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Professor Thomas Schüller nimmt kein Blatt vor den Mund. Er legt den Finger immer wieder in die Wunde und zeigt auf, welche Fehler in der katholischen Kirche passieren. Er selbst glaubt mit Leib und Seele und geht dennoch oder vielleicht sogar genau deswegen immer wieder hart mit der Institution Kirche ins Gericht. Im Gespräch mit Lothar Schröder, Kulturchef bei der Rheinischen Post, spricht er darüber, was ihn antreibt.
Keine Gnade bei MissbrauchGeht es um den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche, kennt der Kirchenrechtler, der an der Universität in Münster lehrt, keine Gnade. Diese Verbrechen müssen lückenlos aufgeklärt werden, sagt er in unserem Podcast. Er spricht so deutliche Worte, dass auch er manchmal in die Schusslinie Gerät, weil nicht jeder mit seiner Kritik umgehen kann.
Berufung: Christ seinAuch wenn man ihn manchmal als Gegenspieler der Kirche wahrnimmt, so sieht Thomas Schüller seine Berufung ganz klar. "Christ sein" ist seine Berufung und die lebt er auch aus. Wenn es bei ihm Zuhause still wird, geht er ins Gebet. Das ist ihm wichtig und gehört zu seinen Ritualen am Tag. Was er sich für die Zukunft wünscht und wo er in den Diskussionen mit der Kirche besonders hellhörig wird, erzählt er im Aufwacher am Sonntag - Um Gottes Willen!
Was Kirsten Boie tut, gehört vielleicht zum spannendsten, was man überhaupt tun kann: Geschichten erzählen, vor allem für Kinder und Jugendliche. Kurz nach Ostern hat sie sich mit RP-Chefredakteur Moritz Döbler in Hamburg getroffen, wo sie lebt und arbeitet. Und sie hat Geschichten erzählt: Wie es war, als sie Lehrerin an einer Brennpunktschule war. Wie es war, als sie ihren Sohn adoptiert hat. Und wie es war, als sie mit ihrer Mutter die Gedenkstätte Buchenwald besucht hat – und die Mutter endlich ihr Schweigen über die Nazizeit brach.
Wie eine Schießerei in einem Western-Saloon – so beschreibt die Polizei das, was am Mittwochabend in Hamborn passiert ist. Zwischen 80 und 100 Menschen sollen an einer Schießerei auf dem Altmarkt beteiligt gewesen sein. 15 Menschen wurden vorläufig festgenommen, die Polizei wertet aktuell Videos aus und sucht nach Zeugen.
Auslöser für die Gewalt noch unbekanntMarc Latsch aus der Duisburger Lokalredaktion der Rheinischen Post hat sich in Hamborn umgehört und auch mit der Polizei gesprochen. Im Aufwacher erklärt er, was bisher zu dem Vorfall bekannt ist. Lokalpolitik und NRW-Innenminister sind sich einig: Sowas darf nicht nochmal passieren.
Hier könnt ihr die Infos nachlesen
Henkel entlässt 2.000 BeschäftigteIn unserem zweiten Top-Thema geht es um den Düsseldorfer Großkonzern Henkel. Der hat gestern angekündigt, bis Ende 2023 insgesamt 2.000 Mitarbeitende zu entlassen. Für viele Menschen in NRW bedeutet das jetzt: Zittern um den eigenen Job. Mehr dazu hört ihr in dieser Folge!
Hier geht es zum Meinungsartikel von RP-Wirtschaftsredakteur Reinhardt Kowalewsky
Kulturtipp zum WochenendeUnd wie immer am Freitag bekommt ihr auch einen Kulturtipp für euer Wochenende. Heute empfiehlt Philipp Holstein den Roman „Die Diplomatin“ von Lucy Fricke.
Am 1. Mai 2022 hat Bundeskanzler Scholz eine Rede in Düsseldorf gehalten und darin auch die Unterstützung der Ukraine mit Waffen gerechtfertigt. Dafür wurde er lautstark beschimpft und ausgebuht. Dahinter steckt offenbar eine kleine, aber laute Gruppe. Sina Zehrfeld aus unserer Landespolitik-Redaktion hat sich das Thema genauer angeschaut und erklärt im Aufwacher, was dahinter steckt.
Angriff auf die Demokratie
Dafür hat sie auch mit der Demokratieforscherin Susanne Pickel gesprochen. Sie sagt: „Das ist keine irre große Gruppe. Die sind auf die Bevölkerung gerechnet im einstelligen Prozent-Bereich. Das ist etwas, das die Demokratie eigentlich aushält.“ Allerdings richten sich die Proteste nicht gegen ein spezielles Thema, sondern offenbar gegen die gesamte Politik, das - aus ihrer Sicht - "Establishment". Das unterscheidet diese Gruppe von anderen Protest-Bewegungen. Alles, was ihr dazu wissen müsst, hört ihr in dieser Folge!
Hier könnt ihr den Artikel zu dem Thema lesen
Poser-Szene in Neuss
Außerdem Thema bei uns: In der Neusser Innenstadt heulen nachts Motoren auf. Viele Anwohnerinnen und Anwohner können nicht mehr schlafen. Polizei und Politik wollen das Thema jetzt in den Griff bekommen.
