Das Engagement für die Gesellschaft und das Umfeld war Franziska Steiner schon immer sehr wichtig. Ob als Jugendliche in der Pfadi, in der Musikgesellschaft und im Fasnachtsverein oder heute als Bäuerin, Mutter, Kantonsrätin und Präsidentin von Die Mitte St. Gallen.
Ihren beruflichen Werdegang begann Franziska Steiner als Lehrerin. Ein Beruf, der alles vereint, was sie gerne macht: Mit Menschen zusammen sein, jemanden weiterbringen, Herausforderungen meistern und Dinge weiterentwickeln. Ein logischer Schritt, dass die Gommiswalderin auch die Chance nutzte, in der Nachbargemeinde für einige Jahre die Schulleitung zu übernehmen und in die Politik einzusteigen.
Dazu machte Franziska Steiner die Ausbildung zur Bäuerin und übernahm zusammen mit ihrem Mann den Hof ihrer Eltern: «Es ist streng, aber es ist wie mit vielem, wenn man es gerne macht, merkt man nicht, dass es streng ist». Trotzdem alles unter einen Hut zu bringen, ist nicht einfach, weil auf dem Hof vieles jahreszeitabhängig ist und sich politische Sitzungen nicht verschieben lassen. Doch der Hof und die Familie sind für Franziska Steiner heilsam und umgekehrt tut ihr das Politische als Mutter gut: «Man kann einen Beitrag leisten. Ich will nicht, dass meine Kinder später in einem Zwei-Welten-System leben!»
Ein Gespräch über Rollen einnehmen, ausleben und aufbrechen – zwischen Bauernhof-Idylle und politischem Parkett.