Legende verloren" bei uns geben wird.
                    Annika Becker
                    1:16:43–1:16:46
                    Oh ja, auf den freue ich mich auch schon sehr.
                    Mara Pfeiffer
                    1:16:47–1:16:49
                    Du hast ihn aber doch schon gelesen.
                    Annika Becker
                    1:16:49–1:16:54
                    Ah, aber ich kann ihn dann noch mal lesen auf unserer wunderschönen Website.
                    Mara Pfeiffer
                    1:16:54–1:16:59
                    Ja, das stimmt. Wir freuen uns wirklich total. und ihr werdet dann in unseren
                    1:16:59–1:17:02
                    sozialen Netzwerken mitbekommen, dass er da ist.
                    Annika Becker
                    1:17:02–1:17:07
                    Ja, und dann haben wir uns gedacht, es wird mal wieder Zeit für einen Kronenkranich,
                    1:17:07–1:17:13
                    weil bei all den Kackspechten und vor allem Kackspecht-Anwärtern,
                    1:17:13–1:17:17
                    die es jede Woche so gibt, haben wir dann manchmal auch einfach die Schnauze
                    1:17:17–1:17:23
                    voll und dann suchen wir uns lieber eine kleine schöne Perle raus und verleihen einen Kronenkranich.
                    1:17:23–1:17:27
                    Diese Woche ist so eine Woche und der Kronenkranich klingt so.
                    Mara Pfeiffer
                    1:17:46–1:17:51
                    Ja, da wir ja letzte Woche unseren Live-Podcast hatten und keine Blitznews
                    1:17:51–1:17:57
                    ist, diese Geschichte jetzt schon ein paar Tage älter, aber immer noch wunderschön
                    1:17:57–1:18:01
                    und hierzulande sicherlich nicht überall angekommen.
                    1:18:01–1:18:10
                    Das Team Queens Park Ladies, eine U12-Team in Bournemouth, hat die Liga gewonnen.
                    1:18:10–1:18:16
                    Und das alleine wäre vielleicht noch nicht so außergewöhnlich,
                    1:18:16–1:18:19
                    weil in jeder Liga gewinnt am Ende irgendein Team.
                    1:18:20–1:18:25
                    Aber hier ist es wirklich so, dass es eine reine Jungsliga ist.
                    1:18:25–1:18:31
                    Die Mädchen oder beziehungsweise der Verein hat vor einigen Jahren eben angefangen
                    1:18:31–1:18:36
                    mit Mädchenteams, die hatten anfangs gar nicht so einen großen Zulauf und haben
                    1:18:36–1:18:40
                    jetzt eben für diese U12-Mädchen vor der Saison sich darum bemüht,
                    1:18:40–1:18:43
                    eine Spielgenehmigung für die Liga der Jungs zu bekommen,
                    1:18:44–1:18:50
                    damit sie eben eine Saison spielen können und eben auch ganz regulär ihre Gegner haben.
                    1:18:50–1:18:55
                    Das war nicht ganz einfach, hat aber am Ende eben tatsächlich geklappt.
                    1:18:55–1:19:00
                    Und die Mädchen berichten jetzt so im Nachhinein, dass es am Anfang schon sehr
                    1:19:00–1:19:03
                    deutlich war, dass es auch blöde Sprüche gab von den Jungs, dass sie gemerkt
                    1:19:03–1:19:06
                    haben, sie werden nicht so ernst genommen und dass man das belächelt hat und
                    1:19:06–1:19:09
                    gesagt hat, na gut, wir lassen sie halt mal mitspielen.
                    1:19:09–1:19:16
                    Und jetzt haben sie tatsächlich die Liga gewonnen und zwar schon vor dem Ende
                    1:19:16–1:19:21
                    der Saison und sich dann vorgenommen bis zum Saisonende kein Spiel zu verlieren
                    1:19:21–1:19:22
                    und auch das haben sie geschafft.
                    1:19:22–1:19:30
                    Also sie gehen mit einem Clean Sheet aus dieser Saison als Ligaerste und ohne
                    1:19:30–1:19:31
                    eine einzige Niederlage.
                    1:19:31–1:19:35
                    Und das ist eine total schöne Geschichte, finde ich.
                    1:19:35–1:19:38
                    Was an der Geschichte natürlich andererseits krass ist, ist,
                    1:19:38–1:19:44
                    dass Zwölfjährige nach so einem Erfolg darüber sprechen, wie es für sie ist,
                    1:19:44–1:19:48
                    sich im Fußball gegen Jungs und gegen Vorurteile durchzusetzen.
                    1:19:48–1:19:55
                    Und wenn man das liest, finde ich, dann merkt man wieder, wie wichtig das ist, dass Menschen.
                    1:19:55–1:20:00
                    Zu denen wir uns auch zählen, aber von denen es zum Glück deutlich mehr gibt
                    1:20:00–1:20:05
                    und deren Zahl auch zunimmt, sich dafür einsetzen, dass diese ganzen Klischees
                    1:20:05–1:20:07
                    rauskommen aus dem Sport.
                    1:20:07–1:20:10
                    Keine Zwölfjährige sollte nach dem Abpfiff einer Liga, die sie gewonnen hat,
                    1:20:10–1:20:12
                    darüber irgendwie sprechen müssen,
                    1:20:12–1:20:17
                    dass sie sich gegen Vorurteile durchsetzen musste, sondern es sollte eben halt
                    1:20:17–1:20:22
                    gelten, gleiches Spiel für alle und da sind wir noch lange nicht.
                    1:20:22–1:20:25
                    Das ist irgendwie so ein bisschen die Downside von der Geschichte,
                    1:20:25–1:20:33
                    aber Upside und Kronenkranich an die tollen Mädels der Queens Park Ladies herzlichen Glückwunsch.
                    1:20:33–1:20:38
                    Ihr seid ganz, ganz großartig und wir freuen uns, dass diese Geschichte den
                    1:20:38–1:20:42
                    Weg auch in viele andere Länder und andere Medien gefunden hat.
                    Annika Becker
                    1:20:42–1:20:43
                    Absolut, ja.
                    1:20:44–1:20:48
                    Dann haben wir es damit für diese Woche auch schon wieder geschafft.
                    1:20:48–1:20:53
                    Es ist unsere Jubiläumsfolge, könnte man sagen. Jubiläum, Jubiläum.
                    1:20:54–1:20:58
                    50 Folgen Becker und Pfeiffer, der Fußball-Podcast. Wir haben jetzt diesmal
                    1:20:58–1:21:01
                    gar nicht irgendwas gehabt, um darauf anzustoßen oder so.
                    1:21:01–1:21:05
                    Aber ich meine, andererseits haben wir letzte Woche sehr, sehr viel angestoßen.
                    1:21:05–1:21:08
                    Also vielleicht ist es auch ganz gut, wenn wir in der Hinsicht gerade mal eine
                    1:21:08–1:21:10
                    Pause einlegen. Der Podcast macht aber keine Pause.
                    1:21:11–1:21:15
                    Ihr hört uns nächste Woche so wie gewohnt Und wieder in der Nacht irgendwann
                    1:21:15–1:21:18
                    von Montag auf Dienstag.
                    1:21:18–1:21:22
                    Ich freue mich immer, wenn ich nach dem Upload, kann ich meistens doch nicht
                    1:21:22–1:21:26
                    sofort schlafen und sehe dann immer, ach, irgendjemand hört es jetzt gerade schon.
                    1:21:28–1:21:31
                    Also wer auch immer du bist oder ihr seid da draußen, liebe Grüße.
                    Mara Pfeiffer
                    1:21:32–1:21:35
                    Und liebe Grüße müssen wir an dieser Stelle auch mal von Podcast zu Podcast
                    1:21:35–1:21:38
                    schicken an Anja und Josi von "Mittags bei Henning",
                    1:21:38–1:21:42
                    weil beim Thema Jubiläumsfolge denken wir natürlich sofort an Anja und Josi,
                    1:21:42–1:21:47
                    aber natürlich also nochmal unterstrichen an Anja, die ja immer einen Anlass
                    1:21:47–1:21:48
                    findet, ein Jubiläum zu feiern.
                    1:21:48–1:21:52
                    Heute haben wir jetzt mal ein Jubiläum und wir grüßen euch ganz lieb und wir
                    1:21:52–1:21:56
                    grüßen euch alle da draußen und freuen uns auf die nächste Woche mit euch. Ciao.
                    Annika Becker
                    1:21:57–1:21:57
                    Tschüss.

                    Der Beitrag #50 Goldene Vogelhochzeit erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

                    1 hr 23 min
                  • #49 Stadion der Träume

                    Hallo und herzlich Willkommen zu einer Weltpremiere: So klang das am Freitagabend in Köln im Deutschen Sport & Olympia Museum. Dort nämlich haben wir den Podcast zum ersten Mal live vor Publikum aufgenommen. Und dabei waren wir nicht alleine, sondern hatten die sehr famose Claudia Neumann als Gästin an Bord.

                    Gemeinsam haben wir über die wirklich wesentlichen Dinge gesprochen: Frauen, Fußball, Frauen im Fußball und Fußball der Frauen, oder einfach: Fußball ist mehr als cis männlich. Claudia hat uns außerdem davon erzählt, wie sie ihre eigene Karriere bis hierher erlebt hat, welche Phasen sich wie angefühlt haben und wann ihr bewusstgeworden ist, dass gewisse Erfahrungen universell sind – und sie die Möglichkeit hat, Dinge für andere zu verbessern.

                    Wir hoffen, ihr habt genau so viel Freude an dieser besonderen Folge, wie wir bei der Aufnahme. Unser Dank gilt Claudia und natürlich den tollen Museumsmenschen rund um Mathias Schmidt.

                    Becker & Pfeiffer is a labor of love, aber wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und unsere Bolztribüne mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

                    Becker & Pfeiffer

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                    Shownotes/Links/Quellen
                    • Stadion der Träume in Köln
                      https://sportmuseum.de/news/stadion-der-traeume
                    • Stadion der Träume in München mit Annika und Nina
                      https://stadiondertraeume.de/de/calender/fussball-frauen
                    • Transkription der Episode anzeigen

