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Nachhaltigkeitsregulierung, Leitfäden zu Taxonomie und Klimastresstests: Im Bundesverband deutscher Banken (BdB), der sich als Stimme der privaten Finanzwirtschaft sieht, nimmt das Thema Nachhaltigkeit einen immer größeren Raum ein. Für Sustainable Finance gibt es mittlerweile ein eigenes Team, berichtet Torsten Jäger, Leiter Sustainable Finance beim BdB, im neuen Podcast „Nachhaltiges Investieren“.
Von Unternehmen hört er regelmäßig die Sorge, es könnte schwieriger werden, als nicht Taxonomie-konformes Unternehmen noch an Kredite zu kommen. „Ich kann da so ein bisschen Entwarnung geben“, sagt Jäger. „Wir wollen die Unternehmen begleiten, sie auch mit finanziellen Mitteln unterstützen.“ Klar sei aber auch, dass auch die Unternehmen sich Gedanken machen müssten, was sie tun können.
Er hält Transitionspläne für eine gute Möglichkeit, den Weg zu nachhaltigerem Wirtschaften aufzuzeigen. Allerdings brauch es einen übergeordneten Rahmen, was unter „Transition Finance“ zu verstehen sei, findet Jäger. „Es muss ein gewisses Ambitionsniveau haben.“ Welche Schritte er als nächstes von regulatorischer Seite erwartet und warum der Fokus auf dunkelgrüne Investments aus seiner Sicht zu kurz greift, berichtet er im aktuellen Podcast.
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Ob Banken, Fonds, Konzerne oder Mittelständler – sie alle müssen zunehmend über ESG-Themen berichten. Doch die richtigen Mitarbeiter dafür zu finden, ist nicht einfach. „Man braucht Personen, die über Seniorität verfügen“, sagt Stephan Lang, Partner bei der Personalberatung Indigo Headhunters, in der neuen Episode des Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Denn die Anforderungen sind hoch: Von fachlichen Themen über regulatorische Vorgaben bis hin zu technischen Implikationen sollten ESG-Experten alles im Blick behalten – und idealerweise auch noch die Verankerung von Nachhaltigkeit in der Unternehmensstrategie vorantreiben.
Solche Kandidaten sind Mangelware. Das zeigt sich auch, wenn es darum geht, Stellen zu besetzen. „Es ist ein Kandidatenmarkt, definitiv“, sagt Lang. Wer sich verändern wolle, könne in der Regel verschiedene Optionen gegeneinander abwägen. Im Podcast erklärt der Personalberater, wo speziell auch Mittelständler nach Experten suchen können, warum Unternehmen mitunter Budgets zu ESG-Themen umschichten, und wie lange es noch dauern wird, bis neue Aus- und Weiterbildungsangebote den Engpass abmildern könnten.
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An ESG-Vorgaben, die es zu berücksichtigen gilt, herrscht kein Mangel. Doch viele sind auf liquide Investments oder Investitionen in Unternehmen ausgelegt. Für Janna Brokmann, Head of Sustainability bei dem auf alternative Assetklassen spezialisierten Assetmanager Prime Capital, der stark bei Infrastruktur- und Erneuerbare-Energie-Projekten engagiert ist, ist das eine Herausforderung: „Das lässt sich nicht immer eins zu eins übertragen“, erklärt sie im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Sie müsse daher die regulatorischen Themen auslegen – und dabei versuchen, die Intention des Regulators bestmöglich zu treffen, erklärt sie.
Als hilfreich empfindet Brokmann den Austausch mit anderen Assetmanagern, um ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln. Gerade bei Artikel-8- oder Artikel-9-Fonds müsse man dabei immer auch neue Auslegungshinweise berücksichtigen, die nur schrittweise kommen. Wie Nachhaltigkeitsaspekte bei Investments im Due-Diligence-Prozess berücksichtigt werden und welche Fragen die Investoren mit Blick auf grüne Investitionen stellen, darüber spricht Brokmann in der neuen Folge von „Nachhaltiges Investieren“.
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Hier geht es zum Podcast mit Silke Stremlau.
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ESG-Ratings sollen Investoren Orientierung bieten, doch nicht immer gelingt dies auch. Denn im Gegensatz zu Kreditratings gibt es bei den Nachhaltigkeitseinstufungen große Unterschiede. Das liegt nicht zuletzt an den drei Hauptbereichen Ökologie, Soziales und Governance, sagt Oliver Everling, Geschäftsführer des Unternehmens „Rating Evidence“, der zu Ratingfragen bei Investitions- und Finanzierungsentscheidungen sowie beim Aufbau von Ratingsystemen berät. Die Wertungen in diesen drei Teilbereichen könnten stark variieren. „Das zeigt sich dann mitunter in den Ergebnissen unterschiedlicher Ratingagenturen“, sagt er im Podcast „Nachhaltiges Investieren“.
