Immer weniger Menschen spenden Blut, warnt das Deutsche Rote Kreuz. Um dem entgegenzuwirken und um Diskriminierung vorzugehen, wurde das bestehende Transfusionsgesetz geändert. Mit dem neuen Gesetz soll die sexuelle Orientierung künftig nicht mehr als Ausschlusskriterium gelten. Damit gehe mit Sicherheit kein zusätzliches Risiko etwa einer HIV-Infektion von Blutspende-Empfängern einher, sagt Professor Gregor Bein, Direktor des Zentrums für Transfusionsmedizin und Hämopathie an der Uniklinik Gießen. Nach wie vor würden Menschen mit einem erhöhten Risiko einer Infektion zurückgestellt. Es sei jedoch davon auszugehen, dass sie künftig auf das konkrete Sexualverhalten abzielten und nicht auf die sexuelle Orientierung.