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Digitale Leseförderung kann niedrigschwellig, fachübergreifend und inklusiv funktionieren – wenn sie didaktisch sinnvoll gedacht ist. In dieser Folge sprechen wir über animierte Kinderliteratur, interaktive Unterrichtselemente und Materialien, die sich flexibel in den Schulalltag einfügen. Es geht um Formate, die sowohl sprachliche Teilhabeermöglichen als auch Fachlernen gezielt unterstützen.
Wir sprechen auch über die Bedeutung von Mehrsprachigkeit, Sprachförderung im Kontext von Heterogenität und den Einsatz digitaler Medien, die nicht nur motivieren, sondern auch sozial-emotionale Kompetenzen fördern. Wie Lehrkräfte dabei entlastet statt zusätzlich gefordert werden, welche Konzepte hinter erfolgreichen Formaten stehen – und warum Lesekompetenz über die Grundschule hinaus relevant bleibt, sind zentrale Themen dieser Folge.
Außerdem geht es um lebenslanges Lernen, die Rolle von Teamkultur in Bildungsorganisationen und den persönlichen Tipp der Gästin, mit einer Zielebuddy zu arbeiten – als Methode, um dranzubleiben, sich zu spiegeln und sich weiterzuentwickeln.
onilo.de – Digitale Leseförderplattform mit animierten Geschichten und Unterrichtsmaterial
StoryDocs – Medienunternehmen, zu dem Onilo heute gehört
Die Finanzmentorin – Bildungsprojekt der Gästin mit Fokus auf Finanzbildung für Frauen
Trotz digitaler Ausstattung bleibt schulische Entlastung oft aus – weil es an Zeit, Zuständigkeit und struktureller Verankerung fehlt. Die Folge thematisiert, warum Technik im Schulalltag nur dann Wirkung entfaltet, wenn Prozesse mitgedacht und Verantwortlichkeiten geklärt sind. Wir sprechen auch über die verbreitete Vorstellung, man müsse digitale Tools erst völlig durchdringen, bevor sie eingesetzt werden können – und warum dieser Anspruch viele Schulen unnötig ausbremst.
Im Mittelpunkt stehen die tatsächlichen Einsatzpotenziale von KI im schulischen Alltag, etwa zur Erstellung von Unterrichtsmaterialien, zur Vorbereitung von Rückmeldungen oder zur Strukturierung von Inhalten. Dabei wird deutlich: Digitale Medien können entlasten, aber sie ersetzen keine pädagogische Verantwortung. Wir sprechen auch über die Bedingungen, unter denen Lehrerfortbildung wirksam wird, welche Formate funktionieren – und warum Plattformen wie fobizz stark nachgefragt werden, obwohl der Markt zunehmend unübersichtlich ist.
Weitere Themen sind die systemischen Herausforderungen rund um Datenschutz, föderale Entscheidungsstrukturen und die Rolle von Plattformanbietern im öffentlichen Bildungsauftrag. Wir sprechen auch über die Grenzen automatisierter Korrekturhilfen, das Spannungsfeld zwischen Innovation und Vertrauen – und darüber, welche strukturellen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Technologie nicht nur bereitsteht, sondern auch genutzt wird.
fobizz: www.fobizz.com
AppCamps: www.appcamps.de
Diana ist Mitgründerin von fobizz, einer führenden Plattform für digitale Fortbildungen, Unterrichtsmaterialien und KI-Tools im Bildungsbereich. Mit ihrer Expertise in Informatik und Psychologie stärkt sie die digitale Kompetenz von Lehrkräften und bringt Innovationen direkt ins Klassenzimmer. fobizz steht für zukunftsgerichtete Bildung: praxisnah, datenschutzkonform und technologiegestützt.
Ein Gespräch über frühe Bildung, unternehmerisches Denken und den Weg von der Idee zum international wachsenden EdTech-Unternehmen. Irene spricht über klare Strukturen im Wachstum, frühe Entscheidungen zur Kanalstrategie und den Rollenwechsel, den jede Gründerin durchläuft, wenn aus einem kleinen Team ein Scale-up wird.
