Berührt - ich denke laut.

Berührt - ich denke laut.

By Katharina SchneeweißEducationSelf-Improvement
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Berührt - ich denke laut. episodes

  • Folge 41 - Tiefe Beziehungen
    Eine Brücke schafft für mich Nähe und Verbindung.

    In dieser Folge geht es um meine Frage, was tiefe Verbundenheit für mich eigentlich bedeutet.

    Ich schaue auf verschiedene Formen von Beziehung:

    • Nähe und Oberflächlichkeit
    • Distanz und Oberflächlichkeit
    • Nähe und Tiefe
    • Tiefe Verbundenheit über Distanz

    Ich erzähle davon, warum mir tiefe Beziehung so wichtig ist und gleichzeitig noch schwerfällt.

    Es geht um:
    • bei mir bleiben, während ich einem anderen Menschen nahe bin
    • Grenzen und Pausen
    • Raum für das, was in mir passiert
    • die vielen Eindrücke, die Nähe in mir auslöst
    • Sprachnachrichten und Telefonate als Übungsräume
    • die Angst, meine Art von Beziehung könnte für andere „zu wenig“ sein
    • und die Frage, wie ich meine Form von Nähe überhaupt transportieren kann

    Vielleicht ist das, was gerade entsteht, noch nicht das Ende. Aber definitiv für mich ein Anfang.

    Eine Brücke.

    12 min
  • Folge 40 - Getrennt.
    Ein kleines Wort, das trennt – und was entsteht, wenn beides gleichzeitig sein darf.

    Früher war ich jeden Tag dieselbe – wie eine Maschine.

    Und irgendwie leer. Getrennt.

    Ich habe Job von Freizeit getrennt. Familie von Freunden. Und im Grunde alles in mir.

    Heute stehe ich jeden Morgen auf und bin eine andere.

    Und manchmal bin ich sogar alles zu gleich.

    Ich merke, es macht keinen Sinn mehr für mich zu trennen, weil der Wunsch nach Zusammen steigt.

    Was, wenn ich gar nicht nicht ins Leben passe?

    Wenn ich gar nicht zu schwach für das Leben bin?

    Was, wenn es einfach nicht mein Leben war?

    Wenn ich einfach die Stärke in meinem Leben noch nicht entdecken konnte weil ich mit anpassen an ein anderes Leben beschäftigt war?

    12 min
  • Folge 39 - Müssen.
    Ein kleines Wort und eine große Wirkung.

    In dieser Folge geht es um ein Wort, das ich aus meinem Sprachgebrauch immer mehr herausgleiten lassen möchte: müssen.

    Ich merke, wie oft ich Dinge, die ich eigentlich will oder möchte, als Pflicht formuliere. Und wie sich dadurch meine gesamte Haltung verändert.

    Aus

    „Ich muss noch duschen“
    wird
    „Ich möchte duschen, weil ich mich danach wohler fühle.“

    Aus

    „Das musst du machen“
    wird
    „Ich wünsche mir, dass du das machst.“

    Und plötzlich ist da etwas anderes: Wahl.

    Ich erzähle von einem schönen Erlebnis meines Mannes mit unserer Tochter, von meinem eigenen Umgang mit „müssen“ und davon, was Sprache in mir und zwischen uns verändern kann.

    Und ich merke immer mehr:

    Es geht nicht darum, jedes Wort sofort richtig zu machen.
    Es geht darum, es überhaupt zu bemerken.
    Noch einmal hinzuschauen.
    Noch einmal auszusprechen.
    Und damit zu spielen.

    9 min
  • Folge 38 - Ver-rückt.
    Wenn Innen und Außen noch nicht zusammengefunden haben.

    In dieser Folge nehme ich dich mit in einen Gedanken, der bei mir beim Schauen von Babylon Berlin entstanden ist.

    Ich schaue auf die unglaubliche Entwicklung der Menschheit im Außen – und gleichzeitig auf das, was in mir noch von Kampf, Flucht, Misstrauen und Überleben geprägt ist.

    Ich glaube für mich erklärt das ein Stück dieser seltsamen Diskrepanz:

    Ich habe heute vieles, was ein ruhiges und erfülltes Leben möglich macht. Und trotzdem fühlt es sich in mir nicht immer so an.
    Dabei entsteht für mich ein neuer Blick auf meine Entwicklung.

    Ich glaube mehr und mehr, es geht gar nicht darum, dass mit mir etwas nicht stimmt. Sondern es geht darum, dass mein Innen seinen eigenen Weg ins Jetzt geht.

    Und dieser Weg fühlt sich manchmal an wie eine Reise zurück.
    In alte Zeiten.
    In alte Gefühle.
    In alte Muster.