                      Annika Becker
                      0:00:26–0:00:33
                      Ja, dankeschön für diese wunderbare Begrüßung. Ich begrüße zu unserer 49.
                      0:00:33–0:00:37
                      Podcast-Folge erstmal euch alle, die ihr hier seid. Schön, dass ihr gekommen
                      0:00:37–0:00:39
                      seid. Wir freuen uns alle sehr.
                      0:00:40–0:00:44
                      Und ansonsten ist so mein Standardsatz am Anfang immer zu sagen:
                      0:00:44–0:00:48
                      Hallo liebe Mara! Aber diesmal darf ich noch hinzufügen: Hallo liebe Claudia!
                      Claudia Neumann
                      0:00:48–0:00:50
                      Vielen Dank.
                      Mara Pfeiffer
                      0:00:51–0:00:54
                      Ja, hallo liebe Annika und hallo liebe Claudia.
                      0:00:55–0:01:01
                      Wir haben ein bisschen überlegt natürlich, wie wir das heute Abend so vom Aufbau her machen wollen,
                      0:01:01–0:01:05
                      weil wir uns gedacht haben, es ist wahrscheinlich fürs Publikum nicht so wahnsinnig
                      0:01:05–0:01:09
                      interessant und das wäre ja auch eine totale Verpulverung unserer Gästin,
                      0:01:09–0:01:13
                      wenn wir uns hier hinsetzen und Blitz-News vortragen.
                      0:01:13–0:01:18
                      Das heißt, wir werden uns von den verschiedenen, na sag schon Annika,
                      0:01:18–0:01:23
                      was sind Kategorien des Podcastes heute Abend weitestgehend lösen.
                      0:01:23–0:01:27
                      Was wir aber beibehalten wollen, ist die Frage nach der Fußballwoche und da
                      0:01:27–0:01:30
                      würden wir heute doch mit dir anfangen. Wie war denn deine Fußballwoche, liebe Claudia?
                      Claudia Neumann
                      0:01:31–0:01:33
                      Die vergangene oder die noch laufende?
                      Mara Pfeiffer
                      0:01:33–0:01:37
                      Die noch laufende. Also fangen wir mal vielleicht am Sonntag an.
                      Claudia Neumann
                      0:01:38–0:01:44
                      Am vergangenen Sonntag, ich muss gerade überlegen, war ich tatsächlich noch in Albanien.
                      0:01:46–0:01:50
                      Da hat mich in der Tat eine kleine Nebentätigkeit hin verschlagen.
                      0:01:50–0:01:52
                      Auch da wird über Fußball viel gesprochen.
                      0:01:53–0:01:58
                      Albanien ist ja auch Teilnehmer der Europameisterschaft hier. Das war so nebenbei.
                      0:01:58–0:02:06
                      Ich hatte ein paar Tage frei. Und jetzt kulminiert diese Woche in dem Highlight-Spiel
                      0:02:06–0:02:08
                      morgen im Rhein-Energie-Stadion.
                      0:02:08–0:02:12
                      Das ist das relativ wichtigste Spiel, glaube ich, für die Kölner,
                      0:02:12–0:02:16
                      ob sie sich überhaupt noch am Montag Erstligist nennen können.
                      Mara Pfeiffer
                      0:02:17–0:02:22
                      Das hat ja am Sonntag schon so ein bisschen angefangen.
                      0:02:22–0:02:30
                      Da hat nämlich der glorreiche FC Köln gegen den sehr glorreichen FSV Mainz 05 gespielt.
                      0:02:30–0:02:35
                      Aber es war ja eine schiedlich-friedliche Punktteilung. Wir wissen ja so ein
                      0:02:35–0:02:43
                      bisschen, ich habe noch mal reingehört, deine Kindheit und Jugend ist ja schon sehr Köln geprägt.
                      Claudia Neumann
                      0:02:43–0:02:44
                      Definitiv.
                      Mara Pfeiffer
                      0:02:44–0:02:48
                      Das heißt, ich habe aber auch in einem Gespräch von dir gehört,
                      0:02:48–0:02:55
                      dass du mehr noch als Vereinsfan heute, ich hoffe, ich rephrasiere das richtig,
                      0:02:55–0:02:57
                      dich als Fan von schönem Fußball siehst.
                      0:02:57–0:03:00
                      Und wenn sie scheiße spielen, dann dürfen sie auch verlieren.
                      0:03:00–0:03:03
                      Aber wie viel macht es denn jetzt emotional noch mit dir?
                      Claudia Neumann
                      0:03:04–0:03:06
                      Nicht mehr so viel, das ist in der Tat so. Also man sucht sich seinen Verein
                      0:03:06–0:03:07
                      ja tatsächlich nicht aus.
                      0:03:08–0:03:13
                      Man bekommt ihn ja irgendwie bei Geburt oder spätestens so in den Kleinkindjahren
                      0:03:13–0:03:17
                      irgendwie zugeschustert.
                      0:03:17–0:03:20
                      Er kommt zu einem auf jeden Fall. Und ich komme, wie gesagt,
                      0:03:20–0:03:23
                      aus der Gegend von hier, ein bisschen auf dem Land, nicht weit entfernt.
                      0:03:23–0:03:26
                      Und da lag der 1. FC Köln relativ nah.
                      0:03:26–0:03:29
                      Und ich gucke mal ein bisschen hier im Publikum rum, gibt es noch ein paar jüngere
                      0:03:29–0:03:30
                      Kollegen und Kolleginnen.
                      0:03:31–0:03:35
                      Denen muss man das erzählen. Denn der 1. FC Köln war mal ein großer Verein, ein sehr großer Verein.
                      0:03:36–0:03:39
                      Also zu Zeiten von Wolfgang Overath beispielsweise, Heinz Flohe.
                      0:03:39–0:03:44
                      Das war so die Zeit, als ich als Kind anfing, diesen Verein zu lieben und zu verinnerlichen.
                      0:03:45–0:03:50
                      Und dann war es auch irgendwann der erste Stadionbesuch hier im alten Müngersdorfer Stadion noch.
                      0:03:51–0:03:58
                      Ja, das war pure Leidenschaft. Mein Bruder war Bayern-Fan und das war eine große Konkurrenz damals.
                      0:03:58–0:04:04
                      Also wir haben das auch auf dem Bolzplatz austragen müssen. Und das ging nicht immer unfallfrei aus.
                      0:04:04–0:04:08
                      Also das war eine große Zeit des Fußballs und das vergisst man nicht.
                      0:04:08–0:04:13
                      Und irgendwann über die Jahre später dann natürlich im Beruf hat sich das natürlich
                      0:04:13–0:04:17
                      insofern verflüchtigt, dass es immer noch der Verein ist, dein Verein.
                      0:04:18–0:04:22
                      Aber ich würde mich heute nicht mehr als Fan von einem Verein oder nicht mal
                      0:04:22–0:04:25
                      von einer Nation bezeichnen, obwohl ich natürlich Deutschland die Daumen drücke.
                      0:04:25–0:04:29
                      Aber für mich ist das Entscheidende, was zwischen Anpfiff und Abpfiff passiert.
                      0:04:29–0:04:34
                      Und da kann ich unfassbar emotional werden, selbst wenn Georgien tollen Fußball
                      0:04:34–0:04:35
                      spielt oder so, wenn das toll ist.
                      0:04:35–0:04:38
                      Das ist für mich dann wirklich unter die Haut gehend.
                      Mara Pfeiffer
                      0:04:39–0:04:45
                      Wandern dann denn jetzt bei einem Abstieg deine FC Köln-Topflappen wieder ins Verborgene zurück?
                      Claudia Neumann
                      0:04:45–0:04:48
                      Wo habe ich das je geschrieben? Schrecklich.
                      0:04:49–0:04:54
                      Nein, ich habe irgendwo mal, ich weiß nicht, bei einer Tombola einen Topflappen
                      0:04:54–0:04:57
                      des 1. FC Köln mit dem Geißbock gewonnen.
                      0:04:57–0:05:01
                      Und den hatte ich dann immer in der Tat in meiner Küche, da gibt es noch so
                      0:05:01–0:05:03
                      einen kleinen Abstellraum, so an der Türklinke.
                      0:05:03–0:05:07
                      Und dann dachte ich, okay, immer wenn sie absteigen, geht der nach innen und
                      0:05:07–0:05:12
                      ist nicht mehr sichtbar. Wenn sie aufsteigen, hole ich ihn wieder raus. Noch hängt er draußen.
                      Mara Pfeiffer
                      0:05:12–0:05:16
                      Sind wir sehr gespannt. Annika, mach du mal weiter, oder?
                      Annika Becker
                      0:05:16–0:05:20
                      Ich soll weitermachen? Naja, dann würde ich sagen, machen wir,
                      0:05:20–0:05:23
                      da wir uns in Köln befinden, vielleicht mal den Schwenk dazu,
                      0:05:23–0:05:28
                      dass ja, wie wir alle sehen mit diesem wunderbaren Pokal, der hier hinter mir steht,
                      0:05:28–0:05:32
                      das Pokalfinale der Frauen auch hier in Köln stattfindet.
                      0:05:32–0:05:38
                      Es spielt Bayern München gegen Wolfsburg und ich habe mich gefragt,
                      0:05:38–0:05:42
                      wie sehr du tatsächlich dann auch die Kölnerin dann vielleicht nochmal anders
                      0:05:42–0:05:46
                      verfolgst, auch wenn du jetzt sagst, du würdest dich nicht mehr als Fan bezeichnen.
                      Claudia Neumann
                      0:05:46–0:05:48
                      Du meinst die Profi-Frauen-Mannschaft des 1.
                      0:05:57–0:06:02
                      FC? Ich muss es gestehen und das tue ich wirklich nur sehr ungern, dass ich die Frauenbundesliga wirklich nur puntuell verfolge und auch nur verfolgen kann. Das würde zu weit führen,
                      0:06:02–0:06:09
                      jetzt das komplett im Detail zu erklären, aber so, dass ich das so nah verfolge
                      0:06:09–0:06:12
                      wie du und dass ich dann auch wirklich kompetent mitreden kann,
                      0:06:12–0:06:14
                      das würde nicht stimmen.
                      0:06:14–0:06:18
                      Also ich benutze, benutze, das ist ein blödes Wort. Aber so ist es nun mal die Frauenbundesliga
                      0:06:18–0:06:23
                      so, dass ich up-to-date bin für das, was ich auch beruflich brauche.
                      0:06:23–0:06:26
                      Also das ist in erster Linie dann Nationalmannschaft. Und jetzt,
                      0:06:26–0:06:31
                      wie gesagt, das Pokalfinale für alle, die nicht ins Stadion kommen. Es läuft live im ZDF.
                      0:06:32–0:06:36
                      Da habe ich natürlich dann etliches mehr angeguckt zu dem Zeitpunkt dann und
                      0:06:36–0:06:39
                      gucke mir die beiden Mannschaften schon an. Das gehört schon zur Professionalität dazu.
                      0:06:39–0:06:43
                      Also da ist auch die Leidenschaft für den Job.
                      0:06:44–0:06:46
                      Null anders als beim Männerfußball.
                      Mara Pfeiffer
                      0:06:47–0:06:51
                      Es ist ja so ein bisschen dieses, wir kommen ja noch rein in diesen ganzen Bereich,
                      0:06:51–0:06:55
                      also diese Unterscheidung mit Frauenfußball und Frauen im Fußball,
                      0:06:55–0:06:57
                      die viele ja irgendwie gar nicht so sehen.
                      0:06:57–0:07:00
                      Also ich merke das bis heute, dass mir das total oft passiert,
                      0:07:00–0:07:03
                      dass Leute davon ausgehen, ich kenne mich im Frauenfußball automatisch besser
                      0:07:03–0:07:04
                      aus als im Männerfußball.
                      0:07:04–0:07:08
                      Dabei beobachte ich den Männerfußball schon viel länger als den Frauenfußball
                      0:07:08–0:07:10
                      und so geht es ja glaube ich vielen.
                      0:07:10–0:07:16
                      Ist denn eine Problematik jetzt so in dem aktuellen, wenn man spricht über Wachstum
                      0:07:16–0:07:23
                      und so weiter, dass tatsächlich einfach die Kapazitäten, doof gesagt,
                      0:07:23–0:07:25
                      bei Leuten nicht so frei sind?
                      0:07:25–0:07:30
                      Also die kommen vielleicht da rein, die sehen so eine EM, die ja großartig war,
                      0:07:30–0:07:33
                      die sehen dann eine WM, wo dann also natürlich zwar das deutsche Abschneiden
                      0:07:33–0:07:36
                      enttäuschend war, aber die insgesamt ja sportlich total großartig war.
                      0:07:37–0:07:43
                      Aber oft ist man dann ja schon mit einem anderen Sport und sei es eben Fußball
                      0:07:43–0:07:44
                      der Männer so verbunden.
                      0:07:44–0:07:50
                      Man kann halt nicht am Wochenende neun Spiele in der einen Liga schauen und sechs in der anderen.
                      0:07:50–0:07:52
                      Das funktioniert ja rein zeitlich einfach nicht. Glaubst du,
                      0:07:53–0:07:55
                      dass dieses Kapazitäten-Ding da tatsächlich ein Thema ist?
                      Claudia Neumann
                      0:07:57–0:08:01
                      Möglicherweise ja, weil es in der Tat mittlerweile ja Live-Fußball rund um die
                      0:08:01–0:08:06
                      Uhr zu konsumieren gibt. Und das ist, also du musst dich ja irgendwann für irgendwas entscheiden.
                      0:08:07–0:08:11
                      Ich finde das aber ganz spannend, wie du den Ansatz machst. Also es wird ja
                      0:08:11–0:08:15
                      niemand gezwungen, schon gar nicht, aber nicht mal überredet,
                      0:08:15–0:08:18
                      irgendwie was toll zu finden, was er gar nicht toll finden möchte.
                      0:08:18–0:08:23
                      Aber wir erleben das ja schon seit wirklich vielen Jahren und ich nenne mal
                      0:08:23–0:08:27
                      einfach die Marke von 20 Jahren, weil so lange bin ich beim Frauenfußball dabei,
                      0:08:27–0:08:30
                      also deutlich weniger als beim Männerfußball.
                      0:08:30–0:08:33
                      Wir sind alle mit Männerfußball tatsächlich sozialisiert. Ich habe das auch
                      0:08:33–0:08:35
                      erst alles lernen müssen und ich habe tatsächlich,
                      0:08:35–0:08:41
                      diese 2003er Weltmeisterschaft war mein erstes Zusammenkommen mit dem Frauenfußball,
                      0:08:41–0:08:45
                      da werden die gleich Weltmeister und das hat mich sowas von angefixt,
                      0:08:45–0:08:49
                      das muss ich wirklich sagen und dann habe ich aber danach erst angefangen, ich sage das immer,
                      0:08:49–0:08:54
                      Frauenfußball zu lernen, auch zu konsumieren und dann als Berichterstatterin.
                      0:08:55–0:09:00
                      Ordentlich darüber berichten zu können, weil natürlich der Reflex des Vergleichens
                      0:09:00–0:09:04
                      mit der Sehgewohnheit da ist und das ist nicht fair und das ist einfach nicht
                      0:09:04–0:09:10
                      richtig und damals war der Frauenfußball definitiv noch nicht auf dem Niveau, auf dem er heute ist.
                      0:09:10–0:09:14
                      Also man muss sich das wirklich erst aneignen. Das heißt, ich bin dann wirklich
                      0:09:14–0:09:18
                      privat zu mehreren Frauen-Bundesliga-Spielen, Duisburg und so gegangen und habe
                      0:09:18–0:09:21
                      mir das angeguckt und habe dann natürlich festgestellt,
                      0:09:21–0:09:24
                      das ist auch heute noch so auf einem anderen Niveau, aber es ist heute noch
                      0:09:24–0:09:30
                      so im Vergleich zum Männerfußball, dass die Qualitätskluft zwischen nationalem
                      0:09:30–0:09:34
                      Fußball und internationaler Spitze noch riesig ist.
                      0:09:34–0:09:38
                      Das ist heute, wie gesagt, auch noch so, nicht ganz so groß vielleicht mehr
                      0:09:38–0:09:40
                      und vor allen Dingen auf einem deutlich höheren Niveau.
                      0:09:40–0:09:44
                      Aber dafür gibt es eine Begründung. Das ist beim Männerfußball überhaupt nicht der Fall.
                      0:09:44–0:09:48
                      Im Gegenteil, in der Champions League sehe ich manchmal deutlich bessere Fußballspiele
                      0:09:48–0:09:52
                      als in der Vorrunde einer Weltmeisterschaft oder sogar Europameisterschaft.
                      0:09:52–0:09:57
                      Das liegt natürlich daran, dass der Männerfußball aber bis in die letzte Ecke
                      0:09:57–0:09:59
                      durchprofessionalisiert ist.
                      0:09:59–0:10:04
                      Und auch da sind wir ganz ehrlich, die letzten 20 Jahre, was an Athletik und
                      0:10:04–0:10:08
                      an Professionalität dazugekommen ist, hat den Fußball komplett verändert, komplett auch.
                      0:10:09–0:10:12
                      Und so weit sind die Frauen halt noch nicht. Und dass man dann in der Spitze,
                      0:10:12–0:10:16
                      also wirklich die besten Fußballerinnen jedes Landes.
                      0:10:18–0:10:22
                      Mittlerweile bei Welt- und Europameisterschaften schon einen richtig tollen
                      0:10:22–0:10:24
                      Sprung gemacht hat, das ist die Folge dessen.
                      0:10:25–0:10:27
                      Aber das ist noch nicht die Basis im nationalen Bereich.
                      0:10:29–0:10:32
                      Und jetzt spanne ich ganz kurz noch den Bogen, damit ich nicht zu lange rede.
                      0:10:33–0:10:39
                      Es ist tatsächlich so, dass diese internationalen Events immer schon gut angenommen
                      0:10:39–0:10:40
                      worden sind von den Leuten.
                      0:10:40–0:10:44
                      Da sind dann halt auch über dieses klassische Frauenfußball-Klientel,
                      0:10:44–0:10:46
                      Event-Gucker und Guckerinnen dazugekommen.
                      0:10:46–0:10:51
                      Das Fußballspiel versteht jeder, da gibt es eine Hymne, da spielt die eine Mannschaft
                      0:10:51–0:10:52
                      auf die Seite, die andere auf die Seite.
                      0:10:52–0:10:57
                      Das ist relativ schnell zu inhalieren und es geht um was. Und die Nationen sind
                      0:10:57–0:11:00
                      auch klar, so ein Modus ist auch klar.
                      0:11:00–0:11:03
                      Und das ist in der Bundesliga natürlich völlig anders.
                      0:11:03–0:11:07
                      Also der Modus ist klar, aber da geht es nicht an jedem Spieltag um was.
                      0:11:08–0:11:11
                      Dann sind die Spiele auch noch verteilt über vier Spieltage mittlerweile.
                      0:11:12–0:11:17
                      Da ist es schwieriger über das Klientel, das du ohnehin hast und das sich dann
                      0:11:17–0:11:23
                      auch irgendwann zum Stammpublikum gemausert hat, noch Menschen zu gewinnen.
                      0:11:23–0:11:28
                      Also das ist eine lange Geschichte und deswegen finde ich, muss man da das mit
                      0:11:28–0:11:32
                      einkalkulieren und das ist kein Selbstläufer wie im Männerfußball.
                      Mara Pfeiffer
                      0:11:33–0:11:37
                      Annika, ich glaube, was man festhalten kann, ist mal mindestens von uns dreien
                      0:11:37–0:11:41
                      hier oben auf der Bühne, aber vermutlich von uns allen hier im Saal,
                      0:11:41–0:11:46
                      bist du diejenige, die die meisten Spiele in der Bundesliga der Frauen schaut,
                      0:11:46–0:11:50
                      nämlich alle, sofern es sich irgendwie einrichten lässt.
                      0:11:51–0:11:55
                      Jetzt neigt die Saison sich ja schon dem Ende zu.
                      0:11:55–0:12:00
                      Was würdest du denn irgendwie so ausmachen als vielleicht besonders spürbare
                      0:12:00–0:12:03
                      Veränderungen rund um die Liga in dieser Saison?
                      Annika Becker
                      0:12:05–0:12:07
                      Das ist eine spannende Frage.
                      Mara Pfeiffer
                      0:12:07–0:12:08
                      Ich gebe mir Mühe.
                      Annika Becker
                      0:12:09–0:12:13
                      Ich weiß. Ich würde sagen,
                      0:12:13–0:12:18
                      dass es sich ja wie eigentlich in der letzten Saison schon abzeichnet,
                      0:12:18–0:12:24
                      dass wir dieses Duo vorne haben eben mit Bayern München und Wolfsburg und dass
                      0:12:24–0:12:27
                      dann aber dieser Kampf um diesen dritten Tabellenplatz,
                      0:12:28–0:12:32
                      der berechtigt zur Qualifikation für die Champions League, sehr, sehr spannend ist.
                      0:12:32–0:12:36
                      Im Moment sind es hauptsächlich Eintracht Frankfurt und die TSG Hoffenheim und
                      0:12:36–0:12:39
                      wenn beide unentschieden spielen, vielleicht noch die SGS Essen,
                      0:12:39–0:12:43
                      die da halt so am ernsthaftesten drin sind.
                      0:12:43–0:12:50
                      Und dann ist es für mich aber tatsächlich so vom Leistungsgefälle her auch interessant.
                      0:12:50–0:12:55
                      Also letzte Saison hatten wir einen richtig harten Cut hinter dem vierten Platz,
                      0:12:55–0:12:58
                      meine ich war das, wo eine sehr große Punktelücke ist.
                      0:12:58–0:13:01
                      Das zeichnet sich diesmal, meine ich, wenn ich es jetzt richtig im Kopf habe,
                      0:13:01–0:13:07
                      nicht ganz so sehr ab, weil für einige vielleicht auch etwas überraschend Vereine
                      0:13:07–0:13:10
                      da reingestoßen sind, von denen man vorher gedacht hätte,
                      0:13:10–0:13:14
                      ach ja, komm, die spielen eher gegen den Abstieg.
                      0:13:14–0:13:17
                      Also Werder Bremen spielt eine richtig, richtig starke Saison.
                      0:13:18–0:13:21
                      Kann man, glaube ich, auch schon, wenn man es irgendwie mit Werder hält,
                      0:13:21–0:13:25
                      sehr gespannt sein, wie es da nächste Saison weitergeht, weil sie sehr starke
                      0:13:25–0:13:27
                      Transfers machen aus meiner Sicht.
                      0:13:27–0:13:32
                      Haben jetzt das Pech gehabt, also haben ja vom FC Köln Sharon Beck verpflichtet,
                      0:13:32–0:13:36
                      dass sie sich jetzt direkt nach der Bekanntgabe einen Kreuzbandriss zugezogen hat.
                      0:13:37–0:13:43
                      Und dann eben die SGS Essen tatsächlich, die eine auch ganz hervorragende Saison spielt.
                      0:13:43–0:13:47
                      Und dann gibt es aber eben diesen sehr harten Cut schon.
                      0:13:49–0:13:53
                      Wer gegen den Abstieg kämpft. Und ich finde, dass das sowas ist,
                      0:13:54–0:13:59
                      was ein bisschen ein Problem ist für die Liga, weil es halt diese zwölf Teams
                      0:13:59–0:14:02
                      ja immer noch sind, dass man eigentlich kein,
                      0:14:03–0:14:08
                      also bisher kein so ein richtiges Mittelfeld hat, sondern es gibt halt Überlebenskampf
                      0:14:08–0:14:13
                      und dann vielleicht irgendwie zwei Plätze, wo man Mittelfeld zu sagen könnte,
                      0:14:13–0:14:16
                      die ein bisschen egal sind und dann kommt halt dieser Kampf oben drüber.
                      0:14:17–0:14:22
                      Und das Das würde ich halt dir, was du vorhin gesagt hast, dem auch so zustimmen,
                      0:14:22–0:14:26
                      dass das halt ein Problem sein kann natürlich, wenn es dann darum geht,
                      0:14:26–0:14:32
                      wie groß ist die Basis, aus der man sich Spielerinnen raussuchen kann,
                      0:14:32–0:14:37
                      die es dann mal in die Nationalelf schaffen und die, bevor sie das da reinschaffen,
                      0:14:37–0:14:41
                      schon auf einem guten Niveau irgendwo länger spielen können.
                      0:14:41–0:14:46
                      Können, selbst wenn sie nicht bei Wolfsburg, Bayern München und vielleicht Eintracht
                      0:14:46–0:14:50
                      Frankfurt spielen können, sondern noch in einem anderen Verein sind,
                      0:14:50–0:14:53
                      wo sie wissen, da bekomme ich auf jeden Fall Spielzeit.
                      Mara Pfeiffer
                      0:14:53–0:14:58
                      Wenn man jetzt mal schaut, was sich entwickelt hat seit der EM 2022,
                      0:14:59–0:15:03
                      dann merkt man, finde ich schon, dass es so ein bisschen so eine Sehnsucht gibt,
                      0:15:03–0:15:07
                      auch so im Bereich von Verantwortlichen, das so überzubetonen,
                      0:15:07–0:15:09
                      was an Wachstum passiert ist.
                      0:15:09–0:15:15
                      Man hat einerseits teilweise medial diese Begrifflichkeiten von Hype und Boom,
                      0:15:15–0:15:18
                      die ich aus unterschiedlichen Gründen schwierig finde.
                      0:15:18–0:15:21
                      Nicht nur, weil man versucht, was vielleicht größer zu machen,
                      0:15:21–0:15:24
                      als es tatsächlich ist, sondern weil man aber gleichzeitig auch das,
                      0:15:24–0:15:29
                      was auf einem kleineren Niveau organisch passiert, eben wegwischt,
                      0:15:29–0:15:32
                      weil ein Hype ist halt was, was kommt und wieder geht.
                      0:15:32–0:15:41
                      Wenn man sich das aber mal anschaut, also ein ganz neuralgischer Punkt sind
                      0:15:41–0:15:45
                      da ja immer die ZuschauerInnenzahlen, weil die jetzt natürlich auf die Saison gesehen,
                      0:15:45–0:15:52
                      kann man sagen, da hat es eine Verdreifachung seit Zeitpunkt irgendwie x gegeben.
                      0:15:52–0:15:58
                      Gleichzeitig weiß man ja aber, diese Verdreifachung würde es in den Zahlen so
                      0:15:58–0:16:00
                      nicht geben, wenn man die Highlight-Spiele nicht hätte.
                      0:16:00–0:16:03
                      Also da hat man so ein bisschen, macht man mit den Zahlen was Künstliches.
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                      Kann man kritisieren, kann man aber auch sagen, das sieht halt schön aus.
                      0:16:08–0:16:12
                      Aber fast schwieriger finde ich den Punkt, dass man damit das organische Wachstum
                      0:16:12–0:16:15
                      ja unsichtbar macht. Weil es gibt ja auch ein echtes Wachstum,
                      0:16:15–0:16:18
                      das ist halt nur nicht so schnell, wie man es vielleicht gerne hätte.
                      0:16:18–0:16:22
                      Wie kommt man auch so in unserer journalistischen Rolle in der Betrachtungsweise
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                      aus dieser Falle so ein bisschen raus? Was würdet ihr sagen?
                      Claudia Neumann
                      0:16:27–0:16:29
                      Also ich kann es gar nicht, oder ich will es jetzt in dem Moment gar nicht so
                      0:16:29–0:16:35
                      aus meiner journalistischen Rolle beschreiben, weil ich da gar nicht den Auftrag jetzt gerade habe.
                      0:16:36–0:16:42
                      Aber ich würde es gerne aus meiner Sicht mit all den Erfahrungen,
                      0:16:42–0:16:44
                      die ich gemacht habe in all den Jahren beschreiben.
                      0:16:44–0:16:48
                      Also Hype und Boom sind immer die Worte gewesen, wenn die deutsche Nationalmannschaft
                      0:16:48–0:16:49
                      von einem Turnier zurückkam.
                      0:16:49–0:16:52
                      Und es gab eine Zeit, da kam sie immer mit dem Titel zurück,
                      0:16:52–0:16:55
                      sowohl Weltmeister- als auch Europameister-Titel.
                      0:16:56–0:17:02
                      Und dann wollte man diesen damaligen Hype, für den Moment war es dann immer
                      0:17:02–0:17:05
                      was, weil die Einschaltquoten auch gut waren, tatsächlich auch damals schon,
                      0:17:05–0:17:09
                      wollte man immer das versuchen zu transferieren auf die Bundesliga.
                      0:17:09–0:17:15
                      Und dann wurden, es gab diesen, und das meine ich wirklich ehrfurchtsvoll und voller Respekt,
                      0:17:16–0:17:22
                      diesen nimmermüden Siggi Dietrich, der nicht mehr im Geschäft ist, der wirklich versucht,
                      0:17:22–0:17:26
                      alles versucht hat mit seiner ganzen Expertise des Marketings und da wirklich
                      0:17:26–0:17:34
                      unfassbar viel Engagement reingesteckt hat, dass es den nächsten Schritt der Entwicklung gibt.
                      0:17:34–0:17:38
                      Und er war der Chef quasi auch vom erfolgreichsten Verein damals noch,
                      0:17:38–0:17:40
                      der erste FFC Frankfurt, heute Eintracht Frankfurt.
                      0:17:40–0:17:44
                      Er wollte, dass das Geschäft boomt und dass es weitergeht.
                      0:17:44–0:17:47
                      Und hat dann immer, da haben wir dann immer spaßeshalber drauf reagiert.
                      0:17:48–0:17:52
                      Hat man immer die Zuschauerzahlen gezählt am ersten Spieltag nach WM-Titel-Nummer,
                      0:17:52–0:17:57
                      weiß der Henker was, also sagen wir mal jetzt 2007, als sie aus China zurückkamen.
                      0:17:57–0:18:02
                      Und dann wussten wir immer schon, okay, geh mal mit einer Kamera ans Kassenhäuschen,
                      0:18:02–0:18:05
                      Heute werden wieder Rekordzahlen vermeldet.
                      0:18:05–0:18:08
                      Also das war schon fast ein Running Gag, aber das hatte keine Substanz.
                      0:18:09–0:18:15
                      Ich glaube, dass die entscheidenden Kriterien, die den Unterschied jetzt ausmachen,
                      0:18:15–0:18:19
                      wirklich der enorme gesellschaftliche Wandel ist, den wir seit vier,
                      0:18:19–0:18:23
                      fünf, sechs Jahren, also durch Corona nochmal befeuert, finde ich, erleben.
                      0:18:23–0:18:29
                      Und dass viele Themen, die weiblicher werden, in unserer Gesellschaft darauf
                      0:18:29–0:18:36
                      einzahlen und dass das ein Punkt ist, der von außen immer wieder den Druck aktualisiert.
                      0:18:36–0:18:41
                      Das heißt, die, die eigentlich fördern sollten, und ich sage das wirklich völlig
                      0:18:41–0:18:46
                      wertfrei, muss sich jetzt niemand angesprochen fühlen, keine Protestschreiben
                      0:18:46–0:18:50
                      bitte, aber man kann sich nicht mehr wegducken, das wollte ich damit sagen.
                      0:18:50–0:18:54
                      Es ist einfach ein Druck da, ein gewisser Druck, dass einfach ein Tick mehr
                      0:18:54–0:18:58
                      Gerechtigkeit in diese Geschichte, also auch in den Fußball rein muss.
                      0:18:59–0:19:01
                      Das ist ein starker Faktor.
                      0:19:01–0:19:05
                      Der einfach da ist. Und die andere Tatsache ist wirklich, dass diese beiden
                      0:19:05–0:19:10
                      Turniere nach der Corona-Zeit, du hast die EM 22 angesprochen und die WM 23,
                      0:19:11–0:19:15
                      auch wenn da das deutsche Abschneiden enttäuschend war, aber wirklich gezeigt haben, wow,
                      0:19:15–0:19:21
                      das war ein richtiger Sprung, was die Qualität, was das Leistungsniveau betrifft, international.
                      0:19:22–0:19:26
                      Und das hat echt Spaß gemacht, das für uns als Journalisten zu verfolgen,
                      0:19:26–0:19:30
                      aber auch für die Zuschauer zu Hause, die das am Fernseher verfolgt haben.
                      0:19:30–0:19:34
                      Das waren tolle Spiele, wie gesagt bei der WM irgendwann ohne Deutschland,
                      0:19:34–0:19:38
                      aber man kann sich ja trotzdem des Fußballs erfreuen und dass das gezeigt hat,
                      0:19:38–0:19:42
                      wow, da entwickelt sich richtig was und das muss doch verdammt nochmal auch
                      0:19:42–0:19:46
                      möglich sein, das national auf einem gewissen Niveau zu steigern.
                      0:19:46–0:19:49
                      Dann hinzu kommt noch, und das ist ja auch euer beider Punkt,
                      0:19:49–0:19:56
                      dass die kritischen Stimmen, die es immer gegeben hat, aber die werden lauter
                      0:19:56–0:19:59
                      in Richtung des Kommerzfußballs der Männer,
                      0:20:00–0:20:04
                      dass die mittlerweile, finde ich, auch so mit Inhalt gefüllt sind,
                      0:20:04–0:20:06
                      also zumindest vernehmbar, sie waren es vorher vielleicht auch,
                      0:20:06–0:20:08
                      aber vernehmbar, Aber dass es Menschen gibt,
                      0:20:09–0:20:13
                      so habe ich die Erfahrung gemacht, die wirklich auch, und ich sage jetzt einfach
                      0:20:13–0:20:19
                      nur nochmal alternativ, vielleicht auch wirklich additiv nach einem anderen
                      0:20:19–0:20:21
                      Fußballerlebnis sich umschauen.
                      0:20:21–0:20:24
                      Zu sagen, hey, ich könnte jetzt auch mal mit der Familie...
                      0:20:25–0:20:29
                      Was Einfacheres im Bereich Fußball erleben. Also ich muss nicht im Stau stehen,
                      0:20:29–0:20:35
                      ich muss mich nicht 27 Mal abtasten lassen und kann mir das Vergnügen mit vier
                      0:20:35–0:20:37
                      Leuten vielleicht gar nicht mehr so leisten.
                      0:20:37–0:20:43
                      Aber Fußball mit der Emotion kann ich mir eigentlich auch woanders holen.
                      0:20:43–0:20:47
                      Und dass das eine große Möglichkeit für den Frauenfußball sein könnte.
                      0:20:47–0:20:52
                      Und dann muss er nicht dieses gigantische Wachstum nachweisen,
                      0:20:52–0:20:58
                      was er vielleicht im Moment noch glaubt, zu müssen und alles so schablonenhaft
                      0:20:58–0:20:59
                      dem Männerfußball nachmachen.
                      0:20:59–0:21:02
                      Ich glaube, dass da woanders eine Chance liegt gerade.
                      Mara Pfeiffer
                      0:21:03–0:21:07
                      Sieht man ja eigentlich auch gerade beim DFB-Pokalfinale, oder?
                      0:21:07–0:21:11
                      Ist doch ein schönes Beispiel dafür, dass man das an einem Punkt verstanden
                      0:21:11–0:21:13
                      hat, zu sagen, man muss nicht mehr damit gehen nach Berlin.
                      0:21:14–0:21:19
                      Auf der einen Seite macht man sich nicht mehr zu einer Vorveranstaltung Und
                      0:21:19–0:21:23
                      auf der anderen Seite macht man es aber auch von der Dimension her halt auf
                      0:21:23–0:21:26
                      einem anderen Niveau, was dann vielleicht besser passt.
                      0:21:26–0:21:31
                      Was sagst du denn zum Pokalfinale dieses Jahr?
                      0:21:32–0:21:38
                      Es gibt ja auf der einen Seite dieses Wolfsburger Abo auf diesem Pokal und auf
                      0:21:38–0:21:43
                      der anderen Seite, und da gibt es ja auch kritische Stimmen an dieser Fragestellung,
                      0:21:43–0:21:46
                      kommt ja die Fragestellung jetzt auf, Haben die Bayern,
                      0:21:46–0:21:51
                      die Münchnerinnen, die Chance, sowas wie eine Wachablöse im deutschen Fußball
                      0:21:51–0:21:53
                      der Frauen zumindest einzuleuten?
                      0:21:53–0:21:56
                      Also wenn man mal denkt, dass sie ja jetzt die Möglichkeit haben,
                      0:21:56–0:22:01
                      ihre Meisterinnenschaft zu verteidigen und eben auch den Pokal zu gewinnen.
                      0:22:01–0:22:05
                      Wäre das für dich ein Punkt, wo du sagst, eine Entwicklung wie die in Wolfsburg,
                      0:22:05–0:22:07
                      die muss man dann auch erstmal irgendwie hinlegen.
                      0:22:07–0:22:11
                      Aber da zeichnet sich eben schon was ab?
                      Annika Becker
                      0:22:12–0:22:17
                      Ja, schon. Ich weiß, dass man das in Wolfsburg nicht gerne hört und sich da
                      0:22:17–0:22:22
                      gegen dieses Wort, vor allem Wachablösung, ja auch vehement gewehrt hat in den letzten Wochen.
                      0:22:23–0:22:27
                      Aber ich finde, wenn man einfach mal sich realistisch anschaut,
                      0:22:27–0:22:30
                      was letzte Saison passiert ist, was diese Saison passiert ist,
                      0:22:30–0:22:34
                      welche Transfers im Sommer passieren werden mit dem Lena-Oberdorf-Wechsel.
                      0:22:35–0:22:40
                      Dann ist das was, das man einfach ganz realistisch erstmal so betrachten kann.
                      0:22:40–0:22:44
                      Und natürlich ist es aber nicht außerhalb aller Möglichkeiten,
                      0:22:45–0:22:47
                      dass Wolfsburg da irgendwann auch nochmal nachzieht.
                      0:22:47–0:22:52
                      Aber schwierig wird das, glaube ich, für den VfL schon,
                      0:22:52–0:22:58
                      weil so wie ich es wahrnehme, dass dann tatsächlich sehr schnell passiert,
                      0:22:58–0:23:04
                      dass da dann so die Reflexe reinkommen von, von, naja, aber das ist ja Wolfsburg
                      0:23:04–0:23:09
                      und das andere ist Bayern München und das hat irgendwie eine ganz andere Strahlkraft und so weiter.
                      0:23:09–0:23:16
                      Und das dann auch international, auch von Medien, die vielleicht noch nicht
                      0:23:16–0:23:20
                      so lange was zum Fußball der Frauen machen, sondern jetzt in den letzten zwei,
                      0:23:20–0:23:24
                      drei, vier, fünf Jahren dazu gekommen sind, dass die halt den Fußball der Frauen
                      0:23:24–0:23:26
                      sehr vom Fußball der Männer her denken,
                      0:23:27–0:23:31
                      was so diese Vereinsnamen angeht und dann sagen, ach na ja, Wolfsburg,
                      0:23:31–0:23:35
                      das mag ja sein, dass die vielleicht bei Wikipedia viele Titel stehen haben,
                      0:23:35–0:23:40
                      aber die Leute, die uns lesen in England oder Spanien oder wo auch immer,
                      0:23:40–0:23:43
                      die kennen halt vom Namen her nun mal eben den FC Bayern München.
                      0:23:43–0:23:51
                      Und dann speist das halt automatisch ein auf so gewisse Medienmechanismen,
                      0:23:51–0:23:56
                      die dann wiederum ja auch das ganze Fußballbusiness irgendwie weiter beeinflussen.
                      Claudia Neumann
                      0:23:56–0:24:00
                      Ich glaube aber auch, dass das Publikum auch beeinflusst. Also ich bin relativ
                      0:24:00–0:24:09
                      sicher, dass die Abrufzahlen bei den Pay-TV-Anbietern, Streaming-Anbietern bei Bayern am besten sind.
                      0:24:09–0:24:15
                      Das ist einfach der Name. Ich befürchte sogar, dass Frankfurt vor Wolfsburg noch steht.
                      Annika Becker
                      0:24:16–0:24:18
                      Ja, könnte ich mir auch gut vorstellen.
                      Mara Pfeiffer
                      0:24:18–0:24:24
                      Ist das so ein bisschen auch das Dilemma, wenn man auf die Vereine schaut?
                      0:24:25–0:24:29
                      Also weil viele Leute, die in den letzten Jahren reinstoßen,
                      0:24:29–0:24:35
                      auch so als Fans in den Fußball der Frauen, die haben mit den ehemals großen
                      0:24:35–0:24:38
                      Vereinen der Frauen ja überhaupt keine Aktien.
                      0:24:38–0:24:43
                      Die sehen dann jetzt halt, okay, die Münchnerinnen, die haben irgendwie diese Erfolge.
                      0:24:43–0:24:48
                      Die haben ja auch mit Bianca Rech eine Person, die schon auch relativ häufig
                      0:24:48–0:24:51
                      irgendwie auftritt und irgendwie sich zu Themen äußert und so.
                      0:24:51–0:24:54
                      Das heißt, da hat man dann auch jemanden, den man damit so verknüpft.
                      0:24:54–0:24:57
                      Und diese alten Geschichten mit 1.
                      0:24:57–0:25:01
                      FFC und Siggi Dietrich und aber auch, also da gibt es ja so viel zu nennen.
                      0:25:01–0:25:04
                      Denn ich finde es schon krass, dass jetzt in Bezug auf Duisburg,
                      0:25:04–0:25:07
                      die ja nun schon feststehen als Absteigerin, die Leute immer sagen,
                      0:25:07–0:25:12
                      ach, aber dieser Verein hat doch so eine große Geschichte im Fußball der Frauen, wo ich so denke, na,
                      0:25:12–0:25:16
                      also dieser Verein ja eigentlich nicht, der Standort natürlich,
                      0:25:16–0:25:18
                      aber das war ja auch ein anderer Verein.
                      0:25:18–0:25:23
                      Also ist so dieses vom Fußball der Männer dann in den Fußball der Frauen rüber
                      0:25:23–0:25:26
                      wechseln für das, was da mal gewachsen ist, auch schwierig?
                      Claudia Neumann
                      0:25:27–0:25:31
                      Naja, es ist ja wirklich die Frage, wen sprichst du jetzt wie an?
                      0:25:31–0:25:36
                      Nochmal, das eine geht über Marketing, über Verkauf und da ist natürlich ein
                      0:25:36–0:25:37
                      großer Verein hilfreich.
                      0:25:37–0:25:43
                      Das war übrigens damals mit den nicht großen Vereinen, also nicht Männervereinen,
                      0:25:43–0:25:49
                      wenn du erst FFC Frankfurt und Potsdam, das hat auch über eine wunderbare Marketingidee funktioniert,
                      0:25:49–0:25:56
                      nämlich die Kaufkraft aus Frankfurt gegen die Sozialisten da drüben, so ungefähr.
                      0:25:56–0:25:59
                      Das haben die ja selber gespielt.
                      0:25:59–0:26:05
                      Das hat Siggi Dietrich mit Bernd Schröder kultiviert, quasi diesen Konkurrenzkampf.
                      0:26:06–0:26:11
                      Also das hat natürlich abge... Und das hat dann auch Menschen mal ein bisschen neugierig gemacht.
                      0:26:11–0:26:15
                      Das waren immer die Duelle, die wir zum Beispiel in der Sportreportage dann gezeigt haben.
                      0:26:15–0:26:20
                      Und wenn dann Bianca, äh, Bianca sage ich schon, Tabea Kemme einen Einwurf aus
                      0:26:20–0:26:25
                      einem Meter der Kollegin Garefrekes ins Gesicht macht, dann war das ein Aufreger,
                      0:26:25–0:26:28
                      der dieses Spiel einfach geteasert hat.
                      0:26:28–0:26:31
                      Unfassbar. Aber das hat sie nicht absichtlich gemacht.
                      0:26:31–0:26:34
                      Ich habe mit ihr nochmal drüber gesprochen. Sie war damals noch jung und wild
                      0:26:34–0:26:37
                      und hat die Nerven verloren.
                      0:26:38–0:26:39
                      Aber es war wirklich, darüber hat jeder gesprochen.
                      0:26:40–0:26:43
                      Darüber hat jeder gesprochen. Das war diese Verkaufe damals.
                      0:26:43–0:26:48
                      Ich finde, dass der Frauenfußball das nicht mehr nötig hat, dass man das gar nicht braucht.
                      0:26:48–0:26:51
                      Ich finde die Idee mit diesen Highlight-Spielen insofern nicht schlecht,
                      0:26:51–0:26:53
                      um Aufmerksamkeit zu generieren.
                      0:26:53–0:26:57
                      So hat es England gemacht, die aber aus einer ganz anderen Vergangenheit kamen.
                      0:26:58–0:27:02
                      Also die hatten deutlich mehr aufzuholen, als wir in Deutschland hier eigentlich
                      0:27:02–0:27:04
                      und haben das dann aber rasant und schnell gemacht.
                      0:27:04–0:27:09
                      Also das ist schon legitim und Marketing ist ja nichts per se Schlechtes.
                      0:27:10–0:27:14
                      Aber ich würde mich jetzt dann wirklich fragen, wohin will ich mit diesem Fußball?
                      0:27:14–0:27:20
                      Und da habe ich den Eindruck, dass es da irgendwie überhaupt keine Diskussionen
                      0:27:20–0:27:24
                      derjenigen gibt, die es am Ende zu entscheiden haben, nämlich die Vereine und der Verband.
                      0:27:24–0:27:28
                      Da muss man sich irgendwann mal für irgendwas entscheiden. Und dieses...
                      0:27:29–0:27:34
                      Diese Schablone vom großen Männerfußball bleibt es dann halt auch immer.
                      Mara Pfeiffer
                      0:27:35–0:27:41
                      Ja, wobei da, finde ich, schon auch der Eindruck entsteht, es sind halt unterschiedliche
                      0:27:41–0:27:46
