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In der 76. Folge unseres Podcasts berichten wir von unserem Zwischenstopp in Helmsdale an der schottischen Ostküste direkt an der A9. Wir haben viel mehr Zeit im Ort verbracht, als wir ursprünglich vermutet hatten, was nicht zuletzt an der wunderschönen Kulisse bei absolutem Premium-Wetter und Sonnenschein lag.
Unseren Morgen begannen wir direkt am Helmsdale Harbour. Auf dem dortigen Stellplatz – nur rund 20 Meter vom Hafenbecken entfernt – kann gegen eine Spende an die Seenotrettung (RNLI) übernachtet werden. Bereits am Vorabend hatte Valentin ein paar Pfund in die liebevoll mit Puppen dekorierte Spendenbox in Schiffchenform geworfen. Ein Schild weist auf die Spende hin, allerdings ist das Banner auf der gegenüberliegenden Seite etwas unauffällig platziert und könnte durchaus sichtbarer sein. Nach einer Runde mit unserem Hund Mila stand die Frage der Wasserversorgung an. Am Pier des Hafens gibt es Wasseranschlüsse, die wir bereits im Vorfeld über Park4Night recherchiert hatten. Vor Ort trafen wir auf einen hilfsbereiten schottischen Mitcamper (im Schottland-Shirt), der uns direkt von sich aus auf den Wasserhahn aufmerksam machte.
Die Nacht am Hafen war prinzipiell ruhiger als gedacht, obwohl der Platz direkt an der A9-Brücke liegt. Einzig um kurz vor 23:30 Uhr gab es eine nächtliche Störung: Wegen Bauarbeiten war die Straße kurzzeitig gesperrt worden und eine massive Lärmkulisse von Straßenbaumaschinen erschüttelte die Stille. Wie sich bei unserer Weiterfahrt am Nachmittag zeigte, wurde in dieser Nacht wohl ein frisches Stück Asphalt aufgetragen.
Am Vormittag lernten wir zudem einen weiteren Nachbarn kennen: Nigel. Während bei uns aufgeräumt und gesaugt wurde, fuhr Nigel seinen Wagen von den Auffahrkeilen. Nach einem kurzen Sicherheitswunsch ("Safe journey") kamen wir ins Gespräch.
Bevor es weiterging, füllten wir am Hafen noch in Rekordgeschwindigkeit 70 Liter Frischwasser dank des enormen Leitungsdrucks auf. Danach ging es zum öffentlichen Toiletten- und Duschgebäude im Ort. Für 1 Pfund bekommt man dort 3 Minuten warmes Wasser über einen Durchlauferhitzer. Das Duschen geriet jedoch zu einer kleinen Herausforderung: Die Temperatur ließ sich schwer regulieren (erst zu heiß, dann zu kalt) und mitten beim Einshampoonieren von Valentins Haaren war die Zeit um. Notgedrungen ging es im Handtuch zum normalen Waschbecken in den Hauptraum, um die Seife mit warmem Wasser aus dem Armatur-Hahn auszuwaschen. Nächstes Mal werfen wir gleich 2 Pfund für 6 Minuten ein!
Nach einem kurzen Abstecher in den Geschenkeladen des Lokalgeschichtsmuseums "Timespan" und einem Spaziergang entlang des Helmsdale River (River Walk) zum St. John’s Well machten wir uns um 13:33 Uhr wieder auf den Weg Richtung Süden. Auf der Route legten wir einen Stopp beim märchenhaften Dunrobin Castle ein, wo wir die Drohne steigen ließen und fantastische Luftaufnahmen der Schlossanlage und der Küste machen konnten. Von dort ging es schließlich weiter zu unserem Tagesziel nach Hilton.
Nach einer ruhigen Nacht am Dunnet Head – dem tatsächlich nördlichsten Punkt des schottischen Festlands – starten wir früh in den Tag. Über schmale Single Track Roads geht es entlang der Küste in Richtung Duncansby Head.
Dort erwartet uns eines der absolut landschaftlichen Highlights unserer Reise: die beeindruckenden Duncansby Stacks. Wir nehmen euch mit auf unsere Wanderung entlang der spektakulären Steilküste und den mächtigen Felsformationen im Meer.
