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In der 66. Folge unseres Podcasts nehmen wir euch mit auf unsere Reise durch Nordirland und lassen den Tag Revue passieren. Wir haben festgestellt, dass wir bisher in ganz Irland – bis auf Dublin ganz am Anfang und nun wieder zum Ende unserer Route – jeden Abend an einem anderen Ort übernachtet haben. Das bedeutet auch, dass wir jeden Tag mit dem Wohnmobil unterwegs waren und morgens an immer neuen, wunderschönen Orten aufwachen durften.
Unser Tag begann im Cloughey Park nahe der Main Road. Schon am frühen Morgen um halb acht ging es auf der benachbarten Baustelle los, und auch der Straßenverkehr setzte ein. Nach dem Aufwachen und der ersten Gassirunde mit Mila haben wir die Zeit genutzt, um im Wohnmobil etwas Ordnung zu schaffen, da sich nach den Einkäufen in Belfast doch einige Broschüren und Utensilien angesammelt hatten. Während draußen aufgeräumt wurde, hat sich einer von uns mit Valentin auf den Weg gemacht.
In den Dünen direkt am Park gab es eine tolle Überraschung: Ein „Play Officer“ des Distrikts hatte ein Pop-up-Spielangebot für Kinder aufgebaut. Mit riesigen Jenga-Türmen, Vier Gewinnt, Mikado und Ballspielen konnten sich die Kinder der Umgebung austoben. Valentin hatte riesigen Spaß dabei, Beim Jenga aufzuräumen, Steine bei Vier Gewinnt zu stapeln und den anderen Kindern zuzusehen. Zudem gab es nette Gespräche mit anderen Hundebesitzern und Campern, die uns eine gute Weiterreise nach Schottland wünschten.
Nach Valentins Mittagsschlaf machten wir uns auf den Weg zum östlichsten Punkt Nordirlands: Burr Point. Um die Anwohner in der Sackgasse zu entlasten, gibt es dort einen großen geteerten Parkplatz mit einem Symbol für die östliche Ausrichtung. Wir sind den Weg bis zum eigentlichen Punkt gelaufen, der durch ein kleines Schild markiert ist. Das Highlight war jedoch eine Robbe, die wir im Wasser beobachten konnten!
Weiter ging es zum Portavogie Bay Beach. Auf dem Weg dorthin entlang der Promenade bemerkten wir plötzlich dichten, tiefschwarzen Rauch und hörten einen lauten Knall, der sogar die Möwen aufschreckte. Mila bekam Angst und wollte am liebsten direkt zurück zum Wohnmobil. Wir schauten uns die Sache genauer an: Auf einem eingezäunten Areal direkt an der Küste verbrannte jemand ungeniert Sperrmüll. Da der Gestank extrem unangenehm war, sind wir schnell weitergelaufen.
Am Portavogie Bay Beach wartete schließlich das nächste Spektakel auf uns: Nach der Ebbe kamen am Strand gigantische Muscheln zum Vorschein – die größten, die wir jemals an einem Strand gesehen haben! Sie waren teilweise größer als Valentins Hände. An einem alten Schiffswrack verbrachte Valentin viel Zeit damit, mit den riesigen Muscheln im Sand zu schaufeln.
Zum Abschluss des Tages sind wir entlang des aktiven Hafens von Portavogie spazieren gegangen. Dort haben wir uns noch eine frische Portion Fish 'n' Chips gegönnt, bevor es zurück zum Wohnmobil ging. Eine rundum erlebnisreiche Etappe an Nordirlands Ostküste!
Wir nehmen euch mit auf unsere Erkundungstour durch Belfast! Doch bevor es in die nordirische Hauptstadt geht, starten wir mit zwei wichtigen Nachträgen: Zum einen verraten wir euch das aktuelle Gewicht unserer Propangasflaschen. Zum anderen gab es auf der Straße ein unerwartetes Manöver, als plötzlich eine junge Kuh auf die Fahrbahn lief und dank der hilfsbereiten Reaktion mehrerer Autofahrer sicher zurück hinter den Zaun verfrachtet werden konnte.
Nach einer recht kurzen Nacht am Hazelbank Park nahe der M5 ging es für uns direkt ins Geschehen. Während unseres Aufenthalts haben wir das System der britischen und nordirischen Kennzeichen genauer unter die Lupe genommen und das Rätsel um die Buchstabenkombinationen gelöst. So konnten wir direkt auf dem Parkplatz etliche fehlende Regionen für unsere Sammlung abhaken.
