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In der 46. Episode unseres Travel-Podcasts ist es endlich so weit: Wir haben das Ziel erreicht und alle 30 irischen Kennzeichen erfolgreich in unserer Sammler-App vereint! Das letzte und gleichzeitig eines der schwierigsten Puzzelteile war das Kennzeichen "TS". Warum sich die Suche in Großbritannien so viel komplizierter gestaltet als in Deutschland oder Irland, erklären wir euch in dieser Folge ganz genau.
Doch der Reihe nach: Nach einer unruhigen Nacht, in der unsere Camping-Nachbarn bis spät in die Nacht den Motor ihres Vans laufen ließen, starten wir am nächsten Morgen gemütlich in den Tag. Trotz des ziemlich kräftigen Windes wagen wir noch einen Drohnenflug über die Heidelandschaft. Bevor wir die Reise fortsetzen, wandern wir zu zwei spektakulären Aussichtspunkten. Von dort aus genießen wir den Blick auf den berühmten „Guinness-See“ (Lough Tay) mit seinem markanten hellen Sandstrand, der optisch stark an eine Schaumkrone erinnert – auch wenn sich der Himmel durch den starken Wind innerhalb von Minuten zuzieht. Am zweiten Aussichtspunkt ignorieren wir (zusammen mit allen anderen Besuchern) die eindringlichen Warnschilder vor Klippen-Abbrüchen, um die Aussicht auf ein verstecktes Anwesen am See zu erhaschen.
Die anschließende Abfahrt hält echten Nervenkitzel bereit: Auf dem engen, zugeparkten Parkplatz müssen wir unseren Hymer-Wohnwagen dank seines fantastischen Wendekreises erst einmal auf der Stelle drehen, um uns dann an parkenden Camping-Tischen und rangierenden Vans vorbeizumanövrieren.
Richtig spannend wird es auf dem Weg zum Sally Gap:
Single-Lane-Herausforderung: Eine extrem schmale, unübersichtliche Straße führt uns bergab entlang des Sees. Entgegenkommender Verkehr hätte hier echtes Chaos bedeutet, doch wir haben Glück!
Historische Kulisse: Wir durchqueren die atemberaubende, weite Berglandschaft, in der einst Szenen für den Blockbuster Braveheart gedreht wurden.
Radfahrer & Schafe: Während uns auf der Passstraße zahlreiche sportliche Radfahrer begegnen, lassen sich die Schafe diesmal leider erst wieder viel später im Tal blicken.
Unser Tagesziel ist die wunderschöne, mittelalterliche Stadt Kilkenny. Dort steuern wir einen zentrumsnahen Stellplatz an. Die Bezahlung der 10 Euro pro Nacht läuft hier noch wunderbar unkompliziert und auf Vertrauensbasis über einen Briefumschlag in einer Postbox. Ein netter Wohnwagen-Nachbar hilft uns nicht nur mit passenden Umschlägen aus, sondern erklärt uns auch geduldig das gesamte Prozedere.
In Kilkenny tauchen wir tief in die lokale Brauereigeschichte ein. Wir lüften das Geheimnis, warum das weltbekannte "Kilkenny"-Bier eigentlich eine reine Erfindung der Guinness-Brauerei für den Exportmarkt ist, während das ursprüngliche Bier vor Ort den Namen "Smithwicks" trägt. Wir erzählen euch die Geschichte der ältesten Brauerei Irlands, die heute leider geschlossen ist, und wo man die berühmten Tastings und Touren stattdessen noch erleben kann.
Auf nach Waterford:
Nachdem wir die historische Atmosphäre in Kilkenny genossen haben, zieht es uns weiter. Wir packen zusammen und machen uns auf den Weg Richtung Süden in die älteste Stadt Irlands: Waterford. Was uns auf der Fahrt dorthin erwartet, wie sich die Landschaft verändert und welche ersten Eindrücke wir von der berühmten Wikinger-Stadt gewinnen, erfahrt ihr am Ende dieser vollgepackten Episode.
Schnappt euch ein kaltes Getränk und reist mit uns durch die grüne Insel!
Ein ereignisreicher Morgen liegt hinter uns! In dieser Folge berichten wir direkt aus den atemberaubenden Wicklow Mountains und blicken auf eine Nacht und einen Vormittag voller Adrenalin, unvorhergesehener Wendungen und wunderschöner Landschaften zurück.
Der "Superwoman"-Move in der Nacht
Die Nacht in Dublin war dank neuer Wachsohrstöpsel aus der Apotheke eigentlich angenehm ruhig – bis zu einem Schreckmoment gegen 2:00 oder 3:00 Uhr morgens. Valentin, der im Schlaf extrem aktiv ist, rollte sich im Wohnmobil über die Beine und war kurz davor, kopfüber aus dem oberen Bett zu stürzen. Wie in einer Social-Media-Compilation reagierte die "Superwoman" des Hauses instinktiv aus dem Schlaf heraus: Ohne richtig zu sehen, packte sie ihn am Knöchel und rettete ihn vor dem anderthalb Meter tiefen Sturz auf die Plastikkanten im Wohnbereich. Ein echter Mutterinstinkt-Move!