Nach einem Zwischenstopp in Wick fahren wir weiter gen Süden entlang der schottischen Ostküste und steuern unseren Übernachtungsplatz für die Nacht an: den malerischen Stellplatz direkt am Helmsdale Harbour. Wir teilen unsere Eindrücke zu diesem gemütlichen Hafen-Spot sowie weitere praktische Erfahrungen zur North Coast 500 (NC500) und den Camper-Alltag mit Kind und Hund.
Highlights dieser Episode:
Was für ein Tag! Wir melden uns direkt von einem ganz besonderen und wunderschönen Stellplatz zurück, wo wir gerade einen traumhaften Sonnenuntergang über dem Meer genießen dürfen. In dieser 74. Folge nehmen wir euch mit auf unsere aufregende Etappe entlang der rauen schottischen Nordküste – voller ungeplanter Zwischenstopps, steiler Straßen, miesen Midges-Attacken und echter Naturgewalt.
Unser Tag begann an der Invergordon-Bucht in der Nähe des kleinen Boating Clubs. Dort haben wir die Nacht zusammen mit einem anderen Campervan und zwei Autos verbracht – besetzt mit einem jungen Pärchen in den Zwanzigern sowie einer Frau mit Hund und weiteren Weggefährten. Trotz der nahegelegenen Straße haben wir erstaunlich gut und ruhig geschlafen. Ein Hoch auf die Wachs-Ohrstöpsel, die wir uns noch in Dublin gekauft hatten!
Nach einem entspannten Kaffee und Frühstück im Wohnmobil ging die Fahrt los. Unser ursprünglicher Plan war es, den Tesco Superstore im etwa 25 Minuten entfernten Tain anzusteuern, dort zu tanken und Vorräte zu kaufen. Wir hatten gehofft, dass unser kleiner Valentin die kurze Strecke noch wach bleibt und erst danach einschläft, wenn wir weiter gen Norden fahren. Doch wie das auf Roadtrips so ist: Pläne ändern sich! Direkt an der Abfahrt entdeckten wir einen Lidl und einen Morrisons inklusive Tankstelle, die wir am Vorabend völlig übersehen hatten.
Kurzerhand besorgten wir Kaffee, Wasser und Proviant im Lidl und steuerten dann die Morrisons-Tankstelle an. Mit 1,84 £ pro Liter Diesel war das die bisher günstigste Tankgelegenheit auf unserer bisherigen Route! Das Tanken selbst wurde allerdings zur Geduldsprobe: Die erste Zapfsäule spuckte nach 30 £ nur noch Luft aus. Nach dem ersten Bezahlen mussten wir umparken und an einer zweiten Zapfsäule nochmal nachfüllen. Durch das ständige Türenauf- und zuschlagen war Valentin nach nur einer halben Stunde Schlaf leider wieder schlagartig wach.
Weiter ging es auf der A9 über die imposante Dornoch Firth Bridge und vorbei am Dunrobin Castle. Die Strecke überraschte uns gewaltig: Bei Berriedale ging es mit stolzen 13 % Gefälle über eine Meile steil bergab – eine ordentliche Beanspruchung für die Bremsen! In Dunbeath folgte direkt das nächste Gefälle mit 10 % über eine Brücke. Beeindruckend waren die Notfall-Kiesbetten (Emergency Lanes) für Fahrzeuge mit Bremsversagen.
Da Valentin zunehmend quengelig wurde, suchten wir dringend nach einer Haltebucht. Doch auf der A9 gab es kilometerlang absolut keine Möglichkeit zum Anhalten. Ein drängelnder Autofahrer hinter uns verlor schließlich die Geduld, überholte uns steil und hupte verärgert – während die anderen Verkehrsteilnehmer (darunter viele schicke Oldtimer von einer lokalen Show) völlig entspannt blieben.
