Beziehungen verstehen.

Beziehungen verstehen.

By Guy Bodenmann und Kristina SchneiderSociety & CultureRelationships
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Beziehungen verstehen. episodes

  • „Akzeptier mich einfach wie ich bin!“ - Die Basis guter Beziehungen oder faule Ausrede?

    72 - Viele Konflikte in Beziehungen drehen sich um den Wunsch nach Veränderung. Doch was, wenn bestimmte Persönlichkeitszüge, Bedürfnisse oder Dynamiken sich einfach nicht verändern lassen? Viele Reden von Akzeptanz und Toleranz – aber was heisst das wirklich? Ist Akzeptanz der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung, oder nur eine halbherzige Lösung?

    In dieser Episode von widmen wir und der Akzeptanzarbeit in der Paartherapie. Wir gehen der Frage nach, warum manche Beziehungen nicht an Problemen scheitern, sondern daran, dass kein Raum für Unterschiede bleibt. Dabei schauen wir auch auf die heikle Grenze zwischen wertvoller Akzeptanz und berechtigtem Einfordern, oder Abwägen einer Trennung. Was sollte in einer Beziehung auf keinen Fall akzeptiert werden, wo besteht Raum für Toleranz?

    Ihr erfahrt, welche Rolle Geschlechter- und Phaseneffekte spielen und wie wir mithilfe verhaltenstherapeutischer Strategien – wie dem Externalisieren von Konflikten, empathischem Verstehen und dem Stärken der eigenen Unabhängigkeit – zu mehr Toleranz und Selbstpflege finden. Wir besprechen, wann ebenbürtige Toleranz gelingt und warum Akzeptanz eine unterschätzte Grundkompetenz sein kann.

    34 min
  • Warum wir uns in Beziehungen so oft falsch verstehen – Kognitive Methoden in der Paartherapie

    71 - Reagieren wir in einer Partnerschaft eigentlich auf das tatsächliche Verhalten unseres Partners – oder vielmehr auf unsere eigenen Erwartungen, Interpretationen und inneren Filter? In der Psychologie wissen wir: Wahrnehmung ist nicht gleich Realität. Unser Gehirn zieht ununterbrochen Schlüsse, bewertet Situationen in Sekundenschnelle und baut tiefsitzende Überzeugungen darüber auf, wie eine Beziehung „zu laufen hat“. Doch genau diese unbewussten mentalen Prozesse können im Beziehungsalltag schnell zu emotionalen Sackgassen führen. Aber woran erkenne ich, ob eine Erwartung gut begründet ist, oder unrealistisch? Woher weiß ich, ob jemand sich wirklich danebenbenommen hat, oder ich eine Situation falsch interpretiere? Und wo setze ich eine für mich gesunde Grenze?

    In dieser Episode widmen wir uns den kognitiven Methoden in der Paartherapie und wer überhaupt davon profitiert. Wir gehen der Frage nach, wie wir die verdeckten Denkmuster in Partnerschaften sichtbar machen können: Welche Mechanismen stecken hinter unseren alltäglichen Schlussfolgerungen und wie können sogenannte Attributionen – also die Ursachenzuschreibungen, die wir dem Verhalten des anderen geben – Konflikte befeuern oder entschärfen? Dabei schauen wir uns an, wie ein professionelles Reattributionstraining und die kognitive Umstrukturierung von Erwartungen in der therapeutischen Praxis funktionieren. Zudem werfen wir einen Blick auf praktische Übungen: Wie lassen sich z. B. Beziehungsbedürfnisse erkennen und einordnen? Am Ende der Episode erwartet Sie eine kleine Take-Home-Übung.

    50 min
  • Wie aus Alltagsstress Beziehungsstress wird – und was dagegen hilft.

    70 - Stress endet selten dort, wo er entsteht. Belastungen aus Arbeit, Familie oder dem Alltag können ihren Weg in die Partnerschaft finden, und aus einem gemeinsamen Problem schnell ein Gegeneinander machen. Wir fragen uns: Was unterscheidet Paare, die an Belastungen zerbrechen, von denen, die daran wachsen? Warum fühlen sich manche Menschen in schwierigen Zeiten verstanden und getragen; sehen ihre Partnerschaft als Ressource – während andere sich trotz Beziehung zunehmend allein fühlen?

