In meiner 4. Folge erzähle ich dir etwas über die Zeit nach meinem Studium und wie es mir in meinen anfänglichen Berufsjahren ergangen ist.
Mein Alltag wurde stets von meiner Therapie und den Erkenntnissen daraus begleitet und ließ mich tief ins Spüren kommen.
So vieles lag immer noch in mir brach, berührte und erschütterte mich bis ins Mark meines Seins und stellte mich viele weitere Jahre vor ganz besondere Herausforderungen.
Jeder Tag war ein Kraftakt, wie eine reißerische Achterbahnfahrt aus der ich nicht im Stande war auszusteigen...
Auch der Start in das Berufsleben war gezeichnet von diesem Prozess.
Ich brauchte wieder und wieder Pausen (in Form von Krankschreibungen) zum Durchatmen, zum Erholen, zum Kraft tanken, zum Verarbeiten all der Dinge, die in mir geschahen und die ich ihn ihrer Härte nur schwer verkraftete.
Gedanken wie "Ich will nicht mehr!", "Ich kann nicht mehr!", "Wann hört das alles einfach auf?" waren dabei die treuen Begleiter meines Alltags über all die Jahre hinweg.
Es folgte ein Arbeitgeberwechsel und die berufsbegleitende Weiterbildung zur Erlebnispädagogin, doch glücklich wurde ich dadurch nur bedingt.
Zu sehr zehrte mein bisheriges Leben an meinen Kräften, sodass ich irgendwann an mir und meinem gesunden Menschenverstand zweifelte.
Probleme auf der Arbeit, mit Kollegen, mit Vorgesetzten und schlussendlich mit Eltern führten dazu, dass ich fast erneut zusammenbrach.
Doch es sollte in dieser Zeit so sein, dass ein Wechsel meiner Ärzte stattfand und mir somit der Weg in eine stationäre Behandlung geebnet wurde:
Einen Weg, den ich anfangs nicht einschlagen wollte!
Einen Weg, der so viel Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit in mir auslöst!
Einen Weg, den ich trotz alledem ging!