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#123 caritalks – Ein Gespräch kann Leben retten – Suizidprävention im Fokus
In Deutschland nehmen sich jedes Jahr mehr als 10.000 Menschen das Leben. Die Zahl der Suizidversuche liegt Schätzungen zufolge zehn- bis zwanzigmal höher. Damit sterben mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten, illegale Drogen und AIDS zusammen. Jeder Suizid hinterlässt Spuren: Neuere Zahlen gehen von bis zu 135 Menschen aus, die direkt oder indirekt betroffen sind, darunter Familie, Freundinnen und Kolleginnen.
In dieser Folge von caritalks spricht Christoph Grätz mit drei Menschen, die sich beruflich und ehrenamtlich dafür einsetzen, Menschen in suizidalen Krisen beizustehen:
Die drei berichten aus ihrer Arbeit: Woran erkennt man, dass jemand an Suizid denkt? Wie können Angehörige, Freund*innen oder Kolleg*innen darauf reagieren? Und wie schützen sich die Berater*innen selbst in dieser zum Teil belastenden Arbeit? Zum Schluss formulieren sie ihre Wünsche an die Gesellschaft, das Thema Suizid offener anzusprechen, und an die Politik, diese wichtige Arbeit verlässlich zu unterstützen.
Hilfe in Krisen:
Junge Menschen unter 25 finden Unterstützung per Mail bei [U25]](https://www.u25-deutschland.de/))
Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren sowie ihre Bezugspersonen finden Hilfe bei Lebenslicht, der psychologischen Beratung der Caritas Gelsenkirchen.
Unser caritalks-Rückblick auf den siebten Caritaskongress.
Hören Sie hier gesammelte Eindrücke vom dritten Tag des Caritaskongresses.
Infos zum Caritaskongress
#121 caritalks – 7. Caritaskongress – caritalks ist dabei - Folge 1
Stimmen vom zweiten Tag des Kongresses – eingesammelt von Christoph Grätz
„Zusammen geht was. Caritas verbindet Generation.“ Das ist nicht nur der Titel der Jahreskampagne der deutschen Caritas in diesem Jahr, sondern auch der Titel des siebten Caritaskongresses, der in Berlin auf dem EUREF Campus vom 24. bis 26. Juni stattfindet.
Heute am zweiten Tag des Kongresses wurde intensiv inhaltlich gearbeitet. Caritasverbände, Dienste und Einrichtungen der deutschen Caritas hatten vorher Themen eingereicht und in 39. Sessions zur Diskussion gestellt.
caritalks-Reporter Christoph Grätz ist auf Stimmenfang gegangen und hat in den Pausen, auf den Kongressfluren, in den Raucherzonen und an der Cafébar Gäste nach ihren Eindrücken dieses zweiten Kongresstages befragt.
Infos zum Caritaskongress
#120 caritalks – Rocken ohne Vorurteile
Ein Besuch bei der inklusiven Band „Die Heuler“ in Oberhausen
Jeden Montag von 14 bis 16 Uhr musizieren im Gruppenraum der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch Erkrankte (KOBS) der Caritas Oberhausen bis zu 20 gesangs-und musikbegeisterte Menschen. Menschen mit psychischen Einschränkungen, aber auch Nachbarn aus dem Stadtteil, die einfach gerne singen und musizieren. Fünf Gitarren, ein Piano und verschiedenste Percussion-Instrumente, wie Schellenringe, Tamburine und Congas stehen bereit für die Musikerinnen und Musiker.