Früher Aufbruch und Dublin im Zeitraffer
Nachdem Valentin um 7:00 Uhr endgültig wach war, ging alles ganz schnell. Schon am Vorabend hatte uns ein netter Mitarbeiter (oder der Chef) der dortigen Bad-Anlage im Range Rover angesprochen und nach unseren Plänen gefragt. Um 8:00 Uhr morgens machten wir uns – ohne Kaffee und ohne Zähneputzen, um den Platz schnell freizumachen – auf den Weg. Der Weg führte uns am Samstagmorgen quer durch Dublin. Trotz der frühen Stunde war aufgrund der Ampelschaltungen an eine grüne Welle nicht zu denken. Interessant waren auch die Dieselpreise: Im Stadtkern lag der Liter noch bei 1,59 €, stieg jedoch weiter außerhalb rapide an (bis auf 1,71 € oder gar 1,76 €).
Servicestopp bei Circle K & die Wäsche-Währung
Wir steuerten eine Circle K Tankstelle an, die wir über Park4Night ausfindig gemacht hatten. Dort gab es einiges zu tun:
Wasser & Abwasser: Wir ließen das Grauwasser im Gulli auf der Tankstelle ab. Frischwasser füllten wir nur minimal (ca. 15 Liter) nach, da der Druck schwach war und wir für die anstehende Bergfahrt Gewicht sparen wollten.
Ankunft am "Guinness-See" (Lough Tay)
Die Fahrt in die Berge zog sich über steile, enge Straßen. Der Motor kam gut beansprucht an die 90-Grad-Grenze, hielt aber im zweiten Gang tapfer durch. Belohnt wurden wir mit einem Stellplatz am berühmten Lough Tay (auch bekannt als Guinness-See).
Der See verdankt seinen Spitznamen nicht nur der Tatsache, dass er einst der Guinness-Familie gehörte (und dort auch Familienmitglieder bestattet sind), sondern auch seiner Optik: Er hat die Form eines Guinness-Glases, und der künstlich angelegte Sandstrand wirkt wie die perfekte Schaumkrone. Heute gehört das private Areal einem Schweizer Unternehmer, der im Zuge der Panama Papers bekannt wurde. Baden ist dort unten leider verboten, weshalb der Strand trotz des schönen Wetters leer war.
Die Region ist zudem eine absolute Film-Kultstätte:
In der Serie Vikings diente der See als Kulisse für das Dorf Kattegat.
Auch Szenen für Braveheart, PS: Ich liebe dich (inklusive der bekannten Brücke) und die Serie Wednesday (im nahegelegenen Wald) wurden hier gedreht.
Wanderung mit "Wasser-Geiz"
Nachdem Valentin im Wohnmobil endlich seinen einstündigen Mittagsschlaf gefunden hatte, zog es uns hoch hinaus. Es ging steil bergauf durch eine atemberaubende Bergpanorama-Landschaft. Aus reiner "sozialer Fürsorge" (und um das Jammern der anderen zu verhindern, falls das Wasser knapp wird) rationierte Stephan sein Trinken so sehr, dass er auf dem gesamten Hinweg fast gar nichts trank und mit einem völlig trockenen Hals oben ankam. Valentin und unser Hund waren logischerweise bestens versorgt.
Oben angekommen bot sich uns ein gigantischer Ausblick über die Wicklow Mountains. Trotz der Befürchtung, dass es am Wochenende voll wird, war es ein absolut gelungener Ausflug. Den Hundekotbeutel haben wir übrigens pflichtbewusst wieder mit zurück zum Wohnmobil genommen!
Schaltet auch das nächste Mal wieder ein, wenn es im Wohnmobil weiter durch Irland geht!
In der 44. Folge unseres Travel-Podcasts nehmen wir euch mit auf einen ereignisreichen und ziemlich turbulenten Tagesausflug nach Dublin! Nach einer etwas unruhigen Nacht an unserer Promenade in Clontarf, wo uns das rhythmische Klappern der Autos auf den Rillen im Asphalt in den Ohren lag, hieß es erst einmal: Valentin unterhalten, frühstücken und die Sachen packen.
Erst gegen 11:00 Uhr kamen wir los und machten uns mit dem Doppeldeckerbus auf den Weg in die irische Hauptstadt. Doch der Start verlief anders als gedacht: Der Busfahrer akzeptierte entgegen unserer Erfahrungen aus UK keine Kartenzahlung, sondern wollte partout nur Münzen! Zum Glück rettete uns ein 5-Euro-Schein die Fahrt, und der nette Fahrer drückte bei den restlichen 20 Cent ein Auge zu.
In Dublin angekommen (Endstation Talbot Street), stürzten wir uns ins Getümmel. Vorbei am gigantischen "The Spire" und dem interaktiven Portal, an dem Kinder im England-Outfit gerade Schere-Stein-Papier mit Menschen auf der anderen Seite der Welt spielten, merkten wir schnell: Die Stadt ist voll! Der Grund? Eine riesige, internationale Dance-Competition mit über 120.000 Teilnehmern, die der Stadt ein echtes Gewusel bescherte.
