Berührt - ich denke laut.

Berührt - ich denke laut.

By Katharina SchneeweißEducationSelf-Improvement
Download on the App Store

Berührt - ich denke laut. episodes

  • Folge 31 - mein Traum.
    vom träumen zum erfüllen.

    Ich lese gerade ein Buch über Träume, Lebenssinn und die Frage, was wir in unserem Leben erreichen wollen.

    Und plötzlich wurde ich traurig.

    Weil ich mich gefragt habe:
    Was ist eigentlich mein Traum?

    Natürlich gibt es Dinge, die ich erleben möchte.

    Ich möchte reisen.
    Die Welt sehen.
    In einem Bulli sitzen, Musik hören, losfahren und irgendwo ankommen.
    Diese Sehnsucht kenne ich.

    Aber ich kenne auch das Gefühl, dass selbst das nicht das ist, wonach ich gerade wirklich suche.

    Denn wenn ich genauer hinsehe, fühlt sich das Reisen gerade manchmal nach Flucht an.

    Und darunter liegt ein anderer Wunsch.

    Ankommen.

    Ich stelle mir vor, morgens aufzuwachen, mir in Ruhe einen Tee zu machen, den Tag auf mich zukommen zu lassen und ganz selbstverständlich in mein Leben hineinzuleben.

    Nicht als Belohnung.
    Nicht nach einer Phase völliger Erschöpfung.
    Nicht erst, wenn ich genug geleistet habe.

    Sondern als mein Leben.

    Als mein Standard.

    Und wenn ich dort irgendwann angekommen bin, möchte ich vielleicht immer noch reisen.

    Nur dann nicht mehr, um irgendwo zu fliehen.
    Sondern weil ich überall sein kann.

    12 min
  • Folge 30 - Geben und Nehmen.
    Vom Gegensatz zur Einheit.

    Ich habe lange geglaubt, dass ich gerne gebe und Schwierigkeiten damit habe, zu nehmen.

    Hilfe anzunehmen.
    Etwas für mich tun zu lassen.
    Etwas zu brauchen.
    Heute fühlt sich diese Geschichte für mich plötzlich verdreht an.
    Denn wenn ich genauer hinschaue, entdecke ich einen Unterschied zwischen dem, was ich bewusst denke, und dem, was mein Körper dabei erzählt.

    Vielleicht ist mein Geben nicht immer nur Geben.

    Vielleicht nehme ich dabei auch etwas.
    Anerkennung.
    Nähe.
    Das Gefühl, gebraucht zu werden.
    Das Gefühl, ein guter Mensch zu sein.

    Und je länger ich darüber nachdenke, desto weniger glaube ich an ein vollkommen selbstloses Geben.

    Und vielleicht darf „egoistisch“ für mich eine ganz neue Bedeutung bekommen:
    Nicht rücksichtslos zu sein.
    Sondern mich selbst nicht mehr aus der Rechnung herauszunehmen und dafür weniger Selbst-los.

    Ich glaube, dieses Thema wird mich noch eine Weile begleiten.

    8 min
  • Folge 29 - nur ein Satz.
    Wenn ein Satz mehr ist als Worte.

    Manchmal beginnt etwas Großes mit einem einzigen Satz.

    Heute Morgen war genau so ein Moment.

    Ein Satz tauchte in mir auf und fühlte sich zuerst ganz schlicht an.

    Doch je länger ich mit ihm war, desto mehr zeigte er mir,

    wie sehr sich mein Leben verändert hat.

    Am selben Tag wurde dieser Satz sofort geprüft.

    In meiner neuen Arbeit.
    In meinen Ängsten.
    In meinem Wunsch, mich wirklich einzufühlen.
    Und in der Frage,
    ob Tiefe ihren Wert erst beweisen muss.

    Diese Folge erzählt davon,

    wie aus einem einzigen Satz eine offene Tür wurde.
    Und davon, wie es sich anfühlt,
    noch gar nicht zu wissen,
    wohin dieser neue Weg führt.

    11 min
  • Folge 28 - die Sehnsucht.
    Der Weg von Mir zu einem Wir.

    Nach meiner letzten Folge über Freude ist mir etwas bewusst geworden.

    Ich habe gelernt, meine Wahrnehmung ernst zu nehmen.

    Zu spüren.
    Zu fühlen.
    Und Worte dafür zu finden.

    Das war für mich ein langer Weg.

    Jetzt beginnt etwas Neues.

    Ich merke, wie groß meine Sehnsucht nach Begegnungen geworden ist,

    in denen auch andere diesen Raum betreten.
    Nicht nur erzählen, was passiert ist.
    Sondern zeigen, was es mit ihnen macht.

    Diese Folge erzählt von diesem Zwischenraum.

    Zwischen Freude und Sehnsucht.
    Zwischen Geduld und Warten.
    Zwischen dem, was schon da ist,
    und dem, was vielleicht mit der Zeit wachsen darf.

    11 min
  • Folge 27 - die Freude.
    Der Freude auf der Spur.

    Im Moment beschäftigt mich die Freude.

    Nicht als Ziel.
    Sondern als etwas, das ich gerade erst kennenlerne.

    Ich entdecke, dass es unterschiedliche Arten von Freude gibt.

    Die Freude, die ich verstehe.
    Und die Freude, die mich berührt.

    Sie fühlt sich für mich nicht wie ein Gedanke an.

    Sondern wie etwas, das zwischen Menschen entsteht.

    Wie ein ganz zarter Moment,

    in dem sich jemand zeigt
    und ich davon berührt werde.