„Take Me Home, Country Roads“ - damit fängt die Probe an. Norbert Nilkens, der Ende der 80er Jahre die Gruppe ins Leben gerufen hat, zählt vor: „One two, one two three…“ – und los geht‘s. Nilkens war bis vor sieben Jahren noch Leiter der KOBS und begleitet die Heuler ehrenamtlich an der Gitarre. Begeistert singen und musizieren die elf anwesenden Musiker und Musikerinnen und man fühlt deutlich, hier herrscht ein besonderer Spirit; Gemeinschaft und Spaß stehen im Vordergrund. Sebastian Secker, der die Gruppe von Seiten der Caritas begleitet, sagt: „Ich freue mich jeden Montag auf die Heuler, weil in keiner anderen Gruppe, wird so viel gelacht. Die Themen, mit denen ich sonst zu tun habe, sind eher schwererer Natur.“ Secker ist Drummer in einer Band, bei den Heulern spielt er Klavier und Gitarre.
Wer hier hinkommt, ist herzlich willkommen. Norman, der mit seinem Hund Pablo gekommen ist und Gitarre spielt, sagt: „Beim Singen denke ich nicht so sehr an Probleme, es befreit mich und ich mag die Gemeinschaft hier.“
**#119 caritalks – Schwanger – und jetzt?
Ein besonderes Angebot der Schwangerschaftsberatung in Dülmen-Coesfeld ist der Schwerpunkt der Sexuellen Bildung. Die Mitarbeiterinnen besuchen Schulen und bieten Jugendlichen Raum, um über Sexualität zu sprechen: Menstruation, Verhütung, Selbstbestimmung im Internet. Dass diese besonderen Beratungsangebote, zu denen beispielweise auch die Beratung im Kontext von Pränataldiagnostik gehört, aufrechterhalten und auch ausgeweitet werden, ist für Elena Monin, Referentin für Schwangerschaftsberatung im Caritasverband für die Diözese Münster, eine wichtige Perspektive.
Was viele nicht wissen: Auch wenn das Kind da ist, stehen die Beraterinnen den Familien noch bis zum dritten Lebensjahr des Kindes zur Seite. Zum Angebot der Schwangerschaftsberatung Dülmen-Coesfeld gehören Gruppen, bei denen sich regelmäßig Mütter mit Neugeborenen treffen, um Kontakte zu knüpfen und um den Beraterinnen Fragen zum richtigen Umgang mit dem Baby zu stellen. „Werdende Mütter und insbesondere die Kinder benötigen Unterstützung für einen guten Start ins Leben“, betont Elena Monin.
Daniela Vogel, Schwangerschaftsberaterin beim SkF Dülmen-Coesfeld, und Elena Monin, Referentin für Schwangerschaftsberatung im Caritasverband für die Diözese Münster im Gespräch mit caritalks Moderatorin Juliane Büker.
Infos „Schwangerschaft und Familie“ des Caritasverbandes für die Diözese Münster
**#118 caritalks – Emil, Lotta und die Kunst des Miteinanders **
Malteser im Bistum Essen: Wie Kinder spielerisch Respekt und Regeln lernen
Malteser im Bistum Essen: Wie Kinder spieleris
Ehrenamtliche leiten Kurse
Malteser im Bistum Essen
Infos zu den Maltesern im Bistum Essen
**#caritalks 117 – „Wellcome-Engel" entlasten junge Familien. **
Wie ein präventives Angebot in Oberhausen Familien im Alltag unterstützt. Wellcome-Engel Gabriele Hömig-Kaspar berichtet, wie sie die Familie der kleinen Tilda unterstützt und selbst viel Freude daran hat.
In der caritalks-Episode 116 haben wir schon über das Wellcome-Projekt berichtet. Wir sprachen mit Diane Nottbohm, die die Arbeit in Oberhausen koordiniert. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht hier die praktische Hilfe für Familien nach der Geburt eines Kindes. Diese Hilfe wird von Ehrenamtlichen geleistet, die über die Wellcome-Koordinatorinnen vermittelt und begleitet werden.