Unser erstes großes Ziel war das historische Trinity College. Nach einem kurzen Schreckmoment – Valentins Sonnenhut ging unterwegs verloren, konnte aber glücklicherweise auf einem Fahrradständer wiedergefunden werden – schlüpften wir über einen Seiteneingang auf das wunderschöne Gelände. Dort herrschte festliche Stimmung wegen der Graduation-Feiern. Lange durften wir die Atmosphäre allerdings nicht genießen, denn das Security-Personal wies uns freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass Hunde (selbst auf dem Außengelände) strengstens verboten sind.
Weiter ging es durch die belebten Einkaufsstraßen in Richtung St. Stephen’s Green. Während Valentin im Park ein ausgiebiges Nickerchen im Kinderwagen machte, kämpften wir mit lauten Teenagern, Schattenplätzen, die wir per "Switcheroo" mit anderen Parkbesuchern ergatterten, und einer herannahenden Live-Band. Valentin wurde schließlich durch ein anderes kreischendes Kleinkind geweckt, genoss danach aber sichtlich die Zeit auf dem Spielplatz, wo er mit einem kleinen Jungen fleißig Stöckchen am Schachbrett austauschte und – mal wieder – trotz Jungs-Kleidung von allen für ein Mädchen gehalten wurde.
Der anschließende Boxenstopp im St. Stephen’s Einkaufszentrum verlangte uns noch einmal alles ab: Während drinnen das Wickeln und Stillen organisiert werden musste (inklusive der Suche nach dem Schlüssel für die Barrierefrei-Toilette), hieß es draußen für den Rest des Teams: Warten mit Hund Mila. Da Hunde im Center verboten sind und draußen an der Ecke reger Trubel herrschte, war an Entspannung kaum zu denken. Auch das Thema Obdachlosigkeit und Drogenabhängigkeit fiel uns in den Straßen der Stadt hier leider vermehrt auf.
Nach einem schnellen Lidl-Snack (Backwaren und Kaffee) an der St. Patrick’s Cathedral wollten wir eigentlich noch das Dublin Castle aus der Nähe sehen. Doch Pustekuchen: Wegen einer EU-Veranstaltung im Rahmen der irischen Ratspräsidentschaft 2026 war das gesamte Areal weiträumig mit Gittern abgesperrt und von der Garda bewacht.
Vorbei an der imposanten Christ Church Cathedral und nach gefühlt endlos langen Ampelphasen – die Valentin zwischendurch in der Trage verbringen musste – zog es uns schließlich zu den geschichtsträchtigen Mauern der Guinness-Brauerei im Stadtteil St. James's Gate. Schon von Weitem kamen uns die Besucher mit ihren Souvenirtüten entgegen.
Schaltet ein und erfahrt alles über unseren chaotischen, anstrengenden, aber unheimlich faszinierenden Tag im Herzen von Dublin!
Nach einer unruhigen Nacht auf dem Parkplatz in Bangor, bei der die Geräuschkulisse eines nahegelegenen Pubs das Einschlafen erschwerte, steht der Tag ganz im Zeichen der Reisevorbereitungen für die Überfahrt nach Irland. Noch am Morgen wird die Zeit bei einem Einkauf im örtlichen Aldi optimal genutzt: Dank des dort überraschend schnellen Internetzugangs gelingt das Sichern von fast 800 Fotos und Videos im Handumdrehen. Begleitet von Valentin wird die Einkaufsliste abgearbeitet, bevor es an die Suche nach günstigem Kraftstoff geht.
Da die Treibstoffpreise in Irland als deutlich teurer gelten, soll der Tank in Wales noch einmal komplett gefüllt werden. Was folgt, ist eine kleine Odyssee zwischen einer Texaco- und einer Tesco-Tankstelle. Nach einem Preisvergleich und dem Manövrieren durch lange Warteschlangen entscheidet man sich schließlich für die günstigere Texaco-Variante und tankt das Wohnmobil für knapp 78 Pfund randvoll. Ein anschließender Stopp bei Tesco wird genutzt, um im kühlen Schatten zu parken und spezielle Besorgungen wie grobes Meersalz und eine Auswahl an lokalen Biersorten zu machen. Auch eine Packung der berüchtigten Marmite-Chips wandert als spontaner Kauftest in den Wagen.
Die Weiterfahrt in Richtung Holyhead verläuft jedoch anders als geplant. Ein plötzliches Funkloch erschwert zunächst die Navigation, und das Vorhaben, das Fährticket flexibel von unterwegs oder direkt vor Ort zu buchen, erweist sich als Fehlkalkulation. Während der Fahrt steigt nicht nur der Ticketpreis, sondern die Verbindung am Nachmittag ist schließlich restlos ausgebucht.
Um die Situation zu beruhigen und Hündin Mila den nötigen Auslauf zu geben, steuert die Crew den malerischen Coastal Park in Holyhead an. Bei plötzlichem, eisigem Nebel und der Geräuschkulisse eines nahen Militärflugplatzes führt der Spaziergang vorbei an einem historischen Hundefriedhof mitten im Wald. Trotz der anfänglichen Enttäuschung über die verpasste Fähre wendet sich das Blatt am Fährhafen schließlich zum Guten: Die Buchung für die Überfahrt klappt doch noch, und das Wohnmobil setzt erfolgreich nach Dublin über!