In einer Durchfahrts-Bucht im Landesinneren (mitten im Moosgebiet) machten wir schließlich Pause für leckere Grilled-Cheese-Sandwiches mit Relish. Beim Verlassen des Wohnmobils wurden wir jedoch augenblicklich und erbarmungslos von den schottischen Midges attackiert! Zudem müssen wir eine Sache aus der gestrigen Folge korrigieren: Die Vögel, die wir am Meer beobachtet haben, waren keine Kraniche (davon gibt es in Schottland nur ganz wenige Brutpaare), sondern Gänse! Sie kommen aktuell aus Island sowie von den Färöer-Inseln und überwintern an der schottischen Küste.
Auf der Weiterfahrt öffnete der Himmel seine Schleusen: Platzregen, dichtester Nebel und riesige Pfützen machten das Fahren echt anspruchsvoll. Erst als wir uns Thurso näherten – der nördlichsten Stadt auf dem britischen Festland und zufällig Partnerstadt von Brilon – klarte es auf. Über die schmale Single-Track-Road B855 ging es schließlich zum Dunnet Head, dem echten nördlichsten Punkt des britischen Festlands! Zwar hatten wir kurz überlegt, noch weiter zum Duncansby Head zu fahren, aber nach gut 100 Meilen anstrengender Fahrt reicht es uns für heute völlig.
Viel Spaß beim Reinhören!
In der 73. Podcastfolge lassen wir die Isle of Skye hinter uns und tauchen tief in das mystische Herz Schottlands ein. Unsere Etappe führt uns entlang der berühmten A82 direkt am Ufer des legendären Loch Ness entlang – ein See, der mit seinen beeindruckenden 227 Metern Tiefe mehr Wasser fasst als alle Seen in England und Wales zusammen.
Unser Tag begann ganz entspannt auf einem ruhigen Parkplatz an der A887 nahe Tommorrochk, wo wir bei bester Sicht auf die ersten zotteligen Highland Cattle der Etappe im sanften Morgenlicht aufwachten. Von dort aus steuerten wir eines der bekanntesten Wahrzeichen der Highlands an: das Urquhart Castle. Auch wenn uns der überfüllte Parkplatz spontan die Besichtigung verwehrte, bot sich uns auf dem anschließenden Spaziergang entlang der A82 ein grandioser Panoramablick auf die imposante Burgruine und die Weite des Lochs.
Im nahegelegenen Ort Drumnadrochit erwartete uns schließlich das pure schottische Dorfleben. Direkt im Anschluss stolperten wir in ein echtes Highlight: Die Urquhart Highland Games verwandelten den Ort mit Festzelt, mitreißender Dudelsackmusik und einer lebhaften Jahrmarkt-Atmosphäre in ein buntes Spektakel.
Über Inverness, wo wir bei Aldi die Vorräte auffüllten und uns über schottische Erdbeeren zum halben Preis freuten, ging die Fahrt schließlich weiter nach Invergordon. Dort steuerten wir den Parkplatz des Invergordon Boating Club direkt am Wasser an, um den ereignisreichen Tag entspannt ausklingen zu lassen. Kommt mit uns auf eine Etappe voller Mythen, Traditionen und kleiner Alltagsfreuden in den Highlands!
In der 72. Podcastfolge berichten wir von unseren Erlebnissen auf der Isle of Skye, wo wir in drei Tagen drei ganz unterschiedliche Wanderungen unternommen haben. Nach der Übernachtung direkt am Old Man of Storr wachten wir sehr früh auf, um pünktlich vor dem großen Ansturm aufzubrechen. Der Morgen begann direkt mit einer witzigen Anekdote: Das Leeren der Chemie-Toiletten-Kassette entwickelte sich auf dem Parkplatz zu unseren ganz persönlichen „Highland Games“, während wir an all den parkenden Autos und Wohnmobilen vorbeimarschierten. Schon um 8:30 Uhr war der Parkplatz rappelvoll, und auf den Wegen bildete sich Stau, doch wir meisterten die Situation erfolgreich. Das Wetter zeigte sich typisch schottisch und extrem wechselhaft: Es gab Momente mit Sonne und Blick auf die Nachbarinsel, gefolgt von Winden und Regenschauern. Trotz des Trubels am Morgen erlebten wir eine ruhige Nacht direkt an der Straße.
