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Was passiert, wenn investigative Recherche auf die Bühne kommt? Florian Skrabal, Herausgeber und Geschäftsführer von DOSSIER, spricht über die Zusammenarbeit mit Theatern und die Lecture Performance „DOSSIER live – FELLNER live“. Im Zentrum stehen Recherchen zur Mediengruppe Österreich: zu mutmaßlich ungekennzeichneter Werbung, politischen Inseratengeschäften und dem Zusammenspiel von Boulevard und rechten Social Media Shitstorms.
Wie werden aus Dokumenten Szenen, ohne Fakten zu verzerren? Was darf die Dramaturgie – und wo muss der Journalismus auf Realitätsbezug bestehen? Außerdem geht es um die Kosten investigativer Bühnenprojekte, die werbefreie Finanzierung von DOSSIER und die Frage, wie Mitglieder und Publikum Unabhängigkeit ermöglichen.
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Bühneneingang - Kultur von innnen
Herausgeber:
Fabian Burstein
Medieninhaberin:
Bühneneingang Media & Culture KvI FlexCo
Firmenbuch-Nr: 679097y
Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien
Bloch-Bauer-Promenade 24
A-1100 Wien
Mail: [email protected]
Produktion & Vermarktung:
Missing Link Media GmbH
Firmenbuch-Nr: 506114k
Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien
Belvederegasse 40/27
A-1040 Wien
E-Mail: [email protected]
Anfang des Jahres sorgte Hollywoodstar Timothée Chalamet mit einer Bemerkung über Oper und Ballett für eine weltweite Debatte. Opernhäuser antworteten mit Humor, Einladungen und Rabattcodes. Dahinter steht eine ernste Frage: Erreichen Oper und Ballett junge Menschen heute überhaupt noch?
In dieser Folge spricht Anna-Lisa Bier mit Lotte de Beer, Direktorin und künstlerische Geschäftsführerin der Wiener Volksoper. Es geht darum, was sich im Haus seit ihrer Übernahme 2022 verändert hat und wie sich ein Theater öffnen kann, ohne sein Profil zu verlieren. Außerdem: Was bringen U30-Tickets, Singalongs und Co. wirklich, und welche Rolle spielen Digitalisierung und Schule? Auch Hürden jenseits des Preises wie Vorwissen, Sprache, Dresscode und das Gefühl, nicht dazuzugehören, kommen zur Sprache. Dazu geht es um die Balance zwischen Operette, Musical und neuen Formaten, um Aktualität im Spielplan und um den Ausblick auf die zweite Amtszeit ab 2027/28. Und natürlich um die Frage, welche Vorstellung de Beer Timothée Chalamet zeigen würde.
Foto: David Payr
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Oliver Scheytt war Kulturdezernent in Essen, Geschäftsführer von Ruhr.2010 und Teil von Peer Steinbrücks Schattenkabinett. 2013 verhandelte er auf SPD-Seite die Kulturthemen im Koalitionspakt mit der CDU.
In Folge 118 spricht der Politiker, Kulturmanager und Personalberater darüber, warum Kulturpolitik auch „Personalpolitik“ ist, weshalb strategische Leitlinien mehr sind als Papier und warum Kunst eine „Zumutung“ ist, die den „Mut der Stadtgesellschaft“ braucht.
Auch die umstrittene Intendanzentscheidung an der Oper Graz kommt zur Sprache: Scheytt erklärt, wie Personalberatungen Verfahren begleiten, wo politische Einflussnahme beginnt – und weshalb Headhunter bei Konflikten schnell selbst ins Kreuzfeuer der Kritik geraten.
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Silvia Pistotnig spricht in Folge 117 über ihr Buch „Alles mit Eigengewicht“: über Fitness, Körperbilder und die Widersprüche zwischen feministischer Haltung, Selbstdisziplin und dem Wunsch nach einem trainierten Körper.
Warum gilt körperliches Training in der Kulturbubble oft als geistlos, während Tänzer:innen oder Schauspieler:innen für die Disziplin rund um ihren Körper bewundert werden? Im Gespräch geht es um Aerobic, Popkultur, Sexualisierung und die Frage, wann Bewegung Selbstwirksamkeit schafft – und wann sie zur Belastung wird. Außerdem warnt Silvia Pistotnig davor, Körperlichkeit und Fitness einer rechten Manosphere zu überlassen. Eine Folge über Scham, Schönheit, Lust an Bewegung und die ambivalente Beziehung von Körper und Kunst.
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GASTSPIEL am Bühneneingang:
In dieser Folge von "Ganz Offen Gesagt" spricht Anna-Lisa Bier mit Fabian Burstein, Intendant der Kultur-NGO Globart und Host des Podcasts "Bühneneingang", über den Wiener "Kultureuro". Burstein schildert, wie aus einer eigentlich vernünftigen Idee ein handwerklich verunglücktes Politikum wurde und erklärt, wie Wiens Kulturförderung strukturell funktioniert. Darüber hinaus geht es um konkrete Reformideen: ein zentrales Datenmonitoring für Kulturbesuche, das Konzept der "Kulturalisierung" aus dem Roten Wien und die Frage, was eine "unwiederbringliche Zerstörung" der Kulturlandschaft eigentlich bedeuten würde. Zum Schluss erzählt Burstein, was ihn trotz aller Kritik an der Wiener Kulturpolitik zuversichtlich stimmt.