In Irland angekommen, geht es direkt zu einem echten Highlight für die erste Nacht auf der grünen Insel: Ein wunderschöner Stellplatz direkt an der Promenade von Clontarf, der mit Meeresrauschen, aber auch Straßenlärm und einem großartigen Ausblick den perfekten Startpunkt für das irische Abenteuer markiert.
In der 42. Folge wagen wir ein echtes Experiment und nehmen den Podcast am späten Abend um 21:00 Uhr direkt aus unserem „Wohnmobil-Studio“ auf. Valentin ist nach dem Einschlafen leider wieder aufgewacht, da es oben im Bett einfach zu heiß war. Während er uns auf Trab hält, lassen wir den ereignisreichen Tag noch einmal Revue passieren.
Die Nacht am Fluss und der Sprung ins kalte Wasser
Die Nacht verlief absolut ruhig – im Gegensatz zu vorherigen Stopps wurde dieses Mal kein einziges Mal gehupt. Nach einem morgendlichen Drohnenflug über dem nebelverhangenen Hang und einem gemütlichen Frühstück mit Scones ging es für uns endlich ins Wasser. Wir konnten uns wunderbar abkühlen.
Vorbei am Snowdon zu den Aber Falls
Anstatt die Hauptstraße weiterzufahren, wählten wir die schmalere Nebenstraße A4085, die uns eine fantastische Aussicht auf den Snowdon bot. Der höchste Berg von Wales zeigte sich uns heute völlig wolkenfrei unter strahlend blauem Himmel.
Unser eigentliches Ziel waren jedoch die Aber Falls (Rhaeadr Fawr). Wir parkten auf einem kostenfreien, wohnmobilfreundlichen Parkplatz im Ort Aber und nutzten dort die barrierefreien „Deluxe-Toiletten“, die sogar historische Infos zum Dorf bereithielten. Gut eingecremt und mit Valentin in der Minimeis-Schultertrage wanderten wir los. Am beeindruckenden Wasserfall angekommen, genossen wir eine Pause im Schatten, während Mila ausgiebig im Wasser planschte.
Hogwarts-Stimmung und Beatles-Geschichte in Bangor
Nach einer kurzen Weiterfahrt erreichten wir Bangor, wo wir auf einem ebenen Parkplatz ohne Höhenbeschränkung parkten. Der Hauptgrund für unseren Besuch war eine historische Anekdote: Hier trafen die Beatles 1967 auf den Maharishi, bevor sie ihre Reise nach Indien antraten – ein Aufenthalt, den sie wegen des plötzlichen Todes ihres Managers Brian Epstein vorzeitig abbrechen mussten.
Die Stadt selbst, inklusive der Kathedrale und der Einkaufsstraße mit vielen geschlossenen Läden, hat uns optisch ehrlich gesagt eher an ein „kleines Gelsenkirchen“ erinnert. Ein echtes Highlight war jedoch das Universitätsgebäude, das majestätisch auf dem Berg thront und uns sofort in absolute Hogwarts-Stimmung versetzt hat. Nach einem Einkauf im Asda-Supermarkt – bei dem wir für Valentin einen neuen UV-Schutzanzug inklusive Hut für 6 Pfund ergattert haben – ging es zurück zum Van.
Hitze-Herausforderungen im Van & Ausblick auf die Fähre
Obwohl wir alle Luken geöffnet und das Wohnmobil gut abgedunkelt hatten, staute sich die Hitze im oberen Bereich des Vans auf über 30 Grad. Mila hat die Zeit im kühleren, unteren Bereich zwar gut überstanden, aber der anstrengende Tag in der prallen Sonne steckt uns allen in den Knochen.
Aktuell stehen wir etwa 30 Minuten von Holyhead entfernt. Ob und wann wir morgen spontan die Fähre nehmen, entscheiden wir ganz flexibel, da die Preise am Wochenende und im Laufe der Woche stark variieren.
Kommt mit auf unsere Reise durch Wales, erfahrt, warum Schwimmschuhe die beste Investition sind und was Bangor mit Zauberschulen zu tun hat!
In der 41. Episode melden wir uns direkt aus dem atemberaubenden Snowdonia-Nationalpark in Wales! Wir stehen mit unserem Camper an der A498, nur einen Steinwurf von Beddgelert entfernt, und blicken auf ein paar ereignisreiche Tage sowie den vergangenen Fußball-Krimi zurück.
Das absolute Highlight dieser Folge beginnt mit einer spontanen Entscheidung: Da das typisch walisische Regenwetter unsere Pläne ein wenig durchkreuzte, buchten wir kurzentschlossen den allerletzten freien Friseurtermin für diesen Vormittag bei „Baron’s Barber Shop“ in Porthmadog. Was uns dort erwartete, war weit mehr als nur ein neuer Haarschnitt:
Der Inhaber, ein super sympathischer Typ, der ursprünglich aus London stammt, erzählte uns eine unglaubliche Geschichte. Erst am selben Morgen hatte er darum gebetet, dass Kunden mit deutschen Wurzeln seinen Laden betreten. Sein deutschstämmiger Schwiegervater war kurz zuvor verstorben. Für die anstehende Beerdigung in Südengland wollte er unbedingt ein paar würdevolle deutsche Abschiedsworte lernen. Wir halfen ihm natürlich gerne aus – und als Dankeschön für die emotionale Sprachyogastunde und die gemeinsame Fachsimpelei über Fußball schenkte er uns kurzerhand den kompletten Haarschnitt inklusive Bartpflege! Eine rührende Geste, die uns sprachlos machte.