Vor unserer Weiterfahrt verhalfen wir noch einer belgischen Familie mit einem langen Wohnmobil zu einem Parkplatz, indem wir ihnen beim Ausparken Handzeichen gaben. Nach diesem guten Start in den Tag machten wir uns auf den Weg gen Norden. Unterwegs hielten wir für einen kurzen Zwischenstopp an den Klippen beim An Leth-allt Viewpoint mit seinem Wasserfall. Trotz Mangel an passender Kleidung liefen wir den kurzen Weg bergauf. Dort trafen wir sogar ein deutsches Pärchen wieder, das wir bereits Tage zuvor in Glasgow beobachtet hatten.
Unser Hauptziel war die Wanderung zum Rubha Hunish, dem nördlichsten Punkt der Isle of Skye. An der Shulista Phonebox hatten wir Glück und ergatterten einen der begehrten Plätze auf dem sehr kleinen Parkplatz. Von dort aus starteten wir die etwa 2,5 Kilometer lange Wanderung. Während der erste Teil der Strecke über Schotter und Wiesen noch leicht zu bewältigen war, wandelte sich der Pfad zunehmend in ein schlammiges und sumpfvolles Abenteuer. Wir mussten uns mühsam durch den Matsch kämpfen, um nicht im nassen Boden zu versinken. Oben angekommen, bot sich uns an den 100 Meter hohen Klippen eine spektakuläre Aussicht. Wir besichtigten den ehemaligen Ausguck der Coastguard aus den späten 1920er-Jahren, der heute als Schutzhütte (Shelter) dient, und trugen uns in das Gästebuch ein. Den extrem steilen Weg über die Senke hinunter zum eigentlichen nördlichsten Zipfel meideten wir allerdings, da die Strecke mit Kind auf dem Rücken und Hund an der Leine zu gefährlich gewesen wäre. Der Rückweg zog sich kräftig hin, und kurz vor dem Wohnmobil überraschte uns ein sintflutartiger Regenschauer.
Nach der Wanderung fuhren wir vorbei an den Ruinen des Duntulm Castle, durch Monstadt und weiter nach Uig. Dort statteten wir der Isle of Skye Brewing Company einen Besuch ab und deckten uns im Brauereishop ein. Auf eine Überfahrt mit der Fähre zu den Äußeren Hebriden verzichteten wir diesmal. Über die gut ausgebaute A87 steuerten wir schließlich unseren nächsten Stellplatz im Westen der Insel an.
Als drittes Wandermagie-Highlight besuchten wir die berühmten Fairy Pools am Fuße der Cuillin Mountains. Das glasklare, türkisblaue Wasser, das über unzählige kaskadierende Wasserfälle in tiefe Felsbecken fließt, hat eine schlichtweg magische Atmosphäre.
Beim Verlassen der Isle of Skye ging die Fahrt schließlich entlang der malerischen A87. Die Route schlängelt sich durch ein atemberaubend schönes, sattes Tal, umgeben von dramatischen Bergketten. Als krönenden Abschluss der Etappe entdeckten wir genau das, was auf keiner Schottland-Reise fehlen darf: Eine Herde der ikonischen Highland Cows mit ihren zotteligen Fellen und imposanten Hörnern, die entspannt am Wegesrand graste.
In der 71. Folge unseres Roadtrips nehmen wir euch mit auf die faszinierende Isle of Skye! Nach einer eher unruhigen und schlaflosen Nacht am Ratagan Pass Viewpoint – die wir uns definitiv etwas entspannter vorgestellt hatten – geht es für uns am nächsten Morgen endlich weiter. Trotz Nieselregen und dichter Wolken entschädigen uns die fantastischen Blicke auf die umliegenden Berge. Bevor wir aufbrechen, lassen wir sogar noch die Drohne steigen, um die majestätische Kulisse einzufangen. Dabei bekommen wir allerdings unerwarteten Besuch von einem aufgeregten Kauz, der sein Revier bedroht sah.