    Wir kennen bereits den Zusammenhang zwischen Stress und Partnerschaft. In dieser Episode schauen wir uns die paartherapeutische Arbeit mit der Kompetenz des dyadischen Copings an: Wie können Paare lernen, Belastungen gemeinsam zu bewältigen, sich gezielt zu unterstützen und dabei nicht zusätzlich aneinander zu geraten?

    Im Mittelpunkt steht die 3-Phasen-Methode: Emotionale Stresskommunikation, dyadische Unterstützung und Implementieren von Feedback. Dabei geht es auch um eine besondere Perspektive auf Stressgespräche; mit der sogenannten Trichtermethode kann sich hinter einem scheinbar banalen Stressor ein tieferliegendes Bedürfnis, eine Verletzung oder ein persönliches Schema zeigen.

    Wir besprechen auch, wann eine solche Intervention überhaupt sinnvoll ist. Geht es dabei wirklich nur um Stressbewältigung? Denn vielleicht steckt in dieser Kompetenz noch etwas anderes: eine Möglichkeit, den Partner oder die Partnerin auf einer tieferen Ebene zu verstehen und emotional intimer zu werden.

    59 min
  • Muss bei einem Kompromiss immer einer verlieren? - Problemlösung in der Paartherapie

    69 - Probleme gehören zum Alltag jeder Beziehung. Doch was passiert, wenn zwei Menschen bei einem Problem nicht nur unterschiedliche Meinungen, sondern auch unterschiedliche Bedürfnisse, Erwartungen oder Werte haben? Eine Lösung zu finden, die für beide funktioniert, klingt zunächst selbstverständlich – ist in der Realität aber eine der Herausforderungen, an denen Partnerschaften immer wieder ins Stocken geraten. In dieser Episode sprechen wir über dyadische Problemlösung und darüber, warum Problemlösen in Beziehungen mehr bedeutet, als einfach einen Kompromiss zu finden. Wie kann eine gemeinsame Lösung aussehen, bei der nicht zwangsläufig eine Person nachgeben muss?

    Wir schauen uns an, welche Rolle Problemlösekompetenzen für die Partnerschaft spielen, warum gerade die gemeinsame Suche nach Lösungen mehr bewirken kann als die Lösung eines einzelnen Problems, und welche Bedeutung unterschiedliche Bedürfnisse und Wertvorstellungen dabei haben. Dabei geht es auch um die Frage, wann Paare von einem gezielten Problemlösetraining in der Paartherapie profitieren können – und warum eine verbesserte Problemlösung nicht nur konkrete Konflikte entschärfen, sondern auch die Zusammenarbeit und das Erleben als Paar nachhaltig verändern kann.

    42 min
  • Wenn Kommunikation scheitert: Wie die Paartherapie festgefahrene Muster verändert

    68 - Auch wenn es sich manchmal so anfühlt, als „wäre die Person einfach so“ – Kommunikation ist keine angeborene Fähigkeit, sondern eine erlernte (und gut erlernbare) Kompetenz. So weit, so gut, aber womit selbst diejenigen von Ihnen, die bereits in unserer ersten Staffel zu Kommunikation dabei waren und dies schon längst wissen, nicht unbedingt rechnen, ist: Gute Kommunikationsfähigkeit kann auch einbrechen. Das heisst, selbst wenn Sie einst die Kompetenz beherrscht haben, könnten auch Sie sich in einer bestimmten Beziehung, mit einer bestimmten Person oder auch nach einer bestimmten Zeit plötzlich in der Situation wiederfinden, wo unkonstruktive Anschuldigungen auf Defensivität, Provokation und Rückzug treffen und Konflikte in Sackgassen fahren. Wie passiert das? Wie kann man das verhindern? Und wie macht man es rückgängig?

    Ob das erstmalige Erlernen oder das Wiederherstellen einer einst funktionierenden Kommunikation: Das Kommunikationstraining ist eines der ältesten Module der Paartherapie. Nach jahrzehntelanger Paarforschung und Evidenz ist es ein konkretes, in Regeln, Übungen und Tipps eingedecktes Verfahren. In dieser Episode erfahren Sie nicht nur, wie die Kompetenz „Kommunikation“ erlernt und verlernt wird, sondern bekommen auch tieferen Einblick in die Kommunikationsarbeit in der Paartherapie inklusive Take-Home Übung. Sie lernen auch, wie Sie frühe Anzeichen einer einsinkenden Kommunikation in Ihren eigenen Beziehungen erkennen können, um frühzeitig dagegen vorzugehen.