    Ich glaube, Freude lässt sich nicht festhalten.

    Sie ist eher wie ein schelmisches Fabelwesen.
    Leicht.
    Flüchtig.
    Lebendig.

    Und doch wird sie für mich greifbarer,

    wenn ich meine Wahrnehmung ausspreche,
    mein Herz öffne
    und einen anderen Menschen daran teilhaben lasse.

    10 min
  • Folge 26 - Lebenszeichen.
    Wenn etwas weiterlebt.

    Ich habe viele Jahre gelernt, meinen eigenen Ausdruck zu finden.

    Mich zu fragen:
    Was ist meins?
    Was möchte ich wirklich?

    Heute merke ich:

    Das ist nur die halbe Wahrheit.

    Ich bin nicht nur ein Individuum.

    Ich bin auch Beziehung.

    Mich bewegt nicht nur, wenn ich etwas ausdrücke.

    Mich bewegt, wenn ich sehe,
    was dieser Ausdruck in einem anderen Menschen weiterleben lässt.

    Ein Gedanke.

    Ein Gefühl.
    Eine Erinnerung.
    Eine neue Bewegung.

    Genau das möchte ich selbst auch bewusster leben.

    Wenn mich etwas berührt,
    möchte ich dem anderen davon erzählen.

    Nicht aus Höflichkeit.

    Sondern weil ich glaube,
    dass genau darin Leben entsteht.

    Resonanz.

    Ein Kreislauf.
    Lebenszeichen.

    11 min
  • Folge 25 - Spar-Flamme.
    Muss ich mein Leben verstecken, aus Angst was das mit anderen macht?

    Mein Sohn hat lange Geld gespart.

    Er war stolz darauf.
    Nicht nur auf das Geld.
    Sondern auf seinen Weg und seine Entscheidung.

    Als er anderen davon erzählte, hörte ich immer wieder denselben Rat:

    „Pack das lieber weg.“

    In diesem Moment wurde mir etwas bewusst.

    Wie oft verstecke ich selbst das,
    worauf ich stolz bin?
    Nicht, weil ich es nicht zeigen möchte.
    Sondern weil ich Angst habe,
    was es bei anderen auslösen könnte.

    Heute sehe ich,

    wie sehr dieser Gedanke mein Leben geprägt hat.
    Was werden die anderen denken?
    Ich möchte diese Frage nicht länger über mein Leben entscheiden lassen.
    Denn die Reaktion eines anderen erzählt etwas über ihn.
    Nicht über mich.

    11 min
  • Folge 24 - Emotionen.
    Gefühl und Verstehen sind zwei verschiedene Orte.

    Heute wird mir etwas bewusst, das ich vorher so nicht sehen konnte.

    Ich habe oft versucht, meine Gefühle schon während sie entstehen zu verstehen.
    Ich wollte Worte finden.
    Erklären können, was gerade los ist.
    Für mich.
    Und manchmal auch für andere.

    Heute sehe ich:

    Der Ort, an dem meine Emotion entsteht,
    ist nicht derselbe Ort,
    an dem ich sie verstehe.

    Wenn ich beides gleichzeitig möchte,

    wird beides eng.
    Die Emotion bekommt keinen Raum.
    Und das Verstehen auch nicht.

    Heute möchte ich beides voneinander lösen.

    Erst fühlen.
    Dann verstehen.

    8 min
  • Folge 23 - Angst vor Monstern.
    Wenn es still wird kommen die Monster.

    Gestern Abend brachte ich meine Kinder ins Bett.

    Mein Sohn sagte:
    „Ich habe Angst vor Monstern.“

    Und plötzlich verstand ich etwas, das ich vorher nie gesehen hatte.

    Ich glaube nicht mehr, dass er Angst vor Monstern im Außen hat.
    Ich habe Angst vor Monstern!

    Ich glaube, ich habe Angst vor dem,

    was in mir auftaucht, sobald es still wird.

    Vor den Gefühlen, die tagsüber keinen Platz hatten.

    Vor den Gedanken, die ich weggeschoben haben.
    Vor all dem, was gesehen werden möchte.

    Noch schwerer ist für mich,

    diese Monster mit anderen zu teilen.

    Heute kann ich das zum ersten Mal aussprechen:

    Ich habe Angst vor dem allein sein.

    Und genau darin liegt für mich etwas Tröstliches.

    Denn ich glaube,
    mit dieser Angst bin ich nicht allein.

    8 min
  • Folge 22 - Langsam werden.
    Vom überhitzen zum aufleuchten und allem dazwischen.

    Seit langer Zeit verändert sich mein Tempo.

    Ich werde langsamer.
    Nicht, weil ich muss.
    Sondern weil ich es möchte.

    Ich möchte das Leben wieder wahrnehmen.

    Momente auskosten.
    Mehr fühlen.
    Mehr sehen.

    Und genau darin begegnet mir eine alte Angst.

    Die Angst, faul zu werden.
    Stillzustehen.
    Nicht mehr genug zu sein.

    Heute frage ich mich zum ersten Mal etwas anderes:

    Was, wenn mein früheres Tempo gar nicht Lebendigkeit war,
    sondern Überhitzung?
    Und was, wenn mein heutiges Slow Living nicht weniger Leben bedeutet,
    sondern mehr?
    Vielleicht verändert sich nicht meine Lebendigkeit.
    Vielleicht verändert sich nur ihr Tempo.

    11 min

About Berührt - ich denke laut.

From the publisher's feed

Ich spreche nicht über mein Leben.