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Riester geht in Rente, das Altersvorsorgedepot kommt. Wie der Staat beim Vorsorgen mitsparen will. Die Rente soll Rückenwind von der Börse bekommen. Ab Januar 2027 startet das neue, wunderbar flexible Altersvorsorgedepot mit staatlicher Förderung und der Möglichkeit, für den Ruhestand in ETFs zu investieren. Aber wie viel bringt der Zuschuss, was kosten die Angebote und wie lange ist das Geld gebunden? Darüber spricht Petra Greif in einer neuen Podcastfolge von BörsenXperts. "Warum nicht vom Zinseszinseffekt profitieren?" Auch noch ab 50, denn "Geld ist Geld", vor allem, wenn der Staat es "verschenkt". Zwischen 65 und 70 erfolgt die Auszahlung des angesparten Kapitals. Die im Podcast genannten Endsummen bei Vollendung des 65. Lebensjahrs basieren auf einer angenommenen durchschnittlichen Rendite von 7 % jährlich. Diese Rendite ist nicht garantiert, sondern wurde lediglich anhand der Entwicklung an den Aktienmärkten in den vergangenen Jahren geschätzt. "Bei einem Altersvorsorgedepot, egal ob Standard oder individuell, würde ich mich auf jeden Fall immer für einen thesaurierenden ETF entscheiden."
"Bisher investieren weniger als 20 % der Deutschen - eine sehr traurige Nummer." Drei Minuten täglich fürs Geld: Für Sophie Thurner beginnt Investieren mit kleinen Lernschritten statt großen Vorsätzen. Die beatvest-Mitgründerin und frühere Mitarbeiterin der Finanzaufsichten SEC und FCA erklärt im BörsenXperts-Podcast vom Börsenplatz Berlin mit Peter Heinrich: Oft blockiert die Angst vor Fehlern den Einstieg, nicht das fehlende Startkapital. Ihr Fahrplan: Sparziel festlegen, Einnahmen und Ausgaben prüfen, einen Notgroschen aufbauen und dann mit kleinen Beträgen breit gestreut starten. Ein ruhiger Kontostand schützt nicht vor Kaufkraftverlust. Und mehrere ETFs bedeuten noch lange keine breite Streuung: Wer immer dieselben Tech-Konzerne einkauft, bündelt Risiken. Deshalb die größten Positionen im gesamten Depot prüfen. Bei Kursrückgängen rät Thurner, das langfristige Ziel im Blick zu behalten und Panikverkäufe zu vermeiden. Bei gleichbleibender Sparrate kauft ein laufender Sparplan zu niedrigeren Kursen mehr Anteile. Ihr Buch "Investieren in 3 Minuten" setzt auf Wissen in kleinen Portionen, das direkt angewandt wird. Mehr: https://www.beatvest.com/
Wir tauschen Arbeitszeit gegen Geld - und sollten dieses Geld wieder in gute Lebenszeit zurückverwandeln. In den "BörsenXperts", dem Podcast des Börsenplatzes Berlin e.V., spricht Peter Heinrich mit Clemens Schönmann-Fink von "René will Rendite" über eine Frage, die in keinem Depot auftaucht: Was ist genug? Wer jedem erreichten Kontostand sofort das nächste Ziel folgen lässt, landet schnell in der hedonistischen Tretmühle. Clemens rät deshalb, das eigene "reiche Leben" zu definieren: Wofür lohnt es sich zu sparen, und wofür darf man heute großzügig sein? Erfahrungen, Reisen und gemeinsame Zeit zahlen eine Erinnerungsdividende, Statuskonsum bringt oft nur einen kurzen Dopamin-Kick. Praktisch helfen ein Sparplan, weniger Lifestyle-Inflation und ein Spaßkonto. Nicht jeder Traum lässt sich auf die Rente verschieben: Geld kann wachsen, Zeit nicht. Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur: Wie reich will ich werden? Sondern auch: Wie reich will ich leben?
Finanzbetrug beginnt selten mit dem großen Knall, sondern mit einem kleinen Klick. Im BörsenXperts-Podcast erklärt Cybercrime-Ermittler Philipp Genduth, wie moderne Anlagebetrüger Vertrauen aufbauen: über WhatsApp, Fake-Plattformen, Promi-Fassaden, Deepfakes, KI-Stimmen und Renditeversprechen, die zu gut klingen, um wahr zu sein. Die Täter verkaufen keine Investments, sie inszenieren eine Rendite-Fata-Morgana. Erst wachsen angeblich Gewinne, dann kommen "Steuern", "Gebühren" oder "Geldwäscheprüfungen". Am Ende ist nicht nur das Geld weg. Auch Ausweise, Kontodaten, Logins und E-Mail-Zugänge können im Darknet landen. Besonders gefährlich: Opfer werden manchmal unbemerkt zu sogenannten Money Mules und Teil von Geldwäscheketten. Die wichtigste Schutzregel: Druck rausnehmen, auflegen, prüfen, bekannte Nummern zurückrufen, nie unter Zeitdruck überweisen. Skepsis ist hier keine Spaßbremse, sondern die beste Renditeversicherung.