                      Wünsche da und es funktioniert irgendwie nicht so,
                      0:27:46–0:27:51
                      sich auf einen Nenner zu bringen gemeinsam. Gemeinsam.
                      0:27:51–0:27:56
                      Annika, du lächelst schon da drüben. Ich habe jetzt hier die ganze Zeit Fragen gestellt.
                      0:27:56–0:28:00
                      Möchtest du mal eine Frage stellen, bevor ich hier am Ende wieder alle an die Wand babbel?
                      0:28:00–0:28:07
                      Du hast natürlich eine harte Nummer hier heute, weil die Annika schaut ja,
                      0:28:07–0:28:11
                      wenn wir gepodcastet haben, hat die so ein Tool, ist ein bisschen gemein,
                      0:28:11–0:28:14
                      wo sie dann guckt, wie viel Prozent Rede anzeit.
                      0:28:14–0:28:18
                      Weißt du, im Fußball hast du irgendwie den Ballbesitz und bei uns ist irgendwie
                      0:28:18–0:28:20
                      so quasi der Mikrobesitz.
                      0:28:20–0:28:24
                      Und immer, selbst wenn ich mir vor der Sendung vornehme, du redest heute nicht
                      0:28:24–0:28:27
                      so viel, du fasst dich heute kurz, du lässt die Annika heute mehr zu Wort kommen,
                      0:28:28–0:28:33
                      schreibt mir die Annika dann hinterher trotzdem immer, also du hattest wieder 63 Prozent Redeanteil.
                      0:28:33–0:28:36
                      Und da habe ich den Kackspecht schon, da habe ich das Intro irgendwie schon
                      0:28:36–0:28:41
                      mit abgezogen und ich denke so, nein. Und du bist ja, und das kann ich sagen.
                      Claudia Neumann
                      0:28:41–0:28:43
                      Die Frage ist, gewinnst du wenigstens die Zweikampfwerte?
                      Annika Becker
                      0:28:45–0:28:49
                      Naja, das müssen wir dann am Ende feststellen, wer hier die Zweikampfwertung gewinnt.
                      0:28:49–0:28:52
                      Aber ich möchte festhalten, ich gucke das nicht absichtlich nach,
                      0:28:52–0:28:54
                      sondern das wird mir automatisch ausgespielt, wenn ich den Schnitt fertig habe.
                      Mara Pfeiffer
                      0:28:55–0:28:58
                      Jaja, natürlich. Aber was ich ja eigentlich nur noch ergänzen
                      0:28:58–0:29:03
                      wollte, ist, du bist ja auch bekennend eine Person, die eher irgendwie keinen
                      0:29:03–0:29:05
                      Punkt und keinen Komma setzt.
                      0:29:05–0:29:08
                      Ich habe irgendwie die Tage nochmal alte Podcasts und Aufnahmen auch mit dir
                      0:29:08–0:29:11
                      angehört, wo du auch irgendwie so alle halbe Stunde sagst, aber jetzt habe ich
                      0:29:11–0:29:14
                      wieder sehr viel geredet. Also das haben wir glaube ich gemeinsam.
                      0:29:14–0:29:18
                      Was ich eigentlich nur sagen wollte ist, du musst dich dann quasi durchsetzen,
                      0:29:18–0:29:23
                      wenn du eine Frage stellen möchtest oder ich nehme dich jetzt irgendwie quasi
                      0:29:23–0:29:28
                      dran und sage, möchtest du vielleicht mal eine Überleitung machen in unser nächstes Thema?
                      Annika Becker
                      0:29:29–0:29:34
                      Ich würde vielleicht eine Sache noch aufgreifen, weil mich mal interessiert, wie ihr beide das seht.
                      Mara Pfeiffer
                      0:29:35–0:29:38
                      Du darfst doch jetzt mir keine Frage stellen, dann versaust du die Werte.
                      Annika Becker
                      0:29:38–0:29:42
                      Aber du wolltest ja, dass ich eine Frage stelle, also tue ich jetzt genau das.
                      0:29:43–0:29:49
                      Weil mein Eindruck ist und was ich auch viel von etwas jüngeren Menschen so
                      0:29:49–0:29:53
                      höre, dass sie sagen, eigentlich bin ich gar nicht Fan von einem bestimmten Verein.
                      0:29:53–0:29:58
                      Ich bin Fan von der Spielerin und der Spielerin und dem Spieler und dem
                      0:29:58–0:30:05
                      Spieler und der Spielerin und wenn die dann wechseln, dann wechseln sie im Prinzip auch so ihre, ja,
                      0:30:05–0:30:08
                      Fanschaft, ist die Frage, ob man als Traditionalistin sagen würde,
                      0:30:09–0:30:11
                      dass es dann Fanschaft von einem Verein ist.
                      0:30:12–0:30:17
                      Also ich werte das jetzt mal gar nicht, aber wie seht ihr das oder wie bekommt ihr das mit?
                      Claudia Neumann
                      0:30:18–0:30:23
                      Ich höre da jetzt zum ersten Mal von, aber es wundert mich natürlich überhaupt
                      0:30:23–0:30:26
                      Weil auch das 1 zu 1 des Männerfußballs ist.
                      0:30:26–0:30:33
                      Ich glaube, die Kids von heute, die ja so medial zugeschüttet werden mit allen
                      0:30:33–0:30:37
                      möglichen Dingen und du kannst ja heute alles gucken, wirklich alles gucken und alles sehen.
                      0:30:37–0:30:44
                      Die sind ja so up to date, was den kompletten, ich will schon fast sagen Weltfußball
                      0:30:44–0:30:45
                      betrifft, den Europäischen auf jeden Fall.
                      0:30:46–0:30:47
                      Also die beschränken sich ja
                      0:30:47–0:30:51
                      nicht mehr hier auf die Bundesliga und die finden wirklich Spieler toll.
                      Annika Becker
                      0:30:52–0:30:56
                      Aber auch gar nicht nur bei den Männern, also bei den Frauen stelle ich es auch sehr stark fest.
                      Claudia Neumann
                      0:30:56–0:31:00
                      Na, wenn du das jetzt gerade sagst, damit habe ich mich überhaupt nicht beschäftigt,
                      0:31:00–0:31:03
                      aber dann ist das das gleiche Phänomen, tatsächlich.
                      0:31:03–0:31:07
                      Und das hat natürlich auch mit den Social-Media-Aktivitäten zu tun.
                      0:31:08–0:31:14
                      Da kannst du natürlich eine Fanbindung schaffen. Aber wie extrem das ist,
                      0:31:15–0:31:18
                      das habe ich neulich, glaube ich, irgendwann mal erzählt.
                      0:31:18–0:31:23
                      Ich habe mal eine Bahnfahrt gemacht zum Spiel der Bayern-Männer gegen Dortmund
                      0:31:23–0:31:28
                      damals sogar und das war so richtig voll und dann sitze ich da zwei Kids gegenüber,
                      0:31:28–0:31:31
                      die gleichzeitig dann auf ihrem Handy,
                      0:31:32–0:31:33
                      englische Premier League gucken.
                      0:31:33–0:31:37
                      Ich glaube, da spielte City gegen Chelsea oder sowas. Die kannten jeden Spieler.
                      0:31:37–0:31:38
                      Die kannten jeden Spieler.
                      0:31:40–0:31:43
                      Die können heute alles konsumieren und dann hatten sie auch ihre Lieblingsspieler,
                      0:31:43–0:31:45
                      der eine Haaland und der andere, ich weiß es nicht mehr.
                      0:31:47–0:31:54
                      Und die sind also deutlich präsenter in all den persönlichen Geschichten,
                      0:31:54–0:31:56
                      als das meine Generation je war.
                      Mara Pfeiffer
                      0:31:57–0:32:02
                      Aber das liegt ja eben wirklich daran, wie man eben auf Informationen zugreifen kann.
                      0:32:02–0:32:05
                      Aber Annika, ich meine, du kennst mich ja ein bisschen und du kannst dir ja
                      0:32:05–0:32:08
                      sicherlich denken, dass das für mich überhaupt nicht funktioniert.
                      0:32:08–0:32:11
                      Also kann schon sein, dass das irgendwie die Kids heute so machen und dann,
                      0:32:11–0:32:13
                      wer wäre ich denen das zu verbieten?
                      0:32:14–0:32:18
                      Also wenn das irgendwie ihr Ding ist, Spielerinnen oder Spielern nachzugehen.
                      0:32:18–0:32:25
                      Von mir aus, aus meiner persönlichen Warte, sowohl geografisch als auch biografisch,
                      0:32:25–0:32:29
                      kann ich nur sagen, der einzigen Person, der man von Verein zu Verein folgt,
                      0:32:29–0:32:31
                      ist Jürgen Klopp. Und dann hört es aber auch auf.
                      Annika Becker
                      0:32:33–0:32:39
                      Was eine wunderbare Überleitung ist dazu. Du hattest es ja vorhin auch schon etwas angeteasert.
                      0:32:39–0:32:43
                      Wir haben uns so etwas provokant die Frage gestellt, also uns selbst,
                      0:32:43–0:32:47
                      aber ich stelle sie jetzt dann dir mal oder so in die Runde.
                      0:32:47–0:32:50
                      Wir sprechen jetzt hier die ganze Zeit vom Fußball der Frauen.
                      0:32:51–0:32:56
                      Muss es automatisch so sein, dass man als Frau im Fußball über den Fußball der Frauen redet?
                      0:32:56–0:33:00
                      Dürfen wir über den Männerfußball reden? Es ist sehr, sehr platt.
                      0:33:00–0:33:03
                      Die Antwort ist natürlich eigentlich, na klar, dürfen wir das.
                      0:33:03–0:33:07
                      Aber wir wollten ja mal so ein bisschen darüber sprechen, wie,
                      0:33:08–0:33:14
                      also dass es ja bei beiden schwierig sein kann, Zugänge zu finden Und vielleicht
                      0:33:14–0:33:19
                      aber bei beiden auf unterschiedliche Art auch. Oder wie würdest du das sehen?
                      Claudia Neumann
                      0:33:21–0:33:25
                      Also wenn wir jetzt über Frauen im Fußball sprechen, müssen wir es erstmal aus
                      0:33:25–0:33:27
                      unserer Branche mal lösen.
                      0:33:27–0:33:30
                      Das ist ein Thema auch, aber müssen wir mal lösen.
                      0:33:31–0:33:36
                      Die Thematik ist auch in den letzten Jahren im Zuge des gesellschaftlichen Wandels
                      0:33:36–0:33:38
                      sehr extrem präsent geworden.
                      0:33:39–0:33:44
                      Überfällig aus meiner Sicht auch. Dann reden wir über, warum sind in den Vereinen,
                      0:33:44–0:33:48
                      in den Verbänden so wenig Frauen in entscheidenden Positionen,
                      0:33:48–0:33:49
                      in Führungspositionen.
                      0:33:49–0:33:53
                      Warum sind viel zu wenig Frauen, die mit über die Geschicke der Vereine,
                      0:33:53–0:33:57
                      über die Zukunft der Verbände und so weiter mitentscheiden?
                      0:33:58–0:34:01
                      Und ich hatte da tatsächlich in der Corona-Zeit, hatten wir ja Zeit,
                      0:34:01–0:34:06
                      als der Ball nicht rollte, mal so eine Doku gemacht und habe mich erinnert an Katja Kraus,
                      0:34:06–0:34:11
                      die ich damals kennengelernt habe als Vorständin beim HSV und wollte mal wirklich
                      0:34:11–0:34:14
                      wissen, wie sich das entwickelt hat.
                      0:34:14–0:34:17
                      Weil man hinter den Kulissen ja, wenn man permanent im Stadion ist,
                      0:34:17–0:34:20
                      auch nicht so häufig blickt. Dann habe ich das alles recherchiert und bin fast
                      0:34:20–0:34:24
                      umgefallen, dass sich nichts entwickelt hatte in dieser Zeit.
                      0:34:24–0:34:27
                      Also das waren 15 Jahre, hat sich gar nichts entwickelt.
                      0:34:27–0:34:33
                      Der Prozentsatz der Frauen in Vereinen, in Verbänden, in allen Positionen ist
                      0:34:33–0:34:38
                      im marginalen, einstelligen Prozentbereich gewesen. Und dann stellten wir uns
                      0:34:38–0:34:40
                      alle die Frage, warum eigentlich, woran liegt das?
                      0:34:41–0:34:46
                      Und jetzt gebe ich den Staffelstab an euch beide Expertinnen gleich wieder über.
                      0:34:47–0:34:50
                      Ich habe dann, wie gesagt, mit Menschen darüber gesprochen, Interviews gemacht
                      0:34:50–0:34:57
                      und war erschrocken über die Mechanismen, die sich daraus offensichtlich entwickelt haben,
                      0:34:57–0:35:00
                      die ich auch nie richtig durchblickt habe, weil ich mir nicht die Mühe gemacht
                      0:35:00–0:35:03
                      hatte, damals mit den Themen mich auseinanderzusetzen.
                      0:35:03–0:35:08
                      Und dann hat sich wirklich herausgestellt, und das war dann im Jahr 2020, 2021,
                      0:35:08–0:35:13
                      dass es wirklich auch noch so gewollt ist,
                      0:35:13–0:35:19
                      dass die Mechanismen so sind, dass es so gut wie unmöglich war für Frauen in
                      0:35:19–0:35:24
                      gewissen Bereichen, selbst wenn sie nachgewiesene Kompetenzen in ihren Bereichen hatten,
                      0:35:24–0:35:27
                      der Schritt nach ganz oben fast unerlässlich.
                      0:35:28–0:35:36
                      Blockiert war und dem sich hinzugeben und dem eine Stimme mitzugeben und sich
                      0:35:36–0:35:38
                      dafür einzusetzen, dass das sich verändert,
                      0:35:38–0:35:43
                      das ist ganz wichtig und das tun viele, viele tolle Leute in ganz tollen Institutionen
                      0:35:43–0:35:48
                      mittlerweile und man muss es, glaube ich, nur immer wieder erklären,
                      0:35:48–0:35:53
                      weil es viele Menschen noch nicht begreifen, dass es da wirklich große Kompetenzen
                      0:35:53–0:35:56
                      gibt, denen die Tür verschlossen geblieben ist bislang.
                      Mara Pfeiffer
                      0:35:56–0:36:03
                      Ihr habt damals "Fußball kann mehr" gegründet und was ich ganz spannend fand von
                      0:36:03–0:36:05
                      Anfang an daran eigentlich war,
                      0:36:06–0:36:11
                      dass auch bei den neun Frauen, die da ursprünglich drin waren,
                      0:36:12–0:36:17
                      eine totale gesellschaftliche Bandbreite eben abgebildet war.
                      0:36:17–0:36:21
                      Also man hat eben zum einen Leute gehabt, die in bestimmten Bereichen auch in
                      0:36:21–0:36:22
                      Führung unterwegs sind.
                      0:36:22–0:36:26
                      Man hat, was auch total wichtig ist, weil es eben auch immer um MultiplikatorInnen
                      0:36:26–0:36:29
                      geht, eben auch JournalistInnen darin gehabt.
                      0:36:29–0:36:33
                      Man hat aber eben auch Fans gehabt und ehemalige SpielerInnen.
                      0:36:33–0:36:39
                      Das heißt, von Anfang an eigentlich ein Verständnis dafür, dass es ein Thema
                      0:36:39–0:36:45
                      ist, was gesellschaftlich ganz breit ist und was man natürlich eben dann auch
                      0:36:45–0:36:48
                      da an der Stelle im Fußball anpackt.
                      0:36:49–0:36:55
                      Und ich finde auch, dass es wichtig ist, diese verschiedenen Ebenen immer wieder
                      0:36:55–0:36:59
                      zu zeigen, weil in diesen verschiedenen
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                      Bereichen haben Frauen ja ganz unterschiedliche Schwierigkeiten.
                      0:37:02–0:37:08
                      Also es fängt ja tatsächlich im Bereich Fans an, dass man zum einen ein Problemfeld
                      0:37:08–0:37:14
                      hat wie Sexismus, was im Stadion einfach Fakt ist. Und dieser Sexismus….
                      0:37:15–0:37:19
                      Nimmt ja aber total unterschiedliche Formen wiederum an.
                      0:37:19–0:37:21
                      Also wenn man zum Beispiel auch in so eine Fanszene reinguckt,
                      0:37:21–0:37:25
                      wo weibliche Ultras sagen, ich kann eigentlich vielleicht auch gar nicht irgendwie
                      0:37:25–0:37:30
                      die Themen im Bereich Ultra für mich so in Anspruch nehmen, wie es irgendwie für die Jungs ist.
                      0:37:30–0:37:33
                      Da geht es ja noch nicht mal um Kompetenz. Also das ist klar,
                      0:37:34–0:37:36
                      da geht es vielleicht um so ein Denken von Kompetenz, dass man sagt,
                      0:37:36–0:37:39
                      ich überspitze jetzt mal, die Frauen schmieren irgendwie die Schnittchen und
                      0:37:39–0:37:44
                      die Jungs gehen sich prügeln und dann sagen halt aber vielleicht von den Frauen
                      0:37:44–0:37:46
                      welche im Ultra-Bereich, ich möchte mich auch prügeln.
                      0:37:46–0:37:49
                      Kann man jetzt von außen drauf schauen und sagen, ist das irgendwie eine gesellschaftliche
                      0:37:49–0:37:52
                      Entwicklung, wenn Frauen sich auch prügeln, aber ich meine erstmal geht es ja
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                      um eine Wahlfreiheit immer, ja, in allen Bereichen. Wenn man in den journalistischen
                      0:37:56–0:38:00
                      Bereich reinschaut, fand ich es total spannend.
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                      Du hast mal gesagt, dass das für dich diese Thematik, als du angefangen hast
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                      im Fußball, so nicht gab.
                      0:38:08–0:38:12
                      Und das eins, was du jetzt so im Rückblick irgendwie betrachtest,
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                      war, dass damals unheimlich viel entstanden ist.
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                      Also, dass so dieses Ganze, wie über Fußball berichtet wird und die ganzen Produktionsfirmen,
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                      die angefangen haben, die Spiele eben abzudecken, was ja vorher so einfach gar
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                      nicht da war, weil man nur so Highlight-Spiele hatte und sowas.
                      0:38:28–0:38:31
                      Glaubst du, dass es da jetzt mal, das ist vielleicht ein komisches Wort,
                      0:38:31–0:38:35
                      aber dass auch so der Verteilungskampf, der vielleicht heute irgendwie auch
                      0:38:35–0:38:38
                      in dem Journalismus da ist, damals einfach nicht so eine Rolle gespielt hat,
                      0:38:38–0:38:40
                      sondern wer Bock hatte, war halt da und hat mitgemacht?
                      0:38:40–0:38:44
                      Oder was glaubst du, was da so der Grund für deine eigene Geschichte ist?
                      Claudia Neumann
                      0:38:45–0:38:50
                      Also es war tatsächlich, ich nenne das immer gerne die Aufbruchstimmungszeit,
                      0:38:50–0:38:52
                      die Hochzeit Anfang der 90er.
                      0:38:52–0:38:57
                      Also wir kamen aus den 80ern, das war eine düstere Fußballzeit.
                      0:38:57–0:39:01
                      Die Stadien waren nicht voll, es gab überall die Hooligan-Problematik, auch hier in Köln.
                      0:39:02–0:39:06
                      Das war keine gute Zeit. Und dann begann eben, damals hieß es noch Premiere,
                      0:39:07–0:39:11
                      Sky und dann eben "ran", Sat 1 Fußball.
                      0:39:11–0:39:16
                      Vorher war schon RTL, "Der Anpfiff", aber das war noch keine wirkliche Erfolgsgeschichte,
                      0:39:16–0:39:20
                      begannen dann den Fußball anders darzustellen und plötzlich,
                      0:39:20–0:39:25
                      also das war wirklich ein Meilenstein im Prinzip auch für die Entwicklung dieser
                      0:39:25–0:39:27
                      Bundesliga, das muss man sagen.
                      0:39:27–0:39:32
                      Das war erstmal alles bunter und boulevardesker, das hatte sicherlich eine Haltbarkeit,
                      0:39:32–0:39:36
                      eine beschränkte auf jeden Fall in dieser Art, aber das hat den Fußball plötzlich
                      0:39:36–0:39:41
                      in eine ganz andere gesellschaftliche Rolle auch getrieben.
                      0:39:41–0:39:44
                      Man hat den anders konsumiert und man konnte vor allen Dingen viel, viel mehr konsumieren.
                      0:39:44–0:39:50
                      Das wurde dann richtig so langsam flächendeckend und das war so eine Hochzeit
                      0:39:50–0:39:54
                      des Sportjournalismus, weil der Fußball so eine Riesenrolle einnahm,
                      0:39:54–0:39:56
                      die er vorher ja gar nicht in dieser Form hatte.
                      0:39:57–0:40:02
                      Live-Spiele waren ganz früher Feiertage, das gab es ganz selten und das war so die Phase,
                      0:40:02–0:40:06
                      wo plötzlich ganz viele junge Leute hier gerade aus Köln, Sporthochschule,
                      0:40:06–0:40:10
                      die mussten nur die Straße überqueren, Aachener Straße dann waren sie schon
                      0:40:10–0:40:14
                      bei RTL die diesen Beruf ergreifen wollten, weil.
                      0:40:14–0:40:18
                      Plötzlich deutlich mehr gebraucht wurden. Vorher waren es die beiden öffentlich-rechtlichen
                      0:40:18–0:40:23
                      Anstalten und dann plötzlich gab es die Privatfernsehsender,
                      0:40:23–0:40:28
                      die auch in der sportlichen journalistischen Berichterstattung Meilensteine
                      0:40:28–0:40:33
                      hingelegt haben und den Fußball quasi für sich entdeckt haben auch.
                      0:40:33–0:40:39
                      Und von daher wurden da junge Leute gebraucht und das waren die erste andere
                      0:40:39–0:40:41
                      Herangehensweise, glaube ich, als die Generation davor,
                      0:40:41–0:40:46
                      die beim Öffentlich-Rechtlichen so als Sportreporter arbeiteten und ich habe
                      0:40:46–0:40:50
                      das tatsächlich nie als ein Thema wahrgenommen.
                      0:40:50–0:40:55
                      Ich war das einzige Mädel da in dieser ganzen riesigen Truppe von Jungs,
                      0:40:55–0:41:02
                      die sich dann da Hoffnung gemacht hatten, da irgendwo in die Redaktion mit reinzukommen und das war,
                      0:41:02–0:41:05
                      ich muss es immer wieder auch heute noch so sagen, eher ein Vorteil,
                      0:41:05–0:41:08
                      dass ich eine Frau war, weil die sagten alle, ach guck mal, die versteht ja
                      0:41:08–0:41:09
                      genauso viel wie die Jungs davon,
                      0:41:09–0:41:12
                      dann nehmen wir die auch und so was und dann nehmen wir die erst recht.
                      0:41:12–0:41:15
                      Dann haben wir auch einen Mädel dabei. So wurde damals gesprochen, tatsächlich.
                      0:41:16–0:41:20
                      Und von daher war das überhaupt kein Thema damals, also jedenfalls nicht meins.
                      0:41:20–0:41:25
                      Und es war auch keins. Es fing dann irgendwann an mit den Moderatorinnen.
                      0:41:25–0:41:32
                      Also so eine Dekade danach, nach der Geschichte Carmen Thomas im ZDF-Sportstudio,
                      0:41:32–0:41:37
                      kam dann bei uns bei "ran" Gaby Papenburg, die eine Fußballsendung moderiert hat
                      0:41:37–0:41:42
                      und das waren dann so ein bisschen die medialen Themen, kann eine Frau das und so weiter.
                      0:41:42–0:41:48
                      Und das hat sich dann mehr auf diese Schiene kapriziert, was mir sehr recht
                      0:41:48–0:41:51
                      war im Übrigen, weil ich es ja überhaupt nicht so empfunden habe.
                      0:41:51–0:41:53
                      Das kam erst deutlich später dann danach.
                      0:41:53–0:41:57
                      Aber es war so eine Selbstverständlichkeit und zum Thema geworden ist es.
                      0:41:58–0:41:59
                      Wirklich deutlich später.
                      Mara Pfeiffer
                      0:42:00–0:42:03
                      Hast du dich mal so einen Punkt, wo du dich so umgeguckt hast und gedacht hast,
                      0:42:03–0:42:05
                      warum bin ich eigentlich das einzige Mädel?
                      Claudia Neumann
                      0:42:06–0:42:08
                      Naja, ich habe mich irgendwie daran erinnert, ich war auch die Einzige auf dem
                      0:42:08–0:42:10
                      Bolzplatz, die mit den Jungs Fußball gespielt hat.
                      0:42:10–0:42:13
                      Ich komme aus einer Generation, da war das halt noch sehr selten.
                      0:42:13–0:42:17
                      Heute kann jedes Mädchen sich in einem Fußballverein anmelden und spielt Fußball
                      0:42:17–0:42:20
                      und das ist sehr selbstverständlich, glücklicherweise.
                      0:42:20–0:42:23
                      Damals weiß ich gar nicht, also ich hätte gar nicht gewusst,
                      0:42:23–0:42:25
                      wo ich mich hätte anmelden sollen, bei welchem Verein.
                      0:42:25–0:42:28
                      Also bin ich einfach mit den Jungs auf dem Bolzplatz, wir haben Fußball gespielt.
                      0:42:28–0:42:32
                      Das war auf dem Dorf natürlich relativ einfach, weil jeder kannte jeden dann
                      0:42:32–0:42:35
                      und dann war das auch nichts Exotisches mehr.
                      0:42:35–0:42:37
                      Die Claudi spielt halt auch mit, so einfach ist das.
                      0:42:38–0:42:43
                      Und wenn es dann auch keine großen Unterschiede gab in der Anzahl des Tore schießen,
                      0:42:43–0:42:47
                      dann war das ein klassisches kindliches, unausgesprochenes Gesetz.
                      0:42:47–0:42:48
                      Es hat von alleine funktioniert.
                      Mara Pfeiffer
                      0:42:49–0:42:52
                      Ich stelle mir jetzt die kleine Claudi vor, die da mit den Jungs irgendwie rumrennt.
                      0:42:53–0:42:57
                      Aber Annika, was ich mal noch fragen wollte, wir haben das natürlich als Thematik
                      0:42:57–0:42:58
                      im Podcast ja irgendwie häufiger.
                      0:42:58–0:43:02
                      Also das Lustige ist zum einen diese Geschichte, die wir schon so ein bisschen
                      0:43:02–0:43:05
                      abgehakt haben, dass es uns auf jeden Fall schon passiert ist,
                      0:43:05–0:43:08
                      dass Leute halt kommen und erstmal denken, wir kennen uns automatisch im Fußball
                      0:43:08–0:43:10
                      der Frauen besser aus als im Fußball der Männer.
                      0:43:10–0:43:13
                      Einfach nur, was wir Frauen sind, haben wir festgestellt, ist natürlich Quark.
                      0:43:14–0:43:18
                      Auf der anderen Seite, wenn man dann über Frauen im Fußball spricht, ist es ja schon so,
                      0:43:19–0:43:24
                      dass Frauen im Fußball der Männer eine bestimmte Kompetenz einbringen können
                      0:43:24–0:43:28
                      und es da ja aber schon auch ganz intensiv darum geht,
                      0:43:28–0:43:35
                      so in Richtung Quotierung und so zu schauen, einfach im Blick auf diesen gesellschaftlichen Wandel.
                      0:43:35–0:43:42
                      Im Fußball der Frauen aber wiederum hat eine Frau im Fußball ja nochmal eine
                      0:43:42–0:43:45
                      zusätzliche Funktion, weil sie vielleicht auch Kompetenzen einbringt,
                      0:43:45–0:43:48
                      die ein Mann, der im Fußball der Männer unterwegs war, so nicht hat,
                      0:43:48–0:43:52
                      weil er sich mit Themen wie zyklusbasiertes Training, warum passieren diese
                      0:43:52–0:43:56
                      ganzen Kreuzbandrisse und so weiter, vielleicht weniger intensiv auseinandergesetzt hat.
                      0:43:56–0:43:59
                      Wo siehst du da Unterschiede und Chancen?
                      Annika Becker
                      0:44:02–0:44:08
                      Ich finde es ein sehr komplexes und schwieriges Thema, also vor allem auch deshalb,
                      0:44:09–0:44:14
                      weil so mein Eindruck ist, dass es trotzdem auch im Fußball der Frauen so ist,
                      0:44:14–0:44:17
                      dass auch da Frauen das durchaus schwierig haben,
                      0:44:17–0:44:19
                      in Führungspositionen zu kommen.
                      0:44:19–0:44:24
                      Also es gibt natürlich da welche, die schon sehr, sehr lange dabei sind,
                      0:44:24–0:44:27
                      wie jetzt zum Beispiel eine Birgit Bauer-Schick oder so.
                      0:44:27–0:44:31
                      Aber ich glaube, so diese Generationen danach,
                      0:44:31–0:44:35
                      also halt das entsprechende Studium, die entsprechende Ausbildung oder was auch
                      0:44:35–0:44:40
                      immer zu haben und dann eine Führungsposition im Verein zu haben oder sei es
                      0:44:40–0:44:45
                      auch Trainerin zu werden auf einem sehr hohen Niveau und dann auch tatsächlich
                      0:44:45–0:44:47
                      die Gelegenheiten zu bekommen,
                      0:44:47–0:44:49
                      ist ja auch da schon sehr, sehr schwierig.
                      0:44:49–0:44:56
                      Also es ist nicht umsonst so, dass viele deutsche Trainerinnen eigentlich häufig
                      0:44:56–0:44:59
                      ihre erste Cheftrainerinnenstation gar nicht in Deutschland bekommen.
                      0:44:59–0:45:03
                      Die gehen in die Schweiz und wenn sie in der Schweiz gut sind,
                      0:45:03–0:45:04
                      kommen sie nach ein paar Jahren wieder.
                      0:45:05–0:45:11
                      Wieder so oder haben dann halt hier in der Liga ganz lange ja so Co-Trainerinnen-Posten,
                      0:45:11–0:45:16
                      was jetzt ja auch, also was auch gut ist natürlich, aber es ist halt nicht dieses
                      0:45:16–0:45:19
                      gleiche Vertrauen da wie zu einem Mann, zu dem man schneller sagt.
                      0:45:20–0:45:26
                      Ah ja, du hast bis jetzt nur, in Anführungsstrichen "nur" irgendwo 3. Liga
                      0:45:26–0:45:31
                      bei den Männern trainiert, dann kannst du ja locker auch hier unsere erste Bundesligamannschaft
                      0:45:31–0:45:33
                      bei den Frauen übernehmen.
                      0:45:33–0:45:36
                      Also das gibt es relativ selten.
                      0:45:37–0:45:44
                      Und klar, wie du halt sagst, es gibt dann nochmal vielleicht andere Erfahrungswerte,
                      0:45:45–0:45:49
                      die man irgendwie mit einbringen könnte oder von denen man sich wünscht,
                      0:45:49–0:45:50
                      dass sie dann eingebracht würden.
                      0:45:51–0:45:58
                      Und ja, das ist, glaube ich, was, wo einfach generell so dieses Thema Diversität,
                      0:45:58–0:46:02
                      also wir reden jetzt halt hier sehr binär von Mann, Frau, aber das muss es ja
                      0:46:02–0:46:06
                      auch nicht sein, Nein, aber wo einfach der Fußball sehr viel zu tun hat insgesamt
                      0:46:06–0:46:10
                      noch, egal ob man jetzt über den Männerfußball oder den Frauenfußball spricht.
                      Mara Pfeiffer
                      0:46:11–0:46:17
                      Was glaubst du denn, Claudia, warum die Leute sich gegen solche Themen wie eine
                      0:46:17–0:46:19
                      Quote so krass zuwehr setzen?
                      0:46:19–0:46:25
                      Also weil, wenn man es mal, unsere liebe Kollegin Petra Tavarelli hat gerade
                      0:46:25–0:46:28
                      die Woche eine wunderschöne Kolumne geschrieben, in der sie die Frage gestellt
                      0:46:28–0:46:31
                      hat, warum führen wir nicht einfach eine Kompetenzquote ein,
                      0:46:31–0:46:34
                      statt eine irgendwie Genderquote,
                      0:46:34–0:46:38
                      weil die Leute schauen ja auf dieses Thema und gehen dann davon aus,
                      0:46:38–0:46:45
                      in dem Moment, wo es eine Quote gibt, kriegen plötzlich schlechte Frauen statt guter Männer einen Job.
                      0:46:45–0:46:50
                      Dabei muss man ja sagen, so wie gerade im Fußball viele Dinge aktuell laufen,
                      0:46:50–0:46:54
                      hat man ja eigentlich eine unausgesprochene Männerquote und die liegt bei 100 Prozent.
                      Claudia Neumann
                      0:46:55–0:46:58
                      Ich glaube, dass die wenigsten Leute sich wirklich mit der Thematik richtig
                      0:46:58–0:47:00
                      auseinandersetzen und ich spreche da auch aus Erfahrung.
                      0:47:01–0:47:08
                      Ich bin auch quasi reingefallen auf diesen Anfängerfehler, dass ich immer,
                      0:47:08–0:47:11
                      wenn ich gefragt wurde, bist du für die Quote, gesagt habe, nein,
                      0:47:11–0:47:16
                      das muss ich von alleine regeln, das muss nach Kompetenz gehen.
                      0:47:16–0:47:22
                      Weil die Quote zunächst, also die muss wirklich mal enttabuisiert werden, entstigmatisiert.
                      0:47:22–0:47:29
                      Diese Begrifflichkeit ist so negativ behaftet, weil sie wirklich in die falsche Richtung führt.
                      0:47:29–0:47:36
                      Sie führt in die Irre, man glaubt immer, Quote ist eine Zwangsauferlegung,
                      0:47:36–0:47:45
                      die komplett konträr gegen eine natürliche Entwicklung agiert und die dann in der Tat zulässt,
                      0:47:45–0:47:49
                      dass weniger Kompetenz quasi irgendwo zum Vorschein kommt.
                      0:47:49–0:47:54
                      Das ist Quatsch. Die Quote ist im Prinzip, sie muss was ausgleichen,
                      0:47:54–0:47:56
                      um genau das, was ich vorhin schon gesagt habe,
                      0:47:56–0:48:04
                      Zugänge, die sich über Jahrzehnte zementiert haben, die die Wege quasi für einige
                      0:48:04–0:48:08
                      verschließen, weil es einfach im Sport….
                      0:48:09–0:48:16
                      Ja, so verschlüsselte Zugänge gibt, die anders nicht zu erreichen sind.
                      0:48:16–0:48:21
                      Und da fragt eben niemand nach dem Kompetenzquantum dann, sondern das wird dann
                      0:48:21–0:48:28
                      so gemacht und das war halt über Jahrzehnte gang und gäbe, das hat mit unserer Sozialisierung zu tun,
                      0:48:28–0:48:33
                      mit den tradierten Geschlechterrollen, das war nun mal so, dass ich dann lieber
                      0:48:33–0:48:35
                      meinem Kumpel X den Job gebe,
                      0:48:36–0:48:38
                      von dem ich ja weiß, was er kann und was er vielleicht auch nicht kann,
                      0:48:38–0:48:42
                      als dass ich es offen zum Wettbewerb mache.
                      0:48:43–0:48:46
                      Und ich finde, man kann das auch mal ganz anders sehen.
                      0:48:46–0:48:51
                      Also einfach mal diese Kompetenzdiskussion weglassen tatsächlich und sagen,
                      0:48:51–0:48:57
                      lasst es uns doch als Unternehmen, als Verein, als Verband zu einer Challenge machen.
                      0:48:57–0:49:02
                      Zu einer Challenge, dass wir sagen, wir wollen tatsächlich selber mehr Diversität
                      0:49:02–0:49:07
                      haben, weil wir glauben, dass es auch auf Dauer zu mehr Leistungsschub führt,
                      0:49:07–0:49:09
                      zu einer größeren Qualität führt.
                      0:49:09–0:49:13
                      Und wir setzen uns selbst so ein paar Ziele, so richtig sportlich kann man es ja mal sehen.
                      0:49:14–0:49:18
                      Ich glaube, dann kriegst du so ein bisschen einen anderen Charakter rein.
                      0:49:18–0:49:23
                      Aber diese Denke, wir geben eine Quote vor und das heißt, okay,
                      0:49:23–0:49:26
                      wir können die Kompetenz, die wir eigentlich haben wollen, gar nicht erreichen,
                      0:49:26–0:49:30
                      weil wir werden ja gezwungen, irgendjemanden zu nehmen, den wir eigentlich gar nicht wollen.
                      0:49:30–0:49:33
                      Das ist ein Fehlglaube, das ist ein absoluter Fehlglaube. Man muss sich einfach
                      0:49:33–0:49:37
                      nur mit den Dingen mal richtig auseinandersetzen und vielleicht einfach mal
                      0:49:37–0:49:41
                      so diese Schere im Kopf verlieren. Ich glaube, dann versteht man es schon.
                      0:49:42–0:49:47
                      Also ich sehe es mittlerweile aus einer komplett anderen Perspektive und sehe aber auch,
                      0:49:47–0:49:54
                      und das gehört auch zur Wahrheit, dass wenn man die Dinge nicht mit viel Kreativität,
                      0:49:54–0:50:01
                      mit viel Überzeugung und Ausdauer angeht, dass man dann auch,
                      0:50:01–0:50:04
                      um irgendwas auszugleichen, Fehler macht.
                      0:50:04–0:50:10
                      Das passiert auch, auch in Führungsetagen von Unternehmen, dann passieren auch da Fehler.
                      0:50:10–0:50:12
                      Also man muss schon sich sehr genau
                      0:50:12–0:50:15
                      überlegen, wie kann ich es besser ausgleichen und ich muss es wollen.
                      Mara Pfeiffer
                      0:50:17–0:50:21
                      Ich finde es ja spannend. Du bist ja unser Küken, Annika. Und du bist ja viel
                      0:50:21–0:50:25
                      früher als wir zu Themen gekommen, kann man ja mal so festhalten.
                      0:50:25–0:50:31
                      Also du hast dir Themen zu einem früheren Zeitpunkt auf jeden Fall in diesem
                      0:50:31–0:50:35
                      Feld erarbeitet. Ich habe sie mir später erarbeitet.
                      0:50:35–0:50:38
                      Du hast sie dir auch noch später erarbeitet, darf man sagen.
                      0:50:38–0:50:42
                      Aber geht es dir nicht auch so, Claudia, wenn man doch an sich selber sieht,
                      0:50:43–0:50:47
                      dass man in der Lage war, Dinge zu begreifen und auch für sich selber irgendwie
                      0:50:47–0:50:51
                      aufzuarbeiten, dass es dann manchmal auch wirklich einfach richtig stinkt,
                      0:50:51–0:50:53
                      dass Leute sich dem so verweigern?
                      0:50:53–0:50:55
                      Und dich muss es ja erst recht irgendwie kirre machen.
                      Annika Becker
                      0:50:57–0:51:00
                      Ja, also wobei ich jetzt auch mal festhalten muss, dass also A,
                      0:51:00–0:51:04
                      bin ich dann irgendwie qua Generation in einer anderen Gesellschaft aufgewachsen und B,
                      0:51:05–0:51:07
                      habe ich halt auch Leute, denen ich da sehr viel zu verdanken habe,
                      0:51:07–0:51:12
                      weil ich bin ja auch nicht so auf die Welt gekommen mit irgendwelchen Meinungen
                      0:51:12–0:51:15
                      oder Erkenntnissen, die ich vielleicht jetzt habe und die sich hoffentlich,
                      0:51:16–0:51:19
                      weil ich ein großer Fan davon bin, ich mag diesen Satz nicht,
                      0:51:19–0:51:22
                      bleib immer so wie du bist, auch noch ändern werden im Laufe des Lebens.
                      0:51:22–0:51:28
                      Aber also eine Freundin von mir, Teresa, weiß ich, liebe Grüße an der Stelle,
                      0:51:28–0:51:32
                      war für mich sehr, sehr wichtig zum Beispiel, was diese ganzen …,
                      0:51:35–0:51:38
                      Gleichstellung, Feminismus, Sexismus, was bedeutet das eigentlich?
                      0:51:38–0:51:42
                      Oder wie du eben so schön beschrieben hast, du hast erst gedacht,
                      0:51:42–0:51:46
                      naja, Quote, das ist ja dann nicht was Gutes und dann kommt man aber durch Gespräche
                      0:51:46–0:51:48
                      mit solchen Personen irgendwann an einen Punkt und merkt so,
                      0:51:50–0:51:53
                      es ist ja eigentlich gar nicht so schlecht.
                      0:51:53–0:51:56
                      Und dann dreht sich so ein Rädchen in das andere.
                      0:51:56–0:51:59
                      Und diese Prozesse hatte ich halt auch und vielleicht hatte ich die dann an
                      0:51:59–0:52:03
                      manchen Punkten früher als ihr, aber ich bin sicher, In meinem Leben wird irgendwas kommen,
                      0:52:04–0:52:07
                      wo ich dann so bin, wie ihr in einem gewissen Alter wart, wo ich dann halt auch
                      0:52:07–0:52:11
                      diese Wege gehen muss mit der Generation, die dann halt wieder danach kommt,
                      0:52:11–0:52:12
                      weil das einfach normal ist.
                      Claudia Neumann
                      0:52:12–0:52:17
                      Und hinzu kommt ja, das ist ja das gleiche Phänomen, dass man glaube ich,
                      0:52:17–0:52:20
                      oder ich jedenfalls, so vor 10, 15 Jahren auch noch gesagt hätte,
                      0:52:20–0:52:24
                      nee, das ist meine Meinung und dazu stehe ich auch, weil es bleibt ja dabei,
                      0:52:24–0:52:26
                      wenn man dazu steht, dann ist man konsequent,
                      0:52:26–0:52:30
                      nein, nein, nein, das Leben ist so bewegt, es ist so bewegt.
                      0:52:30–0:52:36
                      Man erkennt so viele neue Dinge und Erkenntnisgewinn kann auch zu veränderter
                      0:52:36–0:52:42
                      Haltung beitragen und das ist keine Schwäche, das ist eine Stärke, wenn man es zulässt.
                      0:52:42–0:52:46
                      Und ich merke das an den Diskussionen mit sehr befreundeten Kollegen,
                      0:52:46–0:52:54
                      wenn ich über die aktuellen Themen, die der Fußball derzeit so generiert, diskutiere.
                      0:52:54–0:53:00
                      Da ist eine Perspektive, die ist aus deren Sozialisierung und die ist 30, 40 Jahre alt.
                      0:53:00–0:53:06
                      Und das kann ich mir ja genauso zuschreiben. Aber man muss einfach mal versuchen, auch die...
                      0:53:06–0:53:12
                      Perspektive zu wechseln, das ist wirklich, das klingt so pathetisch,
                      0:53:12–0:53:17
                      aber es ist einfach so und wenn ich dann mal anfange, die Argumentation des
                      0:53:17–0:53:21
                      anderen zu verfolgen, zu verstehen,
                      0:53:21–0:53:25
                      dann fängt es irgendwann an zu ratteln und dann denkst du, okay,
                      0:53:25–0:53:30
                      okay, ich müsste vielleicht mal mit meiner sehr sturen Haltung ein bisschen
                      0:53:30–0:53:33
                      anders umgehen und vielleicht ein bisschen verändern.
                      0:53:34–0:53:38
                      Das hilft. Und wenn man das aber auf eine spielerische Art macht und eben nicht
                      0:53:38–0:53:43
                      so polarisiert und so unerbitterlich bei all diesen Themen ist,
                      0:53:43–0:53:47
                      dann finde ich, kann das auf eine leichtere Art uns allen viel besser gelingen.
                      Mara Pfeiffer
                      0:53:48–0:53:51
                      Ich meine, es geht letztlich, ich weiß, das ist mittlerweile für manche Leute
                      0:53:51–0:53:54
                      auch schon fast so eine abschreckende Formulierung geworden,
                      0:53:54–0:53:58
                      aber es geht auch immer ein Stück weit darum, eigene Privilegien zu reflektieren.
                      0:53:58–0:54:02
                      Also wie bin ich da hingekommen, wo ich bin, was hat mir dabei geholfen,
                      0:54:03–0:54:10
                      was stand mir im Weg und im Gegensatz dazu, warum kommen andere besser oder weniger gut dahin.
                      0:54:10–0:54:14
                      Also einfach eine Beschäftigung auch mit bestimmten gesellschaftlichen Mechanismen.
                      0:54:14–0:54:16
                      Das ist jetzt vielleicht nicht so super verwunderlich, dass die Leute,
                      0:54:16–0:54:19
                      die von diesen Mechanismen am meisten profitieren, die größten Schwierigkeiten
                      0:54:19–0:54:22
                      haben, sie zu reflektieren oder sich auch einzugestehen.
                      0:54:22–0:54:27
                      Aber letztlich kann es halt helfen, eine Gesellschaft zu verbessern.
                      0:54:27–0:54:32
                      Und also Veränderung, finde ich, ist total wichtig und positiv. Positiv.
                      Claudia Neumann
                      0:54:33–0:54:37
                      Ein wunderbares Beispiel, wenn ich das anfügen darf, ist das leidige Thema,
                      0:54:37–0:54:40
                      das "leidige" in An- und Abführung des Genderns.