Eine Ehrenamtliche, die das tut, ist Gabriele Hömig-Kaspar. Die 67-Jährige kümmert sich ein- bis zweimal in der Woche jeweils für ein paar Stunden um die kleine Tilda und entlastet dadurch die junge Familie. Sie ist eine von 15 „Wellcome-Engeln", die in Oberhausen ein- bis mehrmals in der Woche die Sorge um ein neugeborenes Kind übernehmen und so den Eltern Freiräume schaffen. Wie wichtig das ist, erzählt Felix, der Papa der kleinen Tilda, in dieser Episode. Felix ist Ingenieur und gelegentlich zu Auslandsaufenthalten unterwegs, sodass die Sorge um die kleine Tilda für ihre Mama schon sehr fordernd sein kann. Zumal die Großeltern weit entfernt wohnen und nicht „mal eben" unkompliziert einspringen können.
Wie gut, dass es Gabriele Hömig-Kaspar gibt, die dann mit der Kleinen auf den Spielplatz geht, Ausflüge unternimmt oder sie mit ihren Enkeln spielen lässt. Hömig-Kaspar ist Rentnerin, hat lange als Krankenschwester und später in der Reisebranche gearbeitet und ist die Arbeit mit Menschen gewohnt. Die dreifache Oma genießt es, außer bei ihren Enkelkindern auch bei der kleinen Tilda zu erleben, wie sie sich entwickelt.
Personen: Gabriele Hömig-Kaspar ist dreifache Oma und Mutter zweier Kinder ist vielfach ehrenamtlich engagiert: Sie betreut eine weitere Familie und ist Lese-Oma in einer Schule. Sie hat 18 Jahre als Krankenschwester gearbeitet und als Reisekauffrau ein Reisebüro geleitet.
Wellcome: Wellcome bietet neben der praktischen Hilfe nach der Geburt eine Online-Plattform für pädagogische Beratung, Übernachtungsmöglichkeiten für Elternteile, die nach einer Trennung in räumlicher Distanz zu ihren Kindern leben, und in Einzelfällen finanzielle Hilfen für Familien in Not.
Ehrenamt gesucht? Besuchen Sie das Ehrenamtsportal der Caritas
#116 caritalks - "Wellcome" entlastet Familien, bevor echte Probleme entstehen.
Koordinatorin Diane Nottebohm erklärt, wie ein präventives Angebot in Oberhausen Familien im Alltag unterstützt.
Kindern geht es nur gut, wenn es auch den Eltern gut geht. So lautet die Leitidee des Sozialunternehmens „Wellcome". Die Caritas Oberhausen ist, gemeinsam mit dem Evangelischen Familien- und Erwachsenenbildungswerk, einer von über 200 Wellcome-Standorten im deutschsprachigen Raum.
Die Wellcome-Hilfen
Infos zu Wellcome
**#115 caritalks - Das Erzählcafé in Essen-Altendorf lässt „Blumen sprechen“ **
**Ein Gespräch mit Initiatorin Ursula Stauf und den Besucherinnen Gertrud Finke (90) und Hildegard Breuer (88) - Eindrücke eines besonderen Nachmittags.
Beim monatlichen Erzählcafé in St. Mariä Himmelfahrt stehen Spaß und Gemeinschaft im Vordergrund. Ältere Menschen, die im Alltag oft isoliert und einsam sind treffen sich hier zum Klönen, Zuhören und Singen. Christoph Grätz hat mit der Initiatorin Ursula Stauf und zwei Besucherinnen des Erzählcafes gesprochen, Gertrud Finke (90) und Hildegard Breuer (88).
Ursula Stauf ist eine, die anpackt, die weiß, wo anderen der Schuh drückt. Sie sprüht vor Ideen, wenn es darum geht, auf Hilfegesuche, akute Notlagen oder Probleme Antworten zu finden. „In Altendorf gibt es viele ältere Menschen, die einsam sind, denen jemand zum Reden fehlt. Vor allem nach Corona war das spürbar“, erzählt die 70-Jährige von den Anfängen des Erzählcafés. Jeden 3. Mittwoch im Monat öffnet das Erzählcafé im Marienheim, dem Gemeindesaal von St. Mariä Himmelfahrt, um 14.30 Uhr seine Pforten. Manche der Gäste werden gebracht, viele kommen mit dem Rollator oder der Unterstützung von Freunden und Nachbarn.