    Und wenn ich wieder auftauche, bin ich nicht am selben Punkt wie vorher.

    Keine Rückkehr im Kreis.
    Eine Bewegung in Spiralen.
    Immer wieder ein Stück mehr im Jetzt.

    11 min
  • Folge 37 - Großes bewirken.
    Was aus mir heraus sichtbar wird.

    In dieser Folge erzähle ich von zwei kleinen Situationen, die mir etwas Großes gezeigt haben:

    Früher wären Schuldgefühle, Widerstand oder Rechtfertigung in mir hochgekommen. Dieses Mal war da etwas ganz anderes: ein Schmunzeln. Dankbarkeit. Wertschätzung.
    Und plötzlich konnte ich sehen: Ich habe mich verändert.

    Nicht unbedingt durch das, was ich tue. Sondern durch die Haltung, mit der ich auf mich, mein Leben und das, was ich tue, schaue.

    Das ist für mich eine der schönsten Formen von Entwicklung:

    Dass etwas lange in mir wächst, reift und sich verändert – und irgendwann beginnt, im Außen sichtbar zu werden.
    Tröpfchen für Tröpfchen.
    In einem Gedanken.
    In einer Reaktion.
    In einem Schmunzeln.
    Und plötzlich sehe ich:
    Da ist etwas Großes in mir gewachsen.

    9 min
  • Folge 36 - Entwicklung.
    Was nach Stillstand im außen aussieht und sich nach Veränderung in mir anfühlt.

    Entwicklung passiert nicht immer sichtbar.

    Manchmal fühlt sie sich an wie Stillstand. Wie kleine Tropfen, die kaum eine Veränderung bewirken.

    Und dann gibt es einen Moment, in dem ich zurückblicke und merke: Da ist etwas gewachsen.

    In dieser Folge geht es um meinen Blick auf Wert, Dankbarkeit und Mirgefühl.
    Lange dachte ich, dass ich den Wert von etwas erst erkenne, wenn ich es verliere. Heute sehe ich darin etwas sehr Menschliches: Was alltäglich ist, wird leicht selbstverständlich.
    Gleichzeitig habe ich etwas Neues entdeckt:
    Wenn ich mich heute mit einem Menschen mitfreue, kann ich gleichzeitig bei mir hinschauen und denken:
    Danke, dass ich das auch kann.

    Früher war an dieser Stelle oft Neid. Wenn jemand etwas hatte, das ich mir wünschte, entstand in mir Mangel. Heute entsteht dort immer häufiger Mitfreude – und daraus Dankbarkeit für mein eigenes Leben.

    Nicht immer. Nicht perfekt.

    Und doch mehr und mehr.
    Vielleicht ist genau das Entwicklung: nicht plötzlich ein anderer Mensch zu sein, sondern irgendwann zu bemerken, dass sich etwas in mir längst bewegt hat.

    11 min
  • Folge 35 - Werden.
    Liegen bleiben ist auch schon losgehen.

    Es ist, was es ist.

    Aber es wird, was du daraus machst.

    Früher war dieser Satz für mich eine Aufforderung:

    Aufstehen.
    Weitermachen.
    Etwas verändern.
    Das Beste daraus machen.

    Heute sehe ich darin etwas ganz anderes.

    Denn wenn ich mich erst wieder aufrichte, um danach neue Entscheidungen zu treffen, nehme ich mein altes Leben mit auf die Beine.

    Meine alten Muster.

    Meine alten Entscheidungen.
    Meine alten Wege.
    Für mich beginnt Veränderung deshalb nicht mit dem Aufstehen.
    Für mich beginnt sie genau dort, wo ich noch liege.
    Wo ich fühle.
    Wo ich wahrnehme.
    Wo ich merke: So möchte ich nicht mehr.

    Und dort kann eine neue Entscheidung entstehen.

    Nicht, um aus dem Alten wegzukommen.
    Sondern um etwas Neues zu beginnen.
    Mein erster Schritt beginnt im Innen.
    Das Außen folgt.

    Und deshalb ist Akzeptanz heute für mich genau das:

    Ich muss nicht irgendwo ankommen.
    Ich darf dort sein, wo ich gerade bin.
    Und von dort aus werden.

    7 min
  • Folge 34 – Der Gorilla.
    Wenn Verbindung dort entsteht, wo ich wieder bei mir bin.

    Ich beobachte schon lange, wie ich in Beziehungen immer wieder beim anderen lande.

    Was fühlt der andere?

    Was braucht der andere?
    Wie reagiert der andere?

    Es hat mir einmal Sicherheit gegeben. Heute merke ich, dass ich dadurch manchmal mich selbst verliere.