Nach diesem morgendlichen Schreck steuern wir unser Wohnmobil über anspruchsvolle Straßen mit 15 % Gefälle und enge Single Lane Roads in Richtung Küste. Auf dem Weg begegnen wir nicht nur Gegenverkehr, sondern auch einem recht drängelnden Kran-LKW, der uns auf den schmalen Serpentinen einiges an Fahrgeschick abverlangt. Wir lassen die historische Shield Bridge und die malerische Kulisse von Eilean Donan Castle hinter uns und brechen schließlich über die beeindruckende Skye Bridge auf die Isle of Skye durch.
Auf der Insel angekommen, machen wir einen Zwischenstopp in Broadford. An einer Asda-Express-Tankstelle tanken wir Diesel nach (1,88 £ pro Liter) und versorgen uns im Co-op Supermarkt mit frischen Lebensmitteln, da unsere Vorräte bis auf ein paar Snacks komplett aufgebraucht waren. Während einer kurzen Pause im James Ross Park kann sich auch unser Hund Mila endlich etwas austoben.
Anschließend setzen wir unsere Reise über die A87 und A855 fort. Vorbei an der eindrucksvollen Kulisse des Eas a' Bhradain Wasserfalls geht es weiter Richtung Norden über Portree. Auf den engen Straßen zeigt sich schnell die Tücke der schottischen Single Lanes: Ausgewaschene Kanten und tiefe Asphalteinflüsse fordern volle Konzentration. Wir erleben hautnah, wie gefährlich die Schotterränder sein können, als wir liegengebliebene Fahrzeuge mit aufgeschlitzten Reifen passieren und selbst eine brenzlige Begegnung mit einer unachtsamen Autofahrerin meistern müssen.
Schließlich erreichen wir unser Tagesziel am Old Man of Storr. Wir stellen das Wohnmobil auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz direkt an der Straße ab und wagen trotz des wechselhaften Wetters den steilen Aufstieg zu den imposanten Felsformationen. Begleitet uns durch diese Folge voller fahrerischer Herausforderungen, Wander-Eindrücke und echter Campervan-Erlebnisse!
Was für eine Achterbahnfahrt der Gefühle! Kurzzeitig waren wir gestern so bedient, dass wir unseren Schottland-Trip am liebsten abgebrochen hätten und uns sehnlichst zurück nach Irland wünschten. Nach einem ruhigen Start an unserem Stellplatz neben den Siloballen ging es morgens voller Vorfreude auf die A82 Richtung Glen Coe. Sogar die kilometerlangen, engen Single-Track-Roads hatten wir schadenfrei und ohne Gegenverkehr gemeistert.
Doch was folgte, war der absolute Touristen-Overload. Das gesamte Gebiet rund um Glen Coe, den Ben Nevis und die Route nach Inverness war extrem überlaufen. Wir wussten zwar, dass Hauptsaison ist, aber ein solches Ausmaß an Massentourismus hatten wir selbst in Wales, England oder den Cotswolds nicht erlebt. Überall Miet-Wohnmobile, verstopfte Parkbuchten und kaum Ausweichmöglichkeiten.
Am Loch Tulla Viewpoint hatten wir noch Glück und ergatterten einen der wenigen freien Plätze für einen kurzen Zwischenstopp samt Drohnenflug. Doch je weiter wir in die Berglandschaft eintauchten, desto anstrengender wurde es. Am Aussichtspunkt der „Three Sisters“ herrschte pures Parkchaos. Da wir mit unserem Wohnmobil nirgends hineinpassten und die Ausweichbuchten belegt oder schlammig waren, mussten wir unverrichteter Dinge weiterfahren. Genießen konnten wir die Kulisse kaum, da die volle Konzentration dem engen Gegenverkehr galt.
Zu allem Überfluss gab es auch noch technische Sorgen: Beim Platzmachen auf einem Layby sind wir vorne links ungünstig an einem Bordstein aufgesetzt. Ein lautes Gerappel unter dem Fahrzeug und ein mulmiges Gefühl waren die Folge. Erst nach einer kurzen Weiterfahrt mit Warnblinker und einer gezielten Rechtskurve auf einem Ausweichplatz war das ominöse Geräusch glücklicherweise wieder verschwunden. Auch der Parkplatz des Ben Nevis Visitor Centre waren komplett überfüllt, sodass die Stimmung auf einem absoluten Tiefpunkt lag.
