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In dieser Folge geht es um einen Fall, über den in der Bildungs- und Gründungsszene selten offen gesprochen wird: das Beenden eines Projekts. Ausgangspunkt ist Ninas Entscheidung, Juvini zu schließen, obwohl das Thema für sie weiter relevant bleibt. Wir sprechen auch über Scheitern als öffentliches Thema und über die Differenz zwischen einer guten Idee und einem tragfähigen Modell.
Im Zentrum stehen Learnings, die über diesen Einzelfall hinausweisen. Wir sprechen über Zahlungsbereitschaft, über den Unterschied zwischen positiver Resonanz und echtem Marktverhalten, über möglichen Geldverlust und über die strukturellen Risiken der Alleingründung. Dazu kommen Vertrieb, Sichtbarkeit und warum ein gutes Produkt allein noch keine Nachfrage erzeugt.
Außerdem geht es um Energie als Indikator für Tragfähigkeit, um Rollenpassung, Ressourcen und den Punkt, an dem Aufhören die präzisere unternehmerische Entscheidung sein kann. Gerade für Menschen, die im Bildungsbereich gründen, aufbauen oder investieren, zeigt diese Folge, wie eng Wirkungsidee, Marktlogik und Umsetzungsrealität zusammenhängen.
Nina Müller arbeitet in Berlin in der Startup und Scale up Bratung. Ihr eigenes Bildungs-Unternehmen Yuwini hat sie gerade leider schliessen müssen.
Bildung wird entlang der Orte bewertet, an denen sie stattfindet, und weniger entlang der Qualität dessen, was dort tatsächlich gelernt wird. Im neuen BildungsGründerPodcast spreche ich mit Franziska Schmid darüber, wie ein Bildungssystem aussehen könnte, das Lernen nicht nur organisiert, sondern auch präziser wahrnimmt. Wir sprechen über Makerspaces, außerschulische Lernorte und Lernumgebungen, in denen junge Menschen gestalten, iterieren, Verantwortung übernehmen und dadurch Kompetenzen entwickeln, die im schulischen Alltag oft nur am Rand sichtbar werden.
Wir sprechen auch über Fehlerkultur als Form von Kompetenzaufbau und über die pädagogische Bedeutung von Praxis. Der Punkt ist dabei nicht das Produkt am Ende, sondern der Lernprozess selbst: Probleme lösen, mit Material arbeiten, im Team weiterdenken, Rückschläge verarbeiten und aus offenen Situationen etwas Tragfähiges entwickeln. Gerade darin zeigt sich, dass Kompetenzen oft dort besonders klar hervortreten, wo Lernen nicht vollständig in Fächergrenzen, Zuständigkeiten und klassische Nachweisformate passt.
Wir sprechen außerdem über Open Educational Badges, über ESCO als gemeinsamen Kompetenzrahmen und über die Frage, wie nonformale Lernprozesse gesellschaftlich lesbarer werden können. Dahinter steht eine größere Systemfrage: Wenn reale Lernwege vielfältiger werden, braucht es Formen der Beschreibung, die dieser Vielfalt gerecht werden, ohne sie sofort wieder zu groben Kategorien zu verdichten. Die Folge verbindet damit Bildungsinnovation, Organisationslogik und die Suche nach einer präziseren Sprache für das, was Menschen tatsächlich können.