In Belfast angekommen, ging es vom Titanic Quarter und der Maritimen Meile über die Lagan Weir Fußgängerbrücke direkt ins Stadtzentrum. Wir berichten euch von unseren Eindrücken beim Titanic-Museum, den Game-of-Thrones-Glasfenstern, dem beeindruckenden Grand Opera House und dem Europa Hotel. Außerdem erzählen wir euch von unserem Abstecher ins Visit Belfast Center mit superschnellem WLAN, dem charmanten Laden „Born and Bred“ und den Überresten eines großen traditionellen Musikfestivals, das die Stadt zuvor in Atem gehalten hatte. Zum Abschluss nehmen wir euch mit entlang der Divis Street und Falls Road zur berühmten Peace Wall.
Nach den vielen Eindrücken in Belfast ging es für uns wieder hinter das Steuer, um die Hektik der Stadt hinter uns zu lassen. Unser Weg führte uns entlang des Strangford Lough hinein auf die Ards-Halbinsel – eine herrliche Küstenstraße mit tollen Ausblicken auf das ruhige Wasser.
Ziel des Tages war der ruhige Küstenort Cloughey an der Ostseite der Halbinsel. Der dortige Cloughey Bay Beach empfing uns mit einem langen, feinen Sandstrand, geschützten Dünen und einer wunderbar entspannten Atmosphäre. Ein perfekter Ort, um nach den vielen Kilometern Pflastertreten in Belfast tief durchzuatmen und den Blick über die Irische See schweifen zu lassen.
Wir haben den Tag dort bei einer frischen Meeresbrise und dem sanften Rauschen der Wellen perfekt ausklingen lassen – echte Küstenidylle nach dem bunten Trubel der Hauptstadt!
In dieser 64. Podcastfolge nehmen wir euch mit auf einen ereignisreichen Tag entlang der spektakulären Causeway Coastal Route in Nordirland. Unsere Nacht in Bushmills auf dem Main Car Park verlief alles andere als erholsam: Bereits gegen 2:30 Uhr meldete sich unsere Dashcam an der Frontscheibe mit lautem Piepen zu Wort. Aus Sorge, dass die Cam im Loop unsere bisherigen Urlaubsaufnahmen überspielt, war an Schlaf kaum mehr zu denken. Um 3:00 Uhr stand dann auch noch Mila parat und wollte zu uns nach oben hüpfen. Valentin schlummerte zum Glück bis kurz vor 9:00 Uhr durch, sodass er nach dem späten Einschlafen am Vorabend immerhin auf seine Kosten kam.
Da der Parkplatz auf eine Höchstparkdauer von 12 Stunden begrenzt war, bereiteten wir früh morgens alles für die Weiterfahrt vor. Nach dem Leeren der Mülltonnen direkt am Wohnmobil und einer kurzen Gassirunde mit Mila durch den Park machten wir uns auf den kurzen, dreiminütigen Weg zur historischen Old Bushmills Distillery. Dort nutzten wir den separaten Wohnmobil-Parkplatz (auf dem Übernachten ausdrücklich verboten ist) und gönnten uns erst einmal einen frischen Kaffee.
Die 1608 lizenzierte und damit älteste betriebene Whiskey-Distillerie der Welt beeindruckte uns direkt durch ihr gelungenes Branding. Auch wenn es für eine Tasting-Tour um kurz nach 10:00 Uhr morgens definitiv zu früh war und wir ja noch fahren mussten, stöberten wir ausgiebig im Besucherzentrum und Geschenkeshop. In Irland und Nordirland ist Alkohol generell deutlich teurer als in Deutschland, weshalb der Kauf von Standard-Flaschen kaum lohnt. Allerdings haben wir uns eine exklusive, 12 Jahre alte Abfüllung gegönnt, die nur vor Ort erhältlich ist: Inklusive personalisierter Gravur („Sláinte Stephan – UK & Irland 2026“) für glatte 50 Pfund ein perfektes Erinnerungsstück! Beim Tragen hielten wir die Verpackung eisern fest, da der Kassenwart uns warnte, dass ohne Klemmen schon so manche Flasche unten herausgefallen und vor der Tür zerschellt ist.