Nach diesem herzerwärmenden Vormittag stand erst einmal die große Vorbereitung auf unsere Weiterreise nach Irland an. Es folgte ein regelrechter Supermarkt-Marathon, bei dem wir über 150 Euro auf den Kopf hauten:
Aldi: Hier nutzten wir nicht nur die Zeit, um Valentin mit einem bewährten Streichel-Trick in den Schlaf zu wiegen, sondern freuten uns auch über das extrem starke WLAN, das bis auf den Parkplatz reichte. Perfekt, um ein paar Backups zu machen und am Laptop zu arbeiten!
Lidl: Ein moderner, großer Markt, in dem Valentin stolz wie Bolle an den Selbstbedienungskassen beim Bezahlen half.
Tesco: Der absolute Endgegner am Montagmittag! Gefühlt ganz Wales war hier unterwegs, um Vorräte aufzustocken. Der Parkplatz war rammvoll, was das Rangieren mit unserem großen Motorhome zu einem echten Abenteuer machte.
Zurück an unserem Stellplatz begann das klassische Camper-Schauspiel: Unser mühsam ergatterter Parkplatz war natürlich belegt. Nach einigem Hin und Her, einem kurzen Ausflug zu B&M für ein paar Besorgungen und einer kleinen Zitterpartie wegen zweier Müllwagen, die sich an unserem schief geparkten Wohnmobil vorbeiquetschen mussten, wendete sich das Blatt: Ein älterer Herr, der optisch starke Ähnlichkeit mit dem Weihnachtsmann hatte, bot uns seinen perfekten Stellplatz an, sobald er abfuhr.
Zum krönenden Abschluss vertrieb die walisische Sonne endlich die Regenwolken. Wir nutzten das wunderbare Wetter aus und genossen zusammen mit Mila und Valentin einen traumhaften Spaziergang rund um das lokale Rückhaltebecken.
Und da es morgens so schön aufklarte, ging es für uns direkt weiter zu zwei absoluten Highlights an der Küste: Zuerst zog es uns für einen herrlichen Strandbesuch ins malerische Borth-y-Gest, bevor wir den Tag mit dem anschließenden Besuch des berühmten, italienisch angehauchten Modelldorfs Portmeirion perfekt abgerundet haben.
Kommt mit uns nach Snowdonia.
In der 40. Folge unseres Travel-Podcasts nehmen wir euch mit durch einen erlebnisreichen und kulinarischen Sonntag in Wales! Nach einer überraschend warmen und ruhigen Nacht auf unserem Stellplatz direkt unterhalb des Castle Harlech starten wir gemütlich in den Tag. Während die Züge am Morgen kaum zu hören sind, hilft unser Sohn Valentin schon fleißig beim Kaffeemachen mit der French Press, bevor es uns nach draußen zieht.
Da direkt am Castle ein striktes Drohnenverbot herrscht, nutzen wir das traumhafte Wetter mit blauem Himmel und Sonnenschein für einen kleinen Abstecher zum nahegelegenen Spielplatz. Nebenan lassen wir die Drohne für ein paar Panorama-Aufnahmen der Dünen und der umliegenden Berge steigen.
Anschließend gönnen wir uns ein spätes Frühstück im urigen „Cadi Cafe“ um die Ecke. Da Hunde im Innenraum nicht erlaubt sind und das Wohnmobil noch im Schatten steht, entscheiden wir uns, Mila für diese Zeit nicht mitzunehmen. Während Valentin im Café und auf dem Parkplatz aufgeweckt seine Runden dreht, mit einem dreijährigen Jungen Freundschaft schließt und mit den Locals „Kuckuck“ spielt, genießen wir das frisch auf Bestellung zubereitete Essen. Neben einem vegetarischen Frühstück gibt es ein Medium English Breakfast mit Toast. Einziger Wermutstropfen: Mit insgesamt über 26 Euro (ohne Getränke) ist das Frühstück für das Gebotene recht teuer. Immerhin war das WLAN im Café so flink, dass wir die Zeit direkt für eine umfassende Datensicherung und den Upload unserer Social-Media-Stories nutzen können.
Gut gestärkt führt uns die Route danach weiter ins walisische Inland durch den Snowdonia-Nationalpark. Die Fahrt führt uns über schmale, teils einspurige Straßen mit Gegenverkehr im Zentrum und konstante Steigungen auf den ausgebauten Straßen (wie der A487) vorbei an einem malerischen Flusslauf. Unser Ziel: Der beeindruckende Stausee Lake Llyn Trawsfynydd.