– ESCO: Europäischer Kompetenzrahmen für Skills, Competences und Occupations, auf den im Gespräch als gemeinsames Referenzsystem für Kompetenzbeschreibungen Bezug genommen wird. https://esco.ec.europa.eu/en (EU Language Selection)
– STARK-App: Berufsorientierungs-App aus dem Form21-Kontext, die in der Folge als Beispiel für stärkenorientierte Selbsteinschätzung genannt wird. https://www.stark-app.de/ (My Site)
– Form21: Bildungsunternehmen hinter der STARK-App und Teil des im Podcast besprochenen organisationalen Umfelds. https://www.form21.org/general (My Site)
– Junge Tüftler*innen: Gemeinnützige Organisation für Maker Education und außerschulische Lernorte, die im Gespräch eine zentrale Rolle spielt. https://junge-tueftler.de/ (Junge Tüftler)
– Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND): Netzwerk für Sozialunternehmen, das im Podcast als relevanter Bezugspunkt im Feld genannt wird. https://www.send-ev.de/ (SEND)
– Open Educational Badges: Plattform und Praxis digitaler Kompetenznachweise, über die im Gespräch ausführlich gesprochen wird. https://openbadges.education/ (openbadges.education)
Franziska Schmid ist Bildungsunternehmerin und Mitgründerin mehrerer Bildungsinitiativen an der Schnittstelle von Schule, Zukunftskompetenzen und lebenslangem Lernen. Sie arbeitet zu Themen wie Maker Spaces, KI, Kompetenznachweisen und der Frage, wie Lernen auch außerhalb klassischer Noten sichtbar und wertvoll werden kann.
Sobald das Lernen mit steigendem Schulkindalter mehr und mehr ins Wohnzimmer auswandert, verändert sich oft das familiäre Klima total. Aus einer schulischen Aufgabe wird schnell ein Beziehungsthema. Mathe sitzt dann mit am Küchentisch, Zeitdruck gleich daneben, und irgendwo dazwischen sollen auch Konzentration, Geduld und Selbstvertrauen noch Platz finden. Genau dort zeigt sich, wie schnell Bildungsfragen in den Alltag von Familien rutschen und wie ungleich diese zusätzliche Unterstützung verteilt ist.
Mit Philipp Grassinger von cleverly spreche ich in der neuen Folge des BildungsGründerPodcast darüber, wie Kinder Unterstützung bekommen können, ohne dass aus jeder schulischen Anforderung automatisch ein familiärer Kraftakt wird. Es geht um 1:1-Lernbegleitung, Mentoring und passgenaue Begleitung für sehr unterschiedliche Kinder. Wir sprechen auch über die Rolle von Arbeitgebern, weil sich an der Vereinbarkeitsfrage zeigt, wie stark Schule, Familie und Arbeitswelt inzwischen miteinander verschränkt sind. Dabei wird sichtbar, dass Eltern nicht dauerhaft die Last eines Unterstützungsbedarfs tragen können, der strukturell an anderer Stelle entsteht.
Wir sprechen auch über den Zusammenschluss mit complori. Dahinter steht nicht nur eine Marktbewegung, sondern auch eine inhaltliche Erweiterung. Auch wenn individuelle Begleitung wichtig ist, stellt sich gleichzeitig die Frage, wie Unterstützung erschwinglicher und breiter zugänglich werden kann. Gruppenkurse verändern genau an diesem Punkt die Logik, weil sie Future Skills und Lernbegleitung für mehr Familien erreichbar machen können, ohne den Anspruch auf Passung ganz aufzugeben. So wird die Folge auch zu einem Gespräch darüber, wie Verantwortung verteilt wird, wenn Schule den Bedarf an Unterstützung nicht allein auffangen kann.
Quellen
cleverly – Philipp beschreibt cleverly als Modell für 1:1-Lernbegleitung und Mentoring.
complori – Der Zusammenschluss mit complori steht für Gruppenkurse, vor allem im Bereich Coding und Future Skills.
hey timi – Frühere Online-Nachhilfe-Plattform, deren Assets und Matching-System von cleverly übernommen wurden.
Vertrauen hat im Bildungsbereich einen eigentümlichen Status. Der Begriff wirkt oft weich, berührt aber einen harten Kern von Schulentwicklung, weil sich an ihm entscheidet, wie Verantwortung organisiert wird, wie viel professionelle Urteilskraft gewollt ist und wie stark ein System auf Kontrolle setzt. In dieser Folge geht es genau um diese Verschiebung: Entwicklung wird dort möglich, wo Menschen Gestaltungsspielräume tatsächlich nutzen können und Verantwortung nicht nur formal zugeschrieben, sondern praktisch getragen wird.