Anschließend fuhren wir noch einmal kurz zum Visitor Center des Giant’s Causeway zurück, wo wir eine hübsche, illustrierte Karte der Coastal Route ergattern konnten. Während Valentin im Kindersitz weiterschlief, ging es für uns noch einmal nach Portrush, um unsere Wasser- und Entsorgungssorgen zu lösen. Der dortige Stellplatz bietet eine kostenlose Service-Station für Grau- und Schwarzwasser sowie Frischwasser. Obwohl die Station als „out of order“ beschildert war, funktionierte die Wasserabgabe einwandfrei und ohne Tokens.
Frisch versorgt steuerten wir die Aussichtsplattform am Magheracross Car Park an. Bei traumhafter Kulisse ließen wir bei ruhigerem Wind die Drohne über die Klippen und das Meer steigen und machten fantastische Aufnahmen. Währenddessen planten wir anhand der neuen Karte die exakte Route in Google Maps nach.
Auf dem weiteren Weg Richtung Carrick-a-Rede fuhren wir erneut am Giant’s Causeway vorbei und staunten nicht schlecht: Während am Vorabend kaum etwas los war, platzten die Ausweichparkplätze der lokalen Farmer (für 5 bis 6 Pfund) und der Bahnhofsparkplatz nun aus allen Nähten. Am Portaneevy Car Park nahe der berühmten Carrick-a-Rede Hängebrücke erlebten wir schließlich einen regelrechten Ansturm. Vier riesige Reisebusse voller amerikanischer Kreuzfahrttouristen stürmten den Platz – inklusive Dudelsackspieler! Eine witzige, lebhafte Festivalluft, die sich völlig vom ruhigen Wild Atlantic Way unterscheidet.
Zum Ausklang der Etappen steuerten wir schließlich den Hazelbank Park direkt am Belfast Lough an. Hier bot sich die perfekte Gelegenheit für eine ausgiebige Gassirunde mit Mila und einen entspannten Spaziergang am Wasser, während wir den Blick auf die Küstenlinie und die Bucht genossen – ein wunderbar ruhiger Kontrapunkt zum Trubel der Touristen-Hotspots. Hört rein und begleitet uns durch diesen Tag voller Whiskey-Geschichte, Klippenaussichten, Reisebus-Trubel und Küstenidylle!
In dieser 63. Folge nehmen wir euch mit durch einen vollgepackten und erlebnisreichen Tag in Northern Ireland! Nach einer regenreichen Nacht auf unserem Stellplatz am River Foyle in Derry (Londonderry) wurden wir morgens um 5:30 Uhr von der Kehrmaschine und um 7:00 Uhr von der Müllabfuhr geweckt – ausgerechnet an dem Tag, an dem Valentin entspannt bis nach 9:00 Uhr ausschlafen konnte!
Im Anschluss haben wir uns auf den Weg gemacht, um die historische Stadt zu erkunden. Derry begrüßte uns zunächst mit typisch mystischem, dichtem Nebel und Regen. Wir sind entlang der beeindruckenden Stadtmauer ("The Walled City") gelaufen, die als die am besten erhaltene Stadtmauer Irlands gilt. Über die alten Tore hat man einen tollen Zugang zur Stadt, auch wenn die Navigation via Google Maps auf der Mauer etwas knifflig war.
Auf der Suche nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir schließlich im dog-friendly Café "Nine Hostages" gelandet und haben ein richtig leckeres Full Irish Breakfast genossen – komplett mit Black & White Pudding und Hash Browns. Ein kleines Missverständnis gab es bei der Kaffeebestellung, als wir statt eines großen Latte Macchiato zwei winzige, aber extrem starke Espresso Macchiatos bekamen! Unterwegs trafen wir erneut unsere französischen Hymer-Wohnmobil-Freunde und schlenderten durch das Bogside-Viertel mit seinen beeindruckenden Street-Art-Murals zur Geschichte von Free Derry und dem Bloody Sunday. Auch die berühmten "Derry Girls"-Murals durften natürlich nicht fehlen.
Nach einem Abstecher zur Touristeninformation ("Visit Derry") belohnte uns das Wetter: Die Sonne kam heraus und wir konnten den Rückweg zum Wohnmobil bei strahlendem Sonnenschein über die Peace Bridge genießen.