Letztlich sei ein Rating eine Meinungsäußerung, die Kriterien und Maßstäbe würden nicht zuletzt von kulturellen Faktoren beeinflusst. Anleger sollten sich daher intensiver mit Ratingagenturen befassen, um zu entscheiden, wem sie vertrauen, rät Everling. „Der Anleger delegiert einen Teil der Analysetätigkeit, indem er Ratingagenturen vertraut.“ Welche regulatorischen Anforderungen an ESG-Ratingagenturen er sinnvoll fände und wie Agenturen mit schwacher Datenlage umgehen, erklärt Everling im aktuellen Podcast.
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Finanzinvestoren bewegen große Summen, und auch bei Private Equity wächst der Druck, mehr Transparenz über ESG-Fortschritte zu erhalten. Denn auch die Limited Partners, die in die Fonds investieren, setzen auf das Thema: „Wir sehen immer mehr Interesse von unseren LPs, nicht nur im Fundraising, sondern auch unterjährig als Teil ihres Monitorings“, berichtet Kim Woehl, Head of Sustainability bei Montagu Private Equity, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Dabei nehme auch der Detailgrad der Nachfragen zu.
Welche Rolle ESG bei der Due Diligence vor einer Investition spielt und welche Anstrengungen die Private-Equity-Community unternimmt, um die Vergleichbarkeit über verschiedene Fonds hinweg zu erhöhen, berichtet Woehl im aktuellen Podcast.
Hier geht es zum Hintergrundartikel über den Nachhaltigkeitsstreit in der US-Fondsbranche
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Die Budgets in vielen Kommunen sind knapp, die Verwaltung ist häufig mit Alltagsprobleme schon mehr als ausgelastet – findet man da mit einer Idee wie Sustainable Finance überhaupt Gehör? Markus Duscha, Mitglied im Sustainable Finance Beirat der Bundesregierung und Gründer des Fair Finance Institute, hat die Pilot-Städte Mannheim und München zu Sustainable-Finance-Aktionsplänen beraten.
Die Idee dahinter: die Sustainable-Finance-Bemühungen der EU, die eher Top-down-getrieben sind, durch Ansätze von unten zu ergänzen. „Wir wollten möglichst viele Menschen mitnehmen“, berichtet Duscha in der aktuellen Podcast-Episode von „Nachhaltiges Investieren“. Neben der Verwaltung sollen auch NGOs, Unternehmen und regionale Banken in die Aktionspläne eingebunden werden.
Eine Hürde liegt Duscha zufolge darin, für das Thema Zuständigkeiten zu definieren: Das Thema Sustainable Finance sei als Querschnittsthema für eine Stadt nicht so einfach zu behandeln, hat er festgestellt. „Es würde helfen, wenn politische Initiativen das auch strukturell unterstützen.“ Welche Vorschläge für die Sustainable-Finance-Aktionspläne der beiden Städte bereits auf dem Tisch liegen und wie es nun weitergeht, darüber spricht Markus Duscha im aktuellen Podcast.
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Während einige Banken erst in den vergangenen Jahren das Thema Nachhaltigkeit für sich entdeckt haben, zählt die Bank für Kirche und Caritas in Paderborn zu den Pionieren in diesem Bereich. Bereits seit rund 20 Jahren arbeitet sie daran, ihre Eigenanlagen und die Bankprodukte mit einer ethisch-nachhaltigen Anlagestrategie zu verknüpfen. Nachhaltigkeit sei „Kernbestandteil der Geschäftstätigkeit“, betont Tommy Piemonte, Leiter des Nachhaltigkeitsresearch bei der Bank für Kirche und Caritas (BKC). Die BKC gehört zum genossenschaftlichen Finanzverbund, ist aber ein Spezialinstitut, dessen Hauptklientel im katholisch-caritativen Sektor zu finden ist.
Neben Umweltaspekten sind für die Bank soziale Themen ganz zentral. Eine Sozialtaxonomie befindet sich allerdings noch im Entwurfsstadium – und bis zu einer finalen Vorlage könnte noch einige Zeit vergehen: So gebe es am Markt bereits Stimmen, die davon ausgehen, dass es in dieser Legislaturperiode wahrscheinlich nicht mehr zu einer Verabschiedung der EU-Sozialtaxonomie kommen werde, berichtet Piemonte. Eine Verabschiedung in der neuen Legislaturperiode fände dann frühestens 2024 statt. „Ich hoffe allerdings, dass es dann recht zügig geht“, sagt Piemonte. Sonst droht im Zweifel ein Ungleichgewicht zwischen Umwelt und Sozialem: Geld könnte vorerst am sozialen Bereich etwas vorbeigelenkt werden und stärker in den Umweltbereich fließen, fürchtet Piemonte.