                      0:54:40–0:54:44
                      Natürlich haben wir das alle erst mal als sperrig empfunden und euch beiden
                      0:54:44–0:54:49
                      geht es ja schon so spielerisch leicht von den Lippen, das muss ich noch irgendwie
                      0:54:49–0:54:50
                      üben, ich kriege das noch nicht
                      0:54:50–0:54:53
                      so richtig hin und es gelingt auch nicht immer in der Live-Situation.
                      0:54:53–0:54:57
                      Und dann bist du plötzlich schon wieder nur bei den Zuschauern statt den Zuschauern
                      0:54:57–0:54:58
                      und den Zuschauerinnen.
                      0:54:59–0:55:04
                      Aber ich habe für mich entschieden, ich möchte es gerne und ich möchte es gerne
                      0:55:04–0:55:11
                      auch versuchen, besser hinzubekommen noch, weil für mich war ganz klar der entscheidende Punkt,
                      0:55:12–0:55:15
                      Die Perspektive derer einzunehmen, die sich ausgeschlossen fühlen.
                      0:55:15–0:55:19
                      Und das ist mir so bewusst geworden, dann als Menschen gesagt haben,
                      0:55:19–0:55:25
                      wenn du das so sagst, fühle ich mich nicht included in deiner Ansprache.
                      0:55:25–0:55:28
                      Und dann ist das für mich das entscheidende Kriterium gewesen,
                      0:55:28–0:55:33
                      ob ich das albern finde, wie ich das ausspreche oder ob es daraus eine Riesendiskussion
                      0:55:33–0:55:38
                      gibt oder Leserbriefe ohne Ende oder Shitstorms ohne Ende, völlig egal.
                      0:55:38–0:55:41
                      Da fühlt sich jemand ausgeschlossen und das ist das Entscheidende für mich.
                      0:55:42–0:55:44
                      Und so weit denken aber viele gar nicht oder sowas, dass man einfach sagt,
                      0:55:45–0:55:50
                      hey, versuch dich doch einfach mal in deren Perspektive und was tut es dir denn weh?
                      0:55:51–0:55:55
                      Und ich würde wegen des Genderns trotzdem nicht solche Riesendebatten machen.
                      0:55:55–0:55:58
                      Diejenigen, die es machen wollen, sollen es tun und die anderen meinetwegen
                      0:55:58–0:56:00
                      nicht, aber dann sollen sie sich auch friedlich verhalten.
                      Mara Pfeiffer
                      0:56:01–0:56:03
                      Das ist nämlich das Lustige, dass ja häufig eigentlich die Leute,
                      0:56:03–0:56:05
                      die diese Veränderung nicht wollen,
                      0:56:05–0:56:09
                      viel schärfer in solche Debatten reingehen, als die, die sagen,
                      0:56:09–0:56:13
                      ich mache es, ob du es machst oder nicht, mir völlig egal und dann sagt aber
                      0:56:13–0:56:16
                      das Gegenüber trotzdem, ich werde gezwungen, so nein, ich habe doch gesagt,
                      0:56:16–0:56:19
                      es ist mir völlig egal, man zwingt mich, man zwingt mich, ja, hast du mir nicht zu, so.
                      0:56:20–0:56:27
                      Ja, aber mit Blick auf die Zeit, was wir natürlich dann, wenn wir quasi zurückkehren,
                      0:56:27–0:56:33
                      auf die Bühne noch machen wollen, ist einen Kackspecht küren.
                      0:56:33–0:56:39
                      Und dann haben wir auch noch eine kleine Überraschung am Schluss für unsere Gästin natürlich.
                      0:56:39–0:56:45
                      Aber bevor wir all das tun, wollen wir auch mal die Gelegenheit geben,
                      0:56:45–0:56:49
                      Fragen aus dem Publikum zu stellen, wenn es denn welche gibt.
                      0:56:50–0:56:54
                      Es müsste irgendwo ein Mikrofon unterwegs sein.
                      0:56:54–0:57:01
                      Ich sehe nur Licht und bunte Flecken, aber ich weiß, das sind die Sitze hier.
                      0:57:01–0:57:09
                      Gibt es denn Fragen? Gibt es jemanden, der gerne uns Claudia oder weiß nicht,
                      0:57:09–0:57:11
                      auch Mathias, eine Frage stellen möchte.
                      0:57:14–0:57:15
                      Aber bitte nicht alle auf einmal.
                      Claudia Neumann
                      0:57:16–0:57:20
                      Ihr habt schon so gute Fragen gestellt, dass keine mehr übrig bleibt. So müssen wir es sehen.
                      Annika Becker
                      0:58:01–0:58:07
                      Also, genau. Erstmal ist Essen da und Turbine kommt sehr wahrscheinlich ja wieder.
                      0:58:07–0:58:11
                      Also die spielen ja gerade um den direkten Wiederaufstieg in der zweiten Liga,
                      0:58:11–0:58:16
                      sind da extrem gut mit dabei, was ich von ihnen so in der Form auch nicht erwartet hätte.
                      0:58:17–0:58:23
                      Ich glaube, für mich steht und fällt es damit, wie einfach von Verbandsseite
                      0:58:23–0:58:26
                      aus die mittel- bis langfristige Planung so aussieht.
                      0:58:27–0:58:33
                      Und ob man erkennt und auch willens ist, für diese Art von Verein vielleicht Schritte zu machen,
                      0:58:33–0:58:40
                      die man so aus dem Fußball nicht kennen würde oder nicht denken würde,
                      0:58:40–0:58:44
                      weil man halt immer nur denkt, naja, aber bei den Männern bei der Bundesliga ist es halt so.
                      0:58:44–0:58:49
                      Und dann machen wir das jetzt bei denen auch so, anstatt vielleicht irgendwie zu sagen,
                      0:58:49–0:58:54
                      ihr habt andere Voraussetzungen als alle anderen, weil ihr nicht die gleichen
                      0:58:54–0:58:59
                      Strukturen habt wie die Lizenzvereine, ob die die immer so nutzen für ihre Frauenabteilung
                      0:58:59–0:59:00
                      ist dann nochmal wieder ein eigenes Thema.
                      0:59:00–0:59:08
                      Aber deswegen habt ihr vielleicht bei irgendwas anderem etwas leichter oder
                      0:59:08–0:59:10
                      wir fördern euch irgendwie auf eine bestimmte Art und Weise.
                      0:59:11–0:59:14
                      Und ich glaube, das wird halt so der Knackpunkt sein in den nächsten Jahren
                      0:59:14–0:59:17
                      aus meiner Sicht, wie sich das entwickelt, wie das weitergeht.
                      0:59:17–0:59:22
                      Stand jetzt, so wie es jetzt gerade aussieht, ja natürlich sieht es schwierig aus.
                      0:59:22–0:59:27
                      Da sind dann auch die Vereine selber gefragt, zu gucken, wie sie arbeiten und
                      0:59:27–0:59:31
                      das geht halt irgendwie gerade schon sehr, sehr unterschiedlich aus.
                      0:59:31–0:59:35
                      Bei der SGS, da kann ich halt immer ein bisschen was dazu sagen,
                      0:59:35–0:59:39
                      ist natürlich sehr glücklich auch, dass es so dieser Standort im Ruhrgebiet
                      0:59:39–0:59:41
                      ist, aus ganz vielen verschiedenen Gründen.
                      0:59:41–0:59:46
                      Also Firmen, Sponsoren, potenzielle, aber auch, dass es so ein Ballungsraum
                      0:59:46–0:59:50
                      ist für potenzielle Spielerinnen, die man dazu gewinnen kann.
                      0:59:50–0:59:55
                      Erstmal für die Ausbildung in der Jugend, aber auch später für ihre eigene Ausbildung,
                      0:59:55–1:00:02
                      was Arbeit, was Studium angeht und das haben halt andere Standorte nicht so in dem Ausmaß.
                      1:00:02–1:00:07
                      Das muss man halt natürlich klar immer mitdenken. Aber ja, also letztendlich
                      1:00:07–1:00:11
                      ist das was, das der Verband steuern müsste, wenn er denn wollte.
                      Claudia Neumann
                      1:00:11–1:00:15
                      Ja, gibt es wenig hinzuzufügen. Ich finde auch, dass das Entscheidende ist,
                      1:00:15–1:00:17
                      wo wollen wir hin mit dieser Liga, was machen wir?
                      1:00:17–1:00:22
                      Ich finde im Übrigen auch bei dem Charme, den ich vorhin schon ausgedrückt habe,
                      1:00:22–1:00:26
                      den die Bundesliga hätte, wenn sie andere Wege gehen würde,
                      1:00:26–1:00:30
                      dass der sportliche Wettbewerb ist für mich mit das Wichtigste,
                      1:00:30–1:00:34
                      dass man Menschen in den Bann zieht, egal auf welchem Niveau jetzt erstmal,
                      1:00:34–1:00:36
                      dass es guten sportlichen Wettbewerb
                      1:00:36–1:00:41
                      gibt und das klingt jetzt alles so romantisch, ich finde trotzdem,
                      1:00:41–1:00:46
                      dass ein gewisses Invest ist schon nötig, alleine deswegen,
                      1:00:46–1:00:51
                      um professionellere Bedingungen nochmal zu schaffen, gerade bei den kleineren
                      1:00:51–1:00:56
                      Vereinen, damit eben die Leistung wachsen kann, Also wirklich die Leistung auf
                      1:00:56–1:00:58
                      dem Rasen. Also du brauchst dann auch...
                      1:00:58–1:01:03
                      Gute Geldgeber, die so ein Konstrukt, für welches man sich auch immer entscheidet,
                      1:01:03–1:01:07
                      dann mittragen, damit es einigermaßen ausgeglichen werden kann.
                      1:01:08–1:01:11
                      Also nicht komplett gegen Invest, also nicht vergleichen jetzt mit der Männersituation,
                      1:01:12–1:01:15
                      wo die Fans so erfolgreich gegen demonstriert haben.
                      1:01:15–1:01:19
                      Das ist ja erstmal was anderes. Da geht es wirklich um Mindestlohn,
                      1:01:19–1:01:23
                      der ja immer noch nicht überall gezahlt wird, dass die Fußballerinnen erstmal
                      1:01:23–1:01:27
                      ihren Job wirklich auch Vollzeit ausfüllen können.
                      Mara Pfeiffer
                      1:01:27–1:01:33
                      Ich glaube tatsächlich, dieses Thema mit dem, wie viel Geld fließt und wo kommt
                      1:01:33–1:01:38
                      das Geld her, was du jetzt auch schon angerissen hast, ist ein total entscheidendes.
                      1:01:38–1:01:42
                      Ich bin mittlerweile, und da fallen dann wahrscheinlich alle in Ohnmacht,
                      1:01:42–1:01:45
                      die sich mit der Frage beschäftigen, wo das Geld herkommt,
                      1:01:45–1:01:49
                      echt auch so ein bisschen in die Richtung gedanklich eigentlich unterwegs,
                      1:01:49–1:01:59
                      dass dieser Fußball der Frauen auf dem Niveau, was langfristig gesund ist und funktioniert.
                      1:01:59–1:02:03
                      Am besten wachsen kann, wenn es eigene Stadien gibt.
                      1:02:03–1:02:07
                      Was halt einfach eine Großbaustelle dann wird, also literally,
                      1:02:07–1:02:12
                      aber man hat halt an vielen Standorten, gerade wenn man jetzt davon ausgeht,
                      1:02:12–1:02:17
                      dass immer stärker die traditionellen Vereine der Männer halt eben auch in den
                      1:02:17–1:02:19
                      Fußball der Frauen vorstoßen, was
                      1:02:19–1:02:23
                      man ja auch versucht durch Lizensierungsauflagen und so weiter zu regeln.
                      1:02:23–1:02:28
                      Dann wird man aber halt an Standorten gerade mit einer großen Fanbasis und mit
                      1:02:28–1:02:33
                      einem sehr großen Stadion nicht innerhalb von einem Zeitraum irgendwie X,
                      1:02:33–1:02:38
                      also der Sinn ergibt halt dann plötzlich jedes Wochenende 60.000 Leute für den
                      1:02:38–1:02:40
                      Fußball der Frauen begeistern.
                      1:02:40–1:02:43
                      Das ist was, was überhaupt nicht geleistet werden kann. Dafür,
                      1:02:43–1:02:47
                      wer mich ein bisschen besser kennt, weiß, das ist eines meiner wirklich,
                      1:02:48–1:02:49
                      also in Anführungszeichen, Lieblingsthemen mittlerweile.
                      1:02:49–1:02:54
                      Dafür gibt es halt unter anderem viele historische Gründe und man mutet,
                      1:02:54–1:02:57
                      finde ich, auch den Spielerinnen und allen,
                      1:02:58–1:03:03
                      die im Sport da aktiv sind, zu viel zu, wenn man diese Erwartungshaltung eben
                      1:03:03–1:03:06
                      so in den Raum stellt und sagt, ja, es gibt zwei Möglichkeiten.
                      1:03:06–1:03:11
                      Also entweder ihr spielt irgendwie hier, da passen 1500 Leute rein oder ihr
                      1:03:11–1:03:13
                      spielt hier, da passen 50.000 Leute rein.
                      1:03:13–1:03:18
                      Wenn du in so einem 50.000 oder auch nur einem 35.000 Leute Stadion bist und
                      1:03:18–1:03:22
                      du hast da 7.000 oder 8.000 Leute, dann kriegst du die Stimmung so nicht hin.
                      1:03:22–1:03:28
                      Und das ist aber total entscheidend, also auch dann für dieses Stadion-Erlebnis
                      1:03:28–1:03:32
                      und ich persönlich glaube und ich muss mir ja zum Glück die Gedanken nicht machen,
                      1:03:32–1:03:36
                      wer das finanziert, das kann man dann natürlich auch immer als Vorwurf formulieren
                      1:03:36–1:03:39
                      und sagen, ja, du machst es dir ja leicht, aber ich glaube,
                      1:03:39–1:03:46
                      der Fußball der Frauen hat dann die beste Chance, wenn man ihn einfach nicht
                      1:03:46–1:03:49
                      dem Fußball der Männer so stark nachempfindet.
                      1:03:49–1:03:52
                      Wenn man das ganz stark inhaltlich voneinander löst, wenn man sagt, ja,
                      1:03:53–1:03:57
                      es ist sportlich natürlich elf gegen elf und das sind dieselben Regeln und so
                      1:03:57–1:04:02
                      weiter, aber das Drumherum, man hat doch, ich verstehe auch den Wunsch gar nicht,
                      1:04:02–1:04:04
                      das so ähnlich zu machen, weil man hat doch die Chance,
                      1:04:04–1:04:07
                      nochmal ganz neu anzufangen.
                      1:04:07–1:04:14
                      Also man hat den Sport, man hat alles, was man lernen konnte aus den Fehlern,
                      1:04:14–1:04:17
                      die im Fußball der Männer einfach auch passiert sind, ist ja total logisch.
                      1:04:17–1:04:23
                      Man hat Fans, die sich, was du ja schon angesprochen hast, auch total abwenden
                      1:04:23–1:04:28
                      von diesem so überkommerzialisierten und man hat doch jetzt die Chance zu sagen,
                      1:04:28–1:04:31
                      man macht das ganz neu und anders.
                      1:04:31–1:04:35
                      Und diese totalen Reflexe, und das ist ja kein rein deutsches Phänomen,
                      1:04:35–1:04:43
                      das gibt es ja in anderen Ländern ganz ähnlich auch, jetzt zu sagen, man baut das dem so nach…,
                      1:04:44–1:04:45
                      Ich verstehe es nicht.
                      Claudia Neumann
                      1:04:45–1:04:48
                      Das Idealste aus meiner Sicht wäre, und das ist natürlich eine echte Aufgabe,
                      1:04:49–1:04:52
                      aber dafür gibt es ja Spezialisten, gibt ja Experten auf all den Gebieten im Marketing,
                      1:04:53–1:04:57
                      im Finanzwesen, in den Medienerlösgeschichten, zu sagen,
                      1:04:58–1:05:04
                      wir basteln eine, oder versuchen es hinzubekommen, wirklich eine sportlich attraktive,
                      1:05:05–1:05:10
                      so ausgeglichen wie mögliche Liga zu basteln, die natürlich professioneller
                      1:05:10–1:05:12
                      werden muss. Also da muss erstmal richtig gut Geld rein.
                      1:05:12–1:05:17
                      Du hast völlig recht, es wäre ideal, das in kleinen, kompakten Stadien zu machen,
                      1:05:17–1:05:22
                      die trotzdem eine Voraussetzung bieten, die fernsehtechnisch gut abzubilden
                      1:05:22–1:05:24
                      ist. Das geht auf Sportplätzen wirklich schwer.
                      1:05:25–1:05:33
                      Und dann zu sagen, wir halten uns unserer DNA aber einigermaßen oder versuchen sie beizubehalten.
                      1:05:34–1:05:39
                      Dieses etwas Nahbare, man hat immer so schön rund um die Euro gesagt,
                      1:05:40–1:05:41
                      dieses Authentische und ich
                      1:05:41–1:05:45
                      merke ehrlich gesagt von der Authentizität nicht mehr so viel im Moment.
                      1:05:46–1:05:51
                      Man versucht alles eins zu eins im Moment dem Männerfußball anzupassen,
                      1:05:51–1:05:56
                      Auch bei den Abläufen in den Stadien, bei der produktionellen Gestaltung von
                      1:05:56–1:05:58
                      Fernsehübertragungen.
                      1:05:58–1:06:00
                      Und ich glaube, das ist der falsche Weg.
                      1:06:00–1:06:04
                      Das heißt nicht, dass man alles öffnen muss.
                      1:06:04–1:06:07
                      Man muss die Spielerinnen auch einen Tick schützen und sagen,
                      1:06:07–1:06:09
                      okay, nee, das geht jetzt hier auch nicht.
                      1:06:09–1:06:13
                      Wir sind auch hochbelastet und haben auch nicht so viel Zeit. Aber diese eigene Art,
                      1:06:13–1:06:19
                      diese DNA so ein bisschen beizubehalten und es anders zu machen und da kreativ
                      1:06:19–1:06:21
                      die Köpfe zusammenzustecken und zu sagen,
                      1:06:21–1:06:26
                      wie kann das aussehen, wie können wir das umsetzen, das wäre für mich die idealste
                      1:06:26–1:06:29
                      und erfolgsversprechendste Lösung, glaube ich.
                      Annika Becker
                      1:06:29–1:06:32
                      Ich glaube, dass man auch noch
                      1:06:32–1:06:36
                      sehr viel über diesen Punkt der Professionalisierung wird sprechen müssen,
                      1:06:36–1:06:43
                      weil ich spreche gerade sehr viel mit unterschiedlichen Spielerinnen verschiedener
                      1:06:43–1:06:48
                      Generationen, verschiedene Vereine und interessanterweise sagen die aber bis
                      1:06:48–1:06:51
                      jetzt alle das Gleiche, wenn es so um den Punkt geht,
                      1:06:51–1:06:56
                      Professionalisierung und wie sorge ich vor für die Zeit nach dem Sport,
                      1:06:56–1:06:59
                      dass sie sagen, also wenn sie jünger sind, sagen sie.
                      1:07:00–1:07:03
                      Gerade eigentlich fast gar nicht mehr die Möglichkeit, das zu machen,
                      1:07:03–1:07:08
                      weil es mehr Trainingszeiten gibt, also der Sport nimmt, weil er professioneller
                      1:07:08–1:07:11
                      wird, mehr Zeit ein und mehr Raum vom Tag.
                      1:07:12–1:07:15
                      Trotzdem machen sie dann ein Studium oder eine Ausbildung oder was auch immer
                      1:07:15–1:07:18
                      und müssen das aber irgendwie reinquetschen.
                      1:07:18–1:07:21
                      Das ist dann jetzt auch häufiger ein Fernstudium als halt eins irgendwie vor
                      1:07:21–1:07:25
                      Ort und das ist aber also ja eine absolute Burnout-Gefährdung,
                      1:07:26–1:07:28
                      um das jetzt mal so in den Raum zu stellen,
                      1:07:29–1:07:34
                      wohingegen halt Spielerinnen, die so, ja, wenn sie so 26 oder schon noch was
                      1:07:34–1:07:39
                      älter sind, die sagen halt häufig, ich bin super dankbar, dass ich angefangen
                      1:07:39–1:07:41
                      habe in einer Zeit, wo ich das halt noch so machen konnte.
                      1:07:42–1:07:44
                      Das halt so parallel zu bedienen.
                      1:07:44–1:07:48
                      Ich habe jetzt irgendwie hier meine feste Ausbildung oder mein abgeschlossenes Studium.
                      1:07:48–1:07:53
                      Ich konnte schon Arbeitszeiten machen. Ich habe dann was nachzuweisen für danach.
                      1:07:53–1:07:56
                      Und das ist natürlich, also ich würde jetzt niemals sagen wollen,
                      1:07:56–1:08:01
                      es soll diese Professionalisierung nicht geben Oder dass nicht Fußballerinnen
                      1:08:01–1:08:04
                      so bezahlt werden sollen, dass sie davon alleine leben können.
                      1:08:04–1:08:10
                      Aber das ist ja trotzdem so, dass wenn dann ein Monatsgehalt reinkommt, das reicht für alles.
                      1:08:10–1:08:16
                      Man weiß, man kann eigentlich nicht wirklich was zurücklegen und an den Punkt
                      1:08:16–1:08:20
                      werden wir auch wahrscheinlich nicht kommen. Also wie löst man diesen Konflikt
                      1:08:20–1:08:22
                      auf? Das ist unfassbar schwierig.
                      1:08:22–1:08:25
                      Also ich habe da wirklich zuletzt sehr viel drüber nachgedacht und ich glaube,
                      1:08:25–1:08:30
                      man denkt halt immer so, ja, ja, Professionalisierung und dann steigen die Gehälter
                      1:08:30–1:08:33
                      und dann können sie davon leben, aber das alleine reicht halt noch nicht und
                      1:08:33–1:08:35
                      für das muss halt auch ein Plan her.
                      Claudia Neumann
                      1:08:35–1:08:39
                      Ja, es ist aber dann ja ähnlich wie in vielen anderen Sportarten,
                      1:08:39–1:08:42
                      dass du während deiner Karriere dich auf deinen Sport konzentrieren kannst,
                      1:08:42–1:08:49
                      gut davon leben kannst, bestenfalls natürlich auch noch dein Studium betreiben kannst.
                      1:08:49–1:08:52
                      Dann musst du dich vielleicht tatsächlich, je nachdem welches Leistungsniveau
                      1:08:52–1:08:54
                      du hast, dich für diese Zeit entscheiden.
                      1:08:54–1:08:57
                      Ja, du hast recht, eine Krux löst die andere ab.
                      Mara Pfeiffer
                      1:08:59–1:09:05
                      Also jede Frage wirft neue auf. Gibt es denn aus dem Publikum noch weitere Fragen?
                      1:09:06–1:09:10
                      Ich sehe eine Hand, gegen die das Licht, also einen Händeschatten...
                      Claudia Neumann
                      1:09:44–1:09:45
                      Ich habe es auch jetzt gelesen,
                      1:09:45–1:09:49
                      USA und Mexiko zurückgezogen, die ja jetzt erstmal die Männer-WM haben.
                      1:09:49–1:09:53
                      Ach, wir wissen, dass ja jetzt alles seit Jahren ein bisschen transparenter
                      1:09:53–1:09:56
                      geworden ist, wie große Ereignisse vergeben werden.
                      1:09:56–1:10:01
                      Ich habe da keine Hoffnung, dass das irgendwie auf einem sinnvollen Weg passiert,
                      1:10:01–1:10:04
                      oder auf einem sinnvollen kann man nicht sagen, aber auf einem Weg passiert,
                      1:10:04–1:10:09
                      wo immer nur das Argument der besten Bewerbung zählt.
                      1:10:09–1:10:12
                      In dem Fall jetzt, ich glaube, Brasilien ist noch drin und die haben natürlich
                      1:10:12–1:10:16
                      auch, ich glaube in Südamerika hat es noch nie eine Frauen-WM gegeben,
                      1:10:16–1:10:18
                      also die haben natürlich auch dann ihre Argumente,
                      1:10:19–1:10:25
                      und wir wissen aus den Diskussionen, die wir vor anderthalb Jahren in Katar hatten,
                      1:10:26–1:10:30
                      dass der DFB, der deutsche Fußball und all das, was dahinter steckt,
                      1:10:30–1:10:34
                      nicht allzu viel Eindruck bei den Herren der FIFA hinterlassen hat.
                      1:10:35–1:10:37
                      Ich habe keine Ahnung, nach welchen Kriterien es jetzt geht.
                      1:10:38–1:10:42
                      Also ich gehe davon aus, dass die deutsche Bewerbung mit Niederlanden und Belgien
                      1:10:42–1:10:50
                      eine sehr gute ist und auch eine einigermaßen nachhaltige Bewerbung ist mit
                      1:10:50–1:10:53
                      kurzen Wegen und mit Infrastruktur, die einfach da ist.
                      1:10:55–1:10:59
                      Brasilien kann ich jetzt gar nichts sagen, aber wir haben jetzt wirklich in
                      1:10:59–1:11:05
                      den letzten Jahren sehr deutlich aufgezeigt bekommen, nach welchen Kriterien es oft gegangen ist.
                      Mara Pfeiffer
                      1:11:06–1:11:09
                      Du hast dich doch mit den Bewerbungen ein bisschen auseinandergesetzt, Annika.
                      Annika Becker
                      1:11:09–1:11:14
                      Ja, ich habe mir zufällig alle drei angeguckt, irgendwie so vier Tage oder so,
                      1:11:14–1:11:20
                      bevor die USA zurückgezogen haben, was mich dann sehr erstaunt hat, weil ….
                      1:11:21–1:11:26
                      Also, ich kann eigentlich nicht so super viel hinzufügen, weil letztendlich
                      1:11:26–1:11:29
                      können wir halt irgendwie alle nicht in diese Prozesse reingucken,
                      1:11:29–1:11:32
                      aber so von meinem Gefühl her hatte ich eigentlich die Intuition,
                      1:11:33–1:11:35
                      okay, das geht garantiert an die USA und Mexiko.
                      1:11:35–1:11:39
                      Und dann haben sie zurückgezogen und jetzt ist es so, hm, okay.
                      1:11:39–1:11:45
                      Also ich finde von dem, wie ich das bewerten kann mit meinen Augen,
                      1:11:45–1:11:47
                      die halt sowas ja selber nicht macht,
                      1:11:47–1:11:51
                      finde ich, wie du gesagt hast, die deutsche WM-Bewerbung zusammen mit Belgien
                      1:11:51–1:11:55
                      und den Niederlanden sehr nachhaltig und auch einfach sehr spannend, sehr interessant.
                      1:11:55–1:12:00
                      Die Konzepte, die man sich da überlegt hat für die kurzen Wege und auch andere
                      1:12:00–1:12:04
                      Sachen, also wie man mit den Fans zum Beispiel umgehen will,
                      1:12:04–1:12:07
                      dass es Fan-Camps geben soll,
                      1:12:07–1:12:11
                      dass es für die dann jeweils halt auch so wie so Zentren gibt und dass sie halt
                      1:12:11–1:12:15
                      nicht immer von einem Ort zum anderen müssen, sondern es gibt so wie so Hubs
                      1:12:15–1:12:17
                      und so, also sehr viele spannende Ideen irgendwie dahinter, finde ich.
                      1:12:18–1:12:22
                      Und dann guckt man sich im Vergleich Brasilien an, wo halt das Motto ist so.
                      1:12:23–1:12:30
                      Irgendwas mit It's Natural oder so ähnlich, also es soll so einerseits das Ökologische
                      1:12:30–1:12:31
                      sein, so es ist irgendwie natürlich,
                      1:12:32–1:12:35
                      aber andererseits so Also es ist natürlich, dass Frauen auch Fußball spielen
                      1:12:35–1:12:41
                      und Fußball ist in Brasilien etwas Natürliches und deswegen wollen wir jetzt
                      1:12:41–1:12:43
                      unbedingt diese WM hier hinholen.
                      1:12:43–1:12:47
                      Das ist so das Narrativ hinter dieser Bewerbung, was ganz interessant ist.
                      1:12:47–1:12:52
                      Sie werben natürlich sehr viel für sich mit den Erfahrungen von 2014.
                      1:12:53–1:12:57
                      Gleichzeitig frage ich mich dann halt, wenn man das so direkt gegenüber sieht,
                      1:12:57–1:13:00
                      ihr habt im Vergleich dazu aber die krass langen Wege.
                      1:13:01–1:13:05
                      Also wie soll das dann genau aussehen? Und ist die Infrastruktur,
                      1:13:05–1:13:07
                      also wie sieht die denn inzwischen aus?
                      1:13:07–1:13:11
                      Weil dieses Turnier ja inzwischen auch einfach so lange her ist und ja,
                      1:13:11–1:13:13
                      letztendlich sehr schwierig zu bewerten.
                      1:13:13–1:13:16
                      Aber ich finde es jetzt wirklich interessant, weil es sich so,
                      1:13:16–1:13:22
                      ja nicht diametral, aber halt schon sehr kontrastierend irgendwie so gegenübersteht, fand ich.
                      Mara Pfeiffer
                      1:13:23–1:13:27
                      Was man natürlich insgesamt mal noch festhalten kann als Punkt,
                      1:13:27–1:13:31
                      dass diese Entscheidungen im Fußball der Frauen wahnsinnig spät fallen.
                      1:13:32–1:13:35
                      Also wenn man das vergleicht irgendwie mit den Vergaben im Fußball der Männer,
                      1:13:36–1:13:41
                      ist einfach dann der Zeitraum, um so ein Turnier auch sinnvoll vorzubereiten,
                      1:13:41–1:13:43
                      einfach ein deutlich kürzerer.
                      1:13:43–1:13:46
                      Das darf man ja auch nicht unterschätzen, was da alles ansteht.
                      1:13:48–1:13:56
                      Gibt es noch eine Frage aus dem Publikum? Wenn das nicht der Fall sein sollte,
                      1:13:58–1:14:06
                      dann würden wir hier mal noch unseren Kackspecht enthüllen, aber dafür brauchen wir Musik.
                      1:14:12–1:14:16
                      Annika, jetzt haben wir uns gar nicht abgesprochen, wer die Geschichte nochmal zusammenfasst.
                      Annika Becker
                      1:14:16–1:14:18
                      Fang du mal an, du bist viel tiefer drin als ich.
                      Mara Pfeiffer
                      1:14:20–1:14:24
                      Also, Kackspecht der Woche. Wir wollen mal auf ein Thema schauen,
                      1:14:24–1:14:29
                      das wir letzte Woche im Podcast schon besprochen haben, in dem es jetzt aber
                      1:14:29–1:14:32
                      eine aktuelle Entwicklung gibt.
                      1:14:32–1:14:40
                      Und zwar haben wir ja letzte Woche gesprochen über den Film von Sport Inside,
                      1:14:40–1:14:49
                      in dem geschaut wird auf die Zugänge zur UEFA Pro Lizenz, beziehungsweise zum
                      1:14:49–1:14:51
                      Lehrgang zur UEFA Pro Lizenz,
                      1:14:51–1:14:53
                      also dem höchsten Trainer*nnen Lehrgang.
                      1:14:54–1:15:00
                      Und da gab es, da muss ich jetzt, damit ich mit meinem schlechten Namensgedächtnis
                      1:15:00–1:15:03
                      nicht anfange, irgendwas durcheinander zu werfen. Dann die Geschichte.
                      1:15:04–1:15:09
                      Also es gibt, ohne das jetzt zu kompliziert zu machen, ihr könnt das alles nachlesen
                      1:15:09–1:15:12
                      und auch in den Shownotes aus der letzten Woche nachschauen,
                      1:15:12–1:15:17
                      sowohl die Gäst*innen heute hier als auch natürlich unsere Zuhörer*nnen.
                      1:15:17–1:15:23
                      Es gibt eben festgelegte Kriterien, wie man in so einen Lehrgang reinkommt und
                      1:15:23–1:15:25
                      gleichzeitig ist es eben so, dass ab einem bestimmten Niveau,
                      1:15:25–1:15:31
                      auf dem man als Trainer*in arbeitet, man eben diese UEFA Pro Lizenz braucht.
                      1:15:31–1:15:40
                      Jetzt hat der DFB sich die durchaus schöne Idee überlegt zu sagen,
                      1:15:40–1:15:45
                      zusätzlich zu den Leuten, die also alle Kriterien erfüllen, schaffen wir noch
                      1:15:45–1:15:47
                      bis zu zwei Plätze pro Lehrgang.
                      1:15:47–1:15:52
                      Wo man also sagt, besonders talentierte Trainer*innen, die von ihren Vereinen
                      1:15:52–1:15:58
                      dem DFB angedient werden, wo ein Verein sagt, hier, wir wollen euch aufmerksam
                      1:15:58–1:16:00
                      machen auf die Trainerin oder den Trainer,
                      1:16:00–1:16:03
                      ist schon sehr lange bei uns im Verein, leistet eine tolle Arbeit,
                      1:16:04–1:16:08
                      hat sich bisher von Trainer*innen-Lehrgang zu Trainer*innen-Lehrgang eben total
                      1:16:08–1:16:14
                      toll bewiesen und wir sehen da ein großes Potenzial, gibt es also bis zu zwei Plätze.
                      1:16:15–1:16:24
                      Im aktuellen Lehrgang für die UEFA-Pro-Lizenz ist eine Person in den Genuss
                      1:16:24–1:16:27
                      dieses sogenannten Pilotprojektes gekommen,
                      1:16:27–1:16:31
                      und zwar Marc Unterberger, der in der Spielvereinigung
                      1:16:31–1:16:35
                      Unterhaching die Drittliga-Mannschaft der Männer trainiert.
                      1:16:36–1:16:41
                      Was er theoretisch nicht dürfte, weil die Voraussetzung, um in der 3. Liga
                      1:16:41–1:16:44
                      zu arbeiten, die UEFA-Pro-Lizenz ist.
                      1:16:44–1:16:54
                      Das heißt, er, mir fehlt gerade das entsprechende Wort, er, nee, ja, und er verstößt.
                      1:16:54–1:17:01
                      Also er verstößt gegen die Regelung und dafür muss der Verein auch eine Strafe bezahlen.
                      1:17:01–1:17:05
                      Einmal eine Insgesamtstrafe dafür, dass er das macht und dann eine Strafe pro Spiel.
                      1:17:08–1:17:12
                      Genau. Und also jetzt könnte man ja schon sagen, es ist ja irgendwie so ein
                      1:17:12–1:17:16
                      komischer Vorgang, dass jetzt ausgerechnet jemand, der gegen die Regeln verstoßen
                      1:17:16–1:17:22
                      hat, jetzt irgendwie in den Genuss dieser ersten Pilotregelung kommt.
                      1:17:22–1:17:27
                      Was dieser Sport-Inside-Beitrag sehr schön gezeigt hat, ist,
                      1:17:27–1:17:29
                      dass es auch noch eine zusätzliche Krux gibt,
                      1:17:29–1:17:37
                      nämlich, dass der DFB dieses Pilotprojekt erst öffentlich gemacht hat,
                      1:17:37–1:17:40
                      als dieser Lehrgang schon gestartet hatte.
                      1:17:41–1:17:48
                      Daraufhin gab es Irritationen unter anderem in Ingolstadt, wo Dietmar Beiersdorfer
                      1:17:48–1:17:54
                      gesagt hat, also wir haben eine Trainerin und zwar die Sabrina Wittmann.
                      1:17:54–1:17:59
                      Das ist die einzige Trainerin, die also eine männliche U19 trainiert,
                      1:17:59–1:18:02
                      die mit denen auch super erfolgreich ist. Die macht das im, ich glaube, dritten Jahr.
                      1:18:03–1:18:08
                      Die hatte sich auch beworben für den Lehrgang, aber nicht für dieses Pilotprojekt,
                      1:18:08–1:18:10
                      weil davon wussten wir ja gar nichts.
                      1:18:10–1:18:16
                      Also haben sie sie nachträglich noch beworben und sie ist aber abgelehnt worden.
                      1:18:16–1:18:21
                      Und dann gab es aber die Aussage von Andreas Rettig, Geschäftsführer im DFB,
                      1:18:21–1:18:24
                      dass es total schade sei, dass keine Frauen im Lehrgang sind.
                      1:18:25–1:18:30
                      Und dann hat Andreas Rettig wiederum in diesem Sport-Inside-Beitrag auch noch
                      1:18:30–1:18:38
                      gesagt, wenn Sabrina Wittmann die Drittligamannschaft in Ingolstadt trainieren würde...
                      1:18:38–1:18:43
                      Dann wäre sie in den Genuss dieser Sonderregelung bekommen, was ja übersetzt
                      1:18:43–1:18:49
                      heißt, hätten sie in Ingolstadt auch gegen die Regularien des DFB verstoßen,
                      1:18:49–1:18:52
                      wären sie auch dafür belohnt worden.
                      1:18:52–1:18:56
                      Keine Ahnung, uns haben sie ein bisschen verloren mit der ganzen Geschichte
                      1:18:56–1:18:59
                      und dass das spannend ist, jetzt wiederum ist,
                      1:18:59–1:19:05
                      dass der FC Ingolstadt sich kurz vor Ende der Saison von seinem Trainer getrennt
                      1:19:05–1:19:12
                      hat und Sabrina Wittmann ist jetzt bis Ende der Saison die Nachfolgerin.
                      1:19:13–1:19:18
                      Und das Interessante dabei ist, und dafür gibt es aber wirklich keinen Kackspecht,
                      1:19:18–1:19:23
                      sondern einen großen Applaus von mir, dass Ingolstadt das, finde ich, extrem gut gelöst hat.
                      1:19:23–1:19:27
                      Es gibt nämlich eine Übergangsregelung, die es erlaubt, dass man auch ohne die
                      1:19:27–1:19:35
                      UEFA-Pro-Lizenz in der dritten Liga als Trainer oder Trainerin arbeiten darf, interimsmäßig.
                      1:19:35–1:19:39
                      Und genau zu einem Zeitpunkt, nämlich wenn am Ende der Saison der eigentliche
                      1:19:39–1:19:45
                      Trainer entlassen wurde und es noch weniger als 15 Werktage sind innerhalb der Saison.
                      1:19:45–1:19:48
                      Das hat Ingolstadt genau hinbekommen.
                      1:19:48–1:19:53
                      Also das heißt, sie haben Sabrina Wittmann jetzt befördert, ohne gegen diese Regeln zu verstoßen.
                      1:19:53–1:19:59
                      Das Timing irgendwie könnte besser nicht sein. Diesem ganzen Vorgang plus
                      1:19:59–1:20:04
                      der Tatsache, dass diese Thematik eigentlich von den Kolleg*innen bei Sport Inside
                      1:20:04–1:20:06
                      wirklich sehr gut aufgearbeitet wurde,
                      1:20:06–1:20:10
                      aber jetzt irgendwie bedauerlicherweise nach der Beförderung von Sabrina Wittmann
                      1:20:10–1:20:13
                      fast nirgendwo Thema war,
                      1:20:13–1:20:16
                      weil man sich jetzt irgendwie nur wieder drauf gestürzt hat zu sagen,
                      1:20:16–1:20:20
                      sie ist die erste Frau im Profibereich der Männer.
                      1:20:20–1:20:24
                      Es gab natürlich in dieser Saison auch schon Marie-Louise Eta,
                      1:20:24–1:20:28
                      aber die war ja in Anführungszeichen nur Co-Trainerin, beziehungsweise dann
                      1:20:28–1:20:30
                      interimsweise als Bjelica gesperrt war.
                      1:20:31–1:20:35
                      Also der ganze Vorgang insgesamt plus diese Betrachtungsweise,
                      1:20:35–1:20:39
                      dass es dann in bestimmten Bereichen so dieses die Erste, die Erste,
                      1:20:39–1:20:41
                      die Erste, das ist uns total wichtig.
                      1:20:41–1:20:44
                      Aber eigentlich steckt hinter dieser ganzen Sache eine Geschichte,
                      1:20:44–1:20:47
                      die ja jetzt sogar schon erzählt ist und die man an dieser Stelle wieder hätte
                      1:20:47–1:20:52
                      hervorholen können und an der man total viel von dem illustrieren kann,
                      1:20:52–1:20:56
                      was genau die Problematiken sind, mit denen Frauen nämlich im Fußball zu kämpfen haben.
                      1:20:58–1:21:01
                      Diesem Gesamtkonglomerat, dem ihr hoffentlich bis hierhin noch folgen konntet,
                      1:21:01–1:21:04
                      verleihen wir feierlich den Kackspecht der Woche.
                      1:21:04–1:21:07
                      Und ich weiß, ich habe jetzt alle Redeanteile geschossen.
                      1:21:07–1:21:13
                      Deswegen, Annika, musst du jetzt meine Tasche nehmen und der Claudia unser exklusives
                      1:21:13–1:21:14
                      Dankeschön überreichen.
                      Claudia Neumann
                      1:21:15–1:21:18
                      Aber da darf ich vielleicht noch erwähnen und ergänzen an der Stelle.
                      1:21:18–1:21:22
                      Das ist genau das, was ich die ganze Zeit meinte. Die Zugänge sind einfach nicht da.
                      1:21:22–1:21:26
                      Und wenn ich mich mit dem Druck der Öffentlichkeit immer wieder rechtfertigen
                      1:21:26–1:21:31
                      muss, warum es so wenig Trainerinnen gibt, dann muss ich mir doch überlegen,
                      1:21:31–1:21:34
                      warum kriege ich nicht mehr in meine höchsten Lehrgänge rein.
                      1:21:35–1:21:37
                      Liegt es an den Zugängen, liegt es daran, dass zu wenig wollen?
                      1:21:38–1:21:41
                      Ich glaube, es liegt an den Zugängen, die ich dann verändern muss.
                      1:21:41–1:21:45
                      Und dann kann ich mir doch eine positive Challenge auferlegen, dass ich sage,
                      1:21:46–1:21:49
                      okay, in jedem Lehrgang muss ich jetzt mal fünf, sechs, sieben Trainerinnen
                      1:21:49–1:21:54
                      haben und eben nicht nur, wie es jahrzehntelang war, so die ein oder zwei Alibifrauen
                      1:21:54–1:21:58
                      oder so, sondern ich brauche sie und beweine nicht die Tatsache,
                      1:21:58–1:22:00
                      dass es jetzt sogar einen gibt ohne Frau.
                      1:22:00–1:22:05
                      Ich muss sie aktiv ranholen und dann gibt es auch irgendwann tolle Trainerinnen.
                      1:22:05–1:22:07
                      Es gibt sie ja, es gibt sie ja.
                      Mara Pfeiffer
                      1:22:07–1:22:09
                      Und in dem Fall gab es ja sogar eine Bewerbung.
                      Annika Becker
                      1:22:12–1:22:14
                      Okay, ist jetzt hier ein Kacksprecht drauf.
                      Mara Pfeiffer
                      1:22:15–1:22:16
                      Du musst sie mal rausholen, das
                      1:22:16–1:22:19
                      ist eine exklusive Tasse, die gibt es nur einmal und nur für dich.
                      Annika Becker
                      1:22:19–1:22:20
                      Genau.
                      Claudia Neumann
                      1:22:21–1:22:21
                      Vielen Dank.
                      1:22:29–1:22:31
                      Fehlt nur noch euer Konterfei so drauf.
                      Mara Pfeiffer
                      1:22:31–1:22:34
                      Das wollten wir dir nicht antun vor dem ersten Kaffee.
                      1:22:37–1:22:41
                      Liebe Claudia, also unser allererster Dank gilt wirklich dir,
                      1:22:41–1:22:45
                      dass du dich heute für uns auf den Weg gemacht und hierher gekommen bist.
                      1:22:45–1:22:48
                      Vielen, vielen, vielen Dank. Wir wissen das sehr zu schätzen.
                      1:22:48–1:22:49
                      Es war sehr großartig mit dir.
                      Claudia Neumann
                      1:22:50–1:22:53
                      Danke, dass ich da sein durfte. Ich komme erstens immer wieder gerne in meine
                      1:22:53–1:22:57
                      Heimat hier und zweitens hat es mir Spaß gemacht hier so in eurer Mitte.
                      1:22:58–1:23:03
                      Ich höre euch ja wirklich auch sehr regelmäßig zu und muss mich jedes Mal wegwerfen
                      1:23:03–1:23:08
                      vor Lachen, wenn ihr so lachend in euren Tag startet, in meinen Podcast-Tag.
                      1:23:09–1:23:10
                      Vielen Dank, dass ich da sein durfte.
                      Mara Pfeiffer
                      1:23:10–1:23:12
                      Sehr, sehr gerne.
                      Annika Becker
                      1:23:12–1:23:16
                      Wir haben uns sehr gefreut und wir haben uns auch und freuen uns auch immer
                      1:23:16–1:23:22
                      noch sehr gefreut, dass dass ihr hierher gekommen seid, um uns dreien hier live
                      1:23:22–1:23:24
                      zuzuhören beim Podcast.
                      Mara Pfeiffer
                      1:23:24–1:23:29
                      Und natürlich danken wir sehr dem Mathias, der die wunderschöne Idee hatte,
                      1:23:29–1:23:31
                      uns überhaupt hierher einzuladen.
                      1:23:32–1:23:36
                      Und wir danken dem Mann an der Technik, der mir nur einmal kurz gesagt hat,
                      1:23:36–1:23:38
                      wie er heißt und weil ich ein schlechtes Namensgedächtnis habe,
                      1:23:38–1:23:40
                      habe ich es schon wieder vergessen. Kann mir jemand kurz helfen?
                      1:23:41–1:23:45
                      Der Nils! Mensch, das muss man sich doch merken können. Danke, Nils!
                      1:23:47–1:23:52
                      Ja und danke ans ganze Museum und das Stadion der Träume, dass wir hier sein
                      1:23:52–1:23:57
                      durften und danke unseren ZuhörerInnen und überhaupt allen.
                      1:23:57–1:23:59
                      Wir hören uns nächste Woche wieder.