Ein Ritt durch die politischen Themen. Das hat die WDR Wahlarena am Dienstag Abend versprochen. Welche Kandidaten konnten überzeugen? Wer hat sich kämpferisch und wer eher zurückhaltend gezeigt? Maximilian Plück, Leiter Landespolitik bei der RP ordnet ein. Mehr zum Schlagabtausch lest ihr hier
Schwimmzeiten für trans- und intergeschlechtliche MenschenIn Köln hat ein Schwimmbad jetzt eine feste Schwimmzeit für transsexuelle und transidente Menschen. Das Angebot ist aus der Notwendigkeit entstanden. Mehr zum Thema lest ihr hier
Ist eine Freitestung nach einer Corona-Infektion nötig? Darüber wird aktuell debattiert und es gibt unterschiedliche Auffassungen dazu. Wie die zukünftigen Quarantäne-Regeln aussehen könnten, berichtet Antje Höning aus unserer Wirtschaftsredaktion.
Die Düsseldorfer Band Kraftwerk hat ein neues Album veröffentlicht. Sie wird auch international immer wieder gefeiert und das seit bemerkenswerten 52 Jahren. Das Besondere am neuen Album: Es gibt keine neuen Songs, sondern Remix Versionen von bereits bekannten Songs. Philipp Holstein aus unserer Kulturredaktion hat das Album gehört.
Hier könnt ihr reinhören: https://open.spotify.com/album/5FvNOnZtP0dQKZbDQ1uhGy
Mehr über das Album könnt ihr hier nachlesen: https://rp-online.de/kultur/musik/albumkritik-remixes-von-kraftwerk_aid-68940221
Wie läuft es eigentlich bei der Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine hier in NRW? Das ist eine Frage, mit der wir uns immer wieder im Aufwacher beschäftigen. Jetzt - über zwei Monate nach Beginn des russischen Angriffskrieges - ist es Zeit, erste Antworten zu geben. Eine Art Zwischenbilanz kommt von Sina Zehrfeld, landespolitische Korrespondentin der Rheinischen Post.
Hier bekommt ihr weitere Infos zu dem Thema.
Die Innenstädte in NRW haben eine harte Zeit hinter sich. Über zwei Jahre Corona, Lockdowns, strenge Regeln im Alltag. Die Umsatzeinbußen waren enorm und die Hoffnung ruhte auf Lockerungen. Seit fast einem Monat gibt es keine Maskenpflicht in Geschäften mehr und doch sind die Händler nicht zufrieden. Rainer Gallus ist Geschäftsführer beim Handelsverband NRW und zu Gast im Aufwacher.
Mehr dazu erfahrt ihr hier.
Diesmal ist unser Interviewpartner ein waschechter Düsseldorfer Jung. Philipp Brosi ist 29 Jahre alt und Metzgermeister. Seine Familie betreibt in der dritten Generation eine Fleischerei mit der Hauptfiliale auf der Düsseldorfer Nordstraße. Philipp brennt für seinen Beruf - und hat nach dem Meister noch einen Lehrgang zum Fleischsommelier gemacht, um sein Wissen zu vertiefen.
Dass Fleischkonsum extrem polarisiert, das weiß Philipp sehr gut. Und auch wir in der Redaktion haben im Vorfeld Kritik gehört, dass wir in Zeiten von Klimawandel und Hunger in der Welt doch sowas nicht propagieren können!
Machen wir auch nicht. Stattdessen geht es bei “Frag mich alles!” darum, dass die Hörerinnen und Hörer ihre Fragen loswerden können. Gerne auch kritische. Und das haben viele genutzt.
Viele Menschen da draußen essen Fleisch. Viele überdenken ihren Konsum aktuell - schränken ihn ein, verzichten ganz oder achten mehr auf Qualität. Die Diskussion darüber ist wichtig. Philipp Brosi hat sich ihr hier gestellt.
Keine Maskenpflicht und keine Corona-Tests. Die Abiturprüfungen in NRW laufen ohne größere Corona-Maßnahmen und das kritisiert nicht zuletzt die Landesschüler*innenvertretung. Viele Schülerinnen und Schüler befürchten, sich bei den Prüfungen anzustecken und dann folgende Prüfungen zu verpassen. Wir sprechen über die Kritik am Schutzkonzept und reden auch über die Abibälle - dass die wirklich gefeiert werden können stand lange Zeit nicht fest und das wird für viele Stufen jetzt zum Problem: So kurzfristig ist es nämlich gar nicht so einfach, an eine passende Location zu kommen.
Außerdem geht es um das geplante 9-Euro-Ticket für den ÖPNV - das soll ab Juni für ganz Deutschland gelten und das könnte für volle Busse und Bahnen sorgen.
Wie würdet ihr Euch als Tierbesitzer fühlen, wenn ein Großkonzern wie Nestlé die Tierarztpraxis gehören würde? Wahrscheinlich hättet ihr im ersten Moment ein komisches Gefühl. Das ist gar kein Gedankenexperiment. Große Konzerne wie Nestlé oder Marks kaufen zur Zeit viele Tierarztpraxen und Kliniken. Jörg Isringhaus erklärt die Hintergründe.
Mehr dazu hier.
Im zweiten Thema geht es um Deniz Güner. Er tritt bei der Landtagswahl in NRW für die CDU in Duisburg-Marxloh an - und verkörpert gleich zwei grundsätzliche Probleme der Christdemokraten in NRW: Wie geht man mit Stimmen am rechten Rand um? Und warum gibt es in der Partie so wenig Migranten mit wichtigen Funktionen? Der Leiter des Ressorts Landespolitik, Maximilian Plück, ist dafür zu Gast.
Hier gibt es mehr zu diesem Thema.
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