Am Start des Sees ergattern wir nicht nur einen Parkplatz, sondern dank eines Aushangs im Café auch das passwortgeschützte WLAN, um weitere Filme auf die Kindles zu laden. Von dort aus starten wir zu einer wunderschönen Wanderung entlang des Sees. Über eine abenteuerliche, zugewachsene Landzunge beobachten wir Möwen und ihre Jungtiere bei den ersten Flugversuchen. Weiter geht es auf dem Schotter- und Asphaltweg (Fahrradweg Nr. 82), der uns abseits des Waldes einen tollen Blick auf den See und die wolkenverhangenen Berge bietet, während in der Ferne der Dampf einer der regionalen Dampfloks aufsteigt.
Das absolute Highlight der Wanderung: Valentin darf zum allerersten Mal Milas Rollleine halten! Fest auf den Rücken geschnallt, korrigiert er die Leine als stolzer Rechtshänder sofort in seine rechte Hand und verteilt eifrig Kommandos an unsere Hündin, die brav und ohne zu ziehen „bei Fuß“ läuft. Trotz der wenigen Menschen auf den Wegen – uns begegnen lediglich drei Radfahrer und zwei andere Hundehalter – wird uns klar: Valentin hat Blut geleckt und will die Leine nun am liebsten immer halten, was für zukünftige Städtetrips noch spannend werden dürfte.
Nach einer ausgiebigen Runde darf Valentin auf dem Rückweg abseits des Wassers selbst laufen, bevor wir pünktlich vor der potenziellen Schließung des Parkplatzes gegen 17:00 Uhr und ohne Proviant im Gepäck den Rückweg zum Wohnmobil antreten.
Zum Abschluss des Tages steuern wir schließlich die charmante Küstenstadt Porthmadog an. Bekannt für ihre reiche Eisenbahngeschichte und den idyllischen Hafen, schlagen wir hier unser Nachtlager auf und lassen den erlebnisreichen Tag entspannt ausklingen.
Gute Unterhaltung bei dieser Episode voller Vanlife-Alltag, wunderschöner Natur und kleiner Reise-Abenteuer!
In der 39. Folge unseres Travel-Podcasts nehmen wir euch mit auf einen echten „Datenspar- und Geldspartag“ an der walisischen Küste. Wegen des chronisch schwachen Mobilfunkempfangs rund um unseren Stellplatz blieb das Datenvolumen quasi unangetastet. Geld haben wir ebenfalls keines ausgegeben: Unsere Übernachtung war komplett kostenlos und die TravelSpend-App erinnerte uns am Abend sogar ausdrücklich daran, dass im Budget-Logbuch gähnende Leere herrschte.
Eine ruhige Nacht mit Zuggeräuschen und verschwundenen Mützen
Rückblickend war die Nacht unterhalb des Harlech Castles angenehm ruhig. Zwar schreckten wir abends gegen halb elf und morgens gegen acht Uhr noch einmal kurz durch das typische Bimmeln und die Schrankenmeldung der vorbeifahrenden Bahn auf, doch der kleine Valentin nutzte die morgendliche Sirene direkt für eine Runde seiner besten Dance-Moves im Bett!
Weniger tänzerisch verlief der Vormittag: Valentins UV-Schutzmütze von H&M – ein treuer Flohmarktfund mit extra langem Nackenschutz und weichem, wassertauglichem Stoff – ist unauffindbar verschwunden. Nachdem wir beim großen Suchen das gesamte Wohnmobil einmal komplett auf den Kopf gestellt und aufgeräumt hatten (während der Papa sich natürlich vorbildlich um Kind und Hund gekümmert hat), steht fest: Die Mütze wurde vermutlich weggeweht.
Strandspaziergang am Harlech Beach und Flugkünstler am Hang
Nach einem ausgiebigen Haferflocken-Frühstück mit frischem Obst zog es uns gegen Mittag bei bewölktem, aber trockenem „hellen“ Sommerwetter in Richtung Harlech Beach. Statt die vier Pfund Parkgebühr am Strand zu zahlen, bewältigten wir die knapp 18 Minuten Fußweg einfach direkt von unserem Stellplatz aus.
Der weitläufige Sandstrand war wegen der einsetzenden Ebbe gigantisch breit und wunderbar leer für einen Samstag. Perfekt für unsere Hündin Mila, die im erlaubten Hundebereich abseits der Verbotszonen herrlich rennen konnte. Valentin nutzte das Meeresrauschen als natürliches White Noise in der Trage und schlief tief und fest ein. Ein echtes Highlight am Strand war ein Gleitschirmflieger, der den konstanten, starken Wind nutzte, um am Hang spektakuläre Flugkunststücke zu zeigen.
Die Bahnhöfe von Wales und eine verpasste Bergtour
Am Ende des Strandes stießen wir auf die Klippen und die direkt am Meer entlangführende Bahnstrecke. Der Ausblick aus den regulären Linienzügen muss phänomenal sein, da die Gleise direkt unterhalb der malerischen, in die Klippen geschmiegten Häuser verlaufen.
Tea Time, die große Skip-Bo-Revanche und steile Aufstiege
Zurück am Camper gab es eine gemütliche Tea Time mit einer Packung Shortbread, die sich im Nachgang als kalorientechnische Bombe entpuppte. Frisch gestärkt wagten wir ein Experiment: Das allererste Kartenspiel mit Valentin, während er wach war! Bei unserer Runde Skip-Bo (auf 20 Karten verkürzt) hielt er stolz seine eigenen Karten und verstand das Ablegen schon richtig gut. Am Ende holte der Papa den klaren Sieg.