Danach ging es für uns weiter auf eine der spektakulärsten Küstenstraßen überhaupt: die Causeway Coastal Route! Die Fahrt entlang der dramatischen Klippen und der rauen Nordküste bot atemberaubende Ausblicke. Unser absolutes Highlight war die Besichtigung des Giant's Causeway. Das Wandern über die tausenden jahrtausendealten, achteckigen Basaltsäulen direkt an der tosenden Brandung war einfach magisch und ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie.
Hört rein und begleitet uns von den historischen Mauern Derrys bis zu den Mythen der Causeway Coast!
In dieser Folge nehmen wir euch mit auf eine ereignisreiche Zweitages-Etappe entlang der spektakulären Inishowen-Halbinsel.
Tag 1: Kletterabenteuer, Wal-Schock & die steilste Passstraße
Alles beginnt am Parkplatz des Great Pollet Sea Arch, wo wir zusammen mit unseren französischen Hymer-Freunden aufwachen. Zu Fuß geht es hinab zur Bucht – inklusive eines magischen Schockmoments: Per Smartphone-Zoom versuchen wir abzuklären, ob wir wirklich gerade echte Wale im Meer entdeckt haben! Während wir unten die Sonnenstrahlen genießen, absolviert Valentin sein persönliches Klettertraining auf den Felsen und Mila erfrischt sich am Süßwasserlauf. Vor der Weiterfahrt wartet noch ein unfreiwilliger Tritt in einen Kuhfladen auf uns.
Über Ramelton geht es weiter nach Letterkenny. Beim Aldi versorgen wir uns mit frischem Kaffee und nutzen das schnelle WLAN direkt am Wohnmobil für große Datensicherungen, App-Updates und Film-Downloads. Nach einem Abstecher zum Dunnes Store für Vorräte der Kult-Chips „Tayto" und einem Stopp beim B&Q Baumarkt geht es zurück an die Küste zum Fort Dunree.
Das fahrerische Highlight wartet am Mamore Gap: Die extrem steile Passstraße verlangt unserem Wohnmobil alles ab – die letzten Meter bewältigen wir im ersten Gang mit 10 km/h! Oben belohnt uns eine phänomenale Aussicht, bevor es in engen Serpentinen wieder hinabgeht. Nach der Passage von Buncrana erreichen wir unser Tagesziel am Pollan Beach. Nach Gnocchi mit Brokkoli und Tomaten macht Valentin klar, dass er raus muss: Er hat den Sandspielplatz entdeckt und tobt sich beim Ballspielen und Rutschen aus, ehe wir beim sanften Meeresrauschen einschlafen.
Tag 2: Nördlichster Punkt, Panoramablicke & Ankunft in Derry
Am nächsten Morgen setzen wir unsere Fahrt fort und steuern den nördlichsten Punkt der irischen Hauptinsel an: Malin Head! Die raue Natur, der peitschende Wind und der gigantische Panoramablick auf den Atlantik sind schlicht beeindruckend.
Weiter Richtung Osten halten wir am Magilligan Point View und genießen die Aussicht hinüber zur nordirischen Küste. Schließlich bringt uns diese Etappe an ein ganz besonderes Ziel: Wir feiern unsere Ankunft in der historischen Stadt Derry (Londonderry), mit der ein völlig neues Kapitel unserer Reise beginnt.
Wir nehmen euch mit auf die neueste Etappe unserer Wohnmobil-Reise durch den Norden Irlands. Nach zwei Tagen Podcast-Pause melden wir uns zurück und berichten von dichten Nebelfeldern am Ben Bulben, spektakulären Klippen, steilen Bergpässen, gigantischen Aussichten am Horn Head und einem kulinarischen Highlight am Fanad Head Lighthouse.
Das erwartet euch in dieser Folge:
Versteckspiel am Ben Bulben: Übernachtung am Gortarowey Forest Car Park und eine 5 km lange Wanderung im dichten Nebel rund um den irischen Tafelberg.
Virtuelle Welten & Mystik: Der Audioguide am Ben Bulben, die Spuren des Dichters W.B. Yeats und eine Klangmeditation mit Sichtweiten unter fünf Metern.
Die Fairy Bridges & Wishing Chair: Blowholes, natürliche Felsbrücken am Tullan Strand in Bundoran und die magische Wunsch-Tradition am Steinstuhl.