Wir sprechen auch über KI und darüber, wie schnell die Debatte sich auf Absicherung, Regelverstöße und Umgehungsstrategien verengt, wenn vor allem Kontrolle organisiert wird. Daneben geht es um die langsame Logik von Schulentwicklung und um den Gedanken, dass das System bei neuen Themen oft auf das perfekte Konzept wartet, obwohl ein iteratives Vorgehen viel näher an der Dynamik von Schule und Technologie läge. Im Zentrum steht damit weniger ein einzelnes Reformthema als die Frage, unter welchen Bedingungen Veränderung im Bildungssystem überhaupt wirksam werden kann.
Außerdem sprechen wir über größere institutionelle Hebel, über das Zusammenspiel von Grassroots und Top-down und über die Herstellung von Verbindungen zwischen Menschen, Themen und Ebenen des Systems. Daraus ergibt sich ein sehr konkreter Blick auf die Zukunft von Schule: Fortschritt zeigt sich nicht nur in Programmen, Papieren oder Tools, sondern auch daran, ob Schule ein Ort ist, an dem Menschen gerne arbeiten, Verantwortung übernehmen und wirksam sein wollen. Die Folge verbindet damit KI, Vertrauen, Verantwortung und Schulentwicklung zu einer Perspektive, die fachlich relevant ist und über den Einzelfall hinausweist.
Weiterführende Links zur Folge:
Aladin El-Mafaalani – Soziologe und Autor, den Björn im Gespräch als wichtige Stimme für die soziale Dimension von Bildung nennt
https://www.mafaalani.de
Ulf Ehlers – Kompetenzforscher, auf dessen Gedanken zur Herstellung von Verbindungen Björn sich bezieht
https://mindful-leaders.net/wir-us/
Scolaia – Plattform mit der Innovators Map, auf der Schulen sichtbar werden, die neue Wege gehen
https://scolaia.com
Berlin meets Barcelona – gemeinsames Insta-Live-Format zu Schulentwicklung, Innovation und Bildungspraxis
https://www.instagram.com/p/DPzON2kiIaP/
Claudia bei Instagram – Einblicke in Podcast, Schulentwicklung und Bildungsdiskurse
https://www.instagram.com/claudiamachtschule_anders/
Björn bei Instagram – Impulse zu Prüfungskultur, Schulentwicklung und Bildung
https://www.instagram.com/noelte030/
Digitale Bildung für Alle e. V. und Wir für Schule haben gemeinsam Scolaia.de gegründet, eine Plattform, die schulische Projekte systematisch sichtbar macht und ihre Umsetzungslogik nachvollziehbar aufbereitet. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass viele Schulen bereits funktionierende Lösungen entwickelt haben, diese jedoch kaum über ihre Standorte hinauswirken, weil ihnen eine gemeinsame Struktur fehlt. Scolaia schafft dafür einen Rahmen, der Erfahrungen aus dem pädagogischen Alltag zugänglich macht und als Orientierung für Entwicklungsprozesse nutzbar werden lässt.
Die Folge beleuchtet, wie Projekte nach Themen, Herausforderungen und Ressourcen geordnet werden und dadurch ein Bild entsteht, das näher an realen Umsetzungswegen liegt als an programmatischen Beschreibungen. Ich spreche mit Nina und Annie auch darüber, schulische Entwicklungsarbeit weniger parallel zu denken und stärker in Bezug zu bereits erprobten Lösungen zu setzen. Dadurch entsteht eine Referenzfläche, die Austausch erleichtert, Nachahmung realistisch werden lässt und Kooperation als Ressource sichtbar macht.
Darüber hinaus geht es um den gemeinsamen Gründungsprozess der beiden Organisationen und die strukturellen Fragen, die dabei gelöst wurden. Die Episode zeigt, wie Zusammenschlüsse dieser Art Fragmentierung reduzieren können und weshalb Innovation im Bildungsbereich an Stabilität gewinnt, wenn Teams ihre Arbeit miteinander verweben.
Nina Fleck (Wir für Schule)
Projektleitung bei Wir für Schule und verantwortlich für die Innovators Map. Ansprechpartnerin für Schulprojekte, Bildungsorganisationen und Teachers on Stage.