Der erste Anlauf am Glenfinnan-Viadukt brachte leider noch keine Erlösung: Das Chaos auf der A830 setzte sich fort, und beim Blick auf den überfüllten Hauptparkplatz mussten wir unverrichteter Dinge weiterziehen. Am Straßenrand gab es noch Schrecksekunden, als wir beobachteten, wie ein älterer Mann in gelber Daunenjacke rückwärts stürzte.
Erst am nächsten Tag wagten wir einen zweiten Versuch am Glenfinnan-Viadukt – und dieser Besuch wurde ein voller Erfolg! Wir hatten das große Glück, die legendäre Dampflok hautnah zu erleben. Ein wirklich versöhnlicher Abschluss!
Erst danach machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Isle of Skye. Nun stehen wir auf dem Parkplatz am Ratagan Pass Viewpoint – eine wunderschöne, ruhige Anlaufstelle mit fantastischem Ausblick und der hochverdienten Erholung nach diesen turbulenten Tagen.
In dieser Folge nehmen wir euch mit auf unseren weiteren Weg durch Schottland. Nachdem wir am Vortag schlichtweg zu kopfmüde für die Aufnahme waren, berichten wir euch frisch und munter von unseren Erlebnissen.
Gestartet sind wir von unserem Stellplatz am Premier Inn in Glasgow. Trotz der Laternen und des klebrigen Baumsafts auf der Frontscheibe haben wir gut geschlafen. Da wir unseren Parkplatz ursprünglich nur bis 12:30 Uhr gebucht hatten, verlängerten wir die Parkzeit ganz entspannt per App, um noch ausgiebig die Stadt zu erkunden.
Unser Weg führte uns über die Bells Bridge in Richtung Kelvingrove Art Gallery and Museum. Unterwegs kamen wir am Glasgow Science Centre und der "Waverley" vorbei – ein beeindruckender Ausflugsdampfer, der begleitet vom Sound eines Dudelsackspielers ablegte. Vor dem Museum machten wir Halt beim Foodtruck "MacTassos", wo Mila bereits das erste Leckerli abstaubte, bevor wir unser Essen im Kelvingrove Park genossen.
Das Kelvingrove Museum hat uns begeistert: Eine faszinierende Mischung aus schottischer Geschichte, Kunst, ausgestopften Tieren und einem schwebenden Flugzeug unter der Decke. Ein absolutes Highlight war das Orgelkonzert um 13:00 Uhr mit einer großartigen Interpretation von Queens "Bohemian Rhapsody". Eine vergessene Windel sorgte zwischendurch zwar für eine kleine Suchaktion, konnte die gute Stimmung aber nicht trüben.
Nach unserem Stadtrundgang über die University of Glasgow, die stimmungsvolle Ashton Lane und die Botanic Gardens stand etwas Pragmatisches auf dem Programm: Ein Stopp im Waschsalon, um die Reisekleidung wieder frisch zu machen.
Weiter ging es zur nächsten Etappe Richtung Highlands: Übernachtet haben wir direkt am Dumbarton Castle am Ufer des Clyde. Am nächsten Morgen setzten wir unsere Reise fort und folgten der A82 nordwärts durch die spektakuläre schottische Landschaft. Unser Etappenziel war schließlich der Victoria Bridge Carpark nahe Loch Tulla – ein perfekter, ruhiger Ausgangspunkt mitten in der Natur.
In der 68. Folge unseres Podcast-Tagebuchs nehmen wir euch mit auf unsere neusten Erlebnisse in Schottland! Wir hätten wirklich nicht gedacht, dass wir so schnell Haggis essen würden – und ehrlich gesagt auch nicht, dass wir so spontan in der pulsierenden Metropole Glasgow landen.