Zum krönenden Abschluss schnappten wir uns die Minimeis-Schultertrage und wanderten hoch zum geschichtsträchtigen Harlech Castle. Der Weg dorthin hatte es in sich: Straßenschilder warnten vor extremen Steigungen von erst 25% und dann noch einmal 20%! Oben angekommen, wurden wir mit einem fantastischen Blick über die Dünen, den Golfplatz und das Meer belohnt. Am Besucherzentrum entdeckten wir außerdem, dass dank einer aktuellen Mehrwertsteuersenkung der britischen Regierung die Eintrittspreise für den Sommer reduziert wurden.
Ein erlebnisreicher Tag in Wales geht zu Ende – hört rein und reist mit uns!
Nach einer erholsamen Nacht im Tal zieht es uns in dieser Folge wieder an die Küste! Doch der Weg dorthin verläuft – wie so oft im Camper-Alltag – nicht ganz ohne Hindernisse.
Startschwierigkeiten auf dem Campingplatz
Der Morgen beginnt mit dem Versuch, den Wassertank aufzufüllen und das Grauwasser abzulassen. Auf dem Campingplatz gestaltet sich das jedoch als unmöglich. Bevor es losgeht, wird noch schnell die Toilettenkassette geleert. Die Entsorgungsstation entpuppt sich allerdings als ein ziemlich skurriles, großes Plumpsklo, das wie ein Plastik-Komposthaufen mit einem riesigen Loch im Boden aussieht und von den Gästen leider auch für normalen Müll missbraucht wurde.
Ein holpriger Start und unerwartete Sticker-Funde
Die Ausfahrt vom Campingplatz verlangt unserem Hymer im ersten Gang einiges ab. Unser Ziel, ein Starbucks an einer Tankstelle, entschädigt uns jedoch direkt mit einem Highlight für Fußballfans: Auf dem Parkplatz entdecken wir gleich zwei Sticker vom Westfalenstadion!
Britische Kaffeepreise und nette Bekanntschaften
Der Starbucks-Besuch entpuppt sich als kostspieliger Spaß. Für zwei kleine Getränke zahlen wir stolze 10,25 £ – für Starbucks in Großbritannien normale Preise.Während der Laden immer voller wird, hält Valentin uns auf Trab, sodass der Karamell-Macchiato am Ende kalt getrunken werden muss. Draußen machen wir die Bekanntschaft eines netten Motorrad-Pärchens aus Solingen. Sie sind seit drei Wochen von Unterkunft zu Unterkunft unterwegs und berichten uns von den Herausforderungen kleiner Betten in Großbritannien sowie den saftigen Preisen von bis zu 140 £ pro Nacht inklusive Frühstück. Besonders wertvoll: Sie empfehlen uns den „Ring of Kerry“ in Irland – eine Route, die uns später am Tag sogar noch zufällig als Reel bei Instagram vorgeschlagen wird.
Traumhafte Küste und Parkplatz-Ärger in Barmouth
Wir folgen dem Rat des Campingplatz-Besitzers vom Vorabend und steuern die Küste bei Barmouth an. Die Fahrt belohnt uns mit einem traumhaften Ausblick auf ein türkisfarbenes Meer, weißen Sandstrand und blauen Himmel. Weniger traumhaft ist die Parkplatzsuche: Wir landen fälschlicherweise auf einem kleineren, teureren Parkplatz. Statt der 3,85 £ für 4 Stunden auf dem per App bezahlbaren Hauptparkplatz, blättern wir hier stolze 4,55 £ für nur 3 Stunden hin.
Die besten Fish & Chips bei „The Mermaid“
An der Strandpromenade zieht es uns zum heiß empfohlenen Fish & Chips Laden „The Mermaid“. Nach 25 Minuten Wartezeit in der Schlange – bewaffnet mit Kamera, Hund Mila und einem windgepeitschten Valentin – halten wir unser Essen in den Händen. Für insgesamt 11 £ gibt es eine Mini-Portion Fish & Chips, eine kleine Portion Irish Curry (perfekt zum Dippen für den Fisch) und eine frittierte Ananasscheibe mit Zucker. Gegessen wird auf einer Bank am Hundestrand, wo wir erstaunlicherweise völlig von den sonst so aufdringlichen Möwen verschont bleiben. Der Fisch ist köstlich und die Panade wunderbar knusprig.
Strandspiele und eine vermisste Mütze
Nach dem Essen darf Mila kurz ans Wasser, bevor wir die berühmte Eisenbahn-Brücke (das Viadukt) in Swanage aus der Ferne bewundern und uns für den Rückweg zum Camper machen. Da noch etwas Zeit auf dem Parkticket ist, gehen wir mit Valentin und seinem Sandspielzeug noch einmal an den Hauptstrand. Valentin, der uns seit einer Woche begeistert beim morgendlichen Kaffeemachen hilft, überträgt das Schaufel-Prinzip perfekt auf den Sand. Er lernt aktuell unheimlich schnell – im Supermarkt wollte er bereits eigenständig einen Kescher einscannen und Müll bringt er mittlerweile selbstständig zur Tonne, wie er es morgens bei Starbucks mit einer Holzgabel gezeigt hat.