Annie Wagner (Digitale Bildung für Alle e. V.)
Projektleitung für Scolaia auf Seiten von Digitale Bildung für Alle. Zuständig für Kooperationen, Lerntools und die Koordination des Ehrenamts.
Schule verfügt heute über eine Vielzahl erprobter Konzepte, Modelle und Erfahrungswerte. Gleichzeitig bleibt die strukturelle Logik vieler Systeme auf Unterrichtsversorgung ausgerichtet. Mit Björn Adam spreche ich in diese Folge über die organisationale Architektur von Schule, über fehlende Rollenmodelle und warum Entwicklung häufig additiv zum Kerngeschäft verläuft. Dabei nehmen wir die Frage in den Fokus, welche Strukturen Fachlernen langfristig tragen und wie Verantwortlichkeiten jenseits des klassischen Lehrer*innencontainers verteilt werden können.
Ausserdem sprechen wir über Tempo in Veränderungsprozessen. Björn stellt heraus, dass Schulentwicklung nicht als Zehnjahresprojekt gedacht werden sollte. Aus organisationsentwicklerischer Perspektive entsteht Geschwindigkeit nicht durch Druck, sondern durch klare Rollen, Entscheidungsräume und professionelle Strukturen. In diesem Zusammenhang betrachten wir auch selbstorganisierte Lernsettings, partizipative Formate und die Bedingungen, unter denen digitale Medien nicht als Zusatz, sondern als integraler Bestandteil von Lernarchitektur wirken. Entwicklung wird damit zur Frage von Steuerungslogiken und nicht nur von pädagogischem Engagement.
Darüber hinaus geht es um Selbstwirksamkeit als Zielperspektive von Bildung und um die Rolle außerschulischer Impulse für systemische Veränderung.
Quellen und weiterführende Hinweise:
Ashoka – Internationales Netzwerk zur Förderung von Social Entrepreneurship
https://www.ashoka.org
Alemannenschule Wutöschingen – Gemeinschaftsschule mit umfassendem Transformationsansatz
https://alemannenschule-wutoeschingen.de
Wir für Schule – Initiative zur Vernetzung und Sichtbarmachung von Innovationsakteur*innen
https://www.wirfuerschule.de
Methodenbuch für selbstwirksames Lernen – Praxisbuch für partizipative und selbstorganisierte Lernsettings
https://shop.bewirken.org/angebot/das-methodenbuch-fuer-selbstwirksames-lernen/
Björn Adam ist Organisationsentwickler und Mitgründer von beWirken. Er arbeitet an der Schnittstelle von Schulentwicklung, Selbstwirksamkeit und systemischer Transformation – mit dem Blick auf Strukturen, Rollen und Lernarchitektur.
In dieser Folge geht es um die Verschiebung vom reinen Inhaltsfokus hin zur Entwicklung von Lernkompetenz. Jürgen Möller argumentiert, dass Unterricht häufig auf Stoffvermittlung reduziert wird, während der Aufbau von Strategien zur Selbststeuerung implizit vorausgesetzt bleibt. Lernen wird als aktiver Prozess verstanden, nicht als Konsum. Wir sprechen auch über die strukturelle Differenz zwischen Fachlernen und dem Erlernen von Lernprozessen – und darüber, warum fehlende Orientierung schnell als Motivationsproblem fehlinterpretiert wird.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Eltern und Schule in der Begleitung von Lernprozessen. Statt Kontrolle und Ergebnisfixierung rückt die Entwicklung von Selbstwirksamkeit in den Mittelpunkt. Motivation entsteht im Erleben gelingender Strategien, nicht im Appell. Wir sprechen auch über Leistungsdruck ohne Sinnbezug, über Beziehung als Voraussetzung für kognitive Aktivierung und über die Frage, wie Lernarchitekturen gestaltet sein müssen, damit Lernende ihre eigenen Denkprozesse verstehen und steuern können.