Wir sprechen auch über die Verbindung von digitalen Medien und analogem Lernen, über Vertrauen als Grundlage für Innovation und über die Bedeutung klarer Organisation in wachsenden Systemen – ob in Startups, Schulen oder anderen Bildungsinstitutionen. Thema ist auch, warum Verantwortung mitwächst, wenn Teams größer werden, und weshalb klare Strukturen mehr Freiheit ermöglichen als starre Kontrolle.
Ein Gespräch, das zeigt, wie professionelles Wachstum, Teamführung und pädagogisches Denken zusammenfinden – und was Bildung von Startups lernen kann, ohne den eigenen Auftrag aus den Augen zu verlieren.
In dieser Folge erwähnt und empfohlen:
Tools aus der Folge:
Erwähnte Personen:
Irene Klemm ist Mitgründerin und Geschäftsführerin von Edurino, einem der erfolgreichsten deutschen EdTech-Startups. Gemeinsam mit Franziska Meyer baut sie seit 2021 das internationale Unternehmen auf. Zuvor war sie Beraterin bei der Boston Consulting Group (BCG).
Feedback ist kein nice to have. Es ist das Werkzeug, mit dem Lernprozesse sichtbar werden.
Myrle Dziak-Mahler spricht im Podcast über Lernbegleitung als festen Bestandteil von Unterricht und die strukturellen Probleme, die echte Schulentwicklung ausbremsen.
Außerdem geht es um:
Links und Quellen zur Folge:
Myrle ist Geschäftsführerin der lernlog gGmbH und prägt seit Jahren die Bildungslandschaft mit ihrem Engagement für zeitgemäßes Lernen. Zuvor war sie Kanzlerin der Alanus Hochschule und langjährige Leiterin des Zentrums für Lehrer:innenbildung an der Universität zu Köln. Als systemische Coachin, Bildungsexpertin und Vordenkerin für neue Lernkulturen verbindet sie pädagogische Tiefe mit strategischem Blick, bei lernlog treibt sie den digitalen Wandel in Schulen voran – praxisnah, partizipativ und immer mit dem Blick auf das Machbare.
David Klett führt ein Familienunternehmen in vierter Generation und denkt Unternehmertum als langfristige Verantwortung, nicht als schnellen Erfolg. In einer Branche, die sich ständig verändert, setzt er auf Bewegung statt Beharrung. Wir sprechen über unternehmerische Kontinuität im Bildungsbereich, über das Spannungsfeld zwischen Markt und Haltung und was es bedeutet, ein großes Unternehmen zu führen, das sich immer wieder neu ausrichten muss, um relevant zu bleiben.
Dabei geht es auch um konkrete Herausforderungen im System Schule: Fachlernen, Mehrsprachigkeit, der Umgang mit Fluchtbiografien und digitale Medien als selbstverständlicher Bestandteil von Bildung. Wir sprechen über Organisationsgrenzen, träges Verwaltungshandeln und pädagogische Ansätze, die helfen könnten, heterogene Lerngruppen besser zu unterstützen.
Ergänzt wird das Gespräch durch persönliche Einblicke: Welche Podcasts ihn inspirieren, was er von staatlicher Steuerung erwartet – und warum ihn nicht die Ausnahmefälle beeindrucken, sondern das, was Tag für Tag in ganz normalen Schulen geleistet wird.
Quellen & Erwähnungen:
– Phorms Education – Privates Schulnetzwerk im Bereich der Klett Präsenzlernen GmbH
– Joki Kinderbetreuung – Kita-Träger innerhalb der Klett-Gruppe
– Ernst Klett AG – Offizielle Website der Unternehmensgruppe
– Deutscher Schulpreis – Auszeichnung für innovative Schulkonzepte
– Zeugnis Zukunft (Podcast) – Bildungstrends vom Ernst Klett Verlag
– Ich eskaliere gleich (Podcast) – Konfliktpädagogik von Raphael Kirsch
– Ukraine: The Latest (Podcast) – Tägliche Analyse des Ukrainekriegs
– Was tun, Herr General? (Podcast) – Militär- und Sicherheitspolitik vom MDR
Dr. David Klett ist Vorstandsmitglied der Ernst Klett AG und ist für eine Reihe von Bildungs- und Fachverlagen im In- und Ausland zuständig. Als Teil der vierten Generation im Familienunternehmen verbindet er unternehmerische Verantwortung mit bildungspolitischer Perspektive – und gestaltet so aktiv die Zukunft des Lernens in Deutschland und Europa.