Der Tag endet dennoch mit einem kleinen Dämpfer: Valentins geliebte UV-Schutzmütze mit Palmen-Motiv ist unauffindbar. Da er sie sich gerne mal unbemerkt vom Kopf reißt, wenn er in der Trage sitzt, hoffen wir inständig, dass sie bei der nächsten Suchaktion wieder auftaucht.
In der 37. Episode nehmen wir euch mit auf einen ereignisreichen Tag voller unerwarteter Entdeckungen, spektakulärer Aussichten und den ganz normalen Herausforderungen des Lebens im Camper. Nach einer windigen, schaukeligen Nacht an einem walisischen See startete der Tag gewohnt gemütlich. Valentin half wie immer fleißig bei der morgendlichen Kaffeezubereitung, bevor sich die Abreise durch die morgendliche Gassirunde mit Mila, das gemeinsame Frühstück mit Rührei und den anschließenden Abwasch bis ca. 12:00 Uhr verzögerte.
Nervenkitzel beim Ausparken und die Fahrt in die Berge
Schon das Verlassen des Parkplatzes am See wurde zur Geduldsprobe. Das Wohnmobil stand auf der rechten Straßenseite – entgegen der Fahrtrichtung im britischen Linksverkehr – direkt hinter einer unübersichtlichen Kurve, um die die Fahrzeuge recht zügig geschossen kamen. Da der Oldtimer-Motor nach dem Anlassen alle Außengeräusche schluckte, hieß es: abwarten, den passenden Moment abpassen, ein Stück zurücksetzen und dann mit Vollgas sicher auf die Straße einscheren.
Die anschließende Fahrt führte uns über eine gut ausgebaute Bergstraße, die auf der linken Seite gesichert mit einer Mauer schätzungsweise 30 bis 40 Meter steil ins Tal abfiel, was für Erinnerungen an die vergangene Reise in der Türkei weckte.
Parkplatzglück und das Drohnen-Verbot
Obwohl Beschreibungen im Internet davor warnten, dass es am Zielort – direkt an der A487 – ab mittags schwierig werden würde, einen Parkplatz zu finden, hatten wir Glück. Genau ein Platz war bei der Ankunft frei. Nach einem gekonnten Wendemanöver stand das Wohnmobil perfekt, während nachfolgende Fahrzeuge bereits auf die umliegenden Wiesen ausweichen mussten.
Da es stark bewölkt und extrem windig war, verzichteten wir auf Sonnencreme, packten aber die Drohne für spektakuläre Aufnahmen ein. Die Enttäuschung folgte jedoch direkt am Eingangstor zum Wanderweg: Ein großes Schild wies ein striktes Drohnenverbot aus. Die Region ist als militärisches Tieffluggebiet deklariert; Zuwiderhandlungen müssen sogar bei der Polizei angezeigt werden, weshalb die Drohne unverrichteter Dinge wieder zurück ins Wohnmobil wanderte.
Der anschließende Aufstieg hatte es in sich: Mit Valentin in der Trage (zusätzliche 10 Kilo) ging es bei gefühlten 45 Grad Steigung den Berg hinauf. Nach nur wenigen hundert Metern war die Anstrengung sichtlich ins Gesicht geschrieben. Belohnt wurde die Mühe jedoch mit einem spektakulären Panoramablick über den Nationalpark und die umliegende Bergwelt, von wo aus man sogar das Wohnmobil auf dem Parkplatz und die Schafe auf den Hängen sehen konnte.
Das Geheimnis der "Plane Spotter"
Oben angekommen, trafen wir auf eine Gruppe von Menschen, die auf Campingstühlen und Decken saßen und teilweise kleine Zelte aufgebaut hatten. Wie sich im Gespräch herausstellte, handelte es sich um professionelle Flugzeug-Spotter. Ausgerüstet mit Funkgeräten, Radarsystemen, Satellitenantennen und gigantischen Teleobjektiven warteten sie auf Militärflugzeuge, die die Schlucht für Überschall- und Tiefflüge nutzen.
Obwohl in den Stunden zuvor kaum etwas geflogen war, hatten wir auf dem Rückweg unfassbares Glück: Zuerst zog ein kleinerer Privatjet tief durch das Tal. Kurz darauf kündigten die Spotter mit den Worten „It’s coming!“ das Highlight an: Zwei Militärjets schossen im rasanten Tiefflug direkt hintereinander durch die Schlucht und drehten sich spektakulär vor unseren Augen. Selbst Valentin war von der Lautstärke und dem Anblick fasziniert und schaute sich die Videos später begeistert wieder an.
Weiterreise zum Campingplatz "Fronalchen"
Nach dem Abstieg und einem kurzen Plausch mit einem älteren Pärchen ging die Fahrt weiter über das Hochplateau. Über eine Straße mit 8 % Gefälle erreichten wir schließlich den im Tal zwischen den Bergen gelegenen Campingplatz „Fronalchen“. Dieser überzeugt mit modernen Sanitäranlagen und Inklusiv-Duschen – eine Wohltat nach diesem anstrengenden, aber unvergesslichen Wandertag.
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