Christin Walser leitet, gemeinsam mit ihrem Bruder, in dritter Generation das Familienunternehmen Walser + Co. AG in Wald AR und ist verantwortlich für Finanzen und HR. Dabei hatte die 35-Jährige ganz andere Pläne: Maskenbildnerin in einem Theater wäre ihr Berufswunsch gewesen. Allerdings: Eine Coiffeurinnen- oder Kosmetikausbildung zu machen, das sah sie nicht. Und so entschied sie sich schliesslich für eine KV-Lehre mit BMS im eigenen Familienbetrieb. Einige Jahre später, noch immer im Familienbetrieb, realisierte sie: Die angedachte Übergangszeit von zehn Jahren bis zur Geschäftsübernahme funktioniert nicht. Da wagte sie das Verrückte: Drei eidgenössische Fachausbildungen parallel. «Das würde ich niemandem empfehlen», sagt sie rückblickend, «aber es ging nicht anders.» Bei der vierten Ausbildung folgten ein Zusammenbruch, völlige Überforderung und ein Schlüsselerlebnis. Eine beeindruckende junge Frau und ein tolles Gespräch!