Qualitätsmanagement in Schulen gilt oft als bürokratische Last. Dr. Franz Gramlinger zeigt, wie es als Instrument verstanden werden kann, das Schulentwicklung unterstützt, indem es Abläufe vereinfacht und Freiräume für Innovation schafft.
Wir sprechen über
Quellen und Links aus der Episode
Dr. Franz Gramlinger leitet in Österreich die Referenzstelle für Qualität in der Allgemein- und Berufsbildung (RQB) beim OeAD. Dort erarbeitet er mit seinem Team Qualitätsmanagementsystemen für Schulen und am Gütesiegel für digitale Lern-Apps.
Um Veränderung in der Schule wirksam zu machen, braucht es mehr als neue Tools, es braucht hauptsächlich eine neue Struktur. Wo diese fehlt, wird Innovation zur Belastung. Mit Jacob Chammon, Geschäftsführer der telekom Stiftung, spreche ich über die Voraussetzungen für echte Schulentwicklung: pädagogische Führung, gemeinsame Zielbilder und Fortbildung, die nicht zusätzlich stattfindet, sondern integraler Bestandteil der Schulstruktur ist.
Veränderung heißt auch Verantwortung: dafür, wie digitale Medien eingesetzt werden, wie Fachlernen und kollegiale Zusammenarbeit in der Schule verankert sind – und wer dabei eigentlich entscheidet. Schulen arbeiten oft zwischen Anspruch und Systemgrenzen, Professionalisierung kann aber nur dann gelingen, wenn sie kontinuierlich gedacht und organisatorisch getragen wird.
In diesem Spannungsfeld treffen Startups, Stiftungen und schulische Akteure aufeinander. Chammon plädiert für mehr Vertrauen, mehr Kooperation – und weniger Erwartungen, die nicht hinterlegt sind. Der Wettbewerb *„Schule macht KI“*zeigt, was möglich ist, wenn Schulen Gestaltungsspielräume bekommen. Und man sollte nicht immer auf perfekte Antworten warten sondern in der Grauzone anfangen!
Links & Quellen:
www.telekom-stiftung.de – Website der Deutschen Telekom Stiftung
www.telekom-stiftung.de/programm/schule-macht-ki – Wettbewerb „Schule macht KI“
Jacob ist Geschäftsführer der Telekom Stiftung und prägt seit vielen Jahren den Bildungsdiskurs in Deutschland. Zuvor war er Lehrer, Schulleiter an der Deutsch-Skandinavischen Gemeinschaftsschule in Berlin und Geschäftsführende Vorstands des Forums Bildung Digitalisierung. Mit seinem tiefen Verständnis für Schule, Führung und systemische Schulentwicklung bringt er Expertise aus Praxis, Forschung und Stiftungsarbeit zusammen. Sein Fokus: neue Wege des Mint-Lernens und digitale Transformation.
Vanessa Meyer spricht über Sexualbildung, die Haltung vermittelt, statt nur Körperwissen abzufragen. Als Mitgründerin von Knowbody entwickelt sie Formate, die Themen wie Respekt, Konsens und Selbstbestimmung nicht als Zusatz behandeln, sondern als Fundament.
Wir sprechen darüber, wie veraltete Lehrpläne an der Lebensrealität vorbeigehen, was es bedeutet, Vielfalt selbstverständlich mitzudenken und warum digitale Räume – von Social Media bis Pornografie – nicht als Randthema, sondern als Teil des pädagogischen Auftrags verstanden werden müssen.
Vanessa beschreibt, wie sich Aufklärung verändert, wenn sie nicht an Tabus oder Lehrbuchgrenzen hängen bleibt, sondern die Sprache, Medien und Erfahrungen junger Menschen ernst nimmt. Sexualbildung wird hier als Kulturpraxis sichtbar, die gesellschaftliche Werte spiegelt und verhandelt.
Zum Schluss teilt sie zwei persönliche Empfehlungen: ein Design-Setup, das kreatives Arbeiten beschleunigt, und einen Podcast, der gesellschaftliche und bildungspolitische Zusammenhänge aus ungewohnter Perspektive beleuchtet. Impulse, die über das Tagesgeschäft hinausweisen – und an der Schnittstelle von Bildung, Haltung und öffentlichem Diskurs ansetzen.