    1 hr 4 min
  • Warum plötzlich alles am Partner stört – Die Psychologie der Negativspirale

    67 - Warum geraten manche Paare immer wieder in dieselben negativen Muster – selbst dann, wenn beide sich eigentlich vornehmen, freundlich, ruhig und konstruktiv zu bleiben? Warum kommen neutrale oder sogar positive Gesten und Intentionen nicht als solche an? Und weshalb fühlt es sich manchmal an, als würde die Beziehung automatisch in eine Negativspirale zurückfallen?


    Wir schauen uns die psychologischen Prozesse dahinter an; wie entwickelt sich dieses Muster und wieso ist es so schwer, alleine zu durchbrechen?

    Warum Kommunikation alleine oft nicht ausreicht und weshalb viele Paare trotz guter Vorsätze immer wieder in dieselben Konfliktdynamiken zurückfallen. In dieser Episode sprechen wir ausserdem über das Reziprozitätstraining in der Paartherapie, und wie dieses an Situationen, in denen sich über längere Zeit Enttäuschungen, Kritik und negative Erwartungen angesammelt und automatisiert haben, ansetzt, um die Grundlage der wohlwollenden Partnerschaft zurückzubringen, bevor weitere Schritte überhaupt gegangen werden können.


    Eine Folge über Negativspiralen; Lerntheorie & Erwartungen – und darüber, wie Partner:innen in Beziehungen wieder lernen können, Positives zu sehen und zu gestalten, bevor sie daran scheitern, nur noch das Negative zu erwarten.

    56 min
  • 3 Typen von Paaren - Was Paartherapeut:innen in der ersten Sitzung erkennen

    66 - Eine Frage, die die meisten Paare nicht oft genug beantworten können: „Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?“ Abermals erzählen sie die Geschichte des ersten Eindrucks; des ersten Auffallens, des ersten Schrittes und der ersten Begegnung. Dabei blühen die meisten jedes Mal auf; und oft hallt die positive Stimmung und das Nähegefühl daraufhin ein gutes Stück nach. Aber warum? Und wie macht sich die Paartherapie dieses Phänomen zunutze?

    In dieser Episode besprechen wir die erste Sitzung einer Paartherapie; was kann ein erfahrener Psychologe oder Psychologin bereits aus der ersten Interaktion ablesen? Wussten Sie, dass anhand des Auftretens eines Paares in der ersten Sitzung bereits erste Prognosen vorgenommen werden können für den Verlauf der Beziehung? Diese Prognosen werden unter anderem anhand von einer ersten Unterteilung der Paare in 3 Subgruppen aufgestellt, welche wir in dieser Episode vorstellen. Vielleicht erkennen Sie sich oder andere in einer dieser Gruppen wieder?

    Ausserdem wird in der ersten Sitzung einer Paartherapie ein weiteres Modul angewandt; das sogenannte Oral History Interview. Wie am Anfang schon angedeutet, geht es in diesem Modul darum, diese ‚Magie der Rückbesinnung‘ therapeutisch zu nutzen. Wie genau das gemacht wird, was es bewirkt und was Therapeutinnen und Therapeuten daraus bereits lesen können, erfahren Sie in dieser Episode, optional mit einem eigenen kleinen Einblick anhand einer praktischen Take-Home Übung.

    38 min
  • Zu spät für Paartherapie? – Was sie wirklich kann und was nicht

    65 - Enttäuschung, Konflikte, Verletzungen: Viele Paare kommen in ihrer Beziehung zu der Feststellung, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Jetzt steht es vor der Wahl: Trennung? Oder vielleicht doch Unterstützung; wie Paartherapie. Doch wann ist Paartherapie wirklich sinnvoll? Muss eine Beziehung bereits kurz vor dem Ende stehen? Und was kann Paartherapie tatsächlich leisten und was nicht?