Unser Tag startet am Morgen an David’s Snack Bar im Küstenort Girvan. Dort haben wir auf einem Stellplatz direkt an der Promenade übernachtet. Der Platz eignet sich hervorragend als Zwischenstopp, wenn man auf die Fähre wartet oder – wie wir – gerade von einer Fährüberfahrt kommt. Schon früh morgens herrschte an der Snack-Bude reger Betrieb: Zahlreiche Handwerker und Arbeiter in Leuchtwesten hielten hier für ihr Frühstück an. Während unser Sohn Valentin auf den feuchten Parkbänken der Promenade herumflitzte und Pfützen unsicher machte, haben wir uns gestärkt. Für mich gab es eine heiße Frühstücksrolle mit Haggis, Ei und Brown Sauce für 3,40 £ – ein wirklich leckerer und gelungener Start in den Tag, auch wenn die Sauce den Eigengeschmack des Haggis etwas übertüncht hat.
Anschließend standen wir vor der großen Frage: Wie gestalten wir den weiteren Tag? Zur Auswahl stand eine panoramareiche, aber lange Route über Landstraßen vorbei am Clyde Muirshiel Regional Park mit Zwischenstopp in Greenock – oder der direkte Weg über die Autobahn M77 nach Glasgow. Da wir unbedingt an einer der begehrten, kostenlosen Führungen durch die beeindruckenden Glasgow City Chambers teilnehmen wollten, haben wir uns für die direkte Strecke entschieden.
Für Wohnmobil-Reisende ist Glasgow allerdings eine kleine Herausforderung: Die Stadt hat eine Low Emission Zone (Umweltzone), in die wir mit unserem Wohnmobil-Klassiker ohne Umweltplakette nicht einfahren dürfen. Glücklicherweise haben wir außerhalb der Zone einen hervorragenden Parkplatz am Premier Inn am Pacific Quay entdeckt. Der Trick dabei: Über die normale App kostet das Parken über 20 £, doch im Hotelfoyer hängt ein QR-Code für Hotelgäste, über den man das 24-Stunden-Ticket für nur 11,20 £ buchen kann. Da die Kennzeichen elektronisch erfasst werden und keine Überprüfung der Hotelbuchung stattfindet, ist das eine perfekte und sichere Parkmöglichkeit für Camper nahe des Zentrums.
Um 13:00 Uhr machten wir uns zu Fuß auf den etwa 45-minütigen Weg in die Innenstadt zum George Square. Unser Hund Mila durfte derweil entspannt im Wohnmobil bleiben, da die Temperaturen bei bewölkten 23 Grad ideal waren und Hunde bei der Gebäudeführung ohnehin nicht erlaubt gewesen wären. Vorbei an der imposanten Gallery of Modern Art (GoMA) mit der berühmten Reiterstatue des Duke of Wellington samt Verkehrskegel auf dem Kopf, sicherten wir uns pünktlich vor 14:00 Uhr die kostenlosen Tickets für die Nachmittagsführung durch die City Chambers (Gruppe 1, Nummer 16 und 17 von maximal 25 Personen).
Während wir im Foyer warteten, ergab sich ein spannendes Gespräch mit zwei US-amerikanischen Touristen aus Washington D.C., die ehemals im Department of Justice tätig waren und ihre Sicht auf die aktuelle politische Lage in den USA teilten. Die anschließende Führung durch das Rathaus war ein absolutes Highlight: Die pompöse Architektur mit verarbeitetem Marmor, der an den Vatikan erinnert, riesigen Mosaiken und opulenten Treppenhäusern hat uns nachhaltig beeindruckt. Abgerundet haben wir unseren Kultur-Tag schließlich mit einem Abstecher zur historischen Glasgow Cathedral, deren eindrucksvolle gotische Architektur einen fantastischen Kontrast zur lebendigen Innenstadt bildet.
Begleitet uns in dieser Folge durch unseren abwechslungsreichen Tag zwischen schottischer Kulinarik, praktischen Park-Hacks für Freisteher und faszinierender Kultur im Herzen von Glasgow!
In der 67. Folge unseres Reise-Podcasts nehmen wir euch mit auf einen extrem vollgepackten Tag: Wir verabschieden uns von Nordirland und setzen mit der Fähre nach Schottland über!