Die Tische sind liebevoll und farbenfroh dekoriert mit geblümten Tischdecken sowie Narzissen und Primeln. Auf jedem Teller liegt bereits ein Streusel-Hefegebäck und ein Keks – natürlich selbstgebacken. Das alles geht nur mit tatkräftiger Unterstützung der vielen Helferinnen und Helfer. Während Kaffee und kalte Getränke ausgeschenkt werden, entwickeln sich an den Tischen angeregte Gespräche und ein ordentlicher Lärmpegel. Später gibt es ein Blumen-Ratespiel. Außerdem wird „Tulpen aus Amsterdam“ und „Sah ein Knab ein Röslein steh’n“ gesungen und Ursula Straub erzählt von der Symbolkraft verschiedener Blumen.
Das Erzählcafé ist nur eines von vielen Angeboten für den Stadtteil, wie die Caritas-Sprechstunde, wo Lebensmittelgutscheine an Menschen mit kleiner Rente oder geringem Einkommen verteilt werden. Das „Kleiderlädchen“, bietet gut erhaltene, gebrauchte Kleidung für kleine Preis an, bei einem regelmäßigen Treffen können Menschen mit Migrationsgeschichte ihre Deutschkenntnisse verbessern.
Für Stauf ist es eine schöne Bestätigung, dass die Angebote der Caritas in der Gemeinde so gut angenommen werden. Aber es bleibt, so Stauf, auch eine Herausforderung, Ehrenamtliche zu motivieren und Spenden einzuwerben.
Wenn Sie sich für ein Ehrenamt interessieren, schauen Sie doch mal beim Caritas Ehrenamtsportal vorbei.
Aktivitäten wie das Erzählcafé werden unter anderem aus der Sammlung von Caritas und Diakonie finanziert, die seit Anfang 2026 den neuen Namen „Füreinander. Für hier.“ trägt.
**#114 caritalks - Nachhaltige Schnäppchenjagd gibt Kleidung ein zweites Leben
Ein youngcaritas-Projekt in Wattenscheid macht Spaß, ist sozial, nachhaltig und kleidet ungemein.
In der Alten Lohnhalle der ehemaligen Zeche Holland veranstaltet youngcaritas Ruhr-Mitte mehrmals im Jahr den Kleidertausch. Die Gäste bringen gut erhaltene Gebrauchtkleidung mit und können sich aus den zusammengetragenen Kleidungsstücken wieder Stücke mit nach Hause nehmen.
Anna Brodowski (29) hilft heute in der Alten Lohnhalle aus, denn hier werden viele helfende Hände gebraucht, die die Kleidung der Besucher*innen annehmen und auf die bereitgestellten Kleiderständer und Tische verteilen. Jaqueline Langer (27), die bei der Caritas Ruhr-Mitte die Aktionen von youngcaritas koordiniert erklärt den Ansatz des Projektes: „Eine nachhaltige Aktion für ein Umdenken und gegen den Wahnsinn, dass in unserer Wohlstandsgesellschaft ungetragene Kleidung in Ländern des Südens vernichtet wird und dort massive Umweltzerstörung verursacht.“
Youngcaritas wer oder was ist das? Das sind Gruppen von jungen Menschen, die sich mit kreativen Aktionen und Projekten für andere einsetzen und so den Gedanken der Caritas leben. Mittlerweile gibt es youngcaritas-Gruppen an über 80 Orten bundesweit. Neben Fragen der Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit steht der Umweltschutz dabei ganz weit oben auf der Todo-Liste.
Junge Menschen, die sich sozial engagieren wollen, sind bei youngcaritas genau richtig. Infos zu youngcaritas
Außerdem finden Interessierte ein Ehrenamt über das Caritas Ehrenamtsportal /
Weitere Termine KLEIDERTAUSCH - ALTEN LOHNHALLE WATTENSCHEID -
SONNTAGS, 11 - 15 UHR
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