Die Diskussion berührt damit grundlegende Fragen der Schulentwicklung und der Professionalisierung im Bildungsbereich. Prozesskompetenz wird als Kern moderner Bildung beschrieben, die über reines Fachlernen hinausgeht und auch im Kontext von digitale Medien wirksam werden muss. Wir sprechen auch über systemische Missverständnisse rund um Motivation, über die Notwendigkeit transparenter Lernwege und über die Verschiebung vom Stoff zum Denkprozess als Qualitätskriterium schulischer Arbeit.
Quellen und weiterführende Hinweise:
– Annika Osthoff & Leonie Lutz: „Begleiten statt verbieten“ – Buch zur reflektierten Elternrolle im Umgang mit Social Media.
– Akademie für Lernpädagogik: https://www.akademie-lernpaedagogik.de – Akademie von Jürgen Möller mit Fokus auf Lernkompetenz und Lernbegleitung
Jürgen Möller ist Lehrer, Lernexperte und Mitgründer der Akademie für Lernpädagogik. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Frage, wie Kinder lernen – und warum viele zwar Inhalte vermittelt bekommen, aber kaum lernen, ihren eigenen Lernprozess zu steuern. Mit Vorträgen, Programmen und Schulkooperationen arbeitet er daran, Lernkompetenz, Selbstwirksamkeit und Orientierung im Schulalltag zu stärken.
Programmieren kann weit mehr sein als Fachlernen. Wenn Jugendliche in der Hacker School coden, erleben sie Selbstwirksamkeit: einen Moment, in dem Wissen Handlung wird. Julia Freudenberg beschreibt, wie Ehrenamtliche aus der IT Jugendlichen zeigen, wie aus einer Idee ein funktionierendes Programm entsteht, und warum digitale Bildung immer auch ein soziales Projekt ist.
Wir sprechen auch über Strukturen, die Offenheit ermöglichen, über Schulen, die Vertrauen wagen, und über die Bedeutung von Engagement jenseits institutioneller Zuständigkeiten. Das Prinzip des Lernens durch Lehren zeigt, wie gegenseitiges Lernen entsteht, wenn Profis aus der Praxis in Schulen gehen und gemeinsam mit Jugendlichen arbeiten.
Ein Gespräch über Teilhabe, digitale Medien und große Wachstumspläne.
Weiterführende Links und Erwähnungen:
https://hacker-school.de – Offizielle Website der Hacker School
https://makecode.microbit.org – Einstiegstool für Programmieren mit visuellen Bausteinen
Simon Sinek – Autor und Leadership-Experte, bekannt für Start with Why
Mischa Palesche – Schulleiter der Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe, Inspiration für die schulische Zusammenarbeit der Hacker School
Disclaimer: Ich habe tatsächlich keine Quelle gefunden für die Superhelden-Agentur. Bei der Recherche habe ich (versehentlich) das Chat GPT Model 4.0 verwendet. Das hat noch deutlich mehr halluziniert, als die jetzigen 5er Modelle. Vielleicht lag´s daran. Aber die Schule liegt natürlich bei mir, für´s nicht-überprüfen!
Mit Manuela Mohr spreche ich über die Realität des Gründens im Bildungsbereich – zwischen Idealismus und finanzieller Verantwortung. Manuela beschreibt, wie das Education Innovation Lab als gemeinnützige Organisation unternehmerisch arbeitet und warum Wirkung ohne Struktur langfristig nicht tragfähig ist. Es geht um Finanzierungsmodelle zwischen Fördermitteln, Auftragsarbeit und Eigenmitteln und um den Mut, ein Bildungsunternehmen so zu führen, dass Vision und Verwaltung sich nicht ausschließen.
Wir sprechen auch über Organisationsentwicklung und darüber, wie Selbstorganisation in ihrem Team zur Grundlage für nachhaltiges Wachstum wurde. Manuela erklärt, warum Verantwortung geteilt werden muss, wenn man Wirkung skalieren will, und wie Wirkungsmessung hilft, Entscheidungen datenbasiert zu treffen. Die Folge zeigt, dass unternehmerisches Denken im Bildungssektor nicht bedeutet, den Purpose zu verlieren, sondern ihn abzusichern.