Verkehrschaos in Donegal Town: Warum eine kurze Durchfahrt mit dem Oldtimer-Wohnmobil durch Baustellen und engen Verkehr Nerven kosteten.
Magheraby Head & Magheraroarty: Spektakuläre Aussichtspunkte am Wild Atlantic Way, steile Steigungen und Promi-Sichtungen (Matthew Broderick & Sarah Jessica Parker).
Slieve League Klippen verpasst? Warum uns Shuttle-Busse und das miese Wetter einen Strich durch die Rechnung machten – und wie wir stattdessen den Silver Strand bei Malin Beg erreichten.
Steile Treppen & Schafswiesen: Über 150 Stufen hinab zum Silver Strand, freilaufende Schafe und warum unser Sohn Valentin die Stufen meisterte.
Schieflage am Malin Beg: Eine stürmische Nacht im Wohnmobil direkt am Container-WC, Parkplatz-Nöte und die Suche nach der Handbremsen-Sicherheit.
Sturm, Regen & undichte Fenster: 60 km/h Wind, Horizontalschauer und ein nasses Küchenfenster am Strand von Maghery.
Glencolumbkille Folk Village & Serpentinen: Malerische Passstraßen zwischen den Bergen, Begegnungen im Tal und warum wir heilfroh sind, die Strecke von Süd nach Nord gefahren zu sein.
Spektakuläres Horn Head: Raue Natur, dramatische Klippenabstürze und stürmische Aussichten hoch über dem Atlantik.
Fanad Head Lighthouse & Pizza-Glück: Der legendäre Leuchtturm im Norden und ein unverhoffter Schmaus – die fantastische Pizza aus der gemütlichen Lighthouse Tavern.
In der 60. Podcastfolge nehmen wir euch mit auf unsere Weiterreise entlang des atemberaubenden Wild Atlantic Ways in Irland!
Unsere Etappe startet morgens am wunderschönen Aasleagh Falls, wo wir bei strahlend grünem Pflanzen- und Landschaftsanblick aufwachen. Doch die Nacht davor hatte es in sich: Mila hatte mitten in der Nacht großen Hunger, weshalb wir ab 5:30 Uhr alle wach lagen – außer Valentin, der zum Glück friedlich weiterschlummerte. Um 5:37 Uhr wurden wir schließlich mit einem lauten und langen Hupen gegrüßt, was uns als Frühaufsteher aber zum Glück nicht mehr aus dem Schlaf reißen konnte!
Der Tag war von anhaltendem Regen geprägt, doch davon ließen wir uns die Stimmung nicht verderben. Unser erster Weg führte uns Richtung Westport, um unser Wohnmobil aufzutanken. Bei der Tankstellenauswahl haben wir uns allerdings etwas verpokert: Statt für 1,899 € außerhalb zu tanken, hofften wir auf mehr Wettbewerb in der Stadt und zahlten schließlich 1,929 € pro Liter. Nach einem kurzen Blick auf das belebte Westport ging es für uns direkt weiter.
Spontan machten wir einen Zwischenstopp beim Ballycroy Visitor Centre im Wild Nephin National Park. Während Hunde im Gebäude leider nicht erlaubt waren, konnten wir uns die nett gestaltete Ausstellung mit präparierten Tieren ansehen, auf dem nachgebauten Boot klettern und Valentin etwas austoben lassen. Der Park ist übrigens Partnerpark des bekannten Yosemite-Nationalparks in den USA und als Sky Park ausgewiesen – bei klarem Himmel kann man hier fantastisch die Sterne und sogar Polarlichter ohne Lichtverschmutzung beobachten! Anschließend drehten wir gemeinsam mit Mila eine Runde über die angelegten Holz- und Moorwege rund um das Besucherzentrum. Unterwegs stieg uns – wie schon öfter in der Region – wieder der markante Geruch von brennendem Torf in die Nase, der hier von einigen Einheimischen immer noch traditionell als Heizmaterial genutzt wird.
Über kurvige Küstenstraßen navigierten wir weiter zu den Céide Fields. Das Besucherzentrum der steinzeitlichen Ausgrabungsstätte schloss zwar gerade, als wir um 17:15 Uhr ankamen, doch der beeindruckende Ausblick auf die Klippen und das Meer war völlig kostenlos und jede Minute wert!