    In dieser Episode sprechen wir darüber, wann Paare professionelle Unterstützung aufsuchen sollten, welche Warnzeichen ernst zu nehmen sind und warum viele Menschen erst sehr spät Hilfe suchen. Gleichzeitig geht es um Erwartungen: Kann Paartherapie jede Beziehung retten? Was passiert eigentlich in den Sitzungen? Und woran erkennt man gute Paartherapie? Wir sprechen über unterschiedliche Therapieansätze, die Bedeutung der Passung zwischen Paar und Therapeut:in und darüber, warum die therapeutische Beziehung oft ebenso wichtig ist wie die Methode allein. Ausserdem geben wir einen Einblick in die kognitiv-verhaltenstherapeutische Paartherapie, welche im Laufe dieser Staffel detailliert vorgestellt wird. Auf welchen wissenschaftlichen Grundlagen basiert die Paartherapie der kognitiven Verhaltenstherapie und wie kann man die Wirksamkeit einer Paartherapie überhaupt messen? Eine Folge über Chancen und Grenzen von Paartherapie und die Frage, wann Beziehungen Unterstützung brauchen, bevor aus Problemen Entfremdung wird.


    Für weitere Vertiefung: Buch „Streitet euch“ https://www.orellfuessli.ch/shop/home/artikeldetails/A1068399512

    54 min
  • Honeymoon-Phase vorbei – Woran erkennt man, dass eine Beziehung brüchig wird?

    64 - So gut wie alle Partnerschaften beginnen auf Wolke 7; charakterisiert durch Verliebtheit, Positivität und emotionales High. Doch die Trennungsstatistiken zeigen ein anderes Bild: 30-50 % aller Ehen in nord- und westeuropäischen Regionen und den USA werden geschieden; Partnerschaften gehen in die Brüche. Dennoch gibt die grosse Mehrheit der befragten Paare in frischen Beziehungen an, dass sie diesen Trend nicht verstärken werden und mit Sicherheit für immer zusammenbleiben werden. Statistiken betreffen immer die anderen; bei uns ist es anders. Wie passt das zusammen? Und was passiert zwischen dieser initialen Befragung und den ca. 50% derselben Paare, die im Schnitt nach 10-14 Jahren selbst im Amtsgericht sitzen? Die Paarforschung hat sich genau diese Prozesse und Zahlen seit vielen Jahrzehnten genauer angeschaut. In der heutigen Episode sprechen wir darüber: Wie verläuft die typische Beziehung? Welche Faktoren treten zum Erhalt oder heute im Fokus: Zerfall einer Partnerschaft bei? Warum ist die Diskrepanz zwischen dem Selbstbericht am Anfang und am Ende einer Beziehung so gross? Woran erkennt man, dass die eigene Beziehung langsam ins Schwanken gerät und auf welche ersten Anzeichen man wie reagieren sollte: das erfahrt ihr in der aktuellen Episode.

    55 min
  • Wie Perfektion eine Beziehung zerstören kann - zwanghafte Persönlichkeitsmuster

    63 - Ordnung. Zuverlässigkeit. Perfektion – Eigenschaften, die wir schätzen: im Job, im Alltag, in Beziehungen.

    Doch was passiert, wenn genau diese Stärken zu starr werden? Wenn aus Gewissenhaftigkeit Kontrolle entsteht und aus hohen Ansprüchen ein Muster, das Nähe erschwert?

    In dieser Episode sprechen wir über die zwanghafte Persönlichkeitsstruktur hin zu Persönlichkeitsstörung und darüber, wie sich entsprechende Persönlichkeitsmuster in Beziehungen zeigen können. Woran erkennt man den Unterschied zwischen einer strukturierten Persönlichkeit und einer rigiden, unflexiblen Dynamik? Und warum kann Perfektionismus dazu führen, dass Beziehungen an Lebendigkeit verlieren? Wir schauen uns an, wie solche Muster entstehen; welche Rolle frühe Erfahrungen und Leistungsorientierung spielen können und warum Betroffene ihr Verhalten oft nicht als problematisch erleben. Gleichzeitig geht es um typische Beziehungsmuster: steigender Druck, fehlende Spontanität, das Gefühl, nie zu genügen – und die Frage, was das langfristig mit Nähe, Intimität und Zufriedenheit macht.

    Eine Folge über Kontrolle, Selbstwert und den Umgang mit zwanghafter Perfektion; wie Beziehung gelingen kann und rigide Muster aufgebrochen werden können.

    50 min

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