Unser Morgen begann noch ganz entspannt am wunderschönen Cloughey Bay Beach (Chloe Bay Beach). Nach dem Aufwachen genossen wir das herrliche Wetter und die herzliche Art der Einheimischen beim Hundespaziergang mit Mila. Valentin hat morgens glücklicherweise etwas länger geschlafen, brauchte nach dem Aufstehen aber auch noch seinen Auslauf. Da wir die Fähre um 15:30 Uhr nach Schottland gebucht hatten, stand uns jedoch noch ein strammes Tagesprogramm bevor. Ursprünglich wollten wir mit Mila und Valentin noch einmal gemütlich an den Strand, doch das passte zeitlich nicht mehr.
Über die malerische Scenic Route – vorbei an Portavogie und dem Burr Point – ging es an der Ostküste entlang hoch Richtung Bangor. Besonders gut gefallen hat uns auf dem Weg das hübsche Städtchen Donaghadee.
In Bangor machten wir Halt beim Lidl für die ersten Einkäufe. Während Valentin das Wohnmobil in ein kleines Chaos verwandelte und eine Gewitterwarnung auf dem Handy auflief, ging es danach weiter zum Bloomfield Shopping Centre. Dort wartete die nächste Herausforderung: Der Tesco war kein eigenständiger Laden, sondern lag tief im Einkaufszentrum versteckt. Ohne Einkaufswagen-Chip, dafür mit einem schweren Metallkorb und einem flinken Kleinkind auf dem Arm, wurde die Besorgungsfahrt zum echten Hindernislauf. Valentin wollte lieber Bällen hinterherjagen, als Bread zu suchen. An der Selbstbedienungskasse versuchte er dann auch noch, den Rollwagen für die leeren Körbe wegzuschieben – ein riesiger Trubel, den die hilfsbereiten Tesco-Mitarbeiter glücklicherweise mit Humor nahmen.
Nach dem schweißtreibenden Einkauf gab es als Belohnung noch einen Eiskaffee von Starbucks, auch wenn die Enttäuschung groß war, dass der erhoffte Brown-Sugar-Sirup fehlte.
Bevor es zum Hafen ging, wollten wir eigentlich noch das beeindruckende Parlamentsgebäude Stormont Estate in Belfast besuchen. Nach der Fahrt über hügelige Pisten gelangten wir zur mächtigen Prince of Wales Avenue. Leider war der Zugang für uns mit dem Wohnmobil ohne vorherige Anmeldung nicht möglich, sodass wir nach einer kurzen zehnminütigen Gassi-Runde im Park weiterziehen mussten.
Nächstes Ziel: Günstig tanken! Kurz vor dem Hafen ist eine Go-Tankstelle und dort konnten wir unseren Tank für 1,64 £ pro Liter noch einmal für 65 £ auffüllen.
Am Hafen von Belfast lief dann alles wie am Schnürchen: Wir waren super pünktlich vor Ort und durften als allererstes Wohnmobil auf Deck 3 der Stena Line Fähre fahren – was uns später in Schottland zu den Ersten beim Aussteigen machte! Auf der Fähre erblickten wir noch die „Mein Schiff 3“ im Hafen. Die Stena Line Fähre selbst wirkte nach der Renovierung modern und bot mit dem Family Hub tolle Spielmöglichkeiten.
Etwas Herzschmerz gab es allerdings, als wir Mila für die Überfahrt im Wohnmobil zurücklassen mussten, da Haustiere ohne spezielle Transportbox nicht mit an Deck durften. Während wir draußen auf dem Außendeck die Aussicht genossen, löste die Erschütterung des Schiffes auf den Fahrzeugdecks unter uns ein wahres Konzert aus Autoverstärker-Alarmanlagen aus – ein ohrenbetäubender Lärm!
Kurz nach der Abfahrt begleiteten uns noch mysteriöse schwarze Polizeiboote, die im Eiltempo an der Fähre vorbeizogen. Schließlich haben wir schottischen Boden betreten: Vom Ankunftshafen ging es für uns direkt weiter an der schottischen Küste entlang bis nach Girvan, wo wir den Tag ausklingen ließen. Wir freuen uns riesig auf das nächste Kapitel unserer Reise!
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