Unser Tagesziel war schließlich das spektakuläre Downpatrick Head. Auf dem Parkplatz leisteten uns ein paar andere Camper Gesellschaft. Eine kleine Hürde gab es noch vor Ort: Der Hauptbereich der Klippen ist für Hunde gesperrt. Deshalb teilten wir uns auf, um die beeindruckenden Felsformationen, das berühmte Blowhole (Dun Feich), das alte WWII-Orientierungszeichen und die abgebrochene Felsnadel im Meer zu erkunden. Auf dem Rückweg wanderten wir gemeinsam im makellosen Dauerregen zurück zum Wohnmobil – Valentin nutzte jede Pfütze aus und wir kamen am Ende alle klatschnass, aber glücklich an!
Am nächsten Morgen wurden wir belohnt: Die Sonne zeigte sich kurz und beim Frühstück im Wohnmobil entdeckten wir sogar eine Robbe im Wasser! Bevor die großen Reisebusse und Touristenmassen ankamen, nutzten wir die Gelegenheit für einen aufregenden Drohnenflug trotz des starken Windes über die Klippen von Downpatrick Head.
Anschließend starteten wir den Motor für die nächste große Etappenfahrt Richtung County Sligo. Die Strecke führte uns vorbei an der Bucht von Sligo, während sich die Landschaft langsam wandelte und die markanten Silhouetten der Küstengebirge auftauchten. Unser Ziel für die nächste Rast: der Parkplatz am Fuße des majestätischen Benbulben (Benbulbin Forest Walk Parking). Schon bei der Anfahrt ist der Anblick des berühmten irischen Tafelbergs absolut überwältigend – ein perfekt gewählter Stellplatz, um nach der Fahrt die Beine zu lockern und die nächsten Abenteuer in den Klippen und Wäldern Sligos zu planen.
Hört rein in eine Folge voller Irlands rauer Natur, Regenabenteuern, Tank-Poker, traumhafter Kulissen und der Weiterreise bis zum beeindruckenden Benbulben!
In der 59. Episode unseres Roadtrips nehmen wir euch mit auf unsere Weiterreise von Galway mitten hinein in die spektakuläre Küstenlandschaft von Connemara entlang des Wild Atlantic Way.
Unser Tag begann noch in Galway auf einem Parkplatz am Bahnhof. Bevor wir die Stadt hinter uns ließen, standen erst einmal ein paar Besorgungen auf dem Programm – unter anderem haben wir dort das allererste Musikinstrument für unseren Sohn Valentin gekauft: eine Mundharmonika! Erst später im Wohnmobil haben wir bemerkt, dass wir aus Versehen eine Mundharmonika in der G-Tonart erwischt hatten. Da wir aber in C-Dur spielen wollten und unsere Deadline am Parkplatz erst um 12:00 Uhr ablief, bin ich noch einmal schnell zurückgeflitzt, um sie umzutauschen. Wir haben die Zeit knapp gerissen und waren erst um 12:30 Uhr wieder startklar.
Nach einem kurzen Tankstopp in Galway ging es schließlich los. Ursprünglich war der direkte Weg über die N59 nach Clifden angedacht, aber wir haben uns spontan dazu entschieden, den Schlenker nach unten zu fahren und den vollen Wild Atlantic Way durch die Connemara-Region auszukosten. Eine phänomenale Entscheidung! Auch wenn wir durch die vielen Stops gute dreieinhalb bis vier Stunden auf den Straßen unterwegs waren, hat sich jede Minute gelohnt – zumal Valentin zwei Stunden davon friedlich geschlafen hat.
Unterwegs machten wir einen kurzen Zwischenstopp am Blackrock Diving Board bei Galway, um den berühmten Sprungturm zu sehen.
Unseren ersten richtigen Raststopp legten wir am ruhigen Glynsk Pier (Glinsk Pier) ein. Während wir dort etwas gekocht und gegessen haben, kam ein Fischer von seinem Boot zurück. Als ich ihn ansprach, stellte sich heraus, dass er ein deutscher Landsmann ist, der schon seit vielen Jahren in Irland lebt! Er war mit einem Kumpel Makrelen angeln und hatte 60 Stück aus dem Wasser gezogen. Kurzerhand schenkte er mir eine frisch ausgenommene, stattliche Makrele für unser Abendessen.