                      Der Beitrag #49 Stadion der Träume erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

                      1 hr 25 min
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                      Während ihr diesen Podcast hört, bereiten wir womöglich schon die neue Folge vor. Denn die nehmen wir am Freitag live und vor Publikum gemeinsam mit der famosen Claudia Neumann im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln auf – und freuen uns, wenn ihr dabei seid. Tickets gibt es hier.

                      Erstmal vollziehen wir in dieser Folge aber transparent für euch nach, wieso uns die neuen Verbandsregeln zum Wiedereinstieg nach einer Schwangerschaft wie kürzlich beim Transfer von Almuth Schult zum HSV noch nicht klargeworden sind. Außerdem reden wir über einen Beitrag von Sport Inside zum neuen Pilotprojekt in Sachen Zugangsregelung für den Lehrgang zur UEFA Pro Lizenz – und welche Fragezeichen da so aufploppen. Petra hat diesmal in ihrer Kolumne den Kaffee auf.

                      In den Blitznews schauen wir auf das Popcornspektakel zwischen DFL und DAZN, die Problematik der Alemannia aus Aachen mit einer Nähe zu rechtsextremen Akteur*innen, Hochrisikospiele mit der immerwährenden Frage nach der Übernahme von Polizeikosten und das Berliner Frauenderby. Und das ist natürlich noch längst nicht alles.

                      Becker & Pfeiffer is a labor of love, aber wenn es euch möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr den Podcast und unsere Bolztribüne mit einem kleinen Beitrag unterstützt. Außerdem macht ihr uns immer eine Freude mit eurem Feedback. Und wenn euch die Sendung gefällt, hinterlasst uns doch eine Rezension und Sterne auf der Plattform eures Vertrauens. Wir hören uns.

                      Becker & Pfeiffer

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                      Shownotes/Links/Quellen
                      • Schalke-Fans mit deutlicher Kritik an Fahndungsmethoden der Polizei
                        https://www.derwesten.de/sport/fussball/s04/fc-schalke-04-s04-fortuna-duesseldorf-ultras-polizei-fahndung-news-a-id300939234.html 
                      • Die Rückspiele der Champions League (w) haben es in sich
                        https://www.espn.com/soccer/story/_/id/40038707/hayes-slams-referee-chelsea-loss-worst-decision-uwcl-history 
                      • Recherche in Sachen Almuth Schult bringt uns nicht zum gewünschten Abschluss
                        https://bolztribuene.de/2024/04/23/almuth-schult-als-mama-im-fussball/
                        Regelungen zur Bezahlung im Amateur*innenfußball und darüber hinaus
                        https://www.dfb.de/news/detail/im-blickpunkt-zahlungen-im-amateurfussball-236273/
                      • UEFA-Pro-Lizenz: Sport-Inside-Film zur Frage, wer in die Trainer*innen-Lehrgänge kommt
                        https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/dfb-macht-trainer-lehrgang-zum-exklusiven-klub-mit-ausnahme,video-dfb-trainer-lehrgang-100.html
                        Wir hatten das Thema schon mal in Folge 44 angesprochen
                        https://derfussballpodcast.de/44-nichts-als-rekorde/ 
                      • Petra Tabarellis Nachspielzeiten über die Entscheidung der UEFA, keine Schiedsrichterinnen für die Männer-EM dieses Jahr zu nominieren
                        https://bolztribuene.de/2024/04/26/uefa-fast-backwards/ 
                      • A propos EM-Schiedsrichter: Die UEFA nominiert die Schiedsrichter für die EM und es sind zwei aus Deutschland dabei
                        https://www.uefa.com/news-media/news/028c-1ab861ea105d-1af970c69ec4-1000–referee-teams-for-uefa-euro-2024-appointed/
                      • Alemannia Aachen und die mangelnde Abgrenzung nach Rechts
                        https://www.sportschau.de/fussball/amateurfussball/alemannia-aachen-rechtsradikale-fans-100.html
                        https://www.zeit.de/sport/2024-02/rechtsextremismus-fussball-alemannia-aachen-fans
                        https://taz.de/Alemannia-Aachen-vor-Aufstieg-in-3-Liga/!6003627/
                      • Kritik am Sportfördergesetz: Fragen der sozialen Absicherung kämen zu kurz
                        https://sid.de/news/athleten-und-trainer-kritisieren-sportfoerdergesetz/
                      • Kansas City Current entlässt den Chef der medizinischen Abteilung
                        https://theathletic.com/5442003/2024/04/24/kc-current-fires-carlos-jimenez-nwsl/ 
                      • Neue Runde in “Wer übernimmt die Polizeikosten für Hochrisikospiele”
                        https://www.zdf.de/nachrichten/sport/rechtsstreit-bremen-dfl-karlsruhe-100.html
                        https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/dfl-spielt-letzte-karte-in-sachen-polizeikosten,hochrisikospiele-fussball-bundesliga-100.html
                      • Sehr guter Kommentar zu dem Thema
                        https://www.tagesspiegel.de/sport/streit-um-hochrisikospiele-wer-kasse-macht-muss-krawall-aushalten-konnen-11572601.html
                      • DFB baut ökologisches Engagement rund um die Pokalfinals aus
                        https://www.dfb.de/news/detail/pokalendspiele-dfb-baut-oekologisches-engagement-aus-260866/
                      • Miriam Schwermer leitet das DFB-Pokalfinale (w) am 9. Mai in Köln
                        https://www.dfb.de/news/detail/miriam-schwermer-leitet-dfb-pokalfinale-der-frauen-in-koeln-260908/
                      • Stellungnahme der DFL zum Streit mit DAZN
                        https://www.dfl.de/de/aktuelles/stellungnahme-der-dfl-zur-auseinandersetzung-mit-dazn/
                        Interessant vor dem Hintergrund: Die Ausschüttung der TV-Gelder stockt, weil Zahlungen von Medienpartnern ausstehen
                        https://www.sport1.de/news/fussball/bundesliga/2024/04/medien-ausschuttung-der-tv-gelder-muss-gekurzt-werden
                        Es läuft eine Sammelklage gegen DAZN wegen der Erhöhung der Preise in den Jahren 2021 und 2022
                        https://www.vzbv.de/pressemitteilungen/vzbv-reicht-sammelklage-gegen-dazn-ein 
                      • Die mehrere Billionen schwere staatliche saudi-arabische Erdölgesellschaft Aramco wird Sponsor der FIFA
                        https://twitter.com/ChaledNahar/status/1783521242454134916
                      • Newcastle bringt Trikot für Gehörlose raus, Geräusche werden in ein digitales Signal umgewandelt, durch die das Trikot vibriert
                        https://www.instagram.com/p/C58lnfJtHR0/?igsh=MWpwejZ1d2oyMHZvZA%3D%3D
                      • Marta kündigt Rücktritt aus Nationalelf dieses Jahr an
                        https://www.kicker.de/marta-kuendigt-ruecktritt-aus-brasiliens-nationalteam-an-1019204/artikel 
                      • In der Regionalliga Nordost (f) kommen beim Nachholspiel zwischen Union Berlin und Hertha BSC 12.511 Zuschauer*innen
                        https://www.textilvergehen.de/2024/04/29/die-zeit-ist-nun-gekommen/
                        Fotostrecke von Steffi Fiebrig
                        https://www.textilvergehen.de/2024/04/28/fussballgoettinnen/
                      • Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens möchte Derbys künftig ohne Auswärtsfans stattfinden lassen
                        https://taz.de/Innenministerin-gegen-Fussballfans/!6004873/
                      • Bei der brasilianischen Nationalspielerin Luana wurde Morbus Hodgkin, auch bekannt als Hodgkin-Lymphom diagnostiziert
                        https://www.instagram.com/p/C6WRPvDOcks/ 
                      • Die Empfehlungen: Theresa Lachner bei “Mensch, Frau Nora!” zu Sexismus und Sport(bekleidung)
                        https://mensch-frau-nora.de/als-frau-kannst-dus-halt-nur-falsch-machen/
                      • Doku über den Aufstieg der BSG-Frauen (via Franzi/Legende Verloren)
                        https://www.instagram.com/gecko.1.films/reel/C6Qzk22IY4s/?locale=my
                      • Kackspecht der Woche: Spielerinnen von Stade Brestois 29 (3. Liga) drohen mit Streik und prangern in einem offenen Brief schlechten Bedingungen an
                        https://footeuses.com/les-joueuses-de-brest-denoncent-des-conditions-deplorables-dans-une-lettre-ouverte/
                        https://www.sb29.bzh/25-04-24-communique-officiel.php
                      • Transkription der Episode anzeigen

