In dieser Folge geht es um Sprache – aber nicht nur oberflächlich, sondern um das, was darunter liegt.
Wir sprechen gerade viel darüber, welche Begriffe sich verändern sollten, wie wir sensibler werden und mehr Bewusstsein für bestimmte Themen entwickeln. Und das ist wichtig.
Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass ein großer Teil unserer Alltagssprache komplett unreflektiert bleibt.
Wörter wie „Ex“, „mein Mann“, „meine Frau“, „Schwiegermutter“ oder „Stief…“ benutzen wir ganz selbstverständlich.
Aber was steckt eigentlich dahinter?
Welche Bilder, welche Rollen, welche alten Strukturen tragen diese Begriffe in sich?
Ich teile in dieser Folge meine persönliche Sicht darauf – warum sich viele dieser Worte für mich nicht stimmig anfühlen und warum ich sie bewusst nicht benutze.
Unter anderem auch, weil ich merke, wie schnell Menschen andere in Schubladen stecken, ohne ihre Geschichte zu kennen.
Nur weil jemand Kinder hat, heißt das nicht, dass er verheiratet ist.
Nur weil eine Beziehung vorbei ist, wird ein Mensch nicht plötzlich zu etwas Abgeschlossenem.
Es geht auch um den Umgang mit Beziehungen an sich:
Warum entstehen Verbindungen oft so schnell und enden genauso schnell wieder?
Warum sprechen viele Menschen im Nachgang abwertend über ihre ehemaligen Partner?
Und was hat das vielleicht mit unverarbeiteten Verletzungen zu tun?
Ich spreche darüber, wie wichtig es ist, die eigenen Grenzen zu kennen, ehrlich zu kommunizieren und Verantwortung für den eigenen Anteil in Beziehungen zu übernehmen.
Und auch darüber, was ich meinen Kindern vorleben möchte:
einen würdevollen Umgang mit Menschen – unabhängig davon, ob etwas funktioniert hat oder nicht.
Diese Folge ist keine Anleitung und keine Bewertung.
Es ist ein ehrlicher Gedankengang, eine Reflexion – und vielleicht eine Einladung, die eigene Sprache ein Stück bewusster wahrzunehmen.
Vielleicht merkst du beim Zuhören,
dass sich manche Wörter plötzlich anders anfühlen als vorher.