Mit wertvollen Zubereitungstipps im Gepäck fuhren wir weiter zu zwei ganz besonderen Highlights: dem Gurteen Beach und der Dog’s Bay. Die beiden traumhaften Strände liegen Rücken an Rücken wie zwei gespiegelte C’s und sind in der Mitte durch Dünen verbunden. Trotz des leicht bewölkten Himmels fühlte man sich wie in der Karibik oder auf den Malediven – weißer Sand und türkisblaues Wasser!
Für die Nacht steuerten wir den Bunowen Pier an. An diesem kleinen Strand gab es eine erfrischende Stranddusche und historische Infotafeln: Hier nahe der Bucht landete einst der erste Transatlantikflug nach einer Notlandung, und auch die erste funktionierende Funkstation über den Atlantik hatte hier ihre Wurzeln. Am Abend wurde es im Wohnmobil noch einmal richtig wuselig: Während ich die frische Makrele in der Pfanne briet und Gnocchi zubereitete, wachte Valentin wieder auf. Es war ein wildes Jonglieren zwischen Anbraten und Kind betreuen, aber am Ende stand ein fantastisches Essen auf dem Tisch. Valentin hat nicht nur von der Makrele probiert, sondern auch stolz seine neue Mundharmonika ausprobiert!
Am nächsten Morgen nutzte ich die Stranddusche nach einem Sprung ins kühle Meer, bevor wir noch den Shop und das Café des Connemara Smokehouse direkt am Pier besuchten, um uns leckere, gegrillte und pfeffrige Räuchermakrele mitzunehmen.
Weiter ging die Fahrt nach Clifden, der lebendigen Hauptstadtes Connemaras, wo wir gemütlich durch die bunten Straßen gebummelt sind. Direkt von Clifden aus starteten wir dann auf die berühmte Panoramaroute hinauf zum Sky Road Viewpoint. Der Aufstieg lohnt sich: Die Aussicht von dort oben über die zerklüftete Atlantikküste, die vorgelagerten Inseln und die tiefblauen Buchten ist schlichtweg atemberaubend und ein absolutes Must-See!
Anschließend folgten wir der Route weiter gen Norden. Unser Ziel für die Nacht war ein ganz besonderer Naturschauplatz: der Stellplatz direkt an den Aasleagh Falls.
In der 58. Folge unseres Podcasts nehmen wir euch mit auf unseren ereignisreichen Tag im Westen Irlands – von einem erfrischenden Morgen im Atlantik über den Hafen von Galway bis hin zum bunten Trubel in der Innenstadt.
Unser Morgen begann am kleinen Hafen von Rinville Harbour. Während es auf dem Parkplatz schon früh morgens lebhaft zuging, beobachteten wir mutige Einheimische, die sich bereits um 7:00 Uhr morgens zum Kaltwasserschwimmen in den Atlantik wagten. Inspiriert von einem älteren Herrn, der selbst bei tiefsten Temperaturen täglich seine Runden dreht und uns verriet, dass das Wasser heute angenehme 15 Grad hatte, hielt uns nichts mehr auf. Wir sprangen selbst in die kühlen Fluten des Atlantiks und nutzten anschließend eine Süßwasserquelle am Hafen zum Abduschen. Selbst die Hunde vor Ort bewiesen Abenteuerlust: Ein Labrador war kaum zu bremsen und sprang sich selbst nach einem Tennisball hinterher in die Fluten.
Nach dieser Erfrischung machten wir uns auf den kurzen, aber von dichtem Verkehr geprägten Weg Richtung Stadtgebiet. Die Parkplatzsuche rund um den Galway Harbour und das Bahnhofsgelände gestaltete sich jedoch als kleines Abenteuer. Wir steuerten einen unübersichtlichen, im Umbau befindlichen Bahnhofsparkplatz nahe des Hafens an, der sich rapide füllte. Zwischen Ampelanlagen, Einweisern und verwirrten Autofahrern sicherten wir uns schließlich eine der letzten Lücken für unser Wohnmobil. Die Bezahlung über ein QR-Code-System erwies sich als tückisch, da die dazugehörige App im deutschen Google Play Store nicht verfügbar war. Schließlich zahlten wir die Tagesgebühr von 6,50 Euro plus 1 Euro Zusatzgebühr („Convenience Fee“) online. Dass der Betreiber es ernst meint, zeigten die zahlreichen Parkkrallen („Clamps“), die bereits an etlichen Fahrzeugen angebracht waren.