                        Annika Becker
                        0:00:23–0:00:28
                        Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Becker und Pfeiffer, der Fußball-Podcast.
                        0:00:28–0:00:31
                        Wir sind inzwischen bei Folge Nummer 48 angekommen.
                        0:00:31–0:00:36
                        Ihr könnt es nicht sehen, aber Mara haut hier gerade die wunderbaren Dance-Moves
                        0:00:36–0:00:40
                        zu unserer Intro- und Titelmusik raus. Hallo, liebe Mara.
                        Mara Pfeiffer
                        0:00:40–0:00:45
                        Hallo, liebe Annika. Und das, wobei wir sie ja gar nicht hören gerade,
                        0:00:45–0:00:46
                        weil deine Box kaputt ist.
                        Annika Becker
                        0:00:47–0:00:49
                        Das hättest du ja jetzt nicht verraten müssen, dass ich das zusammenschneide, man.
                        Mara Pfeiffer
                        0:00:49–0:00:51
                        Ja, aber guck mal, ich habe die
                        0:00:51–0:00:56
                        so verinnerlicht. Ich bewege mich in einem Rhythmus, der gar nicht ertönt.
                        0:00:56–0:01:00
                        Das ist so das Pavlovsche, weißt du, wenn ich dich sehe, dann mache ich die
                        0:01:00–0:01:05
                        Dance Moves zu unserer Titelmusik, egal ob sie an sind oder nicht.
                        Annika Becker
                        0:01:06–0:01:09
                        Ihr könnt das überprüfen, inwieweit das stimmt.
                        0:01:09–0:01:15
                        Solltet ihr in dieser Woche zu unserer Veranstaltung kommen, am Freitag, den 3.
                        0:01:15–0:01:21
                        Mai in Köln, sind wir nämlich zu Gast im Stadion der Träume und machen in einer
                        0:01:21–0:01:26
                        absoluten Weltpremiere unseren allerersten Live-Podcast ever.
                        0:01:26–0:01:29
                        Und wir haben auch eine sehr famose Gästin mit an unserer Seite,
                        0:01:29–0:01:32
                        nämlich die sehr geschätzte Claudia Neumann.
                        0:01:32–0:01:37
                        Naja, und dann könnt ihr eben gucken, ob Mara oder vielleicht auch wir beide
                        0:01:37–0:01:43
                        oder vielleicht auch wir alle drei die Dance Moves auspacken. Genau.
                        Mara Pfeiffer
                        0:01:43–0:01:47
                        Das wird auf jeden Fall sehr, sehr großartig. Und ich finde alleine schon den
                        0:01:47–0:01:50
                        Titel "Becker und Pfeiffer im Stadion der Träume".
                        0:01:50–0:01:53
                        Also ich meine, wer da nicht irgendwie feuchte Äuglein bekommt,
                        0:01:54–0:01:59
                        der hat den Fußball und unseren Podcast nie geliebt und auch Claudia Neumann nicht.
                        0:01:59–0:02:03
                        Und ja, das wird auf jeden Fall ein sehr, sehr großartiger Abend,
                        0:02:03–0:02:07
                        auf den wir uns schon unfassbar freuen und es gibt noch Tickets,
                        0:02:07–0:02:10
                        das heißt, ihr könnt da auch noch dabei sein.
                        0:02:10–0:02:13
                        Wir verlinken das natürlich in den Shownotes.
                        Annika Becker
                        0:02:13–0:02:14
                        Yes, das werden wir tun.
                        Mara Pfeiffer
                        0:02:15–0:02:18
                        Wie war denn deine Fußballwoche, liebe Annika? Was passiert?
                        0:02:19–0:02:21
                        Du hast hier so einen riesen Riemen geschrieben.
                        0:02:23–0:02:27
                        Ich bin vorhin fast umgefallen, als ich das Dokument aufgemacht habe.
                        Annika Becker
                        0:02:27–0:02:31
                        Ich habe das mal gemacht, um die diversen Zahlen nicht auseinanderzuhauen,
                        0:02:31–0:02:35
                        durcheinanderzuhauen, besser gesagt, auseinanderzuhauen.
                        0:02:35–0:02:41
                        In manchen Fällen vielleicht gar nicht so schlecht, wenn man das könnte.
                        0:02:41–0:02:46
                        Ich fange mal an mit dem FC Schalke 04, allerdings nicht mit dem sportlichen
                        0:02:46–0:02:49
                        Teil, sondern mit allem anderen.
                        0:02:49–0:02:55
                        Ähm, es ist jetzt schon ein paar Wochen her, dass die Lizenz für die zweite
                        0:02:55–0:02:59
                        Bundesliga erteilt wurde von der DFL,
                        0:02:59–0:03:04
                        da ist es allerdings so, dass es noch eine andere DFL-Regelung gibt,
                        0:03:04–0:03:08
                        die erst einmal nichts mit der Erteilung der Lizenz zu tun hat.
                        0:03:09–0:03:14
                        Aber trotzdem erfüllt werden muss von Vereinen, die ein negatives Eigenkapital haben.
                        0:03:14–0:03:20
                        Wie wir alle wissen, hat Schalke sehr, sehr große Schulden. Die liegen gerade bei 168 Millionen Euro.
                        0:03:22–0:03:27
                        Und Vereine, die ein negatives Eigenkapital haben, müssen eine Verbesserung
                        0:03:27–0:03:33
                        des Netto-Eigenkapitals nachweisen. Sonst droht in der Folgesaison von der,
                        0:03:33–0:03:35
                        für die die Lizenz erteilt wurde, ein Punktabzug.
                        0:03:36–0:03:43
                        Sprich, in der Saison 25/26 könnte eben, wenn finanziell sich die Lage nicht
                        0:03:43–0:03:46
                        nachweislich verbessert, ein Punktabzug drohen.
                        0:03:46–0:03:52
                        Das ist erstmal so das. Ansonsten gab es aber keine weiteren Auflagen für die
                        0:03:52–0:03:53
                        Lizenz der zweiten Liga.
                        0:03:54–0:03:58
                        Komplizierter wird es oder würde es, wenn es um die Lizenz für die dritte Liga
                        0:03:58–0:04:01
                        geht. Die hat der Verein ebenfalls erhalten.
                        0:04:01–0:04:04
                        Das war die Nachricht von letzter Woche, da hatten wir schon aufgenommen.
                        0:04:04–0:04:08
                        Allerdings ist die Drittliga-Lizenz, die wird vom DFB erteilt,
                        0:04:08–0:04:10
                        mit Auflagen gegeben worden.
                        0:04:11–0:04:16
                        Und diese Auflagen müssen bis Anfang Juni diesen Jahres erfüllt werden. mir werden.
                        0:04:18–0:04:22
                        Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers ist ihrerseits optimistisch,
                        0:04:22–0:04:23
                        dass das gelingen würde.
                        0:04:24–0:04:29
                        Wie aber, finde ich, Andreas Ernst sehr gut kommentiert hat in der NRZ,
                        0:04:29–0:04:31
                        ist das natürlich auch sowas, wo man eigentlich sagen muss, naja,
                        0:04:31–0:04:33
                        der Verein gewinnt hier gerade nur irgendwie Zeit.
                        0:04:34–0:04:41
                        Die Auflagen, um die es sich handelt, wären, ja, dass sich die finanzielle Situation verbessert.
                        0:04:41–0:04:47
                        Also es müssten sogenannte "liquiditätsstärkende Maßnahmen" durchgeführt werden.
                        0:04:47–0:04:53
                        Dazu gehört auch Personalabbau, um eine nicht genauer bezifferte Finanzierungslücke zu schließen.
                        0:04:53–0:04:57
                        Und ja, also da sprechen wir dann, also es wird dann immer so spekuliert,
                        0:04:57–0:05:01
                        aber da sprechen wir dann halt von den Catering-Rechten zum Beispiel,
                        0:05:01–0:05:05
                        die zum Verkauf stünden oder dass man halt eben auch gucken müsste,
                        0:05:05–0:05:09
                        im Moment gehört dem Verein die Arena auf Schalke.
                        0:05:10–0:05:13
                        Könnte das dann so bleiben? müsste die verkauft werden,
                        0:05:13–0:05:17
                        also egal, ob das jetzt an eine Firma ist oder vielleicht an eine Genossenschaft,
                        0:05:17–0:05:20
                        das sind halt Sachen, die man alle ja auch nicht einfach mal so hoppla hopp
                        0:05:20–0:05:26
                        umsetzen könnte, aber das sind halt schon dicke Dinger, über die man da reden müsste.
                        0:05:27–0:05:31
                        Sportlich war es so, dass es gegen Düsseldorf am Wochenende einen Unentschieden gab, 11.
                        0:05:31–0:05:35
                        Das hätten vorher sicherlich alle inklusive mir sehr gerne genommen.
                        0:05:35–0:05:38
                        Nach dem Spiel war es dann aber so, dass man sich dachte, da hätte jetzt aber
                        0:05:38–0:05:40
                        gerne auch mehr dabei rauskommen können.
                        0:05:41–0:05:46
                        Wobei ich sagen muss, dass aus meiner Sicht der Elfmeter, der erst gegeben wurde
                        0:05:46–0:05:49
                        für Schalke und dann zurückgenommen wurde, aus meiner Sicht keiner war und ich
                        0:05:49–0:05:51
                        fand die Aufregung ein bisschen peinlich.
                        0:05:51–0:05:55
                        Aber naja, durch die anderen Ergebnisse in der zweiten Bundesliga der Männer
                        0:05:55–0:05:58
                        war es insgesamt dann trotzdem ein guter Spieltag.
                        0:05:58–0:06:04
                        Und dann wollte ich noch erwähnen, es gab in der Nordkurve Tapeten gegen die
                        0:06:04–0:06:07
                        Öffentlichkeitsfahndung der Polizei Gelsenkirchen.
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                        Es gab, da hatten wir hier im Podcast damals auch drüber gesprochen,
                        0:06:11–0:06:18
                        eine Schlägerei letztes Jahr im Mai beim Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt.
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                        Und da wurde eben natürlich ermittelt durch die Polizei und dann war es so, dass gesagt wurde,
                        0:06:27–0:06:36
                        dass die bisherigen Ermittlungsansätze erschöpft seien, um alle Personalien festzustellen.
                        0:06:36–0:06:41
                        Die Staatsanwaltschaft hat dann vor dem Gericht Essen beantragt,
                        0:06:41–0:06:47
                        dass die Bilder der Überwachungskameras, die für diese Auswertung genutzt wurden,
                        0:06:47–0:06:51
                        dass die halt eben öffentlich gemacht werden können sollten für eine öffentliche Fahndung.
                        0:06:51–0:06:58
                        Das Gericht hat dem stattgegeben und dann hat eben die Polizei Gelsenkirchen
                        0:06:58–0:07:03
                        auf ihrer Webseite diese Fotos gehabt für eine öffentliche Fahndung und interessante
                        0:07:03–0:07:08
                        Weise aber eben auch die Boulevardzeitung mit den vier Buchstaben, die ihr alle kennt,
                        0:07:08–0:07:14
                        hatte das auf ihrer Startwebsite und auf den Titelseiten der Zeitungen.
                        Mara Pfeiffer
                        0:07:14–0:07:16
                        Völlig normales Verhalten. Ja, absolut.
                        Annika Becker
                        0:07:17–0:07:21
                        Also vor allem auch, wenn man sich dann das Framing da auf der Website irgendwie
                        0:07:21–0:07:24
                        von noch ein paar anderen Sachen anguckt, die dann da wiederum eingebettet sind.
                        0:07:25–0:07:31
                        Aber das würde jetzt zu weit führen. Auf jeden Fall haben sich eben die Ultras Gelsenkirchen
                        0:07:31–0:07:37
                        unter anderem und auch andere Fangruppierungen dagegen gewandt mit einer großen
                        0:07:37–0:07:39
                        Tapete, dass daseben...
                        0:07:39–0:07:41
                        unverhältnismäßig ist.
                        Mara Pfeiffer
                        0:07:41–0:07:46
                        Nein, unverhältnismäßig. Ich bitte dich. Das klingt mir alles nach einem völlig
                        0:07:46–0:07:47
                        vernünftigen Vorgehen. Alter.
                        Annika Becker
                        0:07:49–0:07:54
                        Dazu habe ich noch einen Artikel verlinkt, wo nochmal alles auch genauer zusammengefasst ist.
                        0:07:55–0:08:00
                        Ansonsten habe ich am Wochenende noch das Spiel geguckt in der Champions League
                        0:08:00–0:08:03
                        der Frauen zwischen Chelsea und Barcelona.
                        0:08:03–0:08:09
                        Das Rückspiel, das Hinspiel in Barcelona hatte Chelsea ja gewonnen. Wolltest du was sagen?
                        Mara Pfeiffer
                        0:08:08–0:08:09
                        Ja ich wollte an der Stelle den Patrick Arnold grüßen, mit dem ich heute morgen "Flutlicht an!" aufgenommen habe.
                        0:08:08–0:08:09
                        Weil eigentlich wäre mein Spruch an dieser Stelle gewesen zu sagen: Das ist jetzt natürlich ein harter Schwenk von Schalke 04 zum internationalen Geschäft zu kommen. Aber da er heute morgen relativ ironiefrei gesagt hat, dass das Ziel sei langfristig natürlich, den Verein dahin zurück zu führen, nämlich ins
                        0:08:38–0:08:41
                        internationale Geschäft, wollte ich stattdessen die Gelegenheit nutzen,
                        0:08:42–0:08:44
                        um mal kurz Grüße rauszuschicken.
                        0:08:44–0:08:47
                        Aber du darfst dann jetzt gerne inhaltlich weitermachen. Du redest jetzt schon
                        0:08:47–0:08:50
                        so lange, ich wollte einfach zwischendurch mal eine kleine Anekdote erzählen.
                        0:08:50–0:08:52
                        Ich habe heute nicht mal Zahlenwitze gemacht, Annika.
                        Annika Becker
                        0:08:52–0:08:56
                        Ich weiß aber, dass du gleich sehr viel reden wirst, also halt dich mal ein bisschen zurück.
                        0:08:56–0:08:59
                        Ich sehe immerhin schließlich immer am Ende bei der Sprachauswertung,
                        0:08:59–0:09:02
                        dass du meistens irgendwie 60 Prozent Redeanteil hast.
                        Mara Pfeiffer
                        0:09:04–0:09:06
                        Ach verrat doch nicht alles! Ich bin ja auch größer als du.
                        Annika Becker
                        0:09:06–0:09:13
                        die Musik mit einbezogen und Petras kleine, eingesprochene Minikolumne.
                        0:09:14–0:09:18
                        Das ist die Becker- und Pfeiffer-Transparenz-Offensive.
                        Mara Pfeiffer
                        0:09:19–0:09:23
                        Scheiße, man. Hab ich mich wieder selber reingeritten. Okay, erzähl doch noch ein bisschen
                        0:09:23–0:09:24
                        was zur Champions League, bitte.
                        Annika Becker
                        0:09:25–0:09:27
                        Ja, jedenfalls, genau.
                        0:09:28–0:09:32
                        Chelsea gegen Barcelona, Rückspiel in Chelsea, beziehungsweise in London.
                        0:09:32–0:09:38
                        Es war sehr geprägt von Schiri-Diskussionen. Am Ende hat Barcelona 20 gewonnen
                        0:09:38–0:09:40
                        und damit das Ergebnis gedreht und ist im Finale.
                        0:09:41–0:09:44
                        Ja, die entscheidende Szene des Spiels war wahrscheinlich...
                        0:09:45–0:09:49
                        Dass Chelseas Kadeisha Buchanan in der 59.
                        0:09:49–0:09:53
                        Minute mit Gelb-Rot beim Stand von 0:1, also da war es noch ausgeglichen
                        0:09:53–0:09:56
                        insgesamt, vom Platz gestellt wurde.
                        0:09:56–0:10:00
                        In der 75. Minute bekommt Barcelona dann einen Elfmeter,
                        0:10:00–0:10:06
                        den man nicht geben muss, finde ich, aber es war ein Kontakt da und dann hatte
                        0:10:06–0:10:12
                        der VAR, der das zwar überprüft hat, im Grunde genommen keine Handhabe, den so zurückzunehmen.
                        0:10:13–0:10:21
                        Chelsea hatte vorher im Spiel unter anderem einen Alu-Treffer von Melanie Leupolz und Sjoeke Nüsken ist,
                        0:10:21–0:10:27
                        ich glaube, das war sogar kurz vor der Karte, knapp am Tor vorbeigeschossen
                        0:10:27–0:10:33
                        und hat insgesamt einfach sehr viele Chancen, ja so richtig verballert, muss man sagen.
                        0:10:33–0:10:38
                        Also, sie haben mir, wie schon im Hinspiel, sehr, sehr gut gefallen,
                        0:10:38–0:10:40
                        haben, finde ich, das Mittelfeld sehr gut kontrolliert.
                        0:10:40–0:10:44
                        Barcelona wirkte in beiden Partien nicht besonders gut drauf.
                        0:10:44–0:10:48
                        Ich fand auch, dass Aitana Bonmatí gerade eine schwächere Phase durchmacht.
                        0:10:48–0:10:53
                        Die hat irgendwie sehr viele so Ungenauigkeiten drin, die man von ihr normalerweise nicht kennt.
                        0:10:55–0:10:59
                        Und ja, sie hat dann auch so ein bisschen negativ auf sich aufmerksam gemacht,
                        0:11:00–0:11:03
                        weil sie vor den Halbfinalspielen Chelsea vorgeworfen hat,
                        0:11:04–0:11:09
                        schmutzig zu spielen und dann war es aber in der Schlussphase von dem Rückspiel jetzt so,
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                        dass sie selbst so übertrieben langsam vom Platz gehumpelt ist und sich dabei
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                        wild gestikulierend so gerechtfertigt hat vor der Chelsea-Bank,
                        0:11:18–0:11:21
                        die sich wahrscheinlich aufregte und dann war sie halt über die Seitenlinie
                        0:11:21–0:11:26
                        drüber und ist dann halt so komplett problemlos auf einmal zu ihrer Mitspielerin
                        0:11:26–0:11:28
                        gejoggt, die eingewechselt werden sollte.
                        0:11:29–0:11:33
                        Was ja sehr viele Memes produziert hat, wie ich schon gesehen habe.
                        0:11:33–0:11:37
                        Emma Hayes, die hatte den Kaffee auf und,
                        0:11:38–0:11:42
                        Hat nach dem Spiel gesagt, dass diese Gelb-Rot-Entscheidung gegen Buchanan wahrscheinlich
                        0:11:42–0:11:47
                        die schlechteste Entscheidung ever jemals in der Champions League der Frauen
                        0:11:47–0:11:52
                        gewesen sei und dass sie sich gewundert habe, dass diese Schiedsrichterin überhaupt angesetzt wurde,
                        0:11:52–0:11:55
                        weil die ja dafür bekannt sei, so viele Karten zu geben.
                        0:11:55–0:11:58
                        Und das fand ich dann wiederum auch sehr, sehr over the top.
                        0:11:58–0:12:05
                        Aber ja, Barcelona trifft damit im Finale auf Lyon. Deren Spiel gegen PSG habe ich nicht gesehen.
                        0:12:06–0:12:10
                        Aber jetzt darfst du dann auch mal was zu deiner Fußballwoche sagen, Mara.
                        Mara Pfeiffer
                        0:12:11–0:12:19
                        Auch meine Fußballwoche war durchwachsen. Es war am Sonntag sowohl das Spiel
                        0:12:19–0:12:23
                        der Frauen als auch das Bundesligaspiel der Männer.
                        0:12:23–0:12:28
                        Man konnte das auch, wenn man sich ein bisschen beeilt hat, beides sich anschauen.
                        0:12:28–0:12:35
                        Und die Frauen haben 41 gewonnen gegen Montabaur muss sagen,
                        0:12:35–0:12:40
                        das war also es ist ja in der Regionalliga da bei den Frauen so,
                        0:12:40–0:12:48
                        dass man nicht immer das Gefühl hat die Clubs sind jetzt so total,
                        0:12:48–0:12:50
                        auf Augenhöhe, also,
                        0:12:51–0:12:56
                        was vor allen Dingen auch so das Spielerische angeht und das war aber eine Begegnung,
                        0:12:56–0:12:59
                        die echt auch deswegen Spaß gemacht hat, weil man das Gefühl hat,
                        0:12:59–0:13:02
                        beide Teams versuchen sich da auch spielerisch.
                        0:13:03–0:13:09
                        War sehr schön anzuschauen. Ging mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause
                        0:13:09–0:13:16
                        und also in der ersten Hälfte hat die Torhüterin von Montabaur wirklich einen riesigen Job gemacht.
                        0:13:16–0:13:20
                        Das war total auffällig. Die war so einer der Talking Points da an der Seite.
                        0:13:21–0:13:24
                        Deswegen hat es uns dann allen etwas leid getan. Also schön der Sieg war,
                        0:13:24–0:13:27
                        dass sie dann am Ende doch vier Buden kassiert hat.
                        0:13:27–0:13:32
                        Aber so die Selbstverständlichkeit, mit der die Mainzerinnen da gerade auftreten
                        0:13:32–0:13:36
                        und dann auch, wenn sie mal eine nicht so torreiche erste Hälfte haben,
                        0:13:36–0:13:38
                        in der zweiten Hälfte eben ihre Tore
                        0:13:38–0:13:42
                        doch noch machen und auch wie viele verschiedene Torschützen sie haben.
                        0:13:42–0:13:47
                        Also die haben mittlerweile über 70 Tore geschossen, etwa die Hälfte davon geht
                        0:13:47–0:13:50
                        auf die Kappe von drei Spielerinnen und der Rest verteilt sich aber halt so.
                        0:13:51–0:13:55
                        Ja, das kann man sich schon gut anschauen, hat großen Spaß gemacht.
                        0:13:56–0:14:01
                        Der Felix Tamsut, Grüße an der Stelle. Und der Olli, mit dem ich ja auch immer
                        0:14:01–0:14:06
                        im Stadion bin, bei den Männern, der jetzt vergangene Woche auch mit dem Max
                        0:14:06–0:14:08
                        im Rasenfunk über Mainz 05 gesprochen hat.
                        0:14:08–0:14:15
                        Wir haben uns das zu dritt angeschaut. Genau, und dann beim Spiel der Männer
                        0:14:15–0:14:23
                        hatte ich wieder hier meine Kiddo-Begleitung und das war ja schon ein Verfahren.
                        0:14:23–0:14:28
                        Also ich fand es ganz spannend, weil Bo Henriksen ja in den letzten Wochen viel
                        0:14:28–0:14:32
                        davon gesprochen hat, dass es auch ein Vorteil sein kann, eben Jäger zu sein
                        0:14:32–0:14:33
                        und nicht gejagt zu werden.
                        0:14:33–0:14:39
                        Und dieses Spiel jetzt war eines, in dem sie schon sehr offensichtlich Nerven
                        0:14:39–0:14:41
                        gezeigt haben dann in der zweiten Hälfte.
                        0:14:43–0:14:51
                        Der erste Elfmeter für Köln, das war ja, also hat sich der Luca Waldschmidt
                        0:14:51–0:14:57
                        ein bisschen vertan damit, wo das Tor steht, was ja dann für Mainz natürlich gut war.
                        0:14:58–0:15:02
                        Und dann hat Mainz ein, fand ich, sehr schönes Tor geschossen,
                        0:15:02–0:15:06
                        also wo bei Rero echt bei so einem Abpraller halt goldrichtig stand und eigentlich,
                        0:15:07–0:15:10
                        war nach der ersten Hälfte schon so eine Anspannung da.
                        0:15:10–0:15:14
                        Ich hatte vor dem Spiel so das Gefühl, das könnte,
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                        so ein bisschen nach hinten losgehen, dass jetzt weniger bei den Verantwortlichen
                        0:15:19–0:15:23
                        und dem Klub jetzt schon so der Eindruck entsteht, ja, das gewinnen wir jetzt
                        0:15:23–0:15:26
                        noch und dann sind wir durch, aber das Umfeld hat sich halt natürlich durch
                        0:15:26–0:15:29
                        die sehr guten letzten Wochen da so ein bisschen hinbringen lassen.
                        0:15:30–0:15:35
                        Nicht das Gefühl, dass der Trainer oder die Mannschaft den Fokus verloren haben,
                        0:15:36–0:15:42
                        aber als sie dann 1-0 geführt haben und eben gemerkt haben, Köln ist nicht tot.
                        0:15:42–0:15:47
                        Ich fand auch, das hat man in den letzten Spielen der vorangegangenen Wochen gesehen.
                        0:15:47–0:15:50
                        Die haben sich extrem gewehrt, die haben wirklich alles auf den Platz gebracht
                        0:15:50–0:15:54
                        und dann sind die 05er eben plötzlich nervös geworden.
                        0:15:55–0:16:01
                        Ja, es gab die sehr unschöne Szene mit Karim Onisiwo, der dann auch verletzt
                        0:16:01–0:16:06
                        raus musste, nachdem Dinge mit seiner Hand passiert sind, die also nicht so
                        0:16:06–0:16:08
                        gut auch anzuschauen waren.
                        0:16:08–0:16:11
                        Das ist direkt bei uns da unten gewesen.
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                        Also direkt ist natürlich immer, hat man ja trotzdem noch einen größeren Abstand
                        0:16:15–0:16:20
                        zum Feld, aber das sah echt übel aus und er hat auch sehr geschrien und das
                        0:16:20–0:16:25
                        ist jetzt niemand, der dafür in Verdacht steht zu schauspielern oder so.
                        0:16:25–0:16:28
                        Ich fand es auch ehrlich gesagt, also ich habe es mir jetzt nicht nochmal am
                        0:16:28–0:16:30
                        Fernsehen angeguckt, aber ich hatte im Stadion den Eindruck,
                        0:16:30–0:16:35
                        dass der Schiedsrichter sehr schnell darauf bestanden hat, dass er vom Feld
                        0:16:35–0:16:37
                        runter muss, um weiter behandelt zu werden. So nach dem Motto,
                        0:16:37–0:16:39
                        es ist ja nichts an den Füßen.
                        0:16:39–0:16:43
                        Aber der wirkte wirklich die ganze Zeit, als würde er gleich ohnmächtig vor Schmerzen.
                        0:16:43–0:16:48
                        Also das war so eine unangenehme Situation und das war eindeutig auch ein Bruch
                        0:16:48–0:16:50
                        im Spiel, fand ich, weil man...
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                        Gemerkt hat, ja, das macht natürlich was mit den Spielern, also das war dann
                        0:16:56–0:17:00
                        schon so ein bisschen, ohne das schönreden zu wollen,
                        0:17:00–0:17:03
                        dass sie in der zweiten Hälfte dann einfach auch komplett den Faden verloren
                        0:17:03–0:17:06
                        haben, aber es war schon auch so eines der kleinen Zünglein an der Waage.
                        0:17:06–0:17:10
                        Also letztlich, wenn man so ein Spiel nicht schafft, nach Hause zu bringen,
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                        zu Hause, hat man es sich immer selbst zuzuschreiben.
                        0:17:13–0:17:17
                        Das war aber eine Szene, die jetzt sicherlich nicht geholfen hat und ich fand
                        0:17:17–0:17:22
                        unterm Strich auch ehrlicherweise in der Partie den Schiedsrichter nicht hilfreich.
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                        Ich habe auch die rote Karte am Ende nicht verstanden.
                        0:17:24–0:17:26
                        Klar, den zweiten Elfmeter, den
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                        muss er natürlich geben, auch wenn Robin Zentner das anders gesehen hat.
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                        Aber ja, also das ist kein Schiedsrichter, der mir schon so sehr häufig total
                        0:17:40–0:17:44
                        positiv aufgefallen ist. und ich fand es auch nicht so super souverän an dem Abend.
                        0:17:46–0:17:52
                        Genau, und ich habe aber dann den Rest vom Spiel gar nicht mehr im Blog gesehen,
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                        weil ich eine kleine Person mit Unwohlsein aufgrund dieser Geschichte mit Karim
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                        Onisiwos Hand rausbegleitet habe.
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                        Und auch wenn es jetzt extrem cheesy klingt, habe ich dann so da draußen gestanden
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                        und auf der einen Seite hast du die sehr weirde Situation,
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                        dass vor dir auf einer großen Leinwand von DAZN übertragen dieses Sonntagsspiel
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                        läuft und auf der anderen Seite hast du hinter dir die akustische Kulisse und
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                        es passt halt null zusammen,
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                        weil DAZN halt mal wieder drei bis acht Minuten hinter dem eigentlichen Spiel
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                        ist und auf der anderen Seite habe ich dann in dem Moment irgendwie so gedacht...
                        0:18:31–0:18:38
                        Ja, das ist total wichtig und relevant, die Klasse zu halten,
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                        aber halt auch wieder nicht verglichen mit anderen Dingen im Leben. Weißt du, wie ich meine?
                        0:18:44–0:18:48
                        Wenn du irgendwie da mit so einem Wurm irgendwie sitzt und merkst,
                        0:18:48–0:18:50
                        fuck, der geht's gerade nicht gut.
                        0:18:50–0:18:54
                        Gut, das ändert überhaupt nichts daran, dass niemand absteigen möchte und vor
                        0:18:54–0:18:59
                        allen Dingen möchte, ich kann nur betonen, niemand, absolut niemand drei Ausrufezeichen
                        0:18:59–0:19:00
                        möchte in die Relegation.
                        0:19:00–0:19:05
                        Aber ich finde, man hat das natürlich sehr selten, dass man im Stadion echt
                        0:19:05–0:19:09
                        so einen Moment hat, wo man so einen Reset hat und irgendwie der Blick sehr
                        0:19:09–0:19:11
                        deutlich darauf gerichtet wird,
                        0:19:11–0:19:15
                        dass halt andere Themen doch nochmal eine andere Relevanz und Bedeutung haben
                        0:19:15–0:19:17
                        und so einen hatte ich in dem Moment dann irgendwie.
                        0:19:17–0:19:21
                        Aber als ich nach Hause gekommen bin, habe ich mich dann extrem darüber geärgert,
                        0:19:21–0:19:23
                        dass sie es so saublöd aus der Hand gegeben haben.
                        0:19:23–0:19:26
                        Und ich bilde mir nicht ein, dass es was damit zu tun hat, dass ich das Stadion verlassen habe.
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                        Ich habe dann viele Leute getroffen, die erzählt haben, sie gehen jetzt gerade
                        0:19:30–0:19:33
                        aufs Klo, weil sie waren beim ersten Tor auf dem Klo und jetzt wollen sie,
                        0:19:33–0:19:34
                        dass noch ein zweites Tor fällt.
                        0:19:34–0:19:38
                        Deswegen gehen sie jetzt nochmal aufs Klo. Ich dachte, Fußball ist schon auch
                        0:19:38–0:19:41
                        irgendwie geil, wie man das so mit sich selber und mit dem eigenen Leben und
                        0:19:41–0:19:42
                        den eigenen Handeln verknüpft.
                        Annika Becker
                        0:19:44–0:19:48
                        Naja, so war meine Fußballwoche. Deswegen habe ich das Franzi ja auch noch nicht
                        0:19:48–0:19:51
                        gesagt, aber die muss jetzt immer bei allen Essen-Heimspielen mitkommen,
                        0:19:51–0:19:53
                        weil wir dann endlich wieder Tore nach Ecken machen.
                        Mara Pfeiffer
                        0:19:56–0:19:57
                        Ecke, Ecke, Ecke, Tor, Tor, Tor.
                        Annika Becker
                        0:19:58–0:20:02
                        Ja, es gibt da einen sehr schönen Insiderwitz, das kann ich ja gerade mal noch
                        0:20:02–0:20:06
                        eben kurz erzählen bei uns in der Ecke vom Stadion. Vielleicht habe ich das
                        0:20:06–0:20:08
                        sogar im Podcast schon mal erzählt, ich bin mir gerade nicht sicher.
                        0:20:09–0:20:13
                        Ja, dass wir immer sagen, naja, immer wenn das gerufen wird, fällt ja kein Tor.
                        0:20:14–0:20:17
                        Deswegen, wenn die Gästefans das rufen, ist das vollkommen in Ordnung.
                        0:20:17–0:20:18
                        Die sollen das ruhig machen.
                        0:20:18–0:20:22
                        Aber wenn das die Fans der SGS Essen machen, dann machen wir bei uns halt immer
                        0:20:22–0:20:26
                        so und nein und nee und nicht. Und das bringt nichts und das bringt Pech und so.
                        0:20:28–0:20:33
                        Und so war das vor dem Tor auch. Und dann fiel aber ein Tor.
                        0:20:33–0:20:38
                        Und dann sind alle ein bisschen mehr ausgerastet, als sie das sonst bei einem
                        0:20:38–0:20:40
                        Tor machen, weil es halt sehr lustig war.
                        0:20:40–0:20:44
                        Und ich hatte das Franzi halt in dem Moment vorher auch noch erzählt und jemand
                        0:20:44–0:20:48
                        anderes hatte ihr es erzählt und dann hatte ihr es noch jemand anderes erzählt.
                        0:20:48–0:20:52
                        Also dreimal musste sie sich das anhören und dann fiel am Ende halt das Tor
                        0:20:52–0:20:55
                        nach der Ecke. Es war schon sehr lustig.
                        Mara Pfeiffer
                        0:20:55–0:21:01
                        Großartig. Ja, und eine Geschichte gab es tatsächlich noch, die gar nicht lustig ist.
                        0:21:02–0:21:09
                        Es haben sicherlich einige von auch unseren HörerInnen heute in den Fußballmedien schon gelesen.
                        0:21:09–0:21:16
                        Aymen Barkok ist in Berlin nachts in einer Kneipe angegriffen worden und musste operiert werden.
                        0:21:17–0:21:22
                        Was hat es mit meiner Fußballwoche zu tun? Der ist noch bei Mainz 05 unter Vertrag
                        0:21:22–0:21:24
                        und eben zur Zeit an die Hertha ausgeliehen.
                        0:21:24–0:21:28
                        Und jetzt mal abgesehen davon, dass das natürlich eine üble Geschichte ist,
                        0:21:28–0:21:32
                        das ist natürlich richtig, dem Hinweis, dass man da noch keine Hintergründe
                        0:21:32–0:21:35
                        weiter kennt und der Verein sich da auch erst mal bedeckt gehalten hat,
                        0:21:35–0:21:37
                        fand ich, es ist mal wieder ein Zeichen dafür,
                        0:21:37–0:21:41
                        wie weggeplatzt manche Leute mittlerweile irgendwie unterwegs sind,
                        0:21:41–0:21:42
                        auch so in Bezug auf Fußball.
                        0:21:42–0:21:47
                        Weil das ernsthaft in einigen Kommentaren in den sozialen Medien diskutiert
                        0:21:47–0:21:53
                        wurde, weil ihm offenbar nur noch ein Spiel fehlte oder ein Startelf-Einsatz,
                        0:21:53–0:21:55
                        damit die Kaufoption greift.
                        0:21:55–0:22:00
                        Ob der Verein, weil er nicht begründen kann gegenüber dem Spieler,
                        0:22:00–0:22:04
                        wenn er ihn plötzlich nicht mehr einsetzt und auch nicht gegenüber dem Leihverein, also Mainz 05,
                        0:22:05–0:22:08
                        sich vielleicht gedacht hat, billiger als den Spieler zu bezahlen ist es,
                        0:22:09–0:22:13
                        zwei Typen zu bezahlen, die ihn krankenhausreif schlagen und dann kann man hinterher
                        0:22:13–0:22:15
                        irgendwie so eine Opferinszenierung machen.
                        0:22:15–0:22:18
                        Und ich frage mich wirklich, also was alles falsch verkabelt sein muss,
                        0:22:18–0:22:23
                        damit man irgendwie auf sowas kommt, aber ich gehe mal davon aus, eine ganze Menge.
                        Annika Becker
                        0:22:23–0:22:28
                        Ja, das gehört auf jeden Fall zu den Dingen, von denen ich auch nicht dachte,
                        0:22:28–0:22:30
                        dass ich jemals darüber nachdenken muss.
                        Mara Pfeiffer
                        0:22:30–0:22:37
                        Ne. Ja, und damit kommen wir in unsere Themen der Woche.
                        0:22:39–0:22:43
                        Soll ich da mal was zu sagen, Annika, damit du dich dann hinterher wieder über
                        0:22:43–0:22:45
                        meine 60% lustig machen kannst?
                        0:22:46–0:22:48
                        Ändert sich das eigentlich, wenn ich ganz schnell rede schon,
                        0:22:48–0:22:50
                        oder? Weil dann habe ich weniger Minutenanteil.
                        Annika Becker
                        0:22:50–0:22:51
                        Aber ich weiß nicht.
                        Mara Pfeiffer
                        0:22:52–0:22:54
                        Ob uns dann noch irgendjemand zuhören kann, weil ich eh schon so schnell rede.
                        Annika Becker
                        0:22:56–0:23:00
                        Erstens das und zweitens wäre es, glaube ich, bei diesem speziellen Thema wirklich
                        0:23:00–0:23:04
                        nicht besonders gut, weil ich glaube, da muss man schon ein bisschen genauer
                        0:23:04–0:23:06
                        hinhören, um da mitzukommen.
                        Mara Pfeiffer
                        0:23:07–0:23:11
                        Ja, das ist kompliziert. Und zwar, ihr habt das letzte Woche bei uns gehört
                        0:23:11–0:23:18
                        und vielleicht auch in der Bolzi gelesen und dann da auch im Änderungsmodus quasi mitverfolgt.
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                        Wir haben ja in der vergangenen Woche darüber gesprochen, dass Almuth Schult
                        0:23:23–0:23:29
                        vom HSV verpflichtet wurde und das nach dem Ende der Transferphase 2.
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                        Der DFB kommuniziert dazu, das sei möglich aufgrund einer neuen FIFA-Regelung,
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                        die man in nationales Recht umgesetzt hat.
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                        Dabei geht es um den Paragraf 17.2.2 der DFB-Spielordnung, beziehungsweise um
                        0:23:45–0:23:49
                        den Artikel 6.3.D der FIFA-Regularien.
                        0:23:49–0:23:53
                        Das heißt also, die FIFA-Regularien müssen dann immer erst noch in nationales
                        0:23:53–0:23:55
                        Recht übertragen werden.
                        0:23:56–0:23:59
                        Und das ist eben passiert mit diesem Paragrafen 17.2.2.
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                        Demnach sind Vereine in Ausnahmefällen berechtigt, Spielerinnen außerhalb einer
                        0:24:05–0:24:07
                        Wechselperiode zu registrieren.
                        0:24:07–0:24:09
                        Und dieser Artikel 6.3.d...
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                        sagt in der Übersetzung, für eine Spielerin, die eine andere Spielerin ihres