Links und Quellen:
– figma.com – Design-Tool für kollaboratives Arbeiten
– canva.com – Plattform für schnelle Content-Adaption
– Podcast „Jung & Naiv“ mit Aladin El-Mafaalani – Gespräche zu Gesellschaft, Bildung und Politik
Vanessa ist Mitgründerin von KNOWBODY, einer digitalen Plattform, die zeitgemäße sexuelle Bildung direkt ins Klassenzimmer bringt. Mit innovativen Methoden und einem klaren Fokus auf Vielfalt, Inklusion und Selbstbestimmung unterstützt sie Lehrkräfte dabei, Tabus zu brechen und Jugendlichen einen selbstbewussten Umgang mit Sexualität und Identität zu ermöglichen. Mit KNOWBODY schafft sie einen modernen Zugang zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen.
Matthias Graf von Kielmansegg spricht über Bildung als Ort der Teilhabe – und darüber, warum echte Teilhabe "Macht" voraussetzt. Als Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland setzt er Impulse in einem System, in dem viele sprechen, aber wenige gehört werden. Im Zentrum steht die Frage, wie Schüler:innen, Lehrkräfte und Bildungsakteur:innen mehr Gestaltungsspielraum gewinnen können, jenseits von Politikzyklen und Förderlogiken.
Wir sprechen über die Rolle von digitalen Medien, die nicht nur Werkzeuge, sondern kulturelle Praxisräume sind. Es geht um pädagogische Entscheidungskompetenz als Voraussetzung für souveränen KI-Einsatz, um Datenhoheit, um strukturelle Bedingungen für Fachlernen und um die Herausforderung, Mehrsprachigkeit und Translanguaging in digitalen Kontexten mitzudenken. Bildung wird hier nicht als technische Optimierung verstanden, sondern als Aushandlungsprozess.
Zum Schluss teilt Matthias drei persönliche Empfehlungen: eine KI-Musik-App, die kreative Zugänge eröffnet; ein historisches Hörbuch, das Weltgeschehen verständlich macht; und eine Parabel über Freiheit und Autorität, die nachhallt. Drei Impulse, die weit entfernt sind vom Tagesgeschäft, aber nah an dem, worum es im Kern geht: Haltung, Sprache und Verantwortung.
Links und Quellen:
Matthias ist Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland, die sich für chancengerechte Bildung und digitale Teilhabe junger Menschen einsetzt. Zuvor war er im Bundesministerium für Bildung und Forschung tätig und bringt umfassende Erfahrung aus der Bildungspolitik mit. Mit der Stiftung fördert er Programme und Studien, die Impulse für die Zukunft des Lernens geben – von digitaler Schulentwicklung bis zur Frage, wie junge Menschen gesellschaftlich wirksam werden können.
Nele Hilfert ist Regional Manager für Deutschland bei Binogi, einer digitalen Lernplattform, die Fachinhalte als Videos in bis zu 15 Sprachen anbietet, damit Kinder nicht-deutscher Herkunftssprache sich auch schlau fühlen dürfen im Fachunterricht - und natürlich vor allem die Inhalte verstehen können.
Wir sprechen im Podcast über
Nele hat einen Buchtipp für euch: das Buch Radical Candor von Kim Scott über eine konstruktive Feedbackkultur in Teams, wie zum Beispiel dem Kollegium.
Ihr wollt mehr wissen über Mehrsprachigkeit und Sprachförderung? Dann schaut in die Forschung von Jim Cummins.
Wir nennen in der Folge auch innovative Schulen, wie die Allemannenschule Wutöschingen als Beispiel für Schule mit individuellen Lernwegen sowie die vielen tollen Schulen, die in Instagram-Live-Format “Berlin meets Barcelona“ von Claudia Heyn und Björn Nölte bereits vorgestellt wurden.
Nele Hilfert ist Regional Managerin bei Binogi, einer digitalen Lernplattform, die lehrplangestützte Videos in bis zu 15 Sprachen anbietet. Mit ihrer Arbeit setzt sie sich für mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem ein und bringt Vielfalt und Mehrsprachigkeit in den Schulalltag. Durch ihr Engagement schafft sie Brücken zwischen digitaler Innovation und inklusivem Lernen.
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