Außerdem geht es um die Verbindung von Bildungsinnovation und Systemverständnis und wie Kooperationen mit Akteur:innen wie Greenpeace oder der Future Skills Alliance gesellschaftliche Themen in Schulen bringen. Wir sprechen über Formate wie Digital Sparks, die Lernprozesse jenseits des klassischen Fachlernens ermöglichen, und über Schulen wie die Evangelische Schule Berlin Zentrum, an denen selbstorganisiertes Lernen Realität ist.
Erwähnte Organisationen und Projekte:
– Manuelas Lieblingsfolge des BildungsGründer Podcast: Wenn 20 BildungsGründer die Schule neu denken. Ein Solo-Podcast (Folge 21)
– Education Innovation Lab (EIL) – gemeinnützige Organisation für zukunftsorientierte Bildung und digitale Lernformate
– Digital Sparks – Plattform des EIL für gesellschaftsrelevante Themen im Unterricht (education-innovation-lab.de)
– Future Skills Alliance – Netzwerk von Bildungsorganisationen zur Förderung von Zukunftskompetenzen
– Schule im Aufbruch / Friday-Projekt – Initiative für selbstbestimmtes Lernen in Grundschulen
– Evangelische Schule Berlin Zentrum (ESBZ) – Schule mit projektorientiertem und verantwortungsbasiertem Lernkonzept
– Rock Your Life! – Mentoring-Programm für mehr Bildungsgerechtigkeit
– SofaTutor – digitale Lernplattform, erste Station von Manuela Mohr im EdTech-Bereich
– Bürgerrat Bildung und Lernen – Bürger:innenrat mit Empfehlungen für eine zukunftsfähige Bildung
Im Gespräch mit Rahel Tschopp geht es um die Frage, wie Schulentwicklung als Denkform verstanden und gestaltet werden kann, jenseits von Maßnahmen, Tools und Konzepten. Wir sprechen über das Spannungsverhältnis zwischen pädagogischem Anspruch und organisatorischer Realität – und warum Veränderung in Schulen oft an gut gemeinter Anpassung scheitert.
Ein zentrales Thema ist die Arbeit mit offenen Lernsettings. Rahel beschreibt, wie Strukturen gestaltet sein müssen, damit Offenheit tragfähig bleibt, nicht als Freiraum für Beliebigkeit, sondern als präzise arrangiertes Setting für eigenverantwortliches Lernen. Wir sprechen auch über implizite Machtverhältnisse im Kollegium, die Entwicklung blockieren können, und über die Rolle von Leitung zwischen Steuerung und Ermöglichung.
Dazu teilt Rahel konkrete Erfahrungen aus ihrer Praxis, etwa, wie sie mit Schulen arbeitet, Austauschformate begleitet oder Workshops strukturiert. Sie empfiehlt Werkzeuge, die helfen, Entwicklungsprozesse zu visualisieren, und erzählt von Schulen wie der Agora in Roermond oder der Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe, die neue Wege gehen. Das Gespräch ist ein Plädoyer für Differenz, Klarheit und eine andere Vorstellung von Schulentwicklung.
Links & Quellen:
www.denkreise.ch – Website von Rahel Tschopp, Beratungs- und Entwicklungsangebote
www.schulrei.se – Bilddatenbank mit Einblicken in alternative Lernräume und Schularchitekturen
www.hep-verlag.ch/interessent-innen-auf-schulreise – Rahel Tschopps Buch Auf Schulreise, erscheint Herbst 2026; hier vormerken”
www.sessionlab.com – Tool zur Planung und Strukturierung von Workshops
www.agoraroermond.nl – Schule projektbasiertes Lernen in den Niederlanden
ers-karlsruhe.de – Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe
www.instagram.com/learnlearning.withcaroline – Lernsettings: wer lernt schon gern am Tisch
en.wikipedia.org/wiki/Radical_(film) – Radical (2023), Film über innovative Lernansätze, basierend auf einer wahren Geschichte in Mexiko
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