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                        Vereins, die sich im Mutterschutz befindet, ersetzen soll, sowie für eine Spielerin,
                        0:24:21–0:24:25
                        die nach dem Ende ihres Mutterschutzes ein neues Spielrecht beantragt.
                        0:24:25–0:24:29
                        So, darüber haben wir eben auch vergangene Woche schon gesprochen.
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                        Der Paragraf 17 insgesamt in der DFB-Spielordnung regelt den Wegfall der Wartefristen
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                        beim Vereinswechsel von Amateur*innen.
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                        Wobei der DFB leider das generische Maskulinum nutzt, aber wir übersetzen das
                        0:24:41–0:24:48
                        hier im Podcast. Wir haben dann beim Verband gefragt, ob das Thema bei Vertragsspielerinnen
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                        überhaupt anwendbar ist, weil Paragraf 17: Amateur*innen.
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                        Und das muss man ja auch erstmal so ein bisschen aufdröseln.
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                        Die Verwirrung, wenn man von FIFA-Regularien zu DFB-Regeln hin und her springt,
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                        ist, dass eben im Englischen immer die Rede ist von Professionals.
                        0:25:07–0:25:11
                        Und dann die spannende Frage ist, was bedeutet das eigentlich im Deutschen?
                        0:25:11–0:25:14
                        Und im Deutschen unterscheidet man eben drei verschiedene Dinge.
                        0:25:14–0:25:19
                        Also zum einen Lizenzspieler, das sind die Männer der ersten und zweiten Bundesliga.
                        0:25:19–0:25:24
                        Dann Vertragsspieler*innen, das sind die, die zusätzlich zur Mitgliedschaft in
                        0:25:24–0:25:29
                        einem Verein einen Vertrag über ihre Tätigkeit und deren Honorierung haben.
                        0:25:29–0:25:34
                        Und drittens eben Amateurspieler*innen, die maximal eine Aufwandsentschädigung
                        0:25:34–0:25:39
                        bekommen dürfen und eben keinen separaten Vertrag mit einem Verein haben,
                        0:25:39–0:25:42
                        sondern einfach Vereinsmitglieder sind. Und diese Unterscheidungen sind wichtig.
                        0:25:42–0:25:47
                        Die Untergrenze für Vertragsspieler*innen liegt bei 350 Euro monatlich.
                        0:25:47–0:25:52
                        Das ist gleichzeitig auch die Obergrenze der Aufwandsentschädigung für die Amateur*innen.
                        0:25:52–0:26:00
                        Und als bezahlte Sportlerin und bezahlter Sportler gilt, wer mindestens 520 Euro im Monat erhält.
                        0:26:00–0:26:06
                        Wir verlinken euch auch die DFB-Übersicht dazu, wo ihr die Zahlen euch nochmal anschauen könnt.
                        0:26:07–0:26:09
                        Wir haben gerade schon festgestellt, dass es ein bisschen verwirrend ist,
                        0:26:10–0:26:14
                        zum einen in der Übersetzung aus den FIFA-Regularien, sprich aus dem Englischen
                        0:26:14–0:26:18
                        und zum anderen, also zumindest mir geht es immer so, dass ich auch erst mal
                        0:26:18–0:26:20
                        vom Kopf her den Ansatz habe,
                        0:26:20–0:26:25
                        über den Status der Liga, den Status der Spieler*innen, die in dieser Liga antreten,
                        0:26:25–0:26:27
                        eben mir zu entschlüsseln.
                        0:26:27–0:26:31
                        Aber das muss eben nicht zwangsläufig so sein, weil die zweite Liga der Frauen
                        0:26:31–0:26:33
                        ist ja natürlich keine Profiliga.
                        0:26:33–0:26:37
                        Trotzdem kann sie eben Vertragsspielerinnen haben und das ist ja mal davon auszugehen,
                        0:26:38–0:26:39
                        dass Almuth Schult eben eine solche ist.
                        0:26:40–0:26:45
                        Der DFB hat uns letzte Woche eben auf diese Anfrage die Auskunft gegeben,
                        0:26:45–0:26:50
                        die wir hier auch schon kurz angesprochen hatten, dass im Paragraf 23.10 der
                        0:26:50–0:26:54
                        DFB-Spielordnung, der betrifft nationale Vereinswechsel von Vertragsspieler*innen.
                        0:26:54–0:27:00
                        Im Paragraf 29.7, da geht es um die internationale Reamateurisierung.
                        0:27:01–0:27:07
                        Im Paragraf 30.6, da geht es um den internationalen Vereinswechsel von Berufsspieler*innen.
                        0:27:08–0:27:14
                        Dass da identische Regelungen drin sind, die auf Paragraf 17.2.2 verweisen.
                        0:27:14–0:27:19
                        Das bedeutet dann übersetzt, es findet bei den genannten Sachverhalten,
                        0:27:19–0:27:25
                        also dieser Sonderregelung, die finden ebenfalls eine Anwendung bei Vertragsspielerinnen,
                        0:27:25–0:27:28
                        weil es eine sogenannte Rechtsfolgenverweisung gibt.
                        0:27:29–0:27:33
                        So, das ist ja an sich schon nicht ganz unkompliziert und man darf das nicht
                        0:27:33–0:27:37
                        unterschätzen, dass eben diese Spielordnungen für Leute,
                        0:27:38–0:27:43
                        die sich nicht mit deren Verfassung und Interpretation beschäftigen,
                        0:27:43–0:27:45
                        schon ein ziemlicher Dschungel sind.
                        0:27:45–0:27:48
                        Weshalb wir eben auch für uns
                        0:27:48–0:27:51
                        den Ansatz hatten wir würden gerne nicht einfach
                        0:27:51–0:27:55
                        nur die Paragrafen runter ratten die das jetzt möglich machen
                        0:27:55–0:27:57
                        sondern wir würden es auch im Prinzip ganz
                        0:27:57–0:28:00
                        gerne verstehen so ist total wilder Ansatz
                        0:28:00–0:28:07
                        und bei uns war dann aber noch eine Frage offen geblieben nämlich wieso ist
                        0:28:07–0:28:16
                        diese spezielle Regel für Schwangere beziehungsweise für Ersatzspielerinnen für aufgrund
                        0:28:16–0:28:19
                        von Schwangerschaft ausfallende Spielerinnen überhaupt braucht,
                        0:28:19–0:28:29
                        also diesen Buchstaben D in der FIFA-Regel 6.3, weil nämlich in demselben schon
                        0:28:29–0:28:32
                        steht unter B, also davor: "A professional whose contract has naturally expired or has been mutually terminated".
                        0:28:38–0:28:46
                        Also bedeutet, zu den Spieler*innen, die auch außerhalb der Transferperiode registriert
                        0:28:46–0:28:51
                        werden können, zählen demnach vertragslose Spieler*innen.
                        0:28:51–0:28:59
                        Und das hätte im Falle von Almuth Schult ja unserem Verständnis nach schon ausgereicht.
                        0:28:59–0:29:03
                        Da aber immer wieder auf diese Sonderregel verwiesen wird, hat es ja offensichtlich
                        0:29:03–0:29:06
                        nicht ausgereicht. Also haben wir das eben auch nochmal nachgefragt.
                        0:29:06–0:29:14
                        Wozu braucht es eigentlich diese Sonderregelung? Warum war das durch eben 6.3b nicht schon abgedeckt?
                        0:29:14–0:29:16
                        Und darauf haben wir leider keine Antwort bekommen auf diese Nachfrage.
                        0:29:16–0:29:21
                        Die haben wir mehrfach gestellt, aber da gab es leider keine Info zu.
                        0:29:21–0:29:26
                        Und parallel dazu hat uns dann noch Julia Olbrisch geschrieben von "Fußball kann mehr".
                        0:29:26–0:29:30
                        Liebe Grüße an dieser Stelle und uns netterweise darauf aufmerksam gemacht.
                        0:29:31–0:29:33
                        Wir hoffen, ihr könnt uns noch folgen in Sachen Paragrafen.
                        0:29:33–0:29:36
                        Dieser zugrunde liegende Paragraf
                        0:29:36–0:29:43
                        in der DFB Spielordnung 17.2.2 zum Spielrecht von Amateur*innen wird,
                        0:29:43–0:29:49
                        also auf den folgt 17.3, wie das so ist, auf 2 folgt 3 und in 17.3 steht drin,
                        0:29:49–0:29:53
                        nach dem Ende der Wechselzeit, Wechselperiode 2 bis zum Beginn der nachfolgenden
                        0:29:53–0:29:58
                        Wechselperiode 1 kann jedoch keine Spielberechtigung für Pflichtspiele von Mannschaften
                        0:29:58–0:30:00
                        einer Bundesspielklasse erteilt werden.
                        0:30:01–0:30:07
                        Und das ist die zweite Liga nun mal, also eine Bundes- und keine Regionalspielklasse.
                        Annika Becker
                        0:30:07–0:30:11
                        Und um das vielleicht einmal deutlich zu machen, also Wechselperiode 1 ist der
                        0:30:11–0:30:16
                        technische Begriff für das Transferfenster im Sommer und Wechselperiode 2 ist
                        0:30:16–0:30:20
                        der technische oder juristische Begriff für das Transferfenster im Winter.
                        0:30:21–0:30:24
                        Dass dann schon vorbei war, als der Almuth-Schult-Wechsel passiert ist.
                        Mara Pfeiffer
                        0:30:24–0:30:30
                        Genau, und es gibt auch wiederum unterschiedliche Regelungen im Detail für die Zeit,
                        0:30:30–0:30:36
                        nachdem sich das Transferfenster 1 schließt, bis zum Ende des Jahres und für
                        0:30:36–0:30:40
                        die Zeit, nachdem sich das Transferfenster 2 schließt, bis zum Ende der Saison.
                        0:30:41–0:30:46
                        Und auch das ist teilweise, wenn man in diesem Thema nicht wirklich knietief
                        0:30:46–0:30:48
                        drin ist, halt schwierig zu entschlüsseln.
                        0:30:48–0:30:56
                        Und Julia hat wiederum sich an den DFB-Chefjustiziar Jörg Englisch gewendet,
                        0:30:56–0:31:01
                        also mit der Frage und er schreibt, dieser Zusatz,
                        0:31:02–0:31:08
                        also der Unterpunkt 3 des Paragraphen 17 gelte nur für Amateur*innen.
                        0:31:08–0:31:14
                        Und aufgrund des Schutzbereiches des Artikels 12 Grundgesetz nicht für Vertragsspielerinnen.
                        0:31:15–0:31:18
                        Was bedeutet also seine Begründung, warum es für Vertragsspielerinnen keine
                        0:31:18–0:31:22
                        Anwendung findet, ist die Berufsfreiheit,
                        0:31:22–0:31:25
                        die eben im Artikel 12 des Grundgesetzes ja gewährleistet wird.
                        0:31:26–0:31:32
                        Woraufhin wir dann nochmal beim DFB nachgefragt haben, ob, wenn die Regelung
                        0:31:32–0:31:36
                        bei Vertragsspieler*innen und ja abgeleitet aus der ersten Antwort eigentlich
                        0:31:36–0:31:38
                        auch bei Berufsspieler*innen nicht gilt,
                        0:31:38–0:31:44
                        dann nicht einfach alle Spieler bei Vertragslosigkeit jederzeit zu einem neuen Verein gehen könnten.
                        0:31:44–0:31:49
                        Weil also das ließe sich zumindest mit nicht so ganz viel Fantasie aus der Antwort
                        0:31:49–0:31:51
                        des Chefjustiziars ableiten.
                        0:31:52–0:31:56
                        Woraufhin wir die Antwort bekommen haben, die Regelung gelte nur für den nationalen
                        0:31:56–0:31:58
                        Wechsel von Amateurspieler*innen.
                        0:31:59–0:32:04
                        Allerdings war mittlerweile aus dem Mailverkehr nicht mehr ganz ersichtlich,
                        0:32:04–0:32:11
                        was mit die Regelung jetzt gemeint ist, also der Paragraf 17.2.2 oder der Paragraf 17.3.
                        0:32:12–0:32:15
                        Mutmaßlich ist aber mit die Regelung eben der Unterpunkt 3 gemeint.
                        0:32:15–0:32:20
                        Und abschließend haben wir dann vom DFB noch die Auskunft bekommen,
                        0:32:20–0:32:26
                        gemäß den Regularien ist ein Wechsel nach der Wechselperiode 2 nicht mehr möglich.
                        0:32:26–0:32:30
                        Die FIFA-Regularien ermöglichen es allerdings Müttern, einen Wechsel durchzuführen,
                        0:32:30–0:32:32
                        siehe Artikel 6 Nummer 3d.
                        0:32:32–0:32:37
                        Was aber am Ende leider dazu führt, dass wir wieder bei der Ausgangsfrage sind,
                        0:32:37–0:32:42
                        also warum 3D überhaupt nötig ist, wenn es den Unterpunkt 3B,
                        0:32:42–0:32:46
                        also mit dem Thema Vertragslosigkeit, schon gab.
                        0:32:46–0:32:53
                        Und wir hatten, wie gesagt, ein bisschen die Hoffnung, auf diese Frage eine Antwort zu bekommen.
                        0:32:53–0:32:57
                        Das kann ja auch sein, dass nicht alle Punkte, die die FIFA da aufführt,
                        0:32:57–0:33:02
                        in nationales Recht umgesetzt sind, so als Erklärungsansatz.
                        0:33:02–0:33:08
                        Jedenfalls ich verstehe die Schwierigkeit durchaus auch für den Verband,
                        0:33:09–0:33:13
                        also wenn in diesem Umfang halt Fragen kommen, dass die sich vielleicht an einem
                        0:33:13–0:33:15
                        gewissen Punkt auch denken, wir sind hier nicht die Erklärbären,
                        0:33:15–0:33:18
                        ist irgendwo nachvollziehbar.
                        0:33:18–0:33:22
                        Es bleibt aber dann halt auf der anderen Seite so, dass also nicht nur wir,
                        0:33:23–0:33:26
                        sondern auch Julia und wir wissen es auch von anderen, eben da an einem ähnlichen
                        0:33:26–0:33:33
                        Punkt nicht weitergekommen sind und eigentlich alle auch ja im Zuge von so einem
                        0:33:33–0:33:37
                        Bedürfnis nach Transparenz das halt gerne verstanden hätten.
                        0:33:37–0:33:42
                        Um es dann ja wiederum, also jetzt in Bezug auf Annika und mich beispielsweise
                        0:33:42–0:33:47
                        in unserer Arbeit, dann eben anderen, also die Medien, in dem Fall unsere Medien
                        0:33:47–0:33:50
                        konsumieren, eben verständlich zu machen.
                        0:33:50–0:33:56
                        Aber das ist uns leider nicht gelungen. Und es ist natürlich nicht auszuschließen,
                        0:33:56–0:34:01
                        dass wir alle, die wir jetzt versucht haben, das auch im Dialog mit dem Verband
                        0:34:01–0:34:04
                        zu klären, auf demselben Schlauch stehen. Dann ist das halt so.
                        0:34:06–0:34:11
                        Wenn uns irgendwelche, was müssten das dann sein, VerbandsrechtlerInnen zuhören
                        0:34:11–0:34:14
                        oder andere Leute, die für sich das Gefühl haben,
                        0:34:14–0:34:18
                        meine Güte, ihr steht nicht auf dem Schlauch, ihr habt ihn euch dreimal ums
                        0:34:18–0:34:21
                        Kreuz gewickelt, ich weiß genau, was damit gemeint ist.
                        0:34:21–0:34:26
                        Wir sind total offen für Unterstützung aus der Crowd.
                        0:34:26–0:34:29
                        Also ernsthaft, es geht auch überhaupt nicht irgendwie darum,
                        0:34:29–0:34:36
                        sich jetzt an dem Thema auf so eine komische Art und Weise festzubeißen,
                        0:34:36–0:34:37
                        sondern wir hätten es einfach gerne verstanden.
                        0:34:37–0:34:40
                        Aus irgendwelchen Gründen kommen wir nicht an den Punkt.
                        0:34:41–0:34:46
                        Wenn es von euch jemand durchblickt, meldet euch total gerne. Wir freuen uns.
                        Annika Becker
                        0:34:46–0:34:49
                        Ja, ich sage dazu nur Passierschein A38.
                        0:34:53–0:34:58
                        Wir bleiben bei Themen, die irgendwie den DFB betreffen.
                        0:34:58–0:35:04
                        Allerdings geht es diesmal um Trainer*innen-Lizenzen und Lehrgänge dafür,
                        0:35:04–0:35:07
                        für die UEFA Pro-Lizenz.
                        0:35:07–0:35:15
                        Es gibt einen Sport-Inside-Film zur Frage, wer, wann, wie, warum in diese Trainer*innen-Lehrgänge
                        0:35:15–0:35:18
                        reinkommt und wer vielleicht auch nicht.
                        0:35:18–0:35:23
                        Den verlinken wir euch hier. Und wir hatten das Thema hier tatsächlich auch
                        0:35:23–0:35:25
                        schon mal aufgegriffen in Folge Nummer 44.
                        0:35:26–0:35:32
                        Das war so, dass Mara da euch was dazu erzählt hatte, dass die TSG Hoffenheim
                        0:35:32–0:35:36
                        ein Magazin rausgegeben hatte, wo der Fußball der Frauen im Fokus stand.
                        0:35:36–0:35:40
                        Und da war unter anderem ein Interview mit Katja Kraus, wo dieses Thema auch aufkam.
                        0:35:40–0:35:46
                        Worum es geht, ist, dass die Trainerin der U19,
                        0:35:46–0:35:52
                        der Männer vom FC Ingolstadt, Sabrina Wittmann, gerne an so einem Trainer*innen
                        0:35:52–0:35:57
                        Lehrgang reingekommen wäre für eine UEFA-Pro-Lizenz und sich beworben hat
                        0:35:57–0:35:59
                        und dann gesagt bekommen hat,
                        0:35:59–0:36:03
                        naja, Ihnen fehlen hier aber noch fünf Monate,
                        0:36:03–0:36:09
                        um halt die Voraussetzungen zu erfüllen, um in diesen Lehrgang reinzukommen.
                        0:36:09–0:36:15
                        Und dann wurde aber ja etwas später bekannt,
                        0:36:15–0:36:22
                        dass Marc Unterberger von der Sportvereinigung Unterhaching über einen neu geschaffenen
                        0:36:22–0:36:28
                        Pilotprojekten-Sonderweg, nenn ich es mal, in diesen Lehrgang reingekommen ist,
                        0:36:28–0:36:32
                        obwohl ihm zu diesem Zeitpunkt noch viel mehr Monate und somit,
                        0:36:32–0:36:35
                        also es gibt so ein Punktesystem, Punkte gefehlt haben,
                        0:36:35–0:36:39
                        um für diesen Lehrgang zugelassen zu werden.
                        Mara Pfeiffer
                        0:36:39–0:36:43
                        Und ganz kurz nur zur Erklärung, Monate bedeutet immer, man muss eben auf diesem
                        0:36:43–0:36:48
                        Weg zur höchsten Trainer*innen-Lizenz zwischenzeitlich immer auch wieder als
                        0:36:48–0:36:50
                        Trainer*in tatsächlich aktiv sein.
                        0:36:50–0:36:56
                        Sein und wie viele Monate, Jahre, Saisons man da eben arbeitet,
                        0:36:56–0:37:01
                        das fließt alles in dieses Punktesystem ein und jede Trainer*innen-Schein hat
                        0:37:01–0:37:06
                        eben als Voraussetzung auch eine bestimmte Anzahl von Monaten,
                        0:37:06–0:37:09
                        die man aktiv gewesen sein muss als Trainer*in.
                        Annika Becker
                        0:37:09–0:37:13
                        Genau, und eben auch auf einem bestimmten Niveau. Das hat dann,
                        0:37:13–0:37:18
                        also dass Marc Unterberger über dieses Pilotprojekt als einziger dann noch nachrücken
                        0:37:18–0:37:22
                        konnte in diesen Trainer*innenlehrgang, hat halt für einiges Erstaunen gesorgt.
                        0:37:22–0:37:27
                        Beim FC Ingolstadt zum Beispiel, dem Arbeitgeber von Sabrina Wittmann,
                        0:37:28–0:37:34
                        weil man sich da natürlich gefragt hat, okay, warum wurde das jetzt kurzfristig
                        0:37:34–0:37:36
                        aus dem Boden gestampft?
                        0:37:36–0:37:40
                        Uns war das halt vorher überhaupt nicht bekannt, sagt man da beim Verein,
                        0:37:41–0:37:43
                        wie man in der Doku auch sehr schön nachhören kann.
                        0:37:43–0:37:49
                        Das ist ja jetzt eigentlich unverhältnismäßig. Und man kann ja im Nachhinein sagen,
                        0:37:49–0:37:54
                        dass die Sportvereinigung unter Haching für einen Regelverstoß,
                        0:37:54–0:37:57
                        weil sie einen Trainer zum Cheftrainer ernannt hat,
                        0:37:57–0:38:03
                        der eigentlich die dafür geforderte Lizenz noch gar nicht hatte und deswegen
                        0:38:03–0:38:06
                        auch Strafe zahlen musste an den DFB regelmäßig,
                        0:38:06–0:38:13
                        weil sie das gemacht haben, Dass ihnen aus einem Nachteil im Prinzip ein Vorteil entstanden ist,
                        0:38:13–0:38:18
                        weil sie dann eben diese Ausbildung für ihn bekommen haben.
                        0:38:19–0:38:22
                        Wohingegen ein anderer Verein, der von sich aus sagen würde,
                        0:38:22–0:38:28
                        naja, wir sind aber alle Wege gegangen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren,
                        0:38:28–0:38:32
                        die eben rechtmäßig gewesen wären, in die Röhre gucken musste.
                        Mara Pfeiffer
                        0:38:32–0:38:40
                        Genau und um das mit dem Regelverstoß vielleicht nochmal ganz kurz eins weiter aufzufächern.
                        0:38:40–0:38:44
                        Bei der Spielvereinigung Unterhaching stand ja Sandro Wagner eine Zeit lang an der Seitenlinie,
                        0:38:45–0:38:50
                        der mittlerweile für den DFB tätig ist und Marc Unterberger wurde eben sein
                        0:38:50–0:38:52
                        Nachfolger, obwohl ihm, wie Annika schon gesagt hat,
                        0:38:52–0:38:58
                        die entsprechende Voraussetzung fehlte und man muss dann nicht nur eine Sofortstrafe
                        0:38:58–0:39:01
                        bezahlen, sondern auch eine Strafe für jedes Spiel.
                        0:39:01–0:39:04
                        Und der Verein hat dann beschlossen, diese Strafe zu zahlen.
                        0:39:05–0:39:09
                        Dadurch hat natürlich Marc Unterberger dann auch auf einem Niveau,
                        0:39:09–0:39:12
                        auf dem er eigentlich gar nicht hätte arbeiten dürfen, quasi Punkte sammeln
                        0:39:12–0:39:14
                        können für diese Zulassung.
                        0:39:15–0:39:19
                        Und dann ist man eben hergegangen und hat gesagt, wir starten dieses Pilotprojekt.
                        0:39:20–0:39:26
                        Und hat aber, so sagen das zumindest die Verantwortlichen in Ingolstadt,
                        0:39:26–0:39:29
                        dieses Pilotprojekt nicht kommuniziert.
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                        In dem Sport-Inside-Film wird darauf hingewiesen, dass die Informationen auf
                        0:39:34–0:39:40
                        der Homepage des DFB über den Start dieses Pilotprojektes am Tag nach dem Start
                        0:39:40–0:39:43
                        des Trainerlehrgangs bekannt gegeben werden.
                        0:39:43–0:39:48
                        An dem ja aber Marc Unterberger dann schon teilgenommen hat.
                        0:39:48–0:39:52
                        Also das heißt, die Ausschreibung wurde veröffentlicht zu einem Zeitpunkt,
                        0:39:52–0:39:55
                        als er offensichtlich ja schon da gelandet war, wo er hin wollte.
                        0:39:55–0:40:00
                        Und Andreas Rettig sagt in dem Film,
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                        er würde sich von mehr Vereinen so den Mut und den Ideenreichtum von Unterhaching
                        0:40:06–0:40:09
                        wünschen, was einigermaßen absurd
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                        ist, weil Unterhaching einfach gegen bestehende Regeln verstoßen hat.
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                        Gleichzeitig sagt Andreas Rettig oder wird zitiert auf der DFB-Homepage zum
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                        Start dieses UEFA-Pro-Lizenz-Lehrgangs, dass es sehr bedauerlich sei,
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                        dass keine Frau im Lehrgang ist und sagt, es hätte sich aber in diesem Jahrgang keine Frau beworben.
                        0:40:32–0:40:39
                        Und Dietmar Beiersdorfer für den FC Ingolstadt widerspricht demund sagt
                        0:40:39–0:40:44
                        also zum einen hat sich Sabrina Wittmann beworben und zum anderen,
                        0:40:44–0:40:47
                        als sie dann mitbekommen haben, dass es jetzt diesen Sonderweg gibt.
                        0:40:48–0:40:50
                        Wo es eben der also an sich total sinnvoll ist, wo man sagt,
                        0:40:51–0:40:55
                        es gibt Trainer*innen, die richtig gut sind, die im Verein sich auch schon total
                        0:40:55–0:40:59
                        gut gezeigt haben und denen einfach ein paar von diesen Punkten fehlen.
                        0:40:59–0:41:04
                        Und da kann der Verein halt sagen, hey, wir schlagen euch den Trainer oder die
                        0:41:04–0:41:07
                        Trainerin aus unserem Verein für diesen Sonderweg vor.
                        0:41:07–0:41:11
                        Das ist ja eigentlich also überhaupt nicht zu kritisieren.
                        0:41:11–0:41:14
                        Im Gegenteil, das ist ja eine Öffnung, die durchaus sinnvoll ist.
                        0:41:14–0:41:18
                        Und als man also von dieser Öffnung mitbekommen hat, sagt Dietmar Beiersdorfer,
                        0:41:18–0:41:22
                        hat man Sabrina Wittmann da auch noch nachträglich gemeldet,
                        0:41:22–0:41:26
                        aber auch über diese nachträgliche Meldung ist sie eben nicht zugelassen worden.
                        Annika Becker
                        0:41:26–0:41:30
                        Was nur in einem Nebensatz in dem Beitrag vorkommt, fand ich auch sehr interessant,
                        0:41:31–0:41:35
                        dass gesagt wird, ja, ihr habt mir diese fünf Monate gefehlt und irgendjemand
                        0:41:35–0:41:40
                        anderem, der dann nicht benannt wird, der im Trainerlehrgang angenommen wurde
                        0:41:40–0:41:43
                        und drin ist, fehlten drei Monate und da hat man dann aus Kulanz gesagt,
                        0:41:43–0:41:45
                        ah ja, komm, das runden wir auf.
                        Mara Pfeiffer
                        0:41:45–0:41:51
                        Ja, und das ist also schon ein bemerkenswerter Vorgang.
                        0:41:51–0:41:56
                        Vor allen Dingen brauchen wir unseren Hörer*innen ja sicherlich nicht zu sagen,
                        0:41:56–0:42:01
                        wie kompliziert es sowieso nach wie vor an vielen Standorten für Trainer*innen ist.
                        0:42:01–0:42:08
                        Und dann hat man eben einen Standort, der total auf eine engagierte und talentierte
                        0:42:08–0:42:14
                        Trainerin setzt und der auch versucht, eben die so weit wie möglich und so gut
                        0:42:14–0:42:16
                        wie möglich voranzubringen.
                        0:42:16–0:42:20
                        Und dann stößt man auf solche Hürden und muss sich auf der anderen Seite natürlich
                        0:42:20–0:42:25
                        schon die Frage stellen, was gibt es irgendwie für Gründe, warum man halt für
                        0:42:25–0:42:28
                        Marc Unterberger eine Ausnahme gemacht hat.
                        0:42:28–0:42:35
                        Ist auf jeden Fall ein sehr, sehr spannendes Thema und wir können euch nur empfehlen,
                        0:42:35–0:42:40
                        dass ihr euch den Film anschaut. Man hat dann damit Ende der Film.
                        0:42:40–0:42:46
                        Also Sabrina Wittmann hat nicht mit den Kolleginnen von Sport Inside sprechen wollen,
                        0:42:46–0:42:49
                        was ich ehrlicherweise total nachvollziehbar finde,
                        0:42:49–0:42:54
                        weil wenn du versuchst, in dieser, ich sag mal, Männermühle irgendwie als Frau
                        0:42:54–0:42:57
                        deinen Weg zu gehen und dann dich zu so einem Thema auch noch anfängst,
                        0:42:57–0:43:02
                        selbst zu äußern, Da hätte ich ehrlicherweise an ihrer Stelle auch keinen Bock drauf gehabt.
                        0:43:02–0:43:08
                        Ich kann mir total gut vorstellen, dass es dann auch wieder Leute gibt,
                        0:43:08–0:43:10
                        die das entsprechend irgendwie auseinander pflücken.
                        0:43:11–0:43:17
                        Und man kann das dann in so einer Situation, glaube ich, überwiegt dann das
                        0:43:17–0:43:21
                        Gefühl, dass man nicht kontrollieren kann, was mit den eigenen Worten passiert,
                        0:43:21–0:43:23
                        nachdem sie so den Mund verlassen haben.
                        0:43:23–0:43:26
                        Von daher gesehen total nachvollziehbar und der Beitrag endet dann damit,
                        0:43:27–0:43:31
                        dass man also sagt, nachdem sie halt nicht zugelassen wurde für diesen Lehrgang,
                        0:43:31–0:43:35
                        hat man ihr aber angeboten, in einer Kommission mitzuarbeiten.
                        0:43:35–0:43:41
                        Man kann dann natürlich sagen, ja, ist doch cool, sie darf irgendwie was mitentwickeln,
                        0:43:41–0:43:44
                        aber es ist natürlich auch so ein bisschen...
                        0:43:46–0:43:50
                        Es hat auch so ein bisschen so ein Geschmäckle sozusagen. Du darfst jetzt hier
                        0:43:50–0:43:53
                        irgendwie erst mal zwar noch nicht mitspielen, aber du darfst dich irgendwie
                        0:43:53–0:43:57
                        schon mal zum Strategienentwerfen mit an den Tisch setzen.
                        0:43:57–0:44:01
                        Also es ist total wichtig, diese Strategien zu entwerfen, aber es ist halt eben
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                        auch wichtig, Frauen im System zu fördern und dann nicht quasi an den Schreibtisch
                        0:44:05–0:44:06
                        irgendwie zurückzuholen.
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                        Also deswegen kann man wirklich nur hoffen, dass dann jetzt in der nächsten
                        0:44:10–0:44:14
                        Runde, wo sie sich eben wieder bewerben wird, das dann auch entsprechend funktioniert.
                        Annika Becker
                        0:44:14–0:44:18
                        Ja, und eine andere Fragestellung, die ich noch sehr spannend fand,
                        0:44:18–0:44:23
                        die kommt an dem Beitrag auch nochmal so kurz vor, ist die Frage danach,
                        0:44:23–0:44:26
                        warum das eigentlich so ist, dass der DFB ein Monopol darauf hat,
                        0:44:27–0:44:32
                        diese Trainer in Lizenzen zu vergeben und dafür auszubilden.
                        0:44:33–0:44:37
                        Das ist so, das führt uns dann jetzt aber ganz, ganz weit.
                        0:44:37–0:44:41
                        Aber wenn ihr da einen Beitrag dazu sehen könnt, ist Harald Lange,
                        0:44:41–0:44:46
                        der ja auch sehr, sehr viel zu dem Thema schon geschrieben und gesagt hat an
                        0:44:46–0:44:47
                        anderer Stelle, finde ich.
                        Mara Pfeiffer
                        0:44:47–0:44:51
                        Und der auch in den sozialen Medien total umtriebig ist, also dem kann man da
                        0:44:51–0:44:57
                        auf jeden Fall gut folgen, um bei diesem Thema auch auf der Höhe der Zeit zu sein.
                        Annika Becker
                        0:44:58–0:45:03
                        Ja, aber dann lasst uns doch mal den Schwenk rüber machen zu Petra,
                        0:45:04–0:45:11
                        die uns wieder einen ihrer Texte für die Bolztribüne für euch als Audiokommentar
                        0:45:11–0:45:14
                        nochmal zusammengefasst und eingesprochen hat.
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                        Ich glaube, sie ist diese Woche ein bisschen im Rant-Modus.
                        Petra Tabarelli
                        0:45:26–0:45:31
                        Wisst ihr, ich bin ja ein ruhiger, gutgläubiger Mensch. Wenn mich etwas enttäuscht,
                        0:45:31–0:45:33
                        dann fange ich mich schnell und denke positiv.
                        0:45:34–0:45:40
                        So nach dem Motto, ja, okay, echt schade, aber immerhin dies und das und ist
                        0:45:40–0:45:42
                        ja schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtung.
                        0:45:43–0:45:46
                        Und beim nächsten Mal, dann folgt halt der nächste Schritt.
                        0:45:47–0:45:53
                        Aberwenn dieser nächste Schritt nicht folgt, dann wandelt sich meine Enttäuschung in Wut.
                        0:45:54–0:45:59
                        Ich rante deswegen eher selten, aber wenn, dann mit Herzblut.
                        0:46:00–0:46:02
                        Und so am vergangenen Freitag in der
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                        Bolztribüne über die Nominierung der Schiedsrichter [sic!] für die EM 2024.
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                        Ihr erinnert euch vielleicht noch an die vergangene EM im Fußball der Männer.
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                        Das war eine Zeit, in der Stéphanie Frappart als erste Schiedsrichterin in der
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                        Champions League der Männer eingesetzt wurde und auch seitens der FIFA für eine
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                        EM-Qualifikation, dann später ja sogar bei der WM.
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                        Und die UEFA nominierte sie als Schiedsrichterin für die EM im Sommer 2021.
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                        Krass, großartig.
                        0:46:37–0:46:41
                        Ein Wermutstropfen folgte dann, Frappart sollte ausschließlich als vierte Offizielle
                        0:46:41–0:46:43
                        eingesetzt werden, also nur assistieren.
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                        Echt schade, dachte ich damals.
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                        Aber immerhin, es ist ja schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtung.
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                        Und bei der nächsten EM ist sie dann Schiedsrichterin auf dem Platz.
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                        In meinem Rant auf der Bolztribüne umschrieb ich es als dröhnenden Schall gähnender Leere.
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                        Denn das ist, was ich tatsächlich beim Lesen der Nominierung empfand.
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                        Es dröhnte in meinem Kopf, als ob ein riesiger Airbus neben mir startet und
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                        ich gleich mein Gehör verliere.
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                        Und gleichzeitig war da nichts.
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                        Und ganz ehrlich, ich verstehe die UEFA einfach nicht. Es geht mir auch gar
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                        nicht um Frappart oder so.
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                        Es ist ja nicht so, dass ich mir jetzt nur die Schiedsrichterinnen angeschaut
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                        habe. Aber auch unter allen Assistentinnen ist keine Frau.
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                        Nicht mit der Fahne an der Linie, nicht als vierte Offizielle,
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                        nicht mal versteckt irgendwie im Video Assistance Center.
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                        Nix, nada, niente.
                        0:47:43–0:47:48
                        Why? Ehrlich? Zum Beispiel Sian Massey-Ellis aus England, die assistiert seit
                        0:47:48–0:47:51
                        2010 in der englischen Premier League der Männer.
                        0:47:52–0:47:56
                        Die wurde zwischenzeitlich Mutter und hat gegen sämtliche Unkenrufe,
                        0:47:56–0:48:02
                        unter anderem von ihrem Doktor sogar nicht nur seit Jahren wieder in
                        0:48:02–0:48:06
                        der Premier League, sondern auch in der Nations League und Europa League der Männer.
                        0:48:07–0:48:11
                        Es kann mir doch echt keiner erzählen, dass es da an Kompetenz oder Leistung
                        0:48:11–0:48:18
                        hapert, weshalb überhaupt keine Frau wieder diesmal nominiert wurde. Echt, also meine Güte.
                        Annika Becker
                        0:48:20–0:48:24
                        Ja, apropos EM-Schiedsrichter und das muss man dann an der Stelle,
                        0:48:24–0:48:27
                        wie wir gerade erfahren haben, ja auch nicht entgendern.
                        0:48:27–0:48:33
                        Die UEFA hat eben die Schiedsrichter für die EM dieses Jahr bekannt gegeben
                        0:48:33–0:48:37
                        und wir verlinken euch die Liste dazu einmal.
                        0:48:37–0:48:39
                        Es sind zwei aus Deutschland mit dabei.
                        Mara Pfeiffer
                        0:48:39–0:48:46
                        Ja, und dann gibt es positive und weniger positive Nachrichten aus Aachen.
                        0:48:46–0:48:50
                        Die positive sportliche Nachricht sicherlich auch für die Fans,
                        0:48:51–0:48:55
                        die da lange drauf gewartet haben, ist eben der Aufstieg, die überhaupt nicht
                        0:48:55–0:49:00
                        positive Nachricht und das muss man natürlich getrennt voneinander betrachten.
                        0:49:00–0:49:04
                        Man muss aber eben auch in die Betrachtung mit einbeziehen, dass es ein Problem
                        0:49:04–0:49:08
                        des Gesamtvereins und auch der Verantwortlichen ist und nicht nur das Problem
                        0:49:08–0:49:13
                        von bestimmten Fangruppierungen ist, die mangelnde Abgrenzung nach rechts,
                        0:49:13–0:49:16
                        die da als Thema zuletzt häufiger aufgepoppt ist.
                        0:49:16–0:49:19
                        Wir hatten es hier vor einer Weile auch schon mal wegen eines in dem Artikel,
                        0:49:19–0:49:24
                        den wir euch verlinken, angebrochenen Statements des Vereins zu den bundesweiten Demos gegen rechts.
                        0:49:25–0:49:30
                        Da hat Alemannia Aachen sich nämlich im Gegensatz zu vielen anderen erstmal
                        0:49:30–0:49:33
                        nicht beteiligen wollen wegen einer angeblichen Spaltung der Gesellschaft,
                        0:49:34–0:49:37
                        die von diesen Demonstrationen ihrer Meinung nach ausgehen sollte.
                        0:49:37–0:49:41