Young Finance bringt Finanzbildung dahin, wo sie oft fehlt: zu jungen Menschen. Im BörsenXperts-Podcast sprechen Petra Greif vom Verein Börsenplatz Berlin e. V. und Peter Heinrich vom Börsenradio mit Anna, Maike und Maike über ein Projekt, das gemeinsam mit dem Tagesspiegel junge Leute zwischen 16 und 30 Jahren an Geldanlage, ETFs, Aktien, Börse und langfristigen Vermögensaufbau heranführt. Die Teilnehmerinnen erzählen, was ihnen wirklich geholfen hat: verständliche Grundlagen, seriöse Quellen, weniger Berührungsangst und mehr Mut zum ersten Schritt. Es geht um Depoteröffnung, ETF-Sparpläne, Anleihen, Haushaltsbuch, Rentenlücke und die Frage, warum Finanzbildung nicht vom Elternhaus oder vom glücklichen Mentor abhängen darf. Besonders deutlich wird: Young Finance wirkt über das Projekt hinaus. Eine Teilnehmerin gründet eine Finanzgruppe in Göteborg, andere wollen weiter investieren, sich austauschen und das Wissen dauerhaft verfügbar haben. Fazit: Finanzbildung ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für Selbstständigkeit, Chancengleichheit und ein entspannteres Leben mit Geld.
Eigentlich ist ein ETF ein einfaches Produkt. Stimmt das wirklich? Was ist der Unterschied zwischen synthetischen und replizierenden ETFs? Und warum gibt es aktive, gemanagte ETFs? "Ein MSCI World, ein MSCI All-Country World oder vielleicht ein selbst zusammengestellter MSCI World mit einem MSCI Emerging Markets ist sicherlich ein guter Einstieg", so Thomas Mayer zu Drewer von Amundi auf dem Anlegertag in München. Markttiefe und Liquidität sind entscheidend, und hier spielen die USA bekanntlich und fortwährend eine große Rolle. Aktiv, passiv, synthetisch mit Swaps und mehr Sicherheit: es gibt unterschiedliche ETF-Angebote für unterschiedliche Anlegertypen. "Die Frage ist ja immer, ob es dem Fondsmanager, auf den man setzt, auf Dauer gelingt, besser zu sein als die Benchmark." Gegen die Stürme in den Märkten hilft eigentlich nur eine breite Diversifikation, darunter als Beimischung Gold, vielleicht in der Form von ETCs (Exchange-traded Commodities).
Tom Jakobi vertritt als Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger die Interessen von Minderheitsaktionären. Er besucht mit rund 40 Kollegen mehrere hundert Hauptversammlungen pro Jahr. Ziel ist der Schutz der Kleinanleger vor dominanten Großaktionären und fragwürdigen Beschlüssen. "Wir sind keine Querulanten - wir sind Sparringspartner und Coaches." Die SdK stellt kritische Fragen und prüft das Auskunftsrecht der Aktionäre konsequent. "Wenn ein Vorstand auf der Bühne patzig wird, hat er etwas zu verbergen." Besonders bei Squeeze-outs und Delistings kämpft der Verein um angemessene Abfindungen. Nachbesserungen aus Spruchverfahren kommen allen Aktionären zugute. Das Schwarzbuch Börse dokumentiert gravierende Missstände. Mitglied wird man ab 75 Euro im Jahr. Jakobi betont: Aktive Hauptversammlungen stärken die Aktienkultur in Deutschland.
Ein zweites Einkommen klingt super. Noch besser, wenn man dafür nicht nebenbei Taxi fahren muss. Dividenden sollen genau das liefern: regelmäßige Ausschüttungen als Cashflow aus Aktien. "Wir haben diesbezüglich eine unglaubliche Verlässlichkeit. Sie wachsen, auch in diesem Jahr wird es wieder mehr Cash geben. "Lass Dein Geld besser für Dich arbeiten", empfiehlt Hans-Jörg Naumer im Podcast von BörsenXperts. Anleger müssen dabei aber immer ihr Rendite-Risiko-Profil im Blick behalten. "Die Frage lautet: Will ich Dividenden als zweites Gehalt und lasse sie regelmäßig abfließen?“ Dabei gilt es, die Payout Ratio und die Wachstumsprognose eines Unternehmens zu beachten. Doch Vorsicht: Die Dividendenernte fällt nicht immer gleich aus. Oft ist es besser, die Dividende langfristig im Portfolio zu behalten.
Geldanlage beginnt nicht mit dem ersten Depot. Sie beginnt mit Wissen. Junge Menschen investieren heute früh. Nicht selten ohne Anleitung. Ein neues Projekt will das nun ändern: Tagesspiegel Young Finance setzt auf Aufklärung statt Zockerei. Petra Greif vom Verein Börsenplatz Berlin im BörsenXperts-Podcast: "Wir wenden uns vor allem an die Generation Z. Wie lege ich mein Geld an, wenn meine Rente sehr mickrig ausfallen wird?" Greif betont auf dem Börsentag Dresden den Unterschied zwischen langfristigem Anlegen und Zocken. "Börse ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Besonders junge Anleger müssen früh lernen, auch mit Rückschlägen umzugehen." Sie warnt vor dem Gaming-Charakter bei Neobrokern. Aber dennoch: "Keine Angst haben", rät Petra Greif, und vor allem bei Rückschlägen nicht aufgeben, sondern aus euren Fehlern lernen."
Ist das Unternehmen gesund, freut sich der Anleger. BörsenXperts mit Uwe Jaennert: "Geschäftsberichte lesen, Cashflow prüfen". Stell dir vor, du hast auf dem Kapitalmarkt nur 10 Patronen … wie funktioniert die richtige Aktienauswahl in der Praxis? Uwe Jaennert - Geschäftsführer Signum Research GmbH - konzentriert sich zunächst auf die Markttechnik: "Ist das Unternehmen auch wirklich gesund? Ist der Cashflow positiv?" Spaß macht ihm das Value-Investing. "Am liebsten sind mir deutsche Nebenwerte." Unabdingbar sind Stippvisiten auf den Hauptversammlungen: "Die meisten Firmen wollen in den Dialog gehen. Aktionäre sind ja keine Zocker, sondern Miteigentümer."
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