    Heute Morgen hatte ich mit meiner Tochter eine kleine, völlig intuitive Begegnung. Sie war ein Gorilla, trommelte auf ihren Bauch und nahm mich mit in ein Spiel, dessen Bedeutung ich erst später verstanden habe.

    Wenn ich bei ihr trommle, entsteht Widerstand.

    Wenn ich bei mir trommle, entsteht Verbindung.
    So einfach. So kindlich. So klar.

    Und plötzlich habe ich einen neuen inneren Anker für das, was ich gerade lerne:

    Nicht beim anderen ausprobieren.
    Mich selbst beobachten und einbringen.
    Dann entsteht Verbindung und Offenheit.

    10 min
  • Folge 33 - Zerfressen.
    Wenn Worte etwas in mir berühren, das noch weh tut.

    Ich habe lange Zeit Dinge geschluckt, die sich für mich nicht stimmig angefühlt haben.

    Eine Aussage, ein Satz, ein Blick – und in mir begann ein Kampf. Ich habe mich gerechtfertigt, Argumente gesucht, gezweifelt und versucht, das Gesagte irgendwie in mir zu verarbeiten.

    Als Kind wurde ich mit Schweigen bestraft und mit Worten verletzt.

    Deshalb steckt für mich in gemeinsamer Stille, in Worten und in meiner eigenen Stimme so viel Potenzial zu heilen.
    Und gleichzeitig treffen genau diese Dinge immer wieder auf meine Wunden.

    Heute sehe ich, wie viel Energie mich das gekostet hat.

    Und ich frage mich: Was wäre, wenn ich nicht mehr schlucke?

    Was wäre, wenn ich sagen darf:

    Stopp. Das hat gerade etwas in mir getroffen.

    Nicht, um den anderen zum Täter zu machen.

    Nicht, um mich zurückzuziehen.

    Sondern um erstmal wahrzunehmen, was da gerade in mir passiert.

    Vielleicht ist das der Anfang davon, dass mich ein Satz nicht mehr von innen zerfrisst.

    Sondern dass ich ihn anschauen kann.

    Und vielleicht sogar herausfinde, warum er mich überhaupt so tief getroffen hat.

    Allein. Oder Gemeinsam.

    16 min
  • Folge 32 - Veränderung.
    Der Raum zwischen dem Alten und dem Neuen.

    Ich habe mich in den letzten Jahren sehr verändert.

    Und gerade deshalb wird mir immer deutlicher, dass Veränderung nicht nur aus dem Moment besteht, in dem ich entscheide:

    So möchte ich nicht mehr sein.

    Und auch nicht nur aus dem Moment, in dem ich weiß:

    So möchte ich sein.

    Dazwischen liegt ein Raum.

    Ein riesiger Raum.
    Das Alte passt nicht mehr.
    Das Neue ist noch nicht selbstverständlich.
    Ich weiß manchmal nicht, wie ich handeln soll.
    Ich rutsche zurück.
    Ich probiere es wieder.
    Ich habe Angst.
    Andere Menschen reagieren auf meine Veränderung.
    Ich brauche Ruhe.
    Ich bin emotional.
    Ich fühle mich verletzt.
    Manchmal bin ich erschöpft.
    Und trotzdem passiert etwas.
    Ich verändere mich.

    Dieser Raum dazwischen wirkt mir in Erzählungen über Veränderung oft nur ganz kurz.

    Für mich ist er ein wesentlicher Teil davon.

    Vielleicht möchte ich deshalb nicht noch mehr über ständiges Wachstum sprechen.

    Vielleicht möchte ich mehr Raum für das geben, was Wachstum überhaupt möglich macht:
    Ruhe.
    Stille.
    Emotionen.
    Abstand.
    Zuhören.
    Integration.
    Beim Sport würde niemand erwarten, dass ein Muskel nur durch Belastung wächst. Der Körper braucht auch Erholung.
    Warum sollte Veränderung bei uns anders funktionieren?

    Ich möchte lernen, diesen Teil nicht mehr als Stillstand zu betrachten.

    Nicht als Faulheit.
    Nicht als Versagen.
    Nicht als „ich komme gerade nicht voran“.
    Sondern als einen Teil des Prozesses.
    Und vielleicht verändert sich dadurch auch mein Blick auf andere Menschen.
    Weniger Ratschläge.
    Weniger Erwartungen.
    Weniger „Du musst doch nur …“.
    Mehr zuhören.
    Mehr Raum.
    Mehr Vertrauen darin, dass nicht jeder Mensch gerade funktionieren muss, um sich zu entwickeln.

    13 min

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Ich spreche nicht über mein Leben.