                        Sie sind dann da hinterher so ein bisschen zurückgerudert, aber da haben sie
                        0:49:41–0:49:43
                        insgesamt ein sehr unglückliches Bild abgegeben.
                        0:49:43–0:49:49
                        Und es geht jetzt eben um offen recht extreme AkteurInnen, die sehr vereinsnah
                        0:49:49–0:49:54
                        agieren können und um einen extrem gewaltbereiten Anteil der Fanszene,
                        0:49:54–0:49:57
                        der eben auch vielen anderen Angst macht,
                        0:49:57–0:50:00
                        sodass sie sich nur anonym zu dem Thema äußern können.
                        0:50:00–0:50:05
                        Es ist mittlerweile auch ein Problem für die Stadt beziehungsweise Politik als Ganzes.
                        0:50:05–0:50:11
                        Der Verein distanziert sich, so wirkt es zumindest nur sehr fadenscheinig und
                        0:50:11–0:50:16
                        um das eigene Image eben an der Stelle nicht irgendwo hin abdriften zu lassen,
                        0:50:16–0:50:22
                        aber die Gesamtgemengelage ist keine gute, gerade im,
                        0:50:23–0:50:27
                        In den jetzigen Zeiten wäre so eine Abgrenzung eben dringend notwendig,
                        0:50:27–0:50:28
                        ist sie eigentlich immer.
                        0:50:28–0:50:34
                        Wir verlinken euch dazu unterschiedliche Beiträge von der Sportschau aus der Zeit und aus der Taz.
                        Annika Becker
                        0:50:35–0:50:40
                        Ja, dann gibt es Kritik am Sportfördergesetz.
                        0:50:40–0:50:47
                        Es heißt, dass soziale Absicherungsfragen zu kurz kommen und dass eine unabhängige
                        0:50:47–0:50:52
                        Vertretung in den Aufsichtsgremien der geplanten Leistungssportagentur, die es da geben soll,
                        0:50:54–0:50:56
                        Zitat sogar verhindert wurden.
                        0:50:57–0:51:03
                        Gefordert wird ein Tarifvertrag und die Verankerung von Ansprüchen im Gesetz,
                        0:51:04–0:51:09
                        Zitat, etwa bei den Themen Elternschaft, Krankheit, Unfall, Alter oder Arbeitsunfähigkeit.
                        0:51:09–0:51:14
                        Die Trainerinnen und Trainer hatten zuletzt sogar laut über einen Streik nachgedacht,
                        0:51:14–0:51:18
                        falls ihre Forderungen im Prozess der Leistungssportreform zu kurz kommen sollten.
                        0:51:19–0:51:20
                        Wir verlinken euch dazu einen Artikel
                        0:51:20–0:51:26
                        vom SID, der das Ganze noch etwas ausführlicher aufbereitet für euch.
                        Mara Pfeiffer
                        0:51:29–0:51:32
                        Ja, dann wechseln wir mal kurz in die USA.
                        0:51:33–0:51:38
                        Kansas City Current entlässt den Chef der medizinischen Abteilung, Carlos Jimenez.
                        0:51:39–0:51:44
                        Er soll eine Beziehung mit einer Spielerin geführt haben. Nach dem Missbrauchsskandal
                        0:51:44–0:51:49
                        2021 wurde für die gesamte NWSL festgeschrieben, dass es verboten ist,
                        0:51:49–0:51:51
                        selbst wenn die Beziehung einvernehmlich ist,
                        0:51:53–0:51:56
                        Zitat aus The Athletic, natürlich in der Übersetzung.
                        0:51:56–0:52:01
                        Die NWSL hat im Rahmen ihrer Reform nach den Vorwürfen der sexuellen Nötigung
                        0:52:01–0:52:06
                        gegen Paul Riley und der anschließenden gemeinsamen Untersuchung eine Richtlinie
                        0:52:06–0:52:08
                        zum Verbot der Verbrüderung,
                        0:52:08–0:52:13
                        also eine Non-Fraternization-Policy eingeführt, zusätzlich zu einer Richtlinie
                        0:52:13–0:52:17
                        über Diskriminierung, Belästigung und Mobbing am Arbeitsplatz.
                        0:52:17–0:52:21
                        Und wir verlinken euch dazu den Artikel aus The Athletic.
                        Annika Becker
                        0:52:21–0:52:26
                        Ja, dann geht es vor Gericht weiter in die nächste Runde. Wer übernimmt die
                        0:52:26–0:52:29
                        Polizeikosten für Hochrisikospiele?
                        0:52:29–0:52:35
                        Da ist nämlich am vergangenen Donnerstag der Prozess vor dem Verfassungsgericht
                        0:52:35–0:52:37
                        in Karlsruhe gestartet.
                        0:52:37–0:52:42
                        Das Urteil zu der Sache wird in einigen Monaten erwartet.
                        0:52:42–0:52:46
                        Wir hatten es davon hier auch schon häufiger.
                        0:52:46–0:52:52
                        Es geht eben um diese Grundsatzfrage, ob der Staat schrägstrich die Steuerzahler*innen
                        0:52:52–0:52:53
                        für jedes Sicherheitsrisiko einsetzt.
                        0:52:54–0:52:59
                        Aufkommen müssen, dass es einer kommerziellen Großveranstaltung resultiert.
                        0:52:59–0:53:05
                        Die DFL als eine Seite vor Gericht argumentiert eben mit dem Interesse der Allgemeinheit
                        0:53:05–0:53:09
                        und so salopp zusammengefasst, schließlich zahlen auch Fußballfans Steuern.
                        0:53:09–0:53:14
                        Die andere Seite sagt, dass Veranstalter*innen eben einen wirtschaftlichen Nutzen
                        0:53:14–0:53:20
                        aus Events ziehen und dann eine besondere Verantwortung für die öffentliche
                        0:53:20–0:53:21
                        Sicherheit zu tragen hätten.
                        0:53:21–0:53:26
                        Wir verlinken euch da mehrere Artikel und unter anderem auch einen Kommentar
                        0:53:26–0:53:28
                        zu dem Thema im Tagesspiegel.
                        0:53:29–0:53:34
                        Der, finde ich, sehr schön diesen Turn aufmacht zwischen, dass man eigentlich
                        0:53:34–0:53:39
                        denkt, naja, diese Argumentation der DFL ist vielleicht ein bisschen seltsam,
                        0:53:39–0:53:42
                        aber wenn man dann mal genauer darüber nachdenkt, haben sie halt schon recht.
                        Mara Pfeiffer
                        0:53:42–0:53:49
                        Spannend ist diese Diskussion, was müssen Steuerzahler*innen finanziell übernehmen,
                        0:53:49–0:53:52
                        finde ich auch immer vor dem Hintergrund, dass es bei Fußballspielen bei vielen
                        0:53:52–0:53:55
                        Leuten so einen Reflex gibt zu sagen,
                        0:53:55–0:53:59
                        warum muss ich diesen Quatsch bezahlen, Was interessieren mich Fußballspiele?
                        0:54:00–0:54:05
                        Gleichzeitig ist es bei anderen Großveranstaltungen, wird es als total normal
                        0:54:05–0:54:10
                        angesehen, dass alles, was da auch so an Polizeiapparat rundherum eben aufgefahren
                        0:54:10–0:54:13
                        wird, von den Steuerzahler*innen gezahlt wird.
                        0:54:13–0:54:20
                        Und wir kommen später noch auf ein anderes Thema, was die TAZ aufgearbeitet hat.
                        0:54:20–0:54:26
                        Und in dem Artikel dazu wird nochmal darauf hingewiesen, dass in der Saison
                        0:54:26–0:54:32
                        2022-23, für die es eben mittlerweile auch den Jahresbericht der ZIS,
                        0:54:32–0:54:35
                        also der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze gibt.
                        0:54:35–0:54:41
                        Und daraus zitieren sie, auf rund 13 Millionen Zuschauer*innen in der Bundesligasaison
                        0:54:41–0:54:43
                        kamen rund 400 Verletzte.
                        0:54:44–0:54:48
                        Jetzt mal unabhängig davon, dass jede verletzte Person immer eine zu viel ist
                        0:54:48–0:54:50
                        und damit wieder zurück ins Zitat.
                        0:54:51–0:54:55
                        Fußballspiele gehören damit weiter zu den sichersten Großveranstaltungen.
                        0:54:55–0:55:00
                        Und das ist glaube ich was, was Leute sich halt irgendwie überhaupt nicht vor
                        0:55:00–0:55:03
                        Augen führen, sondern die sehen dann halt mal eine Pyrofackel im Fernsehen und
                        0:55:03–0:55:04
                        dann sind sie der Meinung,
                        0:55:04–0:55:09
                        ihre komplette sauer verdiente Kohle geht irgendwie dafür drauf,
                        0:55:09–0:55:12
                        dass die Polizei sie vor diesen randalierenden Fans schützt.
                        0:55:12–0:55:15
                        Und es geht halt ziemlich weit an der Realität vorbei und das muss man an der
                        0:55:15–0:55:17
                        Stelle einfach auch mal wieder betonen.
                        Annika Becker
                        0:55:17–0:55:24
                        Ja, guter Punkt. Ich mache mal weiter damit, dass der DFB angekündigt hat,
                        0:55:24–0:55:30
                        das ökologische Engagement rund um die Pokalfinals bei Männern wie auch Frauen auszubauen.
                        0:55:31–0:55:36
                        Es gibt unter anderem ein Mitfahrportal, was ich eine sehr spannende Idee finde,
                        0:55:36–0:55:41
                        wenn ich das mal so persönlich anmerken darf. Und es gibt aber auch weitere Maßnahmen.
                        0:55:42–0:55:48
                        Also zum Beispiel soll es eben in den Stadien eine Anpassung bei der Preispolitik
                        0:55:48–0:55:55
                        geben zugunsten von vegetarischen Nahrungsmitteln und Reste sollen gespendet werden und das,
                        0:55:55–0:55:58
                        was nicht gespendet werden kann, soll dann aufbereitet werden,
                        0:55:58–0:56:01
                        dass daraus Energie erzeugt werden kann zum Beispiel.
                        0:56:02–0:56:05
                        Also das ist doch mal eine gute Nachricht, finde ich.
                        Mara Pfeiffer
                        0:56:06–0:56:11
                        Ja, Grüße an der Stelle an Christoph Kessel, online unterwegs als Mainzer on Tour,
                        0:56:11–0:56:17
                        der auf seinen Auswärtsfahrten ja immer genau das checkt, also ob es eine vegetarische
                        0:56:17–0:56:22
                        Variante gibt, die günstiger ist als die Fleischvarianten.
                        0:56:23–0:56:29
                        Weiter im Text, Miriam Schwermer wird das DFB-Pokalfinale der Frauen am 9.
                        0:56:29–0:56:32
                        Mai in Köln zwischen Bayern München und dem VfL Wolfsburg leiten,
                        0:56:32–0:56:36
                        das inzwischen übrigens fast ausverkauft ist.
                        0:56:36–0:56:40
                        Wir verlinken euch die entsprechende DFB-Meldung und damit darf die Annika euch
                        0:56:40–0:56:44
                        jetzt in die Untiefen der Streitigkeiten zwischen DFL und DAZN mitnehmen.
                        Annika Becker
                        0:56:45–0:56:48
                        Ja, also ich steige jetzt nicht mehr ganz von vorne ein,
                        0:56:48–0:56:52
                        weil wir letzte Woche schon drüber gesprochen haben und das wird ja auch viel drüber berichtet,
                        0:56:52–0:56:57
                        aber wir fanden es nochmal sehr wichtig zu sagen, dass natürlich die DFL inzwischen
                        0:56:57–0:57:02
                        auch reagiert hat und ihrerseits zu allem, was DAZN und die Öffentlichkeit
                        0:57:02–0:57:05
                        getragen hat, auch nochmal eine Stellungnahme abgegeben hat.
                        0:57:05–0:57:11
                        Und die hat es schon sehr, sehr in sich, wenn man die sich halt so Punkt für Punkt durchliest.
                        0:57:11–0:57:17
                        Ich kann jetzt wahrscheinlich hier nicht alles vorlesen, aber sie sagen eben ganz deutlich,
                        0:57:17–0:57:23
                        dass es aus ihrer Sicht überhaupt keinen Rechteverstoß gegeben hat,
                        0:57:23–0:57:26
                        so wie DAZN ihnen der DFL vorwirft.
                        0:57:26–0:57:30
                        Und schreibt dann eben als zweiten Punkt sehr, sehr deutlich:
                        0:57:30–0:57:36
                        "Die zuständigen Gremien der DFL haben das Rechte-Paket B entsprechend den Verfahrensregeln
                        0:57:36–0:57:39
                        der Ausschreibung rechtmäßig an einen anderen Bieter vergeben.
                        0:57:39–0:57:45
                        Die Angebote der DAZN Limited waren nicht ausschreibungskonform und wurden deswegen
                        0:57:45–0:57:49
                        bei der Vergabe nicht berücksichtigt. Das von DAZN nachträglich eingereichte
                        0:57:49–0:57:54
                        Dokument einer Bank ändert an der Entscheidung über die anderweitige Vergabe nichts.
                        0:57:54–0:57:59
                        Für die von DAZN geforderte Rücknahme der Entscheidung gibt es keine Grundlage
                        0:57:59–0:58:00
                        und keine Berechtigung."
                        0:58:00–0:58:07
                        Und ungefähr in dem Duktus geht es dann weiter, dass da eben auseinandergenommen
                        0:58:07–0:58:11
                        wird, was DAZN der DFL die ganze Zeit öffentlich vorwirft.
                        0:58:11–0:58:16
                        Es ist sehr, sehr klar, finde ich auch. Ja, es wird eben unter anderem gesagt,
                        0:58:16–0:58:20
                        dass es nicht stimmt, dass es keine Gesprächsangebote gegeben habe.
                        0:58:20–0:58:27
                        Es habe im Gegenteil sogar welche gegeben, aber ja, da ist eben nichts zustande gekommen.
                        0:58:27–0:58:33
                        Und dann fand ich noch sehr spicy, möchte ich so salopp sagen,
                        0:58:34–0:58:35
                        den letzten Punkt in dieser Stellungnahme,
                        0:58:36–0:58:40
                        wo die DFL schreibt: "Sollte DAZN die Schiedsklage einreichen,
                        0:58:40–0:58:43
                        ist die DFL für ein solches Verfahren gut aufgestellt.
                        0:58:44–0:58:48
                        Die DFL erwartet im Sinne zügiger Prozess- und Rechtssicherheit,
                        0:58:49–0:58:53
                        die im allseitigen Interesse liegt, dass alle Beteiligten einen Schiedsspruch
                        0:58:53–0:58:56
                        als endgültig und abschließend akzeptieren."
                        0:58:57–0:59:02
                        Also mal so frei übersetzt, wenn ihr da eine größere Nummer draus machen wollt,
                        0:59:02–0:59:04
                        dann reitet ihr ziemlich viele Leute in die Scheiße.
                        0:59:04–0:59:11
                        Dazu kann man noch hinzufügen, dass aktuell die Ausschüttung der TV-Gelder stockt,
                        0:59:11–0:59:16
                        weil Zahlungen von nicht genannten Medienpartnern ausstehen.
                        0:59:16–0:59:19
                        Die Vereine müssen also aktuell auf Gelder verzichten.
                        0:59:20–0:59:24
                        Und gleichzeitig läuft gerade eine Sammelklage gegen DAZN wegen der Erhöhung
                        0:59:24–0:59:27
                        der Preise in den Jahren 2021 und 2022.
                        0:59:28–0:59:32
                        Dazu verlinken wir euch eine Pressemitteilung der Verbraucherzentrale,
                        0:59:32–0:59:34
                        die diese jetzt eingereicht hat.
                        Mara Pfeiffer
                        0:59:34–0:59:39
                        Ich kann dazu nur sagen, die meisten Kommentare, die ich unter anderem auf LinkedIn
                        0:59:39–0:59:45
                        zu dem Thema gesehen habe, bestanden einfach aus dem Popcorn-Emoji und ich möchte
                        0:59:45–0:59:48
                        mich da inhaltlich vollumfassend anschließen.
                        0:59:48–0:59:52
                        Also, ich meine, wir haben das ja schon ein paar Mal gesagt,
                        0:59:52–0:59:55
                        wenn wir hier an einigen Stellen dann auch mal ein Gelächter ausbrechen,
                        0:59:55–0:59:58
                        dann bedeutet das am Ende des Tages nicht, dass wir die Themen nicht mit der
                        0:59:58–1:00:02
                        inhaltlich irgendwie angemessenen Ernsthaftigkeit betrachten,
                        1:00:02–1:00:06
                        aber manchmal Leute ernsthaft, also geht es halt auch nicht ohne ein bisschen Popcorn.
                        1:00:06–1:00:08
                        Was zur Hölle?
                        1:00:08–1:00:11
                        Ja, apropos Popcorn.
                        1:00:11–1:00:20
                        Die mehrere Billionen schwere staatliche saudi-arabische Erdölgesellschaft Aramco wird Sponsor der FIFA.
                        1:00:22–1:00:25
                        Wir lassen euch mal ganz kurz Zeit, um diesen Satz zu verarbeiten.
                        1:00:25–1:00:31
                        Also es ist tatsächlich so, die staatliche saudi-arabische Erdölgesellschaft wird Sponsor der FIFA.
                        1:00:31–1:00:37
                        Das wird auch Auswirkungen haben auf das Turnier der Frauen.
                        1:00:37–1:00:44
                        Es wird aber natürlich auch Auswirkungen haben, also auf andere Dinge,
                        1:00:44–1:00:47
                        beispielsweise, ist es ja so.
                        Annika Becker
                        1:00:47–1:00:47
                        Räusper, Compliance, Räusper.
                        Mara Pfeiffer
                        1:00:50–1:00:54
                        Ja, also wir müssen wahrscheinlich nichts weiter dazu sagen.
                        1:00:54–1:01:00
                        Ihr wisst alle, dass es für die Bewerbung auf die WM 2034 einen Bewerber gibt.
                        1:01:00–1:01:03
                        Mir fällt jetzt gerade nicht ein, wer es ist. Ach ja, genau, Saudi-Arabien.
                        1:01:04–1:01:08
                        Man sagt ja immer so schön, dass alles mit allem zusammenhängt,
                        1:01:08–1:01:10
                        aber ich glaube, so war es nicht gemeint.
                        Annika Becker
                        1:01:11–1:01:13
                        Nee, eher nicht.
                        Mara Pfeiffer
                        1:01:14–1:01:20
                        Jetzt kann man natürlich sagen, apropos Saudi-Arabien. Aber tatsächlich passiert
                        1:01:20–1:01:22
                        bei Newcastle mal was Cooles.
                        Annika Becker
                        1:01:22–1:01:27
                        Ja, das ist tatsächlich eine sehr coole Nachricht. Aber ja, einen gewissen Zusammenhang
                        1:01:27–1:01:28
                        gibt es da natürlich auch.
                        1:01:29–1:01:32
                        Newcastle bringt Trikots für Gehörlose raus.
                        1:01:33–1:01:40
                        Das ist ein sehr interessantes Stück Technik, das in diesen Trikots steckt.
                        1:01:40–1:01:45
                        Denn es ist so, dass die Geräusche im Stadion rund um das Spielfeld aufgenommen werden.
                        1:01:45–1:01:50
                        Und dann muss das Signal umgewandelt werden in ein digitales und dann gibt es
                        1:01:50–1:01:57
                        in diesen Trikots Sensoren, die dieses digitale Signal wiederum umwandeln in
                        1:01:57–1:02:00
                        Vibrationen, die die Leute dann wahrnehmen können.
                        1:02:00–1:02:10
                        Das heißt, sie können eben die unterschiedlichen Lautstärkegrade und die Stimmung so dann fühlen.
                        1:02:10–1:02:12
                        Und das ist schon eine sehr, sehr coole Sache.
                        1:02:12–1:02:18
                        Es gab auch erste Reaktionsvideos dazu, die ich sehr rührend fand. Ja.
                        Mara Pfeiffer
                        1:02:19–1:02:23
                        Das muss man wirklich dann mal so anerkennen.
                        1:02:23–1:02:25
                        Das ist eine sehr, sehr coole Idee und es ist wohl sogar so,
                        1:02:25–1:02:29
                        dass man auch die Gesänge dann erkennen kann, also weil es halt eben vom Signal
                        1:02:29–1:02:34
                        her sich eben anders anfühlt als andere Arten von Lautstärke. Danke.
                        1:02:35–1:02:41
                        Ganz harter Themenschwenk. Marta kündigt ihren Rücktritt aus der Nationalelf an dieses Jahr.
                        1:02:41–1:02:47
                        Sie möchte zu Olympia wegen der sehr kleinen Kader. Wir haben darüber hier ja
                        1:02:47–1:02:51
                        schon häufiger gesprochen, ist allerdings nicht klar, ob das nochmal klappen wird.
                        1:02:53–1:02:59
                        Sie sagt selbst, dass sie ganz gelassen in die Zukunft dieser Nationalelf blickt,
                        1:02:59–1:03:05
                        weil es sehr viele talentierte Nachwuchsspielerinnen gäbe, von denen sie wahrscheinlich
                        1:03:05–1:03:09
                        etliche mit ihrer Karriere mit inspiriert hat, füge ich da an.
                        Annika Becker
                        1:03:10–1:03:16
                        Ja, zu Recht. Dann gab es vielleicht auch einige neu inspirierte Menschen beim
                        1:03:16–1:03:19
                        Duell in der Regionalliga Nordost der Frauen.
                        1:03:19–1:03:23
                        Da gab es nämlich das Nachholspiel zwischen Union Berlin und Hertha BSC.
                        1:03:23–1:03:26
                        Es waren 12.511 Zuschauer*innen bei
                        1:03:26–1:03:33
                        der Partie, was gemessen an der Liga halt einfach eine krasse Nummer ist.
                        1:03:33–1:03:40
                        Union hat 5 zu 0 gewonnen. Und ja, wir schicken liebe Grüße zu Steffi rüber,
                        1:03:41–1:03:45
                        die nicht nur die coolen Designs für die Bolztribüne gemacht hat,
                        1:03:45–1:03:50
                        sondern auch sehr, sehr tolle Fotos, wie ich finde, für Textilvergehen von der Partie.
                        1:03:50–1:03:55
                        Also haben wir hier einmal ihre Fotostrecke für euch und dann noch einen Artikel
                        1:03:55–1:03:57
                        auch auf Textilvergehen,
                        1:03:57–1:04:03
                        wo ich die Diskussion unter dem sehr schönen Artikel an sich auch sehr,
                        1:04:03–1:04:08
                        sehr toll finde, unter anderem, weil Mo auch was dazu beigetragen hat.
                        Mara Pfeiffer
                        1:04:09–1:04:15
                        Genau, und Mo verdient sowieso regelmäßige Medaillen und Anstecknadeln für die
                        1:04:15–1:04:18
                        Art und Weise der Diskussion im Fußball.
                        1:04:20–1:04:25
                        Wir kommen zu dem schon angekündigten Taz-Artikel.
                        1:04:25–1:04:32
                        Es geht darum, dass Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens Derbys künftig
                        1:04:32–1:04:35
                        ohne Auswärtsfans stattfinden lassen möchte.
                        1:04:35–1:04:40
                        Die Taz schlüsselt die neuen Fragen und Antworten dazu auf,
                        1:04:40–1:04:47
                        also unter anderem, ob sie das tatsächlich verbieten kann und natürlich dann
                        1:04:47–1:04:54
                        auch Fragen nach Gefahren von Pyrotechnik und der Kontrolle von Pyrotechnik am Einlass.
                        1:04:56–1:05:01
                        Ich finde die Diskussion einigermaßen populistisch.
                        1:05:01–1:05:05
                        Es ist ja jetzt auch nicht das erste Mal so, dass sich da Innenminister oder
                        1:05:05–1:05:10
                        Innenministerinnen im Fußball auf eine Art und Weise einklinken,
                        1:05:10–1:05:13
                        die ein bisschen schwierig nachvollziehbar ist,
                        1:05:13–1:05:16
                        wenn man sich mit den Themen intensiver beschäftigt.
                        1:05:16–1:05:21
                        Das Thema Auswärtsfans ist natürlich eins, was auf diese harte Art und Weise
                        1:05:21–1:05:23
                        bislang nicht angegangen wurde.
                        1:05:24–1:05:29
                        Man könnte jetzt ja sarkastisch sagen,
                        1:05:29–1:05:36
                        wenn man zurückgeht zur Grunddefinition eines Derbys, dann hat man mit dem Thema
                        1:05:36–1:05:39
                        auch nicht so sehr viele Schwierigkeiten, weil der Begriff wird mittlerweile
                        1:05:39–1:05:41
                        leider sehr inflationär benutzt.
                        1:05:41–1:05:46
                        Aber ich fürchte eher, solche Anregungen würden dann dazu führen,
                        1:05:46–1:05:53
                        dass Politik und Polizei aus allem, was sich halbwegs miteinander verknüpfen
                        1:05:53–1:05:54
                        lässt, ein Derby machen.
                        1:05:54–1:06:00
                        Das ist sicherlich ein Weg, den man gar nicht erst anfangen sollte zu beschreiten.
                        Annika Becker
                        1:06:00–1:06:08
                        Ja, dann gibt es zum Abschluss noch eine durchaus traurige,
                        1:06:08–1:06:12
                        schwierige Nachricht. Die brasilianische Nationalspielerin Luana
                        1:06:12–1:06:18
                        hat nämlich heute öffentlich gemacht auf ihrem Instagram-Kanal,
                        1:06:18–1:06:23
                        dass bei ihr eine Krankheit diagnostiziert wurde, nämlich Morbus Hodgkin,
                        1:06:23–1:06:26
                        auch bekannt als Hodgkin-Lymphom.
                        1:06:26–1:06:33
                        Das ist etwas, das dann mit einer Chemotherapie behandelt werden muss, wie sie schreibt.
                        1:06:33–1:06:40
                        Sie bedankt sich bei all ihren Fans, bei dem brasilianischen Nationalteam und
                        1:06:40–1:06:46
                        natürlich auch bei ihrem Verein Orlando Pride für die gesamte Unterstützung.
                        1:06:46–1:06:52
                        Und schrieb, dass sie natürlich schon viele andere
                        1:06:52–1:06:57
                        Kämpfe geführt hat auf dem Fußballfeld und dass das jetzt aber nochmal ein ganz
                        1:06:57–1:07:00
                        anderer Besonderer ist, den sie aber genauso annehmen wird.
                        1:07:01–1:07:05
                        Und auch wenn das vom anderen Ende der Welt und in einer anderen Sprache
                        1:07:05–1:07:10
                        vielleicht immer ein bisschen komisch wirkt, aber wir wünschen für diesen Kampf
                        1:07:10–1:07:11
                        alles, alles Gute an dieser Stelle.
                        Mara Pfeiffer
                        1:07:11–1:07:15
                        Ja genau und dann haben
                        1:07:15–1:07:18
                        wir für euch zwei Empfehlungen dabei
                        1:07:18–1:07:25
                        diese Woche eine Hör- und eine Schau-Empfehlung. Zum einen war Theresa Lachner
                        1:07:25–1:07:33
                        zu Gast bei Nora Hespers in "Mensch Frau Nora", schout out an dieser Stelle insgesamt
                        1:07:33–1:07:37
                        an Nora die ja nicht nur in ihrem beruflichen Podcast
                        1:07:37–1:07:41
                        immer wieder wichtige Themen tackelt, sondern eben dann auch,
                        1:07:41–1:07:47
                        wenn sie es persönlich nochmal wichtig findet, auch eben in "Mensch Frau Nora".
                        1:07:47–1:07:51
                        Die beiden haben sich unterhalten über Sexismus und Sportbekleidung.
                        1:07:51–1:07:56
                        Aufgehängt kann man sich schon ein bisschen denken an diesen neuen Nike-Trikots,
                        1:07:56–1:08:02
                        wo es zuletzt von einigen Spielern schon halbwegs humoristische Einlassungen
                        1:08:02–1:08:04
                        dazu gab, die so in die Richtung gingen.
                        1:08:04–1:08:08
                        Meine beiden Schamlippen diskutieren noch drüber, welche sich in dem Trikot
                        1:08:08–1:08:10
                        irgendwie aufhalten darf und welche raushängt.
                        1:08:11–1:08:17
                        Es ist natürlich so, dass Nike gesagt hat, ja, das ist ja nur eine Option.
                        1:08:18–1:08:21
                        Man kann ja auch was anderes anziehen, aber es steckt natürlich auch was dahinter,
                        1:08:21–1:08:27
                        dass man genau die eben so präsentiert. Und Theresa Lachner könnt ihr sowieso
                        1:08:27–1:08:32
                        euch auch mal in den sozialen Medien raussuchen und auch ihren tollen Podcast.
                        1:08:32–1:08:37
                        Die hat sehr viele, sehr kluge Dinge zu diesen Themen zu sagen und einer der
                        1:08:37–1:08:44
                        ja sicherlich sehr wahren Sätze in dem Podcast ist, dass sie sagt,
                        1:08:44–1:08:46
                        als Frau kannst du es sowieso nur falsch machen.
                        1:08:47–1:08:53
                        Insgesamt sind das zwei sehr, sehr kluge Köpfe, die sich da zusammenstecken
                        1:08:53–1:08:57
                        und ein total unterhaltsames Gespräch führen.
                        1:08:57–1:09:03
                        Und als zweite Empfehlung, liebe Grüße an der Stelle an Franzi von "Legende verloren".
                        1:09:04–1:09:11
                        Eine Doku über den Aufstieg der BSG-Frauen, die einfach total herzig und wholesome ist.
                        1:09:11–1:09:18
                        Also wenn ihr mal einfach so eine Viertelstunde roundabout euch richtig gut
                        1:09:18–1:09:21
                        fühlen wollt mit Fußball, dann schaut euch diese Doku an, da geht es euch hinterher
                        1:09:21–1:09:22
                        gleich ein bisschen besser.
                        Annika Becker
                        1:09:22–1:09:29
                        Ja, und dann würde ich sagen, für das, was nicht so gut läuft im Fußball,
                        1:09:29–1:09:35
                        da kennt ihr alle unsere Kategorie, die wir dafür haben und die beginnt jetzt und heißt so.
                        1:09:41–1:09:45
                        Wir fliegen mit unserem Kackspech dieses Mal nach Frankreich,
                        1:09:45–1:09:53
                        genauer gesagt zum Verein Stade Brest oder in vollem Namen Stade Brestois 29.
                        1:09:53–1:09:59
                        Die Frauen dieses Vereins spielen gerade in der dritten französischen Liga der
                        1:09:59–1:10:05
                        Frauen und haben letzte Woche einen offenen Brief veröffentlicht,
                        1:10:05–1:10:08
                        exklusiv über die Plattform Footeuses,
                        1:10:08–1:10:10
                        die wir hier auch schon mehrmals verlinkt hatten.
                        1:10:10–1:10:17
                        Und haben einen Streik angedroht, wenn sich nicht verschiedene Dinge ändern.
                        1:10:18–1:10:24
                        Es geht um schlechte Bedingungen im Verein. Dazu gehören unter anderem unhygienische Unterkünfte,
                        1:10:25–1:10:31
                        zu spät vergebene Verträge, nachdem Spielerinnen schon fünf Monate beim Verein
                        1:10:31–1:10:35
                        waren und den dann erst fünf Monate später bekommen haben,
                        1:10:35–1:10:38
                        nicht gezahlte Gehälter und noch einiges mehr.
                        1:10:39–1:10:44
                        Ich zitiere einmal aus der Übersetzung des offenen Briefes.
                        1:10:44–1:10:50
                        "Einige Verträge wurden erst fünf Monate nach der Ankunft im Verein unterzeichnet.
                        1:10:50–1:10:56
                        Die Spielerinnen mussten ihren Lebensunterhalt fernab von ihren Familien bestreiten,
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                        ohne das geringste Einkommen.
                        1:10:58–1:11:03
                        Als ihre Verträge fünf Monate später unterzeichnet wurden, war der Betrag niedriger
                        1:11:03–1:11:08
                        als vorher ausgemacht. Der gesamte Mitarbeiter*innenstab hat zusammengelegt,
                        1:11:08–1:11:10
                        um ihnen finanziell zu helfen."
                        1:11:11–1:11:17
                        Es soll zudem so gewesen sein, dass Mieten für Wohnungen, die vom Verein den
                        1:11:17–1:11:23
                        Spielerinnen vermittelt wurden, ohne vorheriges Einverständnis von den Gehältern abgezogen wurden.
                        1:11:23–1:11:27
                        Und das ist an sich schon kriminell.
                        1:11:27–1:11:32
                        Man muss dann aber dazu sagen, dass die Spielerinnen sehr detailliert beschreiben,
                        1:11:32–1:11:36
                        in was für einem schlechten Zustand diese Wohnungen teilweise sind,
                        1:11:36–1:11:40
                        die als schimmelig und ohne Heizung beschrieben werden.
                        1:11:40–1:11:45
                        Die Spielerinnen sagen außerdem, sie haben keine vollständige Ausrüstung und
                        1:11:45–1:11:51
                        dass ihnen zum Teil der Zugang zu den Profianlagen der Männer verwehrt wurde.
                        1:11:52–1:11:57
                        Zudem soll zum Teil das Recht auf Berufsausbildung ohne Erklärung verweigert
                        1:11:57–1:12:05
                        worden sein und MitarbeiterInnen der Abteilung wurden ersatzlos entlassen. Erneutes Zitat.
                        1:12:05–1:12:05
                        "Angesichts dieser unhaltbaren Situation haben die Spielerinnen von Stade Brestois 29 beschlossen, das Wort zu ergreifen und den Vorsitzenden des Vereins, Daniel Le Roux, um Erklärungen zu bitten. 'Wir fragen uns, welche Absichten der Präsident verfolgt. Wir haben am 15. März 2024, dem Tag vor einem entscheidenden Spiel, als wir um den Aufstieg in die zweite Liga kämpften,
                        1:12:32–1:12:36
                        eine nicht namentlich gekennzeichnete E-Mail von ihm erhalten,
                        1:12:36–1:12:40
                        in der er uns mitteilte, dass die meisten von uns in der nächsten Saison nicht
                        1:12:40–1:12:43
                        wiederkommen würden. Will er uns destabilisieren?'"
                        1:12:45–1:12:49
                        Die Spielerinnen sind in Kontakt mit der Gewerkschaft UNFP.
                        1:12:50–1:12:54
                        Das ist die französische Gewerkschaft für Fußballspieler und Spielerinnen.
                        1:12:54–1:12:58
                        Footeuses hatte natürlich auch den Verein um Kommentar dazu angefragt.
                        1:12:58–1:13:02
                        Er hat sich aber geweigert, sich gegenüber dem Medium zu äußern.
                        1:13:02–1:13:06
                        Er hat stattdessen auf der eigenen Homepage ein Statement rausgegeben.
                        1:13:06–1:13:09
                        Das verlinken wir euch der Vollständigkeit halber unten auch.
                        1:13:09–1:13:13
                        Da wird gesagt, dass es eine interne Untersuchung im Verein geben soll.
                        1:13:13–1:13:17
                        Ich werde langsam ein bisschen sarkastisch, wo ich das hier alles vortrage.
                        1:13:17–1:13:20
                        Ich muss sagen, wenn es eine Sache gibt, die mich sowas von ankotzt im Fußball
                        1:13:20–1:13:24
                        ist, wenn Vereine sagen, oh ja, da machen wir mal eine interne Untersuchung.
                        1:13:24–1:13:29
                        Ja, weil intern ist die dann auch unabhängig. Was kommt denn dann dabei raus?
                        1:13:29–1:13:31
                        Wer macht diese Untersuchung und so weiter und so weiter?
                        1:13:32–1:13:35
                        Also ja, es hört sich alles recht grottig an.
                        1:13:36–1:13:41
                        Und es bleibt jetzt eben abzuwarten, was bei dieser internen Untersuchung rauskommt
                        1:13:41–1:13:45
                        und was die Gewerkschaft vielleicht in der Zwischenzeit noch erwirken kann.
                        1:13:46–1:13:51
                        Die Spielerinnen haben auch die Unterstützung ihrer diversen Spielerberater
                        1:13:51–1:13:53
                        und Beraterinnen zugesichert bekommen.
                        1:13:53–1:13:59
                        Also man darf erwarten, dass es da in nächster Zeit durchaus noch hoch hergehen wird.
                        1:13:59–1:14:01
                        Mara, möchtest du da auch noch was dazu sagen?
                        Mara Pfeiffer
                        1:14:02–1:14:06
                        Nee, ehrlich gesagt fällt mir da überhaupt nichts mehr dazu ein. Also, ähm...
                        1:14:07–1:14:12
                        Es ist immer wieder aufs Neue schockierend,
                        1:14:12–1:14:20
                        was da für ein Umgang herrscht und vor allen Dingen, woran ich bei solchen Nachrichten
                        1:14:20–1:14:23
                        immer denke, ist, wir haben jetzt 2024,
                        1:14:23–1:14:28
                        das Interesse am Fußball der Frauen ist in den letzten Jahren schon deutlich gestiegen.
                        1:14:28–1:14:33
                        Die Spielerinnen haben eben die Möglichkeiten über soziale Medien und so weiter,
                        1:14:33–1:14:36
                        also sich überhaupt Gehör zu verschaffen.
                        1:14:36–1:14:39
                        Aber das sind ja alles keine Dinge, die im Fußball der Frauen jetzt plötzlich
                        1:14:39–1:14:41
                        aufploppen, sondern die hat
                        1:14:41–1:14:44
                        es wahrscheinlich in den letzten Jahrzehnten immer und überall gegeben.
                        1:14:44–1:14:49
                        Und wenn man was Positives finden kann, dann tatsächlich, dass die Spielerinnen
                        1:14:49–1:14:53
                        mittlerweile mehr Mittel und Wege haben, um sich tatsächlich Hilfe zu holen
                        1:14:53–1:14:54
                        und es auch konsequenter tun.
                        1:14:55–1:14:58
                        Also das ist das, was ich an positiver Entwicklung sehe, aber mehr auch nicht.
                        Annika Becker
                        1:15:00–1:15:03
                        Yes, das muss man wohl leider so festhalten.
                        Mara Pfeiffer
                        1:15:03–1:15:11
                        Ja, aber um euch jetzt nicht in einer total trüben Laune zu entlassen aus unserem
                        1:15:11–1:15:17
                        Podcast, weisen wir einfach am Ende nochmal darauf hin, was Annika am Anfang schon angekündigt hat.
                        1:15:17–1:15:24
                        Wenn ihr uns Podcasten sehen wollt, dann kommt doch am Freitag nach Köln ins Sportmuseum.
                        1:15:24–1:15:28
                        Es gibt noch Tickets für unseren ersten Live-Podcast zusammen mit der wunderbaren
                        1:15:28–1:15:33
                        Claudia Neumann und wir setzen euch den Link natürlich in die Shownotes.
                        1:15:33–1:15:34
                        Wir sehen uns hoffentlich da, oder?
                        Annika Becker
                        1:15:35–1:15:39
                        Ich denke schon. Was sagt man? Sagt man eigentlich immer Kölle-Alav?
                        1:15:39–1:15:40
                        Ich kenne mich da nicht so aus.
                        Mara Pfeiffer
                        1:15:41–1:15:42
                        Keine Ahnung, man.
                        Annika Becker
                        1:15:45–1:15:46
                        Helau.
                        1:15:46–1:15:47
                        Bis Freitag.
                        1:15:47–1:15:47
                        Wir freuen uns auf euch.
                        Mara Pfeiffer
                        1:15:48–1:15:52
                        Helau sagt man in Köln bestimmt nicht. Bis Freitag, ihr Lieben.
                        1:15:52–1:15:53
                        Ciao.

                        Der Beitrag Passierschein A38 erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.

                        1 hr 17 min

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