Vom Bahnhof aus traten wir Schritt für Schritt in die Innenstadt am Eyre Square. Schon bei der Ankunft fielen uns die vielen schick gekleideten Menschen auf. Wie sich herausstellte, trafen wir genau auf die „Galway Racing Week“, ein riesiges Pferderennen-Event um das Bank-Holiday-Wochenende. Da heute der berühmte „Ladies Day“ war, prägten auffällige Faszinator-Hüte, schicke Kleider und dreiteilige Anzüge das Stadtbild. Zwischen den Feiernden, die bereits mittags in den Straßen und Pubs unterwegs waren, bahnten wir uns den Weg durch die dicht gefüllten Gassen.
Für unseren Hund Mila war das enorme Aufkommen an Menschen allerdings eine echte Herausforderung. In der vollen Fußgängerzone versuchte sie gestresst, unsere Gruppe zusammenzuhalten, was das Durchkommen mit ihr recht nervenaufreibend machte. Trotz des Stresses genossen wir die faszinierende Atmosphäre dieser lebendigen Hafenstadt, bevor es für uns schließlich wieder zurück zum Wohnmobil ging.
Das Wetter meinte es heute Morgen auf dem Nagles Campingplatz zunächst gar nicht gut mit uns. Nach einer super ruhigen Nacht wachten wir bei richtig nasskaltem, regenreichem Schmuddelwetter auf. Während um uns herum einige Camper im strömenden Regen mühsam ihre durchnässten Zelte abbauen mussten, machten wir uns im Trockenen Gedanken über den Tag. Eigentlich hatten wir überlegt, noch eine Nacht zu verlängern. Da wir am Vortag aber nicht mehr zum Duschen gekommen waren und die Duschen hier 1 € extra kosten, entschieden wir uns nach dem Duschen, Frischwasser auffüllen, Grauwasser ablassen und der Toilettenreinigung dann doch gegen 12:30 Uhr zur Abreise.
Unser Duscherlebnis morgens war eine kleine Herausforderung für sich: Es gab insgesamt nur zwei 1-Euro-Münzen, und eine davon hatten wir vor zwei Tagen an den Bridges of Ross gefunden. Wir mussten also getrennt los, Valentin abduschen und uns abstimmen. Valentins Laune war morgens extrem wild und chaotisch, weshalb der Nachmittag und die Zeit im Wohnmobil noch umso erholsamer werden sollten.
Bei strömendem Regen packten wir das Stromkabel ein, füllten mit einem eigenen Desinfektionstuch vorsichtig das Wasser auf und fuhren los. Kaum saßen wir im Wagen und hatten den passenden Radiosender an, schlief Valentin tief und fest ein. Wir nutzten die Zeit und steuerten eine wunderschöne Route entlang des Wild Atlantic Way an: den Küstenabschnitt rund um das Black Head Lighthouse. Die Fahrt führte uns durch die faszinierende Landschaft des Burren (Buren) Nationalparks. Die dunklen, fast schwarzen Felsformationen direkt an der Küste erinnerten uns mächtig an getrocknete Lavafelder – absolut beeindruckend und weitläufig.
Unterwegs machten wir einen kurzen Stopp am Murroughtuohy Viewpoint kurz vor dem Leuchtturm, um ein paar Fotos von der dramatischen Kulisse zu schießen. Da Valentin im Auto schlief, ließen wir den Motor kurz laufen, um ihn nicht zu wecken. Weiter ging es auf der super zu fahrenden, zweispurigen Küstenstraße mit tollen Ausblicken aufs Meer und die vorbeiziehenden Berge.
Als sich der Tank langsam dem Ende zuneigte und das Licht im Cockpit aufleuchtete, steuerten wir eine kleine Dorftankstelle in Ballyvaughan an. Auch wenn die Kraftstoffpreise dort mit 1,88 € pro Liter Diesel recht stramm waren, tankten wir für 20 €, um erst einmal abgesichert zu sein.
Wir steuerten schließlich den wunderschönen Rinville Harbour an, wo wir jetzt mit Blick aufs Wasser stehen. Am Nachmittag nutzten wir das hervorragende Wetter noch für einen ausgiebigen Spaziergang und haben den angrenzenden Rinville Park erkundet. Ein absolut perfekter Abschluss für diesen abwechslungsreichen Tag!
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