Die Bank ist mit ihrer langjährigen Erfahrung im ESG-Bereich inzwischen auch als Ratgeber gefragt und international in verschiedene Netzwerke eingebunden. Auch mit Unternehmen steht die BKC regelmäßig in Kontakt. Engagement und der direkte Dialog über Nachhaltigkeitsaspekte seien ein essentieller Part der ethisch-nachhaltigen Anlagestrategie, sagt Piemonte. Wie er darüber von Paderborn aus schon Entscheidungen in Namibia und dem Vatikan mit beeinflusst hat und welche Zielkonflikte zwischen Nachhaltigkeitsleitlinien und Rendite man bei einer ethischen Investmentstrategie mitunter aushalten muss, das berichtet er in der aktuellen Podcast-Episode von „Nachhaltiges Investieren“.
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Do investors care about impact? Dieser Frage sind Wissenschaftler der Universität St. Gallen (HSG) systematisch auf den Grund gegangen. Sie wollten herausfinden, ob Investoren bereit sind, für mehr Impact auch mehr zu bezahlen. Die Ergebnisse zeigen jedoch: Zwar bevorzugt die Mehrzahl bei ihrer Entscheidung ein nachhaltiges Produkt und nimmt dafür auch Preisaufschläge in Kauf. Wie stark der Nachhaltigkeitseffekt ist, macht jedoch für die Anleger dann keinen großen Unterschied mehr. „Den Leuten ist Impact wahnsinnig wichtig, aber auf einer emotionalen Basis“, sagt Julian Kölbel, Assistenzprofessor an der Universität St. Gallen, im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Die Herangehensweise sei emotional, nicht kalkulativ. Dies sei nichts grundsätzlich Schlechtes, meint er. Aber es sei wichtig, dass diese Emotionen auch in sinnvolle Produkte übersetzt würden.
Ein Risiko bestehe darin, dass Anbieter Produkte gezielt so gestalten könnten, dass sie den Investoren ein gutes Gefühl bescheren, auch wenn sie dabei kaum Impact erzeugen. Wer nicht in eine solche Falle tappen möchte, kommt um etwas Recherche nicht umhin, sagt Kölbel. So müsse man die gesamte Produktpalette in den Blick nehmen und sich die Abstufungen klarmachen. Wie die wissenschaftliche Beschäftigung mit nachhaltigen Geldanlagen seine eigene Sicht auf Investitionsentscheidungen verändert hat und was er sich an regulatorischen Rahmenbedingungen wünscht, das verrät Kölbel in der aktuellen Episode von „Nachhaltiges Investieren“.
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Risikomanagement ist für Banken eine zentrale Aufgabe, und dabei rücken ESG-Risiken zunehmend in den Fokus – bis hin zu der Frage, mit welchen Kunden man im Kreditgeschäft überhaupt noch zusammenarbeitet. Ein wichtiger Treiber ist die Regulatorik: In der 6. MA-Risk-Novelle kam ESG nicht einmal vor. Im Konsultationspapier zur 7. Novelle, deren Veröffentlichung zeitnah erwartet wird, taucht der Begriff dagegen 47 Mal auf. „Das ist für die Banken ein ganz zentraler Treiber: Die Aufsicht möchte verbindlich, dass die themen ESG-Risiken und Nachhaltigkeit Anklang finden“, erklärt Patrick Jackes im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Jackes ist Projektleiter für den ESG-Risiko-Score im Bereich Prozessmanagement bei dem IT-Dienstleister Parc IT und berät Banken zur Messbarkeit von Nachhaltigkeitsrisiken.
Die ESG-Risiken zu identifizieren bedeutet allerdings viel Aufwand für Banken und Kunden. Denn viele Einschätzungen beruhen auf qualitativen Angaben, die manuell ausgewertet werden müssen. Es ist daher nicht gesagt, dass alle Banken zu einheitlichen Einschätzungen kommen. „Man setzt auf der grünen Wiese auf“, sagt Jackes. Die Banken müssen derzeit in einem Bottom-up-Ansatz erarbeiten, welche Faktoren die Nachhaltigkeitsrisiken im Kreditportfolio beeinflussen – und was dies wiederum für das Geschäftsmodell der Bank bedeutet. „Und das kann von Bankengruppe zu Bankengruppe unterschiedlich sein.“ Welche Faktoren in die Risiko-Scores einfließen und welche Perspektive es gibt, ein Nachhaltigkeitsrating mit den klassischen Kreditratings zusammenzuführen, erklärt Jackes im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“.
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Bei hochvolumigen syndizierten Finanzierungen großer Unternehmen ist es mittlerweile üblich, ESG-Kriterien zu berücksichtigen. Bei kleineren Unternehmen sei dieses Bild zwar gemischter, aber auch hier nehmen die Einbindung von ESG-Komponenten zu: „Es gibt einige Mittelständler, die da sehr, sehr weit sind“, berichtet Katlen Blöcker, Partnerin Banking und Finance bei der Kanzlei Hogan Lovells im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“.
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