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Eine Buchpräsentation über bedeutende jüdische Frauen wird in Wien wegen angeblicher Sicherheitsbedenken abgesagt - und zwar ausgerechnet vom Österreichischen Journalisten Club. Danielle Spera spricht als betroffene Autorin über diese Causa, über antisemitische Bedrohung und die Frage, was es bedeutet, wenn jüdischen Stimmen öffentlicher Raum entzogen wird.
Im Zentrum steht auch ihr neues Buch „Mut – über 36 bedeutende jüdische Frauen“, das sie gemeinsam mit der Zeitzeugin und Psychoanalytikerin Erika Freeman verfasst hat. Eine Folge über Erinnerungskultur jenseits der Opferrolle, jüdische Gegenwart, Konfliktmüdigkeit – und den Entschluss, keine Angst zu haben, über eine schmale Brücke zu gehen.
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Charlotte Koppenhöfer, Organisationsberaterin und Obfrau von „Das zeitgemäße Theater“, erläutert den ersten Jahresbericht der unabhängigen Plattform: 60 dokumentierte Erlebnisschilderungen aus neun öffentlich geförderten Theaterinstitutionen enthalten 84 rechtlich relevante Sachverhalte. Besonders brisant: 85 Prozent der geschilderten Vorfälle wurden nicht den jeweiligen Direktionen gemeldet. Warum vertrauen Beschäftigte nicht den internen Beschwerdesystemen? Weshalb fehlen Organigramme, transparente Zuständigkeiten und klar definierte Eskalationswege? In Folge 114 geht es um ehrenamtliche Vereinsarbeit, Schutzstrukturen in der Kultur und die Frage, wie Kunstfreiheit und sichere Arbeitsbedingungen zusammengehen.
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Jahresbericht des Vereins "Das zeitgemäße Theater" Saison 2025/26
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Aslı Kışlal übernimmt das Theater der Jugend Wien nach turbulenten Zeiten und setzt auf eine „lernende Institution“, neue Formen der Theatervermittlung und ein Haus, das Kinder und Jugendliche als kritische Begleiter:innen ernst nehmen will. In Folge 113 geht es um Publikumsschwund, die verlorene Zielgruppe 15+, Einzelkarten statt reiner Abo-Logik und die Frage, was Theater von TikTok, Games und Netflix lernen kann. Asli Kışlal spricht außerdem über postmigrantische Zuschreibungen, den Neustart mit langjährigen Teammitgliedern, Vertrauen nach der Krise und ihren ersten Spielplan zwischen Kinderliteratur, Graphic Novel, Tanztheater und zeitgenössischen Geschichten.
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Offizielle Website Theater der Jugend Wien
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Ulrich Lenz spricht in Folge 112 erstmals ausführlich über die überraschende Nichtverlängerung seiner Intendanz an der Oper Graz. Der Opernchef beschreibt widersprüchliche Signale vor dem Hearing und ein Verfahren, das er nach drei erfolgreichen Jahren mit „Fassungslosigkeit“ zur Kenntnis nimmt. Im Zentrum stehen die Bühnen Graz und ihr Holding-Chef, politische Netzwerke in der Findungsjury und die Frage, wie unabhängig Intendant:innenbestellungen im österreichischen Kulturbetrieb tatsächlich sind. Zugleich geht es um die Zukunft der Oper Graz: Um künstlerisches Risiko, seltenes Repertoire, die Öffnung zur Stadtgesellschaft und den Druck, trotz knapper Budgets große Oper möglich zu machen.
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Sepp Schellhorn, Staatssekretär im Außenministerium für Deregulierung, Entbürokratisierung und Auslandskultur, spricht über Kulturdiplomatie als Brücke – und als Schutzraum für Kunstfreiheit. Im Mittelpunkt stehen Österreichs Kulturforen, internationale Konflikte, die Forderung nach einem eigenständigen Kunst- und Kulturministerium sowie die Salzburger Festspiele zwischen Exzellenz, öffentlicher Förderung und Intendantenstreit. Außerdem gibt Sepp Schellhorn seltene Einblicke in die Mechanismen des Regierens, spricht offen über seine Bewerbung als Präsident der Salzburger Festspiele 2021 und bringt die Stefan-Zweig-Villa inmitten des Tauziehen um eine neue Nutzung als europäischen Diskursort ins Spiel. Episode 111 ist ein streitbares Gespräch über politische Verantwortung, transparente Kulturförderung, die Freiheit der Kunst und die Frage, wie Österreich seine kulturelle Stärke nach innen wie nach außen verteidigt.
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